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28.11.2025, 23:27
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.11.2025, 23:31 von Jonathan J. O´Neill.)
Hallo, ihr Lieben!
Da es erfreulicherweise wieder ein Forum gibt  , habe ich mich dazu entschlossen mit meiner FF-Serie [SG/Multi-Crossover] Odyssee fortzufahren  . Um jedoch nicht alles aus dem Kontext zu reißen, sowie auch für ein besseres Verständnis des Gesamtzusammenhanges, werde ich alle bisherigen Staffeln und Folgen in den nächsten Wochenenden hier veröffentlichen. Es wird jedes Wochenende eine Staffel á 20 Folgen sein bis zur vierten Folge der 8. Staffel  .
Heute beginnen wir mit den ersten fünf Folgen der 1. Staffel
Also auf ein Neues, und viel Spaß beim Lesen
[SG/Multi-Crossover] Odyssee
Titel: [SG/Multi-Crossover] Odyssee
Autor: Jonathan J. O´Neill
Rating: FSK 16
Genre: Sci-fi, Abenteuer, Action, Drama usw.
Crossover
& Charas: Diese FF ist ein Multi-Crossover, welche die Franchisebereiche von Stargate, Battlestar Galactica, MacGyver und X-Men mit den dazugehörigen OC sowie eigene Charaktere beinhaltetPairings: bekannte, und eigene
Anmerkungen:
1. Alle Rechte an Stargate SG-1/SG-A/SG-U, Battlestar Galactica, X-Men und MacGyver gehören denen, welchen sie gehören.
2. Ich schreibe diese Crossover-FF nur zum Spaß, nicht um Geld damit zu verdienen.
3. Die Geschehnisse sind alle frei erfunden, sie beginnen einige Jahre nach der fünften Staffel von Stargate Atlantis, beiden SG-1-Filmen, sowie nach der zweiten SG-U-Staffel. Die vertrauten Zeitlinien aller Franchise-Universen wurden außer Acht gelassen, später setzt die Handlung aber dann kurz vor dem Fall der zwölf Kolonien von Kobol bei BSG ein, wenn das Expeditions-Team in deren Galaxie eingetroffen ist.
4. Diese Crossover-FF wird in der normalen betrachtenden bzw. berichteten Erzähler- & Ich-Form erzählt.
Odyssee
“Prolog”
Nach einer gewissen Zeit nachdem es die Wraith geschafft hatten ein zweites Mal den Weg zur Erde zu finden; kam es schließlich zu dem befürchteten offenen Krieg im Sommer des Jahres 2017 gegen die Luzianische Allianz…
Auf Grund dieser Ereignisse, und es eine gewisse Anzahl von Wraith es geschafft hatten sich einige zeitlang auf der Erde zu verstecken, die aber nach langem Suchen dank der Hilfe von Ronon Dex glücklicherweise eliminiert werden konnten, war das IOA doch letztendlich schließlich dazu gezwungen die Existenz des Sternentores, der gesamten Weltbevölkerung zu offenbaren…
Dies führte zu heftigen internationalen Spannungen, weil sich viele Staaten übergangen fühlten und ein ab sofortiges Mitspracherecht bei allen Entscheidungen einforderten…
Doch damit nicht genug: die Menschheit wurde durch eine weitere Nachricht erschüttert, denn eine Gesellschaft, die seit vielen lange Jahrhunderten parallel verborgen unter ihnen lebten, die sich als Mutanten offenbarten, ihre Existenz notgedrungen preisgaben und zu Gunsten der Erde, angeführt von Professor Charles Xavier und Erik Lehnsherr in den Kampf gegen die Wraith und auch die Luzianische Allianz eingriffen…
Trotz dieses unerwarteten Beistandes waren die Verluste erschreckend hoch.
Denn neben den materiellen, bestehend aus Raumschiffen und Ausrüstung, verloren viele Millionen Menschen im Kampf gegen die Wraith und die Luzianische Allianz ihre Leben, oder galten seither als vermisst. Die feindlichen Außerirdischen konnten nach einen monatelangen Kampf endgültig aus dem heimatlichen Sonnensystem, sowie aus vielen Regionen der Milchstraße vertrieben werden. Aber man war sich bewusst, dass die Gefahren nicht vollkommen gebahnt waren…
Nur der Mars, welcher sich in einem Terra-Forming-Prozess und auf welchen sich die im Bau befindliche neue Stargate-Command-Base befand, blieb zunächst noch von den Attacken der Feinde verschont…
Die Mutanten lehnten es nach der heißen Phase des Krieges, gegen die Wraith und die Luzianer ab, sich aktiv an Off-World-Missionen des mittlerweile publik gemachten Stargate-Programms zu beteiligen. Doch waren sie dennoch dazu bereit bei einigen Problemen zu helfen, wie der Stabilität der Nationen auf der Erde, um die aufgeflammten Unruhen zu beenden…
Was einigen Vertretern des IOA, sowie einigen geheimen Institutionen, die an Einfluss nicht verlieren wollten, immer noch zu wenig war…
Folge 1.01 - Die Heimsuchung, Teil 1
Jahre später - Anfang September 2020
Milchstraße
Mars
Stargate-Command-Base
“Sir. Die U.S.S. George Hammond ist in wenigen Minuten in Transportreichweite”, meldete einer der Kommunikationsoffiziere.
Der diensthabende Stützpunktkommandeur Lieutenant General Hank Landry nickte für einen kurzen Moment ein wenig müde, nachdem er die Meldung zur Kenntnis nahm. Er nahm noch schnell einem letzten großzügigen Zug aus seiner großen Kaffeetasse, stellte jene dann auf eine der der Konsolen ab, und machte sich dann gutgelaunt auf den Weg, um die angekündigten Gäste in Empfang zu nehmen.
Mittlerweile lief seit über einen halben Jahr der Betrieb von der neuen Basis vom Mars aus, obwohl immer noch weiter an jenen gebaut wurde. Schätzungen nach würde die Fertigstellung noch etwa ein Jahr in Anspruch nehmen.
Den kleinen, einst so wüsten rostrotfarbigen, Bruder der Erde konnte man dank fortschrittlicher Technologie, welche man bereits vor Jahren als Vermächtnis von den Asgard erhalten hatte, innerhalb von drei Jahren, kurz nach dem Ende der letzten großen Schlacht im Sonnensystem gegen die Luzianische Allianz, vollständig zu terraformieren.
Doch dauerhaft leben konnte man noch nicht in der Atmosphäre, die trotz der großen Vegetation noch zu Sauerstoffarm war. Deshalb war man außerhalb der Anlagen auf Luftgemische zum Atmen angewiesen.
“Guten Tag, Professor Xavier. Wie war ihr Flug hierher?”, erkundigte sich Hank bei den ersten der beiden Neuankömmlinge, die er persönlich im großen Ankunftsterminal des Stützpunktes in Empfang nahm.
“General Landry, ich freue mich wirklich sehr hier zu sein zu dürfen, und der Flug hierher war wieder einmal sehr beeindruckend - auch wenn er nur kurz war.”
“Das ist nun einmal so, aber vielleicht gibt es mal die Gelegenheit für Sie einen längeren Flug zu unternehmen. Wie sie wissen befindet sich die George Hammond auf einer Friedensmission um ein Abkommen mit der neuen Führung der Luziananischen Allianz auszuhandeln. Ich werde sie beide jetzt ein wenig in dieser Einrichtung herumführen und ihre Fragen beantworten, falls es welche geben sollte. Und sie sind sicherlich Logan, auch genannt Wolverine. Es freut mich, auch sie endlich einmal persönlich kennenzulernen…, und das Rauchen ist hier auf dieser Basis übrigens nicht gestattet!”
“Dann sollten Sie mal hier oben und drinnen die notwendigen Verbotsschilder anbringen - denn gesehen habe ich keine!”
“Logan!”, mahnte der Professor.
“Mal ganz ehrlich: Darf man hier eigentlich überhaupt irgendetwas?”
“Nun ja, nur was laut der Hausordnung dieser Einrichtung gestattet ist. Diese befindet sich zum Beispiel im Ankunftsterminal… Wie dem auch sei… Meine Herren, bitte folgen sie mir. Hier entlang”, lud Landry Xavier und Logan dazu ein ihm zu folgen. Dabei gab Xavier seine Meinung kund, dass Doktor Daniel Jackson wohl der richtige Mann für diese Aufgabe sei ein solches Abkommen auszuhandeln.
Erde
USA, Los Angeles
In einer nach den Zerstörungen im Krieg gegen die Luzianische Allianz wieder aufgebauten Wohngegend, in welcher seit einigen Jahren wieder Einfamilienhäuser standen und hektisches Treiben an jenem Nachmittag herrschte, klingelte es mehrmals kurz an einer Haustür.
Es dauerte eine gewisse Zeit, ehe von einem fast kahlköpfigen Mann geöffnet wurde, welcher eine getönte Brille trug, um die beiden Besucher per Handschlag zu begrüßen. Den älteren der beiden Männer herzte er zusätzlich mit einer Umarmung, um dann kurz darauf beide in seine Wohnung zu bitten.
Nachdem die drei im Wohnzimmer Platz genommen hatten, sagte der älteste der drei: “Nett von euch, dass ihr beide so schnell gekommen seid.”
“Ist schon gut, Pete.”
“Mac. Ich habe einen kleinen Auftrag für dich…”
“He. Moment mal… bist du nicht im Ruhestand…”
“MacGyver, lass mich doch bitte erst einmal ausreden. Ja, ich bin im Ruhestand. Und du ebenfalls seit einem guten Jahr soviel ich weiß. Es geht doch nur um meinen guten alten Wagen. Ich habe leider das dumme Gefühl, dass man mich in dieser Werkstatt bloß über den Tisch ziehen will - und deswegen würde ich mich sehr darüber freuen, wenn du ihn dir mal anschaust. Außerdem habe ich eine kleine Party geplant… dazu habe ich viele alte Bekannte von uns eingeladen - wir werden schließlich nicht jünger... trotz der netten Errungenschaften der letzten Jahre. Mal abgesehen von den ganzen Ärger und Bedrohungen, die wir als Beilage bekommen haben.”
Angus MacGyver sah Peter Thornton mit festem Blick an, dann nickte er grinsend, denn er wusste dass sein langjähriger Freund Recht hatte. Dann wechselte er ein paar Worte mit seinem Sohn, der schließlich ebenfalls kurz nickte.
einen Tag später
nahe New York City
Vor dem Haupteingang des großen Hauses, wartete Erik Lehnsherr bereits geduldig auf seinen alten Freund. Das Auto, welches gerade durch das Tor gefahren kam, hielt genau vor den Stufen und der Rampe an.
Nachdem Charles Xavier endlich ausgestiegen war und wieder in seinem Rollstuhl Platz genommen hatte, begann der andere voller Neugier getrieben die Unterhaltung: “Und wie war dein heutiger Besuch auf dem Mars, Charles?”
“Es war ein sehr seltsames Gefühl. Aber es wirkte auch sehr vertraut Erik. Das lag wohl an der wachsenden Natur, das Grün der Pflanzen, die Berge sehen aus wie zum Beispiel in Colorado… Und hättest du hättest es auch sehen sollen, klares Wasser und die saubere Luft dort in den großen Anlagen, sowie endlos erscheinende grüne Grasflächen, die ersten Büsche und Sträucher - auch außerhalb der Energiefelder und Glaskuppeln…”, schwärmte Charles.
Misstrauisch beäugte Wolverine seit der Rückkehr auf das Anwesen derweil Magenta - doch der Zwist zwischen den beiden Lagern der Gesellschaft der Mutanten war seit Jahren vorbei und die Gräben überwunden.
“Freut mich, dass es dir auf unseren Nachbarplaneten so gut gefallen hat, alter Freund. Aber ich habe leider den Eindruck, dass uns die Menschen nur akzeptiert haben, weil wir sie im Kampf gegen diese Kreaturen und diese Allianz der anderen Aliens unterstützt haben…”
“Wovor fürchtest du dich jetzt schon wieder, Erik?”
“Jedenfalls nicht vor diesen Wraith und diesen Luzianern, Charles. Doch diese immer noch voranschreitende Terraformierung des Mars könnte bedeuten, dass wir vermutlich von diesen Planeten hier vertrieben werden könnten…”
“Also”, unterbrach der Professor, “diese Befürchtung ist unbegründet und überflüssig. Du solltest aufhören dir Sorgen zu machen. Sie hätten uns auch schon längst durch dieses Stargate auf einen der vielen Planeten umsiedeln können - haben es aber nicht…“
“…wusstest du etwa von diesem geheimen Projekt mit diesen außerirdischen Portal?!“
“…ich wusste es schon seit langem Erik. Menschen und Mutanten werden gemeinsam die Zukunft dieser Welt bewältigen und gestalten.”
“Wir werden sehen - und vergiss nicht diesen Fall in Tibet”, murmelte Magneto leise, während Xavier milde lächelte, als er in seinem Rollstuhl ins Haus vorausfuhr.
Mars
Stargate Command Base
Zielsicher steuerte etwa zur gleichen Zeit das kleine Transportshuttle, das von einer der drei Chinesischen BC-304er aus gestartet war, über das eine der vier gewaltigen Hangardecks, welches so groß wie drei Fußballfelder war.
Ohne lange zu zögern, nachdem die Passagiere der einflussreichen IOA-Delegation sich ausgewiesen hatten, machten jene sich auch schon zielsicher auf den Weg zum Büro des Kommandeurs des Stützpunktes.
Einige Stunden später, war General Hank Landry immer noch sichtbar etwas irritiert. Denn den Vortrag nach, welchen Miss Shen, das IOA-Mitglied der Volksrepublik China und die auch für die nächsten 9 Monate den Vorsitz in dieser Organisation innehatte, ihm gerade gehalten hatte, waren seine hohen Gäste also nicht nur gekommen, um sich einmal mehr den Fortschritt der Bauarbeiten des neuen Stargate-Centers zu begutachten.
´Die Chinesen und Russen verlangen also ein noch größeres Mitspracherecht und damit auch ein eigenes Entscheidungsrecht um Entscheidungen möglicherweise zu kippen oder zu blockieren´, dachte Hank mit etwas Unbehagen.
“…und, wie bereits erwähnt - ist Doktor Daniel Jackson gewillt, auch unter der Leitung der Volksrepublik Chine weiterhin bei diesen Programm mitzuwirken, dies hat er mir einmal persönlich mitgeteilt”, schloss Miss Shen ihre Ansprache.
“Das behaupten Sie jetzt.”
“Es ist aber wahr. Doktor Jackson ist es egal welche Nation dieses Programm leitet…”, beharrte die Chinesin abermals.
“Ist ja sehr interessant”, brummte Landry.
“Die neuen Anweisungen befinden sich hier in dieser Akte, welche wir Ihnen jetzt aushändigen, General Landry”, erklärte mit ernster Miene der russische IOA-Delegierte.
Der britische Delegierte, welcher neben Hank saß, schob wortlos dem General das Dokument zu, welcher es langsam mit spitzen Fingern schließlich entgegennahm.
Dabei fragte er interessiert: “Was sagt eigentlich General O´Neill zu diesen Dingen?”
“Wir werden es General O´Neill morgen mitteilen und ihn dementsprechend unterrichten, genauso wie wir es heute hier mit Ihnen getan haben, General Landry.”
Erde
Deutschland - Landesgrenze Hamburg-Niedersachsen
Es war mitten in der Nacht und wohl auch kein Zufall, dass mich diese Polizeistreife gestoppt hatte, die seit einigen Minuten hinter mir herfuhr. Die beiden Polizistinnen, die aus dem Wagen gestiegen waren, kannte ich nur allzu gut wie sich herausstellen sollte.
“Guten Abend. Dies ist eine allgemeine Verkehrskontrolle - ohne Verdachtsmoment…”, begann die eine Beamtin trocken und emotionslos, nachdem ich den Motor abgestellt, sowie die Fensterscheibe noch weiter heruntergekurbelt hatte.
Ihre Kollegin hielt mit der rechten Hand die Taschenlampe, während die linke entspannt auf der Dienstwaffe ruhte.
´Wenigstens Jasmin ist normal´, dachte ich, als ich meine Papiere an meine wohl baldige Ex-Frau, und Mutter unserer gemeinsamen Zwillinge, aushändigte.
“Sie sind auf dem Heimweg?”, fragte die Polizeiobermeisterin.
´Blöde Frage´, dachte ich im Stillen, ehe ich: “So in etwa.” - antwortete.
“Aha. Ich würde gerne noch einen Blick in ihren Kofferraum werfen, nachdem wir den Alkoholtest gemacht haben!”
´Das darf doch nicht wahr sein!´, war mein nächster Gedanke, bei dem mein Blick von Jeanne zu Jasmin wanderte - in der Hoffnung bei ihr wenigstens etwas Bestand zu bekommen. Aber negativ.
Anscheinend hatte Jeanne seit unserer letzten Trennung vor rund drei Monaten mal wieder einen ihrer besonderen Tage.
“Okay…, kein Alkohol. Steigen Sie bitte aus - und gehen Sie vor!”
“Ja.”
“Gut. Die Sicherheitsweste liegt in der Beifahrertür… dann mal bitte den Kofferraum öffnen!”
Es folgte das übliche bekannte Prozedere: Verbandskasten, Warndreieck zeigen.
Man ließ mich warten. Denn während Polizeiobermeisterin Jasmin Nadine Ataya meine Daten per Funk abfragte und abglich, bewachte mich Jeanne Nicole Schneider, deren rechte Hand auf den Griff der Waffe ruhte.
Gerne hätte ich mit meiner Frau das Gespräch aufgenommen, doch der Blick von ihr sagte mir alles: Sprich mich nicht an!
“Alles in Ordnung”, teilte Jasmin mit, die mir unbemerkt von Jeanne, zuzwinkerte und andeutete mich mal anzurufen.
“Dann wünschen wir ihnen noch eine gute Weiterfahrt!”, nickte Polizeiobermeisterin Schneider kurz zum Abschied, als sie mir meine Papiere wiedergab.
“Danke. Einen schönen Abend noch.”
“Vielen Dank.”
“Ob das jetzt nett war, was du… äh… wir mit Jonathan gemacht haben? Und meinst du nicht, dass ihr zwei es nicht noch einmal echt versuchen solltet, Jeanne? Denk doch mal an die Kinder.”
“Hä? Zunächst einmal war das doch eine ganz normale Verkehrskontrolle. Okay, wir wussten ja dass er hier vorbeikommt… Er ist aber einfach zu gefährlich. Nicht mehr so wie früher, bevor das mit ihm passiert ist und auch der Krieg gegen diese Luzianer hat ihn massiv verändert. Und die Zwillinge sind bei meinen Eltern in guten Händen, wenn ich im Dienst bin…”, verteidigte sich ihre Kollegin.
“Ich weiß. Ich war bei eurer ersten Begegnung nach seinen Verschwinden dabei… Aber es ist doch nicht seine Schuld, was mit ihm geschehen ist.”
Jeanne seufzte kurz leise, sie wusste, dass Jasmin Recht hatte mit ihren Argumenten.
- In ihr kamen die Erinnerungen auf, und sie erinnerte sich an das Jahr 2016:
Es war an einem Tag Anfang Juni, als Jonathan nicht auf ihre gewohnten Anrufe reagiert hatte, weil sie noch überwiegend eine Fernbeziehung unterhielten, und er scheinbar vor während oder nach einer Joggingrunde spurlos verschwunden war.
Mehrmals hatte sie versucht von ihrer Dienststelle in Hamburg aus, sowie während des Streifendienstes ihn anzurufen. Ehe sie sich dann letztendlich dazu entschieden hatte gemeinsam mit Jasmin loszufahren, und südlich von Berlin, nach den notwendigen Rücksprachen selber nachzuforschen.
Und dann eine knappe Woche später kehrten beide ohne große Ergebnisse nach Hamburg zurück. Ohne in irgendeiner Wohnung einen Zwischenstopp einzulegen, fuhren die beiden Polizistinnen direkt auf das Polizeikommissariat.
Der Revierleiter nickte den beiden zu, als die beiden schließlich zum Dienst vor ihm erschienen waren, winkte er sie kurz näher zu sich heran, und ordnete dann grinsend an: “Ihr beiden bleibt nach eurer Spritztour für den heutigen Abend mal auf dem Revier! Also keinen gewohnten Streifendienst, für sie beide und damit heute Abend nur Innendienst! Nur im Notfall werdet ihr zwei ausrücken!“
Mit einem Seufzen nahmen die beiden Polizistinnen kurz darauf an ihren Schreibtischen hinter dem Empfangsbereich Platz.
Ein paar Monate lang geschah nichts mehr, was auf den Verbleib von Jonathan hindeuten könnte, bis zu den einen Tag…
“He, die Zeitung müssen sie aber bezahlen - auch, wenn sie von der Polizei sind!”, forderte der Kioskbesitzer konsequenterweise.
Dieser bekam dann wortlos von Jeanne Schneider eine 1€-Münze in die Hand gedrückt, ehe sie den Kiosk wieder verließ und zu Jasmin Ataya, die in der Zwischenzeit zwei Becher Coffee-To-Go besorgt hatte, wieder in den Streifenwagen stieg.
Schließlich stutzte sie, und mit dem Satz: “Hier! Lies dir das hier mal durch, Jassi.” - hielt sie ihrer Kollegin einen sehr langen Zeitungsartikel vor die Nase. Diese nahm ihr mit einem Seufzen die Zeitung ab, und las.
“Sind doch alles nur Spekulationen, Jeanne.”
“Das glaube ich nicht”, lautete deren Entgegnung, und zog ihr Handy aus der ledernen Uniformjacke. Während sie begann zu wählen, fügte sie hinzu: “Nur gut, dass du am Steuer sitzt…”
USA, New York - Westchester
“… immer langsam ja!… Was ist denn so furchtbar dringend?… Hm, okay. Ich frage ihn. Einen Moment bitte! Professor!”
“Ja, Jean. Entschuldigt mich mal bitte, Kinder. Es scheint sehr dringend zu sein… Also, was ist los, Jean?”
“Eine junge Frau. Eine Polizistin aus Hamburg, möchte mit ihnen sprechen, Professor”, antwortete Jean Grey, die den Hörer an den Mann weiterreichte.
“Hier Professor Charles Xavier…”
Deutschland, Hamburg
“…er lebt also… aber wieso ist er noch nicht hier? …ach so… Hm. Danke, Professor Xavier. So. Soviel dazu”, sagte Jeanne trotzig. Wobei die drei letzten Wörter Jasmin, und deren Annahme zu den Spekulationen wegen des Zeitungsartikels galten.
Die hob schnell abwehrend ihre Hände, und sagte: “Ich kann mich auch mal irren. Und in diesen Fall, bin ich sogar froh darüber… Und Jeanne, du wirst immer dicker. Lange kannst du es nicht mehr verbergen, auch wenn du dir die Lederjacke so überziehst.”
“Sei bloß still!”, lachte ihre Kollegin, und drohte ihr spielerisch mit der Faust.
Dann gab es einige Wochen später einen weiteren Artikel in einer Zeitung: Das ein Passagier auf dessen Beschreibung und Abbildung zu ihren Freund passte, dabei geholfen habe einen Angriff von Piraten, im Indischen Ozean beim Horn von Afrika, auf einen Frachter mit den Namen Diana zu beenden. Jeanne wurde immer trauriger, da Jonathan sich immer noch nicht zumindest bei ihr gemeldet hatte und heimgekehrt war, so wie sie es sich erhofft hatte. Trost fand sie bei ihren Kollegen. Besonders bei ihrer langjährigen Freundin Jasmin.
Doch drei Wochen später dann, geschah etwas, ein unerwartetes seltsames Wiedersehen, welches gut und gerne ihren Tod hätte bedeuten können.
Dabei begann der Dienst an jenem Abend ganz normal:
„Alles klar für die Streife?“, fragte der alte Holger am Tresen die beiden jungen Polizistinnen.
„Jep. Alles beisammen - Sind bereit für den Außendienst“, antworteten Jeanne und Jasmin synchron.
In dieser Nacht fuhren die beiden besonders konzentriert ihre Streife. Denn sie hatten seit einigen Wochen wieder für einige Zeit wieder die Nachtschicht.
Der Dienst blieb für die beiden jungen Frauen größtenteils ruhig - bis auf kleinere Vergehen und eine verbale heftige Auseinandersetzung in einer Bar, die sie schlichten konnten.
Es dämmerte bereits und die beiden fuhren bereits zurück zum Polizeikommissariat als es einen Zwischenfall gab.
„He… So ein Idiot“, schimpfte die Polizistin Jeanne Schneider, als ihnen jemand unvermittelt vor den Wagen rannte, und sie abrupt auf die Bremse treten musste.
Es war aber schon zu spät: Sie hatte den Fußgänger bereits angefahren.
Doch der Angefahrene hatte sich bereits wieder aufgerappelt, und rannte nach einen kurzen Moment leicht humpelnd davon, als wenn nichts gewesen wäre.
„So ein verdammter Arsch!“, schimpfte Polizeiobermeisterin Schneider erneut und verließ hastig auch schon den Streifenwagen, um den Flüchtigen so schnell es ging zu stellen. Zur selben Zeit fuhr ihre Kollegin und Freundin Polizeiobermeisterin Ataya alleine weiter, die auf den Fahrersitz gerutscht war, um so dem Flüchtigen den Weg abzuschneiden.
„Hey Sie, stehen bleiben! Polizei! Na warte. Dich krieg´ ich, Freundchen!“, zischte Jeanne aufgebracht, während sie mit schnellen Schritten hinterher sprintete.
Nicht nur Jeanne, auch Jasmin vermutete Drogen oder Alkohol als Ursache für dieses Verhalten, und forderte über Funk Unterstützung an.
„Jonathan, bist Du das?“, fragte sie irritiert, denn sie glaubte den Flüchtlingen im Lichtschein einer Laterne für einen kurzen Moment erkannt zu haben. Dennoch zog Jeanne vorsichtshalber ihre Dienstwaffe, weil der Flüchtige ausgerechnet in eines der übelsten Viertel der gesamten Stadt lief, so dass sie auch noch die Taschenlampe aus der Schlaufe ihrer Koppel zog, da es hier so gut wie keine Beleuchtung gab.
„Zum letzten Mal: Sie da! Sofort stehenbleiben! Polizei!“, schrie die Beamtin zum wiederholten Male, als der Mann den sie verfolgte in einem schlecht beleuchteten Bereich verschwand. Vorsichtig und behutsam tastete sie sich mit der Taschenlampe weiter in der Dunkelheit vor.
“Mist“, murmelte Jeanne, “wo ist er nur hin?“
Mit dem Strahl ihrer Taschenlampe tastete sie sich weiter vorwärts. Sie befand sich ausgerechnet in einer Gegend, wo sich an jedem Tag mehr als ein Verbrechen ereignete, und sie bemerkte, dass es ziemlich riskant war, ausgerechnet hier allein unterwegs zu sein. Ihr Puls schlug heftig bis zum Hals, und aufmerksam achtete sie auf jedes noch so kleine verräterische Geräusch.
Während die junge Polizistin noch darüber nachdachte, wem sie da auf den Fersen sein könnte, wurde sie auch schon gepackt und gegen den Maschendrahtzaun des Hinterhofes gedrückt.
“AH!“, schrie sie erschrocken auf, und ließ auch noch vor Schreck ihre Waffe fallen. Nur in der Linken hielt sie noch ihre Taschenlampe.
Seltsame Klingen kamen ihrer vor Angst bebenden schweißgebadeten Brust immer näher, und dann erkannte sie ihn.
Es war ich, der da vor ihr stand.
„Nein! Nein! Tu das nicht! Bitte! Bitte, töte mich nicht! Ich bin doch eine von den Guten, eine Polizistin. Ich bin es, Jonathan! Ich bin es - Jeanne!“, jammerte sie verzweifelt, und versuchte sich mühsam strampelnd, aber ohne Erfolg zu befreien.
Mein Griff war einfach zu fest.
“Sie kennen mich?“, ungläubig schaute ich sie an. Noch immer bedrohte ich die uniformierte Frau mit den Krallen aus Adamantium, die man mir unfreiwillig verpasst hatte und die aus meiner linken Hand gefahren waren, aber wenige Millimeter vor ihrer nach wie vor bebenden Brust verharrten.
Die Polizistin nickte hektisch bejahend mit ihrem Kopf, während ich sie immer noch eisern mit der rechten Hand festhielt, ehe ich den harten Griff löste, und nach der Hundemarke griff, die als Kette um seinen Hals baumelte - es stimmte.
Zögernd ließ ich von der Frau ab. Die Metallklingen verschwanden wieder zwischen meinen Fingerknöcheln - zogen sich zurück und die drei entstandenen Wunden verschlossen sich umgehend wieder.
Irritiert blickte sie mir in die Augen und dachte: ´Was ist nur mit dir passiert? Weshalb erkennt er mich nicht wieder?´
Drohend blickte ich auf sie herab, als sie sich nach ihrer Dienstwaffe bückte. Sie schaute immer noch total verängstigt drein, und hob die Waffe deshalb auch nur mit zwei Fingern vorsichtig auf, um sie sofort ins Holster zu schieben.
“Alles in Ordnung, Jonathan. Alles in Ordnung.“
Die Worte sollten beruhigend klingen, erzielten aber nicht den gewünschten Effekt. Ein Geräusch erweckte nicht nur meine Aufmerksamkeit, ich drehte mich angespannt um.
Noch einmal lauschten wir beiden. Doch nur ich schnupperte schließlich zusätzlich. Nahm dank meiner verschärften Sinne dabei die Witterung von Füchsen war, die sich in unmittelbarer Nähe durch die Abfallcontainer arbeiteten, um sich etwas Fressbares zu suchen.
Vorsichtig zog Jeanne ihre Geldbörse hervor, um mir ein Foto zu zeigen, auf welchem nur wir beide drauf zu sehen waren.
“Hm.“
“Na gut“, seufzte die Polizistin, die dann ebenso vorsichtig auch noch ihr Smartphone hervorholte. “Glaub mir doch, wir kennen uns sehr gut. Komm doch einfach mit. Ich bringe dich nach Hause.“
Jetzt hatte nicht nur Jasmin, sondern auch noch drei weitere ihrer Kollegen, die zur Verstärkung geschickt worden waren, den Ort des Geschehens erreicht. Es war wirklich eine üble Gegend in der selbst erfahrene Polizisten nicht gerne alleine, oder zu zweit unterwegs waren. Und der entsetzte Schrei einige Minuten zuvor von Jeanne hatte diese Vermutung bekräftigt.
“Hey, Jonathan“, begrüßte mich eine dunkelhaarige etwas kleinere Polizistin, die mich aufmerksam musterte. Dann nickte sie den Kollegen zu: “Entwarnung! Ist ein Freund von uns. Einer, der endlich wieder zu Hause ist.“
“Genau“, nickte Jeanne. “Lucas. Ben. Das ist Jonathan. He, Sandra - brauchst dich nicht hinter den beiden Kollegen zu verstecken, der beißt nicht - mein Freund… oder vielleicht doch?“
“Komm Jonathan, wir bringen dich erst einmal ins PK. Siehst mitgenommen aus…“
Ich überlegte kurz, dann nickte ich: „Gut. Aber Du gehst vor!“
“Einverstanden.“
Gemeinsam legten wir den Weg zu den beiden Streifenwagen zurück.
Die dunklen Gestalten, die hier herumlungerten und sich verdächtig den Polizeifahrzeugen genähert und damit begonnen hatten daran herumzuhantieren, zogen sich aber sofort erschrocken zurück, als ich die Metallkrallen erneut ausfuhr.
“Oh, verdammt fuck! Nichts wie weg hier! Bullen mit Mutantensupport!“, stieß einer der Vermummten aus der autonomen Szene entsetzt aus, als er auch schon mit seinen Begleitern eingeschüchtert das Weite suchte.
Am Streifenwagen angekommen, holte Jeanne zunächst eine Decke aus dem Kofferraum, die sie mir reichte. Im Wagen allerdings fiel mir dann ein weiteres Foto auf, das uns gemeinsam mit weiteren Freunden zeigte.
Ich spürte gerade zu, wie erleichtert alle waren wieder in den Fahrzeugen zu sitzen.
“Hier“, kicherte Jasmin, “setz die hier auf, denn deine Frisur ist ziemlich strubbelig.“
Wortlos setzte ich, das mir gereichte Basecap auf, denn nun sah es so für jeden Beobachter aus, als ob ein Polizist gerade eben einen ziemlich harten Einsatz hinter sich gebracht hätte.
Auf dem Polizeikommissariat erkannte man mich sofort wieder.
“Und weshalb trägt er diese Hundemarken da um den Hals?“, wunderte sich der Leiter des Polizeikommissariats, der mal wieder Überstunden schob.
“Überlegt doch mal: Ein Soldat, der praktisch unbesiegbar - und unzerstörbar ist… er kann in jeden Sicherheitsbereich reinspazieren, seinen Job erledigen…“, zählte der alte Holger im lockeren Plauderton auf.
“Verdammt. Da gebe ich dir Recht…“, murmelte nun Jasmin ihrerseits entsetzt, die sich an die Krallen und den anschließenden Heilungsprozess erinnerte.
“Mich würde nur eines interessieren”, warf Jeanne ein, “wer ihm das angetan hat. Den- oder Diejenigen würde ich allzu gern nur hinter die verdienten Gitter bringen.”
Dann einige Wochen später, musste sie wegen ihrer Schwangerschaft den Außendienst fürs erste beenden, und wurde in den Innendienst versetzt, wo sie nach weiter nach den Verantwortlichen fahndete - ohne Erfolg.
Doch zumindest konnte Charles Xavier den Großteil meiner Erinnerungen nach wenigen Sitzungen wiederherstellen, die mir eine Kopfverletzung verursacht hatte.
Erneut einen Monat später, vor der Geburt der beiden Zwillinge, kam es immer wieder zu Zwischenfällen, weil ich mehrmals durch Albträume geplagt das Ehebett verließ und auf der Couch weiterschlief. Mit Entsetzen bemerkte Jeanne dann auch den Grund: Zerfetzte Laken, Decken und Kissen, sowie sogar einen Nachtschrank der zerschlagen war. Sie bekam nicht nur Angst um sich selbst, sondern insbesondere auch um die beiden Kinder, die manchmal zu ihnen ins Bett krochen, um mit ihren Eltern zu kuscheln.
Wie erleichtert war sie, dass ich es als ihr Ehemann es ihr nicht übel nahm, erst einmal getrennte Wege zu gehen, und erneut Hilfe von Xavier und auch Logan in Anspruch zu nehmen…
Sie lächelte bei den Gedanken, was auch sofort ihre Kollegin, erleichtert zur Kenntnis nahm. Dennoch legten die beiden Polizistinnen die restliche Fahrt zum Kommissariat schweigend zurück.
USA, Cheyenne Mountain - Homeworld Command
Mit einem deutlichen und zufriedenen Grinsen im Gesicht schritt mit ruhigen Schritten Lieutenant General Jack O´Neill, pünktlich um 15-Hundert, durch die Korridore des Standortes seines neuen Kommandos - es war das alte SGC, das er sich dafür erwählt hatte. Nach zähen Ringen hatte er sich schließlich mit guten Argumenten gegen das IOA durchgesetzt, auch weiterhin den Cheyenne Mountain nach einer nötigen Überholung dafür zu nutzen.
Denn der eine Angriff der Luzianischen Allianz auf das Pentagon hatte zu der Überlegung geführt, wichtige Einrichtungen auf der Erde, so unangreifbar wie nur möglich zu machen.
Doch rund zwei Stunden später, schaute er völlig verdutzt drein, denn die Abordnung des IOA mit Miss Shen an der Spitze, hatte ihn soeben über einige wichtige Änderungen informiert.
Der General starrte die komplette Delegation des IOA, die vor ihm versammelt war, ausdruckslos an. Schließlich sagte Shen zum Schluss, weil sie seinen Blick bemerkte, um O´Neill zu beruhigen: “… bitte verstehen Sie unsere Entscheidungen nicht falsch.”
Doch O´Neill blieb, in all den Jahren unter Hammond gereift, von sich aus ruhig. Daher führte die Chinesin etwas weiter aus: “…das Kommando behalten Sie selbstverständlich, denn niemand sonst auf diesen Planeten kann mit ihrer Erfahrung mithalten. Aber an anderen Stellen müssen wir die Befugnisse und Gewalten anders verteilen, denn wir können uns nicht von den USA das weitere Vorgehen diktieren lassen… Besonders nach den Ereignissen mit den Wraith, sowie auch mit der Luzianer Allianz.”
Dann schnappte Jack doch kurz spürbar nach Luft, als die Wortführerin fertig war und ehe er fragte: “Und wie steht es in dieser Angelegenheit mit General Landry?”
“Er ist einer der ständigen vier Kommandeure auf der Stargate-Command-Base auf dem Mars. Durch diese Entscheidung können wir zum einen das Stargate-Programm deutlich ausbauen und die Effektivität des Betriebes rund um die Uhr ermöglichen und verbessern, dadurch auch das gesamte Kontingent an Personal und Material aufstocken und besser ausrüsten.”
“Na dann ist es ja gut. Und ich dachte schon ihr wollt an meine DVD-Sammlung”, brummte Jack O´Neill ein wenig säuerlich.
Los Angeles
Endlich hatten es die beiden MacGyver geschafft, den kaputten Wagen von Thornton wieder in Gang zu bringen, welchen schon die vergangene Tour in die Rocky Mountains nicht sonderlich gut bekommen war. Darunter hatten nicht nur die beiden nur alle Stoßdämpfer und der Motor erheblich gelitten, sondern auch noch die Querlenkung.
Sie fuhren daher gezwungenermaßen zwischenzeitlich zu einem alten Schrottplatz, um sich nach den passenden Bauteilen für die Reparatur umzusehen. Sie entgingen dem größten Betrag der Bezahlung, da der alte MacGyver es geschafft hatte, eine defekte Pumpe mit einem alten Schlauch und der Bremsanlage eines alten Fahrrads, sowie etwas Aluminiumklebeband zu reparieren.
Bei der Wiederherstellung des Wagens, hatte der ältere MacGyver sehr darauf geachtet, den jüngeren etwas mehr die Initiative zu überlassen.
“Hervorragend! Ihr beiden habt es wirklich wieder einmal geschafft!”, lobte Pete die Arbeit der beiden, als er den Motor erfolgreich gestartet hatte, um anschließend sofort voller Freude darüber zu einer kurzen Testfahrt durch sein Wohnviertel aufbrach.
VR China - Luftwaffenbasis nahe Shanghai
Gerade eben erst hatte sich Lieutenant Jin registrieren lassen und zum Dienst gemeldet, als sie auch schon zum Kommandanten des Stützpunktes beordert wurde.
“Melde mich wie befohlen, Sir”, sagte sie als sie salutierend vor dem General stand, der sich nur kurz erhob um den militärischen Gruß zu erwidern. Doch der ältere grauhaarige Mann beäugte dabei auch kurz skeptisch die junge Frau, die ruhig vor ihm stand.
Denn die junge Offizierin, mit den kurzen schwarzen Haaren, hatte für ihr noch junges Alter unter anderem eine hervorstechende Karriere vorzuweisen.
Als er sich wieder gesetzt hatte, sagte er mit einem Nicken: “First Lieutenant, Sie sollen gemäß Ihrer Akte unter anderem mehr als nur gut fliegen können. Melden Sie sich daher umgehend im Hangar 1! Dort wartet bereits ihre neue Maschine, denn ich will in einer halben Stunde etwas von ihren so viel gelobten Flugkünsten sehen!”
“Zu Befehl!”, erklärte die Soldatin sofort salutierend, bevor sie kehrtmachte um das Büro ihres Vorgesetzten wieder zu verlassen und den angeordneten Befehl Folge zu leisten.
Mars
SGC-Base
Geduldig hatte Daniel Jackson trotz der anstrengenden Mission, von der er erst vor wenigen Stunden zurückgekehrt war, dem zugehört was Xiaoyi Shen im erzählt hatte. Höflich bot er der Chinesin eine weitere Tasse Tee an, welche diese gerne annahm.
Er wollte gerade etwas zu einen der angesprochenen Punkte erwidern, als unvermittelt Großalarm ausgelöst wurde.
Odyssee
Folge 1.02 - Die Heimsuchung, Teil 2
Erde
Pazifischer Ozean
Irgendwo in der Mitte des größten Meeres der Erde, in etwa genau zwischen Hawaii und Japan, kreuzte eine der neu zusammengestellten Flotten der US-Navy.
Mit einem Male stutzte Admiral LeBrune, der rein zufällig auf einen der Monitore auf der Brücke schaute und ihm nahezu zeitgleich mehrere Kontakte gemeldet wurden, die sich im schnellen Tempo ihrer Position näherten.
“Was in Gottes Namen ist denn jetzt schon wieder los?”, murmelte der Kommandant, der dann auch noch im barschen Befehlston umgehend nach einen Fernglas verlangte.
Er war sofort alarmiert, aber auch äußerst beunruhigt und irritiert - denn außer der Luzianischen Allianz, der Freien Jaffa-Nation gab es eigentlich niemanden, der die Erde direkt herausfordern könnte.
“Es sei denn…”, murmelte er, weil er eine dritte Option durchaus kannte, doch es nicht wagte diese laut auszusprechen.
Mit den Luzianern war ja erst vor wenigen Tagen durch die Wortgewandtheit und das erstaunliche Verhandlungsgeschick von Doktor Daniel Jackson ein Waffenstillstand vereinbart worden war, und auch die letzten fanatischen Truppen und Anhänger der Ori hatten kapituliert, um dann den schon lange ausgehandelten Friedensvertrag unter der Vermittlung von Tomin und Vala zu unterzeichnen.
Daher kamen als letzte Variante nur noch die Wraith in Frage. Der Admiral, dem ein kalter Schauer über den Rücken kroch, erschauderte bei diesen Gedanken.
Deutschland - Hamburg
In der Hansestadt an der Elbe war wie sonst überall auf der gesamten Erde und auch im Sonnensystem sofort Großalarm ausgelöst worden.
Alle Bürger wurden von der Polizei und dem Militär dazu aufgefordert worden umgehend Schutz zu suchen und sich ruhig zu verhalten.
Ohne lange zu zögern waren Jeanne und Jasmin während ihrer Streife zu ihren nahen Angehörigen gefahren, um auf diesen Wege schnellstmöglich ihre Kinder und Eltern im großen Schutzraum im Keller des Polizeikommissariats in Sicherheit zu bringen.
Als sie dort angekommen waren, bekamen sie auch gleich von ihrem Revierleiter weitere Anweisungen und Informationen.
“Geh´ schon ran, Jonathan!”, seufzte Polizeiobermeisterin Schneider flehend, als die kurze aber klare Besprechung zu Ende war, und sie im schnellen Laufschritt die Nummer gewählt hatte.
A2 - bei Hannover
Irritiert sah ich auf mein Handy auf dem Jeanne` Name und Nummer aufleuchtete.
´Nanu. Sie weiß doch, dass ich mit dem Auto unterwegs bin´, dachte ich, als ich dann auch noch das aus den Nichts auftauchende Hindernis auf der Strecke bemerkte und vehement abbremsen musste.
Auf der Autobahn war kurz vor der nächsten Raststätte von der Bundeswehr eine Straßensperre errichtet worden, um jeglichen Verkehr auf den dortigen Parkplatz abzuleiten.
“Entschuldigung! Deutsche Bundeswehr, Leutnant Jessica Schneider, ich bin die hier Befehlshabende Offizierin des 4-ten Feldjägerbataillons”, begann die Soldatin, “würden Sie bitte den Motor Ihres Wagens abstellen und aussteigen!”
“Wieso?”
“Weil wir angewiesen wurden Personalkontrollen durchzuführen und militärdiensttaugliche Personen einzuziehen, da wir nach den Krieg gegen unsere außerirdischen Feinde keine wirklich großen Reservisteneinheiten mehr zur Verfügung haben… Und wir gerade eben in diesen Augenblick seit kurzem erneut angegriffen werden, treten die entsprechenden Notverordnungen in Kraft. Eine erste kleine Angriffswelle konnte unter Verlusten bereits gestoppt werden. Doch wird es bald zu einem Hauptangriff kommen… Legen Sie bitte also auch endlich Ihr Handy beiseite!”
“Meine Frau ist dran…”
“Tut mir leid. Aber die muss leider erst einmal warten”, lautete die sehr harte Antwort, worauf sich meine Miene sofort verfinsterte.
“Steigen Sie also bitte endlich aus dem Fahrzeug und händigen Sie uns noch Ihren Personalausweis aus, damit wir Ihre Daten überprüfen können - dauert nicht lange!”, ordnete Leutnant Schneider nach einer kurzen Pause an.
´…außer wir haben Verwendung für Sie´, dachte ich den Satz weiter, wobei mir auch schon schwante, dass dies auch der Fall sein würde.
USA - Homeworld Command
Tief im Cheyenne Mountain war man verständlicherweise zutiefst erschrocken als man erfuhr, wer da soeben die Erde und ihre Bewohner attackierte, da es bislang keinerlei Anzeichen dafür gegeben hatte. Es war aber bislang auch erkennbar, dass die Außerirdischen die Basis und die Besatzung auf den Mars ignorierten.
“Es sind in der Tat wirklich die Wraith, Sir. Es handelt sich dabei aktuell um 5 Hives, über zwei Dutzend Kreuzer, und einige Schiffe einer uns unbekannten Schiffsklasse, sowie eine Menge Kampfgeschwader aus Darts. Auch haben wir die Tiefraumsensoren ausgerichtet… und offenbar sind noch etwa ein Dutzend weiterer Feindschiffe hierher unterwegs”, berichtete Lieutenant Douglas, der blass im Gesicht geworden war.
Nicht nur in ihm, sondern auch bei allen anderen wurden die furchtbaren Erinnerungen des letzten Angriffes dieses Gegners von einer Sekunde auf die andere wieder lebendig.
Daher ließ General O´Neill sofort umgehend eine Konferenz schalten, um für die Bevölkerung die überlebenswichtige Verteidigung zu organisieren, weil es sonst seiner Meinung nach: Nicht gut für die Erde ausgehen werde.
Erdorbit
U.S.S. George Hammond - Brücke
Nur kurz war die eingetretene Starre nach dem Auftauchen der feindlichen Flotte.
Denn sofort bezog Brigadier General Samantha Carter mit ihren Verband, der aus ihrem Flaggschiff und vier weiteren Battle-Cruisern bestand, über den Nordamerikanischen Kontinent Position, um attackierende Schiffe der Wraith abzufangen.
“Na gut. Melden sie dem Homeworld Command und General O´Neill, dass sich alle verfügbaren 7 Verbände in Position befinden und den Kampf gegen die feindlichen Invasoren aufgenommen haben, Captain!”, ordnete Sam Carter an, die bereits in ihrem Kommandosessel Platz genommen hatte.
Erde
Homeworld-Command
Auf einer großen holographischen Kugel, die die Erde darstellte, sah Jack O´Neill wie sich die Verteidigungsflotte bereits im Orbit strategisch verteilt hatte, um die angreifende Flotte der Wraith zu stellen und zu bekämpfen.
Die Feinde aber ignorierten zu seiner Überraschung aber weiterhin den Mars, obwohl sich dort seit einiger Zeit mehrere tausende Menschen aufhielten.
Erdorbit
U.S.S. Phoenix
Kurz nachdem sein Schiff über Europa Position bezogen hatte, meldete sich auch schon Brigadier General Samantha Carter per Videobotschaft beim Admiral der Royal Navy, William Sterling, welcher die Phoenix befehligte: “Wir halten uns klar an die gegebene Anordnung von General O´Neill, und werden uns hauptsächlich um die Hives und Kreuzer, sowie die uns bislang unbekannte Schiffsklasse des Feindes kümmern! Um die Darts der Wraith allerdings müssen sich die jeweiligen Luftstreitkräfte kümmern.”
Erde
China - Lufttraum über Peking
Diesen kurzerhand angeordneten Übungsflug hatte sich First Lieutenant Jin in der Tat anders vorgestellt; immer wieder musste sie den feindlichen Fluggeräten mit ihrer Chengdu Jian-10 in waghalsigen Manövern ausweichen.
Es kam wie es kommen musste, und ein Warnsignal machte der jungen 24-jährigen Chinesin klar, dass ihr die Munition in Kürze ausgehen würde. Ihre guten Augen machten zur gleichen Zeit einen gegnerischen Kreuzer aus, welcher von mehreren Darts eskortiert auf die chinesische Hauptstadt zusteuerte.
´Also, wenn ich schon sterben muss - dann auf diese Weise. Den Kreuzer dort nehme ich mit mir´, dachte sie, als eine weitere riskante Kurve flog, und sich mit ihrer letzten Munition an das feindliche Fluggerät im Sturzflug von Achtern annäherte.
In allerletzter Sekunde entschied sich Jiao um, und griff an die beiden Hebel - benutzte den Schleudersitz, ehe in wenigen Sekunden ihre Maschine mit dem feindlichen Fluggerät kollidieren würde.
