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RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - Jonathan J. O´Neill - 10.01.2026 Odyssee
Folge 6.02 - “Eine lange Reise, Teil 1”
Andromeda-Galaxie Heimatkolonie der Zylonen Die Zylonen arbeiteten nach wie vor mit Hochdruck daran die verlorene Spur der Flotte von der Galactica wieder aufzunehmen, denn man wollte unbedingt das Kind Hera wieder zurückhaben. Doch dies war nicht so einfach, weil sich die Zylonen momentan nach wie vor in einer Art von Bürgerkrieg befanden. Dieser Konflikt wurde zwischen den beiden verfeindeten Gruppen, der ersten bestehend aus der Einsern, Vierern und Fünfern, inklusive der Acht Boomer, und der anderen, die sich aus den Zweiern, Sechsen und Achten, ausgetragen. „Wir müssen uns beeilen, und zwar bevor die Galactica noch weiter in den Tiefen dieser Galaxis oder des Universums verschwindet“, wusste einer der Dorals. „Glücklicherweise haben wir eine Art von einer Duftspur“, begann einer der Simons, „denn wir haben eine spezielle Form von einer chemischen Signatur aufgefangen, die von einem ihrer Raffinerieschiffe stammen muss…“ „Dann mal los! Sprecht mich aber erst wieder an, wenn Erfolge, Resultate auf dem Tisch liegen“, verlangte ein Einser, der das Thema Galactica endlich ein für alle Mal abhaken wollte. Entfernte Galaxie Destiny, Stargate-Raum Gerade eben war wieder ein weiteres Erkundungsteam von einer Mission durch das Stargate an Bord zurückgekehrt. Man hatte die ersten gewonnenen Eindrücke, die ihnen ein zur Aufklärung bestimmtes fliegendes Auge vermittelt hatte, bestätigen können. „Gut. Ich will, dass sich so viele der übrigen Teams und auch andere Leute bereitmachen und dann schnellstmöglich durch das Tor aufbrechen, weil wir vor allem frisches Wasser und weitere frische Vorräte, wie Obst und Gemüse immer sehr gut gebrauchen können!“, verfügte Colonel Young. Nur eine Viertelstunde später ging auch schon eine große Mannschaft, angeführt von Colonel Telford, durch das Sternentor. „Es war eine gute Entscheidung, da wir hier immerhin noch volle drei Tage in diesem Planetensystem bleiben werden“, murmelte Doktor Rush, „und gebt mir Bescheid, wenn unsere Leute etwas wirklich Interessantes auf diesen Planeten finden sollten!“ Hyperraum Trinitatis, Cafeteria Doktor Hank McCoy, der die Mission zur Destiny anführte, war immer wieder aufs Neue erstaunt über die überwältigende Technologie, die Trinitatis beherbergte. Er war, obwohl er bereits zahlreiche Berichte des Stargate-Programms gelesen hatte, seitdem es publik geworden war, jedes Mal aufs Neue fasziniert von den technischen Möglichkeiten, die Trinitatis bot. Doch hatte man momentan leider keine Zeit alles zu erkunden, weil man sich in erster Linie auf die Mission zur Destiny zu konzentrieren hatte. Es dauerte aber nicht lange, da erschien auch schon Doktor Daniel Jackson mit einem Tablett bei ihm, dem Leiter der Trinitatis-Mission, am Tisch. Der Archäologe brauchte nämlich eine kleine Pause, denn das stundenlange und konzentrierte Durchforsten der Datenbank dieser Stadt war enorm anstrengend, zumal sich auch noch Doktor Rodney McKay gleichzeitig im Kontrollraum aufhielt. Der Kanadier seinerseits schien sich mal wieder über auch nur jeden auch noch so kleinen Fehler seiner Wissenschaftskollegen in seinem Umfeld aufzuregen, ein Umstand, den das langjährige SG-1-Teammitglied irgendwann nicht mehr ertragen konnte. Darüber unterhielt er sich natürlich auch mit Hank, der versprach sofort sich darum schnellstmöglich zu kümmern. Kontrollraum Derweil hatte sich Rodney vorübergehend mal wieder ein weiteres Mal beruhigt. Er sah sich gerade wieder einmal diese ganz speziellen Daten an, die ihm zeigten wie schnell man mit diesem Raumschiff durch das Universum reiste. „Ja, ja“, nuschelte McKay ganz leise vor sich, gerade mal so laut, dass niemand ihn verstehen konnte. Er murmelte immer noch schwer verständlich weiter vor sich hin: „Ich werde mit meinen Kalkulationen Recht haben. Alle paar Galaxien eine Pause… bei gleicher Reisegeschwindigkeit… dann wären wir in ungefähr drei Monaten am Ziel…“ Andromeda-Galaxie Galactica-Flotte Battlestar Galactica Der lang erwartete Prozess wegen Verrates gegen den ehemaligen Präsidenten Doktor Gaius Baltar war erst vor wenigen Stunden beendet worden. Doch sofort nach der Urteilsverkündung war ein heftiger Tumult in dem Raum ausgebrochen, welchen die dort abgestellten Marines von Admiral William Adama glücklicherweise schnell unter Kontrolle bringen konnten. Denn der Angeklagte war zum Schrecken vieler Flottenangehöriger für Nicht Schuldig befunden worden. „Die Nachricht vom Ergebnis des Urteils, wird sich nicht nur dank der Presse, schon sehr bald in der ganzen Flotte sehr schnell verbreitet haben“, wusste Präsidentin Laura Roslin, die Seite an Seite mit dem Kommandeur der Galactica zum CIC schritt. Jenem war klar, dass sie besonders auch hier an Bord der Galactica mit so einigen Unruhen zu rechnen hatten. „Ich werde Baltar bis auf Weiteres wohl hierbehalten müssen, oder er muss auf ein Schiff, welches ihn aufnehmen würde…“ „O ja. Mir fallen da spontan eine handvoll Schiffe ein“, witzelte Roslin. Durch diesen Witz, versuchte Laura die Realität ihrer erst kürzlich wieder zurückgekehrten Krebserkrankung, zumindest für eine gewisse Zeit zu verdrängen wollen. Doch lange würde ihr momentaner stabiler Zustand leider nicht mehr anhalten. Es standen ihnen allen innerhalb der Flotte wieder einmal sehr schwierige Zeiten bevor, besonders der gerade erst entlastete und für Nicht Schuldig gesprochene Doktor Gaius Baltar würde abermals für massive Probleme sorgen, dieses Gefühl spürte die Präsidentin bereits instinktiv in ihren Knochen. Einer Gruppe von vier zurückgekehrten Marines hatte Admiral Adama gerade eben gemeldet, dass man den stark in seiner Sicherheit gefährdeten Anwalt Romo Lampkin erfolgreich ohne Zwischenfälle, zu seinem neuen Quartier, auf ein anderes Schiff gebracht hatte. Dies war ein Teil seines Honorars dafür gewesen, das er bekommen hatte, weil er den Fall von Doktor Gaius Baltar übernommen hatte. „Wenigstens noch einer der Wenigen, der glücklich sein wird“, brummte der Befehlshaber der Galactica mit seiner heiseren Stimme, die ihm einst seinen Kampfnamen „Husker“ eingebracht hatte. „Doktor Cottle wird sie morgen, wie vereinbart untersuchen und mit der erneuten und bewährten Behandlung beginnen, damit sie uns noch sehr, sehr lange erhalten bleiben… zumindest wenigstens solange bis wir endlich die Erde gefunden haben, oder auch zur nächsten Präsidentschaftswahl der Flotte…“ „Sehr witzig, Bill“, hustete Laura lachend. Hyperion-Flotte Battlestar Hyperion, Krankenstation Im Eilschritt war Admiral Alexander Korfu nach dem Erhalt der aktuellsten Neuigkeit, vom Combat Information Center aus, losgeeilt. Völlig außer Atem kam er schließlich an seinem Ziel an. Die behandelnde Ärztin nickte dem Admiral mit dem Worten: „Er ist ansprechbar, aber übertreiben Sie es nicht, Sir!“, zu. „Präsident Adar.“ „Ja“, stöhnte der Angesprochene matt. „Ich bin Admiral Alexander Korfu. Sie befinden sich auf der Krankenstation an Bord der Battlestar Hyperion. Die Ärztin, Doktor Cahill, hat Ihnen bestimmt schon ein paar wenige Informationen gegeben.“ „Hat sie. Ich weiß nur noch von einer Explosion. Doktor Cahill hat mir gesagt, dass ich wohl seitdem im Koma gelegen habe.“ „Das entspricht leider der Wahrheit. Sie lagen etwas mehr als über zwei Jahre im Koma. Außerdem befinden wir uns auch schon eben so lange auf der Flucht vor unserem Feind, der uns immer wieder im Nacken sitzt. Es war ein brutaler Angriff der Zylonen, die uns offenbar überrascht hatten. Unsere Kolonien auf den zwölf Welten sind komplett zerstört worden. Unsere Flotte besteht aktuell aus drei Kampfsternen und achtundzwanzig zivilen Schiffen mit insgesamt über 19.300 Menschen…“ „Ist nicht gerade viel, Admiral.“ „Für wahr. Wir hatten leider, wie schon vom mir erwähnt, immer wieder Begegnungen mit den Zylonen gehabt, wobei wir immer wieder erneut Verluste hinnehmen mussten.“ Während Admiral Korfu sprach, begann Präsident Adar stark am ganzen Körper zu zittern, weswegen Doktor Cahill energisch mit einem: „Das reicht jetzt erst einmal!“, einschritt. „Passen sie gut auf unseren Präsidenten auf und informieren sie mich sofort wieder, sobald er wirklich für längere Zeit stabil ist, Doktor!“ „Jawohl, Sir.“ Galactica-Flotte Battlestar Galactica Seit seiner Entlassung aus der Brig und der Entgegennahme seiner wenigen verbliebenen privaten Habseligkeiten, war Doktor Gaius Baltar minutenlang mit einer Kiste, worin sich eben seine übrigen persönlichen Sachen befanden, alleine durch die Korridore des Kampfsterns geirrt, bis er auf eine Gruppe von drei Frauen getroffen war. Diese wollten ihm allerdings nichts tun, sondern brachten den Freigesprochenen, in eine rote Decke gehüllt, in ein freies Abteil. Jenes war von den dortigen Bewohnern schon vor Monaten sehr gemütlich eingerichtet worden, und würde viele Menschen auf der Erde an die Hippiebewegung der 60er Jahre erinnern. Doch schienen diese Leute, zu denen Baltar nun gebracht worden war, ihn in einer Art von Kult zu verehren. Der ehemalige Präsident war der Verzweiflung nahe, obwohl ihn die Sechs, die ihn seit dem Fall der Kolonien erschien, abermals vehement ermahnen musste seine Rolle endlich anzunehmen. Diese Sechs hatte sich ihm einst offenbart, und zwar als ein Engel des einzigwahren Gottes, den auch die Menschen verehren und natürlich dienen sollten. Battlestar Galactica, CIC < > Brig „Die Zylonin, die Baltar Caprica-Sechs nennt, will mit Ihnen sprechen, Sir“, teilte einer der eingetretenen Marines Admiral Adama mit. Als der Soldat dann auch noch auf Nachfrage seines Vorgesetzten mitteilte weshalb, verließ der Befehlshaber der Galactica schließlich mit schnellen Schritten das Combat Information Center, um sich auf den Weg in den Gefängnisbereich seines Schiffes zu machen. Endlich hatte William Adama die dort in einer Zelle untergebrachte Zylonin erreicht. „Sie wollten mit mir sprechen, es soll angeblich um die Sicherheit der Flotte gehen“, begann der Admiral, dem die akute Anspannung anzumerken war. „Zunächst einmal will ich Ihnen für ihr Kommen danken, Admiral Adama“, erwiderte Caprica-Sechs. „Das stimmt, es geht um die Sicherheit ihrer Flotte. Die anderen Zylonen folgen ihrer Spur in einem sicheren Abstand, weil ihr Raffinerieschiff die Signatur einer Art von Strahlung aufweist. Wenn Sie diesen Fehler nach meinen Anweisungen beheben, können die anderen Zylonen diese Flotte nicht mehr weiter verfolgen.“ Nachdem die Gefangene gesprochen hatte, sah der Befehlshaber der Galactica jene noch einige Sekunden prüfend an, dann verließ er wieder die Zelle, ergriff den Hörer um dieser Sache einer potentiellen und bislang noch nicht wahrgenommen Gefahr auf den Grund zu gehen. Battlestar Galactica, Steuerbordflugdeck Nicht nur von der Galactica aus war eine große Anzahl von Raptor gestartet, sondern auch von den anderen Kampfsternen in der Flotte. Diese Raptor hatten den Einsatzbefehl erhalten die eigene Flugroute zurückzuverfolgen, um schnellstmöglich in Erfahrung zu bringen, ob Caprica-Sechs die Wahrheit gesagt hatte. Hyperion-Flotte Battlestar Hyperion, Krankenstation Der Zustand des letzten Präsidenten der 12 Kolonien von Kobol hatte sich im Verlaufe der nächsten 24 Stunden erfreulicherweise endlich soweit stabilisiert, dass er schließlich die Kraft für die Wahrnehmung erster Termine auch die erforderliche Ausdauer und somit auch nötige Zeit hatte. Es gab so manches Wichtige zu besprechen, wofür Richard Adar als erfahrender Staatsmann genau der Richtige schien. Aber ihm wurde insbesondere von Doktor Cahill schonend erklärt aber auch eingeschärft, dass seine Amtszeit bereits seit etwa anderthalb Jahren abgelaufen war. „Ich fühle mich mittlerweile gut genug für eine weitere Amtszeit, die ich ja auch angestrebt habe“, erklärte und versicherte Richard Adar feierlich in einem Gespräch mit einigen Politikern und anderen wichtigen führenden Persönlichkeiten der Hyperion-Flotte, die von Doktor Cahill und Admiral Korfu die Erlaubnis erhalten hatten, die Krankenstation für eine kleines Gipfeltreffen zu betreten. Nach einer kurzen darauffolgenden Beratung und der anschließenden Abstimmung aller politisch aktiven und wirtschaftlichen Personen innerhalb der Flotte, war Richard Adar, wegen seiner bereits bekannten langjährigen Erfahrung von fast allen Leuten des Rates der Flotte zum neuen Interimspräsidenten der Hyperion-Flotte gewählt worden. Battlestar Hyperion, Offiziersmesse Derweil nutzte Admiral Alexander Korfu die momentan ruhige Phase für eine Unterredung mit den Befehlshabern sowie anderer führender Offiziere von den anderen Kampfsternen, denn er wollte die bereits bestehende und sehr aktive Suche nach einen bewohnbaren Planeten für die Überlebenden Menschen seiner Flotte ein weiteres Mal verstärken. Dafür benötigte er die meisten Raptor, um einen größeren Bereich absuchen zu können. Zylonenflotte Wie eine Schlange, die zielsicher der Duftspur ihrer ahnungslosen und stets nervösen Beute folgte, so folgte auch die große abgestellte Flotte der Zylonen, die aus fünf Basisschiffen und einem Auferstehungsschiff und mehreren Hilfsschiffen bestand, der Reiseroute der Flotte, die von der Galactica, der Pegasus und auch seit einiger Zeit von allen Kampfsternen der Nyx-Flotte beschützt wurde. Für die meisten der Einser stand es eindeutig und klar fest, man wollte das Kind Hera Agathon um jeden Preis wiederhaben. Aber auch hinter allen der noch verbliebenen rebellischen Zylonen, bestehend aus sämtlichen Zweiern, Sechsen und Achten sowie Ellen Tigh plus einem der Brüder Cavil, der bei Samuel T. Anders als Seelsorger oder Priester mit in der Widerstandsgruppe auf Caprica gewesen war, war man genauso hinterher, wie auch den Letzten Fünf. Die Fraktion um Cavil wusste aber auch, dass sich an Bord des geborgenen alten Antikerraumschiffes noch genügend Zylonen von allen Modellen befanden, die von dem aktuellen Geschehen in diesen Teil des Universums nichts wussten. Dennoch ging es den Cavils ums Prinzip, zumal der eine Cavil über ein für sie alle sehr, sehr gefährliches Insiderwissen verfügte. Heimatkolonie der Zylonen Auch im Zentrum des Imperiums der Zylonen dachte man über die weiteren nächsten Schritte nach. Einer der Cavils hoffte auf seine Lieblingsacht, Sharon „Boomer„ Valerii. Die anderen Zylonen, die Vierer und Fünfer hatten konkretere Ziele, nämlich den Planeten, von dem die Acht Sharon Satterfield stammte, anzugreifen und die dortigen Menschen auszulöschen. „Na schön. Wir werden auch in Kürze eine Flotte, ach was sage ich, wir werden eine Armada dorthin entsenden, zu diesem Planeten von der die Acht Sharon Satterfield stammt, obwohl mir nicht ganz wohl bei der Sache ist. Denn wir sind mit der menschlichen Plage in diesem Teil des Universums noch nicht einmal ganz fertig, und dennoch suchen wir uns schon bereits den nächsten Schauplatz, wobei und wofür wir unsere Streitmacht abermals aufteilen müssen und werden. Ich hoffe aber mal ganz stark, dass sich das Wiederauferstehungszentrum mittlerweile an einem neuen Standort befindet.“ „Schon seitdem wir in dieser Sitzung sind, Bruder.“ „Sehr gut. Zumindest mal etwas Positives.“ Milchstraße Sol-System Erde Homeworld Command, O‘Neills Büro Die Papiere und Akten stapelten sich mal wieder nicht nur auf einem ganz bestimmten Schreibtisch, sondern ebenso auch auf einigen Schränken, was dazu führte, dass General Jack O‘Neill immer mehr an den eigenen Ruhestand dachte. ´…ich war ja schon einmal im Ruhestand, dann auch einmal alt genug gewesen, um mein eigener Großvater zu sein…´, grübelte der Leiter der Einrichtung so in Gedanken ganz still vor sich hin. Urplötzlich zuckte Jack dann schließlich zusammen, denn er war so in Gedanken versunken gewesen, dass er beinahe Captain Lauren Perry nicht bemerkt hatte, die ihn erneut einige weitere wichtige Unterlagen in sein Büro hereingebracht hatte. Die verlässliche Adjutantin und Soldatin war darauf nur sehr kurz draußen gewesen, da stürmte sie auch schon wieder zum Büro des Generals herein. „Oh mein Gott, Captain! Was soll das denn? Wegen Ihnen kriege ich noch eines Tages einen Herzinfarkt!“, japste Jack O‘Neill vollkommen erschrocken, wobei sein Tonfall einen leichten tadelnden Tonfall hatte. Schnell kam Lauren Perry auch schon zur Sache, denn es gab erfreulicherweise sehr gute Nachrichten. „Dann bin ich mal schnell auf der Krankenstation! Der Papierkram kann da mal warten!“, bemerkte der General, der von seinem Stuhl aufsprang und an seiner Adjutantin vorbei stürmte. Homeworld Command, Krankenstation Nach dem Verlassen des Fahrstuhles ging weiter. Weiter zu dem Ziel. Dabei auf Schritt und Tritt von seiner verlässlichen Adjutantin gefolgt, betrat der General den Bereich der Intensivpatienten auf der Krankenstation. Vor dem einen Patienten, der wenigen Patienten hier im Raum, hatten sich viele Mutanten versammelt, denn hier lag schon seit langer Zeit Professor Charles Xavier. „Wie geht es Ihnen?“ „Besser. Ich hatte nämlich eine sehr gute Führerin“, antwortete der Professor, der dabei Doktor Jean Grey mit einem gütigen Lächeln im Gesicht anschaute. Die rothaarige Frau lächelte leicht verlegen zurück, und sagte dabei: „Ich hatte eben einen sehr guten Lehrer.“ Odyssee
Folge 6.03 - “Eine lange Reise, Teil 2”
Entfernte Galaxie Hyperraum Destiny, Brücke Wie so oft, wenn nichts Besonderes auf einer fremden Welt entdeckt worden war, die erkundet wurde oder sich die Destiny, wie soeben im Hyperraum befand, saß Doktor Rush an einer Konsole, während es sich Colonel Young auf dem Stuhl des Kommandanten bequem gemacht hatte und dabei den Wissenschaftler nicht aus den Augen ließ. Denn Everett würde trotz allen weiterhin jede auch nur so kleine Arbeit von Nicholas von Eli bis ins kleinste Detail überprüfen lassen. Alle an Bord wussten, dass sie sich immer weiter dem Ziel unaufhaltsam näherten, weil das Signal im Hintergrund, weswegen die Destiny einst vor Millionen von Jahren gebaut und losgeschickt worden war, von zeit zu zeit stärker und klarer zu werden schien. Dies war ein Grund, warum Eli erneut damit beauftragt worden war zu berechnen, wie lange ihre Reise denn noch dauern würde. Destiny, Hydro-Kuppel/Garten Die Kuppel bestand schon seit einiger Zeit schon nicht mehr nur aus einer kristallinen und metallenen Struktur, sondern auch aus einem installierten Schutzschild. Zurzeit hielten sich gerade MacGyver, Pete und Jack darin auf, weil sie am heutigen Tage an der Reihe waren die Pflanzen zu pflegen und zu wässern. Eine Arbeit, die nur einen nicht zusagte, nämlich Dalton, der sich mal wieder zurück auf die gute alte Erde und seinen immer noch nicht erfühlten Träumen wünschte. Bei der Gartenarbeit blühte Pete geradezu jedes Mal aufs Neue auf. Somit war er auch abgelenkt, doch nur solange bis Jack mal wieder bemerkte, dass sie drei und auch alle anderen an Bord der Destiny nie wieder heimkehren könnten. „Also gut, das reicht jetzt!“, schaltete sich Mac schimpfend ein, „Wir werden sicher und ganz bestimmt einen Weg finden, wieder nach Hause auf die Erde zu gelangen!“ „Deine Worte in Gottes Ohren!“, seufzte Jack matt. „Es reicht jetzt, Dalton! Noch ein Wort und ich buddle dich hier irgendwo ein!“, drohte Pete jetzt ebenfalls akut genervt, dem das Thema aber ebenfalls ab und wann beschäftigte. Entfernte Galaxie Trinitatis, Stargate-Raum Die Trinitatis hatte soeben plangemäß den Hyperraum verlassen. Somit war Zeit für eine weitere Mission. Aber nicht durch das Stargate, sondern mit Hilfe eines Puddle Jumpers ins nahegelegene Sonnensystem. Dabei stand schon eines fest, Hank McCoy würde es sich nicht nehmen lassen an dieser Mission persönlich teilzunehmen. Erst vor wenigen Stunden hatte er ein sehr ernstes Wort mit Rodney McKay geredet, nämlich die anderen Wissenschaftler nicht mehr weiter wegen Fehlern abzukanzeln, da man nur daraus lernen könne. Dies war für den Physiker eine der unangenehmsten Erfahrungen seines Lebens und seiner Karriere gewesen, denn von Hank McCoy, genannt Beast, ging wegen seines blauen zotteligen Aussehens eine ganz besondere Ausstrahlung aus. Um wirklich sicher zu gehen, hatte der Leiter der Expedition beschlossen den Kanadier mitzunehmen. „Wieso denn ausgerechnet mich?“ „Weil natürlich jemand den Jumper bedienen und fliegen muss, und das sind dieses Mal, Sie!“, verfügte McCoy, der dabei auf McKay deutete. Andromeda-Galaxie Raptor-Geschwader der Galactica-Flotte Die zu diesem Zeitpunkt, noch zehn von den dreißig ausgesandten Aufklärungsraptor wagten sich mit dem nächsten FTL-Sprung noch ein großes Stück weiter, auf der bisherigen zurückgelegten Route der Galactica-Flotte, zurück. Es war ein sehr riskanter Einsatz für alle Frauen und Männer, die an diesem Einsatz teilnahmen. Dabei wurde die Gefahr stetig größer, denn durch jeden erneuten Sprung könnte man tatsächlich durchaus wieder auf die Zylonen zu treffen. Zudem wurde das Geschwader mit jeden Punkt, der eine FTL-Koordinate markierte, erneut um zwei weitere Raptor kleiner, weil an jedem dieser Sprungkoordinaten ein Paar, also zwei Raptorbesatzungen den Befehl hatten, zur weiteren Aufklärung zurückzubleiben. Doch bislang waren sie noch auf keine Zylonen getroffen, die der Flotte der Galactica eventuell folgen könnten, wie es Caprica-Sechs verraten hatte. Gerade eben hatte das verbliebene Geschwader der Raptor von der Galactica-Flotte wieder einen FTL-Sprung, mittlerweile den siebten erfolgreich abgeschlossen. Sie befanden sich nun in einem Asteroidenfeld. Wie üblich wollten sie untereinander auslosen, wer als Aufklärer vor Ort verbleiben sollte. Doch dazu kam es nicht, denn ein Alarmsignal und mehrere Kontakte auf dem DRADIS, ließen nicht nur Racetrack und Skulls zusammenzucken. Die beiden Raptorbesatzungen der Kolonialen hatten Glück, weil sie kurz nach ihrer Ankunft im Asteroidenfeld ihre Energie soweit reduziert hatten, so dass sie von den Zylonen nicht bemerkt wurden. „Ich habe so etwas doch geahnt. Verflucht!“, zischte Racetrack, die aufmerksam, wie alle anderen Menschen auch, beobachtete um wie viele Schiffe der Zylonen es sich hier handelte. Milchstraße Sol-System Erde Homeworld Command, O‘Neills Büro Die neuesten Gutachten, die man vor einiger Zeit in Auftrag gegeben hatte, lagen endlich vor. Die Ergebnisse waren ernüchternd, weil viele der BC-304er wohl in der nächsten Zeit aus dem Dienst genommen werden müssten. Der Grund dafür war natürlich das viele fehlende Geld, welches für die Ausgaben der dringenden aktuellen Reparaturen benötigt werden würde, vom IOA aber, lieber gleich in den Bau der neuen Schiffe investiert werden würde. Mit einem müden Blick sah sich General O‘Neill die Liste der Schiffe an, die kurz davor standen, wohl in naher Zukunft endgültig stillgelegt zu werden. ‚Das wird Sam und auch Steven aber nicht besonders gefallen, wenn ich mir hier die Infos so anschaue‘, wusste Jack, weil unter anderem auch die George Hammond und die Daedalus auf der Liste der möglichen Streichungen standen. Es waren aber beides sehr verdiente Schiffe innerhalb Flotte, die an den vielen zahlreichen, gefährlichen Einsätzen und Schlachten, und damit im Kampf gegen zum größten Teil übermächtige Feinde teilgenommen hatten. „Vermutlich hat Carter es schon geahnt, als sie die Concordia bekommen hatte“, murmelte er dann vor sich an, wobei er dennoch mitbekam, wie die Tür seines Büros aufging. Es war seine verlässliche Adjutantin Captain Lauren Perry, die ihn wie so oft an einen wichtigen Termin erinnerte. „In etwa einer Viertelstunde werden Sie, Sir und ich abgeholt. Es geht um die anstehende Besichtigung der Weltraumwerft im ehemaligen Abydos-System, wo einige der neuen Kampfsterne gebaut werden sollen, General. Auch Miss Mariko Yashida wird uns, an Bord der U.S.S. Abydos, ebenfalls dorthin begleiten.“ „Danke, Captain. Ich bereite mich sofort darauf vor.“ Nachdem die Tür wieder verschlossen war, dachte Jack O‘Neill sofort an all die vielen Missionen, die ihn und SG-1 einst nach Abydos geführt hatten. Darunter war auch der Abschied von Skaara, der wie alle anderen Abydonier auch sowie der gesamte Planet, von Anubis und seiner damaligen Superwaffe vernichtet worden war. Und jetzt befand sich dort eine sehr wichtige Werft von der Erde, weil dort die neuesten Schiffe gebaut wurden. Unter anderem auch gebaut nach den Plänen der Kolonialen, also die Viper und Raptor und natürlich auch die verschiedenen Klassen von den Kampfsternen, die das Expeditionsteam von Miss Shen aus der Andromeda-Galaxie, von den Überlebenden des Holocausts der 12 Kolonien von Kobol geschenkt bekommen hatten. Doch es gab auch noch etwas Neues vom IOA, dem es endlich erfolgreich gelungen war, mit den überlebenden Asgard aus der Pegasus-Galaxie ein sehr nützliches Abkommen auszuhandeln. Es war zwar ein weiter Weg dahin gewesen, sowohl für die Außerirdischen als auch für die Menschen wieder zueinander zu finden. Grund des Erfolges war auch die Anwesenheit von Morgan Le Fay und Myrddin. Die Asgard gaben sofort nach ihrer Ankunft als Zeichen des Vertrauens den Schlüssel des Attero-Gerätes zurück, wobei sie auch erklärten, was sie eigentlich damit vorgehabt hatten. Zusätzlich wurde beschlossen eine verdeckte Aufklärungsmission zu starten, deren Inhalt es war die Vampire zu beobachten, weil durch jene nach Ansicht der Politiker, des IOA und der UN, vermutlich aktuell die größte Gefahr nicht nur für die Menschen von der Erde, ausging. Für diesen äußerst heiklen Einsatz wurde bestimmt, dass sich drei BC-304er, die die von Myrddin installierte Tarntechnologie besaßen, für diese Mission stetig abwechseln sollten. Doch noch etwas Wichtiges landete auf dem Schreibtisch von General Jack O‘Neill, nämlich dass es der letzten Wraith-Königin allen Anschein nach gelungen war, mit einer kleinen Flotte zu entkommen und sich somit in unbekannte Regionen der Pegasus-Galaxie zurückzuziehen. Ein Problem, um welches sich General Steven Caldwell zu kümmern bereit erklärt hatte. Doch er benötigte dafür die Hälfte des Flottenverbandes, welcher in der Pegasus-Galaxie stationiert worden war. Aber es gab an diesen Tage auch gute Nachrichten aus jener Galaxie, denn alle vom Stamme Todds, die sich mit dem Medikament hatten behandeln lassen, waren nun nicht mehr auf Menschen als ihre Nahrungsquelle angewiesen. Das Atlantis-Team hatte sich deswegen als eine Art von Gegenleistung dazu bereiterklärt, bei der Versorgung und dem Aufbau einer Agrarkultur zu helfen. Andromeda-Galaxie Galactica-Flotte Battlestar Galactica, Adamas Quartier Derweil gab es gute Nachrichten an Bord des Flaggschiffes, die endlich auch William Adama erreichen sollten. „Das Raffinerieschiff wurde vor wenigen Stunden von den Ingenieuren vollkommen durchgecheckt, die Probleme mit der messbaren Strahlung beziehungsweise der verfolgbaren Energiesignatur werden erst dann behoben, sobald uns die Zylonen nicht mehr auf unseren Kurs folgen sollten, so wie Sie es angeordnet hatten. Es befindet sich seither auf dem Kurs, den wir zuvor ausgearbeitet haben. Wir erwarten es in spätestens fünf Tagen bei den vereinbarten Koordinaten“, teilte Lieutenant Felix Gaeta dem Admiral mit. Aber William Adama hatte noch eine andere weitere wichtige Angelegenheit auf dem Plan. Doch dazu musste er sich zunächst mit Lieutenant Sharon „Athena“ Agathon beratschlagen. Battlestar Galactica, Steuerbordhangardeck Kurz nachdem Gaeta sein Quartier endlich verlassen hatte, begab sich Adama auf das Steuerbordhangardeck. Wie erhofft, traf der Admiral hier auf die Raptorpilotin, die gerade die Systeme ihres Raptors checkte. „Athena. Ich muss Ihnen eine sehr wichtige Frage stellen… unter vier Augen!“ „Oh. In Ordnung. Am besten gehen wir dafür in das Büro von Chief Tyrol“, schlug die Acht vor. Das anschließende Gespräch zwischen den beiden hatte nur ein wichtiges Thema: Eine der wichtigsten Anlagen der Zylonen, nämlich das Wiederauferstehungszentrum zu finden. Dieses galt es, auf Empfehlung der Rebellen unter den Zylonen zu zerstören, damit die andere Fraktion der Zylonen keinen Vorteil mehr hätte, und zwar eine Form der Unsterblichkeit, die für jene somit für immer verloren war. „Sie wollen es zerstören, Admiral?“ „Ja. Zudem holen wir die Drei, die wir als D‘Anna Biers kennen aus dieser Box, da sie angeblich die Gesichter der letzten menschlichen Zylonenmodelle kennen soll. Aber nicht nur dies, denn diese Sechs, die Baltar Caprica-Sechs nennt, hat es mir geraten, ebenso die anderen rebellischen Zylonen, die sich unserer Flotte angeschlossen und meinem Befehl unterstellt hatten“, antwortete William Adama auf die Frage von Sharon Agathon. „Es wird ein sehr riskanter Feldzug werden, der aber wichtig, aber auch unausweichlich ist, wenn wir und die rebellischen Zylonen um deren Anführerin, der Sechs Natalie für einen gewissen Ausgleich sorgen wollen.“ „Damit die Fraktion um Bruder Cavil so ist, wie wir, sterblich.“ „So ist es, Lieutenant. Daher will ich, dass Sie, Starbuck sowie Natalie an einem guten Angriffsplan arbeiten!“ Battlestar Galactica, CIC Mit einem nachdenklichen Gesicht hatte Admiral William Adama wieder die Brücke seines Schiffes betreten. Es war der Moment gekommen, einen weiteren Sprung in einen neuen Sektor auszuführen. Die gesamte Flotte meldete nach dem ausgeführten Überlichtsprung dem Flaggschiff ihre Anwesenheit. Kein Schiff war verloren gegangen. Doch dann, sie waren erst seit etwa seit einer Viertelstunde vor Ort, als das Alarmsignal ertönte, eine Warnung, dass sich ein neues fremdes Objekt auf dem DRADIS befand. Sofort hob Admiral Adama den Kopf, ergriff den Hörer und befahl der Battlestar Pegasus und zwei anderen Kampfsternen sowie dem zivilen Teil der Flotte den sofortigen Sprung zu den Notfallkoordinaten. Er selber wollte zunächst mit dem Flaggschiff der Flotte, der Galactica sowie der Battlestar Trojan zurückbleiben. „Das Objekt ist ein wenig zu klein, um ein Basisschiff der Zylonen zu sein“, meldete Lieutenant Gaeta. „Was ist das denn jetzt nur schon wieder los?“, rätselte Adama, dem der kürzliche Kontakt mit den drei Zylonenjägern und dem Wiederauftauchen von Lieutenant Bulldog immer noch beschäftigte. Dann meldete Lieutenant Moore: „Sir, wir werden von diesen fremden Schiff auf unseren Frequenzen angefunkt.“ „Na schön. Sie sollen sich über den Prioritätskanal identifizieren! Fordern sie, sie über diesen Kanal heraus, Mister Moore!“ Der Kommunikationsoffizier sammelte sich kurz, dann setzte er den Befehl mit den Worten: „Hier ist die Battlestar Galactica! Identifizieren Sie sich umgehend, oder wir werden Sie abschießen!“ Die Worte, die nun jetzt aus den Lautsprechern im Combat Information Center zu hören waren, waren für alle, die sie hörten eine große Überraschung. Vielleicht die größte ihres Lebens. Eine Begebenheit, mit der man niemals gerechnet hatte. Darum nahm Admiral Adama den Hörer noch fester in die Hand, dann sprach er: „Bitte. Wiederholen Sie das noch einmal, denn ich will sicher sein, dass dies kein verfluchter Traum ist!“ Kurz darauf antwortete auch schon die Stimme der Frau, die das fremde Schiff kommandierte: „In Ordnung. Ich tue Ihnen den Gefallen, Admiral, und wiederhole: Hier ist General Samantha Carter vom Erdschiff U.N.S. Concordia.“ „Also von der Erde.“ „Vielleicht nicht von der Erde, die Ihnen aus den Überlieferungen, der Seherin und Prophetin Pythia bekannt ist. Denn die Erde, von der ich stamme, liegt in einer anderen Galaxie…“ „Dann ist es also doch noch am Ende wahr, was uns diese Zylonin, eine Acht, die wir als Captain Sharon Satterfield kennengelernt haben, erzählt hat.“ „Sagten Sie gerade, dass sich Captain Sharon Satterfield bei Ihnen an Bord befindet?“ „So ist es.“ „Vorsichtig, Bill!“, mahnte Colonel Tigh sofort zu mehr Wachsamkeit, der die Unterhaltung der beiden Befehlshaber somit für einige Sekunden unterbrach. Der Befehlshabende Offizier der Galactica nickte, dann fuhr er fort: „Ich würde sie gerne persönlich kennenlernen, und hiermit zu einer Unterredung an Bord meines Schiffes einladen, General Carter.“ U.N.S. Concordia, Brücke „Das lässt sich einrichten, es gibt da mit Sicherheit eine Menge zu erzählen. Ich könnte mich in den nächsten Minuten an Bord ihres Schiffes beamen lassen, Admiral.“ „Beamen?“, hörte man die fragende, heisere Stimme des Mannes, der ziemlich irritiert klang, aus dem Lautsprecher. „Das ist eine Form von Technologie, die ich Ihnen erläutern könnte.“ „Ja. Was auch immer dieses Beamen ist…, kommen Sie besser an Bord eines Schiffes auf die Galactica“, erklärte Admiral Adama, worauf General Carter schließlich einwilligte. Entfernte Galaxie Trinitatis, Konferenzraum Ein sichtlich sehr zufriedener Doktor Hank „Beast“ McCoy trat als Letzter in den Raum. Der Leiter dieser Mission hatte vor wenigen Stunden seinen ersten Außeneinsatz auf einem fremden Planeten hinter sich gebracht. Es war dabei nichts Aufregendes passiert, doch der Mutant, der über viele Jahre ein aktives Mitglied der X-Men gewesen war, hatte dabei einige sehr interessante Entdeckungen machen können. Während des Besuches auf diesem fremden Planeten hatte man einige beeindruckende Pflanzen gefunden, die denen auf der Erde sehr ähnlich waren. „Wir haben bisher 14 Galaxien durchquert und ebenso viele Planeten aufsuchen können. Unser nächster Halt wird schon in genau acht Stunden sein, daher schlage ich vor, dass sie sich alle etwas Ruhe gönnen! Auch Sie, Doktor McKay!“, erklärte McCoy am Ende der Besprechung. Andromeda-Galaxie Galactica-Flotte Battlestar Galactica, Steuerbordflug und -hangardeck Kurz bevor sich der Puddle Jumper mit General Samantha Carter an Bord auf den Abflug zur Galactica machte, hatten sie alle sehen können, wie die übrige Flotte zurück zur Galactica gesprungen war, weil keine Gefahr drohte. Mittlerweile befand sich der Puddle Jumper im Landeanflug. „Puddle Jumper 1 von der Concordia, hier Captain Aaron Kelly von der Galactica, setzen sie ihren Landeanflug auf das Steuerbordflugdeck fort und landen sie dann auf Landezone drei! Wir freuen uns Sie an Bord begrüßen zu dürfen und zu haben!“ „Verstanden, Galactica“, erklärte der Pilot des Puddle Jumpers, der das Fluggerät in die Steuerbordgondel und auf die zugewiesene Fläche zusteuerte. Auf dem Steuerbordhangardeck hatten sich bereits nicht nur Präsidentin Roslin, Admiral Adama, Commander Adama und weitere hochrangige Vertreter der Galactica-Flotte eingefunden, sondern auch noch viele weitere Menschen, die die Ankunft von General Samantha Carter unbedingt miterleben wollten. Schließlich war der große Moment gekommen, der Puddle Jumper wurde nicht, so wie die Viper und Raptor mit technischen Gerät in den Hangar gezogen, sondern glitt von selbst durch die Luft, knapp über den Boden, hinein bis zu der Stelle, die einer Deckhelfer dem Piloten zuwies. Die beiden Triebwerke des Puddle Jumpers wurden abgeschaltet und eingefahren, erst dann öffnete sich dessen Heckluke. „Achtung, Stillgestanden!“, befahl Colonel Saul Tigh, der XO der Galactica, mit lauter Stimme allen Anwesenden, damit jene sofort Haltung auf dem Hangardeck annahmen. Abrupt endete auch schon das vielstimmige Getuschel unter den Frauen und Männern auf dem gesamten Hangardeck. Zuerst traten einige von der Crew der Concordia aus dem Puddle Jumper, kurz darauf verließ diesen auch General Samantha Carter, die sich lächelnd umblickte und zielsicher auf Admiral William Adama und Präsidentin Laura Roslin zuging. Ohne etwas zu sagen, salutierte der Commander der Galactica vor der Besucherin, die es ebenfalls tat. „General Samantha Carter, willkommen an Bord der Battlestar Galactica. Darf ich Ihnen zunächst die Präsidentin der 12 Kolonien von Kobol, Laura Roslin, vorstellen.“ „Ja. Sehr erfreut Sie alle kennenzulernen, Admiral Adama. Präsidentin Roslin. Danke, für diesen überaus freundlichen Empfang. Wäre nicht nötig gewesen. Denn von allen, was ich bereits über ihr Volk schon gehört habe, sind Sie alle wirkliche Helden, die bislang Unvorstellbares zu meistern hatten.“ „Nicht so bescheiden, General Carter“, entgegnete Präsidentin Roslin, „außerdem haben alle in der Flotte von ihrer Ankunft hier bei uns gehört, und sind einfach nur sehr neugierig. Wir sind sehr froh, dass sie uns gefunden haben.“ „In der Offiziersmesse können wir uns in einer etwas ruhigeren Atmosphäre sicherlich viel besser und auch ungestörter unterhalten“, erklärte Admiral Adama mit ruhiger Stimme, wobei er eine einladende Geste machte und damit andeutete ihm zu folgen. Eine kleine Pause war entstanden, die Colonel Saul Tigh zu beenden wusste, indem er: „Okay, Leute das war‘s jetzt! Jetzt geht ihr alle wieder zurück an eure Arbeit!“, sagte. Pegasus-Galaxie Atlantis, Konferenzraum Die Behandlung der Wraith, die unter Todd eine eigene Gesellschaft gegründet hatten, war zum Glück ein großer Erfolg gewesen. Aber die eine berechtigte Frage kam in jeden auf, was war mit der vermutlich letzten verbliebenen Wraith-Königin und ihrem Gefolge, von mehr als tausend Wraith zu tun. Denn jene hatten allesamt eine Behandlung und somit Umwandlung kategorisch abgelehnt, und dabei klare Bedingungen gestellt. „Wir sollten diese Wraith-Königin sowie ihre gesamte Brut aufspüren und alle töten! Scheiß auf diese Vereinbarung, die da von ihnen und ihren Vorgesetzten getroffen wurde!“, war alles was Ronon Dex, zu diesen Thema, zu sagen hatte. Mister Woolsey seufzte daraufhin ein wenig. Danach wanderte sein Blick zu General Caldwell, der anmerkte: „Dies könnte einen weiteren Krieg bedeuten, und zwar mit einen ungewissen Ausgang. Doch steht eines bereits fest: Die Menschen in dieser Galaxie, die auf dem Gebiet dieser Wraith leben, sind unmittelbar ernsthaft bedroht. Ich rate aber dringend dazu, dass wir zunächst einmal alle unsere Reparaturen bei den Schiffen in unserer eigenen Flotte abschließen, bevor wir eine weitere militärische Mission gegen die letzten „bösen“ Wraith starten!“ „General Caldwell hat recht“, stimmte Sheppard zu, „wir müssen uns da wirklich sehr sicher sein, dass wir sie dann alle möglichst auf einmal erwischen. Wir müssen aus den Fehlern der Antiker lernen. Nicht, dass es mit dem Wraith von Neuem beginnt.“ RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - Jonathan J. O´Neill - 10.01.2026 Odyssee
Folge 6.04 - “Eine lange Reise, Teil 3”
Andromeda-Galaxie Galactica-Flotte Battlestar Galactica, Offiziersmesse Es war ein überaus sehr interessantes Treffen, denn für eine lange Zeit hatte man die Geschichte, die Captain Sharon Satterfield ihnen erzählt hatte, nur sehr schwer glauben können. Doch jetzt hatte man endlich die Gewissheit, dass es dort draußen in dem unendlichen Meer aus Sternen dieser Galaxis noch mindestens eine weitere Flotte von Überlebenden aus den 12 Kolonien von Kobol gab. „Ist ihr Schiff wirklich so gut technologisch ausgerüstet und zudem auch noch bewaffnet, General Carter?“ „Ja, Colonel Tigh. Wir verfügen außerdem über einige Schiffe, die durch Myrddin, einen Verbündeten, ein perfektes Tarnsystem besitzen. Doch die Concordia verfügt leider nicht darüber. Allerdings besitzen diese Puddle Jumper, mit so einem kleinen Schiff, mit dem ich zu ihnen an Bord gekommen bin, diese Technologie…“ „Ich muss da mal dazwischen gehen“, bemerkte Admiral Adama, „wir haben einen sehr entscheidenden Militärschlag vor uns, vielleicht könnten sie uns da behilflich sein.“ „Worum geht es?“ „Wir wollen diese Zylonen, die sich um Cavil als Fraktion gebildet haben, sterblich machen! Und zwar indem wir das Wiederauferstehungszentrum zerstören, welches alle anderen Wiederauferstehungsschiffe in dieser Galaxis steuert“, antwortete der XO der Galactica, bevor sein Vorgesetzter die Möglichkeit hatte, zu antworten. „Wow!“, machte Sam Carter nur, die sich erst einmal für einen Moment in den Stuhl zurückfallen ließ. „Keine Sorge, General. Die Rebellen, die sich bei uns befinden, haben uns dazu ermutigt, denn sie sind an Truppen und Schiffen der Fraktion von Cavil weit unterlegen“, erklärte William Adama, „derzeit wird bereits an einem Angriffsplan gearbeitet. Doch zunächst einmal müssen wir dieses Wiederauferstehungszentrum irgendwie aufspüren, was nicht gerade einfach sein wird. In ungefähr zwei Stunden findet eine weitere Lagebesprechung dazu statt, Sie sind dazu gerne eingeladen.“ Zwei Stunden später Andromeda-Galaxie Galactica-Flotte Battlestar Galactica, Taktikraum Es war wie erwartet im Raum sehr voll geworden, und um den großen Tisch hatten sich natürlich auch die übrigen Commander der anderen Kampfsterne in der Flotte sowie auch die Anführer der Zylonen versammelt. Lange dauerte es nicht, denn Captain Kara „Starbuck“ Thrace, die stets anders dachte als nach dem Lehrbuch, hatte einen sehr guten Plan, der allerdings bei einigen der Kolonialen auf großes Unbehagen stieß. „Wir sollen was tun? Ich halte es für ziemlich riskant! Hochriskant, ausgerechnet den Zylonen, auch unter den gegebenen Umständen, so viele unserer Piloten anzuvertrauen! Zudem sollen wir uns auf diese Menschen verlassen, die von weit hergekommen sind…“, murmelte der XO von der Aron zweifelnd vor sich hin. „Der Plan von Starbuck ist verrückt, weswegen er auch mit Sicherheit funktionieren wird“, wusste hingegen ein lächelnder Lee Adama, der Commander der Pegasus. „Dem schließe ich mich an“, fügte sein Vater, der Admiral hinzu, der sich ebenfalls an so manches Husarenstück der Viperpilotin erinnert hatte. Doch die nagenden Zweifel an diesen Feldzug waren damit noch lange nicht ausgeräumt, denn Commander Samuel O‘Hara von der Nyx, meinte: „Diese Drei, D‘Anna Biers, und auch das Wiederauferstehungszentrum selbst, werden bestimmt von einer ganzen Flotte von Basisschiffen beschützt werden. Die rebellischen Zylonen haben gerade einmal drei Basisschiffe retten können, und diese werden vermutlich nicht ausreichen um das Ziel zu erreichen. Auch können wir ihnen mit keinem unserer Kampfsterne in so kurzer Zeit nachspringen, um zu helfen…“ „Deswegen benötigen wir so viele Viper- und Raptorgeschwader, die sie dafür auch nur entbehren können“, erklärte Natalie, eine anwesende von drei Sechsen, die sehr darum bemüht war, auch die letzten Bedenken an dem wichtigen Bündnis und dem von Starbuck vorgeschlagenen Angriffsplan auszuräumen. „Vielleicht könnten wir euch ja mit unserer Technologie helfen“, erklärte Sam, die bislang die Besprechung nur wortlos mitverfolgt hatte. „Wie?“, fragte Starbuck. „Entweder mit Hilfe eines Subraumsenders oder eines Langstreckenkommunikators. Wir haben da nur in gewisser Art und Weise die Qual der Wahl. Doch sollte man es, egal was, erst benutzen, wenn die Basisschiffe der Rebellen das Wiederauferstehungszentrum erreicht haben. Sobald dies geschehen ist, greife ich mit der Concordia in den Kampf ein. Es bestünde immerhin auch die Möglichkeit einen oder auch zwei ihrer Kampfsterne von der kleinsten Klasse, mit uns im Schlepptau, mit in den Hyperraum zu nehmen, was dann aber unsere Reisegeschwindigkeit ziemlich verlangsamen würde.“ „Captain Thrace, was halten sie von diesem Vorschlag?“ „Nun ja, Admiral, wir könnten dadurch unsere niedrigen Chancen entscheidend um so einiges erhöhen“, war alles, was Kara noch dazu zu sagen hatte. Battlestar Galactica, Quartier des XO Unruhig ging Ellen Tigh seit Stunden auf und ab, denn sie war immer noch hin und her gerissen. Sie wusste nicht so richtig, wie sie sich entscheiden sollte, weil sie die Identität der anderen vier, der letzten Fünf kannte. Es lag gewissermaßen an Ellen Tigh, für eine mögliche Aufklärung in dieser Angelegenheit zu sorgen. Doch um dies zu erreichen, müsste sie zunächst aber verdeckt mit jedem der anderen vier von den letzten Fünf im Verborgenen sprechen. Colonial One, Sitzungsraum des Zwölferrates Eine hitzige Debatte über einen Antrag der Zylonenrebellen war entflammt, denn jene wollten vollwertige Bürger der Kolonien werden. „Das soll doch wohl ein übler Scherz sein? Erst zerstören Sie, die Zylonen, all unsere Kolonien, unsere Flotte…, wollten uns alle, die Menschheit mit diesen Angriff für immer auslöschen, danach jagen Sie uns quer durch die Galaxis, und jetzt das!“, schimpfte einer der beiden Delegierten von Picon wütend und empört. „Präsidentin Roslin, als auch Admiral Adama sollen sich bereits dazu entschieden haben“, bestätigte der neue Vizepräsident, der Tom Zarek in diesem Amt abgelöst hatte, welcher sich nach wie vor in der Brig befand. Nach einer kurzen Pause fuhr der Vizepräsident der Flotte, Adrian Auckland, fort: „Bitte, bitte, bewahren Sie in diesem Raum die Ruhe als auch die Form, Ladies und Gentlemen! Ich weise alle Anwesenden ausdrücklich daraufhin, dass eine endgültige Entscheidung darüber, erst nach der bevorstehenden Mission, der die vollständige Zerstörung des Wiederauferstehungszentrums, das mitunter die Aufbewahrungsstation beinhaltet, getroffen werden soll! An diesen Einsatz kooperieren die Streitkräfte der 12 Kolonien von Kobol und die der Zylonenrebellen, sowie nach meiner Information auch die Concordia… Ruhe bitte, Freunde!“ Die letzten Worte musste der Vizepräsident geradezu schreien, denn innerlich kochte bei vielen der Delegierten immer noch die Empörung, über den eingebrachten Antrag der Zylonenrebellen. Nachdem sich die Delegierten des Rates endlich wieder beruhigt hatten, gab es wohl die nächste Situation, die für weitere heftige Anspannungen sorgen würde. Denn auf ein Zeichen von Vizepräsident Auckland hin, betrat eine Zylonin, eine Sechs, in Begleitung einer Sicherheitseskorte den Raum. Mehr als die Hälfte der versammelten Delegierten und andere Mitarbeiter der Regierung waren fassungslos. Sollte es tatsächlich einer Angehörigen einer feindlichen Seite es erlaubt werden, hier vor ihnen zu sprechen. Und so war es auch. Doch die Zylonin hatte vor sich so kurz, wie nur irgendwie möglich zu fassen und nebenbei für eine gemeinsame Allianz gegen Cavil und seine Fraktion zu werben. „… und es ist die eine Sache, die Euch Menschen vollkommen macht: Es ist die Sterblichkeit, die uns Zylonen noch fehlt. Wir werden sie haben, diese Vollkommenheit, wenn das Wiederauferstehungszentrum zerstört worden und somit der Vorteil von Cavil und seinen Anhängern zunichte gemacht worden ist. Auch geht es darum eine unserer Schwestern, aus den Händen unserer wilden Brüder, zu befreien. Ich danke Ihnen, dass es mir erlaubt worden ist, hier vor ihnen zu sprechen“, sagte Natalie, die sich noch einmal umschaute, bevor sie wieder hinaus geleitet wurde. Viele waren nun doch beeindruckt von dieser Ansprache und der Ansicht, dass eine Allianz von Nutzen sein könnte. Aber es gab dennoch nach wie vor genügend Delegierte, die davon nichts hielten. „…ich weise daraufhin, dass diese Zylonen hier, die sich unserer Flotte und dem Befehl von Admiral Adama unterworfen haben, auf ihren Vorteil sich in einen neuen Körper zu begeben, für immer verzichten…“ „Wer sagt das? Es könnte genauso gut ein verfluchter Trick von denen sein!