[SG/Multi-Crossover] Odyssee
#41
Odyssee
Folge 6.02 - “Eine lange Reise, Teil 1”

Andromeda-Galaxie
Heimatkolonie der Zylonen

Die Zylonen arbeiteten nach wie vor mit Hochdruck daran die verlorene Spur der Flotte von der Galactica wieder aufzunehmen, denn man wollte unbedingt das Kind Hera wieder zurückhaben. Doch dies war nicht so einfach, weil sich die Zylonen momentan nach wie vor in einer Art von Bürgerkrieg befanden. Dieser Konflikt wurde zwischen den beiden verfeindeten Gruppen, der ersten bestehend aus der Einsern, Vierern und Fünfern, inklusive der Acht Boomer, und der anderen, die sich aus den Zweiern, Sechsen und Achten, ausgetragen.

„Wir müssen uns beeilen, und zwar bevor die Galactica noch weiter in den Tiefen dieser Galaxis oder des Universums verschwindet“, wusste einer der Dorals.
„Glücklicherweise haben wir eine Art von einer Duftspur“, begann einer der Simons, „denn wir haben eine spezielle Form von einer chemischen Signatur aufgefangen, die von einem ihrer Raffinerieschiffe stammen muss…“
„Dann mal los! Sprecht mich aber erst wieder an, wenn Erfolge, Resultate auf dem Tisch liegen“, verlangte ein Einser, der das Thema Galactica endlich ein für alle Mal abhaken wollte.



Entfernte Galaxie
Destiny, Stargate-Raum

Gerade eben war wieder ein weiteres Erkundungsteam von einer Mission durch das Stargate an Bord zurückgekehrt. Man hatte die ersten gewonnenen Eindrücke, die ihnen ein zur Aufklärung bestimmtes fliegendes Auge vermittelt hatte, bestätigen können.

„Gut. Ich will, dass sich so viele der übrigen Teams und auch andere Leute bereitmachen und dann schnellstmöglich durch das Tor aufbrechen, weil wir vor allem frisches Wasser und weitere frische Vorräte, wie Obst und Gemüse immer sehr gut gebrauchen können!“, verfügte Colonel Young.

Nur eine Viertelstunde später ging auch schon eine große Mannschaft, angeführt von Colonel Telford, durch das Sternentor.

„Es war eine gute Entscheidung, da wir hier immerhin noch volle drei Tage in diesem Planetensystem bleiben werden“, murmelte Doktor Rush, „und gebt mir Bescheid, wenn unsere Leute etwas wirklich Interessantes auf diesen Planeten finden sollten!“



Hyperraum
Trinitatis, Cafeteria

Doktor Hank McCoy, der die Mission zur Destiny anführte, war immer wieder aufs Neue erstaunt über die überwältigende Technologie, die Trinitatis beherbergte. Er war, obwohl er bereits zahlreiche Berichte des Stargate-Programms gelesen hatte, seitdem es publik geworden war, jedes Mal aufs Neue fasziniert von den technischen Möglichkeiten, die Trinitatis bot. Doch hatte man momentan leider keine Zeit alles zu erkunden, weil man sich in erster Linie auf die Mission zur Destiny zu konzentrieren hatte.

Es dauerte aber nicht lange, da erschien auch schon Doktor Daniel Jackson mit einem Tablett bei ihm, dem Leiter der Trinitatis-Mission, am Tisch. Der Archäologe brauchte nämlich eine kleine Pause, denn das stundenlange und konzentrierte Durchforsten der Datenbank dieser Stadt war enorm anstrengend, zumal sich auch noch Doktor Rodney McKay gleichzeitig im Kontrollraum aufhielt.
Der Kanadier seinerseits schien sich mal wieder über auch nur jeden auch noch so kleinen Fehler seiner Wissenschaftskollegen in seinem Umfeld aufzuregen, ein Umstand, den das langjährige SG-1-Teammitglied irgendwann nicht mehr ertragen konnte.

Darüber unterhielt er sich natürlich auch mit Hank, der versprach sofort sich darum schnellstmöglich zu kümmern.

Kontrollraum

Derweil hatte sich Rodney vorübergehend mal wieder ein weiteres Mal beruhigt. Er sah sich gerade wieder einmal diese ganz speziellen Daten an, die ihm zeigten wie schnell man mit diesem Raumschiff durch das Universum reiste.

„Ja, ja“, nuschelte McKay ganz leise vor sich, gerade mal so laut, dass niemand ihn verstehen konnte. Er murmelte immer noch schwer verständlich weiter vor sich hin: „Ich werde mit meinen Kalkulationen Recht haben. Alle paar Galaxien eine Pause… bei gleicher Reisegeschwindigkeit… dann wären wir in ungefähr drei Monaten am Ziel…“



Andromeda-Galaxie
Galactica-Flotte
Battlestar Galactica

Der lang erwartete Prozess wegen Verrates gegen den ehemaligen Präsidenten Doktor Gaius Baltar war erst vor wenigen Stunden beendet worden. Doch sofort nach der Urteilsverkündung war ein heftiger Tumult in dem Raum ausgebrochen, welchen die dort abgestellten Marines von Admiral William Adama glücklicherweise schnell unter Kontrolle bringen konnten. Denn der Angeklagte war zum Schrecken vieler Flottenangehöriger für Nicht Schuldig befunden worden.

„Die Nachricht vom Ergebnis des Urteils, wird sich nicht nur dank der Presse, schon sehr bald in der ganzen Flotte sehr schnell verbreitet haben“, wusste Präsidentin Laura Roslin, die Seite an Seite mit dem Kommandeur der Galactica zum CIC schritt. Jenem war klar, dass sie besonders auch hier an Bord der Galactica mit so einigen Unruhen zu rechnen hatten.
„Ich werde Baltar bis auf Weiteres wohl hierbehalten müssen, oder er muss auf ein Schiff, welches ihn aufnehmen würde…“
„O ja. Mir fallen da spontan eine handvoll Schiffe ein“, witzelte Roslin.

Durch diesen Witz, versuchte Laura die Realität ihrer erst kürzlich wieder zurückgekehrten Krebserkrankung, zumindest für eine gewisse Zeit zu verdrängen wollen. Doch lange würde ihr momentaner stabiler Zustand leider nicht mehr anhalten. Es standen ihnen allen innerhalb der Flotte wieder einmal sehr schwierige Zeiten bevor, besonders der gerade erst entlastete und für Nicht Schuldig gesprochene Doktor Gaius Baltar würde abermals für massive Probleme sorgen, dieses Gefühl spürte die Präsidentin bereits instinktiv in ihren Knochen.

Einer Gruppe von vier zurückgekehrten Marines hatte Admiral Adama gerade eben gemeldet, dass man den stark in seiner Sicherheit gefährdeten Anwalt Romo Lampkin erfolgreich ohne Zwischenfälle, zu seinem neuen Quartier, auf ein anderes Schiff gebracht hatte. Dies war ein Teil seines Honorars dafür gewesen, das er bekommen hatte, weil er den Fall von Doktor Gaius Baltar übernommen hatte.

„Wenigstens noch einer der Wenigen, der glücklich sein wird“, brummte der Befehlshaber der Galactica mit seiner heiseren Stimme, die ihm einst seinen Kampfnamen „Husker“ eingebracht hatte. „Doktor Cottle wird sie morgen, wie vereinbart untersuchen und mit der erneuten und bewährten Behandlung beginnen, damit sie uns noch sehr, sehr lange erhalten bleiben… zumindest wenigstens solange bis wir endlich die Erde gefunden haben, oder auch zur nächsten Präsidentschaftswahl der Flotte…“
„Sehr witzig, Bill“, hustete Laura lachend.


Hyperion-Flotte
Battlestar Hyperion, Krankenstation

Im Eilschritt war Admiral Alexander Korfu nach dem Erhalt der aktuellsten Neuigkeit, vom Combat Information Center aus, losgeeilt. Völlig außer Atem kam er schließlich an seinem Ziel an.

Die behandelnde Ärztin nickte dem Admiral mit dem Worten: „Er ist ansprechbar, aber übertreiben Sie es nicht, Sir!“, zu.
„Präsident Adar.“
„Ja“, stöhnte der Angesprochene matt.
„Ich bin Admiral Alexander Korfu. Sie befinden sich auf der Krankenstation an Bord der Battlestar Hyperion. Die Ärztin, Doktor Cahill, hat Ihnen bestimmt schon ein paar wenige Informationen gegeben.“
„Hat sie. Ich weiß nur noch von einer Explosion. Doktor Cahill hat mir gesagt, dass ich wohl seitdem im Koma gelegen habe.“
„Das entspricht leider der Wahrheit. Sie lagen etwas mehr als über zwei Jahre im Koma. Außerdem befinden wir uns auch schon eben so lange auf der Flucht vor unserem Feind, der uns immer wieder im Nacken sitzt. Es war ein brutaler Angriff der Zylonen, die uns offenbar überrascht hatten. Unsere Kolonien auf den zwölf Welten sind komplett zerstört worden. Unsere Flotte besteht aktuell aus drei Kampfsternen und achtundzwanzig zivilen Schiffen mit insgesamt über 19.300 Menschen…“
„Ist nicht gerade viel, Admiral.“
„Für wahr. Wir hatten leider, wie schon vom mir erwähnt, immer wieder Begegnungen mit den Zylonen gehabt, wobei wir immer wieder erneut Verluste hinnehmen mussten.“

Während Admiral Korfu sprach, begann Präsident Adar stark am ganzen Körper zu zittern, weswegen Doktor Cahill energisch mit einem: „Das reicht jetzt erst einmal!“, einschritt.

„Passen sie gut auf unseren Präsidenten auf und informieren sie mich sofort wieder, sobald er wirklich für längere Zeit stabil ist, Doktor!“
„Jawohl, Sir.“


Galactica-Flotte
Battlestar Galactica

Seit seiner Entlassung aus der Brig und der Entgegennahme seiner wenigen verbliebenen privaten Habseligkeiten, war Doktor Gaius Baltar minutenlang mit einer Kiste, worin sich eben seine übrigen persönlichen Sachen befanden, alleine durch die Korridore des Kampfsterns geirrt, bis er auf eine Gruppe von drei Frauen getroffen war. Diese wollten ihm allerdings nichts tun, sondern brachten den Freigesprochenen, in eine rote Decke gehüllt, in ein freies Abteil. Jenes war von den dortigen Bewohnern schon vor Monaten sehr gemütlich eingerichtet worden, und würde viele Menschen auf der Erde an die Hippiebewegung der 60er Jahre erinnern.
Doch schienen diese Leute, zu denen Baltar nun gebracht worden war, ihn in einer Art von Kult zu verehren. Der ehemalige Präsident war der Verzweiflung nahe, obwohl ihn die Sechs, die ihn seit dem Fall der Kolonien erschien, abermals vehement ermahnen musste seine Rolle endlich anzunehmen. Diese Sechs hatte sich ihm einst offenbart, und zwar als ein Engel des einzigwahren Gottes, den auch die Menschen verehren und natürlich dienen sollten.

Battlestar Galactica, CIC < > Brig

„Die Zylonin, die Baltar Caprica-Sechs nennt, will mit Ihnen sprechen, Sir“, teilte einer der eingetretenen Marines Admiral Adama mit. Als der Soldat dann auch noch auf Nachfrage seines Vorgesetzten mitteilte weshalb, verließ der Befehlshaber der Galactica schließlich mit schnellen Schritten das Combat Information Center, um sich auf den Weg in den Gefängnisbereich seines Schiffes zu machen.

Endlich hatte William Adama die dort in einer Zelle untergebrachte Zylonin erreicht.

„Sie wollten mit mir sprechen, es soll angeblich um die Sicherheit der Flotte gehen“, begann der Admiral, dem die akute Anspannung anzumerken war.
„Zunächst einmal will ich Ihnen für ihr Kommen danken, Admiral Adama“, erwiderte Caprica-Sechs. „Das stimmt, es geht um die Sicherheit ihrer Flotte. Die anderen Zylonen folgen ihrer Spur in einem sicheren Abstand, weil ihr Raffinerieschiff die Signatur einer Art von Strahlung aufweist. Wenn Sie diesen Fehler nach meinen Anweisungen beheben, können die anderen Zylonen diese Flotte nicht mehr weiter verfolgen.“
Nachdem die Gefangene gesprochen hatte, sah der Befehlshaber der Galactica jene noch einige Sekunden prüfend an, dann verließ er wieder die Zelle, ergriff den Hörer um dieser Sache einer potentiellen und bislang noch nicht wahrgenommen Gefahr auf den Grund zu gehen.

Battlestar Galactica, Steuerbordflugdeck

Nicht nur von der Galactica aus war eine große Anzahl von Raptor gestartet, sondern auch von den anderen Kampfsternen in der Flotte. Diese Raptor hatten den Einsatzbefehl erhalten die eigene Flugroute zurückzuverfolgen, um schnellstmöglich in Erfahrung zu bringen, ob Caprica-Sechs die Wahrheit gesagt hatte.


Hyperion-Flotte
Battlestar Hyperion, Krankenstation

Der Zustand des letzten Präsidenten der 12 Kolonien von Kobol hatte sich im Verlaufe der nächsten 24 Stunden erfreulicherweise endlich soweit stabilisiert, dass er schließlich die Kraft für die Wahrnehmung erster Termine auch die erforderliche Ausdauer und somit auch nötige Zeit hatte. Es gab so manches Wichtige zu besprechen, wofür Richard Adar als erfahrender Staatsmann genau der Richtige schien. Aber ihm wurde insbesondere von Doktor Cahill schonend erklärt aber auch eingeschärft, dass seine Amtszeit bereits seit etwa anderthalb Jahren abgelaufen war.

„Ich fühle mich mittlerweile gut genug für eine weitere Amtszeit, die ich ja auch angestrebt habe“, erklärte und versicherte Richard Adar feierlich in einem Gespräch mit einigen Politikern und anderen wichtigen führenden Persönlichkeiten der Hyperion-Flotte, die von Doktor Cahill und Admiral Korfu die Erlaubnis erhalten hatten, die Krankenstation für eine kleines Gipfeltreffen zu betreten.

Nach einer kurzen darauffolgenden Beratung und der anschließenden Abstimmung aller politisch aktiven und wirtschaftlichen Personen innerhalb der Flotte, war Richard Adar, wegen seiner bereits bekannten langjährigen Erfahrung von fast allen Leuten des Rates der Flotte zum neuen Interimspräsidenten der Hyperion-Flotte gewählt worden.

Battlestar Hyperion, Offiziersmesse

Derweil nutzte Admiral Alexander Korfu die momentan ruhige Phase für eine Unterredung mit den Befehlshabern sowie anderer führender Offiziere von den anderen Kampfsternen, denn er wollte die bereits bestehende und sehr aktive Suche nach einen bewohnbaren Planeten für die Überlebenden Menschen seiner Flotte ein weiteres Mal verstärken. Dafür benötigte er die meisten Raptor, um einen größeren Bereich absuchen zu können.


Zylonenflotte

Wie eine Schlange, die zielsicher der Duftspur ihrer ahnungslosen und stets nervösen Beute folgte, so folgte auch die große abgestellte Flotte der Zylonen, die aus fünf Basisschiffen und einem Auferstehungsschiff und mehreren Hilfsschiffen bestand, der Reiseroute der Flotte, die von der Galactica, der Pegasus und auch seit einiger Zeit von allen Kampfsternen der Nyx-Flotte beschützt wurde.

Für die meisten der Einser stand es eindeutig und klar fest, man wollte das Kind Hera Agathon um jeden Preis wiederhaben. Aber auch hinter allen der noch verbliebenen rebellischen Zylonen, bestehend aus sämtlichen Zweiern, Sechsen und Achten sowie Ellen Tigh plus einem der Brüder Cavil, der bei Samuel T. Anders als Seelsorger oder Priester mit in der Widerstandsgruppe auf Caprica gewesen war, war man genauso hinterher, wie auch den Letzten Fünf.
Die Fraktion um Cavil wusste aber auch, dass sich an Bord des geborgenen alten Antikerraumschiffes noch genügend Zylonen von allen Modellen befanden, die von dem aktuellen Geschehen in diesen Teil des Universums nichts wussten. Dennoch ging es den Cavils ums Prinzip, zumal der eine Cavil über ein für sie alle sehr, sehr gefährliches Insiderwissen verfügte.


