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		<title><![CDATA[Stargate Project Forum - Fanfictions]]></title>
		<link>https://newforum.stargate-project.de/</link>
		<description><![CDATA[Stargate Project Forum - https://newforum.stargate-project.de]]></description>
		<pubDate>Fri, 10 Apr 2026 16:55:25 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Aus den Aufzeichnungen des Rodders McKay]]></title>
			<link>https://newforum.stargate-project.de/showthread.php?tid=521</link>
			<pubDate>Sun, 15 Mar 2026 18:50:06 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://newforum.stargate-project.de/member.php?action=profile&uid=2">Redlum</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://newforum.stargate-project.de/showthread.php?tid=521</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Titel:</span> Aus den Aufzeichnungen des Rodders McKay<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Kapitel:</span> 8<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Genre:</span> Humor, AU<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Anmerkung:</span> Geschrieben wurde diese Fanfiction zum SG-P-ReverseBang 2015. Dabei erstellten FanArt-Künstler zunächst Kunstwerke, von denen sich im Anschluss Fanfiction-Autoren zu Geschichten inspirieren ließen. Diese FF entstand dabei zu folgendem FanArt von John's Chaya (Der Titel wurde später ergänzt):<br />
<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://newforum.stargate-project.de/images/attachtypes/image.png" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
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<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Vorwort:</span></div>
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Der folgende Text geht zurück auf Teile von Aufzeichnungen eines gewissen Rodders McKay, einem Kanadier der sich Mitte des neunzehnten Jahrhunderts als Cowboy durch den Wilden Westen schlug. Diese wurden vor kurzem in dessen Hinterlassenschaften entdeckt.</span></div>
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Die hier von Rodders geschilderten Ereignisse konnten nicht auf ihre Echtheit verifiziert werden.</span></div>
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Es existieren Texte anderer Zeitzeugen, die sich aber nicht zwingend mit denen von Rodders decken. Wir haben diese, soweit möglich, den Aufzeichnungen hinzugefügt, damit sich der Leser selbst ein Bild davon machen kann, wie sich die Ereignisse vor eineinhalb Jahrhunderten wohl am wahrscheinlichsten zugetragen haben mögen.</span></div>
<br />
<br />
<br />
<br />
<div style="text-align: right;" class="mycode_align">1. September 1859</div>
<br />
<br />
Die Stadt ist sicher. Vor fünf Monaten bin ich nach Saint Lantus gekommen und habe in der Zwischenzeit viel für die Sicherheit hier getan. Die Banditen sind vertrieben oder eingekerkert. Es ist kein Vergleich zu den Verhältnissen, welche hier bei meiner Ankunft geherrscht haben, aber mit viel Schweiß und einer flinken, zielsicheren rechten Hand, die schneller feuern kann als die linke, habe ich den Menschen hier ihre Lebensfreude zurückgegeben.<br />
<br />
Gerne würde hier ich noch länger meiner Aufgabe nachgehen und die Einwohner in meiner Funktion als Sheriff beschützen und zur Seite stehen, aber ich bin nun mal der Beste und wenn die Bösen irgendwo anders ihre Schandtaten treiben, kann ich mich nicht einfach auf die faule Haut legen. Deswegen wird es langsam Zeit meine Revolver zu packen und mich mit Sheppard, so heißt mein edles Ross von reinrassiger Lippizanerherkunft, (benannt nach einem Erdferkel welches ich mal besaß) auf den Weg machen um mich in weitere waghalsige Abenteuer zu stürzen.<br />
<br />
Es war ein schwerer Abschied. Besonders der Bürgermeister hier, Mister Zelekus, ein Nordeuropäer, ich glaube Russe, war schwer enttäuscht und hat mich auf Knien angefleht zu bleiben. Aber ich konnte ihm schließlich klar machen, dass auch andere Städte von meinem Heldenmut profitieren sollten und der Kampf gegen das Böse weiter geführt werden muss. Glücklicherweise hatte er schon einen Nachfolger im Blick, sodass ich die Stadt nicht völlig ungeschützt zurück lasse, auch wenn mir dieser nicht besonders fähig erscheint. Er heißt Roson, ist Franzose und macht einen etwas minderbemittelten Eindruck. Aber wie gesagt, viel zu tun gibt es hier ohnehin nicht mehr, nachdem ich das letzte halbe Jahr tüchtig aufgeräumt habe.<br />
<br />
Zelenkus hat mir eine letzte Aufgabe anvertraut: Ein Doktor Brown tritt heute ebenfalls den Weg gen Süden an. Ich soll für sicheres Geleit sorgen, solange sich unsere Wege überschneiden. Während ich das schreibe, höre ich Schritte. Ich denke, dass das Doktor Brown ist. Sheppard ist gesattelt und schart schon ungeduldig mit den Hufen. Damit können wir nun schweren Herzens aufbrechen.<br />
<br />
Saint Lantus wird für immer in meinem Herzen bleiben.<br />
<br />
R.M.M.<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<div style="text-align: right;" class="mycode_align">1. September 1859</div>
<br />
<br />
Endlich. Nach Monaten habe ich unseren selbsternannten „Sheriff“ endlich dazu bekommen die Stadt zu verlassen. Es hat viel guten Zuredens gebraucht, bis Rodders endlich bereit war seine Sachen zu packen. Es war ein großer Fehler ihn überhaupt einzustellen. Außer am Essen rumzumekeln hat er nicht viel zustande gebracht.<br />
Einen Nachfolger habe ich bereits eingestellt. Nicht dass wir auf die Schnelle einen brauchen würden. Nachdem uns während Rodders Dienstzeit schon alles wertvolle geklaut wurde, machen die Halunken einen weiten Bogen um Saint Lantus. Aber unter dem wachsamen Auge von Rouson fühlen sich die Einwohner doch etwas sicherer.<br />
<br />
Wie vermisse ich in solchen Momenten mein kleines tschechisches Heimatdorf und meine Taubenzucht.<br />
<br />
Katie Brown verlässt uns ebenfalls, sie will ihre Eltern im Süden der USA besuchen. Ich bat sie ein paar Tage früher als geplant aufzubrechen, das erste Stück zusammen mit Rodders zu reisen und ein wenig auf ihn acht zu geben. Nicht dass er noch einen dummen Tod innerhalb unserer Gemeindegrenzen stirbt. Das wäre das Letzte was wir brauchen können.<br />
<br />
Ansonsten sehe ich jetzt wieder froh Gemut in die Zukunft.<br />
<br />
<br />
R.Z.<br />
1. Bürgermeister von Saint Lantus<br />
<br />
<br />
[Aus: Saint Lantus – 1859; S.359]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Titel:</span> Aus den Aufzeichnungen des Rodders McKay<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Kapitel:</span> 8<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Genre:</span> Humor, AU<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Anmerkung:</span> Geschrieben wurde diese Fanfiction zum SG-P-ReverseBang 2015. Dabei erstellten FanArt-Künstler zunächst Kunstwerke, von denen sich im Anschluss Fanfiction-Autoren zu Geschichten inspirieren ließen. Diese FF entstand dabei zu folgendem FanArt von John's Chaya (Der Titel wurde später ergänzt):<br />
<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><!-- start: postbit_attachments_attachment -->
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<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Vorwort:</span></div>
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Der folgende Text geht zurück auf Teile von Aufzeichnungen eines gewissen Rodders McKay, einem Kanadier der sich Mitte des neunzehnten Jahrhunderts als Cowboy durch den Wilden Westen schlug. Diese wurden vor kurzem in dessen Hinterlassenschaften entdeckt.</span></div>
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Die hier von Rodders geschilderten Ereignisse konnten nicht auf ihre Echtheit verifiziert werden.</span></div>
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<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Es existieren Texte anderer Zeitzeugen, die sich aber nicht zwingend mit denen von Rodders decken. Wir haben diese, soweit möglich, den Aufzeichnungen hinzugefügt, damit sich der Leser selbst ein Bild davon machen kann, wie sich die Ereignisse vor eineinhalb Jahrhunderten wohl am wahrscheinlichsten zugetragen haben mögen.</span></div>
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<div style="text-align: right;" class="mycode_align">1. September 1859</div>
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Die Stadt ist sicher. Vor fünf Monaten bin ich nach Saint Lantus gekommen und habe in der Zwischenzeit viel für die Sicherheit hier getan. Die Banditen sind vertrieben oder eingekerkert. Es ist kein Vergleich zu den Verhältnissen, welche hier bei meiner Ankunft geherrscht haben, aber mit viel Schweiß und einer flinken, zielsicheren rechten Hand, die schneller feuern kann als die linke, habe ich den Menschen hier ihre Lebensfreude zurückgegeben.<br />
<br />
Gerne würde hier ich noch länger meiner Aufgabe nachgehen und die Einwohner in meiner Funktion als Sheriff beschützen und zur Seite stehen, aber ich bin nun mal der Beste und wenn die Bösen irgendwo anders ihre Schandtaten treiben, kann ich mich nicht einfach auf die faule Haut legen. Deswegen wird es langsam Zeit meine Revolver zu packen und mich mit Sheppard, so heißt mein edles Ross von reinrassiger Lippizanerherkunft, (benannt nach einem Erdferkel welches ich mal besaß) auf den Weg machen um mich in weitere waghalsige Abenteuer zu stürzen.<br />
<br />
Es war ein schwerer Abschied. Besonders der Bürgermeister hier, Mister Zelekus, ein Nordeuropäer, ich glaube Russe, war schwer enttäuscht und hat mich auf Knien angefleht zu bleiben. Aber ich konnte ihm schließlich klar machen, dass auch andere Städte von meinem Heldenmut profitieren sollten und der Kampf gegen das Böse weiter geführt werden muss. Glücklicherweise hatte er schon einen Nachfolger im Blick, sodass ich die Stadt nicht völlig ungeschützt zurück lasse, auch wenn mir dieser nicht besonders fähig erscheint. Er heißt Roson, ist Franzose und macht einen etwas minderbemittelten Eindruck. Aber wie gesagt, viel zu tun gibt es hier ohnehin nicht mehr, nachdem ich das letzte halbe Jahr tüchtig aufgeräumt habe.<br />
<br />
Zelenkus hat mir eine letzte Aufgabe anvertraut: Ein Doktor Brown tritt heute ebenfalls den Weg gen Süden an. Ich soll für sicheres Geleit sorgen, solange sich unsere Wege überschneiden. Während ich das schreibe, höre ich Schritte. Ich denke, dass das Doktor Brown ist. Sheppard ist gesattelt und schart schon ungeduldig mit den Hufen. Damit können wir nun schweren Herzens aufbrechen.<br />
<br />
Saint Lantus wird für immer in meinem Herzen bleiben.<br />
<br />
R.M.M.<br />
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<div style="text-align: right;" class="mycode_align">1. September 1859</div>
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<br />
Endlich. Nach Monaten habe ich unseren selbsternannten „Sheriff“ endlich dazu bekommen die Stadt zu verlassen. Es hat viel guten Zuredens gebraucht, bis Rodders endlich bereit war seine Sachen zu packen. Es war ein großer Fehler ihn überhaupt einzustellen. Außer am Essen rumzumekeln hat er nicht viel zustande gebracht.<br />
Einen Nachfolger habe ich bereits eingestellt. Nicht dass wir auf die Schnelle einen brauchen würden. Nachdem uns während Rodders Dienstzeit schon alles wertvolle geklaut wurde, machen die Halunken einen weiten Bogen um Saint Lantus. Aber unter dem wachsamen Auge von Rouson fühlen sich die Einwohner doch etwas sicherer.<br />
<br />
Wie vermisse ich in solchen Momenten mein kleines tschechisches Heimatdorf und meine Taubenzucht.<br />
<br />
Katie Brown verlässt uns ebenfalls, sie will ihre Eltern im Süden der USA besuchen. Ich bat sie ein paar Tage früher als geplant aufzubrechen, das erste Stück zusammen mit Rodders zu reisen und ein wenig auf ihn acht zu geben. Nicht dass er noch einen dummen Tod innerhalb unserer Gemeindegrenzen stirbt. Das wäre das Letzte was wir brauchen können.<br />
<br />
Ansonsten sehe ich jetzt wieder froh Gemut in die Zukunft.<br />
<br />
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R.Z.<br />
1. Bürgermeister von Saint Lantus<br />
<br />
<br />
[Aus: Saint Lantus – 1859; S.359]]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Verbot von KI bei Fanfictions im Forum]]></title>
			<link>https://newforum.stargate-project.de/showthread.php?tid=445</link>
			<pubDate>Thu, 04 Dec 2025 19:18:26 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://newforum.stargate-project.de/member.php?action=profile&uid=2">Redlum</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://newforum.stargate-project.de/showthread.php?tid=445</guid>
			<description><![CDATA[Wir haben uns dazu entschieden KI bei Fanfictions etc. im Forum zu verbieten. Den entsprechenden Post dazu, wo ihr auch Fragen oder Meinungen zu unserer Entscheidung loswerden und darüber diskutieren könnt, findet ihr hier: <br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><a href="https://newforum.stargate-project.de/showthread.php?tid=443" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&gt;&gt;&gt; Link &lt;&lt;&lt;</a></span></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Wir haben uns dazu entschieden KI bei Fanfictions etc. im Forum zu verbieten. Den entsprechenden Post dazu, wo ihr auch Fragen oder Meinungen zu unserer Entscheidung loswerden und darüber diskutieren könnt, findet ihr hier: <br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><a href="https://newforum.stargate-project.de/showthread.php?tid=443" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&gt;&gt;&gt; Link &lt;&lt;&lt;</a></span></div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Valas Weihnachtsfeiervorbereitung]]></title>
			<link>https://newforum.stargate-project.de/showthread.php?tid=440</link>
			<pubDate>Wed, 03 Dec 2025 18:06:56 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://newforum.stargate-project.de/member.php?action=profile&uid=2">Redlum</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://newforum.stargate-project.de/showthread.php?tid=440</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Titel:</span> Valas Weihnachtsfeiervorbereitung<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Serie:</span> SG-1<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zeitliche Einordnung:</span> Nach der 10. Staffel<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wörter:</span> ca. 1100<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Anmerkung:</span> Erstveröffentlicht als 15. Türchen im Stargate-Project-Adventskalender 2013.<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
Wieso? Wieso musste eigentlich immer er für solche Aufgaben herhalten? Siler schluckte schwer und sah in die Tiefe des Schachtes, in welchen vor so vielen Jahren das Sternentor an seinen altbekannten Platz im Cheyenne Mountain herabgelassen worden war.<br />
Nach scheinbar unendlich langer Zeit riss er sich von der Schwärze los und sah auf. „Wieso?“<br />
<br />
Vala, welche sich dieses Jahr die Organisation für die Weihnachtsfeier im SGC unter den Nagel gerissen hatte, sah Siler irritiert an. „Wieso was?“<br />
<br />
„Wieso soll ich da heute Abend runterspringen?“<br />
<br />
„Na weil es bestimmt gut ankommt, wenn zu Süßer die Engel nie fallen, tatsächlich ein Engel den Kamin herunter gesaust kommt.“<br />
<br />
„Aber das Lied heißt doch Süßer die Glocken nie klingen!“<br />
<br />
„Ich hab den Text umgedichtet, damit es besser zu dieser tollen Showeinlage passt“, strahlte Vala.<br />
<br />
„Ja, super Showeinlage …“<br />
<br />
„Sie sind mit einem Geschirr gesichert, es kann also gar nichts schief gehen“, lächelte Vala Siler an. „Und hier, dass gehört auch noch dazu“, dabei überreichte sie ihm ein Päckchen.<br />
<br />
„Was ist da drin?“, seufzte Siler resignierend.<br />
<br />
„Ihr Kostüm“, strahlte Vala. „Ein Trenchcoat“,<br />
<br />
„Ein Trenchcoat?!“<br />
<br />
Vala nickte. „Man soll Sie ja auch als Engel erkennen. Ich habe recherchiert und das tragen Engel heutzutage anscheinend.“<br />
<br />
Siler war im ersten Moment zu verblüfft um darauf etwas zu erwidern. Er sah noch einmal in die Tiefe und versuchte sich zu sammeln. Als er dreimal tief ein- und ausgeatmet hatte und wieder aufsah, um Vala zu fragen wo sie das recherchiert hatte, musste er feststellen, dass er alleine war.<br />
Vala war wohl schon zu ihrer nächsten Station unterwegs.<br />
<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">***</div>
<br />
Als Vala aus dem Fahrstuhl stieg und in Richtung Torraum gehen wollte, wurde sie von Teal’c abgefangen, welcher beide Hände hinter dem Rücken hatte. „Vala Mal Doran? Kann ich dich kurz sprechen?“<br />
<br />
Vala blieb stehen. „Klar Teal’c. Was gibt’s? Sag nicht dass mit dem Rentier etwas nicht in Ordnung ist. Das brauchen wir für …“<br />
<br />
Teal’c streckte eine Hand nach vorne, um Valas Redefluss im Keim zu ersticken. „Mit dem Rentier ist alles in Ordnung. Ich habe es in General Landrys Quartier untergestellt, wie du es vorgeschlagen hast. Es geht um das hier.“ Dabei holte er auch seine zweite Hand hinter dem Rücken hervor, in welcher er ein Spielzeuglichtschwert hielt, das im Dunkeln leuchten konnte.<br />
<br />
„Was ist damit?“<br />
<br />
Teal’c machte ein ernstes Gesicht. „Es ehrt dich, dass du für alle Anwesenden ein Geschenk besorgt hast, Vala Mal Doran. Aber ich glaube nicht, dass das das passende für meinen Sohn ist. Er kennt Star Wars nicht. Außerdem ist Rya’c jetzt fast 30 und wurde bereits im Alter von fünf Jahren von Master Bra’tac im Umgang mit echten Stabwaffen geschult. Ich fürchte hiermit wird er nicht viel anfangen können.“<br />
<br />
„Oh.“ Vala nahm Teal’c das Plastiklichtschwert ab. „Danke für deine Ehrlichkeit. Dann besorge ich dem Armen am besten eine Star-Wars-Trilogie.“<br />
<br />
Teal’c neigte den Kopf zum Zeichen seines Einverständnisses. „Bitte die ursprüngliche. Sie ist um ein vielfaches ansprechender als die neuen Episoden.“<br />
<br />
„Sehe ich genauso.“<br />
<br />
„Und hierfür“, Teal’c nickte zu dem Spielzeuglichtschwert, „wird sich bestimmt auch noch jemand finden.“<br />
<br />
„Hmmm.“ Vala betrachtete es und schaltete es gedankenverloren ein und aus. „Ich denke ich schenke es einfach General Landry. Er hat eine schwache Blase und muss nachts oft aufstehen …“<br />
<br />
„… und damit kann er sich den Weg erhellen“, vollendete Teal’c den Gedanken. „Ich denke dass ist eine gute Idee. Der General wird begeistert sein.“<br />
<br />
„Glaubst du wirklich?“<br />
<br />
Teal’c zog eine Augenbraue nach oben. „Inkontinenz wird in diesem Teil der Galaxis gerne totgeschwiegen. Er wird glücklich sein, dass sich jemand seiner Probleme angenommen und sich Gedanken um seine Empfindlichkeiten gemacht hat.“<br />
<br />
„Ja, dass denke ich auch“, strahlte Vala. „Ich bin gerade auf dem Weg zum Torraum, um zu sehen wie Sam, Lee und Felger vorankommen. Kommst du mit?“<br />
<br />
„Es wäre mir eine Ehre, Vala Mal Doran, aber ich muss noch Donuts besorgen, um daraus meine berühmtenPlätzchen zu backen.“<br />
<br />
„Dann las dich mal nicht aufhalten Muskelprotz.“<br />
<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">***</div>
<br />
Als Vala den Kontrollraum erreichte, sah sie Sam und Daniel, die durch die Glasfront in den Torraum hinabblickten. Vala trat zu ihnen und sah, dass das Stargate aktiviert war. Gerade kamen Mitchell und SG-6 zurück und brachten eine große Herde Schafe von D7S-496 fürs Krippenspiel mit.<br />
<br />
„Oh wundervoll“, Vala klatschte begeistert in die Hände.<br />
<br />
In diesem Moment sah Mitchell zu ihnen auf und zeigte auf die Schafe. „Wo sollen die hin?“<br />
<br />
Vala überlegte kurz. „Bringt sie am besten in den Konferenzraum. Und wenn sie dort nicht alle Platz haben …“, Vala zog einen Zettel hervor, auf dem sie die ganze Planung haarklein aufgeschrieben hatte, „… sollte in Landrys Büro noch ein bisschen Platz sein.“<br />
<br />
Mitchell drehte sich zu SG-6 um. „Ihr habt Vala gehört. Also los!“<br />
<br />
Carter drehte sich zu Vala um. „Landrys Büro? Ich weiß wirklich nicht ob das so eine gute …“<br />
<br />
Daniel legte eine Hand auf Carters Schulter. „Las sie ruhig Sam. Wo sollten sie sonst hin, alle anderen Räumlichkeiten sind ja schon mit Weihnachtskram vollgestellt.“<br />
<br />
„Danke Daniel“, lächelte Vala und wandte sich dann wieder Sam zu. „Wo sind Lee und Felger?“<br />
<br />
„Ich hab sie weggeschickt. Ohne sie kam ich schneller voran.“<br />
<br />
„Heißt dass du bist fertig?“, fragte Vala hoffnungsvoll.<br />
<br />
Carter grinste und drückte einen Taste auf der Tastatur die vor ihr lag. Die Cheverons des Sternentors leuchteten synchron auf und fingen an im Takt von Jingle-Bells zu blinken. Sie drückte einen weiteren Knopf und der Blinkrhythmus wechselte zu O Tannenbaum. „Dann hätten wir noch Ihr Kinderlein kommet, Stille Nacht …“<br />
<br />
„Oh wunderbar!“ Vala klatschte begeistert in die Hände. „Sam, du bist die Beste!“ Dann zog sie wieder ihren Zettel hervor. „Mal sehen, wo ich als nächstes nach dem Rechten sehen muss …“<br />
<br />
Carter blickte Vala hinterher, als sie in Richtung Waffenkammer verschwand, wobei sie ein paar verirrten Schafen ausweichen musste. Dann sah sie Daniel an. „Wieso sollte ich nichts dagegen einwenden, dass die Schafe in Landrys Büro untergebracht werden? Der General wird davon bestimmt nicht begeistert sein.“<br />
<br />
Daniel zuckte mit den Schultern. „Es ist wie ich sagte. Wo sollen sie sonst hin? Außerdem ist der General gerade auf der Krankenstation.“<br />
<br />
„Was?“ Sam sah Daniel entsetzt an. „Wieso?“<br />
<br />
Daniel grinste. „Nur ein leichter Schwächeanfall. Als er sein Quartier betrat und dort ein Rentier stand, welches sämtliche Uniformen von ihm angeknabbert, ein größeres Geschäft auf seinem Bett hinterlassen und einen … ahm … nicht so angenehmen Geruch verbreitet hat, hat er dass wohl nicht so gut verkraftet. Also egal, ob Mitchell die Schafe in Landrys Büro zwischenlagert oder nicht, es wird sowieso die letzte Weihnachtsfeier gewesen sein, die Vala organisiert hat …“<br />
<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">-ENDE-</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Titel:</span> Valas Weihnachtsfeiervorbereitung<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Serie:</span> SG-1<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zeitliche Einordnung:</span> Nach der 10. Staffel<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wörter:</span> ca. 1100<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Anmerkung:</span> Erstveröffentlicht als 15. Türchen im Stargate-Project-Adventskalender 2013.<br />
<br />
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<br />
Wieso? Wieso musste eigentlich immer er für solche Aufgaben herhalten? Siler schluckte schwer und sah in die Tiefe des Schachtes, in welchen vor so vielen Jahren das Sternentor an seinen altbekannten Platz im Cheyenne Mountain herabgelassen worden war.<br />
Nach scheinbar unendlich langer Zeit riss er sich von der Schwärze los und sah auf. „Wieso?“<br />
<br />
Vala, welche sich dieses Jahr die Organisation für die Weihnachtsfeier im SGC unter den Nagel gerissen hatte, sah Siler irritiert an. „Wieso was?“<br />
<br />
„Wieso soll ich da heute Abend runterspringen?“<br />
<br />
„Na weil es bestimmt gut ankommt, wenn zu Süßer die Engel nie fallen, tatsächlich ein Engel den Kamin herunter gesaust kommt.“<br />
<br />
„Aber das Lied heißt doch Süßer die Glocken nie klingen!“<br />
<br />
„Ich hab den Text umgedichtet, damit es besser zu dieser tollen Showeinlage passt“, strahlte Vala.<br />
<br />
„Ja, super Showeinlage …“<br />
<br />
„Sie sind mit einem Geschirr gesichert, es kann also gar nichts schief gehen“, lächelte Vala Siler an. „Und hier, dass gehört auch noch dazu“, dabei überreichte sie ihm ein Päckchen.<br />
<br />
„Was ist da drin?“, seufzte Siler resignierend.<br />
<br />
„Ihr Kostüm“, strahlte Vala. „Ein Trenchcoat“,<br />
<br />
„Ein Trenchcoat?!“<br />
<br />
Vala nickte. „Man soll Sie ja auch als Engel erkennen. Ich habe recherchiert und das tragen Engel heutzutage anscheinend.“<br />
<br />
Siler war im ersten Moment zu verblüfft um darauf etwas zu erwidern. Er sah noch einmal in die Tiefe und versuchte sich zu sammeln. Als er dreimal tief ein- und ausgeatmet hatte und wieder aufsah, um Vala zu fragen wo sie das recherchiert hatte, musste er feststellen, dass er alleine war.<br />
Vala war wohl schon zu ihrer nächsten Station unterwegs.<br />
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<div style="text-align: center;" class="mycode_align">***</div>
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Als Vala aus dem Fahrstuhl stieg und in Richtung Torraum gehen wollte, wurde sie von Teal’c abgefangen, welcher beide Hände hinter dem Rücken hatte. „Vala Mal Doran? Kann ich dich kurz sprechen?“<br />
<br />
Vala blieb stehen. „Klar Teal’c. Was gibt’s? Sag nicht dass mit dem Rentier etwas nicht in Ordnung ist. Das brauchen wir für …“<br />
<br />
Teal’c streckte eine Hand nach vorne, um Valas Redefluss im Keim zu ersticken. „Mit dem Rentier ist alles in Ordnung. Ich habe es in General Landrys Quartier untergestellt, wie du es vorgeschlagen hast. Es geht um das hier.“ Dabei holte er auch seine zweite Hand hinter dem Rücken hervor, in welcher er ein Spielzeuglichtschwert hielt, das im Dunkeln leuchten konnte.<br />
<br />
„Was ist damit?“<br />
<br />
Teal’c machte ein ernstes Gesicht. „Es ehrt dich, dass du für alle Anwesenden ein Geschenk besorgt hast, Vala Mal Doran. Aber ich glaube nicht, dass das das passende für meinen Sohn ist. Er kennt Star Wars nicht. Außerdem ist Rya’c jetzt fast 30 und wurde bereits im Alter von fünf Jahren von Master Bra’tac im Umgang mit echten Stabwaffen geschult. Ich fürchte hiermit wird er nicht viel anfangen können.“<br />
<br />
„Oh.“ Vala nahm Teal’c das Plastiklichtschwert ab. „Danke für deine Ehrlichkeit. Dann besorge ich dem Armen am besten eine Star-Wars-Trilogie.“<br />
<br />
Teal’c neigte den Kopf zum Zeichen seines Einverständnisses. „Bitte die ursprüngliche. Sie ist um ein vielfaches ansprechender als die neuen Episoden.“<br />
<br />
„Sehe ich genauso.“<br />
<br />
„Und hierfür“, Teal’c nickte zu dem Spielzeuglichtschwert, „wird sich bestimmt auch noch jemand finden.“<br />
<br />
„Hmmm.“ Vala betrachtete es und schaltete es gedankenverloren ein und aus. „Ich denke ich schenke es einfach General Landry. Er hat eine schwache Blase und muss nachts oft aufstehen …“<br />
<br />
„… und damit kann er sich den Weg erhellen“, vollendete Teal’c den Gedanken. „Ich denke dass ist eine gute Idee. Der General wird begeistert sein.“<br />
<br />
„Glaubst du wirklich?“<br />
<br />
Teal’c zog eine Augenbraue nach oben. „Inkontinenz wird in diesem Teil der Galaxis gerne totgeschwiegen. Er wird glücklich sein, dass sich jemand seiner Probleme angenommen und sich Gedanken um seine Empfindlichkeiten gemacht hat.“<br />
<br />
„Ja, dass denke ich auch“, strahlte Vala. „Ich bin gerade auf dem Weg zum Torraum, um zu sehen wie Sam, Lee und Felger vorankommen. Kommst du mit?“<br />
<br />
„Es wäre mir eine Ehre, Vala Mal Doran, aber ich muss noch Donuts besorgen, um daraus meine berühmtenPlätzchen zu backen.“<br />
<br />
„Dann las dich mal nicht aufhalten Muskelprotz.“<br />
<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">***</div>
<br />
Als Vala den Kontrollraum erreichte, sah sie Sam und Daniel, die durch die Glasfront in den Torraum hinabblickten. Vala trat zu ihnen und sah, dass das Stargate aktiviert war. Gerade kamen Mitchell und SG-6 zurück und brachten eine große Herde Schafe von D7S-496 fürs Krippenspiel mit.<br />
<br />
„Oh wundervoll“, Vala klatschte begeistert in die Hände.<br />
<br />
In diesem Moment sah Mitchell zu ihnen auf und zeigte auf die Schafe. „Wo sollen die hin?“<br />
<br />
Vala überlegte kurz. „Bringt sie am besten in den Konferenzraum. Und wenn sie dort nicht alle Platz haben …“, Vala zog einen Zettel hervor, auf dem sie die ganze Planung haarklein aufgeschrieben hatte, „… sollte in Landrys Büro noch ein bisschen Platz sein.“<br />
<br />
Mitchell drehte sich zu SG-6 um. „Ihr habt Vala gehört. Also los!“<br />
<br />
Carter drehte sich zu Vala um. „Landrys Büro? Ich weiß wirklich nicht ob das so eine gute …“<br />
<br />
Daniel legte eine Hand auf Carters Schulter. „Las sie ruhig Sam. Wo sollten sie sonst hin, alle anderen Räumlichkeiten sind ja schon mit Weihnachtskram vollgestellt.“<br />
<br />
„Danke Daniel“, lächelte Vala und wandte sich dann wieder Sam zu. „Wo sind Lee und Felger?“<br />
<br />
„Ich hab sie weggeschickt. Ohne sie kam ich schneller voran.“<br />
<br />
„Heißt dass du bist fertig?“, fragte Vala hoffnungsvoll.<br />
<br />
Carter grinste und drückte einen Taste auf der Tastatur die vor ihr lag. Die Cheverons des Sternentors leuchteten synchron auf und fingen an im Takt von Jingle-Bells zu blinken. Sie drückte einen weiteren Knopf und der Blinkrhythmus wechselte zu O Tannenbaum. „Dann hätten wir noch Ihr Kinderlein kommet, Stille Nacht …“<br />
<br />
„Oh wunderbar!“ Vala klatschte begeistert in die Hände. „Sam, du bist die Beste!“ Dann zog sie wieder ihren Zettel hervor. „Mal sehen, wo ich als nächstes nach dem Rechten sehen muss …“<br />
<br />
Carter blickte Vala hinterher, als sie in Richtung Waffenkammer verschwand, wobei sie ein paar verirrten Schafen ausweichen musste. Dann sah sie Daniel an. „Wieso sollte ich nichts dagegen einwenden, dass die Schafe in Landrys Büro untergebracht werden? Der General wird davon bestimmt nicht begeistert sein.“<br />
<br />
Daniel zuckte mit den Schultern. „Es ist wie ich sagte. Wo sollen sie sonst hin? Außerdem ist der General gerade auf der Krankenstation.“<br />
<br />
„Was?“ Sam sah Daniel entsetzt an. „Wieso?“<br />
<br />
Daniel grinste. „Nur ein leichter Schwächeanfall. Als er sein Quartier betrat und dort ein Rentier stand, welches sämtliche Uniformen von ihm angeknabbert, ein größeres Geschäft auf seinem Bett hinterlassen und einen … ahm … nicht so angenehmen Geruch verbreitet hat, hat er dass wohl nicht so gut verkraftet. Also egal, ob Mitchell die Schafe in Landrys Büro zwischenlagert oder nicht, es wird sowieso die letzte Weihnachtsfeier gewesen sein, die Vala organisiert hat …“<br />
<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">-ENDE-</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Stargate Highlander- The Untold Story]]></title>
			<link>https://newforum.stargate-project.de/showthread.php?tid=427</link>
			<pubDate>Fri, 28 Nov 2025 23:01:58 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://newforum.stargate-project.de/member.php?action=profile&uid=55">Timelord</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://newforum.stargate-project.de/showthread.php?tid=427</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Stargate Highlander- The Untold Story</span></span></span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Die folgende Story wurde von mir ungefähr 2007 geschrieben, nachdem ich mir damals den fünften Teil der Highlander Saga angesehen habe und so dermaßen enttäuscht war Die Story bestand ursprünglich aus 2 Teilen „The Source“ &amp; „Remember the Past“, die ich hier zu einer Story vereint und überarbeitet habe.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Die Rechte gehören denen, denen sie gehören. Diese Geschichte wurde nur zum Spaß geschrieben.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Serie: SG-1/Highlander</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Rating: PG</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">---</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
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<!-- end: postbit_attachments_attachment --></span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Prolog</span><br />
</span><br />
<br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Er rannte. Sein Herz überschlug sich in seiner Brust und das Gewicht des Schwertes lastete schwer auf seinem Rücken. Äste und Blätter peitschten ihm ins Gesicht, doch er fühlte den Schmerz nicht. Er fühlte nichts außer der Angst vor seinem Verfolger. In der rechten Hand hielt er ein Handy, dessen kaltes Metall sich wie ein letzter Rest Verstand in seine zitternde Handfläche grub.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Der Mann hielt kurz inne und sah hinter sich. Es war nichts zu sehen. Alles schien unberührt, still, als hätte der Wald selbst den Atem angehalten. Doch er wusste, dass jemand – oder etwas – da war. Etwas, das Jagd auf ihn machte, seit er die Höhle tief im Erdinneren verlassen hatte. Seit dem Moment, in dem er den Hinweis gefunden hatte. Seitdem war jede Sekunde ein Wettlauf gegen den Tod.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Ein kurzes Piepen seines Handys riss ihn aus seinen Gedanken. Endlich, dachte er und drückte hektisch eine Kurzwahltaste. Es schien eine Ewigkeit zu dauern, bis ein Freizeichen ertönte. Sein Blick huschte nervös durch die Schatten der Bäume, jeder Laut ließ seine Muskeln erzittern. Das Knacken von Holz ließ ihn reflexartig sein Schwert ziehen.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Das Toledo-Schwert war ein Meisterstück der neuesten Generation – glänzendes, sorgfältig geschliffenes Silber, ein lederumwickelter Griff, der perfekt in seiner Hand lag. Ein Werkzeug, das seit Jahrhunderten den Ruf hatte, selbst Ungeheuern ein Ende zu bereiten. Doch plötzlich erschien es ihm viel zu leicht, viel zu klein.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Am anderen Ende der Leitung knackte es, dann erklang ein kurzes, knappes Hallo. Es war Methos.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Der Mann ließ sein Gegenüber nicht zu Wort kommen. „Methos, ich hab ihn gefunden. Den Hinweis, der uns zur Quelle führt… es ist alles…“</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Doch er verstummte. Seine Stimme blieb ihm im Hals stecken angesichts dessen, was vor ihm aus den Schatten trat.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Das Wesen war über zwei Meter groß. Seine Haut war blass, beinahe durchscheinend, als würde ein kaltes, unirdisches Licht unter der Oberfläche pulsieren. Kopf und Hals steckten in einem übergroßen Helm, dessen glatte, dunkle Oberfläche keinerlei Gesichtszüge erahnen ließ. Es wirkte wie ein Relikt aus einer Zeit, in der Menschen nicht einmal ein Flüstern in der Dunkelheit waren.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Er ließ das Handy fallen. Es landete dumpf im Moos. Mit beiden Händen packte er das Schwert, stellte die Beine schulterbreit auseinander und atmete tief ein. Wenn er sterben würde, dann stehend – nicht schreiend, nicht fliehend.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Die Hände des Wesens, die eher monströsen Greifklauen ähnelten, griffen nach hinten und zogen ein Schwert hervor, das fast so groß war wie ein ausgewachsener Mann. Die Klinge war schwarz wie Obsidian und schimmerte dennoch, als würde sie eigenes Leben in sich tragen.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Die Stimme des Wesens schien aus den tiefsten Schluchten der Hölle selbst zu stammen, als es sprach:</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Es kann nur einen geben.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Ein Beben ging durch den Wald. Der Mann presste die Lippen zusammen. Er wusste, dass dieser Satz nicht nur eine Drohung war. Es war ein Urteil.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Das Wesen schwang sein Schwert. Eine einzige Bewegung – präzise, erbarmungslos, schneller als der Wind.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Sein Toledo-Schwert splitterte in unzählige glitzernde Teile, die wie silberner Regen durch die Luft tanzten. Einen Herzschlag später spürte er den kalten Einschlag der Klinge, ein letzter Moment zwischen Schmerz und Leere, bevor die Welt um ihn herum in Dunkelheit versank.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Der Kopf des Mannes löste sich von seinen Schultern.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Und der Wald war wieder still. Nur das Handy lag noch dort, der Bildschirm flackernd, Methos' Stimme gedämpft aus der Tiefe der Erde:</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„…Hallo? Bist du noch dran?“</span><br />
<br />
<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Part I</span></span></div>
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Methos lauschte angestrengt, doch er hörte nichts mehr außer dem Brechen von Stahl und einem Geräusch, das klang, als ob etwas Schweres auf den Boden gefallen wäre. Ein dumpfer Aufprall, gefolgt von einem kurzen, unnatürlich klingenden Kreischen des absterbenden Signals. Kurz darauf wurde die Verbindung unterbrochen.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><br />
Ein kaltes Schweigen erfüllte den Raum. Methos hielt das Telefon noch immer ans Ohr, obwohl längst nur noch Stille auf der Leitung war. Schließlich senkte er es langsam, als hätte die letzte Regung seines alten Freundes noch darin widergehallt.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Er konnte sich lebhaft vorstellen, was nun geschah: wie Blitze und Lichterscheinungen, die die Erneuerung begleiteten, aus dem toten Körper in den des Siegers fuhren, um damit die Essenz des anderen in sich aufzunehmen. Ein Ritual, so alt wie die Menschheit, älter als jedes aufgezeichnete Wort; ein unentrinnbarer Teil ihres Daseins. Das Quickening – Triumph und Verdammnis zugleich.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Der älteste Unsterbliche auf der Erde spürte einen Anflug von Trauer, eine dieser seltenen Regungen, die er tief in sich vergraben hielt. John Costa – so hieß das Opfer des Mörders – war ein enger Freund. Einer der wenigen, denen Methos zumindest ein Mindestmaß an Vertrauen entgegenbrachte. Er und John hatten sich mit weiteren Unsterblichen zusammengetan, um nach dem Ursprung ihrer Macht zu suchen: <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">die Quelle</span>. </span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Der Mythos, der sie alle seit Jahrhunderten verfolgte. Manche hielten sie für eine Fabel. Andere für die Wurzel allen Seins.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">John war einer Spur nachgegangen. Gerüchten zufolge sollte in Honduras jemand von den Toten auferstanden sein. Das bedeutete für Sterbliche nicht viel – Ersttode geschahen schließlich. Doch wenn man in Betracht zog, dass solche Fälle in letzter Zeit immer seltener wurden, war die Wahrscheinlichkeit ebenso groß, dass diese Person sich in der Nähe der Quelle befunden hatte. Zu groß, um den Hinweis zu ignorieren.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Methos strich sich über das Gesicht. Seine Hände fühlten sich schwer an, als trügen sie das Gewicht längst vergangener Zeitalter. Er fasste einen Entschluss. Er brauchte Hilfe. Und zwar die eines Mannes, der zwar stur, impulsiv und oftmals unvernünftig war, aber dennoch zu den stärksten lebenden Unsterblichen zählte: Duncan MacLeod.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Zuerst würde er mit Joe Dawson in Kontakt treten, um herauszufinden, wo sich MacLeod aufhielt. Seitdem dieser im Jahr zuvor gegen Jacob Kell angetreten war, schien der Highlander verändert. Dunkler. Schweigsamer. Die Tatsache, dass er, um Kell besiegen zu können, den Kopf seines engen Freundes und Clanmitglieds Connor MacLeod nehmen musste, hatte den Highlander gebrochen. Ein Sieg, der sich wie eine Niederlage anfühlte. Kurz nach Connors Beerdigung war Duncan spurlos verschwunden.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Methos zog sich sein Jacket über und packte einige Habseligkeiten in eine kleine Reisetasche. Unterwäsche, ein paar Hemden, ein Notizbuch, das er seit der Römerzeit mit sich führte, und ein abgegriffenes Foto von ihm und John, aufgenommen vor kaum zehn Jahren – ein Wimpernschlag für Unsterbliche.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Aus einer großen Glasvitrine, in der mehrere Schwerter ausgestellt waren, nahm er sich ein römisches Kurzschwert. Die Klinge war abgegriffen, doch perfekt ausbalanciert. Das Schwert war ein Geschenk Julius Caesars gewesen. In altem Latein war eine Gravur darauf zu sehen:<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Für meinen treuen Freund und Leibwächter.“</span></span></span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Methos lächelte bitter. Caesar hatte keine Ahnung gehabt, wie wenig Schutz er tatsächlich gebraucht hätte. Doch die Erinnerung wärmte ihn trotzdem, ein Relikt aus einer Zeit, in der er zumindest so getan hatte, als hätte er an Loyalität geglaubt.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Für alle Fälle“, murmelte er, schulterte die Tasche und verließ seine Wohnung. </span><br />