“ Battlestar Galactica, Taktikraum Starbuck und Leoben stellten zunächst nur Admiral Adama ihren endgültigen Plan vor, wie der Angriff auf das Wiederauferstehungszentrum durchgeführt werden sollte. Wortlos nahm der Commander der Galactica jedes einzelne Wort und Detail in sich auf. Schließlich nickte er: „Gut. Der Zylon Cavil und seine Anhänger wissen nichts von der Concordia und ihren enormen taktischen und technologischen Vorteilen, wohl aber vermutlich von diesen Puddle Jumpern. Starbuck, sie sorgen mir dafür, dass eine ausreichende Anzahl von Viper sowie auch einige Raptor an Bord der Basisschiffe verlegt wird! Nehmen Sie zudem Kontakt mit General Carter auf und weihe sie in den Angriffsplan ein! Außerdem wird sie dann vermutlich auch nichts mehr dagegen haben, einige ihrer Jumper und F-302er dorthin zu verlegen.“ „In Ordnung, Admiral.“ Drei Tage später Andromeda-Galaxie Flotte der Zylonenrebellen Flaggschiff, Kontrollraum Mit den Händen in der wässrigen Flüssigkeit nahmen die Zylonen die Informationen aus dem Datenstrom in sich auf. Die Vorbereitungen für den gemeinsamen Schlag der Menschen und ihrer Flotte waren schon lange abgeschlossen, und man hatte sich bereits mit einem FTL-Sprung von der Flotte der Galactica entfernt. Vor wenigen Stunden erst waren insgesamt die letzten der 60 Viper, 12 Raptor, 6 Puddle Jumper und auch F-302er sowie das dazugehörige Personal an Bord aufgenommen worden. Einer der Leobens war sich derweil sicher, dass es jederzeit soweit sein könnte. Man würde irgendwann auf das Wiederauferstehungszentrum treffen. Doch dieses zu finden, war Aufgabe der Hybriden, die die Basisschiffe steuerten. Und zunächst einmal mussten diese sich selber aufeinander abstimmen. Ein Umstand, der einige Sprünge in Anspruch nehmen würde. „Wir werden ein akustisches und visuelles Signal erhalten, sobald wir in die Reichweite des Wiederauferstehungszentrums gelangen“, erklärte eine Acht einigen von den Menschen, die sich erkundigt hatten, wann man es in etwa wüsste, wenn man dem Ziel nahe genug war. Anderes Basisschiff, Hangardeck Viele der Menschen hatten ein mulmiges Gefühl, wenn hin und wieder Zenturios zwischen sie oder ihre Flugzeuge umherliefen. Vor wenigen Tagen noch war man erbitterte Feinde gewesen, doch hatte sich etwas verändert, etwas, was sie dazu gebracht hatte zusammen zu arbeiten. Von allen Menschen an Bord, waren die am entspanntsten, die von der Concordia gekommen waren. Einige von ihnen hatten es in ihrem Leben schon bereits mit anderen außerirdischen Leben und Lebensformen zu tun gehabt. Aber hatten sie es noch nie selber mit oder gegen die Zylonen zu tun gehabt, beziehungsweise hatten insbesondere gegen Zenturios oder zylonische Jäger kämpfen müssen, mit Ausnahme des Teams um Miss Shen. Eine wesentlicher Erfahrung, die den anderen Menschen aus der Milchstraße natürlich noch bevorstand. Sobald man das Ziel erreicht hätte, würde man Kontakt mit der Concordia aufnehmen, die so schnell es ihr möglich war, ebenfalls in den Kampf eingreifen würde. Galactica-Flotte Schon seit dem Aufbruch der Flotte der rebellischen Zylonen, hatten sich die Concordia und die Battlestar Trojan etwas von der übrigen Flotte abgesondert. Denn man musste jederzeit dazu bereit sein, um gemeinsam in dem Hyperraum einzutreten. Ein überaus riskantes und gefährliches Manöver für die übrigen Schiffe von der Flotte der Menschen, die sonst dabei sehr leicht in das Wirkungsfeld der Raumspaltung geraten könnten. Entfernte Galaxie Hyperraum Trinitatis, Krankenstation Ein ständig meckernder und nörgelnder Doktor Rodney McKay war an sich schon für so ziemlich jeder unangenehm zu ertragen, doch einer, der dann noch über irgendwelche Krankheitssymptome klagte, war in den meisten Fällen eindeutig eine klare Steigerung. So war es auch dieses Mal. Der Kanadier hatte sehr, geplagt von großem Appetit von so einigen Speisen etwas zu sich genommen, die dann offenbar bei ihm anscheinend eine allergische Reaktion ausgelöst hatten. Alle an Bord waren froh darüber, dass sich die Ärztin, Doktor Jennifer Keller, ebenfalls der Mission angeschlossen hatte. Zum einen war sie seit Jahren mit diesem Dauerpatienten verheiratet, und zum anderen kannte sie auch dessen Macken am Besten. „Ich würde sagen, du bleibst bei dem Dir bekannten Essen, mein Lieber!“ „Aber ich habe richtige Bauchschmerzen. Und außerdem, meine Zunge und Haut fühlen sich ganz seltsam an“, entgegnete Rodney. „Okay. Dann checke ich dich eben einmal gründlich von oben bis unten durch. Los, frei machen!“ „Das ist typisches Verhalten von ihm, Doktor McCoy.“ „Habe ich bereits geahnt, Doktor Jackson. Ich habe den Eindruck, dass er nur keine Lust mehr hat, an der nächsten Mission auf einen anderen Planeten, erneut unter meiner Leitung teilzunehmen.“ Andromeda-Galaxie Flotte der Zylonenrebellen Flaggschiff In einem der Sektionen an Bord, welches man den Menschen als Quartiere zugewiesen hatte, hielten sich auch einige Zylonen auf. Jene versuchten, unentwegt Vertrauen mit ihren menschlichen Nachbarn aufzubauen. Auch andersherum machte man sich daran bestehende Differenzen zu überwinden, denn schon sehr bald würde man nämlich Seite an Seite in den Kampf ziehen. Denn im Vorfeld war es Admiral Adama schon recht sehr schwer gefallen viele der Piloten für die gemeinsame Aufgabe zu ermutigen. Der ausgearbeitete Plan von Starbuck, war bislang nur wenigen der Piloten überhaupt bekannt. Denn es wussten nur sehr wenige, wie man wirklich gedachte diese Basis der Zylonen anzugreifen und dort einzudringen. Denn man hatte vor, sich mit ausgeschalteten Fliegern, also kalt, von den Jägern der Zylonen zum Ziel schleppen zu lassen. In einem der Räume hielten sich Kara Thrace und Leoben Conoy sowie Sam Anders, der die beiden nie aus den Augen ließ, auf. „Wir nähern uns, Kara. Mal sind wir einige Stunden zu spät, dann sind es nur wenige Minuten“, teilte der Zylon die erhaltenen Neuigkeiten aus dem Datenstrom mit. „Sag einfach Bescheid, wenn es soweit ist. In Ordnung?“ Galactica-Flotte Battlestar Galactica Ein weiteres Mal ließ sich Admiral William Adama von Chief Galen Tyrol durch sein Schiff führen. Doch, was der Commander der Galactica während dieses Rundgangs erfuhr, erschrak ihn zutiefst. „Es ist leider wahr, Sir. Die Galactica hat sehr viel mitgemacht. Zwei schwere Kriege mit hart geführten Gefechten, Schlachten. Auch haben wir dieses Schiff auf die Atmosphäre von Neu-Caprica bei der Rettungsmission stürzen lassen. Wir konnten zwar einige der entstandenen Schäden etwas notdürftig ausbessern, aber viel Zeit hat die Galactica nicht mehr übrig.“ „Wie lange noch, Chief?“ „Lässt sich schwer sagen, Admiral. Vielleicht noch ein Dutzend Sprünge. Vorausgesetzt natürlich, dass die Galactica keine schweren Treffer und Nuklearangriffe mehr einstecken muss. Und bitte, springen sie in nächster Zeit nicht allzu oft, dann hält sie bestimmt noch etwas länger durch…“ William Adama musste tief durchatmen, denn er musste zunächst einmal den Bericht von Galen Tyrol auf sich wirken lassen. Dann nach ein paar Minuten brummte er: „Schaffen wir zunächst als erstes die Zivilisten auf die anderen Schiffe in der Flotte! Falls gefragt wird, wieso, sagen Sie allen, dass die Galactica dringender Überholungen bedarf und wir deshalb den Platz für das militärische Personal an Bord benötigen! Denn ich will keinerlei Gerüchte und keine Panik innerhalb der Bevölkerung in der Flotte!“ „Verstanden, Admiral. Tut mir leid übrigens, dass ich bislang nicht mehr tun konnte.“ „Sie haben getan, was sie konnten, und dafür danke ich ihnen.“ Flotte der Zylonenrebellen Flaggschiff Ein deutliches und eindringliches Warnsignal war auf dem gesamten Schiff für jeden zu hören, denn der Moment stand wohl tatsächlich unmittelbar bevor, endlich würde man beim lange gesuchten Wiederauferstehungszentrum eintreffen. Auf allen Decks herrschte deswegen eine erhöhte Alarmbereitschaft. Dies war überwiegend auf dem Hangardeck zu beobachten, wo die Piloten zügig ihre seit Tagen startbereiten Flieger bemannten. Nur würden sich die Menschen mit ihren Jägern von den schweren Jägern der Zylonen so nahe wie nur möglich zum Wiederauferstehungszentrum schleppen lassen. So einigen behagte dieser Gedanke sehr, sehr wenig, denn ausgerechnet in die Hände von den Zylonen sollten sie ihre Leben legen. Einzig und allein die Puddle Jumper würden sehr schnell getarnt starten, um die FTL‘ des Wiederauferstehungszentrums mit ihren Drohnen auszuschalten. Flaggschiff, Brücke Bevor die Flotte der rebellischen Zylonen den letzten Sprung schließlich ausführte, übermittelte man noch schnell der nach wie vor wartenden Concordia eine Nachricht, damit sie schneller und vielleicht auch entscheidend in den Kampf eingreifen könne. Denn die Zweier, Sechsen und Achten hatten sich nach einer kurzen Beratung dazu entschieden. „Starbuck hat soeben gemeldet, dass alle Geschwader unserer Allianz bereit zum Angriff sind“, teilte Leoben mit, der dann die Bestätigung erhalten hatte, dass es auch so auf den beiden anderen Basisschiffen innerhalb ihrer kleinen Flotte war. Wiederauferstehungszentrum, Kommandobrücke Ein Signal, das eine Annäherung ankündigte, schreckte die Zylonenfraktion um Cavil auf. „Was ist da los?“, fragte sofort ein Einser, der hereingeeilt kam. „Soeben sind drei Basisschiffe aufgetaucht, die sich im Eiltempo unserer Position nähern“, antwortete ein Fünfer. Kurz darauf erbebte auch schon die gigantische Weltraumstation. „Unser FTL-Antrieb wurde soeben zerstört!“, meldete einer der Vierer erschrocken. Diese Nachricht alarmierte den geschockten Einser, der: „Das ist kompletter Wahnsinn!“, ausstieß. U.N.S. Concordia, Brücke Sofort nachdem man die endgültigen Koordinaten erhalten hatte, hatte General Samantha Carter sich in ihren Kommandosessel gesetzt. Erst vor wenigen Sekunden hatten ihr Schiff und auch die im Schlepptau befindliche Battlestar Trojan gemeinsam den Hyperraum verlassen. Aus dem Panoramafenster heraus konnte sie sehen, dass die Schlacht bereits begonnen hatte. Wie schon zu erwarten gewesen war, war das Wiederauferstehungszentrum sehr gut beschützt. Insgesamt sieben Basisschiffe hatte die Fraktion um Cavil zur Bewachung vor Ort zurückgelassen. Eine deutliche Übermacht, der die Flotte der Rebellen klar unterlegen war. Jedoch wurden die Karten durch die Ankunft und Anwesenheit der Concordia und der Trojan sehr schnell neu verteilt. Wiederauferstehungszentrum Doch noch existierte das Ziel, das Wiederauferstehungszentrum, denn man wollte an wichtige Daten gelangen und an mindestens eine Drei gelangen, die vor allem hier und auch auf der Heimatkolonie der Zylonen aufbewahrt wurden. Deswegen waren bereits einige getarnte Puddle Jumper in die Basis eingedrungen. Auf der Brücke der gewaltigen Basis der Zylonen herrschte immer noch ein sehr großes Rätselraten, denn die Ankunft und die Intervention der Concordia gaben den Zylonen von Cavil große Rätsel auf. Solch ein Schiff und seine Technologien waren ihnen einfach nicht bekannt, trotz der vielen interessanten Informationen, die man von der Acht, Captain Sharon Satterfield, einst gestohlen hatte. „Was wollen die nur hier? Kein Wort! Die wollen uns nicht nur um die uns von Gott gegebene Unsterblichkeit bringen, sondern uns für immer vernichten. Ich hoffe nur, dass mein kleiner Plan Erfolg hat, der ihren Enthusiasmus so ziemlich minimieren wird… Und noch etwas, wir müssen evakuieren, wenn wir hier nicht sterben wollen!“, erklärte ein Einser böse. Allerdings waren schon ganz in ihrer Nähe die ersten Schüsse zu hören, die sie alle zusammenfahren ließ. Offenbar war es bereits den ersten feindlichen Truppen gelungen, unentdeckt in die Basis einzudringen. „Also ich hatte angenommen, dass die Schlacht weiter dort draußen im All stattfinden würde… Ich geh dann jetzt!“, entschied ein weiterer Cavil, der sich sofort auf den Weg machte. Die Schlacht zwischen den beiden feindlichen Flotten wurde immer heftiger geführt. Eines ihrer drei Basisschiffe hatten die Rebellen bereits sehr schnell verloren. Es konnte dem starken Beschuss der Basisschiffe der Cavilfraktion nicht mehr länger standhalten. Jedoch war es glücklicherweise der Concordia gelungen, eine gewisse Anzahl von Überlebenden mit Hilfe der Beamtechnologie zu bergen. Aber das Schlachtschiff der Erde nahm auch sehr aktiv am aktuellen Kampfgeschehen teil, wobei man sehr aufpassen musste, denn ein schlecht getimter Schuss mit den mächtigen Energiewaffen könnte fatale Folgen haben. Nämlich statt eines der noch existierenden fünf feindlichen Basisschiffe, könnte man auch sehr schnell eines der beiden noch verbliebenen Basisschiffe der Zylonenrebellen treffen oder eventuell vorzeitig sogar das Wiederauferstehungszentrum. Ein Umstand, der Carter schnell dazu gebracht hatte, in diesem Kampf primär zunächst auf die Raketen und Railguns zu setzen. Wiederauferstehungszentrum Sektion für Sektion, Abteil für Abteil, Deck für Deck und Korridor für Korridor hatten sich die bunt zusammengewürfelten Angriffsteams aus Marines, Zylonen und auch einige Zenturios vorgekämpft. Endlich hatten sie einen der wichtigen Zielbereiche erreicht, der so wichtig für diesen Einsatz war. Sofort ließ man die Kontaktsonden in die Kontaktflüssigkeit, denn nur so war an die begehrten Daten zu kommen. Auch Captain Kara „Starbuck“ Thrace war anwesend. Sie gab einigen ihrer Marines zu verstehen, sie umgehend zu begleiten, weil sie noch die nähere Umgebung erkunden sowie gegen Feinde absichern wollte. Denn alles andere, was sie alle überhaupt nicht gebrauchen konnten war, dass sie von einer ganzen Armee feindlicher Zenturios überrascht wurden. In der Zwischenzeit hatte auch ein anderes Einsatzteam, das von Captain Karl „Helo“ Agathon angeführt wurde, es geschafft eine handvoll von Dreien wiederzubeleben. Die Gegenwehr der feindlichen Truppen war schwer, weshalb sich das Team von Helo, umgehend unter schweren Beschuss, zu den wartenden Puddle Jumpern zurückzog. Galactica-Flotte Battlestar Galactica Irgendwie war es Ellen Tigh mittlerweile unter größter und gebotener Vorsicht gelungen, nach und nach, in kleinen Einzelgesprächen mit jeden der anderen Zylonen der Final Five zu sprechen. Sie versuchte alle dringend davon zu überzeugen sich freiwillig zu stellen, denn sie sagte zu jeden von ihnen: „Irgendwann kommt Bill Adama dahinter. Daher wäre es auf diese Art besser, nämlich wenn wir uns ihm selber zu erkennen geben.“ Standort des Wiederauferstehungszentrums Basisschiff der Rebellen Flaggschiff, Brücke „Bringt uns noch ein wenig näher an die Concordia heran, sonst überleben wir diesen Kampf gegen die Übermacht der Truppen von Cavil nicht!“, ordnete Natalie an, nachdem sie und alle anderen miterleben musste, wie vor wenigen Augenblicken auch das zweite ihrer Basisschiffe von der feindlichen Flotte zerstört worden war, obwohl die Battlestar Trojan jenen zu Hilfe gekommen war, und nun selber in akute Bedrängnis geriet. Die Übermacht des Feindes war zu groß. Dennoch war es ihnen gemeinsam gelungen, vier der sieben feindlichen Basisschiffe zu zerstören. Aber das Flaggschiff der Rebellen war mittlerweile unfähig noch weiterzukämpfen. Auch die Trojan war schwer von der Schlacht gezeichnet, weswegen sich die beiden Schiffe der Allianz unter den Schutz, genauer gesagt in den Bereich der erweiterten Schutzschilde der Concordia begeben hatten. Für die Concordia selbst würde es in den nächsten Minuten gefährlich werden, denn die Schutzschilde, die man zum Schutze des letzten Basisschiffes der Zylonenrebellen und der Trojan erweitert hatte, benötigten eine Unmenge an Energie. Wiederauferstehungszentrum Vorsichtig tasteten sich derweil immer noch die Marines um Starbuck vorwärts. Doch da war niemand mehr, der sie hätte angreifen können. Dennoch gingen sie noch mutig ein Stück weiter vorwärts. Ein großer Raum mit vier Wannen hatte ihre Neugier geweckt. Sie wollte gerade näher an zumindest einen dieser Behälter herangehen, da meldete sich Leoben bei ihr über Funk: „Die gesamte Basis wurde allen Anschein nach evakuiert, und wir sollten auch verschwinden, weil das Wiederauferstehungszentrums bereits einige Treffer abbekommen hat, dabei wurden einige wichtige Systeme beschädigt, die…“ „Spitze!“, zischte Kara, die mit dem Gewehr im Anschlag noch näher an die vier Wannen herangehen wollte. „Captain?“ „Na schön. Ihr habt es alle gehört, also verschwinden wir von hier, bevor uns dieser verfluchte Drecksladen hier um die Ohren fliegt! Los! Bewegung!“, schrie sie, während sie einen Bogen rannte, der sie noch ein wenig näher an die Mitte des Raumes heranführte, wobei sie hoffte, dass ihre Helmkamera einige gute Bilder aufgezeichnet hatte. Sie alle rannten so schnell sie konnten zu ihren Flugmaschinen, damit endlich der finale Angriff auf das Wiederauferstehungszentrum begonnen werden konnte. Doch die Menschen und die mit ihnen verbündeten Zylonenrebellen waren nicht die Einzigen die in diesen Moment an Flucht dachten, denn mehrere schwere Jäger der Zylonen starteten von einem neu eingerichteten Flugdeck aus. An Bord von jenen waren einige Einser, Vierer und Fünfer, die ihre Leben zu retten wussten, weil die Zerstörung der Basis unmittelbar bevorstand. So kam es, dass ihre Maschinen bereits kurz nach dem Start wegsprangen, kurz nachdem sie das Wiederauferstehungszentrum verlassen hatten. Endlich war der Moment gekommen, alle Viper, Raptor, zylonischen Jäger und Puddle Jumper hatten das Zielgebiet verlassen. Somit war der Weg frei für den finalen und alles zerstörerischen Atomangriff. Während Captain Kara Thrace sich mit ihrer Viper bereits auf dem Landeanflug auf die Battlestar Trojan machte, entdeckte sie einen feindlichen schweren zylonischen Jäger. Sofort brach sie ihr Landemanöver ab und nahm die Verfolgung auf. Starbuck setzte noch schnell eine Meldung ab, obwohl sie die Jagd bereits fortsetzte. Sie bekam nicht richtig mit, wie das Wiederauferstehungszentrum von ungefähr ein Dutzend Atomraketen getroffen und dadurch in einer gewaltigen Explosion zerstört wurde. Zeitgleich hatten einige andere Viperpiloten ebenfalls ihren Kurs korrigiert, denn sie wollten Starbuck unterstützen. Diese näherte sich in einer wilden Verfolgungsjagd einen der großen Gasriesen in diesem System. Die Viperpilotin aber kannte nur ein Ziel, den Feind zu stellen und zu vernichten, und somit an der Flucht zu hindern. Doch dabei geriet sie in das Auge eines gigantischen Sturms, der auf dem Gasriesen herrschte. Das Jagdfieber hatte sie gepackt, welches Kara blind für die Gefahr machte, in die sie sich in ihren Weiterflug brachte. Nur schwer kamen die anderen Viper ihres Geschwaders an sie heran. Die Funksprüche nahm sie zu spät war. Denn sie war schon so tief in den Sturm hinabgetaucht, dass eine Umkehr mit jeden Meter, den sie noch weiter nach unten flog. Ein hilfloser Lieutenant Brandon „Hot Dog“ Constanza konnte nur noch mit ansehen, wie die Viper von Captain Kara „Starbuck“ Thrace, die gerade noch vor wenigen Sekunden erst den feindlichen schweren Jäger hatte zerstören können, von den enormen Kräften der hier herrschenden Elemente zerfetzt wurde. 3 Stunden später Andromeda-Galaxie Galactica Flotte Battlestar Galactica Der Verlust von Starbuck traf insbesondere ihre engsten Freunde sehr hart. Darunter waren Admiral Adama, Apollo, Colonel Tigh, Sam Anders, Helo, Athena und Dee. Doch dies war nicht die einzige Tragödie, die sich in den vergangenen Stunden ereignet hatte, denn Boomer war es irgendwie gelungen die kleine Hera, die Tochter von Athena und Helo zu entführen. RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - Jonathan J. O´Neill - 11.01.2026 Odyssee
Folge 6.05 - “Reunion”
Andromeda-Galaxie Galactica-Flotte Battlestar Galactica, Adama‘ Quartier Die Trauer des Admirals war seit Tagen immer noch sehr groß, denn er hatte Captain Kara „Starbuck“ Thrace wie seine eigene Tochter geliebt. Zudem lag unglücklicherweise Präsidentin Laura Roslin, seit dem Verschwinden, wohl eher der Entführung des Kindes von Athena und Helo auf der Krankenstation der Galactica, weil sie in jenen Moment einen schweren Zusammenbruch erlitten hatte. Ausgerechnet in diesen schweren Stunden, bekam er Besuch von Colonel Tigh, der ihm etwas Wichtiges mitzuteilen gedachte. „Ich weiß, dass es jetzt nicht wirklich der richtige Zeitpunkt ist, Bill - aber es muss sein“, begann Saul, der dann etwas offenbarte, was sein Gegenüber, wegen der Frau seines XO, Ellen Tigh, bereits vermutet hatte aber nicht so richtig wahrhaben wollte. „Das ist doch Quatsch. Ich kenne Sie doch seit über 30 Jahren! Wie kann so etwas auch nur möglich sein?“ „Es ist aber die Wahrheit, ich bin ein Zylon! Ich weiß es, seit einigen Tagen. Ellen hat es mir letztendlich offenbart“, versicherte Saul Tigh seinem langjährigen Freund schließlich abermals, der mittlerweile aufgestanden war und somit fassungslos Auge in Auge vor ihm stand. Heimatkolonie der Zylonen „Ah, da ist ja endlich der ersehnte Trostpreis für unser Volk. Ich hätte aber wirklich nur allzu gerne die dummen Gesichter von Adama, Roslin und einigen anderen gesehen“, stellte einer der anwesenden Cavils wispernd und mit einem bösen Lächeln im Gesicht fest. Sogleich nahm er behutsam das schlafende Kind Hera von Boomer entgegen. Doch alle Zylonen, die sich den Einsern angeschlossen hatten, hatten mit den Rebellen als auch mit den Menschen seit einigen Stunden etwas gemeinsam, nämlich dass sie seit ihrer Erschaffung wieder sterblich waren. Einer der Simons fing Boomer und Cavil ab, und offenbarte den beiden: „Es ist uns leider vollkommen unmöglich, die Technologie der Wiederauferstehung vom Neuen ganz allein wieder aufzubauen.“ „Das sind, nach unseren Gewinn des Kindes Hera, keine sonderlich guten Nachrichten, sondern das absolute Gegenteil, Vier“, schimpfte der Einser frustriert darauf los, „somit liegt unser aller Leben, der Fortbestand unserer gesamten Rasse, nun ganz allein bei der kleinen Hera! Das ist nicht gerade sonderlich berauschend! Hervorragend!“ „Auch die Suche nach der Heimat des 13. Stammes von Kobol, der Erde, gestaltet sich ohne die Hilfe von Gaius Baltar leider sehr schwierig“, fügte einer der Dorals sofort hinzu. Daraufhin schnauzte der Cavil noch lauter in die Runde: „Halt die Klappe!“, wobei seine Stimme mehr als nur wütend und gereizt klang. Electra-Flotte Ilion, Kontrollraum Nach sorgfältiger Analysen einiger immer klarer werdender Bewegungsmuster sah Major Jennifer Hailey endlich den richtigen Zeitpunkt für gekommen, denn sie erklärte allen Anwesenden schließlich: „Ich habe mir die Daten sehr genau angesehen, die wir von den Tiefraumsensoren gesammelt haben. Dadurch konnte ich errechnen, wo und wann wir auf weitere Überlebende aus den Kolonien treffen könnten…“ „Wo und wann denn genau, Major Hailey?“, unterbrach sie sogleich eine sehr ungeduldige gewordene Admiral Diana McBride, die wie alle anderen um sie herum auch, es nicht länger abwarten konnten, endlich die unerwartete Chance doch noch zu erhalten, weitere Überlebende ihres Volkes anzutreffen, und dass dieser wirklich große Moment tatsächlich in der Tat demnächst eintreffen sollte. Der Monitor, der die Präsentation zeigte, änderte abermals das Bild, und Major Hailey antwortete: „Hier könnten wir auf eine oder gar zwei Flotten treffen, Admiral. Es handelt sich dabei um einen gewaltigen Nebel. Entstanden vermutlich durch eine Supernova vor vielen tausenden von Jahren.“ „Wir kennen diesen, vor etwa 5.000 Jahren entstandenen, gewaltigen Himmelskörper als den Ionischen Nebel“, erklärte Admiral Steven Baker schließlich, der zum Glück diese Aufnahme sofort hatte identifizieren können. Galactica-Flotte Battlestar Galactica, Bereitschaftsraum Die schon seit Tagen aufgeregte und wartende Presse, hatte sich schon kurz nach dem gestatteten Einlass eingefunden. Und dadurch, dass Laura Roslin als Präsidentin und Anführerin durch den erlittenen Schwächeanfall wohl für lange Zeit ausfiel, gab Admiral Adama eine kurze Erklärung ab, in der er unter anderen seine Entscheidung weiter nach der Erde zu suchen, erneuerte. Heimatkolonie der Zylonen Kommandozentrale Voller und ungeteilter Zuversicht war nicht nur einer der Cavils, sondern die meisten der Einser immer noch nicht, denn die vorliegenden Daten, die Gaius Baltar ihnen vor langer Zeit hinterlassen hatte, könnten durchaus natürlich auch vollkommen falsch sein. Weshalb man daher nur einer recht kleinen Flotte den Auftrag gegeben hatte, dieser dünnen Spur trotzdem noch weiter zu folgen. Auch ein anderer Teil der gesamten noch übrigen großen Armada von den Zylonen, der mit einen klaren Auftrag zur Erde von der Acht, Captain Sharon Satterfield aufgebrochen war, würde einige Jahre dorthin unterwegs sein. Dies waren alles klare Fakten, die von niemand von der Hand zu weisen waren. Und dennoch stand auch schon eines unumstößlich fest, sein Volk benötigte mehr als nur das Mädchen Hera, nämlich wieder die Technologie der Wiederauferstehung. Galactica-Flotte Concordia, Besprechungsraum < > Brücke Die Unmenge von den gewonnen Informationen, die man aus dem Datenstrom aus den Computern des Wiederauferstehungszentrum erhalten hatte, waren nicht nur allein für die Menschen in der Flotte der Überlebenden von den Kolonien von Kobol sehr alarmierend. Sondern auch für die neuen Verbündeten aus der Milchstraße, daher nahm General Samantha Carter sofort Kontakt mit Erde auf. Die Verbindung war auf Grund der hohen Distanz sehr schwach, aber doch reichte diese glücklicherweise aus um die Informationen an General Jack O‘Neill weiterzugeben. Milchstraße Sol-System Erde Homeworld Command, Kontrollraum „Ich werde es umgehend weiterleiten! Wir werden ab sofort den leeren Raum zwischen der Andromeda-Galaxie und der unseren verstärkter überwachen und mit Patrouillen kontrollieren… mit etwas Glück können wir die Zylonen somit rechtzeitig aufhalten, und zwar bevor sie einer bewohnten Welt in der Milchstraße schweren Schaden zufügen können! Könnte durchaus möglich sein, dass ich Sie mit der Concordia der Flotte von den Zylonen nachschicken muss, da die bereits auf dem Weg zur Destiny ist, Sam“, sagte der Leiter des Homeworld Command. „Ich hörte gerade, dass sich diese Flotte hier, die von der Battlestar Galactica angeführt wird, in wenigen Minuten wieder in Bewegung setzen wird. Die Verbindung wird dann wahrscheinlich nicht mehr funktionieren, Jack.“ Jack hatte sich sofort nach der Konferenzschaltung mit Sam in sein Büro zurückgezogen. Nach und nach setzte er sich dann auch schon unverzüglich unter anderem mit dem IOA sowie der UN in Verbindung. Diese neuen Berichte sorgten für ein allgemeines, sehr großes Unbehagen, da man nur sehr schwer, wenn sogar überhaupt nicht die Destiny vor den Zylonen warnen konnte, weshalb man sich deswegen darauf konzentrieren wollte mit einem Großteil der eigenen Flotte, in Absprache mit den anderen Großmächten der Milchstraße, den leeren Raum zur Andromeda zu sichern. Der Vorschlag von General O‘Neill eventuell die Concordia zu entsenden, damit General Carter das Team von Hank McCoy vor einem möglichen Kontakt mit den Zylonen zu warnen, wolle man aber zunächst noch prüfen. Andromeda-Galaxie Hyperion-Flotte Battlestar Hyperion, CIC Alle Schiffe in der Hyperion-Flotte hatten mittlerweile die neuen Sprungkoordinaten erhalten. Doch Admiral Alexander Korfu ließ noch etwas Zeit vergehen, denn er hatte es nicht besonders eilig. Er wartete solange bis sich Präsident Richard Adar ebenfalls neben ihm eingefunden hatte. Erst jetzt, gab er das Kommando an die Flotte, endlich den vorbereiteten Überlichtsprung durchzuführen. Ionischer Nebel Für einen fernen Beobachter musste es ein regelrechtes Gewitter sein, welches er dort in oder nahe dieses Himmelskörpers beobachtete, denn hunderte grelle Blitze leuchteten in unmittelbarer Nähe des Ionischen Nebels kurz auf, als die Flotten der Galactica, der Electra und der Hyperion mittels ihrer Überlichtsprünge dort ankamen. Kurz darauf öffnete sich auch noch ein Hyperraumfenster, und daraus tauchte schließlich die Concordia am vereinbarten Treffpunkt ein. Doch unmittelbar nach der Ankunft dort, schien es auf sämtlichen Schiffen der drei Flotten der Kolonialen vollkommen unerwartete technische Probleme zu geben, wovon selbst auch das Basisschiff der Zylonenrebellen betroffen war, was wohl an in der Schlacht beim Wiederauferstehungszentrum erlittenen starken Beschädigungen lag. Aber auch die Concordia war von den seltsamen Störungen zum Teil ebenfalls betroffen. Battlestar Galactica, Stauraum Colonel Saul Tigh, Ellen Tigh, Chief Galen Tyrol, Tory Foster und Samuel T. Anders hielten sich, bis auf die beiden letztgenannten, an unterschiedlichen Orten an Bord des Kampfsterns auf. Doch sie folgten dem Klang der Musik, der die fünf letztendlich in einen Stauraum auf dem gleichen Deck geführt hatte, wo sich auch das Combat Information Center befand. „Dann ist es also war, wie sind wirklich Zylonen“, stellte Galen ernüchtert fest, der das Gespräch mit Ellen Tigh bis jetzt nicht für voll genommen hatte. „Und was machen wir jetzt?“, wollte Tory erfahren, denn der Alarm tönte durch den alten Kampfstern. „Was wohl“, begann Saul mit einem verstimmten Knurren, „das Schiff wird angegriffen, also erledigen wir unsere verdammten Jobs, um es gegen den Feind zu verteidigen!“ Battlestar Galactica, CIC Im gleichen Moment herrschte schon seit einigen Minuten im Combat Information Center der Galactica ein großes und vor allem hektisches Handeln. Denn war mit einer Lage konfrontiert worden, die vollkommen neu war. „Wir haben mehrere DRADIS-Kontakte, Admiral! Es sind nicht nur koloniale Kennungen, sondern auch welche von den Zylonen!“, meldete jemand mit hektischer Stimme. Doch William Adama brummte nur fragend in die Runde: „Wo ist Colonel Tigh? Und sagen sie der Flotte, dass sie umgehend zu den Notfallkoordinaten springen soll, Helo!“ „Alle Schiffe melden Probleme und werden frühestens in etwa 20 Minuten ihre Computer erneut gestartet haben sowie bereit zum Sprung sein…“ „Das wird böse ausgehen… Ich will alles, was fliegen kann und wer jemals in seinem Leben etwas geflogen hat, sofort da draußen haben!“, bellte der Admiral im harschen Befehlston, gerade zu dem Zeitpunkt als Colonel Tigh und Tory Foster in das CIC traten. Von allen Kampfsternen der drei Flotten der Überlebenden aus den 12 Kolonien von Kobol, die im Ionischen Nebel zusammengetroffen waren, starteten für ungefähr fünf Minuten ohne Pause Viper und Raptor, die damit begannen eine dichte, wenn auch nur sehr dünne Verteidigungslinie aufzubauen sowie die feindlichen Geschwader der Zylonen entgegenzufliegen. Auch von der Concordia aus wurden, mit Ausnahme der Puddle Jumper, alle verfügbaren F-302er in den Kampf gegen die aufgetauchten 13 Basisschiffe der Zylonen geschickt. Die schwer zu zählenden Jägergeschwader der Zylonen gingen natürlich sofort zum Angriff auf die Menschen über, die sehr, sehr viel Mühe haben würden alle zivilen Schiffe vor dem feindlichen Beschuss zu schützen. Und der Beschuss kam nicht nur von den Raidern und schweren zylonischen Jägern, sondern natürlich auch von den Basisschiffen der Zylonen, die ohne Pause Raketen auf die Raumschiffe der Menschen abfeuerten. Da glücklicherweise das Manövrieren noch möglich war, schoben sich die Kampfsterne allesamt zwischen die zivilen Schiffe und der feindlichen Flotte der Zylonen, mit dem Ziel das Ausmaß der bevorstehenden Verluste irgendwie möglich zu minimieren. Ohne lange zu warten, ließ General Samantha Carter auch umgehend die Concordia so manövrieren, dass sie einige zivile Schiffe der neuen Freunde und Verbündeten schützen konnte. Dabei ließ sie die Schutzschilde so einrichten, dass sie möglichst viel des feindlichen Beschusses abfangen sollten. Der Kampf dauerte erst nur wenige Minuten als noch weitere Basisschiffe der Zylonen eintrafen, die zu der Fraktion um Cavil hielt. Im Verlaufe der Kampfhandlungen wurde die große Flotte der Menschen von den Raumschiffen ihrer Feinde in die Zange genommen. Alle Befehlshaber der Kampfsterne wussten, dass sie so gut es nur möglich war, ihre zivilen Schiffe schützen mussten, zumindest solange bis endlich die Überlichtfähigkeit wieder funktionstüchtig war. Doch dies würde noch mindestens eine Viertelstunde dauern. Wie hochaggressive Wespen attackierten die Raider und schweren Jäger der Zylonen die die Verteidigungslinien der Kolonialen. Denn der Feind versuchte an mehreren Stellen durchzubrechen, um zu den zivilen Schiffen zu gelangen. Momentan standen sich 18 Kampfsterne plus der Concordia und dem Basisschiff der Rebellen, gemeinsam mit ihren Geschwadern einer Streitmacht von 30 großen Schiffen der Zylonen und ihren Geschwadern von den Anhängern Cavils gegenüber. Die Feinde der Menschen bemerkten eines sehr schnell, was sie auch schon aus dem Ersten Mensch-Zylonen-Krieg kannten, nämlich dass sich die Schiffe der Berzerk-Klasse nicht wirklich aktiv am Kampfgeschehen beteiligten. Dies lag natürlich daran, dass sich in der Konstruktion dieser Kampfsterne einige Fensterreihen im oberen Bereich des großen Hauptschiffskörpers befanden. Dies war eine eindeutige und vor allem sehr empfindliche Schwachstelle, welche die Maschinenwesen natürlich gedachten brutal auszunutzen. Es handelte sich dabei um die Aron, Dionysos, Koios und Lyxis, die sich immer stärkeren Angriffen durch die Raider und schweren zylonischen Jägern ausgesetzt sahen. U.N.S. Concordia, Brücke Mit großer Sorge beobachtete und verfolgte General Samantha Carter das aktuelle Geschehen um ihr eigenes Schiff herum. Sie wusste aber, dass sie und ihre gesamte Crew nur durch die Schilde gut gegen die heftigen Angriffe geschützt waren. Ein Schutz, den nur einige kleinere Schiffe der Flotte der Galactica mit nutzen konnten, weil der Bereich des Energiefeldes um die Concordia herum erweitert worden war. Doch Sam wollte natürlich mehr tun, am liebsten in die Offensive gehen und die feindlichen Mutterschiffe mit den mächtigen Energiewaffen angreifen. Doch war dies unmöglich, da sie dafür ihre aktuelle Position natürlich verlassen müsste, was die Zylonen sofort ohne Erbarmen ausnutzen würden. Somit stand Sam Carter vor einem traurigen Dilemma. Battlestar Galactica, CIC Eine gefühlte Ewigkeit sagte Admiral William „Husker“ Adama nichts dazu, was ihm gerade General Samantha Carter vorgeschlagen hatte. Doch sagte er mit seiner rauen Stimme in den Hörer: „Wir müssen das aber verdammt sehr gut koordinieren, damit es keine traurigen Unfälle und vermeidbaren Verluste gibt. Es ist uns beinahe unmöglich geworden, uns mit den anderen Kampfsternen abzustimmen, weil die Zylonen permanent versuchen, sämtliche unserer Funkfrequenzen zu stören. Leider sind sie damit sehr erfolgreich…“ „Dann übernehmen wir die Koordination“, hörte er Sams Stimme sagen, die damit anbot den Mittelpunkt der Kommunikation aller Schiffe zu übernehmen. Adama wusste, dass er keine Wahl hatte, und sagte seufzte: „Gut. Ich bin einverstanden. Hoffentlich sind es die anderen Befehlshaber auch, denn immerhin sind Sie, Ihr Volk und Schiff unseren Volk größtenteils noch absolut unbekannt.“ Battlestar Pegasus, CIC Schon seit einigen Minuten konnte Captain Anastasia „Dee“ Dualla, die als XO an Bord dieses Kampfsterns ihren Dienst versah, ganz genau mitverfolgen wie die Unruhe in Commander Lee „Apollo“ Adama anwuchs. Sie spürte, dass ihr Vorgesetzter, der zudem auch noch ihr Ehemann war, sich wohl am liebsten selber in eine der Viper setzen und sich an dem Kampf da draußen beteiligen würde. Kurz darauf begegneten sich ihre Blicke. Der Commander der Pegasus seufzte leise. „Wenn nicht bald ein kleines Wunder geschieht, wird dieser Tag ein sehr trauriger für unser Volk sein“, wusste Dee. Der unausweichliche Moment war schließlich gekommen, da die unerbittlichen Angriffe der zylonischen Jäger schließlich ihre Wirkung erreicht hatten, denn die Dionysos, ein Battlestar der Berzerk-Klasse, wurde an ihren schlechtgeschützten Fenstern, die sich oberhalb des Schiffskörpers befanden, mehrfach gezielt von Raketen getroffen. Die darauffolgenden Explosionen waren so verheerend, dass natürlich auch noch einige der zivilen Raumschiffe, die sich in der unmittelbaren Nachbarschaft befunden hatten, zerstört beziehungsweise massiv beschädigt wurden. Doch die Freude über diesen Erfolg konnten die Zylonen nicht lange genießen, denn die Concordia setzte nun unter dem Kommando von General Samantha Carter zum ersten Male gezielt ihre mächtigen Energiewaffen ein. Es waren allerdings beim ersten Male neun Treffer nötig, um das erste Basisschiff von der feindlichen Flotte zu vernichten. Wobei die zylonischen Raider und schweren Jäger, die sich in den Schussbahnen befunden hatten einfach pulverisiert wurden, ohne den abgefeuerten Energiestrahl zu stören. Aber auch dieser Erfolg für die Menschen wehrte nicht lange, denn kurz darauf wurde die Koios von einigen Treffern durch die Zylonen so schwer beschädigt, dass Commander Julius Rubicon sich dazu gezwungen sah, die sofortige Evakuierung seines Schiffes anzuordnen. Doch würde die Anzahl der Raptor, die sich noch an Bord befanden nicht für alle ausreichen, weswegen daher die sofortige Hilfe von der Concordia erbeten wurde, die Personal und Vorräte zu sich an Bord transportieren sollte. 3 Lichtjahre entfernt Ilion, Kontrollraum Ungeduldig mussten die Menschen an Bord des Antikerstadtraumschiffes ausharren. Unter ihnen waren unter anderem auch Major Jennifer Hailey und Lieutenant Cassandra Fraiser, die nur über eine schwache Funkverbindung in Kontakt mit der Concordia standen. Das Signal musste so schwach wie nur möglich sein, damit die Zylonen nicht irgendwie auf Ilion aufmerksam wurden, aber stark genug um mit dem Schiff von General Carter zu kommunizieren, denn einer solchen Übermacht hätte dieses letzte Bollwerk der Antiker in dieser Galaxie, trotz all der vorhandenen fortschrittlichen Technologie nicht für lange sehr viel entgegenzusetzen. „Wir müssen doch etwas tun können?“, stöhnte jemand, der wie viele andere Überlebende aus den 12 Kolonien von Kobol war. Dabei sah nicht nur er auf die Uhr, die anzeigte, dass es bald soweit sein würde. Noch zwei Minuten, dann würden die meisten Schiffe der Menschen hoffentlich wieder ihre Überlichtfähigkeit wiedererlangt haben. Ionischer Nebel Battlestar Galactica, CIC Auf den Plan von Admiral Adama hin, der sein Vorhaben über die Concordia an alle koloniale Schiffe glücklicherweise hatte weiterleiten können, sollten zunächst nur all die zivilen Schiffe und die für eine weitere Fortführung des Kampfes zu stark beschädigten Kampfsterne zu den Koordinaten springen, wo sich Ilion befand. Bill und Saul sahen immer wieder auf die Uhr. Die angepeilte Zeit war gerade vor wenigen Sekunden abgelaufen. Kurz darauf meldeten auch schon die ersten Schiffe endlich wieder Kontrolle über ihren FTL-Antrieb zu haben, und somit bereit für den Sprung, zu den Koordinaten am neuen Sammelpunkt zu sein. Die ersten Schiffe der Menschen konnten sich somit endlich in Sicherheit bringen. Da auch das Basisschiff der rebellischen Zylonen immer noch sehr stark beschädigt vom Angriff auf das Wiederauferstehungszentrum war, zog es sich ebenfalls als eines der ersten Schiffe zurück, kurz nachdem die eigenen Geschwader wieder zurückgekehrt waren. Doch noch immer gab es sehr viele Schiffe, die noch nicht soweit waren und daher den Schutz und die Deckung der Kampfsterne sowie der Concordia weiterhin dringend benötigten. Ein großer Raum des Nebels wies bereits unzählige umherdriftende Trümmer auf. Denn dem Schlachtschiff der Erde war es bisher gelungen, sieben Basisschiffe der Zylonen zu zerstören. Zylonen-Flotte Flaggschiff, Brücke Die Nervosität bei den Zylonen von Anhängern Cavils wuchs an, denn je mehr Schiffe der Menschen weggesprungen waren, desto mehr Raum hatte das fremde Schiff der Menschen, um vernichtende Gegenangriffe zu starten. Doch den Kampf einzustellen, daran war für die Zylonenmodelle, die die Menschen hassten, nicht zu denken, denn sie wollten so viele Schiffe von ihren Feinden sowie deren Bewohner vernichten, wie sie nur konnten. Aber der Einser Cavil war nicht untätig, da er Patrouillen von Raidern und schweren Jägern aussandte, die unverzüglich nach den Menschen und ihrer Flotte suchen sollten, die das Schlachtfeld mithilfe eines Überlichtsprunges verlassen hatten. Centauria-Flotte Battlestar Centauria, CIC Die recht kleine Flotte, die dem anführenden Kampfstern Centauria folgte, hatte sich dem Ionischen Nebel nur mit Sublicht genähert. Der Grund dafür war, dass man schon einmal Schwierigkeiten mit der Energieversorgung und den Schiffscomputern in der gesamten Flotte gehabt hatte, als man sich schon einmal in die Nähe eines solchen Astronomischen Körpers gesprungen war. „Sir. Ich habe hier etwas auf dem DRADIS. Könnte ein einzelner zylonischer Jäger sein“, meldete der Taktikoffizier. Sofort ging der Blick von Admiral Theodor Thasos nach oben, dann befahl er: „Die CAP soll das verfluchte Ding sofort abfangen und zerstören! Die übrige Flotte soll sich bereit machen umgehend zu den Sammelkoordinaten springen, falls sich noch mehr Objekte zeigen sollten!“ „Admiral. Das Objekt, in der Größe eines Jägers, befindet sich jetzt auf Abfangkurs zu uns! Wo zum Donnerwetter bleibt unsere CAP?“, knurrte der XO des Flaggschiffes. Schon wenige Minuten später meldete sich die CAP. Doch was sie mitzuteilen hatte, schien nur zu schön, um wahr zu sein. „Eine Viper der Galactica, Admiral. Was geht hier vor?“ „Keine Ahnung, Colonel. Aber wir werden Starbuck folgen!“ „Verstanden, Admiral.“ Ionischer Nebel Koloniale Flotte Noch immer befanden sich einige handvoll zivile Schiffe in der Nähe des Nebels, die nach wie vor von den Kampfsternen geschützt werden mussten. Für die Battlestar Galactica war es ein besonders gefährlicher Einsatz, denn Chief Tyrol hatte Admiral Adama erst vor kurzem erneut davor gewarnt, den alten Kampfstern nicht solch ein so hohes Risiko auszusetzen. Schließlich sprang auch die Galactica weg, da Adama sich an die Warnungen von Tyrol erinnert hatte. In der Zwischenzeit war es der Concordia gelungen, noch vier weitere Basisschiffe sowie sechs Hilfsschiffe, die in etwa halb so groß wie ein Basisschiff, der Zylonen zu zerstören. Aber man hatte auch selber enorme Verluste durch diese Schlacht hinnehmen müssen. Mehrere zivile Schiffe der Menschen und deren Besatzungen waren den unerbittlichen Angriffen der Zylonen zum Opfer gefallen, und nicht nur einige der Kampfsterne sowie mehrere ihrer Geschwader von Viper und Raptor. U.N.S. Concordia, Brücke Alle Schiffe der Kolonialen hatten sich endlich in Sicherheit bringen können. Aber General Samantha Carter wollte noch nicht zum Sammelpunkt aufschließen, sondern noch einige Gegenangriffe starten, zumal sie jetzt freie Bahn hatte, um dem Feind einen gehörigen Denkzettel zu verpassen. Ihr Ziel war es nämlich den Zylonen, durch diese eindrucksvolle Machtdemonstration der Feuerkraft der Concordia, vor möglichen weiteren Angriffen auf die Überlebenden der Kolonien von Kobol abzuhalten Dass sich eventuell weitere feindliche Schiffe zeigen würden, damit war durchaus zu rechnen gewesen. Aber es war eine Flotte der Kolonialen, die sich ihnen genähert hatte. Sofort ließ Sam eine sichere Funkverbindung herstellen, damit diese Flotte nicht ebenfalls in Bedrängnis durch die Maschinenwesen geriet. Aber auch hier mussten die Kampfsterne sofort den Rückzug den zivilen Schiffe in der Flotte decken. Man war gerade dabei eine Verteidigungslinie aufzubauen, als die Tauron, ein Kampfstern der Berzerk-Klasse meldete, dass der FTL-Antrieb durch den Beschuss der Zylonen schwer und irreparabel beschädigt worden sei. Carter bot daher schnell an die Besatzung, benötige Vorräte und wichtige Ausrüstung mit Hilfe der Transporttechnologie der Concordia zu bergen, weil das beschädigte Koloniale Schiff offensichtlich nicht mehr zu retten war. „Sie sind alle weg, General!“, rief Captain McIntyre über den Lärm hinweg, da jetzt, weil alle anderen Schiffe der Menschen weg waren die Concordia nun von der gesamten Flotte der Zylonen massiv beschossen wurde. „Unsere Schilde sind jetzt runter auf 57 Prozent, Ma‘am!“, meldete Major Johnson. „Na gut“, begann Sam und ordnete an, „noch einen starken Gegenangriff, dann ziehen auch wir uns zum vereinbarten Sammelpunkt zurück!“ 1 Stunde später Andromeda-Galaxie Koloniale Flotte Es lag eine gewisse bittere Ernüchterung in der Luft, und zwar an Bord eines jeden einzelnen Schiffes. Viele hatten bei der Schlacht im Nebel ihr Leben lassen müssen. Daher konnte man sich auch nicht damit trösten lassen, dass man sich mit anderen Flotten von Überlebenden zu einer großen Kolonialen Flotte vereinen hatte können, sowie dass auch die feindlichen Zylonen um Cavil schwere Verluste hatten einstecken müssen. Ilion, Konferenzraum Die wichtigsten Anführer der bisherigen einzelnen Flotten hatten sich gewissermaßen auf neutralen Boden versammelt, denn nun lag es zunächst daran Bilanz zu ziehen. Insgesamt waren in den letzten Tagen 6210 Menschen, die den Angriff auf die Kolonien von Kobol überlebt hatten von den Feinden getötet worden. Davon waren die meisten unter ihnen Zivilisten. Aber es waren auch mehr als 70 Zylonen in Menschenform und weitere tausend Zylonen in Gestalt von Zenturios und Raider in Folge der Kämpfe gestorben, die sich der Flotte von Admiral Adama angeschlossen hatten. Zusätzlich hatten die Kolonialen im Kampf gegen Cavil und seine Flotte außerdem noch fünf Kampfsterne, 208 Viper und 122 Raptor verloren. Doch auch General Carter hatte schmerzhafte Verluste erlitten, denn es waren 20 F-302er vom Feind zerstört worden, wobei 18 Pilotinnen und Piloten ums Leben gekommen waren. Doch die ersten Spannungen unter den Militärs waren bereits jetzt für viele spürbar, denn die Admiräle mussten sich nun wirklich sehr schnell einigen, wer denn von ihnen die Befehlsgewalt über die gesamte Flotte übernehmen sollte. Und bei allen politischen Vertretern musste ähnlich entschieden werden, wer von ihren anführenden und gewählten Präsidenten das Amt des Präsidenten aller Menschen in dieser großen vereinten Flotte ausführen sollte. Auch die unerwartete und absolut rätselhafte Rückkehr von Captain Kara „Starbuck“ Thrace sorgten vielerorts für wilde Spekulationen, und dies obwohl sie mehrfach gründlich auf mehreren Schiffen medizinisch untersucht worden war. Ihre Viper wurde ebenfalls, gleich ihrer Pilotin ungewöhnlich penibel technisch durchgecheckt, weil diese aussah, als wäre sie gerade eben frisch aus der Fertigung gekommen. Doch noch etwas war klar, nämlich dass sich die Fünf an Bord der Flotte von Admiral Adama aufhielten, was auch John Cavil, der Einser, allen schließlich mittlerweile bestätigt hatte. Heimatkolonie der Zylonen Konferenzraum Wie immer eröffnete einer der Einser die dringend einberufene Sitzung, an der Vertreter des eigenen Modells sowie der Vierer und Fünfer im Beisein von Boomer teilnahmen. Die Armada der Zylonen hatte vollkommen unerwartet schwere massive Verluste hinnehmen müssen. Doch noch etwas war ihnen allen klar geworden, dass sie ohne Hilfe der Fünf es nicht wieder schaffen würden, wieder erneut in den wichtigen Besitz der Wiederauferstehungstechnologie zu gelangen, damit ihr Volk nicht dazu verurteilt war auszusterben. Was zumindest die einst von den Fünf entwickelte menschliche Form anging. Weswegen nach einer langen Debatte der Beschluss gefasst wurde, dass man nur unter einigen gewissen Bedingungen dazu bereit war, vorübergehend oder gar möglicherweise für immer sämtliche Kampfhandlungen gegen die Menschen zu beenden. Aber nur, wenn die Fünf ihnen dabei halfen, die für sie wichtige Technologie der Wiederauferstehung wieder neu zu erschaffen. Odyssee