Deutschland - A2 bei Hannover
Immer noch schaute ich die Bundeswehrsoldaten mehr als nur wütend an, da sie mir es verweigerten Kontakt mit meiner Frau, die auch immerhin Mutter von unseren beiden gemeinsamen Kindern war aufzunehmen solange die Überprüfungen meiner Personalien andauerten.
“Hören Sie endlich mit diesen Sprüchen auf! Und außerdem habe ich schon meinen Beitrag gegen diese Luzianer geleistet - was mir schon nicht gut bekommen ist…”, brummte ich wütend auf einige militärische Sätze in meine Richtung.
“Ja. Ich sehe bei Ihnen keinerlei Kratzer. Haben wohl nichts Gefährliches gemacht, was? Also keine Widerrede!”, entgegnete einer der Soldaten im barschen Ton, die auch noch verlangten zusätzlich den Kofferraum zu kontrollieren ob es etwas Verwertbares darin gäbe.
Während auch schon ein weiterer Soldat aus einigen Transportkisten Militärkleidung aus NATO-Beständen holte.
Eine Soldatin reichte mir diese Sachen mit den Worten: “Herr Jonathan Martin, laut der uns vorliegenden Informationen sind Sie hiermit eingezogen! Also bereiten sie sich gefälligst auf ihren Einsatz vor!”
“Und wenn ich keine Lust darauf habe, und stattdessen zu meiner Familie fahre - zurück nach Hamburg fahre - erschießen sie mich sonst?”, fragte ich mit bitterer Kälte in meiner Stimme herausfordernd. Denn ich wusste, dass dies nichts bringen, und die Soldaten, die sich um mich versammelt hatten, eine böse Überraschung erleben würden.
´Allen Anschein nach wussten diese Leute wohl nicht mit wem sie es mit mir zu tun haben. Na die werden sich alle ziemlich dumm umgucken, wenn die sehen mit wem sie sich hier herumschlagen´, dachte ich, und lächelte etwas spöttisch einen ihrer Kameraden an, der auf meine Frage damit beantwortete, indem er tatsächlich seine Waffe zog, und diese auf mich richtete: “Sie tun wie Ihnen befohlen wurde, nachdem sie ihre Frau angerufen haben! Verstanden?”
Ein wortloses Nicken war meine Antwort, doch das böse Lächeln blieb, und ehe eine andere Soldatin, die als Sanitäterin gekennzeichnet war mir mein Handy wieder zurückgab, damit ich den Anruf endlich tätigen konnte, massierte ich noch einmal kurz meine Hände, denn meine Krallen hätte ich beinahe vor Zorn ausgefahren und dies schmerzte jedes Mal.
Argentinien - Feuerland
Reges Treiben herrschte in einem schwer zugänglichen Gelände, rund um ein kleines Flugzeug, welches auf einer provisorischen Start- und Landepiste stand.
“He, wo wollt ihr denn hin? Die Ladung ist doch noch nicht komplett an Bord”, beschwerte sich in die Hände klatschend ein etwas beleibter Mann, der eine alte braune Pilotenjacke aus Leder und eine mindestens ebenso alte Pilotenmütze auf dem Kopf mit ergrautem Haar trug.
Es dauerte lange bis er ein leises Summen wahrnahm, und dann neugierig in den Himmel schaute, in welchen er sich gleich selber aufschwingen wollte.
´Ist da etwa der Zoll oder so im Anflug´, schoss es ihm alarmierend durch den Kopf. Er könnte es dann eh vergessen nach Plan abzufliegen, nämlich so tief unter dem Radar wie möglich. Missmutig registrierte er wie die Einheimischen aus der naheliegenden Siedlung alarmiert davonrannten.
“Na schön. Spar ich halt Ausgaben - zum Wohle von Dalton-Air”, lachte er, grinste und pfiff gutgelaunt vor sich hin als er zu dem kleinen Camp schritt, wo noch einige Kisten und Säcke darauf warteten verladen zu werden.
Das Summen aber um ihn herum wurde immer lauter und kam stetig näher.
Abermals hob Jack Dalton den Kopf, um wachsam den Horizont abzusuchen, dabei drehte er sich einmal im Kreis. Als er erkannte, was da in hohem Tempo auf ihn zukam war es bereits zu spät…
China - östlich von Peking
Unsanft kam die junge Pilotin auf dem Boden auf, da nach der Explosion durch einige herumfliegende Trümmerteile ihr Fallschirm beschädigt worden war, weswegen sie die letzten Meter eher abstürzte als zu Boden zu gleiten.
Einige Minuten blieb sie daher liegen um sich zu erholen. Erleichtert stellte sie fest, dass sie sich nicht wirklich verletzt hatte, sondern sich wohl nur einige Prellungen zugezogen hatte. Instinktiv griff sie in die Tasche um ihr Sturmgewehr hervorzuholen.
Sie seufzte, weil sie nur das eine Magazin für diese Waffe dabei, sowie für ihre Handfeuerwaffe zwei Ersatzmagazine bei sich hatte.
´War auch nicht zu ahnen, dass man in ein Kampfgeschehen gerät´, dachte sie, während sie sich wachsam umschaute.
Schnell näherten sich bereits einige Wraith-Drohnen ihrer Position, weil jene schnell erkannt hatten dass sie doch noch am Leben war.
Zuerst hielt sie feuernd, den Lauf ihrer QBZ-95 schwenkend auf ihre Angreifer zu, indem sie immer nur kurze gezielte Salven abgab.
Schnell war das einzige Magazin ihres Gewehres verbraucht, worauf sie schnell mit der einen Hand ihre Handfeuerwaffe aus dem Holster und mit der anderen eines der zwei Ersatzmagazine aus der Magazintasche riss, um sich weiterhin ihrer Haut erwehren zu können.
Doch erhoben sich bereits einige der niedergeschossenen Wraith-Drohnen wieder.
Der jungen Pilotin gefror das Blut in den Adern, und feuerte auch ihre Pistolenmagazine leer. Doch abermals erhoben sich einige dieser Horrorgestalten wieder, ehe sie dann aber vollkommen unerwartet von mehreren Blitzen getroffen erneut zu Boden gingen.
Erschrocken und alarmiert wirbelte die chinesische Soldatin daher herum, und richtete die mittlerweile leer geschossene Waffe auf eine Frau mit kurzen silbernen Haaren, die ebenfalls wie die Wraith in schwarz gekleidet war und sich ihr langsam näherte.
“Nicht feuern bitte! Ich bin eine Freundin”, erklärte Storm, “wir - ich und meine Freunde - werden euch erneut gegen diese tödlichen Kreaturen helfen!”
Die vollkommen überraschte Lieutenant Jin, ahnte bereits mit wem sie da sprach, dennoch fragte sie: “Wie? Wie… haben Sie das gemacht?”
“Wir sind Mutanten!”
Später auf einem Stützpunkt war ihre Irritation dann wirklich perfekt, als sie über Funk den Befehl erhielt, sich unverzüglich auf eine geheime Mission vorzubereiten. Dabei sollte sie dem Stargate-Programm helfen, ehe sie ebenfalls für diese Organisation den Dienst antreten sollte, vorausgesetzt sie würde den bevorstehenden Einsatz überleben.
Neu und dann viel besser ausgerüstet betrat sie wenige Minuten später auch schon das modifizierte Goa´uld-Frachtschiff.
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28.11.2025, 23:35
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.11.2025, 23:52 von Jonathan J. O´Neill.)
Odyssee
Folge 1.03 - Die Heimsuchung, Teil 3
Erde
Deutschland - Hamburg < = > nahe Hannover
“Gott sei Dank. - Jonathan, endlich meldest du dich.”
“Tut mir leid, Jeanne. Geht es den Kids und Dir gut?”
“Ja, denn wir werden gleich in den Schutzbunker gehen, und von da an wird es nicht mehr möglich sein miteinander oder anderen Personen außerhalb zu kommunizieren.”
“Verhaltet euch auf jeden Fall ruhig.”
“Das machen wir. Es wurde aber auch schon noch einmal darauf hingewiesen. Und… wenn das hier vorbei ist, würde ich sehr gerne…”
“Sag’ nichts weiter, ich kann mir wirklich mehr als nur allzu gut vorstellen was du jetzt noch sagen willst.”
“Ich liebe dich.”
“Ich dich auch… Doch leider muss ich nun Schluss machen,… diese Bundeswehrtypen werden so langsam unruhig…”
Hamburg
Als Jeanne das Telefonat beendet hatte, betraten sie nach und nach durch ein Regal den Zugang zum großen Schutzraum, welcher in mehrere Abteile aufgeteilt war, nachdem sie alle Vorräte hineingebracht hatten.
Alle Polizistinnen und Polizisten trugen mittlerweile ihre komplette Ausrüstung bei sich.
Der Revierleiter trat mit ernster Miene vor: “Jeanne, Jasmin auch ihr zwei geht ganz nach hinten!”
“Aber…”
“Nein, keine Widerrede. Ich weiß eure Bereitschaft wirklich sehr zu schätzen - doch hoffen wir, dass wir unentdeckt bleiben… Also… ab in den hinteren Bereich zu den anderen mit den Kindern und euch beiden!”
Umland von Hannover
Obwohl wir sehr vorsichtig waren, machte sich dann doch schnell Hektik breit, als sich eine größere Gruppe von Wraith unserer Position näherte. Worauf auch schnell die ersten Schüsse fielen, welche noch weitere Wraith auf unsere Position aufmerksam machen würden.
“Was ist denn jetzt los?”, murmelte Hauptmann Marius Schwedt, als sich aus dem Nichts einige Trümmerteile selbstständig machten und auf die näherkommenden Wraith zuflogen, um diese dann niederzustrecken.
Es dauerte eine Weile, ehe Major Felix Müller auf eine Erhebung deutete, auf welcher eine rothaarige Frau stand. Sofort war allen bewusst, dass wir glücklicherweise Hilfe von einer Mutantin bekommen hatten, die uns durch Telepathie mitteilte zu ihr aufzuschließen.
“Danke, Jean!”, murmelte ich erleichtert in ihre Richtung, da ich sie wiedererkannt hatte.
Griechischer Luftraum - Goa’uld-Frachtschiff
Wenige Minuten später befanden wir uns alle in einem getarnten Goa’uld-Frachtschiff, wo wir von einer US-Soldatin der Air Force, Captain Sharon Satterfield, über die anstehende wichtige Mission des Stargate-Programms instruiert wurden zu der wir abkommandiert worden waren.
Als wir uns umsahen war deutlich zu sehen, dass wir eine bunte zusammen gewürfelte Einheit waren. Wobei wohl die meisten hier wohl Chinesen, Russen und Amerikaner sein mussten.
Wieder spürte ich neben der Blicke von einigen der anderen Insassen die auf mir ruhten, noch etwas anderes - nämlich deren Furcht.
“Sie sind doch einer dieser medizinisch geschaffenen Mutanten. Der mit der Bezeichnung Objekt 12”, bemerkte schließlich jemand von den Franzosen.
Darauf blickte ich jenen sofort finster an, nachdem sich durch dessen Aussage meine Vermutung bestätigt hatte.
“Es ist nicht gerade nett - mich so zu nennen und mich an die damit verbundenen schlimmen Ereignisse zu erinnern”, knurrte ich den Franzosen deshalb böse an.
Den Bundeswehrangehörigen, die mich eingezogen hatten und mit dem ich erst seit einigen Stunden in einer gemeinsamen Einheit war, stockte daraufhin der Atem, als ihnen klar wurde wer ich wirklich war.
Mein Blick wanderte von da an weiter herum, bis er schließlich bei einer der drei chinesischen Soldatinnen hängenblieb, die sich untereinander unterhielten und mir gegenübersaßen. Eine Stimme kam mir nach längerem Zuhören bekannt vor.
Mit wenigen schnellen Schritten war ich bei ihr, riss sie nach oben und drückte sie gegen die Wand.
“Ich erkenne Dich wieder - Du warst dabei!”, stieß ich zornig hervor.
Sie bestätigte panisch: “Ja. Aber es ist Jahre her… ich habe nur meine Befehle befolgt. Es tut mir leid, was mit Ihnen passiert ist… Bitte bringen Sie mich nicht deswegen um…”
“Jonathan. Lieutenant Jin sagt die Wahrheit”, unterstrich Jean Grey sofort, um die Lage zu entschärfen. Doch Professor Xavier sah den Zeitpunkt für gekommen an, mir die Wahrheit vor Augen zu führen, worauf ich meinen Griff löste und Jiao losließ, die sich hustend an den Hals fasste.
“Vertragt ihr euch jetzt alle wieder? Wenn ja, dann wäre genau jetzt der richtige Zeitpunkt dafür gekommen - denn wir haben unsere Zielkoordinaten fast erreicht. Macht euch alle umgehend einsatzbereit!”, rief Captain Satterfield uns allen zu.
“Doch dass ich wieder frei bin - verdanke ich anderen”, brummte ich verdrossen, während ich noch einmal die Schnürsenkel meiner Stiefel nachschnürte.
Irritiert blickte Jin in Richtung von Xavier, der ihr per Telepathie antwortete, meine Erinnerungen größtenteils gelöscht zu haben, da sie sonst zu belastend gewesen seien.
Lächelnd bedankte sich die junge Frau in Gedanken und mit einem Nicken bei dem Professor, der sie ebenfalls ermunternd anlächelte.
“Wir befinden uns im Zielanflug”, verkündete der russische Pilot.
“Alles fertig machen!”, ordnete Captain Sharon Satterfield direkt im Anschluss an.
Alle erhoben sich kurz darauf und unterstützten sich in der Aufnahme und Befestigung der Ausrüstung und Rucksäcke.
Anspannung machte sich nun bei jeden einzelnen von uns vor diesen heiklen und gefährlichen Einsatz bemerkbar…
Erdorbit
Wraith-Hive
Mit viel Mühe, aber letztendlich mit Erfolg war es MacGyver, wenn auch mit Hilfe Anderer wieder einmal mehr gelungen, sich aus einer schweren misslichen und dieses Mal wirklich mehr als nur lebensgefährlichen Lage zu befreien.
Innerlich haderte Mac, der sich an der Wand vorsichtig vorwärts schob, aber immer noch mit sich selbst: ´Hätte ich doch mal besser für den Einkauf in den Jeep genommen, dann wäre ich jetzt vielleicht nicht hier.´
Vorsichtig tastete sich indessen die Gruppe um ihn immer weiter Meter für Meter voran. Aber immer wieder mussten sie sich auf diesem unheimlichen Schiff verbergen, um nicht von den Feinden entdeckt zu werden.
Alle seine Gefährten waren froh darüber nicht allein an Bord des Raumschiffes dieser schrecklichen Kreaturen unterwegs zu sein. Jeder konnte dabei auf Talente der anderen in dieser Gruppe setzen, mit denen man gemeinsam einen Weg suchte, um wirklich von hier zu entkommen, nachdem sie aus ihrer Zelle ausgebrochen waren.
Drei Stunden zuvor
Erde
USA - Los Angeles
Vollkommen entspannt hatten die beiden MacGyver´ die Rückkehr von Pete Thornton abgewartet.
Dies dauerte nicht allzu lange. Nach etwa 15 Minuten kehrte jener von seiner Testfahrt zurück. Der glückliche ältere Herr lud seine beiden Helfer noch zu einem kleinen gemeinsamen Imbiss zu sich ein, ehe sich die drei wieder voneinander trennten.
Sam fuhr mit seinem Motorrad weiter in die nahegelegenen Berge.
Mac selbst hatte vor, kurz nachdem er wieder zu Hause angekommen war, doch noch einige Dinge zu besorgen, bevor die Geschäfte schließen würden. Um auch in seinem Alter mit gutem Beispiel voranzugehen, entschloss er sich dies zu Fuß zu erledigen.
Vollkommen erschrocken sah sich Mac um, als ohne jegliche Vorwarnung die Sirenen losheulten.
Er befand sich gerade da, wo man in einer solchen Situation gerade nicht sein sollte, nämlich mitten auf einer großen Kreuzung, und somit ohne jegliche Deckungsmöglichkeit.
Schweißperlen bildeten sich daher auf seiner Stirn, als er die Jäger entdeckte, welche mit hohem Tempo auf ihn zuhielten.
Er drehte sich so schnell es ihm möglich war, auf dem Absatz um, und versuchte sein Glück - doch war er an diesen Tag einfach nicht schnell genug. Ein wabernder heller Lichtstrahl hatte ihn bereits erfasst.
Eine Stunde zuvor
Erdorbit
Wraith-Hive
Der Wraithjäger kehrte nach seinen erfolgreichen Beuteflug und vielen gefährlichen Ausweichmanövern in die Ladebucht zurück, um sogleich seinen Fang preiszugeben. Mehrere bereits wartende Wraith-Drohnen nahmen die immer noch benommenen und bewusstlosen Menschen sofort in Empfang.
Immer noch etwas benommen von dem Transportstrahl und dem Aufenthalt im Speicher des Wraithjägers, kam Angus MacGyver ungefähr eine Viertelstunde später nach seiner Ankunft auf dem Wraith-Hive in einer Zelle mit fast zwei Dutzend weiterer Personen wieder zu sich. Sofort spürte er eisige Kälte, die seine Umgebung ausstrahlte.
Er hatte, wie viele andere auch Geschichten über die Wraith gehört, und auch was für ein Schicksal ihn und die anderen hier erwarten würde.
Mit wachsamem Blick schaute er sich seine Umgebung und seine Zellengenossen an. Unter ihnen waren fein gekleidete Leute, einfache Bürger und Bauarbeiter. Aber auch einige uniformierte Soldaten und Polizisten, die sich bereits nach einer Fluchtmöglichkeit umgesehen hatten.
“Meine Waffe ist weg”, wisperte eine Polizistin frustriert als sie wieder zu sich gekommen war, was auch noch ihr Kollege bestätigte, ebenfalls entwaffnet worden zu sein.
“Ist wohl auch eher ungünstig hier herumzuballern!”, mahnte ein Anwalt, der ihr hilfsbereit auf die Beine half.
Es dauerte nicht lange, als die ersten Wraith auftauchten, und auch schon die ersten drei Gefangenen, einen Polizisten, eine Geschäftsfrau und einen dicken fein gekleideten Mann mit sich nahmen.
Immer noch sehr aufmerksam beobachtete Mac, was die Kreaturen taten.
“Nein! Nein! Hilfe!”, riefen die drei Leute panisch fortwährend, als sie von den Drohnen gepackt, und brutal weggezerrt wurden. Es dauerte lange bis ihre Stimmen, und die vieler anderer nicht mehr zu vernehmen waren.
“Wir müssen hier weg - und zwar schnell!”, murmelte MacGyver entschlossen vor sich hin, als er an seine Zellengenossen herangetreten war.
Flüsternd erkundigten sie sich untereinander ihres beruflichen Hintergrundes, und was jeder doch noch sonst so bei sich hatte.
Überlegend und dabei das außerhalb ihrer Zelle liegende Tastenfeld musternd, ließ MacGyver sein Taschenmesser zwischen den Fingern herumrotieren.
Sie hatten außer seinen Schweizer Taschenmesser, noch einige weitere Messer, Werkzeuge, Kosmetik- und Büroartikel, sowie überraschenderweise sogar ein paar kleine Revolver, welche die Wraith beim schnellen Kontrollieren ihrer Opfer übersehen hatten.
Dabei war ihnen ein verhaftetes Gaunerpärchen behilflich, welches sich aufs Schmuggeln und Ladendiebstahl spezialisiert hatte, darunter auch die gefährlichen Gegenstände, die sofort von der Polizistin eingezogen wurden. Sie selbst behielt einen der kleinen Revolver.
“Man müsste diese Energiezufuhr unterbrechen, die von dieser Art Schaltfläche dort, gesteuert wird”, erklärte Mac im Flüsterton, der alles genau hatte beobachten können, und daraus seine Schlussfolgerungen gezogen hatte.
Ein Soldat meldete sich: “Das kann vielleicht ich übernehmen, ich war bis vor wenigen Tagen auf Atlantis stationiert, und Teyla und Ronon haben uns dort hoffe ich gut im Umgang mit den Messern den letzten Schliff gegeben. Und wenn wir mehrere geeignete Messer hätten…“
“Egal. Versuchen Sie ihr Glück”, nickte ein Bauarbeiter.
Der Anwalt hatte bereits Schweißperlen auf der Stirn, und erklärte: “Sie haben ein nur wenige Versuche, sonst haben wir ein Problem…”
Das erste Skalpell eines Arztes, welches der Soldat geworfen hatte, flog und schnitt sich tief in die organische Wand ein. Zwei weitere waren noch nötig bis das spinnennetzartige Gebilde, welches der einzige Zugang zu ihrer Zelle war ein wenig auseinander glitt. MacGyver reagierte mit einem weiteren Soldaten sofort mit einigen Kabelbindern in den Händen, um den schmalen aber vorhandenen Fluchtweg somit umgehend absicherten.
In großer Eile zwängten sich alle sofort nach draußen.
“Äh, hört mal Leute, wir sollten alles wieder entfernen, um unsere Spuren zu verwischen”, riet aufmerksam ein Kleinkrimineller, der von der Polizistin, und ihren mittlerweile von den Wraith getöteten Kollegen, vor ihrer Verschleppung verhaftet worden war, worauf man genauso unverzüglich alle Messer und auch die Kabelbinder wieder entfernte.
Kaum hatte der Arzt unter ihnen dies getan, schloss sich die Lücke im Gitter vor ihren Augen umgehend wieder.
Gegenwart
U.S.S. George Hammond - Brücke
Durch den ständigen Kontakt mit den allen Flottenverbänden, die die Erde zu verteidigen suchten, dem Homeworld Command auf der Erde, welches den Erdorbit und das gesamte Sonnensystem überwachte, konnte Brigadier General Carter die Verteidigung bislang einigermaßen gut umsetzen. Denn leider nur allzu oft es Geschwadern der Wraith die Verteidigungslinien zu durchbrechen und in die Erdatmosphäre einzudringen.
Dies führte unweigerlich zu großen Problemen und vielen Opfer, so wusste Sam, die daher auf die gute Arbeit der Abfangjäger der Luftstreitkräfte vertraute.
“Wie sieht es mit dem gefährdeten Zielgebiet von Captain Satterfield aus?”
“Die abgezogenen Einheiten beziehen demnächst ihre Positionen um das Areal so gut es möglich ist zu sichern, Ma´am.”
“Sehr gut. Und wo bleibt unsere eigene Verstärkung?”
“Wird leider erst in zwei Stunden hier eintreffen, General Carter.”
Sam seufzte in Gedanken: ´Mit unseren sieben kleinen Verbänden halten wir diesen Attacken gut genug stand, um die Erde zu schützen.´
Aber sie wusste auch, dass sie dank der neuen neun viel größeren BC-306er ein gutes Pardon zu bieten hatten, als noch vor wenigen Jahren mit den BC-304ern und -305ern. Wobei der zuletzt genannte nur ein unterstützender Schiffstyp war, der eigentlich zu Forschungszwecken entwickelt worden war.
Erde
Deutschland - Hamburg
Das Schwirren und Surren der Darts der Wraith erfüllte immer noch die Luft. Doch dies wurde auch schon kurz darauf von dem Donnern der Eurofighter und Tornados an Lautstärke klar übertroffen, die zur Luftverteidigung und Unterstützung eingetroffen waren.
Eine Vielzahl von Wraith wurden immer wieder als Bodentruppen von den wendigen Darts abgesetzt, ehe sie den Luftkampf gegen die Verteidiger wieder aufnahmen.
Eilends aufgestellte oder abgestellte Spezialeinheiten der Bundeswehr, Bundespolizei und der Hamburger Polizei konnten allerdings nur von einer sicheren Deckung aus, etwas gegen die vielen gefährlichen Angreifer tun.
So hatten die Wraith in den Straßen schnell eine zahlenmäßige Überlegenheit für sich geschaffen, und begannen damit in einige Häuser einzudringen.
Leider waren die Jagdmaschinen der Außerirdischen nur allzu oft erfolgreich, die ins Freie stürmende Personen mit ihren Transportstrahlen sofort in ihre Speicher aufnahmen.
Odyssee
Folge 1.04 - Die Heimsuchung, Teil 4
Erde
Griechenland - südöstliche Peloponnes / Lakonien
“Wonach suchen wir hier eigentlich?”, fragte ein Franzose, nachdem wir alle in Gruppen mithilfe des Ringtransporters in einer bergigen Landschaft abgesetzt worden waren.
“Nach einen weiteren Hinweis auf welchen vor kurzem ein chinesisches Team von Archäologen gestoßen ist”, antwortete Captain Satterfield, die dann das Signal zum Aufbruch gab.
Der Weg führte über steiniges Terrain auf eine Höhle zu, wo bereits einige Personen ungeduldig warteten.
Und es war ganz deutlich, zumindest zunächst erst nur für mich, war das nahende Summen von Wraith-Darts zu hören. Nach einer guten Minute, wir hatten den Höhleneingang erreicht, konnten alle ein großes Geschwader der feindlichen Fluggeräte erkennen.
Diese kamen schnell näher. Sie wurden aber von einem Euro-Fighter-Geschwader empfangen, welches aus der Gegenrichtung geflogen kam.
Ein weiterer schwerer Luftkampf begann.
“Okay. Die Luftstreitkräfte Europas verschaffen uns somit etwas mehr Zeit. Das Verteidigungsteam bleibt wie besprochen hier im Inneren der Höhle direkt am Eingang, und das Forschungsteam geht mit einigen Militärs als Begleitschutz weiter!”, wiederholte Satterfield sichtlich angespannt, ehe sie mit einen Dutzend Leuten loszog, um nicht nur nach Hinweisen, sondern auch nach den wichtigen Antworten zu suchen.
Der russische Major atmete tief durch, nachdem die amerikanische Soldatin, die diesen Einsatz anführte endlich aus seiner Sicht verschwunden war. Er hatte wie sein deutscher Kamerad genug von den Bevormundungen der Amerikanerin.
Daher besprachen sich die beiden Majore Ivan Karpov und Felix Müller kurz über die Taktik.
“Gut. Na schön, klingt vernünftig”, begann Karpov, “die Sanitätssoldaten halten sich mit einigen weiteren Einsatzkräften zurück, welche dann diejenigen, die kämpfen von Zeit zu Zeit ablösen werden! Wir hoffen, dass uns das Homeworld Command so schnell wie möglich noch Truppen zur Verstärkung schickt - doch bis dahin müssen wir durchhalten! Um jeden Preis!”
Deutschland - Hamburg
Angestrengt lauschten immer wieder einige Polizisten, die im Wechsel die schwere verriegelte Panzertür bewachten, nach jedem noch so kleinen verdächtigen Geräusch.
Ab und wann war etwas zu hören.
Schritte. Scharren. Fauchen. Zischen. Hin und wieder hallte es, als ob jemand frustriert Schränke oder Regale umstieß.
Dann wieder Schritte. Dieses Mal, ganz nah - direkt vor der Tür. Angespannt hielten die Polizisten ihre Waffen fester umklammert, und die Finger tasteten nahe am Abzug. Ihre übrigen Kollegen verstanden diese angespannte Körpersprache sofort, und bezogen ihrerseits selber Verteidigungsposition hinter Tischen und diversen Materialcontainern.
Draußen vor der Tür, stöberten immer noch Wraith-Drohnen nach Anzeichen der Anwesenheit von Menschen.
Schließlich fauchte einer der beiden Offiziere der Wraith triumphierend, als er etwas feststellte und fand wonach sie gesucht hatten, dass die eine Tür vor ihnen erst vor einiger Zeit bewegt worden sein musste.
Dem Hamburger Luftraum näherte sich derweil vollkommen unbemerkt ein großer dunkler getarnter Stealth-Jet dem Polizeikommissariat, in dem sich unter anderem Jeanne und Jasmin befanden.
Dieser Jet gehörte den X-Men, die sich dazu entschlossen hatten, verteilt auf der Erde im Kampf gegen die Wraith zu helfen.
“Viel Glück Logan.”
“Danke, Cyclops.”
“Na dann, wir müssen weiter… Also… Los, raus mit dir!”
Der Bombenschacht war bereits geöffnet worden. Nur wenige Sekunden verstrichen, dann sprang Logan direkt über seinem Ziel heraus. Er landete für seinen Geschmack ziemlich unsanft auf dem Dach, welches sogar auf Grund der Wucht seines Aufpralls nachgab, und er direkt hinunter ins Dachgeschoss stürzte.
Erdorbit
Wraith-Hive
Sich auf einem Wraith-Hive zu orientieren - fiel allen schwer. Dies war scheinbar das geringste Problem für MacGyver und seine Begleiter, denn das Schiff wurde immer wieder schwer erschüttert.
Es wurde immer wieder gezielt von der BC-306, die von General Carter kommandiert wurde, unter Feuer genommen.
Alle erkannten wegen der Eruptionen an Bord, dass es daher immer dringender und überlebenswichtiger für sie wurde von Bord zu gelangen. Aber wie?
Leises Schlurfen, Geflüster und Atemgeräusche waren ganz in der Nähe zu hören. Die Polizistin aus New York City hielt den kleinen Revolver, den sie hatte ganz fest mit beiden Händen, und ließ einen Marines, der eine der weiteren wenigen Waffen bei sich trug den Vortritt.
“Glück gehabt, Leute. Noch mehr Glückspilze, die hier wegwollen”, stöhnte ein Mann mit Schnauzer erleichtert, dem die Schweißperlen auf der Stirn standen.
Denn die Polizistin und der Marine hielten ihre Waffen auf ihn gerichtet.
“Jack?”
“Hallo, mon ami. Hier entlang Mac. Dort drüben nicht weit von hier ist eine Art Hangar. Und sie würden mir einen großen Gefallen tun, wenn sie beide nicht mehr auf mich zielen würden. Merci.”
“He!”
“Was denn?”
“Nicht so schnell! Und vor allem: Leise!”, mahnte MacGyver an die Adresse seines Freundes gerichtet, dem mit drei anderen Gefangenen ebenfalls die Flucht gelungen war.
Mit größter Vorsicht setzte sich die nun größer gewordene Gruppe in Bewegung.
“So da wären wir. Seht ihr den Vogel da drüben?”
“Nun mal langsam. Du kannst das Ding doch wahrscheinlich überhaupt gar nicht fliegen - geschweige denn landen.”
“Dein Vertrauen ist einfach… also wirklich MacGyver”, seufzte Dalton.
“Wir wollen euch ja nicht stören - aber was ist mit diesen Typen da? Die sind Ihnen wohl noch nicht aufgefallen?”
“Oh”, machte Jack, “die waren vorhin noch nicht da.”
“Alles klar. Die übernehmen wir”, brummten einige Männer aus der Gruppe, die es geschafft hatten sich mit Gegenständen zu bewaffnen, und sich mit größter Vorsicht an die Wraithdrohnen heranschlichen, die den Hangar bewachten.
Einige Decks weiter oben, im Zellentrakt tauchte die Königin mit einer Eskorte auf, denn sie wollte einige ihrer nächsten Opfer persönlich verhören, ehe sie beabsichtigte sich auch an ihnen nähren. Weil sie gehört hatte, dass einige ihrer Gefangenen, wie der Polizist an dem sie sich genährt hatte, Uniformen trugen, und deswegen wohl eine wichtige Informationsquelle darstellten war es ihr Privileg sich an solchen Gefangenen zu nähren.
Mit einem äußerst wütenden Fauchen registrierte sie, sowie ihre Begleiter, dass die Zelle vor ihnen leer war.
Doch vollkommen unerwartet für alle war ein schauriger Alarm zu hören - ihre Flucht war also nun entdeckt worden. Schnell in Deckung gehend, war zu sehen, wie einige Drohnen losrannten, nur zwei blieben zurück.
“Das ist unsere Chance”, flüsterte Jack Dalton.
Das sahen auch alle anderen so. Es dauerte nicht mehr lange die beiden Wraithdrohnen zu überwältigen, und dann den Kreuzer zu kapern.
Erde
USA - Homeworld Command
Tief im Cheyenne Mountain herrschte seit Stunden bereits absolute Hochkonzentration, denn einmal mehr stand das Schicksal der Erde und ihrer Bewohner auf dem Spiel.
Darunter war auch Miss Shen, die ständigen Kontakt mit dem Einsatzteam in der Ägäis hielt, soweit dies mit einem Communicator der Tok’ra möglich war.
“General O´Neill. Sir. Die Wraith haben das Gebiet jetzt voll im Visier. Die haben wohl bemerkt, dass wir dort sehr präsent sind, und setzen sehr viele Bodentruppen ab…”
“Aha. Was ist mit unserer Verteidigung vor Ort?”
“Besteht momentan aus rund 30 Personen, darunter ist auch der Mann, der als Objekt 12 bekannt ist, Sir.”
Während Jack sich kurz umdrehte, mit der Bemerkung: “Ich muss mal schnell kurz telefonieren!” - schluckte Xiaoyi, als der Begriff Objekt 12 fiel.
“Ein Wraith-Hive weniger, General”, meldete unvermittelt ein Taktikoffizier, worauf O´Neill kurz die Fäuste ballte, aus Freude über diese Neuigkeit.
Doch dann murmelte er konzentriert: “Wir dürfen die Kontrolle im Zielgebiet Alpha nicht verlieren!”
Griechenland - südöstliche Peloponnes / Lakonien
Man war immer noch inmitten der Vorbereitungen für die Verteidigung am Eingang der Höhle beschäftigt.
Doch endlich kamen auch die vier Soldaten um Major Karpov wieder hereingeeilt, die unzählige Minen und Sprengfallen vorbereitet und einige Meter in der Höhle bereits die Linie gekennzeichnet hatten, die die Angreifer nicht überwinden durften.
“Also, da alle wieder hier sind: Wählen sie sich so schnell es geht einen Partner, nicht für den Bund fürs Leben, sondern für die Verteidigung!”, ordnete Major Müller knapp an, worauf Lieutenant Jin nicht lange zögerte, und unverzüglich an meine Seite trat. Darüber war ich doch sehr erstaunt, da ich sie erst vor einigen Stunden hart attackiert hatte.
Die Chinesin bemerkte meinen baffen Gesichtsausdruck, zwinkerte mir daher kurz zu, und lächelte mich zuversichtlich an: “Zusammen mit Ihnen an meiner Seite habe ich die besten Chancen zu überleben.”
Nach nicht einmal einer Minute stellten die beiden ranghöchsten Soldaten zufrieden fest, dass alle Zweierteams sich gefunden hatten. Auch die Sanitätssoldaten beteiligten sich, indem sie damit fortfuhren sämtliche Reservemagazine vorzubereiten.
Erdorbit
Wraith-Hive
Obwohl sie sich lange Zeit große Mühe gegeben hatten, waren die Geflüchteten letztendlich schließlich doch von einem auftauchenden Wraith-Trupp entdeckt worden.
“Los! Alle rein und Tür zu!”, brüllte ein Sergeant der Feuerwehr heiser.
“Was ist los, Dalton? Nutzen sie endlich mal die Bordwaffen von diesem Ding!”, mahnte ein Corporal der US Nationalgarde aufgeregt. Jack hatte bis dahin MacGyver erzählt, wie er erst in diese missliche Lage geraten war, und mit Hilfe der anderen Gefangenen ihre Feinde überwältigen konnten.
Da immer noch die Eingangsluke offenstand, schossen sie in ihrer Not mit den einzigen Waffen die sie bei hatten, darunter waren auch zwei erbeuteten Wraith-Betäubern.
“Tue es einfach, Jack.”
“Mac, ich bin Pilot… und kein…”
“Schon gut. Kennt sich jemand hiermit aus?”
“Ich ein wenig. Aber nur durch meine gemachten Erfahrung in der Pegasus und den dortigen Auseinandersetzungen mit den Wraith. Dazu gehörte auch das Verständnis ihrer Technologien.”
“Gut”, nickte MacGyver, “doch sollten wir schnell mehr lernen, sonst werden wir von unseren eigenen Streitkräften dort draußen abgeschossen, sobald wir diesen Kahn hier verlassen haben…”
“Qui?”, machte Dalton verwundert, der sehr gerne französische Wörter verwendete um intelligenter zu erscheinen.
“Ihr Freund MacGyver hat Recht. Schießen wir auf diese Monster sobald wir eine Chance dazu haben, sonst wird es leider nur ein sehr kurzer Flug werden”, bestätigte einer der Soldaten, die ihren Urlaub in der Heimat auf der Erde statt auf Atlantis verbringen wollten.
Erde
Griechenland - südöstliche Peloponnes / Lakonien
“So ein verfluchter Mist! Doch nicht schon wieder!”, murmelte Satterfield frustriert, als abermals die Verbindung mit dem Homeworld Command abgerissen war, da man anscheinend bereits zu weit ins Felsmassiv vorgedrungen war.
Wenige Minuten später war die Funkverbindung endgültig dahin.
Zur selben Zeit, oben wenige Meter vom Höhleneingang entfernt, verborgen hinter einigen großen Steinen und Felssäulen machten wir bereit, und warteten auf die anrückenden Wraith.
Die Majore Karpov und Müller hatten noch einmal klar angeordnet, solange um jeden Preis Widerstand zu leisten, bis weitere Verstärkung eintreffen würde.
Der Schlachtplan der beiden sollte folgendermaßen ablaufen: Jeweils vier von uns sollten schießen, und deren Partner sich direkt dahinter bereithalten und die Position seines Partners einnehmen sollte, sobald dessen Magazin leer geschossen war und gewechselt werden musste.
Drei weitere Soldaten und die beiden Majore bildeten die Reserve für den Fall das jemand ausfallen sollte, oder der Angriff des Feindes zu hoch sein würde. Hinzu kamen noch die sechs Sanitätssoldaten, sollte es noch härter kommen.
Somit standen insgesamt 19 Personen den anrückenden Wraith, in unbekannter Anzahl, direkt gegenüber. Wobei sich tief im Höhlensystem noch ein gutes Dutzend Leute, bestehend aus weiteren Soldaten und Wissenschaftlern, befand.
Nachdem First Lieutenant Jin instinktiv noch einmal kurz ihre QSZ-92-Pistole überprüft hatte, nahm sie sofort wieder ihr QBZ-95-Sturmgewehr in Anschlag.
Keine Sekunde zu früh, denn der Feind tauchte just in diesem Moment in großer Anzahl im Schussfeld am Höhleneingang auf. Die Wraith versuchten dadurch unsere Stellung zu überrennen. Worauf sei aber nicht vorbereitet waren, war die heftige Gegenwehr, und die ersten vier, darunter auch Jin selbst, hatten sofort das Feuer auf die Eindringlinge eröffnet.
Kaum einen der Eindringlinge gelang es mehrere Meter weit in die Höhle vorzudringen.
Türkei - Dardanellenküste
Auch an einer anderen Ausgrabungsstelle wurde erbittert gekämpft. Das Ergebnis war dort, dass sich die Menschen unter schweren Verlusten, aber zum Glück nicht ohne die wichtigen gemachten Resultate und Funde im Gepäck, eilig in eine geschützte Deckung zurückzogen. Von dort aus zündeten sie die zuvor gelegten Sprengsätze in einer sicheren Entfernung.
Die darauffolgende Detonation vernichtete nicht nur die Fundstätte selbst, sondern auch noch mehrere dutzende Wraith.
Deutschland - Hamburg
In der Zwischenzeit hatte sich Wolverine bereits Stockwerk für Stockwerk nach unten bis kurz vor die Treppe, die zum Erdgeschoss führte, durchgekämpft. Prüfend hielt er erst einmal kurz inne.
Bei seinen Kampf nach unten hatte er aber auch großes Glück auf seiner Seite gehabt, denn die Wraith-Betäuber hatten keine lang anzuhaltende Wirkung bei ihm - so konnte er viele Gegner noch ausschalten, die angenommen hatten ihn zuvor außer Gefecht gesetzt zu haben. Dem Mutanten kam zudem zugute dass er sich nicht von schweren Wunden erholen, sondern nur von dem Schock der Stunner erholen musste.
Die Außerirdischen waren mit Logan als Gegner eindeutig zunächst lange klar überfordert, da sie eine solche hohe Zähigkeit nur von sich selber kannten, aber nicht von einem menschlichen Wesen.
Bereits ziemlich abgekämpft erreichte er die Tür des Erdgeschosses, welches den Zugang zum Schutzraum beherbergte, welcher sich hauptsächlich über eine weitere Treppe im Keller befand.
Die Wraith waren glücklicherweise immer nur noch dabei zu ergründen, was sich hinter der schweren Tür befand vor der sie standen, wie Logan, der kurz um die Ecke spähte, erkennen konnte.
Der Mutant wusste aber auch dass er nicht mehr allzu lange warten durfte, wenn er die sich versteckenden Menschen retten wollte, die sich im von ihm vermuteten Schutzraum auf der anderen Seite der Sicherungstür befanden.
Odyssee
Folge 1.05 - Feind in den eigenen Reihen, Teil 1
Erdorbit
E.U.S. Tethys
“Danke. Danke, für ihre Hilfe und Rettung, Colonel.”
“Kein Problem. Ist schon gut. Wir haben sehr gern geholfen. Haben Sie es gefunden und geborgen?”
“Allah sei Dank. Ja, haben wir, wo unser Team unter anderem das gesuchte Artefakt gefunden haben. Es befindet sich dort in einen der kleinen schwarzen Transportkoffer. Bitte also daher um die sofortige Überführung dieses und weiterer Fundstücke ins Homeworld Command”, bat der türkische Oberst, seinen französischen Kollegen
Der Kommandeur des Schiffes seufzte kurz, wusste aber genau, dass wie enorm wichtig es war diese Funde so schnell wie möglich in Sicherheit zu bringen.
Daher veranlasste er den sofortigen Transport des Teams aus der Türkei.
U.S.S. George Hammond
Mit vollkommenem Erstaunen hatte nicht nur General Carter erkannt, was sich vor ihren Augen und auf den Monitoren abspielte. Denn sie sah vom großen Panoramafenster ihrer Brücke aus, wie sich ein Kreuzer, der kurz nachdem er aus einen der Hangars des Wraith-Hive geflogen war, sofort das Feuer auf die Darts der Wraith eröffnet hatte.
“Lieutenant. Versuchen Sie so schnell es geht eine sichere Funkverbindung zu diesem Kreuzer herzustellen! Vermutlich konnten wohl doch einige Personen fliehen. Und… senden Sie ihnen eine Staffel von 302ern zur Unterstützung!”
“Jawohl, Ma’am.”
Pegasus-Galaxie
Atlantis
Mister Woolsey war mehr als bloß nur in Sorge, da man es bislang immer noch nicht geschafft hatte den planmäßigen Kontakt mit der Stargate Command Base auf dem Mars herzustellen.
“Die wissen doch, dass wir zu diesem Zeitpunkt in Kontakt stehen müssen, wegen dem Zeitfenster um unsere Daten zu schicken”, seufzte Richard Woolsey, der Leiter der Atlantis-Expedition mit bedrücktem Gesichtsausdruck.
“Vielleicht musste ja eines der Teams unplanmäßig umkehren, wobei es nur die Hauptbasis als Option hatte, und das Tor deswegen blockiert ist”, vermutete Lieutenant Laura Cadman.
McKay stutzte aber zweifelnd: “Seit etwa vier Stunden!”
“Dann werden sie vermutlich angegriffen. Entweder von dieser Allianz, die wohl doch nichts von den unterzeichneten Vereinbarungen hält, oder doch mal wieder von den Wraith”, brummte Ronon.
“Das hilft nicht gerade meine Nerven zu beruhigen, wenn Sie so etwas sagen”, erwiderte Woolsey mit Unbehagen in der Stimme, der sich im Anschluss an Sheppard wandte, mit dem dringenden Auftrag Kontakt mit der hier stationierten Flotte von Brigadier General Steven Caldwell aufzunehmen. Danach wandte er sich an Rodney und Zelenka möglichst die Standorte aller Wraith-Schiffe in der Pegasus-Galaxie zu ermitteln.
Milchstraße
Erde
Griechenland - südöstliche Peloponnes / Lakonien
“Achtung! Magazinwechsel! Jetzt, Wolfrino!”, kündigte Jiao an, worauf ich sofort ihre Position übernahm, damit die chinesische Soldatin das Magazin austauschen konnte.
Schnell nach nur wenigen Sekunden war sie auch schon wieder selbst einsatzbereit, und wartete ihrerseits angespannt hinter mir darauf, auch die für mich wichtige Pause zu gewährleisten.
Nur die Luft in der Höhle roch zunehmend immer mehr nach Schießpulver und Schwefel.
Alles lief bislang beinahe reibungslos. Einzige Ausnahme war allerdings der unglückliche Sergeant Grogan, der nach wenigen Sekunden bereits von einem Wraith-Stunner betäubt worden war.
“He, die ziehen sich gerade offenbar zurück, und scheinen den Angriff abzubrechen”, bemerkte ein Franzose, der eine günstige Beobachtungsposition mit seiner Partnerin inne hatte, von wo aus, er das Geschehen vor dem Höhleneingang besser als alle anderen einsehen konnte.
“Das gefällt mir nicht… In zwei Zweierteams vorrücken! Ich will wissen was zur Hölle diese Wraith vorhaben!”, entschied Karpov nach einigen Minuten, der dann auf Jin und mich, sowie auf eine russische Soldatin und den französischen Soldaten deutete.
Nachdem wir vier aufmunitioniert hatten, schoben wir uns langsam und vorsichtig Meter für Meter vorwärts. Und je näher wir dem Höhleneingang kamen, desto mehr tote Wraith lagen vor uns auf dem felsigen von Steinen und Geröll bedeckten Boden.
Ein mulmiges Gefühl stieg in uns vier auf, denn wir hatten mit eigenen Augen erlebt wie wirklich schwer diese Kreaturen zu töten waren, wenn man sie nicht gleich durch einen gezielten Kopfschuss ausschaltete.
Schließlich hatten wir unser Ziel erreicht. Von drei von uns abgesichert, zog der Franzose einen Winkelspiegel aus seiner Weste, um den Wraith kein klares erkennbares Ziel zu bieten.
Nach schier endlos lang erscheinenden quälenden zwei Minuten der Beobachtung nickte er schließlich kurz, worauf wir uns zunächst ein paar Meter weit wieder in die Höhle zurückzogen.
“Major Karpov.”
“Ich höre Sergeant Fontaine.”
“Entweder warten die jetzt da draußen auf uns - oder, die Wraith warten selbst auf Verstärkung, da sie wissen, dass wir uns hier gut eingegraben haben, oder planen die nächste Angriffswelle.”
“Können wir sie alle ausschalten?”
“Nein. Wir haben zwar Sprengsätze da draußen, aber es sind definitiv zu viele. Auch befinden sich sehr viele Jäger des Feindes im Luftraum über uns…”
“Bleiben Sie alle vier vorerst auf Position! Suchen sie alle aber nach einen Platz, der ihnen Deckung vor feindlichem Feuer bietet!”, ordnete Karpov über Funk an, den die Lage jetzt erst recht nicht behagte.
“Toll”, murmelte die russische Soldatin, “wir bilden die erste Verteidigungslinie.”
“Und so schön nah an den Sprengsätzen am Höhleneingang”, brummte Fontaine.
Darauf flüsterte Jin: “Da wird einen doch warm ums Herz.”
Ich selbst sagte gar nichts, sondern versuchte meine verschärften Sinne so gut es ging zu nutzen.
Weiter tief unten in der Höhle machte die jüngere Schwester des russischen Majors, Lieutenant Daria Karpov, die im Schutt und Geröll herumscharrte und die so wichtige erste Entdeckung gelang.
“Hierher!”, rief sie erleichtert, als sie eine beschriebene Tafel aus Bronze gefunden hatte. Sofort suchte man deswegen die Fundstelle noch einmal etwas genauer ab, in der Hoffnung noch weitere wichtige Entdeckungen zu machen.
Deutschland - Hamburg
Mit einem lauten entschlossenen Kampfschrei war Logan mit einem mächtigen Satz hinter seiner Deckung vorgesprungen, nachdem er sich noch einmal um ein paar entscheidende Meter an seine ersten Widersacher herangearbeitet hatte.
Die Wraith hatten ihrerseits in der Zwischenzeit einige Sprengsätze an der schweren Panzertür angebracht, da sie dahinter die zu erwartende Beute gewittert hatten; weswegen der Mutant sich letztendlich gezwungen sah zum Angriff überzugehen.
Zum Glück befanden sich nicht allzu viele Wraith im Gebäude auf. Zielsicher sprang Wolverine zwei der acht Drohnen an, die sich direkt vor ihm befanden. Diesen beiden rammte er kurze seine gefährlichen Krallen in die Köpfe. Danach riss er sie heraus, machte noch im Sprung in der Luft eine Art von Salto, bevor er zunächst einer weiteren Drohne mit einem Hieb seines linken Armes den Kopf abtrennte.
