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[SG/Multi-Crossover] Odyssee - Druckversion

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RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - Jonathan J. O´Neill - 24.01.2026

Odyssee
Folge 7.01 - “Danke, altes Mädchen!”, Teil 2

Andromeda-Galaxie
Omega-Sektor
Planetenorbit
Battlestar Galactica, CIC

Sehr gerne, wäre natürlich auch Admiral William „Husker“ Adama selber mit herunter auf den neuen Heimatplaneten der Kolonien geflogen, doch auf ihn wartete leider eine wohl eher sehr unangenehme Aufgabe, die unangenehmste und traurigste die es für einen Commander eines Kampfsternes wohl überhaupt gab, nämlich die endgültige Abrüstung und Evakuierung der Battlestar Galactica.
Er und sein engster kompletter Führungsstab, überwachten dabei fortwährend den Fortschritt der dazugehörigen Arbeiten. Mittlerweile hatten sich General Carter und einige Vertreter ihres Stabes ebenfalls an Bord des Kampfsterns transportieren lassen.

Sorge bereitete allen allerdings der Zustand von Sam T. Anders, der nach wie vor als Hybrid der Galactica agierte. Nach einer Überprüfung stellte man mit großen Schrecken fest, dass dieser sich mittlerweile auch an die vitalen und andere wichtige Schiffssysteme gehängt hatte.

„Das könnte ein sehr großes Problem werden“, seufzte Ellen Tigh, die dann allen anderen erklären musste weshalb, da man noch schneller arbeiten müsste, damit man noch eine realistische Chance hätte, den Zustand von Anders erfolgreich rückgängig zu machen. „…doch wir können den armen Jungen aber erst von den Schiffssystemen trennen, wenn die Abrüstung und Evakuierung abgeschlossen wurde. Denn Sam hält als Hybrid die Galactica in einer stabilen Umlaufbahn dieses Planeten.“

Durch die Unterstützung der anderen beiden Kampfsterne, der Hyperion und der Trojan sowie auch besonders des Schlachtschiffes der Erde, der Concordia, gingen Abrüstung und Evakuierung der Galactica gut voran.

Planet

All die Viper, Raptor, F-302er und Puddle Jumper, die man hatte entbehren können, waren allesamt damit beauftragt worden, den Planeten so gut und genau wie nur möglich zu erforschen. Alle die an dieser Entdeckungsmission teilnahmen, waren von der Vielfalt des Lebens, der Flora und Fauna, auf die man traf, überwältigt. Den Menschen von der Erde fiel dabei die Ähnlichkeit dieser Welt zu ihrer eigenen sofort auf, auch wenn diese bereits mehrere Jahrhunderttausende zurücklag.

Planetenorbit
U.N.S. Concordia, Brücke

Konzentriert wertete mittlerweile die sehr begabte Lieutenant Cassandra Fraiser die Resultate der Sensoren und anderen Messungen aus, die den ersten Eindruck dieses Planeten endlich bestätigen konnten. Freudig gab sie diese Informationen so schnell sie konnte an die Galactica weiter.


Theta-Sektor
Koloniale Flotte
Ilion, Kontrollraum

Vor wenigen Minuten erst, war erneut ein Raptor der Battlestar Galactica aufgetaucht, der den Überlebenden der gesamten Flotte die bisherigen Hoffnungen bestätigte, dass man endlich nach jahrelanger Suche eine neue Heimat für die Flüchtlinge der Kolonien von Kobol gefunden hatte. Diese Meldung wurde sofort in der gesamten Kolonialen Flotte weiterverbreitet. Aber auch in der Flotte der Gegenregierung wurden diese Neuigkeiten verbreitet und dadurch sehr schnell bekannt, was zu ersten Spannungen nun auch unter den Separatisten führte. Genauso wie es von der legitimen Regierung von Präsidentin Baltimore und ihrem Kabinett erhofft worden war.



2. Destiny-Galaxie
Tenara-System
Orbit von Tenara
Trinitatis

Nach der erfolgreichen kompletten Evakuierung sämtlicher Siedlungen der Menschen auf dem Planeten, hatte Doktor Hank McCoy die Paris und die Hector dazu aufgefordert, den Kampf gegen die feindlichen Drohnen nur noch solange fortzuführen bis die Trinitatis in den Hyperraum eingetreten war.

Hyperraum
Trinitatis

Sofort nachdem alle Ältesten der Siedlungen an Bord versammelt waren, sowie die nötigen Koordinaten zum Aufsuchen der anderen rund 20 Kolonien an den Kontrollraum der Stadt weitergegeben hatten, hatten diese sich in den Konferenzsaal begeben. Doktor Hank „Beast“ McCoy hatte sie darum gebeten, weil er die Leute und neuen Bewohner der Stadt kennenlernen wollte.

Diese waren zunächst natürlich erst einmal erschrocken, dass es sich bei dem Leiter der Mission nicht um einen Menschen, sondern um einen zotteligen, großgewachsenen sowie blauhaarigen und -häutigen Mutanten handelte, der sie jedoch alle aufs freundlichste an Bord von Trinitatis Willkommen hieß und begrüßte. Diese Menschen kannten zwar Geschichten von Mutanten aus den Überlieferungen ihrer Vorfahren, doch hatten sie natürlich bislang noch nie die Bekanntschaft mit einen von ihnen gemacht.

Nach einer kurzen Begrüßungs- und Vorstellungsrunde, lud Hank dann die Ältesten aller Siedlungen zu einem Rundgang durch das große und mächtige Stadtraumschiff ein. Dadurch erhoffte er sich endgültig das Vertrauen der vielen neuen Bewohner zu gewinnen, sowie weitere wichtige Informationen von ihrer Kultur zu erhalten, die der Mission nutzen sollten. Anhand der bisherigen Informationen versuchte man dann zu ermitteln, auf wie viele Menschen in diesen Kolonien von Novus man noch insgesamt treffen würde und vor allem man noch aufnehmen könnte.

Alle Ältesten waren sehr erstaunt über die gesamte Anlage, da sie noch nie zuvor etwas Vergleichbares gesehen hatten. In der Zwischenzeit hatte man kurzzeitig den Hyperraum verlassen, um die beiden BC-304er wieder aufzunehmen, denen es erfreulicherweise gelungen war, alle beiden Kommandoschiffe sowie sämtliche Drohnen zu zerstören.



Milchstraße
Sol-System
Erde
USA, Homeworld Command, Kontrollraum

Die aktuellsten Geheiminformationen und anderen Neuigkeiten über die Mobilmachung der Anhänger der Orici sorgten für große Aufregung und Unruhe. Auf sowohl auf einer holografischen als auch einer normalen taktischen Sternenkarte knobelte General Jack O‘Neill an einer guten Strategie, die alle der Erde noch verbliebenen anderen Stützpunkte in der Milchstraße, aber auch die Welten mit den noch verbliebenen freien Verbündeten, vor weiteren militärischen Nachstellungen durch die Flotte der Orici schützen sollte.

Nach reichlicher Überlegung kam Jack zu der Erkenntnis, dass durchaus wohl auch Atlantis in einer direkten Gefahr schweben könnte, weswegen er über die Stargate Command Base auf dem Mars eine Verbindung durch ein aktives Wurmloch aufbauen ließ.



Andromeda-Galaxie
Omega-Sektor
Planetenorbit
Battlestar Galactica, Admiral Adama‘ Quartier

Die Evakuierung des Kampfsterns stand nun kurz vor dem Abschluss. Im Gegensatz zur Abrüstung, die mit noch größerer Sorgfalt durchgeführt werden musste. Doch es gab noch ein paar letzte Dinge, die anstanden bevor die Lichter an Bord der Battlestar Galactica für immer ausgehen würden.

Schon seit einigen Minuten saßen Admiral William Adama und sein XO, aber auch langjähriger Freund, Colonel Saul Tigh, gemeinsam auf der Couch und unterhielten sich über die aktuelle Lage.

„Sobald wir hier fertig sind, werde ich mit einem Raptor zurück zur Flotte fliegen. Denn ich muss etwas sehr Dringendes erledigen!“
„Ich kann mir schon bereits denken, was Du vorhast. Wir, die Fünf werden mitkommen, Bill.“
„Das freut mich.“
„Was ist mit unseren alten Mädchen?“
„Wir lassen die Galactica in Ruhe einschlafen. Mit etwas Glück bleibt sie ihm Orbit dieses Planeten, auch wenn wir Ensign Anders erfolgreich von den Systemen getrennt haben, und die Concordia ihn auf ihre Intensivstation gebeamt hat.“
„Sie war eine großartige alte Lady, nicht wahr?“
„Oh, ja. Die Beste!“, nickte Bill, der die Schnapsgläser auf dem Tisch füllte, beide nahm und davon eines Saul reichte. „Auf die Galactica, das beste Schiff der Flotte!“, sprach der Admiral feierlich, der daraufhin mit seinem XO anstieß.

Etwa eine Viertelstunde später klopfte es an der Luke. Es waren Crewmitglieder, die damit beauftragt worden waren die Räumung aller Quartiere auf dem Schiff zu überwachen. Diese teilten den beiden mit, dass nur noch einige wenige Quartiere zu räumen waren, darunter fiel auch das, des Commanders der Galactica.

„Dann werde ich mal die letzten Kisten packen, Saul.“
„Gleichfalls, Bill. Sie nehmen etwa das hier alles mit?“
„Ja. General Carter war so freundlich etwas Platz auf der Concordia, in ein paar ihrer Lagerräume zu schaffen. Dort werden die Sachen aufbewahrt. Wir sehen uns dann im CIC!“
„Jawohl, Admiral.“



Pegasus-Galaxie
Atlantis

Alle, Richard Woolsey sowie sein gesamtes Führungsteam nahmen die Warnungen von der Erde, die durch General O‘Neill übermittelt worden waren überaus ernst.

In ganz Atlantis war man aufs Äußerste alarmiert, weil sich unter der Bevölkerung ja auch zahlreiche Anhänger der Religion von der Orici Adria befanden. Diese versicherten aber  allerdings schnell, nichts Böses im Sinn gegen ihre Mitbewohner und Kollegen zu haben, sondern sich nach wie vor den Befehlen von Mister Woolsey und General Sheppard zu unterwerfen. Aber auf die Nachfrage, ob sie es auch im Kampf gegen die Streitkräfte der Orici zu tun, schwiegen sie allerdings beharrlich. Diese Mitteilung wurde dann an die Erde übermittelt.

Im Kontrollraum wartete man gespannt, denn man hatte die Stargate Command Base auf dem Mars angewählt, die gerade von General O‘Neill aufgesucht wurde. Jack wollte die Gelegenheit nutzen, die sich ihm bot und mit den Verantwortlichen von Atlantis auf diesen Wege sprechen. Wenn dies auch nur über Video geschah.

„Ich vermute mal, wenn wir alle, die die Orici als ihre Göttin verehren nach Hause schicken, machen wir uns Adria zum Feind. Vermutlich wartet sie nur darauf, das wir uns feindselig und abwertet gegenüber ihren Anhängern, egal wo auch immer, uns verhalten. Andererseits hat sie somit Zugriff auf alle Vorgänge in Atlantis“, sprach Richard Woolsey, der somit die aktuelle Lage passend einschätzte.
Ohne lange zu überlegen, musste Jack O‘Neill diesem Standpunkten natürlich sofort leider zustimmen.

„Wir könnten allerdings noch ein wenig Unterstützung hier gebrauchen“, warf John Sheppard ein.
Sofort versicherte der Leiter des Homeworld Command: „Die werden Sie bekommen. Ich habe angeordnet, dass sich von jedem Schiffstyp der neuen Schlachtschiffe, eines zu Ihnen auf den Weg macht. Denn anhand bisheriger Zwischenfälle wissen wir, dass sich diese Battlestars der Kolonialen, auch ohne Schutzschilde sehr gut im Kampf gegen die Mutterschiffe der Orici behaupten können. Was zumindest die Absorbierung der Energie der Primärwaffe der Orici-Mutterschiffe anbelangt.“
„Wie viele Schiffe sind das?“, wollte Ronon wissen.
„Fünf! Mehr können wir vorerst nicht entbehren!“

Nachdem nichts mehr zu sagen war, schloss Major Laura Cadman das Stargate auf Anordnung von Mister Woolsey, der sie und auch die AR-1- und AR-2-Teams daraufhin zu sich in den Konferenzraum bat.



Ori-Galaxie
Celestis, Heilige Stadt

Kaum hatte Vala Mal Doran von den aktuellen Vorgängen erfahren, die von ihrer Tochter jüngst angeregt worden waren, hatte sie sich auf den Weg nach Celestis gemacht. Lautstark hatte sich Vala Zutritt in die Heilige Stadt, die einstige Stadt der Götter, der ehemaligen Heimat von dem Sangreal vernichteten Ori, verschafft.
Für Adria, die nach ihrer Rückkehr dort erneut die Macht und Kontrolle übernommen hatte, war nicht sonderlich überrascht von der Ankunft ihrer Mutter im Allerheiligsten ihrer Gläubigen.

„Mutter, ich freue mich sehr, dich wiederzusehen!“
„Ach, ja?“
„Aber natürlich. Tomin begleitet dich nicht?“
„Er wollte nicht mitkommen, weil er am Haus das Dach ausbessern will.“
„Er sollte sich besser auf den Finalen Kreuzzug vorbereiten.“
„Somit wären wir auch schon beim Thema, Adria.“
„Du wirst mich nicht davon abhalten, Mutter!“, erwiderte die Orici mit Schärfe in ihrer Stimme, die dennoch verführerisch gelassen und lässig klang.

Vala, die ganz genau wusste, dass sie die Einzige war, die auch in einem barschen Ton mit der Orici sprechen konnte, widersprach natürlich sofort: „Das ist doch Irrsinn! Du hast so viel. Du wirst von Milliarden Menschen verehrt und angebetet…“
„Aber nicht von allen…“
„Das war so vereinbart, nämlich dass alle menschlichen Wesen ihre Religion frei wählen dürfen, und das Frieden mit der Erde und meinen Freunden dort herrscht!“, unterbrach die Mutter der Orici ihre Tochter.
Adria, die ihre Arme vor der Brust verschränkte, schwieg ihre Mutter allerdings nur mit einem warnenden Blick an. Somit wusste Vala, dass etwas an den Gerüchten dran sein musste, was Myrddin betraf. Ihr kam sofort in den Sinn, dass jener wohl im Auftrag von ihrer eigenen Tochter ermordet worden sein musste. Doch wusste sie allerdings nicht, dass es nicht wirklich der Fall, weil Myrddin den Plan Adrias erfolgreich vereitelt hatte und seitdem im Verborgenen forschte.

Verzweifelt machte Vala daher ihrer Tochter ein Angebot: „Wenn ich mich zu Dir bekenne und Dich anbete, lässt Du dann von dem Kreuzzug, der angelaufen ist, ab?“
„Das wäre sehr schön, wenn Du endlich zur Vernunft kommen und die Wahrheit anerkannt haben würdest, doch muss ich einfach diesen Kreuzzug gegen das Böse und die Unwahrheit um Universum beginnen, damit Frieden und Einigkeit herrscht!“
„Und bringst Du alle um, die nicht der Lehre folgen werden?“
„Nein. Alle dürfen von mir aus ihren falschen Glauben behalten und ihren falschen Propheten weiterhin folgen, werden dann aber Sklaven meines Volkes sein! Den Kindern des Lichtes und des einzigwahren Pfades! Wobei es natürlich sehr helfen würde, wenn du dich öffentlich zu mir bekennst, Mutter!“

Daraufhin schwieg Vala allerdings, die deswegen nicht dazu bereit war ihre Prinzipien aufzugeben, nur um ihrer Tochter bei ihren unbeschreiblichen größenwahnsinnigen Plänen zu helfen.



Andromeda-Galaxie
Omega-Sektor
Planetenorbit
Battlestar Galactica, CIC

Der bedeutende und traurige Moment war gekommen. Es befanden sich nur noch sehr wenige Personen an Bord des großen Schiffes. Einer der Techniker betrat das Combat Information Center, da er persönlich dem Admiral Bericht erstatten wollte.

„Sir. Wir haben alles erfolgreich demontiert und von Bord geschafft. Die Concordia hat sich mit ihrer Transporttechnologie um die größten Stücke gekümmert. Diese befinden sich mittlerweile auf der Hyperion und der Trojan. Wir haben alle Magnetbeschleuniger in den Startröhren bis in einer demontiert, damit Sie die letzte Viper von dort starten können, Admiral.“
„Danke, Specialist.“

Nachdem der Techniker das CIC wieder verlassen hatte, hatte auch das medizinische Personal all seine Vorbereitungen endgültig abgeschlossen. Somit konnte Sam T. Anders in den nächsten Sekunden direkt auf die Intensivstation an Bord der Concordia gebeamt werden, wo er wohl bereits mit großer Anspannung erwartet wurde.

Ein letztes Mal noch sah sich Admiral William Adama um, dann verließ auch er als Letzter Mann an Bord seinen Posten und machte sich auf dem Weg ins Steuerbordhangardeck. Dort wo seine Viper Mark II bereits startbereit auf ihn wartete.

U.N.S. Concordia, Krankenstation, Intensivstation

Direkt aus der Wanne hatte man Ensign Sam T. Anders in ein Bett gebeamt, wo er sofort an die lebenserhaltenden Apparate angeschlossen wurde. Die ganze Zeit über war seine Ehefrau Captain Kara Thrace nicht von seiner Seite gewichen. Doch sie musste nun den Ärzten und dem übrigen medizinischen Personal genügend Platz zum Arbeiten lassen. Auch einige Zylonenrebellen befanden sich hier, um die menschlichen Ärzte mit ihrem Rat zu unterstützen, denn das Ziel war es ja, Sam wieder in einen lebensfähigen und vor allem selbständigen Zustand zu versetzen.

Planetenorbit <> Planetenatmosphäre <> Planet
Battlestar Galactica

Man spürte es sofort, denn als man Sam T. Anders, der seit einiger Zeit schon als Hybrid der Galactica gedient hatte, von den Schiffssystemen getrennt hatte, begann der alte von vielen Schlachten stark mitgenommene Kampfstern heftig zu erzittern. Auch sämtliche Lichter an Bord, begannen unruhig zu flackern.

Abgesehen von Admiral William „Husker“ Adama, der soeben das Steuerbordhangardeck betreten hatte, war die Galactica schon seit einer guten Viertelstunde vollkommen menschenleer.

Die Viper Mark II des Commanders war persönlich von Chief Galen Tyrol komplett für den Start vorbereitet worden. Das einzige was Adama noch tun musste, war den Schlüssel umdrehen und einen Knopf drücken. Danach hatte er insgesamt genau fünf Minuten Zeit, sich in seine Viper zu setzen und die letzten abschließenden Startvorbereitungen zu treffen.

Die Viper startete schließlich, rauschte durch die Startröhre hinaus ins All. Der Augenblick war gekommen. Der Augenblick in dem William Adama ganz persönlichen Abschied von der Galactica nahm. Er flog dabei ganz langsam die gesamte Galactica sorgfältig ab. Dabei sah er auch die vielen Narben, die zahlreich waren, die sein Schiff in den letzten Jahren hatte erleiden müssen, aber dennoch seinen Bewohnern nach wie vor ihren sicheren Schutz gewährleistet hatte.
Er musste aber nun hilflos miterleben, wie der alte Kampfstern seine bislang gehaltene stabile Umlaufbahn verließ und dabei war auf die Atmosphäre des Planeten zu stürzen, der ihre und auch seine neue Heimat werden würde.

Die Augen von Husker wurden feucht von den Tränen, die sich allmählich in seinen Augen ansammelten. Er war froh, dass es niemand mitbekam. Doch das Ende der Galactica, die bereits durch die Reibungshitze in der Atmosphäre zu glühen begann, setzte den alten Mann doch sehr zu. Aus irgendeinem Impuls heraus flog er dem Kampfstern schließlich hinterher, denn er wollte diesem alten, berühmten und lang gedienten Schlachtschiff der Kolonien das letzte Geleit geben.

Er tat dies bis zum Ende, natürlich in einem gebührenden Sicherheitsabstand, bis ein noch recht großer Teil der Galactica auf der Oberfläche des Planeten aufschlug.

„Danke, altes Mädchen! Danke für alles!“, murmelte er mitgenommen. Doch kurz darauf schon hatte sich der Admiral wieder im Griff und setzte Kurs auf die Hyperion.


RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - Jonathan J. O´Neill - 25.01.2026

Odyssee
Folge 7.02 - “Am Scheideweg, Teil 1”

Andromeda-Galaxie
Omega-Sektor
Planetenorbit
Battlestar Hyperion, Steuerbordhangardeck <> CIC

Alle waren sehr erleichtert darüber gewesen, nachdem nach mehreren Stunden die Viper Mark II von Admiral William Bill „Husker“ Adama endlich im Steuerbordhangardeck angekommen war. Viele hatten sich schon bereits erste Sorgen gemacht, da sich der letzte Befehlshaber der Battlestar Galactica so lange Zeit gelassen hatte. Aber nicht nur das, er hatte sich sogar die Zeit genommen sein geliebtes Schiff auf seinem letzten Weg, bis zum Ende zu begleiten. Verdenken konnte es ihm niemand, und falls dennoch jemand dazu etwas hätte sagen wollen, hätte sich wer auch immer natürlich mit Colonel Saul Tigh anlegen müssen.

Aber da war niemand gewesen, der es sich traute, seine Stimme zu erheben. Alle hatten also geduldig auf die Landung der Viper des obersten Offiziers der Kolonialen Flotte gewartet.
Direkt bei seiner Ankunft war Admiral Adama sichtlich sehr erleichtert darüber gewesen, dass man auf das Protokoll des Empfangs an Bord dieses Kampfsterns verzichtet hatte. Nur ein kleiner Stab des Befehlshabers der Hyperion empfing ihn und geleitete ihn dann zum CIC.

Sofort trat Admiral Alexander Korfu im Zentrum des Combat Information Center beiseite, denn er vermutete nämlich, dass sein Vorgesetzter bis auf weiteres das Kommando an Bord der Hyperion übernehmen wollte. Doch dem war nicht so, denn Adama hatte mit seinem Sohn vereinbart, später nach seiner Rückkehr zur Flotte das Kommando auf dem Battlestar Pegasus zu übernehmen. Dennoch gab es einige sehr wichtige Anordnungen vom ranghöchsten Offizier der Kolonialen Flotte, unter anderem den Planeten weiter zu erkunden und einen geeigneten Platz für eine neue Stadt sowie vielversprechende Agrarflächen zu suchen, während er selber in den Theta-Sektor zurückkehren würde, um dort in der Flotte im Bestfall die Ordnung wiederherzustellen.



2. Destiny-Galaxie
Hyperraum
Trinitatis, Labor von McKay‘ Team

Noch während des Fluges zur nächstgelegenen Kolonie der Novuaner, hatte Doktor Rodney McKay eine, aus seiner Sicht natürlich, glänzende Idee bekommen, nämlich irgendwie mit der fortschrittlichen Technologie von Trinitatis die Flotte, die vor Jahrzehnten von Novus aufgebrochen war, irgendwie doch noch aufzuspüren. Ein Vorhaben, dem der Leiter dieser Mission, Doktor Hank „Beast“ McCoy, nicht abgeneigt war, doch mussten sie nichts desto trotz ihren sehr engen Zeitplan unbedingt einhalten, weil sie die Destiny nämlich erreichen mussten, und zwar noch bevor sie das einprogrammierte Ziel ihrer Mission wirklich erreicht hätte.

Gerade eben hatte Rodney die Präsentation zur Umsetzung seiner Idee Hank sowie anderen seiner Teamkollegen freudestrahlend vorgestellt.

„Na gut, Rodney“, erklärte Beast, „Sie haben solange Zeit mich davon zu überzeugen, bis wir den vorgegebenen Kurs nicht mehr korrigieren können, den sie uns selber vor wenigen Tagen noch empfohlen hatten!“
„Okay. Okay“, murmelte der Kanadier, der sich sofort wieder an die Arbeit machte. Denn er wollte natürlich allen beweisen, dass er es nach wie vor drauf hatte und der Beste der Besten war.



Milchstraße
Chulak-System

Wieder einmal war die Freie Jaffa-Nation in zwei große ideologische Lager aufgeteilt. Das eine Lager, dem Bra‘tac, Teal‘c und ihre Anhänger angehörten, und dem anderen, dass sich natürlich der Lehre der Orici Adria unterworfen hatte. Allen ging es nur um eines, nämlich für klare Verhältnisse zu sorgen.

Beide Seiten hatten ein Treffen vereinbart, damit der Konflikt nicht noch weiter eskalierte. Es hatte zuvor schon einige Auseinandersetzungen gegeben. Doch einen Bürgerkrieg, der die Jaffa für lange Zeit erheblich schwächen würde, wollte wirklich niemand von ihnen. Trotzdem hatte der alte Jaffa-Master Bra‘tac die große Sorge, dass sich ein zum wiederholten Mal ein Teil der Jaffa-Nation sehr gefährlich radikalisieren könnte. Zusätzlich gab es von ihnen einige enorm wichtige Handelspartner, die keinerlei Beziehungen zu Orici-Anhängern unterhalten wollten, weil sie noch das in Erinnerung hatten, was vor Jahren das erste Mal geschehen war als viele Welten dieser Galaxie von den Prioren der mittlerweile ausgelöschten Ori missioniert worden waren.

Außerdem war es ja schon bereits auch mit anderen Völkern in der Galaxie zu den ersten Gefechten gekommen, wenn auch nur sehr kurze.

„Keiner von uns wird seine eigenen Schwestern und Brüder der Jaffa versklaven! Auch nicht, wenn sie nicht der Lehre der Orici folgen wollen!“, versicherte ein alter Jaffa, der Adria als Göttin schon vor Jahren anerkannt hatte und dadurch auch seitdem verehrte.
„Würdet ihr gegen uns kämpfen, auch wenn es euch von der Orici befohlen werden würde?“
„Nein, Master Bra‘tac! Aber wir werden dennoch gegen alle anderen Feinde unserer Göttin in den Kampf ziehen!“

Natürlich hörte diesem wichtigen Gespräch auch Teal‘c aufmerksam zu. Der ehemalige Primus des Apophis war extrem beunruhigt, denn die gesamte Anhängerschaft der Orici war in den letzten Tagen stark angewachsen. Nicht nur unter den anderen Völkern in der Milchstraße, sondern auch bei den Jaffa. Er wusste daher auch, dass er umgehend nach diesem Treffen zur Erde aufbrechen sollte, um seinen Freunden dort von den neuesten Entwicklungen unter den Jaffa zu berichten.



Entfernte Galaxie
Unbekanntes System
Destiny, Brücke

Laut den letzten Berechnungen von Eli Wallace würde die Destiny in ungefähr drei Monaten das Ziel ihrer einprogrammierten Mission endlich erreicht haben. Doch auch viele an Bord schienen sich schon auf diesen Moment zu freuen.
Das alte Raumschiff der Antiker hatte am Rande der derzeitigen Galaxie ein letztes Mal den Hyperraum verlassen. Nur von der Brücke und dem Observationsdeck aus, konnte man ab und wann etwas beobachten, nämlich ein seltsames Muster, welches sich in der Ferne schon bereits schemenhaft abzeichnete. Es war eine Art flackerndes Licht.

„Die ersten von der Besatzung stellen schon Theorien darüber auf, was wir dort finden werden“, sagte Colonel Everett Young, der wie alle anderen auch das ferne Lichtspiel beobachtete.
„Vermutlich gar nichts“, begann Doktor Nicholas Rush, „oder nur mehr von diesem Phänomen aus Licht. Vielleicht ist es aber auch eine Art Muster, dessen Bedeutung wir noch entschlüsseln müssen. Ich bin schon dabei, Colonel.“
Bei dem letzten Satz, sah der Wissenschaftler den Militär lächelnd an, weil er schon seit der Entdeckung dieses Signals an einer Lösung arbeitete. Aber er hatte dieses Lichtspiel und die damit verbundenen Anzeigen schon eine ganze Weile im Blick, denn er verglich sie mit den abgespeicherten Aufzeichnungen der Antiker, die sich mit diesem Signal und Muster schon bereits vor Millionen Jahren beschäftigt hatten und deswegen die Destiny gebaut und auf einen vorprogrammierten Kurs geschickt hatten, um dieses Rätsel endlich zu erforschen sowie daraus zu lernen.

Observationsdeck

Mit vielen anderen aus der gesamten Besatzung sahen sich unter anderen natürlich auch Angus MacGyver, Peter Thornton und Jack Dalton das beeindruckende astronomische Schauspiel an, welchen sie sich immer weiter näherten.

„Ich habe gehört, dass es sich dabei um so eine Art von Hintergrundstrahlung handeln könnte“, sagte Pete.
Daraufhin zuckte auch schon sofort Jack erschrocken zusammen: „Wie war das? Strahlung? Strahlung, wie bei etwa einer Atomkatastrophe?“
„Ja“, bestätigte Mac, „genau. Nur viel intensiver.“
„Großer Gott! Wir werden gegrillt!“
„Die Schilde sind stark genug. Denke ich.“
„Lass diese Scherze, MacGyver“, seufzte Dalton, während Thornton wegen der panischen Reaktion des Freundes still vor sich hingrinste.



Andromeda-Galaxie
Theta-Sektor
Koloniale Flotte
Ilion, Konferenzsaal

Es hatte viel, sehr viel Überredungskunst und Zugeständnisse gebraucht, zumindest alle Commander des Kolonialen Militärs sowie sämtliche Schiffskapitäne der Flotte von der Gegenregierung mit der eigentlichen und gewählten Regierung endlich gemeinsam an einem Tisch zu bringen. Überraschenderweise tauchten dann auch noch Admiral Adama und die Fünf, bis auf den immer noch im Koma liegenden Samuel T. Anders auf, die ebenfalls an dieser so wichtigen Runde teilzunehmen gedachten.
Das Gesicht insbesondere von Tom Zarek, dem Vizepräsidenten der Gegenregierung, die von Richard Adar angeführt wurde, wurde merkbar sofort schlagartig blass als er Admiral William Adama erblickt hatte.

Die vollkommen unerwartete und unangekündigte Teilnahme des ranghöchsten Offiziers des Kolonialen Militärs an dieser wichtigen Konferenzrunde war mehr als nur ein klares Zeichen an alle Offiziere des Militärs zu verstehen, die sich seit dem Aufstand auf der Seite der Separatisten befanden.
Ebenso auch das Auftauchen der vier Zylonen, den fünf letzten Überlebenden von Gaía und somit auch der 13. Kolonie von Kobol, hatte eine ganz andere Bedeutung. Alle diese vier von den lange Zeit gesuchten letzten Fünf, hatten sich aber zuvor abgesprochen und vereinbart, denn sie wollten zunächst nur still dieser Konferenz beiwohnen.



1. Destiny-Galaxie
Orbit von Eden
Zylonenflotte

Zur selben Zeit, Milliarden von Lichtjahren entfernt, hatten alle Zylonenmodelle sich dafür entschieden, dass man den Planeten Eden besiedeln sollte. Zumindest solange bis man eine eigene Zivilisation aufgebaut hätte, die dann wieder stark genug wäre, um dann wieder zurück in die eigene Galaxie zu fliegen. Ein Teil des Vorhabens, was dann aber bei einigen Modellen auf ein gewisses Unverständnis stieß.

Eden

Ein Erkundungsteam der Zylonen fand schließlich sehr schnell eindeutige Hinweise auf Menschen in dieser Galaxie, worauf ein Einser verdrießlich vor sich hinbrummte: „Hört das denn nie mit diesen nervigen Plagegeistern auf?“

Doch nach einer ausgiebigen Suche fanden sie aber nur noch menschliche Überreste von nur sehr wenigen Personen, die wohl dem klimatischen Bedingungen und Unfällen zum Opfer gefallen waren. Es handelte sich dabei natürlich um diejenigen, eine kleine Gruppe, die einst gemeinsam beschlossen hatten auf Eden zu bleiben, also nicht die Reise mit der Destiny fortzusetzen.

„Ich werde die Überreste der Menschen hier mal ein genauer untersuchen. Vielleicht erfahren wir ja etwas mehr über sie“, erklärte einer der Vierer.

Den riesigen Obelisken, den sie schon beim Landeanflug bemerkt hatten, wollten die Zylonen unter anderen, wie auch ganz Eden ebenfalls noch genauer untersuchen und erforschen. Sie beschlossen daher zunächst auf diesen Planeten zu bleiben, weil die Überlichttriebwerke zu stark beschädigt waren, dass sie es niemals schaffen würden die Destiny noch einzuholen und abzufangen.



Andromeda-Galaxie
Theta-Sektor
Koloniale Flotte
Ilion, Konferenzsaal

Zu Beginn der Konferenz hatte Präsidentin Francine Baltimore einen eindringlichen Appell an die Führung der Gegenregierung gerichtet, dass die gespaltene Flotte dringend wieder vereint werden sollte: „Wir müssen einfach zusammenbleiben, denn nur so haben wir, also unser Volk eine sichere Zukunft! Der Aufstand, der leider entfacht wurde, hat eben nicht nur große Schäden verursacht, sondern wir haben leider dadurch auch viele Leben verloren, die nicht ersetzt werden können…“

Doch sofort gab es natürlich Gegenwind durch Tom Zarek, dem Vizepräsidenten der Separatisten, der sie vehement im wütenden Tonfall unterbrach: „Und warum? Sie paktieren und verbünden sich mit den Zylonen! Unseren Feinden, die vor nur wenigen Jahren versucht hatten uns ein weiteres, ein zweites Mal, für immer auszulöschen. Vielen von uns, ging dann dieser wahnsinnige Schritt, sie fortan auch noch als gleichwertige Bürger in unserem Volk anzuerkennen, daher mehr als nur zu weit. Zum anderen wurde die Battlestar Galactica und ebenso viele Menschen in den Tod geschickt, nur um ein Kind zu retten, welches wie wir alle wissen zur Hälfte eine Maschine ist. Nämlich nur ein weiterer verfluch…“

Während er so sprach, wanderte die ganze Zeit über sein Blick umher. Dabei trafen sich natürlich unvermeidlich auch die Blicke von William Adama und eben von Tom Zarek.
Der Erstgenannte schaute den anderen nur noch grimmig und mit einem harten Gesicht an, weshalb der Sprecher abrupt für einen Moment verstummte und nicht einmal mehr das verächtliche Wort, das er begonnen hatte zu sagen, und somit dann vollkommen auszuformulieren vergaß.

Odyssee
Folge 7.03 - “Am Scheideweg, Teil 2”

Andromeda-Galaxie
Theta-Sektor
Koloniale Flotte
Ilion, Konferenzsaal

Obwohl der Satz von Tom Zarek, dem Vizepräsidenten der Gegenregierung, unvollendet blieb, wussten die meisten der anderen Konferenzteilnehmer natürlich dennoch was damit wirklich gemeint war.

Das grimmige Gesicht von Admiral William Adama sprach, für jeden anwesenden der sich im Saal befindlichen Konferenzteilnehmer, Bände und auch eine eindeutige Warnung aus, obwohl er keine ausgesprochene Bemerkung dazu verlor.

Es schienen viele Minuten zu vergehen, in denen kein einzelnes Wort gesprochen wurde. Viele warteten auf eine verbale Reaktion des neuen Commanders der Battlestar Pegasus, doch diese blieb zunächst noch aus, denn Adama wollte Zarek sich erst noch austoben lassen, bevor er dann zum empfindlichen Gegenschlag ausholen würde. Er tat dies, trotz der schon bestehenden Steilvorlage, die ihm der Vizepräsident der Gegenregierung bereits geliefert hatte. Aber der ranghöchste Militär der Kolonialen Flotte wusste, dass es noch mindestens eine weitere vom ehemaligen Terroristen geben würde.

Es waren nur ein paar Minuten vergangen, dann sprach Tom Zarek schließlich auch schon wieder, wobei er sich dann aber sichtlich bemühte den Bogen nicht noch einmal zu überspannen. Am Ende seiner Rede wandte er sich dann doch noch direkt an William Adama: „…und, was haben sie mit Lieutenant Felix Gaeta gemacht, Admiral?“
„Das ist meine Sache, Zarek“, war alles was Adama darauf antwortete. Kurz darauf wandte er sich allerdings an alle Offiziere, die sich in seiner Abwesenheit bereits der Gegenregierung angeschlossen hatten: „Sie wissen alle, worauf laut unserem Gesetz der Akt einer Meuterei, wie dieser steht! Sie haben alle haben durch diesen Aufstand unzählige Tote mitzuverantworten! Auch auf der Galactica gab es dadurch unzählige Verluste! Verluste, die von Richard Adar, Tom Zarek und Felix Gaeta und allen anderen, die bei den Separatisten eine Führungsposition innehaben, verantwortlich zu machen sind!“

Der neue Commander der Pegasus legte schließlich eine dramatische Pause ein, denn er wollte allen, die sich von der legitimen gewählten Regierung gewaltsam getrennt hatten, eine Wahl lassen. Er wartete noch einige Minuten, in denen er die Offiziere der Reihe nach einzeln für einige Atemzüge lang aufmerksam genau musterte, dann erst fuhr er mit seiner Ansprache fort: „Niemand wurde durch einen Befehl dazu gezwungen, bei der Mission zur Heimatkolonie der Zylonen für die Befreiung von Hera Agathon, teilzunehmen. Denn dies wurde mir ja von Tom Zarek und einigen anderen Führern der Separatisten fälschlicherweise vorgeworfen, obwohl nur freiwillige Frauen und Männer unseres Volkes sich diesem Einsatz angeschlossen hatten. Ein Einsatz, der nicht so schwierig gewesen wäre, hätte Lieutenant Felix Gaeta, dem man von der Seite der Separatisten das Amt des Admirals und das Kommando über die Galactica versprochen hatte, nicht an Bord meines Schiffes eine blutige Meuterei angezettelt hätte, viel einfacher gewesen wäre. Während des fruchtbaren Kampfes um die Galactica, wurden viele meiner Leute verwundet und getötet. Einigen habe ich bereits, da sie sich dem Kampf gegen die feindlichen Truppen angeschlossen hatten, noch einmal eine Amnestie erteilt! Doch einige der Rädelsführer, die es nicht getan hatten, sitzen nach wie vor in der Brig bis ein Militärgericht über ihr Schicksal entschieden haben wird!“

„Was wollen Sie tun, Bill? Wollen Sie uns etwa gleich alle verhaften und dann erschießen lassen?“, fragte Admiral Joseph Tarsus spöttisch lächelnd, nachdem eine weitere kurze Pause entstanden war.
„Das wäre vollkommen absurd! Wir sind zu viele!“, nickte Admiral Joseph Tarsus, der während des Aufstandes befreit worden und dann mit Hilfe die erfolgreiche Flucht auf die Centauria gelungen war, und ebenfalls spöttisch vor sich hinlächelte.
„Habe ich schon längst alles erfahren. Ich habe zudem eine Liste erhalten. Eine Liste mit den Schiffen. Und eine Liste mit den Namen aller Personen, die mitgeholfen haben unsere Einheit und die Chance auf eine gute Zukunft zu zerstören“, erwiderte Admiral William Adama kalt.

Danach hakte sich wieder Präsidentin Francine Baltimore in die Gesprächsrunde ein: „Ja. Die Gegenregierung verfügt über eine stattliche Flotte. Eine Flotte von über 30 Schiffen, darunter 5 Kampfsterne, die eine Bevölkerung von über 45.000 Seelen aufweist. Dies ist in etwa ein Drittel unseres Volkes. Ich weiß, dass das Leid, welches uns durch die Zylonen vor nur noch wenigen Jahren zugefügt worden ist, unermesslich groß ist. Wir alle haben Menschen verloren, die uns lieb und teuer waren. Brüder und Schwestern. Eltern und Großeltern. Nichten und Neffen. Cousins und Cousinen. Ehepartner und Freunde. Es sind Menschen, die wir alle für immer verloren haben. Doch müssen wir unseren Blick nach vorne, in Richtung der Zukunft richten…“
„Eine gemeinsame Zukunft mit den Zylonen, oder was?“, unterbrach Richard Adar, der Präsident der Gegenregierung. „Wir alle lehnen es ab, mit ausgerechnet denen in eine gemeinsame Zukunft zu gehen, die zwei fürchterliche Kriege gegen uns begonnen haben und uns im zweiten dann auch noch versucht hatten vollkommen auszulöschen!“

Es wurde auf Empfehlung eines einbestellten Moderators von der Expedition von Miss Shen eine Pause eingelegt, damit sich alle erst einmal ein wenig zumindest beruhigen konnten, denn die Stimmung zwischen den beiden Lagern war spürbar aufgeheizt.

Während dieser Pause, die auf drei Stunden festgelegt worden war, hatten sich mehrere Gruppen gebildet. In diesen wurde erregt debattiert, unter anderen ob man sich wieder der von Adama und Baltimore geführten Flotte von Überlebenden anschließen sollte oder doch nicht. Einige Commander von der Flotte unter Admiral Adama waren sogar gewillt, die Flotte der Separatisten endgültig ziehen zu lassen. Hardliner hingegen wollten Adama davon überzeugen mit Gewalt die, in ihren Augen, abtrünnigen Menschen und Schiffe zurück in die eigenen Reihen und eigene Flotte zu holen.



Galaxie Sculptor
Unbekannter Planet

Die Zylonen, die es irgendwie doch noch geschafft hatten ihre Verfolger von der Erde erfolgreich abzuschütteln, hatten schließlich einen bewohnbaren kleinen Planeten gefunden, der dazu noch glücklicherweise enorm reich an Bodenschätzen war. Und da sie dort keinerlei Spuren einer bereits bestehenden Zivilisation fanden, nahmen sie diese Welt kurzerhand in ihren Besitz und ließen sie sich dort nieder.

Viele Schiffe und Zylonen ihrer Invasionsflotte, hatten die Kämpfe und die anschließende Flucht vor den Schlachtschiffen der Erde nicht überlebt. Sie hatten dadurch zwar keine Basisschiffe mehr, doch es würde genügen, wenn sie einige Jahre lang nicht von den Menschen entdeckt werden würden, wieder eine ernstzunehmende Flotte und Streitmacht aufzubauen.

Nachdem es dann dunkel und Nacht geworden war, konnten sie am Abendhimmel ganz deutlich die Milchstraße erkennen, die das eigentliche Ziel ihrer Mission gewesen war.



2. Destiny-Galaxie
Novus-Kolonie Solon <> Trinitatis, Krankenstation

Unter einem enormen und belastenden Zeitdruck arbeitete Doktor Rodney Meredith McKay bekannterweise natürlich immer noch am Besten, wobei er meist auch so gut wie unerwartete Leistungen vollbringen konnte. Dies wusste insbesondere Doktor Jennifer Keller, die seit einigen Jahren mit dem Kanadier verheiratet war. Und während ihr Ehemann zwischen Kontrollraum und Labor betriebsam hin- und herpendelte, wurden alle der neu eingetroffenen Kolonisten von ihrem Team auf der Krankenstation sehr genau medizinisch untersucht.

Unten auf dem Planeten Solon selbst, hatte man bereits die meisten der willigen Bewohner erfolgreich evakuieren können. Doch eine nicht unbeträchtliche Vielzahl der übrigen Bewohner von einigen der bewohnten Städte, wollte trotz der akuten aktuellen Bedrohung durch die Drohnen ihre Heimat nicht verlassen.

„Na schön. Keiner von euch muss mit uns mitkommen. Doch wir werden noch einmal auf dem Rückweg, wenn wir die Destiny erreicht haben, nach euch sehen. Dann werden wir unser Angebot, uns doch noch zur Erde zu begleiten, erneuern“, bot Doktor Daniel Jackson einen der anwesenden Senatoren an.
Dieser versicherte sogleich dem Archäologen: „Seien sie unbesorgt, wir besitzen eine äußerst fortschrittliche Technologie, wie sie mit eigenen Augen sehen konnten. Es war uns allen eine besondere Ehre gewesen, dass wir uns unerwarteten kennenlernen konnten. Leben sie wohl, Doktor Jackson.“

Eine Stunde später verschwand die Trinitatis auch schon wieder in den Hyperraum.
Der Leiter der Mission, Doktor Hank McCoy, nahm indessen erfreut zur Kenntnis, dass es Doktor McKay gelungen war, die von ihm gestellte Aufgabe in der gesetzten Frist zu lösen. Somit würde eines ihrer nächsten Ziele die neue Heimatwelt sein, wohin die Evakuierungsflotte von Novus noch immer unterwegs war, weil sie nur mit Sublicht fliegen konnten.



Andromeda-Galaxie
Theta-Sektor
Koloniale Flotte
Ilion, Konferenzsaal

Die  vergangenen drei Stunden waren dann doch sehr viel schneller verstrichen als den meisten lieb gewesen war. Doch kaum war die Konferenz fortgesetzt worden, legten beide Seiten, der jeweils anderen Seite ihre in der Pause vorbereiteten Vorschläge vor. Vorschläge, die unweigerlich natürlich immenses Konfliktpotential, wie vielleicht sogar unter anderen eine heftige militärische Konfrontation in sich bargen. Also einen wohl etwas längeren fürchterlichen Bürgerkrieg, unter den letzten Überlebenden der Kolonien von Kobol, zu entfachen.

Einige Offiziere des Militärs, die somit ihren Eid gebrochen hatten, machten sich derweil mehr oder weniger Sorgen darüber, ob Admiral Adama friedlich bleiben würde oder sich durch einen klugen und gut überlegten taktischen Zug wichtige Ressourcen zurückholen würde. Auch hatten sie alle kein gutes Gefühl, was die geheimnisvolle und ungeklärte Angelegenheit um Lieutenant beziehungsweise Admiral Felix Gaeta anging. Viele hatten die Worte von Admiral Adama so gedeutet, dass er den Anführer der Meuterer auf der Galactica wohl schon bereits hatte hinrichten lassen.

Anstatt eventuell doch noch einer verträglichen Lösung des Problems näher zu kommen, begann leider erneut eine weitere hitzige Debatte. Der alleinige Grund dafür war dieses Mal in den Augen der Administration von Präsidentin Francine Baltimore und Admiral William Adama der blutige Aufstand der Separatisten unter Richard Adar und Tom Zarek sowie den meuternden Militärs, die sich dieser Sache angeschlossen hatten.