Folge 6.06 - “Mollis Puncta in Posterum”
Milchstraße Sol-System Erde Homeworld Command Der Kontakt zu Ilion sowie natürlich ebenso zur Concordia war erneut unterbrochen. Doch während sich die meisten Politiker und andere Persönlichkeiten in den wichtigsten Institutionen auf der Erde schon damit begannen, sich die ersten Sorgen zu machen, blieb natürlich als einer der wenigen dort, General Jack O‘Neill zuversichtlich, denn General Carter hatte ihn ja bereits darauf hingewiesen, dass es eine gewisse zeitlang keinen Kontakt zur Stargate Command Base auf dem Mars, und somit auch zum Homeworld Command auf der Erde geben würde. Es würde demnach einige Zeit dauern bis es wieder einen Kontakt über eine Wurmlochverbindung über die Stargate Command Base auf dem Mars zu den Menschen in der Andromeda-Galaxie gab, nämlich wenn die neue astronomische Position und somit auch die Stargate-Adresse von Ilion feststand, damit man wieder das Sternentor als Transportmittel nutzen konnte. Die einzigen Themen, die den General momentan wirklich aktuell beschäftigten und große Sorgen machten, waren die zwei Verbände von den Zylonen. Der eine, der sich auf dem Weg zur Milchstraße befand, und der andere der zur Destiny unterwegs war. Doch als ob dies nicht genug war damit war, machte wieder einmal mehr die Orici Adria weitere Probleme, die trotz aller Warnungen von Myrrdin und Artus zum Trotz, immer noch nach wie vor nach der alleinigen Herrschaft im dem ihr bekannten Universum strebte. Doch waren dies bislang nur Vermutungen, für die jegliche und klar belegbare Beweise dazu fehlten zurzeit noch. Aber noch eine andere bedeutende Sache musste von Jack O‘Neill dringend geklärt werden. Um nicht vollkommen allein mit der Lösung dieser Problematik zu sein, griff er auch schon zum roten Telefon und wählte zügig die Kurzwahlnummer von Hank Landry, der sich erst vor Kurzem in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet hatte. Pegasus-Galaxie Todds Territorium M-2468 Der Planet war abgelegen, doch er war sehr schnell zum Zentrum der neuen Wraith-Kultur geworden, die von Todd angeführt wurde. All deren Bewohner waren allerdings männlich, weswegen bei einigen der Bewohner die ersten Zweifel aufkamen, ob ihre neue Form und Erscheinung wirklich nützlich sein und ihre Spezies dadurch überleben würde. Die ersten von ihnen begannen daher bereits insgeheim Pläne gegen die Führung von Todd zu schmieden, der nach wie vor darauf sann auch die letzte noch lebende Wraith-Königin aufzuspüren und zu vernichten. Im Prinzip konnte keine der größeren Fraktionen der Wraith der anderen voll und ganz vertrauen. Wie üblich hatten sich die ehemaligen Kriegerdrohnen zum größten Teil ihren bisherigen Offizieren untergeordnet. Aber es gab natürlich auch Ausnahmen, weil einige sich einer anderen Fraktion angeschlossen hatten. Für Todd bestand deswegen das Hauptaugenmerk und die damit ausgefeilte Taktik seine Machtposition zu bewahren darin, nicht alles von dem, was er an Wissen und Erfahrungen erlangt hatte, an andere preiszugeben und mitzuteilen, obwohl es sich auch um seine eigenen Verbündeten innerhalb der neu entstandenen Wraith-Kultur handelte. Aber er hatte einen entscheidenden Vorteil auf seiner Seite, der ihn zumindest auf jeden Fall am Leben erhalten würde, nämlich seine engen und direkten Kontakte zu John Sheppard und seinem Team sowie nach Atlantis. Doch er hatte sich schon zu oft in seinem Leben in Gefangenschaft befunden, weswegen er dazu bereit war alles zu tun, damit dies nie wieder geschah. Derzeit forschte nicht nur er daran, wie ihr gesamtes Volk auch auf dem normalen und biologischen Wege auch ohne eine Königin überleben konnte. Weil es riskant war, dass ihm jemand seine Forschungen ausspähen könnte, war er vorerst dazu gezwungen alleine und im Verborgenen zu arbeiten. Enttäuscht von den ersten Experimenten und Tests, entschied sich Todd für eine andere, aber natürlich auch eine sehr gewagte Lösung, die ihm letzten Endes den meisten Erfolg versprach. Mit einem nervösen Brummen trat er an ein Kühlfach heran. In diesen lagerten unzählige genetischer Proben von einer Vielzahl von Lebewesen, die es in der gesamten Pegasus-Galaxie gab. Darunter befanden sich natürlich auch welche von den Wraith. In einem verborgenen Versteck, einer Ausbuchtung, die so groß war, wie ein Gymnastikball, lagerte er isoliert von allen anderen Proben von allen Wraith-Königinnen, die er hatte finden und auftreiben konnte. „Dann wollen wir mal mit der Arbeit beginnen“, murmelte Todd, als er eine erste Probe aus einem Fach herausnahm, sie ins Licht hielt und danach das Geheimversteck wieder sicher verschloss. Danach begab er sich zu einem speziellen und sterilen, hermetischen und abgeschirmten Bereich seines Labors, um endlich mit der eigentlichen Arbeit zu diesen gewagten Projekt, zu welchen er sich entschlossen hatte, zu beginnen. Andromeda-Galaxie Koloniale Flotte Ilion, Konferenzraum Alle entsendeten Delegierten aus der gesamten Flotte trafen sich gewissermaßen auf neutralen Boden. An der Konferenz nahmen unter anderen, obwohl immer noch stark angeschlagen, auch Laura Roslin und Richard Adar teil. Schnell wurde aber allen Teilnehmern an dieser Konferenz klar, dass man zunächst die zivilen und militärischen Vertreter in der Flotte getrennt voneinander tagen lassen müsse, weil ihre Belange nämlich zu unterschiedlich waren. Die Menschen aus der Milchstraße allerdings, hielten sich zunächst aus den komplizierten Angelegenheiten ihrer Verbündeten heraus. Einen Vorteil von diesen bereits bestehenden Beziehungen, würden allerdings nur die Teilflotten der Electra, der Galactica und eventuell der Centauria haben. Zu verschiedenen Zeiten und immer im Wechsel, trafen sich die wichtigsten Personen der Politik und des Militärs im Konferenzraum des alten Antikerstadtraumschiffes, wenn sie sich nicht gerade in Kleingruppen beratschlagten. Es war allerdings wohl keine allzu große Überraschung, dass sich die höchsten Kolonialen Offiziere innerhalb des Militärs wohl am schnellsten einigen würden. Zum zweiten Male an jenen Tage, am frühen Nachmittag, gleich nach dem Mittagessen, saßen alle Admiräle und Commander aller Kampfsterne sowie auch die Vertreter der Zylonen des Basisschiffes, welches sich der Flotte der Galactica angeschlossen und der Befehlsgewalt von Admiral Adama unterworfen hatten, beisammen. Es lagen erneut dieselben Punkte auf dem Tisch, zu denen alle mehrere Stunden Zeit bekommen hatten, darüber nachzudenken. Es waren eigentlich nur zwei bis drei Punkte, die es untereinander zu klären galt, nämlich den Ersten Admiral, der die Oberbefehlsgewalt über die gesamte Flotte haben sollte, zweitens die Aufteilung des gesamten vorhandenen Materials in Gestalt der Viper- und Raptorgeschwader, und natürlich des Personals, nämlich der Piloten innerhalb der Flotte, und zu guter Letzt ging es natürlich um die Zylonen, die sich ihnen angeschlossen hatten. Vielen behagte natürlich der letzte Punkt nicht so besonders, dass ausgerechnet ihre ehemaligen Feinde innerhalb ihrer eigenen Reihen agierten und es auch weiterhin sollten. Doch wurde ausgerechnet genau dieser letzte Punkt auf der Debattenliste als Erstes von Admiral William Adama, der den anderen Offizieren eine eindeutige Auflistung aller bisherigen gemeinsamen Zusammenarbeit und Missionen mit den Zylonenrebellen vorlegte, beigelegt. „Hoffentlich gibt es bei den Politikern keinen allzu großen Widerstand“, brummte Admiral Steven Baker, dem immer noch ein wenig Unwohl dabei war. „Warten wir es ab“, war alles was der Commander der Galactica darauf noch zu sagen hatte, weil er sich dabei auf Laura Roslin, die die Präsidentin und zivile Anführerin seiner Flotte war, verließ. Dann folgte eine kurze Pause, in der sich alle ranghohen Offiziere abermals in kleinen Gruppen zusammenfanden, denn es sollte nun gleich um die Wahl gehen, die einen von ihnen an ihre Spitze und somit der Kolonialen Flotte führen sollte. Zur Wahl standen natürlich die meisten der Admiräle, die von einigen in der Runde vorgeschlagen wurden. Unter den Kandidaten, die unabhängig von allen Anwesenden vorgeschlagen wurden, waren William Adama, Diana McBride, Steven Baker, Samuel O‘Hara und Amanda Carter. Die beiden letztgenannten schieden schon in der ersten Wahlrunde aus. Da es keine klare Mehrheit für einen der drei anderen Kandidaten gab, folgte noch eine weitere Abstimmungsrunde. In dieser fiel dann die Entscheidung, nämlich dass es Admiral Adama sein sollte, der von allen noch lebenden Offizieren der Kolonialen Flotte die längste militärische Erfahrung hatte. „Ich danke ihnen allen, es ist mir eine große Ehre!“, war alles was Husker zunächst sagen konnte. Nachdem er sich wieder gesammelt hatte, schnitt er sofort den letzten Punkt an, nämlich die Verteilung aller Viper, Raptor und deren Piloten innerhalb der Kolonialen Flotte auf alle Kampfsterne. Doch auch der Zustand aller Kampfsterne und zivilen Schiffe der gesamten Flotte waren ihm ebenso wichtig, denn er offenbarte sofort, dass unter anderem auch die Galactica einer dringenden Überholung bedürfte. „Wir werden ihnen natürlich sofort die noch nötigen und erforderlichen Dokumente, so schnell wir können, zukommen lassen, Admiral Adama“, versicherte unter anderem auch Commander Amanda Carter, die Befehlshaberin der Battlestar Iuno, einen Kampfstern der Mercury-Klasse. Ein kurzer Blick auf eine bereits vorliegende, aber nur vorläufige kurze Übersicht genügte Husker, der erkannte, dass die Teilflotte von Admiral McBride am besten mit Fluggeräten und Piloten aufgestellt war. „Wir können glücklicherweise einige Viper und Raptor mit den vorhandenen Rohstoffen ersetzen“, fügte Admiral Thasos, der Commander der Centauria hinzu, der dabei auf die Produktionsstätten für Viper und Raptor an Bord der Kampfsterne der Mercury-Klasse anspielte. „Dann will ich es, dass genau dies geschieht! Ich will, dass jeder Viperpilot auch eine Viper und jede Raptorbesatzung einen Raptor zur Verfügung hat! Dann würde ich sagen, dass wir den Raum hier für die Politiker räumen, und uns jetzt zurück auf unsere Schiffe begeben, denn es gibt sehr viel zu tun!“ „Jawohl, Admiral Adama“, erklärte mit einem kurzen Nicken Steven Baker, während sich alle erhoben. Ori-Galaxie Celestis Sicherheitshalber hatte sich die Orici Adria in ihr Allerheiligstes in der Heiligen Stadt zurückgezogen, denn sie wollte nach wie vor die Vorherrschaft über alle Menschen im bekannten Universum erlangen. Doch musste sie sich in Acht vor Myrddin und Artus nehmen, deren Drohung sie absolut ernst nahm. Sie brauchte daher einen neuen und gut überlegten Plan, der ihr letztendlich zum endgültigen Erfolg über all ihre Gegner verhelfen sollte. Denn ihr vorheriger Plan, sich auf die Wraith als losgelassene Dämonen zu setzen, die die Welten von allen Ungläubigen heimsuchen sollten, war durch den unerwarteten militärischen Erfolg der Menschen von der Erde allen Anschein nach für immer zunichte gemacht worden. Entfernte Galaxie Destiny, Stargate-Raum Gerade noch rechtzeitig war das Erkundungsteam um Colonel David Telford auf die Destiny zurückgekehrt. Grund für die Rückkehr in erst letzter Minute war Jack Dalton gewesen. Pete Thornton und MacGyver hatten ihren gemeinsamen Freund regelrecht durchs Sternentor schleifen müssen, weil er bei einer Erkundungsrunde auf eine große Ansammlung von faustgroßen Smaragden gestoßen war. Ein Vorfall, der noch einiges an klaren Aussprachen von der Führung auf der Destiny nach sich ziehen würde. „Mister Jack Dalton, sofort folgen Sie mir!“, bellte Telford im barschen Befehlston sofort nach ihrer Rückkehr im Stargate-Raum, wovon natürlich auch sehr schnell Camille Wray und Colonel Everett Young Kenntnis bekamen. Aber auch Doktor Nicholas Rush und viele andere Besatzungsmitglieder an Bord der Destiny hörten von dem erneuten Problemen und Schwierigkeiten, welche von Jack Dalton verursacht worden waren. Der Pilot nahm eingeschüchtert seine Pilotenmütze ab, die er in Brusthöhe dicht an seinem Körper hielt, ja eher schon presste, während er schuldbewusst und bereits eingeschüchtert hinter dem erbosten Colonel herlief. Andromeda-Galaxie Koloniale Flotte Ilion, Konferenzraum „…dies ist für sehr viele… vollkommen… schwer, oder ganz und gar nicht zu akzeptieren“, schimpfte der Vizepräsident der Teilflotte, die seit dem Fall der Kolonien mit der Battlestar Centauria unterwegs gewesen war. Laura Roslin, die sichtbar schwer gesundheitlich angeschlagen war, hatte daher große Mühe sich zu behaupten. Aber sie fand dennoch die richtigen Worte, die sämtliche Kritiker, zumindest vorerst zum Verstummen gebracht hatte. In der aktuellen Diskussion ging es nämlich darum, weshalb die Zylonen einen Sitz oder gar mehrere im neuen zu bildenden Rat der Kolonien als auch in der Regierung erhalten hatten und in Zukunft auch behalten sollten. Es war ein schwieriges und brisantes Thema, doch es musste auch dafür irgendwann einmal auch eine verträgliche Lösung her. Sofort schnitt Richard Adar ein anderes Thema an, nämlich die Präsidentschaft über alle Überlebenden der gesamten Flotte. „Es geht hier um die politische Führung und den militärischen Schutz von rund 146.000 Menschen“, bemerkte Francine Baltimore, der amtierenden Präsidentin der Electra-Flotte. Auch ahnte nicht nur sie, sondern auch schon bereits Laura Roslin worauf Richard Adar wirklich aus war, nämlich eben auf diese von ihm ins Spiel gebrachte Präsidentschaft über die gesamte Flotte. „Es dürfte selbstverständlich allen hier in diesem Raum klar sein, dass ich der Präsident aller Überlebenden von den Kolonien Kobols sein möchte. Dies ist mein Anspruch, den ich auch durchzusetzen gedenke. Tut mir leid, für sie alle, die bislang gute Arbeit seit den Angriffen auf unsere Heimatwelten in den bisherigen Teilflotten aller Überlebenden geleistet haben…“, sprach Richard Adar, der allerdings von Laura Roslin unterbrochen wurde. Sie sagte nämlich: „Vergiss es! Ich bin zwar krank, aber gut ein Drittel der Menschen in dieser Flotte wird von mir vertreten. Und auch Francine vertritt mehr als ein Drittel. Und Du, mein Lieber, eben nicht.“, wobei sie sich mittlerweile schon vollkommen in einem klaren Wahlkampf- und Angriffsmodus befand. Dazu bereit, sich jeden Widersacher zu stellen und offen den Kampf anzusagen. Eine Pause war daraufhin entstanden, worauf Adrian Auckland, der Vizepräsident von der Galactica-Nyx-Flotte, schließlich das einzige brauchbare Mittel vorschlug: „Es wäre am Besten mit sorgfältig vorbereiteten Neuwahlen dieses Amt zu vergeben, damit wir endlich Gewissheit haben.“ „Gut. Wer ist dafür?“, nickte Laura Roslin, die sich in der Runde umsah. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen, womit natürlich auch sofort der harte Wahlkampf untereinander beginnen würde. Da es natürlich sehr viele Kandidaten waren, würde es innerhalb der gesamten Flotte sehr spannend werden, doch die Frage: Was mit den Zylonen und ihren politischen Status innerhalb der Flotte anging, müsste eigentlich sofort entschieden werden. Die darauffolgende erneute Debatte und Abstimmung in diesem Fall war zwar nicht klar, doch ging er durch eine einfache, aber recht knappe Mehrheit, zugunsten der Zylonen um Natalie aus, weswegen auch sie zumindest vorerst einen Sitz im Rat erhielten, und es somit in dieser Kammer in Zukunft selten zu einem Gleichstand kommen und durch das besondere Vetorechtes vom Inhaber oder der Inhaberin des Präsidentenamtes zu einer Entscheidung würde. Entfernte Galaxie Trinitatis Die Trinitatis fiel planmäßig am Rande eines Planetensystems wieder einmal aus dem Hyperraum. Das von Doktor Hank McCoy geführte, intergalaktische Team, würde sich in diesen Teil des Universums für insgesamt drei Tage aufhalten. Es war somit einer der wenigen längeren geplanten Aufenthalte auf einer festen Position, während ihrer langen Reise zur Destiny. Trinitatis, Kontrollraum Es dauerte nicht lange, da verkündete Doktor Rodney McKay auch schon, dass sie wie geplant der Route der Destiny nach wie vor folgten. „…es wird nicht mehr lange dauern, dann erreichen wir schließlich auch jene Galaxie, in der das Team von Colonel Everett Young und Doktor Nicholas Rush auf die Destiny gelangt ist. Was dann aber auch bedeutet, dass wir einigen der uns schon bekannten Gefahren ausgesetzt sein werden. Also diesen fiesen Aliens, die die Angewohnheit haben, ihre Gefangenen in Wassertanks zu stecken, und so…“ Viele der Anwesenden hörten dem Kanadier nur mit einem halben Ohr zu, denn der Anblick, der sich ihnen allen bot, war einfach mehr als nur überwältigend. Sie alle hatten auf ihrer bisherigen Reise durch das Universum an Bord dieses Schiffes schon so einiges gesehen, doch dieses Planetensystem war es mehr als nur wert, so gut es in den wenigen Tagen ging, erforscht zu werden. RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - Jonathan J. O´Neill - 12.01.2026 Odyssee
Folge 6.07 - “Vorboten des Wandels”
Andromeda-Galaxie Koloniale Flotte Battlestar Galactica Immer noch befand sich Admiral Adama auf einen seiner sehr wichtigen Rundgänge durch sein gesamtes Schiff. Er wurde dabei wieder einmal mehr natürlich von Chief Galen Tyrol durch die am schwersten betroffenen Sektionen der gesamten Galactica geführt, in welcher seinem Vorgesetzten eine Vielzahl von schweren Beschädigungen an mehreren der wichtigen Träger, Spannte und Holme, kurz gesagt, der gesamten tragenden Struktur an Bord zeigte. Dass der Mann, der schon seit so einigen Jahren unter seinem Kommando diente, wie sich herausgestellt hatte in Wirklichkeit ein Zylon war, störte ihn schon lange nicht mehr so wirklich. Doch so einige andere innerhalb der Crew und der übrigen Menschheit in der gesamten Flotte waren weniger erfreut darüber, dass sich so viele Zylonen an Bord der Galactica befanden, und zudem noch so viele von ihnen enorm wichtige Schlüsselposten- und positionen dort innehatten. Selbst eine Laura Roslin musste einen persönlichen Schock erst einmal verdauen, nämlich dass ihre eigene Beraterin und Managerin Tory Foster ebenfalls eine Zylonin war, und dann auch noch wie Galen Tyrol zu den Fünf gehörte. Aber es gab noch mehr, was der Chief dem Admiral zu zeigen gedachte, denn ihr Weg führte sie auch in das Backbord-Hangardeck. Dort angelangt blieben die beiden erst gemeinsam vor der Viper von Starbuck stehen. Diese Viper war abseits von allen anderen geparkt und gewissermaßen unter Quarantäne gestellt worden. „Admiral. Wir haben den Flugschreiber von dieser Viper noch einmal genauer unter die Lupe genommen. Und die darauf sehr spärlich vorhandenen Daten ergeben zum Teil nicht wirklich sehr viel Sinn…“ „In wie fern, Chief?“ „Ist irgendwie schwer zu erklären, daher würde ich es sehr gerne demnächst gemeinsam mit Captain Thrace mal etwas genauer analysieren. Vielleicht erinnert sie sich ja im Verlaufe des Gespräches an irgendetwas.“ „Dann tun Sie das!“ „Ja, Sir. Zudem werden die anderen vier von den Fünf, genauso wie ich des Öfteren von diesem Vogel hier quasi wie von einem Magnet angezogen. Ganz so als ob diese Viper hier, uns ständig zu sich rufen würde. Es ist also nämlich mehr als nur das normale Außergewöhnliche an dieser Viper… Starbucks Rückkehr, die Zusammenführung der wohl letzten Flotten der Überlebenden aus den Kolonien…“ Die letzten beinahe schon gemurmelten Worte von Tyrol, konnte Adama schon fast nicht mehr hören, denn seine Schritte lenkten ihn derweil schon zielstrebig zu dem Raptor von Athena. Der Admiral kam sofort zur Sache: „Was haben Sie vor, Lieutenant?“ „Ich will und werde meine Tochter suchen! Davon lasse ich mich nicht abhalten - auch nicht von Ihnen, Sir.“ Die Stimme der Zylonin klang mehr als nur fest und zu allem entschlossen, während sie konzentriert weiter die Checkliste abarbeitete. William Adama trat zunächst noch wortlos näher an sie heran, dann setzte er sich auf dem Platz des ECO und sagte, nur gerade einmal so laut, dass es Sharon Agathon hören konnte: „Ich weiß, Athena. Daher werde ich Ihnen eine ganz wichtige Aufklärungsmission übertragen…“ Sofort drehte sich Athena zu den Commander der Galactica, der mit ruhiger und seiner heiseren Stimme zu ihr sprach: „…zudem habe ich mir bereits erste Gedanken über einen Angriffs- und Rettungsplan für Hera gemacht. Zudem habe ich mich auch mit einigen der Zylonen vom Basisschiff unterhalten, die meinten, dass man Hera vermutlich zu ihrer sogenannten Heimatkolonie gebracht hat, welche sich nicht etwa auf einem bewohnbaren natürlichen Himmelskörpern befindet, sondern eine weitere riesige Weltraumstation sein soll. Also hören Sie mir gut zu!…“ Schon nach einigen weiteren Atemzügen hatte Sharon Agathon mit ihrer Arbeit aufgehört und dabei erstaunt den Worten von William Adama gelauscht, denn sie konnte einfach immer noch nicht glauben, was sie soeben von ihrem Vorgesetzten vernommen hatte. „…Bedingung ist, dass Sie sofort zur Galactica mit den Koordinaten zurückkehren, sobald die Heimatkolonie der Zylonen gefunden wurde, Lieutenant! Keine Alleingänge! Ich würde es nicht ertragen, wenn ich Sie verlieren würde, Athena!“, verfügte und schloss Admiral Adama, der der Pilotin in deren dunklen Augen schaute. Er wusste, dass er es ihr und Helo schon sehr lange schuldig war, damit Hera endlich wieder bei ihrer Familie war. Doch eben diese Entscheidung von Admiral Adama würde nicht nur bei so einigen der anderen Offiziere innerhalb der Kolonialen Flotte auf einen erheblichen Widerspruch stoßen, sondern auch bei der politischen Führung. Wobei er aber allen Politikern sofort klar machen würde, dass es eine eindeutige militärische Angelegenheit sei. Battlestar Electra, Offiziersmesse Das Dossier von Admiral William Adama lag schon seit einigen Stunden vor Admiral Diana McBride auf dem Tisch. Die Befehlshaberin der Electra hatte ihren Offiziersstab deswegen zusammengerufen, um über diesen weiteren bevorstehenden und wohl sehr wichtigen Militärschlag gegen die Zylonen zu besprechen. „…dies wird auf unerwartete Widerstände bei so einigen der Crews auf und manchen der anderen Schiffen in unserer Flotte sorgen, auch natürlich auf den zivilen“, ahnte Colonel Lot Hebridan, der XO der Electra, bereits. „Gewiss. Aber ich werde Admiral Adama unterstützen, denn es beinhaltet die Chance den Feind für immer loszuwerden! Oder aber einen so harten Schlag zu versetzen, der die Zylonen um die sogenannte Cavil-Fraktion über Jahrzehnte handlungsunfähig macht!“, erklärte Admiral McBride, die ihre Entscheidung zu diesen Thema bereits gefällt hatte. Ilion, Konferenzraum Ein großes Team bestehend aus Beratern und Managern sowie natürlich so manchen Politikern aus der gesamten Flotte arbeitete bereits an den ersten Vorbereitungen für die Wahl des neuen Präsidenten, der der gesamten Flotte als politisches Oberhaupt dienen sollte. Zuvor war in einer großen und abschließenden Ratssitzung beschlossen worden, dass sich alle ehemaligen und aktuellen Präsidenten und natürlich auch Vizepräsidenten seit dem Fall der Kolonien von Kobol zur Wahl stellen konnten. Dies war eine gewagte Entscheidung, die von Laura Roslin und ihren engsten Vertrauten sowie politischen Verbündeten nicht unterstützt worden war, denn sie dachte dabei an Gaius Baltar und Tom Zarek, die einst in ihrer Flotte von der Galactica nur unsagbares menschliches Leid und politischen Schaden angerichtet hatten. Da die erste Vorwahl schon bereits in nur wenigen Tagen stattfinden sollte, herrschte ein gewisser Zeitdruck bei allen Wahlhelfern. Denn es mussten Listen und Wahlzettel erstellt und gedruckt werden sowie die dafür sicheren Abläufe festgelegt werden. Zudem wurde durch eine Auslosung ein unabhängiges Komitee eingesetzt, welches diese wichtige Wahl beobachten und Manipulationen verhindern sollte. Ilion, Kontrollraum Mit erstaunter Miene lauschte General Samantha Carter den Worten von Major Jennifer Hailey. Die mittlerweile sehr gereifte Soldatin und Wissenschaftlerin, die einst von Sam für das Stargate-Programm rekrutiert worden war, hatte ihr einen interessanten Vorschlag gemacht, der einen wohl wichtigen und vielleicht den entscheidenden taktischen Vorteil im Angriff gegen die Zylonen und ihre Heimatkolonie bringen könnte. Jennifer Hailey hatte mit Cassandra Fraiser nämlich den Plan vorbereitet die Tarnvorrichtung Ilions auf die Concordia zu übertragen, die sich dadurch vollkommen unbemerkt eben dieser gewaltigen Heimatkolonie der Zylonen annähern könnte. Samantha Carter war bewusst, dass sich diese beiden Frauen mehr als nur für eine schon überfällige Beförderung durch ihre bisherigen hervorragenden Leistungen bereits sehr empfohlen hatten. Milchstraße Sol-System Mars-Jupiter-Asteroidengürtel Weltraumwerft Auf und an der Werft, die sich nach dem Sieg über die Goa‘uld, wieder im heimischen Sonnensystem befand, wurde fleißig gearbeitet. In einer anderen Region im heimatlichen Sonnensystem, zwischen der Erde und des Mars war durch Yashida-Technologies in Rekordzeit eine weitere wichtige Werft entstanden, an der auch schon die ersten Kampfsterne gefertigt wurden. Somit befanden sich zwei der fünf Weltraumwerften, die sich im Besitz der Erde befanden, im eigenen Sonnensystem. Zwei Puddle-Jumper, auf denen sich die Delegationen des IOA, der UN verteilten, befand sich auch eine der mächtigsten und einflussreichsten Frauen Japans, wenn nicht sogar Asiens und der Welt, nämlich Mariko Yashida, die eine Liebesbeziehung mit Wolverine gehabt hatte und auch der Leiter des Homeworld Command höchstpersönlich, General Jack O‘Neill. Sie näherten sich der Weltraumwerft von Yashida-Technologies, die später bei endgültiger Fertigstellung voller Auslastung jeweils zeitgleich einen Battlestar jeden Bautyps produzieren und warten konnte. Alle, die sich an Bord der beiden Jumper befanden, wollten sich endlich ein persönliches Bild über den aktuellen Stand der aktuellen Bauarbeiten machen. Doch wie es in der Vergangenheit der Menschheit so oft schon der Fall gewesen war, gab es auch schon die ersten Gerangel, welche Nation oder Nationen sich welchen Kampfstern denn nehmen und welchen Namen sie dann letztendlich tragen würden. Mars Stargate Command Base, Level 17, Besprechungsraum Nachdem sich Lieutenant General Hank Landry vor einiger Zeit schon sich nach dem Sieg über die Nazis in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet hatte, waren sein Büro und damit auch sein Stuhl auf der Basis leer geworden, weil die Vereinigten Staaten von Amerika bislang noch keinen ihrer Offiziere als seinen Nachfolger eingesetzt hatten. Die Volksrepublik China und die Russische Förderation wollten Jemanden als Nachfolger Landry‘ haben, dem sie vertrauen konnten sowie der zudem auch über gute Erfahrungen im Umgang mit außerirdischen Völkern und Kulturen verfügte. Es gab also nicht viele, die für diese wichtige Aufgabe und einflussreiche Funktion in Frage kamen. Am Geeignetsten für einen dieser hohen Posten der SGCB auf dem Mars waren natürlich auf dem ersten Blick General John Sheppard, Colonel Evan Lorne, General Samantha Carter oder General Cameron Mitchell, dies wussten sehr viele in der UN und dem IOA. Denn die Erfahrungen, die all diese vier Personen gemacht hatten, wären für alle auf der Stargate Command Base sowie den beiden schon wichtigen erwähnten Gremien ein sehr großer Gewinn. Doch General Jack O‘Neill hatte für diese freie Stelle auf dem Mars bereits zwei vollkommen andere Kandidaten auf dem Schirm, nämlich Brigadier General Albert Reynolds oder Brigadier General Dave Dixon. Der Grund dafür war aus seiner Sicht natürlich plausibel, denn die vier anderen Offiziere waren schon von Jack O‘Neill in Rücksprache mit Richard Woolsey und Steven Caldwell, aber auch Hank Landry, für andere wichtige Aufgaben bereits vorgesehen und eingeplant worden. Die beiden frisch, also erst vor wenigen Stunden zu Generälen der United States Air Force ernannten Männer, die zum Teil noch gemeinsam mit dem jetzigen Leiter des Homeworld Command im Stargate Center in Colorado im Cheyenne Mountain gedient hatten, hielten sich noch alleine in dem Besprechungsraum auf. Waren also noch bislang unter sich. Für jeden von ihnen beiden, war diese neue Aufgabe sehr reizvoll, doch nur einer würde den freien Posten von Landry übernehmen können. Die beiden Generals Dixon und Reynolds, hatten von O‘Neill den Befehl erhalten hier auf ihn zu warten, bis jener von der Inspektion der Yashida-Werft für den Bau der Kampfsterne zurück sei. Andromeda-Galaxie Heimatkolonie der Zylonen Die jüngste und besonders sehr heftige Auseinandersetzung mit den Menschen und den rebellischen Zylonen, bestehend aus den Zweiern, Sechsen und Achten sowie der Letzten Fünf, hatte die einst für lange Zeit unangefochtene Position der Einsermodelle innerhalb der Gemeinschaft der Zylonen erheblich geschwächt. Denn alle anderen Modelle ihrer Fraktion, nämlich die Vierer und Fünfer, bis auf die Acht Boomer, die ihr Modell verlassen hatte und zu der Fraktion von Cavil übergelaufen war, stellten daher immer öfters deren Entscheidungen vermehrt in Frage, forderten daher ein noch stärkeres Mitspracherecht in Form der demokratischen Abstimmungen. Koloniale Flotte Es herrschte seit einigen Stunden schon ein sehr reger Flugverkehr in der gesamten Flotte, denn die eilends vorbereiteten und gedruckten Wahlunterlagen für die Wahl des einstimmigen Präsidenten der Menschen, mussten nun auf jedem einzelnen Schiff verteilt werden. Dafür wurden die meisten Raptor und Shuttles verwendet, die man für diese Aufgabe entbehren konnte. Zeitgleich befanden sich alle der 16 wählbaren Kandidaten auf einer Kräfte- und Nervenzehrenden Wahlkampftour, um auf möglichst vielen Schiffen auf Stimmenfang unter den Wahlberechtigten zu gehen. Unter ihnen gehörte natürlich auch Doktor Gaius Baltar, der aber einen enormen Schutz durch das Militär und andere Sicherheitskräfte nötig hatte, denn viele hatten seine Präsidentschaft und die Ereignisse auf Neu-Caprica nach wie vor nicht vergessen, geschweige denn wirklich vergeben können - trotz der juristischen Aufarbeitung. Allen war schon eines gewiss, es würden mehrere Wahlgänge nötig sein bis endlich einer der Kandidaten eine klare Mehrheit der Wählerschaft hinter sich endlich vereint hätte. Battlestar Galactica, Backbord-Hangardeck Um dem Trubel und den ständigen Nachfragen der anderen Befehlshaber in der Flotte endlich einmal zu entrinnen, hatte sich Admiral Adama schließlich zurückgezogen. Er war aber dennoch nicht vollkommen alleine, denn bei ihm waren noch Starbuck, Tyrol, Anders und einige Wissenschaftler sowie Ingenieure um das Rätsel der Viper zu lösen, mit der Kara zur Flotte in Begleitung einer weiteren Flüchtlingsflotte aus den Kolonien von Kobol zurückgekehrt war. Weitentfernte Galaxie Trinitatis, Zentraler Turm, Kontrollraum Nach einer gut geführten Debatte, hatte es Doktor Rodney McKay letztendlich doch noch geschafft und den Leiter der Mission, Doktor Hank McCoy, davon zu überzeugen ihn an einer sehr wichtigen aktuellen wissenschaftlichen Arbeit in Ruhe weiterarbeiten zu lassen. Der Kanadier war nämlich auf etwas gestoßen, was ihn seit seiner Ankunft auf Trinitatis stutzig gemacht hatte. Denn ihm war aufgefallen, dass die mächtige Stadt noch auf eine andere Art und Weise wusste, sich mit der notwendigen Energie zu versorgen, außer mit den ZPM´, die zur Verfügung standen. Als sie sich einer Sonne näherten, sprang Rodney auf und rannte so schnell er konnte nach draußen, um auf den Balkon zu gelangen. Er tat dies natürlich nicht, um sich dieses Planetensystem näher zu betrachten, sondern das überwältigende und erstaunliche Schauspiel zu beobachten, welches gleich in wenigen Minuten endlich beginnen würde. Es dauerte wirklich nur noch einige Minuten, dann begann auch schon der kristalline Teil von Trinitatis, der überwiegend zu Shangri-La gehörte, an zu leuchten und in einer Vielzahl von Farben zu strahlen. Fast genauso als Emrys, Mu und Shangri-La am Ende zu Trintitatis vereint worden waren. „Das ist atemberaubend!“, jubelte Doktor McKay. „Ich wusste es! Auch die Destiny wird auf dieselbe Art und Weise mit solcher Form von Energie versorgt! Doch die Trinitatis ist dabei viel, sehr viel effizienter in der Speicherung und dem Verbrauch von dieser Form von Energie, wenn ich…“ Während er noch sprach, sah er auf die Anzeigen auf seinem Tablet, die ihm verrieten, dass er Recht hatte. Die Daten erstaunten ihn nicht sonderlich, denn sie belegten seine Theorie. Aber noch etwas beschäftigte ihn, nämlich eine Energiequelle zu finden, eine saubere Energiequelle, die enorm wichtig für alle im Universum war. Milchstraße Sol-System Mars SGCB, Stargate-Raum Eine kleine Delegation von König Arkhan I., alias Colonel Harry Maybourne, war soeben durch das Stargate eingetroffen. Diese Botschafter brachten leider sehr beunruhigende Neuigkeiten mit, die ausgerechnet die Orici Adria zum Thema hatten. Sofort wurde daher ein in Bereitschaft stehendes SG-Team nach PX1-767, auf dem Planeten, wo sich Camelot befindet und wohin Artus nach seiner Wiedererweckung gezogen war, geschickt. Denn man musste ihn und auch Myrddin, über die jüngsten Entwicklungen in Sachen der Orici Adria, so schnell wie möglich informieren. Level 17, Besprechungsraum In Begleitung von Miss Mariko Yashida und ihrer besten Freundin Yukio sowie seiner Adjutantin Captain Lauren Perry betrat General Jack O‘Neill den Raum, wo die Brigadier Generals Albert Reynolds und Dave Dixon seit einigen Stunden bereits warteten. Der Leiter des Homeworld Command hatte die beiden nicht umsonst herbestellt, was er ihnen sofort deutlich machte. Auf einer Geste und einem Lächeln im Gesicht von General O‘Neill hin, zog Captain Perry zwei Umschläge aus der Aktentasche. Beides nahm zunächst Jack von ihr entgegen, der dann erklärte: „Wer von euch beiden will zuerst zugreifen? In einem Umschlag ist dieser Job auf dieser Basis hier drin, und in dem anderen ein anderer, ein anderer wirklich toller Job, für den ich mir mächtig den Hintern aufgerissen und auch sehr, sehr viel Papierkrieg bewältigt haben müssen…“ „Was soll das Spielchen, Jack?“, fragte Dixon vorsichtig. Auch Reynolds war ziemlich skeptisch. Denn beide Männer kannten Jack O‘Neill seit vielen gemeinsamen Jahren im Stargate-Programm gut genug. Gut genug, um zu wissen, dass jener solche Dinge immer gern mit einer Portion Humor verpackte, wenn es möglich war. Aber da er nicht alleine gekommen war, wie man es angenommen hatte, schien es sich um eine sehr interessante Alternative zu handeln. „Also, ich warte. Die netten kleinen Umschläge hier warten ebenfalls… Ich kann auch jeden von Ihnen, einfach so einen der Umschläge zuschieben“, murmelte Jack O‘Neill vor sich hin, während er die beiden Männer aufmerksam musterte, um zu erkennen, ob sich einer von ihnen mutig dazu entschließen würde ihm einen der Umschläge abzunehmen. Beide Kuverts sahen gleich aus. Was vom Leiter des Homeworld Command absichtlich so veranlasst worden war. Bei all dieser Szenerie musste sich Captain Lauren Perry sehr zusammenreißen, denn sie hätte schon längst einen der Umschläge gezogen, deshalb dachte sie nur: ´Männer!´ Dave Dixon und Albert Reynolds sahen sich abermals für eine Sekunden lang schweigend an, und dann wieder die beiden Umschläge, die vor Jack O‘Neill auf dem Tisch lagen. Schließlich war es General Dixon, der sich als erster nach vorne beugte und einen der Umschläge berührte, danach den anderen. Er seufzte kurz, bevor sich endlich für einen entschied. Zwangsweise musste somit General Reynolds den anderen nehmen. General O‘Neill nickte zufrieden, und sagte schließlich grinsend: „Na los ihr beiden, seht schon nach!“ Odyssee
Folge 6.08 - “Potentia Ludum”
Andromeda-Galaxie Koloniale Flotte Jeder der Kandidaten für das Präsidentenamt wusste, was er selber angeordnet hatte, nämlich dass es natürlich so einige Leute von den anderen Wahlkampfteams gab, die ihn und sein Team auf Schritt und Tritt verfolgen würden, um wichtige Informationen wie Stärken und Schwächen der Konkurrenten auf dem kürzesten Wege weiterzugeben. Zudem war auch der Tag der ersten Vorwahl gekommen. Das heute noch mit keiner Entscheidung zu rechnen war, war jeden klar, denn es ging nur darum schnellstmöglich die vier bis sechs aussichtsreichsten Kandidaten für das Präsidentenamt zu ermitteln. Für diesen Zweck hatte man eine Hürde von zu erreichenden Stimmen festgelegt, die von jeden Kandidaten auf jeden Fall erreicht werden musste, um in die nächste Wahlphase einziehen zu können. Ilion, Konferenzraum Nach und nach trafen die Wahlurnen in der alten Antikerstadt ein, die man schon bereits als Zentrum einer neuen Stadt auf der neuen Heimatwelt auserwählt hatte. Eine Welt, die es allerdings immer noch zu finden galt. Außerdem herrschte große Unruhe, da die Pläne von Admiral Adama das Kind Hera zu befreien, über unbekannte Kanäle schließlich doch sehr schnell fast in der gesamten Flotte bekannt geworden waren. Bis spät in die Nacht wurden immer noch die Stimmzettel ausgezählt. Man hatte aber entschieden, dass die Kandidaten, die die nächste und wohlmöglich schon entscheidende Wahl erreichen sollten, mindestens 12 Prozent an Zustimmung von Seiten der Wähler erzielen mussten. Erst am nächsten frühen Morgen wurde endlich das vorläufige Ergebnis notiert, welches über Radiosender und andere Medien dann in der gesamten Flotte verbreitet wurde. Nach sorgfältigen und streng überprüfter Auszählung waren dann nur, wie es bereits im Vorfeld einige vermutet hatten die drei aussichtsreichsten Bewerber natürlich Richard Adar mit 15 Prozent, Laura Roslin mit 19 Prozent, Francine Baltimore mit 22 Prozent und zur Überraschung aller Gaius Baltar mit 17 Prozent übrig. Doch dies war noch nicht alles, denn der Schock traf die meisten in der Bevölkerung tief ins Mark, denn auch Thomas Zarek hatte es mit genau 13 Prozent knapp geschafft, obwohl er ein überaus bekannter ehemaliger Terrorost und somit verurteilter Verbrecher war. All die anderen neun Bewerber, die außerdem noch angetreten waren, erzielten meist selten mehr als fünf Prozent, was ebenfalls mitgeteilt wurde. Somit war klar, dass es schon bei der nächsten Wahl einen Fünfkampf für das hohe Amt des Präsidenten würde, und vielleicht auch schon die langersehnte Entscheidung geben könnte. Der Wahlkampf ging nach der Bekanntgabe sofort weiter, nachdem das Ergebnis bekannt geworden war. Wie in der Politik üblich, wenn es um den Kampf um die Macht ging, wurde dabei auch sehr viel schmutzige Wäsche gewaschen. Besonders Laura Roslin musste wegen ihrer Krankheit und Nähe zu William Adama viele Attacken von Tom Zarek aber auch von Richard Adar, der keinen großen Hehl daraus machte, dass er allein die politische Macht in der gesamten Flotte anstrebte, über sich ergehen lassen. Allein Francine Baltimore schlug sich an die Seite ihrer wohl schärfsten Konkurrentin um das höchste politische Amt: „…viele Männer sollten sich ein Beispiel an dieser Frau nehmen, die trotz ihres Zustandes dennoch weiterhin die Last getragen hat…“, waren nur einige ihrer lobenden Worte, während einer Wahlkampfveranstaltung an welcher alle fünf Bewerber gemeinsam teilgenommen hatten. Gaius Baltar hingegen verhielt sich ungewohnt zurückhaltend, ließ aber seine Ambitionen erneut die Verantwortung als Präsident zu übernehmen klar erkennen. Milchstraße Sol-System Mars SGCB, Level 27 Mit vielen Mitarbeitern, die Kisten und Sackkarren händelten, wurde das Büro, welches vor einigen Wochen noch von General Hank Landry genutzt und dann geräumt worden war, mit neuen Leben und den Sachen des neuen Benutzers angefüllt und ausgestattet. „Lassen Sie das ruhig erst einmal dort neben der Wand stehen, Sergeant, ich kümmere mich gleich darum!“, ordnete Brigadier General Albert Reynolds an, der sich schon daran machte das Bücherregal zu befüllen. Denn er hatte noch ein wenig Zeit, bevor er zu seinem ersten Briefing mit den anderen sechs Kommandanten dieser Basis erscheinen musste. PX1-767, Camelot Etwas müde von dem langen und beschwerlichen Fußmarsch vom Sternentor hin zu der kleinen Stadt Camelot, durchschritt das SG-23-Team endlich das Stadttor. Dieses Team bestand aus sechs Personen, welches von Major Emilia Rodriguez angeführt wurde. Außerdem gehörten noch die Captains Petra Tolineva und Pietro Idalgho, First Lieutenant Kyle Russel sowie den beiden Second Lieutenants Jiang Wu und Brie Chandler. Das Team musste feststellen, dass sich dieser Ort mittlerweile zu einer noch größeren Stadt entwickelt hatte. Eine Folge, die natürlich der Rückkehr von Artus als ihr König zu verdanken war. Er hatte zudem die junge Valencia als Anwärterin in den Kreis seiner Ritterschaft berufen, weil er gehört hatte, dass es ihr einst gelungen war das Schwert aus dem Felsen auf dem alten Dorfplatz zu ziehen. Der immer noch amtierende Bürgermeister von Camelot, Meurik, erhielt Kenntnis von den Besuchern von der Erde, weswegen er so schnell es ihm möglich war, dem Team mit einigen Würdenträgern der Stadt entgegenzugehen, um sie höflich und formell zu begrüßen. Schnell erklärte Major Rodriguez den Grund ihres Kommens. „Gut. Wir bringen Euch zunächst einmal in einem guten Gasthaus unter, denn König Artus befindet sich mit einigen Rittern auf einer Reise in einen Nachbarort, und wird erst morgen früh zurückerwartet. Also folgt mir bitte.“ Zwischen Erde & Mars Yashida-Battlestar-Weltraumwerft Zusammen mit seinem Adjutanten und seinem übrigen Offiziersstab hatte Brigadier General Dave Dixon in der zweiten Reihe hinter den beiden Piloten im Puddle Jumper Platz genommen. Sie näherten sich ihrem Ziel, nämlich einen Kampfstern der Valkyrie-Klasse, der Origin. Denn die anderen Exemplare der anderen Bautypen waren noch lange nicht fertig, mit Ausnahme eben der Origin. Dieser Battlestar würde schon in wenigen Tagen unter Dixon seinen Jungfernflug unternehmen. Battlestar Origin Obwohl er die Unterlagen bereits sorgfältig studiert hatte, verschlug es Dave Dixon dennoch erneut die Sprache. Denn der erste Commander eines irdischen Kampfsterns war einfach von der enormen Größe des Schlachtschiffes vollkommen überwältigt. „…das ist einfach kein wirklicher Vergleich zu unseren anderen Schlachtschiffen möglich“, murmelte er, als sie alle gemeinsam das Combat Information Center der Origin betraten. Wie bestellt wurde die Crew in Gestalt ihres Befehlshabenden Offiziers von der Erde kontaktiert. „Jack.“ „Tja, Dave. Wie gefällt es Ihnen denn?“ „Ist sehr beeindruckend. Bin kein wenig neidisch auf Reynolds.“ „Freut mich. Dann machen Sie sich mal mit der Origin vertraut, damit dem angepeilten Jungfernflug nichts im Wege steht!“ „Jawohl, Sir“, bestätigte General Dixon, der den Hörer wieder an der Konsole befestigt hatte. PX1-767, Camelot Wie vom Bürgermeister Camelots gesagt, kehrte König Artus am Vormittag des nächsten Tages mit einem großen Gefolge in die Stadt Camelot zurück. Als Valencia hörte, dass sich Besucher von der Erde bei ihnen befanden, eilte sie sofort los, weil sie hoffte auf die alten Bekannten zu treffen. Doch es waren vollkommen neue Gesichter, die ihr und König Artus vorgestellt wurden. Höflich lud König Artus das SG-23-Team zu sich auf die Burg ein, denn er wollte mehr erfahren. Schon nach wenigen Minuten musste der Herrscher Camelots die Vermutungen der Erde bestätigen. „Es ist leider wahr. Händler, die zu uns durch das Portal gekommen waren, berichteten von den verstärkten Bekehrungsversuchen der Priore von Adria. Ich werde mich später mit meiner Verlobten, Adriana, die derzeit noch auf ihrer Heimatwelt Heraclia in der Andromeda-Galaxie weilt, über diese wichtige Angelegenheit sprechen…“, hatte Artus unter anderen zu Major Rodriguez und ihren Team gesagt. Innerlich war der Herr Camelots wütend darüber, doch andererseits hatten Myrddin und er es bereits geahnt, dass sich die Orici eines Tages so verhalten würde. Das Streben nach immer mehr Anbetung, Unterwerfung und Macht war nämlich typisch für die Ori. 1 Woche später Ori-Galaxie Celestis Sofort nach ihrer Rückkehr nach Camelot, war Adriana von Artus mit den Bestrebungen ihrer göttlichen Mutter konfrontiert worden. Deswegen hatte sie sich umgehend wieder auf den Weg gemacht. Ihre Ankunft wurde von den Gläubigen mit einen großen Fest gefeiert, doch war der Tochter von der Orici nicht nach feiern zumute, denn sie hatte immer noch die Drohung von Konsequenzen durch Myrrdin und auch Artus in den Ohren. „Wieso ich das tue? Ich will Dir ein großes Imperium hinterlassen, Tochter! Darum will ich Dich auch gut beschützen können! Und am besten geht dies, wenn ich endlich von allen Menschen als Göttin anerkannt und dementsprechend verehrt werde!“ „Und was ist mit den Konsequenzen? Fürchtest Du nicht die Vergeltung von Myrddin und Artus, die Euch vor solchen Bestrebungen gewarnt haben?“ „Hm. Was das angeht, fällt es sehr leicht: Der einzige, von dem die wirkliche Gefahr für mich ausgeht, ist dieser alte Hexenmeister der Antiker, Myrddin! Er muss also dringend davon abgehalten werden, mir Deiner Mutter etwas anzutun…“ „Und wie?“ „…ganz einfach, es gibt nur einen Weg: Er muss sterben! Und zwar ohne dabei die Chance zu haben, wiederbelebt zu werden oder gar aufzusteigen, um eines Tages wieder aufzutauchen!