[SG/Multi-Crossover] Odyssee
#71
(07.06.2026, 16:27)Durnah schrieb: Hallo JJO, mit einigen Lücken, bin ich jetzt in deine FF in einem fortgeschrittenem Stadium (wieder-)eingestiegen, und zwar ab Folge 7.01.
Der Einstieg klappte sogar besser als ich es erwartet hatte, einige Fragen, die sich ergaben, klärten sich nach und nach. Der ständige Szenenwechsel macht den Schreibstil auf die Dauer etwas hektisch für mich, selbstverständlich ist dies aber genau so beabsichtigt.

Fauna und Flora des neuen Planeten der Überlebenden der 12/13 Kolonien haben also Ähnlichkeit mit der Erde des Pleistozäns. Wird vielleicht noch eine Begegnung mit der Tierwelt genauer geschildert?

Der pervertierte Gebrauch von "Wahrheit", "Einigkeit" und "Frieden" durch Adria macht die Szene in Celestis umso gruseliger.

Ich habe jetzt (noch) nicht nachgelesen, woher die neue Anhängerschaft Adrias (unter den Jaffa und Anderen) herrührt. Was leitet diese Leute bloß? Sogar auf der Erde? Auch wenn man die Unterwanderung im Sinne einer Friedenssicherung zugelassen hat, wie kommen die Leute nur dieser offenkundig falschen Religion zu folgen? Die Adria-Anhänger spielen mit den Institutionen der Erde ein markantes Spiel um Täter-Opfer-Umkehr und Appeasement. Die Last auf den Schultern von Zofia Mazur ist überwältigend, ihre Entscheidungen haben das Potential das Schicksal weit über die Erde hinaus zu bestimmen. Kann man sich denken, auch Vertreter anderer Planeten anwesend waren, zumindest als Beobachter?

Welchen Zweck hat die Tötungsszene in 7.7? Das es nicht in Notwehr oder so geschieht gibt den Protagonisten eine düstere Seite. Überbringens war die wohl entsprechende Hinrichtung eine der wenigen Szenen, die ich zufällig von der neuen Galactica im Fernsehen gesehen habe.
Etwas ungewöhnlich aber frisch finde ich den Einbau eines Ich-Erzählers als Nebenfigur.

Zitat:„Was? Soll das etwa heißen, niemand fliegt diese Dinger selber?“
„Ja, General. Sie werden vermutlich nur nach einem Programm gesteuert…“

Lustig, kurz zuvor hatte ich den Gedanken, dass ferngesteuerte Darts realistischer wären, wenn die Wraith ihre Kämpfer als nicht ganz entbehrlich ansehen.
Werden die ausgesetzten Wraithanbeter es auch so sehen  anerkennen wissen, dass ihnen eine faire Chance auf ein Leben in Frieden und Sicherheit gewährt wurde?
 

Die Möglichkeit einer Wiederaufnahme des Adria-Handlungsstranges wird deutlich betont. Besonders da Adria gesucht wird und sie ihren Namen noch kennt. Zwar ist es unwahrscheinlich sie noch zu ihren Lebzeiten zu finden, doch ist Stargate für seltsame Zufälle bekannt. Zufälle wie diese: 

Zitat:Die Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika, Patricia Armstrong, die auch die Mutter von Chloe Armstrong war, erwartete wie auch ihre Gesundheitsministerin, Maryann Wallace, die Mutter von Eli Wallace, schon seit sehr, sehr langer Zeit auf erlösende Nachrichten, obwohl man natürlich den groben Zeitplan der Trinitatis-Mission sehr gut aus erster Hand natürlich kannte.
Hallo Durnah, das freut mich Smile . Und auch, das einige Fragen schon beantwortet werden konnten.

Ja, der häufige Wechsel von Orten des Geschehens gehören leider zu meinem Schreibstilgerüst. Aber es gibt glaube ich auch Folgen, wo es sich auf ein paar Szenenorte beschränkt Angel .

Auf die Natur des/der neuen Heimatplaneten der Kolonialen gehe ich nicht weiter ein. Kann mich nicht daran etwas zu diesen Thema geplant und geschrieben zu haben Shy

O ja, bevor Adria noch von wem vermisst wird, muss es immer wieder miteinfließen, um die Spannung hoch zu halten. Und was Leute, auch auf der Erde dazu verleitet dem Pfad/Religion der Ori zu folgen, dazu hatte ich glaube ich mal etwas geschrieben... Unzufriedene Personen, die nicht mehr den alten Regeln usw. folgen wollen, sind für solche Dinge sehr empfänglich...
Es musste mal eine handelnde UN her, die durch das schon seit Jahren publike Stargate-Programm dazu gezwungen ist. Waren bestimmt auch Vertreter der Jaffa und Kolonialen und noch anderen Verbündeten anwesend.

Folge 7.07: Tja, Gaeta ist ja schon tot, und so blieb nur noch Zarek übrig, der wie auch in der Serie durch ein Erschießungskommando hingerichtet wurde. Ich orientiere mich des Öfteren an den Vorgaben der Serien, wenn auch die Umstände andere sind und die Ergebnisse einen ganz anderen Verlauf nehmen.

Die Ich-Erzähler-Form als Nebencharakter ist schon von Beginn dieser FF vorhanden Angel . Muss dabei nur aufpassen, meinen eigenen Auftritt und die normale betrachtende Erzähler-Form miteinander abzustimmen.

Es ist eher zu vermuten, dass sich die Gemeinde der Wraith-Anbeter aufspalten könnte, und zwar in welche, die ihren Glauben weiterhin unverändert fortführen und in ein Lager, welches zum Nachdenken angeregt wird.

Vielen Dank für das Feedback, Durnah Smile !

So. Feedback wurde erfolgreich bearbeitet. Ein erster Versuch des Postes mit der neuen Folge schlug irgendwie fehl. Angeblich zu viele Zeichen Angel

Erst einmal ein paar Informationen:
Diese Folge enthält mehrere Varianten, nämlich drei, die die Grundlage für mögliche Fortsetzungen dieser FF bilden.
Zu jeder dieser Varianten gibt, sagen wir ruhig dazu Leseproben ab der 11. bis zur 20. Folge der 8. Staffel.
Bei einer dieser Varianten bin ich schon fleißig am Schreiben. Doch wird dies erst gepostet, wenn ich mit dem Schreiben fertig bin.
Dadurch, dass es sehr viele Zeichen sind, muss ich es leider ein wenig unterteilen Angel

Doch nun genug der Worte, viel Spaß beim Lesen Smile 
Feedback, wie es bislang war, immer gern gesehen Rolleyes 

Odyssee
Folge 8.10 - “Intersections of Dimensions“

Zentrum des Universums
Innere der zweiten, der innersten Struktur
Destiny

In etwa genau dieser Sekunde, hatte laut den sehr genauen Berechnungen von Ginn und Eli Wallace das alte Raumschiff der Antiker und deren Besatzung, wohl endlich so gut wie sicher denn nun jetzt wirklich das wahre Zentrum des Universums schließlich erreicht. Doch dabei bewegte sich die Destiny aber auch sehr, sehr langsam immer weiter vorwärts, ganz so, als ob sie sich in einer äußerst zähflüssigen Masse befinden würde. Und schließlich schien es so als würde sie dann auch noch immer langsamer werden.

Niemand nahm zur Kenntnis, dass die Destiny schließlich sich nun überhaupt nicht mehr von der Stelle rührte, sondern auf ihrer Position verharrte.

Alle an Bord des alten Antikerraumschiffes schienen dabei aber schon seit so einigen Stunden bereits von einer gewissen und ungewohnten, inneren Ruhe erfüllt zu sein.  Diese war in den letzten Sekunden von einer unsichtbaren Präsenz noch weiter verstärkt worden zu sein.
Denn jeder einzelne an Bord der Destiny schien etwas Besonderes in sich zu spüren, was nur ziemlich schwer zu beschreiben, geschweige denn auszudrücken war. Alle schienen dies ganz besonders auf ihre Art und Weise zu genießen, vollkommen allein oder in einer gemeinschaftlichen Gruppe. Davon waren natürlich auch die Jaffa, Nox, und selbst der sonst so eigentlich eher sehr gefühlsfremde Asgard aus der Pegasus-Galaxie war von diesem Phänomen betroffen.

Rätselhaft und beängstigend war allerdings, dass vielen von ihnen, besonders denen, die einer Wissenschaft angehörten, die Antworten auf alle ihre bisherigen und bisher noch nicht beantworteten Fragen irgendwie zukamen, nach deren Lösungen sie einst schon immer in ihrer bisherigen Karriere schon immer gesucht hatten. Welche die spirituell sehr veranlagt waren, schienen eine Art von Erkenntnis zu erlangen, ganz so als ob sie eins mit dem Universum werden würden.

Doch aber auch alle anderen Rätsel, die schon bereits so viele Generationen vor ihnen sowie auch ihre eigene beschäftigte, waren von dieser Minute keine mehr. Darunter war unter anderem auch die Antwort auf die lange und quälende Frage, welche geheimnisvolle und mächtige außerirdische Spezies denn den Planeten Eden hatte entstehen lassen.
Dieses und vieles weitere floss ihnen einfach so zu, wie ein mächtiger Fluss stetig dem Meer zufließt. Es gab daher keinerlei Fragen mehr.
Sie alle an Bord der Destiny spürten in diesem Augenblick diese Nähe einer Macht, die sich durch nichts erklären ließ. Sie war einfach bei ihnen allen und erfüllte sie. Doch sie fühlten aber auch die große Verantwortung, die damit und all dem Wissen einherging.
Alle wussten es war jene Macht, die Botschaft, einst vor unendlichen Jahrmillionen oder gar vom Anbeginn der Zeit ausgesandt, die dann von den Antikern schließlich entdeckt worden war und sie letztendlich hierher, an diesen Ort geführt hatte.

Dabei war alles seit einiger Zeit komplett, nämlich jedes einzelne Besatzungsmitglied, jeder einzelne Gegenstand sowie aber auch die Destiny selbst, mittlerweile in ein sehr, sehr helles weißes und strahlendes Licht gehüllt worden. Das enorme Leuchten, was alle und alles andere an Bord des Raumschiffes schließlich komplett umgab, wurde schließlich abermals noch einmal um einiges heller, und zwar so sehr, dass man nun absolut gar nichts mehr um sich herum erkennen konnte.

Variante 1: 
“Zurück“

Milchstraße
Sol-System
Erde
Homeworld Command, Kontrollraum

Mit einem deutlich vernehmbaren verdrießlichen Brummen, hatte General Jack O‘Neill auf der ersten Stufe der Stahltreppe schließlich sofort abrupt kehrt gemacht. Denn es war für alle auf dem Stützpunkt der extrem schrille Annährungsalarm, der ausgelöst wurde und nun die gesamte Basis ertönte. Denn unerwartet war ein ziemlich großes und auch ebenso fremdes Objekt direkt vor der Atmosphäre der Erde, aus dem Nichts ohne jegliche Vorzeichen aufgetaucht.

„Was ist das für ein Alarm? Und, was um alles in der Welt ist der Grund?“, fragte Jack, welcher neben die Überwachungsmonitore geeilt war.
„Einen kleinen Augenblick, Sir. Gleich wissen wir es“, murmelte Lieutenant Douglas, der mit nervöser Miene einige Tasten seines Keyboards betätigte, während er parallel dazu auch noch versuchte zu telefonieren.
„Also, wenn wir ausgerechnet jetzt ganz miesen Besuch von irgendwoher aus dem All bekommen, würde mir dies so richtig den Feierabend und mein freies Wochenende versauen!“, brummte General O‘Neill missmutig, da eine Klärung auf seine wichtige Frage immer noch auf sich warten ließ.