Ohne zunächst davon groß Notiz zu nehmen was mit seinen Soldaten geschah, zündete einer der beiden Wraith-Offiziere die bereits platzierten Sprengsätze, der nicht nur die Stabilität der schweren gepanzerten Tür stark beeinträchtigte, sondern auch noch einen beabsichtigten kleinen Brand verursachte. Durch die dadurch verursachte und beabsichtigte Rauchentwicklung sollten ihre Opfer nach draußen getrieben werden.
Erdorbit
U.S.S. George Hammond
Natürlich war Samantha Carter sehr überrascht davon, als sich herausstellte, dass wie von ihr vermutet einigen Verschleppten gelungen ist zu fliehen, und obendrein auch noch einen kleinen Kreuzer der Wraith zu erbeuten.
“Eskortieren sie den Vogel in den Backbord-Hangar! Und trotz allen - größte Vorsicht! Gefangenendrill!”, befahl die Kommandantin des Erd-Schlachtschiffes nach einer Scannung des Kreuzers.
Erde
Griechenland - südöstliche Peloponnes / Lakonien
Unvermittelt stieß die gut postierte Lieutenant Anna Voronkova einen alarmierenden Schrei aus, als mehrere Wraith scheinbar aus dem Nichts im Bereich des Höhleneingangs auftauchten.
Aber auch meine Ohren und Nase hatten etwas wahrgenommen, dennoch war die Situation für uns vier mehr als nur ungünstig, weil wir kaum genügend Raum für eine sichere Deckung hatten. Daher bezog Jiao hinter mir Stellung, als wir uns um zumindest ein wenig mehr Deckung zu haben dicht an die Felswand drückten.
“Du bist doch noch viel zäher als diese Kreaturen”, sagte die Chinesin zu mir.
Derweil hatte die russische Soldatin Schutz hinter einen flachen Felsen gefunden, von dem aus sie immer nur einige gezielte kurze Salven abgab, um sich die Eindringlinge vorerst vom Leib zu halten und Munition zu sparen. Der Franzose allerdings war sofort von einem der ersten Schüsse aus einem Wraith-Betäuber niedergestreckt worden.
Somit war die arme Anna Voronkova in dieser brenzligen Situation so gut wie auf sich alleine gestellt. Doch Major Karpov hatte sofort die Lage erkannt und dementsprechend zwei Soldaten angewiesen Voronkova und Fontaine so gut es ging zu schützen.
Unaufhörlich ging der zweite heftige Angriff der Wraith nach wie vor vehement weiter, die sich vor der Höhle schließlich für deren Erstürmung entschieden hatten.
Deutschland - Hamburg
Die Wraith beabsichtigten nach wie vor mit den mittlerweile ausgelösten Brand ihre Opfer nach wie vor herauszulocken, um diese dann als Vorrat mit sich zu nehmen - doch rührten sich diese potentiellen Opfer immer noch nicht.
Doch die feindseligen Außerirdischen hatten die Rechnung ohne Wolverine gemacht. Der Mutant musste in diesen Kampf nicht nur sein ganzes Können an Kraft, Bewegung und Ausdauer aufbieten - er musste dazu selber noch darauf achten, dass er sich in dieser Situation in der er sich befand keinen Treffer einhandelte. Die beste Taktik um dies zu vermeiden, war ständig in Bewegung zu bleiben und fortwährend seine Position zu wechseln - bis er alle Gegner ausgeschaltet hätte. Durch diese Vorgehensweise war Logan bislang in der Lage gewesen alle weiteren Drohnen bis auf zwei, sowie einen der Wraith-Offiziere zu erledigen. Diese hatten ihrerseits Deckung gesucht und begannen damit pausenlos mit ihren Waffen blindlings irgendwo hinzufeuern um ihn mit einem und mehreren Glückstreffern zur Strecke zu bringen.
Dann wurde er schließlich doch noch hinterrücks aus dem Hinterhalt von Stunnern mehrfach getroffen, und ging benommen zu Boden. Diese Schüsse kamen von herbeigeeilten Wraith, die von dem Tumult im Polizeikommissariat angelockt worden waren.
Der verbliebene Wraith-Offizier fauchte triumphierend auf, ehe er sich noch einmal genauer umsah, und ein Bild davon erhielt, wie sehr dieser gefährliche Angreifer unter den ihm unterstellten Wraith-Soldaten gewütet, sowie seinen Adjutanten getötet hatte. Er nickte zufrieden den drei Wraith-Drohnen zu, die unerwartet das Blatt für die Wraith gewendet hatten.
USA - Homeworld Command
Eine Unzahl von Informationen traf geradezu jede Minute von überallher ein. Doch dabei interessierten General O´Neill nur die feindlichen Schiffe, sowie natürlich die Lage des Teams in Griechenland.
Mit Sorge stellte er fest, dass die außerirdischen Angreifer ihre Taktik zu ändern schienen, und damit begannen ihre Kräfte zu bündeln, indem sich die einzelnen Flotten der Wraith, die sich um die Erde verteilt hatten zu einer einzigen Flotte zusammenschlossen.
Einziger Lichtblick war das Einsatzteam aus der Türkei, welches erfolgreich seinen Fund sichern und bereits abliefern konnte.
Deutschland - Hamburg
Durch einen Spalt, der so breit wie eine Hand war, hatte der Revierleiter das Geschehen etwas mitverfolgen können. Schließlich jedoch musste er einige Schritte nach hinten tätigen, denn die Wraith-Drohnen machten sich wieder daran die Tür weiter zu öffnen. Während der Wraith-Offizier interessiert seinen sonderbaren Gefangenen musterte, der langsam wieder zu sich kam.
“Keine Bewegung, Mensch!”, befahl der Wraith-Offizier, und zielte auf den unerwartet sehr schnell wieder zu sich gekommenen Logan.
Doch vollkommen unerwartet bekamen die Personen im Schutzbunker und insbesondere Wolverine ihrerseits Unterstützung von einem guten Dutzend deutscher Soldaten, die sofort das Feuer auf die überraschten Wraith eröffneten. Die Kampfeinheit war, wie zuvor die drei Wraith-Drohnen aus einen guten Kilometer Entfernung auf das heftige Kampfgeschehen aufmerksam geworden.
Der mehr als nur wütende Logan nutzte die willkommene Ablenkung, trat dem Außerirdischen die Beine weg, wirbelte herum, um sofort seinen Gegner die wieder ausgefahrenen Krallen in den Körper zu rammen.
Ein herbeigeeilter Soldat zögerte nicht lange und schaltete den Wraith endgültig aus.
“Gut. Die Lage ist vorerst sicher! Los! Die Umgebung sichern und erst bei klarem Feindkontakt das Feuer eröffnen!”, befahl der Hauptmann seinen Kameraden, die sich sofort strategisch im gesamten Erdgeschoss verteilten.
Erleichtert atmete der Revierleiter, sowie die ihm anvertrauten Polizisten, die um ihn ihre Posten bezogen hatten auf. Sie waren froh darüber immer noch nicht selber schießen zu müssen, somit blieb ihre Deckung gewahrt. Auch Logan schüttelte sich nach dem überstandenen Kampf einmal kurz durch, ehe er sich mit dem Hauptmann kurz besprach.
Erdorbit
U.S.S. George Hammond
Im Hangar machte sich nicht nur bei den Geretteten große Erleichterung breit, als sie einzeln den Wraith-Kreuzer endlich wieder verlassen und in eine für sie angenehmere Umgebung wechseln zu können. Als sie alle im Hangar versammelt waren, blieben sie alle zunächst isoliert, und wurden kurz darauf von Sicherheitspersonal begleitet, zwecks der medizinischen Kontrolle und Versorgung zur Krankenstation gebracht.
Zur selben Zeit auf der Brücke erhielt Sam Carter den Befehl so schnell wie möglich das Hive zu zerstören, da diese feindlichen Schiffe in einem sehr großen geschlossenen Flottenverband noch schwerer wirksam und erfolgreich zu bekämpfen waren.
Erde
Griechenland - südöstliche Peloponnes / Lakonien
Mit jeder Minute, die verging, stieg die Gefahr doch noch von den vielen Wraith überrannt zu werden.
Dies wusste Major Karpov der sich Sorgen insbesondere Sorgen um Lieutenant Anna Voronkova machte, die ohne die ferne Unterstützung schon längst verloren gewesen wäre. Dies machte sich besonders bemerkbar, wenn die Soldatin das leer geschossene Magazin gegen ein volles wechseln musste.
Der ranghohe Offizier der Russischen Förderation hielt bereits in der linken Hand den Zünder, um jederzeit die Sprengsätze zu zünden und somit den Zugang zu dieser Höhle für eine lange Zeit für den Feind, aber auch ungünstigerweise für die eigenen Truppen zu versperren. Aber noch zögerte er damit die Detonation auszulösen.
Derweil hatte sich Lieutenant Voronkova mit großer Vorsicht eine viel bessere Stellung erkämpft. Doch auch ihr ging, wie auch First Lieutenant Jin und mir in Kürze die Munition ausgehen würde, weil wir von der Versorgung und der Wiederbestückung der wichtigen Ersatzmagazine abgeschnitten waren.
Doch dann griff die stets aufmerksame russische Soldatin schließlich hektisch nach ihrem Funkgerät, weil sie etwas ausgemacht hatte, was für uns alle in der Höhle zum Verhängnis werden könnte.
Verständlicherweise wurde Karpov schlagartig blass, als er davon erfuhr, und stieß sofort laut schreiend eine Warnung aus, ehe er einige Sekunden später auch schon die fünf Schalter umlegte.
Genau zu diesem Zeitpunkt, als die Sprengsätze vor und am Höhlengang hochgingen, versuchten zwei Wraith-Drohnen unter Sperrfeuer anderer Wraith, die sich um den Zugang der Höhle drängten, eine Blauleuchtende große Kugel am Eingang in Position zu bringen.
Die kurz darauffolgende Explosion war so heftig, dass unglückliche Lieutenant Voronkova von dem Felsvorsprung gefegt wurde auf welchen sie sich postiert hatte, und etwa zwei Meter unsanft und hart in die Tiefe stürzte.
Doch Jiao und ich standen aber noch näher dran, weshalb wir dieser instinktiv den Rücken zugekehrt hatten, als wir uns zu Boden warfen.
Im selben Moment, man hatte tief unten in einer der Kammern der Höhle weitere Funde und Entdeckungen gemacht, hatte unvermittelt eine der Soldatinnen ihre Handfeuerwaffe gezogen, die sie nun Satterfield an den Kopf hielt.
“Was soll das Miller?”
“Klappe! Ich will alle Artefakte! Sofort!”
“Wieso? Was für ein Spiel soll das sein?”
“Das ist kein Spiel. Ich bin eine Soldatin der Luzianischen Allianz. Diese Artefakte werden uns dabei helfen die Stellung in dieser Galaxie einzunehmen, die wir verdienen und uns zustehen…”
“Ach ja. Und die Explosion gerade eben, und auch die erst vor kurzem unterzeichnete Vereinbarung - ignorieren wir, oder was?”
“Habe ich nicht. Legt sofort eure Waffen ab, denn ihr seid alle ab dieser Sekunde an meine Geiseln! Haltet euch also an meine Anweisungen, oder ich töte einen nach den anderen von euch, und zum Schluss wird dann auch noch Captain Sharon Satterfield dran glauben dürfen!”, erklärte Kira Miller kalt…
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29.11.2025, 12:06
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.11.2025, 12:39 von Jonathan J. O´Neill.)
Und weiter geht es heute
Odyssee
Folge 1.06 - Feind in den eigenen Reihen, Teil 2
Erde
Griechenland - südöstliche Peloponnes / Lakonien
Sobald sich der durch die Explosion aufgewirbelte Staub wieder etwas gelichtet hatte, so das man wieder mehr als nur schwache Umrisse erkennen konnte, waren ohne noch länger abzuwarten sämtliche Sanitäter und die beiden Ärztinnen schnell zu den Lieutenants Jin und Voronkova, dem französischen Sergeant und mir geeilt.
“Sofort runter von mir!”, klagte First Lieutenant Jin schwer hustend, die von dem Staub gequält wurde, obwohl sie sich so gut es ging Nase und Mund geschützt hatte. “Denn durch dein mit Adamantium verstärkten Skelett bist du verdammt schwer!”, stöhnte die chinesische Soldatin nach einer kurzen Atempause niesend, weil ich mich irgendwie instinktiv schützend über sie geworfen hatte.
Mit einem ächzenden Seufzen mich auf die linke Seite legend, atmete ich selber erst einmal schwer durch, denn mein Körper hatte die gesamte Wucht der Druckwelle und auch so manchen Stein abgekommen.
Sofort tasteten zwei der herbeigeeilten Sanitäterinnen Jiao sorgfältig ab, die wohl außer einigen blauen Flecken, Abschürfungen und etwas Staub, der ihre Atemwege reizte unverletzt geblieben war.
Den Sanitäter, welcher mich ebenfalls untersuchen wollte, schickte ich sogleich mit einer abwehrenden Geste weg mit den Auftrag sich mal besser um den Franzosen zu kümmern, der unter leichtem Geröll verschüttet worden war. Bereits als der Sanitäter noch unterwegs zum ihm war, kam der Sergeant langsam wieder zu sich.
Anders sah es an anderer Stelle aus, denn Karpov kniete mit sorgenvoller Miene neben Voronkova. Derweil beobachteten einige aus dem Verteidigungsteam interessiert wie sich die zwei Platzwunden auf meinem Kopf wieder schlossen, ohne jegliche Spuren von Narben zurückzulassen.
“Ich denke, ihr alle habt Wichtigeres zu tun, oder? Also hört auf mich anzugaffen, sonst mach´ ich euch Beine!”
Nachdem ich dies genervt in die Richtung der umherstehenden Teamkameraden geknurrt hatte, klopfte Jiao mir nach ihren medizinischen Check erleichtert auf die Schulter: “Danke für die Rettung! Aber du bist wirklich ziemlich schwer. Und da ich ja mein weiteres Weiterleben dir verdanke, nehme ich mal an, dass du mir wirklich nicht mehr böse bist - obwohl ich bei der Geschichte von damals…”
“Ach, vergiss es. Hätte ich vermutlich für jeden anderen auch getan…”, erwiderte ich und sah der jungen Soldatin in deren dunkle Augen, welche mich kurz zuvor noch voller Dankbarkeit angestrahlt hatten, aber sich schnell ein wenig trübten wegen meiner etwas unfreundlichen Antwort.
Zerknirscht wandte sich Jin von mir ab, nahm sogleich ihre Waffen wieder auf und wandte sich zum Gehen in Richtung des Lagers um neue Munition aufzunehmen.
“Lieutenant”, rief ich und war mit schnellen Schritten bei ihr.
“Ja.”
“Ich vergebe Ihnen!”
“Danke”, flüsterte sie sich leicht vor mir verneigend, ehe sie kurz schwach wurde um mich für wenige Sekunden nur zu umarmen.
Damit war mir endgültig klar, wie leid es dieser Frau tat was mir widerfahren war.
Immer noch wurde die schwer in die Tiefe gestürzte russische Soldatin behandelt. Da auch die Gruppe um das medizinische Team immer mehr anwuchs, wurden viele darum ersucht Abstand zu halten und sich um andere Dinge zu kümmern.
“Also. Wie steht es um Lieutenant Anna Voronkova?”
“Sie hat sich immer noch nicht gerührt, Major Müller. Leider”, antwortete Major Karpov betreten, der nicht von der Seite des medizinischen Personals wich, und selbst mit einer starken Lampe für das nötige Licht sorgte.
Doktor Simnich und die Sanitäterin und Assistenzärztin Lieutenant Maria Androv fuhren derweil mit der notwendigen sorgfältigen medizinischen Untersuchung an ihrer Kameradin fort.
In diesen Moment kehrte Sergeant Grogan aus einen der Gänge, die tiefer in die Höhle herabführten zurück. Er hätte sich eigentlich dort bei Captain Satterfield melden sollen.
Da Major Karpov momentan wegen des schweren Unfalles von Lieutenant Voronkova nicht verfügbar war, wandte er sich deswegen hilfesuchend an Major Müller und begann diesem sofort hektisch von einem vermeintlichen Spion von der Luzianischen Allianz in den eigenen Reihen zu berichten.
“Das darf doch jetzt nicht wahr sein! Wir haben doch schon genug Problem! Und nun auch noch dieses!”, stöhnte Müller gestresst auf, als Grogan mit seinem Bericht fertig war, dass es noch einen weiteren Eindringling von einer vollkommen unerwarteten Seite gab.
In der tiefen abgelegenen Höhlenkammer, waren alle Geiseln wie von Kira gefordert, ihrer Anweisung nachgekommen sämtliche Waffen und Funkgeräte an einer zuvor festgelegten Stelle abzulegen.
“Ich komme hier schon wieder raus”, lachte die Agentin, die amüsiert ihnen dabei zusah, “und ihr allesamt werdet hier drin in dieser Grabkammer verrotten - egal ob Wolferino hier bei euch ist, oder nicht.”
“Und was ist mit den übrigen Wraith dort draußen?”, fragte Satterfield, die immer noch die Mündung der Waffe von Miller an ihrer Schläfe spürte.
“Hm. Darüber werde ich noch entscheiden… und während ich darüber nachdenke, legt ihr die Fundstücke und auch das da ebenfalls in diese beiden Transportkoffer dort! Los, bewegt euch!”
“Ihre Leute und Sie selber können doch überhaupt nichts damit anfangen…”, begann O´Casey, einer der Wissenschafter zu erwidern.
Abermals lachte Miller auf: “Ich spioniere euch Tau´ri schon lange hinterher. Und jetzt ist die Zeit gekommen… Los beeilt euch!”
Widerwillig kam man der Forderung nach wie vor nach. Wobei sich die Beteiligten alle doch so gut es ging ein wenig mehr Zeit dabei ließen, während sie die Artefakte in den Transportkoffern verstauten.
Oben in der ersten Hauptkammer der Höhle beratschlagte man hitzig darüber, wie man mit dieser unerwarteten Situation weiter verfahren sollte.
“…also, was tun wir jetzt mit dieser Kira Miller, wenn es wirklich überhaupt ihr richtiger Name ist? Denn eines steht fest, es wird nicht einfach sein all die Geiseln unverletzt zu befreien und gleichzeitig auch noch hier oben die Stellung zu halten, falls es den Wraith doch noch gelingen sollte die Wand aus Geröll zu überwinden”, überlegte Major Karpov, der sich unter anderen um seine jüngere Schwester Sorgen machte, die sich ebenfalls in der Hand der Geiselnehmerin befand.
“Ich finde, wir sollten die feindliche Agentin so schnell es geht komplett ausschalten”, empfahl First Lieutenant Jin, “ich bin übrigens eine sehr gute Scharfschützin.”
“Sie wollen sie also töten?”, fragte Müller ziemlich überrascht, worauf die Chinesin wortlos nickte.
“Ist nur sehr riskant, da sie Captain Sharon Satterfield als Schutzschild benutzt und vermutlich nicht nur sie ermorden wird sobald wir da unten auf der Bildfläche erscheinen”, bezweifelte der deutsche Major die vorgeschlagene radikale Vorgehensweise.
Doch die Chinesin beharrte: “Die Fundstücke und Informationen sind viel zu wertvoll, um sie in die Hände der Feinde, ob sie von der Allianz sind oder die Wraith fallen zu lassen!”
Darauf hielt Doktor Maria Simnich, die leitende Missionsärztin, der Soldatin eine Waffe der Wraith hin: “Damit können Sie erst schießen, und später werden wir beziehungsweise das Homworld Command der feindlichen Agentin Fragen stellen. Denn die Wirkung der Waffe lähmt sofort, womit wir das Leben von Captain Satterfield und der anderen Geiseln so gut wie gar nicht gefährden.”
“Ist das so eine Art Stunner?”
“Jawohl, First Lieutenant Jin. Sie sollten das hier unbedingt nutzen, wenn sie unbedingt den Drang haben auf den Feind schießen zu wollen.”
Die Soldatin der Volksrepublik China verharrte noch einige Sekunden kurz regungslos, ehe sie dann doch nach dem hingehaltenen pistolenähnlichen Objekt griff.
“Na schön. Nur ein kleines Team genügt für diesen Einsatz!”, legte Karpov wie ein schlecht gelaunter brummender Bär fest, worauf er sich zusammen mit First Lieutenant Jin, Lieutenant Maria Androv und der Gefreiten Sabine Wagner, die als Sanitäterin gebeten wurde, der russischen Assistenzärztin im Ernstfall zu unterstützen.
“Werdet ihr endlich mal fertig mit eurer Arbeit?”, fragte Kira mit wütender Stimme voller Ungeduld in der tiefen abgelegenen Höhlenkammer in Richtung ihrer Geiseln.
“Diese Gegenstände sollen doch nicht beschädigt werden, daher…”, antwortete Doktor Xiao, die leitende chinesische Archäologin dieser Ausgrabungsstelle entspannt und versuchte damit die Lage etwas zu beruhigen.
Doch Miller dauerte es bereits mittlerweile entschieden zulange. Daher entschloss sich die Luzianierin dazu ein wenig mehr Druck auf ihre Geiseln auszuüben, indem sie Satterfield dazu zwang schon einmal die beiden Koffer langsam an sich zu nehmen.
In der Zwischenzeit blieb ein Teil des Verteidigungsteams mit mir bei den Verletzten oben am Eingang zurück, während sich unterwegs nach einer kurzen Beratung der kleiner Trupp um Major Karpov auf den Weg nach unten und tiefer in die Höhle begab.
Dabei überließ Karpov die Vorhut Jin, die von Beginn an den kleinen pistolenartigen Stunner schussbereit in beiden Händen hielt.
Das Team war gerade soweit gekommen, dass sie hören konnten, wie Miller sagte: “So liebe Freunde, jetzt trennen sich unsere Wege - doch Captain Satterfield wird mich eine gewisse zeitlang als Lebensversicherung begleiten. Los darüber Satterfield!”
“He! Sieht nach der Technologie der Tollaner aus.”
“Gut beobachtet”, bestätigte die feindliche Agentin mit einem verstohlenen Grinsen im Gesicht, die das Gerät aktivierte mit dessen Hilfe man feste Materie durchdringen konnte.
“Und keine Dummheiten, Captain! Sonst töte ich zuerst ihre Freunde hier, und dann sie - also, schön brav sein!”
“Miststück!”, murrte Sharon, als sie die Koffer endlich zur Zufriedenheit der Spionin in den Händen hielt.
“Halt jetzt bloß die Klappe! Ach, und wissen Sie was Satterfield - sollten wir dort oben außerhalb der Höhle wirklich auf die Wraith treffen, werden Sie als deren Abendessen enden… Und was sagte ich gerade? Also, Bewegung Leute, und ab in die Ecke da! Denkt bloß nicht daran dass ihr Zeit bei mir schinden könnt, sonst werde ich sofort aktiv!”, drohte Kira Miller, die ihre Drohung sofort umsetzte und ohne noch länger zu zögern einen der anderen Geiseln ins Bein schoss.
Und gerade eben als Kira Miller gemeinsam mit Sharon Satterfield, die innig schon darum betete nur nicht auf lauernde Wraith zu stoßen, durch die Felswand gehen wollte, wurden die beiden vollkommen unvorbereitet von einer Schockwaffe getroffen.
Ebenso unerwartet schaltete sich auch das Tollanergerät durch diese Energieentladung ab. Krampfhaft versuchte Kira mit einem letzten Zucken des rechten Zeigefingers den Abzug der auf ihre Geisel gerichteten Pistole zu betätigen, um diese aus purer Rache und wohl auch Verachtung zu töten.
Als die feindliche Agentin erneut von einem weiteren Betäubungsschuss getroffen wurde, schaffte sie es dann doch noch irgendwie, ehe sie das Bewusstsein endgültig verlor, den Abzug zu betätigen.
Zum Glück bekam Captain Sharon Satterfield dieses schon nicht mehr richtig mit, wie die Kugel sie am Rücken verwundete, weil auch sie durch den bestehenden Körperkontakt mit ihrer Gegnerin betäubt worden war.
Umgehend eilten viele herbei, zum einen um die überwältigte feindliche Agentin zu fesseln, aber auch um den vermutlich schwer verletzten Teammitglied sofort Erste Hilfe zu leisten.
“Okay, auch Captain Satterfield muss somit so schnell wie es nur möglich ist ebenfalls hier raus”, brummte Karpov, “also ab nach oben mit ihr! Los, bringt eine Trage! Hoffen wir mal, dass man uns hier schnell herausbeamen kann.”
Oben, das andere Team war noch auf den mühsamen Rückweg, fuhren die meisten von uns erschrocken zusammen, als sich einige Wraith nachdem sie vollständig regeneriert hatten unerwartet wieder erhoben. Es handelte sich um zwei Drohnen und einen männlichen Wraith, welche wütend unsere Gruppe anfauchten, worauf sofort alle ihre Waffen hochrissen.
Aber es war eigentlich bereits schon zu spät, denn jeder dieser drei Wraith hatte bereits jeweils ein Opfer gefunden, was es unmöglich machte das Feuer zu eröffnen.
Der männliche Wraith hatte Major Felix Müller mit seiner rechten Hand gepackt, während er mit der linken die Arme seines Opfers abwehrte, die eine Drohne hatte sich Sergeant Maurice Fontaine gegriffen und nährte sich bereits am Franzosen.
Als die zweite Drohne mich mit der Linken am Hals gepackt hatte, rief Leutnant Vanessa Greiner mir auffordernd zu: “Nutzen Sie endlich Ihre Kräfte und Fähigkeiten!”
Ich tat zunächst so, als wäre ich von meinem Angreifer überrascht worden. Als die Drohne dann mit dem rechten Arm ausholte, mit der Absicht sich an mir zu nähren - schlug ich dann mit voller Wucht meinerseits zu. Meine ausgefahrenen Krallen schlugen der Drohne beinahe zeitgleich beide Arme ab. Mit einem erschrockenen verzweifelten furchtbaren Kreischen für jedes menschliche Ohr, wandte sich die schwer verwundete Kreatur von mir ab, die von nun an nie wieder eine tödliche Gefahr mehr darstellen würde.
Während meine Teamgefährten instinktiv reagierten und nach einigen der schier unzähligen herumliegenden Stunnern griffen, um die Wraith zu betäuben und somit die Leben der anderen nicht weiter zu gefährden. Beinahe zeitgleich trafen schließlich auch die anderen Expeditionsteilnehmer wieder im Eingangsbereich der Höhle ein, um sich ebenfalls an den Kampf gegen die übrigen Wraith zu beteiligen.
“Was bist du nur?”, fragte mich verwundert der männliche Wraith stöhnend, sichtlich schwer vor Schmerzen gepeinigt, den ich kurz zuvor mit aller Kraft von Major Müller weggerissen und mit meinen Krallen durch die Schultern an die Felswand gepinnt hatte.
Es kam aber keine Antwort über meine Lippen, nur ein dumpfes wütendes Knurren drang aus meiner Kehle.
Dann wurde uns allen mitgeteilt, dass der französische Sergeant verstorben war, der kurz zuvor noch Opfer eines Wraith-Soldaten gewesen war.
Endlich wurde auch der von mir an die felsige Höhlenwand gepinnte Wraith betäubt.
Erdorbit
Schließlich hatten es die Wraith in der Zwischenzeit geschafft ihre über den Erdglobus in kleine einzelne aufgeteilte Flottenverbände zu einer einzigen großen Einheit zu vereinen. Dabei befand sich das Hive der Königin, die den Angriff auf die Erde leitete, im mehr als nur sicheren geschützten Zentrum.
Die Wraith befand sich schon lange nicht mehr in ihrem persönlichen Quartier, sondern seit geraumer Zeit schon auf der Kommandobrücke ihres Schiffes, um selber die Befehle an ihr Volk weiterzugeben und verfügte: “Bringt uns und mir noch mehr Nahrung, ehe alle Jäger zurückgekehrt sind, und wir uns dann sofort von hier zurückziehen werden! In einer späteren Zeit werden wir erneut diese Welt noch einmal gründlicher ausweiden, und mit der nächsten Ausdünnung ihren Einfluss in dieser Galaxie beenden. Doch für diesen Krieg müssen wir erst deutlich an Stärke und Größe gewinnen.”
Erde
USA - Homeworld Command
Mit immer größer werdender Sorge hatte Jack O´Neill die aktuellen Bewegungen des Feindes im Orbit, in der Erdatmosphäre, sowie auf dem Planeten selbst auf dem großen Hologrammprojektor mitverfolgt. Die bei ihm reichlich eintreffenden Informationen waren beunruhigend. Auch zum Team in Griechenland bestand nur selten Kontakt. Und was ihm deutlich Unbehagen bereitete war, dass eben gerade die Wraith mit ihrer ganzen Streitmacht über einer Region der Erde Position bezogen hatten, wo es besonders sehr viele Menschen gab. Doch aber unglücklicherweise war das dortige Militär der Gefahr der jetzigen Bedrohung alles andere als gewachsen.
“Verdammt!”, fluchte der General frustriert. “Unsere Verteidigungsflotte soll den Feind sofort mit allem angreifen, was uns noch zur Verfügung steht!”
“Das tun wir bereits, Jack”, erklärte Sam per Videoübertragung nüchtern.
Odyssee
Folge 1.07 - Beunruhigende Erkenntnisse, Teil 1
Erde
Griechenland - südöstliche Peloponnes / Lakonien
“Sag mal, warum willst Du eigentlich unbedingt diese Luzianerin töten?”
“Weil diese Luzianische Allianz für den Tod meiner Eltern verantwortlich ist, Jonathan. Bislang kam von denen, trotz dieser Vereinbarung keinerlei Entschuldigung für die zivilen Opfer, die der Krieg gefordert hatte”, antwortete Jiao auf meine Frage, “und zieh´ bitte deine gefährlichen Krallen wieder ein - sonst wird noch jemand von uns verletzt!”
“Ups”, murmelte ich verlegen, weil es mir bislang nicht aufgefallen war, kam aber umgehend ihrer Aufforderung nach, da keinerlei Gefahr mehr bestand.
Kira Miller saß, bewacht und gefesselt mit Kabelbindern auf einen Felsen, und grinste spöttisch: “Du musst es verhindern, dass ich von ihr ermordet werde, Wolfrino - denn immerhin verdankst du es ja auch zu einem großen Teil mir, wieder frei zu sein und nicht weiterhin als Versuchskaninchen, sowie als Soldat von dieser Organisation benutzt zu werden. Außerdem bist du hier mit einigen zusammen, die an deiner Verschleppung und die Experimente beteiligt waren, wie ich sehen kann… ist wirklich sehr überraschend und interessant. Hat man dir etwa doch die Erinnerungen löschen können…”
“Wie bitte?”
“Oh, ja mein Lieber, du hast richtig gehört. Zum Beispiel Leutnant Vanessa Greiner dort ist die Nichte des Mannes, der dich gequält und in das verwandelt hat, was du jetzt bist. Der französische Sergeant ist tot, wie ich sehen kann… Aber diese Chinesin, die Deutsche und noch ein paar andere sind noch am Leben…”
“Der komische Professor und seine Handlanger sind tot. Und meine Erinnerungen wurden zum größten Teil wiederhergestellt.”
“Ach wirklich. Dann ist es umso interessanter. Ich weiß was du dort getan hast, Objekt 12. Denn - ich besitze einige Aufzeichnungen darüber, die ich retten konnte, bevor ich…”
“Du widerwärtige Spionin!”, zischte First Lieuntant Jin voller Zorn auf, die auf die Agentin der Luzianischen Allianz zugeschritten kam, sowie auch schon nach ihrem Kampfmesser an ihren Gürtel griff, und nur mit der großen Mühe einiger ihrer Teamgefährten von einer unüberlegten Aktion abgehalten werden konnte.
Indessen hatte Leutnant Greiner die Zusammenhänge der Unterhaltung zwischen der Gefangenen und mir zutreffend analysiert, und klagte mich daher voller Trauer in ihrer Stimme an: “Sie haben meinen Onkel umgebracht!? Er war das einzige an Familie, was ich noch hatte… Wieso? Weshalb?”
“Ja, habe ich - für das Verbrechen, was er mir angetan hat. Und da fragen sie mich noch Leutnant? Und waren Sie es nicht gewesen, die mich psychisch massiv unter Druck gesetzt hat, um die Kräfte in mir zu wecken? Also seien Sie bloß still!”, erwiderte ich ihr wütend.
Dies führte dazu, dass Major Müller die Soldatin von mir trennen musste um eine weitere drohende Eskalation zu vermeiden.
“Ihr haben Sie vergeben”, warf Greiner mir vor, und deutete dabei auf Jin, die neben mich getreten war.
Derweil bemühte sich Karpov lange wieder eine stabile und abhörsichere Funkverbindung mit dem Homeworld Command herzustellen.
Als er endlich im Kontakt mit der Basis im Cheyenne Mountain stand, mühte er sich immer noch unnachgiebig bei einem Kommunikationsoffizier, um endlich die lange versprochene benötigte Unterstützung für sein Team zu erhalten: “…tut mir leid, aber es stehen hier einige Leben auf dem Spiel. Ich habe hier mehrere schwere Verletzte meines Teams, die dringend eine Operation benötigen, außerdem befindet sich eine feindliche Agentin in unseren Gewahrsam, sowie ein paar gefangene Wraith, die… Hören Sie mir überhaupt zu Lieutenant? Na schön, ich will sofort mit General O´Neill sprechen, Lieutenant! General O´Neill. Endlich erreiche ich Sie. Sir. Bitte, hören sie gut zu…”
Erdorbit
U.S.S. George Hammond
“…ist das wahr, Sir?”
“Ja, Carter. Verlieren wir keine Zeit. Setzen Sie alle ihre Geschwader ab, dann los zum Zielgebiet, und holen Sie schnellstmöglich unsere Leute da raus! Sonst fallen diese Fundstücke vielleicht doch noch in Feindeshand…”
“In Ordnung - wird umgehend erledigt, Sir”, bestätigte Sam, die sofort entsprechende Anweisungen gab.
Erde
USA - Homeworld Command
Mit aufkommenden gemischten Gefühlen verfolgte General O´Neill dann, wie sich die George Hammond in Richtung Europa bewegte, um ihren neuesten Auftrag nachzukommen. Somit fehlte dieser mächtige Schlachtkreuzer, der eines der Flaggschiffe war und von Brigadier General Samantha Carter befehligt wurde vorerst im aktiven Kampfgeschehen gegen die Angreifer.
“Nehmen Sie Kontakt mit der Stargate Command Base auf dem Mars auf - ich brauche Teal´c für ein Verhör, Lieutenant!”, ordnete Jack O´Neill an, als er sich umwandte.
Griechenland - südöstliche Peloponnes / Lakonien
Nach allem was ihr unter den gegebenen Bedingungen möglich gewesen war, zeigte sich die Ärztin, Doktor Simnich, schließlich mehr und mehr zuversichtlich was ihre beiden Patientinnen betraf.
Dann war endlich der erlösende Moment gekommen, und unser Team wurde Gruppe für Gruppe aus der verschlossenen Höhle herausgebeamt wurde.
Vor dieser hielten sich immer noch viele Wraith auf, die einen Weg ins Innere suchten.
Doch dadurch dass keine Gefahr mehr für Menschen bestand, wurde das gesamte Gebiet kurz darauf flächendeckend von Kampfflugzeugen mit Napalm bombardiert, um die noch anwesenden Aliens auszulöschen.
Erdorbit
U.S.S. George Hammond
Kaum an Bord angekommen, verlor das medizinische Team keine Zeit um Captain Satterfield und Lieutenant Voronkova sofort auf die Krankenstation zu bringen, um die beiden Soldatinnen abermals zu untersuchen und in Satterfields Fall notgedrungen zu operieren.
Derweil wurden alle Gefangenen hingegen unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen auf mehrere Zellen verteilt und eingesperrt.
“Wir haben jetzt alle an Bord, Homeworld Command - und greifen wieder in den Kampf gegen die feindliche Wraith-Flotte ein”, teilte Brigadier General Samantha Carter kurz mit, ehe sie befahl wieder Kurs auf die Invasoren zu setzen.
“Verstanden General Carter. Es gibt einen weiteren Befehl. General O´Neill hat angeordnet nur den Wraith-Offizier am Leben zu lassen, und die beiden Drohnen auszuschalten!”, teilte der Kommunikationsoffizier vom Homeworld Command via Funk mit.
“In Ordnung”, nickte Sam, die nichts dagegen hatte.
Doch trotz der Energiewaffen, die man schon seit so einigen Jahren besaß, war es dennoch schwer die Schiffe der Wraith gezielt unter Beschuss zu nehmen. Denn die Ziele hielten sich zum größten Teil hinter einer buchstäblichen Wand aus Trümmerteilen bereits zerstörter Schiffe verborgen.
Und nach wie vor befand sich im Zentrum, und somit gut geschützt das Hive der obersten Königin, die bereits die Befehle gab Vorbereitungen zu treffen, um sich schnell zurückzuziehen sobald die Jäger wieder zurückgekehrt seien.
Auf der Brücke begutachtete Sam interessiert die Bilder der feindlichen Flotte, die sie von den F-302ern erhalten hatte. Schließlich seufzte sie etwas enttäuscht: “Die geben leider, genauso wie unsere bisherigen Scans, nicht allzu viel her…”
Dann erreichte auch sie und ihre Crew die Neuigkeit, dass sich sämtliche Wraith-Darts auf den Rückflug zu der Invasionsflotte befanden.
In der Konferenzschaltung der Schiffskommandeure kam allmählich Uneinigkeit auf, wie man auf diese Situation am besten reagieren sollte.
“…das können wir nicht tun!”
“Egal, was wir tun - all die vielen Menschen sind leider eh so gut wie tot…”
“Können wir da uns wirklich so sicher sein, um solch eine Entscheidung zu fällen?”
“Ich stimme überein, denn es konnten ja bereits einige fliehen…”
“Es ist wohl wahr. Doch wir können nicht darauf warten und vertrauen. Wir müssen all diese Leute vor einem grausamen Ende zu bewahren! Ich habe einige Berichte gelesen”, drang die Debatte der Schiffskommandanten aus den Lautsprechern, aus welcher sich General Carter bislang noch heraushielt.
Nachdenklich blickte Sam aus dem großen Panoramafenster der Kommandobrücke ihres Schiffes, wo sie die Unmenge der feindlichen Jäger erkennen konnte, welcher sich wie ein riesiger Organismus bewegte.
“So viele unschuldige Leben”, sagte Carter nur bedrückt, die heftig innerlich mit sich rang eine Entscheidung zu treffen.
Dann musste sie hilflos mit ansehen, dass sich die Kommandeure sämtlicher Erdschiffe für jeweils eine Taktik entschieden hatten. Einige schienen den Abschuss der Jäger befohlen zu haben, und wiederum andere für den stehenden Befehl die Mutterschiffe der Wraithflotte weiterhin unter Beschuss zu nehmen.
Als Reaktion darauf, begann sich die Flotte der Wraith erneut, wie ein einziger großer Organismus in Bewegung zu setzen, und auf die eigenen Jäger hinzu zu bewegen.
Erde
USA - Homeworld Command
Derweil musste Lieutenant General Jack O´Neill ebenfalls wie Brigadier General Samantha Carter hilflos und beinahe wie gelähmt auf den Bildschirmen mit ansehen, wie sich im Orbit der Erde eine noch nie dagewesene Tragödie abspielte.
Denn einige Schlachtschiffe richteten bereits ihre gesamte Feuerkraft nur noch auf die Jäger, und andere führten seinen gegebenen Befehl weiterhin aus die Hives und Kreuzer, sowie die bislang unbekannte Schiffsklasse der Wraith anzugreifen.
Beinahe nur nebenbei nahm er die Meldung zur Kenntnis, dass Teal’c ohne lange zu überlegen auf dem Mars eingetroffen sei. Doch eine freundliche Begrüßung des alten Freundes und Teamgefährten musste noch solange warten, bis die Schlacht im Erdorbit gegen die Wraith vorüber war.
Erdorbit
Hive der obersten Königin
Erneut fauchte die Königin wütend auf, um ihre Mannschaft abermals anzutreiben - es dauerte ihr nach wie vor entschieden zulange.
“Es dauert noch einige Zeit bis die Jäger alle wieder in den Hangars aufgenommen wurden, meine Königin”, beschwichtige einer der Offiziere, der seiner Gebieterin auch noch schnell im Anschluss die Daten mit der ausstehenden Beute mitteilte, um sie zu besänftigen.
Dies musste er tun, weil die weibliche Wraith bedrohlich auf ihn selber zugegangen war.
Diese ordnete dann vor ihm stehend an, dass sofort sämtliche Kreuzer aus der Formation ausbrechen und die Schlachtschiffe der Menschen angreifen und dadurch beschäftigen sollten, bis alle Jagdflieger endlich wieder gelandet wären.
“… sobald dies geschehen ist, ziehen wir uns umgehend in den Hyperraum zurück!”, zischte sie warnend den Offizier an.
U.S.S. George Hammond
Mit großer Erleichterung nahmen alle Teammitglieder die Nachricht des medizinischen Personals auf, dass die zwei verletzten Soldatinnen wieder gesund werden würden.
“Ma’am. Mittlerweile befinden sich beinahe fast alle feindlichen Jäger im Zentrum der Wraithflotte auf, und wir haben immer noch und verstärkt mit den vielen kleinen wendigen Kreuzer unserer Gegner zu kämpfen”, meldete Lieutenant Thomson, der sich kurz darauf korrigieren musste, um das Verschwinden der Angreifer in den Hyperraum zu verkünden hatte.
“Vorerst Entwarnung! Ich brauche die Schadensmeldungen und den Status sämtlicher Systeme! Und überwacht den Subraum, damit wir nicht überrascht werden, falls dies ein Täuschungsmanöver sein sollte!”, forderte Sam Carter, die kurz darauf den Befehl erhielt anschließend zum Mars zu fliegen.
Erde
Deutschland - Hamburg
Mit immer noch zittrigen Händen holte nicht nur Jeanne Schneider ihr Smartphone aus einer Hosentasche, nachdem die Meldung gekommen war, dass die Bedrohung fürs Erste abgewendet werden konnte.
Auch die Schutztür wurde jetzt wieder geöffnet, vor der ein eine Zigarre rauchender Logan stand. Einer der Polizisten wollte dazu etwas sagen, aber entschied er sich dann doch nur zu sagen: “Die Siegerzigarre haben sie sich mehr als verdient - danke für ihre Hilfe, sonst wären wohl alle hier nicht mehr am Leben.”
“Schon gut”, brummte Wolverine, der eine weitere graue Rauchwolke ausstieß.
Jeanne allerdings trat erst einmal hinaus auf die Straße und atmete tief durch. Sie und alle anderen waren froh darüber, überlebt zu haben - obwohl es sehr mehr als nur knapp gewesen war.
“Soll ich dir das mal abnehmen?”, fragte ihre beste Freundin und Kollegin Jasmin sie, die auf die MP deutete, die Jeanne immer noch bei sich trug.
“Danke. Nett von dir”, war die Antwort, als sie die Waffe abgab, und sich endgültig entspannte.
Kurz darauf klingelte ihr Handy.
“Jonathan?”
“Ja, ich bin es Jeanne. Geht es dir, den Kindern und all den anderen gut?”
“Wir sind alle wohlauf - Dank Wolverine…”
“Schön das zu hören… Moment mal… Logan ist bei euch?”
Dieser hatte die Unterhaltung von meiner Frau und mir ungewollt ein wenig mitverfolgt, und rief dieser dazwischen: “Der Professor hat mich mit dieser Mission beauftragt, Jonathan.”
“Vielen Dank für deine Hilfe, Logan.”
“Habe ich gern gemacht… ah, da kommt Storm. Ich bin dann weg”, nickte Wolverine kurz zum Abschied, der kurz darauf auch schon in den in der Luft schwebenden Jet stieg.
“Sag mal: Wo bist du eigentlich? Die Verbindung ist teilweise gestört.”
“Tja. Äh. Momentan auf dem Weg zum Mars. Es scheint eine interessante Entwicklung zu geben, in der allem Anschein nach meine Teilnahme in Erwägung gezogen wird. Es soll sich dabei um eine Expedition handeln. Ausführlicher kann ich leider nicht werden - das ganze drum herum ist wirklich Top Secret.”
“Ich verstehe. Aber du kommst doch noch einmal her, oder? Immerhin sind wir beide immer noch verheiratet, auch wenn wir momentan… zurzeit getrennt leben….”, erkundigte sich Jeanne nun doch ein wenig traurig.
“Ja”, bestätigte ich nach einer kurzen Pause.
Mars
Stargate Command Base
Sofort nach der Überstellung in einen Verhörraum, hatte Teal’c auch schon damit begonnen die offensichtlich feindliche Agentin von der Luzianischen Allianz zu verhören.
Dies dauerte bereits schon über eine Stunde - doch die junge Frau gähnte mittlerweile nur gelangweilt.
Vor einer getönten Scheibe auf der anderen Seite in einem Nebenraum stand General Landry.
Hank hielt Jack mit einem Telefonat über die momentane Entwicklung auf den laufenden: “So kommen wir nicht weiter bei ihr. Mein Vorschlag ist es, dass wir uns an Professor Charles Xavier wenden, und ihn um Hilfe ersuchen. Denn wir müssen dringend erfahren, was die Luzianische Allianz alles weiß, sowie plant und demnächst vorhat, trotz der jüngsten Vereinbarungen und dem unterzeichneten Abkommen des Waffenstillstandes.“
Odyssee
Folge 1.08 Beunruhigende Erkenntnisse, Teil 2
Mars
Stargate Command Base
Der Jaffa hatte seit seiner Ankunft, auf dem kleinen Bruder der Erde soweit es ihm möglich gewesen war, mitverfolgt was dort vor sich ging. Er hätte selber auch gerne etwas im Kampf gegen die Angreifer unternommen, doch wäre man nicht in der Lage gewesen auch noch die Stargate Command Base, in die sich die ersten Kolonisten vom Mars vorsichtshalber reingeflüchtet hatten, vor einem Angriff der Wraith zu verteidigen.
Nachdem die Bedrohung für die Erde vorüber war, nahm das Homeworld Command Kontakt mit der Basis auf dem Mars auf.
Teal’c war erleichtert das der Angriff abgewehrt worden konnte, doch musste er sein Beileid über die hohe Zahl der Opfer zum Ausdruck bringen, nachdem Jack ihm einen kurzen Bericht darüber gab.
“…es wäre eine große Ehre für die Jaffa-Nation, wenn wir den Tau`ri und der Erde helfen könnten”, erklärte der Jaffa immer noch von den erhaltenden Eindrücken sichtlich bewegt.
“Ich werde es dem IOA mitteilen, alter Freund. Äh, gibt es was Erfreuliches bei dir? Was machen Rya´c und seine Frau? Was macht Bra´tac?”
“Mein Sohn wird demnächst ein weiteres Mal Vater werden, und mich damit zum zweiten Mal zu einem stolzen Großvater machen. Bra´tac ist nach wie vor im Rat der Jaffa-Nation tätig, sowie als Lehrmeister der Jaffa-Ausbilder…”
“Uh. Wow! Herzlichen Glückwunsch!”, unterbrach O´Neill ihn kurz.
“Danke. Ich selbst versuche derzeit zwischen mehreren Lagern von ehemals verfeindeten Gruppen zu vermitteln und agiere als so etwas was ihr auf der Erde einen Außenminister nennt, wenn wir Beziehungen zu Nicht-Jaffa-Welten aufnehmen”, berichtete Teal´c weiter.
Dann wurde der Jaffa aber sofort wieder wie man ihn kannte ernst, und fragte nach Informationen über die Gefangene, deren Verhör er leiten sollte. Aber auch der General kehrte zum eigentlichen Thema zurück, und gab ohne weitere Umschweife alle bisherigen Kenntnisse über die Gefangene an ihn weiter.
einige Stunden später
Mars, SGB
Ebene 17, Verhörraum
Abermals wiederholte Teal’c an Kira Miller seine Fragen, und erwähnte dieses Mal sogar auch den Mordversuch an Captain Satterfield.
Doch die Agentin blieb bei ihrer Linie und wollte immer noch nicht kooperieren. Stattdessen tippte sie mit den in den Handschellen gefesselten Händen, mit ihren Fingerspitzen in einem rhythmischen Takt auf die Tischplatte.
Schließlich brach sie doch noch ihr Schweigen, und sagte gelangweilt: “Ich weiß - wer du bist: der ehemalige Primus von Apophis… gib dir aber dennoch keine weitere Mühe - von mir erfahrt ihr nichts!”
Bei den letzten Teilsatz beugte sie sich nach vorn, und grinste überheblich. Worauf der Jaffa die linke Augenbraue hochzog, und erwiderte: “Vielleicht doch.”
Beinahe zeitgleich wurde die Tür zu dem kleinen Raum geöffnet. Zuerst war nur ein Schatten zu sehen, sowie der Umriss eines Mannes, welcher in einem Rollstuhl sitzen musste, und der langsam hereingefahren kam.
Als die Gefangene die Person schließlich erkannte, protestierte sie sofort vehement: “Das ist jetzt nicht gerade fair von euch!”