“ Adriana sah ihre skrupellose Mutter entsetzt an, denn sie hatte Myrddin, dem Mentor ihres Verlobten, König Artus, in der letzten Zeit doch immer mehr lieb gewonnen. „Keine Sorge. Ich werde nicht von Dir verlangen, dass Du es tust!“, fügte Adria ergänzend hinzu, da sie die Angst ihrer Tochter erkannt hatte, dass sie damit beauftragt werden könnte, eine solch grausame und hinterhältige Tat zu begehen. 1 Woche später Andromeda-Galaxie Koloniale Flotte Der große Tag der vielleicht entscheidenden Wahl rückte heran. Allerdings war etwas geschehen, womit niemand vorher gerechnet hatte, denn jemand hatte seine Kandidatur einen Tag vor der Wahl zurückgezogen. Es handelte sich dabei überraschenderweise um Laura Roslin, die stattdessen sofort ihrer bisherigen Konkurrentin Francine Baltimore in einer abschließenden Pressekonferenz während ihrer Rede unterstützte. „… bitte geben Sie, die Sie morgen das Wahlrecht nutzen, bitte Francine Baltimore ihre Stimme! Sie ist es, die diese Flotte und unser Volk gut in die Zukunft, in eine sichere Zukunft führen kann! Danke!“ Doch die heftigen Reaktionen von Richard Adar und Tom Zarek ließen nicht lange auf sich warten, die sofort den geschwächten und gesundheitlichen Zustand von Laura Roslin auszunutzen versuchten. Die bisherige starke Frau der Galactica-Flotte somit schlecht aussehen zu lassen. Tom Zarek verneinte eine Zusammenarbeit mit den Zylonen und warnte außerdem noch vor einer Wahl Gaius Baltars, während Richard Adar zumindest dazu bereit wäre mit den Zylonenrebellen zu verhandeln, auch eine Untersuchung in der Sache Gaius Baltar wollte er ins Auge fassen, sobald die Wahl zu Ende und er wieder Präsident sei. Für Admiral Adama und für viele aus seinem Umfeld war es sehr verdächtig, dass sich Gaius Baltar sehr still verhielt. Der ehemalige Präsident und immer noch hervorragende Wissenschaftler antwortete mit ein paar Reden zwar, doch verhielt er sich ruhig und sachlich, wobei er sich dennoch kämpferisch und positiv zuversichtlich seinen vielen Anhängern zeigte. Am Abend vor der Wahl hatten sich alle Kandidaten auf ihre Schiffe zurückgezogen. Am Tag darauf herrschte abermals reger Flugverkehr in der gesamten Flotte. Alle Routen kannten erneut nur das eine Ziel: Ilion. Bei den kleineren Schiffen in der Flotte, hoben die bereitgestellten Raptor und Puddle Jumper zuerst ab. Dies führte dazu, dass bereits schon am späten Nachmittag die ersten von ihnen im Sekundentakt landeten. Obwohl es nur noch vier Kandidaten auf das Amt des Präsidenten waren, würde es auf Grund der Sicherheitsvorkehrungen eindeutig länger mit dem Auszählen dauern. Battlestar Galactica, Quartier des Admirals Seit der Zeit nach dem gemeinsamen Mittagessen, hatten Laura Roslin und William Adama den Raum nicht mehr verlassen. Über das Radio verfolgten sie beide die Auszählung, die stündlich korrigiert wurde. Gestern, spät in der Nacht erst, war der Aufklärungsraptor mit Athena und Helo zur Galactica zurückgekehrt. Sie hatten die Heimatkolonie der Zylonen immer noch nicht gefunden. Sie waren vorerst zurückgekehrt, um nach einer mehrtägigen Pause ihre Vorräte wieder aufzufüllen sowie ihre Stimmen für die Präsidentenwahl abzugeben. Backbord-Hangardeck Bis vor genau einen Tag noch, hatte für einige Stunden auch Doktor Gaius Baltar versucht das Rätsel um die Viper von Captain Kara „Starbuck“ Thrace zu entschlüsseln. Die Viperpilotin hatte erneut im Cockpit Platz genommen. Sie schaute nach unten, dort, wo ein halbes Dutzend Marines der Galactica, ihr Ehemann Samuel T. Anders, Chief Galen Tyrol und noch einige weitere Leute standen. Battlestar Hyperion, Offiziersmesse Schon seit seiner feierlich inszenierten Stimmabgabe in diesen Raum, hatte Richard Adar diesen nur verlassen, wenn er einmal die sanitären Räumlichkeiten aufsuchen musste. Ansonsten harrte er mit seinem gesamten Wahlkampfteam an Ort und Stelle aus. Alle lauschten dem Sprecher, wenn er die aktuellen Zahlen verkündete. Wenn dies geschah, wurde das Team um Adar sofort geschäftig, indem sie umgehend die Zahlen an der Tafel korrigierten. Astral Queen, Kommandobrücke Es war so wie immer, wenn etwas Wichtiges im Gange war, Tom Zarek wollte genau wissen was vor sich ging. Deshalb blieb er auf der Kommandobrücke und hörte dem Funkverkehr konzentriert zu. Außerdem war er einer der Initiatoren der Aufsicht von der Wahl, damit so etwas, wie damals vor der Besiedlung von Neu-Caprica, nicht noch einmal geschah. Das war noch nicht alles, denn Zarek konnte auf die Zustimmung der alten Eliten sowie auch der Radikalen hoffen, und er hatte seine Spione in der gesamten Flotte verteilt, damit er stets auf dem Laufenden war. Battlestar Galactica, Abteil von Baltar Weil Gaius immer noch nicht auf ein anderes Schiff umziehen konnte, besser gesagt auf keinen anderen willkommen war, blieb er dort wo er war, nämlich im Kreise seiner Anhänger, die ihn eifrig über alle neuen Entwicklungen informierten. Es blieb dabei nicht aus, dass er nebenbei von den treuesten seiner Anhänger hingebungsvoll umsorgt wurde. Entspannt rauchte er eine weitere Zigarre seiner Lieblingsmarke, während er einem weiteren Bericht im Radio lauschte. Flores, Botanischer Kreuzer Eine sehr entspannte Umgebung hatte sich Francine Baltimore für den Wahlabend gewählt. Sie hatte nur einen kleinen Kreis um sich versammelt, denn sie war sehr nervös und deshalb benötigte sie etwas Natur um sich herum. Die Zahlen, die immer wieder in ihrer Nähe fielen, wollte sie eigentlich nicht wissen, denn es waren nur Zwischenergebnisse, die sich immer wieder nur änderten. Jede volle Stunde aufs Neue. Francine schaute müde auf ihre Uhr, es war mittlerweile schon kurz vor Mitternacht. Sie wurde es wieder etwas munterer als sie vernahm, dass endlich die ersten Schiffe in der Flotte ausgezählt wurden, welche am größten waren und es die meisten der Wähler gab. Nächster Morgen Andromeda-Galaxie Ilion, Kontrollraum < > Konferenzraum Wie zu jeder neuen vollen Stunde war jemand mit schnellen Schritten den kurzen Weg vom Konferenzraum zum Kontrollraum gegangen. Jedes Mal wurde an einen der Sprecher eines kolonialen Senders ein Zettel mit den neuesten Zahlen weitergegeben. „Hier! Es ist endlich der letzte Zettel!“, seufzte einer der ehrenamtlichen Wahlhelfer, der nicht alleine müde dreinschaute. Der Moderator nahm den Zettel mit feuchten Fingern entgegen, denn nun würde er dem Volk verkünden, wer die Wahl gewonnen und somit für die nächsten fünf Jahre das hohe Amt des Präsidenten ausführen würde. Eine Präsidentschaft, die begleitet sein würde mit den großen aktuellen Herausforderungen. „Na schön. Dann wollen wir mal damit auf Sendung gehen. Jaimie, bist du soweit? Kann ich beginnen?“ „In zehn Sekunden. Zehn, neun,…, drei, zwo, eins. Go!“ „Guten Morgen, Koloniale Flotte. Ich bin Aram Chalder. Eine aufregende Nacht mit so einigen Wendungen im Rennen um die Präsidentschaft liegt hinter uns. Das Ergebnis liegt vor. Nach der Rücknahme der Kandidatur von Laura Roslin, verblieben daher nur noch vier Bewerber, nämlich Doktor Gaius Baltar, Thomas Zarek, Francine Baltimore und Richard Adar, die sich alle einen harten Wahlkampf geliefert hatten. Doch wie es auch im Sport der Fall ist, kann eben nur einer gewinnen. Laut dem vorliegenden Zahlen, kam Richard Adar auf insgesamt 12 Prozent, Gaius Baltar erhielt 21 Prozent, für Tom Zarek gab es 15 Prozent und Francine Baltimore erringt 52 Prozent der Stimmen. Mit diesem eindeutigen Ergebnis haben wir, den Herren von Kobol sei es gedankt, endlich eine neue Präsidentin für die gesamte koloniale Flotte. Es ist Francine Baltimore. In den nächsten Tagen werden wir dann wohl auch erfahren, wer denn das Amt der Vizepräsidentschaft erhalten wird.“ Battlestar Galactica, Backbord-Hangardeck Dadurch, dass sich auch die Fünf versammelt hatten, gelang Starbuck endlich ein wichtiger Schritt. Sie entdeckte eine Art von Notrufsignal in einen ihrer Fluginstrumente. Eine Nachricht, die sie schnell an Admiral Adama weiterleitete. Doch jener befand sich gerade in der Vereidigungszeremonie der neuen Präsidentin der Kolonien. Pegasus-Galaxie Todds Territorium M-2468 Es war rund ein Monat nach dem Beginn seines Projektes vergangen, doch das Ergebnis sprach zu Beginn zumindest für sich. Todd musste im Umgang mit seiner Schöpfung sehr vorsichtig sein. Und zwar so vorsichtig, dass er diesen Teil des Komplexes noch hatte extra abschirmen müssen, denn er durfte sich hierbei keinerlei Fehler erlauben, sonst wäre als erstes sofort sein eigenes Leben in ernster Gefahr. RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - Jonathan J. O´Neill - 13.01.2026 Odyssee
Folge 6.09 - “Gaía, Teil 1”
Pegasus-Galaxie Todds Territorium M-2468 Frustriert blickte sich die junge weibliche Wraith in ihrem hermetisch abgeriegelten Gefängnis um. Es war nicht besonders groß, denn es maß im Quadrat nur circa vier mal vier Meter und war etwa drei Meter hoch. Sie war, was sie ihr nicht bewusst war, künstlich erschaffen worden, und deshalb auch nur so schnell gewachsen, weil Todd mit einigen kleinen Tricks nachgeholfen hatte, die er von den Menschen heimlich gestohlen hatte. Die Laune von ihr wurde nicht wirklich besser, da sie aktuell ein verdächtiges zischendes Geräusch um sich herum wahrnahm. Sie verlor nach einem sehr langen und zähen Ringen schließlich das Bewusstsein, sank zu Boden. Das enorm starke Betäubungsmittel hatte zu guter Letzt seine Arbeit getan. Andromeda-Galaxie Koloniale Flotte Basisschiff der Zylonenrebellen Das Ergebnis der Präsidentschaftswahl sorgte unter den Zylonenrebellen innerhalb der Flotte der Überlebenden für eine ziemlich große Erleichterung, denn nach der Rücknahme der Kandidatur von Laura Roslin, war ihnen zwar eine wichtige Persönlichkeit und enorme Fürsprecherin verloren gegangen, doch waren ihre Wähler vermutlich komplett zu Baltimore gewandert, was vermutlich die gesamte Wahl beeinflusst hatte. Zum Glück aber war es auch nicht Doktor Gaius Baltar gewesen, der gewonnen hat, sondern eben Francine Baltimore, die in der ganzen Flotte einen sehr großen Rückhalt innehatte. Aber dennoch war natürlich der Ärger vorprogrammiert, denn Richard Adar und Tom Zarek hatten sich sofort nach ihrer Niederlage verbündet und beschlossen gemeinsam gegen die neue Regierung, das Ministerkabinett von der frisch gewählten Präsidentin, zu arbeiten. Dies bereitete den Zweiern, den wenigen verbliebenen Dreien, den Sechsen und den Achten sowie natürlich auch den Fünf große Sorgen. Auch wussten sie, dass somit Admiral Adama gezwungen war, schnellstmöglich Hera zu finden und zu befreien. Ein gefährliches Vorhaben, welches die Zylonenrebellen vehement unterstützten. Battlestar Galactica, CIC „Also gut, Starbuck. Wir werden der Sache sofort auf den Grund gehen! Doch kann ich nicht die gesamte Flotte dorthin reisen lassen, sonst finden Athena und Helo uns nicht wieder, wenn sie dann endlich ihre Mission erfüllt haben! Außerdem wird die Galactica, wegen ihrer Schäden immer noch so gut es geht aktuell überholt. XO!“ „Admiral.“ „Colonel Tigh, treiben sie einen, besser zwei Kampfsterne auf, die sich mit Captain Thrace auf die Suche nach dem Ursprung dieses Notsignals machen sollen, den ihre Viper anzeigt!“ „Wird sofort erledigt, Bill“, bestätigte Saul Tigh, der obwohl er ein Zylon war, immer noch ein fester und unverzichtbarer Bestandteil des Kommandos an Bord der Galactica unter dem Befehl von William Adama war. Nach nicht einmal einer Viertelstunde darauf, teilte Colonel Saul Tigh mit, dass die Battlestar Pegasus und die Battlestar Tauron keine aktuellen Aufträge zu erfüllen hätten und deswegen für die anstehende Mission vom Flaggschiff, der Galactica, durch ihn als XO für diese Mission rekrutiert worden seien. Battlestar Pegasus, CIC „In Ordnung, Admiral. Aber wieso denn auch noch die Tauron? Meiner Einschätzung nach sollte die Pegasus diesen Job alleine erfüllen können…“, fand Lee „Apollo“ Adama. „Weil wir davon leider ausgehen müssen, dass auch Cavil und seine Anhänger nach wie vor ebenfalls auf der Suche nach der Erde, der Heimat des 13. Stammes von Kobol sind, Commander. Sollten Sie daher einen Feindkontakt haben, stehen ihre Chancen somit um einiges besser, auch wieder aus einer gefährlichen Nummer herauszukommen“, erwiderte William „Husker“ Adama. „Starbuck, die Letzten Fünf, also Colonel Tigh und seine Frau, Chief Tyrol, Tory Foster und Ensign Anders sowie eine größere Abordnung der Zylonen vom Basisschiff werden ebenfalls mit auf diese Aufklärungsmission gehen.“ „Verstanden, Sir. Wenn es denn sein muss.“ „Ja, es muss sein. Ich denke nämlich, dass unsere neuen Verbündeten vom Basisschiff und Vertreter vom 13. Stamm eine große Hilfe bei der Bewältigung dieser Mission sein werden. Noch sonst irgendwelche weiteren Fragen, Unklarheiten, Commander?“ „Negativ, Admiral.“ Noch einige Sekunden wartete Lee Adama, doch sein Vater sagte nichts weiter, sondern trennte die Verbindung, weswegen er dann ebenfalls den Hörer wieder aus der Hand legte und einhängte. Einen weiteren planmäßigen Kontakt mit dem Flaggschiff der Flotte, würde es erst kurz vor dem Start der Mission wieder geben. Ilion, Kontrollraum Seit ihrer Idee und Bekanntgabe, nämlich die Tarnvorrichtung der Antikerstadt Ilion zeitweise auf die Concordia zu transferieren, arbeitete nicht nur Major Jennifer Hailey an der Umsetzung. Sie musste die passenden Schnittstellen in der Elektronik finden, um eine Überlastung der jeweiligen unterschiedlichen Schiffssysteme zu vermeiden. Dies könnte unter Umständen sonst katastrophale Folgen, sowohl für Ilion als auch für die Concordia haben. Trotz des immensen Risikos vertraute General Samantha Carter ihrer einstmaligen Entdeckung an der Akademie der United States Air Force vollkommen. Die beiden Frauen hatten mehr als nur ein gutes Verhältnis zueinander. Aber auch Lieutenant Cassandra Fraiser und Doktor Gaius Baltar arbeiteten an diesem Projekt mit. Doch Baltar allerdings nur solange, ehe die Aufklärungsmission zur Heimat des 13. Stammes von Kobol endlich freigegeben worden war. Viele, darunter natürlich Cassie und Jennifer waren froh darüber, dass Gaius nicht mehr in ihrer Nähe war. Milchstraße Sol-System Erde, Homeworld Command Man hatte vor einiger Zeit etwas feststellen müssen, wie man es schon vermutet hatte, dass es schon seit einigen Wochen unmöglich war die Trinitatis zu erreichen, um sie vor den Zylonen, die sich ebenfalls auf dem Weg zur Destiny befanden, zu warnen. „Was ist mit diesen Kommunikationssteinen?“ „Tut mir leid, General - aber dies ist nicht möglich, da wir nicht wissen, ob dies die Route der Trinitatis zu ihren Ziel möglicherweise negativ beeinflusst“, antwortete Doktor Bill Lee auf eine Frage von Jack O‘Neill. Der Leiter des Homeworld Command erwog einen Moment lang dennoch das Risiko einzugehen, nahm aber davon jedoch schließlich Abstand. Dies lag an einer kurzen Rücksprache mit der Schwester von Rodney, Jeannie Miller, die ihm davon überzeugt hatte es wirklich nicht zu riskieren. Hyperraum Altes Antikerschiff, Kontrollraum Dadurch, dass die Zylonen keinerlei Auffrischung ihrer Vorräte wirklich dringend nötig hatten, konnten sie trotz des leistungsschwächeren Antriebes bislang, zu Beginn ihrer Reise, ungefähr dieselbe Distanz in etwa der Geschwindigkeit zurücklegen wie die Trinitatis. Doch dadurch, dass sie sehr genau die neue, ihnen noch immer zum größten Teil unbekannte Technologie nebenbei auch noch erforschten und untersuchten, würde es noch sehr lange dauern bevor sie ihr Ziel letztendlich wirklich erreicht haben würden. Wie sonst immer, hatte auch hier einer der Cavils das Sagen über die anderen Zylonen. Ihre Gemeinschaft war, ohne dass es jemand von ihnen auch nur wissen konnte, die einzige, die bislang noch nicht zerstritten war und nach wie vor als gemeinsames Kollektiv funktionierte. Es waren ja noch alle Modelle miteinander vereint, die es gab, plus jeweils ein Körper von den Letzten Fünf, welche sich allerdings in einer geheimen verborgenen Kammer befanden, die nur von den Cavils betreten werden durfte. Andromeda-Galaxie Koloniale Flotte Battlestar Pegasus, CIC Die Anspannung war nahezu greifbar, nicht nur bei den Anwesenden im Combat Information Center, sondern auch bei allen anderen in der Flotte. Vor wenigen Sekunden erst hatte Commander Lee „Apollo“ Adama dem Flaggschiff der Flotte übermittelt, dass sie bereit für den Sprung zu den errechneten Koordinaten seien. Immer noch sprach er einige Sätze mit seinem Vorgesetzten, der auch sein Vater war. „…viel Erfolg, mein Sohn“, waren die letzten Worte, die er von Admiral William „Husker“ Adama vernahm, dann war auch schon die Verbindung getrennt worden. „Dann wollen wir mal. Bereit machen zum Sprung!“, ordnete Lee an. Kurz darauf begann einer der Offiziere bei der Navigation auch schon den Countdown. Battlestar Galactica, CIC Auf dem DRADIS über seinem Kopf waren die Kennungen der Pegasus und der Tauron verschwunden. Da Colonel Saul Tigh ebenfalls mit auf diese Mission gegangen war, war derzeit wieder Helo sein XO. Es geschah sehr viel in ihrer Flotte, dies wusste nicht nur Admiral Adama, der die Rückkehr von Athena, die sich jetzt auf einer Solomission befand, um die Heimatkolonie der Zylonen zu finden, herbeisehnte. Pegasus-Galaxie Atlantis, Kontrollraum Über eine erneute Kontaktaufnahme von Todd wunderte sich erst einmal niemand, doch da er einen gewissen Vorrat des Medikamentes, welches Wraith in menschenähnliche Wesen verwandelte, und sich die damit behandelten Wraith nie mehr gezwungen waren sich an Menschen zu nähren, anforderte, machte nicht nur Richard Woolsey stutzig. Deswegen erkundigte sich daher auch zunächst einmal natürlich bei Doktor Carson Beckett, ob es irgendwelche Nebenwirkungen gäbe oder sich gar gefährliche Rückfälle, wie einst bei Michael, ereignet hätten. „Ich kann ihnen versichern, es ist alles in Ordnung, Doktor Beckett“, lautete die Antwort von Todd, am Ende der Videokonferenz. Nachdem die Verbindung getrennt worden war, verzog General John Sheppard sein Gesicht, denn er spürte, trotz dieser Versicherung seines einstigen Zellengenossen und dann später doch immer wieder recht merkwürdigen Bekannten, dass irgendetwas mehr als nur faul sein musste. Milchstraße Sol-System Yashida-Weltraumwerft Battlestar Origin Auf dem ersten einsatzbereiten Kampfstern der Erde, neigten sich die letzten wichtigen Vorbereitungen für den Jungfernflug dem Ende zu. In Begleitung seines gesamten Offiziersstabes unternahm Brigadier General Dave Dixon, der Commander der Origin, einen weiteren und auch abschließenden Rundgang, um sich mit seinem Schiff noch vertrauter zu machen. Denn es würde nicht mehr lange dauern, und General Jack O‘Neill würde ihnen das Ziel des Jungfernfluges der Origin mitteilen. Andromeda-Galaxie Stigma-Sektor Der ausgeführte FTL-Sprung, hatte sowohl die Battlestar Pegasus als auch die Battlestar Tauron an die Grenze des Machbaren geführt. Deswegen hatte man sich entschlossen zwei Sprünge zum zuvor errechneten Ziel durchzuführen. Dann würden die beiden kolonialen Kampfsterne zunächst einige Stunden mit Sublicht ihren Flug fortsetzen, und erst anschließend die restliche Distanz mit einen weiteren Überlichtsprung überwinden, um dann endlich ans eigentliche Ziel zu gelangen. Pegasus-Galaxie Todds Territorium M-2468, Todd‘ Geheimlabor Nach dem ersten Erfolg mit der ersten gezüchteten weiblichen Wraith überhaupt, verlor Todd keine weitere Zeit, denn er hatte sich sofort daran gemacht weitere der DNA-Proben gedeihen zu lassen. Er tat dies, um auf einen möglichst hohen Genpool zurückgreifen zu können. Der nächste Schritt würde das Klonen der in menschenähnlichen ersten verwandelten Wraith-Frauen sein. So erhoffte sich Todd auf das entwickelte Medikament der Atlanter an dem er unter anderem mitgearbeitet hatte, unabhängig zu machen und das Risiko von Nebenwirkungen zu minimieren, sobald der Zustand jeder Schöpfung dafür stabil genug war. Doch Todd wusste auch, dass er sich mittlerweile wohl schon bereits den Argwohn der Atlanter gewiss sein konnte, weil er sehr große Mengen des Medikamentes für seine geheimen Zwecke erhalten wollte, und auch schon eine erste kleine Lieferung erhalten hatte. Die Übergabe hatte natürlich auf einen abgelegenen Planeten stattgefunden. Doch als Gegenleistung dafür, hatte dann das Team von Colonel Evan Lorne eine Liste von Stargate-Adressen sowie Koordinaten von bewohnten Welten erhalten. Atlantis, Büro von Woolsey Immer noch besprachen sich der Leiter der Atlantis-Expedition und der ranghöchste Militär der Basis miteinander, es ging natürlich um Todd und seine aktuelle Geheimniskrämerei. „…es ist doch mehr als nur offensichtlich, Todd führt mal wieder irgendetwas im Schilde. Wozu benötigt er sonst so viele Behälter von diesem Medikament?“ „Ich bin deswegen auch sehr misstrauisch, Mister Woolsey, glauben Sie mir. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass er nicht gegen uns arbeitet. Vielleicht hat er ja eine Streitmacht aufgestellt, nachdem er, wie ich es bereits vermute, die letzte verbliebene Wraith-Königin endlich aufgespürt hat…“ „Das hätte er uns mit Sicherheit mitgeteilt. Oder?“, unterbrach ein skeptischer Richard Woolsey sofort John Sheppard, der im Anschluss dann doch nicht anders konnte als seinem Boss auf Atlantis zuzustimmen. Doch das ungute Bauchgefühl blieb bei beiden dennoch bestehen. Andromeda-Galaxie Sigma-Sektor Die aus den beiden Kampfsternen Pegasus und Tauron bestehende Aufklärungsmission, hatte vor wenigen Augenblicken den finalen Sprung ausgeführt, womit man sich jetzt im Orbit eines großen Planeten wiederfand. Dieser Planet war in etwa so groß wie Kobol, Caprica oder Gemenon. Die ersten gestarteten Viper- und Raptorpiloten konnten die Wolkenbänder ganz deutlich erkennen, die über den Planeten zogen. Orbit des Planeten Battlestar Pegasus, CIC „Die Koordinaten stimmen mit denen aus der Viper von Captain Thrace überein, Commander“, teilte der Navigator allen mit. Lee Adama griff daraufhin zum Hörer: „Hier ist der Commander. Was sagt die Anzeige in ihrer Viper, Starbuck? Sind wir hier richtig?“ „Commander, hier Starbuck, das Signal, das empfangen wird, ist mehr als nur deutlich. Dies muss der Planet sein.“ „Okay. Die Erkundungsmission auf der Oberfläche des Planeten für die Raptor und die zwei Vipergeschwader ist hiermit freigegeben!“, erklärte Apollo, der immer noch ratlos auf den DRADIS-Monitor schaute. „Was ist los, Commander?“ „Wir sind hier. Doch warum zeigen sich unsere Brüder und Schwestern vom 13. Stamm uns nicht? Die müssten uns doch schon längst bemerkt haben, Dee.“ Dem musste Anastasia Dualla zustimmen. Hier war absolut nichts. Kein Flugverkehr. Keine Schiffe, die diese Welt sicherten. Es gab keinerlei Funksignale auf keiner der bekannten Frequenzen. Man empfing nichts, bis auf das mysteriöse Signal von der Viper von Captain Thrace, welches sie letztendlich hierher geführt hatte. Battlestar Tauron, CIC Um sich und ihre Crew zu beschäftigen, bot Commander Barbara Tiber an: „Pegasus, hier ist die Tauron. Wir würden gerne diesen Planeten umkreisen sowie an einigen Punkten, die bereits gestarteten Raptor landen lassen.“ „Tauron, hier ist die Pegasus. Dann tun sie das, aber bei Kontakt sofort melden!“ „Verstanden, Commander Adama. Tauron, Ende.“ Odyssee
Folge 6.10 - “Gaía, Teil 2”
Andromeda-Galaxie Sigma-Sektor Planet Nördliche Hemisphäre Mit großen Erwartungen waren alle von der Pegasus aus gestartet. Insbesondere weil man glaubte und auch hoffte, endlich auf dieser Welt eine Stadt am Rande eines Meeres entdeckt zu haben, die an einer großen Bucht gelegen war. Aber eine gewisse Ernüchterung machte sich schon schnell bereits im Anflug bemerkbar, denn es waren nur unzählige zerstreute Trümmer und gewaltige Ruinen von jener einst sehr großen Metropole übriggeblieben. Viele der Missionsmitglieder irrten zunächst geschockt für etwa eine Viertelstunde ziellos durch diese trostlosen Ruinen, andere schauten wortlos über die Bucht, die einst einen blühenden Hafen beherbergt hatte, auf das Meer hinaus. Nun war es schließlich an der Reihe der mitgereisten Wissenschaftler, die Ursache für den erschreckenden Zustand dieser Welt zu ergründen. Diese machten sich auch sofort an die Arbeit. Durch einen Impuls heraus maß man nach radioaktiver Strahlung. Die eingesetzten Messgeräte schlugen sofort aus. Zum Glück war die Strahlung nicht mehr wirklich gefährlich für die Neuankömmlinge, wenn man sich nicht zu lange auf diesen Planeten aufhalten würde, denn dafür schien diese nukleare Katastrophe auf dieser Welt zum Glück schon zu lange zurückzuliegen. „Teilt jeden hier auf dem Boden und auch im Orbit unverzüglich mit, dass hier alles radioaktiv kontaminiert worden ist! Die Nahrungskette ist ebenfalls betroffen! Angefangen beim Wasser!“, warnte Doktor Gaius Baltar, der die ersten Boden- und Wasserproben mit dem Mitgliedern seines Teams, welches aus Kolonialen und Zylonen bestand, bereits in einem bewerten Schnellverfahren ausgewertet hatte. Etwas außerhalb der Stadt hatte Captain Kara „Starbuck“ Thrace mittlerweile ihre Viper gelandet, denn um die genaue Quelle des Notsignals zu finden, musste sie noch ein so gut wie unwegsames und von Pflanzen überwuchertes Gelände, welches sie einige Zeit noch überflogen hatte, doch zu Fuß erkunden. Denn hier im Zielgebiet, gab es für ihre Viper nicht sehr viele Möglichkeiten um zu landen. Kaum hatte sie alle Systeme ihres Fluggerätes abgeschaltet, baute sie dann auch schon das Instrument aus, welches das Notsignal empfing. Damit der Kontakt nicht abriss, schloss sie zuvor noch eine kleine tragbare Energiequelle an, damit sie nicht am so lange gesuchten Ziel vielleicht doch noch vorbeiging. Orbit des Planeten Battlestar Tauron, CIC Immer mehr neue Meldungen von den über ein Dutzend Einsatzteams, die auf der Oberfläche dieser verwüsten Welt im Einsatz waren, gingen auch bei Commander Barbara Tiber ein. Das von ihr kommandierte Schiff befand sich nun mittlerweile auf der gegenüberliegenden Seite des Planeten. Und auch hier schien es nichts Anderes als Verwüstungen und Zerstörungen, von allen Spuren der einstigen hier befindlichen Zivilisation, zu geben. Doch schienen die eigentliche Ursache oder der eigentliche Auslöser dafür immer noch nicht ganz klar zu sein, obwohl es eigentlich nur eine dafür gab, und durch die gemessenen radioaktiven Rückstände von den Geigerzählern klar auf der Hand lag. Hier musste ein furchtbarer Atomkrieg gewütet haben, der alles zerstört hatte oder eine nukleare Katastrophe musste hier stattgefunden haben. Doch wer oder was wirklich letztendlich für diese Zerstörungen verantwortlich war, war für alle im Einsatz befindlichen Forscher immer noch nicht geklärt. Battlestar Pegasus, CIC Nur wenige Minuten später war es Zeit für eine kurze Zwischenbilanz, denn Apollo ließ sich mit der Befehlshaberin des Kampfsterns Tauron verbinden. „Bei Ihnen liegen bislang dieselben Ergebnisse vor, Commander Tiber?“ „Das muss ich Ihnen leider bestätigen, Commander Adama. Einige der Teams, die die Raptor abgesetzt haben, haben bereits mit einigen stichpunktartigen Grabungen in der Nähe von anderen Siedlungsgebieten begonnen.“ „Das haben unsere Leute auch, und zwar in dem Gebiet, das wir eindeutig schon als die Hauptstadt auf diesen Planeten identifizieren konnten. Zusätzlich wird das Gelände überflogen und kartografisiert, um so gut es möglich ist einen Stadtplan zu erstellen. Außerdem habe ich einige Patrouillen starten lassen. Eine reine Vorsichtsmaßnahme, denn immerhin befinden wir uns hier auf unbekannten Gebiet.“ „Dasselbe habe auch ich angeordnet“, sagte die Befehlshaberin der Tauron. Kurz danach ließen beide die Verbindung trennen, denn es wartete unerwartet sehr viel Arbeit auf alle. Zugleich mussten sie unglaublich gut aufpassen, weil man die jederzeitige mögliche Ankunft von Cavil und seinen Truppen befürchten musste. Lee war nicht verwundert, dass niemand Kara kontaktieren wollte, denn er kannte diese Masche ja von ihr, nämlich sich auch gegen so manche Anweisungen zu widersetzen, obwohl es keine gab, sich bei ihm selber oder anderen Crewmitgliedern zu festgelegten Zeiten zu melden. Die letzte Info, die dem Commander der Pegasus erreicht hatte, war dass Kara und der Zylon Leoben sich auf dem Weg in eine schwerzugängliche Region nahe der Stadt gemacht hatten, von welcher man vermutete, dass es sich um die einstige Hauptstadt der Bewohner des Planeten handeln musste. Planet Nördliche Hemisphäre Einige Kilometer westlich außerhalb der Stadt, die man bereits wirklich als Hauptstadt hatte identifizieren können, befand sich ein weitläufiges, ein sehr großes Gebiet, das abwechselnd aus Wäldern, Feldern und dichten Buschwerk bestand. Doch diese gesamte Region war nur schwer zugänglich. Keine Wege und Straßen waren hier mehr vorhanden, von freien Flächen wo man mit einer Viper oder einem Raptor hätte landen können, ganz zu schweigen. Hier, immer noch gefolgt von dem Zweiermodell, welches allen als Leoben Conoy bekannt geworden war, kämpfte sich nach wie vor Captain Kara „Starbuck“ Thrace schon seit ungefähr einer halben Stunde durch das dichte Gestrüpp und dürre Unterholz der Büsche und Sträucher. Dabei folgte sie stets dem immer klarer werdenden Notrufsignal, das sie empfing. Auch auf dem Gebiet der Hauptstadt war man seit der Landung pausenlos tätig, denn man grub ebenso unermüdlich an einigen Stellen im Sand, Schutt und den Trümmern der Stadtruine. Auch viele Piloten und Marines beteiligten sich mittlerweile ebenfalls daran, während andere die umliegenden Ruinen untersuchten oder die Umgebung sicherten. „Ich habe hier etwas… es ist hart. Moment, es ist vermutlich aus Metall, dem Klang nach“, bemerkte jemand, der mit einer kleineren Schaufel in einem Loch mit grub. „Ist das etwa ein Schädel?“, fragte eine Frau. „Ein Zenturio“, brummte jemand, der sich zu den mittlerweile verbündeten Zylonenrebellen umwandte. Jene schauten nur traurig, während ein alter Mann sagte: „Also ist es wohl offensichtlich, es ist auch hier geschehen. Allerdings muss es schon vor vielen, vielen Jahrhunderten geschehen sein.“ Dem pflichtete nach einer kurzen Begutachtung, schließlich auch der herbeigerufene Doktor Gaius Baltar bei: „Ja. Laut erster Untersuchungen muss es vor ungefähr 1.000 Jahren gewesen sein. Wir haben außerdem bisher einige dutzende menschliche Skelette entdeckt, die wir aber noch eingehender untersuchen werden. Doch dafür muss ich auf die Pegasus zurückkehren.“ 12 Stunden später Andromeda-Galaxie Sigma-Sektor Orbit des Planeten Battlestar Pegasus, Krankenstation, Pathologielabor Es hatten sich ungefähr anderthalb Dutzend Personen, sowohl Zylonen und Menschen, um Doktor Gaius Baltar, der endlich mit seinen abschließenden Untersuchungen fertig war, versammelt. „…somit ist diese Strahlung eindeutig eine der Haupttodesursachen für die Einwohner dieser Stadt gewesen, wie auch für alle anderen übrigen Bewohner und auch die meisten Lebewesen auf diesen Planeten“, verkündete Baltar allen mit belegter Stimme. „Also hatte der 13. Stamm diesen Planeten, den sie dann den alten Überlieferungen nach, Erde nannten, erreicht, besiedelt und sich dann selber ihre eigenen Zylonen erschaffen, die sich ebenfalls gegen ihre Schöpfer erhoben hatten“, fasste Commander Barbara Tiber alles noch einmal kurz zusammen, was alles an Erkenntnissen vorlag. „Haben wir zunächst alle gedacht - aber es ist ein großer Irrtum“, erklärte Caprica-Sechs, „diese sterblichen Überreste hier, diese Knochen hier vor uns, gehörten nicht einem Menschen…“ „…sondern einem Zylonen“, ergänzte Gaius. Einige der Anwesenden, die untereinander noch getuschelt und geflüstert hatten, wurden abrupt still im Raum, dann schauten sie allesamt immer noch vollkommen geschockt Caprica-Sechs und Doktor Gaius Baltar an, die ihnen das schier unglaubliche Resultat offenbart hatten. „Dies wird nicht gerade vielen in der Flotte gefallen. Zumal das dieser Planet, die Erde für uns kein neues Zuhause sein wird, und auch, dass es mit unseren verschollenen Brüdern und Schwestern vom 13. Stamm von Kobol keine Wiedervereinigung geben wird, sowie dass es sich bei den Bewohnern der Erde wohl komplett um Zylonen gehandelt hat“, meinte und fasste Commander Lee „Apollo“ Adama bereits schon zusammen, der zuerst von allen seine Sprache wiedergefunden hatte. Dennoch wussten alle, dass die bisherigen Ergebnisse der Aufklärungsmission in der nächsten Zeit unbedingt auch dem Admiral übermittelt werden mussten. Es vergingen einige Minuten, dann entschied Lee Adama: „Wir machen noch ein wenig weiter mit den Erforschungen! Doch damit sich der Admiral keine Sorgen um uns macht, werde ich einer kleinen Staffel von Raptor den Auftrag erteilen zur Flotte zurückzukehren, damit sie die ersten Berichte an die Präsidentin und dem Admiral überbringen!“ Planet Nördliche Hemisphäre Auf dem Planeten selbst, durchstöberten natürlich auch die Letzten Fünf die Ruinen der Hauptstadt. Sie waren vollkommen fassungslos, denn sie konnten es sich einfach nicht erklären, was hier einst geschehen war. Doch es war noch nicht alles, weil ihnen die Umgebung trotz der großen Zerstörungen zudem sehr vertraut vorkam, gingen sie weiter. Drangen dabei natürlich immer weiter in den Ruinen vor. Zielstrebig ging gerade Samuel T. Anders auf ein ehemaliges wohl sehr großes Gebäude, in unmittelbarer Nähe zur Hafenbucht, zu. Es musste eines gewesen sein, wenn man sich alleine schon die Ausmaße beziehungsweise die Reste der Grundmauern näher ansah. Sam befand sich mittlerweile in der Mitte dieser Ruinen, wobei sein Blick den Boden absuchte. Seine Augen entdeckten schließlich einen kleinen rohrförmigen Gegenstand, der größtenteils in Schutt und Sand vergraben war. Er bückte sich schließlich danach, da er neugierig geworden war und hob ihn auf, befreite ihn behutsam vom anhaftenden Sand. Sofort erkannte er, dass es sich hierbei um ein Fragment eines alten Musikinstruments handeln musste. An einer anderen Stelle der verwüsteten Stadt, spazierte soeben Chief Galen Tyrol an einer wohl ehemaligen großen und langen Promenade entlang. Dabei entdeckte er an einigen Wänden so manche Malereien. Schwach waren daran die Umrisse von Früchten und Obst zu erkennen, weil die einst bunten Farben mittlerweile stark verblasst waren. Hier muss sich wohl vor langer Zeit eine Einkaufsmeile mit Marktständen befunden haben. Auch Galen ging somit neugierig weiter, während in ihm ein vertrautes Gefühl aufkam. Stärker als noch kurz nach der Landung mit dem Raptor ganz in der Nähe. Schließlich kam er an ein weiteres Stück einer sehr massiven Mauer, die teilweise von den Ranken einer Pflanze, die Efeu ähnelte, überwuchert worden war. Doch an einer noch freien Fläche entdeckte er etwas, was einem menschlichen Schatten ähnelte. Doch dieser war anders, denn die Umgebung war dunkel und der seltsame Schatten war von der Farbgebung etwas heller, wobei sich die Farbe des Mauerwerks erhalten hatte. Als er sich so hinstellte, wie die Person damals gestanden hatte, überkam es ihn dann schließlich. Galen wurde von einer verschütteten Erinnerung überflutet und musste voller Schrecken erkennen, dass er es war, der damals hier gestanden hatte als eine der gezündeten Atombomben für seinen Tod sowie die Zerstörung seiner Heimat gesorgt hatte. Derweil gingen immer noch Colonel Saul Tigh und seine Frau Ellen, Arm in Arm, den trostlosen und leblosen Strand entlang. Sie kamen dann schließlich an einer Stelle vorbei, die beiden sehr bekannt vorkam. Aber es ragten nur Trümmer aus dem Wasser. Es waren Stützpfähle, Balken sowie Stahlträger. An dieser Stelle des Strandes gab es, teilweise von Sand und Schlamm begraben viele Bruchstücke, die von Gläsern, Schalen, Tellern und anderen Inventar stammten, genug um einen großen Tisch festlich zu decken. Sie beide mussten mit Erschrecken feststellen, dass sie einst hier gelebt sowie an diesen traurigen Tag ihren Silbernen Hochzeitstag gefeiert hatten oder es wollten, dann aber durch die Atombomben gestorben waren und durch die Wiederauferstehung in einem neuen Körper in einer im Orbit befindlichen Station wiedergeboren wurden. In beiden kam diese furchtbare Erinnerung hoch, und wurde vor ihren geistigen Augen lebendig als wäre es erst vor kurzem gewesen. Traurig und ziellos war auch Tory Foster alleine umhergegangen. Dann traf sie schließlich auf einen nachdenklichen Sam Anders, der kaum hörbar vor sich hinsummte. „Schon wieder dieses Lied“, stellte die Frau fest, die das Summen, die Melodie schließlich erkannt hatte. „Ja. Ich habe es einst komponiert, und dann auch gespielt“, erinnerte sich der ehemalige Pyramidspieler der Caprica-Freibeuter, „nämlich für meine große Liebe damals. Es warst du, Tory. Ich gehe jetzt Galen suchen.“ „Auch ich erinnere mich daran, doch hatte ich mich dann damals in Galen verliebt“, gestand sie ihm schließlich, weil sie sich ebenfalls an ihr früheres Leben auf diesen Planeten erinnert hatte. Gemeinsam liefen die beiden los, um nach Chief Tyrol zu suchen. Sie fanden ihn nach einer kurzen Suche schließlich an einer Mauer gelehnt sitzend vor. „Das da, bin ich“, sagte Galen, „wir waren hier als es geschehen ist.“ Während der Deckchief der Galactica sprach, deutete er auf den hellen Fleck, seinen eigenen damaligen Schatten seines damaligen Körpers an der Mauer, der von einer der vielen gezündeten Atombomben damals zerstört worden war. Kurz darauf gestanden auch die anderen zwei, sich an ihr früheres Leben auf diesen Planeten, den sie Erde genannt hatten, zu erinnern. „Wo wir gerade darüber sprechen, wo sind Colonel Tigh und Ellen?“, bemerkte Sam, der sich nach allen Richtungen umschaute. Zur selben Zeit setzte Starbuck ihren Weg zielstrebig, mit den Ortungsgerät des Signals in ihren Händen, weiter fort. Leoben, der Zweier, folgte ihr in einem gewissen Abstand, von etwa fünf Meter. Auf dem Boden wurden die ersten Trümmerstücke eines Fluggerätes sichtbar. Kara Thrace wusste somit, dass sie ihrem Ziel und der Quelle des Ortungssignals stetig näher kam. Ihre Augen entdeckten im hohen Gras ein größeres Objekt. Entschlossen ging sie dennoch weiterhin darauf zu. „Ich halte es für keine gute Idee, Kara“, meinte der Zylon beunruhigt, der nur selten während dieser gemeinsamen Suche zu ihr sprach. Was sehr ungewöhnlich war, denn sonst war er nämlich sehr gesprächig, wenn er mit dieser Frau unterwegs war. Dabei schaute er nur gebannt auf die Pilotin, so sehr, dass er beinahe gestolpert wäre. Da lag etwas im hohen verwelkten Gras. Es war ein Trümmerteil eines Hecks von einer Viper. „7242NC“, las Leoben vor, der dann zu Kara schaute. Sie antwortete mit nervöser Stimme: „Das ist die Nummer mit der ich bei der Schlacht gegen das Wiederauferstehungszentrum damals losgeflogen bin.“ „Und ich halte es nach wie vor für besonders keine gute Idee, weiterhin diesen Notsignal zu folgen!“ „Wenn Du keinen Mumm hast, dann bleib doch hier!“, schimpfte Starbuck genervt, die sogleich ihren Weg auch schon fortsetzte. Odyssee
Folge 6.11 - “Gaía, Teil 3”
Andromeda-Galaxie Sigma-Sektor Planet Nördliche Hemisphäre Mit einem mehr als nur unguten Gefühl, dass es irgendwie nicht wirklich gut wäre, folgte der jetzt verstummte Zylon dennoch der Frau noch einige Meter, dann blieb er jedoch, ohne ein weiteres Wort zu sagen, abermals stehen. Schließlich hatte Kara die Quelle des von ihrer Viper empfangenen Notsignals endlich erreicht. Sie konnte feststellen, dass es sich um das Cockpitmodul einer Viper Mark II handelte. Um noch mehr zu erfahren, musste sie das Cockpitmodul jedoch aufrichten, weil es beinahe auf dem Kopf stand. Dies war allein aber vollkommen unmöglich. Frustriert wandte Starbuck sich um und musste erkennen, dass Leoben in einer großen Entfernung von mindestens 10 Meter hinter ihr stehengeblieben war. „Komm gefälligst her, und hilf mir hierbei!“, schimpfte eine wütende Kara auffordernd. Das mulmige Gefühl in der Magengegend von Leoben wurde spürbar wieder größer, während er zu Starbuck aufschloss. Aber der Zweier hatte sich schließlich dann doch dazu durchgerungen, der Frau zu helfen. Gemeinsam boten die beiden ihre gesamte Kraft auf. Aber sie schafften es schließlich, das Cockpitmodul dieser Viper wieder aufzurichten. Es war für den ersten Moment nicht sonderlich überraschend, dass sich noch eine Person oder in diesem Falle vielmehr der Leichnam des Piloten oder der Pilotin noch darin befand. Nach der Überwindung des ersten Schocks trat Kara näher an den toten Körper heran, während jedoch Leoben wieder einige Schritte von ihr zurückwich. Obwohl auch Starbuck ein gewisses merkwürdiges Gefühl in der Magengegend mittlerweile in sich trug, griff sie der Person unter den Fliegeranzug. Ihre Finger ertasteten eine Kette mit den daran befindlichen Hundemarken und einen Ring, an der zog sie, abriss, holte sie schließlich hervor und las die eingeprägte Inschrift auf den Hundemarken. Sofort erschauderte sie. Es war eine Kette mit ihren eigenen Hundemarken sowie ihrem Ehering, welche sie nun in der rechten Hand hielt. „Erklär es mir! Was geht hier vor?“ „Was denn, Kara?“ „Der Hybrid sagte mir mal etwas, nämlich dass ich die Menschheit zu ihren Ende führen würde und der Vorbote des Todes sei! Der Herold der Apokalypse!“ „Das hat Sie, Dir gesagt?!“, stutzte Leoben erschrocken, der voller Angst noch einmal einige Schritte weiter nach hinten ging. „Wenn ich es bin, die da liegt! Was bin dann ich? Was bin dann ich?“, murmelte Starbuck. Doch sie bekam schon keine Antwort mehr von dem Zylonen Leoben Conoy, der sich mittlerweile umgewandt hatte und davongeeilt war. Jetzt war Captain Thrace vollkommen allein. Sie blieb es auch, denn Leoben kehrte nicht zu ihr zurück. Zur selben Zeit waren die Fünf wieder zusammen, tauschten ihre zurück gewonnen Erinnerungen miteinander aus, rätselten anschließend darüber, wie es denn sein konnte, dass sie in den Kolonien der anderen 12 Stämme von Kobol im Cyrannus-System gelandet sein konnten, obwohl die Zerstörungen auf diesen Planeten etwa rund 1.000 Jahre zurücklagen. Alle fünf versuchten sich fieberhaft daran zu erinnern, doch sie konnten es nicht. „Wir müssen unbedingt dieses Rätsel lösen“, wusste Tory. Die Dämmerung auf dieser Seite des Planeten wo sich die einstige Hauptstadt befunden hatte, hatte mittlerweile Einzug gehalten. Die vergangenen Stunden zuvor hatte Kara Thrace damit verbracht Holz zusammengetragen und es zu einem Haufen aufgeschichtet. Dann hatte sie den geborgenen Leichnam der anderen Kara Thrace in eine mitgeführte Decke aus ihrem Rucksack eingewickelt. Sie legte den nun eingewickelten toten Körper auf den Scheiterhaufen und entzündete jenen. Es dauerte nur einen kurzen Moment bis der Scheiterhaufen komplett in Flammen stand. Starbuck hatte sich mittlerweile auf den Boden gesetzt. Schaute dem roten lodernden Schauspiel zu. Sie blieb die ganze Nacht bei der Absturzstelle. Erst als es wieder hell wurde und das Feuer keine Nahrung mehr zur Verfügung hatte, verdeckte sie alles mit Steinen, die sie zu einen flachen Hügel aufschichtete. Hätte sie dies nicht getan, dann wäre ihr der eine Gegenstand, in der Größe einer Thermoskanne, wohl letztendlich verborgen geblieben. Das Design war ihr vollkommen unbekannt. Es war aus ihrer Sicht weder kolonialen noch zylonischen Ursprungs. Sie betrachtete es aufmerksam und spürte, dass sie nur Antworten erhalten würde, wenn sie dieses Objekt mitnahm, weswegen sie es in ihren Rucksack verstaute. Anschließend machte sie sich dann auf den Rückweg. Dabei musste Kara an Leoben denken. ,Ob Leoben eventuell bereits mit jemanden über die gestrigen Geschehnisse gesprochen hatte?‘, hämmerte es in ihrem Kopf. Überall auf dem Planeten waren die Forschungsteams bereits dabei ihre Sachen wieder einzupacken, denn man wollte sich nicht länger als unbedingt notwendig auf dieser immer sehr verstrahlten Welt aufhalten. Die Strahlung war zumindest nach der langen Zeit nicht mehr tödlich, doch gesundheitliche Folgen wären bei einem noch längeren Aufenthalt dennoch sehr hoch. Es wurden ganze Kisten von geborgenen Fundstücken, in speziell isolierten Behältern, verstaut. Diese sollten unter Laborbedingungen gereinigt und dekontaminiert werden, um dann sicherer und besser untersucht werden zu können. Ohne auch nur ein Wort zu sagen, ging Captain Kara Thrace, die endlich wieder bei den anderen eingetroffen war, zu ihrer Viper und baute das nach der Landung entnommene Instrument wieder im Cockpit ein. Orbit des Planeten Battlestar Pegasus, CIC Eine der drei Raptorcrews, die Admiral Adama über die aktuelle Situation berichten sollte, hatte sich nach ihrer Rückkehr zur Pegasus sofort auf der Brücke eingefunden. Denn sie sollten nun eine Botschaft des Admirals direkt an Commander Lee „Apollo“ Adama überbringen. „Wir sollen hier noch warten?“ „Ja, Sir. Admiral Adama und auch Präsidentin Baltimore sind der Meinung, dass wir so viel es geht in Erfahrung bringen sollten. Also über die Geschichte des 13. Stammes von Kobol, Commander.“ „Na schön. Dann bleiben wir also noch eine Weile hier, obwohl es hier wirklich nicht mehr viel zu entdecken gibt“, seufzte Lee, der hier nicht mehr allzu lange ausharren wollte. Ori-Galaxie Celestis, Allerheiligstes Abermals versuchte Adriana ihre Mutter, die sie trotz ihrer ganzen begangenen Fehler nach wie vor liebte, von ihren Plan abzubringen, nämlich den alten Antiker Myrrdin für immer auszuschalten. „Ich muss es tun, denn meine Existenz steht auf dem Spiel!“, beharrte Adria auf ihre gefällte Entscheidung. „Und komme nicht auf die Idee ihn zu warnen, meine Tochter!“ Kopfschüttelnd wandte sich Adriana ab, um Celestis wieder zu verlassen und nach Camelot zurückzukehren. Kaum hatte die Tochter der Orici das Allerheiligste von Celestis verlassen, wurde es von einer Kriegerin der Leibgarde von ihr und ihrer Mutter betreten. Diese Kriegerin war von Adria höchstpersönlich herbestellt worden. „Ihr habt mich rufen lassen, meine Göttin.“ „Das habe ich, Larissa. Ich habe eine sehr wichtige Aufgabe für Euch.“ „Was soll ich für Euch tun, o alleinige Göttin des ganzen Universums?“ „Ihr werdet den Hexenmeister Myrddin für mich töten!“ Die Kriegerin der Leibgarde schaute ihre Göttin überrascht an, denn sie hatte mit allen möglichen Aufträgen gerechnet. „Warum so überrascht? Ich hatte Euch schon einen ähnlichen Befehl erteilt, nämlich die Hinrichtung von Darius, meinem Sohn.“ „Ich weiß. Doch ich fürchte mich davor zu versagen, denn er ist, wie Ihr selbst saget, ein Hexenmeister der Antiker.