„Jetzt reicht es mir aber endgültig!“, rief Colonel Saul Tigh, der damit unerwartet sogar die beiden streitenden Lager zur Ruhe brachte. Jeder verharrte erschrocken in der Haltung, die er soeben inne hatte.
„Ich weiß, dass ich und die anderen drei der letzten Fünf sowie die anderen Zylonen hier nur Gast sind. Aber da es in einer der wichtigen Themenpunkte auch um uns geht, kann ich nicht mehr länger zuhören und schweigen.“
„Was wollen Sie uns mitteilen, Colonel Tigh?“, fragte Richard Adar verwundert.
„Das kann ich ihnen ganz genau sagen, denn ich bin immerhin über 2.000 Jahre alt. Habe zwei furchtbare Holocausts und einige Kriege überlebt. Und eines kann ich ihnen allen hier sagen, dass die Spaltung dieser Flotte diesen Kreislauf nicht beenden wird. Ganz im Gegenteil: Es wird eines Tages erneut passieren! Wir alleine sind zu schwach! Ihr, die Menschen von anderen 12 Kolonien von Kobel seit ebenfalls zu schwach, um alleine zu überleben…“

An dieser Stelle unterbrach schließlich Tom Zarek rüde mit den Worten: „Das werden wir ja sehen!“, den noch immer sprechenden Colonel Saul Tigh.

Doch der Unterbrochene fuhr unbeirrt und davon sichtlich unbeeindruckt in seiner Rede weiter fort: „Ach ja. Hat nicht Hera geholfen den Krebs von Laura Roslin zu heilen, obwohl sie noch nicht einmal geboren war? Also erzählen Sie hier in diesen Saal niemanden irgendwelchen hirnverbrannten Mist, Zarek! Für mich steht es fest: Nur gemeinsam haben wir eine sichere und erfolgreiche Zukunft! Für alle, die es bislang noch nicht wissen oder gar schon vergessen haben, sage und erinnere ich daran, dass der 13. Stamm, der viele Generationen vor dem Exodus der anderen 12, Kobol verließ nur aus Zylonen bestand. Gemeinsam haben wir der Anhängerschaft von Cavil vernichtende Niederlagen zugefügt. Von den anderen Modellen soll ich ausrichten, dass sie allesamt von diesen Einsern getäuscht und in dieses Verbrechen hineingezogen worden sind. Sie bereuen diese Tat zutiefst. So das war‘s jetzt. Mehr hat der 13. Stamm durch mich nichts weiter zu sagen.“

Daraufhin entstand eine stille Pause. Beinahe eine andächtige Ruhe herrschte im gesamten Raum. Alle mussten diese so eben gehörten Worte erst einmal sacken lassen, und auch ebenso darüber nachdenken.

Die einzigen, die die ganze Zeit über verständlicherweise vollkommen ruhig und entspannt blieben, gehörten zur Regierung von Francine Baltimore. Das andere Lager jedoch schien auf einmal in ihrer Zusammenhalt rapide und vehement zu wackeln, denn viele hatten es bislang noch nicht so gesehen und betrachtet, wie es ihnen gerade von Colonel Saul Tigh, dem XO von Admiral William Adama, vorgetragen worden war.

„Dies ist eindeutig der falsche Weg gewesen, Tom!“, flüsterte Richard Adar, der Präsident der Gegenregierung seinem Vizepräsidenten zu. Danach sagte er laut: „Ich danke Colonel Saul Tigh für seine mahnenden und ehrlichen Worte, der uns somit vor einer weiteren Trennung unseres Volkes eindringlich gewarnt hat. Ich konnte klar eine Sorge für alle Überlebenden aller Stämme, auch inklusive dem dreizehnten, von Kobol eindeutig erkennen. Es war wirklich sehr beeindruckend sowie überzeugend, was auch mit klaren Beweisen belegt worden. Doch müssen wir, wer von uns Separatisten es wirklich will, irgendwie aus freien Stücken und auch straffrei zurück in die Reihen der Administration von Präsidentin Baltimore treten können.“
„Gehen Sie ruhig!“, brummte Zarek, der danach anregte eine Wahl abzuhalten, in der es darum ging weiterhin seinen Weg zu gehen, sowie dadurch ein eigenes Volk zu gründen, und zwar ohne die Zylonen, die er nicht als den 13. Stamm, die 13. Kolonie von Kobol anerkennen wollte.



2. Destiny-Galaxie
Hyperraum
Trinitatis, Kontrollraum

Zur selben Zeit hatte die Besatzung der Trinitatis, nach einem kurzen und schnellen Flug im Hyperraum eine traurige Entdeckung gemacht, denn eine Kolonie von Novus war bereits von einer noch bislang unbekannten feindlichen Rasse ausgelöscht worden, weswegen man nur eine kurze Aufklärungsmission hatte durchführen können. Kurz deshalb, weil es dort nichts als Zerstörung gegeben hatte.

„Rufen Sie Doktor McCoy und Doktor McKay in den Kontrollraum, Lieutenant Tapping!“, ordnete Captain Anderson an, weil er etwas auf den Sensoren entdeckt hatte. Sofort betätigte die Soldatin ihr Funkgerät, um die beiden Personen über einen priorisierten Kanal zu rufen.

Wenige Minuten später schon, waren schließlich dann außer Hank und Rodney noch weitere der wichtigsten Personen der Expedition im Kontrollraum versammelt.

„Tja, wie es so aussieht, sind es tatsächlich mehrere dutzende von Schiffen, die offenbar mit Sublicht reisen. Es könnte sich dabei wirklich um die von uns gesuchte Flotte der Novianer handeln“, erklärte Rodney, der sich die Daten noch einmal sehr genau, wenn auch nur recht kurz, angesehen hatte.
Daraufhin fragte Hank: „Wie lange dauert es bis wir sie eingeholt haben?“
„Och, in etwa fünf Minuten.“
„Wie viele Schiffe sind es genau, Doktor McKay?“
„Etwas mehr als fünf Dutzend. Und auf Grund ihrer Größe und Aufnahmekapazität, einfach zu viele, um alle dortigen Passagiere hier auf Trinitatis unterzubringen, wenn dies ihre nächste Frage war, Doktor McCoy.“
„Ja. Wäre in der Tat eine weitere von mir gewesen. Und nach Kurs und Geschwindigkeit ihrer Flotte, würden sie noch etwa 100 Jahre unserer Zeit unterwegs sein bis sie ihren Zielplaneten endlich erreicht haben werden. Und so lange sie dies tun, sind sie soweit wir wissen nicht in Gefahr von diesen Drohnen angegriffen zu werden.“
„Aber vielleicht könnten wir uns mal kurz vorstellen. Daten, Wissen und so austauschen“, erwiderte Doktor McKay, der merklich hippeliger wurde.

„Wir werden hier noch einmal einen längeren Halt machen, wenn wir das eigentliche Ziel unserer Mission erreicht haben, nämlich die Destiny! Aber wir werden dafür als Nächstes das Zielgebiet anfliegen und uns dort auf dem neuen Heimatplaneten der Novianer, die geretteten Menschen absetzen, die wir bei uns haben. Natürlich nur diejenigen, die es auch wünschen!“
„Ich werde Sie mit Freuden daran erinnern, Doktor McCoy!“, versprach Rodney, der sich demonstrativ im Kontrollraum umschaute. Denn genug Zeugen gab es ja, auf die er sich selbstverständlich berufen würde.

Die nächste Zeit über würde Rodney McKay so ziemlich schlecht drauf sein, dies ahnte Jennifer Keller bereits, die allerdings hoffte, dass dieser Zustand durch das getätigte Versprechen von Hank McCoy, dem Leiter der Trinitatismission, gemindert sein würde.


RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - Jonathan J. O´Neill - 26.01.2026

Odyssee
Folge 7.04 - “DEFCON 1”

Milchstraße
Sol-System
Erde, Homeworld Command

Mit großer und auch stetig wachsender Sorge, hatte General Jack O‘Neill die aktuellen Entwicklungen in den vergangenen letzten Tagen beinahe ohne Unterlass mitverfolgt. Denn vor allem insbesondere die letzten zwei Tage aber, die dann in den vergangenen Stunden auf der gesamte Erde nach bekanntwerden der jüngsten Ereignisse die Lage beeinflusst hatten, sorgten zunehmend für immer weitere große Unruhen unter der gesamten Weltbevölkerung.

Schließlich meldete sich dann auch noch überraschend Vala Mal Doran durch eine Übertragung über die Stargate Command Base auf dem Mars zu Wort, in der die Mutter der Orici dann die ersten Befürchtungen schließlich bestätigte, nämlich dass sich die Armee von Adria mittlerweile zum finalen Kreuzzug gegen das Böse schon fast beinahe komplett versammelt hatte.

„Das Böse?!“, stieß Jack gepresst hervor, nachdem Vala schließlich ihren Bericht beendet hatte.
„Entweder meint sie nur die Antiker damit oder auch alle anderen, die sich bis jetzt immer noch ihrer Lehre widersetzt haben.“
„Also wird sie vermutlich irgendwann auch die Erde und selbst auch Atlantis angreifen.“
„Davon war jetzt nicht wirklich die Rede. Ich denke mal, dass sie sich, wenn überhaupt diese beiden Ziele bis zum Schluss aufhebt…“
„Falls Adria es überhaupt muss - uns selber angreifen. Denn hier auf der Erde und ebenso auf der Basis von Atlantis, hat sie genug sogenannte eigene von ihren Gläubigen, die leider für so ziemlichen Ärger sorgen könnten“, unterbrach Jack.
Vala nickte: „Ja. Immerhin hatte man ja bekannterweise ihre Lehre bei euch, auf euren Planeten als eine weitere Weltreligion anerkannt, damit dort wieder der notwendige Friede einkehrt. Zumindest war es so in den meisten Ländern, was Adria allen Anschein nach, wohl nicht mehr zu genügen scheint.“
„Tja, anscheinend war diese Ruhe dann leider wohl nicht von allzu langer Dauer“, erklärte der Leiter des Homeworld Command säuerlich.


PX1-767
Camelot, König Artus‘ Burg

Tief im Verborgenden, in einer geheimen und sehr gut abgeschirmten Kammer, arbeitete Myrddin seit langer Zeit schon bereits fieberhaft nach einer Möglichkeit, die Macht von Adria für immer zu brechen. Er tat dies nach seiner mutmaßlichen Ermordung durch Larissa, und seitdem er in einer Gruft in der Burg von Artus beigesetzt worden war.

Der alte Antiker näherte sich allmählich dem Ziel seiner wohl schwierigsten Arbeit. Denn Myrddin war dabei so etwas Ähnliches wie den Sangreal erschaffen. Doch noch war er nicht ganz fertig. Das nahezu unlösbare Problem vor dem er stand war, dass diese Vorrichtung unmittelbar in der Nähe von der Orici selbst zum Einsatz kommen müsste. Also ein absolut heikles Unterfangen für jeden, der sich dieser Aufgabe stellen würde. Daher musste er sich dringend eine weitere gut durchdachte List einfallen lassen, die dann den endgültigen gewünschten Erfolg und Sieg über die Gefahr der Orici bringen sollte.


Sol-System
Erde
USA, Colorado, Homeworld Command

Kaum war das Gespräch mit Vala Mal Doran im Kontrollraum der Basis beendet worden, erreichten Jack O‘Neill auch schon die ersten Meldungen, dass die Flotten und Armeen der Orici bereits die ersten freien Welten, die sich ihr bislang noch nicht unterwerfen wollten, angegriffen hatten.

Der erste Schritt daher, war nach einer kurzen Denkpause die erneute Kontaktierung der Stargate Command Base auf dem Mars, die umgehend alle Stützpunkte und Einheiten der Erde in der Milchstraße kontaktieren, die dann im Anschluss auch noch so viele verfügbare und entbehrbare SG-Teams wie nur möglich entsenden sollte, um möglichst viele der befreundeten Welten so gut es ging, vor diesen erneuten feindlichen Übergriffen der Orici Adria und ihrer Streitkräfte zu schützen.

Danach nahm General Jack O‘Neill auch noch Kontakt mit Professor Charles Xavier auf, der sich erfreulicherweise endlich wieder soweit von seiner Krankheit erholt hatte, dass man auch ihn um die dringend notwendige Hilfe bitten konnte.

New York, Westchester

Schon wenige Minuten später, begann der Professor im unterirdischen Bereich der Universität, die er gegründet hatte, mit der Arbeit. Und da bei Charles Xavier leider schon nach nur wenigen Minuten die Konzentration doch erkennbar nachgelassen hatte, war es dann schließlich an Doktor Jean Grey, natürlich nur nach einer Einweisung ihres Lehrers, fortzufahren. Doch Jean musste beim Umgang mit Cerebro sehr vorsichtig und behutsam sein, dies wusste sie. Daher machte sie vorsichtshalber nach etwa einer Viertelstunde eine erste Pause, welche sie nutzte um ihre bereits gewonnen Informationen an ihre Freunde weiterzugeben.

Colorado, Homeworld Command

Die Informationen, die General O‘Neill dann von den X-Men erhielt, wurden von jenem natürlich sehr vertraulich behandelt. Er konnte erleichtert bislang erkennen, dass es den wenigsten Anhängern der Religion von der Orici Adria wirklich um die befürchteten gewaltsamen Auseinandersetzungen mit ihren Mitmenschen auf dem blauen Planeten ging, da sie ja selber auf der Erde größtenteils ihren Glauben frei ausüben konnten.  Deswegen konzentrierte Jack daher sein Hauptaugenmerk auf die Nationen, in denen es überhaupt keine Religionsfreiheit gab, also wo die Lehre der Orici als absolute Ketzerei gebrandmarkt worden war.
Und genau diese Länder und ihre Bewohner mussten, in einer Sitzung von den Vereinten Nationen, einmal mehr dringend mehr davon überzeugt werden, den Zusammenhalt zu waren.



Ori-Galaxie
Celestis

In der Zwischenzeit hatten es die Armeen der Orici nach relativ nur kurzer Zeit geschafft alle Menschen in ihrer eigenen Galaxie erfolgreich komplett zu unterwerfen, was bedeutete, dass sie jetzt entweder der Lehre folgten oder versklavt worden waren. Somit war denn jetzt der Moment gekommen, dass sich ein weiterer großer Teil der Flotte von Mutterschiffen über Celestis versammelt hatte. Bei Nacht konnte man mit bloßem Auge bei klarem Himmel die gewaltige Flotte sehen.

„Morgen ist es soweit, dann werdet ihr in mehrere Galaxien aufbrechen, wo es Menschen gibt, zu denen euch die Schiffe tragen werden! Dort angekommen, werdet ihr das Wort der einzigen Wahrheit im Universum allen noch unwissenden und noch nicht erleuchteten Menschen endlich verkünden! Alle Menschen, die sich dennoch der Lehre verweigern, macht zu unseren Sklaven!“, verkündete Adria mit lauter Stimme in ihrer Ansprache, wobei sie triumphierend lächelte und dachte zufrieden: ,Dieses Mal wird mich niemand mehr aufhalten können! Denn dieser finale Kreuzzug gegen das Böse im Universum wird die endgültige Entscheidung bringen! Und mir somit unbegrenzte, absolute Macht!‘



Pegasus-Galaxie

Der Tag, der von Adria lange ersehnt worden war, war endlich gekommen. Das bereits bestehende Supergate in der Pegasus-Galaxie erwachte abermals zu neuem Leben.

Nachdem sich der riesige Blauglitzernde Ereignishorizont gebildet hatte, erschienen nach und nach daraus 18 Mutterschiffe der Orici. Also eine gewaltige Flotte. Diese teilte sich aber schon kurz nach ihrer Ankunft in mehrere Gruppen auf. Denn sie sollten alle Welten aufsuchen, die sich immer noch weigerten die Lehre der Orici anzunehmen, wobei nur Atlantis und einige bestimmte Welten, auf ausdrücklichen Befehl von der Orici Adria, zunächst noch ausgelassen werden sollten. Es war nämlich das Ziel, die Erde und ihre Verbündeten zu reizen, zu einem unüberlegten Erstschlag gegen die Orici zu provozieren.



Andromeda-Galaxie

In dieser Galaxie, die etwas größer als die Milchstraße war, öffnete sich ebenfalls das Supergate. Hier traf eine noch größere Flotte, eine wahre Armada, von 42 Mutterschiffen von der Orici ein, die sich ebenfalls, nachdem alle angekommen waren sehr schnell aufteilte, um den Befehl ihrer Göttin zu erfüllen. Da es hier, wie in der Pegasus schon viele Gläubige gab, suchte man zunächst die schon bekannten Welten auf. Doch auch hier galt eine klare Vorgabe, nämlich bis zur endgültigen Kontrolle über diese Galaxie noch keine Konfrontation mit den Menschen der Erde, die hier ebenfalls mit einigen Völkern verbündet waren, zu denen man selber guten Kontakt pflegte, zu suchen. Außerdem befand sich in einer Begleitgalaxie von der Andromeda-Galaxie natürlich auch die Heimatwelt von Adriana, weswegen man zusätzlich von Adria höchstpersönlich zur Zurückhaltung ermahnt worden war.



2. Destiny-Galaxie
Unbekanntes Sonnensystem

Beinahe unbemerkt geschah es. Doch die Nakai, aber auch nur einige Kontrollschiffe samt ihren Drohnen registrierten eine ihnen bislang noch unbekannte Technologie.

Es handelte sich dabei um ein Supergate, das sich binnen kurzer Zeit am Rande dieser Galaxie, fernab der Route der Destiny und somit auch der von der Trinitatis, gebildet hatte. Dies geschah natürlich besonders durch die auf pure Zerstörung programmierten Drohnen, die mit ihren pausenlosen Angriffen und Dauerbeschuss auf das stetig wachsende Kraftfeld, welches dadurch mit der notwendigen Energie versorgt wurde. In einem enorm hohen Tempo, welches beängstigend gewesen war, wuchs das Kraftfeld weiter, bis es dann letztendlich den gesamten Planeten umschlossen hatte.
Das Resultat war die rasante Entstehung des Brückenkopfes für Streitkräfte der Orici Adria nun auch in dieser Galaxie.

Die sehr kleine Flotte, die nur aus sieben Mutterschiffen bestand, hatte keinerlei Schwierigkeiten die Angriffe all ihrer Gegner, den Drohnen mit ihren Kontrollschiffen und auch den Nakai, die sich in unmittelbarer Nähe befunden hatten, erfolgreich abzuwehren. Da es sich bei all ihren Angreifern um keine Menschen gehandelt hatte, wurde sie gnadenlos komplett ausgelöscht. Denn auch die einzige Mission dieser Flotte bestand darin, diese Galaxie zu erkunden sowie die Menschen, die hier lebten so schnell wie möglich aufzuspüren und dann zur Lehre der Orici zu bekehren.

Dass sich momentan eine Flotte eines alten Erzfeindes in dieser Galaxie aufhielt, wurde von der Trinitatis nicht mehr bemerkt, denn sie hatte diese vor wenigen Minuten bereits fürs Erste mit einem Sprung in den Hyperraum wieder verlassen. Doch zunächst hatte man erstaunlicherweise fast alle Menschen, die man bislang von ihren Kolonien evakuiert hatte, auf deren neue Heimatwelt absetzen können. Nur ein paar Dutzend Personen wollten sich an Bord der Trinitatis der Mission zur Destiny anschließen.

Niemand an Bord der Trinitatis oder gar auch die Menschen in dieser Galaxie war bewusst, dass sie eine ungewisse Zukunft bei einer erneuten Begegnung erwartete.



Milchstraße
Sol-System
Mars, SGCB, Torraum

Das SG-23-Team kehrte gemeinsam mit den beiden neuen SG-Teams 37 und 39 von einem vollkommen unerwarteten riskanten Einsatz, auf P7J-R666, zurück. Es war zwar keiner von den drei Teams verloren gegangen. Aber bei dem Feuergefecht, hatte es leider mehrere Verwundete gegeben, die sich dennoch, aber unter den größten Schmerzen bis hierher geschleppt hatten, dann jedoch auf der Rampe erschöpft zusammengebrochen waren. Und sofort nachdem auch der letzte von ihrem eigenen SG-Team endlich den Ereignishorizont passiert hatte, wurde auf Befehl von Major Emilia Rodriguez sofort die Iris geschlossen. Kurz darauf hämmerten die ersten Treffer einer heftigen Beschusssalve auf die metallene Schutzblende, die ein Durchdringen verhinderte.

Es eilten und hasteten kurz darauf auch schon die ersten Sanitäter in den Torraum, die damit begannen die Verwundeten zu versorgen.

Besprechungsraum

Auf Grund der Lage lud der britische General Stokeville, der gerade Dienst hatte, zu einem umgehenden Rapport.

„Wir mussten bislang schon insgesamt drei unserer zwölf Stützpunkte in der Milchstraße evakuieren, Sir. Adria meint es wirklich absolut Ernst. Unsere drei Teams wurden aus einem Hinterhalt heraus, vollkommen überraschend, angegriffen. Und zwar kurz nachdem wir alle durch das Stargate gekommen waren. Fünf von unseren Leuten wurden leider bei diesem Gefecht schwer verletzt…“
„Ist schon gut, Major. Sie sind alle mit dem Leben davongekommen, und…“
„Sir. Die wollten uns nicht davonkommen lassen, sondern töten - und zwar uns alle! Keiner von unseren Teams sollte diesen Angriff überleben!“

Die braunen Augen von Major Emilia Rodriguez waren immer noch durch die Ereignisse vollkommen glasig, weswegen General Stokeville die Berichterstattung umgehend abbrach, und alle, ohne jegliche Ausnahme, sofort auf die Krankenstation beorderte.

Er selber nahm indessen Kontakt mit dem Homeworld Command auf, denn General O‘Neill musste von diesen aggressiven Akt durch die Truppen von Adria erfahren, und zwar umgehend.



Ori-Galaxie
Celestis

Adria tobte indessen rasend vor Wut, nachdem sie erfahren hatte, dass es einigen von ihren übereifrigen Soldatinnen und Soldaten, welche ihre Göttin beeindrucken wollten, misslungen war drei SG-Teams der Erde spurlos komplett auszuschalten. Somit hatten diese Soldatinnen und Soldaten der Erde einen Vorwand geliefert, obwohl ihr Befehl eindeutig gewesen war, nämlich keinerlei Auseinandersetzungen mehr mit den Streitkräften der Erde.
In einer darauffolgenden Anhörung und einem Verhör, ließ Adria kurzerhand die Verantwortlichen unter ihnen hinrichten.

Daher änderte sie gezwungenermaßen ihren eigentlichen Plan ab, denn sie ordnete an, so schnell wie nur möglich die Pegasus und auch die Milchstraße komplett unter Kontrolle zu bringen, damit ihre Truppen dann endlich damit anfangen konnten die Erde und auch Atlantis zu belagern, um diese Bastionen in die Knie zu zwingen. Zudem befahl sie noch, dass sich ihre Tochter Adriana unverzüglich zu ihr begeben sollte. Die Orici erhoffte sich nämlich dadurch einen leichten Zugang zu Ilion zu erhalten, denn sie wusste, dass es bereits Menschen selbst auch unter den Kolonialen gab, die sie als Göttin bereits verehrten.



Andromeda-Galaxie
Omega-Sektor
Koloniale Flotte
Ilion, Miss Shens Büro

Nachdem es Admiral William Adama und Präsidentin Francine Baltimore endlich geschafft hatten, alle zumindest dazu zu überreden ihnen zunächst einmal zur neuen Heimat aller Überlebenden der 13 Kolonien von Kobol zu folgen. Darunter waren natürlich auch alle aktuellen Mitglieder, die zum Expeditionsteam von Xiaoyi Shen gehörten, die froh darüber waren, dass man endlich erfolgreich Kontakt zur Stargate Command Base auf dem Mars in ihrem eigenen Sonnensystem, in ihrer Heimatgalaxie, aufbauen konnte.

Doch die aktuelle Entwicklung hier in der Andromeda, als auch im übrigen bekannten Teil des Universums, versetzte die Anführerin der Expedition verständlicherweise in eine erhöhte Alarmbereitschaft.
Deswegen hatten sie ihren gesamten Führungsstab zusammengerufen, um mit allen über diese Lage zu beraten. Schnell war man sich einig, dass es Adria nicht gelingen durfte die Kontrolle über Ilion zu erlangen.

„... General O‘Neill, das IOA und die UN sind derselben Ansicht. Wir sind damit beauftragt worden, die Bevölkerung hier wachzurütteln!“, schloss Miss Shen, die sofort bei einigen, nämlich den Wissenschaftlern große Nervosität erkannte.
„Wir können doch nur sehr wenig ausrichten. Die Munitions- und Treibstoffvorräte sollen sehr niedrig sein. Ich hoffe nur, dass General O‘Neill da Rat weiß“, erklärte Colonel Long Chou.
„Ja. Die Kampfsterne unserer eignen Flottenverbände hatten bereits einige Gefechte mit den großen Schlachtschiffen der Orici“, gestand Shen, „doch sind alle erstaunlicherweise ohne Schäden geblieben, obwohl die Schutzschilde noch nicht installiert waren. General O‘Neill hat bereits DEFCON 1 ausgerufen! Es ist eine Stunde her als er den Befehl dazu erteilt hat. Alle Streitkräfte sowie die Reserve befinden sich in erhöhter Alarm- und auch Gefechtsbereitschaft.“
„Ist verständlich, dass es General O‘Neill bei diesen Ereignissen tun musste. Doch werden wir durch diesen Vorteil mit unseren neuen Schlachtschiffen Erfolg haben“, nickte Major Ivan Karpov.
Auch alle anderen ranghöchsten Offiziere stimmten dem zu, waren aber dafür alles mit ihren neuen Verbündeten sehr genau abzustimmen. 
„Gut, dann packen wir es an!“, schloss Miss Shen die Runde, nachdem sie allen ihre Aufgaben zugeteilt hatte.

Astral Queen, Brücke

Tom Zarek, der durch die Einsicht von Richard Adar mittlerweile zum Präsidenten der Gegenregierung geworden war sowie dadurch natürlich auch die Gegenregierung und der Separatisten anführte, fieberte dem amtlichen Ergebnis der Abstimmung entgegen.

Battlestar Pegasus, CIC

Für seine engsten Vertrauten, war es Admiral William Adama anzumerken, dass er nur allzu gerne auch Tom Zarek und einige der Offiziere am Bugschott, wegen Hochverrats und Meuterei aufstellen und erschießen lassen würde. Außerdem war es für alle, die nicht eingeweiht waren, immer noch ein Rätsel was mit Lieutenant Felix Gaeta war.

Schließlich bekam Admiral Adama von Lieutenant Hoshi den Ausdruck mit dem Ergebnis der Volksbefragung überreicht.

Odyssee
Folge 7.05 “Die Lunte brennt”

Andromeda-Galaxie
Omega-Sektor
System der neuen Heimatwelt
Battlestar Pegasus, CIC

Das endgültige und nun mehr vorliegende offizielle Ergebnis der Volksbefragung, die natürlich vom amtierenden Präsidenten der Gegenregierung, Thomas „Tom“ Zarek, mit einer nur sehr knappen Mehrheit durchgesetzt worden war, lag mittlerweile natürlich unter anderem auch Admiral Adama, durch die Übergabe des Dokumentes, ausgehändigt von Lieutenant Hoshi, nun ebenfalls vor.

Es hatte sich leider sehr viel durch diese Volksabstimmung geändert. Denn nach wie vor waren über zehn Prozent der gesamten überlebenden Bevölkerung der Kolonien aus dem Cyrannus-Systems dafür, sich von den anderen von ihrem Volk für immer zu trennen. Weil sie es einfach nicht wollten, nicht wollten in Zukunft, auf der von der Galactica entdeckten fruchtbaren Welt mit den Zylonen zusammenleben.

„Ich will so schnell wie möglich wissen, wer sich alles vom Militär unserer Flotte daran gedenkt zu beteiligen, Mister Hoshi!“
„Wird sofort erledigt, Sir.“

„Was haben Sie denn jetzt vor, Bill?“, fragte sofort der XO, der den entschlossenen Blick seines Freundes als auch Vorgesetzten nur allzu gut kannte.
„Ich werde es einfach nicht zulassen, dass wir durch einen solchen ideologischen Blödsinn derartig geschwächt werden! Nicht nachdem, was in jüngster Zeit mit unserem Volk passiert ist! Wir haben Verbündete gefunden, sowie auch andere Überlebende unseres Volkes! Auch kann ich nicht nachdem, was Gaeta uns und mir angetan hat…“
„Lieutenant Felix Gaeta ist tot, Bill“, erinnerte Saul Tigh wieder einmal seinen langjährigen Freund an eine wichtige Tatsache.
„Ich weiß, Colonel. Aber es ist wahr, was Sie in dieser Konferenz uns gesagten hatten, denn wir haben nur gemeinsam die Chance den Kreislauf der Gewalt zu beenden! Und zwar nur, wenn alle 13 Stämme von Kobol vereint die Zukunft zu bestreiten, nachdem alle die Wahrheit kennen! Nicht das, was auf Kobol und in den Kolonien, noch einmal passiert! Und Felix ist mit unseren alten Mädchen untergegangen, wie Sie wissen, Saul. Er war scharf auf die Galactica, genauso wie dieser verfluchte schleimige, verschlagende und zwielichtige Mistkerl Tom Zarek! Für mich steht eines absolut fest: Ich lasse mir von diesem Kerl, von einem Möchtegernpräsidenten und verfluchten Terroristen, nicht so einfach und ohne weiteres mit rund einem Zehntel unseres Volkes und unserer gesamten Flotte von hier weggehen!“

Die letzten Worte von William Adama klangen, während er sie aussprach schon mehr wie ein sehr wütendes Knurren. Der alte Mann war eindeutig in einer Angriffsstimmung, dies bemerkte nicht nur Saul Tigh, sondern auch schon kurz darauf sehr viele andere im Combat Information Center, die in den letzten Jahren unter seinem Kommando ihren Dienst versahen.



Pegasus-Galaxie
Wraithflotte
Flaggschiff und Gemach der Königin

Böse fauchend wandte sich die letzte verbliebene Wraithkönigin blitzschnell um, weil sie einen leichten Windhauch kurz hinter ihrem Rücken gespürt hatte.

Die Wraith erstarrte schlagartig für einen Moment, da sie schnell erkannt hatte, wer da so eben in ihr privates Gemach eingedrungen war. Es war Adria, die keinerlei Probleme damit hatte auf solchen Wege einzudringen, wo auch immer sie es auch wollte.

„Ich bin hier, um Euch ein Angebot zu unterbreiten“, begann die Orici, die dann ein altes und auch schon bekanntes Angebot der Wraith-Königin präsentierte. Am Ende schloss Adria dann mit folgenden Worten: „…solltest Ihr euch weigern, werde ich Atlantis verraten wo Ihr und Eure Flotte gerade versteckt seid!“

Die Antwort der Wraithkönigin war zunächst nur ein sehr wütendes Zischen der absoluten Empörung. Aber sie wusste natürlich auch, dass sie erst einmal wohl oder übel auf jenes Angebot eingehen musste.


Machtbereich der Genii
Unbekannter Planet

Eine Gruppe aus dem neu entstandenen Volk der Wraith um Todd, die allesamt durch das Medikament, welches mit Hilfe von den Doktoren Keller und Beckett entwickelt worden war, sich nicht mehr an Menschen zu nähren brauchten, waren erneut auf der Suche nach Handelspartnern.
Doch sie waren in eine gerissen gestellte Falle getappt. Viele Menschen kannten die Wraith natürlich als eine sehr verschlagene und absolut gefährliche, ja im wahrsten Sinne des Wortes eine todbringende Rasse, der man nie trauen konnte beziehungsweise durfte.

Bevor die bewaffnete Gruppe der Menschen zum tödlichen Schlag ausholen konnte, befahl eine herrische Stimme einer Frau: „Halt! Wartet!“

Es war Dahlia Radim, die Schwester von Ladon Radim, dem Anführer der Genii, der es zudem geschafft hatte, sein Volk wieder stark und einflussreich unter allen anderen Völkern in der Pegasus zu machen.

Nachdem es vor einigen Jahren schon Doktor Carson Beckett geschafft hatte, erfolgreich die Schwester Ladons von ihrer Krebserkrankung zu heilen, die dann nach einem ausgehandelten Friedensvertrag eines Tages wieder zu ihrem Bruder zurückkehren durfte. Ladon Radim hatte seine Schwester Dahlia dann bereits schon nach sehr kurzer Zeit, zu seiner obersten Heerführerin und außerdem zu seiner bevorzugten Kontaktperson nach Atlantis ernannt.

Dahlia Radim war aufgefallen, dass all diesen Wraith die Nährmünder an den Händen fehlten. Diese unerwartete Entdeckung hatte sie stutzig gemacht, obwohl sie von diesen Gerüchten bereits gehört hatte, dass es offenbar den Atlantern wirklich gelungen sei, die meisten der noch lebenden Wraith in menschenähnliche Wesen zu verwandeln.

„Nehmt sie alle gefangen, und sperrt dann diese Kreaturen alle in einen eisernen Käfig! Ich nehme derweil Kontakt zu den Atlantern auf!“, ordnete Dahlia Radim an.
„Jawohl, oberste Heerführerin.“


M77-1J9

Eine andere Gruppe von Todds Volk hatte nicht so viel Glück, denn mit Knüppeln, Feldgeräten sowie anderen Werkzeugen fielen die Bauern und Dorfbewohner über die unbekannten Fremde her, die große Ähnlichkeit mit den Todfeinden aller Menschen in dieser Galaxis hatten. Nachdem sie die meisten von ihnen bereits schon mit großer Brutalität niedergemetzelt hatten, bemerkten sie natürlich jetzt erst vollkommen verwundert, dass etwas mit diesen Wraith nicht stimmte.

„Wir müssen sie alle töten und dann sofort verbrennen! Ihre Asche beseitigen! Denn nichts von ihnen darf von ihrer einstigen Anwesenheit hier hindeuten!“, lautete das Urteil des Dorfältesten, der die Bewohner der nahegelegenen Siedlung und die Streitmacht anführte.



Milchstraße
Sol-System
Erde
USA, Homeworld Command

Tief im Herzen des Cheyenne Mountain im US-Bundesstaat Colorado, wo sich über viele Jahre das Stargate-Center befunden hatte, wurde der ziemlich müde General Jack O‘Neill von seiner Adjutantin Captain Lauren Perry unsanft aus seinem kleinen Nickerchen gerissen.

„…daher sollten Sie es sich persönlich ansehen, Sir.“
„Gut. Ich komme gleich“, murmelte der unsanft Geweckte mit einem leichten Brummen, der sich immer mehr nach den mehr als nur verdienten Ruhestand sehnte.

Kurz nachdem General O‘Neill dann auch schon im Kontrollraum eingetroffen war, konnte er es schließlich mit seinen eignen Augen sehen. Auf dem großen Monitor als auch auf dem gewaltigen 3D-Hologramm der Tiefraumüberwachung waren mehrere Signale, die eine überaus gewaltige Flottenbewegung zeigten.

„Das könnte ein wirklich sehr großes Problem werden, wenn die in der Tat alle zu uns wollen“, seufzte Jack, der sogleich zum Hörer griff, um alle seine Vorgesetzten umgehend über die aktuelle Entwicklung zu informieren. Danach würde er sich außerdem mit der Phoenix Foundation, wegen der aktuellen Schutzschildforschung, in Verbindung setzen.



Andromeda-Galaxie
Omega-Sektor
System der neuen Heimatwelt
Battlestar Pegasus, CIC

„Ist diese Liste hier endgültig, Mister Hoshi?“
„Ja, Admiral.“
„Dee, nehmen Sie über einen sicheren Kanal Kontakt zu General Carter auf!“

Verstehend nickte Anastasia Dualla nur, um zu zeigen, dass sie den Befehl verstanden hatte.
„Von mir aus könnten die beinahe fast alle gehen! Alle bis auf Tom Zarek!“, knurrte ein immer noch wütender William Adama, der nach wie vor wild entschlossen schien und nicht dazu bereit war, allen Meuterern und Separatisten die begangenen blutigen Taten in der jüngsten Vergangenheit vollends zu vergeben und eine Amnestie zu erteilen.

Der Admiral und Colonel Tigh sahen sofort, dass Lieutenant Hoshi einmal mehr eine sehr gute Arbeit geleistet hatte. Auf den erstellten Listen konnten sie schnell erkennen, wo und auf welchen Schiffen sich die gefährlichsten aller Separatisten aufhielten. Darunter waren auch einige Kampfsterne, die nach wie vor loyal zu ihrem neuen Präsidenten, Tom Zarek, von der Gegenregierung standen.

„General Carter ist jetzt in der Leitung“, erklärte Dee, worauf Husker den Hörer abnahm um Sam sein Vorhaben zu erläutern.

U.N.S. Concordia, Brücke

„Ich kann Sie ja verstehen, aber das ist aus meiner Sicht leider sehr schwer vertretbar, Admiral“, antwortete Samantha Carter, die darum gebeten worden war, Tom Zarek auf ihr Schiff zu beamen.
„Sie haben leider bereits nur bislang eine Kostprobe davon erhalten, wie gefährlich dieser Mann überhaupt ist, General“, hörte Sam die besorgte Stimme von William postwendend erwidern. In diesen Punkt musste sie ihm Recht geben, weswegen sie sich letztendlich mit dem Worten: „Wir sind hier ja zum Glück nicht auf der Erde, und dies ist eine in der Tat besondere Situation.“, doch dazu bereiterklärte.
„Ich danke ihnen!“



Milchstraße
Sol-System
Erde
USA, Kalifornien, Los Angeles, Phoenix Foundation

Sean Angus „Sam“ MacGyver-Malloy hatte seit der schon sehr langen Abwesenheit seines Vaters sehr viel zu tun, denn es war nicht gerade wirklich einfach, eben die Arbeit dieses Mannes, der sich auf der Destiny befand, fortzusetzen. Andererseits jedoch, dachte er ja größtenteils genauso wie er. Außerdem half ihm bei dieser so wichtigen Tätigkeit seine Verlobte, Mei Jan, mehr als nur hervorragend. Dadurch war auch die Erleichterung von General O‘Neill auch durch das Telefon nahezu greifbar gewesen.

„…es wird allerdings noch einige Zeit dauern bis wir…“
„Zerbrecht euch beide darüber nicht den Kopf, bitte! Wir kriegen das schon hin. Bringen Sie die Pläne am Besten persönlich ins Homeworld Command!“, riet Jack zum Ende des Gespräches.

Erdorbit

Wie schon längst befürchtet worden war, trafen die ersten Schiffe der Flotte von Adria im Orbit der Erde ein. Doch sie eröffneten nicht den Kampf gegen die zusammengezogene Flotte der Erde, sondern suchten zunächst das Gespräch. Denn der Befehlshaber dieser Vorhut hatte den Auftrag erhalten, mit den Menschen der Erde erst einmal in Ruhe zu verhandeln.
Anhand der Reaktion der Menschen von der Erde, wollte Adria dann über weitere Schritte nachdenken. Aber einen Zweck hatte dies, nämlich die Streitkräfte der Erde über ihrer Heimatwelt zu binden, damit sie ihr nicht in die Quere kommen konnten.


Marsorbit

In der Nähe des Mars tauchte ebenfalls eine große Flotte von den Mutterschiffen der Orici auf. Auch diese Streitmacht sollte die dortige Flotte der Menschen von der Erde vor Ort binden.

Mars
SGCB, Besprechungsraum

Der unbequeme Moment war dann leider doch gekommen, und zwar jener, der alle Kommandeure der Basis an einen Tisch brachte. Dieser Raum lag genau neben dem Kontrollraum der Basis. Denn als galt von hier aus die Verteidigung der Basis und des Mars zu organisieren, was kein leichtes Unterfangen darstellen würde.



Pegasus-Galaxie
M7-4J99

Ohne jegliche Vorwarnung traf die Wraith-Flotte, der letzten verbliebenen reinblütigen Wraith-Königin, über ihren Zielplaneten ein. Sie nahmen in kurzer Zeit so viele Menschen, wie es ihnen nur möglich war, auf. Dabei setzten die Wraith auch sehr viele Bodentruppen ein, die die Menschen vehement wie verschrecktes Vieh aus ihren Verstecken aufstöbern und zusammentreiben sollten.

Nur gerade einmal ein paar hundert Bewohner des Planeten konnten diesem Ausdünnen entkommen oder blieben gar unentdeckt, weil sie sich in ihren Verstecken ruhig genug verhalten hatten, so dass die Wraith sie nicht hatten aufspüren können.

So schnell wie die Wraith aufgetaucht waren, verschwanden sie dann auch wieder mit der gesamten Flotte in den Hyperraum.

Hyperraum
Wraithflotte
Flaggschiff, Thronsaal

Die Königin war äußerst zufrieden, denn ihr Angriff war gut ausgegangen, und alle Zellen und Kammern waren mit Menschen gut gefüllt. Doch noch gab es Platz für viele weitere Menschen, die sie von ihren Welten zu entführen gedachte. Die letzte Wraith-Königin hatte nämlich keinerlei Lust der Orici zu Diensten zu sein, denn es war ihr zutiefst zuwider. Denn sie war seit dem Widerauftauchen von Atlantis sehr stolz und wütend darüber, was ihrer sonst so seit Jahrtausenden dominanten Rasse durch diese Menschen, die sich in der alten Stadt der Antiker aufhielten, widerfahren war. Deshalb hatte sie beschlossen, jenen Pakt mit Adria nur zum Schein nachzukommen, aber in Wahrheit natürlich ein ganz anderes Ziel zu verfolgen, nämlich ihr eigenes, welches darin bestand, sich in eine andere Galaxie zurückzuziehen.


Atlantis, Stargateraum

Gerade eben erst, waren die beiden Teams von Sheppard und Lorne zurückgekehrt, da wurde für alle vollkommen unerwartet der Annäherungsalarm ausgelöst. Sofort eilten sie alle nach oben, um zu erfahren was der Grund dafür sei.

„Es ist eine Flotte von Adria. Aber sie ist noch sehr weit weg“, erkannte Richard Woolsey, der Leiter des Atlantisteams.
„Ja. Sie scheinen es nicht sonderlich eilig zu haben. Aber es sind ein Dutzend Schiffe! Und die kommen immer noch um vier Stunden eher bei uns an, bevor die meisten Schiffe unserer eigenen Flotte wieder zurück sind…“, pustete John Sheppard.
Doch er wurde von Laura Cadman mit den Worten: „Ich empfange soeben von dieser Flotte eine Übertragung, obwohl sie noch sehr weit von uns entfernt sind: Sie wollen uns nicht angreifen, sondern sind damit beauftragt worden mit uns zu verhandeln.“, unterbrochen.



Andromeda-Galaxie
Omega-Sektor
Koloniale Flotte

Nachdem Tom Zarek, Präsident der Separatisten, spurlos von Bord der Astral Queen verschwunden war, brach in der ganzen Flotte, die ihm unterstand eine große Unruhe aber auch zunehmend eine gewisse Panik aus. Denn niemanden von ihnen war nämlich bekannt, wo denn Zarek abgeblieben war. Dieser befand sich mittlerweile an Bord der Battlestar Pegasus in einer Zelle der Brig, nachdem er von der Transporttechnologie der Concordia nämlich direkt von der Astral Queen auf die Pegasus gebeamt worden war.

Battlestar Centauria, CIC

Für Admiral Joseph Tarsus war der Fall sehr schnell klar: „Da kann nur Adama hinter stecken, und auch diese General Carter. Wir müssen sofort die Pegasus angreifen, Theodor!“
Es dauerte auch nicht lange, da hatte er Admiral Thasos mit einer ganzen Flotte von Raptor sowie allen verfügbaren Viper-Geschwadern zum Angriff auf die Pegasus angestachelt.

Nach einer kurzen Rückfrage, wusste man auch die Unterstützung von der Titania als auch der Lyxis für diesen Angriff auf ihrer Seite.

„Ich werde mich an Bord der Caprica begeben, um dort das Kommando zu übernehmen“, gab Admiral Tarsus bekannt.
„Was ist mit Commander York, Joe?“
„Wenn sie klug ist, tritt sie ihre Befehlsgewalt über die Battlestar Caprica freiwillig ab. Andernfalls werde ich sie persönlich töten!“, lautete die Antwort.

Battlestar Tauron, CIC

Commander Barbara Tiber hatte es sofort abgelehnt bei einen heimtückischen Angriff auf die Battlestar Pegasus mitzumachen, da sie keine Lust hatte unter einem Präsidenten mit dem Namen Thomas Zarek, der einst ein Terrorist gewesen war und in ihren Augen es auch nach wie vor war, zu dienen. Deshalb warnte sie mit größter Vorsicht über eine sichere Leitung umgehend Admiral Adama vor den bereits begonnenen Großangriff.


RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - Jonathan J. O´Neill - 27.01.2026

Odyssee
Folge 7.06 “Schisma, Teil 1”

Andromeda-Galaxie
Omega-Sektor
Koloniale Flotte

Schon sehr kurz, und somit auch schnell nach dem spurlosen Verschwinden von Thomas Zarek, dem Präsidenten der Separatisten, von Bord seines Schiffes, der Astral Queen, waren die schweren und harten Kampfhandlungen zwischen den beiden nun mittlerweile absolut vollkommen unterschiedlichen ideologischen Flotten der letzten Überlebenden der Kolonien von Kobol abermals sehr heftig aufgeflammt. Der eine Teil der Flotte, unter der Führung von Präsidentin Francine Baltimore und Admiral William „Husker“ Adama wollte eine Zukunft aller 13 Stämme von Kobol, inklusive gemeinsam mit den Zylonen eingehen, doch die andere, unter der Führung vom Gegenpräsidenten Thomas Zarek und seinem Vize, Richard Adar, sowie deren immer größer gewordener Anhängerschaft, hatten diesen unerwarteten Schritt abgelehnt. Und dies obwohl jener Schritt vermutlich ein Ende des bisherigen Kreislaufes der Geschichte ihres Volkes bedeutet hätte. Doch ohne wirklich sehr lange und ausführlich darüber nachzudenken oder zu beraten, hatten die Anhänger von Zarek, die von jenen rhetorisch aufgehetzt worden sind, den Vorschlag des friedlichen Zusammenlebens schließlich angewidert und auch zutiefst empört abgelehnt.