“Das war der Mordversuch an Captain Sharon Satterfield, sowie die anschließende Geiselnahme des Teams ebenso nicht”, erwiderte Teal’c trocken.
“Tja, wir müssen es leider - denn sie lassen uns durch ihr Verhalten und ihre Absichten keine andere Wahl, als jedes für uns verfügbare Mittel, außer der Folter, die wir ablehnen im Gegensatz zu anderen, einzusetzen - falls sie sich nicht doch noch dazu bereiterklären sollten endlich mit uns zu kooperieren!”, brummte General Landry, der dann ebenfalls eintrat, um den Druck auf Kira Miller abermals zu erhöhen.
Doch diese sah abwechselnd von einem zu anderen, und widersprach ihnen regelrecht abermals: “Ich bin stärker als ihr Tau´ri glaubt. Von mir erfahrt ihr dennoch nichts!”
“Sie gehört ihnen, Professor Xavier”, nickte General Landry.
Charles Xavier seufzte kurz, dann schon lächelte er milde und sagte zu der gefangenen Agentin gelassen: “Abwarten.”
Hangar Alpha
Es herrschte zur selben Zeit eine unerwartet große Betriebsamkeit.
“Wir sind alle verdammt froh, dass es ihnen allen den Umständen entsprechend gut geht”, erklärte Colonel John Sheppard erleichtert, der mit seinem gesamten Team zu Besuch auf den Stützpunkt angekommen war.
Als Ronon hörte, was losgewesen war und hörte dass es Gefangene gab, brummte er schließlich empfehlend: “Ihr solltet besser alle Wraith, die ihr in eurer Gewalt habt so schnell wie möglich beseitigen. Falls ihr von ihnen Informationen erhalten habt - seid vorsichtig und überprüft alles dementsprechend. Oder ignoriert alles von ihnen.”
Eine Abteilung weiter spielte sich Doktor Rodney McKay derweil wieder einmal ganz groß auf: “…das Design ist, wie sie alle hier unschwer erkennen können, ist größtenteils beibehalten worden. Doch konnte ich es mir nicht nehmen lassen, einige Verbesserungen an so manchen Stellen vorzunehmen. Nur die Bedienung selbst dieser neuen Jumper-Generation ist 100-prozentig identisch geblieben. Natürlich insbesondere anhand der bekannten Sicherheitsgründen natürlich, falls sie sich das fragen sollten. Aber, das ist neu: Die Bedienung kann aber auf mindestens einen einzelnen Piloten, aber maximal auf bis zu insgesamt 12 Personen geprägt werden…”
“Das sind also diese Fluggeräte, die wir für unsere geplante Mission nutzen sollen”, bemerkte First Lieutenant Jin, die mit ihrer Bemerkung den Vortrag von Doktor McKay unaufgefordert unterbrach.
Der Kanadier lächelte immer noch ein wenig arrogant, bestätigte dennoch gutgelaunt: “Ja, aber ist doch selbstverständlich Lieutenant.”
“First Lieutenant, Doktor! Ich bin ein First Lieutenant, Doktor McKay!”, korrigierte die chinesische Soldatin, die dem Wissenschaftler erneut unbeeindruckt ins Wort fiel und somit unerwartet Paroli bot.
Doch anstatt auf diese erneute Unterbrechung und auch Provokation von der Frau zu reagieren, wandte er sich tadelnd an mich: “He, was glauben sie da tun zu müssen? Lassen sie das sein!”
“Aus welchem Material bestehen diese Dinger?”
“Soweit bin ich noch nicht gekommen! Also, fassen Sie gar nichts an! Was erlauben sie zwei sich eigentlich, und weshalb wollen sie es unbedingt wissen?”, schnappte Rodney nun doch über uns beide verärgert.
“Weil ich auch an Bord eines dieser Dinger sein werde.”
“Ja, und? Spielt doch keine Rolle!”, murmelte der Kanadier verdrossen.
Zur Antwort fuhr ich die Krallen meiner linken Hand aus, und McKay zuckte erschrocken zusammen. Und während jener schockiert stammelnd nach Worten rang, konnten sich einige weitere Teammitglieder das Lachen nicht mehr verkneifen.
Trotzig verzog Rodney daraufhin sein Gesicht, und fand schließlich aber dann doch seine Sprache wieder: “…na schön, sie Rabauke. Ob sie es alle wissen, oder auch nicht - unsere Anzahl von verfügbaren Jumpern ist sehr begrenzt. Was uns dazu veranlasst hat, selber welche zu entwickeln, und auch zu bauen. Zum Glück war dies Dank der Asgard-Technologie und der Verwendung des sogenannten Asgard-Kerns, die wir erhalten haben sehr hilfreich…”
“…bitte keine langen Vorträge, Doktor McKay”, warf Jin ein.
“Sie beiden sind einfach unerhört!”, schnappte Rodney abermals. Dann fuhr er genervt fort: “…es wurde neben diversen Kunststoffverbindungen, die man aus der uns bekannten Luftfahrt- und Raumfahrt bereits kennt, Trinium, Titan, sowie unter anderem diverse Stahl- und Aluminiumlegierungen verwendet, sowie die ganze äußere Hülle von einer dünnen Adamatiumschicht überzogen… Sind sie beide jetzt zufrieden?”
“Warum denn nicht gleich so”, seufzte ich, bevor ich den Hangar wieder verließ, und Jiao, die noch bleiben musste, mir aber noch kurz zuzwinkerte, was mir ein leichtes Grinsen entlockte.
Die chinesische Soldatin, die als Pilotin eines Jumpers für die geplante Expedition vorgesehen war, blieb mit einigen weiteren Piloten zurück, um die benötigte Einweisung zu für die Bedingung zu erhalten.
Aber kurz danach, stand Doktor Rodney McKay so gut wie verlassen bei dem ein Dutzend Puddle Jumpern, die die Io eine BC-306 aus Atlantis abgeliefert hatte.
Nur von Weitem hatten Colonel John Sheppard und der Rest seines Teams die Situation mitbekommen, sich aber sichtlich amüsiert vornehm zurückgehalten um ihren sichtbar genervten Teamgefährten nicht noch mehr zu brüskieren.
“Dieses Verhalten dieser beiden jungen Leute… ist… so etwas… von unbeschreibbar… unhöflich!”, plapperte der Kanadier verärgert vor sich hin, welcher eigentlich zu Recht stolz auf die Ergebnisse seines neuesten Projektes sein durfte. Das natürlich viele andere Wissenschaftler und Ingenieure ihren wichtigen Beitrag dazu geleistet hatten, wusste Rodney zwar, doch gab er dies ungern zu, es war ja immerhin seine Idee gewesen.
Derweil befand ich mich schon auf den Weg zu einem Shuttle, welches in Kürze zur Erde aufbrechen würde. Aber vollkommen unerwartet wurde mein Name ausgerufen, mit der Ansage mich dringend auf der Krankenstation einzufinden.
Krankenstation
Zu meiner großen Verwunderung wartete dort bereits ein ebenso verwunderter Logan.
“Irgendeine Idee was das Ganze hier soll?”, fragte er an meine Adresse gerichtet.
“Nö. Keinen Schimmer, was ausgerechnet wir beide an einem Ort, wie dem hier sollen.”
Dies beantwortete eine junge Frau, die aus einem kleinen Büro nebenan hereinkam: “Dies werde ich gerne ihnen beiden gleich erläutern. Mein Name ist Doktor Cassandra Fraiser, ich bin Lieutenant bei der United States Navy. Bitte folgen sie mir.”
Etwas misstrauisch wurden Logan und ich sofort, unangenehme Erinnerungen kamen in uns beiden hoch, da wir eindeutig von einer Wissenschaftlerin, und dazu noch von einer Angehörigen des US-Militärs empfangen wurden.
Einige paar Abbiegungen später betraten wir kein Labor oder Büro, sondern einen kleinen Konferenzraum in dem eine Präsentation vorbereitet wurde, sowie noch eine kleine Anzahl von weiteren Personen bereits auf uns wartete.
Verhörraum
Ein paar Ebenen unter uns, drang zur selben Zeit Professor Charles Xavier immer weiter in das Bewusstsein von Kira Miller vor, welche sich mit aller Macht dagegen versuchte zur Wehr zu setzen - und das, obwohl diese junge Frau auf diesen Umstand eigentlich gar nicht vorbereitet war.
Unerwartet gab es dann eine Überraschung für die anderen Anwesenden im Raum: Denn die Stimmung, als auch der Gesichtsausdruck von Kira änderten sich schlagartig von einem Moment auf den anderen. Doch nicht nur das, sondern auch ihre Augen leuchteten unvermittelt bedrohlich auf, weshalb Teal’c sofort alarmiert nach seiner Zat-Waffe griff.
“Professor Xavier, können sie auch noch ihre Gedanken lesen, nachdem ich auf sie geschossen habe?”, erkundigte sich der Jaffa etwas zögernd.
“Vermutlich…”
“Gut.”
Krankenstation
In dem kleinen Konferenzraum hatten wir gerade dem ersten kurzen Teil des Vortrages gelauscht, dann starrten Logan und ich uns vollkommen perplex an. Wortlos wanderten dann unsere Blicke zu Lieutenant Cassandra Fraiser, die eine Pause in ihrer Präsentation eingelegt hatte, weil sie spürte, wie sehr uns diese neue Information beschäftigte.
Wolverine brach das Schweigen als Erster, und hakte nach: “Soll das etwa heißen, dass wir beide daran sterben werden?”
Die junge Frau senkte bedrückt den Kopf, dann seufzte sie: “Sollte wir keine Lösung finden - besteht leider diese Aussicht. Also: ja. Denn nach der Auswertung aller bisher vorliegenden Ergebnisse, die wir bislang haben: Werden sie beide von dem Adamantium, welches ihrer beiden Skelette und Krallen umhüllt, in einem langsamen und kaum bemerkbaren schleichenden Prozess vergiftet.”
“Denn nach einer genaueren Untersuchung dieser Metalllegierung hat sich herausgestellt, das Adamantium leicht radioaktiv ist, wie alle chemischen Elemente ab der Ordnungszahl 84. Aber handelt es sich hier um eine außergewöhnliche Form von Strahlung, welche wir bislang noch nicht kannten, also uns vollkommen unbekannt war, und daher ein eindeutiges Indiz für den außerirdischen Ursprung ist”, versuchte Major Jennifer Hailey zu erklären, die ihrer Freundin bislang assistiert hatte.
“Super! Wir zwei hier gehen also ganz langsam drauf, nur weil es einige durchgeknallte Militärtypen gibt, oder gab”, brummte ich angefressen, die Arme dabei vor der Brust verschränkend.
Und auch Logan atmete schwer und tief durch, bevor er sagte: “Wie und wann werden wir wissen, dass es für uns beide irgendwann unwiderruflich heißt: Good bye?”
“Einen genauen Zeitpunkt können wir leider nicht vorhersagen. Wir können nur vermuten, dass es sich vermutlich so auswirken wird: Nämlich, dass durch die ihrigen Selbstheilungskräfte der Prozess verlangsamt wird, ehe diese vermutlich irgendwann nachlassen, und sie altern werden…”
“Und ich hatte immer angenommen, dass die Zigarren eines Tages mein Tod sein würden…”, unterbrach Wolverine mit zynischer Laune Lieutenant Fraiser.
Tief im Innersten wussten wir beide, dass diese beiden jungen Frauen nichts dafür konnten, sie hatten nur halt das Pech unseren nachvollziehbaren Frust über diese Umstände abzubekommen.
Nach einer kurzen entstandenen Pause ergriff Major Hailey das Wort: “Wir versuchen den ungefähren Ursprung dieses Metalls zu lokalisieren. Denn es kam ja, wie sie wissen durch Meteoriten auf die Erde. Und vielleicht finden wir auch etwas, was dagegen als eine Art “Neutralisator”…”
“Dann schlage ich vor, dass sie sich ein wenig beeilen, sonst verklagen wir beide hier einige Leute”, fiel ich abermals der armen Major Jennifer Hailey ins Wort.
Cassandra kam ihr zu Hilfe, und erklärte: “Wir sind bereits dabei. Auch verstehen wir die Abneigung, die sie beide haben - weil wir beide Militärs sind. Aber wir wollen keine voreiligen Schlüsse ziehen, das heißt wir werden sie beide, wenn sie es uns gestatten medizinisch gründlich untersuchen…”
Verhörraum
Indessen kam eine ziemlich erschrockene Kira Miller langsam wieder zu sich. Der Parasit in ihr hatte sich wie erwartet temporär zurückgezogen, um sich von der Wirkung der Waffe zu erholen. Ein Zustand, der nicht all zu lange anhalten würde.
Dennoch hatte Charles Xavier nun schnell Zugang zu dem Geist der jungen Frau gefunden, da sie von dieser Situation vollkommen überrascht worden war. Es kam wie man es vermutet hatte, denn nach wenigen Minuten schon wurde die Goa’uld in ihrer Wirtin wieder stark genug, um diese perfekt zu kontrollieren. Somit war es dem Telepathen unmöglich geworden, weiter und tiefer in das Bewusstsein einzudringen und weitere benötigte Informationen zu erhalten.
“Sinnlos”, seufzte der Professor etwas resigniert, worauf die Goa’uld ihn arrogant anlächelte.
“Für weitere Informationen ist es zu früh, da wir sie sonst mit einem zweiten Schuss aus einer Zat-Waffe töten könnten”, warnte Teal´c den Professor vor, der ihn prüfend ansah.
“Ich weiß. Doch ist es mir Gott sei Dank gelungen einige Informationen aufzudecken, welche die Luzianische Allianz betreffen, die vermutlich auch im Umkehrschluss die Goa’uld betreffen müssen. Es wäre natürlich besser, wenn wir die Kreatur in ihr entfernen würden…”, fuhr Xavier fort, wurde dann aber von der Gefangnen unterbrochen.
“Ha, das könnt ihr nicht wagen, denn sonst stirbt meine Wirtin auf der Stelle mit mir. Wir sind nämlich untrennbar mit einander verbunden.”
“Besprechungsraum!”, entschied General Landry, welcher die ganze Zeit alles mitverfolgt hatte, und Teal’c die weitere Bewachung von Kira Miller auftrug.
Odyssee
Folge 1.09 Beunruhigende Erkenntnisse, Teil 3
Mars
Stargate Command Base - Krankenstation
Derweil hatten Logan und ich weiterhin dem zugehört, was Cassandra und Jennifer uns beiden zu berichten hatten.
Schließlich polterte Wolverine genervt: “Jetzt reicht es mir aber endgültig - ich habe jetzt wirklich genug gehört. Sagen Sie uns endlich mal etwas Positives!”
“Wenn es Sie beide beruhigt: Die Präsentation ist hiermit beendet”, erklärte sofort Major Jennifer Hailey, “und geben Sie die Hoffnung nicht allzu schnell auf, und warten daher bitte die Laborergebnisse der medizinischen Untersuchungen ab, die wir Ihnen sehr gerne anbieten.”
Korridor < = > Hangar
Ohne etwas darauf zu sagen erhoben wir uns, und verließen auch gemeinsam den Raum, und auch die gesamte Ebene, welche einen großen Teil des Krankenhauses auf der gewaltigen Basis beherbergte.
Den ganzen Weg über diskutierten wir zwei über unsere wohl mehr als nur sehr missliche Lage.
Unterwegs auf den Weg zum Hangar trafen wir zufällig auf First Lieutenant Jin, die unfairerweise meinen ganzen aufgestauten Frust der letzten knappen Stunde persönlich abbekam: “Danke, für den Mist, den Sie mir eingebrockt haben!”
“Wie bitte?”
“Dieses Gift hier!”, murrte ich die Krallen ausfahrend.
Die junge Chinesin blieb vollkommen irritiert zurück. Doch sie fing sich schnell und daher beschloss sie sich auf der Krankenstation zu erkundigen.
Großer Sitzungssaal
Die Szene blieb nicht unbemerkt, denn im großen Sitzungssaal, wo sich bereits viele wichtige Personen vom IOA und der UN versammelt hatten, zuckte schließlich einer von ihnen vollkommen unvermittelt, nämlich Professor Charles Xavier erschrocken zusammen.
“Ist alles in Ordnung mit Ihnen Professor?”, erkundigte sich General Landry daher besorgt.
“Leider nein, General. Denn Logan und Jonathan haben vor kurzem etwas Furchtbares erfahren. Doch fahren wir zunächst fort”, antwortete er gefasst, obwohl er zutiefst beunruhigt über diese unerwartete Entwicklung war. Dann räusperte er sich kurz und begann allen zu berichten, was er durch das Gedankenlesen von Kira Miller und den Plänen der Luzianische Allianz erfahren hatte, nämlich mit der Hilfe der Kombination noch vorhandener mehrerer Stadtschiffe der Atlantis-Klasse zur Destiny zu gelangen.
“Doch was haben denn die Goa’uld damit zu tun?”, fragte der IOA-Delegierte aus Frankreich verwundert, der noch nicht wirklich einen Zusammenhang erkennen konnte.
“Vermutlich haben sie dasselbe vor. Oder aber wollen nur erneut die Herrschaft über diese Galaxis an sich reißen”, antwortete Miss Shen, die sich außerdem dafür aussprach die Gefangene weiterhin zu verhören, um an weitere Informationen zugelangen.
“Leider entzieht sich mir dies”, gestand Charles Xavier, “denn sowohl die Gedanken und Erinnerungen des Parasiten blieben mir verborgen…”
Mit einem Male ruckten alle Köpfe in Richtung der Eingangstür, welche vehement unerwartet aufgerissen wurde, und noch ein Soldat mir laut hinterher rief: “HALT! Sie dürfen dort nicht rein! Sofort - Stehen bleiben!” - und mich an der Schulter packte, dafür aber einen brutalen Fausthieb abbekam, welcher ihn hart zu Boden schickte.
“So. Und jetzt zu uns beiden, Miss Shen!”, knurrte ich voller Wut.
Die von mir angesprochene Frau, die eben noch kurz erschrocken und empört über die Störung aufgesprungen war, sackte genauso schnell wieder in dem weichen gepolsterten Ledersessel zusammen.
Charles Xavier war über diese Situation vollkommen erschrocken, und wandte sich daher hilfesuchend an den hinter mir her geeilten Wolverine: “Logan. Bitte halte ihn zurück.”
“Und wie soll ich das anstellen Professor? Mich etwa mit ihm prügeln?”
“Nein. Aber bewahre ihn davor ein furchtbares Unrecht zu tun.”
“Obwohl er allen Grund dazu hätte?”
Charles seufzte und wandte sich daher selber mit einem eindringlichen flehenden Appell direkt an mich:
“Ich weiß, dass sie eine von einigen der Hauptverantwortlichen gewesen ist, und was sie in der Folge Dir angetan hat, Jonathan. Aber das ist nicht richtig, wenn du deinen Zorn freien Lauf lässt, denn du bist kein wildes Tier! Und was du auch mit ihr jetzt vorhast, würde es auch nicht ungeschehen machen. Du zerstörst nur die, die dich lieben dadurch, und am Ende dich selbst, wenn du diesen Pfad weitergehst. Sieh sie dir doch an, sie hat Todesangst.”
Immer noch bebend vor Wut stand ich vor Miss Shen, die mit angstvollen Blick und Tränen in den Augen, zudem kreidebleich wimmernd vor Angst, sich versuchte ganz klein im Sessel zu machen, da ich sie mit den ausgefahrenen Krallen bedrohte.
Den kurzen Austausch der beiden X-Men hatte ich mitverfolgt, und auch der Appell von Xavier weswegen es mir gelang, wenn auch mit größter Mühe mich zu beherrschen.
Mit einem wütenden Aufschrei wandte ich mich von der eigentlich sonst so einflussreichen und mächtigen Frau ab, und ließ stattdessen meinen Zorn an einer von den drei herumstehenden Präsentationstafeln aus.
“Geht´ wieder Kumpel?”, erkundigte sich Logan bei mir, der einen Sicherheitsabstand einhielt.
Bestätigend nickte ich.
“Miss Shen. Sie müssen mehr als nur etwas zur Auflösung beitragen. Helfen Sie uns also den beiden wirksam zu helfen”, appellierte Professor Xavier daraufhin an die Adresse von Miss Shen, nachdem er es geschaffte hatte die IOA-Delegierte der Volksrepublik China zu beruhigen.
Nach wie vor für alle deutlich erkennbar mit Tränen kämpfend, erklärte sie sich ohne lange zu zögern dazu bereit alles zu tun, um die Arbeit von Major Hailey und Lieutenant Fraiser zu unterstützen.
Erde
Deutschland - Hamburg
Einen Tag später gab ich dann die beunruhigen Nachricht, die ich mit im Gepäck nach Hause gebracht hatte, an meine Familie weiter.
Kaum war ich mit dem letzten gesprochnen Satz fertig, reagierte Jeanne sofort darauf. Dabei war sie verständlicherweise mehr als nur fassungslos.
“…die sollen sich ja alle auch wirklich anstrengen - sonst lernen die mich kennen”, tobte sie wild gestikulierend durch das Wohnzimmer auf und ab gehend.
“Sind schon dabei.”
“Das will ich für dich, und vor allem diese Spinner auch hoffen”, fauchte sie immer noch wütend.
Dann hielt sie inne, rieb sich mit den Händen über die Stirn, und fragte dann in einem ruhigeren Ton: “Und nach allen was passiert ist, willst du immer noch mit auf diese Mission?”
“So verrückt es sich anhören mag: Ja.”
“Dann versprich mir eines: Nämlich, dass Du so schnell wie nur irgendwie möglich zu mir zurückkommst. Ich will Dich nicht verlieren. Nicht schon wieder.”
Die Tränen liefen ihr über die Wangen, als sie dies sagte. Tröstend schlossen sich meine Arme um sie: “Ich verspreche es.”
Unsere beiden Kinder, die von der lauten Unterhaltung geweckt worden waren, schauten vorsichtig zu uns um die Ecke ins Wohnzimmer hinein.
2 Tage später
USA - Washington D.C. - Pentagon
Um einige Themen offener besprechen zu können, hatten sich die Generals Carter, Landry und O´Neill in einem kleinen Konferenzraum des US-Verteidigungsministeriums eingefunden.
“Weiß jemand von euch, weshalb wir, also die Vereinigten Staaten nur so wenige Startplätze für diese wichtige Mission bekommen haben?”, fragte Jack O´Neill frei heraus in die um sich versammelte kleine Runde.
“Die Chinesen wollen gemeinsam mit den Russen diese Expedition leiten, dies hat zumindest Doktor Jackson erwähnt, und beanspruchen damit einen Hauptanteil der verfügbaren Plätze…”, antwortete Hank Landry, der von seinen langjährigen Freund unterbrochen wurde.
“…obwohl wir, also das SGC, die US Air Force über die meiste Erfahrung verfügen?”
“Ja. Diese Situation bringt uns in eine gewisse Zwangslage”, bestätigte Samantha Carter mit einem leichten Seufzer.
“Es wird also schwierig werden, qualifiziertes Personal zu finden, um speziell Plätze für die Zivilisten, oder spezialisierte Militärs zu finden, die einen Wissenschaftsabschluss vorlegen können…”, murmelte General Landry, als General Carter eine Liste mit Namen aus ihrer Aktentasche hervorholte.
“Äh, Carter. Weshalb beraten wir darüber - wenn Sie sich allem Anschein nach, darauf schon vorbereitet haben”, sagte Jack, der deswegen spielerisch tadelnd den linken Zeigefinger reckte.
Gemeinsam studierten die drei schnell die Liste der Kandidaten, die Sam bereits vorbereitet hatte.
“Und wo ist ihr Name, Sam?”, fragte Hank verwundert. “Denn ihre Qualifikation steht doch vollkommen außer Frage.”
“Ja. Ich hatte es in Erwägung gezogen. Doch ich kommandiere ja bekanntlich die Flotte der Erde, und habe auch noch so einige meiner Forschungsprojekte, wenn wir uns nicht gerade gegen irgendwelche feindliche Außerirdische wehren müssen…“
“Aber dann stehen hier Cassie und Hailey? Arbeiten die beiden nicht an einer Lösung für das Problem mit dem Adamantium von Logan und Jonathan?”
“Ich weiß davon, Jack. Die beiden stehen meiner Kenntnis nach kurz vor der Lösung, dank einiger wichtiger sichergestellter Unterlagen, deren Inhalt den beiden helfen können, sollten sich Wolverine und Wolfrino weigern noch einmal medizinisch untersuchen zu lassen”, klärte Sam auf.
Nach einer kurzen Pause fuhr Carter dann fort: “Es ist eine wichtige und sehr große Herausforderung, die die beiden sehr gut meistern werden - so wie ich selber, als ich damals dem Stargate-Projekt zugeteilt wurde.”
“Na schön - wir werden alle trotzdem noch einmal genau überprüfen. Und wann genau sind die Briefings dieser Mission angesetzt?”, murmelte Jack, der zum Ende hin etwas gelangweilt in den Unterlagen geblättert hatte.
Die Antwort übernahm General Landry: “Die erste Besprechung findet in genau zwei Wochen, und die abschließende kurz vor dem Beginn des Starts, welcher in etwa drei Wochen geplant ist, statt.”
“Gut. Hoffen wir, dass alle Schwierigkeiten bis dahin endlich aus den Weg geräumt sind”, brummte General O´Neill, der kurz darauf auch schon das Treffen beendete.
Mars
Stargate Command Base
In dem extra dafür eingerichteten Labor, hatten Fraiser, Hailey und Miss Shen alle benötigten Informationen gesammelt und ausgewertet. Sie wussten, dass die Zeit drängte, und ablief. Vor allem der Chinesin behagte es nicht, auf unbestimmte Dauer einen übel gelaunten Mutanten in ihrer Mannschaft zu haben.
Die noch junge Cassandra Fraiser schaffte es nur einen der beiden betroffenen zu überreden, sich noch einmal gründlich medizinisch zu untersuchen.
2 Wochen später
Mars
Stargate Command Base
Es war zwischen den teilnehmenden Nationen nicht wirklich leicht gewesen, doch letztendlich konnten die hoffentlich letzten Fragen überwunden, und die benötigten Materialien und Ausrüstungsgegenstände in den Lagern gesammelt werden. Somit konnten dann endlich auch die zwölf Puddle Jumper beladen werden, nachdem die endgültigen Besatzungslisten vorlagen.
Erde
Deutschland - Hamburg
“He Jonathan - dein Taxi ist da!”, rief Jeanne, als ein Puddle Jumper auf der Auffahrt gelandet war. Dies zog natürlich sofort die Blicke neugieriger Mitbürger auf sich, welche aufgeregt darüber sprachen.
Die beiden Kinder noch einmal zum Abschied drückend, trat ich durch die Haustür. Nicht nur sie, sondern auch meine Frau baten mich nur um eines: Schnell wieder nach Hause zu kommen.
“Bitte kommen Sie, Sir”, drängte der Pilot ein wenig, nachdem ich abermals Familie und Freunden zum Abschied zunickte, nachdem sich alle von mir persönlich verabschiedet hatten.
Als einzige von allen begleitete mich nur Jeanne zum Jumper.
“Mach´ gut.”
“Mach´ besser. Und zerhau nicht gleich alles - sonst sperr ich dich ein”, flüsterte sie, während wir uns zum Abschied noch einmal umarmt hatten.
Mars
Stargate Command Base
Es war unübersehbar: Auf dem gesamten Stützpunkt war es merklich voller geworden, nicht nur an Personal, auch Material und Ausrüstung waren aufgestockt worden.
Im Labor von Hailey und Fraiser blieb wegen der Vorbereitungen der Expedition die nahezu beendete Forschung an einer Lösung zeitweise liegen, da die beiden, und auch Shen an den Besprechungen anwesend sein mussten.
Die Planung war so getaktet worden, dass sich die meisten Teilnehmer der Mission eine gute Woche kennenlernen konnten.
Derweil traf ich in einen der Korridore auf einige alte Bekannte, die versuchten an einer geschlossenen großen Tür zu lauschen. Es waren First Lieutenant Jin, Leutnant Karpov, Lieutenant de Vaux, Major Morris und Lieutenant Grogan.
“Man ist das laut da drin”, stellte Daria Karpov fest.
“Ja. Aber worüber zanken die denn jetzt schon wieder? Ich hatte doch angenommen, dass alles geklärt worden sei - also, was ist da drinnen nur los?”, rätselte Tessa de Vaux.
Der mahnende Satz - “Ist das nicht sehr unhöflich von euch an der verschlossenen Tür zu lauschen!” - ließ die gesamte Gruppe zusammenzucken.
Es war Teal’c, der in Begleitung eines jungen Jaffa hinzukam.
“Also… die streiten sich um Ausrüstung, die mitgenommen werden soll”, sagte ich, und stimmte der Aussage des Jaffa zu.
“Und wie lange sind die da schon drin?”
“Tja, Wolferino… seit ungefähr geschlagnen 2 Stunden”, seufzte Jiao.
“Ist das wahr?”, fragte Teal’c die linke Augenbraue hebend.
Grogan nickte: “Ist leider wahr…”
“…und in fünf Tagen soll die Mission beginnen”, brummte Morris kopfschüttelnd.
“Dann wird es Zeit den Quatsch in den Raum zu beenden”, war alles was über meine Lippen kam, und auch schon die Doppeltür aufstieß, so dass alle anderen auf dem Flur auch hören konnten, was immer wieder ein Streitthema war.
“…unsere Streitkräfte werden nicht mit fremden Waffen ausgerüst… He! Was soll das?”, blaffte der britische IOA-Delegierte aufgebracht und sichtbar verärgert über unsere Störung.
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29.11.2025, 19:21
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.11.2025, 19:40 von Jonathan J. O´Neill.)
Odyssee
Folge 1.10 - In die Höhle des Löwen, Teil 1
Milchstraße
Mars
Stargate Command Base - großer Konferenzsaal
Nicht nur der britische IOA-Gesandte blickte lange Zeit noch sehr finster drein, wegen dieser Störung für welche unsere kleine Gruppe verantwortlich war, sondern auch die Mehrheit aller anderen übrigen Personen, die sich an dem großen Tisch versammelt hatten.
Es dauerte nicht wirklich lange und Teal’c trat ebenfalls in den Raum, blieb aber nicht im Bereich des Türrahmens stehen, so wie wir sondern trat noch mehrere Schritte weiter vor. Dies führte dazu dass sich die meisten von den anwesenden Politikern, Gesandten und auch Militärs wieder in ihrer Körperhaltung und Mimik sichtlich einspannten. Der Jaffa hatte schnell einen Überblick über die festgefahrene Lage gewonnen, und hatte sich daher entschieden zu vermitteln.
“Ich finde, sehr verehrte Exzellenzen, dass sie alle ihren Kriegern etwas mehr Vertrauen entgegenbringen sollten. Sie haben sich nur durchaus berechtigte Gedanken über die bevorstehende Mission gemacht, und waren an das weitere Geschehen in diesen Raum daher sehr interessiert”, erklärte Teal’c mit ruhiger Stimme in jenem kurzen Satz.
“Teal’c, haben sie alle etwa draußen vor der Tür gelauscht?”, hakte General Landry deswegen sofort bei dem Jaffa nach, und einen sehr prüfenden Blick auf die Gruppe gerichtet hielt, die immer noch im Bereich der geöffneten Tür stand.
Eine kleine Pause war entstanden, ehe Major Morris als ranghöchster Offizier schließlich vortrat, bis er neben Teal’c stand, um zu gestehen: “Ja, Sir. Das haben wir getan. Es ist so wie Teal´c es gesagt hatte… Aber wir hatten nur ein wenig mitbekommen, obwohl es hier drinnen ziemlich betont zuging...”
Nach diesen Geständnis war ein mehrere Minuten ein Gemurmel unter den Beteiligten zu vernehmen, da sie sich kurz in einem leisen Ton untereinander austauschten und beratschlagten.
“Na gut, damit wäre es endlich entschieden”, nickte der britische IOA-Gesandte erleichtert, “somit werden alle Teilnehmer der bevorstehenden Mission in den nächsten 5 Tagen ein verstärktes und intensives Training an den genehmigten Waffen sowie der technischen Ausrüstung absolvieren!”
Sofort wurde dies von General Landry beglaubigt indem er im direkten Anschluss an uns gerichtet anordnete: “Major Morris, geben Sie so schnell es geht diese Information an alle anderen Missionsteilnehmer weiter, damit sie alle so schnell es geht mit den notwendigen Trainings beginnen können!”
Kaum hatte Landry dies gesagt, übergab einer der Adjutanten einen Ausdruck mit einer entsprechenden Liste an Morris.
Die sich mittlerweile wieder gefangene Vorsitzende Shen erklärte kurz darauf: “Sie dürfen alle wieder gehen! Alle bis auf Sie!”
Der letzte kurz gehaltene Satz galt mir, denn sie blickte mich genau an, weshalb ich stehen blieb und meine Gesichtszüge sich wieder anspannten.
Miss Shen wartete so lange bis die beiden großen Türflügel wieder geschlossen waren, und sagte dann schließlich: “Mister Martin. Major Hailey und Lieutenant Fraiser haben sehr wichtige Informationen für sie, da sie sich ja dankenswerterweise den medizinischen Test unterzogen hatten.”
“Ach ja, und welche sind es?”, fragte ich angespannt und meine Augen wanderten daher zu den beiden genannten Frauen.
Da die zwei meine nur schwer gezügelte Neugier wohl zu spüren schienen, berieten sie sich kurz untereinander mit dem Beschluss sich so kurz wie möglich zu fassen.
Die Fragen zu beantworten übernahm Cassandra Fraiser: “Wie Miss Shen bereits erwähnt hat, gilt Ihnen ein großer Dank, sich für die medizinische Untersuchung zur Verfügung gestellt zu haben - trotz der gehegten Vorbehalte uns gegenüber. Auf Grund dessen gibt es zwischen Wolverine und Ihnen einen Unterschied: Die Adamantiumummantelung ihrer beider Skelette und Krallen ist wohl das entscheidende Kriterium, weshalb für Sie kein Grund zur Besorgnis bestehen sollte. Kurz ausgedrückt: Ihre Selbstheilungskräfte werden durch das Metall, welches ihre Knochen und Krallen nicht vollständig umhüllt überhaupt nicht mit zunehmenden Alter geschwächt werden…”
“Ich werde also überleben, aber Logan wird daran sterben? Gibt es auch gute Infos?”, unterbrach ich fassungslos die Offizierin der US-Navy.
“…nun ja, Mister Martin, durch diesen Unterschied werden sie überleben, ohne wohl jemals Schaden zu nehmen. Und es gibt vermutlich ein Heilmittel, aber doch zumindest ein Medikament gegen diese Probleme. Und um Logan somit zu helfen, braucht er kleine Dosierungen davon, und das schon wohl in wenigen Jahren. Man hat bei ihm einige leichte Verfärbungen an den Jahren entdeckt, die wohl die ersten Anzeichen für diesen Prozess sind.”
“Das wird ihm nicht gefallen, darauf können Sie Gift nehmen. Wo haben Sie dieses Gegenmittel um ihn zu helfen?”
Eine Pause entstand und Cassandra löste den Blickkontakt und schaute verlegen auf die Tischplatte, und Jennifer übernahm die Antwort: “Wir haben es nicht. Aber es befindet sich im Besitz einer Company. Einem Unternehmen mit dem Namen Alkali-Transigen.”
Als ich den Namen dieser Firma vernommen hatte, schrillten in mir sofort sämtliche Alarmglocken: “Das wird Logan ebenfalls nicht gefallen. Die Sache hat den einen Haken, nämlich Alkali! Denn in einer Basis am Alkali-Lake hat man Logan das angetan.”
“Das ist uns leider nur allzu gut seit kurzem sehr genau bekannt”, seufzte Cassandra Fraiser bedrückt.
“Hat Miss Shen ihnen beiden das alles erzählt?”
“Ja”, bestätigte Jennifer, “ihr wir nennen es jetzt ein sogenanntes Komitee stand von Zeit zu Zeit im regen engen Austausch mit dieser Company, die ihren Sitz in Mexico-City hat. Doch vor ungefähr zwei Jahren trennten sich ihre Wege und diese Firma in Mexico-City arbeitete fortan alleine an geheimen Projekten, vermutlich in Verbindung von Mutanten weiter…”
“Welcher Mutant würde sich dem denn freiwillig zur Verfügung stellen… ich schätze mal gar keiner”, unterbrach kurz ich kopfschüttelnd.
Major Hailey nickte bestätigend, dann fuhr sie auch schon wieder fort: “Sie haben voll ins Schwarze getroffen. Alkali-Transigen benutzt wohl schon seit langem von unzähligen Mutanten diverse Gen- und Gewebeproben… Wir haben sofort Professor Xavier und seine Leute, die UN und das IOA darüber informiert. Ein Plan für die weitere Vorgehensweise liegt bereits vor…”
Abermals kam von mir eine Unterbrechung: “Diese Typen werden mit Sicherheit weder eine Probe, geschweige denn die Formel herausrücken ohne wirklich was Wertvolles als Gegenleistung dafür zu erhalten.”
“Da wir da kein Risiko eingehen können, haben wir bereits ein Einsatzteam losgeschickt. Dieses ist leider seit 2 Stunden überfällig”, kam kurz darauf die Meldung von Cassandra, die dabei sehr beunruhigt und nervös wirkte.
Nach einer Pause fuhr Major Hailey fort: “Deswegen werden wir ein weiteres Einsatzteam zusammenstellen und Antworten von dieser Company verlangen. Es wäre schön wenn Sie sich dem Team anschließen würden, was unsere Chancen erhöhen würden. Und auf dem Weg zu den Hangar könnte ich Ihnen den Plan erläutern.”
Pegasus-Galaxie
Atlantis
Es hatte eine lange Zeit gedauert, doch endlich konnte Zelenka, der den in der Milchstraße verweilenden McKay vertrat einen angespannten Woolsey den in Auftrag gegebenen Bericht vorlegen.
“…und hier befinden sich alle Wraith-Basisschiffe, wie Sie erkennen können. Einige haben sich zusammengeschlossen, andere sind einzeln unterwegs und werden wohl von einigen Kreuzern begleitet…”
“Das sind ja… mehr als drei Dutzend! Sind das auch wirklich alle?”, schaltete sich ein skeptisch dreinblickender Richard Woolsey erkundigend ein.
“Mehr oder weniger. Wir wissen ja von dem erst vor wenigen Tagen zurückliegenden verheerenden Angriff der Wraith auf die Erde.”
Woolsey spürte instinktiv dass wohl noch etwas von Zelenka kommen musste, denn der Tscheche schien sich nicht wohlzufühlen bei dem, was er noch nicht berichtet hatte.
“Also”, begann der amtierende Leiter der Atlantis-Expedition, “sagen mir endlich auch den Rest!”
“Na schön”, schluckte Radek, “wir haben lange nichts mehr von den Wraith gehört, den wir als Todd kennengelernt und mit welchen wir auch schon… nun ja… des Öfteren zusammengearbeitet haben. Wir haben ihm einen Sender untergeschoben. Leider empfangen wir kein Signal mehr. Daher haben wir die empfangen Daten analysiert…”
Doktor Zelenka drückte ein paar Tasten und auf dem Bildschirm, und darauf zeichnete sich eine rote gezackte Linie ab, die sogar mehr als nur eindeutig über den Bereich der Pegasus-Galaxie hinausging.
Leichte Verwünschungen ausstoßend schüttelte Richard Woolsey seinen Kopf. Es dauerte eine Zeitlang ehe er es aussprach: “Soll das etwa heißen: Todd ist für diesen Angriff auf die Erde verantwortlich!”
“Möglich. Denn er war ja unter anderem auch kurz auf der Erde um dabei zu helfen Doktor McKays Schwester zu retten”, kam es von Laura Cadman, “und er hat auch noch mehrere Chancen gehabt sich Wissen über uns anzueignen.”
“Nehmen Sie sofort Kontakt mit der Stargate Command Base auf, ich benötige sofort Colonel Sheppard und sein Team umgehend wieder hier aus Atlantis!”, ordnete ein sichtbar erregter Mister Woolsey an.
Kurz darauf schon hatte Cadman die Anwahlsequenz des Sternentores gestartet.
Milchstraße
Hyperraum - Wraith-Hive der anführenden Königin
In seinem Quartier saß Todd schon seit einigen Tagen fest, denn die Königin hatte ihn aus Sicherheitsgründen unter Arrest gestellt.
Mit einem zischenden Geräusch glitt die Tür auf, und der Wraith erhob sich von der Bank auf welcher er Platz genommen hatte. Eine zufriedene Königin trat mit ihrer Eskorte ein, und fauchte: “Ich habe Dir etwas mitgebracht! Ein wertvolles Geschenk, damit Du auch bei Kräften bleibst!”
Kaum hatte die weibliche Wraith den ersten Satz beendet, zerrten zwei Drohnen einen jungen Mann herein, welcher sich nach Kräften verzweifelt versuchte sich gegen seine Widersacher zu wehren.
“Also los! Nähre Dich!”, zischte die Königin im befehlenden Ton an die Adresse von Todd.
“Dieser Mensch ist von der Erde”, bemerkte der Wraith vollkommen überrascht.
“Ja.”
“Ihr hattet mir aber zugesichert die Erde unangetastet zu lassen, wenn ich den Weg für Euch zu den neuen fernen Weidegründen weise.”
“Ich weiß. Ist mir letztendlich egal gewesen, wie Du zu diesen Menschen, die in der Stadt der Lantianer leben, stehst”, erklärte die Königin kalt, während sie mit ihren Fingern über die Wände des Quartiers kratzte. “Einen so überaus üppigen Weidegrund musste ich mir einfach näher betrachten und davon kosten”, zischte sie nach einer kurzen theatralischen Pause. Dabei musterte die weibliche Wraith ihren wertvollen Gast.
Der getäuschte Todd erkannte seinen schweren Fehler, den er begangen hatte um die Leben seiner übriggebliebenen Mannschaft und sein eigenes zu retten zu spät, nachdem sie in Gefangenschaft geraten waren. Er stand immer noch vor dem Mann, der sich versuchte mit aller Kraft zu wehren. Der Wraith wusste um seinen eigenen geschwächten Zustand. Mit einen wütenden Knurren holte er dann schließlich aus, um sich zu nähren drückte er den Nährmund seiner Hand fest auf die Brust seines Opfers. Er entzog dabei schnell die Lebenskraft des Mannes, um wieder zu Kräften zu kommen - unter den zufriedenen Blicken seiner neuen Königin.
Der arg getäuschte Todd brodelte fortan innerlich vor Wut, und beschloss im Stillen sich für diesen Verrat irgendwann sobald die Zeit gekommen war an der Königin zu rächen.
Erde
Irgendwo im Luftraum der USA
Gemeinsam mit Major Jennifer Hailey und einigen weiteren Personen saß ich seit der Abreise vom Mars in einem getarnten Puddle Jumper. Unterwegs legten wir mehrere Zwischenhalte ein, um einige Personen, die ebenfalls an den Einsatz teilnehmen sollten mit an Bord zu nehmen.
So auch ein weiteres Mal als sich Hailey höchstpersönlich von ihrem Platz erhob um einen der weiteren Teilnehmer persönlich zu begrüßen.
“Mister Angus MacGyver?”
“Ja.”
“Ich bin Major Jennifer Hailey, United States Air Force. Ich leite den bevorstehenden Einsatz, für dessen erfolgreiche Durchführung wir Ihre hervorragenden Fähigkeiten sehr gut gebrauchen können. Sie sind auch einer derjenigen, denen es gelungen ist von Bord des Wraith-Basisschiffes zu entkommen. Tolle Leistung.”
“Danke”, seufzte Mac nur, der sich nur kurz zu einem grinsenden Pete umdrehte, welcher ihn für diesen Einsatz empfohlen hatte. Mac musterte die junge Frau vor sich kurz, die nicht gerade sonderlich groß gewachsen, und nach seiner ersten groben Schätzung nicht größer als 1,60 war.
Aber ohne weiter lange zu Zögern betrat er den Jumper, wo er allen anderen noch einmal kurz vorgestellt wurde.
“Sie sind auch hier?”, fragte mich MacGyver sichtlich überrascht.
“Ja. Sieht ganz so aus. Habe ich das gerade korrekt verstanden: Sie, und einige andere sind von einem Hive der Wraith abgehauen?”
“Da haben Sie alles richtig verstanden, war leider kein Vergnügen…”
“Dennoch eine außergewöhnliche Leistung ohne jeden Zweifel.”
Jennifer Hailey blickte uns beide vollkommen verdutzt an: “Sie beide kennen sich?”
Bestätigend nickten wir beide, und Mac begann zu erklären: “Wir haben uns vor Jahren in Tibet getroffen, wo…”
Als er zu dem Punkt kommen wollte zu welchen Anlass wir uns kennengelernt hatten, schnitt ich ihm mit einem: “Ah!” - das Wort ab, wegen der mir damit verbundenen unangenehmen Erinnerungen.
Aus Rücksichtnahme flüsterte Angus daher Jennifer die übrige Geschichte leise genug zu, damit nur sie seine Worte hören konnte.
Deshalb verstand die Offizierin kurz darauf auch meine negative Reaktion, und schaute erschrocken in meine Richtung.
Schließlich näherten wir uns einer Militärbasis, wo kurz nachdem wir gelandet waren noch ein paar weitere Puddle Jumper eintrafen, und wir zusammen von Major Hailey für den bevorstehenden Einsatz noch einmal eingewiesen wurden.
Da es auch die Gemeinschaft der Mutanten betraf, waren auch einige X-Men anwesend.
“…wir werden daher im Tarnmodus von hier starten und bleiben bis die Mission beendet ist! Packen Sie alle daher ihre Sachen! Ihnen bleiben 20 Minuten, dann starten wir!”, ordnete Major Hailey am Ende an, nachdem alle von uns wussten für welche Aufgabe wir jeweils eingeteilt worden waren.
P2X-4P33
Anderswo in der Milchstraße hatte es Kara wenige Minuten kurz zuvor mit dem Sprung in den Hyperraum gerade noch so geschafft, die sie verfolgende Staffel von Todesgleitern von dem Warlord der Luzianischen Allianz Commander Daminus abzuschütteln. Doch die Piloten hatten das Frachtschiff dennoch schwer getroffen. Es fiel deswegen schon aufgrund eines Defektes bereits nach wenigen Minuten wieder aus dem Hyperraum heraus, und trudelte auf den Planeten zu, durchquerte dabei in einem kritischen Winkel die Atmosphäre, ehe Kara eine mehr als nur erstklassige Bruchlandung hinlegte.
Immer noch am ganzen Körper zitternd machte sich die junge Frau auf den Weg, denn während ihres Sturzflugs hatte sie ganz kurz das Sternentor bemerkt.
Nach einem anstrengenden Fußmarsch stöhnte die junge Söldnerin und Schmugglerin enttäuscht gequält auf, als sie feststellen musste, dass sowohl das DHD als auch ein Stück des Stargates beschädigt waren.
“Verdammt! Wäre auch zu schön und einfach gewesen!”, fluchte Kara frustriert, die wusste, dass sie es nun doch noch irgendwie schaffen musste, ihr Frachtschiff zu reparieren, um diese Welt wieder verlassen zu können. Sie bemerkte nicht, dass sie aufmerksam beobachtet wurde, seit sie auf diesem Planeten gelandet war.
Zweige knackten, Blätter und Laub raschelten leise. Aufmerksam sah sich Kara daher mit gezogener Waffe um. Sie schob mit einem erleichterten Seufzer die Pistole wieder ins Holster zurück, als sie das Tier sah, welches hinter einem Busch hervorgetreten war. Doch dieses schafähnliche Wesen verschwand nach nur einem kurzen Verweilen im Freien wieder im schützenden Dickicht.
Ohne jegliche Vorwarnung wurde sie wenige Sekunden später von der linken Flanke her angegriffen. Die junge Frau ging hart zu Boden. Benommen wie sie war, bekam Kara nicht mit, wie eine zottelige Kreatur sie mehrfach umkreiste.
Immer wieder prüfend an ihr schnupperte. Schließlich blieb das Tier, das einer Hyäne glich, stehen. Die Lefzen des Tieres formten sich zu einem Grinsen, ehe es das Maul über ihrem Gesicht öffnete und sich der Goa´uld-Symbiont Selene herausschlängelte, um sich ihren Weg in ihre neue Wirtin zu suchen.
Kara kam allmählich wieder zu sich. Voller Schreck versuchte sie zu schreien als sie ihre Schmerzen und den Goa´uld bemerkte, der in sie eindrang und was somit ihr geschah und bevorstand.
´Oh mein Gott! Nein!´, dachte sie panisch voller Schrecken.
Kurz darauf schon kam nur ein leises, gurgelndes Kichern aus ihrer Kehle, welches sich immer mehr in ein Lachen steigerte.
Die Goa´uld hatte die Kontrolle über den Körper übernommen.
“Oh ja“, wisperte Selene ihrer Wirtin zu, “wie wahr - Deine ganz persönliche Göttin ist ganz nah - für immer!“
2 Stunden später
Milchstraße
Erde
Mexiko
Jumper 1 - Luftraum Mexico-City
Der Flug ging im schnellen Tempo vorbei. Schneller als mit einem normalen Linienflug.