<br />
<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Le Blues Bar, Paris... wenige Tage später</span></span></div>
<br />
<br />
<div style="text-align: left;" class="mycode_align"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Joe Dawson saß auf einem Barhocker und stützte sich mit einem Arm auf der Theke seiner Bar ab. Die Neonbeleuchtung über ihm flackerte leicht. Er ging gerade die neuesten Berichte der Beobachter durch – Berichte voller Gewalt, voller Enthauptungen, voller Namen, die durchgestrichen wurden und niemals wieder erscheinen würden. Als das Knarren derTür ertönte, hielt er inne und drehte sich um.</span></div>
<div style="text-align: left;" class="mycode_align"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Überraschung zeichnete sich auf seinem Gesicht ab. Mit diesem Besuch hatte er nicht gerechnet.<br />
„Methos. Es ist schön, dich zu sehen. Was treibt dich in meine kleine abgelegene Spelunke?“</span></div>
<div style="text-align: left;" class="mycode_align"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Der Unsterbliche lächelte müde.<br />
„Ein Drink wär schon mal ein guter Anfang.“</span></div>
<div style="text-align: left;" class="mycode_align"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Dawson hob eine Augenbraue und sah zu seinem Barkeeper.</span></div>
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Einen doppelten Scotch für uns beide.“ Dann, zu Methos gewandt: „Setzen wir uns.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Sie nahmen an einem der kleineren Tische Platz. Kurz darauf wurden die Drinks serviert. Methos nahm seines, hielt es einen Moment gegen das Licht und leerte es dann in einem Zug.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Genug der Freundlichkeiten. Ich muss MacLeod finden.“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Joe verzog das Gesicht. „Das hat nicht zufällig etwas mit deiner Suche nach der Quelle zu tun? Oder mit dem Tod John Costas?“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Nun war es Methos, der überrascht wirkte.<br />
„Woher weißt du davon?“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Die Beobachter mögen zerstritten sein, aber wir existieren immer noch“, antwortete Joe trocken. Er rückte seine Brille zurecht und fuhr fort: „Costas Tod war nur der Anfang. Innerhalb der letzten drei Tage wurden dreiundzwanzig Enthauptungen aus dem lateinamerikanischen Raum gemeldet. So viele hatten wir in den letzten drei Jahren nicht.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Methos schloss die Augen. Das war schlimmer, als er befürchtet hatte.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Weißt du, wer es gewesen ist?“</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Dawson stand auf, ging zur Theke und nahm eines der Papiere, die dort verteilt lagen. Dann reichte er es Methos. Es war ein Schwarz-Weiß-Ausdruck einer Fotografie. Nur der Anblick des Wesens darauf ließ Methos’ Blut gefrieren.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Der Wächter“, flüsterte er. „Das ist unmöglich!“</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Methos“, sagte Joe, „du müsstest am besten wissen, dass nichts unmöglich ist. Nicht für euch.“<br />
Er trank seinen Scotch ebenfalls in einem Zug leer. „Ich weiß nicht genau, wo MacLeod ist, aber an deiner Stelle würde ich mich in Schottland umsehen. Sein letzter bekannter Aufenthaltsort war in der Nähe von Glenfinnan.“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Methos nickte langsam. „Danke, Joe.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Er stand auf, schulterte seine Tasche und verließ die Bar. Als die Tür hinter ihm ins Schloss fiel, blieb Joe Dawson allein zurück. Er starrte auf das leere Glas vor sich, das noch nach Whisky roch, und seufzte schwer.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Möge Gott euch beistehen“, murmelte er, „denn niemand sonst wird es tun.“</span><br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Stargate Kommando, Cheyenne Mountain</span></span></div>
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Bücher, alte Manuskripte, kleine Statuen und vieles andere Kleinzeug standen so dicht gedrängt auf Jacksons Schreibtisch, dass man kaum sehen konnte, wie der Archäologe in seiner Arbeit versunken war. Das flackernde Licht der Schreibtischlampe warf lange Schatten auf die umherliegenden Papiere, als hätte jeder Gegenstand seine eigene Geschichte zu erzählen. Daniel war seit Stunden in seinem Büro eingeschlossen und hatte kein Zeitgefühl mehr.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Carter war verreist, ein Kurzurlaub mit Pete, und Teal’c war mit einer wichtigen Aufgabe der Jaffa beauftragt worden. Jack nutzte die Gelegenheit vermutlich, um wieder einmal fischen zu gehen – seine ganz persönliche, meist wortlos angekündigte Auszeit. Genau wusste Daniel das allerdings nicht; als sich der Colonel verabschiedet hatte, war er bereits so tief in seinen Aufzeichnungen versunken gewesen, dass er kaum noch wahrgenommen hatte, was um ihn herum geschah. Die Worte des Colonels waren irgendwo zwischen einer altbabylonischen Steintafel und einer unleserlichen Notiz untergegangen.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Er wusste, dass eine Menge Arbeit auf ihn wartete, doch als er die Berge von Akten und alten Schriften sah, die aus verschiedenen Einsätzen mitgebracht worden waren und deren Übersetzung noch ausstand, hatte er ernsthaft in Erwägung gezogen, mit Jack zum Fischen zu fahren. Nur für ein paar Stunden. Nur, um die Augen zu entlasten – und den Kopf. Doch dann hatte ihn das schlechte Gewissen gepackt. Jeder dieser Texte konnte eine Information enthalten, die einem Team das Leben retten würde. Also blieb er.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Er nahm die Brille ab und rieb sich den Schlaf aus den Augen. Ein Blick auf die Uhr verriet ihm, dass es längst weit nach Mitternacht war. Sein Körper protestierte, die Schultern schmerzten, seine Finger waren steif vom Schreiben und Tippen. Mit einem erschöpften Seufzer ordnete er die Akten, legte die empfindlichen Manuskripte in säurefreie Umschläge und sicherte die Daten auf dem Laptop. Dann schaltete er ihn aus und gönnte damit nicht nur sich selbst, sondern auch der Maschine wohlverdiente Ruhe.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Er hatte gerade den Kopf auf die Arme gelegt und war kaum richtig eingenickt, als das Telefon losklingelte. Das grelle Geräusch riss ihn aus dem Halbschlaf, und leicht angesäuert darüber, dass jemand die Frechheit besaß, ihn aus seiner hart erkämpften Ruhe zu zerren, griff er zum Hörer.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Ja?“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Doktor Jackson, ein Anruf von Doktor Gardner aus Honduras.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Sarah</span></span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Der Name schoss ihm sofort durch den Kopf. Er richtete sich auf, plötzlich hellwach.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Stellen Sie durch.“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Ein Klicken, dann hörte er ihre Stimme – warm, leicht atemlos, wie immer, wenn sie mitten in einer Ausgrabung steckte.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Daniel, habe ich dich geweckt?“</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Er schloss für einen Moment die Augen und stellte sich vor, wie Sarah in ihrer staubigen Arbeitskleidung neben irgendeinem halb ausgegrabenen Artefakt stand, das Telefon lässig zwischen Schulter und Ohr geklemmt.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Nein, nein“, behauptete er. „Ich hatte noch zu tun. Was gibt’s?“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Wir haben heute eine Kammer gefunden, die sich unter dem Grund des Tempels befand. Sie scheint älter zu sein als das Gebäude selbst – vermutlich von den Antikern.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Sein Interesse war schlagartig geweckt.<br />
„Und deshalb rufst du mich an?“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Ja – und weil ich dich bitten wollte, herzukommen. Meine Leute kommen mit der Übersetzung der Inschriften in der Kammer nicht klar. Wir verstehen ein paar Symbole, aber der Rest… wir könnten deine Expertise gut gebrauchen.“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Daniel lächelte ein wenig. Sie wusste genau, welche Knöpfe sie drücken musste.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Ich werde mit General Hammond sprechen. Mal sehen, ob ich mich hier loseisen kann.“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Vielen Dank. Bis bald.“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Bye.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Ein Knacken verriet, dass sie aufgelegt hatte. Für einen Moment blieb Daniel still sitzen und ließ das Gesagte sacken. Eine Kammer unter einem antiken Tempel? Und möglicherweise von den Antikern? Das war zu verlockend, um es zu ignorieren.</span><br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Büro von General Hammond</span></span></div>
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Daniel stand in der Tür des Büros, während General Hammond gerade telefonierte. Die Stimme des sonst so strengen Mannes klang ungewöhnlich weich.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Gute Nacht, mein Schatz. Opa vermisst dich.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Daniel musste lächeln. Kaum etwas rührte Hammond mehr als seine Enkelin. Kurz darauf legte der General auf und richtete seine Aufmerksamkeit auf den Archäologen – ein stilles Zeichen, dass Daniel eintreten konnte.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Ihre Enkeltochter, Sir?“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Hammond nickte, seine Gesichtszüge wieder streng, aber milde. „Ja. Nun, wie kann ich Ihnen helfen, Doktor Jackson?“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Daniel setzte sich. „Ich hatte vorhin einen Anruf von Dr. Gardner. Wie Sie wissen, arbeitet sie an der Ausgrabung in Honduras. Sie haben dort eine alte Kammer entdeckt, die vermutlich auf die Antiker zurückgeht. Sie hat mich gebeten, ihr bei den Übersetzungen zu helfen.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Der General lehnte sich zurück. „SG-1 ist für die Dauer von Teal’cs Abwesenheit beurlaubt. Von meiner Seite spricht also nichts dagegen, dass Sie dorthin fliegen.“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Erstaunt darüber, nicht erst Überzeugungsarbeit leisten zu müssen, öffnete Daniel den Mund – nur um sofort wieder zu verstummen, als Hammond fortfuhr:</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Eine Bedingung habe ich.“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Daniel schloss kurz die Augen.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Ich wusste es…</span></span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Aufgrund der letzten Ereignisse, in die Sie dort verwickelt waren, bestehe ich darauf, dass Sie von Colonel O’Neill begleitet werden. Ich werde ihn umgehend informieren.“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Daniel holte Luft. „Jack wird nicht begeistert sein, Sir.“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Bei der Vorstellung von O’Neills zu erwartendem Gesichtsausdruck konnte sich Hammond ein Lächeln nicht verkneifen.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Das wird er garantiert nicht sein. Ich wünsche Ihnen dennoch viel Erfolg, Doktor.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Daniel erhob sich, bedankte sich und verließ das Büro – allerdings mit gemischten Gefühlen.<br />
Er freute sich auf die Ausgrabung, auf Sarah, auf mögliche Hinweise der Antiker… aber der Gedanke an Jack, der in Honduras schmoren musste, anstatt fischen zu gehen, brachte ihn jetzt schon zum Stöhnen.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Der Colonel würde garantiert seine üblichen Kommentare machen:<br />
Von wegen <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Warum können wir nicht einmal irgendwohin fliegen, ohne dass jemand uns erschießen will?“</span> oder <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Daniel, wenn du noch einen Stein anfasst, der uns in die Luft jagt, laufe ich zu den Tok’ra über.“</span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Und trotzdem fühlte es sich richtig an. Sobald er die Kammer untersuchen würde – sobald er die Symbole sähe –, würde alles andere in den Hintergrund treten. Jack würde fluchen, und Sarah würde mit den Schultern zucken, und Daniel würde glücklich in alten Steinen wühlen.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Es war, trotz allem, sein Leben. Und er mochte es so.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Fortsetzung folgt...</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Stargate Highlander- The Untold Story</span></span></span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Die folgende Story wurde von mir ungefähr 2007 geschrieben, nachdem ich mir damals den fünften Teil der Highlander Saga angesehen habe und so dermaßen enttäuscht war Die Story bestand ursprünglich aus 2 Teilen „The Source“ &amp; „Remember the Past“, die ich hier zu einer Story vereint und überarbeitet habe.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Die Rechte gehören denen, denen sie gehören. Diese Geschichte wurde nur zum Spaß geschrieben.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Serie: SG-1/Highlander</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Rating: PG</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">---</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
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<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Prolog</span><br />
</span><br />
<br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Er rannte. Sein Herz überschlug sich in seiner Brust und das Gewicht des Schwertes lastete schwer auf seinem Rücken. Äste und Blätter peitschten ihm ins Gesicht, doch er fühlte den Schmerz nicht. Er fühlte nichts außer der Angst vor seinem Verfolger. In der rechten Hand hielt er ein Handy, dessen kaltes Metall sich wie ein letzter Rest Verstand in seine zitternde Handfläche grub.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Der Mann hielt kurz inne und sah hinter sich. Es war nichts zu sehen. Alles schien unberührt, still, als hätte der Wald selbst den Atem angehalten. Doch er wusste, dass jemand – oder etwas – da war. Etwas, das Jagd auf ihn machte, seit er die Höhle tief im Erdinneren verlassen hatte. Seit dem Moment, in dem er den Hinweis gefunden hatte. Seitdem war jede Sekunde ein Wettlauf gegen den Tod.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Ein kurzes Piepen seines Handys riss ihn aus seinen Gedanken. Endlich, dachte er und drückte hektisch eine Kurzwahltaste. Es schien eine Ewigkeit zu dauern, bis ein Freizeichen ertönte. Sein Blick huschte nervös durch die Schatten der Bäume, jeder Laut ließ seine Muskeln erzittern. Das Knacken von Holz ließ ihn reflexartig sein Schwert ziehen.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Das Toledo-Schwert war ein Meisterstück der neuesten Generation – glänzendes, sorgfältig geschliffenes Silber, ein lederumwickelter Griff, der perfekt in seiner Hand lag. Ein Werkzeug, das seit Jahrhunderten den Ruf hatte, selbst Ungeheuern ein Ende zu bereiten. Doch plötzlich erschien es ihm viel zu leicht, viel zu klein.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Am anderen Ende der Leitung knackte es, dann erklang ein kurzes, knappes Hallo. Es war Methos.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Der Mann ließ sein Gegenüber nicht zu Wort kommen. „Methos, ich hab ihn gefunden. Den Hinweis, der uns zur Quelle führt… es ist alles…“</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Doch er verstummte. Seine Stimme blieb ihm im Hals stecken angesichts dessen, was vor ihm aus den Schatten trat.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Das Wesen war über zwei Meter groß. Seine Haut war blass, beinahe durchscheinend, als würde ein kaltes, unirdisches Licht unter der Oberfläche pulsieren. Kopf und Hals steckten in einem übergroßen Helm, dessen glatte, dunkle Oberfläche keinerlei Gesichtszüge erahnen ließ. Es wirkte wie ein Relikt aus einer Zeit, in der Menschen nicht einmal ein Flüstern in der Dunkelheit waren.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Er ließ das Handy fallen. Es landete dumpf im Moos. Mit beiden Händen packte er das Schwert, stellte die Beine schulterbreit auseinander und atmete tief ein. Wenn er sterben würde, dann stehend – nicht schreiend, nicht fliehend.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Die Hände des Wesens, die eher monströsen Greifklauen ähnelten, griffen nach hinten und zogen ein Schwert hervor, das fast so groß war wie ein ausgewachsener Mann. Die Klinge war schwarz wie Obsidian und schimmerte dennoch, als würde sie eigenes Leben in sich tragen.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Die Stimme des Wesens schien aus den tiefsten Schluchten der Hölle selbst zu stammen, als es sprach:</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Es kann nur einen geben.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Ein Beben ging durch den Wald. Der Mann presste die Lippen zusammen. Er wusste, dass dieser Satz nicht nur eine Drohung war. Es war ein Urteil.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Das Wesen schwang sein Schwert. Eine einzige Bewegung – präzise, erbarmungslos, schneller als der Wind.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Sein Toledo-Schwert splitterte in unzählige glitzernde Teile, die wie silberner Regen durch die Luft tanzten. Einen Herzschlag später spürte er den kalten Einschlag der Klinge, ein letzter Moment zwischen Schmerz und Leere, bevor die Welt um ihn herum in Dunkelheit versank.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Der Kopf des Mannes löste sich von seinen Schultern.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Und der Wald war wieder still. Nur das Handy lag noch dort, der Bildschirm flackernd, Methos' Stimme gedämpft aus der Tiefe der Erde:</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„…Hallo? Bist du noch dran?“</span><br />
<br />
<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Part I</span></span></div>
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Methos lauschte angestrengt, doch er hörte nichts mehr außer dem Brechen von Stahl und einem Geräusch, das klang, als ob etwas Schweres auf den Boden gefallen wäre. Ein dumpfer Aufprall, gefolgt von einem kurzen, unnatürlich klingenden Kreischen des absterbenden Signals. Kurz darauf wurde die Verbindung unterbrochen.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><br />
Ein kaltes Schweigen erfüllte den Raum. Methos hielt das Telefon noch immer ans Ohr, obwohl längst nur noch Stille auf der Leitung war. Schließlich senkte er es langsam, als hätte die letzte Regung seines alten Freundes noch darin widergehallt.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Er konnte sich lebhaft vorstellen, was nun geschah: wie Blitze und Lichterscheinungen, die die Erneuerung begleiteten, aus dem toten Körper in den des Siegers fuhren, um damit die Essenz des anderen in sich aufzunehmen. Ein Ritual, so alt wie die Menschheit, älter als jedes aufgezeichnete Wort; ein unentrinnbarer Teil ihres Daseins. Das Quickening – Triumph und Verdammnis zugleich.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Der älteste Unsterbliche auf der Erde spürte einen Anflug von Trauer, eine dieser seltenen Regungen, die er tief in sich vergraben hielt. John Costa – so hieß das Opfer des Mörders – war ein enger Freund. Einer der wenigen, denen Methos zumindest ein Mindestmaß an Vertrauen entgegenbrachte. Er und John hatten sich mit weiteren Unsterblichen zusammengetan, um nach dem Ursprung ihrer Macht zu suchen: <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">die Quelle</span>. </span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Der Mythos, der sie alle seit Jahrhunderten verfolgte. Manche hielten sie für eine Fabel. Andere für die Wurzel allen Seins.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">John war einer Spur nachgegangen. Gerüchten zufolge sollte in Honduras jemand von den Toten auferstanden sein. Das bedeutete für Sterbliche nicht viel – Ersttode geschahen schließlich. Doch wenn man in Betracht zog, dass solche Fälle in letzter Zeit immer seltener wurden, war die Wahrscheinlichkeit ebenso groß, dass diese Person sich in der Nähe der Quelle befunden hatte. Zu groß, um den Hinweis zu ignorieren.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Methos strich sich über das Gesicht. Seine Hände fühlten sich schwer an, als trügen sie das Gewicht längst vergangener Zeitalter. Er fasste einen Entschluss. Er brauchte Hilfe. Und zwar die eines Mannes, der zwar stur, impulsiv und oftmals unvernünftig war, aber dennoch zu den stärksten lebenden Unsterblichen zählte: Duncan MacLeod.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Zuerst würde er mit Joe Dawson in Kontakt treten, um herauszufinden, wo sich MacLeod aufhielt. Seitdem dieser im Jahr zuvor gegen Jacob Kell angetreten war, schien der Highlander verändert. Dunkler. Schweigsamer. Die Tatsache, dass er, um Kell besiegen zu können, den Kopf seines engen Freundes und Clanmitglieds Connor MacLeod nehmen musste, hatte den Highlander gebrochen. Ein Sieg, der sich wie eine Niederlage anfühlte. Kurz nach Connors Beerdigung war Duncan spurlos verschwunden.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Methos zog sich sein Jacket über und packte einige Habseligkeiten in eine kleine Reisetasche. Unterwäsche, ein paar Hemden, ein Notizbuch, das er seit der Römerzeit mit sich führte, und ein abgegriffenes Foto von ihm und John, aufgenommen vor kaum zehn Jahren – ein Wimpernschlag für Unsterbliche.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Aus einer großen Glasvitrine, in der mehrere Schwerter ausgestellt waren, nahm er sich ein römisches Kurzschwert. Die Klinge war abgegriffen, doch perfekt ausbalanciert. Das Schwert war ein Geschenk Julius Caesars gewesen. In altem Latein war eine Gravur darauf zu sehen:<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Für meinen treuen Freund und Leibwächter.“</span></span></span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Methos lächelte bitter. Caesar hatte keine Ahnung gehabt, wie wenig Schutz er tatsächlich gebraucht hätte. Doch die Erinnerung wärmte ihn trotzdem, ein Relikt aus einer Zeit, in der er zumindest so getan hatte, als hätte er an Loyalität geglaubt.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Für alle Fälle“, murmelte er, schulterte die Tasche und verließ seine Wohnung. </span><br />
<br />
<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Le Blues Bar, Paris... wenige Tage später</span></span></div>
<br />
<br />
<div style="text-align: left;" class="mycode_align"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Joe Dawson saß auf einem Barhocker und stützte sich mit einem Arm auf der Theke seiner Bar ab. Die Neonbeleuchtung über ihm flackerte leicht. Er ging gerade die neuesten Berichte der Beobachter durch – Berichte voller Gewalt, voller Enthauptungen, voller Namen, die durchgestrichen wurden und niemals wieder erscheinen würden. Als das Knarren derTür ertönte, hielt er inne und drehte sich um.</span></div>
<div style="text-align: left;" class="mycode_align"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Überraschung zeichnete sich auf seinem Gesicht ab. Mit diesem Besuch hatte er nicht gerechnet.<br />
„Methos. Es ist schön, dich zu sehen. Was treibt dich in meine kleine abgelegene Spelunke?“</span></div>
<div style="text-align: left;" class="mycode_align"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Der Unsterbliche lächelte müde.<br />
„Ein Drink wär schon mal ein guter Anfang.“</span></div>
<div style="text-align: left;" class="mycode_align"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Dawson hob eine Augenbraue und sah zu seinem Barkeeper.</span></div>
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Einen doppelten Scotch für uns beide.“ Dann, zu Methos gewandt: „Setzen wir uns.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Sie nahmen an einem der kleineren Tische Platz. Kurz darauf wurden die Drinks serviert. Methos nahm seines, hielt es einen Moment gegen das Licht und leerte es dann in einem Zug.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Genug der Freundlichkeiten. Ich muss MacLeod finden.“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Joe verzog das Gesicht. „Das hat nicht zufällig etwas mit deiner Suche nach der Quelle zu tun? Oder mit dem Tod John Costas?“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Nun war es Methos, der überrascht wirkte.<br />
„Woher weißt du davon?“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Die Beobachter mögen zerstritten sein, aber wir existieren immer noch“, antwortete Joe trocken. Er rückte seine Brille zurecht und fuhr fort: „Costas Tod war nur der Anfang. Innerhalb der letzten drei Tage wurden dreiundzwanzig Enthauptungen aus dem lateinamerikanischen Raum gemeldet. So viele hatten wir in den letzten drei Jahren nicht.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Methos schloss die Augen. Das war schlimmer, als er befürchtet hatte.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Weißt du, wer es gewesen ist?“</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Dawson stand auf, ging zur Theke und nahm eines der Papiere, die dort verteilt lagen. Dann reichte er es Methos. Es war ein Schwarz-Weiß-Ausdruck einer Fotografie. Nur der Anblick des Wesens darauf ließ Methos’ Blut gefrieren.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Der Wächter“, flüsterte er. „Das ist unmöglich!“</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Methos“, sagte Joe, „du müsstest am besten wissen, dass nichts unmöglich ist. Nicht für euch.“<br />
Er trank seinen Scotch ebenfalls in einem Zug leer. „Ich weiß nicht genau, wo MacLeod ist, aber an deiner Stelle würde ich mich in Schottland umsehen. Sein letzter bekannter Aufenthaltsort war in der Nähe von Glenfinnan.“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Methos nickte langsam. „Danke, Joe.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Er stand auf, schulterte seine Tasche und verließ die Bar. Als die Tür hinter ihm ins Schloss fiel, blieb Joe Dawson allein zurück. Er starrte auf das leere Glas vor sich, das noch nach Whisky roch, und seufzte schwer.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Möge Gott euch beistehen“, murmelte er, „denn niemand sonst wird es tun.“</span><br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Stargate Kommando, Cheyenne Mountain</span></span></div>
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Bücher, alte Manuskripte, kleine Statuen und vieles andere Kleinzeug standen so dicht gedrängt auf Jacksons Schreibtisch, dass man kaum sehen konnte, wie der Archäologe in seiner Arbeit versunken war. Das flackernde Licht der Schreibtischlampe warf lange Schatten auf die umherliegenden Papiere, als hätte jeder Gegenstand seine eigene Geschichte zu erzählen. Daniel war seit Stunden in seinem Büro eingeschlossen und hatte kein Zeitgefühl mehr.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Carter war verreist, ein Kurzurlaub mit Pete, und Teal’c war mit einer wichtigen Aufgabe der Jaffa beauftragt worden. Jack nutzte die Gelegenheit vermutlich, um wieder einmal fischen zu gehen – seine ganz persönliche, meist wortlos angekündigte Auszeit. Genau wusste Daniel das allerdings nicht; als sich der Colonel verabschiedet hatte, war er bereits so tief in seinen Aufzeichnungen versunken gewesen, dass er kaum noch wahrgenommen hatte, was um ihn herum geschah. Die Worte des Colonels waren irgendwo zwischen einer altbabylonischen Steintafel und einer unleserlichen Notiz untergegangen.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Er wusste, dass eine Menge Arbeit auf ihn wartete, doch als er die Berge von Akten und alten Schriften sah, die aus verschiedenen Einsätzen mitgebracht worden waren und deren Übersetzung noch ausstand, hatte er ernsthaft in Erwägung gezogen, mit Jack zum Fischen zu fahren. Nur für ein paar Stunden. Nur, um die Augen zu entlasten – und den Kopf. Doch dann hatte ihn das schlechte Gewissen gepackt. Jeder dieser Texte konnte eine Information enthalten, die einem Team das Leben retten würde. Also blieb er.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Er nahm die Brille ab und rieb sich den Schlaf aus den Augen. Ein Blick auf die Uhr verriet ihm, dass es längst weit nach Mitternacht war. Sein Körper protestierte, die Schultern schmerzten, seine Finger waren steif vom Schreiben und Tippen. Mit einem erschöpften Seufzer ordnete er die Akten, legte die empfindlichen Manuskripte in säurefreie Umschläge und sicherte die Daten auf dem Laptop. Dann schaltete er ihn aus und gönnte damit nicht nur sich selbst, sondern auch der Maschine wohlverdiente Ruhe.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Er hatte gerade den Kopf auf die Arme gelegt und war kaum richtig eingenickt, als das Telefon losklingelte. Das grelle Geräusch riss ihn aus dem Halbschlaf, und leicht angesäuert darüber, dass jemand die Frechheit besaß, ihn aus seiner hart erkämpften Ruhe zu zerren, griff er zum Hörer.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Ja?“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Doktor Jackson, ein Anruf von Doktor Gardner aus Honduras.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Sarah</span></span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Der Name schoss ihm sofort durch den Kopf. Er richtete sich auf, plötzlich hellwach.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Stellen Sie durch.“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Ein Klicken, dann hörte er ihre Stimme – warm, leicht atemlos, wie immer, wenn sie mitten in einer Ausgrabung steckte.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Daniel, habe ich dich geweckt?“</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Er schloss für einen Moment die Augen und stellte sich vor, wie Sarah in ihrer staubigen Arbeitskleidung neben irgendeinem halb ausgegrabenen Artefakt stand, das Telefon lässig zwischen Schulter und Ohr geklemmt.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Nein, nein“, behauptete er. „Ich hatte noch zu tun. Was gibt’s?“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Wir haben heute eine Kammer gefunden, die sich unter dem Grund des Tempels befand. Sie scheint älter zu sein als das Gebäude selbst – vermutlich von den Antikern.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Sein Interesse war schlagartig geweckt.<br />
„Und deshalb rufst du mich an?“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Ja – und weil ich dich bitten wollte, herzukommen. Meine Leute kommen mit der Übersetzung der Inschriften in der Kammer nicht klar. Wir verstehen ein paar Symbole, aber der Rest… wir könnten deine Expertise gut gebrauchen.“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Daniel lächelte ein wenig. Sie wusste genau, welche Knöpfe sie drücken musste.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Ich werde mit General Hammond sprechen. Mal sehen, ob ich mich hier loseisen kann.“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Vielen Dank. Bis bald.“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Bye.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Ein Knacken verriet, dass sie aufgelegt hatte. Für einen Moment blieb Daniel still sitzen und ließ das Gesagte sacken. Eine Kammer unter einem antiken Tempel? Und möglicherweise von den Antikern? Das war zu verlockend, um es zu ignorieren.</span><br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Büro von General Hammond</span></span></div>
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Daniel stand in der Tür des Büros, während General Hammond gerade telefonierte. Die Stimme des sonst so strengen Mannes klang ungewöhnlich weich.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Gute Nacht, mein Schatz. Opa vermisst dich.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Daniel musste lächeln. Kaum etwas rührte Hammond mehr als seine Enkelin. Kurz darauf legte der General auf und richtete seine Aufmerksamkeit auf den Archäologen – ein stilles Zeichen, dass Daniel eintreten konnte.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Ihre Enkeltochter, Sir?“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Hammond nickte, seine Gesichtszüge wieder streng, aber milde. „Ja. Nun, wie kann ich Ihnen helfen, Doktor Jackson?“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Daniel setzte sich. „Ich hatte vorhin einen Anruf von Dr. Gardner. Wie Sie wissen, arbeitet sie an der Ausgrabung in Honduras. Sie haben dort eine alte Kammer entdeckt, die vermutlich auf die Antiker zurückgeht. Sie hat mich gebeten, ihr bei den Übersetzungen zu helfen.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Der General lehnte sich zurück. „SG-1 ist für die Dauer von Teal’cs Abwesenheit beurlaubt. Von meiner Seite spricht also nichts dagegen, dass Sie dorthin fliegen.“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Erstaunt darüber, nicht erst Überzeugungsarbeit leisten zu müssen, öffnete Daniel den Mund – nur um sofort wieder zu verstummen, als Hammond fortfuhr:</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Eine Bedingung habe ich.“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Daniel schloss kurz die Augen.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Ich wusste es…</span></span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Aufgrund der letzten Ereignisse, in die Sie dort verwickelt waren, bestehe ich darauf, dass Sie von Colonel O’Neill begleitet werden. Ich werde ihn umgehend informieren.“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Daniel holte Luft. „Jack wird nicht begeistert sein, Sir.“</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Bei der Vorstellung von O’Neills zu erwartendem Gesichtsausdruck konnte sich Hammond ein Lächeln nicht verkneifen.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Das wird er garantiert nicht sein. Ich wünsche Ihnen dennoch viel Erfolg, Doktor.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Daniel erhob sich, bedankte sich und verließ das Büro – allerdings mit gemischten Gefühlen.<br />
Er freute sich auf die Ausgrabung, auf Sarah, auf mögliche Hinweise der Antiker… aber der Gedanke an Jack, der in Honduras schmoren musste, anstatt fischen zu gehen, brachte ihn jetzt schon zum Stöhnen.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Der Colonel würde garantiert seine üblichen Kommentare machen:<br />
Von wegen <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Warum können wir nicht einmal irgendwohin fliegen, ohne dass jemand uns erschießen will?“</span> oder <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Daniel, wenn du noch einen Stein anfasst, der uns in die Luft jagt, laufe ich zu den Tok’ra über.“</span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Und trotzdem fühlte es sich richtig an. Sobald er die Kammer untersuchen würde – sobald er die Symbole sähe –, würde alles andere in den Hintergrund treten. Jack würde fluchen, und Sarah würde mit den Schultern zucken, und Daniel würde glücklich in alten Steinen wühlen.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Es war, trotz allem, sein Leben. Und er mochte es so.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Fortsetzung folgt...</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[[SG/Multi-Crossover] Odyssee]]></title>
			<link>https://newforum.stargate-project.de/showthread.php?tid=426</link>
			<pubDate>Fri, 28 Nov 2025 21:27:04 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://newforum.stargate-project.de/member.php?action=profile&uid=10">Jonathan J. O´Neill</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://newforum.stargate-project.de/showthread.php?tid=426</guid>
			<description><![CDATA[Hallo, ihr Lieben!<br />
<br />
Da es erfreulicherweise wieder ein Forum gibt <img src="https://newforum.stargate-project.de/images/smilies/biggrin.png" alt="Big Grin" title="Big Grin" class="smilie smilie_4" /> , habe ich mich dazu entschlossen mit meiner FF-Serie <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">[SG/Multi-Crossover] Odyssee </span>fortzufahren <img src="https://newforum.stargate-project.de/images/smilies/smile.png" alt="Smile" title="Smile" class="smilie smilie_1" /> . Um jedoch nicht alles aus dem Kontext zu reißen, sowie auch für ein besseres Verständnis des Gesamtzusammenhanges, werde ich alle bisherigen Staffeln und Folgen in den nächsten Wochenenden hier veröffentlichen. Es wird jedes Wochenende eine Staffel á 20 Folgen sein bis zur vierten Folge der 8. Staffel <img src="https://newforum.stargate-project.de/images/smilies/smile.png" alt="Smile" title="Smile" class="smilie smilie_1" />.<br />
<br />
Heute beginnen wir mit den ersten fünf Folgen der 1. Staffel <img src="https://newforum.stargate-project.de/images/smilies/angel.png" alt="Angel" title="Angel" class="smilie smilie_10" /> <br />