Der Leiter des Homeworld Command musste eine Weile warten. Fest stand allerdings bislang nur eines: Es waren wohl zumindest keine Feinde im Orbit der Erde aufgetaucht.

Als dann die visuelle Aufklärung General O‘Neill und seinem Stab dann schließlich mitgeteilt hatte, dass es sich bei diesen gewaltigen Objekt nahe der Erdatmosphäre, anhand der bereits vorliegenden Daten, wohl tatsächlich um die Destiny handelte, war man komplett sprachlos. Mit allen hatte man stets gerechnet, aber nicht mit der Ankunft dieses alten Raumschiffes der Antiker im Orbit der Erde.

„Es ist doch tatsächlich die Destiny, Jack“, bestätigte General Carter, die sich derzeit im Homeworld Command aufhielt.
„Auch, was Du da nicht sagst, Sam. Ich war auch mal da oben, wenn auch nur über diese ollen Kommunikationssteine“, erwiderte der Leiter des Homeworld Command daraufhin ein wenig säuerlich. Schnell hatte er sich allerdings wieder gefangen, und ordnete an: „Die gesamte Besatzung der Destiny steht von nun an für eine gute Woche unter strikter Quarantäne! Geben Sie diesen Befehl weiter, Lieutenant Douglas!“
„Jawohl, Sir!“

Erdorbit
Destiny, Brücke

„Was ist da eben eigentlich gerade passiert?“, murmelte erstaunlicherweise Doktor Nicholas Rush sichtbar irritiert, der genauso wie alle anderen auch aus den Fenstern der Brücke der Destiny geradeaus schaute, immer wieder wegen des hellen Lichtes blinzeln musste, und besonders weil sie vor sich den Anblick der Erde sahen. Ein Anblick, eine Erinnerung an die Heimat, die schon beinahe so gut wie verblasst und vergessen war,
und ihnen allen wie ein Traum vorkam.

Sie alle konnten sich lediglich nur noch an das helle weiße Licht erinnern, welches alles an Bord der Destiny und sie selbst herum allesamt erleuchtet hatte.

Destiny, Krankenstation

Auch hier war die starke Lichtintensität zurückgegangen. Es war wieder alles normal. Wieder alles normal?
Auf den ersten Blick, ja. Alle staunten schließlich sehr, denn in einer Ecke, auf einer der Krankenbetten, saß ein junges Mädchen. Die Kleine musste in etwa acht maximal zwölf Jahre alt sein.
Verwundert wechselten sie alle einander die Blicke, da sich keiner hier wirklich erklären konnte, woher das Mädchen kam. Alle waren irritiert, weil es unter der Crew der Destiny nie Kinder gegeben hatte, abgesehen von den Novaner, die man ja einige Zeit lang an Bord aufgenommen hatte.

Allmählich schien First Lieutenant Tamara T.J. Johansen etwas zu ahnen, sie versuchte immer wieder zu sprechen, doch es ging irgendwie nicht, obwohl es ihr auf der Zunge lag, es auch in ihrer Seele und Herzen brannte. Wortlos bewegte sie daher ihre Lippen. Doch schließlich gelang es ihr, mühsam und kaum hörbar brachte sie: „Carmen?!“, hervor.
Das Wort muss dann doch immerhin laut genug gewesen sein, weswegen das Mädchen: „Mom?!“, antwortete.

Destiny, Brücke

„Wir haben eine Nachricht vom Homeworld Command erhalten, Colonel Young“, meldete Second Lieutenant Vanessa James, die sich, wie alle anderen auch an Bord wieder von diesem seltsamen mysteriösen Ereignis erholt, hatte.
„Was denn für eine Nachricht?“
„Eine freundliche Begrüßung: Destiny, willkommen zurück zuhause! Das Raumschiff und die gesamte Besatzung stehen von nun an für eine Woche unter Quarantäne! Benötigte Vorräte sowie medizinisches Personal werden an Bord gebracht. Mit besten Grüßen General Jack O‘Neill“, las Vanessa vor.
„War ja klar“, stöhnte Eli.
„Auf die eine Woche mehr kommt es jetzt doch auch nicht mehr an, oder?“, war alles was Doktor Nicholas Rush zu den Thema zu sagen hatte.
Ohne zu warten, meinte Colonel Telford: „Dem ist nichts hinzuzufügen! Miss Wray und ich werden mit allen Teamleitern dafür sorgen, dass alle für die medizinischen Test bereit sind. Lieutenant Scott, kommen Sie mit!“
„Jawohl, Colonel.“
„Gut, dann trommeln wir die Truppe mal zusammen“, stimmte Camile dem Plan von David zu.



Ori-Galaxie
Celestis, Heilige Stadt der Göttin Adria

Mit einer sehr nachdenklichen Miene gingen Vala Mal Doran, Tomin und Adriana durch die Räumlichkeiten des Hauptgebäudes. Es blieb nicht aus, dass sie von den meisten Prioren dem Doci und auch den zahlreichen Pilgernden hier äußerst misstrauisch angeschaut wurden, und dies obwohl alle ganz genau wussten, wer sie waren. Dennoch blieb es nicht aus, viele bettelten Adriana, die Tochter der Orici an, ihnen doch endlich bei der bislang erfolglosen Suche nach der wahren Göttin zu helfen.

„Bitte Königin Adriana, es geht doch um eure eigene Mutter“, bettelte eine Orici-Gläubige beinahe schon regelrecht verzweifelt. „Ihr müsst uns doch bei der Suche nach ihr, unserer Göttin, helfen.“
„Ich werde euch nicht dabei helfen, da sonst ihr Sehnsucht nach Rache sowie auch ihr Hunger nach Macht und Anbetung…“
„Sie ist eine Göttin, die einzigwahre Göttin und Wahrheit im gesamten Universum“, unterbrach ein Mann aber abrupt Adriana.
Aber Adriana ließ sich nicht beirren und fuhr unbeeindruckt mit ihrer Antwort fort: „…würden unweigerlich den bestehenden Frieden und die Allianz gefährden! Ihr dürft gerne glauben was euch beliebt, dies wurde in den Verträgen verankert, auch an meine Mutter als die einzigwahre Göttin des Universums und ihrer Lehre. Doch niemals dürft ihr jemanden, der nicht daran glaubt bedrohen oder umbringen!“
„Aber die Orici ist doch eure Mutter.“
„Ja, genau“, rief eine weitere Gläubige.
Dann sagte ein alter Mann: „Und was ist mit Euch, der jungfräulichen Mutter der Orici? Es geht um euer gesegnetes Kind von den Ori!“
„Die Ori wurden für ihre Verbrechen vernichtet, wohingegen Adria für ihre Delikte eine milde Bestrafung erhalten hatte, nämlich das Exil“, sagte Vala, die daraufhin mit bösen Blicken angesehen wurde. Aber niemand wagte es auch nur im Ansatz einen von den drei anzugreifen.
Um die Lage zu entspannen, erklärte nun Tomin: „Wir wissen lediglich nur, dass es der Orici gut geht. Sie lebt auf einer fernen Welt, die niemand von uns kennt, weil Myrrdin nicht nur unsere, sondern auch seine eigenen Erinnerungen an jenen Ort gelöscht hat.“
„Dieser verfluchte Hexenmeister der Antiker“, zischte ein alter Gläubiger verächtlich, während die meisten der Pilgernden leise miteinander tuschelten, und sich parallel dazu Königin Adriana, Vala Mal Doran und Tomin zum Gehen gewandt hatten, um weiteren Fragen und Diskussionen aus dem Weg zu gehen.



Pegasus-Galaxie
Atlantis, Stargate-Raum / Kontrollraum / Konferenzraum

Es war schon spät am Abend als sich das Sternentor aktiviert hatte, und dann allen, welche sich in der alten und mächtigen Antikerstadt gerade aufhielten, die absolut überraschende Rückkehr der Destiny im Orbit der Erde in der Milchstraße mitgeteilt wurde.

Dies geschah als Amelia Banks gerade einen gewöhnlichen Systemcheck durchlaufen ließ. Dabei leistete ihr Ronon Dex leistete, mit welchen sie schon seit geraumer Zeit verlobt war, und daher auch schon sehr viel gemeinsame Zeit verbrachte.
„Wir bekommen jetzt Besuch“, stellte der Sateder fest, kaum dass das Sternentor und auch das erste Chevron blau aufgeleuchtet waren und der Alarmton ertönte, welcher eben allen in der Stadt eine außerplanmäßige Ankunft ankündigte.
Mit einer fließenden und schnellen Bewegung, stieß sich Amelia von der einen Konsole ab und rollte mit dem Stuhl zur Kontrollkonsole, die die Stargate-Systeme beinhalteten, drückte auf eine Taste und der Irisschild aktivierte sich, noch ehe das vierte Chevron aufleuchtete.

Unten im Stargate-Raum gingen die Abwehrteams in Stellung, die ihre Waffen auf das Sternentor richteten.

Mit einem wütenden Brodeln schlug die Eruptionswelle gegen den Schutzschild, welcher sich sehr knapp vor dem eigentlichen Ereignishorizont befand, welcher sich nun bereits schon gebildet hatte.

„Entwarnung! Ihr dürft euch wieder entspannen, Leute. Es ist nur die Stargate-Command Base auf dem Mars. Erhalten eine Datenübertragung“, teilte Major Laura Cadman mit, nachdem sie von der Technikerin Amelia Banks die notwendigen Informationen mitgeteilt bekommen hatte.

Im Konferenzraum saßen wieder einmal wie so oft in den letzten Monaten die wichtigsten und einflussreichsten Kulturen in der Pegasus-Galaxie zusammen, denn man hatte zwar gute Fortschritte erzielt, was die Bildung einer Föderation unter ihnen anging, doch gab es auch ebenso viele strittige Themen.
Man befand sich in einer erneuten hitzigen Debatte als leise die Tür ausglitt, und dann schließlich Doktor Radek Zelenka eintrat, der sofort den Leiter der Atlantis-Expedition, Mister Richard Woolsey, ansteuerte und jenen ein Memo übergab.

Wortlos nahm Woolsey das Schreiben in seine Hände, las es, reichte es dann an General John Sheppard weiter. Dann nickten sich die beiden kurz einander zu, und Richard ergriff das Wort: „Verehrte Exzellenzen, ich bitte um Ihre Aufmerksamkeit und darum Ihre, wenn auch so wichtigen Gespräche für einen kurzen Moment zu unterbrechen.“

Unerwartet wurde es umgehend still im Konferenzraum. Denn trotz der Debatte hatten einige dennoch mitbekommen, dass Mister Woolsey von Doktor Zelenka eine Nachricht bekommen hatte. Daher gingen bei so manchen der Anwesenden sofort natürlich wilde Spekulationen durch den Kopf.