“ „So ist es. Und darum ist er so gefährlich für uns alle. Für alle, die dem wahren Pfad des Lichtes folgen. Auch für mich stellt er eine Gefahr dar. Wegen all dieser Dinge muss er beseitigt werden! Egal wie. Doch musst Du dabei eine Methode wählen, bei der er keine Möglichkeit erhält aufzusteigen!“ „Was ist, wenn ich bei dieser so wichtigen Mission für Euch scheitere? Oder gar Adriana irgendwann herausbekommt, dass ich es gewesen bin, die es getan hat? Sie wollte ihren Bruder Darius ja auf eine einsame entlegene Insel auf Heraclia verbannen, und ich…“ „Du fürchtest dich also, Larissa.“ „Ja, meine große Göttin. Denn meine Herrin Adriana wird mich töten wollen, wenn sie davon erfährt.“ „Dann sollst Du die Möglichkeit erhalten vor ihr fliehen zu können, um irgendwo Schutz und Asyl zu finden!“, entschied die Orici Adria großmütig. Entfernte Galaxie Trinitatis, Torraum Nach einem langen Hin und Her hatte es Rodney McKay endlich geschafft, den Leiter dieser Mission dazu zu überreden, bei Gelegenheit auch Forschungsreisen durch das Sternentor zu erlauben. Doch diese Erkundungen würden nur sehr kurz sein. Aber sie benötigten auf ihrer langen Reise, genauso wie die Besatzung der Destiny, immer wieder frische Vorräte. Und dies obwohl der Stadtbereich von Trinitatis, welcher von Mu gebildet wurde über ausreichende Flächen für den Ackerbau bot. Doch dies genügte einen gewissen Doktor McKay nicht, weswegen Doktor Hank McCoy schließlich seine Erlaubnis erteilt hatte. Doch der Mutant, der lange Jahre als Mitglied den X-Men angehört hatte, hatte diese Entscheidung noch aus einen anderen Grund getroffen, nämlich die Erforschung fremder unbekannter Regionen des Universums noch besser voranzutreiben. Milchstraße Sol-System Yashida-Weltraumwerft Battlestar Origin, CIC Der große Tag war gekommen, denn spät am Nachmittag Ortszeit von Hawaii sollte endlich der erste Kampfstern der Erde ihren Jungfernflug beginnen. Das Raumschiff war ausgestattet mit irdischer, kolonialer und auch teilweise Asgardtechnologie, und erhielt von General Jack O‘Neill den Auftrag die Aktivitäten der Flotte der Orici im Blick zu behalten. „Dann mal los!“, entschied der Befehlshaber der Origin. „Alles bereit, General Dixon“, bestätigte der Navigator, der die Zielkoordinaten bereits in den Computer eingegeben hatte. „Gut. Dann verlassen wir die Werft und springen in den Hyperraum sobald wir auf sicherer Entfernung sind!“ „Jawohl, Sir.“ Erde Minnesota, Jacks Ferienhütte Extra für diesen Tag hatte sich General Jack O‘Neill freigenommen, sich sein Teleskop aufgebaut und spähte hindurch. Durch die technischen Verbesserungen konnte er die Weltraumwerft von Yashida sowie die Origin gut erkennen. Er lächelte zufrieden als das neueste Schlachtschiff der Erde in den Hyperraum eintrat. Pegasus-Galaxie Todds Territorium M-2468 Geheimlabor von Todd Zufrieden begutachtete Todd den Fortschritt seiner Arbeit. Die erste Wraith-Frau, die er erschaffen hatte, hatte keine Nährmünder mehr an ihren Handflächen. Sie war nun in der Tat zumindest vom Aussehen her endlich menschenähnlich. Und wenn sie dann auch noch in der Lage wäre, wenn man sich mit ihr auch auf biologische Weise fortzupflanzen könnte, so wäre der Fortbestand der neuen Kultur der Wraith gesichert. Um keine weitere kostbare Zeit zu verlieren, forschte Todd in jeder freien Minute daran sein Ziel endlich zu erreichen. Kein sonderlich leichtes Unterfangen, weil er nämlich seit dem Beginn seiner Forschungen aus Gründen der eigenen Sicherheit es vorzog alleine zu arbeiten, wobei er nebenher noch seine Anhänger führen und im neu eingerichteten Rat der Wraithführung vertreten musste. Andromeda-Galaxie Seit dem Ergebnis der Wahl des neuen Präsidenten war Lieutenant Sharon „Athena“ Agathon in einer Single-Mission in einem Raptor unterwegs. Ihr Auftrag, den Admiral William „Husker“ Adama ihr gegeben hatte, war es, endlich die Heimatkolonie der Zylonen zu finden, weil es sehr wahrscheinlich war, dass Boomer die kleine Hera dorthin gebracht hatte. Es war keine einfache Mission, weil der Standort dieser Station von Cavil und seinen Anhängern nach der Spaltung der Zylonengemeinschaft mehrmals verlegt worden war. Somit war es also gut möglich, dass es mehrere Jahre dauern könnte bis Athena Erfolg bei der Suche haben könnte. Zudem gingen abermals die mitgeführten Vorräte zuneige. „Na schön. Noch drei Sprünge, dann muss ich wieder einmal zur Flotte umkehren. Verflucht!“, murmelte Sharon daher schon etwas leicht frustriert vor sich hin. Pegasus-Galaxie Todds Territorium M-2468 Geheimlabor von Todd Die Resultate der weiteren Tests waren abermals erfreulich. Zufrieden machte sich daher Todd daran einige Veränderungen in der genetischen Struktur vorzunehmen, die klare Verbesserungen sein würden. Leider war natürlich nicht der große Pool an Gen-Material vorhanden, weil es in der bisherigen Geschichte der Wraith nun einmal nicht sehr viele Königinnen gegeben hatte. Doch da er jetzt auf der sicheren Seite war, und wusste das sein Weg zum Ziel führte, konnte er sich jetzt daran machen, seine ehemalige Königin durch die Klontechnologie wieder zu neuem Leben zu erwecken. Doch zunächst musste Todd etwas enorm Wichtiges tun, nämlich das Vertrauen der bereits erschaffenen Königinnen gewinnen. Sollte dies nicht funktionieren, so wäre er gezwungen seine Geschöpfe umgehend zu beseitigen, und somit von vorn zu beginnen. Andromeda-Galaxie Sigma-Sektor Orbit des Planeten Battlestar Pegasus, Offiziersmesse Die ersten klaren und vor allem gesicherten Ergebnisse der Aufklärungsmission auf der Heimatwelt des 13. Stammes der Stämme von Kobol lagen nun endlich vor. Daraus ging hervor, dass unter den bisher gefundenen menschenähnlichen Knochenresten, nur die von Zylonen gefunden hatten. Daraus schlussfolgerte Doktor Gaius Baltar daher, dass sich der 13. Stamm von Kobol in der Tat komplett aus Zylonen bestanden hatte. Aber noch etwas anderes war auch dadurch klar, es gab somit bis auf die Fünf, die irgendwie zu den Kolonien der anderen 12 Stämme in das Cyrannus-System gereist waren keine weiteren Überlebenden. „…wir konnten einige Inschriften auf dem Planeten zum Glück entziffern. Daraus konnten wir entnehmen, dass ihn seine Bewohner Gaía genannt haben. Es ist eine der alten Sprachen unseres Volkes und bedeutet übersetzt: Erde“, berichtete unter anderem Ellen Tigh allen Anwesenden. Offiziersquartier Seit ihrer Landung auf der Pegasus hatte sich Captain Kara Thrace komplett von allen anderen Crewmitgliedern zurückgezogen und war so gut es ging jeden aus dem Weg gegangen. Leoben wusste weshalb, aber auch Samuel T. Anders und auch Commander Lee Adama spürten, es musste etwas auf diesen Planeten vorgefallen sein. Doch alle drei ließen Starbuck vorsichtshalber in Ruhe. Kara hatte den Vorhang zu ihren Bereich zugezogen und die Lampe eingeschaltet. Erst jetzt holte sie auch wieder den thermoskannengroßen Gegenstand wieder aus dem Rucksack hervor, den außer ihr noch niemand anderes zu Gesicht bekommen hatte. Sie musterte und betastete ihn aufmerksam. Danach legte sie diesen mit einem leichten und leisen Seufzer auf ihrem Bauch ab. Das Gefühl das dieser wichtig war und sie ihn bereits schon einmal zuvor gesehen hatte, überkam sie erneut. Während sie auch schon begann in ihrer linken Hosentasche zu wühlen, um die Kette mit den Hundemarken und dem Ehering, woran sich einige Rückstände von Blut und auch Gewebe befanden, abermals hervorzukramen. Aber was dies alles bedeuten sollte, darauf wusste sie sich keinen Reim zu machen. Starbuck war vollkommen irritiert. Wer oder was war sie, jetzt bloß? Schritte in ihrer Nähe verrieten ihr, dass sie nicht mehr alleine in diesem Quartier war, welches sich zehn Offiziere teilten. Es war Sam, ihr Ehemann, der die Besprechung in der Offiziersmesse verlassen hatte. Er wollte unbedingt mit seiner Frau sprechen, doch der zugezogene Vorhang verriet ihm, dass sie es wünschte nicht gestört zu werden. Doch an dem leichten durchschimmernden Lichtschein der Lampe konnte er erkennen, dass Kara wach sein könnte. Aber sich dessen sicher sein, konnte er nicht. „Es gibt soviel, worüber wir sprechen müssen, Kara“, murmelte Sam müde, der von der Rückkehr von einigen der einst verloren gegangenen Erinnerungen überwältigt worden war. Koloniale Flotte Raptor von Athena Endlich hatte Lieutenant Sharon Agathon es geschafft, denn bei ihren letzten Sprung war sie auf das Ziel ihrer Mission gestoßen. Dadurch fiel ihr die Rückkehr zur Flotte und zu Admiral Adama fiel nicht leicht. Dabei schien es aus ihrer Sicht ganz leicht gewesen zu sein, nämlich einfach selber die Heimatkolonie der Zylonen zu betreten, nach ihrer Tochter Hera zu suchen und irgendwie wieder von dort zu verschwinden. Aber sie kannte den Befehl des Admirals, der besagte keine Alleingänge, sondern so viele Informationen zu beschaffen wie möglich und dann schnellstmöglich zur Flotte zurückzukehren. Battlestar Galactica, Quartier von Admiral Adama Endlich hatte Athena Erfolg mit ihrer Suche nach der Heimatkolonie der Zylonen gehabt, denn sie legte Admiral Adama die notwendigen Informationen und Bildaufnahmen vor, die nötig für einen erfolgreichen Angriffsplan waren. Doch befand sich diese gigantische Weltraumstation in einer kaum angreifbaren Position. Ein unerwartetes Problem. Daher würde es einen neuen und überarbeiteten Angriffsplan brauchen, um Hera wieder aus den Händen von Cavil und seiner Gefolgschaft zu befreien. RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - Jonathan J. O´Neill - 14.01.2026 Odyssee
Folge 6.12 - “Inter Galaxies”
Andromeda-Galaxie Koloniale Flotte Ilion, Cafeteria Die Flotte der Kolonialen war nach der kürzlichen Rückkehr der beiden Kampfsterne, der Pegasus und der Tauron, die ihre Mission abgeschlossen hatten, endlich wieder komplett. Zunächst wurde nur in einem kleinen Kreis über die Ergebnisse der Mission zur Heimat des 13. Stammes von Kobol gesprochen. Die Erkenntnis darüber, dass dieser Planet einst komplett nur von Zylonen bevölkert worden war, wurde verständlicherweise auch von vielen der Anwesenden mit einer gemischten Reaktion aus Entsetzen und Erstaunen zur Kenntnis genommen. In Gedanken war allerdings Admiral William Bill „Husker“ Adama schon bereits wieder bei der Heimatkolonie der Zylonen, denn es war ihm ja ein dringendes Bedürfnis das Kind Hera Agathon, die Tochter von Sharon „Athena“ und Karl C. „Helo“ Agathon, endlich aus den Händen Cavils und seiner Anhänger zu befreien. Und immer noch hatte Adama die gut über ein Dutzend detailreichen Aufnahmen vor Augen, die Athena ihm von ihrer Such- und Aufklärungsmission vorgelegt hatte. Die zu planende Befreiungsaktion und der Angriff auf diese gewaltige Raumstation war aus seiner Sicht ein klares Himmelsfahrtskommando, welches vor einem vollkommen ungewissen Ausgang stand. Ein weiteres Mal würde er dafür die Hilfe der Concordia benötigen, vorausgesetzt es würde Major Jennifer Hailey und Lieutenant Cassandra Fraiser wirklich gelingen, die Tarnvorrichtung von Ilion vorübergehend auf dem mächtigen Schlachtschiff der Erde zu installieren. Milchstraße Sol-System Mars SGCB, Torraum Der Moment war endlich gekommen, und General Albert Reynolds hatte als einer der sieben Kommandeure der Stargate Command Base, die sich auf dem Mars befand, ein erstes Mal selber Besucher empfangen. Es waren im Prinzip aber eher alte Bekannte, denn es handelte sich um die Vertreter der letzten Pegasus-Asgard, die sich komplett der Gnade der Menschen von der Erde und Atlantis unterworfen hatten. Doch ohne die Forschung an anderen Menschen, würde letztendlich auch diesen Asgard der endgültige Untergang drohen. Aber es gab noch eine Vielzahl von anderen Problemen, weil man schon lange nichts mehr von den Jaffa gehört hatte. Aber auch mit der Luzianischen Allianz, die sich in mittlerweile mehrere Gruppen aufgeteilt hatte, verhielt es sich kaum anders, denn der Kontakt war seit langer Zeit nur noch recht sporadisch. Daher hatte man Teal‘c entsandt, der auf Grund seiner vielen Kontakte in der Galaxie nach den Hintergründen dafür forschen sollte. Zumindest machte eines dennoch große Hoffnung, da durch die Hilfe der Pegasus-Asgard alle Weltraumwerften der Erde endlich fertig gestellt worden waren, die seit kurzem mit der Fertigung weiterer Battlestars aller bekannten Bauklassen begonnen hatten. Dafür gestattete man diesen Außerirdischen, natürlich unter strengen Auflagen und Kontrollen, an Menschen, die sich dazu freiwillig bereiterklärt hatten zu forschen, damit sie ihre Klontechnologie noch weiter verbessern können. Erde Homeworld Command, Kontrollraum Weil es sehr notwendig geworden war, war General Jack O‘Neill auf den schnellsten Weg in sein eigenes Kommando zurückgekehrt. Der Grund dafür war eine dringende Nachricht vom Rande der Milchstraße von der E.U.S. Thetys, die auf ihrer eingenommenen Position Signale von einer Vielzahl fremder Objekte empfangen hatte, die sich der Milchstraße aus Richtung der Andromeda-Galaxie in einem sprunghaften Muster immer weiter näherten. Andromeda-Galaxie < > Milchstraße Zylonenflotte Die aus 16 Schiffen bestehende Armada der Zylonen, hatte erst ein Drittel der Distanz zur Erde bewältigt. Einige Zylonenmodelle waren jedoch immer noch der hämischen Meinung, dass sich die Menschen dort, vermutlich noch vor ihrer Ankunft irgendwann selbst vernichten würden. Andere Modelle allerdings hingegen verwiesen darauf, dass es in dieser Galaxie noch genügend unzählige andere menschlicher Zivilisationen gäbe, die man dennoch besser vernichten sollte, wenn man den unfreiwillig preisgegebenen Informationen der Acht, Captain Sharon Satterfield, Glauben schenken konnte. Denn es sollte absolut keine Bedrohungen mehr für das Volk der Zylonen von den Menschen mehr geben. Weswegen einige Zylonenmodelle dann aber meinten und vorschlugen, dass man die Entwicklung einiger Menschenvölker stattdessen zielgerichtet beeinflussen oder zumindest überwachen könnte, anstatt jene komplett zu vernichten. Flaggschiff, Konferenzraum Einer der Cavils, der natürlich, wie sollte es auch anders sein den Oberbefehl für diesen enorm wichtigen Feldzug inne hatte, hatte seine Brüder und Schwestern ein weiteres Mal eingeladen. Sein Vorhaben machte er sofort deutlich, indem er sofort zur Sache kam. Denn ihn ging es darum notwendige Energie zu sparen, weil die Reise in eine andere Galaxie zu sehr an ihre Energieressourcen ging. „…, daher sollten wir auf die maximal zu erreichbare Sublichtgeschwindigkeit gehen, dann die Antriebe abschalten und uns dann eine Zeitlang auf unserer Ziel zutreiben lassen. Zugegeben, es könnte jahrhunderte oder jahrtausende dauern bis wir in dieser Galaxie ankommen. Aber sollten wir durch einen unerwarteten auftretenden technischen Defekt hier in diesen Nirgendwo stranden, kommen wir vielleicht nie mehr weiter“, erklärte jener Cavil allen anderen sarkastisch. Auch alle anderen Modelle waren diesem vernünftigen Vorschlag nicht abgeneigt. Und da sie sich ja mittlerweile im leeren Raum zwischen zwei Galaxien befanden, lag die Wahrscheinlichkeit geradezu bei null, dass sie in diesem Raum auf ein Hindernis, zum Beispiel in Form eines Planeten oder einen anderen kosmischen Körper geraten würden. Andromeda-Galaxie Sigma-Sektor Orbit von Gaía Etwa rund einen Tag nach der Abreise der Pegasus und der Tauron weg von Gaía, war schließlich auch eine Flotte von drei Basisschiffen der Zylonen aufgetaucht. Diese befand sich natürlich auf der Suche nach der Flotte der Kolonialen und der Zylonenrebellen. Nun war man aber dabei allerdings auf diesen, auch für sie noch bislang völlig unbekannten Planeten gestoßen. Man durchforstete daher umgehend sämtliche Datenbanken und Archive, um zu ermitteln, was es denn für eine Welt sein könnte, die nun vor ihnen lag. Gaía Überall auf verschiedenen Stellen des Planeten landeten Trupps der Zylonen, die sofort damit begannen diese Welt zu erforschen. Schnell bemerkten sie jedoch, dass sie nicht die ersten waren, die hier in jüngster Zeit angekommen waren. „Sie waren also schon hier“, stellte einer der Dorals fest, der sich einige der Orte ansah, wo die Angehörigen der Kolonialen Flotte und mit den Zylonenrebellen, die sich gegen Cavil und seine Anhänger gestellt hatten, bereits Ausgrabungen und Forschungen in den Siedlungsgebieten sowie deren näheren Umgebung vorgenommen hatten. Koloniale Flotte Battlestar Galactica, Quartier des Admirals Zufrieden nahm Admiral William „Husker“ Adama den Bericht zur Kenntnis, dass alle Viper und Raptor, die zu fertigen er angeordnet hatte, endlich in den nächsten Tagen einsatzbereit sein würden. In einer anderen Ecke saß die ehemalige Präsidentin der Galactica-Flotte, Laura Roslin, die sich immer wieder die Luftaufnahmen der Hauptstadt von Gaía ansah. Es überraschte sie nicht, denn sie entdeckte etwas, nämlich dass auch der 13. Stamm von Kobol versucht hatte sich eine Art von Kopie, einen Teil der alten Heimat zu bewahren, indem man das Forum und sogar das Opernhaus von Kobol nachgebaut hatte. Sie hatte nämlich nach einigen sorgfältigen Vergleichen mit einigen der alten Vorlagen der religiösen und historischen Schriften unter anderem auch die Überreste des Opernhauses identifiziert. Es klopfte an der Luke. Nachdem Adama: „Herein!“, gesagt hatte, traten all die anderen Befehlshaber der anderen Kampfsterne bei ihm ein. Sie hatten nämlich von dem gewagten Vorhaben ihres Oberkommandierenden erfahren, dass er das von Boomer entführte Kind Hera aus der Gewalt von Cavil befreien wollte. „Sie haben doch nicht etwa wirklich ernsthaft vor diese riesige Kolonie der Zylonen anzugreifen?“, erkundigte sich Admiral Diana McBride. Sie konnte ihren Vorgesetzten, der von allen Offizieren innerhalb der Flotte, der der erfahrenste Offizier von allen Militärs war, durchaus verstehen, weil auch sie von der Bedeutung dieses Kindes erfahren und verstanden hatte, doch zweifelte sie an der Machbarkeit, ohne dabei enorme Verluste in Kauf nehmen zu müssen. Schließlich erschien auch noch Francine Baltimore, die Präsidentin, die alle Anwesenden vor einem Erdbeben innerhalb der gesamten Flotte warnte. Darauf versicherte Admiral Adama: „Ich werde diesen Einsatz nur mit Freiwilligen tätigen. Sollte ich für diese Angelegenheit nicht genug Männer bekommen, um die Galactica oder einen anderen Kampfstern, etwa der Leonis oder Lyxis zu nehmen, würde ich dann mit einem Raptorgeschwader diese Station der Zylonen angreifen um Hera endlich wieder nach Hause zu holen!“ Unbekannte Galaxie < > 1. Destiny-Galaxie Trinitatis Wie es von Doktor Rodney McKay in das Computersystem einprogrammiert wurde, fiel die Trinitatis genau zwischen den beiden Galaxien aus dem Hyperraum. Und da sich sehr viele der Crewmitglieder an dieser Expedition nicht nur allein mit den Bildern an den zahlreichen Monitoren begnügen wollten, strömten sie hinaus ins Freie auf die Balkone und Plattformen, denn viele wollten es mit eigenen Augen sehen. Hinter ihnen lag eine Galaxie, die sie erst vor zwei Tagen verlassen hatten und vor ihnen jene, die damals vor einigen Jahren die Besatzung der Icarus-Basis auf der Flucht durch das Stargate erreicht hatten als sie zur Destiny gelangt waren. Mit den Worten: „Wir müssten uns jetzt so langsam entscheiden, ob wir diese Galaxie hier vor uns, die die Besatzung der Destiny als Erstes erreicht hatte, ein wenig genauer erforschen wollen, oder...“, eröffnete Doktor Hank McCoy eine kleine Besprechungsrunde, während er einmal mehr die Wunder der unendlichen Weiten des Universums bestaunte. Jeder kannte die Aufnahmen von den besten Teleskopen und Satelliten, die entwickelt worden waren, doch seit etwa zwei Monaten waren sie selber mittendrin, wobei sie die sonst so fernen Galaxien, Sterne, Planeten und andere astronomische Körper jetzt von ganz nah mit eigenen Augen sehen konnten. „In dieser Galaxie gibt es nicht allzu viel zu entdecken, wenn man die Berichte ganz genau kennt, die wir unter anderem von Colonel Young und Doktor Rush erhalten haben“, bemerkte Doktor Rodney McKay, der nur wenig Interesse hatte, sich diese Galaxis näher anzusehen, bis auf einige wenige Ausnahmen. „Es fällt mir schwer“, begann Doktor Daniel Jackson, „doch ich muss Rodney zustimmen. In dieser Galaxie dort vor uns, wartet ein Feind, der schon lange hinter der Destiny her gewesen ist, und auch uns vermutlich traktieren wird, wenn sie das Potential von Trinitatis erkennen sollten. Auch eine Kommunikation, ebenso ein friedlicher Austausch sind somit vollkommen aussichtslos. Daher bleiben uns nur wenige Planeten, die wir dann wirklich aufsuchen könnten beziehungsweise sollten.“ „Gut“, nickte McCoy, der Leiter dieser Mission, „sie beide haben eine Stunde Zeit mir ihre wenigen Vorschläge zu unterbreiten, wo wir denn unsere Reise zur Destiny wirklich unterbrechen sollten! Auch ich selber kenne sämtliche Berichte von der Crew der Destiny, und weiß somit, dass die darauffolgende Galaxie um ein vielfaches interessanter aber ebenso, wenn nicht sogar noch gefährlicher ist! Doch gibt es in dieser Galaxie so einige menschliche Zivilisationen, die wir nach Hause auf die Erde bringen könnten.“ Die Entscheidung über das weitere Vorgehen wurde also schon kurz darauf gefällt. Man sah sich deswegen sehr schnell die mitgeführten Berichte der Destiny-Besatzung durch, dann wurde kurz vor Ablauf der Frist Doktor McCoy eine recht überschaubare Liste von einer handvoll Planeten vorgelegt, die man in der vor sich liegenden Galaxie aufsuchen wollte. Etwas außerhalb der Milchstraße E.U.S. Thetys, Brücke Konzentriert wurden die über ein Dutzend Objekte beobachtet, die sich nach wie vor aus der Richtung der Andromeda-Galaxie kommend der eigenen Galaxis näherten. Man vermutete auf Grund der vorliegenden Informationen, dass es sich nur um die Armada der Zylonen handeln könnte, deren Ziel es war, auch in der Milchstraße die Menschen anzugreifen. Doch der Commander dieses Schlachtschiffes der Erde konnte alleine nichts gegen diese Bedrohung ausrichten. Verstärkung musste unverzüglich kontaktiert, abgestellt und auf Abfangkurs gebracht werden. „Ich benötige eine Verbindung zum Homeworld Command! Und zwar schnell!“, ordnete daher Oberst Christian Schneider an. Nach nur wenigen Minuten hatte Schneider auch schon O‘Neill in der Leitung, dem er schnell seine Vermutung mitteilte. „Und Sie sind sich da ihrer Meinung absolut sicher, Oberst?“ „Jawohl, General. Ich benötige daher so schnell wie nur möglich dringend Unterstützung. Denn sollten es wirklich die Zylonen sein, müssen wir sie stoppen, und zwar bevor sie in Reichweite ihrer FTL-Systeme die Milchstraße erreicht haben.“ „Ich verstehe. Wir werden sehen, was wir hier tun können, damit wir diese Bedrohung so schnell wie möglich abwenden können“, erklärte Jack, der kurz darauf die Verbindung trennen ließ. „Und in der Zeit beobachten wir das Verhalten der Objekte weiter“, murmelte Christian Schneider, der auf eine schnelle Entscheidung, aber auch der Ankunft von Unterstützung hoffte. Anhand der Berichte über die Zylonen wusste er, dass man es ihnen unter keinen Umständen erlauben durfte in die Milchstraße einzudringen. 1. Destiny-Galaxie Planetenorbit Trinitatis Da man mehr über die Außerirdischen erfahren wollte, die schon sehr lange hinter der Destiny her waren, war man zuerst zu dem Planeten geflogen, wo sich das abgestürzte Alienraumschiff befand. Um keinerlei Risiko einzugehen, stellte Doktor Hank McCoy eine aus vielen Soldaten bestehende große Sicherheitsmannschaft zusammen und die beiden 304er, die Paris und die Hector, ab, die das Forschungsteam auf dem Planeten vor potentiellen Angreifern schützen sollte. Hier war es das höchste Gebot keine fremde Technologie mit an Bord der eigenen Schiffe zu nehmen, sondern nur auf dem Planeten selbst zu erforschen, damit man somit nicht unnötigerweise mit den Nakai in Konflikt geriet oder aufgespürt werden konnte. Beide Teams vereinbarten sich innerhalb von einer Woche bei dem Planeten wieder zusammenzutreffen, den die Destiny-Besatzung Eden genannt hatte. Von dort aus wollte man dann noch einige wenige weitere Planeten aufsuchen, die von Interesse waren. Planet Eden Nach einem kurzen Flug im Hyperraum hatte die Trinitatis ihr primäres Ziel in dieser Galaxie erreicht. Es wunderte McCoy nicht, dass dieses Mal McKay neben Jackson einer der ersten war, der schnell in einem der Puddle Jumper Platz genommen hatte. Ziel von den beiden Wissenschaftlern war natürlich der riesige schwarze Obelisk, der rund 700 Meter hoch war. Alle begannen sofort umgehend mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit, denn die Zeit ihres Aufenthalts war bekannterweise begrenzt. Daniel nahm sich sofort die Inschriften vor, die an einigen Stellen den Obelisken verzierten. Rodney hingegen brütete über der Erschaffung des gesamten Sonnensystems sowie der Funktion des Obelisken. Hank hingegen sammelte selber seine Informationen, wobei er aber immer wieder auch bei den anderen Wissenschaftlern um regelmäßige Hinweise bat. Etwas außerhalb Milchstraße Drei Hyperraumfenster öffneten sich in der Nähe der Thetys. Die Verstärkung war nun sehr schnell in Gestalt der drei 306er: Victoria, Abydos und Triton sowie der fünf 304er: Huo, Challenger, Laurasia, Sila und Sibiria, eingetroffen. Schnell wurde Oberst Schneider der Befehl von General O‘Neill übermittelt, der daraus bestand, sofort den Kurs auf die noch nicht eindeutig identifizierten 16 Objekte zu setzen. Diese sollten gegebenenfalls sofort manövrier- und kampfunfähig gemacht werden, wenn die bereits vermutete Bedrohung bestätigt werden sollte. Es dauerte nicht lange, dann verschwanden auch schon alle neun Schlachtschiffe der Erde gemeinsam im Hyperraum. Entfernte Galaxie Destiny, Observationsdeck Viele der Besatzungsmitglieder, die derzeit keine wichtigen Aufgaben an Bord zu erledigen hatten oder zu einem Dienst eingeteilt worden waren, konnten daher live miterleben, wie die Destiny am Rande der Galaxie den Hyperraum verließ. Von hier aus konnten alle die nächste Galaxie erkennen, die sie demnächst auf ihren von den Antikern vorprogrammierten Kurs ansteuerten. Aber noch etwas Anderes war zudem schon leicht schemenhaft zu erkennen, nämlich eine Art von Muster. MacGyver war noch ziemlich gelassen, genauso wie Pete. Nur in Jack stieg die Sorge immer weiter an, nämlich wohlmöglich nie wieder nach Hause gelangen und somit sein persönliches Ziel jemals verwirklichen zu können. Andromeda-Galaxie Sigma-Sektor Zylonenflotte Orbit von Gaía < > Gaía Den Fund und die Beweise, die allen vorlagen, hätten die Cavils am Liebsten unter den Teppich gekehrt. Doch waren sie sehr schnell allen anderen Zylonen ihrer Seite nun bekannt geworden. Sie rätselten dennoch darüber, weil sie es sich nicht erklären konnten. Was sollten die Forschungsergebnisse letztendlich bedeuten? „Vermutlich haben diese verfluchten Menschen des 13. Stammes alle ihre Sklaven, die wie wir, Zylonen gewesen waren, erbarmungslos vernichtet, bevor sie sich dann endgültig an einen uns noch weit entfernten und unbekannten Ort zurückgezogen haben! Wir müssen daher unsere ermordeten Brüder und Schwestern unbedingt rächen!“, mutmaßte und empfahl einer der Einser daher, obwohl ihm die eigentliche Wahrheit durch die Fünf natürlich bereits bekannt war. Koloniale Flotte Astral Queen, Besprechungsraum An Bord seines Schiffes hatte Tom Zarek mittlerweile die wichtigsten Führer, seiner Verbündeten und Anhänger um sich versammelt. Als dann wirklich endlich alle anwesend waren, begann er dann auch schon in seiner angriffslustigen rhetorischen Art zu ihnen zu sprechen: „Wir alle haben jüngst in der gesamten Flotte erfahren, was für Neuigkeiten uns von der letzten Forschungsmission über der Planeten, der uns mittlerweile als Gaía bekannt geworden ist, mitgeteilt wurde. Lange hatten wir uns darüber gefreut und darauf gehofft, mit unseren Brüdern und Schwestern des 13. Stammes in eine glorreiche gemeinsame Zukunft zu gehen. - Doch leider ist dieser Planet durch einen schlimmen Atomkrieg zerstört worden. Alles dort ist radioaktiv verseuchtes Ödland. Unbewohnbar gemacht von Zylonen, die diese fruchtbare Welt einst bewohnten. Wir wissen nichts von den Menschen, die vielleicht dort gelebt haben, weil es keinerlei Spuren mehr von ihnen gibt. Daher frage ich euch alle, meine Freunde: Wollen wir das wirklich, eine gemeinsame Zukunft mit den Zylonen in unserer Flotte?“ Milchstraße < > Andromeda-Galaxie Seit einigen Tagen schon driftete die Flotte der Zylonen mit Unterlichtgeschwindigkeit durch den leeren Raum. Genauso wie es vorgeschlagen worden war, hatte man es noch sehr genau geplant und alle dafür wichtigen Berechnungen und Vorkehrungen getroffen, ehe man den Plan in die Tat umsetzte. Sie bemerkten allerdings immer noch nicht das kleine getarnte Geschwader von Puddle Jumpern, welches ihren Flug eine zeitlang beobachtet hatte sowie die Geschwindigkeit und den Kurs aufzeichnete. Nachdem die Zylonenflotte nicht mehr in Radarreichweite des DRADIS war, sprangen diese fünf speziell ausgerüsteten Puddle Jumper wieder zurück in den Hyperraum, um zu ihrer eigenen Flotte zurückzukehren. Gut sieben Stunden später, trafen dann die beiden Flotten endlich aufeinander. Sofort nachdem die neun Schlachtschiffe der Erde den Hyperraum verlassen hatten, eröffneten sie auch schon das Feuer auf die Schiffe der Zylonen. Diese versuchten sofort sich mit einem FTL-Sprung in Sicherheit zu bringen, womit sie außerhalb der Reichweite der Menschen gewesen wären, womit die Suche nach den Zylonen von neuem begonnen hätte. Doch war es den getarnten Puddle-Jumpergeschwader bei der vorherigen Mission, die in erster Linie der Aufklärung gedient hatte, gelungen einige kleine Sprengladungen an den FTL-Antrieben zu platzieren, die bei einer Fernsteuerungsaktivierung detonierten. Der entstandene Schaden war gering. Aber das Ziel war erreicht, denn die Zylonen konnten nicht wegspringen. Die neun Schlachtschiffe der Erde verteilten sich nach den ersten abgefeuerten Salven. Doch das Resultat war trotzdem eine hart geführte Weltraumschlacht, die dann im leeren Raum zwischen den beiden Galaxien, der Andromeda und der Milchstraße, begann. Die Zylonen starteten sofort alle ihrer verfügbaren Jäger. Darunter die normalen Raider sowie auch die massigen schweren Jäger, die, wie für die Viper der Kolonialen auch für die Jagdgeschwader der Erdschlachtschiffe eine große Herausforderung darstellen sollten. Denn diese waren robuster und zudem noch besser gepanzert. Nebenbei schossen die Basisschiffe mit allen verfügbaren Raketenbatterien auf die Schlachtschiffe der Erde. Der Beschuss war so heftig, dass es keiner der Befehlshaber an Bord der Erdschiffe es wagen konnte in den nächsten Minuten die eigenen Abfangjäger zu starten. Die Jägergeschwader der Zylonen flogen eine Angriffswelle nach der anderen auf die Schlachtschiffe der Menschen, die sich auf die eigenen Schutzschilde verlassen mussten. Doch zeitgleich musste man zum Gegenangriff übergehen. Denn man musste unbedingt die 13 Basisschiffe als auch die 3 Hilfsschiffe der Zylonenflotte zerstören, und zwar bevor jene ihre beschädigten FTL-Antriebe reparieren konnten. Jede Atomrakete und jedes Geschoss, welches auf die Schutzschilde der Erdschiffe schlug, sorgte nach einer gewissen Dauer dafür, dass die Leistung derer nach und nach stetig abnahm. Das Risiko, dass die Schilde irgendwann kollabieren könnten, was zur unmittelbaren Zerstörung der 304er und 306er führen würde, stieg immer weiter an. Auf der Sibiria traten die ersten massiven Probleme auf. Dies lag daran, dass sich dieses Schlachtschiff zu weit von den anderen seiner Flotte entfernt hatte. Alle anderen schlossen daher auf, rückten dichter zusammen, damit sie nicht mehr von allen Seiten angegriffen werden konnten. Notfalls könnte man aber auch einige wenige der eigenen Schiffe in der Mitte schützen, sollte wirklich der Verlust der Schilde bei einen der Erdschiffe drohen. Doch dazu wollte man es erst gar nicht auf Seiten der Menschen kommen lassen. Die Trefferquote bisher war auch nicht gerade zufriedenstellend, da die zylonischen Jäger versuchten den Beschuss der Menschen abzufangen. Doch nachdem die Schlachtschiffe der Erde damit begonnen hatten die Energiewaffen einzusetzen, wurde die Lage für die Flotte der Menschen zusehends endlich besser. Nach und nach wurden in einem seit schon zwei Stunden andauernden Gefecht zunächst die drei Hilfsschiffe der Flotte der Zylonen zerstört. Doch ließ man die Basisschiffe natürlich nicht ungeschoren. Man durfte sich keinerlei Fehler und Nachlässigkeiten in dieser so wichtigen Weltraumschlacht erlauben. Es war nicht verwunderlich, dass die Leistungsstärke der Schilde durch den Beschuss des Feindes weiterhin kontinuierlich abnahm. Die Lage wurde langsam ein wenig kritisch, denn obwohl die Schiffe der Zylonen nach und nach vernichtet wurden, waren da draußen immer noch deren zahlreiche Jägergeschwader. Mittlerweile waren nur noch vier Basisschiffe der Zylonen übrig. Doch anstatt sich, wie angemahnt vielleicht doch zu ergeben, setzten diese den Kampf dennoch unbeeindruckt fort, obwohl bereits Dreiviertel der eigenen Flotte vernichtet worden war. Bei schließlich allen Erdschiffen machten sich mehr oder weniger dann doch zunehmend die ersten Probleme infolge des mehrstündigen Kampfes immer mehr bemerkbar. Doch die Schildstärke auf allen Erdschiffen nahm immer mehr und auch teilweise weiterhin schneller ab. Doch zumindest hatte man vor kurzem alle Geschwader der 302er und Puddle Jumper endlich starten können. Diese Art von der notwendigen Unterstützung brachte somit die erforderliche Entlastung. Denn nun lieferten sich die feindlichen Geschwader ein massives Weltraumgefecht. Somit konnten die Erdschiffe endlich die verbliebenen Basisschiffe der Zylonen gezielter unter Feuer nehmen. Doch nachdem es der Flotte der Erde endlich gelungen war, auch das letzte Basisschiff zu zerstören, sprangen ganze Geschwader von den Raidern und schweren Jägern der Zylonen gemeinsam davon. Der lange, mehrstündige hart geführte Kampf war also vorüber. Und man konnte zunächst nur hoffen, dass allen Jägern der Zylonen irgendwann der Treibstoff ausgehen würde, sie vielleicht nie zurück in die Andromeda-Galaxie gelangen oder gar in die Milchstraße eindringen könnten. Sofort wurde an Bord aller Schlachtschiffe der Erde eine notwendige Bestandsaufnahme durchgeführt, die klären sollte, wie es um den Zustand der Schiffe, der eigenen Verluste sowie der übrigen Ausrüstung bestellt war. Die Kommandanten der Erdschiffe hielten derweil eine Videokonferenz ab, in welcher sie über das weitere Vorgehen berieten. Mit dem Ergebnis, dass sie sich zunächst aufteilen wollten, um doch vielleicht irgendwie die feindlichen Geschwader noch aufzuspüren und zur Strecke zu bringen. Kurze Zeit später lagen dann die endgültigen Berichte vor, dass einige Schiffe der Erde doch so einige auch teilweise sehr schwere Schäden davongetragen hätten. Daraus ging auch hervor, dass die Sibiria vermutlich kein weiteres Gefecht überstehen würde. Doch da sie noch flugtauglich war, sollte sie im Geleitschutz der Laurasia zurück zur Erde fliegen, während die übrigen sieben Schlachtschiffe noch eine Woche lang nach den verbliebenen feindlichen Jägern suchen wollten. Sagittarius-Galaxie < > Milchstraße Hyperraum Antikerstadt der Vampire Wie es vor einiger Zeit schon angeordnet worden war, war es dann auch schließlich ausgeführt worden, denn die Festung der Vampire war seit einiger Zeit schon wieder ein funktionierendes intergalaktisches Raumschiff. Doch es brodelte hinter den Fassaden in dieser Gemeinschaft, denn Liliana hatte als Königin immer mehr Mühe sich gegen Arteriais durchzusetzen. Somit blieb ihr leider nichts anderes übrig als die Erde offiziell ins Visier zu nehmen. Aber man wusste, dass diese Menschen dort nicht wehrlos waren, weswegen ein sorgfältiger Plan geschmiedet wurde, der vorsah eine kleine ausgewählte Gruppe von Vampiren dorthin zu entsenden, die für eine Ankunft alles dafür Notwendige vorbereiten sollte. In der Zwischenzeit wollte man die eigene Flotte noch etwas vergrößern und sich außerdem für den bevorstehenden Feldzug so gut es ging vorbereiten. Zudem war es notwendig ständig in Bewegung zu bleiben, sowie jede Welt von Menschen klar unter Kontrolle zu bekommen, damit ihr Treiben nicht bekannt werden konnte. Als Erstes hatte man dies mit allen Planeten in der Großen Magellanschen Wolke und der Sagittarius-Galaxie getan, wobei man auf den der Nazis und auch die Welt getroffen war, die von jenen von den Menschen der Erde befreit worden war. „Es ist soweit, denn ihr 42 werdet zur Erde fliegen und euch dort niederlassen! Seid aber vorsichtig dort, damit ihr und somit eure wahre Identität nicht entdeckt werdet! Und nun geht!“, befahl Arteriais. Kurz darauf bestiegen auch schon die Auserwählten ein kleines Shuttle, welches sofort starten würde, sobald sie den Hyperraum verlassen würden. Liliana stand abseits, denn ihr gefiel es überhaupt nicht, weil sie ein klares Abkommen brechen, das unter anderem ihre Tochter mit der Delegation mit dem Menschen auf der Erde ausgehandelt hatte. Liliana hatte aufgrund ihres schwindenden Einflusses die Aktion zugelassen, doch schon klargemacht, dass sie keine Verantwortung für ein mögliches Scheitern und einen Krieg gegen die Menschen von der Erde übernehmen wird. Insgeheim hoffte sie daher, dass der Plan von Arteriais scheitern würde. Aber noch etwas hatte sie im Verborgenen vorbereitet eine klare ethische und auch moralische Trennung, weil sie die Zukunft ihres Volkes nicht ihrer zu sehr aggressiven Rivalin, die allen Zeichen nach, nach der Macht über alle strebte, aufs Spiel zu setzen gedachte. Odyssee
Folge 6.13 - “Im Verborgenen”
Andromeda-Galaxie Koloniale Flotte Battlestar Galactica, CIC Das schon seit geraumer Zeit geplante, riskante und damit gefährliche Vorhaben von Admiral William Adama war seit seinem Bekanntwerden auch bei seiner eigenen Crew sehr heftig umstritten. Denn auch sein eigener Taktikoffizier, Lieutenant Felix Gaeta, der trotz seiner letzten kleinen Revolte wieder eben auf seinen alten Posten eingesetzt worden war, war ebenfalls unter denen, die diesen bevorstehenden Einsatz entschieden ablehnten. Ihm gefiel es unter anderen auch nicht, dass sich so viele Zylonen im engsten Umfeld des Admirals aufhielten sowie auch noch sehr wichtige Schlüsselposten an Bord der Galactica innehatten. Doch durfte er sich nichts anmerken lassen. Und schon gar nicht, dass er zum inneren Zirkel von Tom Zarek und Richard Adar gehörte, deren Pläne er natürlich nur allzu gut kannte. „Die Verbindung zur gesamten Flotte steht jetzt, Sir“, erklärte Lieutenant Felix Gaeta, der wieder einmal mehr sein hervorragendes Können eingesetzt hatte. „Dann mal viel Erfolg, Bill“, sagte Colonel Saul Tigh. Admiral Adama sah sich noch einmal kurz in seiner näheren Umgebung aufmerksam um, denn auf der linken Seite neben ihn standen nämlich Captain Karl C. „Helo“ Agathon und Lieutenant Sharon „Athena“ Agathon, die beiden Eltern von Hera. Die Anspannung war beiden deutlich anzusehen, denn William Adama hielt Wort. Doch zunächst musste er dem politischen Druck nachgeben, welchen Richard Adar und Tom Zarek in der gesamten Flotte und auch somit innerhalb des Militärs entfacht hatten. Nachdem Admiral Adama noch einmal tief Luft geholt und sich mental gesammelt hatte, entnahm er den Hörer von der Konsole vor sich, führte jenen dicht vor seinen Mund, wie er es immer tat, wenn er sich an alle in der Flotte wandte. „Männer und Frauen der Flotte, hier spricht Admiral Adama von der Battlestar Galactica! Es sind mehrere Gerüchte im Umlauf, die besagen, dass ich schon seit einiger Zeit einen gezielten Angriff auf die Heimatkolonie der Zylonen vorbereite. Dies ist wahr! Doch tue ich es nicht, um unsere schmerzhaften Verluste und unsere zerstörten Kolonien zu rächen, sondern um ein kleines Kind zu befreien. Es geht einzig und allein um Hera, die Tochter von Athena und Helo, welche von einer feindlichen zylonischen Agentin, nämlich von Boomer, von Bord der Galactica entführt und zu Cavil gebracht worden ist. Für diesen Einsatz suche ich allerdings nur Freiwillige. Angesprochen ist jede Frau, jeder Mann, welche Erfahrungen im Kampf hat, Piloten sind oder waren. Sollte sich herausstellen, dass ich dafür nicht genügend Personal zur Verfügung habe, um die Galactica zu nehmen… so starte ich einen Raptorangriff, damit Hera wieder nach Hause kommt. Treffen Sie ihre Entscheidungen nicht aus einer Laune heraus oder melden Sie sich nicht aus anderen spontanen Gefühlen heraus für diese Mission, denn es ist gut möglich, dass sie vielleicht nie wieder zu dieser Flotte zurückkehren. Denken Sie daher gut darüber nach und übermitteln Sie innerhalb der nächsten Stunde dem Gefechtsstand der Battlestar Galactica, wenn Sie sich dazu entschlossen haben, sich an dieser riskanten Mission zu beteiligen. Außerdem setze ich Sie davon in Kenntnis, dass die Concordia derzeit taktisch umgerüstet wird. Wobei es sehr fraglich ist, dass die Arbeiten rechtzeitig beendet werden. Dann wird General Carter mit ihrer Crew uns den Rücken freihalten. Ich danke, Ihnen“, sprach William Adama, der den Hörer schließlich wieder an der Konsole vor sich befestigte und mit einem Nicken Felix Gaeta ein Zeichen gab, um die Verbindung zu allen Schiffen in der Flotte wieder zu beenden. Astral Queen, Besprechungsraum „Unfassbar! Adama will allem Anschein nach wirklich die Besatzung und somit die Existenz der Galactica opfern! Nur um ein Kind zu retten, das zur Hälfte ein verfluchter Zylon ist!“, schimpfte Tom Zarek, der wieder einmal einer der drei Abgeordneten im Rat für Sagittaria war. Derweil ging Richard Adar auf und ab, und fügte hinzu: „Die Battlestar Galactica ist der letzte Kampfstern, der noch aus der Zeit des ersten Krieges gegen die Zylonen übrig geblieben ist. Es missfällt mir sehr, dass sie so… dass sie für so etwas benutzt wird.“ „Ja. Die Galactica hat unsere Flotte vor vielen Gefahren durch die Zylonen, nach dem Fall der 12 Kolonien über einige Jahre beschützt. Es würde vielen Menschen etwas fehlen, wenn man sie nicht mehr sieht… Ja. Zugegeben, es gibt noch andere Kampfsterne. Aber sie sind eben nicht die Galactica. Die aber jetzt von einer Technologie der Zylonen repariert wird, wie Lieutenant Gaeta berichtet hat. Es ist ein Himmelfahrtskommando für alle Frauen und Männer, die da reingezogen werden. Und es ist mehr als fraglich, ob es diesen beiden Erdoffizieren, nämlich Major Hailey und Lieutenant Fraiser auch wirklich gelingen wird, die Concordia in den nächsten Stunden rechtzeitig aufzurüsten“, brummte Zarek missmutig. Noch lange diskutierten die beiden zunächst noch alleine weiter, ehe schließlich viele weitere ihrer momentanen Anhänger nach und nach eintrafen, die unter anderem auch wichtige Rollen oder gar Führungspositionen in der Kolonialen Flotte innehatten. U.N.S. Concordia, Asgard-Technikraum < > Brücke Dass es nicht leicht sein würde, was sie zu tun hatten, wussten Jennifer und Cassandra ganz genau. Zu mal war es schon kompliziert genug gewesen, die Tarnvorrichtung von Ilion auszubauen, ohne dabei die enorm wichtige schützende Funktion der Schilde der alten Antikerstadt zu beeinträchtigen, was tödlich für alle an Bord von Ilion gewesen wäre. Sie wechselten schon seit einigen Tagen zwischen dem Asgard-Technikraum und der Brücke stetig hin und her. Im Asgard-Technikraum konnten sie ohne Probleme die notwendige Energie des Asgard-Kerns anzapfen, um die Concordia zu tarnen. Doch auf der Brücke hingegen wäre die Bedingung und Kontrolle über das gesamte System um ein vielfaches einfacher. Daher suchten die zwei immer noch nach den entscheidenden Durchbruch. Ab und wann schaute natürlich auch General Samantha Carter nach den beiden, ob sie eventuell helfen könnte, aber musste sie immer wieder Rücksprache mit Admiral William Adama halten. Milchstraße Battlestar Origin, CIC Das, von General Dave Dixon befehligte, neueste Kriegsschiff der Erde, hatte immer noch nicht sein vorbestimmtes Ziel erreicht. Jenes war nämlich eine der Orici-Hochburgen in der Milchstraße. Doch dorthin waren es noch einige Lichtjahre. Man könnte diese Strecke auch bequem im Hyperraum zurücklegen, aber man wollte auch die von den Kolonialen benutzte FTL-Technologie besser kennenlernen. Ein kurzer prüfender Blick auf das DRADIS und andere Instrumente verrieten der Crew im Combat Information Center, dass sich ihrer Position zwei Mutterschiffe der Orici näherten. Dem Commander der Origin war bewusst, dass er den nächsten errechneten Sprung aussetzen musste, damit sie nicht unnötigerweise als potentielle Bedrohung betrachtet werden würden. Aber war der Bautyp von Raumschiff, mit welchen die Menschen der Erde nun unterwegs waren, in dieser Galaxie vollkommen neu. Sie wurden, wie es Dixon schon geahnt hatte, von einem der zwei Orici-Schiffe sofort kontaktiert. Sagittarius-Galaxie Hyperraum Vampirraumschiff Da die Vampire für diesen langen Flug auch lebensnotwendige Energie sparen mussten, hatten sie sich genauso wie die Wraith in eine Art von Schlafzustand versetzt, während ihr kleines Raumschiff dem zuvor beim Start einprogrammierten Kurs zur Erde folgte. Erst kurz vor dem Einreichen des Ziels würden die Vampire wieder erwachen, um dann mit ihrer eigentlichen Mission zu beginnen. Doch würde es noch eine ganze Weile dauern, weil ihr Schiff einen sehr leistungsschwachen Hyperraumantrieb besaß. Somit haben sie aber auch nur sehr geringe Energiewerte ab, die kaum aufzuspüren waren. Milchstraße Battlestar Origin, CIC Mit sehr viel Mühe und diplomatischen Geschick, gelang es Dave Dixon die Anhänger der Orici davon zu überzeugen, dass die neue Schiffsklasse der Menschen der Erde keine Bedrohung war, außerdem befänden sich natürlich auch mehrere Anhänger der Lehre der Orici Adria bei ihm in der Mannschaft. Kurz darauf verschwanden die beiden Mutterschiffe wieder im Hyperraum. Doch der Commander der Origin ahnte bereits, dass man ihre weiteren Schritte dennoch sehr genau beobachten würde. Pegasus-Galaxie Todds Territorium M-2468 Zufrieden begutachtete Todd den jüngsten Fortschritt seiner neuesten Arbeit. In Prinzip könnte er natürlich dadurch zum Alleinherrscher der neuen Wraith-Gemeinschaft aufsteigen, obwohl es noch ein Problem gab, nämlich die letzte Wraith-Königin, die sich komplett mit ihrem gesamten Gefolge und ihrer kompletten Flotte in einen unbekannten sowie auch sehr abgelegenen Teil der Pegasus zurückgezogen haben musste. Doch zumindest war Todd endlich auch soweit, dass er allmählich einigen seiner engsten Vertrauten eine kurze Besichtigung seines geheimen Labors gestattete. Er musste aber natürlich allen seine Geheimnistuerei nur gut genug verkaufen. Was er auch gekonnt tat. Milchstraße PX1-767, Camelot Die langersehnte Rückkehr von Artus hatte sich mittlerweile auf allen Welten, auf denen Myrrdin einst unterschiedliche Formen von mittelalterlichen Gesellschaften gegründet hatte, herumgesprochen. Somit war sehr schnell ziemlich ein großes Handels- und Einflussgebiet entstanden, welches natürlich deshalb auch zunehmend in den Fokus der Jaffa, den Orici-Anhängern sowie der Luzianischen Allianz geriet. Es gab aber noch jemanden, der sich diesen entstandenen Umstand zu Nutzen machen wollte, nämlich Harry Maybourne, der als König Arkhan I. sein Volk auf dem Planeten Arkhan‘s Welt bereits zu einen Handelszentrum gemacht hatte. Doch er benötigte neben der Erde noch einen weiteren großen einflussreichen Handelspartner in der Galaxie. Es war also nicht sonderlich verwunderlich, dass seine Wahl letztendlich auf die Welt von Camelot fiel. Doch ihm lag auch daran ein mittlerweile und daher auch notwendiges weiteres Bündnis zu schließen, weil auch sein Königreich vermehrt von Prioren aufgesucht worden war. Die Erde alleine genügte Maybourne als Alliierter also nicht mehr. Mit einer Delegation, die zahlreiche Geschenke mit sich führte, befand er sich gerade auf den Weg zur Burg von Artus. Andromeda-Galaxie Koloniale Flotte Battlestar Galactica, CIC Nur äußerst widerwillig, hatte sich Lieutenant Felix Gaeta offiziell, aber auch nur nach außen hin dazu bereiterklärt, die bevorstehende Mission der Galactica unter dem Kommando von Admiral William Adama zu begleiten. Doch hatten Tom Zarek und auch Richard Adar dem Taktikoffizier der Galactica, während eines letzten Treffens einige sehr interessante Zugeständnisse gemacht. Dies bedeutete, dass sich aus der Sicht von Adama und der Agathons, am Ende doch noch, genügend Männer und Frauen für diese gefährliche Mission gemeldet hatten. Andererseits jedoch hatten viele Menschen den Kampfstern aber auch verlassen. Der Blick von Adama ging nach oben, denn die Luke wurde geöffnet und sein Sohn trat ein. „Was machen Sie denn hier, Commander?