Auch die gewaltige Hauptstadt von Mexiko, die an manchen Stellen teilweise immer noch unübersehbare Zerstörungen aufwies, wurde von den drei Jumpern überflogen.
Dann kurz außerhalb der Stadt, schon am Rande des Business- und Industrieparks von Amarillo, deutete Major Jennifer Hailey mit den Worten: “Dort ist es! Macht euch alle einsatzbereit!” - in Richtung eines riesigen Gebäudekomplexes.
Je näher wir flogen, desto noch gewaltiger wirkte die gesamte Anlage, auch der in den Farben grün und blau gehaltene Firmenname von Alkali-Transigen war ebenfalls deutlich lesbar.
Die Suche nach einen oder mehreren geeigneten Zugangspunkten dauerte daher eine Weile, um für die gesamte Dauer des Einsatzes unentdeckt zu bleiben.
Vor vorneherein waren die Aufgaben der 3 gebildeten Teams eindeutig besprochen worden: Team 1 sollte das Labor, Team 2 das vermisste Team finden, und das dritte Team den schnellen Rückzug oder gegebenenfalls einen oder den anderen beiden Teams Unterstützung gewährleisten.
“He!”, mahnte Hailey in meine Richtung. “Wo ist ihre Waffe?”
“Ich habe das hier.”
“Ja, natürlich - ihre Krallen. Ist aber nur etwas für den Nahkampf. Aber mir wäre es lieb, wenn Sie dennoch wenigstens eine Pistole mitnehmen würden, um jemanden von unseren Team aus der Distanz zur Hilfe kommen zu können”, erklärte die Einsatzleiterin energisch.
Ohne Widerworte fügte ich mich, genauso wie Logan, wenn auch nur sehr widerwillig in einem der zwei anderen Jumper.
“Und was ist mit Ihnen?”, erkundigte sich Jennifer im Anschluss bei Angus.
“Tut mir leid, ich kann das nicht.”
“Super! Passt mir alle also gut auf Mister MacGyver auf!”, ordnete Major Hailey daher an, die im direkten Anschluss das Kommando gab Auszurücken.
Odyssee
Folge 1.11 - In die Höhle des Löwen, Teil 2
Milchstraße
Erde, Mexiko, Mexico-City - Alkali-Transigen
Wir waren alle gemeinsam aus den nach wie vor drei getarnten Jumpern hinaus ins Freie getreten, nachdem wir auf dem Dach mit einem günstigen Zugang ins Gebäude gelandet waren.
Alle hatten bereits, bis auf Logan, Miss Shen und ich, ihre Waffen einsatzbereit in Anschlag genommen. Eine weitere einzigartige Ausnahme bildete MacGyver, der als einziger von uns allen überhaupt gar keine Waffe bei sich trug.
An Angus lag es nun unserem Einsatzteam einen unbemerkten Zutritt in die Anlage zu ermöglichen, nachdem sich der israelische Computerspezialist Benjamin David Rosenthal in das Überwachungssystem der Alkali-Transigen Company gehackt und die meisten Kameras bereits erfolgreich manipuliert hatte.
Mit einem Nicken gab der Doktor der Informatik, der schon die ganze Zeit über prüfend auf sein I-Pad geschaut hatte MacGyver zu verstehen, dass der Weg anhand seiner Daten nun frei sein sollte.
Auch die geschärften Sinne von Logan und mir sollten bei diesem Einsatz zur vollen Geltung kommen, wobei eine weitere wichtige Aufgabe von mir war, auf persönliche Anordnung von General Carter, auf Major Jennifer Hailey achtzugeben.
Sorgfältig schon mehrere Meter vor der Tür, durch die wir gehen wollten, sah sich MacGyver auf den Punkt genau um, seitdem er mit den anderen aus dem Jumper getreten war. Prompt wurde er nach wenigen Minuten auch schon fündig, wobei er eine Überwachungskamera entdeckte, die ein Einfaches zugehen auf die Tür, die direkt vor uns lag unmöglich machte.
Mit seiner linken Hand deutete er genau auf jene Kamera, während er auch fragend Blickkontakt mit Doktor Rosenthal aufnahm, welcher aber leider resignierend den Kopf schüttelte.
“Tut mir leid, Leute. Aber ich bekomme einfach keinen Zugriff darauf. Wird wohl über ein separates System laufen”, flüsterte er frustriert.
“Dann müssen wir, äh meine natürlich damit Sie… halt nach einen sicheren Weg darum herum suchen”, raunte Major Hailey MacGyver zu, der schon signalisiert hatte, dass die meisten von uns warten sollten, während er gemeinsam mit Rosenthal und Wolverine nach einer alternativen Route suchen wollte.
Es vergingen mehrere Minuten. Die ganze Zeit über sah First Lieutenant Jin dabei genau auf ihre Uhr.
Auf dem Dach, auf dem sich unser Team nach wie vor größtenteils ohne Deckung aufhalten musste, bogen Angus und Logan immer wieder des Öfteren ab, nachdem sie immer nur einige Schritte und Meter gegangen waren, hielten an und sahen sich aufmerksam die Umgebung betrachtend um.
Die ganze Zeit über folgte den beiden Benjamin, der genervt feststellen musste dass es hier oben eine nicht unerhebliche Anzahl von Kameras gab, die über ein anderes Netzwerk laufen mussten, welches er noch nicht aufgespürt hatte. Daher war er dazu gezwungen immer wieder anzudeuten welche Kameras für das Team passierbar oder unpassierbar waren.
Doch sein Ehrgeiz war geweckt worden, um dieses Problem schnell zu beseitigen, und versuchte während er den beiden folgte sich auch in dieses Netzwerk einzuklinken.
“Wir können dort und dort lang. An diesen Punkten hier und hier, sowie auch an dieser Stelle, sind wir durch die Lüftungsschächte von den noch funktionierenden Kameras geschützt”, erklärte Doktor Rosenthal, der auf sein I-Pad ein Satellitenfoto des Daches mit einer grünen Routenlinie und roten Punkten, wo sich Kameras befanden farblich markiert hatte.
MacGyver schaute sich das ganze äußerst konzentriert an. Sah vom I-Pad vor sich auf, und musterte misstrauisch die übrigen Meter, die sie noch bis zur Tür vor sich hatten.
Nach wenigen Minuten nickte er zustimmend, und Wolverine brummte: “Dann machen wir es auch so - also holen wir schnell die anderen!”
Am Ende war es mehr als fast eine halbe Stunde, ehe die beiden zu uns zurückgekehrt waren, uns energisch zuwinkten zu ihnen aufzuschließen.
Nach einem ausgedehnten Zickzackkurs erreichten wir dann aber ohne Hindernisse unser nächstes Ziel.
Die Tür auf dem Dach schien für das einfache Auge offenbar nur durch eine simple veraltete Alarmanlage gesichert zu sein.
Ohne sich dabei sonderlich anstrengen zu müssen, hatte der ehemalige Geheimagent und freie Mitarbeiter der Phoenix Foundation dieses Hindernis überwunden, wobei er unter anderem einige Batterien aus einer Taschenlampe verwendet hatte um den Stromkreis zu überbrücken.
“War das etwa schon alles?”, murmelte Mac verwundert, nachdem er die Tür letztendlich mit seinem treuesten Begleiter, seinem Taschenmesser vorsichtig geknackt und geöffnet hatte. In letzter Sekunde bemerkte er dann doch noch das dünne Kabel, welches an Tür und am Rahmen befestigt war.
Sein Blick verfolgte den Verlauf des Kabels und ob noch irgendwelche weitere Dinge daran befestigt waren. Da es aber in dahinterliegenden Korridor dunkel war und der schmale Spalt nur wenig Licht hineinließ, erkundigte sich MacGyver ob jemand einen Spiegel bei sich hatte, während er bereits eine kleine Stabtaschenlampe aus seiner Weste hervorkramte.
Mit großem Geschick handhabte er kurz darauf Spiegel und Taschenlampe.
Es vergingen einige Sekunden, die zu einigen quälenden Minuten für so manchen von unserer Gruppe wurden.
Schließlich nickte Mac zufrieden, der kurz darauf auch schon das befestigte Kabel löste, ohne jenes auch nur auf irgendwelche Art und Weise zu beschädigen.
Als somit der Weg ins Innere des Gebäudes frei war, trat man dennoch mit größter Vorsicht durch die Tür in den Korridor, welcher in ein Treppenhaus führte.
“Haben Sie so etwas wie einen Kartenmanipulator zur Hand, Mister MacGyver?”, erkundigte sich Major Hailey, die feststellen musste dass anscheinend jede Tür mit einer Code-Card-Vorrichtung gesichert war.
Angus schüttelte den Kopf, griff dann mit einem leichten Grinsen in seine Gürteltasche, holte ein halbes Dutzend Karten heraus, und sagte: “Das hier ist eine sehr sensible Magnet-Karte mit der man überall Zugang bekommen sollte. Es funktioniert wie jede andere Karte: Durch den Schlitz ziehen oder Magnetstreifen ranhalten. Sollte es nicht beim ersten Mal klappen, kein Problem Karte einfach im Schlitz halten bis sich die Tür geöffnet hat. Es ist das Ergebnis langer Forschung der Phoenix Foundation um auch in Gefahrsituationen Zugang zu bekommen, um Leute zu retten…”
“Klasse”, strahlte Jennifer, die ihm ohne zu zögern die Karten abnahm und damit begann diese unter den Teams zu verteilen.
“… diese Karten sind übrigens wieder bei mir abzugeben”, ergänzte MacGyver mit einem Schmunzeln.
“Können Sie nicht…”
“…eine Ausnahme machen? Nein, kann und werde ich auch nicht, Major Hailey! Diese speziellen ID-Cards sind und bleiben Eigentum der Phoenix Foundation!”
“Schade!”, seufzte die Soldatin enttäuscht.
“So jetzt sind wir dran. Team 3 bleibt hier und passt auf Mister MacGyver auf! Die anderen Teams rücken aus! Los!”, befahl Jennifer Hailey schon wenige Sekunden später.
P2X-4P33
Sehr genau untersuchte, wie schon einige Zeit zuvor ihre Wirtin, jetzt auch die Goa’uld das beschädigte Stargate und das Dial Home Device.
“Gut, dass du mich hast um von hier wegzukommen”, flüsterte Selene mit einem verstohlenen Grinsen an die Adresse von Kara, und machte sich daran so einige der Steuerungs- und Kontrollkristalle an beiden Geräten zu entfernen.
Pegasus-Galaxie
Atlantis
Ein vollkommen schockierter Colonel Sheppard war soeben von Mister Woolsey in dessen Büro mit den jüngsten Ergebnissen rund um den Wraith Todd konfrontiert worden.
Immer noch war John sprachlos.
Anders Rodney, der sofort munter drauflos plapperte und seine Meinung kundtat: “… habe es ja immer gewusst, man hätte ihn nie wieder weggehen lassen dürfen…”
Dieses hektische Geplapper holte Sheppard zurück in die Gegenwart, der schnell seinem Teamgefährten klarmachen musste, dass wohl ohne Todds Hilfe McKays Schwester wohl nicht mehr leben würde.
“Das Sie immer das letzte Wort haben müssen”, murrte der Kanadier verdrossen.
Milchstraße
Mars
Stargate Command Base - Büro von General Landry
Immer noch darüber rätselnd wer so alles an der Mission bei Alkali-Transigen beteiligt war, war Hank beim durchlesen unter anderem auch der Name von Miss Shen ins Auge gefallen.
“Wird wohl ihre früheren Kontakte und Beziehungen spielen lassen wollen… Hoffentlich geht das alles auch wirklich gut aus”, flüsterte er, einen weiteren Schlug Kaffee aus seiner großen Tasse nehmend ,”denn ich habe da ein komisches Gefühl.”
Dann wandte er sich kurz darauf wieder den größer gewordenen Papierkram zu, den Walter ihm gebracht hatte. Aber er war froh darüber dass diese Last in Kürze auf mehrere Personen verteilt sein würde.
Erde
Mexiko, Mexico-City - Alkali-Transigen
Während das dritte Team immer noch oben auf dem Dach ausharrte, hatten sich die beiden anderen Teams mittlerweile wie geplant voneinander getrennt, und dabei immer weiter in den Gebäudekomplex vorgedrungen.
Stockwerk für Stockwerk sollte dabei so sorgfältig und unauffällig wie nur irgendwie möglich überprüft werden.
Es war in jeden ein seltsames Gefühl aufgekommen, da man noch bislang keinen Kontakt mit irgendjemanden vom Personal der Company von Alkali-Transigen gehabt hatte.
Ostflügel - Team 1
Erneut war Wolverine wieder unvermittelt aufmerksam schnuppernd und dabei auch noch aufmerksam lauschend stehen geblieben. Seine Mimik hatte sich schlagartig zu einem entschlossenen und zusätzlich wütenden Gesichtsausdruck gewandelt, denn sein scharfer Geruchssinn hatte den für ihn allein immer klarer werdenden Geruch von Öl und Pulver deutlich wahrgenommen, der bislang vom Aroma von Desinfektions- und Putzmitteln überlagert worden war.
Er hatte sich nur für einen kurzen Moment mit einem warnenden Blick zu seinem übrigen Team umgewandt, während er bereits seine Krallen ausfuhr.
Miss Shen, die in der sicheren Mitte der Gruppe stand, wurde kurz darauf von den Soldatinnen und Soldaten der Volksrepublik China und der US Army noch schützender umringt. Die Frau war deswegen fast gar nicht mehr zu sehen.
Die schwer bewaffneten Frauen und Männer hatten den Blick des vorangehenden Mutanten richtig gedeutet, und beschränkten sich daher nur noch auf die Verständigung durch Zeichen und Gesten.
Die mit dieser Situation überforderte Xiaoyi Shen, die etwas sagen wollte bekam prompt den Zeigefinger der linken Hand von First Lieutenant Jin quer über den Mund gelegt, als Hinweis kein weiteres Wort mehr zu sagen.
Westflügel - Team 2
Die von mir begleitete Gruppe war bislang hingegen nur sehr langsam vorangekommen. Denn mein, durch das vor Jahren unfreiwillige zurückliegende medizinische Experiment, verschärfter Geruchssinn hatte immer wieder aufs Neue verschiedene Gerüche registriert. Das Aroma von diversen Medikamenten und Desinfektionsmitteln war immer noch sehr intensiv. Aber ein anderer verräterischer und markanter Geruch mischte sich immer stärker mit hinein.
Es war eindeutig ein metallischer Geruch. Für mich bestanden letztendlich keinerlei Zweifel mehr - es roch sehr stark nach frischem Blut.
Die Flut der Reize auf meinen Geruchssinn wurde stetig intensiver je weiter wir vorankamen, davon alarmiert hatte ich deswegen meine Krallen ausgefahren, während sich unsere Gruppe Meter für Meter immer weiter vorwärts schlich. Unter diesen Gerüchen, von dem der nach frischem Blut besonders intensiv war, wurde ein anderer immer stärker, der von den anderen bislang überdeckt worden war.
Irritiert über dieses Verhalten meinerseits hatte Major Jennifer Hailey sofort auf den Lebenszeichendetektor in ihrer linken Hand geschaut.
Doch konnte sie bislang nichts darauf erkennen. Niemand außer ihr eigenes Team wurde darauf angezeigt.
Dach - Team 3
Einige der Teammitglieder, darunter waren auch Jean Grey und Scott Summers, hatten sich zu den Jumpern zurückgezogen um die Umgebung besser überwachen zu können.
Die rothaarige Frau hatte sich auf eine der Bänke im Passagierabteil gesetzt, und verharrte dort seit ihrer Ankunft in höchster Konzentration.
Auf einmal allerdings schreckte sie auf, und stieß hervor: “Oh, mein Gott! Es befindet sich ein Mutant an diesen Ort, der unsere Ankunft gespürt und die Verantwortlichen dieser Firma darüber informiert hat!”
Ohne lange zu zögern, versuchte Jean daher mittels Telepathie Kontakt zu den beiden Einsatzteams im Gebäudekomplex aufzunehmen.
Mehrmals versuchte sie es, aber ohne Erfolg. Schließlich massierte Jean erschöpft ihre Schläfen, und schaute mit sorgenvoller Miene drein.
Scott Summers, der das Verhalten seiner Ehefrau beobachtet hatte, fragte daher mit voller Sorge: “Jean! Jean! Ist alles in Ordnung?”
“Leider nein. Ich schaffe es einfach nicht irgendjemanden von unseren beiden anderen Teams in diesem Gebäude zu erreichen. Da blockiert irgendetwas oder irgendwer meine Fähigkeiten…”
“Daran muss vermutlich ein elektronisches Feld beziehungsweise etwas vergleichbares daran Schuld sein”, lautete die Schlussfolgerung von Doktor Rosenthal, der sich mit zwei israelischen Militärangehörigen ebenfalls im selben Jumper aufhielt.
Mit einem übermüdeten Seufzen machte sich im Anschluss MacGver auch noch bemerkbar, und stellte ernüchtert fest: “Wenn das so ist: Haben die uns erwartet oder unsere Ankunft irgendwie doch bemerkt. Und in diesen Fall benötigen wir auf jeden Fall die Kavallerie, nämlich das IOA, die UN, sowie die Regierung von Mexiko. Denn nach der Bekanntgabe des Programms um das Stargate sind alle Nationen Mitglied beim IOA geworden… Und wir sollten unsere Leute, die sich noch am Zugang befinden so schnell es geht hierher zurückrufen…”
P2X-4P33
Nach langer Arbeit am schwer beschädigten Systemen des Goa’uld-Frachtschiffes hatte Selene gerade eben den letzten stark verkohlten Kontrollkristall ausgetauscht, und auch noch ein System überbrückt, welches für den Hyperantrieb nötig war.
Zufrieden mit ihrer Arbeit schob sie die Tafel mit den vielen unterschiedlichen Kristallen wieder zurück an ihren Platz, und schloss nach einen einer kurzen Überlegung auch noch das Panel, ging nachgrübelnd zurück ins Cockpit, setzte sich auf den Platz des Piloten, atmete noch einmal kurz durch ehe sie die Systeme startete.
Es gab nur eine kurze Energieschwankung, dann normalisierte sich der Energieausstoß. Mit einem zufriedenen Grinsen verließ die Goa’uld endlich jenen sehr sumpfigen Planeten auf welchen sie viele Jahre lang festgesessen hatte.
Doch sehr viel mehr interessierte sie die Erinnerungen und Informationen, welche in ihrer neuen Wirtin vorhanden waren.
“Diese verfluchten Tau’ri!”, stieß Selene hasserfüllt hervor, als sie erkennen musste das offenbar alle Imperien der Goa´uld und eine Vielzahl der Systemlords, sowie ihrer Unterlords gefallen waren.
Erde
Mexiko, Mexico-City - Alkali-Transigen
Ohne lange zu zögern hatten sich alle übrigen Mitglieder des dritten Teams in die drei getarnten Puddle Jumpern zurückgezogen.
Keine Sekunde zu spät waren sie in die Fluggeräte getreten, denn eine große Anzahl schwer bewaffneter Personen, die sogenannten Plünderer, welche der Alkali-Transigen als Privatarmee und Sicherheitsdienst diente, stürmte systematisch alles durchsuchend im schnellem Tempo über das Dach.
“Oh man - wie ich es manchmal hasse Recht zu behalten”, kam es beinahe simultan von Rosenthal und MacGyver, die sich deswegen auch kurz anschauten.
“Wir sollten mal besser von hier abheben, damit wir auch unentdeckt bleiben”, riet die israelische Soldatin Esther Bernstein, die daher sofort ihr M16 noch fester umklammerte.
Per Telepathie gab Jean diese gute Empfehlung an die beiden anderen Piloten weiter.
Team 1
Wie in an einer Schnur gezogen, selten in einer Zweierreihe, betrat das von Logan begleitete Team einen weiteren Korridor, welcher schon nach wenigen Schritten in einen kleinen Saal führte.
Ausgerechnet dort trafen sie auf mehrere schwer bewaffnete Personen, von denen die meisten merkwürdige hochentwickelte Prothesen trugen. In deren Mitte stand ein hagerer in einen weißen Laborkittel gekleideter Mann.
Dieser stellte grinsend fest: “Welch eine Überraschung! Willkommen bei Alkali-Transigen meine Damen und Herren! Und wie ich sehe, beehrt uns sogar Waffe X!”
Team 2
Es gab nur ein kurzes Klicken des Funkgerätes von Major Hailey. Es war ein kurz zuvor vereinbartes Notsignal gewesen, und Jennifer dachte: ´Oh, mein Gott. Team 1 ist wohl soeben unerwartet auf Widerstand gestoßen - trotz aller größter Sorgfalt.´
Kaum hatte sie den Gedanken beendet, prahlte sie leise fluchend gegen meinen Rücken, da ich ohne Vorwarnung stehen geblieben war.
Denn nach der Abbiegung trafen wir ebenfalls auf einige der schwer bewaffneten Söldner.
Wie sich später noch herausstellen sollte, war es ein großes Glück gewesen, dass bis auf Hailey, zwei weiteren Soldaten und mir nicht alle Mitglieder unseres Teams zu sehen waren, sondern noch hinter der Biegung den Blicken des Gegners verborgen blieben.
“Hände hoch ihr verdammten Eindringlinge!”
Odyssee
Folge 1.12 - In die Höhle des Löwen, Teil 3
Milchstraße
Erde
Mexiko, Mexico-City - Alkali-Transigen
Team 3
Ohne ein Geräusch und somit auf sich aufmerksam zu machen, hatten sich die drei getarnten Jumper wieder in die Luft erhoben. Denn die Söldner durchkämmten nach wie vor jeden einzelnen Winkel auf dem Dach nach verräterischen Spuren, die auf ungebetene Besucher hinweisen könnten und überquerten schließlich auch die Landepunkte der drei Fluggeräte.
Team 2
“Lassen Sie mich das machen, Major”, war alles was ich Hailey, die dicht hinter mir stand, leise zuflüsterte.
“Wie bitte, sind Sie etwa vollkommen irre?”, wisperte eine perplexe Jennifer ebenso leise zurück.
“Nein! Sind doch nur fünf!”
Irritiert schaute die Befehlshabende Offizierin des Teams mir ins Gesicht und meinte in fortwährenden Flüsterton entschieden: “Sie haben in der Tat und ohne jeden Zweifel beeindruckende Fähigkeiten! Aber das hier, was Sie jetzt vorhaben, riecht sehr gewaltig nach Größenwahn… Außer diese Kerle da haben wirklich keinerlei Ahnung wer Sie sind und zu was Sie fähig sind, sonst wären die garantiert vorsichtiger.”
Entschlossen schaute ich kurz noch einmal meiner Teamleiterin tief in die Augen, denn ich hatte meinen Entschluss gefasst, und sie spürte dass es keinen Sinn gab mich daran hindern zu wollen.
Danach wandte ich mich von Major Hailey ab, und musterte vorsichtig abschätzend den bärtigen Mann, welcher der Anführer des kleinen Trupps vor uns war an.
Von all den fünf Söldnern unbemerkt, schraubten die sich nicht in deren Blickfeld befindlichen übrigen Soldaten unseres Teams geräuschlos ihre Schalldämpfer auf die Waffenläufe. Zeitgleich hatte sich Major Jennifer Hailey in den Rahmen einer Tür gelehnt um zumindest ein klein wenig Deckung zu haben, während dabei ihre verdeckte linke Hand vorsichtig nach der Zat-Waffe an ihren linken Oberschenkelholster tastete.
Finster war ich in der Zwischenzeit auf die feindliche kleine Gruppe zugegangen, blieb aber einige Meter vor deren Anführer stehen.
“Was soll der Quatsch? Ihr Arschlöcher sollt euch ergeben!”, schnauzte der Bärtige im grimmigen Ton uns zu.
Nach einer kurzen Atempause fügte er: “Das ist die allerletzte Warnung: Gebt den Widerstand auf!” - hinzu.
Kaum hatte er das gesagt, drückte er auch schon gezielt in meine Richtung ohne auch nur eine Sekunde länger zu zögern den Abzug seiner Waffe durch.
Team 1
Immer noch sehr misstrauisch musterte Logan den hageren Mann, der ihn von irgendwoher bekannt vorkam. Oder er hatte auch vielmehr auch nur eine große verblüffende Ähnlichkeit mit jemanden, einer längst verblassten Gestalt aus seiner langen Vergangenheit voller Gewalt und Schmerzen, einen den er einst vor vielen Jahren ins Jenseits befördert hatte. Diese neu erweckte Erinnerung, die in seinen Geist gefangen war, brachten erneut viele der Schmerzen wieder lebendig vor den geistigen Auge in sein Bewusstsein zurück, es waren die größten Leiden, die er je hatte durchleben müssen.
Während Logan noch darüber nachdachte, wer dies sein könnte, hatte eine andere Person sich wieder gefangen. Eine die aufs Tiefste empört war, nämlich Miss Shen, die sich mit fester und gefasster Stimme entschlossen bemerkbar machte: “Mein Name ist Shen Xiaoyi, die Vorsitzende des IOA. Wir sind auf der Suche nach einem Team, welches hier bei ihnen war um mit ihnen zu sprechen - aber sich nicht wie vereinbart planmäßig zurückgemeldet hat. Darum verlange ich von Ihnen eine sofortige Auskunft über den Verbleib dieser Personen zu erfahren!”
Der Mann in dem Kittel lächelte sichtlich amüsiert über dieses Verhalten der Chinesin vor sich hin, und erwiderte: “Wir wissen darüber natürlich Bescheid Miss Shen. Wobei es natürlich sehr angenehm und schön ist eine alte Geschäftspartnerin mal wiederzusehen. Aber ich würde ihnen allen empfehlen alles an Ausrüstung abzulegen und natürlich auch die Waffen niederzulegen, die sie bei sich tragen - und betrachten sie sich somit alle zusammen als unsere Gäste!”
Argwöhnisch und aufs Äußerste angespannt behielt der noch bislang namenlose Wissenschaftler ganz besonders Logan im Blick seitdem er ihn erkannt hatte.
Nach einer kurzen theatralischen Pause fügte er hinzu: “Sehr gut übrigens dass sie auch noch Wolverine mitgebracht haben. Ich kenne ihn wie Sie ja wissen - von der Arbeit meines Vaters her, ehe er auf eine sehr tragische Art und Weise vor einigen Jahrzehnten zu Tode kam…”
Von einem Moment auf den anderen war nun Logan schließlich vollkommen bewusst woher ihn der Mann so stark erinnerte.
“Oh ja. Übrigens unhöflich von mir mich ihnen allen noch nicht vorgestellt zu haben: Ich bin Doktor Zander Rice! Wir wissen natürlich weshalb sie alle hier hergekommen sind - aus demselben Grund wie die anderen, die mit ihnen kamen…”
“Ganz genau”, knurrte Logan, “weil mir ihr Vater dieses Gift hier eingesetzt hat, und für die Schmerzen, die ich von ihm erhalten habe…”
Während er sprach, präsentierte der Mutant wütend seine mit dem Adamantium umhüllten Krallen.
Mit gespielter Schüchternheit erwiderte Doktor Rice: “Ein wirklich sehr bedauerlicher Nebeneffekt, den wir zu diesen Zeitpunkt noch nicht vorhersehen konnten, aber letztendlich unsere weiteren Forschungen am Waffe-X-Programm gut vorangebracht hat als wir es letztendlich festgestellt hatten…”
“Falls Sie denken, dass ich mich euch komischen Schießbudenfiguren ergeben werde, irrt ihr euch gewaltig!”, warnte Wolverine hasserfüllt, der unterstreichend eine Kampfposition einnahm.
“Um ehrlich zu sein, hatten wir es auch nicht angenommen - doch zu unserem Glück hat das Programm derartig unerwartet gute Fortschritte gemacht und Ergebnisse hervorgebracht, weswegen ich Vorkehrungen getroffen habe”, erklärte sich der hagere Wissenschaftler prompt, der mit seiner linken Hand aus einer Taschen seines Kittels eine kleine Fernbedienung hervorholte. Mit einem zufriedenen und siegessicheren Lächeln im Gesicht drückte er den grünen Knopf des kleinen Gerätes.
Eine bis dato verschlossene allem Anschein nach sehr stark gepanzerte Tür, zu der sofort sämtliche Augenpaare gewandert waren, öffnete sich daraufhin quälend langsam immer weiter.
Team 3
Von den Cockpitfenstern der Jumper aus, konnten alle sehen und auch hören was sich auf dem Dach unter ihnen abspielte.
Gedämpft aber deutlich war die schimpfende Stimme des Anführers der Söldner zu vernehmen: “Verdammt noch mal! Ihr habt nichts weiter gefunden, bis auf einige Batterien, einigen Kabeln und eine allen Anschein nach geschickt geöffnete Tür, oder was?”
Der andere zuckte daraufhin nur ratlos mit den Schultern und antwortete: “Die müssen hier aber irgendwo gelandet sein…”
“Was Sie nicht sagen”, brüllte Donald Pierce wütend seinen Untergebenen an. Dann nach wenigen Sekunden schon wirkte er wieder locker.
Kurz darauf schon, abermals sah er sich sehr genau aufmerksam noch einmal selber um, dann ordnete er an: “Sie und ihre Leute bleiben hier auf dem Dach - damit dieser Mist nicht noch einmal passiert!”
Stumm und sichtbar eingeschüchtert nickte der angesprochene Söldner, und Pierce trat vor sich hin schimpfend mit seinen anderen Leuten den Rückweg zu seinen Boss an.
“Na schön, wir brauchen somit wirklich die Hilfe des IOA”, stellte Scott Summers fest.
MacGyver seufzte kurz: “Ja. Ich mache das, wenn kein anderer sich meldet…”
Team 2
“Ach du Scheiße, was…?”, schluckte der ungefähr zwei Meter große grimmige bärtige Hüne, nachdem ich mich wieder aus der gebückten Haltung aufgerichtet hatte, das etwa eine Dutzend Kugeln aus meinem Körper rieselten und die Wunden sich wieder geschlossen hatten.
Diesen Moment der damit verbundenen lähmenden Fassungslosigkeit der damit fünf völlig ratlosen Söldner nutzte ich ohne Rücksicht aus. Mit einem Sprung überwand ich die übrige Distanz zu meinen Gegner, und rammte den Schützen alle meine Krallen in den Brustkorb.
Als wir beide gerade zu Boden gegangen waren, zischte es kurz einige Male über mich hinweg und auch die vier anderen Söldner gingen zu Boden.
“Wirklich ein sehr gutes Ablenkungsmanöver…”, begann Jennifer schmunzelnd als ein sichtbar genervter Wissenschaftler auf den Korridor getreten war.
Dieser war durch den Tumult in seiner Arbeit gestört worden, sah kurz zu uns hinüber, entdeckte die gerade eben getöteten Söldner und starrte mich erschrocken an.
Die Anordnungen von Major Hailey ignorierend machte er ohne weiter zu zögern kehrt, und versuchte sein Ziel zu erreichen. Doch bevor er den Alarmknopf drücken und die Sprechanlage benutzen konnte, feuerte die erfahrene Offizierin ohne zu zögern dreimal hintereinander ihre Zat-Waffe ab. Zuerst erwischte sie den Wissenschaftler, ehe sie die Alarmanlage und ebenso die Sprechanlage mit weiteren Treffern lahmlegte.
Mit einem zufriedenen Grinsen pustete die Soldatin kurz gegen die Spitze ihrer Waffe und erklärte: “Gut, dass ich die hier mitgenommen habe. Also sehen wir uns mal den Raum da drüben mal etwas näher an!”
Team 1
Auch Wolverine machte erschrocken eine Schritt zurück nach hinten, nachdem die Gestalt aus dem dunklen Raum herausgetreten war und jetzt für alle deutlich zu erkennen war.
“Sie verdammte Drecksack! Was haben Sie da nur getan?”, fragte ein wirklich fassungslos gewordener Logan, der feststellen musste geklont worden zu sein. Der Mutant durch diese unerwartete Bekanntschaft mehr als nur benommen wirkte.
Ein sehr amüsierter Zander Rice lächelte schon die ganze Zeit über. Nämlich von Beginn an als er den Knopf der Fernbedienung gedrückt hatte bis zu genau diesen Zeitpunkt hielt sein beinahe schon mehr als nur siegessicheres Lächeln an.
Oh ja, dieser nur an Erfolg und ohne Rücksicht ausgerichtet Wissenschaftler kostete diesen Moment des Schocks von Wolverine und auch der anderen geradezu genüsslich aus. Diese Überraschung hatte er hervorragend eingefädelt.
Doch Miss Shen hatte sich bereits schnell wieder von diesen Schockmoment erholt, und machte Doktor Rice einen Strich durch die Rechnung: “Schön, Zander. Du hast mehr als nur offensichtlich ein Meisterwerk vollbracht. Und… woher wusstest Du überhaupt das wir hier sind?”
“Ach ja, richtig. Bringt den Trecker her!”, ordnete Zander, dem das Lächeln entschwunden war, mit einer entsprechenden Fingergeste an.
Man musste nicht wirklich allzu lange warten, als eine mehr als schüchtern wirkende gebeugte und mit Tüchern verhüllte Gestalt hereingebracht wurde.
Grob riss einer der danebenstehenden Söldner die Kopfbedeckung runter, worauf ein hellhäutiger Mann, und somit eindeutig ein Mutant zum Vorschein kam.
Der verängstigte Mann drehte sich panisch weg. Weg vom Licht, welches ihn blendete und sofort auf seiner Haut im Gesicht empfindlich zu brennen begann.
Aber Wolverine hatte dieser kurze Moment bereits genügt als er sah, wer da versuchte sein schmerzendes Gesicht schnell wieder zu verbergen, daher murmelte er fassungslos: “Caliban! Du hilfst diesen miesen Kerlen, Caliban?”
“Es tut mir leid, Logan… Aber ich hatte keine andere Wahl…”, antwortete der schwer eingeschüchterte Albino, der nun doch noch einmal aufsah um seinen Gesprächspartner anzusehen.
Rice unterbrach die Unterhaltung: “Ein wirklich sehr gutes und vor allem passendes Stichwort: Auch ihr habt letztendlich keine andere Wahl! Also zum wiederholten Male: Befolgt meinen Ratschlag und legt alles ab!”
“Ich lasse mich nicht zu einer Geisel machen von dir machen”, entgegnete Miss Shen.
Auch First Lieutenant Jin, die ihre Waffe noch fester umfasste und mehr als nur bereit zu einem Kampf war, erklärte ihre Vorgesetzte unterstützend entschlossen mit zischender Stimme: “Das können Sie vergessen!”
Die IOA-Vorsitzende Shen ergänzte kurz darauf auch noch: “Diesen Schritt werden Sie bereuen, Doktor Zander Rice! Eine wichtige Antwort sind Sie uns aber immer noch schuldig: Wo sind die fünf Leute, die wir hierher geschickt haben um mit Alkali-Transigen über jenes Serum zu verhandeln?”
Einmal mehr legte der Wissenschaftler eine schauspielerische Pause ein, dann lachte er kurz herzhaft auf, ehe seine Miene wieder etwas ernster wurde um die Frage endlich zu beantworten: “Aber natürlich, meine Teuerste. Diese Antwort schulde ich Ihnen sicherlich noch, wie ungehobelt von mir. Nun ja: All diese Personen sind bedauerlicherweise tot. Ehrenhaft in oder nach einem kurzen Kampf gefallen…”
Mit einem - “Sie verfluchter Drecksack!” - fiel ihm Logan ins Wort.
“Sie müssen sich gerade zu Wort melden, Mister Howlett! Sie sind doch in Wahrheit selber ein Söldner und ein Killer!”, erwiderte Doktor Rice angewidert, während in dessen Auge klarer Hass aufflammte als er Logan dabei anblickte.
Einen kurzen Augenblick nur noch sah er voller Verachtung Wolverine an, danach wandte er sich mit einer eindeutigen Anordnung seiner neuesten Schöpfung zu: “X-24! Greif ihn dir mein Junge! Mach ihn fertig!”
Der geschaffene Klon von Logan wandte sich daher wie angewiesen seinem Original zu, und Doktor Zander Rice seinerseits richtete sich dann an das übrige Team: “Sehen Sie alle ganz genau hin! Sobald Waffe X von X-24 ausgeschaltet worden ist und am Boden liegt, werden sie alle hoffentlich noch ihre vorschnelle Meinung ändern, und somit erkennen dass es unklug ist sich mir zu widersetzen.”
Odyssee
Folge 1.13 - Unerwartetes Wiedersehen, Teil 1
Milchstraße
Erde
Mexiko, Mexico-City - Alkali-Transigen
Team 2
Wegen der jüngsten aktuellen Ereignisse betraten unser Team nur mit äußerster Vorsicht nach und nach den Raum, welchen der Wissenschaftler gerade erst vor wenigen Minuten verlassen hatte, welcher dann auch Major Jennifer Hailey mit ihrer Zat-Waffe außer Gefecht gesetzt wurde.
Doch war dieser dann doch eher auf Grund seiner Größe mehr eine Art Saal als ein einfacher Raum, welcher durch mehrere mobile Stellwände in mehrere unterschiedlich große Abteile abgetrennt worden war.
Dieser verstörende Anblick weckte eine unangenehme Erinnerung in mir.
Erinnerte mich an die Ereignisse in Tibet.
Benommen trat ich daher einige Schritte nach hinten.
Eingepfercht in einigen Isolationsräumen befanden sich ein knappes Dutzend Kinder.
Eine sich hier aufhaltende mexikanische Krankenschwester hob voller Angst ihre Hände in die Luft als sie zitternd aus ihrer Deckung hervortrat.
“Sie kommen um die Kinder zu retten - richtig?”, fragte sie voller Hoffnung zögernd.
“Das hier sind die Letzten, die noch am Leben sind…”, fuhr sie spürbar angespannt nach einer kurzen Pause fort.
Jennifer Hailey spürte schnell das von dieser Frau keinerlei Gefahr ausging und trat an diese heran, um begann sofort Fragen zu stellen.
Zugleich verschafften sich die Sanitäter in unserem Team einen Überblick über den Zustand der einpferchten Kinder.
“Diese Kids hier scheinen alle größtenteils ruhiggestellt worden zu sein… sind bis auf wenige Ausnahmen kaum ansprechbar”, stellte ein Sanitäter besorgt fest.
Indessen hatte die Krankenschwester Gabriela Lopez zu den Neuankömmlingen schnell Vertrauen gefasst, denn sie nickte verstehend auf die gestellten Fragen, beantwortete bereits die ersten und begann zu berichten woran Alkali-Transigen in den letzten Jahren unter der Anleitung von Doktor Zander Rice hier gearbeitet hatte. Auch die Bedeutung der Plünderer, der Privatarmee der Company, die unter dem Befehl von Donald Pierce stand ließ sie nicht aus.
Team 1
Scheinbar wie von Sinnen und jede sinnvolle Art von einer Taktik in einen Kampf zu gehen, begann X-24 seine Auseinandersetzung mit Logan.
Der Klon schlug am Anfang des Kampfes wie von Sinnen nach seinem Original, aber dabei meist auch ins Leere, und andere wurden pariert.
Der arme Wolverine hatte Selbstverständlicherweise von Beginn an immer noch massive Probleme zu realisieren gegen wenn oder was er da kämpfte.
Quasi aber letztendlich gegen sich selbst.
Gegen von einem verrückten Wissenschaftler geschaffenes böses Spiegelbild - seinen bösen Zwilling, der ihm bis aufs Haar glich.
Aber nur gefühllos in seine Richtung schaute als ob in diesen Körper gar keine Seele vorhanden war, setzte der Loganklon seine Attacken weiter fort und erzielte die ersten Treffer. Aber X-24 bekam postwendend die passende Antwort, und heulte gepeinigt auf als er einen Schnittwunde quer über den Rücken und im Anschluss auch noch die Brust hinnehmen musste. Zuvor hatte er erst mit seinen Krallen Logan in die rechte Schulter und den Bauch gestochen.
Mit mehr als nur sehr besorgten Mienen verfolgten Miss Shen und First Lieutenant Jin gemeinsam mit dem übrigen Team diesen Kampf der beiden Kontrahenten. Nur die Söldner sahen entspannt aus. Wachsam und bereit selber zu kämpfen, behielten die Militärs ihre Gegner stetig im Blick.
USA - Cheyenne Mountain Complex
Die von MacGyver über eine Videobotschaft berichteten Ereignisse über die vom IOA bewilligte Mission in Mexiko waren schlimmer als angenommen.
Durch den bisherigen Verlauf der noch laufenden Mission bestand für General O´Neill deswegen nur noch wenig Hoffnung für das erste Team, das gesucht und herausgeholt werden sollte. Daher ließ der Leiter des Homeworld Command auch umgehend seine vielen guten Kontakte zu allen möglichen wichtigen Personen spielen, die ihm helfen konnten.
Mit Erfolg, denn nach nur einigen Telefonaten, hatte er alle notwendigen Personen für die so wichtige Videokonferenz zusammengetrommelt und bezog auch Team 3 mit ein, welches nach wie vor in Mexico-City in Position blieb.
Mexiko, Mexico-City - Alkali-Transigen
Alle Mitglieder von Team 3 nahmen mit großer Erleichterung die Information zu Kenntnis, dass man sich für ein schnelles und konsequentes Eingreifen, dieses Mal mit Hilfe und der Unterstützung der mexikanischen Polizei entschieden hatte. Diese sollten aus Einheiten der Stargate Command Base und Homeworld Command bestehen und die Einsatzteams in Mexiko unterstützen.
Dies war der Beschluss den Jack O´Neill mitteilte. Danach gab er noch Anordnungen wie sich die Besatzungen der drei Puddle Jumper vor Ort verhalten sollten: Zwei sollten über den Gelände kreisen und als Aufklärer fungieren, während der dritte in der Nähe des Bereiches des Zugangs bereithalten sollte für den Fall das Personen der anderen Teams dort auftauchen sollten.
Team 2
“… diese Typen hier wollten diese Kids wirklich als Waffen einsetzen?”, hakte Jennifer schockiert nach, worauf Gabriela dies abermals bejahte.
“Diese verfluchten Mistkerle! Okay. Wir helfen Ihnen und den Kindern hier so schnell es nur möglich ist heil herauszukommen!”, entschied Major Hailey.
“Danke. Aber Sie müssen unbedingt noch etwas sehr Wichtiges erfahren.”
“Und was wäre das?”
“Doktor Zander Rice hat etwas Neues erschaffen. Es hat auch ihre Freunde getötet. Ihre Freunde, die eine Probe zur Heilung oder Behandlung von Wolverine aushandeln sollten.
Das Ergebnis war wohl so erfolgreich dass Doktor Rice deswegen entschieden hat sich aller Kinder so schnell es geht zu entledigen, bis auf einige Ausnahmen, um…”
Während die Krankenschwester noch berichtete, blieb natürlich unserer fassungslosen Teamleiterin für eine zeitlang die Luft weg. Wir wussten nun dass das andere Team, welches wir suchten, brutal ermordet worden war.
“… die Ermordung ihres Teams hatte den Zweck unter anderem Wolverine und noch einige andere Mutanten wenn möglich hierherzulocken um ihnen eine Falle zu stellen…”, erzählte Gabriela Lopez weiter, die dabei auch noch zeitgleich versuchte Jennifer Hailey zu helfen sich in das Computernetzwerk von Alkali-Transigen einzuloggen.
Team 1
Einmal mehr und zum wiederholten Male hatte X-24 blind und ohne den Ansatz einer klaren erkennbaren Strategie Wolverine angegriffen, und nicht entscheidend nachgesetzt, so konnte sich Logan für beinahe jede Aktion sofort revanchieren.
Und falls diese aus dem Labor von Doktor Zander Rice stammende Kreatur doch eine verfolgte, dann nur diese: Nämlich seinen nur mehr als nur ebenbürtigen Gegner schwere Verletzungen zuzufügen. Worauf er allerdings sich nur schwer einstellen konnte war, dass er mit Logan einen Gegner hatte, der wie er war.
Doch bei alledem hatte der Klon von Logan einen wichtigen Vorteil, sein Kreislauf war stark aufgeputscht mit dem Serum, was den Plan des X-Men so gut wie unmöglich erscheinen ließ, nämlich den Gegner so schnell wie möglich kampfunfähig zu machen, denn die Wunden heilten ungewöhnlich schnell. Schneller als die Verletzungen, die er Wolverine zufügte, und er schien doch immer mehr von seinen Fehlern zu lernen.
Mitunter waren auch die Kraftverhältnisse zwischen den beiden bewaffneten Gruppen zu Gunsten von den Leuten um Doktor Rice gekippt, weil Donald Pierce mit einer großen Schar von Söldnern hinzugestoßen war.
“Ui, beinahe wäre ich zu spät zu den größten Kampf des Jahres erschienen”, unkte der Anführer der Söldner, die sich aus ehemaligen Elitesoldaten, Soldaten und Kriminellen zusammensetzte, welche wie er auch selbst teils mit hochentwickelten Prothesen optimiert worden war.
Dann fuhr er nach kurzer Pause an den Leiter der Einrichtung gewandt fort: “Wir haben bislang keine weiteren Störenfriede finden können…”
Der Söldner bemerkte dass sein Bericht ungehört blieb, denn der Wissenschaftler schaute nur kurz mit einem zufriedenen Lächeln in die Runde, und war ansonsten von dem Kampf der beiden Kämpfer gefesselt.
Nach nur wenigen Minuten war auch Donald Pierce fasziniert von dem Duell zwischen Logan und seinem Klon, und nach bereits kurzer Beobachtung stellte er grinsend fest: “Waffe X hat keine Chance - er wird früher oder später den Kürzeren ziehen… und danach entledigen wir uns der anderen Eindringlinge dort!”
Ohne ein Wort zu sagen nickte Zander Rice zustimmend.
“… wobei ich eigentlich immer ein großer Fan von ihm war…”, murmelte der Söldner leise, als Logan einen weiteren schweren Schlag kurz hinter einander hatte einstecken müssen. Dieses Mal wurde die linke Schulter des X-Men schwer in Mitleidenschaft gezogen.
Team 2
“He! Moment mal, habe ich etwas mit den Augen? Soll das etwa bedeuten es gibt Logan… James Howlett gibt es jetzt zweimal?”, stutzte Jennifer überrascht als sie die Bilder auf dem Monitor sah.
“Ja, Major Hailey. Und es tut mir leid Ihnen das sagen zu müssen: Leider wird Wolverine dieses harte und brutale Duell verlieren - und kurz darauf ihre anderen Freunde ihre Leben, wenn er und sie nicht schnell wirkungsvolle Hilfe erhalten”, bestätigte Gabriela Lopez mit bedrückter Stimme, nachdem sie alles so gut berichtet hatte wie sie es konnte, während die meisten aus unserem Team den laufenden Kampf der beiden auf einem Monitor verfolgten.
“Dann sollte ich mich mal besser ganz schnell auf den Weg machen um meinen Kumpel mal zur Abwechslung zu helfen. Er war da, zusammen mit vielen der X-Men um mich und die anderen Verschleppten aus diesem Labor in Tibet zu befreien, sowie vor einigen Tagen um meine Familie und Freunde vor den Wraith zu beschützen, und er hat mir auch geholfen damit zu recht zu kommen, was man aus mir gemacht worden ist…”, murmelte ich kurz, bevor ich, ohne auch noch länger auf die Freigabe meiner Teamleiterin Major Jennifer Hailey abzuwarten, verschwand.
“Verfluchter Mist! Was? He!”, war alles was die sichtlich wütend gewordene Soldatin zu meiner jüngsten Aktion noch hervorbrachte, bevor sie mich nicht mehr sah.
Team 1
Wie bereits von Pierce prophezeit gewann X-24 immer mehr die Oberhand über seinen Gegner. Dies lag aber wohl auch an einigen kleinen Infusionsbehältern, die ihm zeitweise hin und wieder etwas von dem hellblauen Serum injizierten, und frisch seinem Kreislauf zuführte.
Mehrmals nutzte der Klon von Logan eine seiner wenigen Chancen wieder einmal brutal aus, und stach erneut mehrfach mit seine Krallen in den Oberkörper seines Gegners ein. Wolverine taumelte schwer getroffen und mitgenommen nach hinten, wobei er es aber irgendwie noch verhinderte weitere schwere Treffer und frische Wunden zu verhindern.
Vorerst.
Logans gesamte Kleidung, welche er am Körper trug, hing größtenteils nur noch in blutdurchtränkten Fetzen an ihm herab. Anders sah es bei seinem Widersacher aus, wo nur wenige aber gezielte Stiche zu erkennen waren.
Doch erneut kam der Klon mit einem weiteren harten Treffer durch, mit der Folge das Logan keuchend zusammensackte und in die Hocke ging.