Obwohl schnell Ruhe eingekehrt war, wartete Woolsey noch einen kurzen Atemzug, dann verkündete er den versammelten Repräsentanten im Konferenzraum: „Sehr verehrte und geschätzte Exzellenzen, wir haben vor wenigen Minuten die Nachricht erhalten, dass vor etwa zwei Stunden, vollkommen unerwartet die Destiny, ein altes Forschungsschiff der Antiker, welches vor Jahrmillionen unbemannt gestartet worden war, samt der jetzigen Besatzung in der Milchstraße im Orbit der Erde aufgetaucht ist.“



1 Woche später
Milchstraße
Sol-System
Mars, SGCB

Auf allen Ebenen war es, trotz der großen Kapazitäten der Stargate-Command Base, mittlerweile sehr voll geworden. Denn viele Verbündete der Menschen von der Erde hatten sich schnell, teils mit Raumschiffen oder durch das Sternentor auf den Weg gemacht, um sich die Destiny nicht nur ansehen zu können, sobald die Freigabe dafür erteilt sein würde.
Seit einigen Tagen schon befanden sich Menschen aus mehreren Galaxien hier auf, die von ihren Vorgesetzten für diese Aufgabe ausgewählt worden waren. Doch es waren auch viele Jaffa sowie auch einige von den Nox eingetroffen, die natürlich ebenso neugierig waren, wie die meisten Menschen von der Erde.

Erde

Die für alle unerwartete Rückkehr der Destiny samt ihrer vielfältigen Besatzung hatte sich insbesondere durch die verschiedenen Medien sehr schnell auf dem gesamten blauen Planeten verbreitet. Doch auch die anderen beteiligten Großmächte aus der Milchstraße, Andromeda-Galaxie und der Ori-Galaxie wurden darüber so zügig es ging, über die Ankunft der Destiny und deren Besatzung informiert.

Alle Rückkehrer hatten, verteilt über dem gesamten Globus, eine Unmenge von Terminen zu bewältigen, denn man wollte natürlich all diese Helden unbedingt näher kennenlernen und ihre erlebten Abenteuer hören.

Doch viele von ihnen wollten natürlich eines, nämlich einfach nur ihre Ruhe haben oder
so schnell wie nur möglich ihre Liebsten und Freunde wiedersehen, die sie immerhin seit rund 15 Jahren nicht mehr hatten sehen können. Denn die Quarantäne, die sie alle hatten einhalten müssen, hatte man auf eine Woche festgelegt.

Eli Wallace stellte, gleich zu Beginn seiner Heimkehr auf der Erde, seiner Mutter natürlich die Luzianerin Ginn vor. Maryann Wallace war froh darüber, dass ihr Sohn neben einer guten Arbeit wohl nun auch die Liebe entdeckt hatte.
Viele Beobachter aus den Sektoren Politik, Gesellschaft und Wirtschaft sahen in dieser Verbindung, bestehend aus einer Angehörigen der Luzianischen Allianz und einem Bürger der Erde, mehr als nur eine Chance für einen dauerhaften Frieden zwischen zwei der einflussreichsten Großmächten innerhalb der Milchstraße. Zumal sich noch eine weitere solche Verbindung anbahnte, und zwar zwischen First Lieutenant Tamara T.J. Johansen und Varro.

Chloe‘ Mutter, die immerhin die Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika war, wollte ihre geliebte Tochter schon fast beinahe gar nicht mehr loslassen, denn sie war mehr als nur überglücklich ihr Kind wieder, endlich in Echt, in Fleisch und Blut, wieder in ihre Arme nehmen zu können.

Eine Emily Young bekam erstaunlicherweise sofort Besuch vom heimgekehrten Everett Young, der ihr versprach nie wieder von ihr und der Erde fortzugehen, mit der klaren und einleuchtenden Begründung, dass ihm die US Air Force eh noch sehr viel Urlaub schuldig sei.

Da die Destiny mit ihrer Crew dann doch so für alle sehr überraschend zurückgekehrt war, und dass auch noch vor der immer noch nicht zurückgekehrten Trinitatis, war natürlich General Jack O‘Neill vorzeitig in den Ruhestand gegangen. Er traf sich daher regelmäßig zu einer mittlerweile gewohnten Partie Schach mit General Hank Landry, welche natürlich stetig an abwechselnden Orten, meist zuhause bei Landry, O‘Neill oder gar in auf dem Grundstück von General O‘Neills Ferien-/Jagdhütte, stattfand.



Weit entfernte Galaxie
Hyperraum
Trinitatis, Konferenzraum

Nach sehr, sehr genau und auch mehrfach überprüften Berechnungen, konnte wusste nun endlich nicht nur Doktor Rodney Meredith McKay, wie lange denn ihre Rückreise zur Erde in die Milchstraße dauern würde.

„…tja, das sind nun einmal die unwiderlegbaren Fakten“, schloss der Kanadier.
„Ein ganzes Jahr, vielleicht auch noch länger, wenn unvorhersehbare Dinge geschehen sollten“, murmelte Doktor Daniel Jackson, der schon beinahe verzweifelt sein Gesicht in seinen Händen verbarg.
Daraufhin sah sich der Leiter der Trinitatis-Mission, der blauhaarige Mutant Doktor Hank „Beast“ McCoy, mit einem prüfenden Blick in der Runde der Abteilungsleiter, die an diesen Briefing teilnahmen um. Dann sagte Hank McCoy schließlich abschließend: „Wir alle werden natürlich diese Zeit und die damit verbundenen Herausforderungen ohne Zweifel meistern, denn schließlich befinden sich sowohl auf der Trinitatis und auch der E.U.S. Paris so einige der qualifiziertesten Leute, die es für eine solche Mission nur geben kann!“
„Das stimmt! Sehr gut, dass ich, äh… was“, bemerkte und stammelte Rodney eben noch gerade, der dabei den rechten Zeigefinger in die Höhe reckte, aber dann ins Stottern geriet, weil Jennifer, Hank und Daniel ihm einen mahnenden Blick zugeworfen hatten.



Milchstraße
Sol-System
Erdorbit
Destiny

All die Wissenschaftler, die immerhin jahrelang auf der Destiny verbracht hatten, hielten den stetigen Trubel unten auf der Erde nur für eine Weile lang aus, denn sie kehrten davon genervt, auf dieses zum Stück Heimat gewordene Raumschiff zurück, welches ihnen allen sehr wirksam die aufdringlich gewordenen Reporter und Kollegen vom Hals hielt.

Um die Destiny herum befand sich seit geraumer Zeit eine Flotte von Raumschiffen unterschiedlichster Zugehörigkeit, nämlich von den Kolonialen Menschen als auch einige Zylonen aus der Andromeda-Galaxie, den Jaffa, der Luzianischen Allianz, den Nox, deren Kulturen sich seit jeher in der Milchstraße befinden, auch vom letzten Stamm der Asgard aus der Pegasus-Galaxie, die ja zu ihrem Glück in der Milchstraße durch den Abschluss eines Vertrages Asyl gefunden hatten, und den Anhängern der Orici, die seit vielen Jahren in mehreren Galaxien Unterstützer haben. Sie alle hatten nämlich laut dem von ihnen allen geschlossenen Vertrag, die Zusicherung sich dort an Bord aufzuhalten, zu forschen und zu arbeiten.

Man beschloss im Nachtrag, gemeinsam die Destiny sehr genau bis ins kleinste Detail hinein zu analysieren, und wenn es möglich war wieder für weitere Forschungsmissionen wieder instand zu setzen.

Von den ersten Jaffa, die neu an Bord waren, gehörten natürlich Bra‘tac, Teal‘c, Ishtar und deren engsten Verwandten beziehungsweise Vertrauten. Sie alle sahen sich an Bord sehr genau um, auch stellten sie komplexe Fragen unter anderem zur Funktionsweise der Destiny. Doch anhand der Blicke von den Jaffa war zu erkennen, dass sie vom gesamten Design des alten Schiffes sehr erstaunt waren, weil es ja immerhin einst von den Antikern entwickelt und erbaut worden war.
Natürlich hatte sich General Samantha Carter eben genau dieser Gruppe bestehend aus ihren Freunden angeschlossen. Am interessantesten fand sie natürlich den Raum mit dem Kontrollstuhl sowie die Brücke.

Zum Glück für alle, hatte sich die K.I. der Destiny, Cassiopeia, dazu entschieden sich der Besatzung nicht nur zu zeigen, sondern auch bei den dringenden Instandhaltungsarbeiten die notwendigen Tipps zu geben.


Edora

Nicht nur General Jack O‘Neill, der sich mittlerweile im Ruhestand befand, war auf diesen Planeten gereist, denn er hatte einige andere wohlverdiente Personen ebenfalls zu einem Angelausflug auf einen anderen Planeten eingeladen. Unter ihnen befanden sich die Familie von MacGyver und die von Thornton.

Gemeinsam waren sie nun dabei sich um ihr Abendessen zu kümmern, während Laira damit beschäftigt war sich um die Salate und Brote zu kümmern.

„Wirklich sicher, dass Dalton uns hier nicht findet?“, fragte Pete.
„Der kommt hier nicht her, denn ich habe dafür gesorgt!“, erklärte Jack, der simultan mit Mac die Angel auswarf.
„He, guter Wurf!“, lobte Angus.
„Danke. Ach ja, MacGyver, wir beide sehen uns irgendwie ähnlich, wurdest Du mal auf das Gen getestet?“
„Dieses Antikergen?“
„Jip.“
„Der Test war negativ. Warum?“
„Mir kam da ein kleiner Verdacht auf…“, murmelte O‘Neill grübelnd.
„He, bei mir hat gerade einer angebissen!“, rief Thornton fröhlich, der die anderen beiden damit aus ihren Gedanken riss.



Andromeda-Galaxie
Omega-Sektor
Koloniale Erde
Hauptstadt Ilion

Die Errichtung der übrigen Einrichtungen im Umfeld Ilions waren gut vorangegangen, weshalb man die Umgebung überhaupt nicht mehr wiedererkennen konnte.
Die wenigen Angehörigen ihres Volkes, die sich dazu entschlossen hatten die Mission der Destiny bis zum Ende mitzugehen, waren wie die größten Helden aller Zeiten empfangen worden. Für diese Leute war es allerdings ein großer Schlag als sie erfuhren, was sich seit ihrer Abwesenheit an schlimmen Dingen bei all den Überlebenden der Kolonien von Kobol so ereignet hatte.

Derweil hatte eigentlich Laura Roslin vorgehabt ihren Ruhestand an der Seite von Admiral William Adama auszuleben, doch wurde sie von Präsidentin Francine Baltimore darum gebeten, ein Teil ihres Regierungskabinetts zu sein.

Im selben Moment war allerdings Captain Kara „Starbuck“ Thrace auf mysteriöserweise irgendwie von Bord der Galactica verschwunden. Darauf konnte sich verständlicherweise niemand einen Reim machen, der danach gefragt wurde bis sich Commander Lee „Apollo“ Adama an den Bericht erinnerte, wie die Pilotin wieder aufgetaucht war, nach sie für eine gewisse Zeit für tot gehalten worden war.

So einige dutzende Kilometer außerhalb von Ilion hatten sich schon sehr schnell nicht nur die Agathons niedergelassen, sondern auch Caprica-Sechs und Doktor Gaius Baltar, die jeweils Farmen gegründet hatten.


Planet Aurora
Koloniale Republik Aurora

Mit etwas Verzögerung, erreichte die Nachricht der unerwarteten Rückkehr der Destiny und ihrer Besatzung zur Erde in Milchstraße auch Präsident Richard Adar und sein Kabinett. Auch in der Kolonialen Republik gingen die Arbeiten an der Infrastruktur und in den Siedlungen, dank der Hilfe der anderen Völker gut voran. Doch fehlte es immer noch an den Nutzvieh und auch den akut dringend benötigten Saatgut für die bereits bestellten Agrarflächen.