Also auf ein Neues, und viel Spaß beim Lesen <img src="https://newforum.stargate-project.de/images/smilies/smile.png" alt="Smile" title="Smile" class="smilie smilie_1" /> <br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-size: large;" class="mycode_size">[SG/Multi-Crossover] Odyssee</span><br />
</span><br />
<br />
Titel: [SG/Multi-Crossover] Odyssee <br />
Autor: Jonathan J. O´Neill<br />
Rating: FSK 16<br />
Genre: Sci-fi, Abenteuer, Action, Drama usw.<br />
Crossover <br />
&amp; Charas: Diese FF ist ein Multi-Crossover, welche die Franchisebereiche von Stargate, Battlestar Galactica, MacGyver und X-Men mit den dazugehörigen OC sowie eigene Charaktere beinhaltetPairings: bekannte, und eigene<br />
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Anmerkungen:<br />
1. Alle Rechte an Stargate SG-1/SG-A/SG-U, Battlestar Galactica, X-Men und MacGyver gehören denen, welchen sie gehören.<br />
2. Ich schreibe diese Crossover-FF nur zum Spaß, nicht um Geld damit zu verdienen.<br />
3. Die Geschehnisse sind alle frei erfunden, sie beginnen einige Jahre nach der fünften Staffel von Stargate Atlantis, beiden SG-1-Filmen, sowie nach der zweiten SG-U-Staffel. Die vertrauten Zeitlinien aller Franchise-Universen wurden außer Acht gelassen, später setzt die Handlung aber dann kurz vor dem Fall der zwölf Kolonien von Kobol bei BSG ein, wenn das Expeditions-Team in deren Galaxie eingetroffen ist. <br />
4. Diese Crossover-FF wird in der normalen betrachtenden bzw. berichteten Erzähler- &amp; Ich-Form erzählt.<br />
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<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Odyssee</span></span></div>
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Prolog”</span></span></div>
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Nach einer gewissen Zeit nachdem es die Wraith geschafft hatten ein zweites Mal den Weg zur Erde zu finden; kam es schließlich zu dem befürchteten offenen Krieg im Sommer des Jahres 2017 gegen die Luzianische Allianz…<br />
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Auf Grund dieser Ereignisse, und es eine gewisse Anzahl von Wraith es geschafft hatten sich einige zeitlang auf der Erde zu verstecken, die aber nach langem Suchen dank der Hilfe von Ronon Dex glücklicherweise eliminiert werden konnten, war das IOA doch letztendlich schließlich dazu gezwungen die Existenz des Sternentores, der gesamten Weltbevölkerung zu offenbaren…<br />
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Dies führte zu heftigen internationalen Spannungen, weil sich viele Staaten übergangen fühlten und ein ab sofortiges Mitspracherecht bei allen Entscheidungen einforderten…<br />
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Doch damit nicht genug: die Menschheit wurde durch eine weitere Nachricht erschüttert, denn eine Gesellschaft, die seit vielen lange Jahrhunderten parallel verborgen unter ihnen lebten, die sich als Mutanten offenbarten, ihre Existenz notgedrungen preisgaben und zu Gunsten der Erde, angeführt von Professor Charles Xavier und Erik Lehnsherr in den Kampf gegen die Wraith und auch die Luzianische Allianz eingriffen…<br />
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Trotz dieses unerwarteten Beistandes waren die Verluste erschreckend hoch. <br />
Denn neben den materiellen, bestehend aus Raumschiffen und Ausrüstung, verloren viele Millionen Menschen im Kampf gegen die Wraith und die Luzianische Allianz ihre Leben, oder galten seither als vermisst. Die feindlichen Außerirdischen konnten nach einen monatelangen Kampf endgültig aus dem heimatlichen Sonnensystem, sowie aus vielen Regionen der Milchstraße vertrieben werden. Aber man war sich bewusst, dass die Gefahren nicht vollkommen gebahnt waren…<br />
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Nur der Mars, welcher sich in einem Terra-Forming-Prozess und auf welchen sich die im Bau befindliche neue Stargate-Command-Base befand, blieb zunächst noch von den Attacken der Feinde verschont…<br />
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Die Mutanten lehnten es nach der heißen Phase des Krieges, gegen die Wraith und die Luzianer ab, sich aktiv an Off-World-Missionen des mittlerweile publik gemachten Stargate-Programms zu beteiligen. Doch waren sie dennoch dazu bereit bei einigen Problemen zu helfen, wie der Stabilität der Nationen auf der Erde, um die aufgeflammten Unruhen zu beenden…<br />
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Was einigen Vertretern des IOA, sowie einigen geheimen Institutionen, die an Einfluss nicht verlieren wollten, immer noch zu wenig war…<br />
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<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-size: large;" class="mycode_size">Folge 1.01 - Die Heimsuchung, Teil 1</span></span></div>
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<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Jahre später - Anfang September 2020</span><br />
Milchstraße<br />
Mars <br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Stargate-Command-Base</span><br />
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“Sir. Die U.S.S. George Hammond ist in wenigen Minuten in Transportreichweite”, meldete einer der Kommunikationsoffiziere.<br />
Der diensthabende Stützpunktkommandeur Lieutenant General Hank Landry nickte für einen kurzen Moment ein wenig müde, nachdem er die Meldung zur Kenntnis nahm. Er nahm noch schnell einem letzten großzügigen Zug aus seiner großen Kaffeetasse, stellte jene dann auf eine der der Konsolen ab, und machte sich dann gutgelaunt auf den Weg, um die angekündigten Gäste in Empfang zu nehmen.<br />
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Mittlerweile lief seit über einen halben Jahr der Betrieb von der neuen Basis vom Mars aus, obwohl immer noch weiter an jenen gebaut wurde. Schätzungen nach würde die Fertigstellung noch etwa ein Jahr in Anspruch nehmen.<br />
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Den kleinen, einst so wüsten rostrotfarbigen, Bruder der Erde konnte man dank fortschrittlicher Technologie, welche man bereits vor Jahren als Vermächtnis von den Asgard erhalten hatte, innerhalb von drei Jahren, kurz nach dem Ende der letzten großen Schlacht im Sonnensystem gegen die Luzianische Allianz, vollständig zu terraformieren.<br />
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Doch dauerhaft leben konnte man noch nicht in der Atmosphäre, die trotz der großen Vegetation noch zu Sauerstoffarm war. Deshalb war man außerhalb der Anlagen auf Luftgemische zum Atmen angewiesen.<br />
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“Guten Tag, Professor Xavier. Wie war ihr Flug hierher?”, erkundigte sich Hank bei den ersten der beiden Neuankömmlinge, die er persönlich im großen Ankunftsterminal des Stützpunktes in Empfang nahm.<br />
“General Landry, ich freue mich wirklich sehr hier zu sein zu dürfen, und der Flug hierher war wieder einmal sehr beeindruckend - auch wenn er nur kurz war.”<br />
“Das ist nun einmal so, aber vielleicht gibt es mal die Gelegenheit für Sie einen längeren Flug zu unternehmen. Wie sie wissen befindet sich die George Hammond auf einer Friedensmission um ein Abkommen mit der neuen Führung der Luziananischen Allianz auszuhandeln. Ich werde sie beide jetzt ein wenig in dieser Einrichtung herumführen und ihre Fragen beantworten, falls es welche geben sollte. Und sie sind sicherlich Logan, auch genannt Wolverine. Es freut mich, auch sie endlich einmal persönlich kennenzulernen…, und das Rauchen ist hier auf dieser Basis übrigens nicht gestattet!”<br />
“Dann sollten Sie mal hier oben und drinnen die notwendigen Verbotsschilder anbringen - denn gesehen habe ich keine!”<br />
“Logan!”, mahnte der Professor.<br />
“Mal ganz ehrlich: Darf man hier eigentlich überhaupt irgendetwas?”<br />
“Nun ja, nur was laut der Hausordnung dieser Einrichtung gestattet ist. Diese befindet sich zum Beispiel im Ankunftsterminal… Wie dem auch sei… Meine Herren, bitte folgen sie mir. Hier entlang”, lud Landry  Xavier und Logan dazu ein ihm zu folgen. Dabei gab Xavier seine Meinung kund, dass Doktor Daniel Jackson wohl der richtige Mann für diese Aufgabe sei ein solches Abkommen auszuhandeln.<br />
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Erde<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">USA, Los Angeles</span><br />
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In einer nach den Zerstörungen im Krieg gegen die Luzianische Allianz wieder aufgebauten Wohngegend, in welcher seit einigen Jahren wieder Einfamilienhäuser standen und hektisches Treiben an jenem Nachmittag herrschte, klingelte es mehrmals kurz an einer Haustür.<br />
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Es dauerte eine gewisse Zeit, ehe von einem fast kahlköpfigen Mann geöffnet wurde, welcher eine getönte Brille trug, um die beiden Besucher per Handschlag zu begrüßen. Den älteren der beiden Männer herzte er zusätzlich mit einer Umarmung, um dann kurz darauf beide in seine Wohnung zu bitten.<br />
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Nachdem die drei im Wohnzimmer Platz genommen hatten, sagte der älteste der drei: “Nett von euch, dass ihr beide so schnell gekommen seid.”<br />
“Ist schon gut, Pete.”<br />
“Mac. Ich habe einen kleinen Auftrag für dich…”<br />
“He. Moment mal… bist du nicht im Ruhestand…”<br />
“MacGyver, lass mich doch bitte erst einmal ausreden. Ja, ich bin im Ruhestand. Und du ebenfalls seit einem guten Jahr soviel ich weiß. Es geht doch nur um meinen guten alten Wagen. Ich habe leider das dumme Gefühl, dass man mich in dieser Werkstatt bloß über den Tisch ziehen will - und deswegen würde ich mich sehr darüber freuen, wenn du ihn dir mal anschaust. Außerdem habe ich eine kleine Party geplant… dazu habe ich viele alte Bekannte von uns eingeladen - wir werden schließlich nicht jünger... trotz der netten Errungenschaften der letzten Jahre. Mal abgesehen von den ganzen Ärger und Bedrohungen, die wir als Beilage bekommen haben.”<br />
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Angus MacGyver sah Peter Thornton mit festem Blick an, dann nickte er grinsend, denn er wusste dass sein langjähriger Freund Recht hatte. Dann wechselte er ein paar Worte mit seinem Sohn, der schließlich ebenfalls kurz nickte.<br />
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<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">einen Tag später</span><br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">nahe New York City</span><br />
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Vor dem Haupteingang des großen Hauses, wartete Erik Lehnsherr bereits geduldig auf seinen alten Freund. Das Auto, welches gerade durch das Tor gefahren kam, hielt genau vor den Stufen und der Rampe an.<br />
Nachdem Charles Xavier endlich ausgestiegen war und wieder in seinem Rollstuhl Platz genommen hatte, begann der andere voller Neugier getrieben die Unterhaltung: “Und wie war dein heutiger Besuch auf dem Mars, Charles?”<br />
“Es war ein sehr seltsames Gefühl. Aber es wirkte auch sehr vertraut Erik. Das lag wohl an der wachsenden Natur, das Grün der Pflanzen, die Berge sehen aus wie zum Beispiel in Colorado… Und hättest du hättest es auch sehen sollen, klares Wasser und die saubere Luft dort in den großen Anlagen, sowie endlos erscheinende grüne Grasflächen, die ersten Büsche und Sträucher - auch außerhalb der Energiefelder und Glaskuppeln…”, schwärmte Charles.<br />
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Misstrauisch beäugte Wolverine seit der Rückkehr auf das Anwesen derweil Magenta - doch der Zwist zwischen den beiden Lagern der Gesellschaft der Mutanten war seit Jahren vorbei und die Gräben überwunden.<br />
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“Freut mich, dass es dir auf unseren Nachbarplaneten so gut gefallen hat, alter Freund. Aber ich habe leider den Eindruck, dass uns die Menschen nur akzeptiert haben, weil wir sie im Kampf gegen diese Kreaturen und diese Allianz der anderen Aliens unterstützt haben…”<br />
“Wovor fürchtest du dich jetzt schon wieder, Erik?”<br />
“Jedenfalls nicht vor diesen Wraith und diesen Luzianern, Charles. Doch diese immer noch voranschreitende Terraformierung des Mars könnte bedeuten, dass wir vermutlich von diesen Planeten hier vertrieben werden könnten…”<br />
“Also”, unterbrach der Professor, “diese Befürchtung ist unbegründet und überflüssig. Du solltest aufhören dir Sorgen zu machen. Sie hätten uns auch schon längst durch dieses Stargate auf einen der vielen Planeten umsiedeln können - haben es aber nicht…“<br />
“…wusstest du etwa von diesem geheimen Projekt mit diesen außerirdischen Portal?!“<br />
“…ich wusste es schon seit langem Erik. Menschen und Mutanten werden gemeinsam die Zukunft dieser Welt bewältigen und gestalten.”<br />
“Wir werden sehen - und vergiss nicht diesen Fall in Tibet”, murmelte Magneto leise, während Xavier milde lächelte, als er in seinem Rollstuhl ins Haus vorausfuhr.<br />
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Mars <br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Stargate Command Base</span><br />
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Zielsicher steuerte etwa zur gleichen Zeit das kleine Transportshuttle, das von einer der drei Chinesischen BC-304er aus gestartet war, über das eine der vier gewaltigen Hangardecks, welches so groß wie drei Fußballfelder war. <br />
Ohne lange zu zögern, nachdem die Passagiere der einflussreichen IOA-Delegation sich ausgewiesen hatten, machten jene sich auch schon zielsicher auf den Weg zum Büro des Kommandeurs des Stützpunktes.<br />
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Einige Stunden später, war General Hank Landry immer noch sichtbar etwas irritiert. Denn den Vortrag nach, welchen Miss Shen, das IOA-Mitglied der Volksrepublik China und die auch für die nächsten 9 Monate den Vorsitz in dieser Organisation innehatte, ihm gerade gehalten hatte, waren seine hohen Gäste also nicht nur gekommen, um sich einmal mehr den Fortschritt der Bauarbeiten des neuen Stargate-Centers zu begutachten.<br />
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´Die Chinesen und Russen verlangen also ein noch größeres Mitspracherecht und damit auch ein eigenes Entscheidungsrecht um Entscheidungen möglicherweise zu kippen oder zu blockieren´, dachte Hank mit etwas Unbehagen.<br />
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“…und, wie bereits erwähnt - ist Doktor Daniel Jackson gewillt, auch unter der Leitung der Volksrepublik Chine weiterhin bei diesen Programm mitzuwirken, dies hat er mir einmal persönlich mitgeteilt”, schloss Miss Shen ihre Ansprache.<br />
“Das behaupten Sie jetzt.”<br />
“Es ist aber wahr. Doktor Jackson ist es egal welche Nation dieses Programm leitet…”, beharrte die Chinesin abermals.<br />
“Ist ja sehr interessant”, brummte Landry.<br />
“Die neuen Anweisungen befinden sich hier in dieser Akte, welche wir Ihnen jetzt aushändigen, General Landry”, erklärte mit ernster Miene der russische IOA-Delegierte.<br />
Der britische Delegierte, welcher neben Hank saß, schob wortlos dem General das Dokument zu, welcher es langsam mit spitzen Fingern schließlich entgegennahm. <br />
Dabei fragte er interessiert: “Was sagt eigentlich General O´Neill zu diesen Dingen?”<br />
“Wir werden es General O´Neill morgen mitteilen und ihn dementsprechend unterrichten, genauso wie wir es heute hier mit Ihnen getan haben, General Landry.”<br />
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Erde<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Deutschland - Landesgrenze Hamburg-Niedersachsen</span><br />
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Es war mitten in der Nacht und wohl auch kein Zufall, dass mich diese Polizeistreife gestoppt hatte, die seit einigen Minuten hinter mir herfuhr. Die beiden Polizistinnen, die aus dem Wagen gestiegen waren, kannte ich nur allzu gut wie sich herausstellen sollte.<br />
“Guten Abend. Dies ist eine allgemeine Verkehrskontrolle - ohne Verdachtsmoment…”, begann die eine Beamtin trocken und emotionslos, nachdem ich den Motor abgestellt, sowie die Fensterscheibe noch weiter heruntergekurbelt hatte. <br />
Ihre Kollegin hielt mit der rechten Hand die Taschenlampe, während die linke entspannt auf der Dienstwaffe ruhte.<br />
´Wenigstens Jasmin ist normal´, dachte ich, als ich meine Papiere an meine wohl baldige Ex-Frau, und Mutter unserer gemeinsamen Zwillinge, aushändigte.<br />
“Sie sind auf dem Heimweg?”, fragte die Polizeiobermeisterin.<br />
´Blöde Frage´, dachte ich im Stillen, ehe ich: “So in etwa.” - antwortete.<br />
“Aha. Ich würde gerne noch einen Blick in ihren Kofferraum werfen, nachdem wir den Alkoholtest gemacht haben!”<br />
´Das darf doch nicht wahr sein!´, war mein nächster Gedanke, bei dem mein Blick von Jeanne zu Jasmin wanderte - in der Hoffnung bei ihr wenigstens etwas Bestand zu bekommen. Aber negativ.<br />
Anscheinend hatte Jeanne seit unserer letzten Trennung vor rund drei Monaten mal wieder einen ihrer besonderen Tage.<br />
“Okay…, kein Alkohol. Steigen Sie bitte aus - und gehen Sie vor!”<br />
“Ja.”<br />
“Gut. Die Sicherheitsweste liegt in der Beifahrertür… dann mal bitte den Kofferraum öffnen!”<br />
Es folgte das übliche bekannte Prozedere: Verbandskasten, Warndreieck zeigen.<br />
Man ließ mich warten. Denn während Polizeiobermeisterin Jasmin Nadine Ataya meine Daten per Funk abfragte und abglich, bewachte mich Jeanne Nicole Schneider, deren rechte Hand auf den Griff der Waffe ruhte.<br />
Gerne hätte ich mit meiner Frau das Gespräch aufgenommen, doch der Blick von ihr sagte mir alles: Sprich mich nicht an!<br />
“Alles in Ordnung”, teilte Jasmin mit, die mir unbemerkt von Jeanne, zuzwinkerte und andeutete mich mal anzurufen.<br />
“Dann wünschen wir ihnen noch eine gute Weiterfahrt!”, nickte Polizeiobermeisterin Schneider kurz zum Abschied, als sie mir meine Papiere wiedergab.<br />
“Danke. Einen schönen Abend noch.”<br />
“Vielen Dank.”<br />
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“Ob das jetzt nett war, was du… äh… wir mit Jonathan gemacht haben? Und meinst du nicht, dass ihr zwei es nicht noch einmal echt versuchen solltet, Jeanne? Denk doch mal an die Kinder.”<br />
“Hä? Zunächst einmal war das doch eine ganz normale Verkehrskontrolle. Okay, wir wussten ja dass er hier vorbeikommt… Er ist aber einfach zu gefährlich. Nicht mehr so wie früher, bevor das mit ihm passiert ist und auch der Krieg gegen diese Luzianer hat ihn massiv verändert. Und die Zwillinge sind bei meinen Eltern in guten Händen, wenn ich im Dienst bin…”, verteidigte sich ihre Kollegin.<br />
“Ich weiß. Ich war bei eurer ersten Begegnung nach seinen Verschwinden dabei… Aber es ist doch nicht seine Schuld, was mit ihm geschehen ist.”<br />
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Jeanne seufzte kurz leise, sie wusste, dass Jasmin Recht hatte mit ihren Argumenten.<br />
- In ihr kamen die Erinnerungen auf, und sie erinnerte sich an das Jahr 2016:<br />
Es war an einem Tag Anfang Juni, als Jonathan nicht auf ihre gewohnten Anrufe reagiert hatte, weil sie noch überwiegend eine Fernbeziehung unterhielten, und er scheinbar vor während oder nach einer Joggingrunde spurlos verschwunden war.<br />
Mehrmals hatte sie versucht von ihrer Dienststelle in Hamburg aus, sowie während des Streifendienstes ihn anzurufen. Ehe sie sich dann letztendlich dazu entschieden hatte gemeinsam mit Jasmin loszufahren, und südlich von Berlin, nach den notwendigen Rücksprachen selber nachzuforschen.<br />
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Und dann eine knappe Woche später kehrten beide ohne große Ergebnisse nach Hamburg zurück. Ohne in irgendeiner Wohnung einen Zwischenstopp einzulegen, fuhren die beiden Polizistinnen direkt auf das Polizeikommissariat.<br />
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Der Revierleiter nickte den beiden zu, als die beiden schließlich zum Dienst vor ihm erschienen waren, winkte er sie kurz näher zu sich heran, und ordnete dann grinsend an: “Ihr beiden bleibt nach eurer Spritztour für den heutigen Abend mal auf dem Revier! Also keinen gewohnten Streifendienst, für sie beide und damit heute Abend nur Innendienst! Nur im Notfall werdet ihr zwei ausrücken!“<br />
Mit einem Seufzen nahmen die beiden Polizistinnen kurz darauf an ihren Schreibtischen hinter dem Empfangsbereich Platz.<br />
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Ein paar Monate lang geschah nichts mehr, was auf den Verbleib von Jonathan hindeuten könnte, bis zu den einen Tag…<br />
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“He, die Zeitung müssen sie aber bezahlen - auch, wenn sie von der Polizei sind!”, forderte der Kioskbesitzer konsequenterweise.<br />
Dieser bekam dann wortlos von Jeanne Schneider eine 1€-Münze in die Hand gedrückt, ehe sie den Kiosk wieder verließ und zu Jasmin Ataya, die in der Zwischenzeit zwei Becher Coffee-To-Go besorgt hatte, wieder in den Streifenwagen stieg.<br />
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Schließlich stutzte sie, und mit dem Satz: “Hier! Lies dir das hier mal durch, Jassi.” - hielt sie ihrer Kollegin einen sehr langen Zeitungsartikel vor die Nase. Diese nahm ihr mit einem Seufzen die Zeitung ab, und las.<br />
“Sind doch alles nur Spekulationen, Jeanne.”<br />
“Das glaube ich nicht”, lautete deren Entgegnung, und zog ihr Handy aus der ledernen Uniformjacke. Während sie begann zu wählen, fügte sie hinzu: “Nur gut, dass du am Steuer sitzt…”<br />
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<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">USA, New York - Westchester</span><br />
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“… immer langsam ja!… Was ist denn so furchtbar dringend?… Hm, okay. Ich frage ihn. Einen Moment bitte! Professor!”<br />
“Ja, Jean. Entschuldigt mich mal bitte, Kinder. Es scheint sehr dringend zu sein… Also, was ist los, Jean?”<br />
“Eine junge Frau. Eine Polizistin aus Hamburg, möchte mit ihnen sprechen, Professor”, antwortete Jean Grey, die den Hörer an den Mann weiterreichte.<br />
“Hier Professor Charles Xavier…”<br />
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<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Deutschland, Hamburg</span><br />
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“…er lebt also… aber wieso ist er noch nicht hier? …ach so… Hm. Danke, Professor Xavier. So. Soviel dazu”, sagte Jeanne trotzig. Wobei die drei letzten Wörter Jasmin, und deren Annahme zu den Spekulationen wegen des Zeitungsartikels galten.<br />
Die hob schnell abwehrend ihre Hände, und sagte: “Ich kann mich auch mal irren. Und in diesen Fall, bin ich sogar froh darüber… Und Jeanne, du wirst immer dicker. Lange kannst du es nicht mehr verbergen, auch wenn du dir die Lederjacke so überziehst.”<br />
“Sei bloß still!”, lachte ihre Kollegin, und drohte ihr spielerisch mit der Faust.<br />
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Dann gab es einige Wochen später einen weiteren Artikel in einer Zeitung: Das ein Passagier auf dessen Beschreibung und Abbildung zu ihren Freund passte, dabei geholfen habe einen Angriff von Piraten, im Indischen Ozean beim Horn von Afrika, auf einen Frachter mit den Namen Diana zu beenden. Jeanne wurde immer trauriger, da Jonathan sich immer noch nicht zumindest bei ihr gemeldet hatte und heimgekehrt war, so wie sie es sich erhofft hatte. Trost fand sie bei ihren Kollegen. Besonders bei ihrer langjährigen Freundin Jasmin.<br />
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Doch drei Wochen später dann, geschah etwas, ein unerwartetes seltsames Wiedersehen, welches gut und gerne ihren Tod hätte bedeuten können.<br />
Dabei begann der Dienst an jenem Abend ganz normal:<br />
„Alles klar für die Streife?“, fragte der alte Holger am Tresen die beiden jungen Polizistinnen.<br />
„Jep. Alles beisammen - Sind bereit für den Außendienst“, antworteten Jeanne und Jasmin synchron.<br />
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In dieser Nacht fuhren die beiden besonders konzentriert ihre Streife. Denn sie hatten seit einigen Wochen wieder für einige Zeit wieder die Nachtschicht. <br />
Der Dienst blieb für die beiden jungen Frauen größtenteils ruhig - bis auf kleinere Vergehen und eine verbale heftige Auseinandersetzung in einer Bar, die sie schlichten konnten.<br />
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Es dämmerte bereits und die beiden fuhren bereits zurück zum Polizeikommissariat als es einen Zwischenfall gab.<br />
„He… So ein Idiot“, schimpfte die Polizistin Jeanne Schneider, als ihnen jemand unvermittelt vor den Wagen rannte, und sie abrupt auf die Bremse treten musste. <br />
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Es war aber schon zu spät: Sie hatte den Fußgänger bereits angefahren.<br />
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Doch der Angefahrene hatte sich bereits wieder aufgerappelt, und rannte nach einen kurzen Moment leicht humpelnd davon, als wenn nichts gewesen wäre. <br />
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„So ein verdammter Arsch!“, schimpfte Polizeiobermeisterin Schneider erneut und verließ hastig auch schon den Streifenwagen, um den Flüchtigen so schnell es ging zu stellen. Zur selben Zeit fuhr ihre Kollegin und Freundin Polizeiobermeisterin Ataya alleine weiter, die auf den Fahrersitz gerutscht war, um so dem Flüchtigen den Weg abzuschneiden.<br />
„Hey Sie, stehen bleiben! Polizei! Na warte. Dich krieg´ ich, Freundchen!“, zischte Jeanne aufgebracht, während sie mit schnellen Schritten hinterher sprintete.<br />
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Nicht nur Jeanne, auch Jasmin vermutete Drogen oder Alkohol als Ursache für dieses Verhalten, und forderte über Funk Unterstützung an.<br />
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„Jonathan, bist Du das?“, fragte sie irritiert, denn sie glaubte den Flüchtlingen im Lichtschein einer Laterne für einen kurzen Moment erkannt zu haben. Dennoch zog Jeanne vorsichtshalber ihre Dienstwaffe, weil der Flüchtige ausgerechnet in eines der übelsten Viertel der gesamten Stadt lief, so dass sie auch noch die Taschenlampe aus der Schlaufe ihrer Koppel zog, da es hier so gut wie keine Beleuchtung gab. <br />
„Zum letzten Mal: Sie da! Sofort stehenbleiben! Polizei!“, schrie die Beamtin zum wiederholten Male, als der Mann den sie verfolgte in einem schlecht beleuchteten Bereich verschwand. Vorsichtig und behutsam tastete sie sich mit der Taschenlampe weiter in der Dunkelheit vor.<br />
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“Mist“, murmelte Jeanne, “wo ist er nur hin?“<br />
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Mit dem Strahl ihrer Taschenlampe tastete sie sich weiter vorwärts. Sie befand sich ausgerechnet in einer Gegend, wo sich an jedem Tag mehr als ein Verbrechen ereignete, und sie bemerkte, dass es ziemlich riskant war, ausgerechnet hier allein unterwegs zu sein. Ihr Puls schlug heftig bis zum Hals, und aufmerksam achtete sie auf jedes noch so kleine verräterische Geräusch.<br />
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Während die junge Polizistin noch darüber nachdachte, wem sie da auf den Fersen sein könnte, wurde sie auch schon gepackt und gegen den Maschendrahtzaun des Hinterhofes gedrückt. <br />
“AH!“, schrie sie erschrocken auf, und ließ auch noch vor Schreck ihre Waffe fallen. Nur in der Linken hielt sie noch ihre Taschenlampe.<br />
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Seltsame Klingen kamen ihrer vor Angst bebenden schweißgebadeten Brust immer näher, und dann erkannte sie ihn.<br />
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Es war ich, der da vor ihr stand.<br />
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„Nein! Nein! Tu das nicht! Bitte! Bitte, töte mich nicht! Ich bin doch eine von den Guten, eine Polizistin. Ich bin es, Jonathan! Ich bin es - Jeanne!“, jammerte sie verzweifelt, und versuchte sich mühsam strampelnd, aber ohne Erfolg zu befreien. <br />
Mein Griff war einfach zu fest.<br />
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“Sie kennen mich?“, ungläubig schaute ich sie an. Noch immer bedrohte ich die uniformierte Frau mit den Krallen aus Adamantium, die man mir unfreiwillig verpasst hatte und die aus meiner linken Hand gefahren waren, aber wenige Millimeter vor ihrer nach wie vor bebenden Brust verharrten.<br />
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Die Polizistin nickte hektisch bejahend mit ihrem Kopf, während ich sie immer noch eisern mit der rechten Hand festhielt, ehe ich den harten Griff löste, und nach der Hundemarke griff, die als Kette um seinen Hals baumelte - es stimmte. <br />
Zögernd ließ ich von der Frau ab. Die Metallklingen verschwanden wieder zwischen meinen Fingerknöcheln - zogen sich zurück und die drei entstandenen Wunden verschlossen sich umgehend wieder.<br />
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Irritiert blickte sie mir in die Augen und dachte: ´Was ist nur mit dir passiert? Weshalb erkennt er mich nicht wieder?´<br />
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Drohend blickte ich auf sie herab, als sie sich nach ihrer Dienstwaffe bückte. Sie schaute immer noch total verängstigt drein, und hob die Waffe deshalb auch nur mit zwei Fingern vorsichtig auf, um sie sofort ins Holster zu schieben.<br />
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“Alles in Ordnung, Jonathan. Alles in Ordnung.“<br />
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Die Worte sollten beruhigend klingen, erzielten aber nicht den gewünschten Effekt. Ein Geräusch erweckte nicht nur meine Aufmerksamkeit, ich drehte mich angespannt um. <br />
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Noch einmal lauschten wir beiden. Doch nur ich schnupperte schließlich zusätzlich. Nahm dank meiner verschärften Sinne dabei die Witterung von Füchsen war, die sich in unmittelbarer Nähe durch die Abfallcontainer arbeiteten, um sich etwas Fressbares zu suchen.<br />
Vorsichtig zog Jeanne ihre Geldbörse hervor, um mir ein Foto zu zeigen, auf welchem nur wir beide drauf zu sehen waren.<br />
“Hm.“<br />
“Na gut“, seufzte die Polizistin, die dann ebenso vorsichtig auch noch ihr Smartphone hervorholte. “Glaub mir doch, wir kennen uns sehr gut. Komm doch einfach mit. Ich bringe dich nach Hause.“<br />
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Jetzt hatte nicht nur Jasmin, sondern auch noch drei weitere ihrer Kollegen, die zur Verstärkung geschickt worden waren, den Ort des Geschehens erreicht. Es war wirklich eine üble Gegend in der selbst erfahrene Polizisten nicht gerne alleine, oder zu zweit unterwegs waren. Und der entsetzte Schrei einige Minuten zuvor von Jeanne hatte diese Vermutung bekräftigt.<br />
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“Hey, Jonathan“, begrüßte mich eine dunkelhaarige etwas kleinere Polizistin, die mich aufmerksam musterte. Dann nickte sie den Kollegen zu: “Entwarnung! Ist ein Freund von uns. Einer, der endlich wieder zu Hause ist.“<br />
“Genau“, nickte Jeanne. “Lucas. Ben. Das ist Jonathan. He, Sandra - brauchst dich nicht hinter den beiden Kollegen zu verstecken, der beißt nicht - mein Freund… oder vielleicht doch?“<br />
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“Komm Jonathan, wir bringen dich erst einmal ins PK. Siehst mitgenommen aus…“<br />
Ich überlegte kurz, dann nickte ich: „Gut. Aber Du gehst vor!“<br />
“Einverstanden.“<br />
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Gemeinsam legten wir den Weg zu den beiden Streifenwagen zurück. <br />
Die dunklen Gestalten, die hier herumlungerten und sich verdächtig den Polizeifahrzeugen genähert und damit begonnen hatten daran herumzuhantieren, zogen sich aber sofort erschrocken zurück, als ich die Metallkrallen erneut ausfuhr.<br />
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“Oh, verdammt fuck! Nichts wie weg hier! Bullen mit Mutantensupport!“, stieß einer der Vermummten aus der autonomen Szene entsetzt aus, als er auch schon mit seinen Begleitern eingeschüchtert das Weite suchte.<br />
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Am Streifenwagen angekommen, holte Jeanne zunächst eine Decke aus dem Kofferraum, die sie mir reichte. Im Wagen allerdings fiel mir dann ein weiteres Foto auf, das uns gemeinsam mit weiteren Freunden zeigte.<br />
Ich spürte gerade zu, wie erleichtert alle waren wieder in den Fahrzeugen zu sitzen.<br />
“Hier“, kicherte Jasmin, “setz die hier auf, denn deine Frisur ist ziemlich strubbelig.“<br />
Wortlos setzte ich, das mir gereichte Basecap auf, denn nun sah es so für jeden Beobachter aus, als ob ein Polizist gerade eben einen ziemlich harten Einsatz hinter sich gebracht hätte.<br />
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Auf dem Polizeikommissariat erkannte man mich sofort wieder.<br />
“Und weshalb trägt er diese Hundemarken da um den Hals?“, wunderte sich der Leiter des Polizeikommissariats, der mal wieder Überstunden schob.<br />
“Überlegt doch mal: Ein Soldat, der praktisch unbesiegbar - und unzerstörbar ist… er kann in jeden Sicherheitsbereich reinspazieren, seinen Job erledigen…“, zählte der alte Holger im lockeren Plauderton auf.<br />
“Verdammt. Da gebe ich dir Recht…“, murmelte nun Jasmin ihrerseits entsetzt, die sich an die Krallen und den anschließenden Heilungsprozess erinnerte.<br />
“Mich würde nur eines interessieren”, warf Jeanne ein, “wer ihm das angetan hat. Den- oder Diejenigen würde ich allzu gern nur hinter die verdienten Gitter bringen.”<br />
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Dann einige Wochen später, musste sie wegen ihrer Schwangerschaft den Außendienst fürs erste beenden, und wurde in den Innendienst versetzt, wo sie nach weiter nach den Verantwortlichen fahndete - ohne Erfolg.<br />
Doch zumindest konnte Charles Xavier den Großteil meiner Erinnerungen nach wenigen Sitzungen wiederherstellen, die mir eine Kopfverletzung verursacht hatte.<br />
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Erneut einen Monat später, vor der Geburt der beiden Zwillinge, kam es immer wieder zu Zwischenfällen, weil ich mehrmals durch Albträume geplagt das Ehebett verließ und auf der Couch weiterschlief. Mit Entsetzen bemerkte Jeanne dann auch den Grund: Zerfetzte Laken, Decken und Kissen, sowie sogar einen Nachtschrank der zerschlagen war. Sie bekam nicht nur Angst um sich selbst, sondern insbesondere auch um die beiden Kinder, die manchmal zu ihnen ins Bett krochen, um mit ihren Eltern zu kuscheln.<br />
Wie erleichtert war sie, dass ich es als ihr Ehemann es ihr nicht übel nahm, erst einmal getrennte Wege zu gehen, und erneut Hilfe von Xavier und auch Logan in Anspruch zu nehmen… <br />
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Sie lächelte bei den Gedanken, was auch sofort ihre Kollegin, erleichtert zur Kenntnis nahm. Dennoch legten die beiden Polizistinnen die restliche Fahrt zum Kommissariat schweigend zurück.<br />
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<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">USA, Cheyenne Mountain - Homeworld Command</span><br />
<br />
Mit einem deutlichen und zufriedenen Grinsen im Gesicht schritt mit ruhigen Schritten Lieutenant General Jack O´Neill, pünktlich um 15-Hundert, durch die Korridore des Standortes seines neuen Kommandos - es war das alte SGC, das er sich dafür erwählt hatte. Nach zähen Ringen hatte er sich schließlich mit guten Argumenten gegen das IOA durchgesetzt, auch weiterhin den Cheyenne Mountain nach einer nötigen Überholung dafür zu nutzen.<br />
Denn der eine Angriff der Luzianischen Allianz auf das Pentagon hatte zu der Überlegung geführt, wichtige Einrichtungen auf der Erde, so unangreifbar wie nur möglich zu machen.<br />
Doch rund zwei Stunden später, schaute er völlig verdutzt drein, denn die Abordnung des IOA mit Miss Shen an der Spitze, hatte ihn soeben über einige wichtige Änderungen informiert.<br />
<br />
Der General starrte die komplette Delegation des IOA, die vor ihm versammelt war, ausdruckslos an. Schließlich sagte Shen zum Schluss, weil sie seinen Blick bemerkte, um O´Neill zu beruhigen: “… bitte verstehen Sie unsere Entscheidungen nicht falsch.”<br />
Doch O´Neill blieb, in all den Jahren unter Hammond gereift, von sich aus ruhig. Daher führte die Chinesin etwas weiter aus: “…das Kommando behalten Sie selbstverständlich, denn niemand sonst auf diesen Planeten kann mit ihrer Erfahrung mithalten. Aber an anderen Stellen müssen wir die Befugnisse und Gewalten anders verteilen, denn wir können uns nicht von den USA das weitere Vorgehen diktieren lassen… Besonders nach den Ereignissen mit den Wraith, sowie auch mit der Luzianer Allianz.”<br />
<br />
Dann schnappte Jack doch kurz spürbar nach Luft, als die Wortführerin fertig war und ehe er fragte: “Und wie steht es in dieser Angelegenheit mit General Landry?”<br />
“Er ist einer der ständigen vier Kommandeure auf der Stargate-Command-Base auf dem Mars. Durch diese Entscheidung können wir zum einen das Stargate-Programm deutlich ausbauen und die Effektivität des Betriebes rund um die Uhr ermöglichen und verbessern, dadurch auch das gesamte Kontingent an Personal und Material aufstocken und besser ausrüsten.”<br />
“Na dann ist es ja gut. Und ich dachte schon ihr wollt an meine DVD-Sammlung”, brummte Jack O´Neill ein wenig säuerlich.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Los Angeles</span><br />
<br />
Endlich hatten es die beiden MacGyver geschafft, den kaputten Wagen von Thornton wieder in Gang zu bringen, welchen schon die vergangene Tour in die Rocky Mountains nicht sonderlich gut bekommen war. Darunter hatten nicht nur die beiden nur alle Stoßdämpfer und der Motor erheblich gelitten, sondern auch noch die Querlenkung. <br />
Sie fuhren daher gezwungenermaßen zwischenzeitlich zu einem alten Schrottplatz, um sich nach den passenden Bauteilen für die Reparatur umzusehen. Sie entgingen dem größten Betrag der Bezahlung, da der alte MacGyver es geschafft hatte, eine defekte Pumpe mit einem alten Schlauch und der Bremsanlage eines alten Fahrrads, sowie etwas Aluminiumklebeband zu reparieren.<br />
<br />
Bei der Wiederherstellung des Wagens, hatte der ältere MacGyver sehr darauf geachtet, den jüngeren etwas mehr die Initiative zu überlassen.<br />
<br />
“Hervorragend! Ihr beiden habt es wirklich wieder einmal geschafft!”, lobte Pete die Arbeit der beiden, als er den Motor erfolgreich gestartet hatte, um anschließend sofort voller Freude darüber zu einer kurzen Testfahrt durch sein Wohnviertel aufbrach.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">VR China - Luftwaffenbasis nahe Shanghai</span><br />
<br />
Gerade eben erst hatte sich Lieutenant Jin registrieren lassen und zum Dienst gemeldet, als sie auch schon zum Kommandanten des Stützpunktes beordert wurde.<br />
<br />