“ „Ich werde dabei sein, Admiral.“ „Was ist mit der Pegasus? Wer soll da das Kommando übernehmen?“ „Mich wird Commander Jonathan Edwards, der eigentlich seinen Ruhestand genießen wollte, ersetzen. Er hat sich aber dennoch für eine gewisse Zeit vorübergehend dazu bereit erklärt.“ „Gut. Dann sind Sie von jetzt an wieder auf der Galactica und somit unser ranghöchster Pilot, Apollo!“, legte daher Colonel Saul Tigh sofort ohne lange zu überlegen fest. Eine Entscheidung des XO, die natürlich von niemand angefechtet wurde. U.N.S. Concordia, Brücke „Wir benötigen mindestens noch zwei oder drei Tage, damit wir auf der sicheren Seite sind, General“, bekannte Major Jennifer Hailey, „denn wir müssen vollkommen auf der sicheren Seite sein. Dazu gehört auch ein dringend notwendiger Testlauf nachdem wir die Technologie der Antiker mit der unseren, beziehungsweise auch der Asgard miteinander verbunden haben.“ Samantha Carter nickte zustimmend, und meinte dann: „Na gut. Ich werde es Admiral Adama sofort mitteilen. Aber weiß ich, dass er nicht mehr lange warten wird. Denn die Mission zur Befreiung des Kindes Hera Agathon soll schon in wenigen Stunden starten.“ Battlestar Galactica Viele Zylonenrebellen, die sich sonst überwiegend natürlich nur auf ihrem Basisschiff aufhielten, hatten sich ebenfalls der anstehenden Befreiungsmission angeschlossen. Deswegen befanden sich einige hundert Zenturios an Bord. Aber auch Tom Zarek hatte sich in aller Heimlichkeit an Bord des Battlestars eingefunden. Er verfolgte aber natürlich ganz andere Ziele, weshalb er sich verborgen hielt. Während andere Personen den sehr alten Kampfstern, der so gut es möglich gewesen war, wieder unter anderen mit einer Technologie der Zylonen so gut es ging instandgesetzt worden war, verlassen hatten. Darunter waren sehr viele Zivilisten und die meisten der Anhänger des Kultes um Doktor Gaius Baltar, welcher sich allerdings in letzter Sekunde dazu entschlossen hatte, an Bord der Galactica zu verbleiben. Astral Queen, Brücke Voller Anspannung starrte Richard Adar auf die Uhr vor sich. Sie tickte unaufhaltsam immer weiter. Der ehemalige Präsident der Kolonien von Kobol und Tom Zarek hatten mit vielen anderen Gleichgesinnten einen überaus hochriskanten Plan entwickelt. Doch sie mussten noch warten, denn die Galactica musste sich zunächst von der gesamten Flotte entfernen. Auch die Sabotage, die man an Bord der Concordia eingefädelt hatte, war mehr als nur gefährlich gewesen, weil man keinen Konflikt mit den Menschen der Erde aus der Milchstraße wollte. Milchstraße Chulak Nach langer Zeit kehrte Teal‘c auch mal wieder auf seine ehemalige Heimatwelt zurück, denn er wollte sich hier mit einigen alten Weggefährten der Jaffa-Rebellion treffen. Doch von diesen waren allerdings nicht mehr viele am Leben, denn die großen Konflikte der jüngsten Vergangenheit hatten unzählige Leben gekostet. Zielstrebig ging der ehemalige Primus auf das Haus von Bra‘tac, seinen alten Lehrer, zu. Dieser saß im Kreise vieler junger Jaffa und auch von Kindern, die aufmerksam seinen Geschichten und Erzählungen lauschten. Als Teal‘c eintrat, drehten sich alle zu ihm um. Kurz darauf traf auch Rak‘nor ein. „Kommt morgen wieder, dann werde ich euch mehr über die Geschichte unseres Volkes erzählen!“, verfügte Bra‘tac, der somit seine aufmerksamen Zuhörer nach Hause entließ. Nachdem der Letzte gegangen war, bat Bra‘tac seine Gäste sich zu setzen. Gemeinsam kamen in allen die Erinnerungen und die Kämpfe gegen die Goa‘uld sowie die Ori zurück ins Gedächtnis. „Viele vermuten, dass es immer noch Ba‘al gibt. Dass er höchstwahrscheinlich von Adria gefangen gehalten wird“, berichtete Rak‘nor schließlich. „Dann lässt Adria ihn wohl leiden, um ihn zu bestrafen“, ahnte Teal‘c, der dabei gewesen war als die Orici von einem Ba‘al-Klon okkupiert gewesen und gestorben war, weil es nicht gelungen war den Parasit herauszuholen. „Die Orici ist ebenfalls immer noch eine sehr große Bedrohung, trotz der bestehenden Verträge, die ausgehandelt worden sind. Es ist zwar natürlich vorübergehend Ruhe in der Galaxis eingekehrt, doch treten immer wieder, auch auf unzähligen Welten der Freien Jaffa, die diese Lehre nach wie vor ablehnen, vermehrt Priore auf. Deswegen haben wir auch nur noch losen Kontakt zur Erde. Denn viele im Rat misstrauen erneut den Tau‘ri, da sie davon erfahren haben, dass es unter ihnen, den Menschen der Erde sehr viele gibt, die die Orici und ihre Lehre angenommen haben.“ Während er sprach, machte Bra‘tac ein sehr ernstes Gesicht, in welchen große Besorgnis zu lesen war. Es schmerzte den alten Jaffa-Master sehr, dass es wieder einmal viele Befürworter unter den Führern der Jaffa gab, die bei den Jaffa darum warben den Kontakt zur Erde für immer zu beenden, mit der Begründung, dass den Tau‘ri nicht wirklich zu trauen sei. Entfernte Galaxie Destiny, Brücke < > Torraum Weil sie sich immer weiter ihren Ziel näherten, verließ Doktor Rush nur noch sehr selten für längere Zeit die Brücke. Aus dem Torraum meldete sich wieder einmal Colonel Young, dass sich Colonel Telford in wenigen Minuten auf den Weg zu einen der Planeten machen würde, der bewohnbar sei. Zudem seien dort über die Bilder, die das von Eli gesteuerte fliegende Auge gesendet hatte, zu erkennen gewesen, dass es dort deutliche Spuren einer alten Zivilisation gäbe. Der leitende Wissenschaftler an Bord der Destiny, Nicholas Rush, gab an, dass das Team für die Mission einige Tage Zeit hätte, und man sich bei ihm melden sollte, wenn es etwas Interessantes finden sollte. RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - Jonathan J. O´Neill - 15.01.2026 Odyssee
Folge 6.14 - “Begegnungen”
Milchstraße PX1-767, Camelot, Artus‘ Burg Mit allergrößter Ehrerbietung hatte sich Harry Maybourne alias König Arkhan im Thronsaal König Artus, der ihn eindrucksvoller und Ehrerbietender Haltung auf seinem Thron aus vergoldetem Holz saß, mit mehreren Verbeugungen beziehungsweise Verneigungen, Schritt für Schritt genähert. Sofort nach der darauffolgenden gegenseitigen Vorstellung durch einen der Beamten des Hofes, ließ der Gast umgehend durch einen seiner eigenen Gefolgsleute seinem Gastgeber die mitgebrachten kostbaren Geschenke überreichen. Kurz darauf erhob sich dann schließlich König Artus, der seinem gleichrangigen Gast durch eine eindeutige unmissverständliche Geste zu verstehen gab, ihm in einen anderen Saal, der links neben dem großen Thronsaal lag, für die anschließenden Verhandlungen zu folgen. Die für die Verhandlungen der beiden Seiten bestanden natürlich nur aus den wichtigsten Vertretern der jeweiligen Königreiche. Schnell bemerkte Artus, dass er einen listigen und damit auch mit allen Wassern gewaschenen Verhandlungspartner, mit Arkhan, vor sich hatte. Dies machte natürlich die Gespräche für ein gemeinsames Handelsabkommen und die Vereinbarung eines Bündnisses sehr kompliziert. Doch beide Könige, sowohl Artus als auch Arkhan, hatten verständlicherweise mehr als nur ein eindeutiges Interesse daran, den anderen Mächten in dieser Galaxie ein ernstzunehmendes Gegengewicht zu bieten. Andromeda-Galaxie Koloniale Flotte Battlestar Galactica, CIC < > Steuerbordhangardeck Das erst kürzliche und somit auch letzte Gespräch mit General Carter hatte Admiral Adama überhaupt nicht entmutigt, denn er hatte vor wenigen Augenblicken erst, der Navigation und auch dem Steuermann die Anweisungen gegeben, die Galactica von der Flotte wegzusteuern sowie den FTL-Computer für den bevorstehenden Sprung vorzubereiten. Wenige Sekunden später konnte man auch schon auf dem DRADIS-Monitoren erkennen, dass sich die Galactica allmählich von der Flotte wegbewegte. Nur noch wenige Minuten, dann würde sie auch springen, mit dem zuvor erklärten Ziel das kleine Mädchen Hera, die Tochter von Athena und Helo, aus den Händen von Cavil und seiner Anhängerschaft zu befreien. Auf dem Steuerbordhangardeck schloss Chief Galen Tyrol langsam, still leise, ja, beinahe vor sich hin betend seine Augen, denn er hatte ja immer wieder eindringlich in den letzten Minuten seinen höchsten Vorgesetzten darum gebeten noch zu warten, wenigstens ein paar Tage bis das Zylonenharz vollkommen ausgehärtet war. „Die Galactica ist leider noch nicht soweit. Geben Sie daher bitte dem Harz ausreichend Zeit, damit es wirklich vollständig aushärten kann“, hatte er vor drei Tagen zum ersten Male zu Admiral William Adama gesagt. Dieser hatte daraufhin nur einen brummenden Kommentar dazu von sich gegeben. 2. Destiny-Galaxie Hyperraum Trinitatis Seit wenigen Stunden schon, befand sich das mächtige Stadtraumschiff Trinitatis in der Galaxie, in der es soweit entfernt von allen anderen der bekannten Galaxien ebenfalls menschliche Zivilisationen gab. Schmollend hatte sich nicht nur Doktor Rodney McKay auf sein Quartier zurückgezogen, sondern auch Doktor Daniel Jackson, denn beide hätten sehr gerne noch viel länger auf Eden oder auch gar auf dem Planeten verbracht, auf welchen Lieutenant Matthew Scott, Sergeant Ronald Greer, Chloe Armstrong und Eli Wallace einst verschüttet worden waren. Beide hatten nämlich ihre begonnenen Forschungen nicht zufriedenstellend abschließen können, wie sie beide gemeint hatten. Aber Doktor Hank „Beast“ McCoy hatte die beiden vehement daran erinnern müssen, dass sie einen klaren Zeitplan hatten, den er auch gedachte streng einzuhalten. Danach hatte der Leiter der Mission gemeint, dass diese weitere Galaxie sehr viel wichtiger sei, wegen der Menschen, die hier lebten. Milchstraße PX1-767 Mit großer Nervosität hatte Larissa den Planeten betreten, auf den sich Myrrdin derzeit aufhielt. Misstrauisch wurde die Soldatin der Orici, die zudem zur Leibgarde von deren Tochter Adriana gehörte, beäugt. Es herrschte bereits schon reges Treiben im Umfeld des Sternentors, denn nach einer langen Verhandlungsrunde, welche einige Tage in Anspruch genommen hatte, waren schließlich Arkhan alias Maybourne und Artus zu einer ersten, wenn auch nur kleinen Übereinkunft gekommen, die den sofortigen Handel zwischen ihren Welten aufnehmen und regeln würde. Viele aus dem Hofstaat der beiden Könige hatten sich bereits vor dem Sternentor versammelt als gerade Larissa aus dem Ereignishorizont des Tores schritt. Auch Myrddin war vor Ort. Die Soldatin der Orici zögerte. ,Nein‘, dachte sie, ,wenn ich meinen Auftrag jetzt ausführen sollte, würde ich sofort durch die hier anwesenden Ritter von König Artus getötet werden.‘ Einige Minuten später war es dann soweit, Arkhan und seine Delegation hatten den Heimweg angetreten und die Versammlung am Sternentor löste sich nach und nach auf. Larissa ließ seit ihrer Ankunft schon, den alten Antiker nicht mehr aus den Augen und folgte diesen dann mit größter Vorsicht in einem gewissen Abstand. Denn sie wollte wissen wohin der alte Hexenmeister, wie Adria ihn genannt hatte, ging. Ebenfalls nicht direkt nach Camelot, sondern in ein großes Waldstück in der Nähe des Sternentores. Ein Umstand, der die Orici-Soldatin dazu veranlasste, erleichtert aufzuatmen. Schließlich hatte Myrddin anscheinend sein Ziel erreicht, denn dort gab es einen kleinen Bach sowie eine geräumige und trockene Höhle, vor jener ein kleines Haus errichtet hatte, um noch etwas mehr Platz zur Verfügung zu haben. Der alte Antiker hatte sich für diesen Ort als Wohnstätte entschieden, da er in Camelot zwar vom Volk akzeptiert wurde, aber man ihn nach wie vor immer noch nicht gestattete unter den dortigen Menschen dauerhaft zu leben. Larissa versteckte sich sofort zwischen einer Gruppe von Felsen, die von Buschwerk umgeben waren. Hier konnte sie ihr Ziel genau und vor allem unentdeckt beobachten. Auch hatte sie beschlossen, zumindest solange zu warten, bis sich der alte Antiker zum Schlafen hingelegt hatte. So erhoffte sie sich, würde es für sie selber leichter sein, ihren brutalen Auftrag, den sie von ihrer Göttin erhalten hatte, auszuführen. Andromeda-Galaxie Battlestar Galactica, CIC Die Galactica war gerade eben ein letztes Mal gesprungen. Doch war sie nicht an ihrem Ziel angekommen. Was keiner wusste, war, dass nämlich Lieutenant Felix Gaeta heimlich andere Sprungkoordinaten eingegeben hatte, und nicht die, die man von Lieutenant Sharon „Athena“ Agathon erhalten hatte. „DRADIS ist leer, Admiral! Keine Spur von einer Station der Zylonen! Da ist rein gar nichts da draußen.“ „Das sehe ich auch, Colonel“, knurrte Adama. „Mister Gaeta, überprüfen Sie die Sprungkoordinaten!“ „Nein! Denn ich werde nicht zulassen, dass ein alter Mann, wie Sie, dieses Schiff und diese Besatzung in unnötige Gefahr bringt! Daher enthebe ich Sie mit sofortiger Wirkung ihres Kommandos! Marines, nehmt den Admiral und alle anderen fest, die nicht zu uns gehören!“, widersprach Lieutenant Felix Gaeta, welcher das Kommando an sich riss, obwohl ihm bewusst sein dürfte, dass die Anzahl der Leute, die er unter sich vereint hatte, momentan nicht ausreichten um die Galactica zu führen. Der Blick von Husker wurde schlagartig eiskalt, mit welchem er den Lieutenant und alle anderen Meuterer musterte. Dies war einer der Gründe, weshalb sich die meuternden Marines dem Admiral mit gebührendem Respekt näherten. Milchstraße PX1-767 Es wurde mittlerweile dämmerig auf der Planetenhälfte, wo sich Camelot befand. Vorsichtig spähte Larissa über einen der zahlreichen Felsen, die zu ihrem Versteck gehörten. Noch erhellte ein Lichtkegel einen Wohnraum des Hauses. Die Soldatin der Orici vermutete daher, dass sich dort die Schlafstätte ihres Zieles befinden musste. Sie musste also noch eine Weile warten, denn der Schatten Myrddins wanderte immer noch herum. Entfernte Galaxie Unbekannter Planet Das von Colonel David Telford geführte Erkundungsteam sah sich unerwartet einer noch bislang unbekannten Rasse gegenüber. Jeglicher Versuch bisher mit jenen Wesen zu kommunizieren, schien keine Aussicht auf Erfolg zu haben. Diese Wesen, denen man seit einiger Minuten schon gegenüberstand, waren etwa zweieinhalb Meter groß, gingen leicht gekrümmt auf zwei sehr kräftigen Beinen wie Menschen, ihre Arme waren beinahe ebenso lang, sie hatten eine orangefarbene Haut mit grünen Streifen, der Kopf von ihnen erinnerte je zur Hälfte an eine Echse und ein pferdartiges Wesen. Diese unbekannten außerirdischen Wesen waren kaum bekleidet, nur um die Hüfte und vor der Brust trugen sie eine Art Harnisch, weswegen man auch ihre klauenbewehrten Füße und Hände gut erkennen konnte. In den Händen hielten sie Waffen, die denen der Menschen ähnlich waren, und die sie seit ihrer Begegnung pausenlos auf die Menschen gerichtet hielten. „Wir sollten hier verschwinden, Sir“, flüsterte Lieutenant Matthew Scott, dem nicht sonderlich wohl war und direkt neben Colonel David Telford stand, jenem leise zu. „Sie haben recht. Wir sollten uns langsam zurück zum Stargate bewegen, denn ich glaube nicht, dass wir hier wirklich willkommen sind!“ Es war MacGyver, dem es als Erster auffiel, denn mit diesen Außerirdischen schien aus menschlicher Sicht eindeutig etwas nicht zu stimmen. Besser formuliert wäre, dass sie eindeutig anders waren, denn auf dem ersten Blick nur sahen alle gleich aus, mit der Ausnahme, dass es einige Größen- und Staturunterschiede gab, so wie bei Menschen. Angus sah, was ihm erschrak, denn diese Wesen schienen die beunruhigende Fähigkeit zu besitzen sich vom Aussehen und der Gestalt her zu verändern. Sich ihren potentiellen Gegnern anzupassen, anzugleichen. Der Leiter des Teams bemerkte es schließlich ebenfalls, weswegen er mit lauter Stimme befahl: „Sofort alle zurück zum Stargate! Los!“ Destiny, Torraum Vollkommen unerwartet früh kehrte Colonel Telford mit dem Erkundungsteam durch das Stargate auf das alte Antikerraumschiff zurück. Natürlich hatte man auch Colonel Young sofort über die Notsituation bereits informiert, weswegen ein großes Aufgebot eines Teams zur Verteidigung sich bereits im Torraum aufgestellt hat. Kaum war der letzte durch das Tor gekommen, befahl David Telford: „Schalten Sie das Stargate ab! Sofort!“ Doch es half nichts, denn die außerirdischen Wesen auf die sein Team und er getroffen waren, waren sehr flink und beweglich, trotz ihrer Größe. Sofort schossen die Menschen auf die vier Eindringlinge, die durch den Ereignishorizont des Stargates auf die Destiny gelangten. Von einer Unzahl von Geschossen der Projektilwaffen der Menschen wurden sie schwer getroffen, und sanken schließlich zu Boden. „Das war knapp!“, hustete Eli Wallace, der durch den schnellen Laufeinsatz zum Stargate völlig außer Atem war. Aber er war nicht allein, denn viele mussten schwer und lange durchatmen. Weil Everett Young sofort Nicholas Rush über Funk herbeibeordert hatte, kam jener auch in den Torraum. Vorsichtig näherte er sich einen der Aliens, die niemand von den Militärs aus den Augen ließ. „Nicht zu dicht rangehen! Wir wissen nicht, ob sie irgendwelche Überraschungen für uns bereithalten!“, warnte Lieutenant Tamara Johansen, die unverzüglich ein Seuchenteam herbefahl, die in angelegten Schutzanzügen die toten Körper der unbekannten Wesen in luftdichte Säcke verstauten und anschließend den Torraum reinigen sollten. Alle anderen, die auf der Mission gewesen waren und sich im Torraum aufgehalten hatten, mussten sich laut der Anweisung von TJ vorübergehend in Quarantäne begeben. „War das jetzt alles, oder kommt da gar noch mehr in nächster Zeit auf uns zu?“, rätselte Colonel Young. Pete Thornton, der sich derzeit auf der Brücke aufhielt, meldete sich unerwartet über Funk: „Colonel Young. Colonel Telford. Doktor Rush. Hier ist Thornton. Wir haben hier ein massives Problem: Mehrere uns noch vollkommen unbekannte Raumschiffe sind soeben aus dem Hyperraum aufgetaucht und sind dabei uns zu umzingeln! Die Schutzschilde der Destiny habe ich vorsichtshalber bereits verstärkt.“ Milchstraße PX1-767 Mittlerweile war es tiefste und dunkelste Nacht in dem Waldstück, wo sich Myrddins Heim befand, und Larissa, die Soldatin der Leibgarde der Orici und Adrianas auf der Lauer lag. Der letzte große Lichtschein in den Fenstern war ebenfalls erloschen. Ebenso wanderte seit einer Stunde ungefähr auch kein Schatten in den einzelnen Stuben mehr herum. Mit größter Vorsicht tastete sich die junge Frau seit einigen Minuten schon voran. Gerade eben hatte sie die Hausfront erreicht. Sie spähte durch die Fenster herein, um so gut es ging etwas zu erkennen. Larissa wusste, dass sie kein Geräusch verursachen durfte. Deshalb schaute sie sich mit größter Vorsicht zunächst ein weiteres Mal prüfend um. Die Tür wagte sie nicht zu öffnen, daher versuchte sie es zunächst an den beiden größten Fenstern. Doch dort befanden sich zu viele Gegenstände, die sie zuerst einmal beiseite schaffen müsste. Somit blieb ihr nur noch die Tür. Das Herz der Soldatin der Leibgarde pochte stark, denn sie war ja auch eigentlich eine Kriegerin und keine heimtückische Attentäterin oder gar Mörderin. Doch es half nichts, denn sie wusste, sie musste ihrer Göttin gehorchen. Lautlos war es Larissa überraschenderweise tatsächlich gelungen, die Tür zu öffnen. Somit war sie ins Heim des alten Hexenmeisters eingedrungen. Die junge Frau suchte das halbe Haus ab, dann fand sie Myrddin, der friedlich und schlafend in seinem Bett lag. Dieses befand sich in einer Ecke in der Höhle. Ihr Schwert hatte sie bereits gezogen. Langsam, vorsichtig Schritt für Schritt, jedes Mal dabei die Füße behutsam aufsetzend und hebend, näherte sich Larissa ihrem Ziel. Schließlich hatte die junge Frau den alten schlafenden Mann erreicht. Sie holte langsam aus. Während sie dies tat, wisperte sie leise, kaum hörbar vor sich hin: „Ich tue dies hier wirklich nur ungern, aber ich muss meiner Göttin gehorchen!“ Dann schlug sie mit voller Kraft zu, denn es musste ja laut Adria sehr schnell gehen. Denn der Tod sollte sofort eintreten, damit der Myrddin nicht die Möglichkeit hätte aufzusteigen. Larissa schlug so hart zu, dass Federn und Späne flogen. Sogar das Bett wurde bei dem kraftvoll ausgeführten Hieb mit dem Schwert zerstört, denn es zerbrach in zwei Teile. Doch es war kein Blut zu sehen. Die Gestalt von Myrddin blieb unverletzt und lag immer noch wagerecht vor ihr in der Schwebe liegend. Davon absolut irritiert wich die Soldatin erschrocken ein paar Schritte zurück. Das Blut gefror ihr in den Adern als die Gestalt des alten Mannes sich dann auch noch vor ihr in Luft auflöste, und dann auch noch ohne jegliche Vorwarnung sämtliche Lampen, Kerzen sowie das Feuer im Ofen und Kamin sich von Geisterhand gleichzeitig selbst entzündeten. Zeitgleich wurde sie schließlich von einer unsichtbaren Macht gepackt und gegen die nächstgelegene Wand gedrückt. Es war ihr auch absolut unmöglich, sich zu bewegen. Starr vor Angst bemerkte sie Myrddin, der sich aus der Wand neben ihr herauslöste und sie voller Zorn ansah. „Ich sollte Dich auf der Stelle töten“, bemerkte der alte Antiker, der dann hinzufügte, dass er die Anwesenheit der Orici-Soldatin schon lange gespürt hatte. Außerdem habe er ihre Gedanken und Vorhaben schon seit ihrer Ankunft auf dieser Welt erkannt, weswegen er abgewartet habe. „Worauf wartet Ihr dann noch? Tötet mich dann doch endlich!“ „Eine gute Frage. Die Antwort kennst Du…“ „Ihr wollt mich also foltern, alter und böser Hexenmeister der Antiker.“ „Ist mir zuwider, euch zu foltern, Larissa. Nein! Du tust dies hier also nur widerstrebend, weil Du jemanden gehorchen musst, nämlich Adria, der Orici. Dieses Wesen ist keine Göttin. Mächtig ist sie, ja. Sie ist so, wie viele andere Antiker, aber keine Göttin.“ „Lügen!“ „Hm“, machte Myrddin, der derweil das Schwert von Larissa aufhob und jenes auf die Brust von deren Besitzerin richtete. Die junge Frau schloss die Augen und erwartete den Stich. Doch jener blieb aus. Eine Pause des Schweigens zwischen den beiden war entstanden, dann brach es Myrddin: „Du weist, dass du versagt hast, Larissa. Und der Plan von der Orici, mich zu töten, gescheitert ist. Ich lasse Dich am Leben.“ „Wie bitte? Andere werden mich töten wollen, wenn sie hören, was…“ „Sei still! Dir wird nichts geschehen, wenn Du genau das tust, was ich anordne, also höre denn jetzt sehr genau meine Worte!“ Wenige Minuten später schaute Larissa den Antiker Myrddin entsetzt an, der ihr seinen Plan erörtert hatte, nämlich die Orici Adria für immer ihrer Macht zu berauben und, wenn es funktionieren sollte als Sterbliche ins Exil auf eine ferne Welt zu schicken. Es wäre ihr lieber gewesen, wenn der alte Antiker sie auf der Stelle getötet hätte, weswegen sie: „Dieser Plan wird nicht funktionieren! Die Orici wird wissen, dass ich lüge und mit meiner Mission gescheitert bin, spätestens sobald ich vor sie hintrete!“, sagte. „Überlasse diese Angelegenheit nur mir!“, entgegnete der Magier der Tafelrunde von König Artus nur. Odyssee
Folge 6.15 - “Tumultuari”
Andromeda-Galaxie Battlestar Galactica, CIC Die Galactica war zwar gesprungen, doch war sie nicht an ihrem eigentlichen Ziel ihres Einsatzes angekommen. Denn was keiner wusste, war dass Lieutenant Felix Gaeta andere Sprungkoordinaten eingegeben hatte, und nicht die, die man von Lieutenant Sharon „Athena“ Agathon erhalten hatte. „Das DRADIS ist absolut leer, Admiral! Keine Spur von einer Station der Zylonen! Da draußen um uns herum, ist rein gar nichts!“ „Das sehe ich auch, Colonel“, knurrte Adama. „Mister Gaeta, überprüfen Sie die Sprungkoordinaten!“ „Nein! Denn ich werde nicht zulassen, dass ein alter Mann, wie Sie, dieses Schiff und diese Besatzung in unnötige Gefahr bringt, nur um einen halbzylonisches Kind zu retten! Daher enthebe ich Sie hiermit ihres Kommandos! Marines, nehmt den Admiral und alle anderen Personen des Führungsstabes sofort fest, weil die nicht zu uns gehören!“, widersprach Felix Gaeta und erteilte Befehle an die ihm unterstellten Marines, obwohl ihm bewusst sein dürfte, dass die Anzahl der Leute, die er unter sich vereint hatte nicht ausreichten um die Galactica zu führen. Der Blick von Husker wurde schlagartig eiskalt, mit welchem er den Lieutenant und alle anderen Meuterer sofort, ohne zunächst etwas zu sagen, musterte. Dies war einer der Gründe, weshalb sich die meuternden Marines, die sich Gaeta angeschlossen hatten, dem Admiral mit gebührendem Respekt näherten. „Überlegen Sie sich alle noch einmal sehr genau, was sie hier gerade tun!“, warnte William Adama, der sich prüfend im Combat Information Center umblickte. Zunächst schienen Worte und Mimik des Commanders der Galactica Früchte zu tragen, denn einige der Marines und Besatzungsmitglieder zögerten. Alle kannten es, hinter den Worten des Admirals steckte immer etwas. Nämlich geradezu etwas Mystisches als ob eine höhere Macht immer mit William Adama war. Einer der jüngsten Unteroffiziere hatte sich fast beinahe unbemerkt von allen anderen in die Schusslinie zwischen den Meuterern und dem Admiral geschoben. Schließlich hatte einer der meuternden Marines die Nerven verloren und ohne Befehl geschossen, worauf der junge Mann tödlich getroffen zu Boden ging, womit er zudem ein kurzes Feuergefecht auf der Brücke verursacht hatte. „Hört sofort auf zu schießen! Und zwar alle!“, befahl Admiral Adama bellend mit lauter Stimme. Dann kniete er sich zu den toten jungen Offizier, und urteilte verächtlich: „Sie haben diesen Jungen hier auf dem Gewissen! Sie haben ihn umgebracht!“, in Richtung von Lieutenant Gaeta. Doch jener erwiderte nur nach außen hin vollkommen unberührt: „Sagen Sie ihren Leuten, dass sie umgehend mit jeder Form von Widerstand aufhören und die Waffen niederlegen sollen, Admiral!“ Doch die Forderung hatte nicht die Wirkung, die sich Felix erhofft hatte, denn Husker wurde sichtbar zornig, der sein Gegenüber dementsprechend anfunkelte während er sich langsam wieder erhob. Als Admiral Adama wieder stand, warnte er jeden Meuterer erneut, dass es dieses Mal schwere Konsequenzen und keinerlei Amnestie geben würde, wenn die Meuterei von ihm niedergeschlagen beendet worden sei. Trotz der Worte, gaben die loyalen Crewmitglieder des Admirals nach, denn sie wollten keine weiteren Toten in ihren eigenen Reihen sowie keine irreparablen Beschädigungen im Combat Information Center riskieren. Kurz darauf ließ Lieutenant Gaeta das gesamte Führungspersonal, welches nach wie vor zu Admiral Adama hielt, abführen. Offiziersquartiere Auf einen ihrer Rundgänge hatte Captain Kara „Starbuck“ Thrace eine beunruhigende Entwicklung beobachtet, die sie umgehend meldete, aber seltsamerweise danach keinerlei Rückmeldung vom Gefechtsstand erhielt. Denn Personen, die eigentlich nicht dazu berechtigt waren, machten sich mit einigen Offizieren und anderen Crewmitgliedern der Galactica an den Waffenkammern zu schaffen. Kurz darauf begannen auch schon die ersten Schusswechsel an Bord des gesamten Kampfsterns. Die Hauptkampfhandlungen zwischen den feindlichen Lagern fanden dabei zunächst überwiegend in den Hangars und in der Nähe des CIC‘ statt. Koloniale Flotte Colonial One In der Zwischenzeit wollten Tom Zarek und Richard Adar unter einem Vorwand die geplante Übernahme und Absetzung der legitimen Regierung vollziehen. Dabei wollte man unter einem Vorwand mit bewaffneten Kräften die Colonial One entern und dann übernehmen. Doch der Versuch scheiterte, weil die Sicherheitskräfte von Präsidentin Francine Baltimore ihre Arbeit sehr gut verstanden. Durch diesen Zwischenfall, nahm das Büro der Regierung über die Brücke der Colonial One Kontakt mit der Astral Queen auf, mit dem Ziel die mutmaßlichen Verantwortlichen umgehend zur Rede zu stellen. Außerdem setzte man sich mit allen Kampfsternen in Verbindung, weil man einen Staatsstreich befürchtete. Denn Präsidentin Baltimore wollte erfahren, wer treu zur demokratisch gewählten politischen Führung stand. Ilion, Kontrollraum An Bord des Zentrums der eines Tages künftigen geplanten Hauptstadt aller Kolonien von Kobol liefen nach dem bekanntwerden des Putschversuches sämtliche Drähte heiß. Deswegen wurden umgehend Marines entsandt, die loyal zur Regierung von Präsidentin Baltimore und ihren Kabinett standen, damit Ilion nicht komplett, und schon gar nicht der Kontrollraum, in die Hände der Separatisten fiel. Denn davon ging bislang die amtierende Regierung aus. Sorge bereitete hingegen die immer noch vollkommen undurchsichtige Situation des Militärs, welches allem Anschein nach nicht komplett hinter der Regierung stand. U.N.S. Concordia, Brücke Es dauerte nicht lange, da erfuhren natürlich auch General Samantha Carter und ihre gesamte Crew von der aktuellen Situation innerhalb der Kolonialen Flotte. Dies lag natürlich überwiegend an den Teammitgliedern von Miss Shen, die sich zum größten Teil auf Ilion aufhielten, darunter die Leiterin der Andromeda-Expedition selbst. Sofort galt ihre Hauptsorge der Gesundheit und Sicherheit der eigenen Leute und der Verbündeten aus der Milchstraße, doch ebenso der Kolonialen, die zur legitimen Regierung standen. Natürlich bot Sam sofort an, in der Angelegenheit zu vermitteln, was wohlwollend von Francine und ihren Ministern erwogen wurde. Doch mussten natürlich auch mit diesem Vorschlag ebenso die Separatisten einverstanden sein. Aber die Aufständischen hatten zunächst nur das Ziel selber ihre eigene Position schnell zu stärken, denn sie regierten auf keine diplomatischen Versuche. Auch war es ein Hauptziel möglichst viele Schiffe auf die Seite der Aufständischen zu ziehen, denn Tom Zarek und Richard Adar hatten mit ihrer eigenen Politik und in ihrer Ablehnung zur Politik von Francine Baltimore und der militärischen Entscheidung von William Adama einen Sturm entfacht. Daher gab und kam es deswegen auf einigen Schiffen der Flotte zu Streiks und Aufständen. Die Lage wurde immer bedrohlicher, besonders für die Menschen, die einfach nur ihre Ruhe haben wollten und der fortwährenden Gewalt schon längst überdrüssig geworden waren. Es lag an Richard Adar, der seine Anhänger dazu aufrief die Gewalt zu beenden. Eine Sache, die Tom Zarek, der ein Hartliner war, missfiel. Große Magellansche Wolke Orbit von Thule Umbrais, Kontrollraum Nach einem langen Flug hatte das Flaggschiff der Vampire ein weiteres Ziel erreicht. Vollkommen eigenmächtig hatte Arteriais, die sich mittlerweile selber stark genug fühlte dazu entschieden den Planeten, den die Nazis einst als ihre neue Heimat erkoren, aber dann nach dem Krieg gegen die dortige ursprüngliche Bevölkerung und den Menschen der Erde, wieder verloren hatten. Liliana hatte schließlich dann doch Kenntnis davon erhalten, dass sie irgendeine Welt ansteuern wollten. Aber als sie erfahren hatte, wo die jüngste Reise hingegangen war, konnte sie nicht anders als ihr Privatgemach zu verlassen und den Kontrollraum aufzusuchen. „Arteriais!“ „Gebieterin.“ „Was fällt Dir eigentlich ein? Wir haben hier nichts zu suchen!“ „Das sehe ich allerdings anders. Genauso wie meine Gefolgsleute. Wir brauchen einen guten Genpool an Menschen für unsere bestehenden Farmen, damit immer genügend Blut vorhanden ist! Oder willst Du dies abstreiten?“ „Aber nicht diese Welt! Laut Vertrag mit den Menschen der Erde ist dieser Planet für uns tabu! Mir deucht, dass Du die Erdenmenschen zum Angriff reizen willst. Doch dazu lasse ich es nicht kommen! Wache! Verhaftet auf der Stelle Arteriais sowie all ihre Vertrauten!“ Kaum hatte Liliana gesprochen, wurde Arteriais von Wachposten ergriffen und abgeführt. Doch die Rivalin der Königin lächelte nur spöttisch als man Hand an sie legte. Aber das Grinsen von ihr verschwand immer noch nicht, auch als sie aus dem Kontrollraum geführt wurde. Andromeda-Galaxie Koloniale Flotte U.N.S. Concordia, Konferenzraum Mittlerweile hatten Major Jennifer Hailey und Lieutenant Cassandra Fraiser schließlich herausgefunden, dass ihre Arbeit von einem Unbekannten irgendwie manipuliert worden war. „Das kann doch kein Zufall sein! Ich mache mir Sorgen um Admiral Adama und dem Teil seiner Mannschaft, die loyal zu ihm steht“, erklärte General Samantha Carter in einem Gespräch mit Präsidentin Francine Baltimore. Die Regierungschefin der Kolonien musste dieser Vermutung zustimmen. „… und Sie können nicht alleine auf diese Mission gehen?“ „Nein, Frau Präsident. Wir benötigen leider genaue Angaben. Und die fehlen uns leider.“ „Ich verstehe, General Carter. Dann wollen wir hoffen, dass wir wenigstens die Galactica irgendwie orten können.“ Battlestar Galactica Immer noch gab es schwere Feuergefechte an Bord des gesamten Kampfsterns. Doch zumindest hatten Starbuck und Apollo wieder einmal zueinander gefunden. Die beiden stießen schließlich auf eine Gruppe von Marines, die den Admiral und seinen XO zur Brig führen sollten. Anderen Ortes, nämlich in der Nähe der Hangars stießen einige Piloten aufeinander, die auf unterschiedlichen Seiten standen. Doch aufeinander schießen wollte niemand, denn stattdessen brüllte man sich lautstark an, man möge sofort auf der Stelle aufgeben und die Waffen niederlegen. Mittendrin waren ausgerechnet Athena, Helo, Sam Anders und noch einige der Zylonenrebellen verwickelt. Auf der Krankenstation war natürlich wegen der unzähligen Verletzten die Hölle los. Das Team von Major/Doktor Sherman „Doc“ Cottle hatte mehr als genug zu tun, wobei sie jedem halfen, egal aus welchen der beiden Lager die vielen eingelieferten Verletzten angehörten. Aber Cottle reichte es allmählich endgültig, weil der nun vor sich hin böse grummelnd schließlich zum Telefon schritt und das CIC rief. Zu seinem Frust musste er hören, dass sein langjähriger Freund und Kamerad Admiral Adama von Lieutenant Gaeta gewaltsam abgelöst worden war. „…dann sagen Sie dem Mistkerl… natürlich meine ich Felix, wen denn sonst! Sagen Sie ihm, dass er sofort mit dem Quatsch aufhören soll! Sonst trete ich ihm in den Arsch… natürlich deswegen, wegen dieser ganzen Sauerei, die er angezettelt hat!“, schnauzte der Chefarzt der Galactica in den Hörer. Kurz darauf wandte er sich an einige Zylonen, die auf der Krankenstation mithalfen, ob jemand unter ihnen war, der die Telefonanlage auf seinem Revier vielleicht soweit einstellen konnte, damit er eine Ansage machen könne, mit der er dann den größten Teil des Schiffes erreichen kann. Im Combat Information Center zuckte Felix Gaeta zusammen, denn er wurde soeben von Specialist Cage darüber informiert, was Doktor Cottle zu ihm gesagt hatte. An alles hatte man gedacht, doch daran, dass man vom erfahrendsten Arzt auf dem Schiff abhängig sein würde, nicht. Und Cottle hatte Einfluss, weil viele von ihm behandelt worden waren und vor allem noch wurden, besonders gerade jetzt. Aber auch auf einigen anderen Stationen kam es zu ersten Verunsicherungen unter einigen Meuterern, wie auch bei Captain Kelly, der sich in einen der sanitären Bereiche des Schiffes zurückgezogen hatte. Somit bekam er nicht die Schießerei mit, mit der sich Adama und Tigh befreit hatten. Kurz darauf, kamen den beiden dann auch noch Starbuck und Apollo zu Hilfe. Gemeinsam machten sich die vier dann auf dem Weg durch die Galactica, um so schnell wie nur möglich Personal für einen Gegenschlag zu sammeln, die die Meuterei an Bord beenden sollte. Schließlich waren vollkommen unerwartet über sämtliche Lautsprecher an Bord die Stimmen von Laura Roslin und den Doktoren Baltar und Cottle zu hören, die die gesamte Besatzung an Bord des Schiffes dazu aufriefen die Waffen niederzulegen sowie sich ihrem wirklichen Commander, Admiral William „Husker“ Adama, gegenüber loyal zu zeigen, der sie soweit gebracht hatte. Viele Meuterer an Bord hielten inne. Doch schließlich gelang es Lieutenant Gaeta das Signal höchstpersönlich nach mehreren Anläufen zu blockieren, welches über den Piratensender von Doktor Gaius Baltar auf der gesamten Galactica zu hören gewesen war. Koloniale Flotte Durch den von Richard Adar und Tom Zarek entfachten Aufstand, drohte der Flotte der Überlebenden eine sehr gefährliche Zerreisprobe. Schnell wurde klar, wer so alles zu den Separatisten gehörte, nämlich die Menschen, die Adar und Zarek bei der letzten Wahl ihre Stimmen gegeben hatten, bei der es natürlich um die Präsidentschaft über die gesamte Flotte gegangen war. Alle beiden Kandidaten hatten sich eindeutig gegen eine Allianz mit den Zylonenrebellen ausgesprochen, wobei Zarek die härtere Gangart eingeschlagen hatte. Da keine der beiden feindlichen Lager der anderen Seite trauen konnte, kam es auch nicht zu persönlichen Gesprächen, um den Konflikt beizulegen. Denn man wollte nämlich nicht zu einer Geisel der Gegenseite gemacht werden, darum blieb es bei Telefonaten. Auf der Suche nach einer vernünftigen Lösung. Große Magellansche Wolke Orbit von Thule Umbrais, Gefängnisabteilung Es wurde voll in den Zellen, die gemäß Weisung streng bewacht wurden. Oder doch nicht. Einige der Wachposten schienen keine wirkliche Lust zu haben, denn sie gingen auf einige ihrer Kameradinnen und Kameraden zu, lenkten jene ab. Kurz darauf wurden sie von anderen gnadenlos niedergemetzelt. Man schaute nicht danach, ob die am Boden liegenden Vampire tot oder auch nur schwer verletzt waren. „Es wurde auch so langsam Zeit“, grinste eine sich langsam erhebende Arteriais zufrieden als dann endlich der Schutzschild deaktiviert und die Zellentür geöffnet worden war. „Tut mir leid, Gebieterin.“ „Wie viele sind wir?“ „Genügend. Doch wir sollten uns beeilen.“ Gemeinsam machten sich diese Vampire nun mir ihrer Anführerin auf den Weg. Ihr Ziel war eine Sektion, wo sich die kleineren Schlachtkreuzer befanden, die sich an den Außensektionen der Stadt befanden. Unterwegs erkundigte Arteriais sich bei ihrem Heerführer, wie viele dieser Schiffe unter ihrer Kontrolle standen. „Die Hälfte“, lautete die Antwort von jenem. „Was ist mit Umbrais?“ „Königin Liliana hat leider dafür gesorgt, dass nur sie und ihre Blutlinie die Kontrolle über die Stadt hat. Deswegen haben sich die meisten unseres Ordens zu den Kreuzern begeben. Wollt Ihr Umbrais vernichten? Wenn ja, wäre dafür der richtige Zeitpunkt, sobald wir gestartet sind.“ Daraufhin musste Arteriais kurz überlegen, da dies die große Chance war ihre Rivalin für immer loszuwerden. Schließlich entschied sie sich dagegen, weil der Blutzoll ihres Volkes dafür zu groß sein würde. Andromeda-Galaxie Koloniale Flotte U.N.S. Concordia, Brücke Man war sich mittlerweile so ziemlich sicher, dass die Galactica eher nicht zu den Zielkoordinaten gesprungen war. Nachdem der Fehler bei der Tarntechnologie Ilions beseitigt worden war, wäre die Concordia jetzt eigentlich dazu bereit die Galactica im Kampf gegen die Heimatkolonie der Zylonen, die von Cavil und seiner Gefolgschaft gehalten wurde, beizustehen. Um die Galactica schneller aufzuspüren, machte man sich daran das Suchgebiet so gut es ging einzugrenzen. Aber selbst dieses Gebiet war natürlich immer noch gewaltig groß, weswegen man die Tiefraumsensoren von Ilion und der Concordia zur systematischen Suche nach dem verschollenen Kampfstern einsetzte. Eine Maßnahme, die Tom Zarek zunächst versuchte zu blockieren, dann aber scheiterte, weil seine Anhänger Ilion und dessen Kontrollraum nicht kontrollierten. Große Magellansche Wolke Orbit von Thule Umbrais, Kontrollraum < > Arteriais‘ Kreuzer, Kommandobrücke Die gewaltsame Befreiung und Flucht von Arteriais und von ihrer Anhängerschaft war mittlerweile entdeckt worden. Sofort hatte sich deswegen die Königin der Vampire im Kontrollraum von Umbrais eingefunden, denn sie wollte so schnell wie nur möglich ihre Widersacherin wieder aufspüren. Diese Mühe wurde Liliana allerdings abgenommen, weil Arteriais sich von einer Kommandobrücke an Bord eines Kreuzers aus meldete. „Deine Anhänger haben viele unserer Kriegerinnen und Krieger schwer verwundet oder gar kaltblütig ermordet, nur um Dir und vielen anderen, die so denken wie Du die Flucht zu ermöglichen…“ „Ich weiß. Und dies tut mir auch sehr, sehr leid, dass die Verluste in unserem Volk durch diese Aktion so hoch gewesen sind“, unterbrach die Widersacherin der Vampirkönigin, „aber es ist nun einmal geschehen. Leider.“ „Und, was habt Ihr jetzt vor? Wir dürfen uns nicht aufteilen, denn dafür ist unser Volk zu angreifbar! Außer wir erschaffen neue Vampire, wenn wir auf unsere Opfer das Virus übertragen.“ „Dies habe ich ja auch vor, Liliana.“ „Das kann und werde ich nicht zulassen, Arteriais! Das geht zu weit, weil wir dieses Los keinen Mann und keiner Frau aufzwingen dürfen! Nur jemand, der damit einverstanden ist! So lautet das uralte Gesetz, dem wir alle unterworfen sind!“ „Ich will nur eines, nämlich autonome Kontrolle über alle Vampire von dem Orden, der sich mir angeschlossen hat. Du bleibst die alleinige Königin. Einverstanden?“ Das Gespräch mit Arteriais musste Liliana erst einmal verdauen, weswegen sie auch zunächst den Vorschlag überdenken musste. Aber nicht lange. Sie akzeptierte schließlich, doch nur unter der Bedingung, dass von nun an gewisse Regeln befolgt werden sollten. Dazu gehörte auch die Beteiligung der Wiedergutmachung der anstrengenden Heilung und auch die möglicher Wiedererweckung einiger der ermordeten Kriegerinnen und Krieger. Andromeda-Galaxie Battlestar Galactica Es war verständlicherweise sehr kompliziert gewesen, doch war es dann endlich nach anfänglichen Schwierigkeiten gelungen, genügend Truppen für die Gegenoffensive zu formieren. Von verschiedenen Punkten aus, sollten sie auf der Galactica die Meuterer und Separatisten zurückdrängen. Aber dabei es gab auch so manche lebensgefährliche Situationen. Sie waren sogar so bedrohlich, dass Lieutenant Felix Gaeta sogar auf die Idee gekommen war Erschießungskommandos aufzustellen, die bestimmte Personen für immer ausschalten sollten. Darunter war natürlich auch Admiral Adama, der es geschafft hatte Laura Roslin in Sicherheit zu bringen, aber dann von Captain Kelly und einer Gruppe von Meuterern und Separatisten gefasst worden war. Kurz darauf wurde er von Felix Gaeta in einem Scheinprozess zum Tod durch Erschießen verurteilt. Aber die Hinrichtung scheiterte, weil Captain Kelly erstaunlicherweise zur Besinnung gekommen war und die Erschießung in letzter Sekunde verhinderte, indem er den Sohn des Admirals und noch weitere Personen gewarnt und hingeführt hatte. Einige der meuternden Marines trafen auf eine schlagkräftige Gruppe, die aus Admiral Adama, Colonel Tigh, Starbuck, Apollo, Athena, Helo, Sam Anders sowie Caprica-Sechs und einem guten Dutzend Marines bestand. Im Verlauf des sehr heftigen Schusswechsels wurde der Ehemann von Kara sehr schwer verwundet, denn ein Geschoss traf ihn im Bereich des Kopfes. Benommen sackte Sam in den Armen seiner schockierten Ehefrau zusammen, diese schrie empört und voller Wut auf, gab dann schreiend mehrere ungezielte Schüsse in die Richtung der Meuterer ab. Hilfe kam dann schließlich von Captain Kelly, der gemeinsam mit Kat, die zusammen eine weitere Truppe aus Marines und Piloten hatten mobilisieren können, die die meuternden Marines und Separatisten in die Zange nahm. Nach ungefähr fünf weiteren fruchtbaren Minuten war es dann geschafft. „Der Weg zum CIC ist somit frei, Bill“, wusste somit Colonel Tigh. „So ist es. Gehen wir!“, brummte William Adama, der sich sofort an die Spitze setzte. Er war ein Anführer, der auch voraus ging, selbst wenn es gefährlich war. Unterwegs zum Combat Information Center kamen immer mehr Leute hinzu, die sich ihnen anschlossen. CIC Das Gesicht von Felix Gaeta wurde immer blasser, denn auf dem DRADIS war ein Schiff aufgetaucht, welches sofort Kontakt aufnahm, und in der eingehenden Botschaft dazu aufforderte umgehend mit Admiral Adama sprechen zu wollen. Die Kontrolle war dem Anführer der Meuterer immer mehr entglitten. Schließlich wurde die Kennung deutlich, es war die Concordia, die aus dem Hyperraum aufgetaucht war. Gegen das Schlachtschiff der Erde würde die Galactica keine Chance haben, weswegen ein bleicher gewordener Gaeta anordnete: „Sofort sämtliche Waffen runterfahren und sichern! Keine Viper und Raptor starten!“ Kaum hatte Gaeta gesprochen, da stürmten auch schon Admiral Adama, sein Sohn und XO und seine Mannschaft in das Combat Information Center. „Hier ist General Samantha Carter. Admiral Adama!“ „Die Galactica ist gesichert, Sam! Nicht angreifen! Ich wiederhole: Die Galactica ist gesichert!“ „Es tut sehr gut, Ihre Stimme zu hören, Admiral.“ „Ich muss leider den Angriff auf die Heimatkolonie der Zylonen für eine gewisse Zeit verschieben, denn ich muss erst einmal einige Leute, eher Ratten von Bord meines Schiffes schaffen, General“, erklärte William Adama, der dabei Felix Gaeta finster anblickte. „Wir helfen ihnen, Bill“, versicherte Samantha, die dann vom Putschversuch Adars und Zareks berichtete, dem sich dann leider sehr viele Separatisten angeschlossen hätten. Darunter seien bedauerlicherweise ebenfalls auch hochrangige Offiziere der Kolonialen Flotte mit samt ihren Schiffen und einen großem Anteil der Mannschaften. U.N.S. Concordia, Krankenstation Obwohl Doktor Cottle ein sehr guter Arzt war, hatte er sich dazu entschieden den schwer verletzten Sam Anders, einen der Letzten Fünf, so schnell wie nur möglich auf die besser ausgestattete Concordia verlegen zu lassen. Doch nach der OP, in der dann das Projektil erfolgreich entfernt werden konnte, lag der Ehemann von Kara Thrace im Koma. Battlestar Galactica, Brig Obwohl es laut dem Militärgesetz sehr einfach schien, machte sich Admiral Adama, der die Berichte über Verluste und Schäden durchgegangen war, dennoch die Mühe mit den festgesetzten Meuterern zu sprechen. „Ihr wisst alle, dass ich euch alle ohne einen Prozess ans Bugschott aufstellen und dort erschießen lassen kann! So etwas machen wir nämlich mit Meuterern in der Kolonialen Flotte!“, knurrte Husker, der grenzenlos von vielen der festgenommenen Piloten, Offizieren und Marines sehr enttäuscht war, weil sie sich trotz der gemeinsamen Erfolge gegen die Zylonen dafür hergegeben hatten, nämlich ihn zu verraten und sich Zarek anzuschließen. 2 Stunden später Andromeda-Galaxie Battlestar Galactica, Steuerbordhangar Obwohl er ein weiches Herz unter seiner harten Schale besaß, konnte William Adama diese jüngste und weitere Verfehlung von Felix Gaeta nicht einfach mehr übersehen. Diese Meuterei war nicht das einzige, was so unsagbar schwer in der Waagschale wog, denn sein langjähriger Taktikoffizier, der überaus klug und gebildet war, hatte ihn sogar erschießen lassen wollen. „Sie sind mehr als nur über das Ziel hinausgeschossen, Mister Gaeta! Ich hatte keine andere Wahl gehabt, als sie hierher bringen zu lassen.“ „Sie werden mich jetzt erschießen lassen, nicht wahr?“ Doch der Lieutenant, der sich von Zarek und Adar hatte zum Admiral ausrufen lassen, bekam keine Antwort auf seine Frage, wie der Adama wohl letztendlich dieses Mal über sein Schicksal entschieden hatte. Koloniale Flotte Über den Kontrollraum von Ilion wurde die gesamte Flotte von der Concordia darüber informiert, dass die Galactica gefunden werden konnte. Doch auf Anweisung von Admiral Adama verriet General Carter nichts von der Meuterei an Bord des Kampfsterns, sondern berichtete nur, wie zuvor mit dem Commander der Galactica besprochen, von einer unerwarteten FTL-Fehlfunktion. Doch die gute Nachricht lautete nun, dass man demnächst nach der Reparatur des FTL-Antriebes endlich die Mission zur Befreiung von Hera Agathon fortsetzen werde. Diese jüngsten Neuigkeiten stießen natürlich auf ein geteiltes Echo. Astral Queen, Zareks Quartier In kleiner Runde hielten die wichtigsten Anführer der Separatisten eine weitere Sitzung ab, in welcher auch die Galactica zum Thema gemacht wurde. War die Meuterei also von vorneherein gescheitert? Oder war es doch zu einer Meuterei gekommen, welche mit Hilfe der Concordia dann aber niedergeschlagen worden war? Dies waren nur einige der Fragen, die Adar und Zarek beschäftigten. Doch zu ihrem Glück war es ihnen gelungen auch einige hohe Offiziere des Militärs samt ihrer Schiffe auf ihre Seite zu ziehen. Aber auch einige Offiziere zu befreien, die unter Arrest und in Haft gestanden hatten. RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - Jonathan J. O´Neill - 16.01.2026 Odyssee