3 Tage später
Milchstraße
Erde
USA, New York, Westchester
Campus Xavier, Hauptgebäude

Der langersehnte Traum von Professor Charles Francis Xavier schien endlich Realität geworden zu sein, denn seine einstige Schule für Kinder und Jugendliche, die wie er waren, hatte den Status einer Universität erlangt: Mutanten und Menschen gingen hier nicht nur gemeinsam ihrer Arbeit nach, sondern sie lernten auch seit einigen Wochen zusammen.

Ein dunkelblaues Auto, einem Mercedes, mit einem Kennzeichen aus Virginia, fuhr mit Schritttempo beim Eingang des Hauptgebäudes vor, hielt an. Kurz darauf stieg der Fahrer aus, umrundete das Fahrzeug, um seinen Fahrgast die Tür zu öffnen und offenzuhalten. Eine Frau mit einer Aktentasche in den Händen entstieg dem Wagen, welche kurz einige Worte mit dem Fahrer wechselte. Danach erklomm sie die Stufen, betrat das Gebäude und ging zielsicher zu einen der Büros.

Büro von Professor Xavier

„Doktor Moira MacTaggert!“, sagte der Mann am Schreibtisch sich lächelnd umwendend als die Tür sich öffnete.
„Hallo, Charles.“
„Komm nur rein und setz Dich. Ich muss nicht Deine Gedanken lesen, um zu erkennen, dass es einen Grund gibt, weswegen Du mich aufsuchst.“
„Leider. Wie Du sicherlich weißt, arbeite ich ab und wann für die CIA, dabei sind mir einige Informationen herangetragen worden, die die Anhänger der Orici Adria betreffen.“
„Und weswegen kommst Du denn damit zu mir? Moira, für solche Angelegenheiten ist das Homeworld Command zuständig.“
„Ich weiß. Doch der neue Leiter dieser Organisation ist zwar ein langjähriges und sicher auch erfahrendes Mitglied des Stargate-Programms“, erwiderte MacTaggert, „doch wollte ich zunächst mit Dir darüber sprechen, bevor ich den Nachfolger von General O‘Neill damit aufsuche.“
„Ich verstehe. Ich oder Jean sollen mit der Hilfe von Cerebro dieser Sache zunächst auf den Grund gehen.“
„So ist es“, bestätigte Moira mit einem Nicken die Annahme von Charles, während der Telepath bereits schon die ersten Seiten der erhaltenen Dokumente sichtete.



Nächster Tag
Milchstraße
Sol-System
Mars
Stargate-Command Base, Flugfeld

Nach einer abgeschlossenen Überprüfung, Bewertung und auch Unterredung mit allen leitenden Personen wurde entschieden, alle die sich an Bord der Destiny befunden hatten, ob Militärangehöriger oder Wissenschaftler, entsprechend endlich ihren Leistungen entsprechend zu befördern. Zu diesen feierlichen Akt hatte sogar General Jack O‘Neill ausnahmsweise seinen Ruhestandsurlaub für einige Tage unterbrochen, der ebenfalls durch das Stargate angereist war. Aber auch weitere teils auch sehr hochrangige Gäste, unter anderem aus der Pegasus-Galaxie und Andromeda-Galaxie, waren wenn auch sehr kurzfristig eingeladen worden und hatten sich bereits ebenfalls auf ihren vorbereiteten Plätzen eingefunden.

So kam es, dass die meisten Angehörigen der Militärs, die über die vielen Jahre hinweg auf der Destiny gedient hatten, teils auch um zwei Dienstränge höher befördert wurden als es eigentlich üblich war. Somit durften sich unter anderem Telford und Young von nun an jeweils Major General, die First Lieutenants Johansen und Scott Major, Second Lieutenant James von jetzt an Captain nennen.  Die Wissenschaftler wurden alle mit Professuren und Lehrstühlen an ihren bisherigen Universitäten belohnt, und Eli Wallace wurde in den Fächern Mathematik und Physik der Doktorgrad verliehen.


Außerhalb des Sol-Systems der Erde
Oortsche Wolke
Weltraumstation Langford

Die vor kurzer Zeit erst fertig gebaute (natürlich besonders begünstigt durch die bereits beendeten beziehungsweise beilegten Konflikte mit den so vielen verschiedenen Gegnern innerhalb der eigenen Galaxis und in anderen Galaxien) Langford-Raumstation, mit ihren sehr zahlreichen, verschiedenen Labors für die vielfältigen naturwissenschaftlichen bisher bekannten Felder, sowie auch den Unterkünften für die Besatzung, einigen Bars und Fitnessstudios, Läden, Hangars für Jumper, Raptor, Viper und F-302er, beherbergte mehrere hunderte von Mitarbeitern von den meisten Nationen des Planeten Erde. Sie war mehr als nur gewaltig, denn diese Weltraumstation, die nach den Langfords benannt worden war, war ein sehr enorm wichtiger wissenschaftlicher und militärischer Vorposten der Menschheit mitten im Nirgendwo, daher war sie natürlich auch selbstverständlich dementsprechend groß. Für jemanden, der sich näherte, sah diese Station aus wie eine Halbkugel, die an ihrer Unterseite eine leichte Wölbung aufwies. Diese Einrichtung hatte einen Durchmesser von etwa 700 Metern und war an der höchsten Stelle 160 Meter hoch. Bei dem Design hatte man versucht sich an Atlantis oder anderen ihrer Einrichtungen dieser Größenordnung der Antiker, zu orientieren.

An der Entwicklung, Fertigung und Installation der zahlreichen Instrumente und Geräte waren sehr viele Nationen der Erde, Großmächte aus einigen Galaxien und somit auch Firmen und Einrichtungen, darunter war unter anderem natürlich auch Yashida Industries und die Phoenix Foundation beteiligt gewesen.
Durch das Ausscheiden von Angus MacGyver, und dann auch der späteren Ablehnung seines Sohnes, Sean Angus MacGyver-Malloy, die Leitung der Phoenix Foundation zu übernehmen, übernahm der Sohn von Pete Thornton, Michael Thornton, deren Vorsitz. Zumal befanden sich all diese Personen ja immer noch auf einer Art Weltenreise.

Natürlich befand sich hier auch eine großes Observatorium, mit dem man nicht nur das Universum zu erkunden gedachte, sondern den näheren Umkreis zur Erde überwachen wollte. Denn es gab viele Bedrohungen, die nicht nur Asteroiden waren, nämlich auch feindliche Spezies, die schon längst, ohne dass man es wusste, auf die Erde aufmerksam geworden sein könnten.

„Ma‘am. Commander Perez Ich habe hier seit einigen Minuten etwas sehr Interessantes auf den Tiefraumsensoren. Es könnte sich hierbei eventuell nur um einen Meteoritenstrom, oder gar eine gewaltige Flotte von Raumschiffen handeln, die sich derzeit eindeutig auf einen Kurs direkt auf unsere galaktische Position befinden.“
„Behalten Sie diese Signale weiterhin im Blick, Lieutenant Robinson! Und sie, Lieutenant Commander Brown, berechnen den genauen Kurs! Sollte in den nächsten 24 Stunden der Kurs gleichbleiben, richten wir unser Teleskop auf diese Koordinaten aus.“
Zitieren
#72



Variante 2:
“Alterum Universum“

Zentrum des Universums
Innere der zweiten, der innersten Struktur
Destiny, Brücke

Mit großer Besorgnis spürte man, dass die Destiny ein weiteres Mal immer schneller zu werden schien. Schließlich gab es eine so enorme Helligkeit, die urplötzlich so gewaltig geworden war, dass dann alle an Bord trotz der Schutzbrillen, unverzüglich ihre Augen vorsichtshalber hatten schließen müssen.


Irgendwo
Destiny, Brücke

„Oh, was war das denn nur für ein Höllenritt! Was ist da eigentlich gerade eben mit uns allen und auch der Destiny passiert?“, brummte Colonel Everett Young, dem nicht nur als einzigen gewaltig der Schädel dröhnte.

Sie alle an Bord konnten sich nur noch an das helle weiße Licht erinnern, welches alles an Bord der Destiny und sie selbst herum allesamt erleuchtet hatte. Sofort überprüfte man daher nicht nur die aktuellen Anzeigen und Daten sämtlicher Instrumente auf der Brücke, sondern natürlich auch, die Protokolle, die ja irgendetwas hatten aufzeichnen müssen.

„Wir befinden uns nicht mehr in der Nähe der Struktur, geschweige denn auch nur noch in der Nähe vom Zentrum des Universums“, erklärte Doktor Nicholas Rush, der einen mehr als nur nachdenklichen Eindruck machte, nachdem er schweigend die momentane Position der Destiny mehrmals überprüft hatte.
„Ist nicht zu übersehen, Doktor Rush“, brummte Colonel David Telford missmutig, „und wie es aussieht, hat uns das Ziel der Mission nicht zurück zur Erde gebracht. So wie Sie es uns hatten weismachen wollen, Doktor Rush.“

„Keine der hier angezeigten Galaxie-Konstellationen, stimmt mit denen aus dem unserer Aufzeichnungen überein, die wir im Verlauf unserer Reise gemacht haben“, seufzte Eli Wallace verwundert, der ebenfalls mehrfach die angezeigten Daten kontrolliert hatte, um sicher zu gehen, dass auch wirklich kein Fehler vorlag.
Ginn erkannte es sofort, denn sie sagte: „Dann befinden wir uns also vermutlich sogar in einem parallelem Universum.“
„Ja“, nickte Doktor Adam Brody, „diese Theorie könnte durchaus zutreffen.“

Destiny, Krankenstation

Auch hier war die starke Lichtintensität zurückgegangen. Es war wieder alles normal. Wieder alles normal?
Auf den ersten Blick, ja. Alle staunten schließlich sehr, denn in einer Ecke, auf einer der Krankenbetten, saß ein junges Mädchen. Die Kleine musste in etwa acht bis zwölf Jahre alt sein.
Verwundert wechselten sie alle einander die Blicke, da sich keiner hier wirklich erklären konnte, woher das Mädchen kam. Alle waren irritiert, weil es unter der Crew der Destiny nie Kinder gegeben hatte, abgesehen von den Novanern, die man ja einige Zeit lang an Bord aufgenommen hatte.

Allmählich schien First Lieutenant Tamara T.J. Johansen etwas zu ahnen, sie versuchte immer wieder zu sprechen, doch es ging irgendwie nicht, obwohl es ihr auf der Zunge lag, es auch in ihrer Seele und Herzen brannte. Wortlos bewegte sie daher ihre Lippen. Doch schließlich gelang es ihr, mühsam und kaum hörbar brachte sie: „Carmen?!“, hervor.
Das Wort muss dann doch immerhin laut genug gewesen sein, weswegen das Mädchen: „Mom?!“, antwortete.

Destiny, Brücke

„Doktor Rush. Nicholas!“, sagte Colonel Young, der fragend den auf der Destiny leitenden Wissenschaftler prüfend ansah. Doch da dieser immer noch nicht reagierte, fragte er abermals: „Könnte dies womöglich zutreffen, Nick? Ich meine, dass wir uns jetzt in einem anderen Universum befinden?“
Jetzt reagierte der Wissenschaftler, und antwortete knapp: „Ich halte dies für gar nicht so abwegig, Everett.“



Unser Universum
Ori-Galaxie
Celestis, Heilige Stadt der Göttin Adria

Mit einer sehr nachdenklichen Miene gingen Vala Mal Doran, Tomin und Adriana durch die Räumlichkeiten des Hauptgebäudes. Es blieb nicht aus, dass sie von den meisten Prioren dem Doci und auch den zahlreichen Pilgernden hier äußerst misstrauisch angeschaut wurden, und dies obwohl alle ganz genau wussten, wer sie waren. Dennoch blieb es nicht aus, viele bettelten Adriana, die Tochter der Orici an, ihnen doch endlich bei der bislang erfolglosen Suche nach der wahren Göttin zu helfen.