Battlestar Pegasus, CIC

Niemals hätte es Admiral William Adama noch für wirklich möglich gehalten, nämlich eines Tages einen solchen großen modernen Kampfstern, von der Mercury-Klasse, irgend ein wann mal zu kommandieren. Und schon gar nicht in einer solchen gefährlichen Situation, in einer bösen kriegerischen Auseinandersetzung, schon gar nicht in Form eines Bürgerkrieges. Ein Krieg unter ehemaligen Gefährten, der die Einheit und auch Zukunft ihres Volkes so massiv gefährden würde, weil eine handvoll Leute ein gefährliches Gift in ihrer Gemeinschaft verbreitet hatten, um ihre Vorteile und sich Macht sowie Einfluss zu sichern.

Wohlwollend hatte er aber schon bereits von der ersten Sekunde an, die vor über einer Stunde eingegangene Warnung von Commander Tiber zu Kenntnis genommen. Aber er selber hatte sich so etwas in der Richtung schon bereits gedacht, dass die radikalsten unter den Anhänger Zareks einen Angriff auf ihn starten würden, weshalb er bereits schon selber die Vorkehrungen dafür in die Wege geleitet hatte.

„Geben Sie den Befehl unsere Vögel zu starten, Admiral?“
„Nein, Colonel! Noch nicht! Noch nicht. Denn wir lassen diese Kerle erst einmal dicht an uns herankommen. Und dann, wenn sie nahe genug dran sind, eröffnen wir das Feuer auf sie! Sobald wir mit den Nahkampfgeschützen die ersten Geschwader der feindlichen Flieger abgeschossen haben, nehmen wir uns dann sofort die Centauria und die Titania direkt vor!“
„Wir alleine gegen diese beiden Kampfsterne, ist das wirklich klug, Bill?“, stutzte Saul Tigh verwundert.
„Wir machen es natürlich nicht alleine. Keine Angst, Colonel. Denn neben Admiral Baker und Commander Carter, haben außerdem noch Commander Tiber sowie Commander York für diesen wichtigen Militärschlag gegen die Separatisten von Zarek ihre komplette Unterstützung zugesagt. Einen Militärschlag, den es natürlich nicht geben dürfte. Alleine die Concordia nur, wird sich natürlich aus allen Kampfhandlungen heraushalten. Das war so zwischen General Carter und mir im Vorfeld vereinbart worden. Lediglich bei der Bergung von Piloten wird sie aktiv werden! Mehr aber auch nicht!“
„Drei Battlestars der Mercury-Klasse plus zwei der Valkyrie-Klasse von uns gegen die Flotte der Bande von diesem Schleimbeutel… Ja, ich denke, das wird in der Tat vollends genügen“, nickte Colonel Tigh sichtbar erleichtert. „Mich wundert aber nur, dass diese verfluchten Separatisten mit ihrer gesamten Flotte nicht einfach abhauen. Und zwar ohne Zarek“, fügte der neue XO der Pegasus dann noch hinzu.
„Die Separatisten brauchen wohl jemanden an dem sie sich irgendwie halten können. Eine Galionsfigur, die sie führt“, antwortete Admiral Adama brummend, der sein Blick dabei nicht vom DRADIS-Monitor gelöst hatte, wie auch sein Erster Offizier, Colonel Tigh.
Der XO nickte zustimmend: „Ich verstehe. So wie wir jahrelang als Leuchtturm Roslin und auch besonders Sie gebraucht haben.“


Battlestar Caprica, CIC

Die arme Commander Sara York und ihre komplette CIC-Crew, wurden allesamt mit im aktiven Kampfgeschehen von den einrückenden Marines, die Admiral Joseph Tarsus mit sich führte und schützend in ihre Mitte genommen hatten, vollkommen überrascht.
Instinktiv versuchte nicht nur Commander York, sondern noch viele alle andere ihrer Crew im Combat Information Center zur Handfeuerwaffe, welche im Beinholster steckte, zu greifen. Alle bis auf einen, nämlich auf ihren XO, Major Paulus Livorno, der ihre Bewegung sanft aber entschieden stoppte, in dem er ihr seine linke Hand auf dem rechten Arm legte und dabei den Kopf schüttelte.

„Ich werde es nur einmal sagen, also alle hier einmal ganz genau herhören: Ich, Admiral Joseph Tarsus, übernehme fortan das Kommando über diesen Kampfstern, die Battlestar Caprica! Wer meine Befehle nicht befolgt, wird augenblicklich erschossen! Sergeant, entwaffnen sie sofort Commander Sara York und auch ihr hier versammeltes gesamtes Führungspersonal, und dann sofort, ab in die Brig mit dieser Verräterin und dem Rest dieser Bande!“
„Jawohl, Sir.“


Der Kampf der beiden verfeindeten Seiten hatte also erneut begonnen. Doch sollte dies das letzte Aufbegehren der Separatisten gegen die Regierung von Francine Baltimore sein.
Wie Adama und Baker es erwartet hatte, versuchten die feindlichen Raptorgeschwader zur Battlestar Pegasus vor- und einzudringen. Doch als sie nahe genug waren, ließ Tigh auch schon das Feuer durch die Nahverteidigungsgeschütze des Kampfsterns eröffnen, sowie kurz darauf auch noch durch die Geschütztürme, um die Raptor und Viper der Separatisten abzuschießen. Alle diese Piloten hatten nicht den Hauch einer Chance, denn schon die erste Salve der Pegasus fegte die Hälfte von ihnen fort.
Zur selben Zeit wurden die Titania und die Centauria, die zu Tom Zarek hielten, von den Viper-Geschwadern der Heracles sowie der Iuno abgelenkt und attackiert, während die beiden Mercury-Kampfsterne ihre Hauptgeschütze am Bug bereits vorbereiteten. Denn der erbitterte und verbissen geführte Kampf sollte nicht allzu lange zwischen den beiden feindlichen Verbänden andauern.

Dennoch, trotz der hohen Verluste nach der ersten Angriffswelle, leisteten die Streitkräfte der Separatisten immer noch erbitterten Widerstand. Für alle von der Kolonialen Flotte, die unter dem Befehl von Admiral Adama standen, fiel vollkommen unerwartet die Caprica, wo Admiral Tarsus gewaltsam das Kommando übernommen hatte mit allen verfügbaren Mitteln an Bord, der Pegasus in den Rücken.

Damit war überhaupt nicht zu rechnen gewesen, doch da war ja noch die Tauron, ein Battlestar des Valkyrie-Typs der Ersten Generation. Sie war zwar der Caprica, ebenfalls ein Battlestar der Valkyrie-Klasse, aber der der Neuen Generation und somit an Größe und Waffen um etwa die Hälfte unterlegen. Aber dennoch wagte Commander Tiber den Angriff, mit dem Ziel, wenn auch womöglich um einen sehr hohen Preis Admiral Adama zu unterstützen.

Zur Antwort darauf ließ Admiral Tarsus umgehend alle verfügbaren Viper starten und die Raptor mit Enterteams bemannen, die er zur Verfügung hatte, um zusätzlich auch noch die Tauron anzugreifen und, wenn möglich sogar zu erobern.

Battlestar Caprica, CIC

„XO!“
„Ja, Admiral.“
„Major Livorno, ich will, dass Commander Sara York auf der Stelle exekutiert wird!“
„Ich werde es persönlich übernehmen, Sir.“
„In Ordnung! Dann gehen Sie jetzt und führen Sie meinen Befehl sofort aus!“

Sofort bestimmte Admiral Tarsus einen der nächststehenden Offiziere vorübergehend als seinen Executive Officer, obwohl er bereits schon weitere Schritte plante, nämlich auch die anderen aus dem Stab von Commander York hinrichten zu lassen. Doch er konnte zum Glück nicht ahnen, dass Major Paulus Livorno ebenfalls schon andere Pläne hatte, nämlich unter anderem Commander Sara York zu retten und danach auf dem schnellsten Wege mit den letzten anderen loyalen Crewmitgliedern die Caprica zu verlassen.

Brig-Sektion

Mit größter Vorsicht hatte Livorno sich langsam vorgewagt, und er hatte Glück, denn einige der Marines auf dem Korridor gehörten zu seinen engsten Freunden. Bevor er diese Sektion betreten hatte, hatte er im Vorfeld Kontakt zum Backbordhangardeck aufgenommen und dort Leute, die nach wie vor auf ihrer Seite waren, bereits um Hilfe gebeten ihnen bei der Flucht zu helfen. Dabei hatte er erfahren, dass es doch noch genügend Raptor für alle sowie ebenfalls einige Viper gab, die sie für ihre Flucht von der Caprica nutzen konnten. Es handelte sich nämlich dabei um das Reservegeschwader der Battlestar Caprica.


Battlestar Tauron, CIC

Natürlich befanden sich an Bord der Tauron ebenfalls sehr viele Frauen und Männer, die auf der Seite der beiden Admiräle Thasos und Tarsus standen, die also überhaupt keine gemeinsame Gesellschaft sowie auch Zukunft mit den Zylonen anstrebten. Daher war es natürlich für die einrückenden Streitkräfte von Tarsus ein leichtes Spiel bis ins Combat Information Center einzudringen. Die unglückliche Barbara Tiber wurde von einem abgefeuerten Projektil im Bauch getroffen, weswegen sie laut schimpfend zu Boden sackte. Das daraus folgende immer größer werdende Durcheinander, nutzten einige ihrer nach wie vor loyalen Crewmitglieder aus, um sie mit sich zu nehmen, und dann auch noch durch eine glückliche Fügung an Bord eines Raptor von Bord der Tauron zu schaffen.


Battlestar Pegasus, CIC

„Admiral, wir haben ein Problem: Gerade kam eine verschlüsselte Nachricht rein, in der es heißt, dass auch Commander Barbara Tiber gewaltsam durch einen Enterungstrupp von Admiral Tarsus oder auch von Admiral Thasos abgesetzt worden sei.“
„Das erklärt so einiges, Colonel. Danke. Sofort Gegenmaßnahmen einleiten! Keinem Raptor und keiner Viper der nicht zu „unserer“ Flotte gehört, ist es fortan gestattet sich zu nähern oder gar zu landen!“, wies Adama an.

Danach nahmen William Adama Kontakt zur Heracles und Saul Tigh zur Iuno auf, weil die Pegasus es nun vollkommen unerwartet mit drei gegnerischen Schiffen zu tun habe.


Battlestar Titania, CIC

Mit einem sehr verbissenen Gesichtsausdruck sah Commander Aaron Williams nach oben, auf den DRADIS-Monitor, über seinem Kopf. Die Lage war schlagartig sehr bedrohlich geworden, denn er hatte es schon seit einigen Minuten bereits im direkten Duell mit dem sehr erfahrenen Admiral Steven Baker zu tun.

Die eingehenden Schadensmeldungen häuften sich von Minute zu Minute.

Schließlich ergriff sein XO, Major Augustus Capri, das Wort: „Entweder wir geben in den nächsten 15 Minuten auf, beziehungsweise ziehen uns mit unserer Flotte zurück oder wir werden durch unseren blinden Eifer zerstört werden, sobald der FTL-Antrieb nicht mehr funktionstüchtig ist.“
„Sind die bisherigen Schäden etwa so stark?“
„Leider ja, Sir. Laut aller Meldungen bislang, hat Admiral Adama erfolgreich alle bisherigen Versuche abgewehrt, die Präsident Zarek befreien sollten. Wir sollten uns wirklich von hier zurückziehen. Brauchen wir diesen Kerl? Nein!“

Prüfend sah Commander Williams seinen XO an, dann nickte er schließlich zustimmend und ordnete an sofort Kontakt mit Admiral Thasos aufzunehmen, um ihm dann die Empfehlung zum sofortigen Rückzug mit der eigenen Flotte, die man ja hatte, zu geben.


Battlestar Caprica, CIC

Dass diese Empfehlung von Williams nicht überall auf herzliche Zustimmung stieß, war natürlich klar, denn Admiral Tarsus verurteilte dies sofort als absoluten Hochverrat, stimmte aber damit überein, dass man Thomas Zarek nicht unbedingt brauchen würde.

„…aber wir benötigen dennoch eine ganze Weile, damit wir eine wirkliche Stabilität in unserem Volk gewährleisten können!“, schnaubte Tarsus dann aber dennoch erzürnt in den Hörer, der dann aber der Titania den Rückzug mit der eigenen Flotte gestatten wollte. Aber erst, wenn diese tatsächlich kurz vor der eigenen Zerstörung durch die Mercury stehen sollte.

Brig <> Backbordhangardeck

Unter der Anwendung von Gewalt in Form einer kurzen und heftigen Schießerei, konnte Commander Sara York aus ihrer Zelle befreit werden. Dass diese Flucht nicht lange unentdeckt bleiben würde, wusste man natürlich, weswegen man sich auch sehr damit beeilte das Backbordhangardeck zu erreichen.

Eine weitere Auseinandersetzung gab es dann natürlich, wie es zu erwarten war, beim Betreten des Backbordhangardecks. Eilig stiegen die Offiziere, Piloten und Deckhelfer sowie weiteres Personal, die loyal zu Commander Sara York waren, in die immer, rund um die Uhr bereitstehenden und startbereiten Maschinen, um so schnell wie möglich von der Battlestar Caprica zu entkommen. Man war sich natürlich ziemlich sicher, dass ihr unangemeldeter Start natürlich im CIC registriert werden würde, und man auch daher mit den entsprechenden Gegenmaßnahmen rechnen musste.

Odyssee
Folge 7.07 “Schisma, Teil 2”

Andromeda-Galaxie
Omega-Sektor
Battlestar Caprica, CIC

„Admiral. Soeben sind sechs unserer Raptor sowie auch mindestens zehn unserer Viper von der Backbordseite aus gestartet.“
„Dazu hatte ich keinen Befehl erteilt, Captain!“, knurrte Admiral Tarsus.

„Sir. Wir erhalten gerade eine dringende Meldung von der Brig: Vier unserer Marines sind tot, und von Commander Sara York fehlt jegliche Spur… Korrektur: sie wurde vor etwa zehn Minuten in der Nähe…“
„Schnauze, Ensign! Ich will, dass diese 16 Vögel da draußen umgehend abgeschossen werden! Und zwar sofort!“, schrie ein wutentbrannter Admiral Joseph Tarsus befehlend seine neue Mannschaft an.


Battlestar Tauron, CIC

Auch auf der Tauron wurde der Abflug einiger Viper sowie auch Raptor registriert. Doch rief man, statt die Verfolgung der Flüchtigen aufzunehmen, die eigenen Piloten zurück. Denn die Schäden, die man bislang durch die Pegasus hatte einstecken müssen, waren zuviel für einen Kampfstern der Valkyrie-Klasse geworden, weswegen der neue und auch umsichtige Befehlshaber der Tauron, Major Kyle Foster, bereits den Rückzug vorbereiten ließ.


Raptor BVC-111

Wütend war auch eine gewisse Commander Sara York, und sie stieß deshalb: „Ich werde mein gutes Schiff nicht diesen verfluchten Ratten, einer Separatistenbrut überlassen!“, hervor.
„Aber wir können doch nicht zurück, Sir. Das wäre blanker Selbstmord!“, erwiderte Major Paulus Livorno.
„Ich weiß. Lieutenant, haben wir Waffen an Bord?“
„Ja, ein Dutzend Raketen. Wieso?“
„Um die Caprica zu zerstören! Noch sind wir dicht genug an ihr dran, oder?“
„Gewiss, Sir. Aber wir werden seit einiger Zeit von mehreren Viper verfolgt, und ich weiß nicht, wie lange es mir noch gelingt, diese Staffel noch auf einer sicheren Distanz zu halten.“
„Sie, werden all diese verfluchten Raketen in die Antriebssektion der Caprica feuern, und dann so schnell es geht von ihr wegfliegen, Lieutenant!“, ordnete Commander York an.

Eine kurze Stille gab es, denn jeder von ihnen dachte an die vielen Menschenleben an Bord der Battlestar Caprica, die man damit auslöschen würde.

Die Pilotin schluckte noch einmal kurz, dann nickte sie schließlich. Sie war zwar eine sehr gute Pilotin, doch das nun gleich folgende Angriffsmanöver war sowieso schon riskant genug, und zwar ohne die vier Viper, die im hohem Tempo seit einigen Minuten schon hinter ihnen herjagten.

Vollkommen unerwartet explodierten die verfolgenden Viper hinter ihnen. Dafür waren Apollo, Kat, Hot Dog und Starbuck verantwortlich, die seit dem Beginn der Schlacht erfolgreich Jagd auf sämtliche feindliche Viper machten.
Diese unerwartete rettende Tat, verschaffte der Raptorpilotin die erforderliche Luft, um den immer noch stehenden Befehl des Angriffs von Commander York letztendlich auszuführen.
Die 12 Raketen schlugen genau, wie befohlen und auch erhofft, in den Triebwerken der Battlestar Caprica ein. Die darauffolgenden heftigen Explosionen lösten eine verheerende Kettenreaktion an Bord des gesamten Kampfsterns aus.


Battlestar Caprica, CIC

Alle spürten die Einschläge der Raketen in die Antriebssektion des Raumschiffes, auf welchen sie sich befanden. Es dauerte keine 30 Sekunden mit mehreren Detonationen, die die Caprica von innen heraus auseinanderrissen. Das Gesicht von Admiral Joseph Tarsus wurde im letzten Augenblick seines Lebens zu einer hässlichen verzerrten Fratze, die nur einzig und allein absolute Verachtung erkennen ließ, während die Gesichter der anderen nur Panik und, oder absolute Todesangst erkennen ließen. Dann folgte auch schon eine weitere heftige Explosion, die die Sektion mit dem Combat Information Center zerstörte.


Battlestar Tauron, CIC

„Die Caprica ist weg! Die Caprica ist weg!“, rief der Taktikoffizier das aus, was jeder, der einen Blick auf einem DRADIS-Monitor zur Verfügung hatte, hatte selber mitverfolgen können. Alle Viper und Raptor, die die Schlacht bisher überstanden hatten, waren zudem wieder zurück an Bord.
Dies reichte Major Kyle Foster endgültig, und da er absolut keine Lust mehr hatte noch länger zu bleiben, gab er schließlich den Befehl: „Sofort springen! Egal wohin! Sofort springen! Nur schnell weg von hier!“


U.S.S. Concordia, Brücke

„Oh, mein Gott!“, war alles was General Samantha Carter sagen konnte, die wie einige aus ihrer Besatzung ebenfalls die Szenen trotz des sicheren Abstandes hatte mitverfolgen können.


Battlestar Pegasus, CIC

Mit gemischten Gefühlen hatte man auch hier an Bord registriert, dass die Battlestar Caprica vernichtet worden, und die Battlestar Tauron gemeinsam mit der Astral Queen schon bereits weggesprungen war. Kurz darauf konnten Adama und Tigh erkennen, dass sich kurz darauf noch ein gutes halbes Dutzend weiterer Schiffe von der Flotte der Separatisten diesen Beispiel angeschlossen hatten.

„Bill. Die Titania ist jetzt auch weg. Jetzt ist nur noch die Centauria hier. Aber warum?“
„Die wollen wohl nicht ohne ihren sogenannten Präsidenten Zarek gehen, wie es aussieht, Saul“, brummte Admiral William Adama.

„Unsere Enter-Teams melden, dass sie einige der wichtigen Schiffe der Separatisten hatten erobern können“, meldete derweil Lieutenant Hoshi.
Sofort hakte Colonel Tigh mit einem Wort: „Verluste?“, nach.
„Stand von vor fünf Minuten: Bislang zwei Tote und mehr als zehn Verletzte.“


Battlestar Heracles, CIC

Mit einem grimmigen Gesichtsausdruck, welcher der eines wütenden Bären glich, hatte Admiral Steven Baker den Hörer, nach dem Schiff-zu-Schiff-Gespräch mit Admiral Theodor Thasos von der Battlestar Centauria, wieder an der Konsole vor sich eingehängt.

„Er wird sich also nicht ergeben, Dave“, brummte Baker.
„Und Adama wird Zarek nicht freilassen, was absolut das einige Vernünftige ist, Steve“, erklärte Colonel Hopkins, worauf sein Commander zustimmend nicken musste.
„Die Iuno hat sich taktisch zurückgezogen. Amanda will unsere Vögel aufnehmen, damit wir uns in Ruhe mit allen unseren Geschützen um die Centauria kümmern können. Waffenoffizier, alle Geschütztürme und auch die Hauptgeschütze am Bug auf die Centauria ausrichten! Wir verpassen ihnen zunächst eine nette Breitseite. Entweder ziehen sie sich endlich zurück oder ergeben sich, andernfalls wird das ein sehr, sehr rabenschwarzer Tag für alle Separatisten!“
„Jawohl, Steve. Hauptsache ist aber, dass die nicht eines Tages mit feindlichen Absichten hierher zurückkehren. Obwohl sie hätten ja abziehen können, aber wenn man auf einen wie Zarek besteht…“
„Ganz genau. Ich habe gerade erfahren, dass Richard Adar nach dem bekanntwerden der Gewahrsamnahme von Thomas Zarek mit einem Raptor zur Centauria unterwegs ist.“
„Vielleicht kann er ja den Wahnsinn doch noch beenden.“
„Warten wir es ab, Dave.“

Während sich die beiden Männer noch unterhielten, ging der heftige Schusswechsel der Weltraumschlacht noch mit allen Mitteln und aller Härte unvermindert weiter.


Battlestar Centauria

Kaum war der Raptor im Steuerbordhangerdeck endlich zum stehen gekommen, da öffnete Richard Adar auch schon dessen Luke. Er hatte es nämlich eilig. Verdammt eilig.

Immer wieder musste er sich irgendwo festhalten, wenn sie von den Geschossen der Heracles getroffen wurden, damit er nicht noch schwer stürzte. Dennoch bemühte sich der ehemalige Präsident der Kolonien von Kobol sein Ziel so schnell, wie es ihm nur möglich war zu erreichen, nämlich das Combat Information Center der Battlestar Centauria.

Als er das CIC dann endlich erreicht hatte, wollten ihn die Marines, die als Wache an der Zugangsluke dorthin standen, zunächst nicht einlassen. Doch einer der Offiziere, der eine Gruppe von Piloten als Geschwaderkommandant befehligte, erkannte Richard Adar sofort wieder, weswegen er dann endlich Zutritt ins Combat Information Center erhielt.

Mit schnellen Schritten begab er sich zu Admiral Theodor Thasos, welcher herrisch seine Crew anpöbelte, während er nebenbei wild rufend gestikulierte und ab und wann auf den DRADIS-Monitor über seinem Kopf deutete. Sein wütender Monolog wurde von Richard Adar, der dem toten XO auf dem Fußboden noch geradeso hatte ausweichen können, ohne ins Straucheln zu geraten, mit einem lautstarken Wort jäh beendet, welcher ihn dazu aufforderte, sofort den Befehl zum Sprung zu den bereits vereinbarten Koordinaten auszusprechen.

„…Tom Zarek ist weg. Admiral Adama hat ihn in seiner Gewalt und wird ihn auch nicht wieder herausgeben. Höchstens seine Leiche…“
„Wir können es nach wie vor schaffen, Adar. Hm, wie soll ich Sie jetzt eigentlich nur anreden, nachdem Sie die Regierungsgewalt an unseren neuen Präsidenten Thomas Zarek abgegeben hatten, und somit auf jede politische Gewalt für unser kleines tapferes Volk verzichtet haben?“
„Ich bin hier bei Ihnen, um die Stimme der Vernunft zu sein, Admiral Thasos! Hören Sie also sofort damit auf diese Frauen und Männer hier, in den sicheren Tod zu schicken, für einen Mann den niemand von uns jemals mehr wiedersehen wird!“

Mit einem abwertenden Blick schaute der Admiral den Politiker von Kopf bis Fuß an. Er musterte ihn also von oben bis unten. Er sah gerade einen Mann vor sich, der immer noch ein wenig außer Atem war und dessen Kleidung teilweise durch einige Stürze auf dem Weg ins Combat Information Center beschmutzt und durch kleinere Risse beschädigt worden war.

Theodor Thasos kannte Steven Baker gut. Der Befehlshaber der Heracles gab ihm Zeit sich zu entscheiden, entweder zur Aufgabe, Flucht oder dieses Kräftemessen auch bis zum bitteren Ende fortzusetzen.

Der Befehlshaber murmelte einige unverständliche Worte vor sich hin, dann stieß er aus und befahl: „Nette Worte! Aber dann wären die Männer und Frauen, besonders die von der Caprica, umsonst gestorben! Also alle Geschütze auf die Heracles ausrichten und abfeuern!“
„Sind Sie vollkommen verrückt geworden?“
„Das ist mein Kommando!“
„Wollt ihr etwa alle hier, für diesen Thomas Zarek sterben?“, fragte Richard Adar, welcher sich aufgeregt im CIC umsah und in viele beunruhigte Gesichter schauen musste.
„Ich werde es nicht zulassen, Admiral!“, fügte der ehemalige Präsident der 12 Kolonien von Kobol nach einer Pause hinzu.

„Corporal, entfernen Sie diesen Mann hier sofort aus meinem CIC! Erschießen Sie ihn, falls nötig! Für den Rest hier gilt, weiterkämpfen! Ich sagte, zurück an die Arbeit!“

Aber viele wollten nicht mehr, da sie wussten und auch erkannt hatten, dass Richard Adar Recht hatte, es war absoluter Wahnsinn, den sie nicht überleben konnten.

„Was?! Meuterei?!“, geiferte Admiral Theodor Thasos, dessen linke Hand zu seinem Holster am linken Bein griff, da er vorhatte einige sofort zu erschießen, die sich weigerten ihren Dienst fortzuführen.
Doch dann krachte auch schon ein Schuss, gerade eben als er seine Waffe gezogen hatte und wohl zuerst auf Richard Adar richten wollte. In den Rücken getroffen drehte sich der Admiral mit schmerzverzerrtem Gesicht um, wobei ihm schon die eigene Waffe aus der Hand glitt, die dann polternd auf den Boden fiel. Es war eine Offizierin, Major Kathleen Sullivan, die genug von den ewigen Schikanen ihres Vorgesetzten hatte.

Die letzten Worte mit: „Sie, Miststück!“, röchelte Admiral Theodor Thasos noch geradeso hervor, kurz bevor er endgültig zu Boden sackte.
„FTL?“, erkundigte sich Major Sullivan.
„Bereit!“, meldete jemand über dem Lärm hinweg.
„Gut. Teilen Sie der Heracles mit, dass Admiral Theodor Thasos tot ist, und wir uns daher ab sofort kampflos zurückziehen wollen, sobald alle unsere Viper und Raptor wieder an Bord sind, Lieutenant Rushmore!“



20 Minuten später
Andromeda-Galaxie
Omega-Sektor
7 Lichtjahre entfernt
Flotte der Rebellen
Planetenorbit

Nachdem endlich auch die Battlestar Centauria im Orbit des Planeten, der ihre neue Heimat werden sollte, aufgetaucht war, kehrte allmählich eine gewisse Entspannung bei den Separatisten ein, obwohl ihr Präsident Thomas Zarek nicht mehr bei ihnen war.

Die bereits anwesende Flotte, bestätigte der Centauria ihre vollständige Anwesenheit.

Die meisten führenden Vertreter aus der Politik und auch des Militärs waren dafür, ihren Brüdern und Schwestern, die weiterhin loyal unter der Regierung von Francine Baltimore standen, so schnell wie nur möglich einen Friedensvertrag und einige weitere Abkommen anzubieten.

Weswegen man umgehend damit begann eine Delegation aus allen verschiedenen Bereichen zusammenzustellen, die die Verhandlungen dann übernehmen sollten.


Planetensystem von Kara‘ Koordinaten
Battlestar Pegasus, CIC

Die Nachricht, dass der fürchterliche Kampf endlich vorüber war, erreichte schließlich auch Admiral William Adama. Ihm gefiel es zwar nicht, doch er ließ den Gegner ziehen.

Sein konzentrierter Blick und auch der von Colonel Saul Tigh beobachteten aufmerksam den DRADIS-Monitor über ihren Köpfen. Schließlich war das Signal der Centauria, wie Major Kathleen Sullivan es angekündigt und versprochen hatte, verschwunden ohne den Kampf fortzusetzen.

„Okay, jetzt sind sie alle weg, Bill. Doch was machen wir, wenn die eines Tages bei uns mit Rachegelüsten wieder hier erscheinen?“
„Vermutlich nichts, da sie Zarek nicht wiederhaben. Ach ja, dem Kerl muss ich ja noch die endgültige Rechnung präsentieren. Ich lade Sie gerne dazu ein, Colonel.“
„Von Herzen gern, Admiral.“



Zwei Stunden später
Andromeda-Galaxie
Omega-Sektor
Neue Heimatwelt der 13 Kolonien
Wrack der Battlestar Galactica

Das Urteil wurde durch ein Militärgericht schnell gefunden, und auch von der Präsidentin Francine Baltimore unterzeichnet worden. Es war natürlich ein Todesurteil.

Das von Admiral William Adama zusammengestellte Erschießungskommando, bestand aus insgesamt acht Marines, die bereits Aufstellung genommen hatten und warteten.
Die Erschießung von Thomas Zarek sollte in einem Wrackteil der Galactica stattfinden, und zwar in eine der Landebuchten, nämlich die Linke.

Von einer Eskorte von weiteren acht Marines wurde Thomas Zarek zu den wartenden Adama, Tigh und einigen weiteren Personen geführt.

„Noch ein paar letzte Worte oder Wünsche, Zarek?“, brummte Admiral Adama.
Der zum Tode verurteilte legte den Kopf schief, nickte und erklärte: „Mich, da ich ja bald erschossen werden soll, würde interessieren, was Sie mit Lieutenant Felix Gaeta gemacht haben, Admiral.“
„Er ist beim Absturz der Galactica auf diesen Planeten gestorben, und zwar im CIC. Ich hatte ihn vor die Wahl gestellt: Tod durch Erschießen, aus einer Luftschleuse fliegen oder eine andere Möglichkeit. Er wollte ihm CIC sterben.“

„Es ist jetzt gleich soweit, sie verfluchter Schleimbeutel!“, erklärte nun Colonel Tigh mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht, der dann gemeinsam mit Admiral Adama und den acht Marines zurücktrat.

Gefesselt und mit gefasster Miene saß Thomas Zarek auf dem Stuhl. Dass man ihm die Augen verbindet, hatte er nicht gewollt, was William Adama dann letztendlich respektiert hatte.

„Achtung, fertigmachen! Zielen! Und, Feuer!“, hörte man die befehlende Stimme von Admiral William Adama durch das Wrackteil zunächst hallen, ehe dann die acht Schüsse aus den Gewehrläufen aller acht Soldaten krachten.
Kurz darauf, nachdem er sich noch einmal wie zum Trotz aufgebäumt hatte, sackte schließlich Tom Zarek schwer getroffen zusammen. Alle acht Projektile hatten seinen Oberkörper getroffen.

Schließlich ging Major Sherman „Doc“ Cottle zu Thomas Zarek hin, untersuchte diesen kurz, indem er natürlich die Vitalfunktionen kontrollierte, und dann allen Anwesenden verkündete: „Das war‘s dann wohl. Er ist tot! Ich wiederhole es noch einmal für alle hier: Thomas Zarek ist tot!“


RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - Jonathan J. O´Neill - 28.01.2026

Odyssee
Folge 7.08 - “Die Zeit ist nahe!“

Pegasus-Galaxie
Atlantis, Stargate-Raum

Es traf für alle auf der Basis vollkommen überraschend eine größere Abordnung der Genii in Atlantis ein. Man war natürlich bereits durch die große Anzahl von Truppen der Orici Adria in der Pegasus sowie der sich nähernden Flotte von Kriegsschiffen ihrer Anhänger in Richtung von Atlantis extrem aufs Höchste alarmiert, was auch eine zuvor verordnete erhöhte Militärpräsenz im Stargate-Raum und der übrigen Stadt zur Folge hatte.

Deswegen war Dahlia Radim auch ein wenig irritiert, weil sofort nach ihrer Ankunft viele Waffen auf sie und auch ihre Begleiter gerichtet worden waren, weshalb sie sich besorgt umsah. Denn sie hatten ja eigentlich seit einiger Zeit einen guten diplomatischen und wirtschaftlichen, in Form von Handel, Kontakt zu den Atlantern. Obwohl man kannte ja doch in fast der gesamten Galaxis die Genii, natürlich auch hier auf Atlantis selbst, wobei einige Kontakte zu Beginn alles andere als wirklich gut waren, wenn man natürlich sofort berücksichtigten muss, dass es sogar bereits mehrere militärische Konflikte untereinander gegeben hatte.

„Sofort die Waffen runternehmen, Leute!“, befahl General John Sheppard, der sich sofort bei der Anführerin der Genii‘ für diesen unfreundlichen Empfang entschuldigte. Danach erklärte er ihr, während sie auf dem Weg in den Konferenzraum waren, dass sich eine Flotte von Adria auf den Weg nach Atlantis befand.

Konferenzraum

Sofort nach ihrer Ankunft im Konferenzraum wurde die oberste Heerführerin der Genii, Dahlia Radim, dann auch von Doktor Carson Beckett voller Freude begrüßt. Die beiden unterhielten sich darauf noch ein wenig sehr vertraut, bevor schließlich Richard Woolsey ebenfalls in den Raum gekommen war.
Gleich sofort danach gab der Leiter der Atlantis-Expedition des Gespräches zu, dass man es endlich erfreulicherweise geschafft hatte, die meisten Wraith von ihrem Bedürfnis sich an Menschen nähren zu müssen, befreien zu können - aber leider nicht alle, denn eine Fraktion unter einer Königin, hatte sich gegen diese Behandlung entschieden. Deren Flotte galt es aufzuspüren und aufzuhalten.

„Gut, dann werde ich sofort den Befehl geben, dass meine Kampfgruppe diese, ähm… von geheilten Wraith umgehend wieder freilassen soll!“, erklärte eine überzeugte Dahlia Radim, die dann noch hinzufügte, dass ihr Bruder, ihr Volk und auch natürlich sie selber von diesen entscheidenden Schritt der Atlanter gerne viel eher unterrichtet worden wäre.

Doch direkt im Anschluss wurde durch sie bekannt, dass sich mittlerweile die meisten Genii der Lehre von Adria zugewandt hätten, und es bald ein Gesetz geben würde, dass sich alle von ihrem Volk dieser Religion unterzuordnen hätten. Dieses Eingeständnis löste natürlich sofort ein großes Unbehagen bei den meisten der Atlanter aus, der umgehend in einem klaren Appell endete, eine klare Form der Bekenntnisfreiheit dem Volk der Genii zu gewähren.

Der nächste Themenschwerpunkt kam direkt darauf im Anschluss: Nämlich die jüngsten Angriffe einer noch recht großen Wraith-Flotte auf verschiedene Welten. Dahinter vermutete man die letzte Wraith-Königin, die die Behandlung abgelehnt hatte. Doch eben diese Welten lehnten nach wie vor die Orici Adria und ihre Lehre als alleinige Göttin des Universums rigoros ab. Dabei vermutete General John Sheppard und sein verbliebenes Team bestehend aus Teyla Emmagan und Ronon Dex, welches bei jedem Einsatz von unterschiedlichen Mitgliedern ergänzt wurde, hinter diesen verheerenden Angriffen die letzte verbliebene Königin der Wraith. Deswegen habe man auch bereits einen Teil der eignen Flotte unter dem Befehl von General Steven Caldwell ausgesandt, um eben genau diese Flotte dieser Wraith-Königin aufzuspüren.



Milchstraße
Sol-System
Erde
Deutschland, Hamburg

Mit einem genervten Blick überflog ich sämtliche Zeitungsartikel. Denn es schien auf der gesamten Welt nur noch eine kleine Anzahl von Themen zu geben, die die Journalisten beschäftigte. Um mich davon abzulenken, warf ich zunächst die Zeitung auf den Tisch und schaltete den Fernseher ein.

Kurz darauf klingelte das Telefon.

„Ich geh‘ schon ran, Jonathan“, rief meine Frau, Jeanne Nicole Schneider, in der immer noch der Goa’uld-Symbiont Nike wohnte, die dann nachdem sie diesen Anruf entgegengenommen hatte auch schon sehr schnell mit dem Telefon in der Küche verschwand. Diese Aktion machte mich misstrauisch, weswegen ich mich von der Couch erhob.

Die Küchentür war zu. Dennoch konnte ich das in der Küche geführte Gespräch hören, wenn auch nur das, was Jeanne sagte. Es ging um ihren Dienst.
„Ich komme gleich, Chef. In etwa einer halben Stunde sollte ich da sein“, hörte ich sie sagen. Dann drückte sie die rote Taste, schritt zur Tür, öffnete jene und erschrak sich beinahe, weil ich nur etwa zwei Meter vor ihr stand.

„Du sagtest, dass du heute und morgen frei hättest, Liebling!“
„Ich weiß. Ich weiß. Doch sind so einige Demos dazugekommen, die…“
„Ich bin dagegen, dass Du Dienst tust!“
„Mir gefällt es ja auch nicht. Aber ich habe nun einmal einen Eid geschworen, wenn du dich an meine Vereidigung erinnerst! Die Polizei brauch wirklich jeden einzelnen von uns!“
„Ja. Wen wundert‘s nach all den Ärger in den letzten Jahren hier auf der Erde. Bestimmt darfst Du dann auch noch auf so eine von diesen Orici-Anhänger-Veranstaltungen.“
„Korrekt. Ich pass aber auf mich auf. Versprochen. Ach ja, Jasmin ist an meiner Seite, wenn es dich beruhigt, Schatz.“

Während Jeanne nach oben in unser Schlafzimmer ging, um sich dort andere Sachen anzuziehen, verschwand ich kopfschüttelnd wieder im Wohnzimmer.



Andromeda-Galaxie
Omega-System
Koloniale Erde

Nach einem gemeinsamen ausführlichen Rundflug von Roslin und Adama in einem Raptor, der mit einigen Pausen unterbrochen wurde, hatte William Adama die Idee den Planeten, der ihre neue Heimat geworden war, einfach Erde zu nennen.

„…wir haben es uns verdient, Laura! Das hier ist die Erde!“
Roslin nickte verstehend: „Ja. Ja, dies ist ein sehr guter Gedanke, Bill. Das ist die Erde. Soll ich es Francine vorschlagen?“
„Tue das ruhig, Laura. Die Präsidentin wird dem zustimmen, da bin ich mir ziemlich sicher.“


7 Lichtjahre entfernt
Planetenorbit <> Planet

Sofort nach der glücklichen Entdeckung dieser neuen Welt, die schon vom Orbit aus sehr viele sowohl größere und kleinere Inseln aufwies, hatte man sich umgehend auf die wichtige Suche nach einer geeigneten Stelle für eine neue Hauptstadt sowie Orte für Agrarflächen und Viehzucht gemacht.

Auf der größten Landmasse dieses Planeten, welche in etwa die Größe von Europa besaß, wurde von mehreren Inseln unterschiedlicher Größe umgeben. Hier wurden die Suchenden endlich fündig. Weswegen sich alle dazu fähigen Personen nach einer kurzen Besprechung daran machten, sofort mit den ersten und notwendigen Arbeiten auf der Oberfläche dieser neu entdeckten Welt zu beginnen.

Alle Raumschiffe der Flotte von den Separatisten, die auf Grund ihres absolut schlechten technischen Zustands für eine weitere Nutzung im All überhaupt nicht mehr geeignet und zu gebrauchen waren, wurden gelandet und dienten als die ersten festen und vor allem sicheren Behausungen. Denn auf dem Planeten selbst, gab es auch eine gewisse Anzahl von sehr gefährlichen Tieren, die zu einer ernsten Bedrohung für ihre neuen Bewohner werden könnten. Darum wurde das Militär damit beauftragt einen bestimmten Sektor abzusichern, und falls nötig diese Kreaturen vollständig zu vernichten.

Das Kabinett der Regierung um ihren neuen Präsidenten Richard Adar sah sich immer noch einem Problem gegenüber, nämlich geeignete Kandidaten zu finden, die dann zu Francine Baltimore und William Adama reisen sollten, um die notwendigen diplomatischen Beziehungen mit der anderen Nation von Kolonialen aufzubauen, die den Konflikt somit auch politisch aber vor allem friedlich für immer beenden sollten. Besonders einige der höheren Offiziere, die die Separatisten mit angeführt hatten, fürchteten natürlich nach ihrer Ankunft sofort von Adama verhaftet sowie verurteilt zu werden. Doch auch mit was für einen Schiff man diese angedachte diplomatische Reise antreten sollte, war einige Tage lang ein Rätsel bis Major Kathleen Sullivan von der Battlestar Centauria vorschlug diese wichtige Reise mit nur drei Raptor durchzuführen.



Pegasus-Galaxie
Planetensystem M53-3P44
U.S.S. Daedalus, Brücke

Erst vor wenigen Sekunden hatte das Flaggschiff der Pegasus-Flotte der Menschen den Hyperraum verlassen.
Den letzten Teil des Weges, zu einem bislang noch unbekannten und auch wohl von Menschen bevölkerten Planeten, wollte man aber mit Sublicht zurücklegen.

Als sie sich ihrem Ziel immer weiter näherten, konnten alle nicht nur durch die Sensoren, sondern auch jeder auf der Brücke um General Steven Caldwell mit eigenen Augen die Flotte der letzten Wraith-Königin deutlich erkennen.

„Bereitmachen zum Gefecht!“, befahl Caldwell, danach ergänzte er, dass man umgehend Atlantis und die übrigen Flottenverbände informieren sollte, da man endlich die gesuchte feindliche Flotte gefunden habe.

Doch als sie sich dann endlich auf Waffenreichweite genähert hatten, sprangen alle Schiffe der Wraith kampflos wieder zurück in den Hyperraum, obwohl sie doch eigentlich eindeutig gegenüber denen der Menschen zahlenmäßig überlegen waren.


Atlantis
Kontrollraum

Die Information, dass man endlich die Flotte der letzten Wraith-Königin hatte aufspüren können, war von enormem Wert. Sofort richtete man die Tiefraumsensoren von Atlantis auf den entsprechenden Sektor der Pegasus-Galaxie aus, um dadurch die Bewegungen jener Wraith-Flotte beinahe in Echtzeit mitverfolgen zu können.

Konferenzraum

Durch einen der Techniker wurde diese Neuigkeit schließlich auch an Mister Woolsey weitergegeben. Dieser verkündete es dann allen, die an der Besprechung teilnahmen.

Wenige Minuten später nur, wurde wieder einmal Alarm ausgelöst, weil das Stargate von außen angewählt worden war. Es war wieder einmal Todd, der sich ankündigte, mit der Begründung, Hilfe für sein Volk und natürlich auch sich selbst zu ersuchen.
Nur äußerst widerwillig, gab General Sheppard die Anordnung diesem Besucher den Zutritt nach Atlantis zu gestatten.

Doch lange blieben sie abermals nicht gestört, denn Lieutenant Colonel Evan Lorne kam in den Konferenzraum geeilt.

Kontrollraum

„Eine Kriegsflotte der Orici! Sie ist tatsächlich hier eingetroffen! Was zum Donnerwetter geht hier vor?“, krächzte Richard Woolsey, der irritiert sofort Dahlia Radim von den Genii ansprach.
„Die müssen ihre Geschwindigkeit erhöht haben“, bemerkte Ronen Dex.
Dem stimmte John Sheppard mit den Worten: „Ja. Wir haben ja gewusst, dass die zu uns wollen. Doch haben wir ihre Ankunft erst später erwartet.“, zu.
„Wir wissen von nichts“, versicherte die oberste Heeresführerin der Genii, die ebenfalls vollkommen überrascht von der Ankunft dieser Raumschiffe war.
„Wir werden gerufen, Mister Woolsey“, erklärte Amelia Banks.

Die übermittelte Nachricht, die man zu hören bekam, enthielt die bekannte Rhetorik aus dem Buch des Ursprungs. Doch wurde allen Verantwortlichen erklärt, dass sie nichts zu befürchten hätten, wenn man keine 
Angriffe auf die Gläubigen der einzigwahren Göttin des Universums, Adria, beginnen würde.



Milchstraße
Sol-System
Erde

Überall auf der Welt, wo es Anhänger der Religion von Adria gab, gab es imposante Veranstaltungen auf denen die Ankunft der Flotte der Orici gefeiert wurden. Aber auch deren namhaftesten Anhänger, Priore, Priester und Missionare verkündeten in ihren Reden, dass die Strafe und der finale Kreuzzug gegen das Böse unmittelbar bevorstehen würden. Die ganze Rhetorik dahinter war allerdings in den Augen vieler Beobachter und Andersdenkender und -gläubiger eine klare Provokation, die nur ein Ziel haben sollte, nämlich Angriffe auf die Einrichtungen und die Gläubigen, die Adria als ihre Göttin folgten, herbeizuführen.

Deutschland, Hamburg

Seit einiger Zeit gab es auch hier in Hamburg eine große Gemeinde von Gläubigen, die Adria als ihre Göttin verehrten. Alle von ihnen, aber auch aus der näheren Umgebung hatten sich in Hamburg zu einer großen Kundgebung versammelt, welche unter einem großen Polizeiaufgebot vom Rathaus von Hamburg aus durch die Straßen dieser deutschen Hansestadt zog. Das Ziel der großen Menschenmenge der Gläubigen war die Sporthalle Hamburg, die für den Höhepunkt der Veranstaltung gemietet worden war.

Das gesamte Gelände, um diesen Ort, war natürlich von einem Großaufgebot der Polizei abgesichert worden. Denn viele sahen nach wie vor diese Ideologie und den Glauben an die Orici als eine große Gefahr für die Freiheit auf dem gesamten Globus an. Dies sahen alle darin bestätigt, weil sich seit geraumer Zeit eine gewaltige Kriegsflotte über der Erde als auch dem Mars befand.

Der Einsatzleiter nahm auf viele der eingesetzten Kräfte so viel Rücksicht, wie und wo er nur konnte. Somit standen viele die kleine Kinder zu betreuen hatten, wie Jeanne/Nike und Jasmin/Bastet mit vielen ihrer Kolleginnen und Kollegen im inneren Bereich, in der Nähe der Sporthalle Hamburg. Sie hörten auch die lautstarken Rufe und Trillerpfeifen der Gegenkundgebung, die in unmittelbarer Nachbarschaft an sie überzog. Sie alle fühlten sich nicht ganz wohl in ihrer Haut, doch sie hatten ja einen Eid geschworen, der sie verpflichtete ihren Dienst mit allen damit verbundenen Pflichten und Risiken zu versehen.

Der Blick von Jeanne wanderte immer wieder umher, denn sie spähte hinüber zur nahen Umgebung und zu den Gebäuden.