Heimatkolonie der Zylonen

Auch im Zentrum des Imperiums der Zylonen dachte man über die weiteren nächsten Schritte nach. Einer der Cavils hoffte auf seine Lieblingsacht, Sharon „Boomer„ Valerii.
Die anderen Zylonen, die Vierer und Fünfer hatten konkretere Ziele, nämlich den Planeten, von dem die Acht Sharon Satterfield stammte, anzugreifen und die dortigen Menschen auszulöschen.

„Na schön. Wir werden auch in Kürze eine Flotte, ach was sage ich, wir werden eine Armada dorthin entsenden, zu diesem Planeten von der die Acht Sharon Satterfield stammt, obwohl mir nicht ganz wohl bei der Sache ist. Denn wir sind mit der menschlichen Plage in diesem Teil des Universums noch nicht einmal ganz fertig, und dennoch suchen wir uns schon bereits den nächsten Schauplatz, wobei und wofür wir unsere Streitmacht abermals aufteilen müssen und werden. Ich hoffe aber mal ganz stark, dass sich das Wiederauferstehungszentrum mittlerweile an einem neuen Standort befindet.“
„Schon seitdem wir in dieser Sitzung sind, Bruder.“
„Sehr gut. Zumindest mal etwas Positives.“



Milchstraße
Sol-System
Erde
Homeworld Command, O‘Neills Büro

Die Papiere und Akten stapelten sich mal wieder nicht nur auf einem ganz bestimmten Schreibtisch, sondern ebenso auch auf einigen Schränken, was dazu führte, dass General Jack O‘Neill immer mehr an den eigenen Ruhestand dachte.

´…ich war ja schon einmal im Ruhestand, dann auch einmal alt genug gewesen, um mein eigener Großvater zu sein…´, grübelte der Leiter der Einrichtung so in Gedanken ganz still vor sich hin.

Urplötzlich zuckte Jack dann schließlich zusammen, denn er war so in Gedanken versunken gewesen, dass er beinahe Captain Lauren Perry nicht bemerkt hatte, die ihn erneut einige weitere wichtige Unterlagen in sein Büro hereingebracht hatte.

Die verlässliche Adjutantin und Soldatin war darauf nur sehr kurz draußen gewesen, da stürmte sie auch schon wieder zum Büro des Generals herein.

„Oh mein Gott, Captain! Was soll das denn? Wegen Ihnen kriege ich noch eines Tages einen Herzinfarkt!“, japste Jack O‘Neill vollkommen erschrocken, wobei sein Tonfall einen leichten tadelnden Tonfall hatte.
Schnell kam Lauren Perry auch schon zur Sache, denn es gab erfreulicherweise sehr gute Nachrichten.
„Dann bin ich mal schnell auf der Krankenstation! Der Papierkram kann da mal warten!“, bemerkte der General, der von seinem Stuhl aufsprang und an seiner Adjutantin vorbei stürmte.

Homeworld Command, Krankenstation

Nach dem Verlassen des Fahrstuhles ging weiter. Weiter zu dem Ziel. Dabei auf Schritt und Tritt von seiner verlässlichen Adjutantin gefolgt, betrat der General den Bereich der Intensivpatienten auf der Krankenstation.
Vor dem einen Patienten, der wenigen Patienten hier im Raum, hatten sich viele Mutanten versammelt, denn hier lag schon seit langer Zeit Professor Charles Xavier.

„Wie geht es Ihnen?“
„Besser. Ich hatte nämlich eine sehr gute Führerin“, antwortete der Professor, der dabei Doktor Jean Grey mit einem gütigen Lächeln im Gesicht anschaute.
Die rothaarige Frau lächelte leicht verlegen zurück, und sagte dabei: „Ich hatte eben einen sehr guten Lehrer.“

Odyssee
Folge 6.03 - “Eine lange Reise, Teil 2”

Entfernte Galaxie
Hyperraum
Destiny, Brücke

Wie so oft, wenn nichts Besonderes auf einer fremden Welt entdeckt worden war, die erkundet wurde oder sich die Destiny, wie soeben im Hyperraum befand, saß Doktor Rush an einer Konsole, während es sich Colonel Young auf dem Stuhl des Kommandanten bequem gemacht hatte und dabei den Wissenschaftler nicht aus den Augen ließ. Denn Everett würde trotz allen weiterhin jede auch nur so kleine Arbeit von Nicholas von Eli bis ins kleinste Detail überprüfen lassen.

Alle an Bord wussten, dass sie sich immer weiter dem Ziel unaufhaltsam näherten, weil das Signal im Hintergrund, weswegen die Destiny einst vor Millionen von Jahren gebaut und losgeschickt worden war, von zeit zu zeit stärker und klarer zu werden schien. Dies war ein Grund, warum Eli erneut damit beauftragt worden war zu berechnen, wie lange ihre Reise denn noch dauern würde.

Destiny, Hydro-Kuppel/Garten

Die Kuppel bestand schon seit einiger Zeit schon nicht mehr nur aus einer kristallinen und metallenen Struktur, sondern auch aus einem installierten Schutzschild. Zurzeit hielten sich gerade MacGyver, Pete und Jack darin auf, weil sie am heutigen Tage an der Reihe waren die Pflanzen zu pflegen und zu wässern. Eine Arbeit, die nur einen nicht zusagte, nämlich Dalton, der sich mal wieder zurück auf die gute alte Erde und seinen immer noch nicht erfühlten Träumen wünschte.

Bei der Gartenarbeit blühte Pete geradezu jedes Mal aufs Neue auf. Somit war er auch abgelenkt, doch nur solange bis Jack mal wieder bemerkte, dass sie drei und auch alle anderen an Bord der Destiny nie wieder heimkehren könnten.

„Also gut, das reicht jetzt!“, schaltete sich Mac schimpfend ein, „Wir werden sicher und ganz bestimmt einen Weg finden, wieder nach Hause auf die Erde zu gelangen!“
„Deine Worte in Gottes Ohren!“, seufzte Jack matt.
„Es reicht jetzt, Dalton! Noch ein Wort und ich buddle dich hier irgendwo ein!“, drohte Pete jetzt ebenfalls akut genervt, dem das Thema aber ebenfalls ab und wann beschäftigte.



Entfernte Galaxie
Trinitatis, Stargate-Raum

Die Trinitatis hatte soeben plangemäß den Hyperraum verlassen. Somit war Zeit für eine weitere Mission. Aber nicht durch das Stargate, sondern mit Hilfe eines Puddle Jumpers ins nahegelegene Sonnensystem. Dabei stand schon eines fest, Hank McCoy würde es sich nicht nehmen lassen an dieser Mission persönlich teilzunehmen. Erst vor wenigen Stunden hatte er ein sehr ernstes Wort mit Rodney McKay geredet, nämlich die anderen Wissenschaftler nicht mehr weiter wegen Fehlern abzukanzeln, da man nur daraus lernen könne. Dies war für den Physiker eine der unangenehmsten Erfahrungen seines Lebens und seiner Karriere gewesen, denn von Hank McCoy, genannt Beast, ging wegen seines blauen zotteligen Aussehens eine ganz besondere Ausstrahlung aus. Um wirklich sicher zu gehen, hatte der Leiter der Expedition beschlossen den Kanadier mitzunehmen.

„Wieso denn ausgerechnet mich?“
„Weil natürlich jemand den Jumper bedienen und fliegen muss, und das sind dieses Mal, Sie!“, verfügte McCoy, der dabei auf McKay deutete.



Andromeda-Galaxie
Raptor-Geschwader der Galactica-Flotte

Die zu diesem Zeitpunkt, noch zehn von den dreißig ausgesandten Aufklärungsraptor wagten sich mit dem nächsten FTL-Sprung noch ein großes Stück weiter, auf der bisherigen zurückgelegten Route der Galactica-Flotte, zurück. Es war ein sehr riskanter Einsatz für alle Frauen und Männer, die an diesem Einsatz teilnahmen. Dabei wurde die Gefahr stetig größer, denn durch jeden erneuten Sprung könnte man tatsächlich durchaus wieder auf die Zylonen zu treffen. Zudem wurde das Geschwader mit jeden Punkt, der eine FTL-Koordinate markierte, erneut um zwei weitere Raptor kleiner, weil an jedem dieser Sprungkoordinaten ein Paar, also zwei Raptorbesatzungen den Befehl hatten, zur weiteren Aufklärung zurückzubleiben. Doch bislang waren sie noch auf keine Zylonen getroffen, die der Flotte der Galactica eventuell folgen könnten, wie es Caprica-Sechs verraten hatte.

Gerade eben hatte das verbliebene Geschwader der Raptor von der Galactica-Flotte wieder einen FTL-Sprung, mittlerweile den siebten erfolgreich abgeschlossen.
Sie befanden sich nun in einem Asteroidenfeld. Wie üblich wollten sie untereinander auslosen, wer als Aufklärer vor Ort verbleiben sollte.

Doch dazu kam es nicht, denn ein Alarmsignal und mehrere Kontakte auf dem DRADIS, ließen nicht nur Racetrack und Skulls zusammenzucken. Die beiden Raptorbesatzungen der Kolonialen hatten Glück, weil sie kurz nach ihrer Ankunft im Asteroidenfeld ihre Energie soweit reduziert hatten, so dass sie von den Zylonen nicht bemerkt wurden.

„Ich habe so etwas doch geahnt. Verflucht!“, zischte Racetrack, die aufmerksam, wie alle anderen Menschen auch, beobachtete um wie viele Schiffe der Zylonen es sich hier handelte.



Milchstraße
Sol-System
Erde
Homeworld Command, O‘Neills Büro

Die neuesten Gutachten, die man vor einiger Zeit in Auftrag gegeben hatte, lagen endlich vor. Die Ergebnisse waren ernüchternd, weil viele der BC-304er wohl in der nächsten Zeit aus dem Dienst genommen werden müssten. Der Grund dafür war natürlich das viele fehlende Geld, welches für die Ausgaben der dringenden aktuellen Reparaturen benötigt werden würde, vom IOA aber, lieber gleich in den Bau der neuen Schiffe investiert werden würde.

Mit einem müden Blick sah sich General O‘Neill die Liste der Schiffe an, die kurz davor standen, wohl in naher Zukunft endgültig stillgelegt zu werden.

‚Das wird Sam und auch Steven aber nicht besonders gefallen, wenn ich mir hier die Infos so anschaue‘, wusste Jack, weil unter anderem auch die George Hammond und die Daedalus auf der Liste der möglichen Streichungen standen. Es waren aber beides sehr verdiente Schiffe innerhalb Flotte, die an den vielen zahlreichen, gefährlichen Einsätzen und Schlachten, und damit im Kampf gegen zum größten Teil übermächtige Feinde teilgenommen hatten.

„Vermutlich hat Carter es schon geahnt, als sie die Concordia bekommen hatte“, murmelte er dann vor sich an, wobei er dennoch mitbekam, wie die Tür seines Büros aufging. Es war seine verlässliche Adjutantin Captain Lauren Perry, die ihn wie so oft an einen wichtigen Termin erinnerte.
„In etwa einer Viertelstunde werden Sie, Sir und ich abgeholt. Es geht um die anstehende Besichtigung der Weltraumwerft im ehemaligen Abydos-System, wo einige der neuen Kampfsterne gebaut werden sollen, General. Auch Miss Mariko Yashida wird uns, an Bord der U.S.S. Abydos, ebenfalls dorthin begleiten.“
„Danke, Captain. Ich bereite mich sofort darauf vor.“

Nachdem die Tür wieder verschlossen war, dachte Jack O‘Neill sofort an all die vielen Missionen, die ihn und SG-1 einst nach Abydos geführt hatten. Darunter war auch der Abschied von Skaara, der wie alle anderen Abydonier auch sowie der gesamte Planet, von Anubis und seiner damaligen Superwaffe vernichtet worden war. Und jetzt befand sich dort eine sehr wichtige Werft von der Erde, weil dort die neuesten Schiffe gebaut wurden. Unter anderem auch gebaut nach den Plänen der Kolonialen, also die Viper und Raptor und natürlich auch die verschiedenen Klassen von den Kampfsternen, die das Expeditionsteam von Miss Shen aus der Andromeda-Galaxie, von den Überlebenden des Holocausts der 12 Kolonien von Kobol geschenkt bekommen hatten.

Doch es gab auch noch etwas Neues vom IOA, dem es endlich erfolgreich gelungen war, mit den überlebenden Asgard aus der Pegasus-Galaxie ein sehr nützliches Abkommen auszuhandeln. Es war zwar ein weiter Weg dahin gewesen, sowohl für die Außerirdischen als auch für die Menschen wieder zueinander zu finden. Grund des Erfolges war auch die Anwesenheit von Morgan Le Fay und Myrddin. Die Asgard gaben sofort nach ihrer Ankunft als Zeichen des Vertrauens den Schlüssel des Attero-Gerätes zurück, wobei sie auch erklärten, was sie eigentlich damit vorgehabt hatten.

Zusätzlich wurde beschlossen eine verdeckte Aufklärungsmission zu starten, deren Inhalt es war die Vampire zu beobachten, weil durch jene nach Ansicht der Politiker, des IOA und der UN, vermutlich aktuell die größte Gefahr nicht nur für die Menschen von der Erde, ausging. Für diesen äußerst heiklen Einsatz wurde bestimmt, dass sich drei BC-304er, die die von Myrddin installierte Tarntechnologie besaßen, für diese Mission stetig abwechseln sollten.

Doch noch etwas Wichtiges landete auf dem Schreibtisch von General Jack O‘Neill, nämlich dass es der letzten Wraith-Königin allen Anschein nach gelungen war, mit einer kleinen Flotte zu entkommen und sich somit in unbekannte Regionen der Pegasus-Galaxie zurückzuziehen. Ein Problem, um welches sich General Steven Caldwell zu kümmern bereit erklärt hatte. Doch er benötigte dafür die Hälfte des Flottenverbandes, welcher in der Pegasus-Galaxie stationiert worden war. Aber es gab an diesen Tage auch gute Nachrichten aus jener Galaxie, denn alle vom Stamme Todds, die sich mit dem Medikament hatten behandeln lassen, waren nun nicht mehr auf Menschen als ihre Nahrungsquelle angewiesen. Das Atlantis-Team hatte sich deswegen als eine Art von Gegenleistung dazu bereiterklärt, bei der Versorgung und dem Aufbau einer Agrarkultur zu helfen.



Andromeda-Galaxie
Galactica-Flotte
Battlestar Galactica, Adamas Quartier

Derweil gab es gute Nachrichten an Bord des Flaggschiffes, die endlich auch William Adama erreichen sollten.

„Das Raffinerieschiff wurde vor wenigen Stunden von den Ingenieuren vollkommen durchgecheckt, die Probleme mit der messbaren Strahlung beziehungsweise der verfolgbaren Energiesignatur werden erst dann behoben, sobald uns die Zylonen nicht mehr auf unseren Kurs folgen sollten, so wie Sie es angeordnet hatten. Es befindet sich seither auf dem Kurs, den wir zuvor ausgearbeitet haben. Wir erwarten es in spätestens fünf Tagen bei den vereinbarten Koordinaten“, teilte Lieutenant Felix Gaeta dem Admiral mit.

Aber William Adama hatte noch eine andere weitere wichtige Angelegenheit auf dem Plan. Doch dazu musste er sich zunächst mit Lieutenant Sharon „Athena“ Agathon beratschlagen.

Battlestar Galactica, Steuerbordhangardeck

Kurz nachdem Gaeta sein Quartier endlich verlassen hatte, begab sich Adama auf das Steuerbordhangardeck. Wie erhofft, traf der Admiral hier auf die Raptorpilotin, die gerade die Systeme ihres Raptors checkte.