Folge 6.16 - “Retributionem, Teil 1”
Andromeda-Galaxie U.N.S. Concordia, Krankenstation Da ja eigentlich schon alles für den Angriff auf die Heimatkolonie der Zylonen, die von den Einsern und deren Anhängern kontrolliert wurde, vorbereitet war, fiel es Admiral William „Husker“ Adama angesichts der Lage in der eigenen Flotte sichtlich sehr schwer, diesen erneut aufschieben zu müssen. Doch da sich etwas in der Kolonialen Flotte ereignet hatte, was nicht nur die bevorstehende Mission beeinflussen könnte, war er mit einem Raptor an Bord der Concordia geflogen. Außer Adama selbst, befanden sich noch Starbuck, Apollo, Athena, Helo, General Carter, Laura Roslin, Doktor Cottle, Doktor Curie und die anderen vier von den Fünf im separaten Zimmer des Intensivbereiches. Man hatte dafür Samuel T. Anders hierher verlegt, weil man hoffte, dass er sich dadurch schneller erholen würde. Allerdings war man dabei auf etwas sehr Interessantes gestoßen, nämlich auf einen Bereich der Gehirnaktivitäten des Patienten. Nachdem sich die Ärzte mit Doktor Cottle von der Galactica und einigen Zylonenrebellen beraten hatten, war man darüber äußerst verblüfft. „Also, was ist denn nun wirklich mit ihm los?“, fragte Lee Adama. „Der bedauernswerte Zustand von Ensign Samuel T. Anders, und wie es dazu gekommen ist, gibt uns möglicherweise einen taktischen Vorteil gegenüber den Zylonen von Cavil“, begann Chief Galen Tyrol, „denn er wäre in der Lage in Kontakt mit dem Hybriden zu treten, der die Heimatkolonie steuert…“ Kara Thrace, die daraufhin verständlicherweise ungeduldig wurde, unterbrach: „Und was soll das verflucht noch mal bedeuten?“ „Das Anders als einer der Fünf den Hybriden auf der Heimatkolonie lahmlegen könnte. Somit blieben dem Feind nur noch die Basisschiffe, ihre Geschwader und die Zenturios zur Verteidigung, die zur Bewachung dort zurückgelassen wurden“, antwortete Saul Tigh. Daraufhin entstand eine Pause, in welcher alle Captain Thrace ansahen. „Was ist los?“, wollte Kara wissen, die sämtliche Blicke zu spüren schien. „Sie müssten als Ehefrau, uns die Erlaubnis dafür geben, Starbuck“, erklärte Cottle. „Wieso denn das, Doc?“ „Es besteht, wenn wir dies tun, die Gefahr, dass ihr Ehemann möglicherweise nie wieder der sein wird, den sie und wir gekannt haben.“ „Ihr Götter! Soll das etwa heißen, ihr wollt ihn, meinen Sam zu einem von diesen Hybriden machen? Kann man das später nicht wieder rückgängig machen?“ „Das wissen wir leider nicht, Starbuck. Darum ist es leider ihre sehr schwere und alleinige Entscheidung, ob wir dies letztendlich tun dürfen.“ „Klar. Schiebt die Verantwortung des schwarzen Peters einfach an mich weiter“, erwiderte Kara schon beinahe mit einem schimpfenden Tonfall in der Stimme. „Nehmen Sie sich für diese Entscheidung ruhig soviel Zeit, wie Sie wollen, Starbuck“, erklärte Admiral Adama, der schon bereits tröstend seine linke Hand auf die rechte Schulter von Kara gelegt hatte. Daraufhin zog sich Captain Thrace in eine entlegene Ecke der Krankenstation zurück, denn sie musste in Ruhe über das Gehörte und die Konsequenzen daraus erst einmal nachdenken. Sie erinnerte sich an das letzte Gespräch, das schon einige Zeit zurücklag. Es war kurz bevor ihrem Sam das Geschoss herausoperiert worden war. Auch die anderen Fünf sowie Caprica-Sechs waren ebenfalls dabei anwesend gewesen, dabei kam heraus, dass die Cavils die Fünf für ihre Menschenfreundlichkeit bestraft werden sollten, das heißt, sie mussten unter den Menschen leben, damit sie ihre Fehler erkennen. Doch der Plan des Einsers schlug fehl. Somit wurde allen klar, dass es eben die Einser waren, die die anderen Zylonenmodelle, die Zenturios und auch Raider zum Genozid am Volk der Stämme von Kobol angestiftet hatten. Starbuck seufzte leise auf, dann trat sie an die beiden Doktoren Curie und Cottle heran: „Okay. Tun Sie es. Aber sobald es vorbei ist, will ich, dass sie alles versuchen, um Sam wieder zurückzuholen!“ Ori-Galaxie Celestis, Allerheiligstes Die Nachricht, dass der alte Antiker Myrddin wohl endlich tot sei, hatte schließlich auch die heilige Stadt der Göttin erreicht. Adria frohlockte daraufhin erleichtert, aber erst nachdem sie prüfend die Gedanken der Kriegerin Larissa gelesen hatte. Doch sie konnte nicht feststellen, dass dies nur eine Falschinformation war, die Myrddin selber hatte verbreiteten lassen und dann zusätzlich auch noch durch Larissa ihr überbringen ließ. „Doci!“ „Jawohl, einzigwahre Göttin des Universums.“ „Der große und heilige Moment ist denn nun endlich gekommen! Der finale Kreuzzug gegen das Böse, nach dem ich mich solange gesehnt hatte, kann jetzt endlich beginnen! Sofort sollen die Gläubigen damit beginnen sich in heiligen Armeen zu versammeln! Sobald dies geschehen ist, soll jede Welt, die mit menschlichen Leben gesegnet ist, unterworfen werden!“ „Was ist mit denen, die sich weigern?“ „Sie werden besiegt und dann, wer diesen finalen Kreuzzug gegen das Böse überlebt hat, wird versklavt werden!“ Milchstraße PX1-767, Camelot Damit nicht aufflog, dass er, Myrddin, doch noch am Leben war, hatte er sich auf die Burg von König Artus in eine der vielen dortigen verborgenen Kammern zurückgezogen, zu welchen nur der Herrscher von Camelot allein Zutritt hatte. Diese Kammern waren zusätzlich noch gut abgeschirmt, damit jene nicht auf Sensoren oder gar von Adria selbst entdeckt werden konnten. Dort im Verborgenen, arbeitete der alte Antiker alleine an dem Plan, wie man am besten die Macht der Orici Adria für immer brechen könnte. Dafür hatte er zunächst ein Gerät entwickelt, welches er schon einmal erschaffen hatte, dann aber in den Besitz der Menschen von der Erde gelangt ist. Mit diesem Gerät konnte er sich in eine andere Ebene versetzen, wo er wirklich absolut ungestört forschen konnte. Ori-Galaxie Über einem Planeten, mit dem Namen Ohmis, dessen Bevölkerung geeint Adria als Göttin nach wie vor ablehnte, trafen zwei Mutterschiffe ein. Als erste Folge daraus war diese Welt und deren Bewohner komplett von anderen Welten abgeschnitten worden. Doch jetzt war der Tag der Abrechung gekommen, den die Orici schon seit langer Zeit herbeigesehnt hatte. Sofort nach ihrer Ankunft starteten die Mutterschiffe ihre Jäger, von denen einige mehrere dutzende von Plattformen für Ringtransporter abwarfen. Der Angriff der Armeen der Orici traf die Bevölkerung vollkommen überraschend. Dennoch wehrten sie sich so gut es ging gegen ihre Angreifer, teilweise sogar nur mit normalen Gegenständen des Alltages und der Arbeit auf dem Feld. Nur wenige der Planetenbewohner verfügten noch über die alten Rüstungen und Waffen aus der Vergangenheit. Wer darunter war, zog sich alles in eine stark zerklüftete nahe gelegene Gegend zurück. Hier waren die zahlreichen fliegenden Jagdgeschwader der Mutterschiffe natürlich nicht zu gebrauchen. Während des Kampfes um die Dörfer und Städte auf dem Planeten, forderten die Krieger und Kriegerinnen der Göttin und Orici Adria ihre Gegner immer wieder dazu auf, sofort die Waffen niederzulegen und zu kapitulieren. Und obwohl viele dies taten, kam es daraufhin zu vielen Hinrichtungen. Diese furchtbare Kunde drang auch schnell zu den letzten Widerständlern im Gebirge, denen sofort klar wurde, dass sie den Kampf nicht alle überleben würden. Weil der Widerstand tagelang anhielt, setzten die Mutterschiffe ihre Primärwaffen ein. Gelbe Strahlen schossen vom Himmel herab auf das Gebirge nieder, ganz so als wollten sie die Berge einebnen. Die Order von Adria war klar, wer sich ergab, würde versklavt werden. Doch die Kommandanten der Armee, die diesen Planeten angriffen, wollten kein Risiko eingehen, weswegen sie daran dachten ein Zeichen gegen jeglichen Widerstand gegen die einzigwahre Lehre der alleinigen Göttin Adria zu setzen. Dies war einer der Hauptgründe für die außerordentliche Brutalität mit der man gegen den Widerstand vorging. Schließlich war die Stunde gekommen. Der Widerstand war auf dieser Welt komplett beseitigt worden. Alle, die noch am Leben geblieben waren, wurden zusammengetrieben. Willkürlich wurden Leute ausgewählt, die man dennoch hinrichtete um ein Exempel zu statuieren. Die Kunde sollte in der gesamten Galaxie verbreitet werden, die jeden weiteren schweren Kampf, wenn möglich verhindern sollte. Andromeda-Galaxie Battlestar Galactica, CIC In den vergangenen Tagen hatte man spezielle Vorbereitungen treffen müssen, die die Technologie zweier Kulturen miteinander verbinden sollte. Zu diesem Zwecke war die Concordia noch einmal kurz weggeflogen um einige wichtige Bauelemente zu bergen, die benötigt wurden. Doch jetzt glich das Combat Information Center der Galactica, wegen der Mischung aus kolonialer und zylonischer Technik auf dem ersten Blick für so manchen, mittlerweile einem wahren Horrorkabinett, weil ja so manche Bestandteile von der Technik der Zylonen organischen Ursprungs waren. Außer den Fünf befanden sich zur Betreuung der Wanne, in welcher Samuel T. Anders lag, noch einige weitere Zylonen auf der Brücke. „Wie sieht es aus, Colonel?“, murmelte Admiral Adama, der einige Schläuche und Kabel, die ihm im Wege waren beiseite schob. „Wir sind startbereit, Bill. Und es noch nicht zu spät, alle Toaster aus die Luftschleuse zu werfen.“ „Dies würde zu lange dauern, Saul. Auf Gefechtsstation! Geben Sie mir die Concordia, Mister Moore!“ „Jawohl, Sir. Die Verbindung steht, Admiral.“ U.N.S. Concordia, Brücke „Verstanden, Admiral. Wir fliegen los, und sobald wir dort sind wird ein getarnter Jumper in Bereitschaft sein, um wenn nötig den FTL der Heimatkolonie lahmzulegen“, versicherte General Samantha Carter, die sich dann verabschiedete, und direkt im Anschluss den Befehl gab die Concordia in den Hyperraum zu bringen. Battlestar Galactica, CIC „Admiral. Alle Stationen melden Gefechtsbereitschaft“, verkündete Colonel Saul Tigh. „Gut. Die Concordia müsste jetzt auf Position und dazu bereit sein, uns den Rücken freizuhalten. Also legen wir jetzt los, und holen Hera Agathon endlich nach Hause! Bereitmachen zum FTL-Sprung! - Und Sprung!“, legte Admiral William Adama fest, der sich abermals noch einmal kurz umwandte, wobei er einen Blick nach oben tätigte, dorthin wo sich die Wanne mit dem Ehemann von Starbuck befand. Ypsilon-Sektor U.N.S. Concordia, Brücke Schon seit etwa einer Viertelstunde befand sich das Schlachtschiff der Erde vor Ort. Viele vom Führungsstab kannten ja schon bereits die Aufklärungsfotos, die Lieutenant Sharon „Athena“ Agathon von der Heimatkolonie der Zylonen geschossen hatte. Auf den Fotos allein sah diese Station schon gewaltig aus, die um ein vielfaches größer war als der Asteroid, der einst auf der Erde für das Aussterben der Dinosaurier verantwortlich war. Auf den Bildschirmen machte man sofort eine Einfügung in ein Raster, die belegte, dass diese Kolonie etwa rund 44 km an der breitesten Stelle sowie 28 km an der schmalsten Stelle im Durchmesser maß, und eine maximale Höhe von 11 km aufwies. Darüber hinaus hatte sie ein gespenstisches Aussehen. Dieses Gebilde sah so aus, als hätte man es extra für dieses Asteroidenfeld entworfen, in welchen sich die Kolonie befand. Heimatkolonie der Zylonen < > Battlestar Galactica Auf den Punkt genau, so wie es von Major Jennifer Hailey und Lieutenant Cassandra Fraiser berechnet worden war, traf der Kampfstern auf der gewünschten Zielposition ein. Es war außerdem die einzige Stelle, die eingenommen werden konnte. Denn der Sektor in welchem das Ziel lag, war sehr nahe am Zentrum der Andromeda-Galaxie, weswegen sich auch die Heimatkolonie der Zylonen in der unmittelbaren Nähe des Wirkungsfeldes einer sehr starken Singularität, eines schwarzen Loches, befand. Sofort nach dem Eintreffen des kolonialen Kampfsterns, begann das automatische Verteidigungssystem der Heimatkolonie der Zylonen mit einem massiven Beschuss auf den unerwarteten feindlichen Eindringling, und versuchte jenen durch das Dauerfeuer wieder zu vertreiben. Aber auch die dort befindlichen Basisschiffe, die sich im Schutze der Heimatkolonie befanden, nahmen die Galactica ebenfalls ins Visier. Daher tauchte wie aus dem Nichts ein weiteres Signal auf dem DRADIS-Schirmen der Heimatkolonie der Zylonen auf. Noch blieben alle starbereiten Viper in den Röhren und der Großteil der ebenfalls abflugbereiten Raptor noch auf dem Flugdeck, denn durch das starke anhaltende feindliche Feuer ließ bislang noch keine Starts zu. Sämtliche Hauptgeschütze der Galactica nahmen durch Anweisung von Colonel Tigh die Geschütze der Kolonie unter Beschuss, damit zumindest diese Bedrohung als erstes schnell minimiert wurde. U.N.S. Concordia, Brücke „Wir kümmern uns nur um die Basisschiffe, damit Admiral Adama von ihnen nicht in die Zange genommen wird!“, ordnete General Samantha Carter an, die sofort in ihrem Stuhl Platz genommen hatte. Zudem stand man im ständigen Kontakt mit dem getarnten Puddle Jumper, der sich im Bereich des FTL-Antriebes der Heimatkolonie der Zylonen aufhielt. Heimatkolonie der Zylonen, Kontrollraum „Wir werden angegriffen! Es ist Adama!“, meldete ein Vierer-Modell erschrocken, der somit alle anderen Zylonen aus der sicheren Lethargie riss. „Dies macht es uns natürlich leicht. Denn da wo Adama ist, dort werden auch unsere Brüder und Schwestern der Letzten Fünf sein!“, wusste ein Einser-Modell, der somit den Plan über Bord warf, in der nächsten Zeit eine, nur natürlich vorübergehende, friedliche Lösung mit den Menschen zu suchen. Dann meldete einer der Dorals: „Da ist noch ein anderes Schiff! Es hatte sofort unsere Basisschiffe angegriffen!“ „Unser Hybrid soll springen! Die Angelegenheit gefällt mir nicht“, brummte im Anschluss einer der Cavils. Wenige Augenblicke später war man vollkommen überrascht, denn alle automatischen Waffensysteme versagten und nur noch die eigenen Jägergeschwader setzten den Angriff auf die beiden feindlichen Schiffe fort. Doch nur wenige Sekunden später, kehrten dann auch die Jäger, die dem Hybriden der Heimatkolonie der Zylonen unterstanden zurück. Stellten den Kampf sogar ein. „Was in Gottes Namen geht da vor?“, rätselte Boomer, die sehr erstaunt über die jüngsten Vorkommnisse war. Kaum hatte sie zu Ende gesprochen, da verkündete einer der Simons: „Unglaublich! Da hat sich jemand von außen irgendwie in unser System gehackt. Deswegen ruht unser Hybrid…“ „Wir werden anders springen müssen“, wusste ein Fünfer-Modell, der bereits dabei war die Vorbereitungen für den manuellen FTL-Sprung zu tätigen. Aber während er noch damit beschäftigt war, erbebte die Heimatkolonie ganz leicht, dann gab es noch einige, wenige weitere heftige Erschütterungen. „Der FTL-Antrieb wurde zerstört!“, schrie Boomer entsetzt auf, die die Anzeige betrachtet hatte. „Na schön. Sofort reparieren! Und Du gehst jetzt zu unseren Gast, meine Lieblingsacht!“, verfügte ein anderer Cavil. Battlestar Galactica, CIC „Bislang läuft alles einigermaßen wie am Schnürchen. Es hat tatsächlich geklappt, denn Anders hat es doch tatsächlich geschafft, die automatische Selbstverteidigungsanlage der Kolonie hat aufgehört auf uns zu feuern, auch die Hälfte der feindlichen Geschwader hat bereits abgedreht. Die Concordia kümmert sich wie geplant um sämtliche Basisschiffe, und der getarnte Vogel, dieser Puddle Jumper, hat vor wenigen Minuten mit nur einen einzigen Schuss, der ein absoluter Volltreffer gewesen ist, erfolgreich den FTL der Heimatkolonie lahmgelegt“, berichtete Colonel Tigh, der auf dem DRADIS-Monitor über ihren Köpfen erkennen konnte, dass vor wenigen Augenblicken die Concordia ebenfalls ihre Geschwader gestartet hatte. Scheinbar nur nebenbei nahm Admiral Adama diese Meldungen seines XO zur Kenntnis, denn man musste sich jetzt nur noch irgendwie einen Zugang in die Heimatkolonie der Zylonen verschaffen. Dafür gab es nur eine Möglichkeit, weswegen Husker: „Volle Kraft voraus! Und Rammen!“, befahl. Alle spürten es, wie die Galactica stark beschleunigte. Nur wenige Sekunden später gab es auch schon den Kollisionsalarm, dem weitere Sekunden darauf auch schon der unvermeidliche und geplante Aufprall auf das Hindernis folgte. Der alte Kampfstern hatte sich erfolgreich mit einem Großteil des Alligatorkopfes, also dem Bug, in die Heimatkolonie der Zylonen gebohrt. Ein weiterer Teil des Planes des Admirals war somit erfolgreich geglückt, der sofort sämtlichen Angriffsteams grünes Licht gab, ins Innere der riesigen Station des Feindes vorzudringen. Bugsektion der Galactica „Na schön. Achtet alle aufeinander da draußen, und auch auf die mit uns verbündeten Zenturios, die mit uns in den Kampf ziehen!“, erinnerte Major Lee „Apollo“ Adama, der dann den Befehl gab die Bolzen der Luke zu sprengen, damit man in die Heimatkolonie eindringen konnte. Heimatkolonie der Zylonen Zeitgleich schnitten sich an einigen Stellen mehrere Angriffsteams der Marines durch die Außenhaut der gewaltigen Weltraumstation der Zylonen. Eine gefährliche Mission, denn immer noch waren sehr viele Raider und schwere Jäger der Zylonen der zylonischen Basisschiffe da draußen unterwegs, die glücklicherweise nach wie vor von den Viper-Geschwadern der Galactica sowie den F-302er-Geschwadern der Concordia gemeinsam beschäftigt wurden. Doch das Risiko von Verlusten blieb dennoch stets erhalten. Eines jener Angriffsteams wurde gemeinsam von Sharon „Athena“ Agathon und ihrem Ehemann Karl C. „Helo“ Agathon angeführt. Sie waren auch die ersten, die es mit Erfolg geschafft hatten, sich einen Zugang in die Kolonie zu bahnen. Außer den beiden befanden sich in ihrem Team noch acht Marines. Im Kontrollraum der Kolonie hatte man die absolut überraschende Aktion der Galactica zur Kenntnis genommen. Als dann aber noch zusätzlich berichtet wurde, dass ganze Teams von Menschen und Zylonenrebellen in die Kolonie eingedrungen seien, war man nicht gerade von der derzeitigen Entwicklung begeistert. Unverzüglich wurde daher eine schlagkräftige Abwehr organisiert, die umgehend die Menschen und ihre Verbündeten zurückschlagen sollte. Dabei war natürlich die Anwendung von tödlicher Gewalt aus der Sicht der Fraktion um Cavil natürlich ausdrücklich gestattet. In vielen Gängen wurde aber auch schon zuvor um jeden Meter Boden gegeneinander erbittert gekämpft. Dadurch gab es schwere Verluste auf beiden Seiten. Die gegnerischen Zenturios gingen während ihrer Auseinandersetzungen im Eins gegen Eins nicht gerade zimperlich miteinander um, denn sie schlugen mit voller Wucht mit ihren stählernen Fäusten aufeinander ein. Schnell zeichnete sich ab, dass besonders die älteren Zenturiomodelle, die damals vor über 50 Jahren gegen ihre Schöpfer rebelliert hatten, dabei den neueren überlegen waren. Doch beim Schießen aufeinander war es aber genau umgekehrt. In einen der vielen medizinischen Forschungslabors traute Boomer ihren Augen nicht. „Wir werden hier angegriffen, und Du dokterst hier an dem Mädchen, der kleinen Hera, herum!“ „Cavil will es so. Wir benötigen noch sehr schnell einige weitere Proben“, erwiderte der Simon, worauf sich die Acht angewidert für einen Moment wegdrehte, wobei sie sich an die gemeinsame Zeit mit der Tochter ihrer Schwester im Raptor erinnerte. Während dieser Tage waren sie sich erstaunlicherweise, ohne dass sie es wirklich gewollt hatte näher gekommen. Die Zylonin fasste einen Entschluss, denn ihr war die Sauerstoffflasche aufgefallen, die ganz in ihrer Nähe auf einen Tisch lag… Odyssee
Folge 6.17 - “Retributionem, Teil 2”
Entfernte Galaxie Destiny, Torraum Als man unerwartete Aktivitäten am Stargate feststellte, vermutete jeder zunächst, dass endlich Hilfe von der Erde unterwegs zu ihnen war. Doch es kam ganz anders, denn die außerirdische Rasse, auf die das Erkundungsteam von Colonel Telford einige Tage zuvor auf einem unbekannten Planeten getroffen und im Anschluss nur knapp entkommen war, hatte es irgendwie geschafft sich einen Zugang in der Anwahlvorrichtung und somit zum Stargate-Netzwerk, inklusive natürlich auch zur Destiny, zu verschaffen. Einer der Soldaten der Luzianischen Allianz, der mit auf dieser Mission gewesen war, erkannte sofort, dass sich diese Wesen verändert hatten. Sie wirkten humanoider. Eine Entdeckung, die man schon bereits gemacht hatte. Denn sie waren eine Rasse, die ihren Erfolg der Eigenschaft verdankten, dass sie sich ihren Feinden anpassen und dadurch deren Einrichtungen nicht nur infiltrieren, sondern übernehmen konnten. Sofort ließ Colonel Young in Absprache mit Doktor Rush den gesamten Stargate-Raum unverzüglich abriegeln und die vitalen Systeme abschalten. Zusätzlich wurde die vor kurzem installierte Iris durch eine Fernsteuerung aktiviert, die weitere, der ungebetenen Besucher sofort aussperrte. Brücke Seit knapp zwei Wochen schon bereits, wurden die Destiny und ihre Besatzung von dieser unheimlichen und feindseligen außerirdischen Spezies verfolgt. Nach langer Überlegung stimmte Camile Wray dem Vorschlag zu, nicht mehr vor diesen Feind zu fliehen, sondern einen verheerenden Gegenangriff zu starten. Jedes feindliche Schiff, das die Destiny angriff, wurde ab sofort einzeln und unter gezielten Beschuss genommen. Schließlich setzte Nicholas Rush dann einen direkten Kurs auf die nächste Sonne, denn er hoffte dadurch diesen Feind somit endgültig abzuschütteln. Zeitgleich suchte man nach bislang noch unentdeckten Sendern, aber auch einer Möglichkeit eine weitere Aktivierung des Stargates durch diese Außerirdischen unmöglich zu machen. Alle arbeiteten unter Zeitdruck, doch wenn sie erfolgreich dabei waren, könnten sie diesen Feind in dem Glauben lassen, dass man durch den Eintritt in diese Sonne zerstört worden sei. Schließlich meldete sich über Funk First Lieutenant Tamara Johansen, die bei einer Autopsie von eines dieser Wesen ein Gerät zur Ortung gefunden hatte. Jetzt musste schnell gehandelt und all diese Geräte gefunden und vernichtet werden, damit man diesen Wesen hoffentlich für immer entkam. Andromeda-Galaxie Ypsilon-Sektor Mittlerweile hatte es die Concordia, dank ihrer Energiewaffen, geschafft alle anwesenden Basisschiffe der feindlichen Zylonen aus dem Lager von Cavil zu zerstören. Um der, durch den starken Beschuss des Feindes, sehr stark mitgenommen Galactica mehr Schutz zu geben, war das Schlachtschiff der Erde über dem Kampfstern in Stellung gegangen. U.N.S. Concordia Auf allen Landedecks herrschte Hochbetrieb, denn nicht nur die eigenen F-302er landeten dort, weil deren Treibstoff und Munition aufgebraucht waren, sondern mittlerweile auch viele Viper und Raptor der Battlestar Galactica. Nach einer kurzen Überprüfung stellten die Deckoffiziere jeweils fest, dass sich die Puddle Jumper immer noch draußen befanden, denn jene wollten die Piloten bergen, die ihre Flieger verloren hatten. Battlestar Galactica, CIC „Wir wurden vor etwa zehn Minuten ebenfalls geentert, Admiral! Durch diverse Zugänge sind dutzende wenn nicht sogar einige hundert Zenturios des Feindes eingedrungen! Und mit jeder Sekunde dringen weitere ein…“ „Unsere Abwehrteams sollen diese Mistkerle von meinem Schiff werfen, Colonel Tigh!“ „Dafür haben wir leider nicht mehr genügend Personal, wenn noch mehr von denen kommen. Diese verfluchte Meuterei, dieses Hurensohnes Gaeta hat erhebliche Lücken in unsere Mannschaft gerissen, Bill.“ William Adama hatte gehofft, dass es nicht dazu gekommen wäre, doch er sah nur kurz ratlos aus, dann wurde sein Blick wieder entschlossen. „Sie haben vorübergehend den Gefechtsstand, Saul! Ich muss etwas erledigen“, brummte Husker, der einigen Marines zu verstehen gab, ihm unverzüglich zu folgen. Heimatkolonie der Zylonen Im Kontrollraum der Kolonie meldete einer der Simons: „Unsere Zenturios, die die Galactica geentert haben, sind bei ihrem Vorrücken zum CIC auf sehr starken Widerstand gestoßen!“ Derweil arbeitete man fieberhaft daran das Problem mit dem Hybriden zu lösen, damit man wieder vollständig verteidigungsfähig war. Aber auch der zerstörte FTL-Antrieb musste nach wie vor repariert oder gar irgendwie durch manuelle Arbeit ausgetauscht werden. Zudem hatte man sämtliche Truppen von Zenturios zusammengezogen, die den Auftrag hatten, die wichtigsten Einrichtungen der Kolonie vor den Angreifern zu schützen. In vielen Gängen und Sektionen der Kolonie wurde zeitgleich nach wie vor erbittert gekämpft. Die Angriffsteams der Galactica hatten alle den gleichen Auftrag, nämlich Hera Agathon zu finden, zu befreien und dann sicher an Bord der Galactica zu bringen. Von den ursprünglich dreizehn Angriffsteams waren mittlerweile nur noch sieben übrig. Die anderen sechs waren von den Zylonen zurückgedrängt beziehungsweise komplett aufgerieben worden. Das Team von Major Lee „Apollo“ Adama war eines der schlagkräftigsten gewesen, weil sie über eine der Luken der Bugsektion von der Galactica aus die Kolonie betreten hatten. Aber auch sie hatten in dem letzten Gefecht schwere Verluste erlitten. „Vorsicht! Bewegung auf 11-Uhr!“, wisperte Lee warnend. Doch schon drei Sekunden später konnten er und sein Team sich wieder entspannen, endlich war man auf das Team von Athena und Helo getroffen. Allerdings war dieses vehement dezimiert worden, denn sie wurden nur noch von zwei Marines begleitet. Battlestar Galactica, Brig „Die Galactica ist vor etwa einer Viertelstunde von feindlichen Zylonen geentert worden! Für jeden von Ihnen, der Zylonen hasst, gibt es jetzt die Möglichkeit sich zu rehabilitieren! Es ist für Sie alle die letzte Chance zu beweisen, dass Sie wirklich Soldaten sind!“ Die Inhaftierten in den Zellen tauschten überraschte Blicke miteinander aus. Allen war natürlich sofort klar, dass sie nicht beschützt werden würden. Sie mussten selber um ihr Überleben kämpfen. Was bedeutete, dass sie dafür die Führung von Admiral Adama und ihrer übrigen Kameraden dringend benötigten, um dies zu erreichen und dann mit einer Begnadigung durchaus rechnen konnten, sofern sie natürlich diese harte Schlacht gegen die Zylonen und deren Kolonie gewinnen würden. Zufrieden stellte Adama fest, dass sich die überwiegende Mehrheit dazu entschlossen hatte, sich am Kampf gegen den gemeinsamen Feind, zu beteiligen. U.N.S. Concordia, Brücke Da auch General Samantha Carter von der neuesten Lage an Bord der Galactica erfahren hatte, hatte sie einen Aufruf auf Freiwilligenbasis an ihre Marines gestartet. „Ist Admiral Adama wieder im CIC, Colonel Tigh?… Noch nicht. Das macht nichts. Weil Sie mir berichtet haben, dass sie Probleme mit Zylonen von Cavil an Bord haben, habe ich einen Aufruf an Bord der Concordia gestartet. Ich habe hier 42 Männer und Frauen, die dazu bereit sind an Bord der Galactica gebeamt zu werden, um dort ihre Marines im Kampf zu unterstützen.“ Heimatkolonie der Zylonen Einige Sektionen vor dem Zielgebiet traf das Team mit Athena, Helo und Apollo auf das von Starbuck, die mit ihren Leuten unterwegs einige Überlebende einiger der anderen Teams aufgelesen hatte. Gemeinsam rückten sie dann vorsichtig weiter vorwärts. Laut dem Wissen und den Informationen von Lieutenant Sharon Agathon hatten sie es beinahe geschafft. Man war froh, dass sie bei diesem Einsatz mit dabei war, denn die Umgebung änderte sich ständig. Eine Weile war alles aus Metall, dann einige Meter später schien alles organisch und eine weitere Strecke darauf schien es eine Mischung aus beiden zu sein. Allen war klar, dass man sich hier leicht verirren könnte. Doch zum Glück war die Ehefrau von Captain Agathon bei ihnen. Zielsicher näherten sie sich dem Labor, wo man Hera vermutete. Ab und wann mussten sie innehalten oder einige Suchtrupps des Feindes durch eine andere Route umgehen. Auch mussten sie natürlich Munition sparen, da der Rückweg vermutlich ebenfalls sehr mühsam werden würde. Milchstraße Abydos-System Ohne Vorwarnung griff die eintreffende Flotte der acht Ori-Mutterschiffe die Weltraumwerft der Erde an, denn man hatte dazu den Befehl von der Orici Adria erhalten, den Einfluss der Tau‘ri in der Milchstraße wirkungsvoll zurückzudrängen. An der großen Werft hielten sich gerade von jedem Kampfsterntypen zwei fertig gestellte Schiffe auf, während sich fünf weitere noch in der Fertigungsphase befanden. An Bord von allen Kampfsternen war jeweils eine kleine Besatzung stationiert, die immer noch auf ihre reguläre Crew warteten. Obwohl der Schutzschild aktiviert werden konnte, der die Weltraumwerft vor weiterem schwerem Beschuss bewahrte, waren die bereits entstandenen Schäden dennoch enorm. Doch bevor man das Feuer gezielt erwidern konnte, wendeten sich die Angreifer bereits den beiden fertig gestellten Kampfsternen der Erde zu. Doch erzielten keinerlei Wirkung mit ihren Waffen, weswegen sie zurück in den Hyperraum sprangen. Sol-System Erde Homeworld Command, Kontrollraum Sofort nachdem General Jack O‘Neill über die jüngsten Geschehnisse im Abydos-System kurz informiert worden war, hatte er umgehend sein Büro verlassen. Eingehend wurde er dann vom dortigen Kommandeur über diese Ereignisse im Abydos-System dann noch ausführlicher unterrichtet. „Was ist mit den Kampfsternen, Colonel?“ „Glücklicherweise sind die Mercury, Phoenix, Columbia, Galactica, Vesta, Wega, Valkyrie, Ceres, Berzerk und Dionysos, wie die Ganymed, die ebenfalls vor Ort gewesen ist, trotz des feindlichen Beschuss erstaunlicherweise ohne jegliche bedeutende Beschädigung geblieben. Doch die im Bau befindlichen Kampfsterne und auch die Werft selbst, wurden leider sehr stark in Mitleidenschaft gezogen, General O‘Neill.“ Kurz darauf nachdem die Verbindung getrennt worden war, nahm Jack Kontakt mit der Stargate Command Base auf dem Mars auf, denn man wollte umgehend ein SG-Team zu König Artus entsenden, sowie ein weiteres nach Chulak, um Teal‘c von der unerwarteten erneuten Offensive Adrias zu warnen. Im Anschluss setzte er sich unverzüglich mit allen Flottenverbänden und Weltraumwerften der Erde in Verbindung, damit man gegen weitere solcher Angriffe gewappnet war. Andromeda-Galaxie Ypsilon-Sektor Im Umfeld des Trümmerfeldes von Asteroiden, in welchen sich die Kolonie befand tauchten einige weitere Basisschiffe auf. Somit war General Carter gezwungen mit der Concordia zum Angriff überzugehen. Doch dadurch war die Galactica im Falle eines weiteren Beschusses durch feindliche Truppen nicht mehr komplett geschützt. Aber Sam war clever und ließ die Concordia so positionieren, dass die Basisschiffe der Zylonen dem Kampfstern, der unter Adamas Kommando stand nicht wirklich gefährlich werden konnten. Battlestar Galactica Trotz enormer Schwierigkeiten, war es einigen vereinzelten kleinen Angriffsteams der Galactica gelungen, die stark dezimiert worden waren, sich zurück an Bord des eigenen Schiffes zu kämpfen. Die über drei Dutzend entsandten Soldatinnen und Soldaten der Concordia waren eine sehr hilfreiche Unterstützung gegen die eingedrungenen Zylonen. Nach harten Kämpfen, war es schließlich mit vereinten Kräften gelungen, die meisten der feindlichen Zenturios auszuschalten oder zumindest einzusperren. In den meisten der Korridore und einigen Quartieren auf der Galactica lagen zahlreiche Verwundete und Tote. Nur sehr wenige aber auch strategisch und taktisch wichtige Orte an Bord, waren zum Glück von den Zylonen bislang noch nicht erreicht worden, wozu das Combat Information Center, die Krankenstation, die Mannschaftsquartiere und andere wichtige Sektionen wie der Maschinenraum. Also hatten die Abwehrteams von der Galactica gute Arbeit geleistet. Heimatkolonie der Zylonen Ein schemenhafter Schatten tauchte schließlich im Sichtfeld von Helo auf, der sofort die Faust in die Höhe reckte. Ein klares Zeichen für die anderen Angehörigen seines Teams, sofort zu stoppen. Doch es war nur „Boomer“. Die war allerdings nicht alleine, denn sie hatte die kleine Hera bei sich. Denn die Acht hatte etwa eine halbe Stunde zuvor den einen Vierer, also einen der Simons, mit einer Sauerstoffflasche erschlagen und befand sich seitdem auf der Suche nach einen der Angriffsteams der Menschen oder gar auf den schnellsten Weg zur Galactica. Doch auf ihren Weg, mussten sich die beiden natürlich immer wieder aufs Neue verstecken, damit ihr Verschwinden bei den anderen Zylonen der Cavil-Fraktion nicht so schnell publik wurde. Skeptisch wurde Boomer von allen beäugt. Keiner wollte berechtigterweise so richtig wahrhaben, was dies alles sollte, denn zuerst hatte sie ihnen geholfen, indem sie unter anderen Ellen Tigh aus der Gewalt Cavils und seiner Anhängerschaft befreit hatte. Später hatte sie dann aber Hera entführt, die sie jetzt offenbar seltsamer höchstpersönlich zu ihren Eltern zurückbrachte. „Komm her, zu Mami!“, forderte Athena mit sanfter Stimme ihre Tochter dazu auf, zu ihrer Gruppe zu kommen. Ohne zu zögern befolgte Hera die mütterliche Anweisung, während Boomer stehen blieb in einer Hand hielt sie immer noch eine Fernbedienung. Diese bemerkte Starbuck zuerst, weswegen sie warnend: „Vorsicht Leute! Boomer hat da etwas in der linken Hand!“, rief. „Es ist nur eine Fernbedienung. Ich habe nämlich mehrere Sprengsätze im Labor gelegt, damit Cavil nichts mehr in der Hand gegen euch hat! Ich vernichte mit einem Knopfdruck das ganze Labor! Dies bedeutet: keine Blutproben und Gewebeproben von Hera mehr! Gar nichts soll davon übrigbleiben!“ „Geht schon einmal vor, denn ich habe noch etwas zu erledigen.“ „Was hast Du vor?“ „Vertrau mir einfach, Helo! Nimm Hera und geh‘ mit Starbuck, Apollo und den anderen schon einmal vor.“ Nicht einmal eine Minute später waren die beiden Achten unter sich. Lange schwiegen sie sich nicht an, denn Boomer ahnte bereits: „Ich werde wohl nicht mehr lange leben! Du wirst mich wohl bestimmt gleich töten, nicht wahr, Athena?“ „Verdient hast Du es. Unsere Tochter zu entführen, um sie dann diesen sadistischen Einsern und Vierern und Fünfern zu überlassen. Weist Du überhaupt, was Helo und ich deswegen durchgemacht haben?“ „Es tut mir wirklich von Herzen leid!“, erwiderte die Acht Boomer mit Tränen in den Augen versichernd, denn sie hatte vor den Auslöser zu betätigen, sobald der Schuss, welcher sie für immer töten würde, fallen würde. Der tödliche Schuss fiel nur wenige Atemzüge später und kurz darauf detonierten die gelegten G4-Sprengsätze im Labor von Boomer, die den Auslöser der Fernbedienung drückte, als Athena ihre Waffe abgefeuert hatte. Weil es auch einige explosive Stoffe dort gab, gab es natürlich ein paar Sekundärexplosionen, die das gesamte Labor in eine wahre lodernde Flammenhölle verwandelte, welches alles verbrannte, was es dort an brennbarem Material gab. Selbst noch im Kontrollraum spürte man die Erschütterungen der ersten Explosion. „Was war denn das? Ich will sofort wissen, was das gewesen ist!“, schimpfte ein Einser. „Unser Hybrid wird immer noch blockiert, doch wir haben wieder die vollständige Kontrolle über sämtliche Waffensysteme unserer Kolonie. Weniger gut allerdings ist, dass dieses andere Schlachtschiff der Menschen unsere Verstärkung nach wie vor erfolgreich abwehrt“, berichtete einer der Dorals. Zur selben Zeit hatte Athena das Team, welches sich auf dem Rückweg zur Galactica befand, eingeholt. Es dauerte nicht lange und sie stießen auf mehrere Zenturios, die sich mit ihnen ein heftiges Feuergefecht lieferten. Somit wurde den Zylonen um den Einsern bekannt, dass sich Hera nicht mehr in ihrer Gewalt befand. Ein Ereignis, das dazu führte, dass sich natürlich die feindlichen Zenturios zurückhalten mussten, damit das für sie so wertvolle Kind keinen Schaden nahm. „Ich werde mich wohl selbst darum kümmern müssen, damit unser Volk den endgültigen Sieg in diesen Kampf und gegen diese Plage davonträgt!“, grollte einer der Cavils, der den Kontrollraum der Kolonie schließlich verließ. Battlestar Galactica Es war eine gefühlte Ewigkeit vergangen, doch das Angriffsteam mit Hera Agathon in der Mitte, hatte es zum größten Teil weitgehend unbeschadet zurück an Bord der Galactica geschafft. Dabei waren sie die ganze Zeit über, von einer großen Armee der Zylonen verfolgt worden, die von einem Cavil höchstpersönlich angeführt wurde. Über verschiedene mögliche Schleusen und Luken, hatten sie sich bereits erfolgreich Zugänge verschafft, und drangen erneut in großer Anzahl in die Galactica ein. Sämtliche koloniale Abwehrteams inklusive Angehörigen der Zylonenrebellen sowie die zur Verstärkung entsandten Soldatinnen und Soldaten von der Concordia, hatten schon zuvor die allergrößte Mühe gehabt, dem eindringenden Feind standzuhalten. „Na schön. Athena und Helo, ihr bringt Hera sofort auf die Krankenstation, dort ist neben dem CIC der sicherste Zufluchtsort! Starbuck, du gehst auf den schnellsten Weg ins CIC und unterstützt mit deinem Team den Admiral! Meine Gruppe und ich halten unsere unerwünschten Gäste so gut es geht, hier an dieser Schlüsselposition auf! Los!“, ordnete Apollo an. Kurz darauf teilte sich die Einheit, wie angewiesen in die drei Gruppen auf. Doch unterwegs geschah es, Captain Karl C. Agathon wurde, während eines heftigen Feuergefechtes lebensgefährlich am Rücken getroffen, denn einer der Dorals hatte sie verfolgt und heimtückisch abgepasst. Panisch floh daraufhin die kleine Hera. In großer Sorge nahm, nachdem Lieutenant Sharon Agathon den Fünfer erschossen hatte, sofort die Verfolgung ihrer einzigen Tochter auf. RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - Jonathan J. O´Neill - 17.01.2026 Odyssee
Folge 6.18 - “Prophetas, Teil 1”