“Melde mich wie befohlen, Sir”, sagte sie als sie salutierend vor dem General stand, der sich nur kurz erhob um den militärischen Gruß zu erwidern. Doch der ältere grauhaarige Mann beäugte dabei auch kurz skeptisch die junge Frau, die ruhig vor ihm stand. <br />
Denn die junge Offizierin, mit den kurzen schwarzen Haaren, hatte für ihr noch junges Alter unter anderem eine hervorstechende Karriere vorzuweisen.<br />
<br />
Als er sich wieder gesetzt hatte, sagte er mit einem Nicken: “First Lieutenant, Sie sollen gemäß Ihrer Akte unter anderem mehr als nur gut fliegen können. Melden Sie sich daher umgehend im Hangar 1! Dort wartet bereits ihre neue Maschine, denn ich will in einer halben Stunde etwas von ihren so viel gelobten Flugkünsten sehen!”<br />
“Zu Befehl!”, erklärte die Soldatin sofort salutierend, bevor sie kehrtmachte um das Büro ihres Vorgesetzten wieder zu verlassen und den angeordneten Befehl Folge zu leisten.<br />
<br />
<br />
Mars<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">SGC-Base</span><br />
<br />
Geduldig hatte Daniel Jackson trotz der anstrengenden Mission, von der er erst vor wenigen Stunden zurückgekehrt war, dem zugehört was Xiaoyi Shen im erzählt hatte. Höflich bot er der Chinesin eine weitere Tasse Tee an, welche diese gerne annahm.<br />
Er wollte gerade etwas zu einen der angesprochenen Punkte erwidern, als unvermittelt Großalarm ausgelöst wurde.<br />
<hr class="mycode_hr" />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Odyssee</span></span></div>
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Folge 1.02 - Die Heimsuchung, Teil 2</span></span></div>
<br />
Erde<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Pazifischer Ozean</span><br />
<br />
Irgendwo in der Mitte des größten Meeres der Erde, in etwa genau zwischen Hawaii und Japan, kreuzte eine der neu zusammengestellten Flotten der US-Navy.<br />
<br />
Mit einem Male stutzte Admiral LeBrune, der rein zufällig auf einen der Monitore auf der Brücke schaute und ihm nahezu zeitgleich mehrere Kontakte gemeldet wurden, die sich im schnellen Tempo ihrer Position näherten.<br />
“Was in Gottes Namen ist denn jetzt schon wieder los?”, murmelte der Kommandant, der dann auch noch im barschen Befehlston umgehend nach einen Fernglas verlangte.<br />
<br />
Er war sofort alarmiert, aber auch äußerst beunruhigt und irritiert - denn außer der Luzianischen Allianz, der Freien Jaffa-Nation gab es eigentlich niemanden, der die Erde direkt herausfordern könnte.<br />
“Es sei denn…”, murmelte er, weil er eine dritte Option durchaus kannte, doch es nicht wagte diese laut auszusprechen.<br />
Mit den Luzianern war ja erst vor wenigen Tagen durch die Wortgewandtheit und das erstaunliche Verhandlungsgeschick von Doktor Daniel Jackson ein Waffenstillstand vereinbart worden war, und auch die letzten fanatischen Truppen und Anhänger der Ori hatten kapituliert, um dann den schon lange ausgehandelten Friedensvertrag unter der Vermittlung von Tomin und Vala zu unterzeichnen. <br />
Daher kamen als letzte Variante nur noch die Wraith in Frage. Der Admiral, dem ein kalter Schauer über den Rücken kroch, erschauderte bei diesen Gedanken.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Deutschland - Hamburg</span><br />
<br />
In der Hansestadt an der Elbe war wie sonst überall auf der gesamten Erde und auch im Sonnensystem sofort Großalarm ausgelöst worden. <br />
Alle Bürger wurden von der Polizei und dem Militär dazu aufgefordert worden umgehend Schutz zu suchen und sich ruhig zu verhalten.<br />
<br />
Ohne lange zu zögern waren Jeanne und Jasmin während ihrer Streife zu ihren nahen Angehörigen gefahren, um auf diesen Wege schnellstmöglich ihre Kinder und Eltern im großen Schutzraum im Keller des Polizeikommissariats in Sicherheit zu bringen.<br />
Als sie dort angekommen waren, bekamen sie auch gleich von ihrem Revierleiter weitere Anweisungen und Informationen.<br />
“Geh´ schon ran, Jonathan!”, seufzte Polizeiobermeisterin Schneider flehend, als die kurze aber klare Besprechung zu Ende war, und sie im schnellen Laufschritt die Nummer gewählt hatte.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">A2 - bei Hannover</span><br />
<br />
Irritiert sah ich auf mein Handy auf dem Jeanne` Name und Nummer aufleuchtete. <br />
´Nanu. Sie weiß doch, dass ich mit dem Auto unterwegs bin´, dachte ich, als ich dann auch noch das aus den Nichts auftauchende Hindernis auf der Strecke bemerkte und vehement abbremsen musste.<br />
<br />
Auf der Autobahn war kurz vor der nächsten Raststätte von der Bundeswehr eine Straßensperre errichtet worden, um jeglichen Verkehr auf den dortigen Parkplatz abzuleiten.<br />
<br />
“Entschuldigung! Deutsche Bundeswehr, Leutnant Jessica Schneider, ich bin die hier Befehlshabende Offizierin des 4-ten Feldjägerbataillons”, begann die Soldatin, “würden Sie bitte den Motor Ihres Wagens abstellen und aussteigen!”<br />
“Wieso?”<br />
“Weil wir angewiesen wurden Personalkontrollen durchzuführen und militärdiensttaugliche Personen einzuziehen, da wir nach den Krieg gegen unsere außerirdischen Feinde keine wirklich großen Reservisteneinheiten mehr zur Verfügung haben… Und wir gerade eben in diesen Augenblick seit kurzem erneut angegriffen werden, treten die entsprechenden Notverordnungen in Kraft. Eine erste kleine Angriffswelle konnte unter Verlusten bereits gestoppt werden. Doch wird es bald zu einem Hauptangriff kommen… Legen Sie bitte also auch endlich Ihr Handy beiseite!”<br />
“Meine Frau ist dran…”<br />
“Tut mir leid. Aber die muss leider erst einmal warten”, lautete die sehr harte Antwort, worauf sich meine Miene sofort verfinsterte.<br />
“Steigen Sie also bitte endlich aus dem Fahrzeug und händigen Sie uns noch Ihren Personalausweis aus, damit wir Ihre Daten überprüfen können - dauert nicht lange!”, ordnete Leutnant Schneider nach einer kurzen Pause an.<br />
´…außer wir haben Verwendung für Sie´, dachte ich den Satz weiter, wobei mir auch schon schwante, dass dies auch der Fall sein würde.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">USA - Homeworld Command</span><br />
<br />
Tief im Cheyenne Mountain war man verständlicherweise zutiefst erschrocken als man erfuhr, wer da soeben die Erde und ihre Bewohner attackierte, da es bislang keinerlei Anzeichen dafür gegeben hatte. Es war aber bislang auch erkennbar, dass die Außerirdischen die Basis und die Besatzung auf den Mars ignorierten.<br />
<br />
“Es sind in der Tat wirklich die Wraith, Sir. Es handelt sich dabei aktuell um 5 Hives, über zwei Dutzend Kreuzer, und einige Schiffe einer uns unbekannten Schiffsklasse, sowie eine Menge Kampfgeschwader aus Darts. Auch haben wir die Tiefraumsensoren ausgerichtet… und offenbar sind noch etwa ein Dutzend weiterer Feindschiffe hierher unterwegs”, berichtete Lieutenant Douglas, der blass im Gesicht geworden war.<br />
Nicht nur in ihm, sondern auch bei allen anderen wurden die furchtbaren Erinnerungen des letzten Angriffes dieses Gegners von einer Sekunde auf die andere wieder lebendig.<br />
Daher ließ General O´Neill sofort umgehend eine Konferenz schalten, um für die Bevölkerung die überlebenswichtige Verteidigung zu organisieren, weil es sonst seiner Meinung nach: Nicht gut für die Erde ausgehen werde.<br />
<br />
Erdorbit<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">U.S.S. George Hammond - Brücke</span><br />
<br />
Nur kurz war die eingetretene Starre nach dem Auftauchen der feindlichen Flotte. <br />
Denn sofort bezog Brigadier General Samantha Carter mit ihren Verband, der aus ihrem Flaggschiff und vier weiteren Battle-Cruisern bestand, über den Nordamerikanischen Kontinent Position, um attackierende Schiffe der Wraith abzufangen.<br />
“Na gut. Melden sie dem Homeworld Command und General O´Neill, dass sich alle verfügbaren 7 Verbände in Position befinden und den Kampf gegen die feindlichen Invasoren aufgenommen haben, Captain!”, ordnete Sam Carter an, die bereits in ihrem Kommandosessel Platz genommen hatte.<br />
<br />
Erde<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Homeworld-Command</span><br />
<br />
Auf einer großen holographischen Kugel, die die Erde darstellte, sah Jack O´Neill wie sich die Verteidigungsflotte bereits im Orbit strategisch verteilt hatte, um die angreifende Flotte der Wraith zu stellen und zu bekämpfen.<br />
Die Feinde aber ignorierten zu seiner Überraschung aber weiterhin den Mars, obwohl sich dort seit einiger Zeit mehrere tausende Menschen aufhielten. <br />
<br />
Erdorbit<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">U.S.S. Phoenix</span><br />
<br />
Kurz nachdem sein Schiff über Europa Position bezogen hatte, meldete sich auch schon Brigadier General Samantha Carter per Videobotschaft beim Admiral der Royal Navy, William Sterling, welcher die Phoenix befehligte: “Wir halten uns klar an die gegebene Anordnung von General O´Neill, und werden uns hauptsächlich um die Hives und Kreuzer, sowie die uns bislang unbekannte Schiffsklasse des Feindes kümmern! Um die Darts der Wraith allerdings müssen sich die jeweiligen Luftstreitkräfte kümmern.”<br />
<br />
Erde<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">China - Lufttraum über Peking</span><br />
<br />
Diesen kurzerhand angeordneten Übungsflug hatte sich First Lieutenant Jin in der Tat anders vorgestellt; immer wieder musste sie den feindlichen Fluggeräten mit ihrer Chengdu Jian-10 in waghalsigen Manövern ausweichen.<br />
<br />
Es kam wie es kommen musste, und ein Warnsignal machte der jungen 24-jährigen Chinesin klar, dass ihr die Munition in Kürze ausgehen würde. Ihre guten Augen machten zur gleichen Zeit einen gegnerischen Kreuzer aus, welcher von mehreren Darts eskortiert auf die chinesische Hauptstadt zusteuerte.<br />
<br />
´Also, wenn ich schon sterben muss - dann auf diese Weise. Den Kreuzer dort nehme ich mit mir´, dachte sie, als eine weitere riskante Kurve flog, und sich mit ihrer letzten Munition an das feindliche Fluggerät im Sturzflug von Achtern annäherte.<br />
In allerletzter Sekunde entschied sich Jiao um, und griff an die beiden Hebel - benutzte den Schleudersitz, ehe in wenigen Sekunden ihre Maschine mit dem feindlichen Fluggerät kollidieren würde.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Deutschland - A2 bei Hannover</span><br />
<br />
Immer noch schaute ich die Bundeswehrsoldaten mehr als nur wütend an, da sie mir es verweigerten Kontakt mit meiner Frau, die auch immerhin Mutter von unseren beiden gemeinsamen Kindern war aufzunehmen solange die Überprüfungen meiner Personalien andauerten.<br />
<br />
“Hören Sie endlich mit diesen Sprüchen auf! Und außerdem habe ich schon meinen Beitrag gegen diese Luzianer geleistet - was mir schon nicht gut bekommen ist…”, brummte ich wütend auf einige militärische Sätze in meine Richtung.<br />
“Ja. Ich sehe bei Ihnen keinerlei Kratzer. Haben wohl nichts Gefährliches gemacht, was? Also keine Widerrede!”, entgegnete einer der Soldaten im barschen Ton, die auch noch verlangten zusätzlich den Kofferraum zu kontrollieren ob es etwas Verwertbares darin gäbe. <br />
<br />
Während auch schon ein weiterer Soldat aus einigen Transportkisten Militärkleidung aus NATO-Beständen holte.<br />
Eine Soldatin reichte mir diese Sachen mit den Worten: “Herr Jonathan Martin, laut der uns vorliegenden Informationen sind Sie hiermit eingezogen! Also bereiten sie sich gefälligst auf ihren Einsatz vor!”<br />
“Und wenn ich keine Lust darauf habe, und stattdessen zu meiner Familie fahre - zurück nach Hamburg fahre - erschießen sie mich sonst?”, fragte ich mit bitterer Kälte in meiner Stimme herausfordernd. Denn ich wusste, dass dies nichts bringen, und die Soldaten, die sich um mich versammelt hatten, eine böse Überraschung erleben würden.<br />
<br />
´Allen Anschein nach wussten diese Leute wohl nicht mit wem sie es mit mir zu tun haben. Na die werden sich alle ziemlich dumm umgucken, wenn die sehen mit wem sie sich hier herumschlagen´, dachte ich, und lächelte etwas spöttisch einen ihrer Kameraden an, der auf meine Frage damit beantwortete, indem er tatsächlich seine Waffe zog, und diese auf mich richtete: “Sie tun wie Ihnen befohlen wurde, nachdem sie ihre Frau angerufen haben! Verstanden?”<br />
Ein wortloses Nicken war meine Antwort, doch das böse Lächeln blieb, und ehe eine andere Soldatin, die als Sanitäterin gekennzeichnet war mir mein Handy wieder zurückgab, damit ich den Anruf endlich tätigen konnte, massierte ich noch einmal kurz meine Hände, denn meine Krallen hätte ich beinahe vor Zorn ausgefahren und dies schmerzte jedes Mal.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Argentinien - Feuerland</span><br />
<br />
Reges Treiben herrschte in einem schwer zugänglichen Gelände, rund um ein kleines Flugzeug, welches auf einer provisorischen Start- und Landepiste stand. <br />
“He, wo wollt ihr denn hin? Die Ladung ist doch noch nicht komplett an Bord”, beschwerte sich in die Hände klatschend ein etwas beleibter Mann, der eine alte braune Pilotenjacke aus Leder und eine mindestens ebenso alte Pilotenmütze auf dem Kopf mit ergrautem Haar trug.<br />
<br />
Es dauerte lange bis er ein leises Summen wahrnahm, und dann neugierig in den Himmel schaute, in welchen er sich gleich selber aufschwingen wollte.<br />
´Ist da etwa der Zoll oder so im Anflug´, schoss es ihm alarmierend durch den Kopf. Er könnte es dann eh vergessen nach Plan abzufliegen, nämlich so tief unter dem Radar wie möglich. Missmutig registrierte er wie die Einheimischen aus der naheliegenden Siedlung alarmiert davonrannten.<br />
<br />
“Na schön. Spar ich halt Ausgaben - zum Wohle von Dalton-Air”, lachte er, grinste und pfiff gutgelaunt vor sich hin als er zu dem kleinen Camp schritt, wo noch einige Kisten und Säcke darauf warteten verladen zu werden.<br />
Das Summen aber um ihn herum wurde immer lauter und kam stetig näher.<br />
Abermals hob Jack Dalton den Kopf, um wachsam den Horizont abzusuchen, dabei drehte er sich einmal im Kreis. Als er erkannte, was da in hohem Tempo auf ihn zukam war es bereits zu spät…<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">China - östlich von Peking</span><br />
<br />
Unsanft kam die junge Pilotin auf dem Boden auf, da nach der Explosion durch einige herumfliegende Trümmerteile ihr Fallschirm beschädigt worden war, weswegen sie die letzten Meter eher abstürzte als zu Boden zu gleiten.<br />
<br />
Einige Minuten blieb sie daher liegen um sich zu erholen. Erleichtert stellte sie fest, dass sie sich nicht wirklich verletzt hatte, sondern sich wohl nur einige Prellungen zugezogen hatte. Instinktiv griff sie in die Tasche um ihr Sturmgewehr hervorzuholen.<br />
Sie seufzte, weil sie nur das eine Magazin für diese Waffe dabei, sowie für ihre Handfeuerwaffe zwei Ersatzmagazine bei sich hatte.<br />
´War auch nicht zu ahnen, dass man in ein Kampfgeschehen gerät´, dachte sie, während sie sich wachsam umschaute.<br />
<br />
Schnell näherten sich bereits einige Wraith-Drohnen ihrer Position, weil jene schnell erkannt hatten dass sie doch noch am Leben war. <br />
Zuerst hielt sie feuernd, den Lauf ihrer QBZ-95 schwenkend auf ihre Angreifer zu, indem sie immer nur kurze gezielte Salven abgab.<br />
Schnell war das einzige Magazin ihres Gewehres verbraucht, worauf sie schnell mit der einen Hand ihre Handfeuerwaffe aus dem Holster und mit der anderen eines der zwei Ersatzmagazine aus der Magazintasche riss, um sich weiterhin ihrer Haut erwehren zu können.<br />
<br />
Doch erhoben sich bereits einige der niedergeschossenen Wraith-Drohnen wieder. <br />
Der jungen Pilotin gefror das Blut in den Adern, und feuerte auch ihre Pistolenmagazine leer. Doch abermals erhoben sich einige dieser Horrorgestalten wieder, ehe sie dann aber vollkommen unerwartet von mehreren Blitzen getroffen erneut zu Boden gingen.<br />
<br />
Erschrocken und alarmiert wirbelte die chinesische Soldatin daher herum, und richtete die mittlerweile leer geschossene Waffe auf eine Frau mit kurzen silbernen Haaren, die ebenfalls wie die Wraith in schwarz gekleidet war und sich ihr langsam näherte.<br />
“Nicht feuern bitte! Ich bin eine Freundin”, erklärte Storm, “wir - ich und meine Freunde - werden euch erneut gegen diese tödlichen Kreaturen helfen!”<br />
Die vollkommen überraschte Lieutenant Jin, ahnte bereits mit wem sie da sprach, dennoch fragte sie: “Wie? Wie… haben Sie das gemacht?”<br />
“Wir sind Mutanten!”<br />
<br />
Später auf einem Stützpunkt war ihre Irritation dann wirklich perfekt, als sie über Funk den Befehl erhielt, sich unverzüglich auf eine geheime Mission vorzubereiten. Dabei sollte sie dem Stargate-Programm helfen, ehe sie ebenfalls für diese Organisation den Dienst antreten sollte, vorausgesetzt sie würde den bevorstehenden Einsatz überleben. <br />
Neu und dann viel besser ausgerüstet betrat sie wenige Minuten später auch schon das modifizierte Goa´uld-Frachtschiff.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Hallo, ihr Lieben!<br />
<br />
Da es erfreulicherweise wieder ein Forum gibt <img src="https://newforum.stargate-project.de/images/smilies/biggrin.png" alt="Big Grin" title="Big Grin" class="smilie smilie_4" /> , habe ich mich dazu entschlossen mit meiner FF-Serie <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">[SG/Multi-Crossover] Odyssee </span>fortzufahren <img src="https://newforum.stargate-project.de/images/smilies/smile.png" alt="Smile" title="Smile" class="smilie smilie_1" /> . Um jedoch nicht alles aus dem Kontext zu reißen, sowie auch für ein besseres Verständnis des Gesamtzusammenhanges, werde ich alle bisherigen Staffeln und Folgen in den nächsten Wochenenden hier veröffentlichen. Es wird jedes Wochenende eine Staffel á 20 Folgen sein bis zur vierten Folge der 8. Staffel <img src="https://newforum.stargate-project.de/images/smilies/smile.png" alt="Smile" title="Smile" class="smilie smilie_1" />.<br />
<br />
Heute beginnen wir mit den ersten fünf Folgen der 1. Staffel <img src="https://newforum.stargate-project.de/images/smilies/angel.png" alt="Angel" title="Angel" class="smilie smilie_10" /> <br />
Also auf ein Neues, und viel Spaß beim Lesen <img src="https://newforum.stargate-project.de/images/smilies/smile.png" alt="Smile" title="Smile" class="smilie smilie_1" /> <br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-size: large;" class="mycode_size">[SG/Multi-Crossover] Odyssee</span><br />
</span><br />
<br />
Titel: [SG/Multi-Crossover] Odyssee <br />
Autor: Jonathan J. O´Neill<br />
Rating: FSK 16<br />
Genre: Sci-fi, Abenteuer, Action, Drama usw.<br />
Crossover <br />
&amp; Charas: Diese FF ist ein Multi-Crossover, welche die Franchisebereiche von Stargate, Battlestar Galactica, MacGyver und X-Men mit den dazugehörigen OC sowie eigene Charaktere beinhaltetPairings: bekannte, und eigene<br />
<br />
<br />
Anmerkungen:<br />
1. Alle Rechte an Stargate SG-1/SG-A/SG-U, Battlestar Galactica, X-Men und MacGyver gehören denen, welchen sie gehören.<br />
2. Ich schreibe diese Crossover-FF nur zum Spaß, nicht um Geld damit zu verdienen.<br />
3. Die Geschehnisse sind alle frei erfunden, sie beginnen einige Jahre nach der fünften Staffel von Stargate Atlantis, beiden SG-1-Filmen, sowie nach der zweiten SG-U-Staffel. Die vertrauten Zeitlinien aller Franchise-Universen wurden außer Acht gelassen, später setzt die Handlung aber dann kurz vor dem Fall der zwölf Kolonien von Kobol bei BSG ein, wenn das Expeditions-Team in deren Galaxie eingetroffen ist. <br />
4. Diese Crossover-FF wird in der normalen betrachtenden bzw. berichteten Erzähler- &amp; Ich-Form erzählt.<br />
<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Odyssee</span></span></div>
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Prolog”</span></span></div>
<br />
Nach einer gewissen Zeit nachdem es die Wraith geschafft hatten ein zweites Mal den Weg zur Erde zu finden; kam es schließlich zu dem befürchteten offenen Krieg im Sommer des Jahres 2017 gegen die Luzianische Allianz…<br />
<br />
Auf Grund dieser Ereignisse, und es eine gewisse Anzahl von Wraith es geschafft hatten sich einige zeitlang auf der Erde zu verstecken, die aber nach langem Suchen dank der Hilfe von Ronon Dex glücklicherweise eliminiert werden konnten, war das IOA doch letztendlich schließlich dazu gezwungen die Existenz des Sternentores, der gesamten Weltbevölkerung zu offenbaren…<br />
<br />
Dies führte zu heftigen internationalen Spannungen, weil sich viele Staaten übergangen fühlten und ein ab sofortiges Mitspracherecht bei allen Entscheidungen einforderten…<br />
<br />
Doch damit nicht genug: die Menschheit wurde durch eine weitere Nachricht erschüttert, denn eine Gesellschaft, die seit vielen lange Jahrhunderten parallel verborgen unter ihnen lebten, die sich als Mutanten offenbarten, ihre Existenz notgedrungen preisgaben und zu Gunsten der Erde, angeführt von Professor Charles Xavier und Erik Lehnsherr in den Kampf gegen die Wraith und auch die Luzianische Allianz eingriffen…<br />
<br />
Trotz dieses unerwarteten Beistandes waren die Verluste erschreckend hoch. <br />
Denn neben den materiellen, bestehend aus Raumschiffen und Ausrüstung, verloren viele Millionen Menschen im Kampf gegen die Wraith und die Luzianische Allianz ihre Leben, oder galten seither als vermisst. Die feindlichen Außerirdischen konnten nach einen monatelangen Kampf endgültig aus dem heimatlichen Sonnensystem, sowie aus vielen Regionen der Milchstraße vertrieben werden. Aber man war sich bewusst, dass die Gefahren nicht vollkommen gebahnt waren…<br />
<br />
Nur der Mars, welcher sich in einem Terra-Forming-Prozess und auf welchen sich die im Bau befindliche neue Stargate-Command-Base befand, blieb zunächst noch von den Attacken der Feinde verschont…<br />
<br />
Die Mutanten lehnten es nach der heißen Phase des Krieges, gegen die Wraith und die Luzianer ab, sich aktiv an Off-World-Missionen des mittlerweile publik gemachten Stargate-Programms zu beteiligen. Doch waren sie dennoch dazu bereit bei einigen Problemen zu helfen, wie der Stabilität der Nationen auf der Erde, um die aufgeflammten Unruhen zu beenden…<br />
<br />
Was einigen Vertretern des IOA, sowie einigen geheimen Institutionen, die an Einfluss nicht verlieren wollten, immer noch zu wenig war…<br />
<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-size: large;" class="mycode_size">Folge 1.01 - Die Heimsuchung, Teil 1</span></span></div>
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Jahre später - Anfang September 2020</span><br />
Milchstraße<br />
Mars <br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Stargate-Command-Base</span><br />
<br />
“Sir. Die U.S.S. George Hammond ist in wenigen Minuten in Transportreichweite”, meldete einer der Kommunikationsoffiziere.<br />
Der diensthabende Stützpunktkommandeur Lieutenant General Hank Landry nickte für einen kurzen Moment ein wenig müde, nachdem er die Meldung zur Kenntnis nahm. Er nahm noch schnell einem letzten großzügigen Zug aus seiner großen Kaffeetasse, stellte jene dann auf eine der der Konsolen ab, und machte sich dann gutgelaunt auf den Weg, um die angekündigten Gäste in Empfang zu nehmen.<br />
<br />
Mittlerweile lief seit über einen halben Jahr der Betrieb von der neuen Basis vom Mars aus, obwohl immer noch weiter an jenen gebaut wurde. Schätzungen nach würde die Fertigstellung noch etwa ein Jahr in Anspruch nehmen.<br />
<br />
Den kleinen, einst so wüsten rostrotfarbigen, Bruder der Erde konnte man dank fortschrittlicher Technologie, welche man bereits vor Jahren als Vermächtnis von den Asgard erhalten hatte, innerhalb von drei Jahren, kurz nach dem Ende der letzten großen Schlacht im Sonnensystem gegen die Luzianische Allianz, vollständig zu terraformieren.<br />
<br />
Doch dauerhaft leben konnte man noch nicht in der Atmosphäre, die trotz der großen Vegetation noch zu Sauerstoffarm war. Deshalb war man außerhalb der Anlagen auf Luftgemische zum Atmen angewiesen.<br />
<br />
“Guten Tag, Professor Xavier. Wie war ihr Flug hierher?”, erkundigte sich Hank bei den ersten der beiden Neuankömmlinge, die er persönlich im großen Ankunftsterminal des Stützpunktes in Empfang nahm.<br />
“General Landry, ich freue mich wirklich sehr hier zu sein zu dürfen, und der Flug hierher war wieder einmal sehr beeindruckend - auch wenn er nur kurz war.”<br />
“Das ist nun einmal so, aber vielleicht gibt es mal die Gelegenheit für Sie einen längeren Flug zu unternehmen. Wie sie wissen befindet sich die George Hammond auf einer Friedensmission um ein Abkommen mit der neuen Führung der Luziananischen Allianz auszuhandeln. Ich werde sie beide jetzt ein wenig in dieser Einrichtung herumführen und ihre Fragen beantworten, falls es welche geben sollte. Und sie sind sicherlich Logan, auch genannt Wolverine. Es freut mich, auch sie endlich einmal persönlich kennenzulernen…, und das Rauchen ist hier auf dieser Basis übrigens nicht gestattet!”<br />
“Dann sollten Sie mal hier oben und drinnen die notwendigen Verbotsschilder anbringen - denn gesehen habe ich keine!”<br />
“Logan!”, mahnte der Professor.<br />
“Mal ganz ehrlich: Darf man hier eigentlich überhaupt irgendetwas?”<br />
“Nun ja, nur was laut der Hausordnung dieser Einrichtung gestattet ist. Diese befindet sich zum Beispiel im Ankunftsterminal… Wie dem auch sei… Meine Herren, bitte folgen sie mir. Hier entlang”, lud Landry  Xavier und Logan dazu ein ihm zu folgen. Dabei gab Xavier seine Meinung kund, dass Doktor Daniel Jackson wohl der richtige Mann für diese Aufgabe sei ein solches Abkommen auszuhandeln.<br />
<br />
<br />
Erde<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">USA, Los Angeles</span><br />
<br />
In einer nach den Zerstörungen im Krieg gegen die Luzianische Allianz wieder aufgebauten Wohngegend, in welcher seit einigen Jahren wieder Einfamilienhäuser standen und hektisches Treiben an jenem Nachmittag herrschte, klingelte es mehrmals kurz an einer Haustür.<br />
<br />
Es dauerte eine gewisse Zeit, ehe von einem fast kahlköpfigen Mann geöffnet wurde, welcher eine getönte Brille trug, um die beiden Besucher per Handschlag zu begrüßen. Den älteren der beiden Männer herzte er zusätzlich mit einer Umarmung, um dann kurz darauf beide in seine Wohnung zu bitten.<br />
<br />
Nachdem die drei im Wohnzimmer Platz genommen hatten, sagte der älteste der drei: “Nett von euch, dass ihr beide so schnell gekommen seid.”<br />
“Ist schon gut, Pete.”<br />
“Mac. Ich habe einen kleinen Auftrag für dich…”<br />
“He. Moment mal… bist du nicht im Ruhestand…”<br />
“MacGyver, lass mich doch bitte erst einmal ausreden. Ja, ich bin im Ruhestand. Und du ebenfalls seit einem guten Jahr soviel ich weiß. Es geht doch nur um meinen guten alten Wagen. Ich habe leider das dumme Gefühl, dass man mich in dieser Werkstatt bloß über den Tisch ziehen will - und deswegen würde ich mich sehr darüber freuen, wenn du ihn dir mal anschaust. Außerdem habe ich eine kleine Party geplant… dazu habe ich viele alte Bekannte von uns eingeladen - wir werden schließlich nicht jünger... trotz der netten Errungenschaften der letzten Jahre. Mal abgesehen von den ganzen Ärger und Bedrohungen, die wir als Beilage bekommen haben.”<br />
<br />
Angus MacGyver sah Peter Thornton mit festem Blick an, dann nickte er grinsend, denn er wusste dass sein langjähriger Freund Recht hatte. Dann wechselte er ein paar Worte mit seinem Sohn, der schließlich ebenfalls kurz nickte.<br />
<br />
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<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">einen Tag später</span><br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">nahe New York City</span><br />
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Vor dem Haupteingang des großen Hauses, wartete Erik Lehnsherr bereits geduldig auf seinen alten Freund. Das Auto, welches gerade durch das Tor gefahren kam, hielt genau vor den Stufen und der Rampe an.<br />
Nachdem Charles Xavier endlich ausgestiegen war und wieder in seinem Rollstuhl Platz genommen hatte, begann der andere voller Neugier getrieben die Unterhaltung: “Und wie war dein heutiger Besuch auf dem Mars, Charles?”<br />
“Es war ein sehr seltsames Gefühl. Aber es wirkte auch sehr vertraut Erik. Das lag wohl an der wachsenden Natur, das Grün der Pflanzen, die Berge sehen aus wie zum Beispiel in Colorado… Und hättest du hättest es auch sehen sollen, klares Wasser und die saubere Luft dort in den großen Anlagen, sowie endlos erscheinende grüne Grasflächen, die ersten Büsche und Sträucher - auch außerhalb der Energiefelder und Glaskuppeln…”, schwärmte Charles.<br />
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Misstrauisch beäugte Wolverine seit der Rückkehr auf das Anwesen derweil Magenta - doch der Zwist zwischen den beiden Lagern der Gesellschaft der Mutanten war seit Jahren vorbei und die Gräben überwunden.<br />
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“Freut mich, dass es dir auf unseren Nachbarplaneten so gut gefallen hat, alter Freund. Aber ich habe leider den Eindruck, dass uns die Menschen nur akzeptiert haben, weil wir sie im Kampf gegen diese Kreaturen und diese Allianz der anderen Aliens unterstützt haben…”<br />
“Wovor fürchtest du dich jetzt schon wieder, Erik?”<br />
“Jedenfalls nicht vor diesen Wraith und diesen Luzianern, Charles. Doch diese immer noch voranschreitende Terraformierung des Mars könnte bedeuten, dass wir vermutlich von diesen Planeten hier vertrieben werden könnten…”<br />
“Also”, unterbrach der Professor, “diese Befürchtung ist unbegründet und überflüssig. Du solltest aufhören dir Sorgen zu machen. Sie hätten uns auch schon längst durch dieses Stargate auf einen der vielen Planeten umsiedeln können - haben es aber nicht…“<br />
“…wusstest du etwa von diesem geheimen Projekt mit diesen außerirdischen Portal?!“<br />
“…ich wusste es schon seit langem Erik. Menschen und Mutanten werden gemeinsam die Zukunft dieser Welt bewältigen und gestalten.”<br />
“Wir werden sehen - und vergiss nicht diesen Fall in Tibet”, murmelte Magneto leise, während Xavier milde lächelte, als er in seinem Rollstuhl ins Haus vorausfuhr.<br />
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Mars <br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Stargate Command Base</span><br />
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Zielsicher steuerte etwa zur gleichen Zeit das kleine Transportshuttle, das von einer der drei Chinesischen BC-304er aus gestartet war, über das eine der vier gewaltigen Hangardecks, welches so groß wie drei Fußballfelder war. <br />
Ohne lange zu zögern, nachdem die Passagiere der einflussreichen IOA-Delegation sich ausgewiesen hatten, machten jene sich auch schon zielsicher auf den Weg zum Büro des Kommandeurs des Stützpunktes.<br />
<br />
Einige Stunden später, war General Hank Landry immer noch sichtbar etwas irritiert. Denn den Vortrag nach, welchen Miss Shen, das IOA-Mitglied der Volksrepublik China und die auch für die nächsten 9 Monate den Vorsitz in dieser Organisation innehatte, ihm gerade gehalten hatte, waren seine hohen Gäste also nicht nur gekommen, um sich einmal mehr den Fortschritt der Bauarbeiten des neuen Stargate-Centers zu begutachten.<br />
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´Die Chinesen und Russen verlangen also ein noch größeres Mitspracherecht und damit auch ein eigenes Entscheidungsrecht um Entscheidungen möglicherweise zu kippen oder zu blockieren´, dachte Hank mit etwas Unbehagen.<br />
<br />
“…und, wie bereits erwähnt - ist Doktor Daniel Jackson gewillt, auch unter der Leitung der Volksrepublik Chine weiterhin bei diesen Programm mitzuwirken, dies hat er mir einmal persönlich mitgeteilt”, schloss Miss Shen ihre Ansprache.<br />
“Das behaupten Sie jetzt.”<br />
“Es ist aber wahr. Doktor Jackson ist es egal welche Nation dieses Programm leitet…”, beharrte die Chinesin abermals.<br />
“Ist ja sehr interessant”, brummte Landry.<br />
“Die neuen Anweisungen befinden sich hier in dieser Akte, welche wir Ihnen jetzt aushändigen, General Landry”, erklärte mit ernster Miene der russische IOA-Delegierte.<br />
Der britische Delegierte, welcher neben Hank saß, schob wortlos dem General das Dokument zu, welcher es langsam mit spitzen Fingern schließlich entgegennahm. <br />
Dabei fragte er interessiert: “Was sagt eigentlich General O´Neill zu diesen Dingen?”<br />
“Wir werden es General O´Neill morgen mitteilen und ihn dementsprechend unterrichten, genauso wie wir es heute hier mit Ihnen getan haben, General Landry.”<br />
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Erde<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Deutschland - Landesgrenze Hamburg-Niedersachsen</span><br />
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Es war mitten in der Nacht und wohl auch kein Zufall, dass mich diese Polizeistreife gestoppt hatte, die seit einigen Minuten hinter mir herfuhr. Die beiden Polizistinnen, die aus dem Wagen gestiegen waren, kannte ich nur allzu gut wie sich herausstellen sollte.<br />
“Guten Abend. Dies ist eine allgemeine Verkehrskontrolle - ohne Verdachtsmoment…”, begann die eine Beamtin trocken und emotionslos, nachdem ich den Motor abgestellt, sowie die Fensterscheibe noch weiter heruntergekurbelt hatte. <br />
Ihre Kollegin hielt mit der rechten Hand die Taschenlampe, während die linke entspannt auf der Dienstwaffe ruhte.<br />
´Wenigstens Jasmin ist normal´, dachte ich, als ich meine Papiere an meine wohl baldige Ex-Frau, und Mutter unserer gemeinsamen Zwillinge, aushändigte.<br />
“Sie sind auf dem Heimweg?”, fragte die Polizeiobermeisterin.<br />
´Blöde Frage´, dachte ich im Stillen, ehe ich: “So in etwa.” - antwortete.<br />
“Aha. Ich würde gerne noch einen Blick in ihren Kofferraum werfen, nachdem wir den Alkoholtest gemacht haben!”<br />
´Das darf doch nicht wahr sein!´, war mein nächster Gedanke, bei dem mein Blick von Jeanne zu Jasmin wanderte - in der Hoffnung bei ihr wenigstens etwas Bestand zu bekommen. Aber negativ.<br />
Anscheinend hatte Jeanne seit unserer letzten Trennung vor rund drei Monaten mal wieder einen ihrer besonderen Tage.<br />
“Okay…, kein Alkohol. Steigen Sie bitte aus - und gehen Sie vor!”<br />
“Ja.”<br />
“Gut. Die Sicherheitsweste liegt in der Beifahrertür… dann mal bitte den Kofferraum öffnen!”<br />
Es folgte das übliche bekannte Prozedere: Verbandskasten, Warndreieck zeigen.<br />
Man ließ mich warten. Denn während Polizeiobermeisterin Jasmin Nadine Ataya meine Daten per Funk abfragte und abglich, bewachte mich Jeanne Nicole Schneider, deren rechte Hand auf den Griff der Waffe ruhte.<br />
Gerne hätte ich mit meiner Frau das Gespräch aufgenommen, doch der Blick von ihr sagte mir alles: Sprich mich nicht an!<br />
“Alles in Ordnung”, teilte Jasmin mit, die mir unbemerkt von Jeanne, zuzwinkerte und andeutete mich mal anzurufen.<br />
“Dann wünschen wir ihnen noch eine gute Weiterfahrt!”, nickte Polizeiobermeisterin Schneider kurz zum Abschied, als sie mir meine Papiere wiedergab.<br />
“Danke. Einen schönen Abend noch.”<br />
“Vielen Dank.”<br />
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“Ob das jetzt nett war, was du… äh… wir mit Jonathan gemacht haben? Und meinst du nicht, dass ihr zwei es nicht noch einmal echt versuchen solltet, Jeanne? Denk doch mal an die Kinder.”<br />
“Hä? Zunächst einmal war das doch eine ganz normale Verkehrskontrolle. Okay, wir wussten ja dass er hier vorbeikommt… Er ist aber einfach zu gefährlich. Nicht mehr so wie früher, bevor das mit ihm passiert ist und auch der Krieg gegen diese Luzianer hat ihn massiv verändert. Und die Zwillinge sind bei meinen Eltern in guten Händen, wenn ich im Dienst bin…”, verteidigte sich ihre Kollegin.<br />
“Ich weiß. Ich war bei eurer ersten Begegnung nach seinen Verschwinden dabei… Aber es ist doch nicht seine Schuld, was mit ihm geschehen ist.”<br />
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Jeanne seufzte kurz leise, sie wusste, dass Jasmin Recht hatte mit ihren Argumenten.<br />
- In ihr kamen die Erinnerungen auf, und sie erinnerte sich an das Jahr 2016:<br />
Es war an einem Tag Anfang Juni, als Jonathan nicht auf ihre gewohnten Anrufe reagiert hatte, weil sie noch überwiegend eine Fernbeziehung unterhielten, und er scheinbar vor während oder nach einer Joggingrunde spurlos verschwunden war.<br />
Mehrmals hatte sie versucht von ihrer Dienststelle in Hamburg aus, sowie während des Streifendienstes ihn anzurufen. Ehe sie sich dann letztendlich dazu entschieden hatte gemeinsam mit Jasmin loszufahren, und südlich von Berlin, nach den notwendigen Rücksprachen selber nachzuforschen.<br />
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Und dann eine knappe Woche später kehrten beide ohne große Ergebnisse nach Hamburg zurück. Ohne in irgendeiner Wohnung einen Zwischenstopp einzulegen, fuhren die beiden Polizistinnen direkt auf das Polizeikommissariat.<br />
<br />
Der Revierleiter nickte den beiden zu, als die beiden schließlich zum Dienst vor ihm erschienen waren, winkte er sie kurz näher zu sich heran, und ordnete dann grinsend an: “Ihr beiden bleibt nach eurer Spritztour für den heutigen Abend mal auf dem Revier! Also keinen gewohnten Streifendienst, für sie beide und damit heute Abend nur Innendienst! Nur im Notfall werdet ihr zwei ausrücken!“<br />
Mit einem Seufzen nahmen die beiden Polizistinnen kurz darauf an ihren Schreibtischen hinter dem Empfangsbereich Platz.<br />
<br />
Ein paar Monate lang geschah nichts mehr, was auf den Verbleib von Jonathan hindeuten könnte, bis zu den einen Tag…<br />
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“He, die Zeitung müssen sie aber bezahlen - auch, wenn sie von der Polizei sind!”, forderte der Kioskbesitzer konsequenterweise.<br />
Dieser bekam dann wortlos von Jeanne Schneider eine 1€-Münze in die Hand gedrückt, ehe sie den Kiosk wieder verließ und zu Jasmin Ataya, die in der Zwischenzeit zwei Becher Coffee-To-Go besorgt hatte, wieder in den Streifenwagen stieg.<br />
<br />
Schließlich stutzte sie, und mit dem Satz: “Hier! Lies dir das hier mal durch, Jassi.” - hielt sie ihrer Kollegin einen sehr langen Zeitungsartikel vor die Nase. Diese nahm ihr mit einem Seufzen die Zeitung ab, und las.<br />
“Sind doch alles nur Spekulationen, Jeanne.”<br />
“Das glaube ich nicht”, lautete deren Entgegnung, und zog ihr Handy aus der ledernen Uniformjacke. Während sie begann zu wählen, fügte sie hinzu: “Nur gut, dass du am Steuer sitzt…”<br />
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<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">USA, New York - Westchester</span><br />
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“… immer langsam ja!… Was ist denn so furchtbar dringend?… Hm, okay. Ich frage ihn. Einen Moment bitte! Professor!”<br />
“Ja, Jean. Entschuldigt mich mal bitte, Kinder. Es scheint sehr dringend zu sein… Also, was ist los, Jean?”<br />
“Eine junge Frau. Eine Polizistin aus Hamburg, möchte mit ihnen sprechen, Professor”, antwortete Jean Grey, die den Hörer an den Mann weiterreichte.<br />
“Hier Professor Charles Xavier…”<br />
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<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Deutschland, Hamburg</span><br />
<br />