„Athena. Ich muss Ihnen eine sehr wichtige Frage stellen… unter vier Augen!“
„Oh. In Ordnung. Am besten gehen wir dafür in das Büro von Chief Tyrol“, schlug die Acht vor.

Das anschließende Gespräch zwischen den beiden hatte nur ein wichtiges Thema: Eine der wichtigsten Anlagen der Zylonen, nämlich das Wiederauferstehungszentrum zu finden. Dieses galt es, auf Empfehlung der Rebellen unter den Zylonen zu zerstören, damit die andere Fraktion der Zylonen keinen Vorteil mehr hätte, und zwar eine Form der Unsterblichkeit, die für jene somit für immer verloren war.

„Sie wollen es zerstören, Admiral?“
„Ja. Zudem holen wir die Drei, die wir als D‘Anna Biers kennen aus dieser Box, da sie angeblich die Gesichter der letzten menschlichen Zylonenmodelle kennen soll. Aber nicht nur dies, denn diese Sechs, die Baltar Caprica-Sechs nennt, hat es mir geraten, ebenso die anderen rebellischen Zylonen, die sich unserer Flotte angeschlossen und meinem Befehl unterstellt hatten“, antwortete William Adama auf die Frage von Sharon Agathon.
„Es wird ein sehr riskanter Feldzug werden, der aber wichtig, aber auch unausweichlich ist, wenn wir und die rebellischen Zylonen um deren Anführerin, der Sechs Natalie für einen gewissen Ausgleich sorgen wollen.“
„Damit die Fraktion um Bruder Cavil so ist, wie wir, sterblich.“
„So ist es, Lieutenant. Daher will ich, dass Sie, Starbuck sowie Natalie an einem guten Angriffsplan arbeiten!“

Battlestar Galactica, CIC

Mit einem nachdenklichen Gesicht hatte Admiral William Adama wieder die Brücke seines Schiffes betreten. Es war der Moment gekommen, einen weiteren Sprung in einen neuen Sektor auszuführen.

Die gesamte Flotte meldete nach dem ausgeführten Überlichtsprung dem Flaggschiff ihre Anwesenheit. Kein Schiff war verloren gegangen.

Doch dann, sie waren erst seit etwa seit einer Viertelstunde vor Ort, als das Alarmsignal ertönte, eine Warnung, dass sich ein neues fremdes Objekt auf dem DRADIS befand. Sofort hob Admiral Adama den Kopf, ergriff den Hörer und befahl der Battlestar Pegasus und zwei anderen Kampfsternen sowie dem zivilen Teil der Flotte den sofortigen Sprung zu den Notfallkoordinaten. Er selber wollte zunächst mit dem Flaggschiff der Flotte, der Galactica sowie der Battlestar Trojan zurückbleiben.

„Das Objekt ist ein wenig zu klein, um ein Basisschiff der Zylonen zu sein“, meldete Lieutenant Gaeta.
„Was ist das denn jetzt nur schon wieder los?“, rätselte Adama, dem der kürzliche Kontakt mit den drei Zylonenjägern und dem Wiederauftauchen von Lieutenant Bulldog immer noch beschäftigte.

Dann meldete Lieutenant Moore: „Sir, wir werden von diesen fremden Schiff auf unseren Frequenzen angefunkt.“
„Na schön. Sie sollen sich über den Prioritätskanal identifizieren! Fordern sie, sie über diesen Kanal heraus, Mister Moore!“
Der Kommunikationsoffizier sammelte sich kurz, dann setzte er den Befehl mit den Worten: „Hier ist die Battlestar Galactica! Identifizieren Sie sich umgehend, oder wir werden Sie abschießen!“


Die Worte, die nun jetzt aus den Lautsprechern im Combat Information Center zu hören waren, waren für alle, die sie hörten eine große Überraschung. Vielleicht die größte ihres Lebens. Eine Begebenheit, mit der man niemals gerechnet hatte. Darum nahm Admiral Adama den Hörer noch fester in die Hand, dann sprach er: „Bitte. Wiederholen Sie das noch einmal, denn ich will sicher sein, dass dies kein verfluchter Traum ist!“

Kurz darauf antwortete auch schon die Stimme der Frau, die das fremde Schiff kommandierte: „In Ordnung. Ich tue Ihnen den Gefallen, Admiral, und wiederhole: Hier ist General Samantha Carter vom Erdschiff U.N.S. Concordia.“
„Also von der Erde.“
„Vielleicht nicht von der Erde, die Ihnen aus den Überlieferungen, der Seherin und Prophetin Pythia bekannt ist. Denn die Erde, von der ich stamme, liegt in einer anderen Galaxie…“
„Dann ist es also doch noch am Ende wahr, was uns diese Zylonin, eine Acht, die wir als Captain Sharon Satterfield kennengelernt haben, erzählt hat.“
„Sagten Sie gerade, dass sich Captain Sharon Satterfield bei Ihnen an Bord befindet?“
„So ist es.“

„Vorsichtig, Bill!“, mahnte Colonel Tigh sofort zu mehr Wachsamkeit, der die Unterhaltung der beiden Befehlshaber somit für einige Sekunden unterbrach.

Der Befehlshabende Offizier der Galactica nickte, dann fuhr er fort: „Ich würde sie gerne persönlich kennenlernen, und hiermit zu einer Unterredung an Bord meines Schiffes einladen, General Carter.“

U.N.S. Concordia, Brücke

„Das lässt sich einrichten, es gibt da mit Sicherheit eine Menge zu erzählen. Ich könnte mich in den nächsten Minuten an Bord ihres Schiffes beamen lassen, Admiral.“
„Beamen?“, hörte man die fragende, heisere Stimme des Mannes, der ziemlich irritiert klang, aus dem Lautsprecher.
„Das ist eine Form von Technologie, die ich Ihnen erläutern könnte.“
„Ja. Was auch immer dieses Beamen ist…, kommen Sie besser an Bord eines Schiffes auf die Galactica“, erklärte Admiral Adama, worauf General Carter schließlich einwilligte.



Entfernte Galaxie
Trinitatis, Konferenzraum

Ein sichtlich sehr zufriedener Doktor Hank „Beast“ McCoy trat als Letzter in den Raum. Der Leiter dieser Mission hatte vor wenigen Stunden seinen ersten Außeneinsatz auf einem fremden Planeten hinter sich gebracht. Es war dabei nichts Aufregendes passiert, doch der Mutant, der über viele Jahre ein aktives Mitglied der X-Men gewesen war, hatte dabei einige sehr interessante Entdeckungen machen können.

Während des Besuches auf diesem fremden Planeten hatte man einige beeindruckende Pflanzen gefunden, die denen auf der Erde sehr ähnlich waren.

„Wir haben bisher 14 Galaxien durchquert und ebenso viele Planeten aufsuchen können. Unser nächster Halt wird schon in genau acht Stunden sein, daher schlage ich vor, dass sie sich alle etwas Ruhe gönnen! Auch Sie, Doktor McKay!“, erklärte McCoy am Ende der Besprechung.



Andromeda-Galaxie
Galactica-Flotte
Battlestar Galactica, Steuerbordflug und -hangardeck

Kurz bevor sich der Puddle Jumper mit General Samantha Carter an Bord auf den Abflug zur Galactica machte, hatten sie alle sehen können, wie die übrige Flotte zurück zur Galactica gesprungen war, weil keine Gefahr drohte.
Mittlerweile befand sich der Puddle Jumper im Landeanflug.

„Puddle Jumper 1 von der Concordia, hier Captain Aaron Kelly von der Galactica, setzen sie ihren Landeanflug auf das Steuerbordflugdeck fort und landen sie dann auf Landezone drei! Wir freuen uns Sie an Bord begrüßen zu dürfen und zu haben!“
„Verstanden, Galactica“, erklärte der Pilot des Puddle Jumpers, der das Fluggerät in die Steuerbordgondel und auf die zugewiesene Fläche zusteuerte.

Auf dem Steuerbordhangardeck hatten sich bereits nicht nur Präsidentin Roslin, Admiral Adama, Commander Adama und weitere hochrangige Vertreter der Galactica-Flotte eingefunden, sondern auch noch viele weitere Menschen, die die Ankunft von General Samantha Carter unbedingt miterleben wollten.

Schließlich war der große Moment gekommen, der Puddle Jumper wurde nicht, so wie die Viper und Raptor mit technischen Gerät in den Hangar gezogen, sondern glitt von selbst durch die Luft, knapp über den Boden, hinein bis zu der Stelle, die einer Deckhelfer dem Piloten zuwies.

Die beiden Triebwerke des Puddle Jumpers wurden abgeschaltet und eingefahren, erst dann öffnete sich dessen Heckluke.

„Achtung, Stillgestanden!“, befahl Colonel Saul Tigh, der XO der Galactica, mit lauter Stimme allen Anwesenden, damit jene sofort Haltung auf dem Hangardeck annahmen.
Abrupt endete auch schon das vielstimmige Getuschel unter den Frauen und Männern auf dem gesamten Hangardeck.

Zuerst traten einige von der Crew der Concordia aus dem Puddle Jumper, kurz darauf verließ diesen auch General Samantha Carter, die sich lächelnd umblickte und zielsicher auf Admiral William Adama und Präsidentin Laura Roslin zuging.

Ohne etwas zu sagen, salutierte der Commander der Galactica vor der Besucherin, die es ebenfalls tat.

„General Samantha Carter, willkommen an Bord der Battlestar Galactica. Darf ich Ihnen zunächst die Präsidentin der 12 Kolonien von Kobol, Laura Roslin, vorstellen.“
„Ja. Sehr erfreut Sie alle kennenzulernen, Admiral Adama. Präsidentin Roslin. Danke, für diesen überaus freundlichen Empfang. Wäre nicht nötig gewesen. Denn von allen, was ich bereits über ihr Volk schon gehört habe, sind Sie alle wirkliche Helden, die bislang Unvorstellbares zu meistern hatten.“
„Nicht so bescheiden, General Carter“, entgegnete Präsidentin Roslin, „außerdem haben alle in der Flotte von ihrer Ankunft hier bei uns gehört, und sind einfach nur sehr neugierig. Wir sind sehr froh, dass sie uns gefunden haben.“
„In der Offiziersmesse können wir uns in einer etwas ruhigeren Atmosphäre sicherlich viel besser und auch ungestörter unterhalten“, erklärte Admiral Adama mit ruhiger Stimme, wobei er eine einladende Geste machte und damit andeutete ihm zu folgen.

Eine kleine Pause war entstanden, die Colonel Saul Tigh zu beenden wusste, indem er: „Okay, Leute das war‘s jetzt! Jetzt geht ihr alle wieder zurück an eure Arbeit!“, sagte.



Pegasus-Galaxie
Atlantis, Konferenzraum

Die Behandlung der Wraith, die unter Todd eine eigene Gesellschaft gegründet hatten, war zum Glück ein großer Erfolg gewesen. Aber die eine berechtigte Frage kam in jeden auf, was war mit der vermutlich letzten verbliebenen Wraith-Königin und ihrem Gefolge, von mehr als tausend Wraith zu tun. Denn jene hatten allesamt eine Behandlung und somit Umwandlung kategorisch abgelehnt, und dabei klare Bedingungen gestellt.

„Wir sollten diese Wraith-Königin sowie ihre gesamte Brut aufspüren und alle töten! Scheiß auf diese Vereinbarung, die da von ihnen und ihren Vorgesetzten getroffen wurde!“, war alles was Ronon Dex, zu diesen Thema, zu sagen hatte.
Mister Woolsey seufzte daraufhin ein wenig. Danach wanderte sein Blick zu General Caldwell, der anmerkte: „Dies könnte einen weiteren Krieg bedeuten, und zwar mit einen ungewissen Ausgang. Doch steht eines bereits fest: Die Menschen in dieser Galaxie, die auf dem Gebiet dieser Wraith leben, sind unmittelbar ernsthaft bedroht. Ich rate aber dringend dazu, dass wir zunächst einmal alle unsere Reparaturen bei den Schiffen in unserer eigenen Flotte abschließen, bevor wir eine weitere militärische Mission gegen die letzten „bösen“ Wraith starten!“
„General Caldwell hat recht“, stimmte Sheppard zu, „wir müssen uns da wirklich sehr sicher sein, dass wir sie dann alle möglichst auf einmal erwischen. Wir müssen aus den Fehlern der Antiker lernen. Nicht, dass es mit dem Wraith von Neuem beginnt.“
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#42
Odyssee
Folge 6.04 - “Eine lange Reise, Teil 3”

Andromeda-Galaxie
Galactica-Flotte
Battlestar Galactica, Offiziersmesse

Es war ein  überaus sehr interessantes Treffen, denn für eine lange Zeit hatte man die Geschichte, die Captain Sharon Satterfield ihnen erzählt hatte, nur sehr schwer glauben können. Doch jetzt hatte man endlich die Gewissheit, dass es dort draußen in dem unendlichen Meer aus Sternen dieser Galaxis noch mindestens eine weitere Flotte von Überlebenden aus den 12 Kolonien von Kobol gab.

„Ist ihr Schiff wirklich so gut technologisch ausgerüstet und zudem auch noch bewaffnet, General Carter?“
„Ja, Colonel Tigh. Wir verfügen außerdem über einige Schiffe, die durch Myrddin, einen Verbündeten, ein perfektes Tarnsystem besitzen. Doch die Concordia verfügt leider nicht darüber. Allerdings besitzen diese Puddle Jumper, mit so einem kleinen Schiff, mit dem ich zu ihnen an Bord gekommen bin, diese Technologie…“
„Ich muss da mal dazwischen gehen“, bemerkte Admiral Adama, „wir haben einen sehr entscheidenden Militärschlag vor uns, vielleicht könnten sie uns da behilflich sein.“
„Worum geht es?“
„Wir wollen diese Zylonen, die sich um Cavil als Fraktion gebildet haben, sterblich machen! Und zwar indem wir das Wiederauferstehungszentrum zerstören, welches alle anderen Wiederauferstehungsschiffe in dieser Galaxis steuert“, antwortete der XO der Galactica, bevor sein Vorgesetzter die Möglichkeit hatte, zu antworten.

„Wow!“, machte Sam Carter nur, die sich erst einmal für einen Moment in den Stuhl zurückfallen ließ.
„Keine Sorge, General. Die Rebellen, die sich bei uns befinden, haben uns dazu ermutigt, denn sie sind an Truppen und Schiffen der Fraktion von Cavil weit unterlegen“, erklärte William Adama, „derzeit wird bereits an einem Angriffsplan gearbeitet. Doch zunächst einmal müssen wir dieses Wiederauferstehungszentrum irgendwie aufspüren, was nicht gerade einfach sein wird. In ungefähr zwei Stunden findet eine weitere Lagebesprechung dazu statt, Sie sind dazu gerne eingeladen.“



Zwei Stunden später
Andromeda-Galaxie
Galactica-Flotte
Battlestar Galactica, Taktikraum

Es war wie erwartet im Raum sehr voll geworden, und um den großen Tisch hatten sich natürlich auch die übrigen Commander der anderen Kampfsterne in der Flotte sowie auch die Anführer der Zylonen versammelt.

Lange dauerte es nicht, denn Captain Kara „Starbuck“ Thrace, die stets anders dachte als nach dem Lehrbuch, hatte einen sehr guten Plan, der allerdings bei einigen der Kolonialen auf großes Unbehagen stieß.

„Wir sollen was tun? Ich halte es für ziemlich riskant! Hochriskant, ausgerechnet den Zylonen, auch unter den gegebenen Umständen, so viele unserer Piloten anzuvertrauen! Zudem sollen wir uns auf diese Menschen verlassen, die von weit hergekommen sind…“, murmelte der XO von der Aron zweifelnd vor sich hin.
„Der Plan von Starbuck ist verrückt, weswegen er auch mit Sicherheit funktionieren wird“, wusste hingegen ein lächelnder Lee Adama, der Commander der Pegasus.
„Dem schließe ich mich an“, fügte sein Vater, der Admiral hinzu, der sich ebenfalls an so manches Husarenstück der Viperpilotin erinnert hatte.