Und bevor der Loganklon zum finalen Schlag ausholen konnte, rief Doktor Zander Rice mit lauter Stimme: “Stopp! X-24 Stopp! Mister Howlett, machen Sie sich es sich und auch uns nicht unnötig noch weiterhin schwer: Sehen Sie es endlich ein, es ist sinnlos noch weiter Widerstand gegen X-24 zu leisten! Also geben Sie auf, denn alleine hat auch ein Mutant ihrer Fähigkeiten keine Chance gegen ihn - höchstens zu zweit…!”
Logan hustete Blut, als er mühsam wieder auf die Knie kam.
“Na gut”, brummte er angeschlagen, während seine Wunden langsam durch die unerwartete Pause wieder kontinuierlich zu heilen begannen, “wenn das so ist… ihr verfluchten Arschlöcher… wir werden ja sehen…”
Sich immer noch sichtbar sehr mit sich kämpfend erhob er sich langsam weiter, bis er wieder auf seinen immer noch etwas wackeligen Füßen stand. Er hatte aber auch das Wissen darauf vertrauen zu können dass irgendwann Hilfe kommen müsste.
Das überhebliche Grinsen auf dem Gesicht des Wissenschaftlers erstarb als er erkennen musste, was der Mutant vorhatte, der sich das Blut aus den Augen wischte welches seine Sicht beeinträchtigte. In seiner Unterlage hatte er aber die beiden Infusionsampullen mit dem Serum entdeckt, die an seinem Gegner befestigt waren.
“Das darf doch nicht wahr sein”, wisperte Donald Pierce Kopfschüttelnd, “der will doch nicht etwa weitermachen? Denn wenn er das tut, macht X-24 ihn endgültig fertig.”
Zander Rice bestätigte dies.
Und wie zur Bestätigung forderte Logan an die Adresse seines Klons: “Na los, komm her! Na los, du mieser Drecksack! Komm her!”
Jener sah ihn kalt und verständnislos an, blickte kurz in Richtung seines Schöpfers, der ihm befahl: “X-24 beende es jetzt, und töte ihn! Schneid ihm den Kopf ab!”
Grimmigen Blickes wandte sich der Klon wieder Wolverine zu. Beide waren dazu bereit, den Kampf wieder aufzunehmen. Allerdings hatte der Mutant einen Plan gefasst, um das Blatt mit etwas Glück doch noch zu wenden.
´Jonathan, wo bleibst du nur´, dachte nicht nur allein First Lieutenant Jin, die sich bereits innerlich immer mehr auf den Kampf mit den Söldnern vorbereitete wie alle anderen Soldaten in ihren Team ebenfalls.
Irgendwo im Gebäudekomplex
Unterwegs durch die langen Korridore eilend, kam ich des Öfteren an mehreren Söldnern vorbei, die ohne jeden Erfolg versuchten mich aufzuhalten.
Nach einem weiteren kleinen ungewollten Zwischenhalt, nahm ich wieder Tempo auf. Versuchte mich so gut es ging zu beeilen um Team 1 endlich die erhoffte Verstärkung zu bringen. Doch mitten im vollen Lauf wurde ich abrupt ohne jegliches Vorzeichen von einem dunklen großen und massigen Schatten aus der Bahn geworfen.
Im Fallen noch konnte ich mich noch geradeso abfangen. Wirbelte bereits nach einen kurzen Bodenkontakt wieder herum, bereit mich diesen unerwarteten Gegner zu stellen.
“Victor?!”, murmelte ich perplex als ich den Mutanten erkannte, welchen ich aber nur durch Beschreibungen kannte.
Der alte Mutant hatte kurz darauf als Antwort für mich nur ein böses Lächeln aufgesetzt.
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29.11.2025, 19:44
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.11.2025, 19:50 von Jonathan J. O´Neill.)
Odyssee
Folge 1.14 - Unerwartetes Wiedersehen, Teil 2
Milchstraße
Erde
Mexiko, Mexico-City - Alkali-Transigen
Immer noch fassungslos starrte ich den wohl ältesten lebenden Mutanten dieses Planeten an, dem ich vollkommen unvorbereitet seit einigen Minuten von gegenüberstand.
Es war mir aber auch bewusst, dass Victor Creed dies vielleicht nicht nur war, sondern auch ebenso erfahren und rücksichtslos, wenn es darum ging sich gegen jeden potentiellen Gegner durchzusetzen.
“Du kennst mich also”, stellte er mit einem verschlagenen Grinsen fest. Dabei waren seine vergrößerten Eckzähne deutlich zu erkennen. Ein anderes markantes Merkmal bildeten die Krallen an seinen Händen, welche sich dort befanden wo sich bei den Menschen und meisten Mutanten Fingernägel befanden.
“Ja, ich kenne Dich - wenn auch nur vom Hörensagen von Logan und dem Professor. Und - kannst Du mir auch mal verraten was der Quatsch jetzt soll?”
Der Mann in dem schwarzen Mantel lachte für einen Moment nur spöttisch auf, ehe er mir mit böser Miene antwortete: “Weißt Du, eigentlich hatte ich Jimmy hier erwartet. Und… eigentlich hätte Dich dieser Aufprall gerade töten sollen…”
“Tut mir wahnsinnig leid - bin seit einigen Jahren schon nicht mehr so leicht totzukriegen”, fiel ich Victor ins Wort, der mich daraufhin sehr skeptisch anschaute.
“Ach wirklich? Wir werden es ja gleich sehen. Dann wärme ich mich halt an Dir ein wenig auf - bis ich dann Jimmy endlich in die Finger kriege”, brummte er entschlossen, worauf seine Krallen begannen zu wachsen.
“Oh man. Ich habe wirklich Wichtigeres zu tun als mich jetzt mit Dir zu prügeln”, seufzte ich meine Krallen ausfahrend.
Dieser unerwartete Anblick brachte den alten Mutanten ins Stocken, der bereits einige Schritte in meine Richtung gemacht hatte.
“Was zur Hölle…?”
“Ja. Das war in war im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle, was ich durchgemacht habe… in Gewisserweise sind wir dadurch auch irgendwie zu Verwandten geworden.”
“So. Inwiefern das denn?”
“Meine Gene waren wohl als einzige auf der ganzen Welt mit denen deines Bruders kompatibel. Was soll ich noch weiter dazu sagen, ich bin das Ergebnis eines geheimen Experiments. Und solltest du mich nicht endlich vorbeilassen könnte es für deinen Bruder sehr böse enden. Ja, du hast richtig gehört, Logan steckt wirklich in der Klemme… und…”
“Und was?”, knurrte Victor gereizt.
Mir war bewusst, dass es nicht klug war diesen alten Mutanten noch länger hinzuhalten und dadurch unnötig zu provozieren.
“Also gut. Dein Bruder ist irgendwie durch die Typen in diesen Laden Vater geworden, und du Victor damit ein Onkel.”
“Verarsche mich bloß nicht mein Junge! Und wer bist Du überhaupt?”
Wortlos nahm ich die Kette mit meinen Erkennungsmarken, die sich um meinen Hals befand ab, um diese dann Sabretooth zu zuwerfen.
“Hier!”
Skeptisch dreinblickend, aber entspannt fing Victor diese auf. Er studierte sofort mit grimmiger Miene die beiden Hundemarken. Danach sah er mich prüfend an.
“Wir werden sehen, ob du mich verarschst, Jonathan. Falls ja - hilft Dir nicht einmal das Adamantium…”, brummte er. “Und wo steckt er?”
“Der ist derzeit einige Etagen unter uns…”
“Nicht Jimmy!”, unterbrach Victor abwinkend. “Ich meinte seinen Sohn!”
“Auch das meinst du Victor… äh, der Kleinen geht es gut. Sie ist in Sicherheit. Ja, hast mich schon richtig verstanden: Es ist ein Mädchen.”
“Na dann, geh mal!”, erklärte der alte Mutant, welcher schließlich langsam beiseite trat, eine auffordernde Kopfbewegung in die Richtung machte in welche ich unterwegs gewesen war, ehe er mich unsanft aus der Bahn geworfen hatte.
Prüfend Victor taxierend, ging ich auf ihn zu. Für einen kurzen Moment nur standen wir beiden uns einen knappen Meter voneinander entfernt gegenüber. Doch Creed nickte mir nur ein weiteres Mal kurz zu, nachdem er mich ebenfalls aufmerksam gemusterte hatte.
Ohne eine weitere physische Auseinandersetzung gingen wir beiden wieder auseinander. Nach einem kurzen Durchatmen nahm ich wieder mein Tempo auf, um Wolverine und Team 1 so schnell es nur möglich war zur Hilfe zu eilen.
Was mir entging war dass Sabretooth mir kurz nachschaute, ehe er sich daran machte meine Spur zurückzuverfolgen.
Dies war für ihn nicht sonderlich schwer, weil er über geschärfte Sinne verfügte. Es lag aber auch daran, dass es so einige tote Söldner gab, die den kläglichen Versuch unternommen hatten sich mir in den Weg zu stellen.
Ein böses amüsiertes Grinsen huschte Victor übers Gesicht, der überrascht bemerkte: “Also so zimperlich für wie ich dich gehalten habe - bist du nicht, Wolfrino!”
Zur selben Zeit hatten sich die drei Jumper, in welche sich das dritte Team zurückgezogen hatte, wie von General O´Neill angeordnet getrennt. Sie kreisten verteilt und getarnt über für die als strategisch wichtig gehaltenen Orte.
“Hier Jumper 1”, meldete sich MacGyver.
“Und hier General O´Neill, Homeworld Command”, erklärte Jack, “die Verstärkung wird in einer knappen halben Stunde bei euch sein. Haltet die Stellung!”
Team 1
Unter großen Anstrengungen hatte es Logan schließlich vor wenigen Sekunden geschafft seinem Gegner die beiden kleinen Serumbehälter an der Hüfte seines Kontrahenten mit gezielten Hieben seiner Krallen zu entfernen.
Diese Aktion stellte sich als negativ heraus, denn dadurch gelang unkontrolliert eine große Menge des Serums in die Blutbahn von X-24, der dadurch noch aggressiver wurde.
Wolverine wurde im weiteren Verlauf immer mehr bedrängt und schwer von den Krallen seines Gegners, welcher wie von Sinnen agierte, bearbeitet.
“Was habe ich vor kurzem, vor oh… rund 10 Minuten erst gesagt…”, murmelte Pierce mit einem leichten Grinsen im Gesicht, welches schon ein wenig überheblich wirkte, während er für einen kurzen Moment auf seine Uhr schaute.
Aber auch der angesprochene Rice selbst lächelte schon länger mehr als spöttisch vor sich hin. Im Blick des Wissenschaftlers machte sich die Gewissheit des sicheren Sieges, sowie den Tod seines Vaters gerächt zu wissen breit.
Wie schon vor der kurzen Kampfpause, die der Wissenschaftler erwirkt hatte, ging Logan erschöpft, der nun mit zahlreichen frischen und schlimmen Wunden am ganzen Körper übersät war, in die Knie.
In dieser Haltung verharrte er noch einen Augenblick, parierte eine weitere brutale heftige Schlagserie seines Klons mit allerletzter Kraft. Danach sank er nicht nur, nein er stürzte hart zu Boden, und blieb dort schwer atmend liegen.
Prüfend blickte sich X-24 zu Doktor Zander Rice um, der ihm mit dem Daumen über die eigene Kehle fahrend andeutete und zu verstehen gab die Sache endlich zu beenden.
Mit einem ausdrucklosen Gesichtsausdruck wandte er seinen Blick von seinem Schöpfer ab und seinen Gegner, der ihm mittlerweile wehrlos ausgeliefert war wieder zu.
Die Wunden von Logan heilten bereits wieder, wenn auch nur langsam, weil es so viele waren. Doch würde er seine Kraft nicht schnell genug wiedererlangen können, denn X-24 war bereits über ihn und holte bereits zum finalen Schlag aus.
Wie aus dem Nichts tauchte ich in allerletzter Sekunde auf. Noch im vollen Lauf riss ich mit einem lauten entschlossenen Kampfschrei den Klon von Logan mit den Worten: “Lass gefälligst meinen Kumpel und meine anderen Freunde in Ruhe - du Mistkerl!” - von Wolverine weg.
Denn Schmerzensschrei meines Gegners, welchen ich die Krallen meiner linken Hand in den Rücken gerammt hatte, nahm ich nur am Rande mit Genugtuung war während wir hart zu Boden stürzten.
Die Wucht des Aufpralls war so heftig gewesen dass auch Logan ein wenig wegrutschte. Glücklicherweise in die Richtung seines eigenen Teams. Jenes atmete erst einmal ziemlich erleichtert durch.
“Besser spät als nie”, murmelte First Lieutenant Jin, die darauf hoffte dass Logan sich so schnell wie nur möglich von seinen Verletzungen erholen würde um wieder in die Auseinandersetzung einzugreifen, da es mir selbst mit Sicherheit sonst genauso wie ihm ergehen würde.
Ratlos und irritiert blickten sich nicht Pierce und Rice einander an, sondern auch die Söldner, die dann in ein zufrieden grinsendes Gesicht von Miss Shen auf der anderen Seite des Kampfplatzes blicken mussten.
Team 2
Man war immer noch dabei sich mit der Hilfe von der Krankenschwester Lopez um die mit Medikamenten vollgepumpten Kinder zu kümmern.
Von der folgenden Situation wurden daher alle komplett überrascht.
“Wo ist sie?”, schrie Victor laut als er wie aus dem Nichts plötzlich in dem großen Saal aufgetaucht war.
Das gesamte Team, die Mexikanerin und alle Kinder, die mittlerweile wieder einigermaßen ansprechbar waren, zuckten erschrocken zusammen.
“Oh mein Gott! Das ist… ist ja Victor Creed, der Bruder von James Howlett… Logan! Er meint ganz gewiss Laura Kinney!”, wisperte eine blass gewordene Gabriela Jennifer zu.
Das gesuchte Mädchen schaute bereits mit ihren dunklen Augen neugierig in die Richtung des grimmigen Neuankömmlings, als ob sie spürte dass es um sie ging.
Major Hailey trat allerdings ohne Furcht aber mit größter Vorsicht auf Sabretooth zu, der die kleine Soldatin sofort misstrauisch beäugte. Doch zu ihrer eigenen Verwunderung wurde sie bereits nach kurzer Zeit wieder von dem äußerst gefährlichen Mutanten ignoriert.
Dieser sah schließlich extrem fokussiert X-23 an.
“Du bist also Jimmy` Kleine”, stellte Victor fest, und Gabriela nickte, legte aber fürsorglich ihre Hände auf die Schultern des Mädchens.
“Gut. Sie haben hundert Punkte”, murmelte Jennifer gelassen, die dann somit wieder die Aufmerksamkeit des Mutanten hatte, welcher sich mit einem böse lächelnden Blick nun doch wieder der Soldatin zugewandt hatte.
Diese fragte aber blieb nach wie vor unbeeindruckt, und fragte gelassen: “Wie haben Sie uns gefunden Mister Creed?”
“Habe nur kurz jemanden getroffen…”
“Wolfrino?”
Victor nickte und bestätigte: “Der war unterwegs zu meinen kleinen Bruder, um ihm angeblich zu helfen.”
Es entstand eine kleine Pause. Jennifer Hailey erklärte: “Misstrauisch? Sie können sich gerne mit Hilfe des Monitors dort selber davon überzeugen!”
Irritiert starrte der Mutant die Soldatin an, die offenbar Respekt aber wohl keinerlei Furcht von ihm hatte, obwohl ihr wohl sehr bekannt war, wer er ist.
Ermutigt trat auch Gabriela Lopez heran, die mit zittrigen Händen Victor Creed eine Akte hinhielt. Dieser nahm sie, blätterte kurz darin, prüfte den Inhalt, dann gab er diese ohne ein Wort zu sagen zurück.
“Er hat mir also keinen Scheiß erzählt”, brummte Sabretooth, der nebenbei interessiert den Kampf auf dem Montitor verfolgte.
Es vergingen einige Minuten, ehe er kurz einige unverständliche Worte murmelte, bevor er wieder verschwand.
Viel zu spät bemerkten es alle - auch X-23, Laura Kinney war verschwunden.
Odyssee
Folge 1.15 - Unerwartetes Wiedersehen, Teil 3
Milchstraße
Erde
Mexiko - Mexiko-City, Alkali Transigen
Team 1
Mit sehr angespannten Mienen verfolgten beide Seiten den weiteren Kampfverlauf. Aus diesen hielt sich ein immer noch deutlich sichtbar angeschlagener Logan heraus, denn die Wunden, die X-24 ihm zugefügt waren zahlreich und brutal gewesen. Daher griff er nur hin und wieder ein um mir in wirklich brenzligen Situationen zu helfen. Doch leider nur allzu oft bekam er dafür neue Wunden von X-24 zugefügt, als die älteren gerade erst wieder verheilt waren.
Unbemerkt von allen hatte Victor sich hinter eine der Säulen versteckt, die im Schatten lagen. Er hatte von dort aus einen wirklich guten Überblick über das aktuelle Geschehen, und ein boshaftes Grinsen huschte über sein Gesicht als sein jüngerer Bruder gerade eben erneut tiefe Stiche und Schnitte hatte hinnehmen müssen.
Sein Interesse an dem Kampf war seit er Kenntnis davon erhalten hatte sehr groß, und als erfahrener Soldat wusste er bereits oftmals im Voraus was als nächstes passieren würde. Sabretooth war auf Grund seiner Beobachtung sofort eines klar geworden, sobald sich Wolverine und ich uns nicht mehr in der Lage waren zur Wehr zu setzen, würde man das übrige Team umbringen.
Er überlegte, wog ab, ob er sich einmischen sollte. Zum ersten Male seit langer Zeit wirkte er nachdenklich…, erinnerte sich was er oft in entscheidenden Situationen seinen Bruder des Öfteren gesagt hatte…
“Wir sind Brüder Jimmy! Und Brüder beschützen einander!”
Diese beiden kurzen Sätze kehrten in sein Gedächtnis zurück, aber auch der Streit unter den beiden Brüdern.
Während er immer noch leicht an der Säule angelehnt über die lange gemeinsame Geschichte mit seinem Bruder, sowie die Trennung und flüchtigen Begegnungen nachdachte, sauste an ihm ein kleiner dunkler Schatten im hohen Tempo vorbei.
“Verfluchter Mist!”, stieß Victor absolut überrascht hervor, als erkannte wer da überhaupt gerade an ihm unbehelligt vorbeigeeilt war.
Derweil hatten sich die Krallen von X-24 und die meinigen irgendwie ineinander verharkt. Mit aller Macht und verfügbarer Kraft hatte mich mein gefährlicher Gegner dabei auf den Boden niedergerungen, drehte mich schließlich auch noch auf den Rücken, um noch mehr Kraft durch sein eignes Gewicht auf mich ausüben zu können.
Durch diese gefährliche Unterlage hatte ich sehr große Mühe die scharfen Krallen des Loganklons von meinem Hals und Kopf fernzuhalten.
Das Gesicht von X-24 war zu einer entschlossenen Grimasse geworden. Immer wieder sah er zu Logan hinüber, aber stets zufrieden registrierte der Klon dass das Original immer noch viel zu geschwächt war um wirksam eingreifen zu können.
Der Loganklon war so sehr auf Wolverine und mich fokussiert, dass er den Schatten nicht bemerkte der aus dem Nichts angeflogen kam, und ihn unerwartet aufbrüllen ließ.
Es war Laura, die ihm aus vollem Lauf direkt auf dem Rücken gesprungen war und ihn sofort ohne Unterlass mit ihren Krallen bearbeitete.
Panisch und voller Qual versuchte er sich aufzubäumen, doch ich versuchte mich schwer zu machen.
Mit aller Kraft zog ich daher meinen Gegner noch näher an mich heran. Das dabei seine Krallen an meinen Armen und dem Oberkörper dadurch neue Wunden verursachten ignorierte ich zunächst.
Der Klon sah mich, ja man konnte es beinahe schockiert und überrascht nennen, an. Denn er war durch diese Situation in der er sich befand so gut wie wehrlos.
Doch schließlich lösten sich die verkeilten Krallen wieder von einander, und X-24 bäumte sich mit aller Kraft voller Schmerz brüllend auf, wodurch ich hart gegen Wolverine geschleudert wurde, der erst gerade dabei gewesen war sich wieder mühsam aufzurappeln.
“Scheiße! Wer oder was?”, murmelte er zurückhustend in meine Richtung.
“Die Kleine da… ist ein nicht gerade unwichtiger Teil von dir, Kumpel”, antwortete ich mit rauer Stimme.
Wolverine blickte mich irritiert und immer noch sehr vom Kampf mitgenommen an.
“Dieses kleine Mädchen da… ist… ist deine Tochter Logan”, erklärte ich, “und werde ihr jetzt gegen deinen miesen Zwilling helfen. Nimm dir noch ein paar Minuten Zeit.”
Aber es war deutlich zu merken das Gefühl von Familie schien in meinem Freund neue Kräfte zu mobilisieren.
In diesen Tumult war allerdings schließlich doch noch die lange erwartete Schießerei zwischen den beiden feindlichen Parteien ausgebrochen.
Da dies vollkommen überraschend geschehen war, war Doktor Rice voller Angst in die nächstbeste Deckung gegangen. Er hatte Schutz bei einem großen Pflanzkübel mit einer vier Meter hohen Steckpalme gefunden. Doch trotz alledem versuchte er so gut es ging das Kampfgeschehen im Blick zu behalten, musste aber immer wieder wegen der Schüsse den Kopf einziehen.
“Also - mir reicht das jetzt!”, nuschelte Donald Pierce einige Meter weiter, welcher gerade einen Revolver lud. Dann sah er Zander Rice an und erklärte: “Erst ist Waffe X an der Reihe, und danach sein nerviger Kumpel…”
Der Wissenschaftler nickte verstehend mit dem Wissen was es für sechs Patronen waren die der Söldner in die Trommel der Waffe steckte.
´Hoffentlich reicht das auch´, dachte Doktor Rice mit großen Unbehagen, und versuchte noch einen besseren Platz mit bangen Blicken zu finden, denn er hatte große Angst davor zu sterben.
Gemeinsam mit Laura hielt ich den Klon von Logan in Schach, der es offenbar nicht gewohnt war gegen zwei Gegner zu kämpfen. Nur noch leicht hinkend hatte sich auch Wolverine zu uns gesellt, der mit mir zusammen langsam X-24 umkreiste. Das Mädchen indessen übernahm immer wieder die Initiative. Sie war äußerst agil, war immer in Bewegung. Sie war wirklich wie eine Katze, die ihren Gegner keine Ruhe und kein stillhaltendes Ziel anbot, obwohl sie gegen eine mit Drogen vollgepumpte Kreatur zu kämpfen hatte.
Vollkommen überraschend krachte ein Schuss, und Logan sank schwer in den Rücken getroffen runter auf die Knie.
Denn Wolverine hatte soeben, so sah es zumindest wohl nicht nur für mich aus, wohl zu dem finalen Schlag gegen X-24 ausgeholt.
Ein hinterlistiger grinsender Donald Pierce hatte dies aber mit Erfolg verhindert.
Abgelenkt von dieser unerwarteten Einmischung in den laufenden Kampf war nicht nur ich unaufmerksam geworden.
Die arme Laura war zutiefst schockiert, die nur noch: “Dad!” - rufen konnte, bevor sie schließlich brutal von X-24 gepackt und weggeschleudert wurde. Danach stürzte er sich auf mich um seine unerwartet gebotene Chance den Kampf doch noch zu gewinnen auszunutzen.
Äußerst unsanft landete X-23 nach einen Flug von etwa einen Dutzend Metern inmitten einer Schar von Söldnern, die sofort sämtliche Waffen auf sie gerichtet hatten.
“Fixiert X-23! Schnell!”, schrie Zander Rice befehlend über den Gefechtslärm zu den Söldnern hinüber. Sofort wanderte aber sein Blick wieder zu Donald Pierce und Logan.
Mit aufreizend lässigen Schritten schritt der Anführer der Söldner auf den am Boden liegenden Mitglied der X-Men zu. Aber das vermeintliche leichte Opfer überraschte seinen Feind abermals. Gerade noch rechtzeitig gelang es Pierce den Hahn des Revolvers zu spannen, ihn noch hochzureißen und ein weiteres Mal abzudrücken.
Die zweite Kugel traf Logan in die rechte Brustseite.
Wie schon wie so oft, viel zu oft für den Geschmack von Wolverine an diesen Tag sackte er hustend runter auf die Knie, drehte sich schwer atmend auf den Rücken.
Mittlerweile hatte sich Victor Creed dazu durchgerungen zumindest seiner Nichte zu helfen, die von einigen Pfeilen durchbohrt worden war um sie auf brutalste Art und Weise in der Mitte zu halten. Aber ein wütender Sabretooth beendete diesen Moment, und mit Hilfe ihrer Krallen konnte sich Laura nach kurzer Zeit selber von den Pfeilen befreien.
Kurz darauf bekämpften die beiden gemeinsam ihre übrigen Gegner. Doch dabei fiel Victor etwas auf: Laura hatte jeweils nur zwei Krallen an ihren Händen, dafür aber an den Füßen jeweils eine, welche sie gekonnt zu nutzen wusste.
Der eine Söldner bekam dies schmerzhaft zu spüren, schrie voller Qual auf, ehe X-23 mit einem wütenden Fauchen sein Leben beendete.
“Nicht übel Kleine! Wirklich nicht übel!”, erklärte der alte Mutant anerkennend, ehe er kurz darauf mit entschlossenen Sprüngen wie eine große Raubkatze auf Pierce zusprang.
“Bye, bye, bye - Mister Howlett!”, erklärte ein noch hämisch grinsender Pierce, der den Hahn seiner Waffe gerade eben ein drittes Mal gespannt hatte, und auf den Kopf den Kopf von Logan zielte.
Der Anführer der Söldner nahm schemenhaft eine Bewegung war, die auf ihn zu glitt, daher riss er die Waffe herum, feuerte mehr blind als gezielt auf den Schatten, der auf ihn zuhielt.
Mitten im abschließenden Sprung auf Pierce wurde Creed getroffen, und durch die Wucht der Adamantiumkugel aus der von ihm geplanten Flugbahn gerissen.
Ein langsam wieder zu Kräften gekommener Wolverine hatte dies alles aus dem Augenwinkel mitverfolgt. Er war allerdings immer noch zu sehr mitgenommen durch die beiden Schüsse, die er hatte einstecken müssen, um sich wieder zu erheben.
Die ganze Zeit über hatte X-24 immer mehr die Oberhand über mich gewonnen. Der Klon von Logan schlug immer wieder mit seinen Krallen wild auf mich ein. Es wäre alles vielleicht nicht so schlimm geworden, wenn es einer der Plünderer nicht geschafft hätte ihn eine weitere Dosis des Serums mit einer Spritze zu verabreichen was seine ohnehin schon hohe Aggressivität, Stärke und Regenerationsfähigkeit noch viel weiter steigerte. Der Plünderer verlor, durch diese sich im Blutrausch befindliche Kreatur aus den eigenen Reihen stammend im direkten Anschluss, sein Leben.
Mit aller Kraft rammte der Klon mir alle seine Krallen in den Brustkorb, grub aber auch mit aller Brutalität auch noch sämtliche Finger und die Daumen in meinen Oberkörper.
Ließ mich nicht mehr los, sondern schleifte mich mit.
Bis er mit mir zu einer Steinskulptur gelangt war, auf welche er mich aufspießte.
Voller Schmerz schrie ich auf.
Durch mein mit Adamantium verstärktes Skelett zersplitterten einige Bruchstücke, welche sich in meinen Körper gebohrt, und einige andere hingegen mich durchbohrt hatten.
Aber meine Marter war noch nicht vorüber, denn anstelle von mir abzulassen, löste er nur die Finger der rechten Hand, zog die Krallen aus meinem Brustkorb heraus - nur um mir weiter schwer zuzusetzen. Ganz so als ob er sicher gehen wollte mich nicht entkommen zu lassen.
Diese Szene verfolgte Doktor Zander Rice aus seiner Deckung heraus. Mit einem nur allzu sehr zufriedenen Grinsen freute er sich über zumindest diese Entwicklung welche seine jüngste Schöpfung in den letzten Minuten gemacht hatte.
Als ob er das Leben aus mir schlagen wollte versah mich der Loganklon mit Schlägen, Stichen und Schnitten.
Hilflos mussten die Soldaten des Stargate Command dem furchtbaren Blutbad zusehen, da sie sich weiterhin mit den Plünderern einen schweren Schusswechsel liefern mussten.
In diesem Tumult hatte niemand mehr auf die kleine Laura geachtet, die sich auf Donald stürzte. Doch ohne jeden Skrupel schoss der Söldner auch auf das Mädchen, welches allerdings nur einen Streifschuss hinnehmen musste.
Während er noch arrogant und siegessicher über diesen Versuch lächelte, nahm er dafür dieses Mal Victor zu spät war, welcher sich erholt hatte und unvermittelt neben ihm aufgetaucht war.
“Lass meine Nichte in Ruhe!”, fauchte er. Während er dies sagte, holte er aus und schlug kraftvoll zu.
Dies reichte aus, um die Schutzweste welche der Söldner trug zu zerreißen. Aber die langen scharfen Krallen Sabretooths zogen dabei auch den Brustkorb des Gegners schwer in Mitleidenschaft. Man konnte das Reißen, das Bersten und das Zersplittern von Knochen und Muskeln deutlich hören.
Schreiend vor Schmerzen wand sich Donald Pierce daher auf dem Boden. Und bevor er sich wieder mühsam aufrappeln konnte um einen Gegenangriff zu starten war Victor Creed über ihn, packte zu, zog ihn brutal mit dem rechten Arm hoch auf die Füße.
Knurrend fügte der alte Mutant kalt hinzu: “…und außerdem tötet niemand Jimmy! Niemand sonst außer mir!”
Ohne Gnade riss er dann seinen hilflosen Gegner den Revolver, welche nur noch eine Patrone in der Trommel hatte, aus der Hand.
Mit einer weiteren Blitzschnellen Bewegung riss er dann mit brutaler Gewalt den rechten Arm seines geschlagenen Gegners aus dem Schultergelenk, ehe er ihn mit einem ausdruckslosen Gesicht einfach nur noch die Kehle zudrückte.
Mit einen erschrockenen Keuchen und Tränen in den Augen war Doktor Zander Rice zusammengesunken, als er mit hatte ansehen müssen wie sein Geschäftspartner getötet worden war.
Die Reihen der Söldner lichteten sich derweil immer mehr. Einige ergaben sich sogar als sie erkannt hatten, dass ihr Anführer von Sabretooth getötet worden war. Jener hielt nach wie vor den Revolver, welchen er Donald Pierce abgenommen hatte, in der rechten Hand.
Mit entsetzten Blick rief Major Hailey: “Nein! Nein. Mister Creed, bitte tun Sie das nicht!” - da sie die nur allzu furchtbare Absicht des Bruders von Logan erkannt hatte.
Der alte Mutant hielt inne, wandte sich sogar kurz zu der Soldatin des Stargate Command um, die ihm zugerufen hatte, und tat so als ob er für einen Moment nachdachte.
In der Zwischenzeit wurde ich immer schwächer, da meine zahlreichen Wunden keine Zeit mehr hatten auch nur ansatzweise wieder zu verheilen. Auch konnte ich kaum noch, geschwächt vom Blutverlust, die zahlreichen Angriffe meines wohl seelenlosen Feindes abblocken.
Das spontane und unerwartete Nachsinnen von Sabretooth hatte X-23 genutzt um sich schützend vor ihren biologischen Vater zu stellen.
“Nein! Nein! Bitte wir sind doch eine Familie, Onkel Victor!”, rief das Mädchen flehend mit Tränen in den Augen.
Auch Miss Shen wandte sich bittend an ihn: “Mister Creed lassen sie ihren Hass und Wut welchen Sie für ihren Bruder empfinden, doch an dessen Klon aus.”
Der Blick Victors streifte tatsächlich zu ihr, dann wieder zu den immer noch am Boden liegenden Logan, der ihm wehrlos ausgeliefert war, und damit auch zu Laura, die ihn jetzt aber mehr als nur entschlossen ansah. Danach wanderte sein Blick weiter zu X-24, der mir weiterhin tödliche Wunden zufügte, kurz innehielt und sich tatsächlich kurz zu Victor umwandte.
Die Blicke der beiden trafen sich nur kurz, ehe sich der Loganklon wieder mir zuwandte. Doch diese wenigen Sekunden reichten aus, und Sabertooth stellte die verblüffende Ähnlichkeit fest.
Noch einmal kurz starrte Victor auf die Waffe, die er in den Händen hielt, dann sagte er entschlossen: “Lebe wohl Jimmy!”
Kaum hatte er diesen kurzen Satz beendet, zielte er sicher und drückte er ab.
Der Kopf des Getroffenen explodierte regelrecht, er dieser zusammensackte.
Mit Tränen in den Augen nahm Zander Rice eine Bewegung direkt neben sich war. Es war First Lieutenant Jin, die ihre Waffe auf ihn gerichtet hielt.
“Betrachten Sie sich als Gefangener! Und bereiten Sie mir bloß nicht die Freude zu schießen, Doktor!”, erklärte die chinesische Soldatin warnend.
Kalter Angstschweiß brach auf der Stirn des vor kurzem noch siegesgewissen Wissenschaftlers aus. Zeitgleich wurde das Gebäude von weiteren Militärs und Polizisten gestürmt.
Von alldem bekam ich schon nichts mehr mit. Schlaff und regungslos, aber von der Lage befreit lag ich auf einer Trage.
“Halt! Nicht das Serum!”, mahnte Cassandra Fraiser. “Wir wissen nicht ob es abhängig macht. Wolfrino wird von alleine wieder gesund werden müssen - also schaffen wir ihn so schnell es nur geht auf die Krankenstation des Homeworld Command!”
Ohne auch nur ein weiteres Wort oder eine Geste zum Abschied war Victor Creed spurlos verschwunden.
“Lassen Sie ihn! Lasst ihn! Lasst ihn einfach gehen”, stöhnte ein wieder auf die Füße gekommener Logan in die Richtung von Miss Shen, die einen Suchtrupp hinter Victor Creed losschicken wollte.
Die IOA-Vorsitzende sah ihn nur kurz fragend an, dann nickte sie und stoppte den Trupp.
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30.11.2025, 00:09
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.11.2025, 00:10 von Ehre_Sei_den_Ori.)
sehr schön, ist ja schon ein gutes Jahr her, ne. danke dass du nochmal alles reinstellst. dann komme ich wieder in die Geschichte rein.
Ps: es fehlt ein Like Button
Frieden bedeutet dass man einen größeren Stock hat als der andere. Anthony Stark
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30.11.2025, 20:56
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.11.2025, 21:00 von Jonathan J. O´Neill.)
@ Ehre_Sei_den_Ori: Tja, macht auch dann das Verstehen/Nachvollziehen der Fortsetzung ab der 8. Staffel, hoffentlich sowohl für langjährige Mitleser, sowie für Neuleser dann leichter  .
Den "Danke-Button" habe ich auch schon vergeblich gesucht
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So, dann mal weiter mit der 1. Staffel, und deren Abschluss
Nächstes Wochenende, ab Freitag, geht es dann mit der 2. Staffel weiter
Odyssee
Folge 1.16 - Das Findelkind, Teil 1
Höhere Ebene des Universums
Ebene der ewigen Auseinandersetzungen
Pausenlos zuckten mächtige Blitze auf dieser Ebene der Existenz, aber auch andere heftige Energieentladungen herrschten hier vor.
Es gab hier so einige Aufgestiegene deren Konflikte sie hierher gebracht hatten.
Doch man nahm von den anderen Paaren, die sich hier aufhielten keinerlei Notiz, denn zu tief und erbittert war man auf den jeweils eigenen Streit fixiert.
So auch Adria, die Orici der Ori und ihre Rivalin Ganos Lal, die man auf der Erde in der Artus-Sage auch unter den Namen Morgan Le Fay kannte.
Beide rangen bereits seit etwa anderthalb Jahrzehnten heftig miteinander, ohne das jemals den anderen überlegen sein könnte um den anderen zu vernichten und diese Ebene wieder zu verlassen.
Doch durch genau diese langen Kämpfe lernte man seinen Gegner immer mehr kennen, Schwächen und Stärken, Fehler und Erfolge, Erfahrungen und Irrtümer. Drang dadurch immer tiefer in die Vergangenheit der jeweils erbitterten Feindin vor.
Schließlich war die Antikerin auf etwas gestoßen, womit sie niemals gerechnet hatte. Zu gut hatte die Orici dieses Geheimnis bisher vor ihr verwahrt.
“Was hast du getan?”
“Tja, ich werde gewinnen”, lachte Adria, “denn mein Wille wird geschehen. Und sobald ich wieder stark genug als Göttin angebetet und verehrt werde - werde ich wieder frei sein! Somit stark genug wieder meinen rechtmäßigen Platz im Universum einzunehmen!”
Mit großer Genugtuung registrierte sie daher den entsetzten Gesichtsausdruck ihrer Gegnerin.
viele Jahre zuvor
Milchstraße
Merlins Verbannungsort
Mit knapper Not und der Hilfe von Daniel Jackson war SG-1 gerade noch rechtzeitig durch das Stargate entkommen. Schwer gezeichnet und mitgenommen vom Kampf mit der Orici war Daniel in die Hocke gegangen.
Sie hatte es zwar nicht geschafft SG-1 zu töten, doch dafür schritt Adria auf ihren Trostpreis zu. Sie erwog kurz zumindest ihn aus Rache zu töten, doch besann sie sich sofort, denn sie hatte sich an etwas erinnert, daher ging die Orici neben ihren wohl wichtigsten Gefangenen in die Hocke und wisperte leise in dessen Ohr: “Nein, mein Lieber, du wirst nicht durch meine Hand sterben - denn wir haben große Pläne mit Dir vor!”
Einige Wochen später
Ori-Flotte - Adrias Mutterschiff
Schnell hatte die Orici bemerkt, dass ihre Liebesnacht mit Daniel, nachdem sie diesen unter Drogen gesetzt hatte, erfolgreiche Frucht tragen würde. Daher musste sie schnell handeln, wobei ihr ihre gute Planung zugute kommen sollte, denn sie hatte vorgesorgt.
Unverzüglich rief sie nach einen der wenigen Priore, die in ihre Pläne eingeweiht waren.
“Göttliche Orici!”, murmelte er ehrfürchtig als er sich verneigte, nachdem er das Quartier betreten hatte.
“Mein lieber Eremitias. Ihr anderen alle verlasst nun diese Gemächer - auch meine Leibgarde!”, befahl Adria, die dann in der Tat solange wartete bis alle hinausgegangen und die Türen wieder verschlossen waren.
“Ich werde wie geplant schon sehr bald Daniel Jackson zu einem Prior machen, damit er uns hilft die Menschen dieser Galaxie auf dem Pfad des Lichtes und der Wahrheit zu führen. Denn dieser Freund meiner Mutter hat nämlich endlich erkannt, worum es geht. Doch bevor es soweit ist, müsst Ihr, die auserwählte Magd und ein Teil meiner Leibgarde fort. Ihr werdet zu einer langen Reise zu fernen Sternen aufbrechen, euer Ziel ist eine Galaxie, wo laut einiger Aufzeichnungen ebenfalls Menschen leben sollten. Es ist also ein wichtiger Auftrag, der euch alle zufällt und somit ein Geheimnis zu bewahren von welchem nur ihr wisst und sonst niemand - außer mir!”
“Euer Wille wird geschehen, o Orici! Denn ich werde euch ewig dienen.”
Adria lächelte wohlwollend den Prior an, und ergänzte: “Ich weiß Eremitias. So folge mir jetzt, damit wir den Glauben an den Pfad des Ursprungs noch weiter in das Universum tragen!”
Ohne ein Wort zu sprechen folgte der Mann seiner mächtigen Herrin in eine geheime Kammer. Dort hielt sich seit einiger Zeit eine schwangere Frau auf, die sich dem Willen von Adria vollkommen unterworfen hatte.
Erneut lauschte der Prior sehr genau den Worten und Anweisungen der Orici.
“…deswegen habe ich diese Magd für diese Aufgabe auserwählt ohne jegliche Gefahr für meine Blutlinie um diese fortzuführen, damit ich in dieser Galaxie meine Rolle erfüllen kann.”
“Ich verstehe und werde es genauso ausführen, wie Ihr es mir aufgetragen habt.”
“Sehr gut. Doch nun müsst ihr unverzüglich ins ferne Sternenmeer aufbrechen, Eremitias!”
“Wie Ihr befiehlt!”
Abermals lächelte Adria ihn, und auch die Magd an, und rief dann nach den auserwählten Männern und auch Frauen, die zu ihrer Leibgarde gehörten.
“Ihr wisst alle was zu tun ist. Ihr werdet in einer fernen Welt eine Kolonie gründen, sobald die Zeit gekommen ist! Und nun, geht!”, ordnete die Orici an.
Sogleich machten sich die Gruppe der Auserwählten auf den Weg zu den Hangars des Ori-Mutterschiffes.
Im Hangar stand das bereitgestellte Shuttle schon seit einigen Tagen zur Verfügung, denn es war eines welches von Adria persönlich des Öfteren genutzt wurde. An Bord fanden der Prior Eremitias und die anderen alles exakt genauso vor, wie es die Orici ihnen allen gesagt hatte.
Auch waren die Zielkoordinaten bereits in den Bordcomputer eingespeichert, und somit war die Besatzung an Bord nur noch für die wichtige Fracht verantwortlich.
Durch das Fenster ihres Quartiers aus, sah Adria zufrieden das das kleine Raumschiff gestartet und kurz darauf im Hyperraum verschwunden war.
Später verlangte die Orici endlich Daniel Jackson zu sehen, um diesen wie geplant in einen Prior zu verwandeln.
einige Wochen später
Sternbild & Andromeda-Galaxie
Messier 110 alias NGC 205 alias Andro-Alpha-Galaxie
Hyperraum < = > Zielwelt: Planet Heraclia
Es war ein langer Flug für die Besatzung an Bord des kleinen Raumschiffes gewesen, welcher sich den Ende zuneigte. Ein akustisches Signal hatte dies allen signalisiert.
Schon kurz darauf wurde der Hyperraum verlassen. Seit Wochen hatten alle nur hin und wieder aus eines der vorhandenen Fenster geschaut, wo sie Sterne und Galaxien an sich vorüberhuschen sahen - doch nun blickten sie gespannt auf das Planetensystem vor sich.
Der Autopilot steuerte das Shuttle auf einen Planeten zu, auf welchen es laut der Daten, die man empfing kein Sternentor existierte. Einige Kilometer vor der Atmosphäre des Planeten schaltete sich der Autopilot ab, und Eremitias steuerte das Raumschiff von nun an mit der Kraft seiner Gedanken.
Nach einem langen Erkundungsflug setzte der alte Prior in einem großen Waldgebiet in einer zerklüfteten Bergregion zur Landung an. Hier waren sie gut verborgen vor den Augen der einheimischen Bewohner dieser Welt.
Die Besatzung verlor keine Zeit, und wer nicht zur Wache eingeteilt war, half dabei die Anweisungen von Adria umzusetzen. Der Aufklärungstrupp der Leibgarde beobachtete mit großem Interesse das kriegerische Treiben der Menschen, die auf diesen Planeten zu Hause waren. Davon berichteten sie allen anderen sehr ausführlich.
Die Zeit verging rasch und als alle Anordnungen, die die Orici in Auftrag gegeben hatte, kam für die von ihr auserwählte Magd die Zeit ihrer Niederkunft.
Es trat genauso ein wie es die Orici allen prophezeit hatte, denn die Magd gebar zuerst ein Mädchen und kurz darauf noch einen Jungen. Wenige Stunden nach der Entbindung starb diese, weil sie zu erschöpft war. Der Prior tröstete sie als sie im Sterben lag und damit die Frau nicht litt, versetzte er jene in einen tiefen Schlaf.
Mit der anschließenden Beisetzung ehrten ihre Weggefährten sie mit großem Respekt, ehe der Prior den aufgeschichteten Holzstapel mit dem Leichnam mit seinem Stab entzündete.
Auf den Tag darauf teilte der Prior die Leibgarde wie von der Orici aufgetragen auf. Eine Hälfte blieb bei ihm. Er versetzte die Männer und Frauen in einen tiefen Schlaf indem er sie alle in Statuen verwandelte. Die andere Hälfte schickte er fort, um für den Sohn der Orici eine Pflegefamilie suchen zu lassen. Und sobald die Soldatinnen und Soldaten der Leibgarde ihre Mission erfüllt haben würden, würden auch sie sich in Statuen verwandeln, wofür sie aber von einem Trank trinken mussten.
Derweil zog Eremitias umher um für das erst vor wenigen Tagen geborene Mädchen eine geeignete Pflegefamilie zu finden. Der Prior musste nicht lange suchen. Schließlich fand er, wonach er gesucht hatte und legte den Korb mit dem Mädchen vor der Tür eines Hauses ab.
Kaum hatte er dies getan, verneigte er sich ehrfürchtig und zog sich dann in den Wald zurück um dort als Einsiedler zu leben und von dort aus über die Kinder wachen zu können.
Es war früh am Morgen und die Sonne war noch nicht ganz zu sehen als sich die Tür öffnete. Der Hausherr, dem das Haus und das Farmland gehörte und gerade eben wie jeden Tag zu dieser Stunde sich zu seinem Kontrollgang aufmachen wollte, stutzte sofort als er den Korb zu seinen Füßen sah.
“Na da soll mich doch… Schatz! Komm doch bitte mal her”, rief er laut hinein als er sich nach hinten umwandte.
“Was gibt es denn mein lieber Gemahl?”
“Komm einfach her, und siehe selbst.”
Mit einem leicht gestressten Gemurmel trat sie an ihn heran: “Also was gibt es das Du hier so einen Aufstand am frühen Morgen machst?”
Zur Antwort deutete er nur nach unten.
Sie folgte der Geste und stieß: “Oh ihr Götter!” - hervor als sie das kleine Kind im Korb vor sich liegen sah.
Wie lange hatten sich diese beiden schon ein Kind gewünscht - und nun lag eines vor ihnen. Für beide war es ein Zeichen der Götter, welche sie nun endlich erhört hatten.
“Tja, ich würde sagen… wir kümmern uns erst einmal um Dich!”, brummte ein sich bückender Alexander, der den Korb hochhob um ihn ins Haus ins Warme zu tragen. Er stellte ihn auf einen Tisch in der großen Stube des Hauses ab. Seine Gemahlin Eve übernahm die sehr sorgfältige Untersuchung des Neuankömmlings und stellte erleichtert fest: “Es ist ein Mädchen! Wir haben also von den Göttern eine Tochter geschenkt bekommen! Das wichtigste. Sie scheint bei perfekter Gesundheit zu sein… und um den Hals befindet sich eine Kette… auf dem Stein hier ist ihr Name eingraviert worden: Adriana. Adriana heißt du also. Was für einen schönen Namen du hast!”
Die beiden konnten ihr Glück immer noch kaum fassen, und während Eve die kleine Adriana in ihren Armen wiegte, untersuchte Alexander den Inhalt des Korbes sehr genau.
“Hm”, brummte er, “wie es aussieht muss die Kleine von adliger Herkunft sein…”
“Woraus schließt Du das? Was befindet sich denn noch so in diesen Korb?”
“Anhand des Heftes von diesem Dolch und den Ledergürtel hier, einem Buch, sowie diesen Kostbarkeiten hier - so etwas haben nur die Personen in der Oberschicht”, lautete die Antwort ihres Gemahls, der alles auf dem Tisch ausgebreitet hatte.
“Da gebe ich Dir Recht… kleine Gold- und Silberbarren, und das dort muss Kupfer oder Bronze sein, sowie einige Beutel mit Edelsteinen. Und was ist das da?”
“Eine Schriftrolle vermute ich.”
“Schlauberger! Spann mich nicht auf die Folter! Was steht drin?”
“Tja”, brummte er lächelnd, “es beginnt mit einer Grußformel, der Namen des Kindes, enthält Bitten und Anweisungen was zu tun ist damit Adriana ihren Platz einnehmen kann. Vermutlich um die Stelle ihrer Mutter als Herrscherin einzunehmen. Genaueres dazu steht leider nicht drin. Dann am Schluss eine Segensformel.”
“So, ich lege die kleine Adriana erst einmal in ihr Körbchen und lese die Schriftrolle selber noch einmal durch, weil Du mal wieder sehr sparsam mit Deinen Worten warst…”
“Ist gut. Und ich werde dann mal meinen Rundgang auf dem Hof machen”, erklärte Alexander, der Eve die Schriftrolle aushändigte.
“Die Kleine muss in der Tat von sehr hoher Geburt sein. Wir werden Adriana behüten, als wäre sie unser eigen Fleisch und Blut!”, legte Eve fest, ehe ihr Mann aus dem Hause nach draußen trat, als sie begonnen hatte sehr aufmerksam in der Botschaft zu lesen.