„Alles in Ordnung?“
„Ich habe nur das komische Gefühl, dass Jonathan hier in der Nähe ist. Er war ziemlich sauer gewesen als ich zum Dienst gerufen wurde.“
„Du meinst also, dass er als unserer Schutzengel agiert.“
„Korrekt.“

Die Stunden vergingen, doch die Demonstrationen und Kundgebungen blieben alle zum Glück friedlich, abgesehen von einigen kleineren Auseinandersetzungen.

Zuhause verfolgte ich gerade die Nachrichten als Jeanne und Jasmin von ihren Dienst wieder nach Hause kamen.

„Und wie sieht es aus, Jonathan?“
„In einigen Ländern, die durch ihre vorherrschenden Ideologien und Glaubensrichtungen besonders konservativ eingestellt sind, gab es wie es bereits zu erwarten war natürlich sehr heftige Proteste und gewaltsame Zusammenstöße unter diesen verschiedenen Gruppen, aber natürlich auch mit den eingesetzten Polizeikräften“, lautete meine Antwort.
„Die Kinder sind im Bett?“
„Ja, seit ungefähr 21:00. Jetzt haben wir es 03:50...“

„Die Zeit ist also nahe!“, verkündete einer der Apostel der Göttin Orici Adria im soeben ausgestrahlten Fernsehinterview, welches in Spanien geführt worden war.

„Oh man. Mexiko, Brasilien, Italien und noch über zwei Dutzend weitere Länder, wo es nicht so friedlich geblieben ist, wie hier bei uns“, seufzte Jasmin, die dann fragte, ob ich mal kurz in der Nähe der Sporthalle Hamburg gewesen sei. Ich schaute daraufhin kurz etwas irritiert drein, dann verneinte ich.



Pegasus-Galaxie
Atlantis
Kontrollraum < > Konferenzraum

Im Kontrollraum wurde jeder Schritt der Flotte von der Orici im Orbit von Atlantis sehr genau im Auge behalten, während zur selben Zeit im Konferenzraum ein Krisenstab tagte. In dieser Sitzung sprach man sich schnell klar dafür aus, dem potentiellen Gegner im Orbit möglichst keinen Vorwand für einen Angriff zu liefern. Dennoch war General John Sheppard äußerst zuversichtlich, sich mit Hilfe der Schlachtschiffe der eigenen Flotte im Orbit sowie den Drohnen mehr als nur gut verteidigen zu können.



Milchstraße
Hyperraum
Orici-Flotte
Flaggschiff

„Schon sehr bald, in wenigen Stunden werden auch wir das System der Erde erreicht haben, o Tochter der Orici“, verkündete der Prior.
„So ist es. Alle Schiffe und ihre Truppen sind bereit“, erklärte Adriana, die bereits ihre Rüstung trug.
Der Prior, welcher das Raumschiff kontrollierte, sagte daraufhin: „Die Zeit ist schon sehr nahe!“

Odyssee
Folge 7.09 - “Alea jacta est”

Milchstraße
Sol-System
Erde
USA, Colorado
Homeworld Command, Kontrollraum

Immer mehr und somit auch äußerst beunruhigende neue Informationen gingen, über die verschiedensten Medien, auf der vielleicht wichtigsten Basis auf dem blauen Planeten, der Erde, ein. Diese führten sehr schnell dazu, dass General Jack O‘Neill keine ruhige Minute mehr fand. Glücklicherweise hatte man bereits den Großteil der eignen Flotte, bestehend aus BC-304ern, BC-306ern und einer Anzahl von eigenen Kampfsternen, die man im eigenen Sonnensystem noch rechtzeitig hatte zusammenziehen können. Darunter waren bislang alle Kampfsterne jeden Typs, die zum Glück natürlich somit schon betriebs- und gefechtsbereit waren.

„Wir werden also seit einigen Stunden vom All aus belagert! Und diese Dummköpfe in einigen Ländern auf dieser Welt, bringen uns mit ihren Aktionen immer näher an den Rand eines weiteren fürchterlichen Krieges mit Adria! Super!“, brummte Jack, der längst wusste, dass ihnen eigentlich nur noch ein Wunder helfen konnte.

Das Stargate befand sich ja auf dem Mars, womit ihnen wieder einmal, wie schon bei dem Angriff von Ba‘al, nur noch eine Evakuierung mit Raumschiffen als rettende Option bliebe, die nur im schlimmsten Falle gezogen werden sollte.

In regelmäßigen Abständen gab es, trotz des Belagerungszustandes, zum Glück immer noch stabilen Funk- und Bildkontakt mit der Stargate Command Base auf dem Mars, die immer noch so manche Aufklärungsteams zu ein paar wenige Planeten schickte, die Adria offensichtlich bislang immer noch nicht wagte offen anzugreifen.

Im nächsten Augenblick auch schon, stand O‘Neill in einer Konferenzschaltung im Kontakt mit dem IOA, der UN sowie der eigenen Regierung in Washington D.C. und einigen anderen Vertretern anderer Nationen der Erde, nur um dann selber wieder einmal von einen der eigenen Schlachtkreuzer oder auch sogar vom Admiral der Kriegsflotte von Adria im Orbit gerufen zu werden.


Mars
SGCB, Stargate-Raum

Ein weiteres SG-Team, nämlich SG-29, kehrte unplanmäßig zurück zur Basis, denn man hatte eine sehr wichtige Botschaft erhalten, die von Teal‘c und Bra‘tac höchstpersönlich stammte. Der Inhalt dieser Nachricht der beiden führenden Jaffa von der Freien Jaffa Nation war sehr beunruhigend, weil es nämlich trotz der zuvor von Orici-Anhängern gegebenen Versprechungen die ersten schweren Kämpfe zwischen einigen Anführern der Jaffa gegeben hatte. Dabei waren natürlich auch alte Rivalitäten und Feindschaften neu aufgeflammt. Diesen Vorwand nutzten die Kreuzzügler der Orici zu einem brutalen Angriff auf alle Welten der Jaffa, die es gewagt hatten ihre Glaubensbrüder zu attackieren.

„Übermitteln Sie diese wichtige Information sofort an General O‘Neill, Sergeant!“, befahl der französische General Jacques Nantes, der bereits eine böse Vorahnung hatte, weil auch er stets nebenbei mitverfolgt hatte, was sich nämlich alles auf der Erde in den letzten rund 30 Stunden ereignet hatte.


Erdorbit
Kriegsflotte der Orici
Flaggschiff, Brücke

Nachdem in der Andromeda-Galaxie dafür gesorgt worden war, dass sich alle bis auf die Menschen der Kolonien von Kobol, alle überwiegend der Lehre der Orici unterworfen worden waren, hatte Adria ihre Tochter Adriana umgehend zur Erde befohlen. Denn Adriana sollte nach dem Willen ihrer Mutter, die heilige Armee für den Finalen Kreuzzug gegen das Böse von nun an höchstpersönlich gegen die Erde anführen.

Sofort nach ihrer Ankunft, hatte sich die Tochter der Orici unverzüglich an Bord des Flaggschiffes begeben und dort ihren Platz auf der Brücke eingenommen. Somit unterstanden ihr die gewaltige Armada und alle Truppen, die sich darauf befanden.

Ihre beiden Hände umklammerten angespannt die Griffe ihrer Waffen, nämlich des Schwertes und des Dolches, während sie neben dem Prior stand. Dieser saß auf dem Kontrollstuhl und steuerte allein mit der Kraft seiner Gedanken und seines Geistes das mächtige Kriegsschiff mit voller Konzentration.

Schließlich nickte Adriana, nachdem sie durch alle entsandten Priore und Missionare die Nachrichten von den Gläubigen auf der Erde erhalten hatte, denn sie sagte zum Prior: „Verbindet mich mit dem Flaggschiff der Flotte der Menschen von der Erde, der Basis, die als Homeworld Command bezeichnet wird und auch auf dem Planeten, der Mars genannt wird, wo sich die Stargate Command Base befindet!“
„Jawohl, sofort, Tochter der göttlichen Orici.“

Nur wenige Augenblicke später, erschienen auf den technologisch sehr fortschrittlichen Bildschirmen auf der Brücke vor Adriana und dem Prior die Gesichter der Personen, die die Tochter der Orici Adria zu sprechen gewünscht hatte.

„Seit mir gegrüßt, Anführer der Menschen von der Erde. Ich bitte euch nicht einzugreifen und meine Kriegerinnen und Krieger zu bekämpfen, wenn sie den Gläubigen, meinen Brüdern und Schwestern auf eurer Welt zu Hilfe eilen! Ansonsten muss ich euch dann sofort den Krieg erklären! Dies würde dann unweigerlich euer endgültiges Ende und auch euren unausweichlichen Untergang bedeuten!“, sprach und warnte Adriana, die somit alle Verantwortlichen des blauen Planeten vor eine unangenehme Wahl stellte. Nachdem sie geendet hatte, blickte sie sofort in versteinerte und aber auch in teilweise zu allem entschlossene Gesichter von Frauen und Männern, in deren Händen das Schicksal aller Erdbewohner lag.

Während sie voller Geduld die Rückmeldung der Erdenmenschen noch erwartete, gab die Tochter von Adria auch schon den ersten wartenden Truppentransportern ihrer Flotte den Befehl, nämlich in den ersten bereits ausgewählten Ländern auf der Erde zu landen. Diese Truppen sollten ihren Glaubensbrüdern und -Schwestern sofort helfen, sowie den Kampf gegen die Ungläubigen auf die man dabei traf, aufnehmen.

Erde
USA, Colorado
Homeworld Command, Kontrollraum

„Was tun Sie denn hier und da gerade, Adriana?“, hakte Jack O‘Neill umgehend nach, der die Bewegungen der Streitkräfte von den Truppen der Orici in Echtzeit mitverfolgte.
„Ich gehorche nur dem Befehl meiner Mutter, der Göttin, General Jack O‘Neill“, lautete die sofortige Antwort der jungen Frau, deren Stimme ziemlich nervös klang, obwohl ihr ganzes Gesicht absolute Ruhe ausstrahlte.
„Ich verstehe“, murmelte der Leiter des Homeworld Command, der schon seit einer guten Stunde sämtliche Optionen, die ihm zur Verfügung standen, in seinem Kopf durchging.

Mit einem Seufzen wechselte Jack schließlich den Platz, ging zu einem anderen Terminal, denn er musste unbedingt sofort ein paar sehr wichtige Gespräche über Strategien und Taktik führen, von denen Adriana überhaupt nichts mitbekommen sollte. Denn er wollte sich erkundigen, ob nicht doch noch einige weitere Schiffe, die sich momentan immer noch in der Endfertigung befanden, eventuell schon einsatzbereit wären.

Er musste nur einige wenige Minuten warten, dann erhielt er auch schon überraschende Antwort, dass sich nämlich bereits eine handvoll Kampfsterne auf dem Weg zum eigenen Sonnensystem befanden, die dann die Erde in einen wohl unausweichlichen Kampf unterstützen sollten. Doch er durfte dieses weitere Vorgehen in dieser brisanten Situation nicht alleine entscheiden, denn nach wie vor berieten das IOA und die UN miteinander über das weitere Vorgehen. Dabei waren die Vereinten Nationen die Seite, die in der Mehrheit stets auf eine friedliche Lösung der aktuellen Krise bedacht waren. Beim IOA hingegen war man eher dafür, die Sache durchaus auch mit aller Entschlossenheit militärisch zu regeln.

Während Jack O‘Neill mit sich kämpfen musste, nicht selber die Entscheidung zu fällen, gingen im Kontrollraum bereits die ersten Meldungen ein, dass sich einige Staaten der Erde bereits mit ihren eigenen Streitkräften gegen die Truppen von Adriana zur Wehr setzten. Somit war das eingetreten, was der General befürchtet hatte, denn dadurch war aus einem gewissen Standpunkt aus betrachtet der Krieg zwischen der Orici und ihren Anhängern gegen die Erde ausgebrochen. Dies lag natürlich daran, weil einige Ländern Bündnisverträge untereinander hatten, die es natürlich auch galt einzuhalten.

Schließlich wurde nach wenigen Minuten die Situation zusehends unübersichtlicher. Aber auf den eigenen Schlachtschiffen befanden sich zahlreiche Angehörige, die aus Ländern stammten, welche von den von Adriana kommandierten Truppen angegriffen wurden. Alles Tatsachen, die dem Leiter des Homeworld Command bekannt waren, weswegen er ständig Kontakt bekam, mit der Nachfrage, ob man endlich gegen die Invasoren aktiv werden dürfe. Diese musste er immer wieder aufs Neue verneinen, weil immer noch die Beratungen des IOA und der UN mit noch einer abschließenden Abstimmung stattfanden.

In dieser gemeinsamen Anstimmung vom IOA und der UN wurde mit knapper, aber immer noch einer ausreichenden Mehrheit beschlossen sich gegen die feindlichen Streitkräfte zur Wehr zu setzen. Darauf hatte der General gehofft, obwohl er eine weitere Entwicklung dieser Art gegen Adria gerne vermieden hätte.

Sofort nahm Jack O‘Neill Kontakt mit Adriana auf und warnte sie ein letztes Mal, nämlich mit dem klaren und eindringlichen Appell ihre gesamten Streitkräfte, die bereits gelandet waren, unverzüglich zurückzurufen.

Erdorbit
Kriegsflotte der Orici
Flaggschiff, Brücke

„Sie wissen, dass ich dies nicht tun kann und werde, General O‘Neill! Wir werden mit großer Wahrscheinlichkeit diesen Kreuzzug gegen das Böse im Universum und somit gegen alle Ungläubigen gewinnen, dies wisst Ihr!“, war alles was Adriana zu sagen hatte, bevor sie den Kontakt beenden ließ.



Andromeda-Galaxie
Omega-System
Koloniale Erde

Mittlerweile hatte sich auch das Regierungskabinett von Präsidentin Francine Baltimore sich dem Vorschlag von Admiral William Adama angeschlossen, nämlich in der Tat ihre neue Heimat, Erde zu nennen.

Planetenorbit
Battlestar Pegasus, CIC

Mittlerweile war Adama an Bord seines neuen Flaggschiffes zurückgekehrt. Er hatte gerade eben erst das Combat Information Center betreten, als neue Kontakte auf dem DRADIS auftauchten.

„Drei Raptor von den Separatisten sind soeben aufgetaucht, Sir“, meldete Anastasia „Dee“ Dualla.
Die Reaktion darauf kam von Colonel Saul Tigh, der die Wache hatte, mit dem Befehl: „Die CAP soll diese Kerle sofort abfangen und nachfragen, was die hier wollen! Weitere Befehle folgen dann!“
„Jawohl, Colonel.“



Milchstraße
Sol-System
Erdorbit

Seit ungefähr einer Viertelstunde bereits schon lieferte sich die Armada der Orici, die unter dem Befehl ihrer Tochter Adriana stand, mit der Verteidigungsflotte der Erde ein heftiges Weltraumgefecht.
Dabei hatten sich die Schlachtkreuzer der BC-304er- und BC-306er-Klasse zwischen den neuen Kampfsternen positioniert. Der Grund dafür war natürlich, dass es offenbar an der Struktur der Kampfsterne lag, die durch den Beschuss der sonst so verheerenden Primärwaffe von den Kriegsschiffen der Orici-Flotte schadlos zu bleiben.

Dieser schwere Schlagabtausch im Orbit der Erde hatte dazu geführt, dass sich alle noch übrigen Truppentransporter von der Flotte der Invasoren in Bewegung setzten. Ihr Ziel und Auftrag war es natürlich auf der Erde zu landen, dort schnell Brückenköpfe zu bilden und zu festigen, damit dann mit Hilfe der abgesetzten Ringtransporterplattformen weitere Truppen auf die Erdoberfläche transportieren konnte.

Doch diese Truppentransporter wurden sofort von den F-302er-Geschwadern vehement verfolgt und unter schweren Beschuss genommen. Als Gegenreaktion starteten alle noch verfügbaren Jägergeschwader von den Schiffen der Orici-Flotte.

Ob man von Seiten der Erde bereits darauf gewartet hatte oder auch nicht, denn nun ließ man ebenfalls alle verfügbaren Viper-Geschwader starten. Es waren nicht besonders viele Geschwader und Piloten dafür vorhanden, da diese Flieger ja noch relativ neu für die Erde waren, konnte jeder der acht Kampfsterne gerade einmal ein oder zwei Geschwader in den Kampf schicken. Die neuartigen neuen großen Schlachtschiffe der Erde waren natürlich, wegen der kurzen Zeit, alle nur mit einer Minimalbesatzung bemannt worden. Dies musste irgendwie genügen. Bei den neuen Jagdflugzeugen lag es natürlich daran, dass es bislang weniger Piloten gab als Viper, die dafür zur Verfügung standen. Dadurch standen die meisten immer noch an Bord der Kampfsterne in ihren Hangarbuchten auf den Hangardecks herum.

Aber schon nach wenigen Minuten einer heftigen Weltraumschlacht zwischen den beiden Geschwaderflotten zeigte es sich, die Viper war den Jagdmaschinen der Orici eindeutig überlegen.

Kriegsflotte der Orici
Flaggschiff, Brücke

Nicht nur Adriana stieß einen wütenden Schrei aus, denn auch sie bekam allmählich mit, dass die neuartigen Schlachtschiffe und Jagdflugzeuge der Erde den eigenen um Längen klar überlegen waren. Somit lag die gesamte Hoffnung auf die abgesetzten Truppen, die sich bereits auf der Erde befanden. Die junge Frau spielte schon mit den Gedanken sich selber auf dem Weg hinunter auf die Erdoberfläche zu machen, doch durfte sie die Brücke des Flaggschiffes nicht so ohne Weiteres verlassen.

Eines registrierte Adriana mit Verwunderung, nämlich dass man sich von Seiten der Erde darauf beschränkte, all die großen Schiffe ihrer Flotte, manövrier- und kampfunfähig zu schießen.

„Ich werde nicht aufgeben, und auch nicht zurückziehen!“, zischte die junge Frau wütend.
Daraufhin sagte der Prior anerkennend: „Sehr gut, meine Ehrerbietende Hochachtung, Gebieterin. Denn eure göttliche Mutter, würde einen Rückzug vor diesen Ungläubigen mit Sicherheit nicht gutheißen!“

Erde
USA, Nevada
Area51

Mit großer Rücksichtslosigkeit drang eine große Streitmacht der Orici in die Basis vor. Dabei erhielten sie Hilfe von besonders fanatischen Anhängern von Adria, denn man wollte sich ohne Rücksicht auf Verluste der Lade der Wahrheit bemächtigen.

„Wir müssen diese Position unbedingt halten!“, schrie ein Sergeant der Marines, während des immer heftiger werdenden Feuergefechtes gegen die Invasoren.

Colorado
Homeworld Command, Kontrollraum

Als er die Nachricht aus Nevada erhalten hatte, zuckte Jack zusammen: „Die verflixte Lade!“, entfuhr es ihm. „Ich war ja dagegen dieses gefährliche Ding, irgendwo in eine staubige Kiste zu packen, anstatt es zu zerstören! Jetzt haben wir den Salat! Lieutenant O‘Toole, geben Sie mir die George Hammond, und auch den Verantwortlichen in Area51!“
„Jawohl, Sir.“


Marsorbit

Man hatte unverzüglich strategisch die komplette Flotte und auch alle übrigen Streitkräfte soweit zusammengezogen, wie man es vertreten konnte. Denn für die insgesamt sieben Befehlshaber der Stargate Command Base und auch alle Kommandanten der Verteidigungsflotte, waren sehr schnell darüber einig geworden, dass die Invasoren alles versuchen würden, die Hauptbasis auf dem Mars zu erobern, um somit einen wichtigen und entscheidenden Schritt über die Kontrolle über das gesamte Sonnensystem zu erlangen.



Pegasus-Galaxie
Orbit von M53-3P44
U.S.S. Daedalus, Brücke

Noch immer verharrte das Schlachtschiff, welches unter dem Kommando von General Steven Caldwell stand, über dem Planeten.

Eine von ihm angeordnete Erkundungsmission brachte schließlich ein trauriges Ergebnis: Die Wraith hatten nur die Menschen auf dem Planeten zurückgelassen, die zu krank und schwach für ihre Bedürfnisse gewesen waren. Alle anderen Bewohner hatten sie an Bord ihrer Flotte verschleppt. Doch man fand auch mehrere hunderte von stark mumifizierten Opfern, an diesen unglücklichen Menschen hatten sich die Wraith genährt. Es war das wohl mit eines der grausamsten Ausdünnen durch die Wraith, von dem man bislang Kenntnis hatte.


Atlantis
Kontrollraum

Die Schutzschilde von Atlantis waren seit dem Auftauchen der Kriegsflotte der Orici aktiviert worden. Dahlia Radim nahm irgendwann Kontakt zum Flaggschiff auf, wo sie dem verantwortlichen Prior davon versuchte zu überzeugen, dass die Gläubigen auf Atlantis nicht in Gefahr seien. Doch der Prior erwiderte ihr nur, dass er auf dem persönlichen Befehl der Orici selbst hier war, und über dieser Welt, auf der sich Atlantis befand, mit der ihm unterstellten Flotte Position zu beziehen habe.

Parallel war man zur selben Zeit natürlich nach wie vor darum bemüht die Flotte der letzten Wraith-Königin über die Tiefraumsensoren von Atlantis zu verfolgen, mit dem Ziel diese irgendwann zum Kampf stellen zu können. Richard Woolsey bemerkte sehr schnell, dass die hier befindlichen Schiffe von Adria dies wohl unterbinden sollten.

Somit lag es also allein an den Schlachtschiffen der Erde, die sich bereits nicht mehr bei Atlantis befanden, die Flotte der letzten Wraith-Königin zu verfolgen, und wenn möglich auch zum Kampf zu stellen.
Eine Sorge blieb bei Woolsey, nämlich es gab auf Atlantis mehrere Menschen, die Adria als ihre Göttin sowie ihre Lehre freimütig angenommen hatten. Dadurch mussten all die weiteren Schritte mit größter Überlegung und sorgfältigen Bedacht ausgeführt werden, damit es nicht zu einer gefährlichen Spaltung unter den Einwohnern von Atlantis kam.

Woolsey‘ Büro

Um ungestört zu sein, hatte der Leiter der Atlantis-Expedition General Sheppard in sein Büro gebeten.

„Also, wie viele Schiffe unserer Flotte sind unterwegs, und mit wie vielen Schiffen dieser letzten Wraith-Königin werden es General Caldwell und seine Leute wohl denn zu tun bekommen, John?“
Sheppard räusperte sich noch einmal kurz, dann zählte er auf: „Die von uns gesuchte letzte Wraith-Königin verfügt laut den übermittelten Bildern von General Caldwell über mindestens zwei Basisschiffe, zwölf Kreuzer, vier Shuttles und mehrere tausende Darts und den dazugehörigen Gefolge. Wir gehen dabei von etwa 10.000 bis 15.000 Wraith aus, wovon der Großteil diese Maskentragenden Dronen sein werden…“
„Sie vermuten, dass es noch einige Schiffe mehr sein werden, nicht wahr?“
„Ist zu vermuten. Laut den Beschreibungen, die wir von Todd erhalten haben und den Erinnerungen von mir selber, soll es sich um diese eine rothaarige, todbringende Schönheit handeln, die nicht gerne alles präsentiert, was sie zur Verfügung hat.“
„Dann wollen wir mal für uns alle hoffen, dass es die Daedalus, die Troy, die Panthalassa, die Aurora, die Chukov und die Gondwana irgendwie schaffen werden ihre so wichtige Mission für die Menschheit zu erfüllen. Denn die anderen Schiffe unserer Flotte in dieser Galaxie befinden sich hier und im Orbit unseres eigenen Standortes“, erklärte Richard Woolsey mit einem Seufzen, dem die Anwesenheit der Orici-Flotte nicht besonders behagte.

Dieses war nicht unbegründet, denn kaum hatte er sich in seinen Stuhl gesetzt, erreichte ihm die Nachricht, dass sich Atlantis unverzüglich ergeben und an die Streitkräfte der Orici übergeben werden sollte.

Orbit von Atlantis

Eine heftige Auseinandersetzung entbrannte daraufhin zwischen den beiden Flotten im Orbit, die sich schon seit Tagen gegenüberlagen. Beide Seiten warfen sofort alles in den Kampf, was ihnen jeweils zur Verfügung stand.

Atlantis

Um den militärischen Konflikt schneller zu beenden, war General Sheppard mit schnellen Schritten sowie mit Hilfe der Transportkammern in den Raum mit dem Kontrollstuhl geeilt, womit er die mächtigen Antiker-Drohnen im Kampf gegen die großen Kriegsschiffe der Orici einzusetzen gedachte.


RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - Jonathan J. O´Neill - 29.01.2026

Odyssee
Folge 7.10 - “Unerwartete Intervention”

Milchstraße
Sol-System
Marsorbit

Die hier anwesende Flotte der Orici, welche in der Umlaufbahn des einstigen roten und kleinen Bruders der Erde Position bezogen hatte, war klein. Zum Glück klein genug, dass man sie aus der Sicht der Menschen, die sich auf dem Planeten sowie auch auf den Erdschlachtschiffen befanden, bislang mehr als nur gut in Schach halten konnte. Außerdem war es den Verteidigern gelungen, schon so einige der großen Kriegsschiffe und auch mehrere von den zahlreichen Geschwadern von den Jagdfliegern der Orici zu zerstören.

Mars

Die insgesamt sieben Truppentransporter, die bereits auf dem Mars gelandet waren, konnten durch die F-302er-Geschwader zum Glück ebenfalls nach einem heftigen Gefecht zerstört werden, bevor die meisten Truppen der Orici diese verlassen konnten. Somit saßen die wenigen Kriegerinnen und Krieger von Adria auf dem ehemals roten Planeten, aber nun schon seit Jahren Terraformierten Welt fest, die diesen verheerenden Angriff der Verteidiger überlebt hatten. Dennoch kämpften sie sich tapfer immer weiter vorwärts, in der stetigen kleinen Hoffnung ihre Mission eventuell doch noch erfüllen zu können, oder gar ein Schiff des Feindes zu kapern.


Erde
USA, Colorado
Area51

Die jetzt noch verbliebenen 12 Marines, von denen bereits schon beinahe die Hälfte unterschiedlich, infolge der erbitterten Kämpfe gegen die Eindringlinge schwer verwundet worden waren, waren von ihren Angreifern schließlich komplett eingekreist worden. Sie konnten nirgendwo mehr anders hin, doch hatten sie immer noch die sogenannte Lade der Wahrheit zumindest bei sich.
Die dringend benötigte Hilfe erwarteten sie schon gar nicht mehr, weswegen sie schon mehrere Sprengsätze an das uralte Artefakt der Antiker befestigt hatten. Das alte Artefakt, mit dem das SG-1-Team einst das gesamte Universum von der Bedrohung durch Adria befreit hatte, die so massiv geschwächt worden war, dass Morgan La Fay sie dann ohne Gefahr für sich selber endlich angreifen konnte.

„Ergebt Euch jetzt und händigt uns diese Lade, die Ihr bei Euch habt, endlich aus, dann verschonen wir Eure Leben, Ihr Ungläubigen!“, schrie schließlich der Hauptmann der Truppen der Orici mit lauter Stimme, während einer kurzen Feuerpause.

Sekunden vergingen, die schließlich zu Minuten wurden. Keine Antwort von den Marines war zu vernehmen, weswegen nur ein paar wenige Kriegerinnen und Krieger losgeschickt wurden, die nachsehen sollten, ob die aus seiner Sicht, und die seiner Kameradinnen und Kameraden, sogenannten Ungläubigen eventuell doch schon durch die letzte Schießerei alle tot waren, und sie sich dadurch ohne Gefahr endlich der so wichtigen Lade der Wahrheit bemächtigen konnten.

Doch diese vorausgeschickten drei Frauen und fünf Männer tappten in eine zuvor gut vorbereitete tödliche Falle, die ebenso erbarmungslos zuschnappte. Es war daher nur eine kurze Schießerei, in der die Marines zum Glück keine weiteren Verluste hinnehmen mussten.

„Sir.“
„Was ist los, Corporal?“
„Ich habe nur noch ein Magazin für meine Waffe…“
„Ach ja, bei mir sieht es nicht besser aus… aber unsere Feinde haben an alles gedacht, seht ihr?“, brummte der Lieutenant, der sich eine Stabwaffe eines Kriegers der Orici griff. Alle übrigen Frauen und Männer seines Teams, auch die Verwundeten, taten es ihm gleich, nahmen nun die ausdauernden Stabwaffen und auch die Armschienen mit den kleinen daran befestigten Schockwaffen an sich.

„Die George Hammond ist in der Leitung! Die wollen uns und die Lade der Wahrheit hier rausbeamen, Lieutenant.“
„Na dann los, Sergeant!“
„Geht nicht, weil wir uns in einem abgeschirmten Bereich befinden… wir müssten also irgendwo anders hin… oder wir finden einen dieser Sender, um diesen zu aktivieren…“
„Zusammen mit der Lade? Das schaffen wir nicht lange!“
„Tut mir leid, Sir.“



Weit entfernte Galaxie

Die Destiny hatte den Hyperraum abermals nach einem mehrstündigen Flug verlassen.
Es würde nun nicht mehr sehr lange dauern, dann würde dieses alte Raumschiff der Antiker das Ziel der einprogrammierten Mission endlich erreicht haben.

Es war ungefähr nicht einmal eine Viertelstunde vergangen als sich ganz in der Nähe der Destiny ein weiteres Hyperraumfenster geöffnet hatte. Die Trinitatis hatte es also doch noch tatsächlich und vor allem guten Endes schließlich rechtzeitig geschafft, die Destiny war nach einem sehr langen und schnellen Flug erreicht.

Trinitatis, Kontrollraum

„Doktor McCoy, Sir. Wir haben Sichtkontakt zur Destiny. Sie sieht und wirkt laut unserer ersten Scans sehr mitgenommen aus.“
„Danke, Lieutenant Rochelle. Rufen Sie, ah… nicht mehr nötig. Daniel. Rodney. Wir haben es endlich geschafft, vor uns liegt die Destiny.“

Destiny, Brücke

Die wichtigsten Führungspersönlichkeiten der Besatzung, an Bord des sehr alten Schiffes der Antiker, befanden sich alle schon seit längerer Zeit auf der Brücke, dadurch waren sie natürlich überrascht alle zunächst einmal zusammengezuckt, weil sich ganz in ihrer Nähe ein Hyperraumfenster geöffnet hatte, aus welchem ein ihnen unbekanntes ziemlich großes Raumschiff aufgetaucht war.

„Das sieht doch irgendwie sehr vertraut aus“, bemerkte Peter Thornton schließlich.
„Sie haben Recht. Hat verdammt große Ähnlichkeiten mit Atlantis“, nickte Colonel Everett Young. Dann betätigte er auch schon sein Funkgerät: „David, es ist besser sie brechen die geplante Erkundungsmission durch das Stargate ausnahmsweise ab, und kommen stattdessen so schnell sie können zu uns auf die Brücke. Wir haben nämlich Besuch.“
„Freund oder Feind?“, fragte die Stimme von Colonel Telford aus dem Funkgerät.
„Sieht sehr nach Freunden aus. Endlich.“

Nicht nur Camile Wray hatte bei dem Anblick der Trinitatis natürlich Tränen in den Augen, denn sie erkannte, dass sich nun auch von dem riesigen Raumschiff zwei Schlachtkreuzer der 304er-Klasse gelöst hatten.
Die Angehörige des IOA meinte daraufhin: „Worauf warten Sie noch, Doktor Rush? Nehmen Sie doch endlich Funkkontakt zu ihnen auf!“

Observationsdeck < > Brücke

Nicht einmal eine Viertelstunde später ließen sich McCoy, Jackson, McKay und Keller mit einigen wenigen weiteren Leuten an Bord der Destiny beamen. Die an Bord befindlichen Mitglieder der Luzianischen Allianz kannten den Mutanten Doktor Hank McCoy, genannt Beast, noch nicht, weshalb sie mehr als nur etwas überrascht dreinschauten als sie ihn zum ersten Male persönlich zu Gesicht bekamen.

Höflich luden Miss Wray und Colonel Young die Besucher zu einem ersten echten Rundgang an Bord ein. Während dieser Besichtigung gab es einige ernste Themen zu besprechen, darunter fiel auch das Problem einer neuen feindlich gesinnten Rasse, auf welche man erst vor kurzem getroffen war. Dies beunruhigte Doktor McKay schlagartig zutiefst, da zudem ergänzt wurde, dass dieses Volk offenbar in der Lage war sich sehr schnell an ihren aktuellen Gegner anzupassen, aber auch dass keine Kommunikation aufgrund von deren massiver Aggressivität nicht möglich und zu empfehlen sei.

Der Rundgang endete auf der Brücke der Destiny, welche sofort von den beiden Doktoren Jackson und McKay aufmerksam, natürlich nur unter den wachsamen Augen von Doktor Rush und Eli Wallace, inspiziert wurde.



Pegasus-Galaxie
Atlantis, Kontrollraum

Der Kampf gegen die anwesende Flotte der Orici war vorüber. Doch nicht, weil alle Schiffe der Flotte zerstört worden waren, nein, denn die verbliebenen Angreifer hatten sich zurückgezogen, um sich neu zu formieren. Auch die gezielt abgefeuerten Drohnen durch General Sheppard hatten dem Angreifer stark zugesetzt.

Dadurch konnte man sich einer anderen, ebenso wichtigen Sache wieder zuwenden.

Nachdem Doktor Radek Zelenka das Bild, welches die Tiefraumsensoren übermittelten, vergrößert und klargestellt hatte, konnte es auch Richard Woolsey deutlich erkennen: Die Flotte der letzten noch lebenden Wraith-Königin befand sich am Rande dieser Galaxie, und sie war leider auch um einige Schiffe größer, wie es auch General John Sheppard schon bereits vermutet hatte.

„Wo will sie denn nur hin?“, murmelte Teyla Emmagan.
Doch Ronon Dex sprach es schließlich aus: „Es sieht sehr danach aus, dass sie versucht aus dieser Galaxie zu flüchten. Sie muss demnach so sehr verzweifelt sein und keinen anderen Ausweg mehr sehen.“
„Aber wir können es nicht zulassen, dass diese Königin schon sehr bald in eine uns unbekannte Region des Universums verschwindet!“, erklärte John, der dann nachfragte, wie lange General Caldwell denn noch mit seiner Flotte dorthin brauchen würde, um die feindliche Flotte an einer erfolgreichen Flucht zu hindern.
„Kommt ganz darauf an, wie lange diese Flotte noch dort verharrt. Doch wird es noch etwa zwei Tage dauern“, seufzte Radek, der kurz darauf, damit es niemand sonst verstehen konnte, etwas auf Tschechisch vor sich hinfluchte.

„Na schön, bleiben noch die verbliebenen Schlachtschiffe von der Orici, die uns leider nach wie vor massive Probleme bereiten könnten“, murmelte John, der dann schließlich wieder den dazugehörigen Monitor aufmerksam beobachtete.



Milchstraße
Sol-System
Erdorbit
Flaggschiff der Orici-Flotte, Kommandobrücke

Mit allen war eigentlich aus der Sicht von Adriana zu rechnen gewesen, doch dass sich ausgerechnet Artus eingefunden hatte und jetzt vom Kontrollraum aus, von der Stargate Command Base auf dem Mars, mit ihr von dort aus in Verbindung setzte, brachte die Tochter der Orici in eine ziemlich große Verlegenheit.

„Adriana, ich verlange, dass Du sämtliche Kampfhandlungen sofort abbrichst!“
„Du verstehst es nicht. Meine Mutter ist eine Göttin, die…“
Doch weiter kam die Tochter von Adria nicht, denn Artus unterbrach sie: „…, die nur ein aufgestiegenes Wesen ist, welches durch die Energie derjenigen mächtig geworden ist, von denen sie verehrt wird.“
„Sie ist meine Mutter! Und ich muss ihr gehorchen!“
„Das ist Wahnsinn!“
„Artus. Liebster, ich…“
„Wie viele Menschen, Jaffa und andere Völker sollen diesen fruchtbaren Krieg denn noch zum Opfer fallen?“
„Nur die, die die Gläubigen verfolgen und bekämpfen! Myrddin, der alte Hexenmeister der Antiker ist tot! Er wird euch also nicht mehr helfen können. Er war euer Mentor, liebster Artus. Ich bedauere diesen Verlust sehr.“
„Ich verlange nicht, dass Du jemanden verrätst, sondern endlich frei entscheidest, wie Dein Leben weitergehen soll, als eine Marionette der Orici oder als eine freie Frau! Was Du mir von Deiner Familie, die sich um Dich gekümmert hat, und auch das Leben dort auf Heraclia, von dem Du mir freimütig erzählt hast, hat mich damals zutiefst beeindruckt! Ob es Deine Familie dort will und letztendlich verstehen kann, was Du hier gerade tust?“

Die gesprochenen Worte des Königs von Camelot auf PX1-767 waren wohl gewählt, denn die Tochter der Orici Adria konnte zunächst nichts darauf erwidern.

Sprachlos und nachdenklich stand sie lange nur so da, bis der Prior an sie herantrat und sie direkt ansprach: „Ihr dürft jetzt nicht schwach werden, Gebieterin. Wir werden endlich den großen und finalen Sieg gegen all die Ungläubigen hier und auch überall sonst im Universum erringen! Die Ungläubigen, die sich entweder beugen und bekehren werden und somit die einzige Wahrheit im Universum anerkennen, oder eben dazu verdammt sein werden, uns als Sklaven zu dienen!“

Die arme Adriana befand sich nun zwischen zwei Fronten, zum einen fühlte sie sich zu Artus ihren Geliebten hingezogen, doch zum anderen fühlte sie sich ihrer richtigen Familie, ihrer Mutter, verpflichtet. Doch ihre Familie waren aber eigentlich die Menschen, die sie auf Heraclia als Findelkind aufgenommen und wie ihre eigene Tochter aufgezogen hatten. Diese Menschen, Alexander und Eve, von denen sie Güte, Wärme und Liebe gelernt hatte. Doch das sie auch eine hervorragende und mutige Kämpferin war, war allen schon lange bewusst. Dann musste sie aber auch noch an ihren richtigen Vater denken, nämlich diesen Doktor Daniel Jackson, der gegen ihre Mutter, Adria, schon einmal gekämpft hatte, um alle freien Menschen vor einen Schicksal zu bewahren, welches sie gerade im Begriff war, aufzuzwingen. Aber ihr war auch bewusst, dass es auf der Erde dort unten Menschen gab, die mächtige Mutanten waren, darunter auch jemand, den sie es zu verdanken hatte, überhaupt noch am Leben zu sein. Niemand, vielleicht auch sie selber, oder jemand von all ihren Kriegerinnen und Kriegern wären diesen machtvollen Persönlichkeiten unten auf der Erde im Kampf gewachsen.

„Also gut. Ich will, dass die Kampfhandlungen umgehend unterbrochen werden, damit das weitere Vergießen von Blut beendet wird, es damit also zu Verhandlungen kommen kann!“
„Gebieterin, ihr verratet mit diesen Befehl den Willen eurer Göttin und Mutter!“, mahnte der Prior erneut eindringlich.

Aber Adriana, die sich entschieden hatte, erwiderte: „Es ist kein Verrat, wenn ich dadurch unzählige Leben rette!“

Im rechten Moment vielleicht noch. Denn für die Flotte der Orici Adria, die komplett ihrer einzigen Tochter unterstand, tauchte vollkommen unerwartet eine Flotte der Menschen von insgesamt neun weiteren Kampfsternen der Erde im Erdorbit auf.

Kurz darauf, wurden auch schon alle Kampfhandlungen im gesamten Sonnensystem sofort eingestellt.

Erde
USA, Colorado
Homeworld Command, Kontrollraum

Einige Offiziere legten zügig die neuesten und vor allem aktuellsten Berichte General Jack O‘Neill vor. Dass die Erde von den Jaffa keine Hilfe erwarten konnte, war dem Leiter der Homeworld Command schon seit geraumer Zeit bekannt gewesen. Umso erleichterter war nicht nur er über die Verstärkungsflotte von den neun Kampfsternen. Andererseits sorgte er sich anhand dieser neuesten Daten, die er gerade eben bekommen hatte. Denn es war deutlich zu erkennen, dass die Streitkräfte von Adriana, im Namen der Orici Adria, schon bereits größere Gebiete auf der Erde erobert und besetzt hatten. Dabei hatte es natürlich leider mehrere zehntausende Opfer, Verletzte und Gefangene, während der Kämpfe auf beiden Seiten gegeben.

Homeworld Command, O‘Neills Büro

Doch nur Eines interessierte ihm, nämlich was mit den Marines von Area51 passiert war, die die Lade der Wahrheit vor den Angreifern geschützt hatten.

„Also, Lieutenant Reagan. Erst einmal sehr schön, dass sie alle da mit Hilfe der George Hammond noch rechtzeitig rausgekommen sind. Äh, was ist mit der Lade?“
„Die haben wir gesprengt.“
„Echt?!“
„Ja, Sir.“
„Aha. Und wie kam es dazu, Reagan?“
„Wir haben es geschafft, uns in einen Bereich der Basis vorzudringen von dem aus uns die George Hammond erfassen konnte. Doch wir gerieten auch dort, wieder einmal in eine ziemlich große Schießerei. Diese Lade stand dabei am Rande einer Treppe, die uns noch genügend Deckung und Schutz vor dem feindlichen Feuer bot. Doch für wie lange, denn wohl noch? Also stieß ich die Lade hinunter, brüllte in mein Funkgerät, dass man uns die George Hammond sofort herausbeamen solle. Kurz darauf drückte ich dann auch schon den Auslöser. Im gleichen Moment wurden wir glücklicherweise auf Befehl von General Carter direkt auf die Krankenstation des Schlachtkreuzers transportiert. Bekomme ich jetzt Ärger, General?“
„Nö“, winkte Jack O‘Neill ab, der kurz darauf den mitgenommenen Soldaten aus seinem Büro entließ.
Als der Lieutenant sein Büro verlassen hatte, sah der General noch einmal auf einige der Dokumente mit dem zeitlichen Ablauf.
,Das waren ja nur etwas weniger als zehn Stunden‘, dachte er erschrocken, da es ihm länger vorgekommen war.

Erleichterung machte sich breit als bestätigt wurde, dass durch das Eingreifen von niemand anderes als König Artus der Waffenstillstand zustande gekommen war. Dieses Eingreifen war allerdings einer sehr klugen Initiative von König Arkhan alias Colonel Harry Maybourne vorangegangen. Schließlich gab es auch Meldungen von Atlantis, dass auch dort Ruhe eingekehrt war, kurz nachdem die Flotte der Orici eine neue Angriffswelle gestartet hatte.

„Sir. Die Verhandlungen können, laut Adriana und auch dem IOA sowie der Vereinten Nationen, in den nächsten 12 Stunden beginnen“, erklärte Captain Lauren Perry, die in das Büro ihres Vorgesetzten, ungefähr eine halbe Stunde später, eingetreten war.
General Jack O‘Neill nickte seiner Adjutantin kurz zu, denn auch er musste sich für diesen diplomatischen Akt sehr gut vorbereiten.

Odyssee
Folge 7.11 - “Was jetzt?”

Andromeda-Galaxie
Omega-System
Orbit der Kolonialen Erde
Battlestar Pegasus, CIC < > Raptorstaffel der Kolonialregierung Aurora

Viele Stunden schon bereits vorher, hatte die entsandte Raptorstaffel der Separatisten, die sich als Vertreter der Kolonialregierung von Aurora zu erkennen gegeben hatten, zu ernsthaften Verhandlungen natürlich in erster Linie des Friedens aufgebrochen war, in einer festgelegten Position warten müssen. Diese Raptor waren von mehreren Raptor und mehreren Viper-Geschwadern der Battlestar Pegasus eingekreist und somit isoliert worden, denn der Befehlshaber auf der Pegasus, Admiral William Adama, der zudem auch der Oberbefehlshaber aller Kolonialen Streitkräfte ist, hatte zunächst natürlich noch eine weitere dringende Rücksprache mit der eigenen Regierung von den 13 Kolonien von Kobol über das weitere Vorgehen mit den unerwarteten Ankömmlingen zu gehalten. Der Grund dafür lang auf der Hand, weil trotz nach einer langen Wartefrist von einigen Stunden keine weiteren Schiffe, die einen Angriff bedeutet hätten, aufgetaucht waren.

Schließlich war der Moment gekommen, und der Commander der Pegasus gab Lieutenant Hoshi das vereinbarte Zeichen ihn über eine abhörsichere Leitung mit den drei Raptor zu verbinden.

„Na schön. Wer sind Sie, und vor allem, was wollen Sie hier?“, erkundigte sich ein äußerst angespannter Admiral William „Husker“ Adama, nachdem sich die Neuankömmlinge erneut, ohne lange zu zögern, zu erkennen gegeben hatten.

„Admiral Adama, ich bin Major Kathleen Sullivan. Wir sind im Auftrag unserer Regierung von unserer neuen Heimatwelt, Aurora, hierher zu Ihnen geflogen, um mit Präsidentin Baltimore, Ihrer Regierung als auch Ihren Volk über einen Friedensvertrag sowie natürlich noch weitergehenden Beziehungen zu verhandeln!“
„Major Sullivan? Sie haben doch an Bord der Battlestar Centauria gedient.“
„Das stimmt, Sir.“

Nach einer kurzen Überlegung, ordnete Adama: „Bleiben Sie mit ihren drei Raptor weiterhin auf der bestehenden Warteposition, und warten Sie abermals auf weitere Anweisungen von mir! Sollten Sie sich nicht an meine Anordnungen halten, also irgendwelche anderen Ziele verfolgen, werde ich sie abschießen lassen!“, an.


7 Lichtjahre entfernt
Planetenorbit < > Planet Aurora

Im Orbit des Planeten kreiste immer noch der komplette militärische Teil der Flotte. Alle verbliebenen Kampfsterne der Separatisten waren natürlich durch die aufgezwungene Schlacht arg mitgenommen, die von blinden Fanatikern herbeigeführt worden war.

Unten auf dem Planeten waren indessen in den sehr wenigen Rohstoffreichen Gegenden auf dem Festland, bereits die drei Bergbauschiffe gelandet und hatten mit dem Abbau der Bodenschätze begonnen, die man für den Aufbau einer neuen Zivilisation dringend benötigte.
Auch an vielen anderen Orten auf dem Kontinent, wo auch schon damit begonnen wurde, eine Stadt zu errichten, hatte man nebenbei damit angefangen die ersten Agrar- und Weideflächen anzulegen.