Doch die nagenden Zweifel an diesen Feldzug waren damit noch lange nicht ausgeräumt, denn Commander Samuel O‘Hara von der Nyx, meinte: „Diese Drei, D‘Anna Biers, und auch das Wiederauferstehungszentrum selbst, werden bestimmt von einer ganzen Flotte von Basisschiffen beschützt werden. Die rebellischen Zylonen haben gerade einmal drei Basisschiffe retten können, und diese werden vermutlich nicht ausreichen um das Ziel zu erreichen. Auch können wir ihnen mit keinem unserer Kampfsterne in so kurzer Zeit nachspringen, um zu helfen…“
„Deswegen benötigen wir so viele Viper- und Raptorgeschwader, die sie dafür auch nur entbehren können“, erklärte Natalie, eine anwesende von drei Sechsen, die sehr darum bemüht war, auch die letzten Bedenken an dem wichtigen Bündnis und dem von Starbuck vorgeschlagenen Angriffsplan auszuräumen.

„Vielleicht könnten wir euch ja mit unserer Technologie helfen“, erklärte Sam, die bislang die Besprechung nur wortlos mitverfolgt hatte.
„Wie?“, fragte Starbuck.
„Entweder mit Hilfe eines Subraumsenders oder eines Langstreckenkommunikators. Wir haben da nur in gewisser Art und Weise die Qual der Wahl. Doch sollte man es, egal was, erst benutzen, wenn die Basisschiffe der Rebellen das Wiederauferstehungszentrum erreicht haben. Sobald dies geschehen ist, greife ich mit der Concordia in den Kampf ein. Es bestünde immerhin auch die Möglichkeit einen oder auch zwei ihrer Kampfsterne von der kleinsten Klasse, mit uns im Schlepptau, mit in den Hyperraum zu nehmen, was dann aber unsere Reisegeschwindigkeit ziemlich verlangsamen würde.“
„Captain Thrace, was halten sie von diesem Vorschlag?“
„Nun ja, Admiral, wir könnten dadurch unsere niedrigen Chancen entscheidend um so einiges erhöhen“, war alles, was Kara noch dazu zu sagen hatte.

Battlestar Galactica, Quartier des XO

Unruhig ging Ellen Tigh seit Stunden auf und ab, denn sie war immer noch hin und her gerissen. Sie wusste nicht so richtig, wie sie sich entscheiden sollte, weil sie die Identität der anderen vier, der letzten Fünf kannte. Es lag gewissermaßen an Ellen Tigh, für eine mögliche Aufklärung in dieser Angelegenheit zu sorgen. Doch um dies zu erreichen, müsste sie zunächst aber verdeckt mit jedem der anderen vier von den letzten Fünf im Verborgenen sprechen.

Colonial One, Sitzungsraum des Zwölferrates

Eine hitzige Debatte über einen Antrag der Zylonenrebellen war entflammt, denn jene wollten vollwertige Bürger der Kolonien werden.

„Das soll doch wohl ein übler Scherz sein? Erst zerstören Sie, die Zylonen, all unsere Kolonien, unsere Flotte…, wollten uns alle, die Menschheit mit diesen Angriff für immer auslöschen, danach jagen Sie uns quer durch die Galaxis, und jetzt das!“, schimpfte einer der beiden Delegierten von Picon wütend und empört.
„Präsidentin Roslin, als auch Admiral Adama sollen sich bereits dazu entschieden haben“, bestätigte der neue Vizepräsident, der Tom Zarek in diesem Amt abgelöst hatte, welcher sich nach wie vor in der Brig befand.

Nach einer kurzen Pause fuhr der Vizepräsident der Flotte, Adrian Auckland, fort: „Bitte, bitte, bewahren Sie in diesem Raum die Ruhe als auch die Form, Ladies und Gentlemen! Ich weise alle Anwesenden ausdrücklich daraufhin, dass eine endgültige Entscheidung darüber, erst nach der bevorstehenden Mission, der die vollständige Zerstörung des Wiederauferstehungszentrums, das mitunter die Aufbewahrungsstation beinhaltet, getroffen werden soll! An diesen Einsatz kooperieren die Streitkräfte der 12 Kolonien von Kobol und die der Zylonenrebellen, sowie nach meiner Information auch die Concordia… Ruhe bitte, Freunde!“

Die letzten Worte musste der Vizepräsident geradezu schreien, denn innerlich kochte bei vielen der Delegierten immer noch die Empörung, über den eingebrachten Antrag der Zylonenrebellen.

Nachdem sich die Delegierten des Rates endlich wieder beruhigt hatten, gab es wohl die nächste Situation, die für weitere heftige Anspannungen sorgen würde. Denn auf ein Zeichen von Vizepräsident Auckland hin, betrat eine Zylonin, eine Sechs, in Begleitung einer Sicherheitseskorte den Raum.

Mehr als die Hälfte der versammelten Delegierten und andere Mitarbeiter der Regierung waren fassungslos. Sollte es tatsächlich einer Angehörigen einer feindlichen Seite es erlaubt werden, hier vor ihnen zu sprechen.

Und so war es auch.

Doch die Zylonin hatte vor sich so kurz, wie nur irgendwie möglich zu fassen und nebenbei für eine gemeinsame Allianz gegen Cavil und seine Fraktion zu werben.

„… und es ist die eine Sache, die Euch Menschen vollkommen macht: Es ist die Sterblichkeit, die uns Zylonen noch fehlt. Wir werden sie haben, diese Vollkommenheit, wenn das Wiederauferstehungszentrum zerstört worden und somit der Vorteil von Cavil und seinen Anhängern zunichte gemacht worden ist. Auch geht es darum eine unserer Schwestern, aus den Händen unserer wilden Brüder, zu befreien. Ich danke Ihnen, dass es mir erlaubt worden ist, hier vor ihnen zu sprechen“, sagte Natalie, die sich noch einmal umschaute, bevor sie wieder hinaus geleitet wurde.

Viele waren nun doch beeindruckt von dieser Ansprache und der Ansicht, dass eine Allianz von Nutzen sein könnte. Aber es gab dennoch nach wie vor genügend Delegierte, die davon nichts hielten.

„…ich weise daraufhin, dass diese Zylonen hier, die sich unserer Flotte und dem Befehl von Admiral Adama unterworfen haben, auf ihren Vorteil sich in einen neuen Körper zu begeben, für immer verzichten…“
„Wer sagt das? Es könnte genauso gut ein verfluchter Trick von denen sein!“

Battlestar Galactica, Taktikraum

Starbuck und Leoben stellten zunächst nur Admiral Adama ihren endgültigen Plan vor, wie der Angriff auf das Wiederauferstehungszentrum durchgeführt werden sollte. Wortlos nahm der Commander der Galactica jedes einzelne Wort und Detail in sich auf. 
Schließlich nickte er: „Gut. Der Zylon Cavil und seine Anhänger wissen nichts von der Concordia und ihren enormen taktischen und technologischen Vorteilen, wohl aber vermutlich von diesen Puddle Jumpern. Starbuck, sie sorgen mir dafür, dass eine ausreichende Anzahl von Viper sowie auch einige Raptor an Bord der Basisschiffe verlegt wird! Nehmen Sie zudem Kontakt mit General Carter auf und weihe sie in den Angriffsplan ein! Außerdem wird sie dann vermutlich auch nichts mehr dagegen haben, einige ihrer Jumper und F-302er dorthin zu verlegen.“
„In Ordnung, Admiral.“



Drei Tage später
Andromeda-Galaxie
Flotte der Zylonenrebellen
Flaggschiff, Kontrollraum

Mit den Händen in der wässrigen Flüssigkeit nahmen die Zylonen die Informationen aus dem Datenstrom in sich auf. Die Vorbereitungen für den gemeinsamen Schlag der Menschen und ihrer Flotte waren schon lange abgeschlossen, und man hatte sich bereits mit einem FTL-Sprung von der Flotte der Galactica entfernt. Vor wenigen Stunden erst waren insgesamt die letzten der 60 Viper, 12 Raptor, 6 Puddle Jumper und auch F-302er sowie das dazugehörige Personal an Bord aufgenommen worden.

Einer der Leobens war sich derweil sicher, dass es jederzeit soweit sein könnte. Man würde irgendwann auf das Wiederauferstehungszentrum treffen. Doch dieses zu finden, war Aufgabe der Hybriden, die die Basisschiffe steuerten. Und zunächst einmal mussten diese sich selber aufeinander abstimmen. Ein Umstand, der einige Sprünge in Anspruch nehmen würde.

„Wir werden ein akustisches und visuelles Signal erhalten, sobald wir in die Reichweite des Wiederauferstehungszentrums gelangen“, erklärte eine Acht einigen von den Menschen, die sich erkundigt hatten, wann man es in etwa wüsste, wenn man dem Ziel nahe genug war.

Anderes Basisschiff, Hangardeck

Viele der Menschen hatten ein mulmiges Gefühl, wenn hin und wieder Zenturios zwischen sie oder ihre Flugzeuge umherliefen. Vor wenigen Tagen noch war man erbitterte Feinde gewesen, doch hatte sich etwas verändert, etwas, was sie dazu gebracht hatte zusammen zu arbeiten.

Von allen Menschen an Bord, waren die am entspanntsten, die von der Concordia gekommen waren. Einige von ihnen hatten es in ihrem Leben schon bereits mit anderen außerirdischen Leben und Lebensformen zu tun gehabt. Aber hatten sie es noch nie selber mit oder gegen die Zylonen zu tun gehabt, beziehungsweise hatten insbesondere gegen Zenturios oder zylonische Jäger kämpfen müssen, mit Ausnahme des Teams um Miss Shen. Eine wesentlicher Erfahrung, die den anderen Menschen aus der Milchstraße natürlich noch bevorstand. Sobald man das Ziel erreicht hätte, würde man Kontakt mit der Concordia aufnehmen, die so schnell es ihr möglich war, ebenfalls in den Kampf eingreifen würde.


Galactica-Flotte

Schon seit dem Aufbruch der Flotte der rebellischen Zylonen, hatten sich die Concordia und die Battlestar Trojan etwas von der übrigen Flotte abgesondert. Denn man musste jederzeit dazu bereit sein, um gemeinsam in dem Hyperraum einzutreten. Ein überaus riskantes und gefährliches Manöver für die übrigen Schiffe von der Flotte der Menschen, die sonst dabei sehr leicht in das Wirkungsfeld der Raumspaltung geraten könnten.



Entfernte Galaxie
Hyperraum
Trinitatis, Krankenstation

Ein ständig meckernder und nörgelnder Doktor Rodney McKay war an sich schon für so ziemlich jeder unangenehm zu ertragen, doch einer, der dann noch über irgendwelche Krankheitssymptome klagte, war in den meisten Fällen eindeutig eine klare Steigerung. So war es auch dieses Mal. Der Kanadier hatte sehr, geplagt von großem Appetit von so einigen Speisen etwas zu sich genommen, die dann offenbar bei ihm anscheinend eine allergische Reaktion ausgelöst hatten.

Alle an Bord waren froh darüber, dass sich die Ärztin, Doktor Jennifer Keller, ebenfalls der Mission angeschlossen hatte. Zum einen war sie seit Jahren mit diesem Dauerpatienten verheiratet, und zum anderen kannte sie auch dessen Macken am Besten.

„Ich würde sagen, du bleibst bei dem Dir bekannten Essen, mein Lieber!“
„Aber ich habe richtige Bauchschmerzen. Und außerdem, meine Zunge und Haut fühlen sich ganz seltsam an“, entgegnete Rodney.
„Okay. Dann checke ich dich eben einmal gründlich von oben bis unten durch. Los, frei machen!“

„Das ist typisches Verhalten von ihm, Doktor McCoy.“
„Habe ich bereits geahnt, Doktor Jackson. Ich habe den Eindruck, dass er nur keine Lust mehr hat, an der nächsten Mission auf einen anderen Planeten, erneut unter meiner Leitung teilzunehmen.“



Andromeda-Galaxie
Flotte der Zylonenrebellen
Flaggschiff

In einem der Sektionen an Bord, welches man den Menschen als Quartiere zugewiesen hatte, hielten sich auch einige Zylonen auf. Jene versuchten, unentwegt Vertrauen mit ihren menschlichen Nachbarn aufzubauen. Auch andersherum machte man sich daran bestehende Differenzen zu überwinden, denn schon sehr bald würde man nämlich Seite an Seite in den Kampf ziehen. Denn im Vorfeld war es Admiral Adama schon recht sehr schwer gefallen viele der Piloten für die gemeinsame Aufgabe zu ermutigen.

Der ausgearbeitete Plan von Starbuck, war bislang nur wenigen der Piloten überhaupt bekannt. Denn es wussten nur sehr wenige, wie man wirklich gedachte diese Basis der Zylonen anzugreifen und dort einzudringen. Denn man hatte vor, sich mit ausgeschalteten Fliegern, also kalt, von den Jägern der Zylonen zum Ziel schleppen zu lassen.

In einem der Räume hielten sich Kara Thrace und Leoben Conoy sowie Sam Anders, der die beiden nie aus den Augen ließ, auf.
„Wir nähern uns, Kara. Mal sind wir einige Stunden zu spät, dann sind es nur wenige Minuten“, teilte der Zylon die erhaltenen Neuigkeiten aus dem Datenstrom mit.
„Sag einfach Bescheid, wenn es soweit ist. In Ordnung?“


Galactica-Flotte
Battlestar Galactica

Ein weiteres Mal ließ sich Admiral William Adama von Chief Galen Tyrol durch sein Schiff führen. Doch, was der Commander der Galactica während dieses Rundgangs erfuhr, erschrak ihn zutiefst.

„Es ist leider wahr, Sir. Die Galactica hat sehr viel mitgemacht. Zwei schwere Kriege mit hart geführten Gefechten, Schlachten. Auch haben wir dieses Schiff auf die Atmosphäre von Neu-Caprica bei der Rettungsmission stürzen lassen. Wir konnten zwar einige der entstandenen Schäden etwas notdürftig ausbessern, aber viel Zeit hat die Galactica nicht mehr übrig.“
„Wie lange noch, Chief?“
„Lässt sich schwer sagen, Admiral. Vielleicht noch ein Dutzend Sprünge. Vorausgesetzt natürlich, dass die Galactica keine schweren Treffer und Nuklearangriffe mehr einstecken muss. Und bitte, springen sie in nächster Zeit nicht allzu oft, dann hält sie bestimmt noch etwas länger durch…“

William Adama musste tief durchatmen, denn er musste zunächst einmal den Bericht von Galen Tyrol auf sich wirken lassen.

Dann nach ein paar Minuten brummte er: „Schaffen wir zunächst als erstes die Zivilisten auf die anderen Schiffe in der Flotte! Falls gefragt wird, wieso, sagen Sie allen, dass die Galactica dringender Überholungen bedarf und wir deshalb den Platz für das militärische Personal an Bord benötigen! Denn ich will keinerlei Gerüchte und keine Panik innerhalb der Bevölkerung in der Flotte!“
„Verstanden, Admiral. Tut mir leid übrigens, dass ich bislang nicht mehr tun konnte.“
„Sie haben getan, was sie konnten, und dafür danke ich ihnen.“


Flotte der Zylonenrebellen
Flaggschiff

Ein deutliches und eindringliches Warnsignal war auf dem gesamten Schiff für jeden zu hören, denn der Moment stand wohl tatsächlich unmittelbar bevor, endlich würde man beim lange gesuchten Wiederauferstehungszentrum eintreffen. Auf allen Decks herrschte deswegen eine erhöhte Alarmbereitschaft. Dies war überwiegend auf dem Hangardeck zu beobachten, wo die Piloten zügig ihre seit Tagen startbereiten Flieger bemannten.
Nur würden sich die Menschen mit ihren Jägern von den schweren Jägern der Zylonen so nahe wie nur möglich zum Wiederauferstehungszentrum schleppen lassen.