Andromeda-Galaxie Ypsilon-Sektor Battlestar Galactica Auf der Krankenstation hielt sich gerade unter anderem auch Laura Roslin auf, weil sie sich dort gerade wegen ihrer zurückgekehrten Krebserkrankung behandeln ließ, weil es ihr momentan gesundheitlich nicht so gut ging. Aktuell half sie auch so gut es ging bei der Versorgung der Verletzten mit. Doch unerwartet hielt sie bei ihrer Tätigkeit inne, flüsterte alarmiert: „Hera!“, verließ dann auf ein geheimes Zeichen hin eilig die Krankenstation der Galactica. Es erschien ihr wie in einem Traum, den sie bereits schon sehr gut kannte, denn teilweise erschien ihr die Umgebung wie das Opernhaus in ihren Visionen, die sie gehabt hatte. Aber noch andere wurden von dem Ereignis um Hera aufgeschreckt, nämlich Caprica-Sechs, die sich in Begleitung von Doktor Gaius Baltar befand. Der Wissenschaftler und Politiker wusste sofort um was es ging. Die beiden hatten sich Tage zuvor dazu entschieden und den kämpfenden Truppen angeschlossen, um die Galactica gegen die Angreifer zu verteidigen. Den beiden erging es also wie Laura Roslin, weil auch ihre Umgebung hin und wieder so aussah, wie das Opernhaus aus den Visionen. Beinahe pausenlos halten Schüsse durch sämtliche Korridore, denn die Zylonen drangen nach wie vor in sehr großer Anzahl in die Galactica ein. Die Invasoren stießen dabei auf erbitterten Widerstand durch die Crew des Kampfsterns. Vollkommen unerwartet liefen sich Laura Roslin und die kleine Hera über den Weg. Instinktiv nahm die frühere Lehrerin, Bildungsministerin und Präsidentin der Kolonien das kleine Mädchen an sich. Gemeinsam suchten die zwei einen sicheren Ort auf. Diesen fanden sie in Gestalt von Transportkisten und -Containern, die in einen der Korridore der Galactica abgestellt worden waren. Laura drückte die kleine Hera schützend eng an sich, so wie eine Mutter, die auf diese Art ihr eigenes Kind zu schützen gedachte. Keine Sekunde zu früh, denn eine große Gruppe von Zenturios, die von einen der Einser angeführt wurden, betraten schon einen Atemzug später denselben Korridor. Argwöhnisch schaute sich der humanoide Zylon ein paar Sekunden nur argwöhnisch um, dann rückten sie weiter vor. Ihr Ziel war das Combat Information Center, weil Cavil die Galactica von dort aus für immer auszuschalten gedachte. Vorsichtig richtete sich die kranke Frau wieder auf, denn sie wollte sicher gehen, dass die Luft wieder rein war. „Na schön“, murmelte sie leise, „niemand mehr zu sehen und zu hören, bis auf diese verfluchte Schießerei! Dann werden wir uns mal auf den Weg machen, Hera… Hera?“ Bei dem letzten Wort des Satzes wandte sich Laura Roslin wieder um. Doch dort, wo sie das kleine Mädchen zuletzt gesehen und auch immer noch vermutet hatte, war es nicht mehr. Denn es gab in unmittelbarer Nähe einen weiteren ohrenbetäubenden Lärm, der von einen weiteren schweren Schusswechsel und auch einigen Explosionen herrührte. Dieser fürchterliche Kampf hatte das kleine Mädchen dermaßen erschreckt, dass es voller Angst aufgesprungen und erneut davongelaufen war. Doch umgehend, begann Laura Roslin abermals nach Hera zu suchen. U.N.S. Concordia Immer wieder musste General Samantha Carter neue Befehle geben, denn die Schlacht gegen die Zylonen wurde auch für ihre eigene Besatzung und somit auch das eigene Schiff immer bedrohlicher. Dies lag unter anderem auch daran, dass mittlerweile die noch verbliebenen Geschütze der Kolonie wieder begonnen hatten zu feuern. Nicht nur auf die Galactica, sondern auch auf die Concordia. Zusätzlich wurden sie auch wieder von den vielen feindlichen Geschwadern angegriffen. Die eigenen Piloten standen somit erneut einer gewaltigen Übermacht gegenüber. Heimatkolonie der Zylonen Unzählige Suchtrupps der beiden Generationen von Zenturios durchkämmten auf der Suche nach Menschen die gesamte Kolonie. Doch sie fanden nur tote Menschen sowie zerstörte Zenturiorebellen, die es nicht mehr zurück auf die Galactica geschafft hatten. Auch das ausgebrannte und mittlerweile auch gelöschte Labor, in welchen einst sämtliche Forschungsresultate von Hera aufbewahrt worden waren, wurde genaustens inspiziert, wobei man in einen der Korridore auf die tote Boomer stieß, die von Athena erschossen worden war. Im Kontrollraum der Basis hatte man zumindest die eine Gewissheit, nämlich dass sich keine feindlichen Truppen mehr vor Ort, innerhalb der Kolonie befanden. Deswegen mobilisierte man daher alle noch verfügbaren Kräfte, und somit, mit dem Sturm auf die Galactica, die sich immer noch mit einen Teil ihres Bugs in der Kolonie befand. Um effektiver die Geschwader einsetzen zu können, hatte man den Hybrid deaktiviert, damit die eigenen Raider und schweren Jäger wieder gegen die feindlichen Flugzeuge kämpfen konnten. Außerdem bereitete den Zylonen der immer noch zerstörte FTL-Antrieb die größten Sorgen. Denn die Schäden, die die einzige abgefeuerte Drohne des einen Puddle Jumpers verursacht hatte, war sehr gut gesetzt gewesen. Aber dennoch arbeiteten die Maschinenwesen weiter daran, versuchten geradezu fieberhaft eine Lösung zu finden. Battlestar Galactica, CIC „Wir müssen weg von hier! Sofort!“, schrie Colonel Saul Tigh, der darüber informiert worden war, dass durch sehr kurze Wege immer noch Zenturios und Modelle der Einser, Vierer sowie Fünfer in die Galactica eindrangen. „Steuermann! Die Galactica sofort zurücksetzen, damit wir nicht mehr in der Kolonie hängen!“, brüllte Admiral William Adama laut, der gerade die Meldung erhalten hatte, dass sein Schiff einen der Hauptgeschütztürme oberhalb der Mittelsektion verloren hatte. Bevor der Kampfstern sich in Bewegung setzte, befahl der XO der Galactica: „Sie, Mister! Sofort alle beschädigten Sektionen im Bug abschotten!“ Die Anweisung kam keine Sekunde zu spät, denn somit wurde einer Vielzahl von Zylonen, die noch in den Kampfstern eindringen wollten, die Möglichkeit verwehrt ebenfalls an Bord der Galactica zu gelangen. Ein akustisches und visuelles Zeichen, gab den Menschen den Hinweis sich so schnell wie möglich aus den betroffenen Sektionen zurückzuziehen, wenn sie nicht in den nächsten 180 Sekunden im Vakuum des Weltalls sterben wollten. Zeitgleich mussten sie aber, immer noch die ihnen nachsetzenden Zylonen in Schach halten. U.N.S. Concordia Mit Entsetzen musste man feststellen, dass einige der Raider und schweren Jäger, die vor wenigen Minuten erst von den Monitoren verschwunden waren, offenbar ein weiteres Mal Unterstützung für die Kolonie geholt hatten. Denn auf dem Radar tauchten die Signale von vier weiteren Basisschiffen auf. Wenige Minuten erst, nachdem alle an Bord des Schiffes der Erde geglaubt hatten, dass sie es nach der Vernichtung der bisherigen Basisschiffe endlich überstanden hätten. Doch sofort ließ General Samantha Carter mit den Energiewaffen ihres Schiffes auf die neu eingetroffenen Basisschiffe feuern, bevor der erneute feindliche Beschuss zu stark werden würde. Eine gute Entscheidung, weil man die Leistung der eigenen Schutzschilde nicht noch weiter strapazieren wollte. In den Hangars des Erdschlachtschiffes war es ein Starten und Landen. Doch die vorhandenen Treibstoffvorräte an Bord, für die F-302er und die Viper, gingen allmählich zur Neige. Battlestar Galactica, Krankenstation Mittlerweile hatte man es geschafft, den verwundeten Helo sicher zu Doktor Cottle zu bringen. „Legen Sie ihn dort in Bauchlage auf die Liege!“, wies der Arzt der Galactica Athena an, die der Anweisung sofort nachkam. Mit einem entschlossenen Gesichtsausdruck wandte sich der Verletzte an seine Ehefrau: „Sharon. Geh und suche unsere Tochter!“ „Gehen Sie, Lieutenant, ich kümmere mich um ihn!“, nickte und versicherte Cottle, der sofort damit begann den Captain fachmedizinisch zu versorgen. CIC-Sektion In der Zwischenzeit hatte das von Starbuck geführte Team das Ziel erreicht. Gerade noch rechtzeitig, denn eine große Gruppe von Zenturios hatte sich ebenfalls in der Nähe des Combat Information Centers versammelt. Sofort nach dem ersten gewonnen Feuergefecht organisierte Captain Kara Thrace mehrere Verteidigungslinien, die weitere Angriffswellen abwehren sollten. Im CIC selbst konnte man auf den Monitoren erkennen, dass die Galactica nicht mehr in der Kolonie verkeilt war. Doch war es nicht überraschend, dass man ebenfalls Probleme mit den eigenen Triebwerken hatte, unter anderem mit dem FTL. Doch Adama wollte keinen blinden Sprung, egal wohin riskieren, solange sich nach wie vor eine so große Anzahl des Feindes an Bord seines eigenen Schiffes befand. Er war sich auch nicht zu schade dafür, einen weiteren Anruf zu tätigen, um bei General Carter weitere Truppen zu erbitten, damit die Mühe nicht umsonst war. „…ja, es ist uns gelungen Hera zu befreien. Doch leider irrt sie nun an Bord der Galactica umher“, erklärte Husker gerade in einen Schiff zu Schiff Gespräch einer ruhig bleibenden Sam, die dazu bereit war, zu tun was könnte, während man weiterhin die feindlichen Basisschiffe bekämpfte. U.N.S. Concordia, Steuerbordhangar Da es auf Grund des hohen Aufkommens der feindlichen Flugzeuge zu riskant war, die kolonialen Raptor mit der Verstärkung an Bord zu starten, wurden umgehend drei Puddle Jumper mit Marines und anderen Kampf erfahrenen Personal bemannt, die dann getarnt hinüber zur Galactica fliegen sollten. Battlestar Galactica Es war für Sharon Agathon wie in einem Traum, den sie schon mehrmals gehabt hatte: Sie lief so schnell sie konnte durch die gesicherten Bereiche des Kampfsternes, doch erschien es ihr so als ob sie durch das alte Opernhaus eilen würde. Doch war dies kein Traum, sondern die traurige Wirklichkeit, denn sie suchte nach ihrem Kind. Schließlich nahm sie einen kleinen Schatten war. Dem folgte sie. Und tatsächlich mehrere Meter, etwa 30 vor ihr, rannte ihre Tochter. Immer wieder gabelten sich die Korridore. Aus einer dieser Gabelungen erschien Laura Roslin, die ebenfalls immer noch hinter Hera hinterher eilte. Doch als die beiden Frauen einander bemerkten, blieben sie stehen, schauten sich sehr verwundert einander an. Es war eine vertraute Szene, die sie bereits aus ihren Visionen kannten. Die Zeit schien abrupt stillzustehen. Allerdings nur für wenige Sekunden, denn dann eilten die beiden auch schon weiter. Viele Meter weiter entfernt, kämpften Caprica-Sechs und Doktor Gaius Baltar gemeinsam gegen einen Trupp feindlicher Zenturios. Als die beiden auch dieses Feuergefecht erfolgreich überstanden hatten, wollten sie sich abermals auf den Weg machen. Die zwei waren nur einige Meter weit gekommen, da stand ihnen das kleine Mädchen gegenüber. Hera hielt sich mit ihren Händen die Ohren zu. Sie sah vollkommen verschreckt und verängstigt aus. Eine weitere Szene aus den Visionen, die Caprica, Athena und Laura kannten, schien in diesen Augenblicken real zu werden. Die Sechs bückte sich zu Hera hinab, nahm das kleine Mädchen auf den linken Arm, während Gaius die beiden absicherte. Anschließend machten sich die beiden, immer wieder nach allen Seiten mit ihren erhobenen Waffen absichernd, auf den Weg. Die Mutter des Kindes und Roslin sahen dies alles aus einer gewissen Entfernung. Aufsteigende Panik ergriff Sharon, die ihre Schritte noch mehr beschleunigte. Doch sie kam zu spät, denn die Luke, durch die das Paar mit ihrer Tochter getreten war, wurde verschlossen und verriegelt, weswegen Athena besorgt laut: „Hera!“, rief. Derweil gingen Caprica und Gaius ihren Weg weiter, der sie schließlich in das Combat Information Center der Battlestar Galactica führte. Zuerst glich die Szenerie für einige Sekunden ihren einstigen Visionen, doch dann machte sich die schmerzhafte Realität bemerkbar. Die feindlichen Zylonen hatten es nämlich doch noch irgendwie geschafft, in das Herz des Kampfsternes einzudringen. Admiral William Adama schien soeben gerade noch den letzten Eindringling erschossen zu haben, denn er gab jenen, nachdem er ihn mit seiner Waffe getroffen hatte, einen verächtlichen Tritt in den Rücken, so dass der Zylon zu Boden ging. Das gesamte CIC glich einem furchtbaren Schlachtfeld. Überall dort im Herz, im Zentrum der Galactica, befanden sich verletzte sowie tote Menschen und Zylonen. Viele aus der Crew der Galactica hatten sich geduckt, und versteckten sich so gut es ihnen möglich gewesen war hinter den Konsolen. Dann gab es einen gefährlichen Moment der Unachtsamkeit, denn Hera wurde von Cavil gepackt, der doch noch nicht tot, sondern nur leicht verwundet gewesen war. Der Einser hielt dem Kind eine Pistole an den Kopf, erhoffte dadurch freien Abzug zu bekommen. „Lass Hera los, Cavil!“, forderte Caprica entrüstet und voller Zorn, die um die Gesundheit des kleinen Mädchens fürchtete. Denn der Einser war vollkommen unberechenbar, er entgegnete: „Dieses Kind hier trägt die Zukunft meines Volkes in sich! Ich lasse es somit garantiert nicht gehen!“ „Daraus wird nichts, Zylon!“, brummte Husker, der seine Waffe auf seinen Feind richtete. „Dann haben wir wohl ein Problem nicht wahr“, schlussfolgerte jener. Unerwartet schaltete sich Saul Tigh, der sich mit den anderen der Fünf oben befand, ein. Er sagte: „Es gibt noch eine andere Möglichkeit: Ihr gebt uns Hera, und dafür geben wir euch die Wiederauferstehung! Unter der Bedingung: Dass ihr ein für allemal aufhört, die menschliche Rasse und auch uns zu verfolgen und zu bekämpfen!“ Der Einser überlegte kurz, dann nickte er: „Einverstanden!“ „Ich verliere momentan sehr viele Leute!“, bemerkte Admiral Adama. „Dann sollten wir den Waffenstillstand in Kraft treten lassen, nicht wahr?“, murmelte Cavil, der kurz darauf Hera losließ, die sofort in Richtung ihrer Mutter Athena eilte. Kurz darauf wurden auch schon sämtliche Kämpfe, sowohl auf der Galactica als auch die erbitterten Gefechte zwischen den feindlichen Geschwadern um die Kolonie, eingestellt. Die ersten gesicherten Verlustmeldungen wurden an William Adama und auch Saul Tigh herangetragen, die nebenbei zur Kenntnis nehmen mussten, dass man bisher durch diese Schlacht insgesamt 7 Raptor, 11 Viper und 42 Leben verloren, sowie etwas mehr über 100 Verletzte medizinisch zu versorgen hatte. U.N.S. Concordia, Brücke Auf Bitten von Admiral William Adama den Waffenstillstand nicht zu gefährden, ließ auch General Samantha Carter die Waffen ihres Schiffes ruhen. Sie und ihre Besatzung hatten nichts dagegen, denn somit konnten sich die stark beanspruchten Schutzschilde der Concordia wieder aufladen. Doch auch an Sam wurden traurige Zahlen herangetragen, denn es waren von den Marines 9 getötet und 15 verletzt worden, außerdem hatte man bislang 5 F-302er verloren, wobei man zum Glück sämtliche Piloten, davon einige, wenn auch natürlich zum Teil verletzt, hatte bergen können. Aber man hatte zum Glück auf der eigenen Krankenstation noch genügend freie Betten zur Verfügung, weshalb sie einige der Verletzten von der Besatzung der Galactica zur medizinischen Behandlung auf die Concordia holen ließ. Heimatkolonie der Zylonen, Kontrollraum Eine Gruppe von Vierer- und Fünfer-Modellen, die natürlich nur von einem anderen Einser angeführt wurden, überwachten den laufenden Datentransfer, der die für sie so wichtige Anleitung für die Wiederauferstehungstechnologie beinhaltete. Sie stellten dabei schon nach wenigen Augenblicken zufrieden fest, dass die bisher übertragenden Informationen, mit denen authentisch waren, die man noch fragmentweise zur Verfügung hatte. Battlestar Galactica, CIC An Bord des Kampfsternes war eine Delegation der Zylonenfraktion eingetroffen, die Cavil gegenüber loyal war. „Sie wollen Cavil doch nicht etwa davon kommen lassen, Admiral?“, flüsterte Caprica entsetzt, weil sie wusste, dass man dem Einser und den anderen beiden Modellen nicht wirklich vollends vertrauen konnte. Auch erzählte sie ihm, was Ellen Tigh ihr erzählt hatte: „John ist leider vollkommen skrupellos. Er hätte Ellen Tigh beinahe lebend seziert, weil er sich dadurch erhoffte hatte, an das Geheimnis der Technologie der Wiederauferstehung zu kommen.“ „Dennoch haben wir keine andere Möglichkeit, glaube ich. Wir hätten wohl nicht mehr lange durchgehalten“, erwiderte Adama, der aber im tiefsten Herzen der Sechs zustimmte. Schließlich schien etwas vollkommen unerwartet total schief zu laufen, denn Chief Galen Tyrol hatte in einer versteckten und streng gehüteten Erinnerung von Tory Foster was gesehen. Und dies missfiel ihm zutiefst, weswegen er unvermittelt seine Hand aus der Wanne riss, in welcher sich Sam Anders befand und die anderen der Fünf ebenfalls ihre Hände getaucht hatten, damit sie aus ihren gemeinsamen Erinnerungen die Elemente der Wiederauferstehungstechnologie an die Kolonie übermitteln konnten. Wutentbrannt griff Galen die ihm unterlegende Tory an. Glück für diese arme Zylonin war allerdings, dass Ellen Tigh beschwichtigend dazwischen ging, dadurch Schlimmeres verhinderte. „Der Transfer wurde unterbrochen! Verrat!“, schrie ein Vierer warnend, weil durch die Aktion von Galen Tyrol der Datenstrom abrupt zum Erliegen gekommen war. Kurz darauf begann eine erneute fürchterliche Schießerei im CIC. Doch da die Zylonen, die loyal zu den Einsern standen sämtliche Truppen, bis auf einige Zenturios und einige ihrer menschlichen Modelle aus der Galactica abgezogen hatten, ging diese Runde an die Besatzung der Galactica. Bevor jemand den nur leicht verwundeten Einser, John Cavil, ergreifen oder gar töten konnte, giftete jener noch voller Hass: „Verflucht!“, dabei steckte er sich auch schon selbst seine Pistole in den Mund und drückte ab, um sich somit eigenhändig zu richten. Doch durch die Unterbrechung des Datentransfers und die Beendigung des Kontaktes, war natürlich auch der Waffenstillstand beendet. Auf dem DRADIS war zu erkennen, wie die Geschwader und Geschütze der Kolonie erneut die Galactica sowie die Concordia beschossen. „Wir können nicht mehr lange standhalten! Starbuck, laden sie umgehend den FTL und bringen sie uns hier sofort raus!“ „Wohin, Admiral?“, erkundigte sich Captain Thrace, die auch schon zur Konsole eilte. „Egal! Hauptsache weg von hier! Ich brauche schnell eine Verbindung zur Concordia!“, rief Admiral Adama mit lauter Stimme über den erneuten Gefechtslärm hinweg. Odyssee
Folge 6.19 - “Prophetas, Teil 2”
Andromeda-Galaxie Ypsilon-Sektor Battlestar Galactica, CIC An Bord des alten, und durch diese erneute und schlimme Schlacht, beschädigten Kampfsternes war vor kurzem eine Delegation der Zylonenfraktion eingetroffen, die Cavil gegenüber loyal war. „Sie wollen Cavil doch nicht etwa davon kommen lassen, Admiral?“, flüsterte Caprica entsetzt, weil sie wusste, dass man den Einsern und auch den anderen beiden Modellen nicht wirklich vollends vertrauen konnte. Auch erzählte sie ihm, was Ellen Tigh ihr einst erzählt hatte: „John ist leider vollkommen skrupellos! Er hätte Ellen Tigh auch lebendig seziert, weil er sich dadurch erhofft hatte auch so an das Geheimnis der Technologie der Wiederauferstehung zu kommen! Oder aber nur aus reiner Boshaftigkeit! Denn er, Cavil, ist ein absoluter Sadist!“ „Dennoch haben wir leider keine andere Möglichkeit, glaube ich! Wir hätten wohl nicht mehr lange durchgehalten“, erwiderte Adama, der aber im tiefsten Herzen der Sechs zustimmte. Schließlich schien etwas total schief zu laufen, denn Chief Galen Tyrol hatte in einer versteckten und streng gehüteten Erinnerung von Tory Foster etwas gesehen. Und dies missfiel ihm zutiefst, weswegen er seine Hand aus der Wanne riss, in welcher sich Sam Anders befand und die anderen der Fünf ebenfalls ihre Hände getaucht hatten, damit sie aus ihren Erinnerungen die Bauteile der Wiederauferstehungstechnologie an die Kolonie übermitteln konnten. Wutentbrannt griff Galen die ihm körperliche unterlegende Tory an. Glück für diese arme Zylonin war allerdings, dass Ellen Tigh beschwichtigend dazwischen ging, dadurch Schlimmeres verhinderte. „Der Transfer wurde unterbrochen! Verrat!“, schrie ein Vierer auf einmal warnend. Kurz darauf begann eine erneute fürchterliche Schießerei im CIC. Doch da die Zylonen, die loyal zu den Einsern standen sämtliche Truppen, bis auf einige Zenturios und einige ihrer menschlichen Modelle aus der Galactica abgezogen hatten, ging diese Runde zum Glück an die Besatzung der Galactica. Bevor jemand aus der Mannschaft von Adama den verwundeten Einser, John Cavil, ergreifen oder gar töten konnte, giftete jener noch voller Hass: „Verflucht!“ Dann steckte er sich auch schon seine eigene Pistole in den Mund und drückte ab, um sich eigenhändig zu richten. Doch durch die abrupte Unterbrechung des Datentransfers und die Beendigung des Kontaktes, war natürlich auch der laufende Waffenstillstand beendet. Auf dem DRADIS war zu erkennen, wie die Geschwader und Geschütze der Kolonie erneut die Galactica sowie die Concordia angriffen und beschossen. „Wir können diesen Attacken nicht mehr lange standhalten! Starbuck, laden sie sofort den FTL und bringen sie uns hier so schnell wie nur möglich raus!“ „Wohin, Admiral?“, erkundigte sich Captain Thrace, die auch schon mit sehr schnellen Schritten zur Konsole eilte. „Egal! Hauptsache weg von hier! Ich brauche umgehend eine sichere Funkverbindung zur Concordia!“ Mehrere Wochen zuvor Andromeda-Galaxie Galactica-Flotte Battlestar Galactica Gedankenverloren spazierte Kara Thrace durch die Korridore des Kampfsterns, und ohne dass sie es geplant hatte, landete sie ausgerechnet vor dem Quartier der Agathons. Sie hielt einen Augenblick lang inne, zögerte, dachte einen Moment nach, ehe sie dann an die Luke klopfte. „Herein! Oh, hallo Starbuck“, sagte Athena zur Begrüßung zur unerwarteten Besucherin. „Hallo ihr beiden.“ Auch das kleine Mädchen machte sich bemerkbar, dann sagte es mit ihrer zarten kindlichen Stimme ebenfalls: „Hallo.“ Die Viperpilotin trat noch etwas näher an den kleinen Tisch heran, woran die Tochter der Agathons die meiste Zeit saß und auch malte. „Du malst Sterne. Die sind wirklich alle sehr schön, Hera“, lobte Kara, die das Werk der jungen Künstlerin in Augenschein nahm. Zeitgleich machte Sharon noch einen Bericht fertig, den Admiral Adama in den nächsten Stunden haben wollte. Die Zylonin, die sich als erste überhaupt bewusst den Menschen angeschlossen hatte, war froh über die Anwesenheit ihrer Kameradin, die sich eine Weile mit ihrer Tochter beschäftigen würde und ihr die Möglichkeit gab den Bericht fertig zu stellen. Schließlich schien Hera mit ihrem Bild fertig zu sein, denn sie nahm es vorsichtig in die Hände, hob es also vom Tisch hoch, drehte sich damit zu Kara um und hielt es ihr hin. „Ist das für mich?“, fragte Starbuck. Das kleine Mädchen nickte lächelnd, worauf sich die Viperpilotin mit einem: „Danke.“, höflich bedankte, während sie das Bild entgegennahm. Sie blieb noch eine Weile bei den Agathons. Erst als Lieutenant Sharon „Athena“ Agathon ihren Bericht beendet hatte, brach Captain Kara „Starbuck“ Thrace mit dem geschenkten Bild von Hera Agathon auf. Kurz darauf wurde Hera dann schließlich von Boomer, die sich im Kindergarten als Athena ausgegeben hatte, entführt. Anderthalb Wochen später Andromeda-Galaxie Koloniale Flotte Battlestar Galactica Viel war geschehen, man hatte einige weitere Flotten mit Überlebenden aus den zerstörten Kolonien sowie auch weitere Verbündete aus einer anderen Galaxie, der Milchstraße gefunden. Doch Starbuck war während einer Schlacht im Ionischen Nebel aus dem Nichts zurückgekehrt. Und noch viele weitere Dinge waren geschehen, die seit dem das Leben in der Flotte beeinflusst hatten. Es war gerade erst geschehen, Sam T. Anders, der Ehemann von Kara Thrace war schwer verwundet worden. Um sich abzulenken, hatte sie sich an einen anderen Ort auf der Galactica begeben, nämlich eine Bar, die kurz nach dem Exodus von Neu-Caprica von einen langjährigen Crewmitglied aufgemacht worden war, welches in Pension gegangen war. In stillen Erinnerungen versunken genehmigte sich Starbuck einen Drink nach den anderen. Es würde sehr lange dauern bis sie wirklich ernsthaft betrunken war. Hinter ihr, an einem Piano, saß ein Mann, der offenbar seit Stunden nur dazu imstande immerzu nur die eine und selbe Melodie zu spielen. Und dies allen Anschein nach nicht gerade wirklich gut. Genervt von dem gleichmäßigen Geklimper, machte Kara schließlich eine recht kritische Bemerkung zu dessen musikalischer Darbietung. „Tut mir leid, aber ich bin dabei dieses Stück immer noch zu komponieren, und hänge seit einiger Zeit an ein und derselben Stelle immer wieder aufs Neue fest.“ „Ist nicht zu überhören“, erwiderte Captain Thrace, die sich mittlerweile grinsend zu dem Pianospieler umgewandt hatte. „Außerdem klingt das ziemlich bekannt. Mein Dad hat mal so etwas Ähnliches gespielt, nur besser“, fügte sie nach einer kurzen Pause hinzu, während sie der Mann geduldig ansah. Offenbar war wohl jener sehr froh, dass jemand das Gespräch mit ihm suchte, auch wenn es Kritik zu seinem Spiel gab. Eine etwas längere Pause entstand dann, die dieses Mal von dem Pianospieler beendet wurde, denn er meinte schließlich: „Was ist mit Ihnen? Können Sie spielen?“ „Ein wenig, früher einmal. Ist lange her. Mein Dad hat es mir beigebracht als ich noch sehr klein war. Nur hat dieser Mistkerl uns eines Tages sitzen lassen. Meine Mom und mich“, antwortete Kara, die noch einen weiteren Schluck aus dem Schnapsglas genommen hatte. „Ah ja. Vielleicht können Sie mir ja dennoch irgendwie helfen, das Problem zu lösen“, meinte der Mann. Ein spöttisches Grinsen huschte über das Gesicht von Starbuck, die sich von ihrem Hocker an der Bar erhoben hatte, und dann langsamen Schrittes auf das kleine Podium zuging, auf welchem sich das Piano und der Musiker befanden. Sie betrat es noch nicht, denn die beiden unterhielten sich abermals noch einmal kurz über den Inhalt des Liedes. Schließlich saßen die zwei nebeneinander am Piano. Während sich Kara die Noten des Musikers ansah, fiel ihr etwas auf, denn sie erinnerte sich, weswegen sie auch: „Das kommt mir irgendwie bekannt vor.“, sagte. Kurz darauf zog sie aus der Cargotasche ihrer Diensthose das zusammengefaltete Bild heraus, welches Hera ihr vor ungefähr 10 Tagen Wochen geschenkt hatte, und faltete es auseinander. Und auch dadurch wurden auf einmal Erinnerungen in ihr wieder lebendig, an ihre Kindheit als ihr Vater noch bei ihrer Mutter und ihr war. Auch der Pianospieler warf einen prüfenden Blick auf das Bild, dem dann etwas auffiel und erkundigte sich schließlich: „Darf ich?“ Kara zögerte für eine Sekunde, dann ließ sie aber den Mann gewähren. Auf einen Noten-Blanko-Bogen kopierte er die Sterne, die Hera gezeichnet hatte. Dies war ganz leicht, denn durch die kräftigen bunten Farben war es ganz einfach. Dennoch arbeitete der Pianist dabei sehr aufmerksam und vergewisserte sich des Öfteren, indem er nachschaute. Als er dann fertig war, meinte er einladend: „Wollen wir?“ „Nein, ich kann das nicht!“, erwiderte Starbuck, in der die Erinnerungen an ihre Kindheit immer stärken wurden. Freundlich versicherte der Mann: „Keine Angst. Ich helfe Dir. Lege zunächst einmal einfach deine linke Hand dorthin. Ja, genau dort. Setze einfach dann ein, wenn Du soweit bist.“ Obwohl sich Kara meist nie etwas sagen ließ, ließ sie es zu, dass dieser ihr unbekannte und fremde Mann ihre linke Hand nahm und sanft auf die Tasten des Pianos legte. Ein Grund, dass abermals eine Erinnerung in ihr zurückkehrte, denn auch ihr Vater hat dies getan als er ihr einst das Spielen beigebracht hatte. Sie lächelte sogar dabei. Alle Sorgen um ihren schwer verletzten Ehemann schienen, schon seit einigen Minuten, vergessen zu sein. Ganz langsam begann der Musiker zu spielen, der dabei geduldig die Frau beobachtete, die noch immer zögerte. Doch dann machte sie mit, und spielte das erste Mal seit ihrer Kindheit wieder am Piano. Ohne es zu wissen, hielten sich auch Colonel Saul Tigh, Ellen Tigh, Chief Galen Tyrol und auch Tory Foster in der Bar auf, die allesamt bei der gespielten Musik, die nach einer wilden Verfolgungsjagd klang, hellhörig wurden. „Verflucht noch mal! Das ist doch dieser Song, der uns erreicht hat!“, stellte der XO der Galactica verwundert fest, dem natürlich nicht allein dieses am Piano gespielte Stück bekannt vorkam. Schließlich waren sie fertig. Der Mann hielt zufrieden lächelnd wie auch einst der Vater, Kara den Zeigefinger seiner rechten Hand vor den Mund hin, weswegen sie instinktiv, so wie einst vor Jahrzehnten, dagegen pustete. Danach lächelten sich die beiden an. Als ob sie in Trance gewesen wäre, zuckte Kara zusammen als sie dann vollkommen unerwartet von Saul angesprochen wurde. „Woher zum Teufel haben Sie das her, Starbuck?“ „Keine Ahnung, Colonel… ich, ich weiß es nicht“, murmelte die Viperpilotin verlegen, die sich zur Seite drehte. Doch der Pianospieler war, wie auch seine Sachen verschwunden. Nur die Zeichnung, die ihr Hera geschenkt hatte, befand sich noch auf dem Instrument. Dann musste sie anhand ihrer Erinnerungen feststellen, dass dieser mysteriöse und unbekannte Pianospieler eine sehr starke Ähnlichkeit mit ihren Vater gehabt hatte. Hinterher teilte man der verwunderten Kara mit, dass niemand sonst, außer ihr selbst, am heutigen Tage am Piano gesessen und darauf gespielt habe. Gegenwart Andromeda-Galaxie Ypsilon-Sektor Battlestar Galactica, CIC Fieberhaft dachte Captain Kara Thrace nach, denn sie musste schnellstmöglich in den den nächsten Sekunden irgendwelche FTL-Koordinaten eingeben und den Schlüssel drehen. „Starbuck, beeilen Sie sich!“, rief Admiral William Adama, der ganz genau spürte, dass es für die Galactica mit jeder Minute immer gefährlicher wurde, die sie noch unter dem Feuer der Geschütze von der Kolonie stand. Fragend blickte Colonel Saul Tigh seinen langjährigen Vorgesetzten und Freund an. „Ich weiß. Alle Viper, die wir noch einmal rausschicken, müssen dann von der Concordia eingesammelt werden, die dann mit ihren mächtigen Waffensystemen auch die Kolonie der Zylonen für immer zerstören wird“, sagte der Commander der Galactica, der den Blick seines Freundes richtig interpretiert hatte. Die ganze Zeit über, wurde der Kampfstern von den Treffern durch das feindliche Feuer immer wieder schwer getroffen. Das alte Schlachtschiff der Kolonien erzitterte immer heftiger unter den Treffern. Währenddessen kam Kara auf etwas, denn sie begann nachzudenken, ersetzte die Noten, die Hera als Sterne in unterschiedlichen Farben gezeichnet hatte durch Ziffern. Langsam aber konzentriert, obwohl die Gefahr der Zerstörung der Battlestar Galactica extrem hoch war, wie nie sonst zuvor, gab sie über das Tastenfeld diese folgende Zahlenkombination: 1123-6536-5321, ein. Lud dann endgültig die Koordinaten in den FTL-Computer, dann warnte sie noch schnell, zumindest all jene, die mit ihr im Combat Information Center waren, mit den Worten: „Achtung! Und Sprung!“. Kurz darauf drehte sie auch schon endlich den Schlüssel. U.N.S. Concordia, Brücke Die Kennung der Battlestar Galactica war auf sämtlichen Monitoren verschwunden. Somit konnte General Samantha Carter endlich den finalen Angriff gegen diese gigantische Heimatkolonie der Zylonen durchführen. Aber noch etwas griff in den Angriff ein, nämlich ein Raptor, der durch eine Erschütterung im Innenraum, seine Atomraketen auf die Basis der Zylonen abfeuerte, weil die Hand eines Besatzungsmitglieds kräftig und druckvoll genug gegen den Auslöser kam, da die Besatzung des kolonialen Fluggerätes bereits tot war. Unter dem Deckungsfeuer der Geschütze der Concordia, konnte das Schlachtschiff der Erde die letzten Viper und Raptor der Galactica aufnehmen. Zudem musste man die letzten Basisschiffe mit den Energiewaffen vernichten. Sam bemerkte es zuerst. Die Kolonie stürzte allmählich in die Singularität des Schwarzen Loches, weswegen sie den Rückzug zur Flotte der Kolonialen anordnete, nachdem sie das letzte Basisschiff zerstört hatten. Theta-Sektor Koloniale Flotte Das Hyperraumfenster öffnete sich und kurz darauf tauchte die Concordia daraus auf. Die gesamte Flotte der Kolonien von Kobol traf das Schlachtschiff der Erde dort an, wo die Galactica und die Concordia jene vor einigen Tagen verlassen hatte. Auf Nachfrage musste General Samantha Carter erfahren, dass die Galactica bislang noch nicht zur Kolonialen Flotte zurückgekehrt sei. Die größte Sorge bereitete ihr aber, dass es in der Flotte ein politische Spaltung und einen Aufstand gegeben hatte. Somit hielt sich Sam an den Auftrag von Admiral William Adama, der darum gebeten hatte niemanden etwas von der Meuterei auf der Galactica zu erzählen. Sie berichtete nur von der erfolgreichen Mission, in der Hera befreit und wobei vermutlich auch die gesamte Flotte sowie die Kolonie der Zylonen der Cavilfraktion für immer zerstört werden konnten. Stattdessen galt die Galactica seitdem als im Einsatz vermisst. Doch man wartete ab, denn irgendwann müsste zumindest ein Raptor der Galactica bei der Flotte der Kolonien von Kobol auftauchen. Omega-Sektor Battlestar Galactica, CIC Das gesamte Schlachtschiff knarrte bedrohlich nachdem es den Sprung vollendet hatte. „Ihr Rückgrat ist nun endgültig gebrochen! Sie wird nie wieder springen, Bill!“, lautete das Urteil von Colonel Saul Tigh über den bedauernswerten Zustand der Galactica, welcher leider deren Todesurteil war. Nach einer kurzen Pause fügte er noch hinzu: „Zumindest funktionieren noch alle vitalen Systeme!“ „Aber wie lange noch? Wir haben mehrere Lecks. Sofort die betreffenden Sektionen evakuieren und abschotten! Wo sind wir, Kara? Wohin haben Sie uns nur gebracht?“, hustete Admiral William Adama, der sich dann zu Captain Thrace umgewandt hatte. Doch Starbuck stand nur da, starrte auf die Koordinaten und antwortete, dass sie es nicht wüsste, sich der Sache nicht sicher sei. Milchstraße Dakara-System Die Jaffa der Freien Jaffa-Nation, die den Glauben und die Lehre der Orici Adria nach wie vor ablehnten, hatten erfahren, dass sich eine Flotte ihrer Brüder und Schwestern mit einer großen des ehemaligen Feindes versammelt hatte. Im einem getarnten Frachtschiff, welches sich im Orbit des Planeten befand, der einst zuerst von den Antikern in der Milchstraße besiedelt, auf dem unter anderem auch die Versklavung der Jaffa durch die Goa’uld einst begonnen sowie sich das Zentrum der ersten Freien Jaffa-Nation befunden hatte, konnten Master Bra’tac, Teal’c und Rak’nor das beunruhigende Treiben beobachten. „Das steckt also hinter den Ankündigungen, den Vorhersagen der Priore der Orici, die verkündet haben, dass die Zeit der Vergeltung schon sehr bald gekommen sei“, seufzte der einstige Lehrer von Teal‘c. „Auch die Aufrufe sich für den bevorstehenden Kampf gegen das Böse zu versammeln, passen dabei gut ins Bild. Außerdem gab es mindestens einen weiteren Zwischenfall zwischen einem der Schlachtschiffe neuen Raumschiff-Klasse der Tau‘ri und ein paar Schlachtschiffen der Orici. Doch diese Schiffe der Erde sollen ohne jegliche Schäden geblieben sein. Aber“, ergänzte Rak‘nor, „wir sollten uns sehr genau überlegen, was wir tun sollen.“ Daraufhin sagte Teal‘c nur noch: „In der Tat.“ RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - Jonathan J. O´Neill - 18.01.2026 Odyssee
Folge 6.20 - “Danke, altes Mädchen!”, Teil 1
Andromeda-Galaxie Omega-Sektor Battlestar Galactica, CIC Das gesamte Schlachtschiff knarrte bedrohlich, nachdem es den Sprung vollendet hatte, denn es war vollkommen mitgenommen nach ihrer jüngsten und wohl auch letzten Schlacht. Sofort schaute sich Galen Tyrol voller Sorge um, ahnte und dachte es sich bereits schon: ,Das war‘s endgültig, mehr FTL-Sprünge und Gefechte sind nicht mehr drin!‘ Somit war der Fall eingetreten, vor dem der Deck-Chief der Galactica eindringlich des Öfteren gewarnt hatte, nämlich die alte Battlestar Galactica nicht mehr zu großen Risiken auszusetzen. Andererseits konnte er aber auch nun nachvollziehen, weshalb Admiral Adama für den Angriff auf die Kolonie sein Schiff und zum Geleit nur die mächtige Concordia der verbündeten Menschen aus der Milchstraße genommen hatte. Denn dadurch wurde keiner der anderen Battlestars in der gesamten Kolonialen Flotte unnötigen großen Gefahren und den daraus drohenden Beschädigungen ausgesetzt. „Ihr Rückgrat ist nun endgültig gebrochen! Sie wird nie wieder springen, Bill!“, lautete das laut ausgesprochene und bestätigende Urteil von Colonel Saul Tigh über den Zustand der Galactica. Nach einer kurzen Pause fügte er hinzu: „Zumindest funktionieren noch alle vitalen Systeme!“ „Wo sind wir, Kara? Wohin haben Sie uns nur gebracht?“, hustete Admiral William Adama, der sich zu Captain Thrace umgewandt hatte. Doch Starbuck stand nur da, starrte auf die Koordinaten der Konsole vor sich. Dann erst antwortete sie, dass sie es nicht wüsste, sich ihrer Sache nicht sicher sei. Für alle an Bord erging kurz darauf die Anweisung von Admiral William Adama, nur die wichtigen Systeme zu reparieren, denn das Wichtigste war es die Galactica noch manövrierfähig zu halten, aber auch die Lebenserhaltungssysteme in Betrieb zu halten. Schnell wurde zudem bekannt, dass es an vielen Stellen Lecks gab. Auf Befehl von Colonel Tigh wurden diese Sektionen des Kampfsterns schnell abgeschottet, nachdem man wichtige Ausrüstung und Vorräte aus den betreffenden Teilen des Schiffes geborgen hatte. Es war eine Angelegenheit, um die sich Chief Galen Tyrol kümmerte. Wie gebannt und nach wie vor aufs Höchste konzentriert, schauten einige der Crew des Kampfsterns auf die Monitore im Combat Information Center, weil es immer noch enorme Energieschwankungen gab. Man wollte nämlich so schnell wie möglich in Erfahrung bringen, wohin der letzte FTL-Sprung der Battlestar Galactica sie denn wohl gebracht hatte. „Ist das ein Sonnensystem mit einer Sternenklasse, die wir bislang erfolglos seit unserem Aufbruch und Flucht gesucht haben, Bill?“ „Ja, Saul. Mit der Ausnahme von Kobol, waren alle Welten nur für einige Zeit nutzbar. Doch hier ist wohl ein Planet, den wir solange gesucht haben und laut der Anzeigen auf den Monitoren könnte dieser mehr als nur bewohnbar sein. Ich will sofort ein paar Raptor dort haben, die es bestätigen sollen! Wo auch immer wir hier sind, sollten wir bleiben.“ Nur wenige Minuten später starteten schon bereits drei Raptor in Richtung des Planeten, der ihrer aller Aufmerksamkeit erregt hatte. Ellen Tigh schlug schnell vor, sofort unter anderem auch einen Raptor zur Kolonialen Flotte zu schicken, der sie hierher führen sollte. Doch Adama und sein Stab wollten zunächst Gewissheit. Aber William Adama war damit einverstanden, dass die Concordia und zwei Kampfsterne, die noch über genügend Aufnahmekapazitäten verfügten, umgehend in dieses System reisen sollten, damit notfalls die Besatzung der Galactica evakuiert werden könnte. Theta-Sektor Koloniale Flotte Mehrere Stunden, die langsam zu einem ganzen Tag zu werden drohten, waren seit dem letzten Funkkontakt der Concordia mit der Galactica vergangen. Unerwartet, aber von vielen ungeduldig erwartet, wurde die Ankunft eines Raptors von der Galactica registriert. Jene Crew nahm natürlich sofort Kontakt mit der Flotte auf. In dem Bericht, den Admiral Adama freigegeben hatte, wurde der bereits vorliegende Bericht von General Samantha Carter bestätigt, dass die Kolonie der feindlichen Zylonen sowie deren gesamte übrige Flotte in einer verheerenden Weltraumschlacht vernichtet worden sei. 1. Destiny-Galaxie Orbit von Eden Zylonenflotte Auf dem alten Antikerschiff, welches den Zylonen seit ihrem Aufbruch als Flaggschiff diente, wurden ohne jegliche Vorwarnung alle humanoiden Zylonenmodelle gleichzeitig geweckt. Insgesamt gehörten dieser kleinen Flotte außer diesem kleinen Antikerraumschiff, noch ein Basisschiff und ein inaktives Wiederauferstehungsschiff sowie ein Hilfsschiff an, die sich gemeinsam auf dem Weg zur Destiny befanden. Alle diese Schiffe, die von den Zylonen erschaffen worden waren, befanden sich aber seit dem Start in der Andromeda-Galaxie im Schlepptau des Antikerraumschiffes, was die Leistung des intergalaktischen Antriebes massiv beeinträchtigte. Doch nun ertönte abermals ein mahnendes Alarmsignal, welches eine weitere gefährliche Überlastung vorhersagte, wenn man die aktuelle sehr hohe Reisegeschwindigkeit auch nur noch einen weiteren Tag beibehalten würde. Auf der Kommandobrücke des Raumschiffes der Antiker war keiner von den sieben menschlichen Zylonenmodellen begeistert davon. Aber man war mehr als nur sehr erstaunt, denn nachdem man die Daten ausgewertet hatte, stellte man fest, dass der Zustand des intergalaktischen Antriebes schon längere Zeit sehr kritisch war. „Wir sind seit Wochen schon mit Maximalgeschwindigkeit ohne jegliche Pause unterwegs. Es ist ein Wunder, dass wir noch nicht explodiert sind“, fasste einer der Leobens die Lage zusammen, in welcher sie sich gerade befanden. „Die Destiny?“, fragte der einzige John Cavil unter ihnen. „Die ist noch viel zu weit entfernt, als dass wir dieses Ziel in der nächsten Zeit mit den Antrieb wirklich erreichen könnten“, antwortete eine Acht. „Aber erreichen könnten wir sie doch noch, oder?“, fragte daraufhin einer der Dorals. „Lässt sich sehr schwer sagen…“ Der Cavil verzog sein Gesicht, und sagte: „Danke, Sechs.“ „Doch, wieso sind wir hier gelandet?“ „Tja, Vier. Vermutlich, weil sich hier ein bewohnbarer Planet vor uns befindet. Denn immerhin sind wir hier an Bord eines Raumschiffes, welches von Menschen erbaut worden ist. Es ist daher anzunehmen, dass es eine Art Sicherung gibt, die uns noch Reichweite eines für menschliches Leben geeigneten Ort gebracht hat…“ „Wir sind aber keine Menschen, Sechs! Wir sind Maschinen! Die perfekteste Schöpfung im gesamten Universum!“, grantelte der Einser mahnend. Kurz darauf wurde über das weitere Vorgehen abgestimmt. Man entschied den Planeten, in dessen Orbit man sich befand, zu erkunden und gleichzeitig, wenn möglich den Antrieb irgendwie wieder instand zu setzen. 2. Destiny-Galaxie Novus-System Orbit von Novus Trinitatis, Kontrollraum Zur selben Zeit hatte sich die Trinitatis dem Planeten Novus genähert. Doch Doktor Hank McCoy sowie Daniel Jackson und Rodney McKay waren sich darüber einig, dass sie sich durch die Bedrohung des vagabundierenden Schwarzen Loches in diesen System nicht lange aufhalten konnten. Von den Aussichtsplattformen Trinitatis‘ aus, konnte man die Ausmaße der seismischen Katastrophe selbst aus dem Orbit aus erkennen. Die Stadt, die die Destiny-Besatzung noch hatte erkunden und wo sie Vorräte hatte bergen können war mittlerweile beinahe komplett von einem gewaltigen Lavastrom verschlugen worden. Der gesamte Planet Novus wies zudem unzählige Risse auf, aus denen weitere heiße glühende Lava austrat. „Hier können wir nichts mehr tun“, stammelte Rodney mitgenommen, der wie andere seiner Teamkollegen gehofft hatte, noch dort unten auf dem Planeten etwas Interessantes finden und mitnehmen zu können. „Fliegen wir weiter zu der Welt, wo die Destiny-Besatzung Kontakt mit den Nachfahren der alternativen Zeitlinie aufgenommen hatte!“, entschied der Mutant Doktor Hank „Beast“ McCoy, der Anführer dieser Mission. Schon wenige Minuten später, verschwand die Trinitatis wieder in den Hyperraum. Andromeda-Galaxie Theta-Sektor Koloniale Flotte Die freudige Nachricht, dass die feindlichen Zylonen, die loyal zu den Einsern gestanden hatten, allen Anschein nach nun endgültig besiegt worden seien, hatte sich wie ein Lauffeuer in der gesamten Flotte verbreitet. Dennoch war die Flotte nach wie vor immer noch in zwei verfeindete Lager gespalten. In der Zwischenzeit war es General Samantha Carter mit der Hilfe von Präsidentin Francine Baltimore und ihren Kabinett gelungen, eine Liste zu erstellen, die Admiral Adama im Vorfeld helfen sollte gegen die Offiziere gewappnet zu sein, die Unruhe gestiftet hatten sowie sich am Aufstand gegen die legitime Regierung der Kolonialen beteiligt hatten. Mit diesen Informationen wurde der Raptor zurück zur Galactica geschickt, nachdem jener die FTL-Koordinaten übermittelt hatte. Danach wurden diese Koordinaten zum Standort des nun überlichtunfähig gewordenen Kampfstern neu berechnet, da der jetzige Startpunkt sich ja von dem der Galactica unterschied, die von der Kolonie der Zylonen dorthin gesprungen war. Doch sollte zunächst überprüft werden, ob die dortige entdeckte Welt den Ansprüchen der Menschen entsprach. Aber es war auch schwierig geworden zwei geeignete Battlestars zu finden, die die Concordia zur Galactica begleiten sollten, da es Offiziere gab, denen Adama, Carter und Baltimore nicht trauen konnten. 2. Destiny-Galaxie Tenara-System Die Trinitatis hatte den Hyperraum nach einem kurzen Flug erneut verlassen. Doch hielten sie sich in dem Planetensystem, in dem die Destiny-Besatzung das erste Mal auf die Nachkommen der anderen, alternativen Destiny-Besatzung gestoßen war auf. Aber befanden sich derzeit ausgerechnet noch eine große Anzahl von den Drohnen dort auf, die der Destiny-Besatzung schon des Öfteren das Leben schwer gemacht und auch bedroht hatte. Um diese denn nun erfolgreich abzulenken, ließ Doktor Hank McCoy die Flotte sich aufteilen. Dabei ließ er die beiden BC-304er, die E.U.S. Paris und die U.N.S. Hector die feindlichen Drohnen angreifen, die einst von einer schon bereits ausgestorbenen Rasse erschaffen worden war. Eine bedrohliche Hinterlassenschaft, die darauf programmiert war, jede andere Technologie, außer die eigene, anzugreifen und zu vernichten. Zeitgleich näherte sich Trinitatis dem Planeten, denn man hatte zahlreiche immer noch bewohnte Siedlungen auf dessen Oberfläche entdeckt. Als sich das mächtige Stadtraumschiff im Orbit des Planeten befand, ließ McCoy alle verfügbaren Puddle Jumper starten, die die Menschen evakuieren und auf die Trinitatis bringen sollten. Andromeda-Galaxie Omega-Sektor Planetenorbit Battlestar Galactica, Steuerbordhangardeck Sofort nachdem klar war, dass sich der erste Erkundungsraptor zurück auf die Galactica befunden hatte, hatte Admiral Adama das Combat Information Center verlassen und zum Steuerbordhangardeck gelaufen. Wenige Minuten später erschien auch der Raptor, den Admiral Adama zur wartenden Kolonialen Flotte im Theta-Sektor entsendet hatte. Für dem Commander der Galactica gab es eine Menge von Informationen: Der Planet war mehr als nur bewohnbar, denn er war reich an Flora und Fauna. Des Weiteren bekam er nun Kenntnis von den Offizieren, die sich außerdem noch am Aufstand beteiligt hatten. „Ich danke Ihnen allen“, sprach William Adama, der die Liste an sich nahm. „Wann wird die Concordia hier eintreffen?“ „Sobald klar ist, welche beiden Kampfsterne ohne Probleme mit ihr hierher fliegen können, ohne dass das Kräfteverhältnis in der Flotte zu sehr kippt“, antwortete Lieutenant Sharon „Athena“ Agathon, die sich danach auf dem Weg zur Krankenstation machte, weil sie ihren in der Schlacht gegen die Kolonie verwundeten Ehemann aufsuchen wollte. Theta-Sektor Koloniale Flotte Battlestar Pegasus, CIC Es hatte sich als guten Schachzug herausgestellt, dass Lee „Apollo“ Adama wieder nach dem siegreichen Kampf zur Kolonialen Flotte auf die Pegasus zurückgekehrt war. Seine Aufgabe bestand darin die Offiziere, die den Aufstand und auch die Gegenregierung unter Richard Adar unterstützten in Schach zu halten. Anhand der vorliegenden Liste der Namen, hatte Lee, der wieder das Kommando über die Pegasus übernommen hatte, entschieden dass die beiden Kampfsterne Hyperion, ein Battlestar des Galactica-Typs, und Trojan, ein Battlestar des Valkyrie-Typs der Ersten Generation, die Concordia zum Standort der Galactica begleiten sollten. Battlestar Centauria, Offiziersmesse Richard Adar, der sich seit dem Aufstand gegen die Regierung als Gegenpräsident auf der Suche nach einer neuen Bleibe befunden hatte und dann auf der Centauria fündig geworden war, war es sehr schnell mit seinen neuem Vize-Präsidenten Tom Zarek gelungen, eine eigene Flotte um sich zu sammeln, sowie eine Gegenregierung zu bilden, die natürlich eine Zusammenarbeit mit den Zylonenrebellen strikt ablehnten. Zu einer aktuellen Lagebesprechung hatte sich sein gesamtes Kabinett und auch Zarek eingefunden, denn man wurde bislang nach wie vor nicht auf Ilion gelassen. Doch man hatte nur die Nachrichten erhalten, dass die Galactica unter dem Kommando von Admiral Adama und die Concordia unter General Carter gegen die feindlichen Zylonen einen großen Sieg errungen hatten. Später sei die Galactica durch einen blinden Spung dann auf eine ferne Welt gestoßen, die sich im Omega-Sektor befindet. „Sie werden versuchen uns zu schwächen, denn so manchen würde sehr schnell in den Sinn kommen sich wieder der anderen Seite anzuschließen. Die Aussicht auf eine neue Heimat ist zu verlockend, weshalb wir gegensteuern müssen“, sprach Thomas Zarek. Kurz darauf ließ Richard Adar verlauten: „Deshalb habe ich bereits angeordnet, dass das Militär, nämlich die Offiziere, die uns unterstützen, sich auf die Suche nach einer Welt für unser Volk macht! Für eine Zukunft ohne die Zylonen, die sich in unserer Flotte einen Platz in allen Gremien erschlichen haben! Wir haben zwar das Angebot erhalten die Koordinaten dorthin zu bekommen, wobei einige Kapitäne jenes angenommen, doch die meisten abgelehnt hatten.“ Omega-Sektor Planetenorbit Die stark mitgenommene Battlestar Galactica war nicht mehr alleine, die sich derzeit in einer stabilen Umlaufbahn um den Planeten befand. Denn die Hyperion und die Trojan waren eingetroffen. Es dauerte einige Stunden, dann tauchte auch die Concordia aus einem Hyperraumfenster auf. Somit waren diese drei Schiffe endlich bereit, der Crew von Admiral Adama zu helfen. U.N.S. Concordia, Brücke Durch das Panoramafenster konnte Samantha Carter die Schäden an der Galactica jetzt sehr gut erkennen. Ihr und vielen anderen war klar, dass dieses Raumschiff endgültig im Sterben lag und die Zeit einer erfolgreichen Evakuierung und Bergung von Personal und wichtigen Vorräten sowie Ausrüstung drängte. Milchstraße Sol-System Mars SGCB, Konferenzsaal Die neuesten intergalaktischen und galaktischen Entwicklungen hatten dazu geführt, dass die führenden Großmächte sich genötigt sahen zu handeln. Doch dies war nicht leicht, da es sowohl bei der Luzianischen Allianz, den Jaffa und sogar auf der Erde unterschiedliche Positionen gab, die vertreten und verteidigt wurden. Überall lagen Spaltungen, zukünftige getrennte Wege und auch weitere gewaltsame Konflikte in der Luft. Hinter den offiziellen Runden, wurden hinter den Kulissen bereits über Bündnisse und Allianzen nachgedacht sowie geschmiedet. 2. Destiny-Galaxie Tenara-System Tenara Während die beiden BC-304er und deren F-302er Geschwader und einige ihrer Puddle Jumper eine gewaltige Armada von feindlichen Drohnen und zwei Kommandoschiffe bekämpften, waren alle verfügbaren Puddle Jumper von Trinitatis aus gestartet um die dort noch lebenden Menschen, die sich auf dem Planeten befanden, zu evakuieren. Verständlicherweise wollten viele von ihnen, trotz im Angesicht der Gefahr, ihre Heimat nicht verlassen. Und dies obwohl sie von der Bedrohung durch die Drohnen wussten. Daniel Jackson musste all sein Verhandlungsgeschick aufbieten, um die skeptischen Bewohner der Siedlungen davon zu überzeugen sich helfen und auf die Trinitatis bringen zu lassen. „Wer sagt uns nicht, dass ihr euere eigenen Ziele verfolgt? Oder gar diese Drohnen auf uns aufmerksam gemacht habt!“, warf einer der Zweifelnden den vermeidlichen Rettern vor, die ihnen eine neue Heimat und Rückkehr auf die Erde, den Ursprung ihrer Vorfahren angeboten hatten. „Wir sind unterwegs zur Destiny. Unser Ziel ist es alle, die diese Reise, der Mission, den programmierten Kurs auf dem sich dieses Raumschiff der Antiker befindet, zurück zur Erde zu bringen. Doch die Zeit drängt. Momentan bekämpfen einige unserer Streitkräfte diese Drohnen und ihre Kommandoschiffe…“, erwiderte Daniel, der um das Vertrauen der Siedler rang. Viele von ihnen hatten natürlich Geschichten über ihn, dem SG-1-Team und auch davon gehört, dass er mehrmals aufgestiegen sei. Schließlich trat einer von ihnen, der zum Sprecher aller Ältesten gewählt worden war, hervor: „Wir wollen aber, dass auch andere unseres Volkes, die sich in anderen Kolonien auf anderen Planeten befinden ebenfalls gerettet werden, wenn es deren Wunsch ist!“ „Wir werden tun, was wir können. Doch leider können wir es nicht versprechen“, entgegnete Doktor Jackson, während bereits die Evakuierungen derjenigen weiterging, die sich bereits dafür entschieden hatten, erst einmal auf der Trinitatis zu leben und die Mission zur Destiny zu begleiten. |