In einem der gelandeten und ausgemusterten Transportraumschiffe, machte sich nicht nur bei Präsident Richard Adar Sorge um die seit Stunden abwesende Delegation breit, die zu dem Volk von Kolonialen von Präsidentin Francine Baltimore aufgebrochen war. Denn diese entsandte Gruppe hatte eine sehr schwere und potentiell auch gefährliche Aufgabe übernommen. Ob diese insgesamt 16 Frauen und Männer, die vor schon etwa fast einem ganzen Tag mit den drei Raptor aufgebrochen waren, könnten durchaus nie wieder zu ihnen zurückkehren.

Natürlich ging die Kartographisierung ihrer neuen Heimatwelt ebenfalls parallel zu allen anderen Tätigkeiten unvermindert weiter, in der man zuweilen festgestellt hatte, dass sich insgesamt drei weitere große Landmassen auf ihr befanden, die fast beinahe so groß waren, wie die größte, wo man die Stadt begonnen hatte zu bauen.
Unterm Strich waren es aber insgesamt interessanterweise zwölf größere Landmassen unterschiedlicher Größe, die sich am Besten zur Kolonisierung eigneten, denn der Rest dieses Planeten war von Wasser bedeckt. Hinzu kamen noch mehrere hunderte von sehr kleinen Inseln und Atollen, die die Menschen der Erde sofort sehr an das Karibik- und Südseeflair erinnern würden.


Orbit der Kolonialen Erde
Battlestar Pegasus, CIC < > Raptorstaffel der Kolonialregierung Aurora

Die Beratung von Präsidentin Baltimore und ihrem Ministern muss nur sehr kurz gewesen sein, denn sie begrüßten die Gelegenheit diplomatische Beziehungen mit ihren bis dato verloren geglaubten Schwestern und Brüdern aufbauen zu können.
Daher hatte Admiral Adama den Auftrag erhalten, den drei Raptor die Landeerlaubnis an Bord der Pegasus zu gestatten.



Weit entfernte Galaxie
Destiny, Observationsdeck

Auf dem Observationsdeck gab es neben dem Torraum auf der gesamten Destiny den meisten Platz, und dennoch standen natürlich sehr viele Personen draußen auf den angrenzenden Korridoren. Denn sie wollten alle zumindest hören, was Colonel Young, Doktor Rush und Camile Wray allen an Bord der Destiny zu sagen hatten.

Den Anfang der drei machte Everett Young, da er die kräftigste und lauteste Stimme hatte, er sagte: „Alle mal herhören, wie alle von ihnen bereits wissen, hat es die Erde unter großen Anstrengungen geschafft, mit der Trinitatis, die sich aus insgesamt drei unterschiedlichen Stadtraumschiffen der Antiker zusammensetzt, zu uns zu eilen. Wir haben bislang eine sehr weite Reise unternommen, in der wir natürlich auch eine sehr lange Zeit, die nicht leicht miteinander war, miteinander gebracht. Da wir beziehungsweise die Destiny in den nächsten Tagen unbedingt ihren Kurs fortsetzen wird, stellt sich die Frage, wer von uns hier an Bord diese Reise, diese Mission, fortzusetzen bereit ist. Bevor ich noch mehr zu diesem wichtigen Thema sagen werde, werden zunächst jedoch Camile Wray und danach Doktor Nicholas Rush ihre Worte an sie alle richten. Camile!“

Colonel Young trat daraufhin einige Schritte zurück, und Miss Wray letztendlich dafür welche nach vorne. Camile lächelte kurz in die versammelte Runde. Sie hatte einige kleinere Tränen in den Augen, denn es war für sie alle ein sehr bewegener Moment gekommen.

„Colonel Young hat Recht. Fällt schwer mir dies zu sagen, aber es trifft zu“, begann Wray, worauf so manche amüsiert schmunzeln und leicht lachen mussten. Nach dieser kleinen rednerischen Kunstpause setzte Camile dann ihre Ansprache an die Besatzung der Destiny fort, in der sie allen eröffnete, entweder mit der kleinen Flotte der Trinitatis zurück, heim zur Erde zu fliegen, oder dazu einlud an Bord der Destiny zu bleiben, um die Mission mit ungewissen Ausgang zu beenden. Am Ende gab sie zu, dass ihr selber die endgültige Entscheidung dazu nicht leicht fiel. Danach bat Camile Wray Nicholas Rush zu allen anderen zu sprechen.

Mit einem kurzen höflichen Nicken, trat der Wissenschaftler nach vorne, wartete noch einen kurzen Moment, bevor er zu sprechen begann. Schließlich sagte er: „Wenn ich mich  richtig erinnere, standen wir schon einmal der zweimal vor der Wahl die Mission mit der Destiny weiter mitzumachen oder sie zu verlassen…“
Ein zustimmendes Gemurmel war in der anwesenden Menge zu hören. Nachdem wieder Ruhe eingekehrt war, fuhr Doktor Rush fort, indem er allen verkündete, dass er auf der Destiny bleiben wird, und auch natürlich alle anderen Besatzungsmitglieder dazu einlud die Destiny und ihn auf der letzten Etappe zu begleiten.

Danach übernahm wieder Colonel Everett Young, der allerdings auf seinem Platz stehen blieb, und sagte zu allen: „Gehen Sie, wenn Sie wollen, jetzt in ihre Quartiere. Sie können natürlich auch woanders darüber nachdenken. Sie haben einen ganzen Tag dafür Zeit. Wer von Ihnen sich dazu entschieden haben sollte die Destiny zu verlassen, trifft sich hier auf dem Observationsdeck, morgen in genau 26 Stunden ein, um an Bord der Hector oder Paris gebeamt zu werden. Von dort aus geht es dann auf die Trinitatis, die dann nach ein paar Tagen die Heimreise zu Erde, mit einigen Unterbrechungen, wo auch wir bereits schon waren, antreten wird. Das war‘s. Danke.“

Alle tauschten Blicke miteinander aus, denn es war nun die absolut letzte Möglichkeit wieder nach Hause zu kommen, denn was sie alle am Ziel ihrer Reise mit der Destiny erwartete, war vollkommen ungewiss. Einige hatten aus verschiedenen Gründen nicht vor Ort sein können, hatten dafür aber, durch eine Funkübertragung die Ansprachen der drei Anführer an Bord der Destiny, mitverfolgen können. 

„Also, ich will zurück auf die Erde!“, brummte Jack Dalton, dem nicht besonders wohl bei dem Gedanken die Reise der Destiny bis zum Ende mitzumachen. Denn er hatte zum einen Angst um sich selber, seine Gesundheit und davor seinen Traum davon, nie reich und berühmt zu werden, verwirklichen zu können.
Kurz darauf blickte er seine beiden langjährigen Freunde, Peter Thornton und Angus MacGyver an, doch diese zwei ließen nicht erkennen, wofür sie sich entscheiden würden.

„Also, bis später, Leute“, seufzte Dalton, „ich bin dann mal meine Sachen packen…“
Wortlos schauten Thornton und Mac dem Mann hinterher, der sich auf dem Weg zu seinem Quartier befand.

„Und“, begann Thornton, „was machen wir?“
„Tja, wie ich Sam kenne, wird er wohl bald Vater werden…“
„Aha, ich verstehe. Hm. Ich gehe auch mal kurz in mein Quartier. Sehen wir uns in einer Stunde in der Kantine, MacGyver?“
„Ja, Pete.“



Milchstraße
Sol-System
Erde
Nordamerika, USA, New York City, Hauptquartier der UN

Während Milliarden von Lichtjahre entfernt auf der Destiny und der Trinitatis Erfahrungen ausgetauscht sowie über weitere Möglichkeiten nachgedacht wurden, wurde wie in der Andromeda-Galaxie auch auf der Erde zwischen zwei Großmächten verhandelt.

Endlich hatten sich die Vertreter der Mitglieder von den Vereinten Nationen, des IOA, einige ranghohe Militärs, General Jack O‘Neill mit einigen Mitgliedern aus seinem Stab vom Homeworld Command und Adriana zusammen mit König Artus sowie Larissa mit einer Delegation, darunter auch ein Prior im großen Sitzungssaal eingefunden.

Nachdem endlich auch der letzte Teilnehmer seinen Platz eingenommen hatte, eröffnete die amtierende UN-Generalsekretärin Zofia Mazur, die aus der Ukraine stammte und mit einem Wissenschaftler aus Polen verheiratet war, diese enorm wichtige Sitzung für die Menschen auf der Erde, oder sollte man nicht doch vielleicht besser sagen, für alle Menschen im gesamten Universum.

Die Forderungen der Erde waren klar, nämlich dass die Truppen der Orici sämtliche Gebiete auf dem Planeten unverzüglich zu verlassen und alle entstandenen Schäden zu ersetzen hätten. Diesem Vorstoß widersprach sofort der Prior, der Adriana begleitete, weil es der Wille der einzigwahren Göttin sei, nämlich alle Gläubige, die dem Pfad zur Erleuchtung folgten, ohne Einschränkung Schutz zu gewähren. Zudem empfahl der Prior hingegen allen Menschen, die nach wie vor ungläubig seien und dem Pfad des Bösen folgten, die Gebiete der Gläubigen zu verlassen.
An dieser Stelle schritt Zofia Mazur mit sanfter, aber bestimmter Stimme ein: „Ich muss Sie und auch Adriana daran erinnern, das in vielen Nationen auf der Erde Religionsfreiheit gilt und natürlich es auch andere Nationen gibt, in denen es Staatsreligionen gibt sowie auch nur in sehr wenigen davon es gewissen anerkannten und zuvor bestimmten anderen Glaubensrichtungen erlaubt wird, praktiziert zu werden. Die Lehre an beziehungsweise von der Orici Adria zählt nun einmal, besonders in sehr vielen Ländern der Afrikas und Asiens, nicht dazu…“
„Dann sorgen Sie dafür, Frau UN-Generalsekretärin!“, forderte der Prior ungerührt, der sie sofort belehrend unterbrach.
„Es gibt gewisse Dinge, auf die auch die Vereinten Nationen keinen Einfluss haben. Wir respektieren andere Kulturen und Philosophien. Wenn allerdings Grenzen überschritten werden, wird dies angesprochen, um nach einer friedlichen Lösung zu suchen. Doch was Sie da fordern, ist vollkommen unmöglich, denn es würde dann verlangt werden, dass die Menschen ihre jahrtausende lange Kultur aufgeben müssten…“
„…um den Frieden zu bewahren“, hackte sich Adriana nun ein, worauf eine Pause entstand.

Lange Zeit hatte General Jack O‘Neill nur auf seinem Platz gesessen, allen Rednern still zugehört, doch nun reichte es ihm. „Den Frieden bewahren, ja? Haben Sie vielleicht eine Ahnung, Adriana, wie oft mein Team und ich diese Welt gerettet haben, retten mussten? Teal‘c hat es mal gezählt, muss mehr als ein Dutzend Mal gewesen sein, oder so… Wir haben dies aber stets für alle Bewohner auf diesen Planeten getan! Egal, welcher Religion oder Hautfarbe oder Land diese Menschen auch angehören! Ich habe einen anderen Vorschlag: Wie wäre es, wenn die Menschen, die an Ihre Frau Mutter, der Orici Adria, als ihre einzigwahre Göttin unbedingt glauben wollen in ein Land ziehen, wo niemand etwas dagegen hat?“
„Der Wille der Göttin Adria kann nicht auf nur kleine Orte begrenzt werden! Alle Menschen müssen erreicht, bekehrt und erleuchtet werden!“, antwortete daraufhin der Prior.
„Blah, blah, blah!“, wiegelte Jack postwendend ab. „Hat ja schon mal nicht so funktioniert, so wie Adria wollte nicht wahr?“
„General O‘Neill!“, tadelte Zofia Mazur umgehend Jack, um jenen sofort zur Ordnung zu rufen, die dem Protokoll dieses hohen Hauses entsprach.
„Ist ja schon gut, Frau Generalsekretärin.“

„Es gibt keine Alternative! Sonst werdet ihr alle verdammt! Und zwar verdammt in alle Ewigkeit, ohne jegliche Hoffnung auf Erlösung!“, warnte der Prior erneut alle Menschen, die sich hier im Sitzungssaal der UN versammelt hatten.

Währenddessen versuchte sich Adriana, die zuvor schon ein langes vertrautes Gespräch unter vier Augen insbesondere mit König Artus gehabt hatte, nun auch bei Vala Mal Doran und Tomin zu erkundigen, was General Jack O‘Neill denn gerade eben gemeint habe.

Odyssee
Folge 7.12 - “Pandorae arca”

Andromeda-Galaxie
Omega-System
Orbit der Kolonialen Erde
Battlestar Pegasus, Offiziersmesse

Zwischen den beiden seit einiger Zeit schon bestehenden Kolonialen Nationen, die natürlich auch mittlerweile zwei vollkommen unterschiedliche Ideologien vertraten, wurde überraschenderweise für so manchen bereits seit einigen Stunden in sehr entspannter Atmosphäre, über das Ende aller noch bestehenden Feindseligkeiten und somit um einen Friedensvertrag sowie die weiteren zukünftigen Beziehungen in verschiedenen anderen Bereichen untereinander verhandelt.

Die Delegation von Aurora stimmte schließlich nach einer kurzen Beratung in einem Nebenraum dafür, viele der gestellten Bedingungen so schnell es ihnen möglich sei, auch wenn es schmerzhaft war, zu erfüllen.

Doch waren sie alle in der nächsten Verhandlungsrunde aber sofort erschrocken darüber, dass sie unverzüglich sämtliche der noch verbliebenen Atomsprengköpfe, die sich auf den wenigen verbliebenen Kampfsternen in ihrer Flotte befanden, in einer festgelegten Frist abzugeben hätten.

„Sehen Sie es als eine Form der Reparationszahlung für die furchtbaren Schäden, die durch diese Auseinandersetzung zwischen unseren Flotten entstanden sind!“, erklärte Admiral Adama, der auf diesen Schritt bestanden hatte, weil er wusste, dass es in der anderen Nation immer noch sehr viele Radikale befanden, denen er mit diesen Schritt keinen Zugang zu Massenvernichtungswaffen gestatten wollte.
„Aber dann sind wir beinahe gegen jegliche Bedrohung wehrlos!“, fand hingegen Major Sullivan.
„Wir brauchen selber sehr viel Hilfe beim Aufbau, doch ich vermute und hoffe darauf, dass die Menschen und Völker aus der Milchstraße bereit dazu sind, auch Ihnen zu helfen, sobald sie selber ihre ernsten Probleme überwunden haben“, sagte daraufhin in einem beruhigenden Ton Präsidentin Baltimore.
Sofort gestand Stacey Cox, eine Abgeordnete der neuen Nation Aurora: „Die brauchen wir in der Tat durchaus. Danke. Daher würden wir uns freuen, wenn sie uns Kontakt zu Miss Shen oder auch General Carter gewähren würden.“

Ilion, Kontrollraum

Immer noch überflog man in einem langsamen Gleitflug, auf der Suche nach einem guten Standort für die Hauptstadt den Planeten, den die Kolonialen den Namen Erde gegeben hatten. Er war absolut passend, weil diese Welt in der Tat ziemlich starke Ähnlichkeiten mit der eigenen heimischen Erde in der Milchstraße aufwies. Denn es gab hier auf diesen Planeten mindestens fünf große Kontinente sowie einige größere Inseln, und es waren deutlich einige große Ozeane zu sehen, die eben diese, wie auch gewaltige Gebirge, jene Landmassen klar eingrenzten, auch befanden sich an den Polen große Eiskappen. Es war natürlich für die Menschen aus der Milchstraße ein überwältigender Anblick, weil es ihnen beinahe so vorkam als wären sie wieder zuhause.

Doch man überflog die neue Heimat der 13 Kolonien von Kobol nicht nur so zum Spaß, denn man suchte nach wie vor zudem nach einen geeigneten Landeplatz für Ilion, weshalb man immer wieder Messdaten auswertete, um dem ersehnten Ziel endlich den entscheidenden Schritt näher zu kommen.
Doch dieser Landeplatz musste nach der Vorstellung der Kolonialen aber natürlich zugleich ein Ort sein, der für eine neue gemeinsame Hauptstadt, mit Ilion zugleich als Stadtzentrum geeignet war, also zum Beispiel ein großer See, eine günstig gelegene Bucht vielleicht sogar en einem Ozean, doch immerhin ausreichend groß und tief genug, um dem alten Stadtraumschiff der Antiker genügend Platz zu bieten.



Milchstraße
Sol-System
Erde
Nordamerika, USA, New York City, Hauptquartier der UN

Zur selben Zeit hatte Adriana von Vala und Tomin erfahren, was sich einst im, am und vor allem nach dem Ende des 1. Erde-Ori-Krieges alles ereignet hatte. Aber auch wie es dazu eigentlich gekommen war. Daher war die Tochter von Adria schon sehr frühzeitig an einer friedlichen und vor allem schnellen Lösung der aktuellen Lage interessiert. Im Gegensatz zu dem Prior, der merkbar eindeutig klar dafür war, dass sich die anderen Menschen auf der Erde als Sklaven besser unterordnen sollten, und die Generalsekretärin der UN dies möglich machen sollte.

Schließlich aber fand Adriana, dass sie umgehend ein klares Machtwort sprechen musste, um den Prior daran zu erinnern, wer sie selber eigentlich war, nämlich die Tochter der Orici Adria.

„Das ist Verrat, Gebieterin! Ihr könnt dieses vertrauenslose Vorgehen nicht wirklich vor Eurer göttlichen Mutter erklären! Dafür werdet Ihr hart bestraft werden!“
„Prior! Ich will, dass sich alle unsere Gläubigen in die Länder begeben, in denen diese Religions- und Bekenntnisfreiheit existiert, von der die Generalsekretärin gesprochen hat! Ich will diesen abscheulichen und den Krieg, der soviel Verluste an Leben bedeutet, ein für alle Mal ein Ende bereiten! Diesen Wahnsinn beenden!“
„Das werdet Ihr nicht tun!“, erwiderte der Prior aufbrausend.

Es dauerte daraufhin nicht lange, da erschien aus dem Nichts Adria, deren Macht ihre arme eigene Tochter packte und gegen die nächste Wand schleuderte. Hätte Adriana nicht das Schutzamulett, wäre sie jetzt vermutlich tot gewesen. Aber trotz des Medaillons schmerzte ihr gesamter Körper fürchterlich. Mühsam rappelte sich die Tochter Adrias langsam wieder auf, während ihre Mutter, wie eine lodernde Flamme auf sie zuschritt.

„Der Prior hat Recht, mein Kind! Meine liebe, liebe und einzige Tochter! Das einzige Kind, welches mir nach der endgültigen Auslöschung von meinem Sohn Darius geblieben ist! Nämlich Recht hat der Prior damit, dass Du für diesen Verrat bestraft werden musst! Bestraft und geläutert durch das Feuer der Wahrheit! Durch mich, deine einzigwahre Göttin und Mutter!“
„Nicht Mutter, bitte!“
„Schweig! Und lege Dein Amulett freiwillig ab, sonst hole ich es mir - mit meinen eigenen Händen!“

Eine befehlende und drohende Aufforderung der selbsternannten Göttin Adria, der die Tochter der Orici aber nicht nach kam, denn sonst, dies wusste Adriana, wäre sie aller Wahrscheinlichkeit nach augenblicklich verloren. Auch wusste sie nun, dass sie nur ein Mittel zum Zweck Adrias gewesen war. Denn zu wirklicher Liebe schien die Aufgestiegene nicht fähig zu sein.

Niemand bemerkte von allen Anwesenden etwas, nämlich das Adriana in eine Tasche ihres Gewandes griff, wo sich ein seit ihrem letzten Treffen mit Artus ein ganz bestimmter und geheimnisvoller Gegenstand verbarg. Doch noch musste die junge Frau auf den richtigen Zeitpunkt warten, obwohl Adria schon bedrohlich nahe an sie herangekommen war. Aber noch immer nicht nahe genug.

Nur noch einige Meter. Und das Herz von Adriana pochte erneut ein wenig schneller. Doch die mutige junge Frau hatte sich glücklicherweise gut im Griff. Als Zeichen der Demut, ging sie sogar vor der immer näher kommenden Adria langsam in die Knie.

Schließlich war der entscheidende Moment gekommen.

Nämlich der Moment, in dem Adria ihre Hände nach ihrer vor sich knienden Tochter ausstreckte, um ihr das vor allem gegen jegliches Unheil bewahrende Schutzamulett, mit einem Stück von der Heiligen Stadt Celestis, höchstpersönlich abzunehmen, damit sie ihrer zuvor bösen Ankündigung der Strafe endlich Taten folgen lassen konnte.

Jetzt war der korrekte Zeitpunkt gekommen, und somit riss Adriana blitzschnell den Gegenstand unter ihrem Gewand hervor und dessen Deckel ab.
Es war so eine ähnliche Vorrichtung, wie der Sangreal, der abermals von Myrddin im Verborgenen, auf der Burg Camelot von Artus, entwickelt und erschaffen worden war.

Doch anstatt Adria, wie vor vielen Jahren die anderen Ori vollends zu vernichten, entstand nur ein gewaltiger kraftvoller Wirbel, der die Orici komplett erfasst hatte, und dann in sich hineinzog. Während dies geschah, gelang es einer wütenden voller Zorn aufschreienden Adria jedoch noch ihrer Tochter das schützende Amulett, welches um deren Hals hing, abzureißen, die deswegen an ihrem Körper binnen kurzer Zeit fruchtbare Verbrennungen erlitt. Trotz ihrer entsetzlichen Qualen und Schmerzen, erfüllte Adriana dennoch ihre gefährliche Aufgabe vollends, in dem sie das Gefäß auch wieder verschloss. Weil Adria das Medaillon Adrianas hatte wieder fallen lassen, lag es vor ihr auf dem Fußboden.

Der Prior, der diesen unfassbaren Vorgang hatte mitverfolgen müssen, wollte soeben seine Macht gegen alle Anwesenden im Konferenzsaal einsetzen als Myrrdin ebenso aus dem Nichts erschien, wie Adria etwa rund eine Viertelstunde zuvor. Es zeigte sich, dass der alte Antiker um so einiges mächtiger war als sein Gegenüber, denn eine einfache Handbewegung genügte und der Prior erstarrte augenblicklich zu Stein.
Danach kümmerte er sich sogleich fürsorglich um die sehr schwer verletzte Adriana. Die junge Frau konnte jedoch vollständig wieder von Myrddin geheilt werden. Aber der alte Antiker sackte schon kurz darauf, durch diese vollbrachte gute Tat geschwächt zu Boden. Sofort eilten daher mehrere Sanitäter und Ärzte hinüber zu den liegenden Antiker Myrddin, welcher nun seinerseits dringend Hilfe benötigte.



24 Stunden zuvor
Milchstraße
Sol-System
Mars
Stargate Command Base, Stargate-Raum

Für alle auf der Basis war es eine ganz besondere Überraschung, denn zwei Könige, nämlich Artus und Arkhan, welchen alle als Colonel Harry Maybourne kannten, waren soeben mit jeweils einer kleinen Delegation durch das Stargate eingetroffen.

Schnell wurde im Gespräch mit dem diensthabenden Kommandeur der Basis, der aus Kanada stammte, bekannt, dass Arkhan so einige Dinge wusste, wie zum Beispiel die besondere und aber vor allem romantische Beziehung zwischen Adriana und Artus. Weswegen man sich erhoffte, dass der König von Camelot seinen positiven Einfluss auf die Tochter der Orici zur Geltung bringen könnte, wenn er der jungen Frau ins Gewissen redete und dadurch mit der Wahrheit konfrontiere. Doch das dies nicht alles war, konnte niemand bis dato wissen, da nur ein kleiner Kreis darin eingeweiht werden sollte und durfte.

Mit eigenen Augen musste Artus dann in den nächsten Stunden miterleben, was für eine Katastrophe nun auch in diesem Sonnensystem stattfand oder gar drohte.
Schließlich hatte der König von Camelot genug und forderte daher unverzüglich eine Verbindung zu Adriana, um sie mit ihren Taten, die absolut gar nicht ihren Wesen und Charakter entsprachen, zu konfrontieren, damit sie endlich diese fürchterlichen Kampfhandlungen wieder umgehend beendete.

Nachdem die Kämpfe ungefähr für 10 Stunden gewütet hatten, hatte es Artus erfolgreich geschafft, seine vielleicht doch noch zukünftige Gemahlin, dass eine sofortige Waffenruhe und sofortige Friedensverhandlungen vereinbart wurden.


Erde
Nordamerika, USA, New York City, Hauptquartier der UN

Aufs Tiefste verlegen, hatte Adriana das Quartier von Artus betreten. Abermals betonte der Herrscher von Camelot, dass sich die junge Frau in die Irre hatte führen lassen.

„Besinne dich abermals, Adriana! Du hast Vater und Mutter, die dich geschaffen haben, aber auch eine Familie, die dich mit großer Liebe und Fürsorge aufgezogen hatten…“
„Du hast ja Recht, Liebster“, unterbrach die Tochter der Orici und von Daniel Jackson, „ich habe meiner Familie auf Heraclia nicht besonders gut vertreten… Moment mal, was ist das für ein Gerät?“
„Einen Moment!“, bat Artus, der es aktivierte. „Jetzt kann ich dich einweihen!“

„Was war das? Was ist gerade passiert?“, fragte die junge Frau erschrocken, denn auf einem Male sah sie sich vollkommen unerwartet Auge in Auge mit Myrddin.
„Ihr… ihr, ihr seid doch tot!“, keuchte Adriana erschrocken zurückweichend.
„Zum Glück nicht!“, erwiderte der alte Antiker, der sogleich zum Thema kam.

Einige Minuten später schon, war die junge Frau abermals heftig in ihrer Gefühlswelt hin und her gerissen.

„Ich kann doch nicht meine eigene Mutter töten!“, schluchzte Adriana verzweifelt, und schaute fassungslos die beiden Männer vor sich an.
Sofort versuchte Myrddin sie zu beruhigen: „Ihr tötet ja eure Mutter nicht! Adriana, sie wird nur daran gehindert noch mehr Schaden und Leid im Universum anzurichten, weswegen sie nur mit diesen Gegenstand,…“
„Und! Was ist, wenn jemand…?“

„Ich vermute mal, jetzt ist wohl in der Tat der Moment gekommen, Euch beiden genau zu erläutern, wie das hier zu verwenden ist, und auch was es eigentlich bewirkt“, erkannte Myrddin schließlich, weil er wusste, dass nur Adriana selbst dazu in der Lage war, diese Aufgabe letztendlich erfolgreich zu erfüllen. Also begann er geduldig zu erklären: „…dieser Gegenstand hier wird Adriana in sich hineinsaugen. Da sie ja nicht mehr ein menschliches Wesen aus Fleisch und Blut ist, wird sie keinerlei Schmerzen verspüren. Doch sie würde sehr zornig sein, wenn man sie hier wieder herauslassen würde. Deswegen habe ich noch etwas entwickelt, was bewirken wird, dass die Orici Adria wieder ein sterbliches und menschliches Wesen aus Fleisch und Blut, aber jedoch ohne jegliche Erinnerung werden kann. Sie wird irgendwohin verbannt, wo sie niemand kennt. Es ist das genaue Gegenteil, was ich eigentlich vorgehabt hatte, ihr beiden. Denn ursprünglich wollte ich die letzte Vertreterin der Ori für immer auslöschen - doch habe ich mich umentschieden, wofür Du verantwortlich bist, Adriana. Ich habe nämlich erkannt, dass Du sie als Mutter, trotz ihrer Fehler von Herzen liebst. Auch musst Du es sein, die…“
„Was?“, zuckte die Tochter der Orici erschrocken zusammen.
„Tut mir leid, meine Liebe. Doch bist Du die Einzige, die es schaffen kann. Dieses Amulett, welches Ihr um euren Hals tragt, wird Euch genügend Schutz bieten - vor den Kräften, die Adria besitzt…“
„Aber, aber…“, stotterte Adriana perplex, die kaum verstand, welche bedeutende Aufgabe ihr zukommen sollte.
„Es ist leider so! Ich werde in Eurer Nähe sein! Doch muss ich mich gut vor der Orici verbergen, und werde nur eingreifen, wenn es nicht anders geht - auch, wenn ich meine Existenz opfern sollte, um jeden in diesem Saal zu retten!“

Danach herrschte einige Minuten lang eine schweigende Stille zwischen den Dreien. Und eines hatte auch Adriana registriert, nämlich dass Artus fast die ganze Zeit über, außer zu Beginn, geschwiegen hatte.

Schließlich brach die junge Frau fragend das Schweigen: „Was muss ich tun?“
„Du musst diesen Gegenstand gut in Deinen Gewändern verbergen! Durch das Amulett ist es Adria nicht möglich, die Gedanken von Euch zu lesen, auch wenn Ihr an diesen Gegenstand und die damit verbundene Aufgabe denken solltet! Ihr müsst leider solange warten bis die Orici direkt vor euch steht, dann öffnet den Verschluss, damit die Kraft, die sich im Gegenstand befindet, wirken kann! Sobald sich Eure Mutter hier drin befindet, müsst Ihr die Öffnung wieder verschließen!“
„Gut. Habe ich verstanden, Meister Myrddin. Aber vernichtet meine Mutter nicht, sondern tut es so, wie Ihr es mir gesagt und versprochen habt!“


Gegenwart
Milchstraße
Sol-System
Erde
Nordamerika, USA, New York City, Hauptquartier der UN

Mit spitzen Fingern hob indessen General Jack O‘Neill den Gegenstand auf, fragte: „Und was tun wir jetzt damit? Mit dieser Büchse der Pandora! Obwohl hier nicht die Hoffnung drin ist, sondern das größte Übel des Universums schlechthin! Also wenn man mich jetzt jemand von Ihnen hier fragen würde, würde ich das Ding hier in meinen Händen einfach in einem Schwarzen Loch versenken, oder so! Also, hat jemand der hier Anwesenden sonst noch eine passende Idee parat?“
„Dies wird Ihnen, Meister Myrrdin sagen, sobald er sich wieder erholt hat, General O‘Neill“, antwortete König Artus, der eine immer noch sichtlich mitgenommene Adriana in seinen Armen barg.


RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - Jonathan J. O´Neill - 30.01.2026

Odyssee
Folge 7.13 “Vollkommener Triumph?, Teil 1“

Pegasus-Galaxie
Atlantis-System
Atlantis, Kontrollraum

Zur selben Zeit, während im heimatlichen Sonnensystem in der Milchstraße der Krieg gegen die Truppen von Adria auf einen erneuten Höhepunkt angelangt war, hatten die Bewohner von Atlantis das Glück gehabt, dass sich, mit dem langersehnten Eintreffen der neuen irdischen Kampfsterne, die Vorteile vollkommen zu ihren Gunsten gewendet hatte.

Obwohl man natürlich von weiteren sehr heftigen Kampfhandlungen um Atlantis ausgehen musste, blieben aber die beiden gegnerischen Flottenverbände erstaunlicherweise eindeutig nach wie vor eher in einer abwartenden Position.

Über eine dringende eingehende Subraumübertragung von der Daedalus, teilte General Steven Caldwell allen auf Atlantis mit, dass er mit seiner ihm unterstehenden Flotte in Kürze, in genau rund 15 Minuten, aus dem Hyperraum fallen würde, um die letzte Königin der Wraith, zu einem entscheidenden weiteren und hoffentlich letzten Kampf zu stellen.

Eines konnte Richard Woolsey, der Anführer auf Atlantis, sehr gut spüren, es störte insbesondere Specialist Ronon Dex und General John Sheppard, dass sie beide nicht in diesem Kampf gegen die letzte Wraith-Königin mit dabei sein konnten. Der Sateder hatte voller Ungeduld immer wieder noch gehofft gehabt, dass es eventuell doch noch möglich gewesen wäre, mit einen der Schlachtkreuzer und seinen engsten Freunden den letzten Wraith ein endgültiges Ende zu bereiten. Doch daraus wurde ja bekannterweise durch die bereits anwesende Flotte der Orici nun einmal überhaupt nichts, weswegen die Laune des ehemaligen Dromoys, eines Läufers, der einst von den Wraith nahezu pausenlos über Jahre hinweg gejagt worden war, nicht gerade die Beste war.


Rand der Pegasus-Galaxie
Hyperraum
U.S.S. Daedalus, Brücke

Per Videokonferenz mit den anderen Schiffen seiner Flotte fand die alles entscheidende Lagebesprechung, in der General Steven Caldwell, allen ein letztes Mal noch einmal die Taktik erklärte und was sie bei den Zielkoordinaten wohl alle erwartete, statt.
Es handelte sich für alle Beteiligten bekannterweise, natürlich um die Flotte der letzten Wraith-Königin, die aus den gemessenen Werten der Sensoren, aus fünf Basisschiffen, drei Versorgungsschiffen und zweiundzwanzig Kreuzern, einer unbekannten Zahl von Shuttles und mehreren tausenden von Jagdfliegern, sogenannter Darts und den Wraith selbst bestand.

Doch General Caldwell warnte am Ende der Besprechung alle Kommandeure und die Besatzungen der Schiffe: „…geben Sie sich keinen Illusionen hin, es ist nämlich sehr wahrscheinlich, dass wir im Verlauf der Schlacht von den Wraith geentert werden! Aber noch etwas steht aus: Es ist ein Einsatz von dem wir möglicherweise nie wieder nach Hause zurückkehren werden! Es ist unsere Chance, die die Antiker nicht hatten, nämlich die tödliche Bedrohung durch die Wraith für jeden Menschen in diesem Universum auszulöschen! In der Milchstraße ist es unseren Streitkräften bereits schon erfolgreich gelungen, dies zu schaffen - jetzt ist es an uns den Deckel draufzumachen! Hoffen wir also, das wir diesen langen Flug am Ende nicht umsonst machen!“


Atlantis-System
Atlantis, Stargate-Raum < > Kontrollraum

Vollkommen überraschend war es nicht für das Diensthabende Personal in Tor- und Kontrollraum, als das Stargate zum Leben erwachte. In schneller Reihenfolge rasteten acht Symbole ein, zum Zeichen, dass es eine Ankunft aus einer anderen Galaxie bevorstand. Angespannt nahmen die Soldatinnen und Soldaten des aufgestockten Verteidigungsteams ihre Positionen ein.

Bevor sich das Wurmloch etablierte wurde der Schutzschild aktiviert, der die erste und am besten bewährte Verteidigungslinie gegen unerwünschte Besucher war.

Auf ganz Atlantis hielt man den Atem an. Doch die Entwarnung kam nur wenige Minuten später, denn es war die Stargate Command Base auf dem Mars, die mitteilte, dass der Krieg erfreulicherweise vorüber und die Orici Adria durch die Hilfe des Antikers Myrrdin gefangengenommen worden sei.
Die Gläubigen in der Stadt, die Adria und ihre Lehre angenommen hatten und diese Neuigkeiten hörten, waren fassungslos. Beinahe schon im selben Augenblick baten die Kommandanten der Orici-Schiffe um ein Treffen, um über die weiteren Schritte und den Frieden zu verhandeln, beziehungsweise Kontakt mit Adriana aufnehmen zu dürfen.



Weit entfernte Galaxie
Destiny, Observationsdeck

Da der angesetzte Zeitpunkt und somit der Fristablauf immer näher rückte, trafen auch jetzt nach und nach die ersten Gruppen von den Personen ein, die in der Tat vorhatten mit der Flotte der Trinitatis endlich zur Erde zurückzukehren.

Es waren die bekannten Stunden des Abschiednehmens unter Menschen, die seit Jahren beisammen gewesen waren.

Jack Dalton war einer der ersten gewesen, die das Observationsdeck betreten hatten. Durch das gewaltige Panoramafenster konnten alle die beiden BC-304er, die Paris und Hector sehen, die sich darauf vorbereiteten vorübergehend die Heimkehrwilligen zu sich an Bord zu beamen, bevor diese Personen dann auf die Trinitatis transferiert werden würden.
Mit einem enttäuschten Seufzen stellte Dalton sein Gepäck neben einer Bank ab, ehe er selber Platz nahm, denn von seinen beiden langjährigen Freunden war nach wie vor noch niemand zu sehen.


Trinitatis, Kontrollraum

Sichtbar entspannt passierte Doktor Hank „Beast“ McCoy den Kontrollraum, denn er war auf dem Weg zu seinem Büro. Dies lag natürlich daran, weil die beiden Doktoren Daniel Jackson und Rodney Meredith McKay mit einer Fülle von Daten beschäftigt waren, die es zu sichern und zu übertragen auf die mitgebrachten Datenträger galt.
Doch der Leiter dieser Mission auf der Trinitatis fragte sich bereits, ob nicht der eine oder alle beide der Versuchung widerstehen könnten, und sich dann in letzter Sekunde dann dafür entscheiden würden an Bord der Destiny zu wechseln. Denn beide Männer befanden sich nämlich derzeit an Bord des uralten Raumschiffes der Antiker.


Destiny, Brücke

Schließlich konnte es auch ein Doktor Nicholas Rush nicht mehr aushalten, darum fragte er schließlich: „Was ist mit Ihnen? Wie haben Sie sich entschieden, Eli?“
„Ich will zwar nach Hause, zu meiner Mutter… aber…“
„…aber…?“
„Wenn ich jetzt heimkehren würde, wofür habe ich sonst die ganzen letzten Jahre so hart gearbeitet? Wofür ist dann Ginn und sind denn die anderen gestorben… Die Antwort darauf bekomme ich nur, wenn ich den Weg mit der Destiny bis zum Schluss mitgehe! Die Mission mit ihr beende!“
„Sie versetzen mich immer wieder aufs Neue ins Staunen, Mister Wallace“, nickte der Wissenschaftler anerkennend. „Sie sollten ihrer Mutter eine Botschaft, genau mit dieser Erklärung hinterlassen, Eli. Die Trinitatis wird diese den Angehörigen derer, die hier an Bord bei uns bleiben, dann übermitteln sobald sie zur Erde zurückgekehrt ist.“
„Wie viel Zeit habe ich noch?“
„Nur noch wenige Stunden! Daher sollten Sie sich lieber beeilen…“
Nicholas hatte den Satz noch nicht beendet, da eilte Eli auch schon von der Brücke, um seine Botschaft an seine Mutter noch schnell aufzeichnen zu lassen.



Rand der Pegasus-Galaxie
Wraith-Flotte
Flaggschiff, Kommandobrücke

„Meine Gebieterin, unsere Flotte ist jetzt vollzählig. Ich warte noch bis alle bestätigt haben, dass die für den Flug benötigten Energiereserven auch wirklich vollständig bereitstehen. Wohin sollen wir dann fliegen, Übermutter?“, fragte der Commander des Wraith-Schiffes, der einzig und allein nur den Befehlen seiner Königin verpflichtet war.

Gemächlich hatte sich die Wraith-Königin von ihrem Platz erhoben, dann schritt mit stolzen Schritten sie auf das Hologramm einer Sternenkarte zu, die sich in der Mitte des Raumes befand. Als sie ihr Ziel erreicht hatte, betätigte sie auf der Konsole einige der darauf befindlichen Tasten und Bedienfelder. Schon nach wenigen Sekunden erschienen auf einem Schirm, der sich auf einer gewebeartigen Membran befand, einige Anzeigen. Jene ging sie sorgfältig durch. Denn die Bedienungen mussten ja auch für die Menschen, die man verschleppt hatte gut genug sein, damit sich deren Population wieder sehr schnell steigerte, da man sie ja zur Nahrung ihres Volkes benötigte.

Es vergingen noch mehrere Minuten, denn es gab verständlicherweise natürlich mehrere potentielle Ziele, die für ihre Zwecke in Frage kämen.

Doch schließlich fauchte die rothaarige Wraith zufrieden lächelnd, die schloss dann die Anzeige, deutete auf eine Galaxie auf dem Hologramm, welche auf der Erde als IC 10, eine Zwerggalaxie in der Lokalen Gruppe, bekannt ist, sowie sich im Sternbild Kassiopeia befindet, und sagte gebieterisch: „Übermittle meine Entscheidung an alle Schiffe meiner Flotte, sobald sie dann ihre volle Energieleistung bestätigt haben, und setzt dann alle umgehend gemeinsam Kurs dorthin!“
„Jawohl, meine Königin.“


Hyperraum
U.S.S. Daedalus, Brücke
 
Es waren nur noch wenige Augenblicke, dann würde die Flotte der Menschen auch schon gemeinsam aus dem Hyperraum fallen. Sobald dies geschah, war für alle klar, dass es dann kein zurück mehr gab. Auch mussten sofort alle, die Daedalus, die Troy, die Aurora, die Gondwana, die Chukov und auch die Panthalassa, ihre Schutzschilde auf Maximum stellen und bereit dafür zu sein sämtliche Waffensysteme einzusetzen.

Schon seit einigen Minuten saß General Steven Caldwell angespannt in seinem Stuhl.
Der Mann, der schon bereits seit vielen Jahrzehnten die mittlerweile stark in die Jahre gekommene Daedalus kommandierte, schloss noch einmal kurz die Augen. Nur für wenige Sekunden, wenigstens. Ein letztes Mal inne halten. Kräfte sammeln, für eine entscheidende Schlacht.


Wraith-Flotte
Flaggschiff, Kommandobrücke

Kurz nachdem alle überlichtfähigen Raumschiffe der Wraith ihren Status übermittelt und man in den Hyperraum eintreten konnte, wurde das Flaggschiff der Wraith-Königin schwer erschüttert.

„Meine Königin, wir werden angegriffen! Es ist eine Flotte der Menschen von Atlantis! Die haben hier wohl auf uns gewartet!“, meldete einer der Offiziere.
Für diese unangenehme Nachricht, gab es zur postwendenden Antwort darauf von der rothaarigen Wraith nur ein wütendes Fauchen und Zischen.
„Sofort in den Hyperraum springen!“, ordnete der Commander des Basisschiffes an.
Darauf entgegnete einer der anderen Offiziere: „Ich versuche es, doch die Systeme reagieren immer noch nicht! Die erste Salve des Angriffes unserer Gegner muss wohl unseren Hyperantrieb beschädigt haben…“
„Sofort reparieren!“, wies der Commander an.

Sofort darauf erkundigte sich die Königin: „Was ist mit all den anderen Schiffen unserer Flotte?“
„Auch sie sind betroffen…“
„AHHHR!“, fauchte die Rothaarige daraufhin.
Der Commander, der unterbrochen worden war, fuhr dennoch mit seinem Bericht für seine Gebieterin fort: „Offenbar werden bislang nur unsere Mutterschiffe und auch die Kreuzer vermehrt unter massiven Beschuss genommen! Nur unsere Versorgungsschiffe werden nicht so stark angegriffen!“
„Die Menschen, die wir dort an Bord haben! Die Atlanter wollen unsere Nahrung wohl vermutlich befreien“, fiel der Königin sofort ein, kaum das der  Commander den Satz beendet hatte.

Eine Pause, nur eine kurze war eingetreten. Die letzte Königin der Wraith überlegte nicht lange, dann entschied sie herrisch: „Die Flotte soll sofort näher zusammenrücken! Und startet die Jäger! Und zwar alle!“
„Noch weitere Befehle, meine Gebieterin?“
„Die Hyperantriebe reparieren natürlich! Und zwar unverzüglich!“, zischte sie gereizt.


Flotte der Menschen
U.S.S. Daedalus, Brücke

Im Ganzen war General Steven Caldwell mit dem Beginn der Schlacht gegen die letzten Wraith sehr zufrieden, denn man hatte sie gerade noch rechtzeitig, und vor allem ganz wichtig vollkommen überraschend erwischt. Alle ersten Salven hatten, wie zuvor geplant, erfolgreich die Hyperantriebe der kompletten feindlichen Flotte lahmlegen können, da man die Wraith an eine Flucht unbedingt hindern musste.

Doch auch er sah, was ihm nicht sonderlich gefiel, nämlich dass die Schiffe des Feindes, weil sie noch immer manövrierfähig waren, enger zusammenrückten und allen Anschein nach wohl zusätzlich noch alle verfügbaren Jäger gestartet hatten.

Es war unschwer zu erkennen, dass die Wraith nun zum Gegenangriff übergingen, denn zeitgleich feuerten alle anderen Schiffe des Feindes, darunter die fünf Basisschiffe, die zweiundzwanzig Kreuzer und sogar die drei Versorgungsschiffe, auf die Flotte der Menschen.
Am liebsten hätte General Caldwell die 24 Puddle Jumper mit den darin befindlichen insgesamt über 300 Soldatinnen und Soldaten umgehend zurückgerufen. Doch diese Männer und Frauen sollten versuchen die Versorgungsschiffe nach und nach zu entern und zu erobern, mit dem Ziel die darauf befindlichen Menschen vor mehr als nur einem düsteren Schicksal zu bewahren. Man würde nicht alle von ihnen retten können, doch wenn man es zumindest schaffen würde eines dieser Versorgungsschiffe zu befreien, hätte man in der Tat schon eine gute, wenn auch sehr schwere Leistung vollbracht.

Schnell waren die sich nahenden Geschwader der Wraith-Darts in Waffenreichweite gelangt, so dass General Caldwell befahl: „Feuern nach eigenem Ermessen! Unsere sämtlichen F-302er sollen sich ausschließlich nur um die Wraith-Darts kümmern, die durch unsere aufgebaute Verteidigungslinie durchbrechen konnten!“


Die ersten Salven der Railguns rissen sofort gewaltige Lücken in die sich immer noch unaufhörlich nahende Angriffswelle der Wraith-Darts, die ebenfalls das Feuer eröffnet hatten.

Obwohl die Schlachtschiffe der Menschen angegriffen wurden, setzten sie die mächtigen Energiewaffen ein, die sie einst von den Asgard erhalten hatten. Doch nahm man dabei überwiegend die fünf Basisschiffe ins Visier, weil von ihnen die allergrößte Bedrohung ausging.

Während des Starts des Gegenangriffes hatte sich das Flaggschiff der Wraithflotte, worauf sich die Königin befand in den schützenden Schatten der Versorgungsschiffe zurückgezogen. Aber nur soweit, dass auch dieses Basisschiff immer wieder Salven abfeuern konnte.

Versorgungsschiff # 2

Man kam nur langsam vorwärts, denn jeder verfrühte Feindkontakt hätte nicht für alle Menschen, die eingedrungen waren unangenehme Folgen. Auch die Wraith an Bord  sowie auf den anderen Schiffen würden entsprechend auf diese Vorgehensweise des Enterns entsprechend reagieren.