„Bitte Königin Adriana, es geht doch um eure Mutter“, bettelte eine Orici-Gläubige beinahe schon verzweifelt, „Ihr müsst uns bei der Suche nach ihr helfen.“
„Ich werde euch nicht helfen, da sonst ihr Sehnsucht nach Rache sowie auch ihr Hunger nach Macht und Anbetung…“
„Sie ist eine Göttin, die einzigwahre Göttin und Wahrheit im gesamten Universum“, unterbrach ein Mann.
Aber Adriana ließ sich nicht beirren und fuhr unbeeindruckt mit ihrer Antwort fort: „…würden unweigerlich den bestehenden Frieden und die Allianz gefährden! Ihr dürft gerne glauben was euch beliebt, dies wurde in den Verträgen verankert, auch an meine Mutter als die einzigwahre Göttin des Universums und ihrer Lehre. Doch niemals dürft ihr jemanden, der nicht daran glaubt bedrohen oder umbringen!“
„Aber die Orici ist doch eure Mutter.“
„Ja, genau“, rief eine weitere Gläubige.
Dann sagte ein alter Mann: „Und was ist mit Euch, der jungfräulichen Mutter der Orici? Es geht um euer gesegnetes Kind von den Ori!“
„Die Ori wurden für ihre Verbrechen vernichtet, wohingegen Adria für ihre Delikte eine milde Bestrafung erhalten hatte, nämlich das Exil“, sagte Vala, die daraufhin mit bösen Blicken angesehen wurde. Aber niemand wagte es auch nur im Ansatz einen von den drei anzugreifen.
Um die Lage zu entspannen, erklärte nun Tomin: „Wir wissen lediglich nur, dass es der Orici gut geht. Sie lebt auf einer fernen Welt, die niemand von uns kennt, weil Myrrdin nicht nur unsere, sondern auch seine eigenen Erinnerungen an jenen Ort gelöscht hat.“
„Dieser verfluchte Hexenmeister der Antiker“, zischte ein alter Gläubiger verächtlich, während die meisten der Pilgernden leise miteinander tuschelten, und sich parallel dazu Königin Adriana, Vala Mal Doran und Tomin zum Gehen gewandt hatten, um weiteren Fragen und Diskussionen aus dem Weg zu gehen.



1 Woche später
Weit entfernte Galaxie
Hyperraum
Trinitatis, Konferenzraum

Nach sehr, sehr genau und auch mehrfach überprüften Berechnungen, konnte wusste nun endlich nicht nur Doktor Rodney Meredith McKay, wie lange denn ihre Rückreise zur Erde in die Milchstraße dauern würde.

„…tja, das sind nun einmal die unwiderlegbaren Fakten“, schloss der Kanadier.
„Ein ganzes Jahr, vielleicht auch noch länger, wenn unvorhersehbare Dinge geschehen sollten“, murmelte Doktor Daniel Jackson, der schon beinahe verzweifelt sein Gesicht in seinen Händen verbarg.
Daraufhin sah sich der Leiter der Trinitatis-Mission, der blauhaarige Mutant Doktor Hank „Beast“ McCoy, mit einem prüfenden Blick in der Runde der Abteilungsleiter, die an diesen Briefing teilnahmen um. Dann sagte Hank McCoy schließlich abschließend: „Wir alle werden natürlich diese Zeit und die damit verbundenen Herausforderungen ohne Zweifel meistern, denn schließlich befinden sich sowohl auf der Trinitatis und auch der E.U.S. Paris so einige der qualifiziertesten Leute, die es für eine solche Mission nur geben kann!“
„Das stimmt! Sehr gut, dass ich, äh… was“, bemerkte und stammelte Rodney, der dabei den rechten Zeigefinger in die Höhe reckte, aber schließlich ins Stottern geriet, weil schon nämlich Jennifer, Hank und Daniel ihm soeben einen sehr mahnenden Blick zugeworfen hatten.



Milchstraße
Sol-System
Erde
Nordamerika, USA, Colorado
Homeworld Command, Kontrollraum

Mit einem seltsamen Gesichtsausdruck musterte General Jack O‘Neill die Akten, die er soeben noch ausführlich studiert hatte. Aber eines wusste er mit großer Sicherheit, dass nämlich die Destiny wohl in dieser Zeit ihr Ziel mittlerweile erreicht haben musste. Doch was schließlich mit dem Raumschiff selbst, sowie seiner gesamten Besatzung geschehen war, konnte weder er noch jemand anderes wissen. Nur die Personen, die sich auf diesem alten Forschungsraumschiff der Antiker aufhielten, würden dies erfahren.

Der Leiter des Homeworld Command, welches sich seit so einigen Jahren tief im Herzen des Cheyenne Mountain Complex befand, seufzte kurz, und erwartete immer noch mit großer Sehnsucht die Rückkehr der Trinitatis, die sobald sie eintraf ihm endlich den wohlverdienten Ruhestand ermöglichen würde. Doch bis dahin würde es noch eine Menge zu tun geben, dessen war er sich aber bewusst.

New York, Westchester
Campus Xavier, Hauptgebäude

Zur selben Zeit schien der langersehnte Traum von Professor Charles Francis Xavier endlich Realität geworden zu sein, denn seine einstige Schule für Kinder und Jugendliche, die wie er waren, hatte den Status einer Universität erlangt: Mutanten und Menschen gingen hier nicht nur gemeinsam ihrer Arbeit nach, sondern sie lernten auch seit einigen Wochen zusammen. Sogar Eric „Magneto“ Lehnsherr ließ sich hin und wieder sehen, um den jungen Mutanten als auch den Menschen Vorträge zu halten.

Ein dunkelblaues Auto, ein Mercedes, mit einem Kennzeichen aus Virginia, fuhr mit einem gemächlichen Schritttempo bis zum Eingang des Hauptgebäudes vor und hielt dort schließlich auch an. Kurz darauf stieg auch schon der Fahrer aus der Limousine, danach umrundete er das Fahrzeug, um seinem Fahrgast die Tür zu öffnen sowie offenzuhalten.

Eine Frau mit einer Aktentasche in den Händen entstieg schließlich dem Wagen, welche kurz einige Worte mit dem Fahrer wechselte. Danach erklomm sie die Stufen, betrat das Gebäude und ging zielsicher zu einen der Büros.

Büro von Professor Xavier

„Doktor Moira MacTaggert!“, sagte der Mann am Schreibtisch sich lächelnd umwendend als die Tür sich öffnete.
„Hallo Charles.“
„Komm nur rein und setz Dich. Ich muss nicht Deine Gedanken lesen, um zu erkennen, dass es einen Grund gibt, weswegen Du mich aufsuchst.“
„Leider. Wie Du sicherlich weißt, arbeite ich ab und wann für die CIA, dabei sind mir einige Informationen herangetragen worden, die die Anhänger der Orici Adria betreffen.“
„Und weswegen kommst Du denn damit zu mir? Moira, für solche Angelegenheiten ist das Homeworld Command zuständig.“
„Ich weiß“, erwiderte MacTaggert, „doch wollte ich zunächst mit Dir darüber sprechen, bevor ich General O‘Neill damit aufsuche.“
„Ich verstehe. Ich oder Jean sollen mit der Hilfe von Cerebro dieser Sache zunächst auf den Grund gehen.“
„So ist es“, bestätigte Moira mit einem Nicken die Annahme von Charles, während der Telepath bereits schon die ersten Seiten der erhaltenen Dokumente sichtete.



Andromeda-Galaxie
Omega-Sektor
Koloniale Erde
Hauptstadt Ilion

Die Errichtung der übrigen Einrichtungen im Umfeld Ilions waren gut vorangegangen, weshalb man die Umgebung überhaupt nicht mehr wiedererkennen konnte.
Die wenigen Angehörigen ihres Volkes, die sich dazu entschlossen hatten die Mission der Destiny bis zum Ende mitzugehen, waren wie die größten Helden aller Zeiten empfangen worden. Für diese Leute war es allerdings ein großer Schlag als sie erfuhren, was sich seit ihrer Abwesenheit an schlimmen Dingen bei all den Überlebenden der Kolonien von Kobol so ereignet hatte.

Derweil hatte eigentlich Laura Roslin vorgehabt ihren Ruhestand an der Seite von Admiral William Adama auszuleben, doch wurde sie von Präsidentin Francine Baltimore darum gebeten, ein Teil ihres Regierungskabinetts zu sein.

Im selben Moment war allerdings Kara „Starbuck“ Thrace mysteriöserweise irgendwie von Bord der Galactica verschwunden. Darauf konnte sich verständlicherweise niemand einen Reim machen, der danach gefragt wurde bis sich Commander Lee „Apollo“ Adama an den Bericht erinnerte, wie die Pilotin wieder aufgetaucht war, nach sie für eine gewisse Zeit für tot gehalten worden war.

So einige dutzende Kilometer außerhalb von Ilion hatten sich schon sehr schnell nicht nur die Agathons niedergelassen, sondern auch Caprica-Sechs und Doktor Gaius Baltar, die jeweils Farmen gegründet hatten.


Planet Aurora
Koloniale Republik Aurora

In der Kolonialen Republik gingen die Arbeiten an der Infrastruktur und in den Siedlungen, dank der Hilfe der anderen Völker gut voran. Doch fehlte es immer noch an den Nutzvieh und auch den akut dringend benötigten Saatgut für die bereits bestellten Agrarflächen.



Milchstraße
Außerhalb des Sol-Systems der Erde
Oortsche Wolke
Weltraumstation Langford

Die vor kurzer Zeit erst fertig gebaute (natürlich besonders begünstigt durch die bereits beendeten beziehungsweise beilegten Konflikte mit den so vielen verschiedenen Gegnern innerhalb der eigenen Galaxis und in anderen Galaxien) Langford-Raumstation, mit ihren sehr zahlreichen, verschiedenen Labors für die vielfältigen naturwissenschaftlichen bisher bekannten Felder, sowie auch den Unterkünften für die Besatzung, einigen Bars und Fitnessstudios, Läden, Hangars für Jumper, Raptor, Viper und F-302er, beherbergte mehrere hunderte von Mitarbeitern von den meisten Nationen des Planeten Erde. Sie war mehr als nur gewaltig, denn diese Weltraumstation, die nach den Langfords benannt worden war, war ein sehr enorm wichtiger wissenschaftlicher und militärischer Vorposten der Menschheit mitten im Nirgendwo, daher war sie natürlich auch selbstverständlich dementsprechend groß. Für jemanden, der sich näherte, sah diese Station aus wie eine Halbkugel, die an ihrer Unterseite eine leichte Wölbung aufwies. Diese Einrichtung hatte einen Durchmesser von etwa 700 Metern und war an der höchsten Stelle 160 Meter hoch. Bei dem Design hatte man versucht sich an Atlantis oder anderen ihrer Einrichtungen dieser Größenordnung der Antiker, zu orientieren.