So einigen behagte dieser Gedanke sehr, sehr wenig, denn ausgerechnet in die Hände von den Zylonen sollten sie ihre Leben legen. Einzig und allein die Puddle Jumper würden sehr schnell getarnt starten, um die FTL‘ des Wiederauferstehungszentrums mit ihren Drohnen auszuschalten.

Flaggschiff, Brücke

Bevor die Flotte der rebellischen Zylonen den letzten Sprung schließlich ausführte, übermittelte man noch schnell der nach wie vor wartenden Concordia eine Nachricht, damit sie schneller und vielleicht auch entscheidend in den Kampf eingreifen könne. Denn die Zweier, Sechsen und Achten hatten sich nach einer kurzen Beratung dazu entschieden.

„Starbuck hat soeben gemeldet, dass alle Geschwader unserer Allianz bereit zum Angriff sind“, teilte Leoben mit, der dann die Bestätigung erhalten hatte, dass es auch so auf den beiden anderen Basisschiffen innerhalb ihrer kleinen Flotte war.


Wiederauferstehungszentrum, Kommandobrücke

Ein Signal, das eine Annäherung ankündigte, schreckte die Zylonenfraktion um Cavil auf.

„Was ist da los?“, fragte sofort ein Einser, der hereingeeilt kam.
„Soeben sind drei Basisschiffe aufgetaucht, die sich im Eiltempo unserer Position nähern“, antwortete ein Fünfer.

Kurz darauf erbebte auch schon die gigantische Weltraumstation.

„Unser FTL-Antrieb wurde soeben zerstört!“, meldete einer der Vierer erschrocken.
Diese Nachricht alarmierte den geschockten Einser, der: „Das ist kompletter Wahnsinn!“, ausstieß.

U.N.S. Concordia, Brücke

Sofort nachdem man die endgültigen Koordinaten erhalten hatte, hatte General Samantha Carter sich in ihren Kommandosessel gesetzt. Erst vor wenigen Sekunden hatten ihr Schiff und auch die im Schlepptau befindliche Battlestar Trojan gemeinsam den Hyperraum verlassen. Aus dem Panoramafenster heraus konnte sie sehen, dass die Schlacht bereits begonnen hatte.

Wie schon zu erwarten gewesen war, war das Wiederauferstehungszentrum sehr gut beschützt. Insgesamt sieben Basisschiffe hatte die Fraktion um Cavil zur Bewachung vor Ort zurückgelassen. Eine deutliche Übermacht, der die Flotte der Rebellen klar unterlegen war. Jedoch wurden die Karten durch die Ankunft und Anwesenheit der Concordia und der Trojan sehr schnell neu verteilt.

Wiederauferstehungszentrum

Doch noch existierte das Ziel, das Wiederauferstehungszentrum, denn man wollte an wichtige Daten gelangen und an mindestens eine Drei gelangen, die vor allem hier und auch auf der Heimatkolonie der Zylonen aufbewahrt wurden. Deswegen waren bereits einige getarnte Puddle Jumper in die Basis eingedrungen.

Auf der Brücke der gewaltigen Basis der Zylonen herrschte immer noch ein sehr großes Rätselraten, denn die Ankunft und die Intervention der Concordia gaben den Zylonen von Cavil große Rätsel auf. Solch ein Schiff und seine Technologien waren ihnen einfach nicht bekannt, trotz der vielen interessanten Informationen, die man von der Acht, Captain Sharon Satterfield, einst gestohlen hatte.

„Was wollen die nur hier? Kein Wort! Die wollen uns nicht nur um die uns von Gott gegebene Unsterblichkeit bringen, sondern uns für immer vernichten. Ich hoffe nur, dass mein kleiner Plan Erfolg hat, der ihren Enthusiasmus so ziemlich minimieren wird… Und noch etwas, wir müssen evakuieren, wenn wir hier nicht sterben wollen!“, erklärte ein Einser böse.

Allerdings waren schon ganz in ihrer Nähe die ersten Schüsse zu hören, die sie alle zusammenfahren ließ. Offenbar war es bereits den ersten feindlichen Truppen gelungen, unentdeckt in die Basis einzudringen.

„Also ich hatte angenommen, dass die Schlacht weiter dort draußen im All stattfinden würde… Ich geh dann jetzt!“, entschied ein weiterer Cavil, der sich sofort auf den Weg machte.


Die Schlacht zwischen den beiden feindlichen Flotten wurde immer heftiger geführt. Eines ihrer drei Basisschiffe hatten die Rebellen bereits sehr schnell verloren. Es konnte dem starken Beschuss der Basisschiffe der Cavilfraktion nicht mehr länger standhalten. Jedoch war es glücklicherweise der Concordia gelungen,  eine gewisse Anzahl von Überlebenden mit Hilfe der Beamtechnologie zu bergen.
Aber das Schlachtschiff der Erde nahm auch sehr aktiv am aktuellen Kampfgeschehen teil, wobei man sehr aufpassen musste, denn ein schlecht getimter Schuss mit den mächtigen Energiewaffen könnte fatale Folgen haben. Nämlich statt eines der noch existierenden fünf feindlichen Basisschiffe, könnte man auch sehr schnell eines der beiden noch verbliebenen Basisschiffe der Zylonenrebellen treffen oder eventuell vorzeitig sogar das Wiederauferstehungszentrum. Ein Umstand, der Carter schnell dazu gebracht hatte, in diesem Kampf primär zunächst auf die Raketen und Railguns zu setzen.


Wiederauferstehungszentrum

Sektion für Sektion, Abteil für Abteil, Deck für Deck und Korridor für Korridor hatten sich die bunt zusammengewürfelten Angriffsteams aus Marines, Zylonen und auch einige Zenturios vorgekämpft. Endlich hatten sie einen der wichtigen Zielbereiche erreicht, der so wichtig für diesen Einsatz war.
Sofort ließ man die Kontaktsonden in die Kontaktflüssigkeit, denn nur so war an die begehrten Daten zu kommen. Auch Captain Kara „Starbuck“ Thrace war anwesend. Sie gab einigen ihrer Marines zu verstehen, sie umgehend zu begleiten, weil sie noch die nähere Umgebung erkunden sowie gegen Feinde absichern wollte. Denn alles andere, was sie alle überhaupt nicht gebrauchen konnten war, dass sie von einer ganzen Armee feindlicher Zenturios überrascht wurden.

In der Zwischenzeit hatte auch ein anderes Einsatzteam, das von Captain Karl „Helo“ Agathon angeführt wurde, es geschafft eine handvoll von Dreien wiederzubeleben. Die Gegenwehr der feindlichen Truppen war schwer, weshalb sich das Team von Helo, umgehend unter schweren Beschuss, zu den wartenden Puddle Jumpern zurückzog.


Galactica-Flotte
Battlestar Galactica

Irgendwie war es Ellen Tigh mittlerweile unter größter und gebotener Vorsicht gelungen, nach und nach, in kleinen Einzelgesprächen mit jeden der anderen Zylonen der Final Five zu sprechen. Sie versuchte alle dringend davon zu überzeugen sich freiwillig zu stellen, denn sie sagte zu jeden von ihnen: „Irgendwann kommt Bill Adama dahinter. Daher wäre es auf diese Art besser, nämlich wenn wir uns ihm selber zu erkennen geben.“


Standort des Wiederauferstehungszentrums
Basisschiff der Rebellen
Flaggschiff, Brücke

„Bringt uns noch ein wenig näher an die Concordia heran, sonst überleben wir diesen Kampf gegen die Übermacht der Truppen von Cavil nicht!“, ordnete Natalie an, nachdem sie und alle anderen miterleben musste, wie vor wenigen Augenblicken auch das zweite ihrer Basisschiffe von der feindlichen Flotte zerstört worden war, obwohl die Battlestar Trojan jenen zu Hilfe gekommen war, und nun selber in akute Bedrängnis geriet.

Die Übermacht des Feindes war zu groß. Dennoch war es ihnen gemeinsam gelungen, vier der sieben feindlichen Basisschiffe zu zerstören. Aber das Flaggschiff der Rebellen war mittlerweile unfähig noch weiterzukämpfen. Auch die Trojan war schwer von der Schlacht gezeichnet, weswegen sich die beiden Schiffe der Allianz unter den Schutz, genauer gesagt in den Bereich der erweiterten Schutzschilde der Concordia begeben hatten.

Für die Concordia selbst würde es in den nächsten Minuten gefährlich werden, denn die Schutzschilde, die man zum Schutze des letzten Basisschiffes der Zylonenrebellen und der Trojan erweitert hatte, benötigten eine Unmenge an Energie.


Wiederauferstehungszentrum

Vorsichtig tasteten sich derweil immer noch die Marines um Starbuck vorwärts. Doch da war niemand mehr, der sie hätte angreifen können. Dennoch gingen sie noch mutig ein Stück weiter vorwärts. Ein großer Raum mit vier Wannen hatte ihre Neugier geweckt. Sie wollte gerade näher an zumindest einen dieser Behälter herangehen, da meldete sich Leoben bei ihr über Funk: „Die gesamte Basis wurde allen Anschein nach evakuiert, und wir sollten auch verschwinden, weil das Wiederauferstehungszentrums bereits einige Treffer abbekommen hat, dabei wurden einige wichtige Systeme beschädigt, die…“
„Spitze!“, zischte Kara, die mit dem Gewehr im Anschlag noch näher an die vier Wannen herangehen wollte.
„Captain?“
„Na schön. Ihr habt es alle gehört, also verschwinden wir von hier, bevor uns dieser verfluchte Drecksladen hier um die Ohren fliegt! Los! Bewegung!“, schrie sie, während sie einen Bogen rannte, der sie noch ein wenig näher an die Mitte des Raumes heranführte, wobei sie hoffte, dass ihre Helmkamera einige gute Bilder aufgezeichnet hatte.

Sie alle rannten so schnell sie konnten zu ihren Flugmaschinen, damit endlich der finale Angriff auf das Wiederauferstehungszentrum begonnen werden konnte.

Doch die Menschen und die mit ihnen verbündeten Zylonenrebellen waren nicht die Einzigen die in diesen Moment an Flucht dachten, denn mehrere schwere Jäger der Zylonen starteten von einem neu eingerichteten Flugdeck aus. An Bord von jenen waren einige Einser, Vierer und Fünfer, die ihre Leben zu retten wussten, weil die Zerstörung der Basis unmittelbar bevorstand. So kam es, dass ihre Maschinen bereits kurz nach dem Start wegsprangen, kurz nachdem sie das Wiederauferstehungszentrum verlassen hatten.


Endlich war der Moment gekommen, alle Viper, Raptor, zylonischen Jäger und Puddle Jumper hatten das Zielgebiet verlassen. Somit war der Weg frei für den finalen und alles zerstörerischen Atomangriff.

Während Captain Kara Thrace sich mit ihrer Viper bereits auf dem Landeanflug auf die Battlestar Trojan machte, entdeckte sie einen feindlichen schweren zylonischen Jäger. Sofort brach sie ihr Landemanöver ab und nahm die Verfolgung auf. Starbuck setzte noch schnell eine Meldung ab, obwohl sie die Jagd bereits fortsetzte.

Sie bekam nicht richtig mit, wie das Wiederauferstehungszentrum von ungefähr ein Dutzend Atomraketen getroffen und dadurch in einer gewaltigen Explosion zerstört wurde.

Zeitgleich hatten einige andere Viperpiloten ebenfalls ihren Kurs korrigiert, denn sie wollten Starbuck unterstützen. Diese näherte sich in einer wilden Verfolgungsjagd einen der großen Gasriesen in diesem System.
Die Viperpilotin aber kannte nur ein Ziel, den Feind zu stellen und zu vernichten, und somit an der Flucht zu hindern. Doch dabei geriet sie in das Auge eines gigantischen Sturms, der auf dem Gasriesen herrschte. Das Jagdfieber hatte sie gepackt, welches Kara blind für die Gefahr machte, in die sie sich in ihren Weiterflug brachte.

Nur schwer kamen die anderen Viper ihres Geschwaders an sie heran. Die Funksprüche nahm sie zu spät war. Denn sie war schon so tief in den Sturm hinabgetaucht, dass eine Umkehr mit jeden Meter, den sie noch weiter nach unten flog.

Ein hilfloser Lieutenant Brandon „Hot Dog“ Constanza konnte nur noch mit ansehen, wie die Viper von Captain Kara „Starbuck“ Thrace, die gerade noch vor wenigen Sekunden erst den feindlichen schweren Jäger hatte zerstören können, von den enormen Kräften der hier herrschenden Elemente zerfetzt wurde.



3 Stunden später
Andromeda-Galaxie
Galactica Flotte
Battlestar Galactica

Der Verlust von Starbuck traf insbesondere ihre engsten Freunde sehr hart. Darunter waren Admiral Adama, Apollo, Colonel Tigh, Sam Anders, Helo, Athena und Dee. Doch dies war nicht die einzige Tragödie, die sich in den vergangenen Stunden ereignet hatte, denn Boomer war es irgendwie gelungen die kleine Hera, die Tochter von Athena und Helo zu entführen.
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#43
Odyssee
Folge 6.05 - “Reunion”

Andromeda-Galaxie
Galactica-Flotte
Battlestar Galactica, Adama‘ Quartier

Die Trauer des Admirals war seit Tagen immer noch sehr groß, denn er hatte Captain Kara „Starbuck“ Thrace wie seine eigene Tochter geliebt. Zudem lag unglücklicherweise Präsidentin Laura Roslin, seit dem Verschwinden, wohl eher der Entführung des Kindes von Athena und Helo auf der Krankenstation der Galactica, weil sie in jenen Moment einen schweren Zusammenbruch erlitten hatte.

Ausgerechnet in diesen schweren Stunden, bekam er Besuch von Colonel Tigh, der ihm etwas Wichtiges mitzuteilen gedachte.

„Ich weiß, dass es jetzt nicht wirklich der richtige Zeitpunkt ist, Bill - aber es muss sein“, begann Saul, der dann etwas offenbarte, was sein Gegenüber, wegen der Frau seines XO, Ellen Tigh, bereits vermutet hatte aber nicht so richtig wahrhaben wollte.
„Das ist doch Quatsch. Ich kenne Sie doch seit über 30 Jahren! Wie kann so etwas auch nur möglich sein?“
„Es ist aber die Wahrheit, ich bin ein Zylon! Ich weiß es, seit einigen Tagen. Ellen hat es mir letztendlich offenbart“, versicherte Saul Tigh seinem langjährigen Freund schließlich abermals, der mittlerweile aufgestanden war und somit fassungslos Auge in Auge vor ihm stand.


Heimatkolonie der Zylonen

„Ah, da ist ja endlich der ersehnte Trostpreis für unser Volk. Ich hätte aber wirklich nur allzu gerne die dummen Gesichter von Adama, Roslin und einigen anderen gesehen“, stellte einer der anwesenden Cavils wispernd und mit einem bösen Lächeln im Gesicht fest. Sogleich nahm er behutsam das schlafende Kind Hera von Boomer entgegen.

Doch alle Zylonen, die sich den Einsern angeschlossen hatten, hatten mit den Rebellen als auch mit den Menschen seit einigen Stunden etwas gemeinsam, nämlich dass sie seit ihrer Erschaffung wieder sterblich waren.

Einer der Simons fing Boomer und Cavil ab, und offenbarte den beiden: „Es ist uns leider vollkommen unmöglich, die Technologie der Wiederauferstehung vom Neuen ganz allein wieder aufzubauen.“
„Das sind, nach unseren Gewinn des Kindes Hera, keine sonderlich guten Nachrichten, sondern das absolute Gegenteil, Vier“, schimpfte der Einser frustriert darauf los, „somit liegt unser aller Leben, der Fortbestand unserer gesamten Rasse, nun ganz allein bei der kleinen Hera! Das ist nicht gerade sonderlich berauschend! Hervorragend!“
„Auch die Suche nach der Heimat des 13. Stammes von Kobol, der Erde, gestaltet sich ohne die Hilfe von Gaius Baltar leider sehr schwierig“, fügte einer der Dorals sofort hinzu.
Daraufhin schnauzte der Cavil noch lauter in die Runde: „Halt die Klappe!“, wobei seine Stimme mehr als nur wütend und gereizt klang.