Während die eine Hälfte des Einsatzteams die Puddle Jumper in der Hangarbucht sicherte, war das Ziel der anderen, die nur aus Soldatinnen und Soldaten bestand, natürlich die Kommandobrücke dieses Schiffes. Diese galt es einzunehmen und zu sichern.

Auf dem Weg von der Hangarbucht zur Kommandobrücke kam man auch an unzähligen Kammern vorbei, in denen Menschen zur Nahrung für die Wraith aufbewahrt wurden. Aber es gab auch Zellen, worin sich sehr viele Verschleppte befanden. Man zeigte ihnen sofort an ruhig zu bleiben, um die ohnehin schon riskante Mission für die Soldatinnen und Soldaten nicht unnötig zu gefährden.

Doch das Glück wehrte nur von kurzer Dauer, denn durch die stattfindende Schlacht waren nicht nur sehr viele Wraith-Drohnen unterwegs, es gab auch zahlreiche versteckte Wraithanbeter an Bord. Menschen, die die Wraith anbeteten und dadurch auf ein wenig sicheres Leben hoffen konnten, wenn sie ihren Gebietern gute Dienste leisteten. Und eben einer von ihnen meldete das Eindringen einen der Offiziere, der sich sofort fauchend umwandte und Patrouillen aussandte, um nach den ungebetenen Eindringlingen suchen zu lassen.


Auch außerhalb dieses Versorgungsschiffes der Wraith wurde ein heftiger Kampf geführt, in welchen es für die Wraith nichts weiter als um den Fortbestand ihrer Rasse ging.

Während sich die gegnerischen Jagdgeschwader schon die ersten Duelle und Kämpfe lieferten, gerieten einige Schlachtschiffe der Menschen in ernste Bedrängnis, denn auch die Wraith hatten den Plan gefasst, Schiffe ihrer Feinde zu entern und wenn möglich die Besatzungen gefangen zu nehmen und deren Schiffe für ihre eigenen Zwecke zu nutzen.

Für diese Mission hatten sich die Wraith die kleineren BC-304er als die leichteren zu bekämpfenden Ziele ausgewählt, da sie davon ausgingen, dass es dort unter anderem  nicht nur unerheblich weniger Widerstand geben würde.

Odyssee
Folge 7.14  “Vollkommener Triumph?, Teil 2”

Rand der Pegasus-Galaxie
Flotte der Menschen
U.N.S. Troy, Brücke

Mit einen sehr großem Unbehagen musste nicht nur Colonel Charlene Lewis miterleben, was soeben geschah. Denn ein Kreuzer sowie auch noch ein Shuttle der Wraith hatten es schließlich geschafft, denn sie waren über dem Schlachtschiff der Menschen in Position gegangen. Man kannte dieses Vorgehen der Wraith aus den Berichten von den Antikern, die man gefunden hatte.

„Die werden wohl versuchen uns zu entern! Ich hoffe doch sehr, dass all unsere Leute in sämtlichen unserer Verteidigungsteams ihre Stellungen bereits eingenommen haben!“, warnte die Kommandantin der Troy, in der verständlicherweise ein akutes mulmiges Gefühl im Magen aufstieg.

„Ich bestätige, es sind alle unsere Leute auf ihren Positionen, Ma‘am“, bestätigte jemand, der für einen vorübergehenden erleichterten Gesichtsausdruck seiner Vorgesetztin sorgte.
„Die beiden Wraithschiffe haben jetzt an unseren Außenhaut festgemacht…“, stammelte eine Sekunde später schon bereits ein anderer Offizier erschrocken.
Damit wussten alle an Bord, es würde jetzt nicht mehr sehr lange dauern, dann würden auch schon die Wraith es versuchen und mit aller Gewalt in die Troy einzudringen.


Wraith-Flotte
Versorgungsschiff # 2, Brücke

Beinahe ohne jegliche Pause, mussten sich die entsandten Soldatinnen und Soldaten der Menschen mit größter Tapferkeit ihrer Haut erwehren. Bislang gab es zumindest zum Glück keine Verluste an Leben, sondern lediglich nur Ausfälle, weil so einige von den Betäubern der Wraith getroffen worden waren.
Doch hatten sie es zumindest endlich geschafft sich erfolgreich auf der Brücke, in den meisten Zugängen dorthin und den Korridoren bis zu ihren Puddle Jumpern festzusetzen. Aber würde dies letztendlich genügen, um diese gefährliche Mission erfolgreich und ohne große Verluste zu beenden?

„General Caldwell?! Hier Captain Norris, USMC. Können Sie mich hören, Sir?“, erkundigte sich Captain Joshua Norris, einer der United States Marines über Funk. Seine Stimme klang schon etwas extrem besorgt, aber dennoch schien er trotz der aktuellen Lage eine gewissen Ruhe auszustrahlen.
„Hier ist Caldwell. Was gibt es, Captain Norris?“
„Wir versuchen so gut und schnell es uns möglich ist dieses gesamte Versorgungsschiff der Wraith unter Kontrolle zu bringen. In wenigen Sekunden werden wir dann auch das Gas freisetzen, in der Hoffnung unsere Mission schneller zu Ende bringen zu können. Doch können wir diese Operation bestimmt nicht noch einmal wiederholen, Sir. Die Wraith werden nun darauf vorbereitet sein.“
„Habe ihren Hinweis zur Kenntnis genommen, Captain. Wäre auch zu gewagt, denn wir konnten einen Enterungsversuch auf die Daedalus vor wenigen Minuten aufs Erste mit Erfolg abwehren. Doch jetzt ist leider die Troy betroffen! Sie wurde bereits geentert!“
„Großer Gott!“
„Wir werden tun, was uns möglich ist! Doch werden wir so langsam aber sicher in die Abschlussoffensive übergehen müssen, sonst entkommt uns die Flotte der Wraith am Ende noch!“

Flaggschiff, Kommandobrücke

Die Ungeduld der rothaarigen Wraith wurde immer größer, denn sie hatte von Beginn des Kampfes gegen die Menschen miterleben müssen, was alles in deren Verlauf geschehen war.

„Was machen die Hyperantriebe?“, fauchte die Königin ergrimmt.
„Der unseres Schiffes wird in Kürze wieder zum Glück funktionstüchtig sein“, erklärte einer der Offiziere, um seine zornige Gebieterin ein wenig zu besänftigen.
„Hoffentlich!“, zischte die Wraith, die sich mittlerweile wieder auf ihren Thron gesetzt hatte. Ihre Anspannung war zu verstehen, denn es gab nur wenige Erfolgsmeldungen bislang, mit denen man die Menschen erfolgreich hatte unter Druck hatte setzen können. Denn die Flotte der Menschen, die ununterbrochen seit Jahren unter dem Kommando von General Caldwell stand, war es bislang gelungen ein Basisschiff, ein halbes Dutzend Kreuzer, drei Shuttles und mehrere hunderte von Wraith-Darts zu zerstören. Zusätzlich war sie auch deswegen äußerst darüber aufgebracht, weil die Menschen aus Atlantis eines der Schiffe zur Versorgung erfolgreich hatten entern können. Doch im Gegenzug war es ihren eigenen Truppen gelungen, zumindest in die Troy und die Gondwana einzudringen, wo jene nicht gerade unerhebliche Schäden hatten verursachen können.


Flotte der Menschen
U.N.S. Troy

Die Wraith hatten es nach schweren Kämpfen tatsächlich doch noch geschafft, sich den für sie so wichtigen Zugang, zu ein paar der wichtigsten Positionen auf dem Schlachtschiff der Menschen zu verschaffen. Dafür hatten sich die Angreifer erfolgreich an mindestens drei Stellen Zugänge für ihren heftigen und unbarmherzigen Angriff durch die äußere Hülle in den Schiffskörper der Troy geschnitten.

„Hier spricht Colonel Lewis: Jeder zieht sich umgehend zu den vor wenigen Minuten angewiesenen Koordinaten auf der Troy zurück, den sie durch die Morsezeichen empfangen haben!“, war aus den Lautsprechern an Bord der gesamten BC-304 zu vernehmen.

Alle Wraith, die in die Troy eingedrungen waren, hielten irritiert inne, denn Morsezeichen kannten sie nämlich überhaupt gar nicht, diese existierten in dieser bestimmten Form wohl nur auf der Erde.

„Was haben diese Menschen denn nur vor?“, brummte einer der Offiziere verdrießlich.
„Ich habe auch keine Ahnung, was dies zu bedeuten hat. Doch sollten wir so schnell es geht, zur Brücke um dieses Schiffes zu erobern“, antwortete einer seiner Untergebenen.

U.S.S. Daedalus, Brücke

Seit den Enterungen von der Gondwana und der Troy sorgte sich nicht nur General Steven Caldwell um die dortigen Besatzungen, während die Weltraumschlacht nach wie vor in all ihrer Heftigkeit weitergeführt wurde.

Nach dem letzten Berichten, die er erhalten hatte, war die Lage auf der Troy besonders kritisch geworden. Auf der Gondwana konnte die gesamte Besatzung schließlich alle Wraith erfolgreich am weiteren Vorankommen erfolgreich hindern.

Schließlich registrierte Major Marks auf seinen Sensoren etwas Seltsames, was er sofort seinem Kommandanten mitteilte: „Sir, offenbar sind die feindlichen Jäger überwiegend unbemannt!“
„Was? Soll das etwa heißen, niemand fliegt diese Dinger selber?“
„Ja, General. Sie werden vermutlich nur nach einem Programm gesteuert…“
Da unterbrach der Kommandant der Daedalus: „Das gefällt mir absolut nicht! Ab sofort sollen sich alle unsere 302er nur noch um die Kreuzer und Shuttles der Wraith kümmern, die versuchen unsere Schiffe zu entern und uns somit vom Hals halten, damit wir die übrigen Basisschiffe endlich erledigen können! Mir reicht es nämlich so langsam!“
„Verstanden“, erklärte Captain Dolores, die diese Entscheidung des Generals schnell an alle Schiffe der eigenen Flotte, inklusive der F-302er-Geschwader weitergab.


Kaum wurde der Befehl umgesetzt, wurde der Kampf draußen im All noch heftiger. Denn die 302er ließen von den überwiegend unbemannten feindlichen Jägern ab und griffen in Staffeln die Kreuzer und Shuttles der Wraith an, die ihre Enterungstaktik noch weiterhin verfolgen wollten.


U.N.S. Panthalassa, Brücke

„Colonel Lewis, willkommen auf der Panthalassa! Es tut mir wirklich sehr leid, dass Ihre Crew und Sie die Troy, trotz des heftigen Kampfes gegen die Wraith, dann doch noch aufgeben mussten!“
„Danke, Brigadier General Rochelle! Danke, für ihre Hilfe! Der Kurs der Troy und auch eine automatische Feuerungseinstellung wurden von meinen Leuten kurz vor der nun abgeschlossenen Evakuierung eingegeben!“, erklärte die ehemalige Kommandantin der Troy, die nun sah, wie eben dieses Schiff auf die übrigen Basisschiffe der Wraith zu glitt. Dabei zuckten die blauen Strahlenblitze der Energiewaffen der Troy immer wieder auf die feindlichen Schiffe zu.

U.N.S. Troy, Brücke

Nachdem die Menschen das Schiff mit Hilfe der Panthalassa und der Beamtechnologie verlassen hatten, wähnten sich alle Wraith an Bord als Sieger.

„Arbeite schneller!“
„Ich tue was ich kann. Doch sind diese Eingaben durch einen Code geschützt. Einer Sprache, die wir noch nicht kennen. Es ist mir somit leider vollkommen unmöglich dieses Schiff der Menschen unter unsere Kontrolle zu bringen…“
„Dann verlassen und zerstören wir es, bevor es unsere Flotte erreicht und Schaden anrichten kann!“, ordnete der ranghöchste Offizier der Wraith an, während die ersten von ihnen schon eilig damit begonnen hatten, ihre schon sicher geglaubte Beute wieder zu verlassen.

U.S.S. Daedalus, Brücke

Die Lage für die gesamte Flotte der Menschen wurde so langsam von Minute zu Minute brenzliger.

Mit großer Zurückhaltung hatte General Steven Caldwell vor wenigen Minuten zur Kenntnis genommen, dass das eine Versorgungsschiff erfolgreich übernommen und alle Wraith mit Hilfe des Gases ausgeschaltet werden konnten, sowie auf der Gondwana, die von den Wraith geentert worden war. Zudem hatten alle registriert, dass sich die Wraith von der Troy offenbar zurückziehen wollten. Am liebsten hätte man sofort deren Verfolgung aufgenommen, doch wurde allmählich die Munition der F-302er knapp, weswegen man das Shuttle wegfliegen ließ. Im Gegensatz zu dem Kreuzer, der als er in einer günstigen Position gekommen war, zum Opfer von den Energiewaffen der Daedalus wurde.


Immer noch näherte sich die U.N.S. Troy, wie einprogrammiert in einem schnellen Tempo und noch immer feuernd, der übrigen Flotte der letzten Wraith. Aber das Schiff der Erde explodierte schließlich von Innen heraus, bevor es die feindlichen Schiffe erreicht hatte.

Als die Sicht wieder klar geworden war und auch die Bordinstrumente nicht mehr von irgendwelchen Störungen beeinträchtigt wurden, war der Kampf vorüber.

Mit erstaunten und überraschten Gesicht hatte sich General Steven Caldwell von dem Stuhl des Kommandanten erhoben, war zum Panoramafenster gegangen und sah hinaus ins All. Vor sich konnte er ein großes Trümmerfeld erkennen. Kein Schiff der Wraith, das noch funktionierte, mit Ausnahme des Versorgungsschiffes, welches von mehr als 300 Soldatinnen und Soldaten der Menschen geentert und erobert worden war, schien sich noch draußen vor ihnen zu befinden.

„Ich will sofort wissen, ob alle Schiffe der Wraith durch unser eigenes Waffenfeuer und durch diese mehr als nur heftige Explosion der Troy wirklich zerstört worden sind!“, forderte Caldwell.


Kurz nachdem diese heftige Schlacht gegen die Wraith vorüber gewesen war, gingen bei General Steven Caldwell, dem Oberbefehlshaber über die Flotte der Menschen von Atlantis, und somit in der Pegasus-Galaxie, nach und nach immer noch die Schadens- und Verlustmeldungen seiner gesamten Flotte ein. Doch immer noch, wartete er auf den endgültigen Bericht des sehr personalstarken Enterungskommandos, welches sich an Bord eines Versorgungsschiffes der Wraith begeben hatte.

Schließlich meldete sich Captain Joshua Norris via Funk: „General Caldwell. Hier Captain Norris. Endlich kann ich Ihnen einen abschließenden Bericht über unseren Einsatz hier an Bord des Versorgungsschiffes, welches wir die Kennung Beta gegeben haben, geben, Sir! Also, wir haben bei der Eroberung dieses Schiffes der Wraith leider insgesamt 24 Tote und 43 Verletzte zu beklagen! An Bord dieses Versorgungsschiffes haben sich leider sehr viel mehr Wraith aufgehalten als wir ursprünglich erwartet hatten!“
„Was ist mit denen passiert, sowie den noch lebenden Wraith an Bord bei Ihnen?“
„Wir haben uns mit der Wraith-Besatzung hier an Bord ein ziemlich heftiges Feuergefecht geliefert, General! Der Kampf gegen diesen Feind war so ziemlich das Unangenehmste was ich in meiner bisherigen militärischen Laufbahn bislang auszufechten hatte, wie ich noch hinzufügen möchte! Zurück zum Thema: Wir haben mehrere hundert von ihnen für immer erledigt, und den Rest der überlebenden Wraith haben wir hoffentlich mit diesem Gas in harmlosere Burschen verwandelt! Wir suchen dennoch immer noch Sektion für Sektion und auch Deck für Deck das gesamte Schiff ab, um auch wirklich sicher gehen zu können, wirklich alle noch lebenden Wraith mit der Wirkung des Gases erwischt zu haben!“
„Wie ist der momentane Zustand des Versorgungsschiffes Beta, Captain?“
„Wir könnten durchaus tatkräftige Hilfe benötigen, denn wir sind Soldaten und keine Techniker für außerirdische Technologien! Wie steht es um unsere Flotte, General?“
„Die Troy ist zerstört worden! Die Gondwana ist schwer beschädigt und wird so gut es geht repariert, aber immerhin ist sie noch intakt genug um im Hyperraum zu reisen! Die Aurora weist erhebliche Probleme mit den Schilden auf, weil die Wraith-Jäger mit einer Welle von Kamikazeangriffen quasi einen ballistischen Angriff durchgeführt haben! Am besten haben die Panthalassa und die Chukov diese Auseinandersetzung überstanden! Die Daedalus weißt zum Glück nur leichte Schäden auf! Insgesamt haben wir fast ein Drittel unserer F-302er verloren und dadurch leider auch sehr viele unserer Pilotinnen und Piloten! Es war einfach verdammt sehr viel los dort draußen! Zudem gibt es leider auch auf allen Schiffen unserer Flotte mehrere Tote und Verletzte zu beklagen! Was mit der Flotte der letzten Wraith-Königin ist, versuchen wir immer noch zu ermitteln - was nicht leicht ist bei den vielen Millionen von Trümmern und Wrackteilen dort draußen!“, antwortete ein erschöpfter General Steven Caldwell, der sich mit den Unterarmen auf der Lehne seines Stuhles abstützte, während er nach wie vor wachsam hinaus ins All sah.


Atlantis-System
Atlantis, Kontrollraum

Viele sorgenvolle Minen schauten gebannt seit einigen Minuten schon auf den Monitor, denn man hatte immer noch keinen Funkkontakt mit der Flotte von General Steven Caldwell aufnehmen können. Deswegen, und weil offensichtlich keine Gefahr mehr durch die Orici und ihrer Flotte bestand, hatte sich Richard Woolsey nach einem Rat von John Sheppard entschieden und drei Schiffe zur Erkundung, und falls nötig auch zur möglichen Unterstützung, zu den letzten bekannten Koordinaten der Flotte, entsandt.



Weit entfernte Galaxie
Destiny, Observationsdeck

Die Zeit, die von Colonel Everett Young als Frist an Bord der Destiny ausgesprochen worden war, natürlich nur zuvor mit gemeinsamer Absprache mit Doktor Hank „Beast“ McCoy getroffen, war schon seit einiger Zeit verstrichen.

Viele der bekannten unterschiedlichsten Abschiedsszenen gab es natürlich an Bord des alten Antikerraumschiffes, dies war unausweichlich. Dabei versuchten die einen oder anderen, einige der anderen Weggefährten doch noch zur gemeinsamen Rückkehr auf die Erde und natürlich auch andersherum eventuell zum Bleiben auf der Destiny zu bewegen. Doch diese jeweiligen Versuche blieben überraschenderweise ohne jeglichen Erfolg.


Trinitatis, Kontrollraum

Dass es einige Zeit dauern würde bis alle Personen, die mit der Trinitatis zurück nach Hause auf die Erde reisen würden, wussten alle schon seit langem. Doch man würde sich nicht sofort trennen, sobald die Transfers beendet waren, denn man musste zunächst den in vergangenen Monaten sehr stark beanspruchten Antrieb der Trinitatis einen sorgfältigen Kontrolle unterziehen, bevor man den Rückflug beginnen und wagen konnte, denn man wollte nicht irgendwo in den Weiten des Universums stranden.



Andromeda-Galaxie
Omega-System
Orbit der Kolonialen Erde
Battlestar Pegasus, Adama‘ Quartier

Aber auch woanders im Universum wurde die Lage beziehungsweise der Zustand einer gesamten Flotte ganz genau überprüft.

Mit einem Glas Schnaps in der Hand und Colonel Saul Tigh, der ebenfalls eines hielt, an seiner Seite, ging Admiral William Adama die jüngste Inventur der gesamten Kolonialen Flotte durch, welche mittlerweile unter seinem Kommando stand. Diese wurde schon kurz nach ihrem Eintreffen in der neuen Heimat begonnen, und war erst kurz nach dem Abschluss der Verhandlungen mit der Delegation von der Regierung von Aurora beendet worden.

„Verdammter Mist!“, knurrte Husker missmutig. „Die Hälfte unserer Kampfsternflotte sowie fast die komplette zivile Flotte braucht dringend eine nötige Überholung, und sobald diese durch ist, müsste auch schon die andere ran!“
„Dafür bräuchten wir aber so einige Werften, wie früher die über Scorpia, Bill!“
„Ja, ich weiß. Die mit uns verbündete Erde von General Carter kann uns leider aktuell nicht dabei helfen eine zu bauen oder hierher zu verlegen, denn dort in der Milchstraße als auch in der Pegasus-Galaxie ist man selber immer noch mit notwendigen Reparaturen und Überholungen nach den erst jüngst zurückliegenden Kriegen gegen die Angriffe von mehreren feindlichen Invasoren beschäftigt.“
„Das ist kaum zu glauben, Bill. Von diesen Feinden, von denen wir von der Erde informiert worden sind, sind aus meiner Sicht sehr gefährlich. Aber diese Menschen haben sich trotz allen ganz gut bisher geschlagen, also von dem was ich selber bereits so gehört habe.“
„Ja, das ist richtig.“
„Also, was machen wir?“
„Unseren Job, wie sonst auch!“
„Ich verstehe“, nickte Saul verstehend.



Milchstraße
Sol-System
Mars
Stargate Command Base, Stargateraum

Die schweren Kämpfe, auch hier auf dem Mars, waren schon seit einiger Zeit vorüber, doch gab es auch auf dem seit Jahren schon bewohnbar gemachten, einst roten und trostlosen kleinen Bruder der Erde Aufräumarbeiten, während der Regelbetrieb der Basis wieder aufgenommen worden war.

Gerade eben machte sich eine ganz besondere Gruppe im Torraum zur Abreise bereit, nämlich die Delegationen von zwei Königen, Adriana und noch ein paar SG-Teams, welche in Kürze schon gemeinsam mit Myrddin nach Camelot aufbrechen würden. Dort angekommen, würde der alte Antiker sich dann um die in einem Behälter gefangene Adria, den General Jack O‘Neill als Büchse der Pandora bezeichnet hatte, kümmern. Zudem hatte Myrrdin einer besorgten Adriana versichert, ihre Mutter nicht zu vernichten, sondern auf einem anderen Wege zu bestrafen.

Jack, der ebenfalls vor Ort und auch kurz vor der Rampe zum Sternentor stand, sagte erneut: „Ich persönlich halte das hier nicht für eine sonderlich gute Idee!“
Nachdem er dies gesagt hatte, übergab er einen speziellen Transportkoffer, in dem sich der Behälter mit Adria befand, einem SG-Teammitglied von SG-2.

Odyssee
Folge 7.15  “Vollkommener Triumph?, Teil 3”

Pegasus-Galaxie
Hyperraum

Mit maximaler Reisegeschwindigkeit flogen die drei unterschiedlichen Raumschiffe der Flotte, die von Richard Woolsey und John Sheppard entsandt worden war, fast ohne Pause zu machen, auf den äußersten Rand dieser Galaxie zu. Es würde aber dennoch trotz der Höchstgeschwindigkeit fast zwei volle Tage dauern bis die Battlestar Miranda, die R.F.S. Korolev II und die E.U.S. Justicia endlich an ihrem Ziel wären.


Rand der Pegasus-Galaxie
Flotte der Menschen
gekapertes Versorgungsschiff der Wraith

Es war wirklich für niemanden keine sehr angenehme Arbeit, aber dafür umso mehr eine gute Tat, nämlich die verschleppten und gefangenen Menschen aus ihrer traurigen und lebensbedrohlichen Lage zu befreien. Die unendliche sowie große Dankbarkeit konnte man deutlich in den unzähligen Gesichtern, aber vor allem in den Augen derer sehen, die man aus den gruseligen Kokonen und beinahe eiskalten Zellen hatte bislang befreien können. Doch dass sich unter ihnen auch einige von jenen Menschen befanden, die die Wraith verehrten, sogar anbeteten und zu allem bereit waren, konnte zu diesem Zeitpunkt allerdings noch niemand von den Rettern ahnen.

Einige vom medizinischen Personal hielten genau fest, wie viele Personen man bislang befreit und auch medizinisch untersucht sowie betreut hatte. Es war erstaunlich, wie viele Leute man bis zu diesem Zeitpunkt schon bereits registriert hatte, denn bis zu diesen Moment hatte man, genau 1.524 Menschen aus ihrer misslichen Lage befreit.

U.S.S. Daedalus, Offiziersmesse

Zur selben Zeit hatte General Steven Caldwell zu einem Meeting aller Kommandanten geladen. Während der Besprechung an dem großen Tisch wurde eines sehr schnell klar, dass es vollkommen unmöglich war so viele Menschen auf die verfügbaren Schiffe der eigenen Flotte zu verteilen. Denn für einen so langen Flug und für so viele Personen, waren die vitalen Systeme der Schiffe der Menschen nicht ausgelegt, aber auch durch die Weltraumschlacht gegen die Wraith auch zum Teil in ihrer Leistung geschwächt worden.

„Niemand von diesen von uns befreiten Menschen wird aber noch lange auf diesem gespenstischen Versorgungsschiff der Wraith bleiben wollen!“, gab Admiral Sterling von der U.N.S. Gondwana zu bedenken.
Dem wurde sofort zugestimmt, weswegen man hoffte, dass bereits Hilfe von Atlantis aus unterwegs war, um dieses Problem schnellstmöglich zu lösen.

Doch für den Anfang wurde vereinbart, zumindest soweit Platz zu schaffen, um zumindest noch weitere Passagiere an Bord der jetzigen Schiffe in der eigenen Flotte aufnehmen zu können, sowie endlich eine sichere Verbindung zu Atlantis aufzubauen.



Milchstraße
Sol-System
Erde
Deutschland, Hamburg

Auch in unserer Familie sowie im Freundeskreis ging endlich die alte Normalität weiter. Obwohl es natürlich immer noch sehr zahlreiche Anhänger der Orici auf der Erde, unter anderem natürlich auch in Deutschland und eben in Hamburg gab, die nach wie vor vehement die sofortige Freilassung ihrer Göttin Adria auf unzähligen Demonstrationen und Kundgebungen forderten. Daraufhin wurden sie von anderen Leuten natürlich sofort ausgelacht, denn sie meinten, dass man eine wahre Gottheit wohl nicht auf eine solche einfache Art und Weise fangen und dann auch einsperren könne, so wie Myrddin es ja vor kurzem getan habe.

Auf einer solchen Kundgebung waren dann auch schließlich meine Frau Jeanne Nicole Schneider/Nike, und ihre beste Freundin, Jasmin Nadine Ataya/Bastet, eingesetzt worden. Doch an diesem Tage war ich in der Nähe, weil mir die angespannte Lage, die nicht nur hier in Hamburg, sondern auf der gesamten Welt lastete, wo es nämlich die Anhänger von Adria gab, nicht sonderlich gefiel.
Zumindest gab es nicht viele, die behaupten konnten, Adria und ihre Tochter persönlich kennengelernt zu haben, so wie es Jeanne/Nike, Jasmin/Bastet und ich es konnten.

Zum Glück brauchte es eines Eingreifens von meiner Seite nicht, denn es blieb bis auf ein paar kleinere Rangeleien glücklicherweise friedlicher als zuvor gedacht. Dies lag wohl insbesondere auch an einer zuvor gemeinsamen Erklärung, die von der Generalsekretärin der UN, General O‘Neill, Myrrdin und dann auch noch von Adriana selbst, auf einer sehr sorgfältig vorbereiteten Pressekonferenz gegeben worden war.


Ziemlich spät am Abend erst, kehrten die beiden von ihren anstrengenden Dienst nach Hause zurück. Ihnen war klar, dass ich in der Nähe gewesen war, weil sie mich gesehen hatten.

„Es wird einige Zeit dauern bis diese religiösen Typen sich vollkommen beruhigt haben“, stöhnte Jasmin genervt.
„Stimmt dem auch Bastet und Nike zu?“
„Sehr witzig, Wolfrino!“, brummte meine Frau, die dann erklärte, sofort eines der beiden Badezimmer für die nächste Stunde in Beschlag zu nehmen. Kurz darauf verschwanden die beiden Frauen sich miteinander unterhaltend auch schon nach oben.

Somit genügend und eine ruhige Zeit für mich erst einmal den Fernseher anzuschalten, und dann auch noch nebenbei die herumliegenden Zeitungen zu studieren.


PX1-767
Camelot, König Artus‘ Burg, Merlins Labor

Es kam nur ganz selten vor, dass der alte Antiker andere Personen in seine Laborräume ließ. Somit war es für alle ein ganz besonders und großes Privileg, einmal hier in diesen Räumen sein zu dürfen.

Als man den Transportkoffer öffnete, stellte man mit Unbehagen fest, dass der Behälter, in dem man die Orici Adria eingefangen und eingesperrt hatte, immer stärker rot zu glühen begann.

„Sie ist wirklich sehr, sehr stark und mächtig! Wir müssen uns daher beeilen, und zwar unverzüglich, sonst wird sie uns alle vernichten!“, brummte Myrddin, der keine Lust hatte sich die Hände zu verbrennen, daher seine telekinetischen Kräfte gebrauchte, um den Behälter in eine stark kühlende Flüssigkeit eintauchen zu lassen. Und siehe da, das Glühen ebbte darauf ein wenig ab und es stieg ein dampfender Nebel auf.
„Gut nur, das niemand direkt diese Büchse angefasst hat“, stellte Artus mit großer Sorge fest als er die Dampfschwaden sah, die emporstiegen.
Darauf erkundigte sich Adriana: „Wie lange wird es dauern bis meine Mutter wieder ein sterbliches, menschliches Wesen ist?“
„Ist schwer zu sagen. Dadurch das die Lade der Wahrheit zerstört worden ist, bezieht Eure Mutter natürlich immer noch sehr viel Energie von sämtlichen Gläubigen“, lautete die Antwort des alten Antikers, während er schon dabei war mit Hilfe seines neugeschaffenen Repositoriums eine neue Lade der Wahrheit sowie einen weiteres Artefakt für die Umsetzung seines Planes zu erschaffen, damit die Orici Adria nie wieder eine Gefahr für das Universum sein konnte.

Aber dies würde einige Zeit dauern. Und bis dahin galt es irgendwie darauf zu achten, dass es Adria nicht gelang sich aus ihrem Gefängnis zu befreien. Daher wurden noch einige Vorrichtungen aktiviert, die genau dieses verhindern sollten.



Rand der Pegasus-Galaxie
Flotte der Menschen
U.S.S. Daedalus, Brücke

Gerade eben hatte General Steven Caldwell mit einem müden Gesichtsausdruck einen weiteren Zwischenbericht abgezeichnet, den man ihm vorgelegt hatte. Denn man war nach wie vor dabei, Platz für die befreiten Menschen vom Versorgungsschiff der Wraith, an Bord der Schlachtkreuzer der Pegasus-Flotte, zu schaffen. Dennoch wurden parallel dazu, bereits die ersten Menschen auf der Daedalus, der Aurora, der Gondwana, der Chukov sowie der Panthalassa untergebracht.

Gekapertes Wraith-Versorgungsschiff

Das freigesetzte Gas hatte natürlich nicht alle Wraith an Bord des Raumschiffes erreicht, denn einige von ihnen hatten sich weit genug von dessen Wirkungskreis aufgehalten, die sich zudem in einer gesonderten Kammer zurückgezogen hatten. Deswegen stieß eines der Such- und Sicherungsteams auf über ein Dutzend stark bewaffnete Wraith-Drohnen, die von ebenfalls drei schwer bewaffneten Offizieren angeführt wurden. Offenbar hatten sie vor, das Schiff mit aller Gewalt wieder zurück unter ihre Kontrolle zu bringen.



Ori-Galaxie
Celestis, Verlies

„Was ist Sie denn nun? Wo bleibt Eure allmächtige Göttin, die Orici Adria?“, brummte Ba‘al, dessen Stimme mittlerweile schon wieder leicht hämisch klang, und das obwohl gerade eben der Doci höchstpersönlich vor seiner Zelle erschienen war.
„Sie wird schon sehr bald hierher in die Heilige Stadt zurückkehren, denn Sie ist noch nicht fertig mit Dir, falscher Gott!“, antwortete der oberste der Priore, dem die Nachricht des Verschwindens von der Orici noch immer nicht erreicht hatte.
„Na schön, ich kann ja hier warten. Aber ich habe Hunger! Bekomme ich etwas zu Essen, oder ist das eine Form der Gastfreundschaft von Euch, einen armen Gefangenen in seiner Zelle verhungern zu lassen?“

Der Doci schaute wortlos den gestürzten obersten Systemlord noch kurz an, dann drehte er sich auch schon wieder um, ging in würdevoller Haltung davon, ohne auch nur ein Wort zu sagen.

„Unverschämtheit!“, stellte Ba‘al auf Grund dieses unmöglichen Verhaltens bloß nur noch fest, während er dem obersten Prior der Orici mit einem grimmigen Blick nachsah.

Kurz darauf begab er sich wieder auf die sehr harte Holzbank, auf der er nur selten Ruhe und wirklichen Schlaf fand, um seine Augen zu schließen und an die alten vergangenen glorreichen Zeiten zu denken.



Weit entfernte Galaxie
Destiny, Observationsdeck

Jetzt erst hatte Jack Dalton seine beiden ältesten Freunde, Peter Thornton und Angus MacGyver, auf dem Treffpunkt entdeckt. Der Mann mit dem Schnauzbart, der stark nun seit Jahren auch abgenutzten Pilotenmütze und Pilotenjacke atmete für einen Moment beruhigt auf. Richtig erleichtert war er jedoch erst als er dann die beiden ebenfalls mit ihren Reisetaschen sah.

„Ich dachte schon ihr zwei lasst mich dieses Mal wirklich im Stich“, meinte er, was sich schon beinahe wie eine Anklage anhörte.
„Nein. Es geht bei mir in erster Linie um die Familie“, erklärte Mac, der dabei natürlich auf die Beziehung seines Sohnes mit Mei Jan Bezug nahm.
Darauf sagte dann Pete: „Und ich will endlich meine wohlverdiente Rente genießen! Also Golf spielen, Angeln…“
„Angeln!? Wirklich, Pete?“
„Äh, ja. Natürlich, MacGyver... also wirklich… Ich bin doch sehr viel besser geworden, das musst auch Du zugeben.“

„Die letzte Gruppe bereitmachen zum Transport auf die Paris!“, meldete eine Stimme aus dem Lautsprecher.
Kurz darauf, wurden die drei Freunde auch schon, mit einigen anderen Personen, vom Observationsdeck der Destiny weg und auf die E.U.S. Paris, einen Schlachtkreuzer der BC-304-Klasse gebeamt.



Rand der Pegasus-Galaxie
Flotte der Menschen
Gekapertes Wraith-Versorgungsschiff

Allmählich wurde die Lage für die Menschen, die auf dem Versorgungsschiff der Wraith stationiert waren, immer brenzliger. Dies lag natürlich daran, weil die überlebenden Wraith schließlich eine der vielen Konsolen erreicht hatten, mit deren Hilfe sie auch von dort aus das Schiff kontrollieren konnten, und zwar komplett. Ein Team, welches sich in dem Bereich des Raumschiffes befand, wo sich auch der Hyperrantrieb des Wraith-Schiffes befand, musste dann eine brisante und lebensgefährliche Entscheidung treffen, nämlich eine Ladung Sprengstoff anbringen und dann auch noch unter großer Bedrängnis zünden.

„Der Sprung in den Hyperraum ist nicht erfolgt! Es gab eine Explosion in der Nähe der Sektion des Hyperraumgenerators. Die Menschen haben den Versuch, endlich zu unserer Königin zu gelangen, somit vorerst erfolgreich sabotiert!“
„Können wir dennoch das Schiff irgendwie manövrieren? Und ganz wichtig: Haben wir auch die Kontrolle über die vitalen Systeme?“
„Jawohl, Commander.“
„Ausgezeichnet! Zwingen wir sie von Bord! Und dabei steuern wir unser Schiff in den Nebel dort direkt vor uns!“

Ohne etwas darauf zu erwidern, begannen die anderen Wraith-Offiziere auch schon die erteilten Anordnungen auszuführen, während natürlich die Wraith-Drohnen immer noch die Umgebung absicherten.

E.U.S. Aurora, Brücke

Dadurch dass das von Oberst Juliane Girotti kommandierte Raumschiff am dichtesten an dem Wraithschiff dran war, bekamen sie es auch als Erste mit, nämlich dass sich dort etwas tat.

„Moment Mal. Was ist denn jetzt los? Das Versorgungsschiff der Wraith beschleunigt! General Caldwell, sehen Sie das auch?“
„Leider ja, Oberst Girotti. Ich habe aber noch keinen Befehl dazu gegeben, die Position des Schiffes zu verändern, damit wir ungestört arbeiten können… Augenblick ich höre gerade, dass eine Kommunikation mit unseren Leuten dort momentan nicht mehr möglich ist! Moment, wir werden gerufen… Es sind die Wraith!“

U.S.S. Daedalus, Brücke

„Bist Du der Anführer dieser Menschenflotte?“, fragte der Wraith, der Commander des  Versorgungsschiffes grimmig fauchend.
„So ist es, General Steven Caldwell, United States Air Force, Kommandant der Daedalus und Oberbefehlshaber der Flotte in der Pegasus-Galaxie!“
„Ihr werdet uns unsere Beute augenblicklich wieder zurückgeben, oder wir werden dieses Schiff mit all Ihren Leuten hier an Bord sprengen! Diese Explosion wird dann auch Ihre übrige Flotte in eine sehr große Mitleidenschaft ziehen!“, warnte der Commander der Wraith ohne große Umschweife.

Niemand konnte einschätzen, ob es sich nur um einen verzweifelten Bluff des Wraith handelte oder er es absolut ernst damit meinte. Darum hoffte General Caldwell, dass sich bereits seine eigenen Leute mittlerweile in allen Puddle Jumpern auf den Rückzug zurück zur eigenen Flotte befanden.
Ihm wäre es natürlich nur allzu Recht, wenn die Wraith sich selber zerstören würden, denn entkommen lassen durfte er sie auf keinen Fall. Steven hatte nur ein Problem, dass sich an Bord immer noch zahlreiche Menschen befanden, denen man nun nicht mehr helfen konnte, und ein weiterer Kaperungsversuch des Wraith-Schiffes kam für ihn nicht in Betracht.

Über Subraum erreichte General Steven Caldwell die erlösende Nachricht, dass sich eine kleine Flotte aus Atlantis ihrer aktuellen Position mit Eiltempo näherte. Dies waren gute Neuigkeiten, denn dadurch konnte man natürlich die vielen befreiten Menschen auf noch mehrere Raumschiffe verteilen. Doch würde deren Ankunft noch einige Zeit dauern.



Ori-Galaxie
Celestis, Verlies

Zu seiner Überraschung erhielt Ba‘al an diesem Tag eine weitere warme Mahlzeit. Offenbar sah der Goa‘uld nun doch noch, vollkommen eine unerwartete Möglichkeit in greifbarer Nähe, um seine aktuelle Lage zu verbessern.

Er nahm also von den gereichten Speisen einige Bissen, trank dazu einige sehr kräftige Schlucke von dem Wasser aus dem dazu bereitgestellten Krug, ehe er sich dann einige Minuten später schließlich vollkommen unerwartet, scheinbar unter heftigen Schmerzen zu winden begann.
Irritiert davon öffnete der Krieger, der ihn bewachte die Zellentür, trat ein und an Ba‘al heran.

Ein schwerer Fehler. Denn Ba‘al, der nur ein sehr perfektes Theaterstück vorgeführt hatte, reagierte nun blitzschnell, packte sich den Mann, dem er das Genick brach. Er erhob sich dann wieder, schritt dann anschließend vorsichtig zur Zellentür. Niemand war draußen zu sehen. Der Goa‘uld grinste zufrieden, dann wandte er sich mit einem ernsten Gesicht zu den Krieger der Orici um, den er gerade ins Jenseits befördert hatte.

‚Zeit für einen längst überfälligen Kleiderwechsel!‘, dachte Ba‘al, der sofort damit begann zunächst seinem Opfer die Rüstung, Kleidung und sämtliche Ausrüstung, darunter natürlich auch die Waffen abzunehmen, bevor er sich anschließend selber entkleidete, dann die Rüstung des von ihm getöteten Orici-Kriegers anlegte. Zum Schluss bekleidete er den Toten so schnell er konnte mit seiner verschlissenen alten Kleidung, die er seit seiner Gefangennahme nicht mehr hatte wechseln können.

Er positionierte den toten Mann so in einer Ecke auf der Holzbank so, dass es so aussah als würde jemand vor sich hindösen.
Ba‘al besah sich dann noch einmal für einige Sekunden sein vollbrachtes Werk, dachte hämisch grinsend schließlich: ‚Perfekt!‘
Danach verließ und verschloss er zügig die Zelle, um sich mit aller notwendigen Vorsicht seinen Weg in die eben neu gewonnene Freiheit zu suchen.



Rand der Pegasus-Galaxie
Wraith-Versorgungsschiff, Hangar

Mit großen und stetig größer gewordenen Schrecken registrierten alle Menschen, die sich in den 24 Puddle Jumpern befanden, dass die Zugänge des Hangars, die nach draußen ins All führten verschlossen waren. Noch waren sie alle getarnt, doch sobald sie Drohnen abfeuern würden, um sich somit einen Ausgang aus dem Wraithschiff zu bahnen, würden die Wraith ganz genau wissen, wo ungefähr sich die Menschen befinden würden.

Kommandobrücke

„Was macht der Hyperantrieb?“
„Der ist immer noch beschädigt. Doch funktionieren mittlerweile die Unterlichttriebwerke. Dies könnte genügen, um uns vor den Menschen zurückzuziehen, Commander.“
„Gut. Was ist mit den Atlantern, die sich immer noch vor uns verbergen?“, fragte der Kommandant des Wraithschiffes einen anderen Offizier.
„Wir durchsuchen immer noch das gesamte Schiff nach ihnen, da…“
„Ich will dass diese Menschen unverzüglich gefunden und festgesetzt werden!“, zischte der höchste Offizier der Wraith allmählich immer mehr unhaltend werdend.


RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - Jonathan J. O´Neill - 31.01.2026

Odyssee
Folge 7.16  “In Externis et Exsilium, Teil 1”

Milchstraße
PX1-767
Camelot, König Artus‘ Burg < > Stargateplatz

Endlich war es soweit. Denn der große bedeutende Tag war gekommen, an dem Adria endgültig für immer ihre Macht und auch ihren Status für immer und ewig verlieren sollte. Wodurch sie natürlich nicht zu vergessen wieder zu einem normalen sterblichen Wesen werden sollte, welches dann allerdings die übrigen Tage seines natürlichen Lebens auf einer für alle unbekannten Welt im Exil verbringen würde.

Zudem hatte es Adriana in den letzten Tagen erfreulicherweise doch noch geschafft, zumindest mit der Unterstützung von einen der unzähligen Priore sowie sehr viele der erwählten Apostel ihrer Mutter in mehreren Galaxien davon zu überzeugen, mit Hilfe der neuen Lade der Wahrheit damit zu beginnen, die Gläubigen von den gefährlichen Irrtümern in der Lehre zum Ursprung oder dem Pfad des Lichtes zu unterrichten. Dies war nämlich eine enorm wichtige Vorraussetzung dafür, den jetzt bevorstehenden und sehr entscheidenden Schritt, im Umgang mit der immer noch gefangenen Adria erfolgreich in die Tat umzusetzen.

In einer großen Menschenmenge, die sich bereits schon am Ort des Geschehens versammelt hatte, zog auf der mittlerweile befestigten und ausgebauten Straße in einer Art großer Prozession mit den Angehörigen des Hofes angeführt von König Artus zum Sternentor, wo Myrddin bereits höchstpersönlich die letzten wichtigen Vorbereitungen beendet hatte.

„Der bedeutende Moment ist denn nun heute gekommen!“, erklärte der alte Antiker mit ruhiger, aber dennoch mit großer Entschlossenheit in seiner Stimme allen Anwesenden, die sich mit großer Neugier um das Stargate versammelt hatten. Alle hielten aber auch einen sehr respektvollen Abstand ein, weil sie sich immer noch vor der möglichen Rache der Orici fürchteten.

Zu Recht? Außerdem forderten die Ritter die neugierige Zuschauermenge dazu auf, aus Gründen der eigenen Sicherheit noch einige Meter zurückzuweichen.

Die Anspannung und auch eine gewisse Angst machten sich bei so einigen Menschen breit. Was würde geschehen?

Dies würde man dann schon sehr bald, in den nur wenigen nächsten Minuten wohl sehr schnell merken.

Alle notwendigen Gerätschaften waren aufgebaut und auch einsatzbereit. Myrddin hatte einmal mehr ganze Arbeit geleistet. Ein kräftiges Energiefeld bildete sich nun in einem Durchmesser von etwa 30 Metern rund um das Stargate, welches Adria, falls die Orici es doch irgendwie schaffen könnte zu entfliehen, nur einzig und allein den Rückzug durch das Stargate erlauben würde. Somit müsste sie sich den Antikern zeigen, wobei zu hoffen war, dass sie eventuell endlich mal als Kollektiv gegen eine Bedrohung einschreiten würden.

Alles musste im selben Augenblick geschehen, denn sonst würde die Orici Adria nach wie vor eine Gefahr für jede freie menschliche Seele im Universum bleiben.

Langsam aber kontinuierlich fuhren alle bereitstehenden Apparate, die jüngst von Merlin geschaffen worden war, hoch. Die Büchse, die die Größe und Form einer Thermoskanne hatte, in der sich Adria befand, öffnete sich parallel dazu. Kaum, während dies geschah, strömte die Essenz von der Orici auch schon nach draußen, nur um wenige hundertstel Sekunden später, in eine weitere Vorrichtung gezogen zu werden. Nur sehr wenige der Anwesenden, konnten das wutentbrannte und feurige Gesicht von Adria für nur einen kurzen Atemzug lang erkennen. Dann war sie auch schon in der nächsten Vorrichtung, die direkt vor dem Stargate aufgebaut worden war, verschwunden.

Niemand, außer Myrddin kannte die genaue Funktionsweise dieses mysteriösen Gerätes, und was alles dazu nötig war, damit es reibungslos seine Arbeit tun konnte.

Das Sternentor war natürlich die ganze Zeit über schon aktiviert gewesen, wobei das DHD abgeschirmt worden war. Die Vorrichtung vor dem Tor, katapultierte etwas mit einer enormen hohen Geschwindigkeit in den blauen wabernden Ereignishorizont hinein.