---
Die darauffolgenden Jahre vergingen schnell und die kleine Adriana wuchs heran. Doch blieb der Schoß von Eve nicht mehr länger verschlossen, denn sie konnte sich gemeinsam mit ihrem Gemahl Alexander 2 Jahre nachdem sie Adriana als ihr Kind angenommen hatten, über eine weitere Tochter, der sie den Namen Egeria gaben, freuen.
Als Adriana alt genug geworden war, stellte ihr Pflegevater erstaunt fest, wie gut sie mit den Tieren, insbesondere mit den Schafen, Pferden und Hunden umzugehen verstand.
Dies führte dazu dass er sie mit zum Schafe hüten mitnahm, was zeitweise auch sein Bruder übernahm. Parallel dazu bildeten die drei einige Schäferhunde aus, welche Adriana später unterstützen sollten.
---
Es waren wieder einige weitere Jahre vergangen, und es zeichnete sich an der Figur von Eve ab, dass jene ein weiteres Kind erwartete. Deswegen hielt sie sich überwiegend in der Nähe des Hauses auf. Sie hatte sich an den Tisch gesetzt um das Gemüse zu putzen, als sie nach Adriana rief: “Liebling! Dein Vater hat etwas für Dich!”
“Ich komme”, hallte es von draußen her.
Nur wenige Sekunden waren verstrichen und Adriana eilte zu den beiden ins Haus.
Alexander räusperte sich kurz, dann schritt er zu einem Schrank, bückte sich hinab zu den Korb und hob etwas auf. Es war der Gürtel mit dem Dolch.
Das Mädchen machte große Augen: “Ist der etwa für mich?”
“Ja, er gehört Dir. Nach unseren Kalender wirst du morgen elf Jahre alt, und gemäß der Botschaft solltest du dies hier für genau dieses Lebensjahr erhalten. Bedenke aber, das hier ist eine Waffe und kein Spielzeug, das bedeutet: Nutze ihn nur zur Verteidigung und Abwehr - also zu Deinem Schutz!”, schärfte Alexander seiner Tochter ein.
“Also wird mich wohl Onkel Philip nicht länger begleiten”, erkannte Adriana.
“So ist es. Außerdem hast Du die drei guten Schäferhunde: Helena, Hector und Paris, sowie mein vollstes Vertrauen!”
“Ich danke dir, Vater”, entgegnete sie mit Tränen in den Augen als sie ihn umarmte. Dann legte sich das Mädchen den Gürtel um, während ihre Mutter aufstand um ihr einen Beutel zu reichen.
“Hier mein Kind. In diesen Vorratsbeutel ist Verpflegung für Dich und die Schäferhunde.”
“Danke Mutter.”
“Pass auf Dich auf!”
“Das werde ich.”
“Ich begleite dich noch ein Stück Adriana”, erklärte Alexander, der schon länger wusste dass seine Pflegetochter ein ausgezeichnete Hirtin war.
Nach einem Fußmarsch von einer guten Stunde hatten sie den aktuellen Weideplatz mit der Schafherde von etwa drei Dutzend Tieren erreicht. Schon vor der Ankunft hatte sich Alexander auf den Rückweg zu seinem Hof gemacht.
Somit war die junge Adriana allein mit den drei Schäferhunden und der Schafherde. Die Sonne stieg immer höher. Um die Mittagszeit suchte sie deswegen ihren Lieblingsplatz unter einer schattigen Weide an einem Bach auf, welche auf einen kleinen Hügel stand.
Nach und nach rief sie dann ihre Hunde zu sich, angefangen bei Helena um ihnen nacheinander ihr Fressen zu geben. Den Hirtenstab hatte sie griffbereit neben sich auf den Boden abgelegt, als sie mit dem Füttern der Hunde fertig war, und sich selber was aus der Vorratstasche herauszusuchen begann. Das Mädchen hatte vor ihre Mahlzeit zu sich zu nehmen und nebenbei etwas in dem Buch zu lesen. Im Augenwinkel bemerkte sie eine schleichende Bewegung.
´Das darf doch nicht wahr sein, oder!´, dachte sie als sie die schäferhundgroße Kreatur bemerkte, die sich an eines der Lämmer heranpirschte.
Sie sah sich auf den Boden um auf dem sie Platz genommen hatte, es lagen hier verstreut einige faustgroße Steine herum. Schnell hob sie einen der Steine auf, und schrie: “Lass meine Tiere in Ruhe, du verdammtes Vieh!”
Sie schleuderte den Stein, der das Raubtier schmerzhaft an der Flanke traf. Knurrend wandte es sich dem Mädchen zu, das aufgestanden war und den Hirtenstab in der linken Hand hielt und in der rechten den Dolch.
Doch zum Glück hatten auch ihre drei Hirtenhunde endlich auf den Eindringling reagiert, der eingekreist und letztendlich mit wilden gezielten bösen Bissen verjagt wurde.
“Komm ja nie wieder!”, rief Adriana dem geschundenen Raubtier hinterher, welches sich jaulend in Sicherheit gebracht hatte.
Beruhigend mischte sie sich unter die Schafe, hielt aber ihren drei Hunden eine kleine Predigt: “Was soll das Paris? Du warst am dichtesten dran - schäm dich!” - tadelte sie den Rüden am Ohr ziehend.
Als die Sonne sich senkte machte sie sich auf den Rückweg. Und daheim auf dem Hof angekommen erzählte sie von ihren ersten Tag.
Früh am nächsten Tag steuerte Adriana die gleiche Weide an. Ehe sie sich einen Platz suchte, machte sie zunächst einen Rundgang und suchte nach verräterischen Spuren von Raubtieren. Sie fand zu ihrer Erleichterung keine.
Wieder zur Mittagszeit waren zuerst Helena, Hector und Paris mit ihrem Futter dran. Dieses Mal wartete das Mädchen bis die Hunde mit dem Fressen fertig waren, dann mahnte sie die drei: “He! Aufpassen! Passt ja auf!”
Aber Adriana selbst war wachsam als sie in der Vorratstasche suchte, denn sie schaute sich immer wieder den Waldrand an. Mit einem Lächeln holte sie einige Scheiben Brot, etwas Schinken und Käse heraus. Irritiert schaute sie noch abermals hinein und atmete erleichtert durch, denn ihre Mutter hatte an das Obst gedacht, obwohl es gestern Abend schon so spät war als sie diese Bitte geäußert hatte.
Adriana hatte erst einige Bissen zu sich genommen als sie unvermittelt die verzweifelten Hilferufe und Schreie eines anderen Mädchens vernahm. Sie kamen von ganz in der Nähe. Fieberhaft dachte das Hirtenmädchen kurz nach.
“Die Steilwand!”, fiel ihr ein, als sie alarmiert aufsprang, alles schnell wieder im Beutel verstaute. Dann hob sie ihren Hirtenstab auf, eilte in Richtung der Steilwand los.
Ihre drei Hirtenhunde folgten ihr sofort, daher wandte sie sich um: “Nein! Nein! Helena, Hector, Paris - bleibt bei der Herde!”
Mit treuen Blicken wurde sie kurz angeschaut, doch die drei verstanden die ihrigen, die Gesten und Worte und wandten sich den Schafen zu um diese zu bewachen.
Alleine eilte Adriana weiter durch das Dickicht des Waldes den Rufen des anderen Mädchens zu, das immer mehr an Halt verlor und immer weiter nach unten zu rutschen drohte. Das weiche Erdreich an welches es sich mit aller Kraft versuchte festzuhalten gab immer mehr nach.
Überraschend für sie waren auf einmal zwei Hände da, die etwas kleiner waren als ihre eigenen, und beherzt zugriffen.
“Habe Dich!”, rief eine Stimme über ihr.
Mit großer Kraftanstrengung zog Adriana und das andere Mädchen trat mit aller Kraft in die weiche Wand um Halt zu finden. Diese gemeinsame Kraftanstrengung führte zu dem Erfolg.
Schweißgebadet und erschöpft von diesem gewaltigen Kraftakt sanken beide in das Gras nieder. Beide atmeten mehrere Minuten erst einmal schwer durch.
“Für deine Körpergröße bist du ganz schön kräftig”, bemerkte die Gerettete, die sich als Erste wieder langsam aufgerichtet hatte, während ihre Retterin immer noch etwas matt im Gras lag.
Sie sah sich ihre unverhoffte Hilfe näher an, stutzte kurz und ergänzte: “…und dabei bist Du keine von uns, sondern nur ein junges Hirtenmädchen.”
“Ja, ich bin ein Hirtenmädchen. Ist doch kein Problem, oder?”, erwiderte Adriana, die sich in eine sitzende Position gebracht hatte, um ihre Gesprächspartnerin ansehen zu können.
Der Anblick allerdings ließ sie zusammenzucken, nachdem sie das andere Mädchen gemustert hatte, deren Körper von einem dunklen wollenden Hemd bedeckt war, sowie einen ledernen Lederschurz um die Hüften und leichte Lederstiefel, auf den Rücken einen Bogen und einen Köcher mit Pfeilen trug. Auch die beiden Messer an den Stiefelschäften und den Dolch am Ledergürtel, der das wollende Hemd zusammenhielt bemerkte sie.
Daher stotterte Adriana etwas verängstigt: “Du… du bist… du bist eine… eine Amazone, nicht wahr!”
Das ältere Mädchen, das einen Kopf größer und einige Jahre älter als sie war, bemerkte den bangen Blick und sagte: “Ja. Man nennt mich Veronika.”
“Tötest Du mich jetzt?”, murmelte Adriana, deren Hand nach den eigenen Dolch tastete.
“Nein! Außerdem töten wir nur Männer”, antwortete die junge Amazone. Dann fügte sie lachend hinzu: “Nein! Jetzt mal im ernst, wir Amazonen töten andere Menschen nur um unser Volk zu beschützen, und es wäre so etwas von undankbar von mir meiner Lebensretterin so etwas anzutun. Wir sind wohl eher Schwestern. Ich habe Dir meinen Namen genannt…”
“Ich bin Adriana, die Tochter des Alexander und der Eve - meinen Pflegeeltern”, murmelte das Hirtenmädchen erleichtert. “Hm, ich war gerade beim Essen… hast du auch Hunger Veronika?”
“Und wie. Von deiner Familie habe ich gehört, ihr wohnt auf dem neutralen Gebiet. Dein Vater treibt sogar Handel mit uns…”
“He, warte mal… dann bist du ja eine der Prinzessinnen der Amazonen.”
“Das ist richtig. Ich war gerade auf der Jagd, als… he, schau nicht so fragend. In unserem Volk müssen wir sehr schnell den Umgang mit den Waffen lernen. Hör mal, ich könnte dir den Umgang mit Pfeil und Bogen beibringen, denn jetzt mal ehrlich mit dem Hirtenstab und den Dolch, sowie deinen Schäferhunden schaffst du es nicht die wirklich gefährlichen Raubtiere dieser Wälder in Schach zu halten…”
“Darüber würde ich mich sehr freuen.”
Während sich die beiden miteinander unterhalten hatten, hatten sie die Herde erreicht und wurden mit dem Gebell der drei Hunde begrüßt.
Es war früh am morgen, und da Veronika genau wusste wo Adriana und ihre Familie wohnten, wartete sie in der Nähe des Pfades, den ihre Freundin mit der Schafherde auf dem Weg zu Weide benutzen musste.
Sie verbarg sich schon seit einiger Zeit geübt zwischen den Büschen am Wegesrand um nicht entdeckt und eventuell gefangengenommen, oder gar ermordet oder als Sklavin verkauft zu werden.
Kaum war Adriana nicht mehr vom Hof aus zu sehen, da vernahm Alexander vollkommen unerwartet das freudige Gebell der Hunde, welches aber sehr schnell wieder abebbte.
“Hm, ich glaube unsere Tochter hat eine Freundin gefunden”, murmelte er.
Eve seine Ehefrau dachte kurz nach, bevor sie ihre Vermutung aussprach: “Sag es bloß keinen weiter - doch ich vermute dass wohl Amazonen in der Nähe sind.”
“Ist anzunehmen. Was nicht schlecht wäre… sie würden jeden Schurken von unserer Tochter fernhalten.”
“Warten wir doch einfach ab. Ich bin mir sicher, dass sie es uns irgendwann erzählen wird”, sagte Eve, die ihren Mann freundlich anlächelte.
Als Adriana und Veronika mit den Hunden und der Herde den Weideplatz erreicht hatten, erklärte die Amazone: “Habe dir etwas mitgebracht.”
Während sie redete, hatte sie den Beutel geöffnet und einen zweiten Bogen und Köcher mit Pfeilen herausgeholt.
“Für mich?”
“Ja. Ist mein verlässlicher Reservebogen. Von nun an gehört er Dir!”
“Danke.”
Zuerst brachte die Amazonenprinzessin dem Hirtenmädchen bei, wie man die Bogensehne einharkt.
“Puh, endlich geschafft. Muss man das etwa jedes Mal machen?”
“Besser wäre es, sonst geht die Spannung vom Holz mit der Zeit verloren, wenn man den Bogen eine längere Zeit lang nicht gebraucht”, erklärte Veronika. “Siehst du den Baumstumpf dort drüben Adriana?”
“Ja. Ist wohl unser Trainingsziel.”
“So ist es. Doch solltest du die Schoner hier anlegen, sonst brichst du dir noch die Arme.”
Gehorsam tat das jüngere Mädchen wie ihr empfohlen worden war.
Der Tag verging so um einiges schneller, und Veronika stellte am Ende des Tages fest: “Du bist eine sehr gute Schülerin.”
Gemeinsam legten sie den Weg zum Hof zurück. Die junge Amazone trennte sich an der gleichen Stelle, wo sie ihre neue Freundin am morgen begrüßt hatte.
Die Sonne ging immer weiter unter und tauchte die wenigen Wolken in ein prächtiges Farbspiel. Adriana brachte alle Schafe in den sicheren Stall, schloss die Tür und schob den Riegel vor. Dann machte sie sich gutgelaunt auf dem Weg zum Haus, wo sie von ihrer Familie bereits mit Spannung erwartet wurde.
Ihre Eltern bemerkten den Bogen und den Köcher auf ihren Rücken sofort.
“Tja, wie wir sehen waren unsere Vermutungen richtig gewesen”, bemerkte Alexander, der Eve zuzwinkerte.
“So ist es”, bemerkte diese milde lächelnd, “unsere Tochter hat Bekanntschaft mit den Amazonen gemacht und eine Freundin gewonnen.”
“Ja”, stammelte Adriana. “Aber woher…”
“Ganz einfach: Die Machart des Bogens, des Köchers und der Pfeile entspricht eindeutig der Kunst der Amazonen. Doch mache Dir keine Gedanken - wir freuen uns für dich. Aber halte diese Freundschaft noch vor den Leuten in den Dörfern und der Stadt geheim!”, erklärte Alexander.
“Ihr verbietet mir also den Umgang nicht?”
Eve hatte sich erhoben, trat hinzu, legte ihre Hände auf die Schultern Adrianas und sagte: “Es ist gut und wichtig wahre Freunde zu haben. Wie Du weißt kommen wir mit dem Volk der Amazonen sehr gut aus. Es sind gute Nachbarn. Aber Vater hat Recht: Halte diese Freundschaft bedeckt um deine Freundin zu schützen!”
Odyssee
Folge 1.17 - Das Findelkind, Teil 2
Gegenwart
Messier 110 alias NGC 205 alias Andro-Alpha-Galaxie
Heraclia
Viele Jahre waren seit dieser Nacht, als Eremitias das Findelkind vor dem Haus von Alexander und Eve abgelegt hatte, vergangen, und Adriana war wie ihre beste Freundin Veronika zu einer sehr attraktiven jungen Frau herangewachsen.
Dies hatte dazu geführt das sämtliche junge aber auch ältere Männer daher den Versuch unternahmen um ihre Hand anzuhalten. Darunter waren auch einige sehr vermögende und einflussreiche Häuser, denn Alexander und seine Familie waren im Verlaufe der letzten Jahre in der Lage gewesen den eigenen Besitz zu vermehren.
Bei dem ganzen Werben um die junge Frau bedrängten sie aber auch Alexander und Eve. Aber die beiden blieben bei ihrer klaren Haltung: Adriana solle sich ihren zukünftigen Ehemann selber frei und ohne Zwang wählen dürfen.
Dies hatte schließlich dazu geführt das kurz darauf viele Werber sich frustriert abgewandt hatten. Nur ein paar wenige wollten sich nicht beirren lassen, und versuchten Adriana direkt den Hof zu machen. Darunter war ein gewisser Rufus, der älteste Sohn eines reichen und mächtigen Kaufmannes, der am hartnäckigsten agierte.
Die mittlerweile nun junge Frau war so sehr genervt von ihm, dass sie es schon in aller Frühe mit den Schafen hinaus auf die fernsten Weiden zog, und sich dazu genötigt sah erst spät am Abend wieder heimzukehren.
Durch diese entstandene Situation machten sich insbesondere Eve, aber auch Alexander große Sorgen um sie. Aber auch die anderen Kinder litten massiv darunter, weil Adriana sehr beliebt bei den beiden jüngsten Alexa und Ruben war.
Eines Abends kehrte sie wieder einmal sehr spät nach Hause zurück, aber der Grund war dieses Mal ein anderer: Denn sie hatte nach einigen vermissten Tieren der größer gewordenen Herde zu suchen, welche sie auch zum Glück in einem Erdloch wiederfinden konnte.
Sie war gerade dabei ins Haus zu kommen, als sie beinahe von Ruben und Alexa umgerannt wurde.
“Oh, ihr beiden Racker… seid ihr noch nicht im Bett!”
Die beiden jüngsten ihrer Geschwister schüttelten gemeinsam verneinend die Köpfe.
“Du kommst heute sehr spät, liebe Schwester”, stellte Egeria müde fest, die ihrer Mutter den ganzen Tag über geholfen hatte, während sie ihre ältere Schwester zur Begrüßung liebevoll umarmte.
“Du ahnst nicht, wer heute schon wieder hier war.”
“Rufus.”
“Ja.”
“So langsam nervt der Kerl mich.”
“Kann ich verstehen. Der muss schlimmer sein als ein Blutegel”, lachte Egeria, während Adriana, die ebenfalls lachen musste Ruben und Alexa liebevoll über die Köpfe streichelte, während diese sie umklammerten.
“Vater will dich noch sprechen, ehe du zu Bett gehst”, fuhr Egeria fort, um dann im Anschluss ihre jüngsten Geschwister unter Protest endlich in die Betten zu bringen.
“Ist gut”, seufzte Adriana. Nachdem sie dann ihre Sachen an die Harken gehängt hatte, trat sie in die kleine Arbeitsstube ihres Vaters, wo jener sie bereits erwartete.
Es war zum Glück kein sehr allzu langes Gespräch zwischen den beiden. Doch beinhaltet es verschiedene Themen und es wurde hin und wieder leise gelacht. Es war bereits schon Mitternacht als sich die beiden trennten um sich wohlverdient schlafen zu legen.
Erschöpft und todmüde betrat Adriana ihre Kammer, schlurfte zum Bett, wo sie sich bereits liegend gerade noch ihrer Stiefel entledigte und auch schon einschlief, als ihr Kopf die weiche Unterlage kaum berührt hatte.
---
Nicht nur der erste zarte Lichtstrahl der aufgehenden Sonne weckte sie früh am nächsten Morgen, denn Adriana hörte auch den Hahn schreien, welcher ihr zu verstehen gab endlich aus dem warmen und weichen Bett zu steigen.
Gähnend erhob sie sich von ihrem Nachtlager, wankte zu der kleinen Kommode, die neben der Tür stand. Dort stand eine Schüssel mit Wasser mit der sie sich mit einer Handvoll des nassen Elements munter machte.
Die junge Frau stellte verdutzt fest, dass sie immer noch vollständig bekleidet war. Ihre beiden Stiefel lagen quer vor, und ihr Gürtel mit ihrer Waffe neben dem Bett. Sie muss in der Tat vollkommen erschöpft gewesen sein, dass sie sich nicht mehr daran erinnern konnte.
Aber sie musste sich beeilen, denn die Schafe sollten auf die Weide geführt werden. Noch einmal wusch sie sich kurz.
Immer noch ein wenig müde von dem vergangenen Tag verließ sie ihre Kammer. Leise ging sie die Treppe hinunter um ihre jüngeren Geschwister ja nicht zu wecken.
Die Schritte führten sie ins Esszimmer, in welcher Eve bereits beschäftigt war. Allerdings war von Alexander am heutigen Morgen nichts zu sehen. Es war aber zu vermuten, dass er bereits seinen Rundgang auf dem Hof machte, ehe die ersten Arbeiter mit ihrer Arbeit begannen.
“Ah, guten Morgen Adriana. Es ist bereits alles vorbereitet. Aber nimm Dir heute mal Zeit mit dem Frühstück um Kraft bis zum Mittag zu haben!”
“Danke, Mutter”, seufzte die junge Frau, die erst vor wenigen Tagen 18 Jahre alt geworden war, und sich gehorsam an den Tisch setzte.
Sorgfältig verstaute sie nach dem Frühstück den von ihrer Mutter vorbereiteten Proviant in ihrer Vorratstasche, welche sie sich schnell umgehängt hatte.
Sie wollte schon zur Tür hinaus als ihre Mutter hustete und mahnte: “Hast Du nicht etwas Wichtiges vergessen, Kind?”
“Ach ja, mein Bogen und den Köcher.”
“Genau. Du bist zwar stark und mutig - allerdings ist es wirklich fraglich, ob du dir große Raubtiere nur mit dem Dolch an deinem Gürtel fernhalten und die Herde beschützen kannst”, erinnerte die Frau ihre Tochter fürsorglich…
“Genau diese Worte hat mir auch Veronika gesagt”, seufzte Adriana, die Eve noch einmal kurz liebevoll umarmte.
Kaum war sie aus dem Haus getreten, liefen Schwänze wedelnd sofort die drei Hirtenhunde Helena, Hector und Paris auf sie zu.
“Guten Morgen, die Nachtruhe war hoffentlich nicht zu kurz!”, rief ihr Vater, der soeben aus der Scheune getreten war, ihr zu.
Schüchtern lief sie auf den Mann zu, umarmte ihn kurz, ehe sie erwiderte: “Zum Glück nicht, denn ich habe es gerade noch irgendwie zustande gebracht mit meine Stiefel und meinen Gürtel irgendwie abzulegen…”
“Oh! Na ja, hast du dir das ankleiden heute früh gespart”, scherzte ihr Pflegevater. “Doch jetzt müssen wir an die Arbeit. Wir beide müssen die Herde aufteilen, da es für einen Teil zum Markt in die große Stadt geht, weil sie zum Verkauf bestimmt sind! Am Besten so wie besprochen durch das Gatter dort!”
“Ist gut Vater”, nickte Adriana.
Alexander lächelte, denn er freute sich darüber dass sie seine Frau Eve und ihn immer noch Mutter und Vater nannte, obwohl sie wusste dass sie beide nicht ihre leiblichen Eltern waren.
Da die Schafe bereits in den letzten Tagen über gekennzeichnet worden waren, ging dieser Arbeitsschritt schnell vorüber.
“So das müssten jetzt alle sein.”
“Schauen wir am Besten noch einmal kurz nach, falls eines durchgeschlüpft ist.”
“In Ordnung. Tja, hier drin sind jetzt wie erhofft 20 Schafe, 18 Lämmer und 2 Böcke”, teilte Adriana nach wenigen Minuten erleichtert mit.
Nach einer kurzen Verabschiedung in Form eines Kusses, trieb sie die anderen Schafe mit ihren drei Hirtenhunden in Richtung Weideplatz. Dabei stellte sie amüsiert fest, dass die Tiere den Weg dahin anscheinend bereits zu kennen schienen, denn die drei Hunde mussten kaum eingreifen.
Es war mehr als nur deutlich zu spüren das Sommer war. Die besonders heißen und trockenen Tage hielten seit Wochen an. Viele Wolken zogen über das gesamte Land, doch fiel nur sehr selten Regen auf die vertrocknete Erde hinab. Aber alle sprachen schon von einem Wunder dass das Land von Alexander davon do gut wie unberührt blieb. Was aber keiner ahnte, war das Eremitias, der Prior, welcher als Einsiedler in den Wäldern lebte dieser Familie wohl gesonnen war.
Es blieb aber in diesem Sommer so wie schon in den vielen Jahren zuvor, die Weiden an den Gewässern blieben am längsten grün. Aber es barg auch viele Gefahren, weil hier um diese Jahreszeit die meisten Raubtiere auf leichte Beute lauerten. Dies wusste Adriana, die sich daher sehr auf ihre Aufgabe konzentrieren musste, weswegen sie kaum zum Lesen in ihrem Buch kam.
Auch Helena, Hector und Paris verhielten sich angespannt, denn sie witterten nach jedem leichten Windhauch, horchten nach auf jedes Geräusch und suchten mit wachsamen Augen die nahe Umgebung nach verräterischen Bewegungen ab.
Diese Unruhe übertrug sich auch auf Adriana. Irgendetwas lag in der Luft. Die junge Frau schien die Gefahr für die Herde zu spüren, denn ihre treuen Schäferhunde wurden immer nervöser. Sie ergriff daher ihren Bogen und legte bereits vorsorglich einen Pfeil auf die Sehne, während sie so schnell wie möglich versuchte das Verhalten von Helena, Hector und Paris nachzuvollziehen.
“Kommt schon meine lieben Freunde, was oder wen habt ihr da nur gewittert”, flüsterte Adriana, die die Blickrichtung der drei Schäferhunde überprüfte.
Instinktiv spannte sie daher den Bogen zunächst nur ganz leicht um im Notfall wertvolle Zeit zu gewinnen. Die junge Frau hatte schon viele Raubtiere abgewehrt und auch erlegt, auch schon in jungen Jahren. Viele Raubtiere waren der Schafherde schon zu einer Gefahr geworden.
Helena hatte damit begonnen intensiver zu knurren, so als ob sie einem Feind drohen wollte. Kurz darauf auch noch das warnende Bellen in welches auch die anderen beiden mit einstimmten. Diese Taktik hat schon in der Vergangenheit des Öfteren zur Abwehr genügt, um einen Angreifer erfolgreich in die Flucht zu schlagen. Und falls nicht war da immer noch Adriana mit ihren Bogen gewesen.
Leider nicht am heutigen Tag. Die junge Frau hatte die Blickrichtung falsch interpretiert Denn während Adriana den Waldrand absuchte, brach zwischen den drei Schäferhunden und der Schafherde die Erde auf.
Zuerst war nichts groß zu sehen. Aber dann war aus dem großen entstandenen Erdloch eine monströse Kreatur entstiegen, die Merkmale eines Maulwurfes und eines Bären aufwies.
“He!”, rief Adriana dieser riesigen Kreatur mit lauter Stimme zu, welche sich ihr prompt zugewandt hatte und von den Schafen abließ. Sofort schoben sich die drei Schäferhunde schützend dazwischen.
“Lass gefälligst meine Schafe und die Hunde in Ruhe, du verfluchtes Monster!”
Die Antwort des Untiers war zunächst nur ein wütendes Schnaufen, welches sich aber dann schnell innerhalb weniger Sekunden in ein drohendes Gebrüll geändert hatte.
Um seine schon bestehende böse Drohgebärde klar zu unterstreichen, hatte sich das gefährliche Raubtier auf die Hinterbeine aufgerichtet, wodurch es noch größer und um einiges bedrohlicher wirkte. Denn es hatte so schon bereits in etwa die Größe eines Kamtschatkabären von der Erde.
Die junge Frau wusste sehr genau was für ein Tier sie da vor sich hatte. Ein gefährlicher Gegner war es allemal, den man am Besten bezwingen konnte, wenn es sich auf die Hinterbeine gestellt hatte.
Eine Situation wie jene eben. Adriana zog die Sehne zu sich heran und zielte sehr genau, dann atmete sie noch einmal kurz ein. Kurz vor dem Ausatmen ließ sie die Sehne und den Pfeil los.
Kaum hatte sie dies getan und das Geschoss auf sein Ziel zuflog, hatte sie einen weiteren Pfeil aufgelegt. Während der erste Pfeil die Kehle des Raubtiers durchbohrte, hatte sie den Bogen ein weiteres Mal gespannt.
Sie wusste dass sie sich beeilen musste und schoss ein zweites Mal.
Dieser Pfeil traf genau ins Herz des Raubtieres. Und abermals brüllte dieses voller Schmerz auf bevor es zu Boden stürzte und reglos an Ort und Stelle liegen blieb.
Adriana legte einen dritten Pfeil auf und umkreiste in einen weiten Bogen das reglose Raubtier. Schließlich war sie in dessen Rücken angekommen und zielte erneut, aber nun auf die empfindlichen Sohlen der krallenbewehrten Klauen. Diese waren sehr empfindlich und würden, wenn dieses Raubtier nur verwundet und doch noch nicht tot war auf jeden Fall eine Reaktion hervorrufen.
Doch diese Provokation blieb ohne aus, denn sie hatte dieses Ungetüm erfolgreich zur Strecke gebracht. Erleichtert über diesen Erfolg atmete Adriana erst einmal durch.
Zu ihren Verdruss war die schwer wieder erkämpfte Ruhe nur von kurzer Dauer, denn alle drei Schäferhunde drehten ihre Köpfe in Richtung eines sich nahenden Reiters.
Es handelte sich dabei ausgerechnet um Rufus, der dieses Mal erfolgreich nach Adriana gesucht hatte, um ihr endlich seinen Antrag zu machen.
“Nicht einmal in Ruhe etwas Essen kann ich”, bemängelte die junge Frau gestresst leise vor sich hin murmelnd.
“Frau! Gib mir von dem Wasser und etwas zu Essen!”
“Wie redest Du eigentlich mit mir?”
“Na, ich übe schon einmal für unser Eheleben…”
Doch diese Frechheit des Mannes machte Adriana mehr als nur wütend, und wies Rufus endgültig ab: “Vergiss es! Du hast keine Manieren - und ich lasse mir nicht befehlen, außer von meinem Vater und meiner Mutter, die mir etwas zu sagen haben. Auch Eremitias, der mich vieles gelehrt hat wie das Lesen und Schreiben…”
“Du meinst diesen komischen alten Einsiedler mit der entstellten und vernarbten Haut, der in den Bergen und Wäldern in dieser Gegend haust und umherstreift”, unterbrach Rufus verächtlich. “Du wirst mein Eheweib werden Adriana, und dann ist Schluss mit diesen Amazonenverhalten!”
Während er so sprach, war er bedrohlich nahe an die junge Frau herangetreten.
Diese fühlte sich immer mehr genötigt und in die Enge gedrängt. Sie überlegte schnell fieberhaft, ob sie die Hunde auf ihn hetzen sollte, was aber wohl einen schweren Eklat auslösen könnte. Sie musste sich aber dieser Aufdringlichkeit endlich erwehren, denn es war einfach ein für allemal endgültig zuviel. Adriana wusste es, sie könnte Rufus mit bloßen Händen besiegen, weil Veronika sie viel für den Zweikampf ohne Waffen gelehrt hatte. Oh ja, diese Schmach würde ihn endgültig demütigen und zu einem Schwächling brandmarken.
Aber sie entschied sich für eine andere Variante, eine dritte Option, wie sie sich ihn vom Leib halten konnte. Mit einem entschlossen Gesichtausdruck hatte sie ihren Dolch gezogen, und sagte warnend: “Keinen Schritt weiter! Sonst kannst du dich neben diese Kreatur da legen Rufus!”
Erst jetzt bemerkte der Mann das erlegte Raubtier, welches er auf Grund von dessen struppigen und Erdverkrusteten Aussehen bislang für einen kahlen Erdhaufen gehalten hatte.
Er schluckte kurz, und drohte dann: “Mich töten? Das wagst Du nicht! Du vergisst wohl von welcher Familie ich stamme, und wer ich bin!”
“Das liegt ganz allein bei Dir. Und jetzt verschwinde von hier Rufus! Und zwar sofort!”, warnte daraufhin Adriana wiederholt.
Um seine klare Angst vor dieser jungen Frau zu verbergen, begann Rufus lauthals zornig gegen sie schimpfen, während er sich wieder auf sein Pferd setzte: “Diesen Moment wirst du noch bereuen…!”
Er fluchte und schimpfte immer noch wütend vor sich hin, als er bereits zu Pferde saß und davon galoppierte.
Was beide nicht wussten war dass sie seit geraumer Zeit beobachtet worden waren. Es war Veronika, die seit der Ankunft Adrianas sich in der Nähe dieses Ortes aufgehalten und auch den Kampf der Hirtin gegen das Raubtier beobachtet hatte.
Die Amazone hatte zweimal überlegt ob sie zu Gunsten ihrer Freundin eingreifen sollte. Insbesondere als Rufus Adriana massiv bedrängt hatte, war es ihr beinahe zu bunt geworden und hatte ihren Bogen zum zweiten Male schussbereit gemacht. Aber mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht hatte sie zur Kenntnis genommen wie gut sich ihre Freundin am heutigen Tage behauptet hatte.
Endlich war sie aus ihrer Deckung hervorgetreten und rief: “Du bist zumindest mehr als nur eine hervorragende Bogenschützin und Jägerin. Und in meinen Augen wärst du sogar eine ausgezeichnete Kriegerin - auch wenn du es nicht wahrhaben willst Adriana.”
“Du warst die ganze Zeit hier?”, schallte es fragend über die Wiese zurück.
“Ja. War ich”, lachte die Amazone, die auf die Hirtin zulief.
“Hättest Du mich nicht zumindest beim zweiten Male erlösen können Veronika?”
“In dem ich Rufus mit einem gezielten Schuss töte, oder knapp verfehle so dass der sich vor Angst in die Windeln macht? Damit hätte ich wohl einen weiteren Krieg ausgelöst”, murmelte die Amazonenkriegerin, die endlich bei ihrer Freundin angelangt war.
Nach einer kurzen Umarmung nickte Adriana: “Du hast Recht. Aber da kommt bestimmt eh noch etwas. Ich habe Rufus meinen Dolch vor die Brust gehalten, und dies vergisst er nicht. Er wird also jetzt zu seinem Vater reiten, nachdem er sich bei meinen Eltern über mich und mein Verhalten beschwert hat.”
“Klingt nach einem Problem, was leicht zu lösen ist… Du und deine Familie sind uns jederzeit willkommen”, bot Veronika an, die die Befürchtungen ihrer Freundin spürte.
“Danke. Aber es ist nicht so leicht, weil Vater für einige Tage zur Hauptstadt, Capripolis gereist ist. Dort ist auch die Familie von Rufus zu Hause.”
“Diese Stadt ist eine Festung”, wusste die Amazone, “hoffentlich kommt er da weg, ehe diese Heulsuse dort ankommt. Hör mal: Ich versuche einige Kriegerinnen zu sammeln, damit er dort sicher wieder wegkommt.”
“Danke.”
“Doch nicht dafür. Wir wollten uns da eh mal umsehen. Ich schlage vor dass wir uns auf den Rückweg zu eurem Hof machen.”
“Klingt so als ob ihr da was vorhabt”, stellte Adriana fest, worauf Veronika leicht böse grinste.
“Aha. Ihr Amazonen wollt mal wieder etwas wagen… na ja, wie dem auch sei… ich komme aber mit nach Capripolis.”
“Würde mich freuen.”
Doch ehe sich die beiden auf den Weg machten, trennte Adriana mit ihrem scharfen Dolch vom erlegten Raubtier eine Klaue ab, und sagte dabei: “Ohne Beweis glaubt mir sonst keiner diese Geschichte von heute…”
Mit Spannung wurden sie bereits von Eve erwartet und erzählte sofort von Rufus, der kurz auf dem Hof gewesen sei um sich über Adrianas Art und Weise zu beschweren, sowie auch alles seinem Vater zu berichten.
“Du hast Recht behalten Adriana, da scheint sich was anzubahnen. Ich werde in zwei oder drei Tagen wieder hier sein”, seufzte Veronika und klopfte ihrer Freundin kurz auf den Rücken bevor sie mit schnellen Schritten davonlief.
Derweil hatte Adriana den besorgten Blick ihrer Mutter bemerkt, die sich um ihren Mann Alexander sorgte. Mutig und entschlossen erklärte die junge Frau ihrer Familie, dass sie diese beschützen würde. Die Hirtin war in dieser Nacht dafür auf einen Baum geklettert von dem sie einen guten Blick auf den Hof hatte.
Von der Ferne hatte der Eremitias stets alles verfolgt und flüsterte: “Nun ist der Moment für dich gekommen Adriana! Aber mal schauen was Darius so treibt.”
Beim letzten Satz schaute der Prior in den Kristall seines Stabes um nach dem Bruder von Adriana und seiner bisherigen Lebensgeschichte zu sehen.
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30.11.2025, 21:04
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.11.2025, 21:14 von Jonathan J. O´Neill.)
Odyssee
Folge 1.18 - Zukunftspläne und Rachegedanken
Milchstraße
Erde
Homeworld Command - Krankenstation
Wieder einmal machte Cassandra Fraiser dies, was vor vielen Jahren schon ihre Adoptivmutter Janet Fraiser stets getan hatte - sie machte ihren heutigen vierten Rundgang, wenn auch nur Übergangsweise, weil sie eigentlich auf der Stargate Command Base auf dem Mars stationiert war.
Erst vor wenigen Minuten hatte sie eine immer noch erschütterte Jeanne Schneider verabschiedet.
Auch heute wieder hatte die Hamburger Polizistin wieder stundenlang hier ausgeharrt, und darauf gehofft das heute der Tag sein würde. Falls ja würde sie es nun nicht miterleben können, denn sie wurde dringend zum Dienst gerufen.
Sie hatte die Intensivabteilung der Krankenstation mit gemischten Gefühlen betreten, denn es lag in einem dieser Räume ein Patient, den man hier wohl nie erwartet hätte.
In den letzten Tagen überprüfte Cassie mehrmals am Tag die Verbände, die zumindest in den letzten zwei Tagen nicht mehr vom frischen Blut durchtränkt worden waren.
Der Patient lag immer noch still und reglos im Krankenbett und nur das Summen und Piepsen der Überwachungsgeräte war zu vernehmen.
Schon am Ort des Geschehens vor etwa vier Tagen hatte das Sanitätsteam unzählige brutale tiefe Schnitt- und Stichwunden versorgen müssen.
Aber es war seit eben zwei Tagen eine deutliche Verbesserung des Zustandes jenes Patienten zu beobachten.
Vorsichtig hatte die Militärwissenschaftlerin und Ärztin gerade eben auch das letzte große Wundpflaster von der linken Brusthälfte ihres Patienten abgezogen. Denn dort hatte sich die schlimmste Wunde von allen am ganzen Körper befunden.
Cassandra seufzte erleichtert auf und bedauerte es sofort zutiefst, dass Jeanne bereits nicht mehr hier war um diese freudige Neuigkeit mitzuerleben. Es stand für sie fest: Am gesamten Körper waren keinerlei Spuren und auch keine Narben von den brutalen Verletzungen mehr zu finden. Es würde also hoffentlich nicht mehr allzu lange dauern bis der Patient wieder zu sich kommen würde.
Von dieser Tatsache fasziniert, strich sie mit ihren Fingern über einige dieser Stellen die vor einiger Zeit erst noch böse klaffende Wunden gewesen waren.
Diese vorsichtigen Berührungen holten mich in die Realität zurück, wobei ich ein leichtes Brummen von mir gab. Doch es dauerte noch eine Weile bevor ich die Augen endgültig geöffnet hielt, da ich immer wieder blinzeln musste.
“He! Was soll denn das hier werden?”, fragte ich verschlafen.
“Sorry”, murmelte Cassandra, die ihre Hände zurückzog, “es ist nur einfach faszinierend… und schön, dass sie wieder zu sich gekommen sind. Genau rechtzeitig, wie ich ergänzen möchte. Und außerdem wird das Bett hier für die wirklichen Intensivfälle benötigt.”
Bei den beiden letzten Sätzen zwinkerte die militärische Wissenschaftlerin kurz. Aber dann wurde sie auch schon wieder sachlich: “Sobald Sie sich frisch gemacht haben, brechen wir beide zur Stargate Command Base auf, weil schon in 2 Tagen die Mission besprochen werden soll. Was Dich auch noch interessieren wird: Deine Frau war jeden Tag mehrere Stunden hier - einmal sogar mit den beiden Kindern. Sie ist etwa vor einer Viertelstunde gegangen, ehe du wieder zu dir gekommen bist.”
“Wirklich?”
“Ja. Und am ersten Tag als Du hier eingeliefert worden bist - sogar den ganzen Tag. Sie hat sogar die sofortige Freigabe vom Dienst bekommen”, bestätigte Lieutenant Fraiser. “Und jetzt ab mit Ihnen unter die Dusche, denn wir müssten uns sonst noch mehr beeilen!”
Gehorsam zog ich den bereitgelegten Bademantel über, um mich von einen der Pfleger zu den Duschräumen führen zu lassen.
O’Neills Büro
Der Leiter des Homeworld Command wusste nicht so richtig ob er sich über den Bericht, den er gerade studiert hatte, freuen oder neue Sorgen machen sollte.
“Die Luzianische Allianz will also immer noch eine Solomission starten, obwohl die wissen dass eine gemeinsame mehr Erfolg haben würde?”
“Das ist richtig, Sir”, bestätigte einer der Verbindungsoffiziere, der Verhandlungen mit dieser Großmacht in der Milchstraße führte.
“Hm, damit gäbe es einen Wettlauf, der wieder in einen heißen Konflikt münden könnte. Denn wir haben noch ein weiteres Problem, da es offenbar dort draußen und selbst auch auf der Erde noch genügend Schlangenköpfe gibt, die ebenfalls an die Destiny und unseren Missionsziel interessiert sind”, fasste Jack O’Neill die Lage kurz zusammen.
“Prüfen Sie noch einmal mit welchem Führer der Luzianischen Allianz wir am besten ins Gespräch kommen könnten!”, trug der General nach kurzer Überlegung dem Colonel auf.
Als dieser dann sein Büro wieder verlassen hatte, lehnte sich der General in seinem sehr bequemen Sessel zurück und grübelte weiter, weil dies ihm keine Ruhe ließ. Umso erfreuter war er als Lieutenant Cassandra Fraiser anklopfte und ihm mitteilte: “Wolfrino ist wieder voll da.”
“Genau das wollte ich jetzt hören. Gut. Dann sehen wir uns in etwa 2 Tagen wieder, Lieutenant”, erklärte er zum Abschied, dann griff er zum Telefonhörer.
Irgendwo in der Milchstraße
Goa’uld- Planet
Nach einer langen Reise hatte Selene endlich ihr Ziel erreicht. Es war eine primitive Welt mit ebenso primitiven Bewohnern, über welche die Goa’uld selbst noch vor wenigen Jahren natürlich als Göttin geherrscht hatte. Bis zu dem Tag an dem sie verraten worden war. Sorgfältig und mit größter Vorsicht forschte sie unter den Einwohnern nach, denen gegenüber sie sich als Reisende und Abenteuerin ausgab.
Diese Nachforschungen brachten allerdings ans Licht, das jener Verräter nur für wenige Tage nur über diese Welt regiert hatte. Der Verräter wurde von jemand getötet, den sie selber sehr gut kannte und seitdem über diesen Planeten regierte.
Zielsicher machte sie sich auf dem Weg zur Festung und um eine Audienz zu bitten.
Den Wachen gab sich Selene sofort als Goa’uld zu erkennen, was dazu führte das man sie in den Thronsaal führte.
“Wie Du ohne jeden Zweifel erkennen kannst, bin ich nicht hier um zu kämpfen.”
“Wer bist Du?”
“Selene!”
“Aha, eine neue Wirtin hast Du genommen - sieh an. Aber was sollte mich davon abhalten Dich einfach zu töten”, lachte die andere Goa’uld belustigt, die bereits nach der Stabwaffe neben sich griff.
Selene seufzte: “Nichts und niemand.”
“Interessant. Kommst so einfach hierher um Dich von mir umbringen zu lassen.”
“Das natürlich nicht!”
“Sag mir: Wieso?”
“Um mich mit Dir zu verbünden”, lautete die Antwort Selenes, die Athene einfach so im Raum stehen ließ. Da keine Widerworte kamen, redete die Zurückgekehrte weiter: “Ich habe mehr als nur interessante Informationen durch meine neue Wirtin… Wie viele Lords und Goa’uld sind noch übrig?”
Athene senkte die Stabwaffe und antwortete resigniert: “Leider zu wenige um es diesen verfluchten Tau’ri und ihren Verbündeten heimzuzahlen. Aber ich habe einige Zeit auf ihren Planeten gelebt als ich mit Ba’al zusammengearbeitet hatte. Es war sogar sehr angenehm - bis zu dem Tag als ich fliehen musste.”
“Also müssen wir wieder an Macht, Stärke und Einfluss in dieser Galaxie gewinnen”, bemerkte Selene, was Athene neugierig machte.
“Ich weiß dass wir unsere Differenzen hatten… aber ich werde Dich verschonen und das Bündnis akzeptieren. Aber wie stellst du dir das genau vor?”
“Am Besten durch Infiltration von Tau’ri, der Luzianischen Allianz und… Atlantis. Wobei ich die Luzianische Allianz übernehmen könnte - Dank meiner Wirtin.”
“Hohe Ziele, die leider nicht klappen werden, oder bereits gescheitert sind. Denn unsere Feinde sind leider nicht mehr so dumm, wie wir es gerne hätten. Doch gäbe es da eine interessante Alternative. Hör zu!”
Territorium der Luzianischen Allianz
PY1-21A
Da der Verbindungsoffizier des Verhandlungsstabes seine Hausaufgaben schnell erledigt hatte, wie es Jack O’Neill bezeichnet hatte, stand er auf diesen Planeten herum. Der General hatte zwar etwas Unbehagen bei der ganzen Sache, doch er hatte sich auf diese wichtige diplomatische Mission begeben müssen. Jack wurde nur von Teal’c begleitet. Beide hatte vor mit diesen einen führenden Anführer der Luzianischen Allianz den Anfang zu machen, und Daniel Jackson wieder einmal mehr die fortführende Diplomatie zu überlassen.
“General Jack O’Neill und Master Jaffa Teal’c.”
“Ja.”
“In der Tat.”
“Sehr schön. Ich bin Commander Doran. Bitte entschuldigen Sie die Auflagen. Doch sind sie dennoch gekommen, dies ehrt sie beide.”
“Wir wollen tun was wir können, damit es nicht noch mehr Streit zwischen unseren Völkern gibt”, erklärte O’Neill, worauf Teal’c nur beipflichtet nickte.
“Das freut mich sehr. Bitte folgen sie mir, denn wir haben wichtige Dinge zu besprechen und wie ich vernommen habe - leider nur sehr wenig Zeit.”
Mars
Stargate Command Base
In den letzten beiden Tagen waren immer wieder Shuttles im großen Hangar der Basis gelandet, welche weiteres Personal und auch Material abgeliefert hatten. Und die für die Expedition vorgesehenen 12 Puddle Jumper wurden beladen.
Viele nutzten die Zeit um sich einfach noch besser kennenzulernen, oder auch einige ruhige Tage zu gönnen. Aber jeder Expeditionsteilnehmer hatte bei seiner Ankunft ein Memo mit allen wichtigen Terminen ausgehändigt bekommen, die man wahrzunehmen hatte - somit waren diese zwei Tage alles andere als ein Erholungsurlaub.
Die Ausschilderung auf diesen Stützpunkt war für jeden sehr dabei hilfreich gewesen immer den richtigen Raum zu finden.
Als wohl einziger hatte ich das Glück den wohl kürzesten Medizincheck von allen gehabt zu haben.
Nach nur wenigen Minuten hatte mich Lieutenant Cassandra Fraiser mit den Worten: “Und jetzt - raus mit Ihnen! Los!” - wieder aus der Krankenstation verwiesen.
Für alle war auch der Tag der großen Besprechung gekommen, denn sämtliche Angehörige der Militärs waren in ihren Parade- beziehungsweise Galauniformen und die meisten Zivilisten in Anzügen unterwegs. Eine der wenigen Ausnahmen war ich selber, weil ich mich nur für eine gute Hose und einen leichten Pullover entschieden hatte.
Das wirklich etwas Besonderes bevorstand war deswegen kaum zu übersehen, selbst die Korridore schienen überfüllt zu sein. Für meinen Geruchssinn war es überwältigend, denn mehrere Dutzend unterschiedliche Deo-Sprays mussten in Verwendung gewesen sein.
“Entschuldigung, Sir! Ihren Sicherheitsausweis bitte!”, verlangte einer der Wachleute.
Ohne was zu sagen kam ich der Aufforderung nach. Der Airman schaute nur kurz drauf, nickte und schaute auf seine Liste.
Schließlich sagte er: “Ah ja! Hier stehen Sie. Mister Jonathan Martin. Sie sitzen hier in Reihe 2, und dann einfach am besten dort wo ihr Namensschild steht! Der Nächste bitte…”
Nachdem man den Sicherheitscheck hinter sich gebracht hatte, gelangte man in einen Vorraum, der in etwa die Größe eines Klassenzimmers hatte. Hier führten die ersten bereits einige Diskussionen und Debatten, oder tauschten sich über Erfahrungen aus.