An der Entwicklung, Fertigung und Installation der zahlreichen Instrumente und Geräte waren sehr viele Nationen der Erde, Großmächte aus einigen Galaxien und somit auch Firmen und Einrichtungen, darunter war unter anderem natürlich auch Yashida Industries und die Phoenix Foundation beteiligt gewesen.
Durch das Ausscheiden von Angus MacGyver, und dann auch der späteren Ablehnung seines Sohnes, Sean Angus MacGyver-Malloy, die Leitung der Phoenix Foundation zu übernehmen, übernahm der Sohn von Pete Thornton, Michael Thornton, deren Vorsitz. Zumal befanden sich all diese Personen ja immer noch auf Weltreise.

Natürlich befand sich hier auch eine großes Observatorium, mit dem man nicht nur das Universum zu erkunden gedachte, sondern den näheren Umkreis zur Erde überwachen wollte. Denn es gab viele Bedrohungen, die nicht nur Asteroiden waren, nämlich auch feindliche Spezies, die schon längst, ohne dass man es wusste, auf die Erde aufmerksam geworden sein könnten.

„Ma‘am. Commander Perez, ich habe hier seit einigen Minuten etwas sehr Interessantes auf den Tiefraumsensoren. Es könnte sich hierbei eventuell nur um einen Meteoritenstrom, oder gar eine gewaltige Flotte von Raumschiffen handeln, die sich derzeit eindeutig auf einen Kurs direkt auf unsere galaktische Position befinden.“
„Behalten Sie diese Signale weiterhin im Blick, Lieutenant Robinson! Und sie, Lieutenant Commander Brown, berechnen den genauen Kurs! Sollte in den nächsten 24 Stunden der Kurs gleichbleiben, richten wir unser Teleskop auf diese Koordinaten aus.“



Anderes Universum
Fremde Galaxie
Destiny

Nach einen kurzem Flug im Hyperraum, hatte die Destiny diesen in der nächstgelegenen Galaxie wieder verlassen, denn man hatte vor in der Sonne, die unmittelbar vor dem Schiff lag die Energiereserven aufzuladen.

Destiny, Versammlungsraum

Man hatte nach Anleitung Cassiopeia, der K.I. der Destiny, das Raumschiff zuvor auf Autopilot geschaltet. Denn man hatte eine erste von so einigen offiziellen Feierlichkeiten an Bord des alten Raumschiffes vor. Zu Gute kam dabei, dass die vor geraumer Zeit getätigten Reparaturen und somit auch die Sicherheit, inklusive der Sauerstoffversorgung, auf der gesamten Destiny gewährleistet waren. Darunter fiel auch einigermaßen großer Raum, der sich bislang in einem noch unerforschten sowie nicht sicheren Teil der Destiny befunden hatte, in welchen aber jetzt alle Platz fanden. Ein idealer Ort für Versammlungen und auch Anlässe, wie den jetzigen.

Nach einer abgeschlossenen Überprüfung, Bewertung und auch Unterredung mit allen leitenden Personen wurde es letztendlich entschieden, denn alle die sich an Bord der Destiny befanden hatten, ob sie Militärangehörige oder Wissenschaftler waren, waren endlich entsprechend ihrer außergewöhnlichen Leistungen zu befördern mitinitiiert. Diese dafür notwendigen Schreiben hatten Doktor Hank „Beast“ McCoy bei seinem Aufenthalt auf der Destiny Miss Camile Wray überreicht.

Alle Besatzungsmitglieder, egal aus welcher Galaxie, von welchem Volk oder Rasse sie stammten, waren für diesen Anlass eingeladen worden. Und dies obwohl es in diesem eigentlich sehr geräumigen Raum so ziemlich eng werden würde. Doch Young, Wray, und auch Rush hatten betont, dass die Anwesenheit jedes einzeln zu wünschen wäre, um den wieder einmal mehr als nur notwendigen Zusammenhalt an Bord der Destiny zu stärken.

Wie die Führungskräfte der Destiny es erhofft hatten, geschah es erfreulicherweise, denn alle erschienen, sogar Cassiopeia, die K.I. der Destiny. Nachdem alle ihre vorbereiteten Plätze eingenommen hatten, hielten Camille, Everett und Nicholas einige kurze Reden, denn viele wussten nämlich immer noch nicht so genau, weshalb sie eigentlich erscheinen sollten. Und auch die Bitte, möglichst die beste Kleidung beziehungsweise bei den Militärs die frischeste Uniform anzulegen, hatte für so einige Spekulationen im Vorfeld gesorgt.

Schon als die erste Rede, gehalten von Miss Wray, gehalten worden war, wusste auch die oder der Letzte, weshalb sie sich hier alle versammelt hatten.

Schließlich war es soweit, nämlich dass die meisten Angehörigen der Militärs, die über die vielen Jahre hinweg auf der Destiny gedient hatten, teils auch um zwei Dienstränge höher befördert wurden als es eigentlich üblich war. Die Beförderungen von den beiden Colonels Telford und Young nahm natürlich Miss Wray als ranghöchstes Komiteemitglied an Bord der Destiny vor. Somit durften sich fortan David Telford und Everett Young jeweils Major General nennen. Danach übernahmen beide gemeinsam die Beförderungen der anderen Militärs, dadurch wurden zum Beispiel die First Lieutenants Tamara „T.J.“ Johansen und Matthew Scott jeweils Major, sowie Second Lieutenant Vanessa James zum Captain befördert.
Und natürlich auch die Wissenschaftler wurden alle mit Professuren, und im Falle der Rückkehr zur Erde mit Lehrstühlen an ihren bisherigen Universitäten belohnt. Danach wurde abermals Major Tamara „T.J.“ Johansen aufgerufen, die zusammen mit Eli Wallace in ihren Fachgebieten oder Studienfächern Medizin oder Mathematik und Physik der Doktorgrad verliehen wurde.

Nachdem diese Zeremonien zu Ende waren, hatte jeder die Gelegenheit noch etwas zu sagen, indem man sich an seine Worte an die gesamte Besatzung richten konnte.
So manche nutzten die Gelegenheit, wo einige überwiegend ihre schwere Enttäuschung zum Ausdruck brachten, dass sie wohlmöglich doch nie wieder nach Hause gelangen würden. Andere gaben bekannt, dass sie sich an Bord der Destiny verloben und auch heiraten wollten, weil sie schließlich ihr Leben auskosten wollten.

Es dauerte einige Zeit bis sich der Raum vollständig geleert hatte. Alle waren auf den Weg zu ihren Quartieren, denn nach der über fünfstündigen Feierlichkeiten hatte alle die Müdigkeit ergriffen.



Nächster Tag
Anderes Universum
Fremde Galaxie
Destiny, Brücke

Schon kurz nach dem neuen Dienstantritt auf der Brücke, arbeitete man die neuen Daten auf, die die Instrumente der Destiny aufgezeichnet hatte. Erleichtert stellte man fest, dass die Energiereserven soweit wie nötig von der Kraft des Sterns, den man vor kurzem erst durchquert hatte, aufgeladen waren. Und noch etwas geschah, denn nachdem man jenen Stern hinter sich gelassen hatte, denn sowohl die Schiffssensoren, als auch die zusätzlich eingebauten, zeigten einige neue sehr interessante Details ihrer kosmischen Umgebung.

Schließlich sagte Professor Adam Brody: „Das gibt es doch nicht, denn wenn diese Daten und Signale sowie die daraus entwickelten Bilder hier stimmen, die ich hier gerade vor mir habe, liegt in unmittelbarer Nähe der Galaxienhaufen, in dem sich auch die Milchstraße befindet.“
„Zeigen Sie mal her!“, forderte Professor Dale Volker, der dies nicht so richtig wahrhaben konnte. Doch nicht nur Volker war an dieser möglichen und doch recht erstaunlichen Neuigkeit interessiert, sondern auch alle anderen, die gerade Dienst auf der Brücke hatten oder sich rein zufällig soeben hier befanden. Alle bis auf einen hier auf der Brücke spürten ein gewisses immer größer werdendes Kribbeln, Aufbruchsstimmung, nämlich Professor Nicholas Rush, der dies alles nur äußerst beiläufig zur Kenntnis nahm.

Statt sich allzu lange damit aufzuhalten, rief Nicholas Rush nämlich Chloe Armstrong, Ginn und Eli Wallace zu sich. Diese drei sollten ihm einige sehr wichtige Berechnungen liefern. Es ging in diesem besonderen Fall um einen Non-Stopp-Flug der Destiny von dieser Galaxie zu dem Galaxienhaufen, in welchen die Milchstraße liegen sollte.

Destiny, Stargate-Raum

Über Funk erreichte nun auch Major General David Telford, der gerade von einer kurzen Mission durch das Sternentor zurück auf die Destiny gekehrt war, dass auf der Brücke des Raumschiffes eine absolut überraschende Entdeckung gemacht wurde.

„Wann wollen wir aufbrechen, Everett?“
„Ebenfalls nicht in den nächsten 16 vielleicht auch 18 Stunden. Die Erkundungsteams haben also noch genügend Zeit zur Verfügung, David“, antwortete und versicherte Young über Funk.
„In Ordnung. Doch ich werde trotzdem ein Team zusammenstellen, welches der Reihe nach zu allen Planeten aufbricht, um jedes der Teams zu informieren“, erklärte Telford.



20 Stunden später
Anderes Universum
Fremde Galaxie
Destiny, Brücke

Auch Camile Wray hatte sich auf der Brücke eingefunden, denn von diesem Raum der Destiny aus, hatte sie die Möglichkeit über die interne Sprechanlage jedes Mitglied der Besatzung auf dem Raumschiff zu erreichen.

Für wenige Minuten noch beratschlagte sich Miss Wray noch mit Professor Rush, General Young und auch Cassiopeia, der K.I. der Destiny. Camile holte noch ein letztes Mal tief Luft und atmete ebenso aus, denn sie sammelte sich. Dann drückte sie eine Taste auf einer Konsole an der sie saß, und sprach: „An jedes Mitglied der Besatzung der Destiny, hier spricht Camile Wray: Wie einige von Ihnen vermutlich schon erfahren haben, hat sich vollkommen überraschend eine Möglichkeit eröffnet, wenn auch in einem alternativen Universum, nicht nur zur Milchstraße, sondern auch auf diese Erde zu gelangen. Dazu haben Chloe Armstrong, Ginn und Doktor Wallace mit größter Sorgfalt die notwendigen Berechnungen durchgeführt. Diese Ergebnisse wurden anschließend der K.I. Cassiopeia zur Überprüfung mitgeteilt, um die Durchführung eines Non-Stopp-Fluges der Destiny von dieser Galaxie, in welcher wir uns aktuell befinden, bis hin zum Galaxienhaufen wo sich auch die Milchstraße befindet, zu analysieren. Cassiopeia erklärte, dass diese Reise nur mit regelmäßigen kleineren Unterbrechungen zu bewältigen sei. Sie alle fragen sich jetzt bestimmt: Wie wir uns sicher sein können, dass wir uns wirklich auf dem richtigen Kurs befinden? Jenen sei gesagt: Wir sind es, denn nach sorgfältiger und mehrfacher Prüfung der Daten, konnten wir in der Tat sowohl die Andromeda-Galaxie als auch die Milchstraße zweifelsfrei identifizieren. Nach den Berechnungen, die gemacht wurden, werden wir noch ungefähr drei Jahre unterwegs sein, dann sind wir zumindest auf einer Erde, wenn es auch nicht unsere ist.“

Als Kommandant der Destiny saß General Young schon seit ungefähr einer Stunde auf seinem Platz, und schließlich ordnete er an: „Major Scott, bringen Sie uns auf Kurs!“
„Jawohl, Sir.“

Wenige Minuten später befand sich die Destiny auch schon im erneuten FTL-Flug, ihrem nächsten und unbekannten Ziel entgegen.