Electra-Flotte
Ilion, Kontrollraum

Nach sorgfältiger Analysen einiger immer klarer werdender Bewegungsmuster sah Major Jennifer Hailey endlich den richtigen Zeitpunkt für gekommen, denn sie erklärte allen Anwesenden schließlich: „Ich habe mir die Daten sehr genau angesehen, die wir von den Tiefraumsensoren gesammelt haben. Dadurch konnte ich errechnen, wo und wann wir auf weitere Überlebende aus den Kolonien treffen könnten…“
„Wo und wann denn genau, Major Hailey?“, unterbrach sie sogleich eine sehr ungeduldige gewordene Admiral Diana McBride, die wie alle anderen um sie herum auch, es nicht länger abwarten konnten, endlich die unerwartete Chance doch noch zu erhalten, weitere Überlebende ihres Volkes anzutreffen, und dass dieser wirklich große Moment tatsächlich in der Tat demnächst eintreffen sollte.

Der Monitor, der die Präsentation zeigte, änderte abermals das Bild, und Major Hailey antwortete: „Hier könnten wir auf eine oder gar zwei Flotten treffen, Admiral. Es handelt sich dabei um einen gewaltigen Nebel. Entstanden vermutlich durch eine Supernova vor vielen tausenden von Jahren.“
„Wir kennen diesen, vor etwa 5.000 Jahren entstandenen, gewaltigen Himmelskörper als den Ionischen Nebel“, erklärte Admiral Steven Baker schließlich, der zum Glück diese Aufnahme sofort hatte identifizieren können.


Galactica-Flotte
Battlestar Galactica, Bereitschaftsraum

Die schon seit Tagen aufgeregte und wartende Presse, hatte sich schon kurz nach dem gestatteten Einlass eingefunden. Und dadurch, dass Laura Roslin als Präsidentin und Anführerin durch den erlittenen Schwächeanfall wohl für lange Zeit ausfiel, gab Admiral Adama eine kurze Erklärung ab, in der er unter anderen seine Entscheidung weiter nach der Erde zu suchen, erneuerte.


Heimatkolonie der Zylonen
Kommandozentrale

Voller und ungeteilter Zuversicht war nicht nur einer der Cavils, sondern die meisten der Einser immer noch nicht, denn die vorliegenden Daten, die Gaius Baltar ihnen vor langer Zeit hinterlassen hatte, könnten durchaus natürlich auch vollkommen falsch sein. Weshalb man daher nur einer recht kleinen Flotte den Auftrag gegeben hatte, dieser dünnen Spur trotzdem noch weiter zu folgen. Auch ein anderer Teil der gesamten noch übrigen großen Armada von den Zylonen, der mit einen klaren Auftrag zur Erde von der Acht, Captain Sharon Satterfield aufgebrochen war, würde einige Jahre dorthin unterwegs sein. Dies waren alles klare Fakten, die von niemand von der Hand zu weisen waren. Und dennoch stand auch schon eines unumstößlich fest, sein Volk benötigte mehr als nur das Mädchen Hera, nämlich wieder die Technologie der Wiederauferstehung.


Galactica-Flotte
Concordia, Besprechungsraum < > Brücke

Die Unmenge von den gewonnen Informationen, die man aus dem Datenstrom aus den Computern des Wiederauferstehungszentrum erhalten hatte, waren nicht nur allein für die Menschen in der Flotte der Überlebenden von den Kolonien von Kobol sehr alarmierend.
Sondern auch für die neuen Verbündeten aus der Milchstraße, daher nahm General Samantha Carter sofort Kontakt mit Erde auf. Die Verbindung war auf Grund der hohen Distanz sehr schwach, aber doch reichte diese glücklicherweise aus um die Informationen an General Jack O‘Neill weiterzugeben.



Milchstraße
Sol-System
Erde
Homeworld Command, Kontrollraum

„Ich werde es umgehend weiterleiten! Wir werden ab sofort den leeren Raum zwischen der Andromeda-Galaxie und der unseren verstärkter überwachen und mit Patrouillen kontrollieren… mit etwas Glück können wir die Zylonen somit rechtzeitig aufhalten, und zwar bevor sie einer bewohnten Welt in der Milchstraße schweren Schaden zufügen können! Könnte durchaus möglich sein, dass ich Sie mit der Concordia der Flotte von den Zylonen nachschicken muss, da die bereits auf dem Weg zur Destiny ist, Sam“, sagte der Leiter des Homeworld Command.
„Ich hörte gerade, dass sich diese Flotte hier, die von der Battlestar Galactica angeführt wird, in wenigen Minuten wieder in Bewegung setzen wird. Die Verbindung wird dann wahrscheinlich nicht mehr funktionieren, Jack.“

Jack hatte sich sofort nach der Konferenzschaltung mit Sam in sein Büro zurückgezogen. Nach und nach setzte er sich dann auch schon unverzüglich unter anderem mit dem IOA sowie der UN in Verbindung. Diese neuen Berichte sorgten für ein allgemeines, sehr großes Unbehagen, da man nur sehr schwer, wenn sogar überhaupt nicht die Destiny vor den Zylonen warnen konnte, weshalb man sich deswegen darauf konzentrieren wollte mit einem Großteil der eigenen Flotte, in Absprache mit den anderen Großmächten der Milchstraße, den leeren Raum zur Andromeda zu sichern.
Der Vorschlag von General O‘Neill eventuell die Concordia zu entsenden, damit General Carter das Team von Hank McCoy vor einem möglichen Kontakt mit den Zylonen zu warnen, wolle man aber zunächst noch prüfen.



Andromeda-Galaxie
Hyperion-Flotte
Battlestar Hyperion, CIC

Alle Schiffe in der Hyperion-Flotte hatten mittlerweile die neuen Sprungkoordinaten erhalten. Doch Admiral Alexander Korfu ließ noch etwas Zeit vergehen, denn er hatte es nicht besonders eilig. Er wartete solange bis sich Präsident Richard Adar ebenfalls neben ihm eingefunden hatte.
Erst jetzt, gab er das Kommando an die Flotte, endlich den vorbereiteten Überlichtsprung durchzuführen.


Ionischer Nebel

Für einen fernen Beobachter musste es ein regelrechtes Gewitter sein, welches er dort in oder nahe dieses Himmelskörpers beobachtete, denn hunderte grelle Blitze leuchteten in unmittelbarer Nähe des Ionischen Nebels kurz auf, als die Flotten der Galactica, der Electra und der Hyperion mittels ihrer Überlichtsprünge dort ankamen. Kurz darauf öffnete sich auch noch ein Hyperraumfenster, und daraus tauchte schließlich die Concordia am vereinbarten Treffpunkt ein.

Doch unmittelbar nach der Ankunft dort, schien es auf sämtlichen Schiffen der drei Flotten der Kolonialen vollkommen unerwartete technische Probleme zu geben, wovon selbst auch das Basisschiff der Zylonenrebellen betroffen war, was wohl an in der Schlacht beim Wiederauferstehungszentrum erlittenen starken Beschädigungen lag. Aber auch die Concordia war von den seltsamen Störungen zum Teil ebenfalls betroffen.

Battlestar Galactica, Stauraum

Colonel Saul Tigh, Ellen Tigh, Chief Galen Tyrol, Tory Foster und Samuel T. Anders hielten sich, bis auf die beiden letztgenannten, an unterschiedlichen Orten an Bord des Kampfsterns auf. Doch sie folgten dem Klang der Musik, der die fünf letztendlich in einen Stauraum auf dem gleichen Deck geführt hatte, wo sich auch das Combat Information Center befand.

„Dann ist es also war, wie sind wirklich Zylonen“, stellte Galen ernüchtert fest, der das Gespräch mit Ellen Tigh bis jetzt nicht für voll genommen hatte.
„Und was machen wir jetzt?“, wollte Tory erfahren, denn der Alarm tönte durch den alten Kampfstern.
„Was wohl“, begann Saul mit einem verstimmten Knurren, „das Schiff wird angegriffen, also erledigen wir unsere verdammten Jobs, um es gegen den Feind zu verteidigen!“

Battlestar Galactica, CIC

Im gleichen Moment herrschte schon seit einigen Minuten im Combat Information Center der Galactica ein großes und vor allem hektisches Handeln. Denn war mit einer Lage konfrontiert worden, die vollkommen neu war.

„Wir haben mehrere DRADIS-Kontakte, Admiral! Es sind nicht nur koloniale Kennungen, sondern auch welche von den Zylonen!“, meldete jemand mit hektischer Stimme.
Doch William Adama brummte nur fragend in die Runde: „Wo ist Colonel Tigh? Und sagen sie der Flotte, dass sie umgehend zu den Notfallkoordinaten springen soll, Helo!“
„Alle Schiffe melden Probleme und werden frühestens in etwa 20 Minuten ihre Computer erneut gestartet haben sowie bereit zum Sprung sein…“
„Das wird böse ausgehen… Ich will alles, was fliegen kann und wer jemals in seinem Leben etwas geflogen hat, sofort da draußen haben!“, bellte der Admiral im harschen Befehlston, gerade zu dem Zeitpunkt als Colonel Tigh und Tory Foster in das CIC traten.


Von allen Kampfsternen der drei Flotten der Überlebenden aus den 12 Kolonien von Kobol, die im Ionischen Nebel zusammengetroffen waren, starteten für ungefähr fünf Minuten ohne Pause Viper und Raptor, die damit begannen eine dichte, wenn auch nur sehr dünne Verteidigungslinie aufzubauen sowie die feindlichen Geschwader der Zylonen entgegenzufliegen.
Auch von der Concordia aus wurden, mit Ausnahme der Puddle Jumper, alle verfügbaren F-302er in den Kampf gegen die aufgetauchten 13 Basisschiffe der Zylonen geschickt.

Die schwer zu zählenden Jägergeschwader der Zylonen gingen natürlich sofort zum Angriff auf die Menschen über, die sehr, sehr viel Mühe haben würden alle zivilen Schiffe vor dem feindlichen Beschuss zu schützen. Und der Beschuss kam nicht nur von den Raidern und schweren zylonischen Jägern, sondern natürlich auch von den Basisschiffen der Zylonen, die ohne Pause Raketen auf die Raumschiffe der Menschen abfeuerten.

Da glücklicherweise das Manövrieren noch möglich war, schoben sich die Kampfsterne allesamt zwischen die zivilen Schiffe und der feindlichen Flotte der Zylonen, mit dem Ziel das Ausmaß der bevorstehenden Verluste irgendwie möglich zu minimieren.
Ohne lange zu warten, ließ General Samantha Carter auch umgehend die Concordia so manövrieren, dass sie einige zivile Schiffe der neuen Freunde und Verbündeten schützen konnte. Dabei ließ sie die Schutzschilde so einrichten, dass sie möglichst viel des feindlichen Beschusses abfangen sollten.

Der Kampf dauerte erst nur wenige Minuten als noch weitere Basisschiffe der Zylonen eintrafen, die zu der Fraktion um Cavil hielt.
Im Verlaufe der Kampfhandlungen wurde die große Flotte der Menschen von den Raumschiffen ihrer Feinde in die Zange genommen. Alle Befehlshaber der Kampfsterne wussten, dass sie so gut es nur möglich war, ihre zivilen Schiffe schützen mussten, zumindest solange bis endlich die Überlichtfähigkeit wieder funktionstüchtig war. Doch dies würde noch mindestens eine Viertelstunde dauern.

Wie hochaggressive Wespen attackierten die Raider und schweren Jäger der Zylonen die die Verteidigungslinien der Kolonialen. Denn der Feind versuchte an mehreren Stellen durchzubrechen, um zu den zivilen Schiffen zu gelangen.

Momentan standen sich 18 Kampfsterne plus der Concordia und dem Basisschiff der Rebellen, gemeinsam mit ihren Geschwadern einer Streitmacht von 30 großen Schiffen der Zylonen und ihren Geschwadern von den Anhängern Cavils gegenüber.

Die Feinde der Menschen bemerkten eines sehr schnell, was sie auch schon aus dem Ersten Mensch-Zylonen-Krieg kannten, nämlich dass sich die Schiffe der Berzerk-Klasse nicht wirklich aktiv am Kampfgeschehen beteiligten. Dies lag natürlich daran, dass sich in der Konstruktion dieser Kampfsterne einige Fensterreihen im oberen Bereich des großen Hauptschiffskörpers befanden. Dies war eine eindeutige und vor allem sehr empfindliche Schwachstelle, welche die Maschinenwesen natürlich gedachten brutal auszunutzen. Es handelte sich dabei um die Aron, Dionysos, Koios und Lyxis, die sich immer stärkeren Angriffen durch die Raider und schweren zylonischen Jägern ausgesetzt sahen.

U.N.S. Concordia, Brücke

Mit großer Sorge beobachtete und verfolgte General Samantha Carter das aktuelle Geschehen um ihr eigenes Schiff herum. Sie wusste aber, dass sie und ihre gesamte Crew nur durch die Schilde gut gegen die heftigen Angriffe geschützt waren. Ein Schutz, den nur einige kleinere Schiffe der Flotte der Galactica mit nutzen konnten, weil der Bereich des Energiefeldes um die Concordia herum erweitert worden war. Doch Sam wollte natürlich mehr tun, am liebsten in die Offensive gehen und die feindlichen Mutterschiffe mit den mächtigen Energiewaffen angreifen. Doch war dies unmöglich, da sie dafür ihre aktuelle Position natürlich verlassen müsste, was die Zylonen sofort ohne Erbarmen ausnutzen würden. Somit stand Sam Carter vor einem traurigen Dilemma.

Battlestar Galactica, CIC

Eine gefühlte Ewigkeit sagte Admiral William „Husker“ Adama nichts dazu, was ihm gerade General Samantha Carter vorgeschlagen hatte. Doch sagte er mit seiner rauen Stimme in den Hörer: „Wir müssen das aber verdammt sehr gut koordinieren, damit es keine traurigen Unfälle und vermeidbaren Verluste gibt. Es ist uns beinahe unmöglich geworden, uns mit den anderen Kampfsternen abzustimmen, weil die Zylonen permanent versuchen, sämtliche unserer Funkfrequenzen zu stören. Leider sind sie damit sehr erfolgreich…“
„Dann übernehmen wir die Koordination“, hörte er Sams Stimme sagen, die damit anbot den Mittelpunkt der Kommunikation aller Schiffe zu übernehmen.
Adama wusste, dass er keine Wahl hatte, und sagte seufzte: „Gut. Ich bin einverstanden. Hoffentlich sind es die anderen Befehlshaber auch, denn immerhin sind Sie, Ihr Volk und Schiff unseren Volk größtenteils noch absolut unbekannt.“

Battlestar Pegasus, CIC

Schon seit einigen Minuten konnte Captain Anastasia „Dee“ Dualla, die als XO an Bord dieses Kampfsterns ihren Dienst versah, ganz genau mitverfolgen wie die Unruhe in Commander Lee „Apollo“ Adama anwuchs. Sie spürte, dass ihr Vorgesetzter, der zudem auch noch ihr Ehemann war, sich wohl am liebsten selber in eine der Viper setzen und sich an dem Kampf da draußen beteiligen würde.
Kurz darauf begegneten sich ihre Blicke. Der Commander der Pegasus seufzte leise.
„Wenn nicht bald ein kleines Wunder geschieht, wird dieser Tag ein sehr trauriger für unser Volk sein“, wusste Dee.


Der unausweichliche Moment war schließlich gekommen, da die unerbittlichen Angriffe der zylonischen Jäger schließlich ihre Wirkung erreicht hatten, denn die Dionysos, ein Battlestar der Berzerk-Klasse, wurde an ihren schlechtgeschützten Fenstern, die sich oberhalb des Schiffskörpers befanden, mehrfach gezielt von Raketen getroffen. Die darauffolgenden Explosionen waren so verheerend, dass natürlich auch noch einige der zivilen Raumschiffe, die sich in der unmittelbaren Nachbarschaft befunden hatten, zerstört beziehungsweise massiv beschädigt wurden.