“…er lebt also… aber wieso ist er noch nicht hier? …ach so… Hm. Danke, Professor Xavier. So. Soviel dazu”, sagte Jeanne trotzig. Wobei die drei letzten Wörter Jasmin, und deren Annahme zu den Spekulationen wegen des Zeitungsartikels galten.<br />
Die hob schnell abwehrend ihre Hände, und sagte: “Ich kann mich auch mal irren. Und in diesen Fall, bin ich sogar froh darüber… Und Jeanne, du wirst immer dicker. Lange kannst du es nicht mehr verbergen, auch wenn du dir die Lederjacke so überziehst.”<br />
“Sei bloß still!”, lachte ihre Kollegin, und drohte ihr spielerisch mit der Faust.<br />
<br />
Dann gab es einige Wochen später einen weiteren Artikel in einer Zeitung: Das ein Passagier auf dessen Beschreibung und Abbildung zu ihren Freund passte, dabei geholfen habe einen Angriff von Piraten, im Indischen Ozean beim Horn von Afrika, auf einen Frachter mit den Namen Diana zu beenden. Jeanne wurde immer trauriger, da Jonathan sich immer noch nicht zumindest bei ihr gemeldet hatte und heimgekehrt war, so wie sie es sich erhofft hatte. Trost fand sie bei ihren Kollegen. Besonders bei ihrer langjährigen Freundin Jasmin.<br />
<br />
Doch drei Wochen später dann, geschah etwas, ein unerwartetes seltsames Wiedersehen, welches gut und gerne ihren Tod hätte bedeuten können.<br />
Dabei begann der Dienst an jenem Abend ganz normal:<br />
„Alles klar für die Streife?“, fragte der alte Holger am Tresen die beiden jungen Polizistinnen.<br />
„Jep. Alles beisammen - Sind bereit für den Außendienst“, antworteten Jeanne und Jasmin synchron.<br />
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In dieser Nacht fuhren die beiden besonders konzentriert ihre Streife. Denn sie hatten seit einigen Wochen wieder für einige Zeit wieder die Nachtschicht. <br />
Der Dienst blieb für die beiden jungen Frauen größtenteils ruhig - bis auf kleinere Vergehen und eine verbale heftige Auseinandersetzung in einer Bar, die sie schlichten konnten.<br />
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Es dämmerte bereits und die beiden fuhren bereits zurück zum Polizeikommissariat als es einen Zwischenfall gab.<br />
„He… So ein Idiot“, schimpfte die Polizistin Jeanne Schneider, als ihnen jemand unvermittelt vor den Wagen rannte, und sie abrupt auf die Bremse treten musste. <br />
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Es war aber schon zu spät: Sie hatte den Fußgänger bereits angefahren.<br />
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Doch der Angefahrene hatte sich bereits wieder aufgerappelt, und rannte nach einen kurzen Moment leicht humpelnd davon, als wenn nichts gewesen wäre. <br />
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„So ein verdammter Arsch!“, schimpfte Polizeiobermeisterin Schneider erneut und verließ hastig auch schon den Streifenwagen, um den Flüchtigen so schnell es ging zu stellen. Zur selben Zeit fuhr ihre Kollegin und Freundin Polizeiobermeisterin Ataya alleine weiter, die auf den Fahrersitz gerutscht war, um so dem Flüchtigen den Weg abzuschneiden.<br />
„Hey Sie, stehen bleiben! Polizei! Na warte. Dich krieg´ ich, Freundchen!“, zischte Jeanne aufgebracht, während sie mit schnellen Schritten hinterher sprintete.<br />
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Nicht nur Jeanne, auch Jasmin vermutete Drogen oder Alkohol als Ursache für dieses Verhalten, und forderte über Funk Unterstützung an.<br />
<br />
„Jonathan, bist Du das?“, fragte sie irritiert, denn sie glaubte den Flüchtlingen im Lichtschein einer Laterne für einen kurzen Moment erkannt zu haben. Dennoch zog Jeanne vorsichtshalber ihre Dienstwaffe, weil der Flüchtige ausgerechnet in eines der übelsten Viertel der gesamten Stadt lief, so dass sie auch noch die Taschenlampe aus der Schlaufe ihrer Koppel zog, da es hier so gut wie keine Beleuchtung gab. <br />
„Zum letzten Mal: Sie da! Sofort stehenbleiben! Polizei!“, schrie die Beamtin zum wiederholten Male, als der Mann den sie verfolgte in einem schlecht beleuchteten Bereich verschwand. Vorsichtig und behutsam tastete sie sich mit der Taschenlampe weiter in der Dunkelheit vor.<br />
<br />
“Mist“, murmelte Jeanne, “wo ist er nur hin?“<br />
<br />
Mit dem Strahl ihrer Taschenlampe tastete sie sich weiter vorwärts. Sie befand sich ausgerechnet in einer Gegend, wo sich an jedem Tag mehr als ein Verbrechen ereignete, und sie bemerkte, dass es ziemlich riskant war, ausgerechnet hier allein unterwegs zu sein. Ihr Puls schlug heftig bis zum Hals, und aufmerksam achtete sie auf jedes noch so kleine verräterische Geräusch.<br />
<br />
Während die junge Polizistin noch darüber nachdachte, wem sie da auf den Fersen sein könnte, wurde sie auch schon gepackt und gegen den Maschendrahtzaun des Hinterhofes gedrückt. <br />
“AH!“, schrie sie erschrocken auf, und ließ auch noch vor Schreck ihre Waffe fallen. Nur in der Linken hielt sie noch ihre Taschenlampe.<br />
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Seltsame Klingen kamen ihrer vor Angst bebenden schweißgebadeten Brust immer näher, und dann erkannte sie ihn.<br />
<br />
Es war ich, der da vor ihr stand.<br />
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„Nein! Nein! Tu das nicht! Bitte! Bitte, töte mich nicht! Ich bin doch eine von den Guten, eine Polizistin. Ich bin es, Jonathan! Ich bin es - Jeanne!“, jammerte sie verzweifelt, und versuchte sich mühsam strampelnd, aber ohne Erfolg zu befreien. <br />
Mein Griff war einfach zu fest.<br />
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“Sie kennen mich?“, ungläubig schaute ich sie an. Noch immer bedrohte ich die uniformierte Frau mit den Krallen aus Adamantium, die man mir unfreiwillig verpasst hatte und die aus meiner linken Hand gefahren waren, aber wenige Millimeter vor ihrer nach wie vor bebenden Brust verharrten.<br />
<br />
Die Polizistin nickte hektisch bejahend mit ihrem Kopf, während ich sie immer noch eisern mit der rechten Hand festhielt, ehe ich den harten Griff löste, und nach der Hundemarke griff, die als Kette um seinen Hals baumelte - es stimmte. <br />
Zögernd ließ ich von der Frau ab. Die Metallklingen verschwanden wieder zwischen meinen Fingerknöcheln - zogen sich zurück und die drei entstandenen Wunden verschlossen sich umgehend wieder.<br />
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Irritiert blickte sie mir in die Augen und dachte: ´Was ist nur mit dir passiert? Weshalb erkennt er mich nicht wieder?´<br />
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Drohend blickte ich auf sie herab, als sie sich nach ihrer Dienstwaffe bückte. Sie schaute immer noch total verängstigt drein, und hob die Waffe deshalb auch nur mit zwei Fingern vorsichtig auf, um sie sofort ins Holster zu schieben.<br />
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“Alles in Ordnung, Jonathan. Alles in Ordnung.“<br />
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Die Worte sollten beruhigend klingen, erzielten aber nicht den gewünschten Effekt. Ein Geräusch erweckte nicht nur meine Aufmerksamkeit, ich drehte mich angespannt um. <br />
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Noch einmal lauschten wir beiden. Doch nur ich schnupperte schließlich zusätzlich. Nahm dank meiner verschärften Sinne dabei die Witterung von Füchsen war, die sich in unmittelbarer Nähe durch die Abfallcontainer arbeiteten, um sich etwas Fressbares zu suchen.<br />
Vorsichtig zog Jeanne ihre Geldbörse hervor, um mir ein Foto zu zeigen, auf welchem nur wir beide drauf zu sehen waren.<br />
“Hm.“<br />
“Na gut“, seufzte die Polizistin, die dann ebenso vorsichtig auch noch ihr Smartphone hervorholte. “Glaub mir doch, wir kennen uns sehr gut. Komm doch einfach mit. Ich bringe dich nach Hause.“<br />
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Jetzt hatte nicht nur Jasmin, sondern auch noch drei weitere ihrer Kollegen, die zur Verstärkung geschickt worden waren, den Ort des Geschehens erreicht. Es war wirklich eine üble Gegend in der selbst erfahrene Polizisten nicht gerne alleine, oder zu zweit unterwegs waren. Und der entsetzte Schrei einige Minuten zuvor von Jeanne hatte diese Vermutung bekräftigt.<br />
<br />
“Hey, Jonathan“, begrüßte mich eine dunkelhaarige etwas kleinere Polizistin, die mich aufmerksam musterte. Dann nickte sie den Kollegen zu: “Entwarnung! Ist ein Freund von uns. Einer, der endlich wieder zu Hause ist.“<br />
“Genau“, nickte Jeanne. “Lucas. Ben. Das ist Jonathan. He, Sandra - brauchst dich nicht hinter den beiden Kollegen zu verstecken, der beißt nicht - mein Freund… oder vielleicht doch?“<br />
<br />
“Komm Jonathan, wir bringen dich erst einmal ins PK. Siehst mitgenommen aus…“<br />
Ich überlegte kurz, dann nickte ich: „Gut. Aber Du gehst vor!“<br />
“Einverstanden.“<br />
<br />
Gemeinsam legten wir den Weg zu den beiden Streifenwagen zurück. <br />
Die dunklen Gestalten, die hier herumlungerten und sich verdächtig den Polizeifahrzeugen genähert und damit begonnen hatten daran herumzuhantieren, zogen sich aber sofort erschrocken zurück, als ich die Metallkrallen erneut ausfuhr.<br />
<br />
“Oh, verdammt fuck! Nichts wie weg hier! Bullen mit Mutantensupport!“, stieß einer der Vermummten aus der autonomen Szene entsetzt aus, als er auch schon mit seinen Begleitern eingeschüchtert das Weite suchte.<br />
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Am Streifenwagen angekommen, holte Jeanne zunächst eine Decke aus dem Kofferraum, die sie mir reichte. Im Wagen allerdings fiel mir dann ein weiteres Foto auf, das uns gemeinsam mit weiteren Freunden zeigte.<br />
Ich spürte gerade zu, wie erleichtert alle waren wieder in den Fahrzeugen zu sitzen.<br />
“Hier“, kicherte Jasmin, “setz die hier auf, denn deine Frisur ist ziemlich strubbelig.“<br />
Wortlos setzte ich, das mir gereichte Basecap auf, denn nun sah es so für jeden Beobachter aus, als ob ein Polizist gerade eben einen ziemlich harten Einsatz hinter sich gebracht hätte.<br />
<br />
Auf dem Polizeikommissariat erkannte man mich sofort wieder.<br />
“Und weshalb trägt er diese Hundemarken da um den Hals?“, wunderte sich der Leiter des Polizeikommissariats, der mal wieder Überstunden schob.<br />
“Überlegt doch mal: Ein Soldat, der praktisch unbesiegbar - und unzerstörbar ist… er kann in jeden Sicherheitsbereich reinspazieren, seinen Job erledigen…“, zählte der alte Holger im lockeren Plauderton auf.<br />
“Verdammt. Da gebe ich dir Recht…“, murmelte nun Jasmin ihrerseits entsetzt, die sich an die Krallen und den anschließenden Heilungsprozess erinnerte.<br />
“Mich würde nur eines interessieren”, warf Jeanne ein, “wer ihm das angetan hat. Den- oder Diejenigen würde ich allzu gern nur hinter die verdienten Gitter bringen.”<br />
<br />
Dann einige Wochen später, musste sie wegen ihrer Schwangerschaft den Außendienst fürs erste beenden, und wurde in den Innendienst versetzt, wo sie nach weiter nach den Verantwortlichen fahndete - ohne Erfolg.<br />
Doch zumindest konnte Charles Xavier den Großteil meiner Erinnerungen nach wenigen Sitzungen wiederherstellen, die mir eine Kopfverletzung verursacht hatte.<br />
<br />
Erneut einen Monat später, vor der Geburt der beiden Zwillinge, kam es immer wieder zu Zwischenfällen, weil ich mehrmals durch Albträume geplagt das Ehebett verließ und auf der Couch weiterschlief. Mit Entsetzen bemerkte Jeanne dann auch den Grund: Zerfetzte Laken, Decken und Kissen, sowie sogar einen Nachtschrank der zerschlagen war. Sie bekam nicht nur Angst um sich selbst, sondern insbesondere auch um die beiden Kinder, die manchmal zu ihnen ins Bett krochen, um mit ihren Eltern zu kuscheln.<br />
Wie erleichtert war sie, dass ich es als ihr Ehemann es ihr nicht übel nahm, erst einmal getrennte Wege zu gehen, und erneut Hilfe von Xavier und auch Logan in Anspruch zu nehmen… <br />
<br />
Sie lächelte bei den Gedanken, was auch sofort ihre Kollegin, erleichtert zur Kenntnis nahm. Dennoch legten die beiden Polizistinnen die restliche Fahrt zum Kommissariat schweigend zurück.<br />
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<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">USA, Cheyenne Mountain - Homeworld Command</span><br />
<br />
Mit einem deutlichen und zufriedenen Grinsen im Gesicht schritt mit ruhigen Schritten Lieutenant General Jack O´Neill, pünktlich um 15-Hundert, durch die Korridore des Standortes seines neuen Kommandos - es war das alte SGC, das er sich dafür erwählt hatte. Nach zähen Ringen hatte er sich schließlich mit guten Argumenten gegen das IOA durchgesetzt, auch weiterhin den Cheyenne Mountain nach einer nötigen Überholung dafür zu nutzen.<br />
Denn der eine Angriff der Luzianischen Allianz auf das Pentagon hatte zu der Überlegung geführt, wichtige Einrichtungen auf der Erde, so unangreifbar wie nur möglich zu machen.<br />
Doch rund zwei Stunden später, schaute er völlig verdutzt drein, denn die Abordnung des IOA mit Miss Shen an der Spitze, hatte ihn soeben über einige wichtige Änderungen informiert.<br />
<br />
Der General starrte die komplette Delegation des IOA, die vor ihm versammelt war, ausdruckslos an. Schließlich sagte Shen zum Schluss, weil sie seinen Blick bemerkte, um O´Neill zu beruhigen: “… bitte verstehen Sie unsere Entscheidungen nicht falsch.”<br />
Doch O´Neill blieb, in all den Jahren unter Hammond gereift, von sich aus ruhig. Daher führte die Chinesin etwas weiter aus: “…das Kommando behalten Sie selbstverständlich, denn niemand sonst auf diesen Planeten kann mit ihrer Erfahrung mithalten. Aber an anderen Stellen müssen wir die Befugnisse und Gewalten anders verteilen, denn wir können uns nicht von den USA das weitere Vorgehen diktieren lassen… Besonders nach den Ereignissen mit den Wraith, sowie auch mit der Luzianer Allianz.”<br />
<br />
Dann schnappte Jack doch kurz spürbar nach Luft, als die Wortführerin fertig war und ehe er fragte: “Und wie steht es in dieser Angelegenheit mit General Landry?”<br />
“Er ist einer der ständigen vier Kommandeure auf der Stargate-Command-Base auf dem Mars. Durch diese Entscheidung können wir zum einen das Stargate-Programm deutlich ausbauen und die Effektivität des Betriebes rund um die Uhr ermöglichen und verbessern, dadurch auch das gesamte Kontingent an Personal und Material aufstocken und besser ausrüsten.”<br />
“Na dann ist es ja gut. Und ich dachte schon ihr wollt an meine DVD-Sammlung”, brummte Jack O´Neill ein wenig säuerlich.<br />
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<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Los Angeles</span><br />
<br />
Endlich hatten es die beiden MacGyver geschafft, den kaputten Wagen von Thornton wieder in Gang zu bringen, welchen schon die vergangene Tour in die Rocky Mountains nicht sonderlich gut bekommen war. Darunter hatten nicht nur die beiden nur alle Stoßdämpfer und der Motor erheblich gelitten, sondern auch noch die Querlenkung. <br />
Sie fuhren daher gezwungenermaßen zwischenzeitlich zu einem alten Schrottplatz, um sich nach den passenden Bauteilen für die Reparatur umzusehen. Sie entgingen dem größten Betrag der Bezahlung, da der alte MacGyver es geschafft hatte, eine defekte Pumpe mit einem alten Schlauch und der Bremsanlage eines alten Fahrrads, sowie etwas Aluminiumklebeband zu reparieren.<br />
<br />
Bei der Wiederherstellung des Wagens, hatte der ältere MacGyver sehr darauf geachtet, den jüngeren etwas mehr die Initiative zu überlassen.<br />
<br />
“Hervorragend! Ihr beiden habt es wirklich wieder einmal geschafft!”, lobte Pete die Arbeit der beiden, als er den Motor erfolgreich gestartet hatte, um anschließend sofort voller Freude darüber zu einer kurzen Testfahrt durch sein Wohnviertel aufbrach.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">VR China - Luftwaffenbasis nahe Shanghai</span><br />
<br />
Gerade eben erst hatte sich Lieutenant Jin registrieren lassen und zum Dienst gemeldet, als sie auch schon zum Kommandanten des Stützpunktes beordert wurde.<br />
<br />
“Melde mich wie befohlen, Sir”, sagte sie als sie salutierend vor dem General stand, der sich nur kurz erhob um den militärischen Gruß zu erwidern. Doch der ältere grauhaarige Mann beäugte dabei auch kurz skeptisch die junge Frau, die ruhig vor ihm stand. <br />
Denn die junge Offizierin, mit den kurzen schwarzen Haaren, hatte für ihr noch junges Alter unter anderem eine hervorstechende Karriere vorzuweisen.<br />
<br />
Als er sich wieder gesetzt hatte, sagte er mit einem Nicken: “First Lieutenant, Sie sollen gemäß Ihrer Akte unter anderem mehr als nur gut fliegen können. Melden Sie sich daher umgehend im Hangar 1! Dort wartet bereits ihre neue Maschine, denn ich will in einer halben Stunde etwas von ihren so viel gelobten Flugkünsten sehen!”<br />
“Zu Befehl!”, erklärte die Soldatin sofort salutierend, bevor sie kehrtmachte um das Büro ihres Vorgesetzten wieder zu verlassen und den angeordneten Befehl Folge zu leisten.<br />
<br />
<br />
Mars<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">SGC-Base</span><br />
<br />
Geduldig hatte Daniel Jackson trotz der anstrengenden Mission, von der er erst vor wenigen Stunden zurückgekehrt war, dem zugehört was Xiaoyi Shen im erzählt hatte. Höflich bot er der Chinesin eine weitere Tasse Tee an, welche diese gerne annahm.<br />
Er wollte gerade etwas zu einen der angesprochenen Punkte erwidern, als unvermittelt Großalarm ausgelöst wurde.<br />
<hr class="mycode_hr" />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Odyssee</span></span></div>
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Folge 1.02 - Die Heimsuchung, Teil 2</span></span></div>
<br />
Erde<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Pazifischer Ozean</span><br />
<br />
Irgendwo in der Mitte des größten Meeres der Erde, in etwa genau zwischen Hawaii und Japan, kreuzte eine der neu zusammengestellten Flotten der US-Navy.<br />
<br />
Mit einem Male stutzte Admiral LeBrune, der rein zufällig auf einen der Monitore auf der Brücke schaute und ihm nahezu zeitgleich mehrere Kontakte gemeldet wurden, die sich im schnellen Tempo ihrer Position näherten.<br />
“Was in Gottes Namen ist denn jetzt schon wieder los?”, murmelte der Kommandant, der dann auch noch im barschen Befehlston umgehend nach einen Fernglas verlangte.<br />
<br />
Er war sofort alarmiert, aber auch äußerst beunruhigt und irritiert - denn außer der Luzianischen Allianz, der Freien Jaffa-Nation gab es eigentlich niemanden, der die Erde direkt herausfordern könnte.<br />
“Es sei denn…”, murmelte er, weil er eine dritte Option durchaus kannte, doch es nicht wagte diese laut auszusprechen.<br />
Mit den Luzianern war ja erst vor wenigen Tagen durch die Wortgewandtheit und das erstaunliche Verhandlungsgeschick von Doktor Daniel Jackson ein Waffenstillstand vereinbart worden war, und auch die letzten fanatischen Truppen und Anhänger der Ori hatten kapituliert, um dann den schon lange ausgehandelten Friedensvertrag unter der Vermittlung von Tomin und Vala zu unterzeichnen. <br />
Daher kamen als letzte Variante nur noch die Wraith in Frage. Der Admiral, dem ein kalter Schauer über den Rücken kroch, erschauderte bei diesen Gedanken.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Deutschland - Hamburg</span><br />
<br />
In der Hansestadt an der Elbe war wie sonst überall auf der gesamten Erde und auch im Sonnensystem sofort Großalarm ausgelöst worden. <br />
Alle Bürger wurden von der Polizei und dem Militär dazu aufgefordert worden umgehend Schutz zu suchen und sich ruhig zu verhalten.<br />
<br />
Ohne lange zu zögern waren Jeanne und Jasmin während ihrer Streife zu ihren nahen Angehörigen gefahren, um auf diesen Wege schnellstmöglich ihre Kinder und Eltern im großen Schutzraum im Keller des Polizeikommissariats in Sicherheit zu bringen.<br />
Als sie dort angekommen waren, bekamen sie auch gleich von ihrem Revierleiter weitere Anweisungen und Informationen.<br />
“Geh´ schon ran, Jonathan!”, seufzte Polizeiobermeisterin Schneider flehend, als die kurze aber klare Besprechung zu Ende war, und sie im schnellen Laufschritt die Nummer gewählt hatte.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">A2 - bei Hannover</span><br />
<br />
Irritiert sah ich auf mein Handy auf dem Jeanne` Name und Nummer aufleuchtete. <br />
´Nanu. Sie weiß doch, dass ich mit dem Auto unterwegs bin´, dachte ich, als ich dann auch noch das aus den Nichts auftauchende Hindernis auf der Strecke bemerkte und vehement abbremsen musste.<br />
<br />
Auf der Autobahn war kurz vor der nächsten Raststätte von der Bundeswehr eine Straßensperre errichtet worden, um jeglichen Verkehr auf den dortigen Parkplatz abzuleiten.<br />
<br />
“Entschuldigung! Deutsche Bundeswehr, Leutnant Jessica Schneider, ich bin die hier Befehlshabende Offizierin des 4-ten Feldjägerbataillons”, begann die Soldatin, “würden Sie bitte den Motor Ihres Wagens abstellen und aussteigen!”<br />
“Wieso?”<br />
“Weil wir angewiesen wurden Personalkontrollen durchzuführen und militärdiensttaugliche Personen einzuziehen, da wir nach den Krieg gegen unsere außerirdischen Feinde keine wirklich großen Reservisteneinheiten mehr zur Verfügung haben… Und wir gerade eben in diesen Augenblick seit kurzem erneut angegriffen werden, treten die entsprechenden Notverordnungen in Kraft. Eine erste kleine Angriffswelle konnte unter Verlusten bereits gestoppt werden. Doch wird es bald zu einem Hauptangriff kommen… Legen Sie bitte also auch endlich Ihr Handy beiseite!”<br />
“Meine Frau ist dran…”<br />
“Tut mir leid. Aber die muss leider erst einmal warten”, lautete die sehr harte Antwort, worauf sich meine Miene sofort verfinsterte.<br />
“Steigen Sie also bitte endlich aus dem Fahrzeug und händigen Sie uns noch Ihren Personalausweis aus, damit wir Ihre Daten überprüfen können - dauert nicht lange!”, ordnete Leutnant Schneider nach einer kurzen Pause an.<br />
´…außer wir haben Verwendung für Sie´, dachte ich den Satz weiter, wobei mir auch schon schwante, dass dies auch der Fall sein würde.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">USA - Homeworld Command</span><br />
<br />
Tief im Cheyenne Mountain war man verständlicherweise zutiefst erschrocken als man erfuhr, wer da soeben die Erde und ihre Bewohner attackierte, da es bislang keinerlei Anzeichen dafür gegeben hatte. Es war aber bislang auch erkennbar, dass die Außerirdischen die Basis und die Besatzung auf den Mars ignorierten.<br />
<br />
“Es sind in der Tat wirklich die Wraith, Sir. Es handelt sich dabei aktuell um 5 Hives, über zwei Dutzend Kreuzer, und einige Schiffe einer uns unbekannten Schiffsklasse, sowie eine Menge Kampfgeschwader aus Darts. Auch haben wir die Tiefraumsensoren ausgerichtet… und offenbar sind noch etwa ein Dutzend weiterer Feindschiffe hierher unterwegs”, berichtete Lieutenant Douglas, der blass im Gesicht geworden war.<br />
Nicht nur in ihm, sondern auch bei allen anderen wurden die furchtbaren Erinnerungen des letzten Angriffes dieses Gegners von einer Sekunde auf die andere wieder lebendig.<br />
Daher ließ General O´Neill sofort umgehend eine Konferenz schalten, um für die Bevölkerung die überlebenswichtige Verteidigung zu organisieren, weil es sonst seiner Meinung nach: Nicht gut für die Erde ausgehen werde.<br />
<br />
Erdorbit<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">U.S.S. George Hammond - Brücke</span><br />
<br />
Nur kurz war die eingetretene Starre nach dem Auftauchen der feindlichen Flotte. <br />
Denn sofort bezog Brigadier General Samantha Carter mit ihren Verband, der aus ihrem Flaggschiff und vier weiteren Battle-Cruisern bestand, über den Nordamerikanischen Kontinent Position, um attackierende Schiffe der Wraith abzufangen.<br />
“Na gut. Melden sie dem Homeworld Command und General O´Neill, dass sich alle verfügbaren 7 Verbände in Position befinden und den Kampf gegen die feindlichen Invasoren aufgenommen haben, Captain!”, ordnete Sam Carter an, die bereits in ihrem Kommandosessel Platz genommen hatte.<br />
<br />
Erde<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Homeworld-Command</span><br />
<br />
Auf einer großen holographischen Kugel, die die Erde darstellte, sah Jack O´Neill wie sich die Verteidigungsflotte bereits im Orbit strategisch verteilt hatte, um die angreifende Flotte der Wraith zu stellen und zu bekämpfen.<br />
Die Feinde aber ignorierten zu seiner Überraschung aber weiterhin den Mars, obwohl sich dort seit einiger Zeit mehrere tausende Menschen aufhielten. <br />
<br />
Erdorbit<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">U.S.S. Phoenix</span><br />
<br />
Kurz nachdem sein Schiff über Europa Position bezogen hatte, meldete sich auch schon Brigadier General Samantha Carter per Videobotschaft beim Admiral der Royal Navy, William Sterling, welcher die Phoenix befehligte: “Wir halten uns klar an die gegebene Anordnung von General O´Neill, und werden uns hauptsächlich um die Hives und Kreuzer, sowie die uns bislang unbekannte Schiffsklasse des Feindes kümmern! Um die Darts der Wraith allerdings müssen sich die jeweiligen Luftstreitkräfte kümmern.”<br />
<br />
Erde<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">China - Lufttraum über Peking</span><br />
<br />
Diesen kurzerhand angeordneten Übungsflug hatte sich First Lieutenant Jin in der Tat anders vorgestellt; immer wieder musste sie den feindlichen Fluggeräten mit ihrer Chengdu Jian-10 in waghalsigen Manövern ausweichen.<br />
<br />
Es kam wie es kommen musste, und ein Warnsignal machte der jungen 24-jährigen Chinesin klar, dass ihr die Munition in Kürze ausgehen würde. Ihre guten Augen machten zur gleichen Zeit einen gegnerischen Kreuzer aus, welcher von mehreren Darts eskortiert auf die chinesische Hauptstadt zusteuerte.<br />
<br />
´Also, wenn ich schon sterben muss - dann auf diese Weise. Den Kreuzer dort nehme ich mit mir´, dachte sie, als eine weitere riskante Kurve flog, und sich mit ihrer letzten Munition an das feindliche Fluggerät im Sturzflug von Achtern annäherte.<br />
In allerletzter Sekunde entschied sich Jiao um, und griff an die beiden Hebel - benutzte den Schleudersitz, ehe in wenigen Sekunden ihre Maschine mit dem feindlichen Fluggerät kollidieren würde.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Deutschland - A2 bei Hannover</span><br />
<br />
Immer noch schaute ich die Bundeswehrsoldaten mehr als nur wütend an, da sie mir es verweigerten Kontakt mit meiner Frau, die auch immerhin Mutter von unseren beiden gemeinsamen Kindern war aufzunehmen solange die Überprüfungen meiner Personalien andauerten.<br />
<br />
“Hören Sie endlich mit diesen Sprüchen auf! Und außerdem habe ich schon meinen Beitrag gegen diese Luzianer geleistet - was mir schon nicht gut bekommen ist…”, brummte ich wütend auf einige militärische Sätze in meine Richtung.<br />
“Ja. Ich sehe bei Ihnen keinerlei Kratzer. Haben wohl nichts Gefährliches gemacht, was? Also keine Widerrede!”, entgegnete einer der Soldaten im barschen Ton, die auch noch verlangten zusätzlich den Kofferraum zu kontrollieren ob es etwas Verwertbares darin gäbe. <br />
<br />
Während auch schon ein weiterer Soldat aus einigen Transportkisten Militärkleidung aus NATO-Beständen holte.<br />
Eine Soldatin reichte mir diese Sachen mit den Worten: “Herr Jonathan Martin, laut der uns vorliegenden Informationen sind Sie hiermit eingezogen! Also bereiten sie sich gefälligst auf ihren Einsatz vor!”<br />
“Und wenn ich keine Lust darauf habe, und stattdessen zu meiner Familie fahre - zurück nach Hamburg fahre - erschießen sie mich sonst?”, fragte ich mit bitterer Kälte in meiner Stimme herausfordernd. Denn ich wusste, dass dies nichts bringen, und die Soldaten, die sich um mich versammelt hatten, eine böse Überraschung erleben würden.<br />
<br />
´Allen Anschein nach wussten diese Leute wohl nicht mit wem sie es mit mir zu tun haben. Na die werden sich alle ziemlich dumm umgucken, wenn die sehen mit wem sie sich hier herumschlagen´, dachte ich, und lächelte etwas spöttisch einen ihrer Kameraden an, der auf meine Frage damit beantwortete, indem er tatsächlich seine Waffe zog, und diese auf mich richtete: “Sie tun wie Ihnen befohlen wurde, nachdem sie ihre Frau angerufen haben! Verstanden?”<br />
Ein wortloses Nicken war meine Antwort, doch das böse Lächeln blieb, und ehe eine andere Soldatin, die als Sanitäterin gekennzeichnet war mir mein Handy wieder zurückgab, damit ich den Anruf endlich tätigen konnte, massierte ich noch einmal kurz meine Hände, denn meine Krallen hätte ich beinahe vor Zorn ausgefahren und dies schmerzte jedes Mal.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Argentinien - Feuerland</span><br />
<br />
Reges Treiben herrschte in einem schwer zugänglichen Gelände, rund um ein kleines Flugzeug, welches auf einer provisorischen Start- und Landepiste stand. <br />
“He, wo wollt ihr denn hin? Die Ladung ist doch noch nicht komplett an Bord”, beschwerte sich in die Hände klatschend ein etwas beleibter Mann, der eine alte braune Pilotenjacke aus Leder und eine mindestens ebenso alte Pilotenmütze auf dem Kopf mit ergrautem Haar trug.<br />
<br />
Es dauerte lange bis er ein leises Summen wahrnahm, und dann neugierig in den Himmel schaute, in welchen er sich gleich selber aufschwingen wollte.<br />
´Ist da etwa der Zoll oder so im Anflug´, schoss es ihm alarmierend durch den Kopf. Er könnte es dann eh vergessen nach Plan abzufliegen, nämlich so tief unter dem Radar wie möglich. Missmutig registrierte er wie die Einheimischen aus der naheliegenden Siedlung alarmiert davonrannten.<br />
<br />
“Na schön. Spar ich halt Ausgaben - zum Wohle von Dalton-Air”, lachte er, grinste und pfiff gutgelaunt vor sich hin als er zu dem kleinen Camp schritt, wo noch einige Kisten und Säcke darauf warteten verladen zu werden.<br />
Das Summen aber um ihn herum wurde immer lauter und kam stetig näher.<br />
Abermals hob Jack Dalton den Kopf, um wachsam den Horizont abzusuchen, dabei drehte er sich einmal im Kreis. Als er erkannte, was da in hohem Tempo auf ihn zukam war es bereits zu spät…<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">China - östlich von Peking</span><br />
<br />
Unsanft kam die junge Pilotin auf dem Boden auf, da nach der Explosion durch einige herumfliegende Trümmerteile ihr Fallschirm beschädigt worden war, weswegen sie die letzten Meter eher abstürzte als zu Boden zu gleiten.<br />
<br />
Einige Minuten blieb sie daher liegen um sich zu erholen. Erleichtert stellte sie fest, dass sie sich nicht wirklich verletzt hatte, sondern sich wohl nur einige Prellungen zugezogen hatte. Instinktiv griff sie in die Tasche um ihr Sturmgewehr hervorzuholen.<br />
Sie seufzte, weil sie nur das eine Magazin für diese Waffe dabei, sowie für ihre Handfeuerwaffe zwei Ersatzmagazine bei sich hatte.<br />
´War auch nicht zu ahnen, dass man in ein Kampfgeschehen gerät´, dachte sie, während sie sich wachsam umschaute.<br />
<br />
Schnell näherten sich bereits einige Wraith-Drohnen ihrer Position, weil jene schnell erkannt hatten dass sie doch noch am Leben war. <br />
Zuerst hielt sie feuernd, den Lauf ihrer QBZ-95 schwenkend auf ihre Angreifer zu, indem sie immer nur kurze gezielte Salven abgab.<br />
Schnell war das einzige Magazin ihres Gewehres verbraucht, worauf sie schnell mit der einen Hand ihre Handfeuerwaffe aus dem Holster und mit der anderen eines der zwei Ersatzmagazine aus der Magazintasche riss, um sich weiterhin ihrer Haut erwehren zu können.<br />
<br />
Doch erhoben sich bereits einige der niedergeschossenen Wraith-Drohnen wieder. <br />
Der jungen Pilotin gefror das Blut in den Adern, und feuerte auch ihre Pistolenmagazine leer. Doch abermals erhoben sich einige dieser Horrorgestalten wieder, ehe sie dann aber vollkommen unerwartet von mehreren Blitzen getroffen erneut zu Boden gingen.<br />
<br />
Erschrocken und alarmiert wirbelte die chinesische Soldatin daher herum, und richtete die mittlerweile leer geschossene Waffe auf eine Frau mit kurzen silbernen Haaren, die ebenfalls wie die Wraith in schwarz gekleidet war und sich ihr langsam näherte.<br />
“Nicht feuern bitte! Ich bin eine Freundin”, erklärte Storm, “wir - ich und meine Freunde - werden euch erneut gegen diese tödlichen Kreaturen helfen!”<br />
Die vollkommen überraschte Lieutenant Jin, ahnte bereits mit wem sie da sprach, dennoch fragte sie: “Wie? Wie… haben Sie das gemacht?”<br />
“Wir sind Mutanten!”<br />
<br />
Später auf einem Stützpunkt war ihre Irritation dann wirklich perfekt, als sie über Funk den Befehl erhielt, sich unverzüglich auf eine geheime Mission vorzubereiten. Dabei sollte sie dem Stargate-Programm helfen, ehe sie ebenfalls für diese Organisation den Dienst antreten sollte, vorausgesetzt sie würde den bevorstehenden Einsatz überleben. <br />
Neu und dann viel besser ausgerüstet betrat sie wenige Minuten später auch schon das modifizierte Goa´uld-Frachtschiff.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Timelord´s Short Storys]]></title>
			<link>https://newforum.stargate-project.de/showthread.php?tid=424</link>
			<pubDate>Fri, 28 Nov 2025 07:22:07 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://newforum.stargate-project.de/member.php?action=profile&uid=55">Timelord</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://newforum.stargate-project.de/showthread.php?tid=424</guid>
			<description><![CDATA[Ich möchte das neue Forum nicht zuspammen und habe beschlossen, alle meine Storys die weniger als 2000 Wörter in einem Thread zu vereinen.<br />
<br />
Den Anfang macht.....<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Sins of the Past</span></span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"><br />
___</span></span><br />
Serie: SG-1<br />
Rating: PG<br />
Disclaimer: Mir gehört nix ausser die Freude des Schreibens. Die Rechte gehören denen, denen sie gehören. Diese Niederschrift dient nicht dem Gewinnerwerb.<br />
___<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> Ägypten, vor Tausenden von Jahren</span><br />
<br />
Die Sonne berührte sanft den Horizont und ein feurig rotes Lichtermeer stemmte sich gegen die aufkeimende Dunkelheit.<br />
Nomis lag unter einer Dattelpalme und spürte den kalten Windhauch, der über den Sand der Wüste strich und leichte Wirbel erzeugte.<br />
Seine Frau Liljana lag in seinen Armen und die kühle Luft lies sie ihren Umhang enger um ihren Oberkörper ziehen.<br />
Er küsste sie sanft auf die Stirn.<br />
„Wenn dir kalt ist, können wir gerne in unser Haus zurück. Dort würde ich dann ein Feuer machen und…“<br />
<br />
Den Rest des Satzes lies er offen und unausgesprochen, doch das Lächeln in seinem Gesicht, lies vieles vermuten.<br />
„Später, mein Geliebter. Lass uns noch ein wenig die Aussicht bewundern.“<br />
Nomis zog seine Frau näher an sich heran um ihr etwas Wärme zu spenden und gemeinsam sahen sie dabei zu wie ihre beiden Kinder, Valdan und Elanida, nur wenige Meter entfernt versuchten Sandhäuser zu bauen.<br />
<br />
Der Blick des Mannes fiel dabei auf die riesige Pyramide, die sich in einiger Entfernung in den Himmel bohrte. Wie der riesige Stachel eines Skorpions, der versuchte seine Beute zu erlegen.<br />
<br />
Seine Gedanken schweiften ab und er fragte sich, ob die Gerüchte war sind. Die Gerüchte, die besagten, dass die Götter im Grunde nichts anderes waren als Schlangen.<br />
<br />
Die Sonne verlor endgültig den Kampf gegen die Dunkelheit und das letzte bisschen wärme floh mit ihr.<br />
„Lass uns gehen, Liljana.“<br />
<br />
Die Beiden erhoben sich und liefen zu ihren Kinder. Valdan war ein kleiner Junge im Alter von 6 Sommern und Elanida war ein kleines schwarzgelocktes Mädchen im Alter von 4 Sommern.<br />
Sie waren Nomis und Liljanas größtes Glück und es brach dem Mann das Herz sehen zu müssen, wie ihre Augen sich mit Tränen füllten.<br />
Die Kinder wollten ihr eigenes kleines Sand haus einfach nicht zurücklassen.<br />
Nomis hob seinen Sohn auf den Arm und strich ihm eine Haarsträhne aus dem Gesicht.<br />
„Wir kommen morgen wieder und dann helfe ich dir ein neues und prächtigeres Sand haus zu bauen.“<br />
Freudestrahlend sah Valdan seinen Vater direkt in die Augen.<br />
„Versprichst du es, Vater?“<br />
Nomis nickte und die Tränen waren versiegt und schon längst auf der Haut getrocknet.<br />
<br />
Wenige Ellen von ihrem Haus entfernt hörten sie Schreie von dem Dorfplatz kommen.<br />
Nomis schickte seine Frau und die Kinder in die Hütte, während er loszog um zu sehen was da vor sich ging.<br />
<br />
Sämtliche Männer und auch einige Frauen hatten sich um einen Vogel der Götter versammelt.<br />
Nomis streckte seine Kopf hoch um über die Menschenmenge hinwegsehen zu können. Es waren Jaffa, eine Gruppe die 12 Krieger der Götter zählte. Sie liefen am Rand der Menge entlang und inspizierten die dort Anwesenden eingehender.<br />
Die Jaffa wurden dabei von einem der niederen Götter mit Argusaugen beobachtet. Nomis erkannte ihn, es war Igai, der Herr der Oasen. <br />
Hin und wieder zerrten die Jaffa einen Mann vor die Füße Igais, je nachdem ob er denjenigen ablehnte oder befürwortete landete der arme Hund entweder im Vogel der Götter oder vor der nächsten Waffe eines Kriegers.<br />
<br />
Nomis wurde endgültig bewusst, was hier vor sich ging. Die Götter wählten. Sie wählten wer zu ihnen gehören würde.<br />
Von eine Augenblick zum nächsten spürte Nomis Eiseskälte seinen Rücken hinaufsteigen und nur einen Gedanken in seinem Bewusstsein übrig lies.<br />
„Flucht“<br />
<br />
Er versuchte sich so unauffällig wie möglich zu seinem Haus zurück zu schleichen. Dort angekommen schlug er den schweren Vorhang beiseite, der die Türöffnung verdeckte.<br />
„Komm Weib. Nimm die Kinder und dann müssen wir von hier fliehen.“<br />
„Nomis, was geht hier vor?“<br />
„Die Götter sind gekommen um zu wählen und ich schmore eher in den Feuern Ne´tus, als das ich zulasse das meine Familie von ihnen in Besitz genommen wird.“<br />
Angst, eile, Panik und Verständnis legten sich in den Blick Liljanas. Sie rannte in den angrenzenden Raum und weckte die Kinder. Sie bedeutete ihnen ruhig zu bleiben. Dann führte sie sie in den Wohnraum, wo Nomis mit einigen Vorräten und Decken auf sie wartete.<br />
<br />
Draußen vor der Hütte drängte er sie in Richtung der Dünen. <br />
„Wenn wir es schaffen die Dünen zu überqueren, ohne dass sie uns bemerken sind wir in Sicherheit.“<br />
Nomis drängte seine Familie zur Eile. Sie hatten gerade den Rand der Düne erreicht, als er schwere Schritte auf sie zukommen hörte und eine tiefe, volltönende Stimme sich lauthals erhob.<br />
„Halt! Bleibt stehen! Im Namen Igais und Ba´als!!!“<br />
<br />
In der wahnwitzigen Hoffnung doch noch entkommen zu können fingen sie an zu rennen. Nomis und seine Familie kamen nur wenige Ellen weit, bevor die Krieger anfingen auf sie zu schießen. Blitze schlugen links und rechts neben der kleinen Familie ein.<br />
Einer der Blitze traf Elanida in den Rücken und der kleine Körper drehte sich mehrmals um die eigene Achse, bevor er auf dem Sand aufschlug und den Boden blutrot färbte.<br />
Die Energieentladung war auf der anderen Seite wieder ausgetreten und hatte den Brustkorb des Mädchens in einen rauchenden Krater verwandelt.<br />
Liljana lies sich fallen und hob den leblosen Körper auf. Sie fing an hemmungslos zu weinen. <br />