Der Saal in welchen über die Expedition gesprochen werden sollte, war wegen der Akustik wie ein Amphitheater gebaut worden. Es war einer der vielen Hörsäle, die für die spätere Akademie in diesem Teil des Stützpunktes dienen sollte.
Alle sahen immer wieder prüfend auf eine der Uhren - noch war rund eine halbe Stunde Zeit. Also war noch genügend Zeit übrig für Gespräche oder seinen endlich zu finden. Immer wieder war in dem ganzen Treiben der Anwesenden ein herzhaftes Lachen zu hören.
Doch inmitten des Gewühls stand Leutnant Vanessa Greiner mir plötzlich gegenüber. Die Soldatin sah mich mit dem wohl kältesten Blick an den es wohl gab, dann wandte sie sich wortlos von mir ab.
Sie dachte nur bei sich: ´Ich werde dich irgendwann dafür töten was du meinen Onkel, und damit auch mir angetan hast - verlass dich darauf!´
Langsam schritt ich derweil die Stufen hinunter und kam so meinem Platz immer näher.
“Ah, da sind Sie ja!”, bemerkte eine weibliche Stimme.
Verwundert hatte ich mich umgewandt: “Was meinen Sie mit: Sie?”
“Dachte schon Sie verloren zu haben, Wolfrino. Sie erinnern sich an mich, Leutnant Jessica Schneider. Wir sitzen im selben Jumper, weil ich Ihnen zu geteilt wurde - um aufzupassen!”
“Auf mich aufpassen?”
“Korrekt. Ich werde Sie nicht mehr aus den Augen lassen - bis auf einige Ausnahmen!”
“Deswegen sitzen Sie wohl auch hinter mir, Leutnant”, stellte ich mit einem Blick auf die Namensschilder fest. Die Antwort der jungen Frau war ein zufriedenes Grinsen, die sich erst auf ihren Stuhl niederließ, nachdem ich Platz genommen hatte, um in eine der ausgeteilten Mappen zu stöbern.
Nur wenige Meter weiter unten unterhielten sich einige weitere Personen, die ich bereits schon von den zwei Einsätzen in Griechenland und bei Alkali-Transigen in Mexiko kannte.
“Major Hailey!”
“Stehen Sie bequem, Lieutenant Fraiser!”, erklärte Jennifer entspannt, die ebenfalls kurz salutierte. Nach einer kurzen Umarmung ergänzte Hailey: “Tut übrigens gut Jonathan wieder auf den Beinen zu sehen. Hatte mir schon Sorgen über seine Teilnahme gemacht.”
“Der ist zum Glück nicht so leicht unterzukriegen, auch wenn es wirklich einige zeitlang nicht gut aussah…”
Allmählich waren die Gespräche weniger geworden und stattdessen war das Kratzen der Stuhlfüße auf dem Boden, sowie das Rascheln von den Papieren der ausliegenden Mappen zu hören.
Von nun an würde es nur noch etwa 10 Minuten dauern bis der erste Redner an das Pult treten würde. Es waren nach einem kurzen Blick immer noch einige Plätze frei. Auch in meiner Nähe blieben zunächst noch einige Stühle unbesetzt.
Vor kurzem hatte auch Major Jennifer Hailey direkt vor mir ihren zugewiesenen Platz eingenommen, nachdem sie alle anderen bereits Anwesenden in ihren zukünftigen Team begrüßt hatte. Zu ihrer Linken hatte Doktor Benjamin David Rosenthal Platz genommen, und zu ihrer Rechten Xiaoyi Shen, die Expedition leiten würde. Noch kurz hatte Lieutenant Esther Bernstein mit ihren Untergebenen, Sergeant Simon Hamovic gescherzt, dann nahm sie zu meiner Linken Platz, während auf dem Stuhl rechts neben mir bereits seit einigen Minuten First Lieutenant Jiao Jin saß und mit einem prüfenden Blick auf die Uhr bemerkte: “Wo bleiben denn nur die beiden Genossen von der Russischen Förderation?”
“Keine Sorge wir sind da! Und nicht zu spät”, erklärte mit leisen Murmeln eine männliche Stimme von hinten.
“Hallo Natalia! Der rechte Platz neben mir gehört Dir”, verkündete Jiao als sie die andere Person erkannt hatte, ehe diese die Chance bekam selber etwas zu sagen.
Hinter mir saß Leutnant Jessica Schneider, die sehr interessiert die Mappen auf ihrer Ablage studierte, Sie wurde links von Sergeant Simon Hamovic und rechts von Lieutenant Tessa de Vaux flankiert.
Schließlich hatte das Warten ein Ende und das Licht wurde gedämpft.
“So…, die Zeit ist um. Meine Damen und Herren, wir beginnen jetzt mit der Einführung zu dieser Expedition”, begann General Jack O’Neill, “und ich heiße sie alle recht herzlich hier auf der Stargate Command Base willkommen. Und schon bereits übermorgen werden 75 Personen von ihnen zu einer spannenden Reise in eine andere Galaxie aufbrechen. Es ist mir eine große Freude ihnen allen nun Miss Xiaoyi Shen vorzustellen, die diese Expedition leiten wird.”
Mit einem zufriedenen Lächeln trat die Frau nach vorne ans Rednerpult.
“Ich danke ihnen sehr für ihre einführenden Worte General O’Neill. Sehr geehrte Exzellenzen, meine Damen und Herren. Wie schon bereits erwähnt wurde, bin ich die Leiterin dieser Expedition - doch benötigt man dafür ein starkes Team. Tapfere Frauen und Männer. Kluge und starke Personen mit ihren einzigartigen Gaben und Fähigkeiten, die alle zu einem guten Gelingen beitragen wollen; und hoffentlich auch werden. In den jetzt folgenden 3-5 Stunden wollen wir ihnen allen einen Überblick zu der bevorstehenden Expedition verschaffen…”, berichtete Miss Shen, die dann die führenden Teilnehmer inklusive des wissenschaftlichen und auch des militärischen Führungsstabes an der bevorstehenden Expedition vorstellte, und danach die übrigen kurz namentlich erwähnte.
Kurz vor dem Abschluss sollte noch eine Präsentation stattfinden, welche Doktor Rodney McKay freudestrahlend übernahm. Natürlich hatte er es sich nicht nehmen lassen wollen die von ihm entwickelte neue Puddle Jumper-Generation persönlich einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen, weil jene bei der bevorstehenden Expedition nach den ersten Tests zum Einsatz kommen sollte.
Als sein Blick über die Anwesenden streifte und First Lieutenant Jin und mich entdeckte, verzog er kurz den Mund, während er von seiner Arbeit und der Hilfe seines Teams berichtete.
“Na das kann ja heiter werden”, seufzte Jiao, die aber amüsiert bemerkt hatte, dass McKay sie gesehen hatte, was ihr ein Grinsen entlockte.
Und auch Esther murmelte: “Oh ja.” - während sie mit müden Blick auf ihre Uhr schaute.
Kurz darauf fügte Lieutenant Natalia Adamov im leisen Flüsterton hinzu: “Und hoffentlich denken die daran, dass wir uns noch für die Expedition ausruhen müssen…”
“Gutes Stichwort”, brummte ich verdrossen, “weckt mich bitte, wenn die Nervensäge da vorne damit fertig ist sich selber über den grünen Klee zu loben.”
Kaum hatte ich das gesagt, lehnte ich mich etwas im Stuhl zurück, wobei ich nur leicht die Augen schloss.
Derweil fuhr Rodney gutgelaunt mit seiner Präsentation fort: “… unsere Jumper, die ich liebend gerne Torschiffe nenne, haben einige Vorteile gegenüber denen, die von den Antikern hergestellt worden sind. Unter anderem sind sie länger, was Platz für ein kleines Bad ermöglicht. Und sie sind robuster - dank einer Adamantiumbeschichtung der äußeren Hülle….”
Als sich diese Präsentation von Doktor Rodney Meredith McKay dem Ende zuneigte, ließ es sich First Lieutenant Jiao Jin es sich nicht nehmen mir einen unauffälligen leichten Stoß in die Seite zu verpassen. Durch dieses Signal öffneten sich meine Augen wieder, was meinen Dämmerschlaf beendete.
“…natürlich wurden alle Piloten, die an der Expedition in die Andromeda-Galaxie beteiligt sind, bereits ausführlich in der Bedienung der Torschiffe geschult. Außerdem werden wir dank des Erbes, welches uns die Asgard hinterlassen haben, weitere Jumper der neuen Generation produzieren um unsere bestehende Flotte zu vergrößern. Ich danke ihnen allen für ihr Interesse und ihre Geduld, und wünsche allen Teilnehmern eine erfolgreiche Expedition - an welcher ich leider nicht teilnehmen kann, da ich auf Atlantis gebraucht werde. Vielen Dank.”
Die Veranstaltung war somit vorüber, aber Miss Shen nutzte noch schnell die günstige Gelegenheit um ihre versammelte Mannschaft, mit der sie in einem Jumper sitzen würde, an die noch ausstehenden Termine zu erinnern.
Konferenzsaal
Die Hauptverantwortlichen des Stargate-Programms waren nach einer kurzen Pause wieder zusammen. Es war eine Dringlichkeitssitzung wegen Geheimdienstinformationen geworden.
“So das Sicherheitspersonal weiß Bescheid”, murmelte General O’Neill als er Platz genommen hatte, “und somit werden wir in der nächsten Stunde nicht gestört.”
“Das klingt gut”, nickte Miss Shen, “wobei ich nichts dagegen hätte, wenn wir etwas schneller wären.”
Alle Anwesenden waren von der anderen Besprechung müde, und jemand äußerte sich erleichtert das McKay nicht anwesend bei dieser Sitzung sei.
“Daher werde ich mich so kurz wie möglich fassen”, versicherte Jack O’Neill, der ebenfalls mehr als nur müde war.
“Also”, begann der General, “es geht in zum einen um unserer mehr als nur angespannten Verhältnis zur Luzianischen Allianz, und um die akute und ständige Bedrohung durch die Wraith, die sich leider offenbar in unserer Galaxie festgesetzt haben. Teal’c und ich haben noch gestern mit einen der einflussreichen führenden Mitgliedern der Allianz verhandelt, und zur selben Stunde wird unter der Leitung von Doktor Jackson weiterverhandelt. Es geht unter anderem darum einen gemeinsamen Versuch zu starten die Destiny zu durch das Stargate zu erreichen. Wobei es das Ziel ist: Die anwesende Crew um Colonel Young und Doktor Rush mit frischen Vorräten und benötigten Dingen zu versorgen, sowie weiteres Personal, die sich freiwillig gemeldet haben hinzuschicken…”
“Was ist mit der Sanitäterin… First Lieutenant Tamara Johansen?”, wollte Miss Shen erfahren.
“Ja. Lieutenant Johansen ist schwer an ALS erkrankt, und sollte sich daher zu ihrem eigenen Schutz in einer Stasiskammer befinden”, bestätigte Colonel Telford.
“Deswegen wird überlegt ihr einen Tok’ra-Symbionten zu geben um sie von ihrer Lebensbedrohlichen Krankheit zu heilen”, murmelte General O’Neill matt.
Jack atmete noch einmal kurz durch, dann fuhr er fort: “Zurück zum Thema: Bislang stehen die Antworten noch aus, da wir sie als Zeichen guten Willens dazu eingeladen haben auch an der Expedition in die Andromeda-Galaxie mitzuarbeiten. Doch Commander Doran war bisher nur an Atlantis interessiert…”
Chapman wurde hellhörig und unterbrach alarmiert: “Ich betrachte dies mit Sorge und halte es bestimmt nicht alleine für keine sonderlich gute Idee. Bitte verstehen sie mich nicht falsch General O’Neill - aber diese Leute haben meist erhebliche Probleme mit… ja nennen wir es ruhig mit Intrigen in ihren eigenen Reihen.”
Auch Miss Shen wirkte nachdenklich, die sich ebenfalls dazu äußerte: “Deswegen dauert es wohl solange. Commander Doran muss wohl daher lange suchen um Leute zu finden, denen er vertrauen kann.”
“Dies ist korrekt”, bestätigte Jack O’Neill. “Wir haben auch die Bedrohung durch die Wraith angesprochen. Im gemeinsamen Gespräch hat der Commander uns als Akt guten Willens und gegenseitigen Vertrauens Informationen dazu mitgeteilt. Die Luzianer verfügen über ein gutes weit verzweigtes Netzwerk in der Milchstraße, welches festgestellt dass die Wraith seit ihrem Einfallen in unsere Galaxie diese wohl systematisch begonnen haben zu erforschen. Commander Doran hat noch des Weiteren wegen dieser Bedrohung ein Bündnis vorgeschlagen und überlegt deswegen sogar mit der Freien Jaffa-Nation zu kooperieren…”
“Die Luzianische Allianz, die Freie Jaffa-Nation und wir. Da beisst sich irgendwie die Katze in den Schwanz”, unterbrach nun General Karpov.
Sofort bemerkte General Lee: “Das ist wahr. Keiner von diesen Parteien kann sich wirklich leiden.”
“Nun muss ich meinen Genossen von der Volksrepublik China beipflichten. Wie schon bemerkt wurde, sind die Luzianer selbst untereinander teilweise zutiefst zerstritten. Doch mit den gemeinsamen Wraith als Feind könnte dazu führen, dass unsere Galaxis näher zusammenrückt.”
Die IOA-Delegierte der EU erkundigte sich nach einer eingetretenen Pause: “Das sind sehr wichtige Informationen, General O’Neill. Haben Sie als Leiter des Homeworld Command noch etwas zu ergänzen?”
“Nein. Aber falls ich etwas vergessen haben sollte - hier steht alles ausführlich in meinem Bericht drin”, seufzte Jack, der die Sitzung schließlich beendete.
Leutnant Greiners Quartier
Noch einmal hatte Vanessa den Revolver in die Hand genommen, überprüfte die geladene Trommel. Sie hoffte irgendwann ihren Hass sättigen und Rache nehmen zu können. Als sie fertig war, verstaute sie diese Waffe in dem Reisekoffer.
Odyssee
Folge 1.19 - Adrianas Berufung
Andromeda-Galaxie
Messier 110 alias NGC 205 alias Andro-Alpha-Galaxie
Heraclia
Während in der Milchstraße die letzten Weichen für die bevorstehende Expedition in Gestalt der großen Besprechung gestellt wurden, war Adriana am frühen morgen mit der Herde zu einer entlegenen Weide aufgebrochen.
Sie wusste das ihre Familie und somit Menschen, die sie liebte möglicherweise in Gefahr waren. Doch die angestellten Knechte, Arbeiter und Tagelöhner hatten sich verbürgt, die Familie ihres Herrn zu schützen.
Dennoch hatte Adriana ein besonders mulmiges Gefühl im Bauch, und dies schon bereits seit einigen Tagen. Irgendetwas lag allem Anschein nach in der Luft.
Endlich kam sie der angestrebten Weide näher, welche auf einem leicht bewaldeten Hochplateau lag. Dieses konnte man nur über einen schmalen und steinigen Pfad, sowie eine Hängebrücke erreichen. Hierher zog es die junge Frau in außergewöhnlichen Fällen seit Jahren, besonders in Momenten wie diesen.
Sie hatte diesen Ort vor etwa 10 Jahren eher rein zufällig entdeckt, und ihr Vater hatte die Hängebrücke, die schon sehr morsch geworden war wieder instand gesetzt.
Hier hatte Adriana keinerlei Störungen zu befürchten, denn nur Alexander und Veronika wussten von diesem Ort.
Der Zugang zu der besagten Brücke lag gut versteckt hinter dornigen Büschen verborgen, die sie mit ihrem Hirtenstab beiseite schob und danach einen Zaun öffnen musste. Nach einer kurzen Überprüfung trieb sie mit der Hilfe von Helena, Hector und Paris die gesamte Schafherde auf die abgeschiedene Weide des Hochplateaus hinüber.
Kaum waren alle Schafe über die Brücke, tarnte und sicherte Adriana den Zugang wieder, bevor sie die Nachhut übernahm.
Hier in dieser Abgeschiedenheit hatte sie auch endlich wieder die Ruhe und die Zeit zum Lesen, welche sie zuletzt so gut wie gar nicht mehr gehabt hatte.
Entspannt hatte es sich daher die junge Frau im Schatten bequem gemacht. Wieder einmal las sie in dem Buch, welches ihr der seltsame Einsiedler zum zwölften Geburtstag geschenkt hatte.
Die Sonne stand wieder einmal im Zenit und brannte, wie in den anderen vergangenen Monaten im diesjährigen Sommer unbarmherzig von oben herab.
´Mittagszeit´, dachte Adriana, die das Buch zuklappte und dann die drei Schäferhunde zu sich rief, um diese zu versorgen.
Mit vollem Genuss aß die Hirtin von dem herzhaften und würzigen Käse, welcher von ihrem Vater höchstpersönlich hergestellt worden war. Dabei musste sie unweigerlich natürlich an Alexander denken, und machte daher ein sehr besorgtes Gesicht.
´Hoffentlich ist alles gut´, dachte sie.
Kurz darauf sah sie irritiert auf.
Hatte da jemand gerade nach ihr gerufen?
´Nein! Unmöglich! Oder vielleicht etwa doch´, dachte die junge Frau, die sich skeptisch, aber wiederum erneut wachsam umgeschaut hatte.
Adriana konzentrierte sich noch mehr, und lauschte auf jeden kleinsten Laut in ihrer Umgebung, da sich nichts und niemanden hatte erkennen können.
Nein, ihre Ohren hatten sie nicht getäuscht.
Da war es wieder. Da rief jemand ganz deutlich ihren Namen. Es war eine weibliche Stimme, die da nach ihr gerufen hatte, und diese klang wie die ihrer Mutter.
Was war da nur los? War Eve ihr etwa gefolgt? Oder spielte da jemand anderes ein ganz böses Spiel mit ihrer Familie und ihr?
`Rufus!´, dachte sie schließlich, dann hatte sie ihren Bogen ergriffen und den Hirtenstab aber im Gras liegen lassen.
Allein wollte sie der Sache auf den Grund gehen, daher blieben Helena, Hector und Paris bei den Schafen zurück. Vorsichtig bahnte sie sich ihren Weg durch das Unterholz, darauf achtend immer in Deckung zu bleiben, genauso wie es ihr Veronika beigebracht hatte.
Immer wieder war sie stehen geblieben, hatte auf den Klang der rufenden Stimme geachtet, die immer deutlicher geworden war. Adriana kam ihren Ziel also näher.
“Aber was soll das alles”, flüsterte die junge Frau rätselnd. “Stimmt etwas auf dem Hof nicht? Steckt etwa wohl dieser nichtsnutzige Rufus dahinter, der Mutter an diesen Ort entführt hat, um mir eine Falle zu stellen und sich so an mir zu rächen?”
Adrianas Herz pochte immer stärker, als sie sich vorsichtig einer Lichtung näherte, die sich vor ihr abzeichnete. Sie zog einen Pfeil aus dem Köcher und legte ihn instinktiv auf die Sehne ihres Bogens.
Adriana wagte es dennoch nicht die schützende Deckung zu verlassen, hatte aber all ihren Mut zusammen genommen als sie: “Mutter! Mutter bist du hier?” - gerufen hatte, und kurz darauf auch schon ihre Stellung gewechselt hatte.
“Ich bin hier drinnen, meine Tochter!”, lautete die klare Antwort der vertrauten Stimme von Eve an ihre Ohren.
Zum ersten Mal überhaupt nahm sie den Eingang zu einer Höhle oder Grotte in der Felswand war, welche zu dem Gipfel des Plateau-Berges führte.
Adriana hatte mehrere Möglichkeiten um dorthin zu gelangen, wählte aber eine der Varianten wo sie ständig in Deckung blieb. Denn sie kletterte schließlich über die Bäume und deren Äste entlang.
Mit großer Leichtigkeit sprang sie vom Ast herab, und in einer lückenlosen fließenden Bewegung war sie mit schussbereiten Bogen vor den Höhleneingang getreten.
Die junge Frau verzog ihr Gesicht, denn sie erkannte schnell dass ihr Bogen dort drinnen so gut wie nutzlos sein würde. Aufs äußerste angespannt trat sie durch den Eingang. Adriana war nur wenige Meter gegangen, als sich wie von Geisterhand die Fackeln an den Wänden von selbst entzündeten.
“Sehr merkwürdig!”, murmelte sie nervös ihren Dolch ziehend, um sich zumindest besser zur Wehr setzen zu können, falls man sie angreifen sollte.
Nach vielen weiteren Metern war sie tief in das Gestein des Berges eingedrungen. Der Weg hinein hatte sie in eine Grotte geführt.
“Mutter?”, wisperte sie besorgt, da die Stimme seitdem sie die Höhle betreten hatte, verstummt war.
Aber eine erhoffte wiederholte Antwort blieb aus.
Aufmerksam schweifte ihr wachsamer Blick in der Grotte umher. Hier gab es Nichts. Nichts außer einem großen Stein, in welchen ein Schwert steckte.
Währenddessen stand vor dem Höhleneingang Eremitias. Der Kristall seines Stabes leuchtete bereits seit einigen Stunden ohne Unterlass. Der alte Prior erkannte schließlich, dass er etwas nachhelfen musste um die Unentschlossenheit der jungen Frau ein Ende zu bereiten. Konzentriert schloss der loyale Gefolgsmann der Orici seine Augen, worauf der Kristall seines Stabes um ein vielfaches noch heller erstrahlte.
Dies hatte in der Grotte den Effekt: Adriana hörte wieder die Stimme ihrer Mutter, die nur den einen Satz: “Dieses Schwert ist dein, wenn du diesem würdig bist - Adriana!“ - zu ihr sprach.
Die junge Frau war bereits seit einigen Minuten mehrmals um den Stein mit dem Schwert gelaufen, hatte auch immer wieder zaghaft beides immer nur ganz kurz berührt.
Dieses Schwert sollte also ihr Eigentum sein. Ihr Blick wanderte zu einer Tafel auf dem Stein, auf welcher ihr Name und das, was sie gerade eben gehört hatte, geschrieben stand.
Schließlich hatte sie dann den Stein erklommen.
“Du gehörst also mir!”, flüsterte Adriana, deren Hände den Griff des Schwertes umschlossen. Ganz fest zog sie daran. Kräftig genug wie sich zeigte, denn sie schaffte es.
Aber kaum hatte sie das vollbracht, erstrahlte ein grelles helles Licht die gesamte Grotte.
Vollkommen unvorbereitet von diesem Ereignis war Adriana davon böse geblendet worden, weswegen sie sich fluchend die Hände vor die Augen hielt. Es dauerte eine ganze Weile, bis sie wieder etwas erkennen konnte, und immer noch musste sie hin und wieder blinzeln.
Ihr Blick war verschwommen.
Aber was war das, war sie etwa nicht mehr allein in der Grotte? Schemenhaft konnte sie eine Gestalt vor sich erkennen. Die Augen von Adriana wurden wieder klarer, weswegen sie endlich wieder etwas deutlich erkennen konnte.
Es war eine Frau, welche große Ähnlichkeit mit ihr selber hatte.
Doch dass die junge Frau nur ein Hologramm vor sich sah, konnte sie nicht wissen. Wie denn auch nur, denn Technologien dieser Art waren Adriana bislang noch vollkommen unbekannt.
“Wer… wer seid Ihr?”, fragte sie irritiert und zögernd.
“Ich bin die Orici Adria, deine leibliche Mutter - liebe Adriana. Du musst ab sofort dem Pfad des Ursprungs folgen und diesen Glauben in der Welt, die deine erste Heimat geworden ist verbreiten und verteidigen. Denn empfängst Du diese Botschaft auf diese Art, habe ich es nicht geschafft persönlich zu dir zu gelangen - dann wurde unsere Kultur von den dunklen Mächten des Bösen überwältigt und beinahe vernichtet. Dies macht Dich seit der Geburt zu einer Gesalbten, die dazu auserkoren ist uns zu rächen. Aber bis dahin gibt es noch einige Prüfungen zu bestehen, damit du dich dieser Aufgabe als Königin würdig erweist. Dabei sollen dir die Dinge helfen, die du bislang von deinen Pflegeeltern, dem Prior Eremitias und hier in der Grotte erhalten hast…”, verkündete das Hologramm von Adria, das in Richtung einer Nische deutete, wo eine Wand verschwunden war und den Zugang zu einer Kammer freigab.
“Was?”, murmelte Adriana verwundert als sich umgewandt hatte.
“Auch dies dort gehört Dir! Nutze alles gut, und verbreite die Botschaft unseres Glaubens allen Menschen! Ehre sei den Ori!”, trug die Orici nach einer kurzen Pause, die ihre wahre Mutter war der jungen Frau zum Abschluss der Botschaft auf, bevor sich das Hologramm auflöste.
Lange Zeit stand Adriana vollkommen wie angewurzelt an Ort und Stelle. Sie war eindeutig und verständlicherweise vollkommen erschrocken über diese Botschaft. Daher dauerte es einige weitere Minuten bis sie sich aus dieser Starre gelöst hatte.
“Ich bin also eine Prinzessin im Exil, weil eine dunkle böse Macht uns heimgesucht hat”, murmelte sie traurig geworden vor sich hin. Aber dann wurde sie auch wütend auf diesen noch ihr unbekannten Feind, der ihrer Mutter und ihrem Volk dieses schreckliche Leid angetan hatte.
Mit langsamen Schritten näherte sie sich der Kammer, in welcher weitere Sachen für sie bereitlagen.
Mit großem Interesse untersuchte sie die Sachen, die dort für sie bestimmt waren. Nur für wenige Sekunden zögerte sie, ehe sie die Sachen schließlich anprobierte. Es passte alles so genau, als ob jemand ihren Körper sehr genau kannte.
Fertig in der Rüstung angekleidet, begutachtete sich Adriana in dem Spiegel. Ihr Blick war entschlossen, denn sie wusste, dass sie so gut ausgerüstet und mit der Hilfe von Veronika und anderen Amazonen Alexander befreien könnte.
Danach kam sie abermals für einige Augenblicke massiv ins Grübeln: ´Wie bringe ich das alles nur am Besten nach Hause um nicht gleich Mutter zu erschrecken und in noch größere Aufregung zu versetzen? Mal überlegen… Hm, Eremitias muss ich ja auch noch aufsuchen, denn ich brauche unbedingt Antworten… Aber erst einmal muss ich Vater befreien… Also wie bringe das alles daheim in meine Kammer?… Ah ja, das klappt bestimmt…”
Odyssee
Folge 1.20 - Der Pulsar, Teil 1
Andromeda-Galaxie
Cyrannus Star System - geheimer Standort
Battlestar Heracles
Einer der letzten Raptor, wo sich unter anderem auch Commander Diana McBride an Bord befand, würde in wenigen Sekunden in der Backbordlandebucht des Kampfsternes Heracles verschwinden.
Daher nutzte Diana noch einmal die Chance einen Blick auf die Electra zu werfen, die der neueste Kampfstern des Mercury-Typs war. Dieser Battlestar musste nur noch einige letzte Tests über sich ergehen lassen, dann würde McBride bereits schon in wenigen Tagen das Kommando übernehmen.
Der Raptor war kaum im Hangardeck angekommen, da sprang Commander McBride auch schon heraus um ins CIC zu eilen.
“Commander an Deck!”, meldete jemand kurz, worauf sich Diana nur kurz räusperte und in die Mitte des Combat Information Centers der Heracles trat.
“So. Wir sind soweit. Alle Personen haben die Electra verlassen. Captain McBride, sind sie auch soweit?”
“Jawohl, Sir. Wir warten nur noch auf Ihren Befehl zur Ausführung des Drucktests.”
“Sehr gut. Na dann los, starten Sie die Sequenz!”, wies Commander McBride an.
Captain McBride nickte, dessen Finger kurz über die Tastatur huschten und bestätigte: “Sequenz wurde gestartet.”
Die übermittelten Daten die man empfing waren wie erhofft und auch teilweise erwartet, bis…
“Heracles, hier ist White Wing - die Electra ist gerade gesprungen! Ich wiederhole die Electra ist weg!”, ertönte es aus den Lautsprechern des CIC, worauf alle die diese Meldung mitbekamen erschrocken den Atem anhielten.
Aber nur wenige wussten was der wahre Grund für das Verschwinden dieses Kampfsternes war, nämlich ein geplantes Täuschungsmanöver, während alle fieberhaft nach der Ursache zu forschen begonnen hatten.
Milchstraße
Mars - Stargate Command Base
Unerwartet herrschte helle Aufregung im Kontrollraum, denn vor wenigen Sekunden war eine langersehnte Nachricht der Tok’ra eingetroffen. Die stark unter Druck geratene Gemeinschaft der Tok’ra hatte nämlich sofort Interesse daran bekundet sich ebenfalls an der Expedition in die benachbarte Andromeda-Galaxie zu beteiligen. Und obwohl ihre Zahl in den letzten Jahren immer weiter abgenommen hatte, hatte es sehr lange gedauert bis die Tok’ra eine Entscheidung gefällt hatten um ihre beiden Mitglieder an dieser Mission zu finden.
Da jene in Kürze durch das Stargate auf der Basis eintreffen sollten, herrschte eine gewisse Erwartungshaltung.
“Also… wer ist es?”, fragte ein angespannter General Jack O’Neill.
Einer der anwesenden Tortechniker ging schnell die erhaltene Botschaft durch, als sich der innere Ring des Sternentores bereits zu drehen begann.
“Ah, hier steht es ja. Es handelt sich um eine Tok’ra-Agentin mit dem Namen Anise…”, begann jener.
“Puh! Tja, da fällt mir ein, ich muss auch schon wieder los... Ich bin dann mal so langsam auf dem Weg nach oben, Hank!”, erklärte Jack, der dann aus dem Kontrollraum geradezu geflüchtet war. “…und wenn sich Commander Doran von der Luzianischen Allianz melden sollte, stellt mir das Gespräch sofort durch! Denn wie Daniel es passend genannt hat, wird dies eine wichtige Koalition für den Zusammenhalt in unserer Galaxie”, fügte er noch schnell mit lauter Stimme hinzu, als er bereits auf dem Korridor war.
Irritiert blickte der Sergeant General Landry an, und fragte daher: “Hat dies etwas zu bedeuten, Sir?”
“Nur einige seltsame Gefühle, die diese Tok’ra betreffen.”
“Aktivierung von außerhalb! Empfange den ID-Code der Tok’ra, General!”
“Dann öffnen sie die Iris, Sergeant!”
“Iris wird geöffnet.”
Miss Shens Quartier
Bis vor einiger Zeit noch war Xiaoyi froh und dankbar darüber gewesen nicht selber die Koffer für die anstehende Expedition packen zu müssen, doch sie hatte wie alle anderen Teilnehmer einen Koffer übrig, den man mit persönlichen Sachen bepacken konnte.
Die Leiterin der Expedition ging immer wieder in Gedanken durch, was sie denn an privaten Sachen einpacken könnte, als es unvermittelt mehrmals an ihrer Tür geklopft hatte. Sie hatte es zunächst erst gar nicht wahrgenommen, so sehr war sie in ihren Gedanken vertieft gewesen, aber dann fragte sie etwas gestresst: “Wer ist da?”
“General O’Neill, Miss Shen.”
“Na schön. Kommen Sie rein!”
Die Tür öffnete sich und schloss sich ebenso schnell wieder nachdem Jack hereingekommen war. Der General räusperte sich kurz: “Ich wollte gerade abreisen… doch dann erreichte mich einige wichtige Nachrichten… Wie sag ich es am Besten? Eh, Ihre Expedition hat neun weitere Teilnehmer.”
Die Chinesin erstarrte in ihrer Bewegung und nur allein ihr Kopf hatte sich in die Richtung des US-Amerikaners bewegt. Für einige wenige Sekunden nur hatte sie ihn irritiert angestarrt, bevor sie seufzte: “Wie bitte? Also da hätten wir die Tok’ra Anise mit ihrer Wirtin Freya… und wer sind die anderen sieben? Moment mal… Das sind doch hoffentlich nicht alles Angehörige der Luzianischen Allianz?”
Mit den Händen in den Hosentaschen stand General O’Neill ihr gegenüber, der sich kurz umgesehen hatte und zu dem Schluss gekommen war, eher Ungelegen hier erschienen zu sein. Um sich nichts anmerken zulassen konzentrierte er sich allein auf die gestellte Frage von Miss Shen, daher atmete er kurz durch bevor er antwortete: “Sie sind dicht dran. Aber so schlimm ist es zum Glück nicht. Aber sie haben Recht: Wir haben Freya mit Anise, plus einen Tok’ra-Kämpfer, dessen komplizierter Name mir auch schon wieder entfallen ist… aber er trägt zumindest keine Schlange mehr in sich… und dann hätten wir noch den einen Schlauen aus Indien. Ich glaube einen Wissenschaftler, der zum Glück doch nicht so schwer krank ist, wie zunächst befürchtet, sondern sich doch nur eine Prellung geholt hat, und somit die Freigabe von Doktor Lam erhalten hat… Und der Rest besteht aus 5 Luzianern.”
“Hm, da bin ich ja beruhigt. Sind aber dennoch sehr viele von denen mit dabei”, murmelte Xiaoyi während sie begonnen hatte ein Buch in den Koffer zu legen.
“Commander Doran hat darauf bestanden und mir außerdem eines versichert, diese fünf von ihm persönlich ausgewählten Personen seien absolut verlässlich, und würden jede Anweisung von Ihnen oder den anderen befolgen”, erklärte Jack.
“Da bin ich aber beruhigt.”
“Ja. Äh, viel Vergnügen noch beim Packen.”
“Danke. Und jetzt… Husch! Wieder hinaus mit Ihnen!”, erwiderte Miss Shen scherzend in einem leichten frechen Ton, worauf General O’Neill das Quartier wieder verließ.
rund 18 Stunden später
Milchstraße
Mars- Stargate Command Base
Im großen Kontrollraum des Stützpunktes hatten sich bereits General Jack O’Neill, welcher sich schon von einem wichtigen Termin zum nächsten gehetzt fühlte und etwas übermüdet wirkte, sowie Doktor Daniel Jackson eingefunden, der das ganze Treiben im Stargate-Raum und auf einigen Bildschirmen seit seiner Ankunft mit Interesse verfolgte.
“Noch 2 Stunden bis zur Anwahl des Stargates! Alle Expeditionsteilnehmer sind für die nächste Stunde dazu aufgerufen sich bei den Puddle-Jumpern einzufinden und ihre Plätze einzunehmen!”, erklärte der Tortechniker über die Sprechanlage unüberhörbar mit.
“Ach ja”, seufzte Daniel, “das erinnert mich irgendwie an etwas, wenn ich mir das so alles ansehe. Nämlich an die ganzen Vorbereitungen und den Start der Atlantis-Expedition nach Pegasus…”
“Mich auch…”, unterbrach Jack, “…die ganze Hektik. Aber ich kann mir schon vorstellen worauf das Ganze wieder einmal hinausläuft.”
“Da bin ich aber neugierig. Und was?”
“Tu nicht so dumm. Also vergiss es! Du bleibst mit deinem Hintern hier!”
“Als ob das ins Gewicht fallen würde, wenn einer mehr…”
“Ah! Was habe ich gerade gesagt? Nein! Alle Plätze belegt!”
“Das ist ja mal wieder typisch! Und wer sagt das? In den Jumpern ist doch noch genügend Platz!”
“Ich sage das!”
“Ich hasse Dich!”
“Als ob mich das kratzen und interessieren würde… Und außerdem brauchen wir dich und deine Fähigkeiten hier!”
“Genauso wie damals.”
“Du siehst es also ein… sehr gut.”
Das Wortgefecht war vorüber, denn der Archäologe wusste in seinem Innern dass der General Recht hatte. Zumindest dieses Mal, daher setzte er einen Schlusspunkt: “Und da es so wie damals ist, werde ich, sobald es hier ruhig ist und das Expeditionsteam positive Signale schickt auch die Andromeda-Galaxie besuchen…”
Mit verschränkten Armen vor der Brust hatte sich O’Neill zu Jackson umgewandt, der ihn triumphierend angrinste: “Wir werden sehen.”
“Genau, Jack. Wie lange noch?”
“Mal schauen… Tja, laut Zeitplan haben wir noch ein Zeitfenster von in etwa 3 Stunden. Solange ist sämtlicher Betrieb noch auf die Außenstützpunkte umgelenkt.”
“Da ich ja wieder nicht mit darf, habe ich eine Bitte.”
“Ich höre.”
“Ich will die Anwahlsequenz starten.”
“Schmollst du etwa Daniel?”
“Unwichtig. Also was ist?”
“Aha. Na schön, meinetwegen. Wenn Master Sergeant Siler grünes Licht gibt und alle Jumper besetzt sind, darfst du dich gerne dorthin setzen und Knöpfchen drücken.”
Stargate-Raum
Ohne Unterlass schimpften eigentlich alle Mitglieder der Luzianischen Allianz. So auch Batos Nanes, der aufgebracht auf den abgestellten Begleiter der SCB einredete: “Wieso geht das nicht? Was hat man dagegen dass wir zusammenbleiben?”
“Es tut mir leid, Sir. Aber man hat sich nun einmal darauf geeinigt. Ich weiß sie waren nicht dabei, aber es dürfen nur maximal 3 Personen aus jeder Nation in einem Jumper Platz nehmen”, antwortete der Soldat geduldig, der die fünf Luzianer seit ihrer Ankunft auf Schritt begleitete.
“Diese Jumper werden ja ganz schön beladen”, stellte Jill, eine junge Soldatin der Allianz der Luzianer fest, die immer wieder staunte, wie die Fluggeräte mit Kisten und Koffern bestückt wurden.
Die meiste Fracht würden Jumper#5 und die Jumper#7 bis #12 an Bord haben. Auch löste sich immer mehr das Durcheinander im Torraum immer mehr auf. Spätestens aber dann als eine erneute und finale Ansage, mit der klaren Aufforderung sich in den zugewiesenen Jumpern einzufinden, ausgesprochen wurde.
Bislang fehlten nur noch die Expeditionsleiterin Miss Xiaoyi Shen und Major Jennifer Hailey, die beide ihren Platz in Jumper#1 hatten, wo unter anderem ich bereits, wie alle anderen auf den Start warteten.
Andromeda-Galaxie
Jenseits der Waffenstillstandslinie
Heimatkolonie der Zylonen
Auch die Zylonen hatten, schließlich Dank ihrer Agenten, von diesen Vorfall erfahren.
“Menschen und Computer”, grinste Cavil amüsiert mit einem bösen Lächeln, “ und wie gut, dass wir den unpassenden Teil in dieser Gleichung in der nächsten Zeit ein für alle mal aus der Welt verschwinden lassen.”
“Doch wir müssen leider da noch etwas warten”, bemerkte Leoben, “denn wir benötigen noch die Informationen von unserer Agentin, bevor wir den Genozid vorbereiten können.”
Cyrannus Star System
Helios Gamma System - Battlestar Heracles
Im Quartier von Commander McBride kam es wegen der erst jüngst zurückliegenden Ereignisse völlig unerwartet zu einer Beförderung, zu der fast die gesamte Admiralität angereist war. In seiner Rede hatte Admiral Nagala viele bewegende und feierliche Worte gesprochen und kam schließlich zum Ende: “…und obwohl die Battlestar Electra momentan verschwunden ist - Alles Gute für Sie, Admiral Diana McBride!”
Milchstraße
Mars - Stargate Command Base
Es dauerte bis Sergeant Siler nach schier endlosen Minuten endlich grünes Licht gegeben hatte.
“Generals?”, murmelte Miss Shen etwas nervös in die Richtung von Landry und O’Neill.
Die beiden sahen sich kurz an, dann entschied Jack: “Die Mission ist hiermit freigegeben! Doktor Jackson, geben sie die Adresse ein!”
Voller Anspannung und Vorfreude beobachtete Major Hailey wie der Archäologe die Symbole auf der Tastatur drückte, worauf sich dann wie zur Bestätigung der innere Ring des Sternentores zu drehen begann. Jennifer spürte das Prickeln ihrer Haut, denn es war soweit, sie stand vor der ersten großen Mission durch das Stargate. Worauf sie solange hingearbeitet hatte, seitdem ihr Carter begegnet war.
Während Doktor Jackson die Koordinaten eingab, überwachte Sergeant Benson den Energieverbrauch des Stargates. Es dauerte länger als sonst, da zum einen die Adresse in einer anderen Galaxie lag, und vermutlich noch nie von der Erde aus angewählt worden war.
Applaus war nicht nur im Kontrollraum zu vernehmen, sondern auch in den Jumpern als sich der Ereignishorizont gebildet hatte und den Stargate-Raum in bläuliches Licht tauchte. Sofort wurde eine Sonde durchgeschickt, die bereits startbereit auf der Rampe postiert worden war.
Es vergingen wertvolle weitere Sekunden ehe die Robotersonde Bilder vom unwegsamen Gelände übertrug.
“Gut das wir die Jumper haben”, bemerkte Jennifer erleichtert, die noch kurz vor Jack und Hank salutierte, bevor sie gemeinsam mit Xiaoyi in den Lift stieg.
Beide Frauen eilten so schnell sie konnten zu ihren wartenden Jumper und arbeiteten sich nach vorne in den Cockpit-Bereich zu ihren Plätzen. Dabei setzte sich Miss Shen hinter First Lieutenant Jin, und Major Hailey hinter Lieutenant de Vaux, welche die Co-Pilotin war.
Angespannt aber auch mit Vorfreude betätigte Shen ihr Head-Set und ordnete an: “Jumper-Flotte hier spricht Miss Shen, wir passieren das Stargate wie besprochen! Beachtet die Formation - wir sehen uns auf der anderen Seite!”
Kurz nachdem die Expeditionsleiterin gesprochen hatte, startete die Vorhut, die aus den Jumpern #2 und #3 bestand. Erst als diese den Ereignishorizont passiert hatten, folgte auch Jumper #1 und dann in entsprechender Reihenfolge alle übrigen Jumper.
Seitdem das Sternentor aktiv war, hatte Jack O’Neill wachsam Daniel Jackson im Auge behalten, damit dieser nicht doch noch auf die verrückte Idee kam sich in letzter Sekunde an Bord von einem der Jumper zu schmuggeln.
Marsorbit - U.S.S. George Hammond
Im Kommunikationsbereich ihres Schiffes hatte es sich Samantha Carter nicht nehmen lassen dieses Ereignis live auf einem Bildschirm mitzuverfolgen.
Da nichts eigentlich zu erwarten war, zuckten alle erschrocken zusammen als aus heiterem Himmel Alarm ausgelöst worden war, weil einige empfindliche Sensoren etwas registriert hatten.
Da sich die Kommunikation in der Nähe der Tiefraumüberwachung befand, war General Carter schnell dort um sich die empfangenden Daten anzusehen und zu deuten.
Ihre Augen weiteten sich alarmiert und befahl: “Oh Gott! Alle Schilde sofort auf Maximum!”
Wenige Sekunden darauf wurde das gesamte Raumschiff auch schon von einer starken Energiewelle überrollt. Viele, die keinen Sitzplatz eingenommen hatten, gingen hart zu Boden und rappelten sich kurz darauf schimpfend wieder auf.
Derweil sah sich Sam davon unbeeindruckt die neuen Daten an.
“Oh, oh”, murmelte sie angespannt.
“Was zur Hölle war das eben, General? Werden wir etwa wieder einmal angegriffen?”, fragte ihr Erster Offizier, der sich die schmerzende rechte Schulter massierte.
“Die Energiewelle eines Pulsars. Die heftigste, die eh gemessen wurde. Ich brauche so schnell wie möglich eine Verbindung zur Stargate Command Base!”
Mars
Stargate Command Base
Nur für einen kurzen Moment hatten auf dem gesamten Stützpunkt sämtliche Lichter geflackert. Darauf folgte eine Dunkelheit, welche für einige Sekunden angehalten hatte, bevor der Notstrom ansprang und alle Räume und Korridore in spärliches Licht tauchte.
Dieser Zustand hielt wenige Minuten an, dann herrschten wieder gewohnte Verhältnisse.
Im Kontrollraum herrschte zunächst eine große Ratlosigkeit, da man bis vor kurzem noch die Jumper beobachtet hatte, die durch den Ereignishorizont des Sternentores geflogen waren. Es mischte sich große Besorgnis in die Gesichter der Anwesenden. Insbesondere da das gesamte System zu dem Zeitpunkt zusammengebrochen war als der letzte Jumper gerade eben im Stargate vollständig eingetaucht war.
1 Stunde später
In einen der Besprechungsräume der Basis fand eine Dringlichkeitssitzung statt, an welcher auch Brigadier General Samantha Carter teilnahm. Sie hatte schnell die ausgewerteten Daten allen Anwesenden präsentiert und die Vermutungen dementiert, dass es sich um einen Angriff handeln könnte.
“…und würden wir ein DHD, ein Dial Home Device verwenden, wäre vermutlich nichts passiert, weil eine Sicherheitsvorrichtung im Tor selbst das Stargate abgeschaltet hätte”, schloss Sam ihre Präsentation.
Commander Doran, der hatte alles andere ruhen lassen um bei dieser Besprechung dabei zu sein, schaute mehr als nur wütend drein da der Verbleib und das Schicksal von allen Mitgliedern der Expedition unklar blieb, daher drohte er: “Ist das etwa alles? Geben Sie mir etwas Brauchbares! Ich habe der Erde die Leben von fünf meiner besten Leute, inklusive das meiner Cousine anvertraut. Ich gebe Ihnen 5 Tage Zeit mir einen Bericht vorzulegen, ansonsten erkläre ich der Erde den Krieg!”
Sofort versuchte Daniel Jackson, der neben dem Gast der Luzianischen Allianz saß, diesen zu beruhigen und begann diplomatisch zu reden: “Exzellenz, auch wir wüssten gerne was sich wirklich vor einigen Stunden ereignet hat und unsere Leute, sowie Freunde abgeblieben sind, die wir seitdem genauso wie Sie selbst vermissen. Auch auf der Erde selbst sind Systeme zusammengebrochen…”
“Das habe ich vernommen Doktor Jackson”, brummte Doran, der sich die Stirn massierte. “Aber Sie es dennoch alle nicht, dass ich in genau 5 Tagen wieder hier bin und eine klare Antwort von Ihnen erwarte!”
Kaum hatte der Anführer der Luzianer den Satz zu Ende gebracht, hatte er sich erhoben um mit seiner Eskorte die Zusammenkunft, den Raum und den Stützpunkt wieder zu verlassen. Dabei hatte er den Archäologen im Schlepptau, der sofort aufgesprungen war um weiter positiv auf den Gast einwirken zu können.
“Dann mache ich mich mal wohl besser gleich an die Arbeit”, seufzte die Kommandantin der U.S.S. George Hammond, worauf nicht nur der Leiter des Homeworld Command kurz zunickte.
Auch General Landry stimmte zu: “Nur Mut Sam! Wenn es jemanden gelingt, dann wohl doch Ihnen! Sollten Sie Hilfe benötigen, schaffe ich denjenigen hierher.”
“Ja. Danke”, murmelte Carter, die sich vom großen Konferenztisch erhoben hatte. Danach war sie an das große Panoramafenster getreten, von wo aus man das Stargate von oben aus sehen konnte, und flüsterte: “Wo seid ihr bloß hingeraten, Leute?”
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Huhu, ich verstehe jetzt, was du mit den präzisen Ortsangaben meinst. Bei dir macht das, nach der Lektüre deiner Texte, auch sehr viel mehr Sinn, als bei mir. Deine Texte haben sehr viel mehr Ortswechsel als meine. Zur Orientierung ist das daher sehr gut so.
Ufff ja, also Crossovers habe ich so ehrlich gesagt noch nie ersonnen, lag mir stets fern. Ich hatte immer das eine Franchise im Blick und wollte dem Rechnung tragen, daher war ich da nie so der Verfechter von Crossover-Stories. Deine Geschichte scheint jedoch sehr stimmig und passend in einander zu sein. Die "Lore-Grundsteinlegung" initial ist im Ganzen nachvollziehbar und somit in sich kohärent und sinnig. Daher kam mir das auch nicht aufgesetzt und mit Zwang zusammengesteckt vor, was ich auch immer bei Crossover als Gefahr sehe. Daher ist dir das von der Warte aus, die ich besonders immer beäuge, echt gut gelungen. ;-)
Ich bleibe dran. :-P
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@ Quetzalquatol:
Hei. Ja, die Ortsangaben musste ich bei meinen Werken verwenden, wegen der häufigen stattfindenen Ortswechsel.
Odyssee ist ein sehr schwieriges Crossover, da es mehr als zwei Franchises sind, die es zusammenzufügen galt. Doch, weil es mit einem anderen Crossover einigermaßen gut funktioniert hat, hatte ich mich an eine noch schwierige Stufe gewagt. Aber habe schon mehrfach geschwitzt und mir vorgeworfen, eventuell mir zu viel vorgenommen zu haben.
Danke, für dein Feedback, und dass es dir bislang gefällt
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