Variante 3:
“In The Future“

Zentrum des Universums
Innere der zweiten, der innersten Struktur
Destiny, Brücke

Mit großer Besorgnis spürte man, dass die Destiny ein weiteres Mal sich irgendwie mit schnellem Tempo zu verändern schien. Schließlich gab es eine so extreme Helligkeit, die mit einem Male so gewaltig geworden war, dass dann alle an Bord trotz der Schutzbrillen, unverzüglich ihre Augen vorsichtshalber schließen und auch noch mit den Händen hatten abschirmen müssen. So ungewöhnlich grell wurde es um sie herum.

Viele Minuten vergingen, und niemand konnte es riskieren seine Augen zu öffnen, denn diese massive Helligkeit würde ohne Zweifel zu schweren und vermutlich nicht heilbaren Schädigungen bei diesen sehr empfindlichen Sinnesorganen führen. Somit bekam auch niemand in dieser Zeit mit, was wirklich um sie herum alles geschah. Weder mit der Destiny oder gar mit ihnen selbst. Denn sie schienen sich im wahrsten Sinne des Wortes aufzulösen, während alles immer heller und heller wurde.


Irgendwo
Destiny, Brücke

Doch schließlich fiel Chloe Armstrong etwas ein, denn sie wusste, wer ihnen in dieser Lage helfen konnte, daher rief sie: „Cassiopeia!“
„Was ist Chloe Armstrong? Ich stehe beinahe neben Dir!“
„Wie sieht es aus, können wir unsere Augen ohne Gefahr wieder öffnen?“

Es vergingen einige Atemzüge, denn die K.I. der Destiny griff zunächst auf die Daten zu, unter anderem auch auf der Krankenstation, dann antwortete sie: „Die Lichtwerte befinden sich wieder in den Parametern, die für menschliche Augen wieder verträglich sind. Also: Ihr dürft alle eure Augen wieder ohne jegliche Sorgen wieder öffnen, wenn ihr es wollt.“
„Danke, Cassiopeia“, sagte Eli Wallace, der zunächst vorsichtig durch seine Hände vor den Augen blinzelte, bevor er sie komplett wieder wegnahm und sich dann prüfend, wie alle anderen auch auf der Brücke, umsah.

Einige sahen aus dem Fenster, andere auf die Monitore der Konsolen. Alle waren irritiert, genauso wie Cassiopeia, denn sie befanden sich ganz eindeutig nicht mehr in der Nähe des Zentrums des Universums.

„Wo? Wo sind wir? Eli. Doktor Rush“, vernahm man nun auch die Stimme von Second Lieutenant Vanessa James, die nicht so richtig wusste, was sie mit den Daten, die ihr angezeigt wurden, anfangen sollte.
„Ich muss gestehen: Ich habe keine Ahnung“, antwortete der Wissenschaftler, der im selben Moment immer noch selber mit einer groben Analyse der Unmengen an Daten beschäftigt war.

„Das ist alles sehr seltsam. Ich lasse mal einige Simulationen durchlaufen“, ließ Doktor Nicholas Rush schließlich alle wissen.
War dies ein Indiz dafür, dass der Wissenschaftler mal wieder auf eine vage Spur gestoßen war. Nicht nur Colonel Everett Young hoffte dies inständig, denn man war sich sicher, dass die Destiny sie zwar noch eine Weile beherbergen würde, doch hatte nun einmal jedes Gerät eine begrenzte Lebensdauer. Eine Lebensdauer, die nur durch gute Pflege und Wartung in gewissen Abständen natürlich verlängert werden konnte.

Destiny, Krankenstation

Auf der Krankenstation war natürlich auch seit langer Zeit schon die starke Lichtintensität zurückgegangen.

Die Patienten als auch das Personal auf der Krankenstation waren so richtig erleichtert darüber gewesen das keine Gefahr mehr für die Gesundheit der Augen bestand

Alle staunten schließlich sehr, denn in einer Ecke, die man bisher nicht beachtet hatte, saß auf einem der Krankenbetten ein junges Mädchen. Die Kleine war mindestens acht, oder höchstens zwölf Jahre alt sein.
Verwundert wechselten sie alle einander die Blicke, da sich keiner hier wirklich erklären konnte, woher dieses Kind herkam. Alle waren sichtlich irritiert, weil es unter der Crew der Destiny nie Kinder gegeben hatte, abgesehen von denen der Novaner, die man ja schon seit einiger Zeit an Bord der Destiny hatte.

Allmählich schien First Lieutenant Tamara „T.J. Johansen“ dann doch etwas zu ahnen, sie versuchte immer wieder zu sprechen, doch es ging irgendwie nicht, obwohl es ihr auf der Zunge lag und es auch in ihrer Seele und Herzen brannte. Wortlos bewegte sie daher für mehrere Minuten nur ihre Lippen. Doch schließlich gelang es ihr, dann brachte sie mühsam und kaum hörbar: „Carmen?!“, hervor.
Das Wort muss dann doch immerhin laut genug gewesen sein, weswegen das Mädchen: „Mom?!“, antwortete.

Destiny, große Kuppel

Mit großer Sorge hatte sich Miss Camille Wray persönlich über den Zustand aller Pflanzen an Bord des Raumschiffes ein Bild gemacht. Erleichtert atmete sie dann auf, da keine Beschädigungen, geschweige denn Verluste zu verzeichnen waren.



Neue unbekannte Galaxie
Destiny, Stargate-Raum

Da man sich noch kein genaues Bild von der jetzigen Situation hatte machen können, hatte man eine der nächstgelegenen Galaxien angesteuert. Denn Doktor Rush war immer noch mit seinen Simulationen beschäftigt. Kurz nachdem man einen von Colonel Young angeordneten FTL-Flug beendet hatte, waren vier Stargate-Adressen angezeigt worden. Dies war natürlich eine willkommene Gelegenheit und Möglichkeit eventuell etwas in Erfahrung zu bringen. Voller Spannung warteten die Teams als sich die erste Adresse angewählt wurde.

Auf der gesamten Destiny machte sich bei jedem, der derzeit keinen Dienst oder eine Aufgabe an Bord zu versehen hatte, immer größere Unruhe bemerkbar. Ihre Anfragen an die Führung auf dem Raumschiff wurden alle in den nächsten Tagen immer wieder abgewiesen, weil man sich nicht wirklich sicher war, was in der innersten Struktur im Zentrum des Universums mit ihnen allen geschehen war.



72 Stunden später
unbekannte Galaxie
Destiny, Brücke

Was immer auch Doktor Nicholas Rush herausgefunden hatte, behielt er noch für sich. Dies brachte ihm natürlich die Bezeichnung: „Sie verfluchter alter Geheimniskrämer!“, von Colonel Everett Young ein, dem diese Spielchen in einer solchen Situation überhaupt nicht gefielen. Somit musste er sich über die Tage hinweg mit den täglichen und dann auch abschließenden Berichten der vier SG-Teams begnügen. Und dies rund drei Tage lang.

Der Wissenschaftler schien den anhaltenden bohrenden Blick des Militärs, der auf dem Stuhl des Kommandanten saß, immer deutlicher zu spüren. Schließlich sagte Rush: „Ich habe auch die Berichte der Erkundungsteams in meinen Bericht, den ich Ihnen allen nun mitteilen werde miteinbezogen…“
„Wir hören“, sagte Young, der mit einem Schlag noch wacher zu sein schien.
„… also die Destiny und ihre Besatzung, scheinen sich allen gesammelten Beweisen und allen Simulationen nach, die seit etwa einen halben Tag vorliegen, in der Zeit bewegt zu haben. Außerdem sind wir auch noch irgendwie willkürlich durch den Raum gereist. Alle Materie driftet bekannterweise ständig weiter auseinander. Darum kam der Datenbank auch keine der Konstellationen bekannt vor. Deswegen halfen mir natürlich die Berichte der Erkundungsteams, die Colonel Telford, zu den vier Stargate-Adressen geschickt hat, sehr entscheidend weiter.“

An dieser Stelle machte Doktor Nicholas Rush eine künstlerische, und natürlich nach dem Geschmack von den meisten hier auf der Brücke auch eine unnötige dramatische Pause, weswegen und wofür Colonel Everett Young den Wissenschaftler am Liebsten sofort auf der Stelle erwürgen würde. Denn zum einen lagen ihm ja bereits einige der Berichte vor, nämlich die von den Erkundungsteams, weswegen er es nicht in Ordnung fand, wie sich Rush wiederholt gegenüber den anderen an Bord der Destiny verhielt.

Doch endlich schien Doktor Nicholas Rush genügend Luft geholt zu haben, denn er fuhr fort zu berichten: „Diese vier Erkundungsteams haben zahlreiche Funde gemacht und auch zum Teil auf die Destiny gebracht, damit man diese genauer untersuchen konnte. Anhand der daraus resultierenden Informationen stellten wir schließlich fest, dass wir uns in der Nähe der Milchstraße befinden müssen. Genauer gesagt in einer der kleineren Galaxien, nämlich der Großen Magellanschen Wolke. Denn die Erkundungsteams brachten ja wirklich sehr interessante Fundstücke an Bord. Dabei waren unter anderem Artefakte der Antiker, der Goa‘uld, den Ori und Jaffa sowie von der Erde, auch einige wenige Fundstücke von den Asgard. Ich war ziemlich überrascht davon, dies kann ich Ihnen versichern. Um aber absolut sicher zu gehen, sandten wir sogar unsere kleine Flugstaffel los. Nachdem diese zurückgekehrt war, besteht kein Zweifel mehr, wir befinden uns in der Zukunft. Und zwar etwa 2500 Jahre nach Christi Geburt. Das geht letztendlich aus der Analyse aller vorliegenden Beweise hervor. Die Frage ist nur: Wie wir uns auf Grund dieser vollkommen unerwarteten Situation verhalten sollen? Sollten wir mit der Destiny nach einen der vielen bewohnbaren Planeten innerhalb der Milchstraße oder in einer anderen Galaxie suchen?“

Es war still auf der gesamten Brücke. Und wieder hörte Rush auf zu sprechen, wobei er dieses Mal einige nicht zu vernachlässigende Fragen im Raum stehenließ.

Doch schließlich brach Colonel David Telford das Schweigen, denn er sagte: „Wir könnten demnach in der Milchstraße bleiben und zur Erde, oder aber auch in die Pegasus-Galaxie, Andromeda fliegen.“

Man hatte also die freie Auswahl. Vermutlich waren sie alle aber auch auf der Destiny im allerschlimmsten Fall die letzten Vertreter ihrer jeweiligen Völker und Kulturen. War dies eventuell der Grund für diese Reise in der Zeit, nämlich soweit in die Zukunft?

„Dann sollten wir uns mal auf die Suche machen. Ich würde sagen, wir brechen zur Erde auf“, seufzte Miss Camile Wray.
„Ich habe keine Einwände“, nickte Colonel Everett Young, „also fliegen wir endlich nach Hause. Camille, geben Sie bitte diese Informationen an alle an Bord weiter. Wer woanders abgesetzt werden möchte, soll dies mitteilen, denn eher werden wir nicht weiterfliegen!“
„In Ordnung, Colonel“, erklärte das ranghöchste Komiteemitglied, die sogleich an eine der Konsolen trat, um eine dementsprechende Durchsage über die Sprechanlage der Destiny an die gesamte Besatzung zu machen.