Valdan stand, vom Schock gelähmt direkt daneben und konnte seinen Bick nicht mehr von seiner toten Schwester abwenden.<br />
<br />
Diese Szene brannte sich unauslöschbar in Nomis Gedächtnis. Er spürte tiefen, brennenden Hass und das lebensverachtende Gefühl des Zorn und der Rache wurde übermächtig.<br />
In Bruchteilen dessen, was spätere Menschen eine Sekunde nennen würden, sammelte er alle seine verfügbaren Kräfte und stürzte den Jaffa entgegen.<br />
<br />
Igai trat aus dem Schatten der Jaffa hervor und zog eine kleine geschwungene. Er schoss und ein blauer Blitz traf Nomis.<br />
Die Wirkung des Betäubers trat nicht sofort ein. Nomis schaffte es noch bis zu der kleinen Gruppe, bis er direkt vor den Füßen Igais in eine tiefe Ohnmacht fiel.<br />
Der Herr der Oasen sah auf den Mann hinab und lächelte.<br />
„Dieser hier ist mehr als würdig. Bringt in das Tel ´tak… und seine Familie auch. Zumindest das, was noch davon übrig ist.“<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Im Tempel der Götter…</span><br />
<br />
Nomis erwachte mit starken Kopfschmerzen, die sein Denken zäh fließen ließen. Er spürte den Griff zweier starker Hände an seinen Armen. Er versuchte die Augen zu öffnen und der grelle Schein der Fackel blendete ihn stark.<br />
Er konnte noch nicht viel erkennen, aber er wusste dass er bewegt wurde. Die vorbeiziehenden Schatten wurde in Kürze immer schärfer und schärfer. <br />
Nomis erkannte eine Unzahl von Schriftzeichen an den Wänden. Sie kündeten alle von den Heldentaten des großen Gottes Ba´al.<br />
<br />
Ihm wurde schlagartig bewusst, wo er sich befand. Er war bereits einmal hier gewesen. Vor unzähligen Sommern war er mit seinen Freunden hier gepilgert um den großen Gott persönlich begegnen zu können.<br />
<br />
Nomis wurde fallengelassen. Zwei dumpfe Aufschläge, die dem seinen folgten, ließen ihn leicht zur Seite blicken. Er konnte seine Frau Liljana erkennen, demzufolge musste der zweite aufschlag durch seinen Sohn entstanden sein.<br />
<br />
Die Jaffa traten von den Menschen zurück und hielten ihre Waffen erhoben. <br />
<br />
Igai trat vor die kleinen Stufen, die zu einem Podest hinaufführten und kniete sich nieder.<br />
„Mein Gebieter Ba´al. Dieser Mann dort ist deiner würdig. Er hat stärke, Mut und Kraft bewiesen.“<br />
<br />
Schwere Schritte erklangen und Nomis wagte es den Kopf zu heben. Auf dem Podest stand ein goldener Thron, von dem sich grad ein wahrhaftiger Dämon erhob.<br />
Das Wesen war größer als ein Mann, besaß muskulöse Arme und Beine und sein Kopf ähnelte dem eines Drachenwesens. Seine ledrige wirkende haut war grau und nur noch stellenweise von eichten grünen Flecken bedeckt. Es ging gebeugt und wirkte sehr, sehr alt.<br />
„Erhebe dich, Mensch!“<br />
<br />
Nomis reagierte zuerst nicht, was ihm einen kräftigen Schlag, der Wachen, auf seinem rücken einbrachte.<br />
Schließlich entschloss er sich dem Willen des Gottes nachzugeben.<br />
Der Handwerker stand nun aufrecht und versuchte dem schrecklichen Monster in das Antlitz zu sehen. Nur schweren Herzens, konnte er der Versuchung widerstehen sich abzuwenden.<br />
<br />
Ba´al schritt die Stufen hinunter und umrundete Nomis zweimal, bevor direkt vor ihm stehen bliebe.<br />
Ohne eine Vorwarnung packte er Nomis am hals und zog ihn an sich heran. Noch in der Luft drehte er Nomis herum, so dass dieser dem Monster den Nacken zuwandte und er seiner Familie einen blick zuwerfen konnte.<br />
Liljana und Valdan hatten jeder tränen in den Augen und zitterten am ganzen Körper.<br />
<br />
Nomis schloss die Augen und unterdrückte den Schrei, als er die stechenden Schmerzen in seinem Nacken spürte.<br />
<br />
Endlose Augen blicke vergingen. Der Echsenkörper war inzwischen leblos auf die Stufen gefallen und starrte mit gebrochenen Augen gen Himmel.<br />
Der Mann, der früher einmal den Namen Nomis getragen hatte, erhob sich ganz langsam und begutachtete sich.<br />
Seine Augen glühten als er seine linke Hand austreckte.<br />
„Jaffa, Kre!!“<br />
<br />
Einer der Krieger warf ihm eine Stabwaffe zu. Ba´al aktivierte sie und richtete die Mündung auf die Frau und den kleinen Jungen.<br />
<br />
Liljana sah den Mann vor sich stehen, den sie geliebt hatte. Doch diesen Mann gab es nicht mehr. Die Götter… nein, nur ein Gott. Ba´al…. Hatten sich seines Körpers bemächtigt und seine Seele in die Höllen Ne´tus geschickt.<br />
Sie schlug die Waffe eines ihrer Wächter beiseite und warf sich auf ihren Sohn. Liljana umarmte ihn fest und redete beruhigend auf ihn ein. Das Letzte was sie sah, war das Aufglühen der Waffe und wie sich ein Blitz der Götter seinen Weg in ihren Körper und den ihres Sohnes bahnte.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Cheyenne Mountain…. Heute</span><br />
<br />
Schweißgebadet wachte er auf und es dauerte eine Weile, bis ihm bewusst wurde, wo er sich befand. <br />
Nur ein Alptraum... Doch dieser Alptraum war Realität gewesen… vor einer unendlich langen zeit.<br />
Tränen der Trauer rannen über Nomis Wangen, als er sich wieder auf das weiche Bett legte.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">ENDE </span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ich möchte das neue Forum nicht zuspammen und habe beschlossen, alle meine Storys die weniger als 2000 Wörter in einem Thread zu vereinen.<br />
<br />
Den Anfang macht.....<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Sins of the Past</span></span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"><br />
___</span></span><br />
Serie: SG-1<br />
Rating: PG<br />
Disclaimer: Mir gehört nix ausser die Freude des Schreibens. Die Rechte gehören denen, denen sie gehören. Diese Niederschrift dient nicht dem Gewinnerwerb.<br />
___<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> Ägypten, vor Tausenden von Jahren</span><br />
<br />
Die Sonne berührte sanft den Horizont und ein feurig rotes Lichtermeer stemmte sich gegen die aufkeimende Dunkelheit.<br />
Nomis lag unter einer Dattelpalme und spürte den kalten Windhauch, der über den Sand der Wüste strich und leichte Wirbel erzeugte.<br />
Seine Frau Liljana lag in seinen Armen und die kühle Luft lies sie ihren Umhang enger um ihren Oberkörper ziehen.<br />
Er küsste sie sanft auf die Stirn.<br />
„Wenn dir kalt ist, können wir gerne in unser Haus zurück. Dort würde ich dann ein Feuer machen und…“<br />
<br />
Den Rest des Satzes lies er offen und unausgesprochen, doch das Lächeln in seinem Gesicht, lies vieles vermuten.<br />
„Später, mein Geliebter. Lass uns noch ein wenig die Aussicht bewundern.“<br />
Nomis zog seine Frau näher an sich heran um ihr etwas Wärme zu spenden und gemeinsam sahen sie dabei zu wie ihre beiden Kinder, Valdan und Elanida, nur wenige Meter entfernt versuchten Sandhäuser zu bauen.<br />
<br />
Der Blick des Mannes fiel dabei auf die riesige Pyramide, die sich in einiger Entfernung in den Himmel bohrte. Wie der riesige Stachel eines Skorpions, der versuchte seine Beute zu erlegen.<br />
<br />
Seine Gedanken schweiften ab und er fragte sich, ob die Gerüchte war sind. Die Gerüchte, die besagten, dass die Götter im Grunde nichts anderes waren als Schlangen.<br />
<br />
Die Sonne verlor endgültig den Kampf gegen die Dunkelheit und das letzte bisschen wärme floh mit ihr.<br />
„Lass uns gehen, Liljana.“<br />
<br />
Die Beiden erhoben sich und liefen zu ihren Kinder. Valdan war ein kleiner Junge im Alter von 6 Sommern und Elanida war ein kleines schwarzgelocktes Mädchen im Alter von 4 Sommern.<br />
Sie waren Nomis und Liljanas größtes Glück und es brach dem Mann das Herz sehen zu müssen, wie ihre Augen sich mit Tränen füllten.<br />
Die Kinder wollten ihr eigenes kleines Sand haus einfach nicht zurücklassen.<br />
Nomis hob seinen Sohn auf den Arm und strich ihm eine Haarsträhne aus dem Gesicht.<br />
„Wir kommen morgen wieder und dann helfe ich dir ein neues und prächtigeres Sand haus zu bauen.“<br />
Freudestrahlend sah Valdan seinen Vater direkt in die Augen.<br />
„Versprichst du es, Vater?“<br />
Nomis nickte und die Tränen waren versiegt und schon längst auf der Haut getrocknet.<br />
<br />
Wenige Ellen von ihrem Haus entfernt hörten sie Schreie von dem Dorfplatz kommen.<br />
Nomis schickte seine Frau und die Kinder in die Hütte, während er loszog um zu sehen was da vor sich ging.<br />
<br />
Sämtliche Männer und auch einige Frauen hatten sich um einen Vogel der Götter versammelt.<br />
Nomis streckte seine Kopf hoch um über die Menschenmenge hinwegsehen zu können. Es waren Jaffa, eine Gruppe die 12 Krieger der Götter zählte. Sie liefen am Rand der Menge entlang und inspizierten die dort Anwesenden eingehender.<br />
Die Jaffa wurden dabei von einem der niederen Götter mit Argusaugen beobachtet. Nomis erkannte ihn, es war Igai, der Herr der Oasen. <br />
Hin und wieder zerrten die Jaffa einen Mann vor die Füße Igais, je nachdem ob er denjenigen ablehnte oder befürwortete landete der arme Hund entweder im Vogel der Götter oder vor der nächsten Waffe eines Kriegers.<br />
<br />
Nomis wurde endgültig bewusst, was hier vor sich ging. Die Götter wählten. Sie wählten wer zu ihnen gehören würde.<br />
Von eine Augenblick zum nächsten spürte Nomis Eiseskälte seinen Rücken hinaufsteigen und nur einen Gedanken in seinem Bewusstsein übrig lies.<br />
„Flucht“<br />
<br />
Er versuchte sich so unauffällig wie möglich zu seinem Haus zurück zu schleichen. Dort angekommen schlug er den schweren Vorhang beiseite, der die Türöffnung verdeckte.<br />
„Komm Weib. Nimm die Kinder und dann müssen wir von hier fliehen.“<br />
„Nomis, was geht hier vor?“<br />
„Die Götter sind gekommen um zu wählen und ich schmore eher in den Feuern Ne´tus, als das ich zulasse das meine Familie von ihnen in Besitz genommen wird.“<br />
Angst, eile, Panik und Verständnis legten sich in den Blick Liljanas. Sie rannte in den angrenzenden Raum und weckte die Kinder. Sie bedeutete ihnen ruhig zu bleiben. Dann führte sie sie in den Wohnraum, wo Nomis mit einigen Vorräten und Decken auf sie wartete.<br />
<br />
Draußen vor der Hütte drängte er sie in Richtung der Dünen. <br />
„Wenn wir es schaffen die Dünen zu überqueren, ohne dass sie uns bemerken sind wir in Sicherheit.“<br />
Nomis drängte seine Familie zur Eile. Sie hatten gerade den Rand der Düne erreicht, als er schwere Schritte auf sie zukommen hörte und eine tiefe, volltönende Stimme sich lauthals erhob.<br />
„Halt! Bleibt stehen! Im Namen Igais und Ba´als!!!“<br />
<br />
In der wahnwitzigen Hoffnung doch noch entkommen zu können fingen sie an zu rennen. Nomis und seine Familie kamen nur wenige Ellen weit, bevor die Krieger anfingen auf sie zu schießen. Blitze schlugen links und rechts neben der kleinen Familie ein.<br />
Einer der Blitze traf Elanida in den Rücken und der kleine Körper drehte sich mehrmals um die eigene Achse, bevor er auf dem Sand aufschlug und den Boden blutrot färbte.<br />
Die Energieentladung war auf der anderen Seite wieder ausgetreten und hatte den Brustkorb des Mädchens in einen rauchenden Krater verwandelt.<br />
Liljana lies sich fallen und hob den leblosen Körper auf. Sie fing an hemmungslos zu weinen. <br />
Valdan stand, vom Schock gelähmt direkt daneben und konnte seinen Bick nicht mehr von seiner toten Schwester abwenden.<br />
<br />
Diese Szene brannte sich unauslöschbar in Nomis Gedächtnis. Er spürte tiefen, brennenden Hass und das lebensverachtende Gefühl des Zorn und der Rache wurde übermächtig.<br />
In Bruchteilen dessen, was spätere Menschen eine Sekunde nennen würden, sammelte er alle seine verfügbaren Kräfte und stürzte den Jaffa entgegen.<br />
<br />
Igai trat aus dem Schatten der Jaffa hervor und zog eine kleine geschwungene. Er schoss und ein blauer Blitz traf Nomis.<br />
Die Wirkung des Betäubers trat nicht sofort ein. Nomis schaffte es noch bis zu der kleinen Gruppe, bis er direkt vor den Füßen Igais in eine tiefe Ohnmacht fiel.<br />
Der Herr der Oasen sah auf den Mann hinab und lächelte.<br />
„Dieser hier ist mehr als würdig. Bringt in das Tel ´tak… und seine Familie auch. Zumindest das, was noch davon übrig ist.“<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Im Tempel der Götter…</span><br />
<br />
Nomis erwachte mit starken Kopfschmerzen, die sein Denken zäh fließen ließen. Er spürte den Griff zweier starker Hände an seinen Armen. Er versuchte die Augen zu öffnen und der grelle Schein der Fackel blendete ihn stark.<br />
Er konnte noch nicht viel erkennen, aber er wusste dass er bewegt wurde. Die vorbeiziehenden Schatten wurde in Kürze immer schärfer und schärfer. <br />
Nomis erkannte eine Unzahl von Schriftzeichen an den Wänden. Sie kündeten alle von den Heldentaten des großen Gottes Ba´al.<br />
<br />
Ihm wurde schlagartig bewusst, wo er sich befand. Er war bereits einmal hier gewesen. Vor unzähligen Sommern war er mit seinen Freunden hier gepilgert um den großen Gott persönlich begegnen zu können.<br />
<br />
Nomis wurde fallengelassen. Zwei dumpfe Aufschläge, die dem seinen folgten, ließen ihn leicht zur Seite blicken. Er konnte seine Frau Liljana erkennen, demzufolge musste der zweite aufschlag durch seinen Sohn entstanden sein.<br />
<br />
Die Jaffa traten von den Menschen zurück und hielten ihre Waffen erhoben. <br />
<br />
Igai trat vor die kleinen Stufen, die zu einem Podest hinaufführten und kniete sich nieder.<br />
„Mein Gebieter Ba´al. Dieser Mann dort ist deiner würdig. Er hat stärke, Mut und Kraft bewiesen.“<br />
<br />
Schwere Schritte erklangen und Nomis wagte es den Kopf zu heben. Auf dem Podest stand ein goldener Thron, von dem sich grad ein wahrhaftiger Dämon erhob.<br />
Das Wesen war größer als ein Mann, besaß muskulöse Arme und Beine und sein Kopf ähnelte dem eines Drachenwesens. Seine ledrige wirkende haut war grau und nur noch stellenweise von eichten grünen Flecken bedeckt. Es ging gebeugt und wirkte sehr, sehr alt.<br />
„Erhebe dich, Mensch!“<br />
<br />
Nomis reagierte zuerst nicht, was ihm einen kräftigen Schlag, der Wachen, auf seinem rücken einbrachte.<br />
Schließlich entschloss er sich dem Willen des Gottes nachzugeben.<br />
Der Handwerker stand nun aufrecht und versuchte dem schrecklichen Monster in das Antlitz zu sehen. Nur schweren Herzens, konnte er der Versuchung widerstehen sich abzuwenden.<br />
<br />
Ba´al schritt die Stufen hinunter und umrundete Nomis zweimal, bevor direkt vor ihm stehen bliebe.<br />
Ohne eine Vorwarnung packte er Nomis am hals und zog ihn an sich heran. Noch in der Luft drehte er Nomis herum, so dass dieser dem Monster den Nacken zuwandte und er seiner Familie einen blick zuwerfen konnte.<br />
Liljana und Valdan hatten jeder tränen in den Augen und zitterten am ganzen Körper.<br />
<br />
Nomis schloss die Augen und unterdrückte den Schrei, als er die stechenden Schmerzen in seinem Nacken spürte.<br />
<br />
Endlose Augen blicke vergingen. Der Echsenkörper war inzwischen leblos auf die Stufen gefallen und starrte mit gebrochenen Augen gen Himmel.<br />
Der Mann, der früher einmal den Namen Nomis getragen hatte, erhob sich ganz langsam und begutachtete sich.<br />
Seine Augen glühten als er seine linke Hand austreckte.<br />
„Jaffa, Kre!!“<br />
<br />
Einer der Krieger warf ihm eine Stabwaffe zu. Ba´al aktivierte sie und richtete die Mündung auf die Frau und den kleinen Jungen.<br />
<br />
Liljana sah den Mann vor sich stehen, den sie geliebt hatte. Doch diesen Mann gab es nicht mehr. Die Götter… nein, nur ein Gott. Ba´al…. Hatten sich seines Körpers bemächtigt und seine Seele in die Höllen Ne´tus geschickt.<br />
Sie schlug die Waffe eines ihrer Wächter beiseite und warf sich auf ihren Sohn. Liljana umarmte ihn fest und redete beruhigend auf ihn ein. Das Letzte was sie sah, war das Aufglühen der Waffe und wie sich ein Blitz der Götter seinen Weg in ihren Körper und den ihres Sohnes bahnte.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Cheyenne Mountain…. Heute</span><br />
<br />
Schweißgebadet wachte er auf und es dauerte eine Weile, bis ihm bewusst wurde, wo er sich befand. <br />
Nur ein Alptraum... Doch dieser Alptraum war Realität gewesen… vor einer unendlich langen zeit.<br />
Tränen der Trauer rannen über Nomis Wangen, als er sich wieder auf das weiche Bett legte.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">ENDE </span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Stargate Kommando SG-9- Planet der Verdammten (Directors Cut)]]></title>
			<link>https://newforum.stargate-project.de/showthread.php?tid=422</link>
			<pubDate>Thu, 27 Nov 2025 17:54:20 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://newforum.stargate-project.de/member.php?action=profile&uid=55">Timelord</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://newforum.stargate-project.de/showthread.php?tid=422</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Stargate Kommando SG-9: Planet der Verdammten (Director´s Cut)</span></span><br />
<br />
<br />
Ich erspare euch die ursprüngliche Version meines Erstlingswerk und präsentiere euch direkt den "Directors Cut".<br />
<br />
Die ursprüngliche Story "Planet der lebenden Toten" war selbst für mich heutzutgae unlesbar, aber ich denke das ist bei den meisten Erstlingswerken so. Vor einigen Jahren beschloß ich dann das ganze zu "modernisieren"... na ja eigentlich habe ich mir gedacht "Da geht noch mehr". Habe dann angefangen aber es nie zu geführt. Motiviert durch die Ankündigung einer neuen Serie habe ich die Sachen rausgekramt und werde sie nun präsentieren. <br />
<br />
Disclaimer: Diese Geschichte wurde nur zum Spaß geschrieben. Die Rechte gehören denen, denen sie aktuell gehören, mir gehört nix, außer der Spaß am Schreiben.<br />
--------------<br />
<br />
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<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Air Force Akademie…</span></span></span><br />
<br />
„IHR GLAUBT, IHR WISST ALLES? KÖNNT ALLES?“ <br />
<br />
Colonel Smith ließ diese Worte ein paar Sekunden wirken und schweifte mit seinem Blick über die neuen Rekruten, die sich vor ihm aufgebaut hatten. <br />
Er nutzte die kurze Pause und sah jeden der jungen Männer und Frauen für einen kurzen Moment direkt in die Augen. <br />
<br />
„IHR WISST EINEN DRECK!!! DAS, WAS IHR DRAUSSEN GELERNT ODER EUREM GEHIRN AN INFORMATIONEN ZUGEMUTET HABT, ZÄHLT HIER DRINNEN NICHTS!!! MEIN JOB IST ES EURE LEEREN KÖPFE VON DEM ALTEN MIST ZU BEFREIEN UND MIT DEM ZU FÜLLEN, DAS IHR BRAUCHT, UM BEI DER AIR FORCE ZU BESTEHEN!!!! HABT IHR DAS ALLE VERSTANDEN?“<br />
<br />
„SIR, JA, SIR!!!“<br />
<br />
Diese Inbrunst und Einsatzwille … noch einmal Kadett sein … ging es dem Mann wehmütig durch den Kopf.<br />
<br />
***<br />
Während der Colonel sich auf dem Exerzierplatz weiterhin dem Nachwuchs widmete, wurde er von zwei älteren Herren durch ein großes Panoramafenster beobachtet. Die Klimaanlage schien nicht zu funktionieren, denn es hatten sich auf der glatten Kopfhaut des linken Mannes feine Schweißperlen gebildet. Bevor einige davon auf die Rangabzeichen in Form von 3 Sternen fallen konnten, wurden sie durch ein Taschentuch weggewischt.<br />
<br />
„Du bist dir wirklich sicher, was Smith angeht, George? Sein letzter Vorgesetzter hat kein gutes Haar an ihm gelassen.“ General Michael Kerrigan, Leiter der Akademie, ging zu seinem Schreibtisch zurück, und während er einen Schluck Wasser trank, öffnete er die Akte, die auf seinem Schreibtisch lag.<br />
„Befehlsverweigerung, Beleidigung eines Vorgesetzten und so weiter und so weiter. Mich wundert es ehrlich gesagt, das er noch nicht zum Lieutenant degradiert wurde.“<br />
<br />
Lieutenant General George Hammond, Leiter der Homeworld Security, drehte sich zu seinem langjährigem Freund um und ein leichtes Lächeln umspielte seine Lippen.<br />
„Die Akte könnte auch von Jack O´Neill sein und wir wissen, wo er jetzt steht.“<br />
Auf dieses Argument konnte Kerrigan nichts erwidern. <br />
„Michael, ich kenne diesen Mann und seine Akte ganz genau. Die Vorfälle, die zu seiner Versetzung geführt haben, sind mir bestens bekannt. Ich hatte ihn während des ersten Golfkriegs unter meinem Kommando und weiß, was er kann. Er wird eingeweiht. „<br />
<br />
Die Entschlusskraft, die in den letzten Worten Hammonds gelegen hatte, ließen den Gedanken an Widerspruch in Kerrigan gar nicht erst aufkommen. Er griff zu seinem Funkgerät, das in der Ladestation auf dem Schreibtisch stand.<br />
„Forsteen für Kerrigan. Melden.“<br />
<br />
Hammond konnte aus den Augenwinkeln erkennen, wie die junge Frau die hinter Smith stand an ihren Gürtel griff.<br />
„Forsteen hört.“<br />
„Colonel Smith soll sich umgehend in meinem Büro melden.“<br />
„Verstanden, Sir. Forsteen Ende.“<br />
<br />
Hammond widmete seine Aufmerksamkeit wieder dem Geschehen unter ihm. Forsteen trat an den Colonel heran und hielt ihren Mund nah an dem Ohr des Mannes. <br />
Der Blick des Offiziers wanderte kurz hoch zu dem Panorama Fenster, dann nickte er dem Sergeant bestätigend zu und machte sich auf den Weg. <br />
<br />
Wenige Minuten später hörte George die schweren Schritte des Colonels, die sich dem Büro des Akademieleiters näherten. <br />
Smith baute sich zu seiner vollen Größe von 1,90 Meter vor dem Schreibtisch und salutierte.<br />
<br />
„Melde mich wie befohlen, Sir… äh Sirs!!!“<br />
<br />
Hammond umrundete den Mann und musterte ihn dabei. <br />
„Sie haben sich seit Kuwait sehr verändert, Colonel Smith.“<br />
<br />
„Ich bin älter, ein wenig breiter, aber garantiert nicht weiser geworden, Sir.“<br />
<br />
George grinste, er konnte sich jetzt schon die lebhaften Diskussionen zwischen diesem Mann und Jack O´Neill vorstellen.<br />
<br />
„Sind Sie zufrieden mit dem, was Sie hier tun, John?“<br />
„Ich gebe mein Bestes, um die Kadetten auf ihren Job bei der Air Force vorzubereiten, Sir.“<br />
„Das war nicht die Frage, Colonel.“<br />
„Es ist …“, John zögerte leicht, "… annehmbar.“<br />
<br />
Hammond zog einen Umschlag aus der Innentasche seiner Uniformjacke und überreichte ihn Smith.<br />
<br />
„Was ist das, Sir?“<br />
<br />
„Ihr neuer Job. Melden Sie sich in 48 Stunden bei der Adresse, die auf dem Schreiben angegeben ist.“<br />
<br />
Der Colonel betrachtete den Umschlag in seiner Hand.<br />
„Bei allem Respekt, Sir. Aber was ist, wenn ich diesen Job nicht will?“<br />
<br />
Der Lieutenant General hob seine Tasse, trank einen Schluck Kaffee und schüttelte den Kopf.<br />
<br />
„Glauben Sie mir, Colonel Smith, Sie wollen diesen Job.“<br />
<br />
<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">P2X111</span></span></span><br />
<br />
Der Wind wehte durch die Blätter und Äste des Waldes und verursachte dabei ein stetes Rascheln und Knacken. Major Samuels, der kommandierende Offizier von SG 6, rannte um sein Leben. Die Panik stand dem mittelgroßen Afroamerikaner ins Gesicht geschrieben. Seine Pupillen waren geweitet, der Atem ging stoßweise und das Herz hämmerte in seiner Brust. Zu allem Überfluss fühlten sich seine Lungen an, als ob sie ihm gleich den Dienst versagen würden.<br />
<br />
Er ignorierte alle Warnzeichen seines Körpers und rannte weiter, sich immer wieder vergewissernd, ob nicht doch eine dieser Kreaturen direkt hinter ihm war. Etwas wie das hatte er noch nie zuvor erlebt und dabei war er schon seit Anbeginn beim Stargate Kommando und hatte sogar mal einem Asgard gegenübergestanden. <br />
<br />
Es hatte alles ganz friedlich angefangen, als sie diesen Planeten erreicht hatten. Kurz nach ihrer Ankunft hatten sie das Dorf erreicht, in dessen Mitte eine kleine Pyramide das Zentrum der Siedlung markiert hatte. Das Gebilde war von einem, nur wenige Meter durchmessenden See umgeben gewesen. Captain Becker, sein Stellvertreter, hatte sich niedergekniet, um eine Probe zu nehmen und per Schnellanalyse zu bestimmen, ob das Wasser kontaminiert war.<br />
<br />
Doch als er den Probenbehälter in das Wasser eingetaucht hatte, schrie er auf und zog seine Hand ruckartig zurück und sie wimmelte von kleinen Würmern, die sich unter die Haut und in sein Fleisch fraßen. Er schrie wie am Spieß, doch nur für kurze Zeit. <br />
<br />
<br />
Während der Major Beckers Kopf fixiert hielt versuchten sein Sergeant und sein Lieutenant unter größter Vorsicht die Hand von dem Ungeziefer zu befreien. <br />
Die Schreie des Captains waren nach nur einer knappen Minute verstummt und sein ganzer Körper war in ein unkontrolliertes Zucken übergegangen nur um eine weitere Minute später lag reglos da zu liegen. Lieutenant Stehr fühlte den Puls und schüttelte stumm mit dem Kopf in Richtung des Majors.<br />
<br />
Bevor sie überlegen konnten, wie sie weiter vorgehen würden, waren die Kreaturen aus den Hütten gekommen. Auf dem ersten Blick wirkten sie primitive Menschen, in Felle gehüllt und ohne Schuhwerk. Doch bei näherer Betrachtung fiel ihnen auf, das die Körper zum Teil verwest erschienen und in den Augen nicht der Hauch von Intelligenz zu erkennen war. <br />
<br />
Der Major hatte sich wie in einem dieser uralten Horrorstreifen gefühlt. Hätte nur noch gefehlt, das diese Wesen dauernd das Wort „Hirn“ von sich gaben. Stehr hatte einen Moment zu lang gezögert um sich aufzurichten und wurde von dreien dieser Wesen umzingelt, die sich mit einem Tempo auf sie stürzten, das der Major ihnen niemals zugetraut hätte. <br />
<br />
Er und sein Sergeant hatten daraufhin den Rückzug angetreten, doch sie schienen umzingelt. Gemeinsam schossen sie ihre Magazine leer und verwandelten Oberkörper und Bauchdecken in breiige Massen. Doch die Getroffenen schien dies nicht zu beeindrucken, denn sie setzten ihren Weg fort. <br />
<br />
Nachdem sie ihre Waffen nachgeladen hatten, schafften sie es für einen kurzen Moment eine Lücke in die heran nahende Mauer verfaulten Leibern zu schießen. Der Sergeant war leider nicht schnell genug gewesen und Samuels konnte sich an den an Wahnsinn grenzenden Blick der Angst erinnern, während er nun seit Stunden um sein Leben rannte.<br />
<br />
Er hatte sich hoffnungslos verirrt. Der Major sah die Wurzel nicht, die vor ihm aus dem Erdboden ragte und ihn nun zu Fall brachte. Sein Fuß blieb darin hängen und er fiel der Länge nach hin. Feuchte Erde und halb verfaultes Blattwerk verschmierten sein Gesicht als er aufschlug. Den stechenden Schmerz in seinem Knöchel nahm er nicht mehr wahr, denn die Panik schwemmte alles hinweg.<br />
<br />
Unter dem Blattwerk krochen dieselben Würmer hervor, die schon Becker erwischt hatten. Er spürte, wie sie über seine Haut krochen und ihren kleinen Körper in sein Fleisch bohrten. Hektisch versuchte er sie zu entfernen, doch wenn es ihm gelang eines dieser Dinger aus seinem Fleisch zu lösen waren sofort zwei Neue da. Samuels spürte wie sich auch eines dieser Tiere in seinen Gehörgang bohrte.<br />
Er schrie.<br />
<br />
Das Stargate stand auf einer großen Lichtung, unbeeindruckt von den Windböen, die aufkamen und an der Standhaftigkeit des Naquadahs zerrten. Ein lauter und lang gezogener Schrei ertönte aus dem Wald und dieser Zeuge der Zeit quittierte es stumm.<br />
<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Cheyenne Mountain, Colorado</span></span><br />
<br />
Die Wolken schoben sich langsam vor die Sonne und warfen einen leichten Schatten über den Cheyenne Mountain. Ein schwarzer Ford Mustang GT 500 fuhr bis zur Schranke vor. Der Motor wurde abgestellt und zwei Männer traten aus der Wachhütte hervor. Einer von ihnen blieb wieder direkt vor der Tür stehen, die P90 im Anschlag und den Finger leicht über dem Abzug haltend.<br />
<br />
Smith sah die beiden Sergeanten des Wachkommandos und ihre angespannten Gesichter durch die Windschutzscheibe. <br />
„Die scheinen ein wenig nervös zu sein", murmelte er vor sich hin, während er die Fensterscheibe der Fahrertür runterfuhr und seinen Dienstausweis, samt dem Versetzungsbefehl unaufgefordert an den Mann rausreichte, der sich neben dem Wagen aufgestellt hatte. <br />
<br />
Der Sergeant verschwand kurz in der Hütte und kam nach zwei Minuten wieder heraus. Ein kurzes Nicken in Richtung seines Kollegen ließ diesen seine Anspannung verlieren und die Waffe senken. Der Finger blieb jedoch in Nähe des Abzugs.<br />
<br />
Sergeant Kent, so wies das Namenschild den Mann aus, der Smith seine Papiere abgenommen hatte, trat wieder an die Scheibe heran. <br />
„Ihr Befehl und ihr Ausweis, Sir.“<br />
Smith nahm die Sachen an. „Danke.“<br />
Kent wies auf eine kleine Fläche, die sich in unmittelbarer Nähe der Wachhütte befand.<br />
„Sie können dort vorne parken, Sir, bis man ihnen einen Parkplatz zugewiesen hat.“<br />
„Danke, Sergeant.“ <br />
Smith salutierte lässig, fuhr das Fenster wieder hoch und startete seinen Wagen.<br />
„Bin mal gespannt, was mich hier erwartet.“<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Büro von General O´Neill</span></span><br />
<br />
In Momenten wie diesen bereute Jack, dass er die Beförderung angenommen hatte. Sein Schreibtisch war übersät mit Papierkram. Anforderungsschreiben hielten einen Plausch mit Personalakten und wurden dabei von Missionsberichten beobachtet. Wie gerne wäre er jetzt in die Umkleidekabine gestürzt, hätte sich eine Weste und eine P90 umgebunden und durch das Sternentor gegangen, um den Frust abzubauen, der sich angesichts des Berges an Dokumenten in ihm aufstaute. Ein leises Summen sollte ihn an einen Termin erinnern. Nur dumm, das der Kalender in all dem Durcheinander verschollen war. <br />
Das Klingeln des Telefons riss ihn aus seinen Überlegungen und unterbrach die damit verbundene Suche nach dem Kalender.<br />
„O´Neill", meldete er sich kurz und knapp.<br />
<br />
„Sergeant Harriman hier, Sir. Ihr 12 Uhr Termin wartet. Soll ich ihn rein schicken?“<br />
„Helfen sie mir auf die Sprünge, Walter.“<br />
„Colonel Smith, Sir. Er soll … „<br />
„Ja, ich erinnere mich", unterbrach Jack den Sergeant, während er das Memo las, das an dem Schirm seiner Schreibtischlampe klebte. "Soll reinkommen.“<br />
<br />
Er stand auf, ging zur Kaffeemaschine und goss sich eine Tasse des verbrannten koffeinhaltigen Getränks ein. Auf dem Rückweg öffnete sich seine Bürotür und der 12-Uhr-Termin trat ein.<br />
„Colonel John Smith meldet sich wie befohlen, Sir!“<br />
<br />
O´Neill verzog ein wenig das Gesicht. Die Lautstärke des Mannes war ein wenig höher, als in so kleinen Räumen erträglich. Er setzte sich auf seinen Stuhl und bedeutete dem Colonel mit einer Geste es ihm gleich zu tun. <br />
„Smith … Smith … irgendwo muss doch … ah da!“<br />
Nach einer kurzen Suche zog er die Personalakte des Mannes unter einem Berg Anforderungsschreiben hervor.<br />
„Schauen wir mal. Dritter ihres Abschlussjahrgangs. Einsätze im Irak, Kuwait, Somalia und Afghanistan. Während des zweiten Irak-Konfliktes Colonel der Special Operations Command. Einer der 191 Träger des Air Force Cross.“ Jack sah sein Gegenüber an, der ihm unbewegt zuhörte „ Reife Leistung. Wieso haben sie noch keinen Stern auf der Schulter?“<br />
<br />
„Lesen sie weiter, Sir.“<br />
<br />
Jack blätterte weiter.<br />
"Sie haben sich geweigert den Befehl ihres kommandierenden Offiziers auszuführen, indem sie den Rückzug aus einem Kampfgebiet angeordnet und dabei wahrscheinlich das Leben ihrer Leute gerettet haben. Bei anschließender Besprechung haben sie dem General eine verpasst. Darf ich fragen, warum?“<br />
<br />
„Wenn etwas riecht wie eine Falle, aussieht wie eine Falle und schmeckt wie eine Falle, dann werde ich den Teufel tun, meine Leute in den sicheren Tod zu führen. Der General sah das anders und da ging mein Temperament mit mir durch.“<br />
<br />
„Wollen wir hoffen, dass Sie nie auf mich wütend sind. Hier steht, sie haben ihm dem Kiefer gebrochen.“ Jack klappte den Aktendeckel zu. „Geschenkt. Sie sind auf Empfehlung von General Hammond hier und ich denke, dass wir was mit ihnen anfangen können. Eines sollten sie aber wissen, wenn sie hier keine Befehle befolgen, egal wie sie lauten, kann das übel für sie ausgehen.“<br />
<br />
Der Colonel räusperte sich.<br />
„Nach dem was ich von General Hammond erfahren habe, haben sie das ein oder andere Mal aufgrund einer Befehlsverweigerung die Erde gerettet.“<br />
<br />
„Ehm …“, nun war es an O´Neill sich zu räuspern, und das Thema auf einen anderen Brennpunkt zu lenken. „SG 9 hat die meisten seiner Mitglieder bei dem Konflikt um das Rand-Protektorat verloren und der einzige Überlebende sieht einer sehr langen Rehabilitation entgegen, womit dieses Team faktisch nicht mehr existiert. Sie sollen es neu aufbauen. Beim Rausgehen wird ihnen Walter den Zugang zu den Personalakten ermöglichen. Ich erwarte, das sie dies innerhalb der nächsten 72 Stunden erledigt haben.“<br />
<br />
Jack sah den Colonel fragend an.<br />
<br />
„Wenn sie keine Fragen mehr haben, würde ich sagen, frisch ans Werk.“<br />
„Eine Frage hätte ich da noch, Sir.“<br />
„Die wäre?“<br />
„Wen muss ich umbringen, um einen Parkplatz zu bekommen?“<br />
„Sergeant Harriman wird sich drum kümmern. Sie können wegtreten.“<br />
<br />
John Smith erhob sich und salutierte. Dann drehte er sich um und marschierte ohne ein weiteres Wort aus dem Büro.<br />
„Das wird bestimmt noch lustig mit dem Mann", sagte sich Jack, bevor er sich auf die nächsten Berichte stürzte.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Stargate Kommando, Kantine</span></span><br />
<br />
Smith lehnte sich zurück und rieb sich die Augen. Seitdem er die Personalakten von diesem Harriman bekommen hatte, saß er hier und ging sie durch. Er rieb sich die Augen um die Müdigkeit zu vertreiben. Der Kaffee in seiner Tasse war schon seit Stunden kalt. Sein Körper reagierte mit Widerwillen als die eiskalte Flüssigkeit seine Kehle hinunter rann.<br />
<br />
Sein Blick schweifte ab. Hinter der Theke war niemand mehr zu sehen und die schwarze Masse, die auf dem Boden der Kanne in der Maschine vor sich hin trocknete, wirkte nicht sehr einladend. <br />
„Ich brauche Koffein.“<br />
<br />
Der Colonel stand auf ging zu dem Getränkeautomaten und zog sich eine Pepsi. <br />
„Nicht mal anständige Cola hier.“<br />
Er öffnete die Dose und nahm einen tiefen Schluck.<br />
<br />
Die Tür öffnete sich und der General kam herein. Er schien Smith nicht zu bemerken oder ignorierte ihn, denn sein Weg führte direkt zu den Auslagen für das Essen. O´Neill hielt abwägend ein in Folie verpacktes Thunfisch Sandwich in der linken und einen Becher Wackelpudding in der rechten Hand.<br />
<br />
„Wieso nehmen Sie nicht beides, Sir?“<br />
<br />
Jack sah den neuen Colonel an.<br />
„Ich entscheide gerade, ob ich dem Thunfisch noch trauen kann. Missionsberichte lesen sich schwer mit einem verdorbenen Magen.“<br />
Anscheinend schien er dem Fisch nicht mehr zu trauen, denn das Sandwich wanderte wieder zurück an seinen alten Platz und der Wackelpudding machte es sich auf dem Tablett bequem.<br />
„Was macht ihre Suche, Colonel?“<br />
<br />
John setzte sich an seinen Platz, bevor er Jack antwortete.<br />
„Ich habe zwei mögliche Kandidaten gefunden.“<br />
<br />
O´Neill setzte sich ihm gegenüber und schielte auf die Akten, die direkt vor seinem Offizier lagen. <br />
„Wer sind denn die Glücklichen?“<br />
<br />
Stumm zog Smith zwei Akten aus dem Stapel und reichte sie ihm. Jack, der gerade einen Löffel köstlichen blauen Wackelpudding genoss, nahm sie an und sah auf die Namen, die auf dem Deckel standen.<br />
„Nicole Wallace?“, Jack verschluckte sich, als er den Namen las. „Sind sie sicher, dass sie das wollen?“<br />
O´Neill erinnerte sich lebhaft an den weiblichen Major. Als er die damaligen Ereignisse Revue passieren lies, stahl sich ein Lächeln auf seine Lippen. <br />
„Obwohl, wenn ich recht überlege … „<br />
<br />
„Habe ich Ihre Erlaubnis sie in den aktiven Dienst zurückzuholen?“<br />
<br />
Jack dachte einen Moment nach.<br />
„Erlaubnis erteilt. Ich werde veranlassen, dass man die nötigen Papiere und Befehle morgen ab 0800 für Sie bereit hält. Sie wissen, wo sie die Frau finden?“<br />
<br />
„Ja, Sir.“<br />
<br />
„Ihre andere Wahl ist ebenfalls genehmigt.“<br />
Damit war für diese späte Stunde alles gesagt. Jack leerte den Becher mit einer Akribie, die schon fast ans fanatische grenzte, während der Colonel die Akten wieder ordnete und seine Pepsi leerte. <br />
<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ein kleines Waldstück … in der Nähe von Colorado Springs …</span></span><br />
<br />
Die Sonne war gerade im Begriff den letzten Rest der Nacht zu verscheuchen. Die ersten zarten Sonnenstrahlen fielen auf das Dach einer kleinen Waldhütte. Ein Eichhörnchen fiel vor Schreck vom Dach, weil der Schrei eines Raubvogels die Fluchtinstinkte gereizt hatte.<br />
<br />
Die Person im Inneren der Hütte bekam davon nichts mit. Die Frau saß an einem kleinen Tisch. Vor ihr war ein Tuch ausgebreitet, auf dem die Einzelteile einer 9mm Makarov Pistole lagen. Rechts daneben stand eine Tasse mit einer undefinierbaren hellbraunen Flüssigkeit. Sie hatte eine weite Jogginghose an und trug dazu ein hautenges Top mit Spaghettiträgern. <br />
<br />
Auf ihrem rechten Arm war eine Schlange tätowiert, die sich um den Arm wand und deren aufgerissenes Maul in der Hand endete. Die beiden äußeren Fingerknöchel stellten die tiefroten Augen des Tieres dar, während die beiden inneren Knöchel zwei nach oben gebogene Hörner waren. <br />
<br />
Auf dem linken Oberarm war eine ca. 10 Zentimeter durchmessende Erdkugel zu sehen, in dessen Mitte ein Zeichen prangte, das Eingeweihte als das Sternentorsymbol der Erde kannten.<br />
<br />
Ihre Haut war leicht gebräunt und ihre rotblond gefärbten Haare waren zu einem geflochtenen Zopf gebunden, der ihr bis zur Rückenmitte reichte. Unter dem Saum des Trägertops war eine Narbe zu erkennen, die am Ansatz ihres Steißbeins begann und dann unter der Kleidung verschwand. <br />
<br />
Die Sonnenstrahlen schlichen sich durch das Fenster und trafen auf ihre Augen. Ihr rechtes Auge war braun, während das Linke grün war. Sie litt unter Iris- Heterochromie. Das Besondere an ihrem linken Auge war, das von der Pupille aus sich fünf dünne Streifen, in blauer Farbe, sternenförmig durch die Iris zogen.<br />
<br />
Wallace kniff die Augen geblendet zusammen, erhob sich zu ihrer vollen Körpergröße von 1, 70 Meter und zog die Gardine bis auf einen kleinen Spalt zu. Dieser Spalt lieferte genug Licht, um sie ihre Arbeit fortführen zu lassen. <br />
<br />
Mit einer kleinen Drahtbürste reinigte sie den Lauf ihrer Waffe. Sie hielt das Stück Metall so, das sie hindurch gucken konnte, um zu prüfen, ob sie etwas übersehen hatte. Das Geräusch eines nahenden Wagens durchbrach die übliche Kulisse und lies sie aufhorchen. <br />
<br />
In weniger als vier Sekunden hatte sie die Waffe wieder zusammengesetzt und geladen. Nicole erwartete keinen Besuch.<br />
<br />
Sie spähte durch das Guckloch in der Tür und konnte erkennen, dass ein schwarzer Wagen nur wenige Meter von ihrer Hütte entfernt hielt. Ein Mann mit brauner Lederjacke, schwarzem Pullover und Jeans stieg aus. Nicole schätzte, dass er ungefähr genauso groß war wie sie. In seinem Mundwinkel hing der langsam erlöschende Stumpen einer Zigarre.<br />
<br />