Als sich dann das Stargate abgeschaltet hatte, konnten alle nur hoffen, dass Adria wieder eine normale menschliche und vor allem aber sterbliche Person ohne jegliche Erinnerung war. Wo sie letztendlich so eben hingeschickt worden war, sollte aus Sicht von Myrddin für immer ein absolutes Rätsel bleiben, zumindest für die nächsten 100 Jahre.

Sofort, nachdem alle gegangen waren und die Ritter von Artus die Umgebung gesichert hatten, begann der alte Antiker auch sogleich mit der Montage und sowie auch der umgehenden Zerstörung aller Gerätschaften, die er in der jüngsten Zeit entwickelt und erschaffen hatte. Dazu stellte er alles einfach vor dem Sternentor auf, wählte dann einfach einige Male eine x-beliebige Toradresse und der Energiewirbel vernichtete seine neuesten Erfindungen komplett.



Rand der Pegasus-Galaxie
U.S.S. Daedalus, Brücke

Immer noch hatte man mit den Puddle-Jumper-Geschwadern, die sich nach wie vor offenbar an Bord des Versorgungsschiffes der Wraith befanden, keine Funkverbindung aufbauen können, auch der Versuch des Beamens war zwecklos, denn die Wraith blockierten erfolgreich die dafür notwendigen Frequenzen.

„Wir folgen den Wraithraumschiff weiterhin! Denn ich kann all unsere Leute dort, nicht an Bord des feindlichen Schiffes lassen! Es ist schon verdammt schwer genug all die anderen Menschen dort zurücklassen zu müssen!“, erklärte General Steven Caldwell. In seinen Worten war zu entnehmen, dass er von dem Plan Abstand genommen hatte das feindliche Schiff zu zerstören, wodurch er zwar die Wraith dort, aber auch die Menschen, die sich nach wie vor dort in den Kokons und Zellen befanden, auszulöschen.

Doch wenn er dem Einsatzteam, das sich dort immer noch verborgen hielt, irgendwie helfen wollte, musste sich der Kommandant der Daedalus beeilen, denn irgendwann würde auch der Hyperantrieb des Wraithschiffes wieder funktionstüchtig sein. Und sobald dies der Fall war, würde es in den Hyperraum verschwinden.

Der Waffenoffizier der Aurora schlug schließlich via Übertragung vor, mit einigen genau gezielten Salven die Hangartore des Wraithschiffes zu sprengen, wodurch alle Puddle Jumper entkommen könnten. Doch dafür musste einige der Schlachtschiffe der Menschen erst einmal in eine günstige Position kommen, damit das feindliche Schiff nicht doch noch durch einen Treffer zerstört werden würde.

Wraith-Versorgungsschiff, Kommandobrücke

Auf ihren Bildschirmen konnten die Wraith ganz deutlich erkennen, dass die Flotte der Menschen ihnen immer noch folgte. Somit wussten sie, es befanden sich nach wie vor Menschen dieser gegnerischen Flotte an Bord ihres Raumschiffes.

„Commander. Die Flotte der Menschen nimmt eine neue Formation ein!“, meldete einer der Offiziere nervös, dem es nicht sonderlich behagte, weil die neuen Herren von Atlantis allen Anschein nach, im Krieg einfallsreicher waren als die Antiker.
Unerwartet wurden sie zudem auch noch gerufen. Es war General Steven Caldwell.

„Was willst Du von mir, Mensch?“, zischte der Wraith zornig.
„Ich will meine Leute, und zwar alle! Dafür gewähre ich Ihnen freien Abzug! Natürlich nur schweren Herzens, weil mir all die Menschen, die sich noch in Ihrer Gewalt befinden, nämlich nicht egal sind!“
„Ah! Und, wenn nicht?“
„Ansonsten, werden wir natürlich das Feuer auf Euer Schiff eröffnen!“

Bevor jedoch der oberste der Wraithoffiziere etwas entgegnen konnte, registrierten die Systeme seines Raumschiffes, dass es wohl im Hangar einige Explosionen gegeben hatte.

„Offenbar, General Steven Caldwell“, begann der Wraith, wobei er den Namen des Kommandanten der Daedalus ganz besonders stark betonte, „sind Ihre Leute dabei sich selber zu behelfen, um mein Schiff wieder zu verlassen. Doch werde ich natürlich alle meine Waffensysteme, die in dieser Sektion zur Verfügung stehen, auf ihr Schlupfloch richten und diese Menschen für immer auslöschen!“

U.S.S. Daedalus, Brücke

Das Gesicht von Steven Caldwell schien sich abrupt zu versteinern. Kurz darauf ließ er die Verbindung zu den Wraithschiff trennen, denn er konnte das böse grinsende Gesicht des Commanders des feindlichen Schiffes nicht mehr länger ertragen.

Der General dachte einige Atemzüge lang sehr konzentriert nach. Viel Zeit hatte er nicht, dies war ihm und allen in der Flotte bewusst. Schließlich ordnete er an: „Gezielte Salven auf ihren Antrieb sowie auf ihre gesamten Waffensysteme! Mit etwas Glück verschaffen wir den Puddle Jumpern damit den notwendigen Feuerschutz und auch ausreichende Deckung!“


So wie es beide Befehlshaber es sich einander androht hatten, so wurde es dann auch in die Tat umgesetzt. Denn die Waffensysteme des Wraithversorgungsschiffes feuerten sofort auf die gesprengte Lücke, die durch den Drohnenbeschuss von den Puddle Jumpern entstanden war. Doch beinahe zeitgleich schossen dann die Schlachtschiffe der Menschen auf den Antrieb sowie auch die Waffensysteme des Feindes, die man erst ausmachen musste. Dies war gar nicht so leicht, denn man wollte die eigenen Leute und ihre Flucht nicht gefährden. Die Wraith wagten es aber nicht ihre verbliebenen eigenen Jäger zu starten.

Die Menschen hatten einen Vorteil, weil sie sehen konnten, was sie taten. Die Wraith hingegen, mussten sich auf die eigenen Sensoren verlassen, da sie kaum und auf ihrer Kommandobrücke überhaupt keine Fenster hatten.

Wraith-Versorgungsschiff, Hangardeck

Immer noch befanden sich alle 24 Puddle Jumper im feindlichen Raumschiff. Doch schließlich setzten sie sich alle in Bewegung. Man hatte vor die Tarnung zu deaktivieren und sämtliche Energie auf die Schutzschilde umzuleiten. Viele Treffer würde man nicht verkraften, aber hier bleiben wollte man ebenfalls nicht, dies wussten alle.


Kaum war die Tarnung abgeschaltet waren die Puddle Jumper, sowohl für die Wraith aber auch für die Flotte der Menschen sichtbar.

Doch kaum hatte der letzte Puddle Jumper sich ungefähr 100 Meter vom Hangar des feindlichen Raumschiffes entfernt, sprang dieses sich rettend in den Hyperraum, um der eigenen Flotte von der letzten Wraith-Königin zu folgen. Fast zeitgleich im selben Moment trafen schließlich die drei Schiffe, die Battlestar Miranda, die R.F.S. Korolev II und auch die E.U.S. Justicia, die Richard Woolsey und John Sheppard gemeinsam von Atlantis aus zur Unterstützung entsandt hatten, ein.

E.U.S. Aurora, Brücke

Derweil gab es die ersten Probleme, weswegen sich Oberst Juliane Girotti durch eine Videoübertragung zu Wort meldete, denn offenbar gab es zwischen einigen der befreiten Menschen an Bord ihres Schiffes akute Probleme.

„…es ist wahr, General Caldwell. Wir haben mehrere Wraithanbeter an Bord unserer Flotte, die massiv von den anderen Menschen bedrängt werden.“
„Isolieren Sie umgehend all diese Personen, Oberst Girotti!“, ordnete der Kommandant der Daedalus an. Diese Anordnung zur Sicherheit galt natürlich an Bord aller Schiffe der Flotte, die unter seinem Kommando standen, auch den drei Schiffen, die von Atlantis zur Unterstützung entsandt worden waren.

U.N.S. Gondwana

Er sah es als seine Pflicht an sich von den Schäden selber ein persönliches Bild zu machen, darum befand sich Admiral Sterling auf einen Rundgang an Bord seines Schiffes. Zudem hatte er sämtliche Wraithanbeter aufspüren und sogleich wegsperren lassen. Doch was mit diesen Leuten letztendlich geschehen sollte, darüber musste irgendwann in Ruhe entschieden werden.

U.S.S. Daedalus, Offiziersmesse

Mit großer Erleichterung stellte General Steven Caldwell nach einen ersten Gespräch mit Captain Joshua Norris, der einen etwas ausführlicheren Bericht mitteilte, dass man über 2.000 Menschen hatte retten, alle Puddle Jumper wieder von Bord des Schiffes der Wraith hatten entkommen können, und dass es keine weiteren schmerzhaften Verluste in den eigenen Reihen gegeben hatte. Doch schon im Anschluss stand eine Besprechung mit allen Kommandanten der Flotte an, denn man wollte erfahren, wie man am Besten mit den Wraithanbetern unter den Passagieren verfahren solle. Aber auch der Zustand aller Raumschiffe würde auf der Tagesordnung stehen, weswegen man schon damit begonnen hatte viele der Passagiere auf die erst vor kurzem eingetroffenen Schiffe umzuverteilen, weil es an Bord dieser sicher war.


Atlantis-System
Atlantis, Zelenka‘ Labor

Endlich war er fertig. Es hatte einige Stunden mühsamer Arbeit gekostet, doch jetzt konnte Doktor Radek Zelenka dem Stab von Atlantis das sehnlichst erwartete Resultat präsentieren, auf welches unter anderem natürlich auch General Steven Caldwell wartete, der die Informationen nach Atlantis hatte übermitteln lassen.

Vor den Augen aller Anwesenden ließ der Tscheche die Simulation durchlaufen. Das vorliegende Ergebnis war beunruhigend.

„Es tut mir wirklich leid, aber die letzte Wraith-Königin ist uns mit einem der Basisschiffe, allen drei Versorgungsschiffen und ein paar wenigen Kreuzern letztendlich entkommen!“
„Irren Sie sich auch nicht, Doktor Zelenka?“, fragte General Caldwell nach, der natürlich zugeschaltet worden war.
„Ich habe es mehrfach probehalber durchlaufen lassen… doch sind es leider zu wenig Trümmer- und Wrackteile, um die komplette Flotte damit rekonstruieren zu können!“, antwortete der Wissenschaftler, der deswegen sehr beunruhigt klang.
Doch der Kommandant der Daedalus erklärte: „Ist schon gut, Doktor Zelenka.“

Eine Pause war entstanden, die von Ronon Dex unterbrochen wurde, denn er sagte: „Dann werden wir sie weiterjagen!“
„Ja“, seufzte Richard Woolsey. „Gibt es irgendwelche Anhaltspunkte, wohin die Wraith geflogen sein könnten?“
„Sie sind zumindest nicht mehr in der Pegasus-Galaxie“, sagte sofort Major Laura Cadman, was auch Amelia Banks, die sich im Kontrollraum von Atlantis befand und dort Dienst hatte, sofort bestätigte.
„Vielleicht kriegen wir das ja raus“, schaltete sich General John Sheppard nun ein, „General Caldwell, ihre Truppen waren doch drüben auf dem einen Versorgungsschiff, oder?“
„Richtig, worauf wollen Sie hinaus?“
„Die haben doch bestimmt die Computer dieses Wraithschiffes angezapft als die drüben waren.“
„Ja. Wird aber dauern bis wir finden was wir suchen. Aber Hauptsache wir finden diese Mistkerle!“, nickte Steven Caldwell, der verstanden hatte, was John Sheppard gemeint hatte.

Danach ging die Videokonferenz weiter, wobei auch der Umgang mit den Menschen, die die Wraith anbeteten, angesprochen wurde.

„Setzt die doch irgendwo aus!“, schlug Ronon Dex, der Sateder ohne nachzudenken vor.
Auch Teyla Emmagan war dafür, denn sie sagte: „Diese Menschen wären auf keiner Welt sicher, denn man würde sie verfolgen und hinrichten, sobald man ihrer habhaft werden würde! Also hat Ronon leider Recht, man sollte sie alle auf einem Planeten zurücklassen, wo es kein Stargate gibt!“

Odyssee
Folge 7.17  “In Externis et Exsilium, Teil 2”

Ori-Galaxie
Celestis

Endlich hatte es Ba‘al, natürlich auch insbesondere Dank seiner neuen Verkleidung geschafft, den Heiligen Ort der Orici zu verlassen. Dass er als Fremder und dann auch noch als Goa‘uld so zügig wie nur irgendwie möglich an einem sicheren Ort untertauchen musste, dies wusste er, denn ein einziger auch nur ganz kleiner Fehler und wäre wirklich für immer aus dem Verkehr gezogen, also tot. Ba‘al hatte den Plan gefasst, sich einen abgelegenen und dünn besiedeltes Gebiet zu suchen, wo er eine Weile verbringen wollte.

Mittlerweile überquerte der Goa‘uld auch schon die gewaltige Ebene von Celestis, sein Ziel war es natürlich ein Dorf oder zumindest eine Siedlung zu finden, wo er sich Vorräte und Geld besorgen konnte, um dann später ein Geschäft und oder auch Beziehungen aufbauen konnte, die zur Grundlage einer neuen einflussreichen Stellung in dieser neuen Welt werden sollten. Ein extrem heikles Unterfangen, weshalb er wohl oder übel ganz unten anfangen sowie immer wieder auch seine Identität und sein Aussehen ändern musste. Denn das klare Ziel von Ba‘al war es natürlich letztendlich diese ihm totale fremde und unbekannte Galaxie so schnell wie möglich wieder zu verlassen, am Besten an Bord eines Raumschiffes durch das Supergate und dahin aufzubrechen wo er sich um einiges besser auskannte.

‚…bis ich irgendwann dann eventuell zur Erde oder gar auch in mein eigenes und altes Imperium zurückkehren kann, befinde ich mich hier, im Exil!‘, dachte der Goa‘uld finster dreinblickend, dem nicht besonders wohl bei der ganzen Sache war, doch er hatte keine vorerst keine andere Wahl.



Rand der Pegasus-Galaxie
Pegasus-Flotte
U.S.S. Daedalus, Brücke

Kurz nachdem die Videokonferenz mit Atlantis beendet worden war, meldete man General Steven Caldwell, dass man beinahe fertig damit sei alle Passagiere innerhalb der eigenen Flotte zu verteilen. Der Kommandant der Daedalus, des Flaggschiffes der Flotte der Menschen von der Erde in der Pegasus-Galaxie, nutzte die günstige Gelegenheit um allen anderen Kommandanten mitzuteilen, dass man die Wraithanbeter, die man bei sich hatte auf einer Welt ohne Stargate absetzen würde. Dieser Planet lag außerdem, was günstig war, in unmittelbarer Nähe. Alle anderen Befehlshaber zeigten sich erleichtert darüber, diese unbequemen Passagiere sehr schnell, schon nach wenigen Stunden wieder los zu sein.



Milchstraße
Sol-System
Erde

Auf dem gesamten Planeten bildeten sich immer schneller mehrere Gruppen von Orici-Anhängern, die nur allzu gerne dazu bereit waren mit Raumschiffen ins Universum aufzubrechen, mit dem erklärten Ziel den Verbannungsort ihrer Göttin zu finden, und ihr dann natürlich die Macht, die ihr von Myrddin genommen worden war, wiederzugeben. So kam es, dass viele der Schiffe der Orici sich mit zahlreichen Passagieren füllten, die sich schon sehr bald auf den Weg machen würden, um ihren Plan in die Tat umzusetzen.
Natürlich hatten die Anhänger und Gläubigen von Adria Adriana um Hilfe bei der Suche gebeten, weil es ja immerhin um ihre eigene Mutter ging. Denn zudem wusste die Tochter der Orici auch, dass es ihrer Mutter auf dieser Welt gut ging, genauso wie es der alte Antiker ihr zugesichert hatte, doch kannte sie die Koordinaten nicht mehr, weil man ihre Erinnerungen daran gelöscht hatte, um das Universum nicht in Gefahr zu bringen.

Somit waren die fanatischsten der Gefolgsleute der Orici Adria auf sich und auf die Hilfe der Priore angewiesen, die trotz der Hilfe von Myrddin und dem Einsatz einer zweiten Lade der Wahrheit, die kurz nach ihrer Nutzung zerstört wurde, an ihrer Seite standen.

Dadurch entstanden zwei unterschiedliche ideologische und theologische Strömungen innerhalb der Lehre an dem Pfad des Ursprungs, was möglicherweise zu zukünftigen Spannungen führen könnte. Doch ging man nicht im Streit auseinander, dafür sorgten gleich zu Beginn natürlich Adriana und ihre Großmutter Vala Mal Doran.



Pegasus-Galaxie
MK6-EP1010

Nach einer kurzen Überprüfung der Lebensbedingungen auf diesen Planeten war die Entscheidung gefallen. Nach und nach wurden alle Wraithanbeter in kleinen Gruppen mit Hilfe von Puddle Jumpern auf den Planeten geflogen oder gebeamt. Dieser Akt dauerte einige Stunden, weil man auch einige Vorräte an Lebensmitteln und Wasser, aber auch Kleidung, Ausrüstung sowie Werkzeug auf den Planeten brachte. Diese großzügige Unterstützung von der Seite von Atlantis, sollte den über 100 ausgesetzten Menschen den Aufbau einer Siedlung auf dem Planeten erleichtern.

Dennoch war es für die Zurückgelassenen ein Schock gewesen, dass man sie alle fernab ohne jegliche Möglichkeit sich woanders hingehen zu können.

Deswegen sprach, natürlich nur unter großen Sicherheitsvorkehrungen, General Steven Caldwell zu den Menschen, die die Wraith anbeteten und verehrten, unter anderem diese Worte: „…hier haben Sie alle größere Chancen zu überleben, denn würde man Sie irgendwo wiedererkennen, somit wäre Ihrer aller Leben in Gefahr! Darum wurde entschieden alle Wraithanbeter auf eine Welt ohne Stargate zu bringen!… Sie bekommen aus der Sicht der anderen Menschen, nämlich diejenigen die wir aus der Gewalt der Wraith befreien konnten, mehr als sie eigentlich verdienen - nämlich eine faire Chance auf ein Leben in Frieden und Sicherheit!“

Pegasus-Flotte
Orbit von MK6-EP1010
U.S.S. Daedalus, Brücke

Nachdem Steven in seinem Stuhl Platz genommen hatte, musste er zunächst einmal kurz durchatmen. Es vergingen einige Minuten, dann erst gab er den Befehl in den Hyperraum zu springen, um endlich nach Atlantis zurückzukehren. Doch der Kommandant der Daedalus wusste auch, dass man die Augen offenhalten musste, denn die Wraith könnten jederzeit in der Pegasus, aber auch in der Milchstraße wieder auftauchen, eine absolute Horrorvorstellung für alle Menschen.



Andromeda-Galaxie
Heraclia

Auf der gesamten Heimatwelt von Adriana herrschte, nachdem die Nachricht über die Niederlage der Orici Adria die Kunde gemacht hatte, erstaunlicherweise Ruhe. Es gab bislang keinerlei Konflikte, und diese würden vermutlich dann auch ausbleiben sobald Adriana ihren Heimatplaneten und ihrer dortigen Familie einen weiteren Besuch abgestattet hätte.


Omega-Sektor
Koloniale Erde
Ilion

In der alten Antikerstadt, die von der Miss Shen angeführten Expedition entdeckt worden war, lagen die Dinge hingegen komplett anders. Viele der Gläubigen fühlten sich in Stich gelassen und verraten, weil man es einfach so zugelassen hatte. So kam es, dass sich, wie auch in der Milchstraße und in der Ori-Galaxie Orici-Gläubige vorbereiteten, um auf die Suche nach Adria zu gehen.



Irgendwo im Universum
Namenloser Planet

Ohne zunächst zu wissen wie ihr geschah, war Adria vor Stunden schon durch den Ereignishorizont eines Stargates gekommen, welches sich aber kurz nach ihrer Ankunft in Luft auflöste. Nämlich ganz so als ob es diesen Gegenstand nie auf dieser Welt gegeben hatte.

Sie schien für den ersten Augenblick ohne Leben zu sein. Immer wieder kam sie zu sich, dann verlor sie wiederholt aufs Neue voller Erschöpfung das Bewusstsein. Doch dabei bemerkte sie nicht, dass sie von ihrer Tochter Adriana und dem Antiker Myrrdin einen kurzen Besuch erhalten hatte.

Zitternd erwachte Adria schließlich erneut, die schon sehr bald feststellen musste, dass sie nicht vermag sich zu erinnern, was mit ihr wirklich geschehen und wie sie hierher gelangt war.

„Nein! Bitte, bitte, tut mir nichts zu leide!“, bettelte Adria als sie schließlich bemerkt hatte, dass eine kleine Gruppe von Menschen sich ihrer Position immer weiter genähert hatte.
„Bitte beruhigt Euch doch!“, bat eine Frau, die ihr fürsorglich eine wärmende, wollende Decke hinhielt.
„Danke“, seufzte die Orici, die immer noch vollkommen ängstlich dreinschaute und dabei jeden der fünf Personen, die im Halbkreis um sie herumstanden, aufmerksam musterte. Doch niemand von diesen Leuten machte irgendwelche Anstalten ihr etwas zu tun.

Der Älteste wandte sich schließlich mit folgender Frage: „Wie ist Euer Name?“, an Adria.
Obwohl sie sich an nichts weiter erinnern konnte, wusste sie erstaunlicherweise immerhin noch ihren Namen, den ihr einst ihre Mutter Vala Mal Doran gegeben hatte, welchen sie dann auch zur Antwort nannte.

„Ansonsten wisst Ihr nichts?“, fragte eine andere Frau mitfühlend und besorgt.
„Nein. Leider.“
„Bleibt doch am besten einfach bei uns. Gehen wir jetzt erst einmal gemeinsam in unser Dorf. Ihr seid doch sicher hungrig und durstig. Außerdem benötigt ihr ein Dach über euer Haupt“, lud der Älteste daraufhin ein, der sogleich eine freundliche dementsprechende Geste machte.



Hyperraum
Pegasus-Galaxie < > Galaxie IC 10
Wraith-Flotte
Basisschiff, Thronsaal

Für lange Zeit hatte die rothaarige Wraith-Königin keine Rast nach ihrer Vertreibung aus der Pegasus-Galaxie eingelegt. Denn sie war die ganze Zeit über absolut unruhig hin- und hergelaufen. Doch sie war dann doch schon lang genug dagewesen, damit das zuvor von den Menschen gekaperte Versorgungsschiff, wieder zu ihrer Flotte, hatte aufschließen können.

Der Königin gefiel es überhaupt gar nicht, dass die Menschen für mehrere Stunden die Kontrolle über eines ihrer Schiffe gehabt hatten. Sie überlegte daher, ob sie es wirklich riskieren sollte die Reise zum ursprünglichen Ziel fortzusetzen oder sie eine Alternative ansteuern sollte. Verärgert darüber und an die Gedanken die furchtbaren Verluste und der potentiellen Gefahr, weiterhin von den Menschen aus Atlantis verfolgt und eines Tages erneut zum Kampf gestellt zu werden, fauchte sie wütend. Noch hatte sie den zuvor vorbestimmten Kurs ihrer verbliebenen Flotte nicht korrigieren lassen, denn man suchte eben immer noch nach möglichen Alternativen, die aber möglichst nicht in der Datenbank des Versorgungsschiffes aufgeführt worden sein durften.

Ihre Laune besserte sich nicht, weswegen sich die Wraith-Königin daher einen Menschen bringen ließ, denn sie wollte sich nicht nur nähren, sondern einen aus der Rasse ihres Feindes, welcher ihr und ihrem Volk soviel Ärger und vor allem auch Schmach bereitet hatte, leiden sehen.


RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - Jonathan J. O´Neill - 01.02.2026

Odyssee
Folge 7.18 - “Effectus, Teil 1“

Sehr weitentfernte Galaxie
Destiny, Brücke

Man hatte, unter der Leitung der Verantwortlichen der Trinitatis-Mission und ebenso natürlich auch von der Destiny-Mission, schließlich in der letzten gemeinsamen großen Besprechung vereinbart, noch einen kleinen Teil der Strecke in einer  gemeinsamen Formation, also die Destiny zusammen mit der Trinitatis, sowie den beiden BC-304ern, der E.U.S. Paris und U.N.S. Hector, zu fliegen, bevor sich die Wege dann wieder trennen würden.

Doch allmählich näherte sich die Flotte eben genau diesem Punkt, an dem es hieß, Abschied zu nehmen. Es handelte sich dabei um einen Nebel, der einst durch eine Supernova entstanden war. Und genau dort würden sie sich wieder trennen. Dies sahen alle, die sich auf der Brücke der Destiny aufhielten. Wohlmöglich war es auch ein Abschied für immer, denn die Trinitatis würde sich mit den beiden BC-304ern auf den langen Rückweg zur Erde machen, und niemand konnte auch nur erahnen, was denn im weiteren Verlauf der noch zu bewältigenden Mission geschehen würde, sobald dann die Destiny, nach ihrer so langen Reise, ihr wirkliches Ziel dann endlich erreicht haben würde.

Observationsdeck

Logischerweise war auf der Brücke des alten Raumschiffes der Antiker nicht genügend Platz für all die Personen gewesen, die sich dazu entschieden hatten an Bord der Destiny zu verbleiben und die Mission mit dem ungewissen Ausgang zu beenden. Alle wollten aber natürlich auch einen letzten Blick auf die Trinitatis und die beiden Schlachtkreuzer der Erde erhaschen, welche sie noch ein und auch letztes Mal mit so einigen von den wichtigsten Dingen hatten versorgen können.

Doch auch auf der übrigen Destiny, waren Plätze wo es auch nur ein sonst so kleines Fenster gab heiß begehrt. Denn nicht jeder von der übrigen Besatzung fand übrigens einen Platz auf dem Observationsdeck, geschweige denn auf der Brücke des alten Raumschiffes der Antiker.

Trinitatis, Kontrollraum

Nachdem man sehr viele der Unmengen von Daten erhalten und in unzähligen  Dateien gesammelt hatte, lagen dann auch endlich die Ergebnisse der Berechnungen für den Rückflug vorliegen vor, die von Eli Wallace ein letztes Mal überprüft worden waren, war Doktor Hank „Beast“ McCoy tief bewegt, weil es jetzt an der Zeit war, sich zu trennen.

„Destiny! Hier ist die Trinitatis! Wir werden noch eine Weile hier vor Ort verbleiben und ihren Sprung in den FTL-Flug beobachten, bevor wir uns dann auf den langen Rückweg zur Erde machen werden!“, erklärte der Leiter der Trinitatis-Mission.
„Hier ist die Destiny! Verstanden, Doktor McCoy. Moment Doktor Rush, will noch etwas sagen.“
„Ist Doktor McKay bei Ihnen?“
„Klar bin ich hier, Nicholas. Was wollen Sie denn jetzt noch von mir, vielleicht noch einige gute Tipps?“
„Nein. Sie noch einmal fragen, ob sich vielleicht Ihre Meinung geändert hat?“
„Keine Spur. Ich muss allmählich zurück nach Atlantis. Falls es denn noch überhaupt existiert, und es nicht eventuell am Ende doch noch in meiner Abwesenheit zu einer absoluten Katastrophe gekommen und meine Lieblingsstadt zerstört worden ist!“
„Doktor Zelenka ist doch ein guter Wissenschaftler.“
„Radek ist Radek! Und ich bin ich! Ein absolutes Genie - nicht nur in diesem Universum, sondern noch in vielen anderen parallelen Universen, wie ich noch hinzufügen möchte, und darf, ohne dabei zu übertreiben!“

Destiny, Brücke

„Einfach unerträglich dieser Kerl“, stellte Colonel David Telford raunend an die Adresse von Colonel Everett Young im Flüsterton fest.
„Aber wo er Recht hat… Doktor McKay ist ein brillanter Kopf. Aber ich bin froh, den nicht auch noch hier an Bord zu haben, denn wir haben genug brillante Köpfe hier an Bord. Zu viele von diesen guten und brillanten Köpfen würden sich letzten Endes nur gegenseitig im Weg stehen, oder wie man noch so sagt: Zu viele Köche würden das Menü verderben! Wenn Sie verstehen, was ich damit ausdrücken will“, erwiderte Young, ebenfalls im Flüsterton.

Doch zum Glück schien Rodney nichts von der stillen Unterhaltung der beiden Militärs etwas mitbekommen zu haben, lediglich Nicholas hatte neugierig oder eher interessiert Everett und David zugehört, denn er lächelte milde vor sich hin. Nur dies wurde von dem Kanadier bemerkt, weswegen er schließlich neugierig geworden nachfragte: „Was lächeln Sie so, Doktor Rush?“
„Es ist nur eine gewisse Vorfreude und große Erleichterung. Vorfreude und das Wissen nämlich über den finalen Teil der Mission, zu dem die Destiny bald, in wenigen Minuten endlich starten wird, sowie auch große Erleichterung dem größten Rätsel des Universums die Lösung zu entlocken, trotz der anfänglichen Schwierigkeiten und Opfer, die gebracht wurden“, brachte der Gefragte mehr als nur glaubhaft seinem Gegenüber herüber, der sich auf der Trinitatis im Kontrollraum befand.

Diese ihm so gebotene Gelegenheit nutzte Doktor Jeremy Franklin aus, um sich abermals mal wieder zu zeigen, doch nur Doktor Nicholas Rush konnte ihn natürlich sehen und hören, weil er es nach wie vor so wollte, und sagte: „Sehr gute Umschreibung, Nick. Obwohl es eine gewisse Form der Lüge ist, um den Kopf aus der Schlinge zu ziehen.“
Der Angeklagte wandte sich still zu dem Ankläger um und sah an. Um sich aber nicht zu verraten, oder das man Doktor Rush gar für verrückt hielt, lächelte dieser nur kurz, bevor er sich wieder dem Terminal vor sich zuwandte.

Mittlerweile hatte Colonel Everett Young ebenfalls wieder im bequemen Stuhl des Schiffskommandanten der Destiny Platz genommen, und ordnete schließlich an: „Doktor Rush, bringen Sie uns wieder auf Kurs!“
„Bin schon dabei. Wir werden aber noch einmal kurz unsere Energiereserven bei einen der nahegelegenen Sterne auffüllen, die am Rande dieser Galaxie liegen“, erwiderte Nicholas, der danach auf einige Tasten auf der Konsole vor sich drückte.

Trinitatis, Kontrollraum

„Dann heißt es wohl jetzt, Abschied nehmen“, begann Doktor Hank „Beast“ McCoy, „ich wünsche ihnen allen eine gute und natürlich vor allem erfolgreiche Reise! Passt gut auf euch dort draußen weiterhin auf, und - vielleicht gibt es ja irgendwann ein Wiedersehen… Sobald es uns irgendwie möglich ist, werden wir die Botschaften, die sie alle für ihre nächsten Angehörigen aufgezeichnet und uns übergeben haben an einen unserer Stützpunkte in der Milchstraße senden, wenn wir in Reichweite für eine Übertragung gekommen sind!“
„Danke, Doktor McCoy! Ihrer Crew und Ihnen selbst einen guten Heimflug zur Erde!“, erklärte Colonel Young per Videozuschaltung.
Daraufhin meldete sich auch Colonel David Telford kurz zu Wort: „Noch einmal Danke für Ihr Kommen, die Vorräte, Ausrüstung und der Hilfe der Reparaturen für die Destiny in der letzten Zeit, die bitter nötig waren!“
„Wir haben ebenfalls zu danken, für die wunderbaren Datenbanken, die wir von ihnen erhalten haben“, vermeldete Doktor Rodney McKay, der verständlicherweise deswegen erneut absolut ins Schwärmen kam.
Damit der Kanadier nicht übertrieb, schaltete sich jetzt auch noch Doktor Daniel Jackson ein, der nach Abwägungen ebenfalls es letztendlich abgelehnt hatte mitzukommen, weil er die Datenbanken übersetzen und der gesamten Menschheit somit zugänglich machen wollte, und sagte schließlich: „Auf den Rückweg werden wir noch einmal alle übrigen Kolonien von Novus aufsuchen, die wir noch finden können, denn wir haben so einige Versprechen einzulösen!“

Eine mehrminütige Pause brach daraufhin an. Man schwieg, denn es war wie damals als zum ersten Mal ein Mensch ins All aufbrach oder bevor die Menschheit das erste Mal einen Fuß auf den Mond gesetzt hatte. Es lag eine Ungewissheit vor ihnen, wobei man sich nur einer Sache sicher war, das ein großes Abenteuer vor ihnen allen lag.

Schließlich beendete Doktor Hank McCoy die Stille mit den Worten: „Wir werden jetzt also wie vereinbart noch einige Zeit hier verharren, und uns dann auf den Weg zurück zur Erde machen!“
„Verstanden, Trinitatis! Doktor Rush, bringen Sie uns in den Hyperraum!“, ordnete daraufhin Colonel Young an.

Viele konnten nun auf den Bildschirmen oder wer sich an einem Fenster beziehungsweise auf einen der Balkone der Trinitatis aufhielt erkennen, wie die Destiny verschwand.

Im Kontrollraum verschwand schon nach weniger als einer Stunde die Destiny komplett von den Sensoren der Trinitatis. Aber auch die beiden BC-304er berichteten, dass man die selben Resultate ebenfalls vorliegen hatte.

„Also, dann machen auch wir uns auf den Weg!“, entschied Beast, der blauhäutige und -haarige Mutant, der dann auch letztendlich die von allen im Kontrollraum erwartete Anordnung erteilte, dass sich die Paris und die Hector zu ihren Plätzen an der Trinitatis begeben sollten, damit auch sie selber ihre Rückreise endlich antreten konnten.



Pegasus-Galaxie
Atlantis-System
Pegasus-Flotte
U.S.S. Daedalus, Brücke

Endlich hatte man den Hyperraum wieder verlassen. Von seinem Stuhl aus konnte General Steven Caldwell schon bereite den Planeten, der erst nur ein recht kleiner Punkt gewesen war und stetig immer größer wurde, desto näher man ihm kam, auf dem sich Atlantis befand, auch immer besser erkennen.

Auf seinem Tablet bereitete der Kommandant der Daedalus bereits schon nebenbei, und zwar seit dem gesamten Flug, seinen sehr langen und abschließenden Bericht über den jüngsten und auch harten Einsatz vor. Dieser würde sowohl von Richard Woolsey als auch dem Homeworld Command sowie dem IOA schon dringend erwartet werden. Doch bis er diesen dann abgeben würde, würde noch etwas Zeit vergehen, denn es war nur ein erster Entwurf. Es kreisten nämlich zu viele Gedanken in seinem Kopf herum, die sich um die Opfer in den eigenen Reihen drehten, denn ihre Familien mussten natürlich auch noch benachrichtigt werden.



Milchstraße
Sol-System
Erde
USA, Washington D.C., Weißes Haus, Oval Office

Die Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika, Patricia Armstrong, die auch die Mutter von Chloe Armstrong war, erwartete wie auch ihre Gesundheitsministerin, Maryann Wallace, die Mutter von Eli Wallace, schon seit sehr, sehr langer Zeit auf erlösende Nachrichten, obwohl man natürlich den groben Zeitplan der Trinitatis-Mission sehr gut aus erster Hand natürlich kannte.

„Jetzt müssten sich die beiden Raumschiffe, also die Trinitatis und die Destiny, endlich begegnet sein“, seufzte die Mutter von Eli, die nur inständig hoffte und darauf vertraute, dass es ihren einzigen Sohn gut ging und er immer noch glücklich war. Dies war ihr natürlich das Wichtigste auf der ganzen Welt.
Dank des Stargate-Programms und den damit verbundenen Möglichkeiten sowie ihrer Einweihung in dieses Geheimnis, noch lange vor der Offenbarung für die gesamte Erde, war es letzten Endes machbar gewesen, sie von ihrer AIDS-Krankheit soweit zu heilen, dass sie keine bleibenden körperlichen Schäden mehr zu befürchten hatte.
Bei ihrer Chefin war es hingegen ganz anders, denn die Mutter von Chloe hoffte, dass sie ihre Tochter, wenn denn alles nach Plan und ihren Vorstellungen liefe, in schon vielleicht etwa einem Jahr, wieder in die Arme schließen konnte.

Die beiden Frauen waren nicht allein, denn General Jack O‘Neill war ebenfalls bei ihnen aufgetaucht, weil er persönlich ein enorm wichtiges Anliegen vortragen wollte, weil er den Moment endlich dafür gekommen sah. Dies tat er dann auch. So wie er war, machte er dies auch kurz und schmerzlos.

„Sie wollen das wirklich tun, Jack?“
„Ja, Madam Präsident.“
„Zurücktreten und in den Ruhestand gehen?!“
„Jawohl, Ma‘am. Ich war schon einmal im Ruhestand. Aber dies war damals. War noch jung. Doch jetzt ist jetzt. Es gibt viele Leute, die den sogenannten Staffelstab also übernehmen können. Und… sobald die Trinitatis wieder hier ist, bin ich verschollen!“
„In Minnesota?!“
„Vielleicht“, war von Jack bloß in einem geheimnisvollen Ton, begleitet mit einem ebenso leichten Grinsen zu vernehmen. Deswegen wurde General O‘Neill dann auch von den beiden Frauen für viele Minuten aufmerksam gemustert.

„Na ja. Aber Sie haben es sich ja auch redlich verdient!“, stellte die US-Präsidentin dann natürlich mit der gebührender Anerkennung in einer feierlichen Tonlage fest, obwohl sie ihr Bedauern über diese Entscheidung, die sie natürlich respektierte nicht ganz verbergen konnte.
„Ja. Sie haben so viel, nicht nur für diesen Planeten und seine Bewohner getan, sondern für das gesamte Universum. Ganz besonders für meinen Sohn, für den Sie vollkommen unerwartet einen großen Traum erfüllt haben“, ergänzte die Gesundheitsministerin der USA, die auf Grund ihrer Gefühle nicht anders konnte, um den General voller Dankbarkeit für einen Moment ganz fest umarmen musste.

„Ich habe auch schonen einen oder ein paar Kandidaten für meine Nachfolge im Blick, wenn es sie beide beruhigt“, erklärte Jack O‘Neill nachdem er wieder losgelassen worden war. Während er sprach, übergab ihm seine Adjutantin, Major Lauren Perry, einige Akten, die sie ihren Aktenkoffer entnommen hatte.
„Hier, bitteschön, Frau Präsident.“
Patricia Armstrong schlug sofort die ihr überreichten Akten auf.
„Aha, General Samantha Carter, General Cameron Mitchell und Colonel Evan Lorne. Sieh an. Ich werde mit allen drei Kandidaten, die von Ihnen ausgewählt wurden persönlich sprechen, General“, nickte die US-Präsidentin, die die schon getätigte Vorauswahl des Leiters des Homeworld Command sehr leicht nachvollziehen konnte.



Sehr weitentfernte Galaxie
Hyperraum
Destiny, Krankenstation

Immer noch, seit der Aufnahme der übergebenen wichtigen Güter für alle Bereiche von der Trinitatis, war das gesamte medizinische Personal an Bord der Destiny unter der Leitung von First Lieutenant Tamara T.J. Johansen immer noch damit beschäftigt alle Schränke, die Apparate und Vorräte aufzubauen und auch ordnungsgemäß zu verstauen.

Vor zwei Tagen erst noch, hatte sich Lieutenant Tamara Johansen an Bord der Trinitatis von Doktor Jennifer Keller gründlich ärztlich untersuchen lassen. Doch die mitgereiste Medizinerin und Chefärztin von Atlantis, konnte keinerlei Anzeichen für eine mögliche ALS-Erkrankung bei ihrer Patientin mehr feststellen. Dies lag natürlich an den Tok´ra-Symbionten, den man T.J. implantiert hatte. Doch bei ihren umfangreichen ärztlichen Untersuchungen griff Doktor Keller zusätzlich noch auf die Datenbank der Antiker und die Hilfe von Doktor Jackson zurück, der ihr bei der notwendigen Recherche dabei sehr behilflich gewesen war.

Jeder an Bord, auch die für lange Zeit einzige mit medizinischer Ausbildung an Bord der Destiny, machte sich so seine Gedanken, was sie wohl in Kürze erwarten würde, nämlich sobald sie die Quelle des Signals, welches die Antiker vor Jahrmillionen empfangen hatten, erreicht haben würden. Darum vertrieb sich jeder irgendwie seine freie Zeit an Bord des Raumschiffes, um nicht unbedingt ständig daran denken zu müssen. Kein leichtes Unterfangen, denn früher oder später setzte sich jeder von ihnen an Bord wieder mit diesem Thema aufs Neue auseinander.

Dass früher oder später jedes Besatzungsmitglied auf der Destiny in der Krankenstation auftauchen würde, damit rechnete natürlich Tamara. Doch als Doktor Sonja Damji, die mittlerweile den Rang eines Lieutenant innehatte bei ihr auftauchte, begann sofort ein erneutes sehr vertrautes Gespräch zwischen den beiden Frauen, die sich über Jahre hinweg nicht gesehen hatten.

„…ich weiß, ich könnte Rush, Eli oder jemanden anderes von dem wissenschaftlichen Team fragen… Aber da Du schon einmal hier, bei mir, bist: Wie lange werden wir noch brauchen?“
„Zur Sonne oder zu unserem Ziel?“
„Für unseren ganzen nächsten Punkte auf unserer Reiseroute, Sonja.“
„Ich versuche es mal zusammenzufassen, also zur Sonne brauchen wir noch etwa einen Tag. Danach haben wir einen relativ kurzen Flug zur nächsten Galaxie, der ungefähr eine Woche dauern wird. Bis wir diese Galaxie, die wohl allem Anschein nach die vorletzte sein wird dann auch noch durchquert haben, wird ein ganzer Monat vergehen. Und bis wir dann wirklich dort sind, ist wirklich nur sehr schwer zu sagen, aber Eli meinte, dass es noch insgesamt drei Monate dauern wird…“

Observationsdeck

Es war wie so oft in den letzten Jahren, denn wer keinen Dienst oder Aufgabe an Bord der Destiny zu versehen hatte, hielt sich entweder hier, in der neueingerichteten Sporthalle oder in seinem Quartier auf, um seinen Hobbys nachzugehen. Viele der Anwesenden spähten hinaus. Ihre Blicke richteten sich natürlich konzentriert nach vorne, doch es war noch immer nichts zu erkennen. Nichts von dem, was das Ziel der Destiny und somit auch, seit der Trennung von der Trinitatis, auch zu ihren eigenem Ziel geworden war.



Nachbargalaxie
Hyperraum
Trinitatis, Cafeteria

Seit einigen Stunden schon, befanden sich die Trinitatis und die beiden BC-304er, Hector und Paris, auf dem Rückweg zur Erde.

Drei alte und mit einander sehr vertraute Freunde, nämlich Peter Thornton, Jack Dalton und Angus MacGyver hatten sich, wie verabredet zum ersten gemeinsamen Abendessen auf der Trinitatis getroffen.
Der Mann mit dem buschigen Schnauzbart und dem Pilotenoutfit, begann sofort seinen beiden langjährigen Freunden mit großer Euphorie einige seiner neuesten Zukunftspläne zu eröffnen, die bei den beiden anderen Männern nicht wirklich auf eine große Gegenliebe stießen.

„Also wirklich, Jack! In was für Abenteuer willst Du uns beide denn noch so hineinziehen?“
„MacGyver hat Recht, Dalton!“
„Pete. Mac. Das könnt ihr mir doch nicht antun“, klagte der Träumer und Visionär.
„Papperlapapp! Wir haben ganz andere Pläne, sobald wir wieder zuhause auf der Erde sind!“, erklärte Pete, der konsequent bei seiner Linie blieb, und auch hoffte, dass sich nicht wieder MacGyver dazu überreden ließ, weswegen er jenen prüfend ansah.
„Tja“, begann Angus, „schreibe doch einfach ein Buch über unsere Abenteuer.“
„Ein Buch?! Ich soll ein Buch schreiben? Hm!“, murmelte Jack. „Aber wo bleibt euer Sinn fürs große Abenteuer, meine lieben Freunde?“
„Keine Chance!“, erklärte letztendlich auch Mac, der zusätzlich abwehrend die Hände hob.

An einem der vielen Nebentische, saß unter anderem Doktor Daniel Jackson, der sich dort mit einem ganzen Stapel von Unterlagen und einem Notebook eingerichtet und somit diesen Tisch komplett in Beschlag genommen hatte. Der Wissenschaftler und Archäologe arbeitete schon seit einigen Stunden fieberhaft und äußerst konzentriert an den nötigen Übersetzungen aus den gewonnenen Datenbanken, die man von der Destiny transferiert hatte.

Ebenso war natürlich auch Doktor Rodney Meredith McKay beschäftigt, der sich allerdings natürlich ganz in der Nähe des Buffets eingerichtet hatte. Der Physiker wartete ungeduldig auf einige der wichtigen Arbeiten von Daniel, weil er zwar seit Jahren bereits der Sprache der Antiker mächtig war, aber verlauten ließ, keine Zeit übrig zu haben, um selber auch noch Texte zu übersetzen, wobei er mit den Gleichungen der Antiker schon beschäftigt genug sei.

Kontrollraum

Auf dem großen Bildschirm war schon bereits deutlich zu erkennen, dass die Trinitatis in Kürze den ersten Zwischenstopp auf dem Rückflug zur Erde einlegen würde. Es musste aus technischen Gründen sein. Obwohl sie nun in der Galaxie ankommen würden, in der es diese neue feindliche Rasse gab, auf die die Besatzung der Destiny gestoßen war. Sie würden ja nicht wirklich stoppen, um hier zu forschen, sondern nach dem Austritt aus dem Hyperraum umgehend in einem Stern ihre Energiereserven zu erneuern, dann um Energie zu sparen, einige Stunden durch diese Galaxie gleiten würde, bevor die Trinitatis erneut, mit den beiden BC-304ern, Paris und Hector im Schlepptau, im Hyperspace eintreten würde.