Doch die Freude über diesen Erfolg konnten die Zylonen nicht lange genießen, denn die Concordia setzte nun unter dem Kommando von General Samantha Carter zum ersten Male gezielt ihre mächtigen Energiewaffen ein. Es waren allerdings beim ersten Male neun Treffer nötig, um das erste Basisschiff von der feindlichen Flotte zu vernichten. Wobei die zylonischen Raider und schweren Jäger, die sich in den Schussbahnen befunden hatten einfach pulverisiert wurden, ohne den abgefeuerten Energiestrahl zu stören.

Aber auch dieser Erfolg für die Menschen wehrte nicht lange, denn kurz darauf wurde die Koios von einigen Treffern durch die Zylonen so schwer beschädigt, dass Commander Julius Rubicon sich dazu gezwungen sah, die sofortige Evakuierung seines Schiffes anzuordnen. Doch würde die Anzahl der Raptor, die sich noch an Bord befanden nicht für alle ausreichen, weswegen daher die sofortige Hilfe von der Concordia erbeten wurde, die Personal und Vorräte zu sich an Bord transportieren sollte.


3 Lichtjahre entfernt
Ilion, Kontrollraum

Ungeduldig mussten die Menschen an Bord des Antikerstadtraumschiffes ausharren. Unter ihnen waren unter anderem auch Major Jennifer Hailey und Lieutenant Cassandra Fraiser, die nur über eine schwache Funkverbindung in Kontakt mit der Concordia standen. Das Signal musste so schwach wie nur möglich sein, damit die Zylonen nicht irgendwie auf Ilion aufmerksam wurden, aber stark genug um mit dem Schiff von General Carter zu kommunizieren, denn einer solchen Übermacht hätte dieses letzte Bollwerk der Antiker in dieser Galaxie, trotz all der vorhandenen fortschrittlichen Technologie nicht für lange sehr viel entgegenzusetzen.

„Wir müssen doch etwas tun können?“, stöhnte jemand, der wie viele andere Überlebende aus den 12 Kolonien von Kobol war.
Dabei sah nicht nur er auf die Uhr, die anzeigte, dass es bald soweit sein würde. Noch zwei Minuten, dann würden die meisten Schiffe der Menschen hoffentlich wieder ihre Überlichtfähigkeit wiedererlangt haben.


Ionischer Nebel
Battlestar Galactica, CIC

Auf den Plan von Admiral Adama hin, der sein Vorhaben über die Concordia an alle koloniale Schiffe glücklicherweise hatte weiterleiten können, sollten zunächst nur all die zivilen Schiffe und die für eine weitere Fortführung des Kampfes zu stark beschädigten Kampfsterne zu den Koordinaten springen, wo sich Ilion befand.

Bill und Saul sahen immer wieder auf die Uhr.

Die angepeilte Zeit war gerade vor wenigen Sekunden abgelaufen. Kurz darauf meldeten auch schon die ersten Schiffe endlich wieder Kontrolle über ihren FTL-Antrieb zu haben, und somit bereit für den Sprung, zu den Koordinaten am neuen Sammelpunkt zu sein.


Die ersten Schiffe der Menschen konnten sich somit endlich in Sicherheit bringen. Da auch das Basisschiff der rebellischen Zylonen immer noch sehr stark beschädigt vom Angriff auf das Wiederauferstehungszentrum war, zog es sich ebenfalls als eines der ersten Schiffe zurück, kurz nachdem die eigenen Geschwader wieder zurückgekehrt waren.

Doch noch immer gab es sehr viele Schiffe, die noch nicht soweit waren und daher den Schutz und die Deckung der Kampfsterne sowie der Concordia weiterhin dringend benötigten. Ein großer Raum des Nebels wies bereits unzählige umherdriftende Trümmer auf. Denn dem Schlachtschiff der Erde war es bisher gelungen, sieben Basisschiffe der Zylonen zu zerstören.

Zylonen-Flotte
Flaggschiff, Brücke

Die Nervosität bei den Zylonen von Anhängern Cavils wuchs an, denn je mehr Schiffe der Menschen weggesprungen waren, desto mehr Raum hatte das fremde Schiff der Menschen, um vernichtende Gegenangriffe zu starten. Doch den Kampf einzustellen, daran war für die Zylonenmodelle, die die Menschen hassten, nicht zu denken, denn sie wollten so viele Schiffe von ihren Feinden sowie deren Bewohner vernichten, wie sie nur konnten.

Aber der Einser Cavil war nicht untätig, da er Patrouillen von Raidern und schweren Jägern aussandte, die unverzüglich nach den Menschen und ihrer Flotte suchen sollten, die das Schlachtfeld mithilfe eines Überlichtsprunges verlassen hatten.


Centauria-Flotte
Battlestar Centauria, CIC

Die recht kleine Flotte, die dem anführenden Kampfstern Centauria folgte, hatte sich dem Ionischen Nebel nur mit Sublicht genähert. Der Grund dafür war, dass man schon einmal Schwierigkeiten mit der Energieversorgung und den Schiffscomputern in der gesamten Flotte gehabt hatte, als man sich schon einmal in die Nähe eines solchen Astronomischen Körpers gesprungen war.

„Sir. Ich habe hier etwas auf dem DRADIS. Könnte ein einzelner zylonischer Jäger sein“, meldete der Taktikoffizier.
Sofort ging der Blick von Admiral Theodor Thasos nach oben, dann befahl er: „Die CAP soll das verfluchte Ding sofort abfangen und zerstören! Die übrige Flotte soll sich bereit machen umgehend zu den Sammelkoordinaten springen, falls sich noch mehr Objekte zeigen sollten!“
„Admiral. Das Objekt, in der Größe eines Jägers, befindet sich jetzt auf Abfangkurs zu uns! Wo zum Donnerwetter bleibt unsere CAP?“, knurrte der XO des Flaggschiffes.

Schon wenige Minuten später meldete sich die CAP. Doch was sie mitzuteilen hatte, schien nur zu schön, um wahr zu sein.

„Eine Viper der Galactica, Admiral. Was geht hier vor?“
„Keine Ahnung, Colonel. Aber wir werden Starbuck folgen!“
„Verstanden, Admiral.“


Ionischer Nebel
Koloniale Flotte

Noch immer befanden sich einige handvoll zivile Schiffe in der Nähe des Nebels, die nach wie vor von den Kampfsternen geschützt werden mussten. Für die Battlestar Galactica war es ein besonders gefährlicher Einsatz, denn Chief Tyrol hatte Admiral Adama erst vor kurzem erneut davor gewarnt, den alten Kampfstern nicht solch ein so hohes Risiko auszusetzen.

Schließlich sprang auch die Galactica weg, da Adama sich an die Warnungen von Tyrol erinnert hatte.

In der Zwischenzeit war es der Concordia gelungen, noch vier weitere Basisschiffe sowie sechs Hilfsschiffe, die in etwa halb so groß wie ein Basisschiff, der Zylonen zu zerstören. Aber man hatte auch selber enorme Verluste durch diese Schlacht hinnehmen müssen. Mehrere zivile Schiffe der Menschen und deren Besatzungen waren den unerbittlichen Angriffen der Zylonen zum Opfer gefallen, und nicht nur einige der Kampfsterne sowie mehrere ihrer Geschwader von Viper und Raptor.

U.N.S. Concordia, Brücke

Alle Schiffe der Kolonialen hatten sich endlich in Sicherheit bringen können. Aber General Samantha Carter wollte noch nicht zum Sammelpunkt aufschließen, sondern noch einige Gegenangriffe starten, zumal sie jetzt freie Bahn hatte, um dem Feind einen gehörigen Denkzettel zu verpassen. Ihr Ziel war es nämlich den Zylonen, durch diese eindrucksvolle Machtdemonstration der Feuerkraft der Concordia, vor möglichen weiteren Angriffen auf die Überlebenden der Kolonien von Kobol abzuhalten

Dass sich eventuell weitere feindliche Schiffe zeigen würden, damit war durchaus zu rechnen gewesen. Aber es war eine Flotte der Kolonialen, die sich ihnen genähert hatte. Sofort ließ Sam eine sichere Funkverbindung herstellen, damit diese Flotte nicht ebenfalls in Bedrängnis durch die Maschinenwesen geriet.

Aber auch hier mussten die Kampfsterne sofort den Rückzug den zivilen Schiffe in der Flotte decken. Man war gerade dabei eine Verteidigungslinie aufzubauen, als die Tauron, ein Kampfstern der Berzerk-Klasse meldete, dass der FTL-Antrieb durch den Beschuss der Zylonen schwer und irreparabel beschädigt worden sei.
Carter bot daher schnell an die Besatzung, benötige Vorräte und wichtige Ausrüstung mit Hilfe der Transporttechnologie der Concordia zu bergen, weil das beschädigte Koloniale Schiff offensichtlich nicht mehr zu retten war.

„Sie sind alle weg, General!“, rief Captain McIntyre über den Lärm hinweg, da jetzt, weil alle anderen Schiffe der Menschen weg waren die Concordia nun von der gesamten Flotte der Zylonen massiv beschossen wurde.
„Unsere Schilde sind jetzt runter auf 57 Prozent, Ma‘am!“, meldete Major Johnson.
„Na gut“, begann Sam und ordnete an, „noch einen starken Gegenangriff, dann ziehen auch wir uns zum vereinbarten Sammelpunkt zurück!“



1 Stunde später
Andromeda-Galaxie
Koloniale Flotte

Es lag eine gewisse bittere Ernüchterung in der Luft, und zwar an Bord eines jeden einzelnen Schiffes. Viele hatten bei der Schlacht im Nebel ihr Leben lassen müssen. Daher konnte man sich auch nicht damit trösten lassen, dass man sich mit anderen Flotten von Überlebenden zu einer großen Kolonialen Flotte vereinen hatte können, sowie dass auch die feindlichen Zylonen um Cavil schwere Verluste hatten einstecken müssen.

Ilion, Konferenzraum

Die wichtigsten Anführer der bisherigen einzelnen Flotten hatten sich gewissermaßen auf neutralen Boden versammelt, denn nun lag es zunächst daran Bilanz zu ziehen.

Insgesamt waren in den letzten Tagen 6210 Menschen, die den Angriff auf die Kolonien von Kobol überlebt hatten von den Feinden getötet worden. Davon waren die meisten unter ihnen Zivilisten. Aber es waren auch mehr als 70 Zylonen in Menschenform und weitere tausend Zylonen in Gestalt von Zenturios und Raider in Folge der Kämpfe gestorben, die sich der Flotte von Admiral Adama angeschlossen hatten. Zusätzlich hatten die Kolonialen im Kampf gegen Cavil und seine Flotte außerdem noch fünf Kampfsterne, 208 Viper und 122 Raptor verloren.
Doch auch General Carter hatte schmerzhafte Verluste erlitten, denn es waren 20 F-302er vom Feind zerstört worden, wobei 18 Pilotinnen und Piloten ums Leben gekommen waren.

Doch die ersten Spannungen unter den Militärs waren bereits jetzt für viele spürbar, denn die Admiräle mussten sich nun wirklich sehr schnell einigen, wer denn von ihnen die Befehlsgewalt über die gesamte Flotte übernehmen sollte. Und bei allen politischen Vertretern musste ähnlich entschieden werden, wer von ihren anführenden und gewählten Präsidenten das Amt des Präsidenten aller Menschen in dieser großen vereinten Flotte ausführen sollte.

Auch die unerwartete und absolut rätselhafte Rückkehr von Captain Kara „Starbuck“ Thrace sorgten vielerorts für wilde Spekulationen, und dies obwohl sie mehrfach gründlich auf mehreren Schiffen medizinisch untersucht worden war. Ihre Viper wurde ebenfalls, gleich ihrer Pilotin ungewöhnlich penibel technisch durchgecheckt, weil diese aussah, als wäre sie gerade eben frisch aus der Fertigung gekommen.

Doch noch etwas war klar, nämlich dass sich die Fünf an Bord der Flotte von Admiral Adama aufhielten, was auch John Cavil, der Einser, allen schließlich mittlerweile bestätigt hatte.


Heimatkolonie der Zylonen
Konferenzraum

Wie immer eröffnete einer der Einser die dringend einberufene Sitzung, an der Vertreter des eigenen Modells sowie der Vierer und Fünfer im Beisein von Boomer teilnahmen.

Die Armada der Zylonen hatte vollkommen unerwartet schwere massive Verluste hinnehmen müssen. Doch noch etwas war ihnen allen klar geworden, dass sie ohne Hilfe der Fünf es nicht wieder schaffen würden, wieder erneut in den wichtigen Besitz der Wiederauferstehungstechnologie zu gelangen, damit ihr Volk nicht dazu verurteilt war auszusterben. Was zumindest die einst von den Fünf entwickelte menschliche Form anging.

Weswegen nach einer langen Debatte der Beschluss gefasst wurde, dass man nur unter einigen gewissen Bedingungen dazu bereit war, vorübergehend oder gar möglicherweise für immer sämtliche Kampfhandlungen gegen die Menschen zu beenden. Aber nur, wenn die Fünf ihnen dabei halfen, die für sie wichtige Technologie der Wiederauferstehung wieder neu zu erschaffen.

Odyssee
Folge 6.06 - “Mollis Puncta in Posterum”

Milchstraße
Sol-System
Erde
Homeworld Command

Der Kontakt zu Ilion sowie natürlich ebenso zur Concordia war erneut unterbrochen.
Doch während sich die meisten Politiker und andere Persönlichkeiten in den wichtigsten Institutionen auf der Erde schon damit begannen, sich die ersten Sorgen zu machen, blieb natürlich als einer der wenigen dort, General Jack O‘Neill zuversichtlich, denn General Carter hatte ihn ja bereits darauf hingewiesen, dass es eine gewisse zeitlang keinen Kontakt zur Stargate Command Base auf dem Mars, und somit auch zum Homeworld Command auf der Erde geben würde. Es würde demnach einige Zeit dauern bis es wieder einen Kontakt über eine Wurmlochverbindung über die Stargate Command Base auf dem Mars zu den Menschen in der Andromeda-Galaxie gab, nämlich wenn die neue astronomische Position und somit auch die Stargate-Adresse von Ilion feststand, damit man wieder das Sternentor als Transportmittel nutzen konnte.

Die einzigen Themen, die den General momentan wirklich aktuell beschäftigten und große Sorgen machten, waren die zwei Verbände von den Zylonen. Der eine, der sich auf dem Weg zur Milchstraße befand, und der andere der zur Destiny unterwegs war.

Doch als ob dies nicht genug war damit war, machte wieder einmal mehr die Orici Adria weitere Probleme, die trotz aller Warnungen von Myrrdin und Artus zum Trotz, immer noch nach wie vor nach der alleinigen Herrschaft im dem ihr bekannten Universum strebte. Doch waren dies bislang nur Vermutungen, für die jegliche und klar belegbare Beweise dazu fehlten zurzeit noch.

Aber noch eine andere bedeutende Sache musste von Jack O‘Neill dringend geklärt werden. Um nicht vollkommen allein mit der Lösung dieser Problematik zu sein, griff er auch schon zum roten Telefon und wählte zügig die Kurzwahlnummer von Hank Landry, der sich erst vor Kurzem in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet hatte.



Pegasus-Galaxie
Todds Territorium
M-2468

Der Planet war abgelegen, doch er war sehr schnell zum Zentrum der neuen Wraith-Kultur geworden, die von Todd angeführt wurde. All deren Bewohner waren allerdings männlich, weswegen bei einigen der Bewohner die ersten Zweifel aufkamen, ob ihre neue Form und Erscheinung wirklich nützlich sein und ihre Spezies dadurch überleben würde.