Wallace ging zwei Schritte von der Tür zurück. Kurz darauf klopfte es, und die Stimme des Mannes klang dumpf ins Innere der Hütte. <br />
<br />
„Major Wallace, sind Sie da?“<br />
<br />
Ihr Atem ging flach. <br />
Wer war dieser Mann?<br />
Die Waffe leicht erhoben wartete sie weiter ab.<br />
Es klopfte erneut.<br />
<br />
„Major, mein Name ist John Smith. Colonel der United States Air Force und ich würde gerne mit Ihnen reden.“<br />
<br />
Sie ließ die Waffe sinken und schloss die Tür auf. Die Kette ließ sie allerdings eingerastet.<br />
„Was wollen Sie?“<br />
<br />
Die Antwort bestand aus einem Lächeln und einem Umschlag, den er durch den Spalt rein reichte.<br />
„Sie sind hiermit reaktiviert worden.“<br />
<br />
Wallace sah mit Unglauben auf den Brief, den der Colonel ihr hinhielt. Die Ungläubigkeit verwandelte sich in einen aggressiven Unterton, als sie den Mann ansprach.<br />
<br />
„Wenn das ein schlechter Scherz ist … ich habe hier eine geladene Waffe.“<br />
<br />
Smith wirkte unbeeindruckt.<br />
„Wahrscheinlich die 9mm Makarov. Ihre Lieblingswaffe und nein, das ist kein Scherz. Ich bin beauftragt worden ein neues SG Team aufzubauen und will sie als meinen Second in Command.“<br />
<br />
„Ihnen ist klar, dass ich mit meinem letzten CO eine kleine Auseinandersetzung hatte und deshalb bis auf Weiteres beurlaubt wurde?“<br />
<br />
Ein kleines Lächeln stahl sich auf die Lippen des Colonels.<br />
„Durchaus und genau das ist der Grund. Ich kann keinen JA-Sager gebrauchen. Ich brauche jemanden, der mich notfalls auch mal mit einer Handgreiflichkeit davon abhält Scheiße zu bauen.“<br />
<br />
Mit diesen Worten drehte Smith sich um und ging zurück zu seinem Wagen. Auf halbem Weg drehte er sich noch einmal um.<br />
„Antritt morgen um 0600.“<br />
<br />
John stieg in seinen Wagen und steckte den Schlüssel in die Zündung. Bevor er ihn umdrehte, schaute er noch einmal durch die Wundschutzscheibe.<br />
<br />
Wallace stand immer noch in der Tür und schien sich zu fragen, ob das gerade ein Traum, ein Scherz oder beides war. In dem Moment, wo er den Wagen startete, konnte er noch sehen, wie sie den Umschlag öffnete und den Antrittsbefehl herausnahm.<br />
<br />
Er zündete sich eine neue Zigarre an.<br />
„Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.“<br />
<br />
Fortsetzung folgt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Stargate Kommando SG-9: Planet der Verdammten (Director´s Cut)</span></span><br />
<br />
<br />
Ich erspare euch die ursprüngliche Version meines Erstlingswerk und präsentiere euch direkt den "Directors Cut".<br />
<br />
Die ursprüngliche Story "Planet der lebenden Toten" war selbst für mich heutzutgae unlesbar, aber ich denke das ist bei den meisten Erstlingswerken so. Vor einigen Jahren beschloß ich dann das ganze zu "modernisieren"... na ja eigentlich habe ich mir gedacht "Da geht noch mehr". Habe dann angefangen aber es nie zu geführt. Motiviert durch die Ankündigung einer neuen Serie habe ich die Sachen rausgekramt und werde sie nun präsentieren. <br />
<br />
Disclaimer: Diese Geschichte wurde nur zum Spaß geschrieben. Die Rechte gehören denen, denen sie aktuell gehören, mir gehört nix, außer der Spaß am Schreiben.<br />
--------------<br />
<br />
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<img src="https://newforum.stargate-project.de/images/attachtypes/image.png" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
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<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Air Force Akademie…</span></span></span><br />
<br />
„IHR GLAUBT, IHR WISST ALLES? KÖNNT ALLES?“ <br />
<br />
Colonel Smith ließ diese Worte ein paar Sekunden wirken und schweifte mit seinem Blick über die neuen Rekruten, die sich vor ihm aufgebaut hatten. <br />
Er nutzte die kurze Pause und sah jeden der jungen Männer und Frauen für einen kurzen Moment direkt in die Augen. <br />
<br />
„IHR WISST EINEN DRECK!!! DAS, WAS IHR DRAUSSEN GELERNT ODER EUREM GEHIRN AN INFORMATIONEN ZUGEMUTET HABT, ZÄHLT HIER DRINNEN NICHTS!!! MEIN JOB IST ES EURE LEEREN KÖPFE VON DEM ALTEN MIST ZU BEFREIEN UND MIT DEM ZU FÜLLEN, DAS IHR BRAUCHT, UM BEI DER AIR FORCE ZU BESTEHEN!!!! HABT IHR DAS ALLE VERSTANDEN?“<br />
<br />
„SIR, JA, SIR!!!“<br />
<br />
Diese Inbrunst und Einsatzwille … noch einmal Kadett sein … ging es dem Mann wehmütig durch den Kopf.<br />
<br />
***<br />
Während der Colonel sich auf dem Exerzierplatz weiterhin dem Nachwuchs widmete, wurde er von zwei älteren Herren durch ein großes Panoramafenster beobachtet. Die Klimaanlage schien nicht zu funktionieren, denn es hatten sich auf der glatten Kopfhaut des linken Mannes feine Schweißperlen gebildet. Bevor einige davon auf die Rangabzeichen in Form von 3 Sternen fallen konnten, wurden sie durch ein Taschentuch weggewischt.<br />
<br />
„Du bist dir wirklich sicher, was Smith angeht, George? Sein letzter Vorgesetzter hat kein gutes Haar an ihm gelassen.“ General Michael Kerrigan, Leiter der Akademie, ging zu seinem Schreibtisch zurück, und während er einen Schluck Wasser trank, öffnete er die Akte, die auf seinem Schreibtisch lag.<br />
„Befehlsverweigerung, Beleidigung eines Vorgesetzten und so weiter und so weiter. Mich wundert es ehrlich gesagt, das er noch nicht zum Lieutenant degradiert wurde.“<br />
<br />
Lieutenant General George Hammond, Leiter der Homeworld Security, drehte sich zu seinem langjährigem Freund um und ein leichtes Lächeln umspielte seine Lippen.<br />
„Die Akte könnte auch von Jack O´Neill sein und wir wissen, wo er jetzt steht.“<br />
Auf dieses Argument konnte Kerrigan nichts erwidern. <br />
„Michael, ich kenne diesen Mann und seine Akte ganz genau. Die Vorfälle, die zu seiner Versetzung geführt haben, sind mir bestens bekannt. Ich hatte ihn während des ersten Golfkriegs unter meinem Kommando und weiß, was er kann. Er wird eingeweiht. „<br />
<br />
Die Entschlusskraft, die in den letzten Worten Hammonds gelegen hatte, ließen den Gedanken an Widerspruch in Kerrigan gar nicht erst aufkommen. Er griff zu seinem Funkgerät, das in der Ladestation auf dem Schreibtisch stand.<br />
„Forsteen für Kerrigan. Melden.“<br />
<br />
Hammond konnte aus den Augenwinkeln erkennen, wie die junge Frau die hinter Smith stand an ihren Gürtel griff.<br />
„Forsteen hört.“<br />
„Colonel Smith soll sich umgehend in meinem Büro melden.“<br />
„Verstanden, Sir. Forsteen Ende.“<br />
<br />
Hammond widmete seine Aufmerksamkeit wieder dem Geschehen unter ihm. Forsteen trat an den Colonel heran und hielt ihren Mund nah an dem Ohr des Mannes. <br />
Der Blick des Offiziers wanderte kurz hoch zu dem Panorama Fenster, dann nickte er dem Sergeant bestätigend zu und machte sich auf den Weg. <br />
<br />
Wenige Minuten später hörte George die schweren Schritte des Colonels, die sich dem Büro des Akademieleiters näherten. <br />
Smith baute sich zu seiner vollen Größe von 1,90 Meter vor dem Schreibtisch und salutierte.<br />
<br />
„Melde mich wie befohlen, Sir… äh Sirs!!!“<br />
<br />
Hammond umrundete den Mann und musterte ihn dabei. <br />
„Sie haben sich seit Kuwait sehr verändert, Colonel Smith.“<br />
<br />
„Ich bin älter, ein wenig breiter, aber garantiert nicht weiser geworden, Sir.“<br />
<br />
George grinste, er konnte sich jetzt schon die lebhaften Diskussionen zwischen diesem Mann und Jack O´Neill vorstellen.<br />
<br />
„Sind Sie zufrieden mit dem, was Sie hier tun, John?“<br />
„Ich gebe mein Bestes, um die Kadetten auf ihren Job bei der Air Force vorzubereiten, Sir.“<br />
„Das war nicht die Frage, Colonel.“<br />
„Es ist …“, John zögerte leicht, "… annehmbar.“<br />
<br />
Hammond zog einen Umschlag aus der Innentasche seiner Uniformjacke und überreichte ihn Smith.<br />
<br />
„Was ist das, Sir?“<br />
<br />
„Ihr neuer Job. Melden Sie sich in 48 Stunden bei der Adresse, die auf dem Schreiben angegeben ist.“<br />
<br />
Der Colonel betrachtete den Umschlag in seiner Hand.<br />
„Bei allem Respekt, Sir. Aber was ist, wenn ich diesen Job nicht will?“<br />
<br />
Der Lieutenant General hob seine Tasse, trank einen Schluck Kaffee und schüttelte den Kopf.<br />
<br />
„Glauben Sie mir, Colonel Smith, Sie wollen diesen Job.“<br />
<br />
<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">P2X111</span></span></span><br />
<br />
Der Wind wehte durch die Blätter und Äste des Waldes und verursachte dabei ein stetes Rascheln und Knacken. Major Samuels, der kommandierende Offizier von SG 6, rannte um sein Leben. Die Panik stand dem mittelgroßen Afroamerikaner ins Gesicht geschrieben. Seine Pupillen waren geweitet, der Atem ging stoßweise und das Herz hämmerte in seiner Brust. Zu allem Überfluss fühlten sich seine Lungen an, als ob sie ihm gleich den Dienst versagen würden.<br />
<br />
Er ignorierte alle Warnzeichen seines Körpers und rannte weiter, sich immer wieder vergewissernd, ob nicht doch eine dieser Kreaturen direkt hinter ihm war. Etwas wie das hatte er noch nie zuvor erlebt und dabei war er schon seit Anbeginn beim Stargate Kommando und hatte sogar mal einem Asgard gegenübergestanden. <br />
<br />
Es hatte alles ganz friedlich angefangen, als sie diesen Planeten erreicht hatten. Kurz nach ihrer Ankunft hatten sie das Dorf erreicht, in dessen Mitte eine kleine Pyramide das Zentrum der Siedlung markiert hatte. Das Gebilde war von einem, nur wenige Meter durchmessenden See umgeben gewesen. Captain Becker, sein Stellvertreter, hatte sich niedergekniet, um eine Probe zu nehmen und per Schnellanalyse zu bestimmen, ob das Wasser kontaminiert war.<br />
<br />
Doch als er den Probenbehälter in das Wasser eingetaucht hatte, schrie er auf und zog seine Hand ruckartig zurück und sie wimmelte von kleinen Würmern, die sich unter die Haut und in sein Fleisch fraßen. Er schrie wie am Spieß, doch nur für kurze Zeit. <br />
<br />
<br />
Während der Major Beckers Kopf fixiert hielt versuchten sein Sergeant und sein Lieutenant unter größter Vorsicht die Hand von dem Ungeziefer zu befreien. <br />
Die Schreie des Captains waren nach nur einer knappen Minute verstummt und sein ganzer Körper war in ein unkontrolliertes Zucken übergegangen nur um eine weitere Minute später lag reglos da zu liegen. Lieutenant Stehr fühlte den Puls und schüttelte stumm mit dem Kopf in Richtung des Majors.<br />
<br />
Bevor sie überlegen konnten, wie sie weiter vorgehen würden, waren die Kreaturen aus den Hütten gekommen. Auf dem ersten Blick wirkten sie primitive Menschen, in Felle gehüllt und ohne Schuhwerk. Doch bei näherer Betrachtung fiel ihnen auf, das die Körper zum Teil verwest erschienen und in den Augen nicht der Hauch von Intelligenz zu erkennen war. <br />
<br />
Der Major hatte sich wie in einem dieser uralten Horrorstreifen gefühlt. Hätte nur noch gefehlt, das diese Wesen dauernd das Wort „Hirn“ von sich gaben. Stehr hatte einen Moment zu lang gezögert um sich aufzurichten und wurde von dreien dieser Wesen umzingelt, die sich mit einem Tempo auf sie stürzten, das der Major ihnen niemals zugetraut hätte. <br />
<br />
Er und sein Sergeant hatten daraufhin den Rückzug angetreten, doch sie schienen umzingelt. Gemeinsam schossen sie ihre Magazine leer und verwandelten Oberkörper und Bauchdecken in breiige Massen. Doch die Getroffenen schien dies nicht zu beeindrucken, denn sie setzten ihren Weg fort. <br />
<br />
Nachdem sie ihre Waffen nachgeladen hatten, schafften sie es für einen kurzen Moment eine Lücke in die heran nahende Mauer verfaulten Leibern zu schießen. Der Sergeant war leider nicht schnell genug gewesen und Samuels konnte sich an den an Wahnsinn grenzenden Blick der Angst erinnern, während er nun seit Stunden um sein Leben rannte.<br />
<br />
Er hatte sich hoffnungslos verirrt. Der Major sah die Wurzel nicht, die vor ihm aus dem Erdboden ragte und ihn nun zu Fall brachte. Sein Fuß blieb darin hängen und er fiel der Länge nach hin. Feuchte Erde und halb verfaultes Blattwerk verschmierten sein Gesicht als er aufschlug. Den stechenden Schmerz in seinem Knöchel nahm er nicht mehr wahr, denn die Panik schwemmte alles hinweg.<br />
<br />
Unter dem Blattwerk krochen dieselben Würmer hervor, die schon Becker erwischt hatten. Er spürte, wie sie über seine Haut krochen und ihren kleinen Körper in sein Fleisch bohrten. Hektisch versuchte er sie zu entfernen, doch wenn es ihm gelang eines dieser Dinger aus seinem Fleisch zu lösen waren sofort zwei Neue da. Samuels spürte wie sich auch eines dieser Tiere in seinen Gehörgang bohrte.<br />
Er schrie.<br />
<br />
Das Stargate stand auf einer großen Lichtung, unbeeindruckt von den Windböen, die aufkamen und an der Standhaftigkeit des Naquadahs zerrten. Ein lauter und lang gezogener Schrei ertönte aus dem Wald und dieser Zeuge der Zeit quittierte es stumm.<br />
<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Cheyenne Mountain, Colorado</span></span><br />
<br />
Die Wolken schoben sich langsam vor die Sonne und warfen einen leichten Schatten über den Cheyenne Mountain. Ein schwarzer Ford Mustang GT 500 fuhr bis zur Schranke vor. Der Motor wurde abgestellt und zwei Männer traten aus der Wachhütte hervor. Einer von ihnen blieb wieder direkt vor der Tür stehen, die P90 im Anschlag und den Finger leicht über dem Abzug haltend.<br />
<br />
Smith sah die beiden Sergeanten des Wachkommandos und ihre angespannten Gesichter durch die Windschutzscheibe. <br />
„Die scheinen ein wenig nervös zu sein", murmelte er vor sich hin, während er die Fensterscheibe der Fahrertür runterfuhr und seinen Dienstausweis, samt dem Versetzungsbefehl unaufgefordert an den Mann rausreichte, der sich neben dem Wagen aufgestellt hatte. <br />
<br />
Der Sergeant verschwand kurz in der Hütte und kam nach zwei Minuten wieder heraus. Ein kurzes Nicken in Richtung seines Kollegen ließ diesen seine Anspannung verlieren und die Waffe senken. Der Finger blieb jedoch in Nähe des Abzugs.<br />
<br />
Sergeant Kent, so wies das Namenschild den Mann aus, der Smith seine Papiere abgenommen hatte, trat wieder an die Scheibe heran. <br />
„Ihr Befehl und ihr Ausweis, Sir.“<br />
Smith nahm die Sachen an. „Danke.“<br />
Kent wies auf eine kleine Fläche, die sich in unmittelbarer Nähe der Wachhütte befand.<br />
„Sie können dort vorne parken, Sir, bis man ihnen einen Parkplatz zugewiesen hat.“<br />
„Danke, Sergeant.“ <br />
Smith salutierte lässig, fuhr das Fenster wieder hoch und startete seinen Wagen.<br />
„Bin mal gespannt, was mich hier erwartet.“<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Büro von General O´Neill</span></span><br />
<br />
In Momenten wie diesen bereute Jack, dass er die Beförderung angenommen hatte. Sein Schreibtisch war übersät mit Papierkram. Anforderungsschreiben hielten einen Plausch mit Personalakten und wurden dabei von Missionsberichten beobachtet. Wie gerne wäre er jetzt in die Umkleidekabine gestürzt, hätte sich eine Weste und eine P90 umgebunden und durch das Sternentor gegangen, um den Frust abzubauen, der sich angesichts des Berges an Dokumenten in ihm aufstaute. Ein leises Summen sollte ihn an einen Termin erinnern. Nur dumm, das der Kalender in all dem Durcheinander verschollen war. <br />
Das Klingeln des Telefons riss ihn aus seinen Überlegungen und unterbrach die damit verbundene Suche nach dem Kalender.<br />
„O´Neill", meldete er sich kurz und knapp.<br />
<br />
„Sergeant Harriman hier, Sir. Ihr 12 Uhr Termin wartet. Soll ich ihn rein schicken?“<br />
„Helfen sie mir auf die Sprünge, Walter.“<br />
„Colonel Smith, Sir. Er soll … „<br />
„Ja, ich erinnere mich", unterbrach Jack den Sergeant, während er das Memo las, das an dem Schirm seiner Schreibtischlampe klebte. "Soll reinkommen.“<br />
<br />
Er stand auf, ging zur Kaffeemaschine und goss sich eine Tasse des verbrannten koffeinhaltigen Getränks ein. Auf dem Rückweg öffnete sich seine Bürotür und der 12-Uhr-Termin trat ein.<br />
„Colonel John Smith meldet sich wie befohlen, Sir!“<br />
<br />
O´Neill verzog ein wenig das Gesicht. Die Lautstärke des Mannes war ein wenig höher, als in so kleinen Räumen erträglich. Er setzte sich auf seinen Stuhl und bedeutete dem Colonel mit einer Geste es ihm gleich zu tun. <br />
„Smith … Smith … irgendwo muss doch … ah da!“<br />
Nach einer kurzen Suche zog er die Personalakte des Mannes unter einem Berg Anforderungsschreiben hervor.<br />
„Schauen wir mal. Dritter ihres Abschlussjahrgangs. Einsätze im Irak, Kuwait, Somalia und Afghanistan. Während des zweiten Irak-Konfliktes Colonel der Special Operations Command. Einer der 191 Träger des Air Force Cross.“ Jack sah sein Gegenüber an, der ihm unbewegt zuhörte „ Reife Leistung. Wieso haben sie noch keinen Stern auf der Schulter?“<br />
<br />
„Lesen sie weiter, Sir.“<br />
<br />
Jack blätterte weiter.<br />
"Sie haben sich geweigert den Befehl ihres kommandierenden Offiziers auszuführen, indem sie den Rückzug aus einem Kampfgebiet angeordnet und dabei wahrscheinlich das Leben ihrer Leute gerettet haben. Bei anschließender Besprechung haben sie dem General eine verpasst. Darf ich fragen, warum?“<br />
<br />
„Wenn etwas riecht wie eine Falle, aussieht wie eine Falle und schmeckt wie eine Falle, dann werde ich den Teufel tun, meine Leute in den sicheren Tod zu führen. Der General sah das anders und da ging mein Temperament mit mir durch.“<br />
<br />
„Wollen wir hoffen, dass Sie nie auf mich wütend sind. Hier steht, sie haben ihm dem Kiefer gebrochen.“ Jack klappte den Aktendeckel zu. „Geschenkt. Sie sind auf Empfehlung von General Hammond hier und ich denke, dass wir was mit ihnen anfangen können. Eines sollten sie aber wissen, wenn sie hier keine Befehle befolgen, egal wie sie lauten, kann das übel für sie ausgehen.“<br />
<br />
Der Colonel räusperte sich.<br />
„Nach dem was ich von General Hammond erfahren habe, haben sie das ein oder andere Mal aufgrund einer Befehlsverweigerung die Erde gerettet.“<br />
<br />
„Ehm …“, nun war es an O´Neill sich zu räuspern, und das Thema auf einen anderen Brennpunkt zu lenken. „SG 9 hat die meisten seiner Mitglieder bei dem Konflikt um das Rand-Protektorat verloren und der einzige Überlebende sieht einer sehr langen Rehabilitation entgegen, womit dieses Team faktisch nicht mehr existiert. Sie sollen es neu aufbauen. Beim Rausgehen wird ihnen Walter den Zugang zu den Personalakten ermöglichen. Ich erwarte, das sie dies innerhalb der nächsten 72 Stunden erledigt haben.“<br />
<br />
Jack sah den Colonel fragend an.<br />
<br />
„Wenn sie keine Fragen mehr haben, würde ich sagen, frisch ans Werk.“<br />
„Eine Frage hätte ich da noch, Sir.“<br />
„Die wäre?“<br />
„Wen muss ich umbringen, um einen Parkplatz zu bekommen?“<br />
„Sergeant Harriman wird sich drum kümmern. Sie können wegtreten.“<br />
<br />
John Smith erhob sich und salutierte. Dann drehte er sich um und marschierte ohne ein weiteres Wort aus dem Büro.<br />
„Das wird bestimmt noch lustig mit dem Mann", sagte sich Jack, bevor er sich auf die nächsten Berichte stürzte.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Stargate Kommando, Kantine</span></span><br />
<br />
Smith lehnte sich zurück und rieb sich die Augen. Seitdem er die Personalakten von diesem Harriman bekommen hatte, saß er hier und ging sie durch. Er rieb sich die Augen um die Müdigkeit zu vertreiben. Der Kaffee in seiner Tasse war schon seit Stunden kalt. Sein Körper reagierte mit Widerwillen als die eiskalte Flüssigkeit seine Kehle hinunter rann.<br />
<br />
Sein Blick schweifte ab. Hinter der Theke war niemand mehr zu sehen und die schwarze Masse, die auf dem Boden der Kanne in der Maschine vor sich hin trocknete, wirkte nicht sehr einladend. <br />
„Ich brauche Koffein.“<br />
<br />
Der Colonel stand auf ging zu dem Getränkeautomaten und zog sich eine Pepsi. <br />
„Nicht mal anständige Cola hier.“<br />
Er öffnete die Dose und nahm einen tiefen Schluck.<br />
<br />
Die Tür öffnete sich und der General kam herein. Er schien Smith nicht zu bemerken oder ignorierte ihn, denn sein Weg führte direkt zu den Auslagen für das Essen. O´Neill hielt abwägend ein in Folie verpacktes Thunfisch Sandwich in der linken und einen Becher Wackelpudding in der rechten Hand.<br />
<br />
„Wieso nehmen Sie nicht beides, Sir?“<br />
<br />
Jack sah den neuen Colonel an.<br />
„Ich entscheide gerade, ob ich dem Thunfisch noch trauen kann. Missionsberichte lesen sich schwer mit einem verdorbenen Magen.“<br />
Anscheinend schien er dem Fisch nicht mehr zu trauen, denn das Sandwich wanderte wieder zurück an seinen alten Platz und der Wackelpudding machte es sich auf dem Tablett bequem.<br />
„Was macht ihre Suche, Colonel?“<br />
<br />
John setzte sich an seinen Platz, bevor er Jack antwortete.<br />
„Ich habe zwei mögliche Kandidaten gefunden.“<br />
<br />
O´Neill setzte sich ihm gegenüber und schielte auf die Akten, die direkt vor seinem Offizier lagen. <br />
„Wer sind denn die Glücklichen?“<br />
<br />
Stumm zog Smith zwei Akten aus dem Stapel und reichte sie ihm. Jack, der gerade einen Löffel köstlichen blauen Wackelpudding genoss, nahm sie an und sah auf die Namen, die auf dem Deckel standen.<br />
„Nicole Wallace?“, Jack verschluckte sich, als er den Namen las. „Sind sie sicher, dass sie das wollen?“<br />
O´Neill erinnerte sich lebhaft an den weiblichen Major. Als er die damaligen Ereignisse Revue passieren lies, stahl sich ein Lächeln auf seine Lippen. <br />
„Obwohl, wenn ich recht überlege … „<br />
<br />
„Habe ich Ihre Erlaubnis sie in den aktiven Dienst zurückzuholen?“<br />
<br />
Jack dachte einen Moment nach.<br />
„Erlaubnis erteilt. Ich werde veranlassen, dass man die nötigen Papiere und Befehle morgen ab 0800 für Sie bereit hält. Sie wissen, wo sie die Frau finden?“<br />
<br />
„Ja, Sir.“<br />
<br />
„Ihre andere Wahl ist ebenfalls genehmigt.“<br />
Damit war für diese späte Stunde alles gesagt. Jack leerte den Becher mit einer Akribie, die schon fast ans fanatische grenzte, während der Colonel die Akten wieder ordnete und seine Pepsi leerte. <br />
<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ein kleines Waldstück … in der Nähe von Colorado Springs …</span></span><br />
<br />
Die Sonne war gerade im Begriff den letzten Rest der Nacht zu verscheuchen. Die ersten zarten Sonnenstrahlen fielen auf das Dach einer kleinen Waldhütte. Ein Eichhörnchen fiel vor Schreck vom Dach, weil der Schrei eines Raubvogels die Fluchtinstinkte gereizt hatte.<br />
<br />
Die Person im Inneren der Hütte bekam davon nichts mit. Die Frau saß an einem kleinen Tisch. Vor ihr war ein Tuch ausgebreitet, auf dem die Einzelteile einer 9mm Makarov Pistole lagen. Rechts daneben stand eine Tasse mit einer undefinierbaren hellbraunen Flüssigkeit. Sie hatte eine weite Jogginghose an und trug dazu ein hautenges Top mit Spaghettiträgern. <br />
<br />
Auf ihrem rechten Arm war eine Schlange tätowiert, die sich um den Arm wand und deren aufgerissenes Maul in der Hand endete. Die beiden äußeren Fingerknöchel stellten die tiefroten Augen des Tieres dar, während die beiden inneren Knöchel zwei nach oben gebogene Hörner waren. <br />
<br />
Auf dem linken Oberarm war eine ca. 10 Zentimeter durchmessende Erdkugel zu sehen, in dessen Mitte ein Zeichen prangte, das Eingeweihte als das Sternentorsymbol der Erde kannten.<br />
<br />
Ihre Haut war leicht gebräunt und ihre rotblond gefärbten Haare waren zu einem geflochtenen Zopf gebunden, der ihr bis zur Rückenmitte reichte. Unter dem Saum des Trägertops war eine Narbe zu erkennen, die am Ansatz ihres Steißbeins begann und dann unter der Kleidung verschwand. <br />
<br />
Die Sonnenstrahlen schlichen sich durch das Fenster und trafen auf ihre Augen. Ihr rechtes Auge war braun, während das Linke grün war. Sie litt unter Iris- Heterochromie. Das Besondere an ihrem linken Auge war, das von der Pupille aus sich fünf dünne Streifen, in blauer Farbe, sternenförmig durch die Iris zogen.<br />
<br />
Wallace kniff die Augen geblendet zusammen, erhob sich zu ihrer vollen Körpergröße von 1, 70 Meter und zog die Gardine bis auf einen kleinen Spalt zu. Dieser Spalt lieferte genug Licht, um sie ihre Arbeit fortführen zu lassen. <br />
<br />
Mit einer kleinen Drahtbürste reinigte sie den Lauf ihrer Waffe. Sie hielt das Stück Metall so, das sie hindurch gucken konnte, um zu prüfen, ob sie etwas übersehen hatte. Das Geräusch eines nahenden Wagens durchbrach die übliche Kulisse und lies sie aufhorchen. <br />
<br />
In weniger als vier Sekunden hatte sie die Waffe wieder zusammengesetzt und geladen. Nicole erwartete keinen Besuch.<br />
<br />
Sie spähte durch das Guckloch in der Tür und konnte erkennen, dass ein schwarzer Wagen nur wenige Meter von ihrer Hütte entfernt hielt. Ein Mann mit brauner Lederjacke, schwarzem Pullover und Jeans stieg aus. Nicole schätzte, dass er ungefähr genauso groß war wie sie. In seinem Mundwinkel hing der langsam erlöschende Stumpen einer Zigarre.<br />
<br />
Wallace ging zwei Schritte von der Tür zurück. Kurz darauf klopfte es, und die Stimme des Mannes klang dumpf ins Innere der Hütte. <br />
<br />
„Major Wallace, sind Sie da?“<br />
<br />
Ihr Atem ging flach. <br />
Wer war dieser Mann?<br />
Die Waffe leicht erhoben wartete sie weiter ab.<br />
Es klopfte erneut.<br />
<br />
„Major, mein Name ist John Smith. Colonel der United States Air Force und ich würde gerne mit Ihnen reden.“<br />
<br />
Sie ließ die Waffe sinken und schloss die Tür auf. Die Kette ließ sie allerdings eingerastet.<br />
„Was wollen Sie?“<br />
<br />
Die Antwort bestand aus einem Lächeln und einem Umschlag, den er durch den Spalt rein reichte.<br />
„Sie sind hiermit reaktiviert worden.“<br />
<br />
Wallace sah mit Unglauben auf den Brief, den der Colonel ihr hinhielt. Die Ungläubigkeit verwandelte sich in einen aggressiven Unterton, als sie den Mann ansprach.<br />
<br />
„Wenn das ein schlechter Scherz ist … ich habe hier eine geladene Waffe.“<br />
<br />
Smith wirkte unbeeindruckt.<br />
„Wahrscheinlich die 9mm Makarov. Ihre Lieblingswaffe und nein, das ist kein Scherz. Ich bin beauftragt worden ein neues SG Team aufzubauen und will sie als meinen Second in Command.“<br />
<br />
„Ihnen ist klar, dass ich mit meinem letzten CO eine kleine Auseinandersetzung hatte und deshalb bis auf Weiteres beurlaubt wurde?“<br />
<br />
Ein kleines Lächeln stahl sich auf die Lippen des Colonels.<br />
„Durchaus und genau das ist der Grund. Ich kann keinen JA-Sager gebrauchen. Ich brauche jemanden, der mich notfalls auch mal mit einer Handgreiflichkeit davon abhält Scheiße zu bauen.“<br />
<br />
Mit diesen Worten drehte Smith sich um und ging zurück zu seinem Wagen. Auf halbem Weg drehte er sich noch einmal um.<br />
„Antritt morgen um 0600.“<br />
<br />
John stieg in seinen Wagen und steckte den Schlüssel in die Zündung. Bevor er ihn umdrehte, schaute er noch einmal durch die Wundschutzscheibe.<br />
<br />
Wallace stand immer noch in der Tür und schien sich zu fragen, ob das gerade ein Traum, ein Scherz oder beides war. In dem Moment, wo er den Wagen startete, konnte er noch sehen, wie sie den Umschlag öffnete und den Antrittsbefehl herausnahm.<br />
<br />
Er zündete sich eine neue Zigarre an.<br />
„Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.“<br />
<br />
Fortsetzung folgt]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Stargate SG 1: Dark Revelations]]></title>
			<link>https://newforum.stargate-project.de/showthread.php?tid=411</link>
			<pubDate>Mon, 24 Nov 2025 22:44:34 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://newforum.stargate-project.de/member.php?action=profile&uid=34">Quetzalquatol</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://newforum.stargate-project.de/showthread.php?tid=411</guid>
			<description><![CDATA[Gelöscht]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Gelöscht]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[15 Jahre später]]></title>
			<link>https://newforum.stargate-project.de/showthread.php?tid=408</link>
			<pubDate>Sun, 23 Nov 2025 22:04:38 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://newforum.stargate-project.de/member.php?action=profile&uid=11">iolanda</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://newforum.stargate-project.de/showthread.php?tid=408</guid>
			<description><![CDATA[Ein Blick aufs Handy. „Hey, da kommt vielleicht gleich ein Anruf. Bitte geh dran. Vermisse dich!“ Ein sehnsüchtiger Blick auf die Sterne. Von irgendwo da oben kam das Signal. <br />
 <br />
Auf dem Weg zum Kühlschrank vibriert das Smartphone. Eine bekannte Nummer, lange nicht mehr gesehen.<br />
 <br />
„Ich weiß, du bist eigentlich im Ruhestand, aber…“ Viel Überzeugung braucht es nicht. Aber vielleicht eine neue Uniform. Die alte muss eingelaufen sein. Und irgendwo müsste doch noch die Mitgliedskarte vom Fitnessstudio sein. <br />
 <br />
Ob man sich zwischen den ganzen jungen Leuten nicht zum Deppen machen wird? Aber Erfahrung wurde gefragt. Und die ist definitiv vorhanden. Los geht’s!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ein Blick aufs Handy. „Hey, da kommt vielleicht gleich ein Anruf. Bitte geh dran. Vermisse dich!“ Ein sehnsüchtiger Blick auf die Sterne. Von irgendwo da oben kam das Signal. <br />
 <br />
Auf dem Weg zum Kühlschrank vibriert das Smartphone. Eine bekannte Nummer, lange nicht mehr gesehen.<br />
 <br />
„Ich weiß, du bist eigentlich im Ruhestand, aber…“ Viel Überzeugung braucht es nicht. Aber vielleicht eine neue Uniform. Die alte muss eingelaufen sein. Und irgendwo müsste doch noch die Mitgliedskarte vom Fitnessstudio sein. <br />
 <br />
Ob man sich zwischen den ganzen jungen Leuten nicht zum Deppen machen wird? Aber Erfahrung wurde gefragt. Und die ist definitiv vorhanden. Los geht’s!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Besuch auf der Destiny (SGU/DW)]]></title>
			<link>https://newforum.stargate-project.de/showthread.php?tid=399</link>
			<pubDate>Sun, 23 Nov 2025 09:40:31 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://newforum.stargate-project.de/member.php?action=profile&uid=2">Redlum</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://newforum.stargate-project.de/showthread.php?tid=399</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Titel:</span> Besuch auf der Destiny<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Serien:</span> Stargate Universe // Doctor Who (12. Doctor)<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Anmerkung:</span> Geschrieben wurde dieser Oneshot für die erste Runde eines Crossover-Turniers auf Fanfiction.de im Jahr 2016. Da sich genau heute die Erstausstrahlung der ersten Doctor-Who-Folge zum 62. Mal jährt, dachte ich, dass ist ein guter Grund, diese Story als erste meiner alten FFs hier hochzuladen.<br />
<br />
Die Vorgaben für diese Crossover-Turnier-Runde waren folgende:<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">- Aus jedem Fandom müssen mindestens zwei Personen auftauchen.<br />
 - Zwei eurer Charaktere müssen sich über das Thema »Weltuntergang« unterhalten.<br />
 - Ein Charakter aus Fandom A bekommt eine Ohrfeige von einem Charakter aus Fandom B, die erklärt werden muss.<br />
 - Die Zahl 27 muss eine bedeutende Rolle spielen.<br />
 - Euer Oneshot darf nicht mehr als 3.000 Wörter haben.</span><br />
<br />
Und nun viel Spaß mit:<br />
<br />
<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-size: large;" class="mycode_size">Besuch auf der Destiny</span></span></div>
<br />
<br />
<br />
„Also? Wo geht es dieses Mal hin?“, fragte Clara neugierig, als sie die TARDIS betrat.<br />
<br />
Der Doctor drehte sich zu ihr um und zuckte mit den Schultern. Dann schob er seine Sonnenbrille nach oben und grinste breit, was Clara bei dieser Inkarnation, im Vergleich zur vorherigen, nur sehr selten zu sehen bekam. „Ich hatte gerade die beste Golfpartie auf Charaubroxei, die ich je gespielt habe. 27 Schüsse. Ich bin gut gelaunt. Such du ein Ziel aus.“<br />
<br />
Clara zog überrascht eine Augenbraue nach oben. Das sie sich ein Ziel aussuchen durfte kam seit seiner Regeneration auch sehr selten vor. „Äh, OK. Vielleicht irgendwohin wo du noch nie warst?“<br />
<br />
Der Doctor schüttelte den Kopf. „So einen Ort gibt es nicht, ich war schon überall“, entgegnete er großspurig. „Vom Beginn der ersten Einzeller auf Vusar, über die Explosion und den Neustart des Universums bis zum Untergang der Erde habe ich schon alles gesehen.“<br />
<br />
Clara runzelte die Stirn. „Das Universum ist explodiert und wurde dann neu gestartet?“<br />
<br />
„Ist noch gar nicht solange her.“<br />
<br />
„Und die Erde ist erst danach untergegangen … wird erst danach untergehen?“<br />
<br />
„Du hast eine schnelle Auffassungsgabe. Jetzt weiß ich endlich, warum du Lehrerin geworden bist.“<br />
<br />
Clara ging über diese Spitze hinweg. „Und wie war der Weltuntergang? Ich stelle ihn mir doch sehr deprimierend vor.“<br />
<br />
„Dies ist eine Fehleinschätzung der viele primitive Individuen unterliegen.“ Der Doctor rieb sich das Kinn. „Es ist schon komisch. Überall, an den verschiedensten Orten, zu unterschiedlichen Zeiten, in unzähligen Universen reden, träumen und philosophieren die Bewohner ihrer jeweiligen Welten darüber, wie ihre Heimat wohl eines Tages untergehen wird. Und am Ende ist es meist recht unspektakulär.“ Er dachte zurück, an das Ereignis, dem er vor so vielen Jahren subjektiver Zeit beigewohnt hatte. Sein Vorvorvorgänger hatte es als durchaus spektakulär empfunden, doch inzwischen war er ein anderer Mann. Sekundenbruchteile lang blitzten Gesichter von damals vor seinem inneren Auge auf. Rose. Das Gesicht von Boe. Cassandra.<br />
Schließlich kehrte er wieder in die Gegenwart zurück. „Ziemlich unspektakulär. Also wo soll es hin gehen?“<br />
<br />
„Zum Weltuntergang der Erde!“<br />
<br />
„Unmöglich.“ Der Doctor schüttelte den Kopf. „Ich war schon da. Ich darf meine eigene Zeitlinie nicht kreuzen.“<br />
<br />
„Aber wenn du schon überall …“<br />
<br />
Der Doctor drehte sich genervt zum Kontrollpult der TARDIS um. „Du hattest deine Chance. Dann bestimme ich halt wo es hingeht.“ Er betrachtete kurz die Knöpfe und Schalter, dann schnippte er mit den Fingern. „Ich weiß. Cormaltschudra im Andromedanebel im Jahr 30070. Weißer Strand, klares Meer, das beste Urlaubsparadies, dass es je gab und geben wird. Das wird dir gefallen.“<br />
<br />
<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">~~~&lt;0&gt;~~~</div>
<br />
<br />
„Nein! Unmöglich!“ Greer schüttelte entschieden den Kopf und sah sich am Tisch des Aufenthaltsraums der Destiny um, wo er gerade mit Scott, T.J., Eli und Chloe zu Abend aß, ob noch jemand seine Meinung teilte. „So etwas wie Raumkrümmung kann es nicht geben! Das ist physikalisch einfach nicht möglich!“<br />
<br />
Eli seufzte. Sein Versuch Greer die Grundzüge der modernen Physik nahezubringen war nicht gerade von Erfolg gekrönt. Er wandte sich an Chloe: „Hilf mir doch mal.“<br />
<br />
Chloe sah ihn mit großen Augen an. „Ich habe nur alle Arbeiten von Doktor Jackson gelesen. Für die von Doktor Carter hatte ich noch keine Zeit. Sorry.“<br />
<br />
Eli sah nach links, ob er von den anderen Unterstützung erwarten konnte, aber Scott und T.J. waren in ihr eigenes Gespräch vertieft. Als er sich wieder Greer zuwandte, war dieser aufgestanden und ging mit großen Schritten durch den Raum. „Siehst du Eli? Hier ist nichts was gekrümmt werden kann. Nur Luft. Wenn der Raum wirklich gekrümmt werden könnte, könnte ja jeden Moment überall etwas aus dem Nichts auftauchen un...“ Greers Redefluss wurde von einem Moment auf den anderen unterbrochen, als er volle Kanne gegen eine blaue Polizeinotrufzelle lief, welche innerhalb eines Sekundenbruchteils wie aus dem Nichts vor ihm materalisiert war und ihn, aufgrund des heftigen Zusammenstoßes, ohnmächtig zu Boden schickte.<br />
<br />
Scott war sofort auf den Beinen, entsicherte seine Pistole und zielte auf die Notrufzelle, während T.J. zu Greer eilte und sich Eli und Chloe nur unsicher ansahen. Im nächsten Moment öffnete sich die Tür der blauen Kiste und eine junge Frau mit dunklen Haaren streckte den Kopf heraus. Sie sah kurz verwirrt in die Runde, dann drehte sie sich halb um und rief nach hinten: „Doctor? Das sieht nicht nach weißem Strand und Traummeer aus!“<br />
<br />
Ein älterer Mann tauchte neben der jungen Frau auf. „Hm. So wie es scheint, sind wir wohl ein bisschen vom Kurs abgekommen.“<br />
<br />
T.J. ließ sich derweil neben Greer nieder und blickte in dessen bewusstlose Gesicht. „Mein Gott! Ich wurde für so etwas nicht ausgebildet!“<br />
<br />
Der ältere Mann trat zu ihr. „Lassen Sie mich mal sehen.“ Er kniete sich neben sie, besah sich den Patienten kurz und gab ihm dann eine kräftige Ohrfeige, die aber nichts bewirkte.<br />
<br />
„He!“ Bevor der Neuankömmling seine Art der Erstversorgung fortsetzen konnte, kam Scott, die Pistole auf ihn gerichtet, auf diesen zu. „Was machen Sie da?“<br />
<br />
„Nur die Ruhe, ich weiß was ich tue“, entgegnete der Mann, hob beim Anblick der Pistole aber leicht die Hände und schob dann nach: „Ich bin Doctor. Das ist übrigens Clara“, dabei deutete er auf die Frau. Dann verschob er seinen Finger in Richtung Greer: „Er ist ohnmächtig. Geben Sie ihm noch ein paar Ohrfeigen, dann ist er ganz schnell wieder auf den Beinen. Oder Sie warten einfach ab … dass würde wohl auch gehen …“ Dann sah er sich interessiert im Aufenthaltsraum der Destiny um. „Mich würde interessieren, wo wir hier gelandet sind.“<br />
<br />
<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">~~~&lt;0&gt;~~~</div>
<br />
<br />
„Sie sind also der Doctor?“ Young wechselte einen kurzen Blick mit Eli, der den Neuankömmling gerade zu ihm und Rush auf die Brücke gebracht hatte, zusammen mit einem kurzen Lagebericht was im Aufenthaltsraum geschehen war. Die anderen kümmerten sich auf der Krankenstation in der Zwischenzeit um Greer.<br />
<br />
Der Doctor nickte. „Zu Ihren Diensten.“<br />
<br />
„Doctor in was?“, wollte Rush wissen.<br />
<br />
„In allem.“ Der Doctor betrachtete interessiert die Terminals.<br />
<br />
„Und mit welcher Absicht sind Sie hierher gekommen?“, setzte Young das spontane Verhör fort.<br />
<br />
„Mit keiner.“ Der Doctor runzelte die Stirn, während er einen der Hebel von allen Seiten unter die Lupe nahm. „Wir wollten eigentlich in den Andromedanebel im 301. Jahrhundert. Aber wie ich gehört habe, haben wir unser Ziel wohl um knapp ein paar hundert Milliarden Lichtjahre und 280 Jahrhunderte verfehlt. Naja, nicht weiter tragisch, die TARDIS hat sich schon schlimmer verflogen. Für was ist der gut?“ Er deutete auf einen Knopf.<br />
<br />
„Nicht anfassen!“, ging Rush aufgeregt dazwischen und stellte sich schnell zwischen den Doctor und das Terminal. Dieser wandte sich daraufhin einfach der nächsten Konsole zu.<br />
<br />
Young beugte sich leicht zu Rush. „Was denken Sie?“<br />
<br />
Rush zog seine Augenbrauen nachdenklich zusammen. „Halluzination?“<br />
<br />
Der Colonel sah ihn überrascht an. „Ist das Ihr Ernst?“<br />
<br />
Während es sich Eli auf dem Pilotensitz bequem machte und dem Treiben still zusah, zuckte Rush mit den Schultern. „Wäre nicht das erste Mal. Denken Sie nur an Cloverdale, die Mücken in der vorletzten Galaxie, die KI der Destiny, …“<br />