Ori-Galaxie
Supergate

Eine beachtliche Flotte von immerhin neun Schiffen hatte sich mittlerweile im näheren Umkreis zum riesigen Stargate eingefunden. Auf jeden einzelnen von diesen Schiffen hielten sich ausnahmslos sehr strenge Gläubige auf, die nicht damit aufhören wollten, die Orici Adria als ihre einzigwahre Göttin zu verehren. Auch konnten sie ihre so maßgebliche Verbannung und Entmachtung durch den Hexenmeister Myrddin, wie sie den alten Antiker voller Wut und Hass bezeichneten, nicht akzeptieren, weswegen sie sich ja in nur wenigen Augenblicken auf die Suche nach ihrer Göttin machen wollten.



Milchstraße
Orbit von PX1-767

In der Umlaufbahn des Planeten, auf dem sich Camelot befand, war mittlerweile eine kleine Flotte, bestehend aus vier Raumschiffen unterschiedlicher Bauklassen, von den Anhängern der Orici Adria eingetroffen. Sofort nach dem Austritt aus dem Hyperraum war auch schon ein kleines Shuttle gestartet worden, dessen Besatzung als diplomatische Abgesandte natürlich den klaren Auftrag erhalten hatten, umgehend Kontakt mit Adriana aufzunehmen, von der man sich natürlich so einige richtungweisende Anhaltspunkte für die noch weitere Suche nach ihrer göttlichen Mutter erhoffte.

PX1-767
Stargateplatz

Unter den wachsamen und skeptischen Augen von Adriana und auch einigen der Ritter von ihrem Verlobten, König Artus, untersuchten mit größter Sorgfalt die eingetroffenen Kriegerinnen und Krieger, ein Prior und einige Gläubige ihrer Mutter den Bereich wo sich noch vor nicht allzu langer Zeit die aufgebauten Apparate und Geräte des Antikers Myrrdin befunden hatten, die dann letztendlich für die endgültige Entmachtung und anschließende Verbannung Adrias, für alle Zeit, gesorgt hatten.

Aber die dreizehnköpfige Gruppe, die vor rund sieben Stunden im Shuttle der Orici-Flotte hier auf PX1-767 gelandet war, fand nichts, obwohl sie alles sehr genau absucht hatten. Der Grund dafür war schlicht und einfach sehr plausibel, denn Merlin hatte nicht nur alles vernichtet, sondern auch die entscheidenden Erinnerungen an diese Erfindungen nicht nur bei sich selber, nämlich sondern auch bei allen anderen, die anwesend gewesen waren, aus dem Bewusstsein gelöscht.

Odyssee
Folge 7.19 - “Effectus, Teil 2“

Andromeda-Galaxie
Omega-System
Orbit der Kolonialen Erde
Battlestar Pegasus, CIC

„DRADIS-Kontakt!“, warnte Hoshi aus heiterem Himmel.
„Das war‘ dann wohl mit den erhofften Frieden, Bill! Alle Vögel sofort bemannen und …!“
„Abwarten, Saul! Das Objekt scheint sehr groß zu sein! Es ist größer als ein Kampfstern“, brummte Admiral Adama, der angespannt die Zähne zusammenbiss.
„Ein Grund mehr alles was wir haben…“, ächzte Colonel Tigh, der dann aber von einer leichten und klaren Geste von Admiral Adama zum Schweigen gebracht wurde, denn auch Captain Anastasia „Dee“ Dualla meldete sich zu Wort.

„Das unbekannte Objekt befindet sich immer noch in einer sehr großen Entfernung zu unserer Position! Ist außerdem noch außerhalb der Reichweite unserer Waffensysteme… Moment, Admiral. Ich empfange gerade eben eine Freund-Kennung von unseren Alliierten aus der Milchstraße!“, verkündete Dee, worauf Husker die bereits ausgerufene Gefechtsbereitschaft sofort beenden ließ.
„Sehen Sie, ist doch alles in Ordnung! Nicht immer so pessimistisch sein, Colonel.“
„Jeder kann sich mal irren“, gab der XO der Pegasus, Saul Tigh, leicht grinsend zurück.


Ungefähr eine Stunde später, war General Cameron Mitchell von einer der Landebuchten des Battlestars von Adama und seinem Stab abgeholt worden und in die Offiziersmesse der Pegasus geleitet worden.

„Sie haben uns eine ihrer Werften hierher gebracht? Wie?“, wollte Major Lee Adama erfahren.
„Wir sind damit durch den Hyperraum gereist. Ging ganz schnell, da wir mit dem letzten Stamm der Pegasus-Asgard nun etwas enger zusammenarbeiten können“, lautete die Antwort des Gastes.
„Brauchen Sie diese Werft denn nicht selber?“, fragte Francine Baltimore, die Präsidentin der Kolonialen.
„Die Abydos-Werft ist eine Gegenleistung für den Wissens- und Technologieaustausch, der zwischen unseren beiden Völkern bereits stattgefunden hat. Und da sie ja derzeit keine eigene Werft haben und auch vermutlich bauen können, hat General O‘Neill vom Homeworld Command vor genau zwei Wochen entschieden, eben diese Werft hierher, zu Ihnen, zu überführen...“
„Nett von ihm“, erklärte eine lächelnde Captain Kara Thrace, die damit natürlich in ihrer bekannten Art und Weise die Antwort des Gastes unterbrach.
Doch General Cameron Mitchell ließ sich davon nicht beirren, sondern fuhr mit gelassener Stimmung fort: „…damit Ihr Militär auch in der Lage ist, die sicherlich mittlerweile sehr notwendigen Überholungen und Reparaturen der bestehenden Flotte, die sie unterhalten, endlich durchzuführen. Auf der Abydos-Werft ist man in der Lage zeitgleich jeweils einen Battlestar eines jeden aktuellen Bautyps durchzuchecken oder gar zu bauen. So… Ach ja, bevor ich es vergesse: Dies hier, ist nur der erste Teil der Lieferung, die General O‘Neill hierher auf den Weg gebracht hat. Mehr darf ich aber nicht verraten.“
„Da sind wir ja mal gespannt, nicht wahr, Saul?“
„Ja, Bill. So ein alter Geheimniskrämer! Aber genau deswegen, mag ich diesen General O‘Neill schon seit langem.“

Die Luke wurde geöffnet und Ellen Tigh trat mit einigen Vertretern von den anderen Zylonenmodellen ein, denn man wollte allen eine sehr wichtige gefällte Entscheidung bekanntgeben.

„Wir haben in einer Abstimmung beschlossen den Zenturios und Jägern die Freiheit zu geben, damit der Kreislauf endgültig gebrochen wird!“, erklärte Leoben Conoy.
Sofort ergänzte Caprica daraufhin noch: „Nachdem sich die Zenturios und die Jäger so sehr in den Dienst im Kampf gegen Cavil und seine Anhängerschaft zugunsten der Kolonien gestellt haben, war dieser Schritt überfällig.“
„Dafür werden wir ihnen das verbliebene Basisschiff unserer Rebellion überlassen, damit sie hingehen können wo immer sie auch hinwollen“, fügte Chief Galen Tyrol noch hinzu.



Milchstraße
PX1-767
Camelot, Burg von Artus

Eine in einer kleinen Besprechung der Abgesandten zusammengestellten Delegation der Besucher von der Orici-Flotte, hatte schließlich noch um ein weiteres Treffen mit Adriana, der zukünftigen Königin von Camelot gebeten, und auch bekommen. Im Gespräch wollte man nämlich erfahren, wohin ihre Mutter Adria verbannt worden sein könnte. Doch die junge Frau versicherte abermals den extrem strenggläubigen Anhängern ihrer gestürzten, entmachteten und verbannten Mutter, dass es nur eine Sache gab, der sich absolut sicher war, nämlich dass es der nun wieder menschlichen und somit auch sterblichen Orici gut ginge. Dies war das einzige woran sie sich erinnern konnte.



Sehr weitentfernte Galaxie
Destiny

Wie geplant hatte das alte Antikerraumschiff erneut den FTL-Flug verlassen. Sofort nahm man auch schon Kurs auf die nahegelegene Sonne, damit die wieder einmal erschöpften Energiereserven des Schiffes ein weiteres Mal aufgeladen werden konnten.

Seitdem man auf die Trinitatis getroffen war, befanden sich abermals natürlich auch wieder mehrere neue Angehörige der Luzianer-Allianz mit ihnen gemeinsam an Bord. Aber es waren unter anderem auch zwei Nox, ein Asgard aus der Pegasus-Galaxie, drei weitere Tok‘ra, ein Dutzend Jaffa, anderthalb Dutzend Vertreter aus allen der 13 Stämme beziehungsweise Kolonien von Kobol und sogar auch zehn Anhänger der Orici Adria, die natürlich bislang noch überhaupt nichts von der Entmachtung und Verbannung ihrer Göttin wussten, ebenfalls an Bord der Destiny gekommen. Denn sie alle wollten natürlich unbedingt mit dabei sein, wenn dann wohl endlich in etwa drei Monaten möglicherweise das größte Geheimnis des Universums schließlich gelüftet werden sollte.

Auf der Brücke der Destiny behielt man aufmerksam die Anzeigen sämtlicher Konsolen genau im Blick, denn das Ziel ihrer jahrelangen Reise rückte immer näher. Man wollte sich nämlich nicht das kleinste Detail entgehen lassen. Darum hielt sich auch Doktor Nicholas Rush fast schon beinahe ohne Pause hier auf. Von diesen neuen Umstand allmählich etwas mehr als sonst schon beunruhigt, wenn es um Rush ging, nahm in den letzten Tagen nicht nur Colonel Everett Young den egozentrischen Wissenschaftler des Öfteren beiseite, sondern natürlich auch Colonel David Telford sowie einige weitere besorgte Besatzungsmitglieder, die dieses Risiko eingehen konnten, und zwar ohne den Unmut des Mannes befürchten zu müssen. Beinahe täglich sah daher auch First Lieutenant Tamara Johansen nach Doktor Nicholas Rush, um seine Vitalwerte zu überwachen, damit das Führungspersonal der Destiny in dieser Angelegenheit beruhigt war.



Eine andere weitentfernte Galaxie
Trinitatis, Kontrollraum

„Doktor McCoy!“
„Ja. Was gibt es denn, Lieutenant?“
„Wir haben hier eine Signatur eines uns bislang noch unbekannten Schiffes. Sollen wir der Sache nachgehen, Sir?“

Der Mutant und ehemaliges Gründungsmitglied der X-Men überlegte kurz ein paar Sekunden, während er parallel dazu auch noch aufmerksam die Signatur analysierte, dann antwortete er: „Nein! Keine gute Idee, weil es vermutlich diese feindliche und extrem unheimliche anpassungsfähige Alienspezies sein wird, auf die bereits schon die Destiny und ihre Besatzung vor einiger Zeit gestoßen ist! Wir springen daher sofort zurück in den Hyperraum!“

Kurz darauf war die Trinitatis auch schon wieder verschwunden, und somit auch auf dem direkten Weg zur nächsten Galaxie, um dieser aktuellen sowie dem gefährlichen und unheimlichen außerirdischen Volk nicht zu begegnen.



3 Wochen später
Andromeda-Galaxie
Omega-System
Orbit der Kolonialen Erde
Battlestar Pegasus, CIC

Man war ja bereits schon von General Cameron Mitchell vorgewarnt worden, dass am heutigen Tage ein wichtiger Besuch eintreffen würde.

Seit dem späten Nachmittag schon, war General Jack O‘Neill mit einem kleinen Stab seines Kommandos und auch einer Delegation mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft  von der Erde durch das Sternentor auf Ilion eingetroffen. Nur kurz darauf trennte er sich aber auch schon von den Politikern sowie den anderen Personen, um dann mit seinen Leuten zu einem Treffen mit Admiral William „Husker“ Adama auf die Battlestar Pegasus aufzubrechen.

In den vergangenen rund vier Stunden, hatte es eine  sehr ausführliche und informative Besichtigungsrunde an Bord eines „Originellen Kolonialen Kampfsterns“ gegeben, wie es der Leiter des Homeworld Command, General O‘Neill, Zutreffenderweise bezeichnet hatte.

„Weshalb schauen Sie denn andauernd, vor allem aber insbesondere in den letzten zehn Minuten so oft auf Ihre Uhr? Stimmt denn irgendetwas nicht, General?“, fragte Colonel Saul Tigh, der XO der Pegasus, dem dieses auffällige Verhalten von General O‘Neill nicht entgangen war.
„Eigentlich ist alles in Ordnung… die Überraschung müsste aber bald hier eintreffen. Die zweite Hälfte der Gegenleistung für den Austausch von Wissen und Technologie, die wir von Ihnen erhalten haben…“

Während er noch sprach, meldete das DRADIS eine mehrfache Ankunft.

„Na endlich“, brummte Jack erleichtert, „hier ist die Überraschung, Ladies und Gentlemen, nämlich eine komplette Flotte von, fast brandneuen Kampfsterne! Oder wie es bei Ihnen genannt wird: eine komplette BattleStarGroup bestehend aus sieben Schlachtschiffen! Alle fast sind brandneu, weil wir leider bereits selber einige von diesen Schiffen im Kampf gegen unsere Feinde benötigt hatten.“
„Ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll“, ließ Admiral Adama verlauten, der natürlich wie alle anderen vollkommen perplex war.
„Am besten gar nichts, Bill. Major Perry, ich bräuchte mal soeben die Unterlagen!“
„Jawohl, Sir“, sagte die Adjutantin des Befehlshabers des Homeworld Command, die schnell ihre mitgeführte Aktentasche öffnete, aus dem sie einige Unterlagen entnahm. „Hier, Sirs.“
„Danke, Major. Würden Sie mir dann bitte diese Lieferung mit ihrer ehrbaren Unterschrift bescheinigen, Bill. Ist nur eine rein formelle Sache, damit das IOA nicht rummzickt.“
„Ich verstehe“, nickte Adama lächelnd, der aber erst nach einem kurzen prüfenden Blick unterschrieb, „wie bei uns, die Politik.“
„Jupp. Vielen Dank.“
„Jetzt kann ich mir vorstellen, was in den fünf Kartons ist, die dort drüben in der Ecke seit ihrer Ankunft stehen. Bestimmt sämtliche Unterlagen für die Schiffe“, ahnte Saul Tigh, was Lauren Perry ihm sofort bestätigte.

Erstaunt blieb William Adama, der die Liste der Schiffe durchging, schließlich dann bei einem Namen hängen, und sagte: „Sie haben doch tatsächlich eines Ihrer neuen Schiffe Galactica genannt, Jack! Ähm, Saul!“
„Bill?!“
„Packen Sie ihre Sachen zusammen, denn wir werden bald umziehen!“



Weitentfernte Galaxie
Trinitatis

Im mittlerweile schon vergangenen letzten knappen Monat ihres bisherigen Rückfluges zurück in die Milchstraße zur Erde, hatte die Trinitatis aus den unterschiedlichsten Gründen schon bereits über ein Dutzend Galaxien aufgesucht. Und mit jedem weiteren dieser auch notwendigen Zwischenstopps näherte man sich der Galaxie, in der es natürlich auch die Kolonien sowie natürlich auch die Evakuierungsflotte von den Novanern gab. Deswegen waren insbesondere in den letzten Tagen vermehrte Vorbereitungen angelaufen, um sehr viele Menschen sowohl von den Kolonien als auch der Flotte der Novaner innerhalb der Flotte der Trinitatis-Mission aufzunehmen, aber sich wohl leider auch vermutlich ein weiteres Mal militärisch mit den absolut tödlichen und zerstörerischen kriegerischen Roboterdrohnen auseinandersetzen zu müssen, die dazu nur von den Kontrollschiffen gesteuert wurden.



Andromeda-Galaxie
Omega-System
Orbit von Aurora

Unerwartet traf in diesem Augenblick eine nicht unbeträchtliche Flotte von Alliierten, natürlich bestehend von Schiffen der Erde aus der Milchstraße sowie auch von der Erde von Kolonialen unter der Präsidentin Baltimore, ein. Die zivile Regierung um Präsident Richard Adar und auch das Militär von Aurora waren natürlich zunächst sofort massiv beunruhigt, weil man einem solchen geballten Angriff nicht sehr viel hätte entgegensetzen können. Denn die meisten aller Kampfsterne in ihrer eigenen Flotte waren mehr als nur dringend überholungsbedürftig.
Doch zerflog die erste Anspannung doch schließlich erstaunlicherweise unerwartet recht schnell, denn es handelte sich ja auch um einige Schiffe der Menschen von der Erde aus der Milchstraße, welche ja bereits die erbetene Hilfe beim Aufbau der hiesigen Zivilisation auf Aurora zugesichert hatten, wie es ihnen so gut es ging möglich war.

Aurora
Nördliche Hemisphäre
Hauptkontinent und -stadt New Delphi

Erste Hilfsgüter von den Schiffen der Erde, waren bereits auf die Planetenoberfläche transferiert worden, während in einem der wenigen bereits errichteten Gebäude aus Stein, die diplomatische Abordnungen zu Gesprächen zusammengekommen waren.

Doch nachdem im Verlauf des Austausches wichtiger Neuigkeiten schließlich bekannt geworden war, dass man den Zenturios das letzte verbliebene Basisschiff überlassen und ihnen damit verbunden auch noch die Freiheit geschenkt hatte, kamen bei den Vertretern von Aurora, sowohl aus der Politik, dem Militär, der Wirtschaft sowie der Gesellschaft, verständlicherweise sehr starke Bedenken zu diesen Schritt auf.

„Ob dies wirklich weise und klug gewesen ist! Ich bezweifle das jetzt einmal“, seufzte der Präsident von Aurora, Richard Adar.
Doch sofort entgegnete Major Lee Adama: „Alle Modelle der humanoiden Zylonen, die bei uns leben gehen davon aus, dass dieser besondere und vor allem historische Schritt zu welchen wir uns entschieden hatten, endlich den ewigen Kreislauf aus Zerstörung und Krieg für immer beendet haben wird!“
„Aber wie können wir da wirklich komplett sicher sein? Sie könnten uns dennoch eines fernen Tages wieder attackieren!“, mahnte aber daraufhin Commander Aaron Williams, der Befehlshaber der Battlestar Titania, der sich nämlich insbesondere durch ihre eigene militärische Unterlegenheit sehr unwohl bei diesen Gedanken fühlte.
„Deswegen sind wir ja hier“, schaltete sich nun auch General Samantha Carter ein, „mit dem Ziel nämlich, eine starke Allianz von Völkern in drei, vier Galaxien zu gründen, die sich gegenseitig helfen, gemeinsam das Universum und im Fall eines Angriffes durch eine feindliche Spezies zur Seite stehen werden!“
„Ganz genau“, nickte Lee Adama, „wir haben bereits einige erste Entwürfe dazu mit anderen Völkern des uns bekannten Universums, insbesondere die in der Milchstraße beheimatet sind, ausgearbeitet. Um ihre eigene Möglichkeiten sich im Falle eines Feindes besser zu verteidigen, aber nur im Falle eines Beitrittes zu dieser Allianz wird die Republik Aurora auch einige von uns ausgemusterte Kampfsterne erhalten, die noch betriebsbereit, trotz ihres Zustandes sind, aber unser eigenes Militär nicht mehr benötigt, weil wir von dem Volk von General Carter…“
„Klingt bestimmt nicht nur in meinen Ohren ein wenig nach Erpressung, Major Adama“, unterbrach Präsident Adar bitter.
Nach einer kurzen Pause fuhr der Präsident von Aurora, nachdem er durchgeatmet hatte dann aber fort: „Mein Kabinett sowie der Offiziersrat müssen sich darüber aber zunächst einmal sehr genau beraten, wie Sie sicher bereits ahnen!“
„Ja, Herr Präsident“, verstand General Carter sofort.
Und natürlich auch Lee Adama hatte großes Verständnis dafür, und sagte dann nachdem er seinen unterbrochenen Satz vollendet hatte: „Wir werden ihnen zumindest etwas zukommen lassen, genauso wie das Volk von General Carter ihnen auch weiterhin mit den verschiedensten Gütern für Ihre Bevölkerung helfen wird, Herr Präsident.“
Woraufhin Thomas Hale, der Vertreter des Zwölferrates von Aurora höflich: „Danke“, sagte.

Commander Aaron Williams war sehr überrascht aber auch beunruhigt davon, dass die Vertreter von Erde aus der Milchstraße ihren einstigen Rivalen eine komplette Battlestar Group, plus eine gewaltige Weltraumwerft überlassen hatten.



Sehr weitentfernte Galaxie
Destiny, Brücke

Ganz gebannt und fasziniert schaute sich Doktor Nicholas Rush immer wieder aufs Neue die neusten Werte an, die ihm die Instrumente der Antiker seit einigen Tagen auf dem Monitor präsentierten. Je näher sie der Quelle des alten Signals denn nun kamen, desto klarer schien das darin enthaltene Muster zu werden, welches man unter anderem auch nebenbei empfing.

Kantine

Die frischen Vorräte in den Lagerräumen an Bord des Raumschiffes, machten sich auch bei den zubereiten Mahlzeiten sehr bemerkbar.

Besonders natürlich hier, trafen wie ebenfalls auch auf dem Observationsdeck mit seiner Aussicht auf das Universum die unterschiedlichen Besatzungsmitglieder am ehesten immer wieder zusammen. Sie unterhielten sich immer häufiger darüber, was sie wohl im Bereich des Zentrums vom Universum, so wie es so manche an Bord mittlerweile nannten denn nun so vorfinden würden. Einige hatten aber immer mehr so ein mulmiges Gefühl, worauf andere beruhigten und ganz Doktor Rush vertrauten, weil sie auch annahmen, dass dieser auf keinen Fall vorhatte zu sterben. So hofften sie es zumindest alle.
Aber woher wollten es denn manche so genau wissen, weil sie auch wussten, dass Doktor Nicholas Rush die Brücke der Destiny schon lange vor ihrer zufälligen Entdeckung durch Eli Wallace, der seinem Mentor schließlich im Auftrag von Colonel Everett Young rein zufällig auf die Schliche gekommen war, kannte.

Das besonders natürlich Colonel Young und auch Colonel Telford auf der Hut waren, zeigte sich daran, dass sich die beiden ranghöchsten Militärs der Erde an Bord mit ihrer Wache auf der Brücke alle 12 Stunden abwechselten. Denn gerade eben hatte Colonel David Telford Pause, und forderte von Airman Darren Becker ein Lunchpaket für Colonel Everett Young zu geben, welches er nach einer kurzen Wartezeit vom Chef der Kantine schließlich auch überreicht bekommen hatte.

Brücke

Obwohl beides, nämlich das persönliche als auch das berufliche Verhältnis der beiden so unterschiedlichen Männer im Verlaufe der letzten gemeinsamen Jahre zwar spürbar für die Besatzung an Bord der Destiny besser geworden war, beobachtete Colonel Everett Young von seinem Platz aus nach wie vor argwöhnisch das Treiben von Doktor Nicholas Rush.

Sobald er aber einmal mit Eli Wallace für einen Moment alleine war, also Nicholas Rush mal doch kurze Zeit die Brücke verlassen hatte, erkundigte sich der Kommandant der Destiny sofort bei den jungen und sehr talentierten Mann, was der Wissenschaftler in den letzten Minuten gerade getan hatte, weil er absolut sicher gehen wollte.
Bislang gab es aber keinerlei Grund zu irgendeiner Beunruhigung, denn ihre Reise in der jüngsten Zeit, auch nach dem Treffen mit der Trinitatis verlief vollkommen reibungslos.
Ein sonderbarer Umstand, den Young nach seinem Gefühl und Erfahrung mit Rush her als äußerst alarmierend betrachtete.

Sie hatten zwar noch einige sehr kleine Galaxien vor sich, was nicht nur die Anzeigen der Instrumente offenbarten, sondern wie sie auch durch ihre eigenen Augen mittlerweile sehr gut erkennen konnten. Die jetzige Galaxie, die sie in den letzten Wochen durchquert und erforscht hatten, hatten sie hingegen beinahe schon komplett passiert.
Eli prüfte derweil die nähere Umgebung der Destiny nach geeigneten Sternen, wo sie ihre Energiereserven vielleicht eventuell noch einmal ein letztes Mal aufladen könnten.

„Die Hintergrundstrahlung sorgt wohl für bislang unerwartete Störungen“, murmelte Doktor Nicholas Rush mit nachdenklicher und auch besorgter Miene.
„Das gefällt mir nicht! Wenn wir unseren ganzen Geräten hier an Bord nicht vollends vertrauen können!“, bemerkte Colonel Young als gerade Colonel Telford wieder auf der Brücke erschien.
David hatte nur den letzten Satz von Everett mitbekommen, und fragte daher: „Gibt es denn irgendwelche Probleme?“
„Dafür sind die Wissenschaftler da, um genau dieses zu lösen! Finden Sie also einen Weg, Nick! Eher fliegen wir nämlich nicht weiter, denn ohne zu wissen, was genau vor uns liegt, könnte der nächste Stopp, vollkommen unerwartet unser aller Ende sowie auch das der Destiny bedeuten!“, verfügte Young entschieden.


RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - Jonathan J. O´Neill - 02.02.2026

Odyssee
Folge 7.20 - “Ein letzter Gruß?, Teil 1“

2. Destiny-Galaxie
Hyperraum
Trinitatis, Cafeteria

Seit beinahe schon einem halben Tag, befand sich das wohl mächtigste Stadtraumschiff aller Zeiten von den Antikern wieder in jener Galaxie, welche immer noch eine sehr große Bevölkerung von Menschen auf mehrere Planeten verteilt, in sich beherbergte.

Alle Plätze und Tische in der großen und sehr einladenden Cafeteria, die natürlich auch mit vielen der unterschiedlichsten exotischen Pflanzen verschönert worden war, waren fast immer stets besetzt.
Auch Doktor Hank „Beast“ McCoy hatte sich hier eingefunden, denn es war mittlerweile Zeit fürs Abendessen. Ein sehr gewaltiger Nieser ganz in seiner unmittelbaren Nähe, zwang den vielleicht intelligentsten aller Mutanten, sich zu dessen Ursprung umzudrehen. Es war natürlich Doktor Rodney Meredith McKay dafür verantwortlich gewesen, der kurz darauf abermals noch einige Male sehr kräftig hatte niesen müssen.

„Was sind das nur für komische Pflanzen dort drüben in der Ecke? Es kann nicht anderes sein, es muss an dieser neuen Dekoration in der Nähe meines Stammtisches hier, an der Nähe des Buffets liegen!“, nuschelte der Kanadier, während er sich seine gepeinigte Nase vorsichtig putzte.
Woraufhin Doktor Jennifer Keller, seine Ehefrau, die heute mal wieder mit ihm gemeinsam am Tisch saß, lächelnd erwiderte: „Dies ist vollkommen ausgeschlossen, mein Lieber! Hier, in diesem Raum, befindet sich nichts wogegen Du auch nur im Ansatz allergisch bist, Rodney!“
„Bist du dir da sicher, Jennifer?“
„Ja!“
„Aber es gibt einen Grund! Ich weiß es ganz genau! Ha, hatschi! Siehst du!“, klagte McKay erneut.

Allmählich aber so sicher und auch ratlos, schüttelte Keller den Kopf, dann erhob sie sich, und sagte: „Na schön! Dann ab mit Dir auf die Krankenstation!“
Als ob er nur darauf, auf diese Aufforderung, gewartet hatte, sprang der Kanadier sofort von seinem Stuhl auf, um mit eiligen Schritten seiner Frau in die medizinische Abteilung von der Trinitatis zu folgen.
Dadurch wurde vollkommen unerwartet dieser Tisch frei, welcher sofort von niemand anderes als Jack Dalton in Beschlag genommen wurde.

Kurz darauf meldete sich dann der Kontrollraum durch eine sehr dringende Funkmitteilung bei Doktor Hank „Beast“ McCoy, mit der Aufforderung sich schnellstmöglich eben genau dort einzufinden. Somit wurde abermals ein weiterer Tisch in der Cafeteria frei, der auch sogleich sehr schnell einen neuen Gast fand.

Krankenstation

Als die beiden Doktoren Jennifer Keller und Rodney McKay gemeinsam im medizinischen Bereich des Stadtraumschiffes auftauchten, trafen die beiden dort überraschenderweise auf Doktor Daniel Jackson.

„Ach, Sie sind auch mal hier!“, bemerkte der Kanadier leicht hämisch.
„Habe mir nur einige Schlaftabletten und etwas gegen meine Reiseallergie geben lassen“, stellte der Archäologe gegenüber dem Physiker sofort klar. Er verabschiedete sich noch kurz von der Chefärztin, dann machte er sich schon auf dem Weg zum Kontrollraum.

Kaum war Doktor Jackson verschwunden, ahnte Doktor McKay etwas, was er sofort aussprach: „Na klar, jetzt fällt es mir ein! Es muss an dem Essen liegen! Wer weiß, was die da in der Küche zusammengerührt haben?! Die wollen mich vergiften!“
„Papperlapapp! Jetzt bist Du erst einmal ruhig, sonst muss ich Dich ruhigstellen!“, warnte Doktor Keller fest entschlossen, worauf ihr Patient stumm mit einem ängstlichen Blick nickte und auch sofort keinen Mucks mehr von sich gab.

Kontrollraum

Es war einer der längeren Wege gewesen, den Doktor Hank McCoy innerhalb der Stadt hatte zurücklegen müssen. Doch nun war er endlich eingetroffen und erkundigte sich auch natürlich umgehend, weshalb nicht nur seine Anwesenheit, sondern beinahe die des gesamten Führungspersonals dieser Mission so dringend notwendig sei. Auch Doktor Daniel Jackson war kurz nach dem Leiter der Mission im Kontrollraum eingetroffen.

Was dann alle dann schließlich hier erfuhren, sorgte bei den meisten für ein seltsames Gefühl. Erstens war man endlich in einer guten Reichweite um mit dem eigenen an Bord befindlichen Sternentor die Stargate Command Base auf dem Mars anzuwählen, um endlich die Botschaften von der Destiny-Besatzung an die Angehörigen auf die Erde übermitteln zu können, was eine gute Nachricht war. Natürlich würde die Verbindung auf Grund der riesigen Entfernung nur für eine knappe Minute, vielleicht auch zwei halten konnten, doch die Übermittlung der zusammengestellten Daten war von hoher Priorität. Zweitens jedoch befand sich laut den Daten der Tiefraum- und Langstreckensensoren direkt vor ihrer Position, also genau im Orbit eines Planeten, den sie in ungefähr in ein paar Minuten nach dem Verlassen des Hyperraums erreicht haben würden, ausgerechnet ein Mutterschiff der Orici Adria. Dies war eine totale Überraschung, was nur einen Schluss zuließ, hier in dieser Galaxie musste es ein Supergate geben.

„Wir werden unseren Flug fortsetzen und planmäßig den Hyperraum im System dieses Planeten verlassen! Doch werden wir ein wenig früher aus dem Hyperraum kommen, und zwar in etwa hier, damit wir nicht direkt auf dem Schiff der Orici landen!“, legte Doktor McCoy mit dem Finger auf den Monitor deutend fest, was die sofortige Zustimmung von Doktor Jackson fand.
Denn Daniel sagte: „Die Anhänger von Adria sind ganz sicher nicht ohne Grund hier. Es ist anzunehmen, dass sie hier sind um die Menschen in dieser Galaxis zu missionieren. Doch sollten wir zunächst unsere aufgezeichneten Botschaften sowie alle Berichte von der Destiny-Besatzung an die Erde weiterleiten, Hank.“
„Ja, dies hat natürlich absolute Priorität, Daniel. Ist eventuell schon jemand hier im Raum, der ein Gläubiger von der Lehre der Orici Adria ist?“

Um ein Wurmloch zur Stargate Command Base aufzubauen, musste die Trinitatis aber zunächst den Hyperraum wieder verlassen, was von Doktor Hank McCoy auch schon in der nächsten Minute angeordnet worden war.


Sol-System
Novus-Kolonie Solon

Am äußersten Rande des Sternensystems in dem sich die Novus-Kolonie Solon befand, die die Besatzung der Trinitatis bereits auf ihrer Hinreise zur Destiny aufgesucht hatte, verließ das mächtige Stadtraumschiff der Antiker, wie von McCoy zuvor angeordnet, schließlich den Hyperraum.

Trinitatis, Kontrollraum

Umgehend nach dem Verlassen des Hyperraums wurde sofort die Stargate Command Base auf dem Mars in der heimatlichen Milchstraße angewählt, damit man schnellstens die gesammelten und vorbereiteten Daten von der Destiny-Besatzung sowie auch die eigenen Missionsberichte übermitteln konnte. Doch auf Grund der riesigen Entfernung würde man diese Wurmlochverbindung lediglich nur wenige Minuten aufrechterhalten können.

Auf dem großen zentralen Bildschirm des Kontrollraumes, wurden indessen mehrere sehr große Objekte, die eine starke und auch bekannte Energiesignatur aufwiesen, im Orbit des Planeten Solon angezeigt, als das erste Chevron des Stargates bereits eingeloggt war.



Leerer Raum zwischen zwei sehr, sehr weit entfernten Galaxien
Hyperraum
Destiny

Nach einem mehrstündigen, von Colonel Everett Young, verhängten Zwangsstopp der Mission, konnte das beunruhigende Problem der aktuellen Störung der Schiffssensoren unter Mitwirkung aller klügsten Köpfe an Bord der Destiny schließlich endlich behoben werden.
An deren schneller Lösung, waren einige Vertreter sowohl von der Erde, den Tok‘ra, der Luzianer Allianz, einigen Orici-Anhängern und auch von den Kolonien von Kobol beteiligt gewesen.

Laut den nun wieder sicheren Daten, die man jetzt wieder von den Sensoren empfing, würde man erstaunlicherweise nur noch drei relativ kleine Galaxien durchqueren, ehe man endlich das Ziel der langen Reise schließlich erreicht haben würde, nämlich das Zentrum des Universums, so wie es manche der Besatzungsmitglieder an Bord Zutreffenderweise schon bereits bezeichnet hatten.



Milchstraße
Sol-System
Erde, USA, Colorado, Cheyenne Mountain Complex
Homeworld Command
Ebene 27, General O‘Neills Büro

Zum Einen freute sich General Jack O‘Neill außerordentlich über ein Lebenszeichen von der Trinitatis. Aber dadurch, dass die Wurmlochverbindung nur sehr, sehr kurz gewesen war, konnte man nicht wirklich in einen echten Kontakt in Form eines Gespräches treten, wie General Jacques Nantes unter anderem in einer Videokonferenz bedauerte.
Aber man erfuhr dennoch etwas sehr enorm Wichtiges, nämlich den momentanen Aufenthalt einer Präsenz von einer wohl sehr starken Flotte der Orici Adria, die aber mittlerweile ja schon bereits seit einiger Zeit durch Myrddin entmachtet ist.



2. Destiny-Galaxie
Sol-System
Orbit der Novus-Kolonie Solon

Das Auftauchen der Trinitatis und der beiden BC-304er, der Hector und der Paris, sorgte bei dem hier in diesem System stationierten Orici-Mutterschiff für keine sonderlich große Beunruhigung, obwohl man im Falle einer potentiellen militärischen Auseinandersetzung eindeutig unterlegen war.

An Bord der Trinitatis und der beiden BC-304 Schlachtkreuzer, bemerkte man aber auch sehr schnell die unzähligen Trümmer- und Wrackteile, die in diesem Sonnensystem jetzt vorhanden waren. Hier hatte wohl seit ihrer letzten Anwesenheit eine unbeschreibliche heftige und weiträumige Weltraumschlacht stattgefunden.

Nach einer kurzen Analyse der gefundenen Wrackteile stellte man dann fest, dass es sich dabei um mehrere der Drohnenkontrollschiffe sowie natürlich auch von unzähligen derer gesteuerten Drohnen unterschiedlicher Bauarten handelte. Doch auch so einige Überreste der Jäger von den Orici-Mutterschiffen waren darunter zu finden. 

Orici-Mutterschiff, Brücke < > Trinitatis, Kontrollraum

Schon lange bestand Kontakt unter den beiden Flaggschiffen, denn man wollte den leichten Frieden zwischen den beiden Völkern wahren. Dies war nur allzu leicht verständlich, weil es ja auch an Bord der Trinitatis sowie ebenfalls auf der Destiny so einige und nicht wenige Menschen gab, die nach wie vor an die Lehre der Orici Adria glaubten.

„Wir sind natürlich hier, um den verirrten und bedrohten Menschen, die in dieser Finsternis und fernab jeglichen Lichtes sind, die einzigwahre Wahrheit zu verkünden!“, erklärte der Prior im feierlichen Tonfall, der nicht nur das Orici-Mutterschiff steuerte und kontrollierte, sondern auch die Truppen, die sich darauf befanden.
„Was ist mit den Menschen, die sich dem verweigern werden, also sich nicht der Lehre anschließen wollen?“, fragte Doktor Hank McCoy mit verständlicher Besorgnis in seiner Stimme.

Zunächst war ein langes Schweigen die Antwort. Eine Antwort, die so einige Minuten anhielt, bevor der Prior dann endlich antwortete, denn er sagte: „Sie werden natürlich immer wieder von unseren Aposteln, gläubigen, frommen Frauen und Männern, die dem Pfad des Lichtes folgen, immer wieder angesprochen und eingeladen werden…“
„Aha“, hakte sich nun Doktor Daniel Jackson unterbrechend ein, „kommt mir irgendwie bekannt vor. Wir machen uns natürlich auch um all die Menschen in dieser fernen Galaxie hier, sehr große Sorgen, da sie die Nachkommen…“
Nun unterbrach hingegen der Prior: „Dies ist mir bekannt, dass sie die Nachkommen von Menschen, die von der Erde stammen, oder vielmehr einer alternativen Besatzung des alten Schiffes der Antiker sind. Zu diesem seit Ihr doch unterwegs, nicht wahr?“
„Wir sind soeben auf der Heimreise, haben aber auf der Reise hin zur Destiny den Menschen in dieser Galaxie eines versprochen, nämlich jene noch einmal aufzusuchen!“, erklärte McCoy mit nun einer viel ruhigeren Stimme.

Nach wenigen Sekunden eines erneuten Schweigens, meinte der Prior dann nur noch: „Ich verstehe. Aber untersteht Euch gegen unsere Bemühungen, diesen vielen Menschen den wahren Pfad zu zeigen, vorzugehen!“
„Solange Ihr diese Menschen nicht bedroht oder dergleichen, und sie sich frei entscheiden können - sehen wir dafür keine Notwendigkeit!“, mahnte Daniel, der die ausgesprochene Warnung verstanden, doch direkt selber eine in Richtung des Priors ausgesprochen hatte.

Als Zeichen des Verstehens nickte der Prior erst einmal nur, dann sprach er: „So sei es!“

Danach wurde die Verbindung beendet.

Trinitatis
Puddle Jumper Hangar

Die ganze Zeit über bereits, war man schon an Bord von insgesamt 12 Puddle Jumpern mit sämtlichen Vorbereitungen beschäftigt gewesen, die die bereits abgestellten Teams zu verschiedenen Siedlungen und Städten auf Solon führen sollten. Deswegen war man auch sehr schnell einsatzbereit.
Alle Missionsteilnehmer hatten ihre Plätze eingenommen. Das Dach des Hangars öffnete sich schließlich, kaum dass der letzte Teilnehmer sich gesetzt hatte. Kurz darauf erhoben sich die Fluggeräte von ihren Liegeplätzen und flogen gen und dann durch die Öffnung.

Kontrollraum

Auf den Bildschirmen wurde die laufende Mission unten auf Solon mithilfe von Bodycams überwacht, die das Ziel hatte, erneut die Menschen dort unten einzuladen auf die Trinitatis zu kommen, die unterwegs nachhause zur Erde in die Milchstraße war. Zudem machte sich der Führungsstab um Doktor McCoy, insbesondere Doktor Jackson, große Sorgen darüber inwieweit die durchaus auch sehr fanatischen Orici-Missionare auf Solon und den anderen Kolonien von Novus wohl agiert hatten.

Ein entscheidender Grund dafür, die Reiseroute in dieser Galaxie noch einmal einer genauen Prüfung zu unterziehen, und gegebenenfalls den bisherigen geplanten Kurs zu korrigieren. Auch musste man stets damit rechnen auf weitere Schiffe der Orici zu treffen, die sich in den Systemen der Novus-Kolonien und wohl auch der neuen Heimatwelt der beiden Staaten, Tenera und Futura auf Novus, offenbar als Retter vor den Drohnen den Menschen dort zu präsentieren.

„Zumindest ist die Evakuierungsflotte der Novianer nicht wirklich davon betroffen. Das hoffe ich zumindest doch sehr“, seufzte Daniel Jackson.
Kaum hatte er ausgesprochen, meldete sich auch schon Rodney McKay mit: „Ach ja, wir wollten doch noch diese Flotte aufsuchen, Doktor McCoy!“, erinnernd zu Wort.
„Ich habe dieses Ihnen gegebene Versprechen meinerseits, was ich auf den Flug hin zur Destiny getätigt hatte, natürlich nicht vergessen, Doktor McKay! Doch müssen wir uns zunächst, um all die anderen Menschen in dieser Galaxis kümmern!“, antwortete der Leiter der Trinitatis-Mission, worauf natürlich der immer noch, von einer unbekannten Ursache geplagte, leicht schniefende Kanadier eine sehr trotzige Miene aufsetzte.



Milchstraße
Sol-System
Erde
Nordamerika, USA, Washington D.C.
Haus von Maryann Wallace

Kurz nachdem es an ihrer Tür in nur sehr kurzer Zeit beinahe schon penetrant in einem kurzen Abstand mehrere Male geklingelt hatte, war Maryann Wallace, die Mutter von Eli Wallace, dann doch schließlich endlich aufgesprungen.
Als sie die Tür geöffnet hatte, traute sie ihren Augen nicht, denn vor ihr stand niemand geringeres als General Jack O‘Neill. Allerdings war der Leiter des Homeworld Command momentan alleine unterwegs, und zudem auch noch in durchschnittlicher ziviler Kleidung. Deshalb gab es wohl auch keine Spur von seiner Adjutantin Major Lauren Perry.

„Was gibt es denn, Jack?“
„Es gibt so einige Neuigkeiten, die Sie vermutlich sehr interessieren werden“, lautete die schnelle Antwort, „denn wir haben vor wenigen Stunden eine Vielzahl von Botschaften der Destiny-Besatzung, über die Stargate Command Base auf dem Mars, von der Trinitatis erhalten. Eine davon ist für Sie.“
„Eli!“, entfuhr es Maryann, deren Herz heftig zu pochen begann. Kurz darauf bat sie den Besucher herein.

Als er ins Wohnzimmer trat, musste O‘Neill feststellen, dass er gerade nicht der einzige Gast in diesem Hause war, sondern dass auch Sharon Walker, die Lebensgefährtin von Camile Wray ebenfalls hier war.

„Gut. Das verkürzt ein wenig meine Runde, Miss Walker. Denn auch für Sie habe ich eine Botschaft dabei!“, meinte General O‘Neill erfreut, der schließlich mit seiner linken Hand noch zügig einen zweiten beschrifteten und markierten USB-Stick aus seiner linken Jackentasche hervorzog, während er den zweiten Satz aussprach. „Hier, Miss Walker! Ich geh dann mal auch gleich wieder.“

„Sie bleiben nicht?“
„Nein. Der Inhalt dieser Botschaften ist nun doch wirklich vollkommen privat! Außerdem muss, will ich noch ein paar, genauer gesagt, noch zwei weitere Botschaften persönlich überbringen. Nämlich eine davon geht noch an Emily Young, und die andere an unsere Präsidentin Armstrong“, antwortete Jack mit einem verschmitztem Lächeln auf die Frage von Maryann.

Kaum war General O‘Neill aus der Tür getreten und auf dem Weg zu seinem Wagen, da holten die beiden neugierig gewordenen Frauen auch schon schnell ihre Computer hervor, denn sie wollten natürlich sofort die Inhalte der überbrachten USB-Sticks erfahren. Dass es eindeutig persönliche Botschaften seien, dies hatte ja Jack schon verraten, doch was es genau für welche waren, damit hatte der Leiter des Homeworld Command nicht herausgerückt.

Haus von Maryann Wallace
Wohnzimmer

Um nicht doch noch irgendwie wieder von irgendetwas abgelenkt zu werden, setzten sich natürlich beide, Maryann Wallace und Sharon Walker, ihre Kopfhörer auf. Somit waren beide wirklich ungestört. Tauchten somit ab in eine eigene kleine Welt.

Eine gewisse Unsicherheit und somit auch Nervosität trugen beide selbstverständlich tief in sich, denn war es die lang erhoffte eine Ankündigung der baldigen Rückkehr oder war es gar ein letzter Gruß von der Mitte des der Menschheit bekannten Universums, den man schon so lange befürchtet hatte.

Mit zittrigen Fingern bewegte Maryann Wallace die Maus auf die eine neue Datei des mobilen Datenträgers zu, wo der Name ihres Sohnes stand. Es gab noch zwei weitere Dateien auf dem USB-Stick. Auf einer davon stand der Name von Colonel Everett Young und auf der anderen der von Doktor Nicholas Rush.
Doch sie wollte natürlich zunächst endlich erfahren, was ihr Sohn Eli ihr mitzuteilen habe, und klickte daher auch jene schließlich an.

Ein neues Fenster öffnete sich, der zugleich mit einem beigefügten Vermerk den Beginn des aufgezeichneten Videos ankündigte. Ihr Sohn Eli Wallace war durch ein Bild, schon bereits vor der eigentlichen Wiedergabe der Aufzeichnung zu sehen. Die Frau zögerte noch einige Sekunden, dann startete sie das Video dann doch, welches eindeutig an Bord der Destiny, und zwar auf dem Observationsdeck, aufgezeichnet worden war.

„Hi, Mom! Ich bin es Eli. Sieht man ja, nicht wahr!?“, sagte der junge Mann, der dabei offenbar mehr als nur gutgelaunt in die Kamera winkte.

„Hallo Eli!“, flüsterte Maryann, die ebenfalls instinktiv einmal kurz zurückwinkte, obwohl sie wusste, dass es nur ein Video war.

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Dies war es auch schon mit der 7. Staffel von Odyssee Smile . Am nächsten Sonntag, den 08.02.2026, geht es dann mit der 8.Staffel los, womit wir dann auch schon fast wieder in der Spur sind... Rolleyes bis es dann am 22.02.2026 mit den Folgen losgeht Angel , die von dieser Staffel nicht im alten Forum veröffentlicht wurden.
Zwischen den ersten vier Folgen von Staffel 8 lasse ich dann aber jeweils einige Tage Pause Shy 
Weitere Informationen gibt es dann, wenn die 8.Staffel am kommenden Sonntag wieder anfängt Angel