Die ersten von ihnen begannen daher bereits insgeheim Pläne gegen die Führung von Todd zu schmieden, der nach wie vor darauf sann auch die letzte noch lebende Wraith-Königin aufzuspüren und zu vernichten. Im Prinzip konnte keine der größeren Fraktionen der Wraith der anderen voll und ganz vertrauen. Wie üblich hatten sich die ehemaligen Kriegerdrohnen zum größten Teil ihren bisherigen Offizieren untergeordnet. Aber es gab natürlich auch Ausnahmen, weil einige sich einer anderen Fraktion angeschlossen hatten.

Für Todd bestand deswegen das Hauptaugenmerk und die damit ausgefeilte Taktik seine Machtposition zu bewahren darin, nicht alles von dem, was er an Wissen und Erfahrungen erlangt hatte, an andere preiszugeben und mitzuteilen, obwohl es sich auch um seine eigenen Verbündeten innerhalb der neu entstandenen Wraith-Kultur handelte. Aber er hatte einen entscheidenden Vorteil auf seiner Seite, der ihn zumindest auf jeden Fall am Leben erhalten würde, nämlich seine engen und direkten Kontakte zu John Sheppard und seinem Team sowie nach Atlantis. Doch er hatte sich schon zu oft in seinem Leben in Gefangenschaft befunden, weswegen er dazu bereit war alles zu tun, damit dies nie wieder geschah.

Derzeit forschte nicht nur er daran, wie ihr gesamtes Volk auch auf dem normalen und biologischen Wege auch ohne eine Königin überleben konnte. Weil es riskant war, dass ihm jemand seine Forschungen ausspähen könnte, war er vorerst dazu gezwungen alleine und im Verborgenen zu arbeiten. Enttäuscht von den ersten Experimenten und Tests, entschied sich Todd für eine andere, aber natürlich auch eine sehr gewagte Lösung, die ihm letzten Endes den meisten Erfolg versprach.

Mit einem nervösen Brummen trat er an ein Kühlfach heran. In diesen lagerten unzählige genetischer Proben von einer Vielzahl von Lebewesen, die es in der gesamten Pegasus-Galaxie gab. Darunter befanden sich natürlich auch welche von den Wraith. In einem verborgenen Versteck, einer Ausbuchtung, die so groß war, wie ein Gymnastikball, lagerte er isoliert von allen anderen Proben von allen Wraith-Königinnen, die er hatte finden und auftreiben konnte.

„Dann wollen wir mal mit der Arbeit beginnen“, murmelte Todd, als er eine erste Probe aus einem Fach herausnahm, sie ins Licht hielt und danach das Geheimversteck wieder sicher verschloss. Danach begab er sich zu einem speziellen und sterilen, hermetischen und abgeschirmten Bereich seines Labors, um endlich mit der eigentlichen Arbeit zu diesen gewagten Projekt, zu welchen er sich entschlossen hatte, zu beginnen.



Andromeda-Galaxie
Koloniale Flotte
Ilion, Konferenzraum

Alle entsendeten Delegierten aus der gesamten Flotte trafen sich gewissermaßen auf neutralen Boden. An der Konferenz nahmen unter anderen, obwohl immer noch stark angeschlagen, auch Laura Roslin und Richard Adar teil.

Schnell wurde aber allen Teilnehmern an dieser Konferenz klar, dass man zunächst die zivilen und militärischen Vertreter in der Flotte getrennt voneinander tagen lassen müsse, weil ihre Belange nämlich zu unterschiedlich waren.

Die Menschen aus der Milchstraße allerdings, hielten sich zunächst aus den komplizierten Angelegenheiten ihrer Verbündeten heraus. Einen Vorteil von diesen bereits bestehenden Beziehungen, würden allerdings nur die Teilflotten der Electra, der Galactica und eventuell der Centauria haben.

Zu verschiedenen Zeiten und immer im Wechsel, trafen sich die wichtigsten Personen der Politik und des Militärs im Konferenzraum des alten Antikerstadtraumschiffes, wenn sie sich nicht gerade in Kleingruppen beratschlagten. Es war allerdings wohl keine allzu große Überraschung, dass sich die höchsten Kolonialen Offiziere innerhalb des Militärs wohl am schnellsten einigen würden.

Zum zweiten Male an jenen Tage, am frühen Nachmittag, gleich nach dem Mittagessen, saßen alle Admiräle und Commander aller Kampfsterne sowie auch die Vertreter der Zylonen des Basisschiffes, welches sich der Flotte der Galactica angeschlossen und der Befehlsgewalt von Admiral Adama unterworfen hatten, beisammen. Es lagen erneut dieselben Punkte auf dem Tisch, zu denen alle mehrere Stunden Zeit bekommen hatten, darüber nachzudenken.

Es waren eigentlich nur zwei bis drei Punkte, die es untereinander zu klären galt, nämlich den Ersten Admiral, der die Oberbefehlsgewalt über die gesamte Flotte haben sollte, zweitens die Aufteilung des gesamten vorhandenen Materials in Gestalt der Viper- und Raptorgeschwader, und natürlich des Personals, nämlich der Piloten innerhalb der Flotte, und zu guter Letzt ging es natürlich um die Zylonen, die sich ihnen angeschlossen hatten. Vielen behagte natürlich der letzte Punkt nicht so besonders, dass ausgerechnet ihre ehemaligen Feinde innerhalb ihrer eigenen Reihen agierten und es auch weiterhin sollten. Doch wurde ausgerechnet genau dieser letzte Punkt auf der Debattenliste als Erstes von Admiral William Adama, der den anderen Offizieren eine eindeutige Auflistung aller bisherigen gemeinsamen Zusammenarbeit und Missionen mit den Zylonenrebellen vorlegte, beigelegt.

„Hoffentlich gibt es bei den Politikern keinen allzu großen Widerstand“, brummte Admiral Steven Baker, dem immer noch ein wenig Unwohl dabei war.
„Warten wir es ab“, war alles was der Commander der Galactica darauf noch zu sagen hatte, weil er sich dabei auf Laura Roslin, die die Präsidentin und zivile Anführerin seiner Flotte war, verließ.

Dann folgte eine kurze Pause, in der sich alle ranghohen Offiziere abermals in kleinen Gruppen zusammenfanden, denn es sollte nun gleich um die Wahl gehen, die einen von ihnen an ihre Spitze und somit der Kolonialen Flotte führen sollte.

Zur Wahl standen natürlich die meisten der Admiräle, die von einigen in der Runde vorgeschlagen wurden. Unter den Kandidaten, die unabhängig von allen Anwesenden vorgeschlagen wurden, waren William Adama, Diana McBride, Steven Baker, Samuel O‘Hara und Amanda Carter. Die beiden letztgenannten schieden schon in der ersten Wahlrunde aus. Da es keine klare Mehrheit für einen der drei anderen Kandidaten gab, folgte noch eine weitere Abstimmungsrunde. In dieser fiel dann die Entscheidung, nämlich dass es Admiral Adama sein sollte, der von allen noch lebenden Offizieren der Kolonialen Flotte die längste militärische Erfahrung hatte.

„Ich danke ihnen allen, es ist mir eine große Ehre!“, war alles was Husker zunächst sagen konnte. Nachdem er sich wieder gesammelt hatte, schnitt er sofort den letzten Punkt an, nämlich die Verteilung aller Viper, Raptor und deren Piloten innerhalb der Kolonialen Flotte auf alle Kampfsterne. Doch auch der Zustand aller Kampfsterne und zivilen Schiffe der gesamten Flotte waren ihm ebenso wichtig, denn er offenbarte sofort, dass unter anderem auch die Galactica einer dringenden Überholung bedürfte.

„Wir werden ihnen natürlich sofort die noch nötigen und erforderlichen Dokumente, so schnell wir können, zukommen lassen, Admiral Adama“, versicherte unter anderem auch Commander Amanda Carter, die Befehlshaberin der Battlestar Iuno, einen Kampfstern der Mercury-Klasse.

Ein kurzer Blick auf eine bereits vorliegende, aber nur vorläufige kurze Übersicht genügte Husker, der erkannte, dass die Teilflotte von Admiral McBride am besten mit Fluggeräten und Piloten aufgestellt war.
„Wir können glücklicherweise einige Viper und Raptor mit den vorhandenen Rohstoffen ersetzen“, fügte Admiral Thasos, der Commander der Centauria hinzu, der dabei auf die Produktionsstätten für Viper und Raptor an Bord der Kampfsterne der Mercury-Klasse anspielte.
„Dann will ich es, dass genau dies geschieht! Ich will, dass jeder Viperpilot auch eine Viper und jede Raptorbesatzung einen Raptor zur Verfügung hat! Dann würde ich sagen, dass wir den Raum hier für die Politiker räumen, und uns jetzt zurück auf unsere Schiffe begeben, denn es gibt sehr viel zu tun!“
„Jawohl, Admiral Adama“, erklärte mit einem kurzen Nicken Steven Baker, während sich alle erhoben.



Ori-Galaxie
Celestis

Sicherheitshalber hatte sich die Orici Adria in ihr Allerheiligstes in der Heiligen Stadt zurückgezogen, denn sie wollte nach wie vor die Vorherrschaft über alle Menschen im bekannten Universum erlangen. Doch musste sie sich in Acht vor Myrddin und Artus nehmen, deren Drohung sie absolut ernst nahm. Sie brauchte daher einen neuen und gut überlegten Plan, der ihr letztendlich zum endgültigen Erfolg über all ihre Gegner verhelfen sollte. Denn ihr vorheriger Plan, sich auf die Wraith als losgelassene Dämonen zu setzen, die die Welten von allen Ungläubigen heimsuchen sollten, war durch den unerwarteten militärischen Erfolg der Menschen von der Erde allen Anschein nach für immer zunichte gemacht worden.



Entfernte Galaxie
Destiny, Stargate-Raum

Gerade noch rechtzeitig war das Erkundungsteam um Colonel David Telford auf die Destiny zurückgekehrt. Grund für die Rückkehr in erst letzter Minute war Jack Dalton gewesen. Pete Thornton und MacGyver hatten ihren gemeinsamen Freund regelrecht durchs Sternentor schleifen müssen, weil er bei einer Erkundungsrunde auf eine große Ansammlung von faustgroßen Smaragden gestoßen war. Ein Vorfall, der noch einiges an klaren Aussprachen von der Führung auf der Destiny nach sich ziehen würde.

„Mister Jack Dalton, sofort folgen Sie mir!“, bellte Telford im barschen Befehlston sofort nach ihrer Rückkehr im Stargate-Raum, wovon natürlich auch sehr schnell Camille Wray und Colonel Everett Young Kenntnis bekamen. Aber auch Doktor Nicholas Rush und viele andere Besatzungsmitglieder an Bord der Destiny hörten von dem erneuten Problemen und Schwierigkeiten, welche von Jack Dalton verursacht worden waren.

Der Pilot nahm eingeschüchtert seine Pilotenmütze ab, die er in Brusthöhe dicht an seinem Körper hielt, ja eher schon presste, während er schuldbewusst und bereits eingeschüchtert hinter dem erbosten Colonel herlief.



Andromeda-Galaxie
Koloniale Flotte
Ilion, Konferenzraum

„…dies ist für sehr viele… vollkommen… schwer, oder ganz und gar nicht zu akzeptieren“, schimpfte der Vizepräsident der Teilflotte, die seit dem Fall der Kolonien mit der Battlestar Centauria unterwegs gewesen war.

Laura Roslin, die sichtbar schwer gesundheitlich angeschlagen war, hatte daher große Mühe sich zu behaupten. Aber sie fand dennoch die richtigen Worte, die sämtliche Kritiker, zumindest vorerst zum Verstummen gebracht hatte. In der aktuellen Diskussion ging es nämlich darum, weshalb die Zylonen einen Sitz oder gar mehrere im neuen zu bildenden Rat der Kolonien als auch in der Regierung erhalten hatten und in Zukunft auch behalten sollten. Es war ein schwieriges und brisantes Thema, doch es musste auch dafür irgendwann einmal auch eine verträgliche Lösung her.

Sofort schnitt Richard Adar ein anderes Thema an, nämlich die Präsidentschaft über alle Überlebenden der gesamten Flotte.

„Es geht hier um die politische Führung und den militärischen Schutz von rund 146.000 Menschen“, bemerkte Francine Baltimore, der amtierenden Präsidentin der Electra-Flotte. Auch ahnte nicht nur sie, sondern auch schon bereits Laura Roslin worauf Richard Adar wirklich aus war, nämlich eben auf diese von ihm ins Spiel gebrachte Präsidentschaft über die gesamte Flotte.
„Es dürfte selbstverständlich allen hier in diesem Raum klar sein, dass ich der Präsident aller Überlebenden von den Kolonien Kobols sein möchte. Dies ist mein Anspruch, den ich auch durchzusetzen gedenke. Tut mir leid, für sie alle, die bislang gute Arbeit seit den Angriffen auf unsere Heimatwelten in den bisherigen Teilflotten aller Überlebenden geleistet haben…“, sprach Richard Adar, der allerdings von Laura Roslin unterbrochen wurde.
Sie sagte nämlich: „Vergiss es! Ich bin zwar krank, aber gut ein Drittel der Menschen in dieser Flotte wird von mir vertreten. Und auch Francine vertritt mehr als ein Drittel. Und Du, mein Lieber, eben nicht.“, wobei sie sich mittlerweile schon vollkommen in einem klaren Wahlkampf- und Angriffsmodus befand. Dazu bereit, sich jeden Widersacher zu stellen und offen den Kampf anzusagen.

Eine Pause war daraufhin entstanden, worauf Adrian Auckland, der Vizepräsident von der Galactica-Nyx-Flotte, schließlich das einzige brauchbare Mittel vorschlug: „Es wäre am Besten mit sorgfältig vorbereiteten Neuwahlen dieses Amt zu vergeben, damit wir endlich Gewissheit haben.“
„Gut. Wer ist dafür?“, nickte Laura Roslin, die sich in der Runde umsah.
Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen, womit natürlich auch sofort der harte Wahlkampf untereinander beginnen würde. Da es natürlich sehr viele Kandidaten waren, würde es innerhalb der gesamten Flotte sehr spannend werden, doch die Frage: Was mit den Zylonen und ihren politischen Status innerhalb der Flotte anging, müsste eigentlich sofort entschieden werden.

Die darauffolgende erneute Debatte und Abstimmung in diesem Fall war zwar nicht klar, doch ging er durch eine einfache, aber recht knappe Mehrheit, zugunsten der Zylonen um Natalie aus, weswegen auch sie zumindest vorerst einen Sitz im Rat erhielten, und es somit in dieser Kammer in Zukunft selten zu einem Gleichstand kommen und durch das besondere Vetorechtes vom Inhaber oder der Inhaberin des Präsidentenamtes zu einer Entscheidung würde.



Entfernte Galaxie
Trinitatis

Die Trinitatis fiel planmäßig am Rande eines Planetensystems wieder einmal aus dem Hyperraum. Das von Doktor Hank McCoy geführte, intergalaktische Team, würde sich in diesen Teil des Universums für insgesamt drei Tage aufhalten. Es war somit einer der wenigen längeren geplanten Aufenthalte auf einer festen Position, während ihrer langen Reise zur Destiny.

Trinitatis, Kontrollraum

Es dauerte nicht lange, da verkündete Doktor Rodney McKay auch schon, dass sie wie geplant der Route der Destiny nach wie vor folgten.

„…es wird nicht mehr lange dauern, dann erreichen wir schließlich auch jene Galaxie, in der das Team von Colonel Everett Young und Doktor Nicholas Rush auf die Destiny gelangt ist. Was dann aber auch bedeutet, dass wir einigen der uns schon bekannten Gefahren ausgesetzt sein werden. Also diesen fiesen Aliens, die die Angewohnheit haben, ihre Gefangenen in Wassertanks zu stecken, und so…“

Viele der Anwesenden hörten dem Kanadier nur mit einem halben Ohr zu, denn der Anblick, der sich ihnen allen bot, war einfach mehr als nur überwältigend. Sie alle hatten auf ihrer bisherigen Reise durch das Universum an Bord dieses Schiffes schon so einiges gesehen, doch dieses Planetensystem war es mehr als nur wert, so gut es in den wenigen Tagen ging, erforscht zu werden.
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