<br />
Young winkte ab. „Jaja, schon gut.“<br />
<br />
„Und was wäre die Alternative?“, fuhr Rush fort. „Zwei Leute, die in einer blauen Polizeinotrufzelle durch Raum und Zeit reisen, in der kaum Platz für eine Person ist?“<br />
<br />
Young nickte. Das klang logisch.<br />
<br />
„Für was ist das gut?“, mischte sich der Doctor in den Dialog ein und zeigte auf eine Berechnung, die auf einem Bildschirm ablief.<br />
<br />
„He! Nichts anfassen!“ Rush war mit zwei Schritten neben ihm.<br />
<br />
„Keine Angst“, sagte der Doctor, „ich bin nur eine Massen-Halluzination. Haben Sie doch gerade selbst festgestellt. Schon vergessen?“ Insgeheim wunderte er sich, dass er nicht nur so ohne weiteres bei dieser scheinbar leicht paranoiden Crew mit dieser Ausrede durchkam, sondern dass die ihm diese sogar selbst gegeben hatte. Nicht mal das gedankenmanipulierende Papier hatte er gebraucht, um sich mit einer Tarnidentität auszustatten. „Also?“<br />
<br />
„Äh, Rush?“, mischte sich jetzt Eli ein, „Falls er wirklich eine Halluzination ist, können wir nichts verlieren wenn wir ihn einweihen. Wenn er hingegen ein Zeitreisender ist, könnte er uns eventuell sogar helfen.“<br />
<br />
Rush sah kurz zu Young, welcher nach kurzem zögern nickte. Anscheinend hielt der Colonel diesen Gedankengang für logisch. Rush seufzte. „Na schön. Also“, er wandte sich dem Doctor zu, „dieses Schiff wurde vor Millionen von Jahren von einer menschenähnlichen Rasse namens Antiker gebaut und auf die Reise geschickt. Die Aufgabe des Schiffes war – und ist es bis heute – zum Mittelpunkt des Universums vorzudringen und dabei ein Signal zu entschlüsseln, welches scheinbar seit Anbeginn der Zeit existiert und im Hintergrundrauschen des Universums verborgen ist. Hier“, er zeigte auf den Monitor, den der Doctor betrachtete, „sehen Sie die Berechnungen, die die KI bis heute geleistet hat. Leider sind wir noch weit von einer Antwort entfernt.“<br />
<br />
„Eine verschlüsselte Nachricht, die seit Anbeginn der Zeit im Hintergrundrauschen des Universums steckt?“ Der Doctor war auf einmal Feuer und Flamme. Das war genau die Art von Rätseln die er so liebte. „Ich bin mir sicher, dass ich bei dieser Aufgabe eine große Hilfe sein kann“, verkündete er und aktivierte seinen Schallschraubenzieher.<br />
<br />
<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">~~~&lt;0&gt;~~~</div>
<br />
<br />
„Ich bin wirklich froh, dass ihr aufgetaucht seid“, sagte T.J., während Clara Greer ein feuchtes Tuch auf die Stirn legte. „Das ausgerechnet medizinisches Fachpersonal auftaucht, wenn Greer ohnmächtig wird muss Schicksal sein. Ich bin nämlich für so etwas überhaupt nicht ausgebildet. Andererseits … ohne euer Auftauchen wäre Greer wohl auch nicht ohnmächtig geworden.“<br />
<br />
Clara drehte sich zu T.J. um. „Medizinisches Fachpersonal? Ach, wegen dem Doctor. Nein, Arzt ist er nicht. Und ich bin Lehrerin, wenn ich nicht gerade mit dem Doctor reise.“<br />
<br />
„Wo hast du denn dann gelernt richtig mit Bewusstlosen umzugehen?“, wollte T.J. wissen und nickte neugierig in Richtung Wasserschüssel, in der ein weiteres Tuch schwamm.<br />
<br />
Clara zuckte mit den Achseln. „Gehört zur Berufserfahrung. Wie gesagt, ich bin Lehrerin.“<br />
<br />
„Wenn du nicht gerade mit dem Doctor in der blauen Kiste durch Raum und Zeit reist.“<br />
<br />
Clara grinste. Dann schaute sie kurz zu Scott und Chloe, die sich im hinteren Teil der Krankenstation unterhielten – ein wirklich süßes Paar, fand sie – und blickte dann wieder zu T.J. zurück. „Wie kommt es, dass ihr hier auf eurem Raumschiff keinen richtigen Arzt habt?“<br />
<br />
T.J. verzog das Gesicht. „Es war nicht geplant, dass wir hierher kommen. Unsere Basis wurde angegriffen und der einzige Ausweg für uns paar Überlebende war die Reise durch ein Wurmloch, welches uns hierher gebracht hat. Auf ein Raumschiff, Milliarden von Lichtjahren von der Erde entfernt. Leider haben wir bisher keine Möglichkeit gefunden zurückzukehren, sodass wir hier vorläufig gestrandet sind.“<br />
<br />
Einige Sekunden war es still. Dann brach Clara das Schweigen: „Was würdest du sagen, wenn ich einen Weg wüsste, wie ihr wieder nach Hause kommen könntet?“<br />
<br />
T.J. starrte Clara an. „Die blaue Kiste?“<br />
<br />
„Die blaue Kiste.“<br />
<br />
<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">~~~&lt;0&gt;~~~</div>
<br />
<br />
„Hm.“ Der Doctor blickte auf das Berechnungsprogramm, welches die Fragmente der ultraalten Botschaft, die die Destiny bisher auf ihrer Reise gesammelt hatte zusammenstückelte und nach und nach versuchte zu entschlüsseln. Er hatte mit Hilfe seines Schallschraubenziehers die Extrapolation verfeinert und den Berechnungstakt stark erhöht.<br />
<br />
„Hm?“, fragte Rush und starrte den Doctor an. „Wohl nicht ganz so einfach wie sie gedacht haben. Was?“<br />
<br />
„Doch, doch“, erwiderte der Doctor gedankenverloren. „Ich rechne jeden Moment mit einem Ergebnis.“<br />
<br />
Rush rollte mit den Augen.<br />
<br />
„Allerdings schaut es so aus, als ob die Botschaft, die im Hintergrundrauschen des Universums steckt, extrem kurz ist.“<br />
<br />
„Tatsächlich?“, fragte Rush skeptisch und verschränkte die Arme.<br />
<br />
„Mhm.“<br />
<br />
Ein leises Piepsen signalisierte plötzlich, dass die Berechnung zu einem Ergebnis gekommen war.<br />
<br />
Rush war innerhalb des Bruchteils einer Sekunde neben dem Doctor und starrte verwirrt auf den Bildschirm. Eli und Young waren ebenfalls schlagartig hellwach und sahen in Richtung des Terminals. Sie hielten den Atem an und warteten, dass einer der beiden anderen Männer endlich etwas sagen würde. Es war der Moment, auf den die gesamte Destiny-Besatzung seit Jahren gewartet hatte.<br />
<br />
Während Rush wie zur Salzsäule erstarrt war, hob der Doctor schließlich den Kopf. „Es ist eine Zahl“, brachte er es auf den Punkt. „Ich sagte doch dass die Botschaft recht kurz ist.“<br />
<br />
„Was für eine Zahl ist es denn?“, fragte Young schließlich.<br />
<br />
Rush riss sich aus seiner Erstarrung: „27. Das ergibt doch gar keinen Sinn.“<br />
<br />
Eli runzelte die Stirn. „27? Ich hätte schwören können, dass es die 42 wäre.“<br />
<br />
„42?“ Rush schüttelte verständnislos den Kopf. „Warum um Gottes Willen denn die 42?“<br />
<br />
„Na weil dass die Antwort auf das Leben, das Universum und den ganzen Rest ist“, erwiderte Eli, etwas erstaunt über diese Bildungslücke.<br />
<br />
„Douglas Adams, Per Anhalter durch die Galaxis“, ergänzte der Doctor aus einem Reflex heraus, ohne groß darüber nachzudenken.<br />
<br />
Rush stand mit offenem Mund da. „Und das wäre sinnvoller als 27?“<br />
<br />
„Nein. Eigentlich nicht“, gab Eli zu.<br />
<br />
„Schluss mit dem Quatsch!“ Rush wandte sich an Young. „Gehen Sie in den Kommunikationssteinraum! Nehmen Sie Kontakt mit dem Pentagon auf und holen sie unverzüglich Carter oder McKay oder am besten gleich beide hierher, wir haben eine Menge zu besprechen!“<br />
<br />
Genau wie Rush normalerweise seine Entdeckungen mit niemandem teilte, genauso untypisch war es für Young Befehle von Rush entgegen zu nehmen. Aber dieser Moment war so bedeutend, dass normale Verhaltensweisen ganz automatisch außer Kraft traten. Young verließ unverzüglich die Brücke Richtung Kommunikationssteinraum, während Eli neben Rush trat, um mit eigenen Augen einen Blick auf die entschlüsselte Botschaft zu werfen.<br />
<br />
Der Doctor, in der allgemeinen Aufregung von niemandem mehr beachtet, stahl sich leise davon.<br />
<br />
<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">~~~&lt;0&gt;~~~</div>
<br />
<br />
„Clara, kann ich dich mal kurz sprechen?“<br />
<br />
Clara sah zur Tür der Krankenstation, durch die der Doctor den Kopf hereinstreckte. Schnell drückte sie T.J. das zweite Tuch in die Hand, welches sie beim langsam wieder zu sich kommenden Greer gerade wechseln wollte, und schlüpfte auf den Gang hinaus. „Doctor, wir müssen diesen Leuten hier helfen“, begann sie ohne Umschweife, während sie dem Doctor folgte, der mit großen Schritten den Gang entlang eilte, sodass Clara Mühe hatte ihm zu folgen. „Sie sind schon seit Jahren auf diesem Raumschiff gestrandet, wollen aber nicht von uns zur Erde mitgenommen werden.“<br />
<br />
„Sie haben bestimmt einen guten Grund“, meinte der Doctor, welcher kurz an einer Kreuzung anhielt und dann scheinbar wahllos nach rechts abbog.<br />
<br />
„Naja, sie haben wohl schon einige Rückkehrversuche hinter sich, die alle schief gelaufen sind. Beim letzten sind zum Beispiel alternative Ichs von ihnen ein paar Jahrtausende in die Vergangenheit geschickt worden und dort gestrandet. Und jetzt misstrauen sie einem Reisemittel, welches eigentlich den Andromedanebel im 301. Jahrhundert angesteuert hat und bei ihnen gelandet ist.“<br />
<br />
„Verständlich.“<br />
<br />
„Kannst du ihnen nicht klar machen, wie sicher und schnell sie mit der TARDIS wieder auf der Erde landen könnten? Du hast doch Zeit mit den Anführern der Crew verbracht. Es reicht sie zu überzeugen.“<br />
<br />
„Würde nichts bringen, die halten uns für Halluzinationen.“ Der Doctor bog nach links ab.<br />
<br />
„Was?“ Clara blieb kurz stehen, nachdem der Doctor aber keine derartigen Anstalten machte, eilte sie sofort weiter, um den Anschluss nicht zu verlieren. „Wieso?“<br />
<br />
„Sie haben in der Beziehung wohl einige Erlebnisse in letzter Zeit gehabt, sodass es von ihrem Standpunkt aus logisch erschien. Und ich wollte das Missverständnis nicht aufklären.“<br />
<br />
„Was genau hast du eigentlich die letzte halbe Stunde getrieben?“<br />
<br />
„Das Signal entschlüsselt.“<br />
<br />
Clara verdrehte die Augen, was der vorauseilende Doctor nicht sehen konnte. „Ein bisschen mehr Kontext wäre hilfreich.“<br />
<br />
„Vor einigen Millionen Jahren entdeckte eine menschähnliche Rasse namens Antiker, dass im Hintergrundrauschen des Universums eine Botschaft verborgen ist, ein Signal, welches seit Anbeginn der Zeit existiert“, holte der Doctor aus und erzählte, was er nach und nach von Eli, Young und Rush erfahren hatte. „Es war nur sehr schwach und bereits in alle Ecken des Universums verteilt, deswegen war es unmöglich, es komplett aufzufangen und zu entschlüsseln. Also planten die Antiker eine groß angelegte Mission mit der Destiny als Herzstück. Sie sollte ins Zentrum des Universums reisen, dabei soviel des Signals auffangen wie nur möglich und dessen Geheimnis auf die Spur kommen. Die Antiker hatten vor, eines Tages mit Hilfe von Sternentoren selbst auf das Schiff zu kommen, wenn die Zeit reif wäre. Aber sie wurden in einen Krieg verwickelt und beinahe ausgelöscht. Ihre Prioritäten änderten sich und das Signal geriet in Vergessenheit. Die Destiny aber stellte sich als sehr robust und widerstandsfähig heraus und führte die Mission weiterhin aus. Millionen Jahre lang. Dann stolperte eines Tages diese Crew durch das Stargate auf das Schiff und übernahm die Mission. Die vielleicht größte und wichtigste seit Menschengedenken angesichts ihrer Dimensionen. Die Leute hier leben dafür.“<br />
<br />
„Und du hast das Signal entschlüsselt?“<br />
<br />
„War ein Kinderspiel.“<br />
<br />
„Wie lautet die Botschaft?“, fragte Clara neugierig.<br />
<br />
„27.“<br />
<br />
„27?“<br />
<br />
„27.“<br />
<br />
Clara blieb kurz stehen, als der Doctor gerade den Aufenthaltsraum betrat und die TARDIS ansteuerte. Irgendwo hatte sie die Zahl 27 erst kürzlich gehört. Nur wo? Dann fiel es ihr plötzlich wie Schuppen von den Augen. „Doctor?“<br />
<br />
„Ja?“<br />
<br />
„27 – ist dass nicht exakt die Anzahl von Schlägen, die du bei deinem Golfspiel auf  Charoul...“<br />
<br />
„Charaubroxei und Schüsse.“<br />
<br />
„Was?“<br />
<br />
„Schüsse. Beim Charaubroxeigolf schlägt man nicht sondern schießt.“<br />
<br />
„Ist doch völlig egal!“ Clara folgte dem Doctor aufgebracht in die TARDIS und verschränkte die Arme vor der Brust. „Wie kommt dein  Charaubroxeigolfergebnis ins Hintergrundrauschen des Universums?!“<br />
<br />
Der Doctor drehte sich zu Clara um und legte den Kopf leicht schief. „Zufall?“<br />
<br />
„Doctor!“<br />
<br />
Der Doctor räusperte sich. „Ahm, es könnte eventuell sein, dass ich das Ergebnis auf die Anzeigetafel des Stadions projizieren wollte und der Schallschraubenzieher möglicherweise einen kleinen unbedeutenden Kurzschluss hatte, als er versuchte mit der dortigen Technik zu interagieren. Was vielleicht zur Folge gehabt hat, dass mein Signal etwas über das angepeilte Ziel hinaus geschossen sein könnte und möglicherweise versehentlich in der Nähe des Urknalls materialisiert wurde. Ganz eventuell.“<br />
<br />
Clara schnappte nach Luft. „Doctor! Die groß angelegte Mission der Antiker … die Destiny … alles nur wegen dir! Diese Leute sind <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">deinetwegen</span> hier gestrandet!“<br />
<br />
„Das könnte man möglicherweise so auslegen“, meinte der Doctor, rieb sich über das Kinn, drehte sich zur Steuerkonsole um und schnippte mit den Fingern, wodurch sich die Türen der TARDIS schlossen. „Also, du wolltest zum Weltuntergang der Erde, richtig?“<br />
<br />
Clara schüttelte angesichts des plötzlichen Themenwechsels fassungslos den Kopf. „Hast du nicht gesagt das ginge nicht, weil du deine Zeitachse nicht kreuzen darfst?!“<br />
<br />
„Ach“, der Doctor schloss mit dem Umlegen eines Hebels und einem Knopfdruck die Startvorbereitungen ab, „wenn wir außerhalb der Aussichtsplattform bleiben, sollte es keine Probleme geben …“<br />
<br />
<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">~~~&lt;ENDE&gt;~~~</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Titel:</span> Besuch auf der Destiny<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Serien:</span> Stargate Universe // Doctor Who (12. Doctor)<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Anmerkung:</span> Geschrieben wurde dieser Oneshot für die erste Runde eines Crossover-Turniers auf Fanfiction.de im Jahr 2016. Da sich genau heute die Erstausstrahlung der ersten Doctor-Who-Folge zum 62. Mal jährt, dachte ich, dass ist ein guter Grund, diese Story als erste meiner alten FFs hier hochzuladen.<br />
<br />
Die Vorgaben für diese Crossover-Turnier-Runde waren folgende:<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">- Aus jedem Fandom müssen mindestens zwei Personen auftauchen.<br />
 - Zwei eurer Charaktere müssen sich über das Thema »Weltuntergang« unterhalten.<br />
 - Ein Charakter aus Fandom A bekommt eine Ohrfeige von einem Charakter aus Fandom B, die erklärt werden muss.<br />
 - Die Zahl 27 muss eine bedeutende Rolle spielen.<br />
 - Euer Oneshot darf nicht mehr als 3.000 Wörter haben.</span><br />
<br />
Und nun viel Spaß mit:<br />
<br />
<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-size: large;" class="mycode_size">Besuch auf der Destiny</span></span></div>
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„Also? Wo geht es dieses Mal hin?“, fragte Clara neugierig, als sie die TARDIS betrat.<br />
<br />
Der Doctor drehte sich zu ihr um und zuckte mit den Schultern. Dann schob er seine Sonnenbrille nach oben und grinste breit, was Clara bei dieser Inkarnation, im Vergleich zur vorherigen, nur sehr selten zu sehen bekam. „Ich hatte gerade die beste Golfpartie auf Charaubroxei, die ich je gespielt habe. 27 Schüsse. Ich bin gut gelaunt. Such du ein Ziel aus.“<br />
<br />
Clara zog überrascht eine Augenbraue nach oben. Das sie sich ein Ziel aussuchen durfte kam seit seiner Regeneration auch sehr selten vor. „Äh, OK. Vielleicht irgendwohin wo du noch nie warst?“<br />
<br />
Der Doctor schüttelte den Kopf. „So einen Ort gibt es nicht, ich war schon überall“, entgegnete er großspurig. „Vom Beginn der ersten Einzeller auf Vusar, über die Explosion und den Neustart des Universums bis zum Untergang der Erde habe ich schon alles gesehen.“<br />
<br />
Clara runzelte die Stirn. „Das Universum ist explodiert und wurde dann neu gestartet?“<br />
<br />
„Ist noch gar nicht solange her.“<br />
<br />
„Und die Erde ist erst danach untergegangen … wird erst danach untergehen?“<br />
<br />
„Du hast eine schnelle Auffassungsgabe. Jetzt weiß ich endlich, warum du Lehrerin geworden bist.“<br />
<br />
Clara ging über diese Spitze hinweg. „Und wie war der Weltuntergang? Ich stelle ihn mir doch sehr deprimierend vor.“<br />
<br />
„Dies ist eine Fehleinschätzung der viele primitive Individuen unterliegen.“ Der Doctor rieb sich das Kinn. „Es ist schon komisch. Überall, an den verschiedensten Orten, zu unterschiedlichen Zeiten, in unzähligen Universen reden, träumen und philosophieren die Bewohner ihrer jeweiligen Welten darüber, wie ihre Heimat wohl eines Tages untergehen wird. Und am Ende ist es meist recht unspektakulär.“ Er dachte zurück, an das Ereignis, dem er vor so vielen Jahren subjektiver Zeit beigewohnt hatte. Sein Vorvorvorgänger hatte es als durchaus spektakulär empfunden, doch inzwischen war er ein anderer Mann. Sekundenbruchteile lang blitzten Gesichter von damals vor seinem inneren Auge auf. Rose. Das Gesicht von Boe. Cassandra.<br />
Schließlich kehrte er wieder in die Gegenwart zurück. „Ziemlich unspektakulär. Also wo soll es hin gehen?“<br />
<br />
„Zum Weltuntergang der Erde!“<br />
<br />
„Unmöglich.“ Der Doctor schüttelte den Kopf. „Ich war schon da. Ich darf meine eigene Zeitlinie nicht kreuzen.“<br />
<br />
„Aber wenn du schon überall …“<br />
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Der Doctor drehte sich genervt zum Kontrollpult der TARDIS um. „Du hattest deine Chance. Dann bestimme ich halt wo es hingeht.“ Er betrachtete kurz die Knöpfe und Schalter, dann schnippte er mit den Fingern. „Ich weiß. Cormaltschudra im Andromedanebel im Jahr 30070. Weißer Strand, klares Meer, das beste Urlaubsparadies, dass es je gab und geben wird. Das wird dir gefallen.“<br />
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„Nein! Unmöglich!“ Greer schüttelte entschieden den Kopf und sah sich am Tisch des Aufenthaltsraums der Destiny um, wo er gerade mit Scott, T.J., Eli und Chloe zu Abend aß, ob noch jemand seine Meinung teilte. „So etwas wie Raumkrümmung kann es nicht geben! Das ist physikalisch einfach nicht möglich!“<br />
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Eli seufzte. Sein Versuch Greer die Grundzüge der modernen Physik nahezubringen war nicht gerade von Erfolg gekrönt. Er wandte sich an Chloe: „Hilf mir doch mal.“<br />
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Chloe sah ihn mit großen Augen an. „Ich habe nur alle Arbeiten von Doktor Jackson gelesen. Für die von Doktor Carter hatte ich noch keine Zeit. Sorry.“<br />
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Eli sah nach links, ob er von den anderen Unterstützung erwarten konnte, aber Scott und T.J. waren in ihr eigenes Gespräch vertieft. Als er sich wieder Greer zuwandte, war dieser aufgestanden und ging mit großen Schritten durch den Raum. „Siehst du Eli? Hier ist nichts was gekrümmt werden kann. Nur Luft. Wenn der Raum wirklich gekrümmt werden könnte, könnte ja jeden Moment überall etwas aus dem Nichts auftauchen un...“ Greers Redefluss wurde von einem Moment auf den anderen unterbrochen, als er volle Kanne gegen eine blaue Polizeinotrufzelle lief, welche innerhalb eines Sekundenbruchteils wie aus dem Nichts vor ihm materalisiert war und ihn, aufgrund des heftigen Zusammenstoßes, ohnmächtig zu Boden schickte.<br />
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Scott war sofort auf den Beinen, entsicherte seine Pistole und zielte auf die Notrufzelle, während T.J. zu Greer eilte und sich Eli und Chloe nur unsicher ansahen. Im nächsten Moment öffnete sich die Tür der blauen Kiste und eine junge Frau mit dunklen Haaren streckte den Kopf heraus. Sie sah kurz verwirrt in die Runde, dann drehte sie sich halb um und rief nach hinten: „Doctor? Das sieht nicht nach weißem Strand und Traummeer aus!“<br />
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Ein älterer Mann tauchte neben der jungen Frau auf. „Hm. So wie es scheint, sind wir wohl ein bisschen vom Kurs abgekommen.“<br />
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T.J. ließ sich derweil neben Greer nieder und blickte in dessen bewusstlose Gesicht. „Mein Gott! Ich wurde für so etwas nicht ausgebildet!“<br />
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Der ältere Mann trat zu ihr. „Lassen Sie mich mal sehen.“ Er kniete sich neben sie, besah sich den Patienten kurz und gab ihm dann eine kräftige Ohrfeige, die aber nichts bewirkte.<br />
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„He!“ Bevor der Neuankömmling seine Art der Erstversorgung fortsetzen konnte, kam Scott, die Pistole auf ihn gerichtet, auf diesen zu. „Was machen Sie da?“<br />
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„Nur die Ruhe, ich weiß was ich tue“, entgegnete der Mann, hob beim Anblick der Pistole aber leicht die Hände und schob dann nach: „Ich bin Doctor. Das ist übrigens Clara“, dabei deutete er auf die Frau. Dann verschob er seinen Finger in Richtung Greer: „Er ist ohnmächtig. Geben Sie ihm noch ein paar Ohrfeigen, dann ist er ganz schnell wieder auf den Beinen. Oder Sie warten einfach ab … dass würde wohl auch gehen …“ Dann sah er sich interessiert im Aufenthaltsraum der Destiny um. „Mich würde interessieren, wo wir hier gelandet sind.“<br />
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„Sie sind also der Doctor?“ Young wechselte einen kurzen Blick mit Eli, der den Neuankömmling gerade zu ihm und Rush auf die Brücke gebracht hatte, zusammen mit einem kurzen Lagebericht was im Aufenthaltsraum geschehen war. Die anderen kümmerten sich auf der Krankenstation in der Zwischenzeit um Greer.<br />
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Der Doctor nickte. „Zu Ihren Diensten.“<br />
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„Doctor in was?“, wollte Rush wissen.<br />
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„In allem.“ Der Doctor betrachtete interessiert die Terminals.<br />
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„Und mit welcher Absicht sind Sie hierher gekommen?“, setzte Young das spontane Verhör fort.<br />
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„Mit keiner.“ Der Doctor runzelte die Stirn, während er einen der Hebel von allen Seiten unter die Lupe nahm. „Wir wollten eigentlich in den Andromedanebel im 301. Jahrhundert. Aber wie ich gehört habe, haben wir unser Ziel wohl um knapp ein paar hundert Milliarden Lichtjahre und 280 Jahrhunderte verfehlt. Naja, nicht weiter tragisch, die TARDIS hat sich schon schlimmer verflogen. Für was ist der gut?“ Er deutete auf einen Knopf.<br />
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„Nicht anfassen!“, ging Rush aufgeregt dazwischen und stellte sich schnell zwischen den Doctor und das Terminal. Dieser wandte sich daraufhin einfach der nächsten Konsole zu.<br />
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Young beugte sich leicht zu Rush. „Was denken Sie?“<br />
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Rush zog seine Augenbrauen nachdenklich zusammen. „Halluzination?“<br />
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Der Colonel sah ihn überrascht an. „Ist das Ihr Ernst?“<br />
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Während es sich Eli auf dem Pilotensitz bequem machte und dem Treiben still zusah, zuckte Rush mit den Schultern. „Wäre nicht das erste Mal. Denken Sie nur an Cloverdale, die Mücken in der vorletzten Galaxie, die KI der Destiny, …“<br />
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Young winkte ab. „Jaja, schon gut.“<br />
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„Und was wäre die Alternative?“, fuhr Rush fort. „Zwei Leute, die in einer blauen Polizeinotrufzelle durch Raum und Zeit reisen, in der kaum Platz für eine Person ist?“<br />
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Young nickte. Das klang logisch.<br />
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„Für was ist das gut?“, mischte sich der Doctor in den Dialog ein und zeigte auf eine Berechnung, die auf einem Bildschirm ablief.<br />
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„He! Nichts anfassen!“ Rush war mit zwei Schritten neben ihm.<br />
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„Keine Angst“, sagte der Doctor, „ich bin nur eine Massen-Halluzination. Haben Sie doch gerade selbst festgestellt. Schon vergessen?“ Insgeheim wunderte er sich, dass er nicht nur so ohne weiteres bei dieser scheinbar leicht paranoiden Crew mit dieser Ausrede durchkam, sondern dass die ihm diese sogar selbst gegeben hatte. Nicht mal das gedankenmanipulierende Papier hatte er gebraucht, um sich mit einer Tarnidentität auszustatten. „Also?“<br />
<br />
„Äh, Rush?“, mischte sich jetzt Eli ein, „Falls er wirklich eine Halluzination ist, können wir nichts verlieren wenn wir ihn einweihen. Wenn er hingegen ein Zeitreisender ist, könnte er uns eventuell sogar helfen.“<br />
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Rush sah kurz zu Young, welcher nach kurzem zögern nickte. Anscheinend hielt der Colonel diesen Gedankengang für logisch. Rush seufzte. „Na schön. Also“, er wandte sich dem Doctor zu, „dieses Schiff wurde vor Millionen von Jahren von einer menschenähnlichen Rasse namens Antiker gebaut und auf die Reise geschickt. Die Aufgabe des Schiffes war – und ist es bis heute – zum Mittelpunkt des Universums vorzudringen und dabei ein Signal zu entschlüsseln, welches scheinbar seit Anbeginn der Zeit existiert und im Hintergrundrauschen des Universums verborgen ist. Hier“, er zeigte auf den Monitor, den der Doctor betrachtete, „sehen Sie die Berechnungen, die die KI bis heute geleistet hat. Leider sind wir noch weit von einer Antwort entfernt.“<br />
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„Eine verschlüsselte Nachricht, die seit Anbeginn der Zeit im Hintergrundrauschen des Universums steckt?“ Der Doctor war auf einmal Feuer und Flamme. Das war genau die Art von Rätseln die er so liebte. „Ich bin mir sicher, dass ich bei dieser Aufgabe eine große Hilfe sein kann“, verkündete er und aktivierte seinen Schallschraubenzieher.<br />
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„Ich bin wirklich froh, dass ihr aufgetaucht seid“, sagte T.J., während Clara Greer ein feuchtes Tuch auf die Stirn legte. „Das ausgerechnet medizinisches Fachpersonal auftaucht, wenn Greer ohnmächtig wird muss Schicksal sein. Ich bin nämlich für so etwas überhaupt nicht ausgebildet. Andererseits … ohne euer Auftauchen wäre Greer wohl auch nicht ohnmächtig geworden.“<br />
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Clara drehte sich zu T.J. um. „Medizinisches Fachpersonal? Ach, wegen dem Doctor. Nein, Arzt ist er nicht. Und ich bin Lehrerin, wenn ich nicht gerade mit dem Doctor reise.“<br />
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„Wo hast du denn dann gelernt richtig mit Bewusstlosen umzugehen?“, wollte T.J. wissen und nickte neugierig in Richtung Wasserschüssel, in der ein weiteres Tuch schwamm.<br />
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Clara zuckte mit den Achseln. „Gehört zur Berufserfahrung. Wie gesagt, ich bin Lehrerin.“<br />
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„Wenn du nicht gerade mit dem Doctor in der blauen Kiste durch Raum und Zeit reist.“<br />
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Clara grinste. Dann schaute sie kurz zu Scott und Chloe, die sich im hinteren Teil der Krankenstation unterhielten – ein wirklich süßes Paar, fand sie – und blickte dann wieder zu T.J. zurück. „Wie kommt es, dass ihr hier auf eurem Raumschiff keinen richtigen Arzt habt?“<br />
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T.J. verzog das Gesicht. „Es war nicht geplant, dass wir hierher kommen. Unsere Basis wurde angegriffen und der einzige Ausweg für uns paar Überlebende war die Reise durch ein Wurmloch, welches uns hierher gebracht hat. Auf ein Raumschiff, Milliarden von Lichtjahren von der Erde entfernt. Leider haben wir bisher keine Möglichkeit gefunden zurückzukehren, sodass wir hier vorläufig gestrandet sind.“<br />
<br />
Einige Sekunden war es still. Dann brach Clara das Schweigen: „Was würdest du sagen, wenn ich einen Weg wüsste, wie ihr wieder nach Hause kommen könntet?“<br />
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T.J. starrte Clara an. „Die blaue Kiste?“<br />
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„Die blaue Kiste.“<br />
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„Hm.“ Der Doctor blickte auf das Berechnungsprogramm, welches die Fragmente der ultraalten Botschaft, die die Destiny bisher auf ihrer Reise gesammelt hatte zusammenstückelte und nach und nach versuchte zu entschlüsseln. Er hatte mit Hilfe seines Schallschraubenziehers die Extrapolation verfeinert und den Berechnungstakt stark erhöht.<br />
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„Hm?“, fragte Rush und starrte den Doctor an. „Wohl nicht ganz so einfach wie sie gedacht haben. Was?“<br />
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„Doch, doch“, erwiderte der Doctor gedankenverloren. „Ich rechne jeden Moment mit einem Ergebnis.“<br />
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Rush rollte mit den Augen.<br />
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„Allerdings schaut es so aus, als ob die Botschaft, die im Hintergrundrauschen des Universums steckt, extrem kurz ist.“<br />
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„Tatsächlich?“, fragte Rush skeptisch und verschränkte die Arme.<br />
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„Mhm.“<br />
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Ein leises Piepsen signalisierte plötzlich, dass die Berechnung zu einem Ergebnis gekommen war.<br />
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Rush war innerhalb des Bruchteils einer Sekunde neben dem Doctor und starrte verwirrt auf den Bildschirm. Eli und Young waren ebenfalls schlagartig hellwach und sahen in Richtung des Terminals. Sie hielten den Atem an und warteten, dass einer der beiden anderen Männer endlich etwas sagen würde. Es war der Moment, auf den die gesamte Destiny-Besatzung seit Jahren gewartet hatte.<br />
<br />
Während Rush wie zur Salzsäule erstarrt war, hob der Doctor schließlich den Kopf. „Es ist eine Zahl“, brachte er es auf den Punkt. „Ich sagte doch dass die Botschaft recht kurz ist.“<br />
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„Was für eine Zahl ist es denn?“, fragte Young schließlich.<br />
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Rush riss sich aus seiner Erstarrung: „27. Das ergibt doch gar keinen Sinn.“<br />
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Eli runzelte die Stirn. „27? Ich hätte schwören können, dass es die 42 wäre.“<br />
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„42?“ Rush schüttelte verständnislos den Kopf. „Warum um Gottes Willen denn die 42?“<br />
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„Na weil dass die Antwort auf das Leben, das Universum und den ganzen Rest ist“, erwiderte Eli, etwas erstaunt über diese Bildungslücke.<br />
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„Douglas Adams, Per Anhalter durch die Galaxis“, ergänzte der Doctor aus einem Reflex heraus, ohne groß darüber nachzudenken.<br />
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Rush stand mit offenem Mund da. „Und das wäre sinnvoller als 27?“<br />
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„Nein. Eigentlich nicht“, gab Eli zu.<br />
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„Schluss mit dem Quatsch!“ Rush wandte sich an Young. „Gehen Sie in den Kommunikationssteinraum! Nehmen Sie Kontakt mit dem Pentagon auf und holen sie unverzüglich Carter oder McKay oder am besten gleich beide hierher, wir haben eine Menge zu besprechen!“<br />
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Genau wie Rush normalerweise seine Entdeckungen mit niemandem teilte, genauso untypisch war es für Young Befehle von Rush entgegen zu nehmen. Aber dieser Moment war so bedeutend, dass normale Verhaltensweisen ganz automatisch außer Kraft traten. Young verließ unverzüglich die Brücke Richtung Kommunikationssteinraum, während Eli neben Rush trat, um mit eigenen Augen einen Blick auf die entschlüsselte Botschaft zu werfen.<br />
<br />
Der Doctor, in der allgemeinen Aufregung von niemandem mehr beachtet, stahl sich leise davon.<br />
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„Clara, kann ich dich mal kurz sprechen?“<br />
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Clara sah zur Tür der Krankenstation, durch die der Doctor den Kopf hereinstreckte. Schnell drückte sie T.J. das zweite Tuch in die Hand, welches sie beim langsam wieder zu sich kommenden Greer gerade wechseln wollte, und schlüpfte auf den Gang hinaus. „Doctor, wir müssen diesen Leuten hier helfen“, begann sie ohne Umschweife, während sie dem Doctor folgte, der mit großen Schritten den Gang entlang eilte, sodass Clara Mühe hatte ihm zu folgen. „Sie sind schon seit Jahren auf diesem Raumschiff gestrandet, wollen aber nicht von uns zur Erde mitgenommen werden.“<br />
<br />
„Sie haben bestimmt einen guten Grund“, meinte der Doctor, welcher kurz an einer Kreuzung anhielt und dann scheinbar wahllos nach rechts abbog.<br />
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„Naja, sie haben wohl schon einige Rückkehrversuche hinter sich, die alle schief gelaufen sind. Beim letzten sind zum Beispiel alternative Ichs von ihnen ein paar Jahrtausende in die Vergangenheit geschickt worden und dort gestrandet. Und jetzt misstrauen sie einem Reisemittel, welches eigentlich den Andromedanebel im 301. Jahrhundert angesteuert hat und bei ihnen gelandet ist.“<br />
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„Verständlich.“<br />
<br />
„Kannst du ihnen nicht klar machen, wie sicher und schnell sie mit der TARDIS wieder auf der Erde landen könnten? Du hast doch Zeit mit den Anführern der Crew verbracht. Es reicht sie zu überzeugen.“<br />
<br />
„Würde nichts bringen, die halten uns für Halluzinationen.“ Der Doctor bog nach links ab.<br />
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„Was?“ Clara blieb kurz stehen, nachdem der Doctor aber keine derartigen Anstalten machte, eilte sie sofort weiter, um den Anschluss nicht zu verlieren. „Wieso?“<br />
<br />
„Sie haben in der Beziehung wohl einige Erlebnisse in letzter Zeit gehabt, sodass es von ihrem Standpunkt aus logisch erschien. Und ich wollte das Missverständnis nicht aufklären.“<br />
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„Was genau hast du eigentlich die letzte halbe Stunde getrieben?“<br />
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„Das Signal entschlüsselt.“<br />
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Clara verdrehte die Augen, was der vorauseilende Doctor nicht sehen konnte. „Ein bisschen mehr Kontext wäre hilfreich.“<br />
<br />
„Vor einigen Millionen Jahren entdeckte eine menschähnliche Rasse namens Antiker, dass im Hintergrundrauschen des Universums eine Botschaft verborgen ist, ein Signal, welches seit Anbeginn der Zeit existiert“, holte der Doctor aus und erzählte, was er nach und nach von Eli, Young und Rush erfahren hatte. „Es war nur sehr schwach und bereits in alle Ecken des Universums verteilt, deswegen war es unmöglich, es komplett aufzufangen und zu entschlüsseln. Also planten die Antiker eine groß angelegte Mission mit der Destiny als Herzstück. Sie sollte ins Zentrum des Universums reisen, dabei soviel des Signals auffangen wie nur möglich und dessen Geheimnis auf die Spur kommen. Die Antiker hatten vor, eines Tages mit Hilfe von Sternentoren selbst auf das Schiff zu kommen, wenn die Zeit reif wäre. Aber sie wurden in einen Krieg verwickelt und beinahe ausgelöscht. Ihre Prioritäten änderten sich und das Signal geriet in Vergessenheit. Die Destiny aber stellte sich als sehr robust und widerstandsfähig heraus und führte die Mission weiterhin aus. Millionen Jahre lang. Dann stolperte eines Tages diese Crew durch das Stargate auf das Schiff und übernahm die Mission. Die vielleicht größte und wichtigste seit Menschengedenken angesichts ihrer Dimensionen. Die Leute hier leben dafür.“<br />
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„Und du hast das Signal entschlüsselt?“<br />
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„War ein Kinderspiel.“<br />
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„Wie lautet die Botschaft?“, fragte Clara neugierig.<br />
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„27.“<br />
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„27?“<br />
<br />
„27.“<br />
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Clara blieb kurz stehen, als der Doctor gerade den Aufenthaltsraum betrat und die TARDIS ansteuerte. Irgendwo hatte sie die Zahl 27 erst kürzlich gehört. Nur wo? Dann fiel es ihr plötzlich wie Schuppen von den Augen. „Doctor?“<br />
<br />
„Ja?“<br />
<br />
„27 – ist dass nicht exakt die Anzahl von Schlägen, die du bei deinem Golfspiel auf  Charoul...“<br />
<br />
„Charaubroxei und Schüsse.“<br />
<br />
„Was?“<br />
<br />
„Schüsse. Beim Charaubroxeigolf schlägt man nicht sondern schießt.“<br />
<br />
„Ist doch völlig egal!“ Clara folgte dem Doctor aufgebracht in die TARDIS und verschränkte die Arme vor der Brust. „Wie kommt dein  Charaubroxeigolfergebnis ins Hintergrundrauschen des Universums?!“<br />
<br />
Der Doctor drehte sich zu Clara um und legte den Kopf leicht schief. „Zufall?“<br />
<br />
„Doctor!“<br />
<br />
Der Doctor räusperte sich. „Ahm, es könnte eventuell sein, dass ich das Ergebnis auf die Anzeigetafel des Stadions projizieren wollte und der Schallschraubenzieher möglicherweise einen kleinen unbedeutenden Kurzschluss hatte, als er versuchte mit der dortigen Technik zu interagieren. Was vielleicht zur Folge gehabt hat, dass mein Signal etwas über das angepeilte Ziel hinaus geschossen sein könnte und möglicherweise versehentlich in der Nähe des Urknalls materialisiert wurde. Ganz eventuell.“<br />
<br />
Clara schnappte nach Luft. „Doctor! Die groß angelegte Mission der Antiker … die Destiny … alles nur wegen dir! Diese Leute sind <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">deinetwegen</span> hier gestrandet!“<br />
<br />
„Das könnte man möglicherweise so auslegen“, meinte der Doctor, rieb sich über das Kinn, drehte sich zur Steuerkonsole um und schnippte mit den Fingern, wodurch sich die Türen der TARDIS schlossen. „Also, du wolltest zum Weltuntergang der Erde, richtig?“<br />
<br />
Clara schüttelte angesichts des plötzlichen Themenwechsels fassungslos den Kopf. „Hast du nicht gesagt das ginge nicht, weil du deine Zeitachse nicht kreuzen darfst?!“<br />
<br />
„Ach“, der Doctor schloss mit dem Umlegen eines Hebels und einem Knopfdruck die Startvorbereitungen ab, „wenn wir außerhalb der Aussichtsplattform bleiben, sollte es keine Probleme geben …“<br />
<br />
<br />
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