18 Stunden später
Große Magellansche Wolke
Destiny, Kantine

Die Warteschlange an der Essensausgabe war so lang, wie sonst immer. Doch Camille Wray und Everett Young waren sehr früh erschienen, womit sie sich einen Platz hatten sichern können. Somit waren sie für jedes Besatzungsmitglied der Destiny sehr gut erreichbar, weil irgendwann jeder mindestens einmal am Tag in der Kantine auftauchen musste.
Anstatt wie eigentlich erwartet, kam niemand der irgendwo abgesetzt werden wollte, stattdessen traten nur die jeweiligen Anführer der Bord der Destiny befindlichen Völker der Reihe nach an die beiden heran, die vom Inhalt her jeweils dasselbe mitteilten.

„Wir bleiben an Bord der Destiny, denn wir sind durch die lange Reise und Ereignisse zu einem Volk geworden.“
„Zusammenbleiben ist die einzige Option, denn solange hält selten eine Kultur durch. Also schauen wir erst einmal, was in all den Jahrtausenden mit der Erde geschehen ist.“
„Es sind viele Verbindungen entstanden, die weit über eine gewöhnliche Freundschaft hinausgehen“, erklärte Varro, der die Luzianer an Bord der Destiny anführte, und auch als letzter vorgetreten war.

Doch niemand von denen, die vor ihm gesprochen hatte war gegangen, es waren alle dageblieben.

Miss Wray und Colonel Young sahen sich kurz an, dann nickten sie einander zu, bevor der Kommandant der Destiny schließlich erklärte: „Dann ist es entschieden, wir brechen zur Erde auf!“
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#73
Hallo.

Das jetzt meist langsame Erzähltempo in Staffel 8 unterstreicht gut die Bedeutung des Endes der Destiny-Mission und was dies alles für die Menschen an Bord bedeutet. Es war spannend zu lesen und wurde auch nie langatmig. Eine stärkere Einbeziehung der neuen "exotischen" Besatzungsmitglieder wäre perfekt gewesen.

Variante I schließt natürlich die Handlung am meisten ab. Die anderen Varianten sind jeweils ein neuer Aufbrauch. Wobei auch Variante I Fragen über Fragen aufwirft. Einen Favoriten kann ich nicht benennen. In allen drei Varianten taucht noch eine verstorbene Person wieder auf, die Tochter von Johansen und Young, und zwar gealtert und mit erlernter Sprache!

Zitat:Viele Beobachter aus den Sektoren Politik, Gesellschaft und Wirtschaft sahen in dieser Verbindung, bestehend aus einer Angehörigen der Luzianischen Allianz und einem Bürger der Erde, mehr als nur eine Chance für einen dauerhaften Frieden zwischen zwei der einflussreichsten Großmächten innerhalb der Milchstraße. Zumal sich noch eine weitere solche Verbindung anbahnte, und zwar zwischen First Lieutenant Tamara T.J. Johansen und Varro.
Ist die politische Auswirkung der Beziehungen so groß? Wegen "Promi-Status" der Betreffenden?
Ach ja, MacGyver und O'Neil sind doch nicht verwandt oder geklont?

In  "Alterum Universum" haben sich wohl copy&paste-Fehler aus der ersten Variante eingeschlichen, so die Nachricht über die Rückkehr der Destiny-Besatzung auf der  kolonialen Erde und Aurora. Oder verkenne ich die Rückkehr "derer" Destiny-Crew?

In "In the Future" wurde daran gedacht, das sich jemand sorgt wie die Strahlung etc. den Pflanzen an Bord bekommen ist.
„Ein Freund ist ein Mensch, der die Melodie deines Herzens kennt und sie dir vorspielt, wenn du sie vergessen hast.“
(Albert Einstein)
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#74
(09.06.2026, 19:17)Durnah schrieb: Hallo.

Das jetzt meist langsame Erzähltempo in Staffel 8 unterstreicht gut die Bedeutung des Endes der Destiny-Mission und was dies alles für die Menschen an Bord bedeutet. Es war spannend zu lesen und wurde auch nie langatmig. Eine stärkere Einbeziehung der neuen "exotischen" Besatzungsmitglieder wäre perfekt gewesen.

Variante I schließt natürlich die Handlung am meisten ab. Die anderen Varianten sind jeweils ein neuer Aufbrauch. Wobei auch Variante I Fragen über Fragen aufwirft. Einen Favoriten kann ich nicht benennen. In allen drei Varianten taucht noch eine verstorbene Person wieder auf, die Tochter von Johansen und Young, und zwar gealtert und mit erlernter Sprache!

Zitat:Viele Beobachter aus den Sektoren Politik, Gesellschaft und Wirtschaft sahen in dieser Verbindung, bestehend aus einer Angehörigen der Luzianischen Allianz und einem Bürger der Erde, mehr als nur eine Chance für einen dauerhaften Frieden zwischen zwei der einflussreichsten Großmächten innerhalb der Milchstraße. Zumal sich noch eine weitere solche Verbindung anbahnte, und zwar zwischen First Lieutenant Tamara T.J. Johansen und Varro.
Ist die politische Auswirkung der Beziehungen so groß? Wegen "Promi-Status" der Betreffenden?
Ach ja, MacGyver und O'Neil sind doch nicht verwandt oder geklont?

In  "Alterum Universum" haben sich wohl copy&paste-Fehler aus der ersten Variante eingeschlichen, so die Nachricht über die Rückkehr der Destiny-Besatzung auf der  kolonialen Erde und Aurora. Oder verkenne ich die Rückkehr "derer" Destiny-Crew?

In "In the Future" wurde daran gedacht, das sich jemand sorgt wie die Strahlung etc. den Pflanzen an Bord bekommen ist.

Hallo, dann beantworte ich mal das FB.

Mit dem Auftauchen der Tochter von T.J. und Young wollte ich noch einmal das Mysterium über das Ziel der Destiny-Mission hervorheben.

Nein, Mac und O'Neill sind nicht verwandt oder gar geklont, zumindest ist mir das nicht bekannt Angel .

Den Fehler bei "Alterum Universum" habe ich mittlerweile behoben Rolleyes  Kommt davon, wenn sich die Varianten irgendwie gleichen. Denn hier passierte etwas ganz anderes.

Wie es am Ende weitergehen könnte, dafür gibt es als Leseproben die Folgen 11 bis 20 der 8. Staffel. Darum will ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten Big Grin

Vielen Dank für das Feedback und den Hinweis, dass mir ein kleines Malheur unterlaufen ist, Durnah Smile
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#75
Guten Abend, liebe Leserschaft!

Heute beginnen wir mit der Leseprobe zur 1. Fortsetzungsvariante, wobei hier der Titel schon feststeht und ich auch noch fleißig am Schreiben bin.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen.


Titel: [SG/Multi-Crossover] Odyssee
Autor: Jonathan J. O´Neill
Rating: FSK 16
Genre: Sci-fi, Abenteuer, Action, Drama etc.
Crossover & Charas: Diese FF ist ein Multi-Crossover, welche die Franchisebereiche von Stargate, Battlestar Galactica, MacGyver, X-Men und Defiance mit den dazugehörigen OC sowie eigene Charaktere beinhaltet
Pairings: bekannte, und eigene.


Anmerkungen:
1. Alle Rechte an Stargate SG-1/SG-A/SG-U, Battlestar Galactica, X-Men, MacGyver und Defiance gehören denen, welchen sie gehören.
2. Ich schreibe diese Crossover-FF nur zum Spaß, nicht um Geld damit zu verdienen.
3. Sämtliche Geschehnisse sind vollkommen frei erfunden, und die vertrauten Zeitlinien aller Franchise-Universen wurden außer Acht gelassen.
4. Diese Crossover-FF wir in der normalen betrachtenden bzw. berichteten Erzähler- & Ich-Form erzählt.

Odyssee
Special zur 1. Fortsetzungsvariante
Odyssee - Final Wars
“Intersections of Dimensions: Zurück, Teil 1“

Zentrum des Universums
Innere der zweiten innersten Struktur
Destiny

In etwa genau dieser aktuellen Sekunde, hatte laut den sehr genauen Berechnungen von Ginn und Eli Wallace das alte Raumschiff der Antiker und deren Besatzung, wohl endlich, so gut wie sicher jetzt nun wirklich das wahre Zentrum des Universums und somit auch schließlich das Ende der langen abenteuerlichen und ebenso gefährlichen Reise erreicht.

Doch dabei bewegte sich die Destiny aber auch nur sehr, sehr langsam immer weiter vorwärts, ganz so, als ob sie sich schon bereits seit einigen Minuten in einer äußerst sehr zähflüssigen Masse befinden würde.

Schließlich schien es allen an Bord nach einer darauffolgenden gewissen Zeit, ganz so als würde sich die Destiny noch immer langsamer von der Stelle bewegen.

Niemand nahm dabei aber letztendlich zur Kenntnis, dass sich die Destiny schließlich nun wirklich überhaupt nicht mehr von der Stelle rührte, sondern schließlich komplett auf ihrer mittlerweile erreichten Position verharrte, und zwar ganz exakt genau im Zentrum der zentralen Struktur. Der Eindruck das alte Raumschiff der Antiker würde sich noch stetig weiterbewegen, unterlag einer optischen Täuschung der Muster der innersten Struktur, die kontinuierlich nach wie vor, vor sich hinpulsierte.

Alle an Bord des alten Antikerraumschiffes schienen aber schon bereits, so seit etwa ein paar Stunden, von einer gewissen und für manche aber auch ungewohnten, inneren Ruhe erfüllt zu sein. Dieser ziemlich intensiv empfundene und erfahrene Gefühlszustand bei allen Besatzungsmitgliedern der Destiny, war dann insbesondere in den letzten Sekunden von einer unsichtbaren Präsenz schließlich noch weiter massiv verstärkt worden. Denn jeder einzelne an Bord schien etwas ganz Besonderes und somit Ungewöhnliches in sich zu spüren, was nur ziemlich schwer zu beschreiben, geschweige denn irgendwie in Worte auszudrücken war. Alle schienen dies  aber natürlich auch, auf ihre eigene und spezielle Art und Weise aber auch zu genießen.
Sie taten dies entweder vollkommen allein oder natürlich auch in einer gemeinschaftlichen Gruppe. Von diesem Zustand, waren neben den Menschen natürlich aber auch die Jaffa, Nox, und selbst der sonst so eigentlich eher sehr gefühlsfremde Asgard aus der Pegasus-Galaxie an Bord der Destiny waren von diesem mysteriösen Phänomen betroffen.

Doch rätselhaft und beängstigend war es aber allerdings schon, nämlich dass viele von ihnen, besonders denen, die einer Wissenschaft angehörten, die Antworten auf all ihre bisherigen und bisher noch nicht beantworteten Fragen irgendwie auf eine recht unheimliche Form einfach so zukamen, und somit nach deren Lösungen sie einst schon immer in ihrer bisherigen Karriere gesucht hatten.
Alle anderen Crewmitglieder an Bord der Destiny, die eher sehr spirituell veranlagt waren, schienen eine Art von spezieller Erkenntnis oder gar eine Form von einer Erleuchtung zu erlangen, ganz so als ob sie eins mit dem Universum werden würden.

Die Anhänger der Orici Adria erhielten auf diesen Wege ungünstigerweise Kenntnis ganz genau von dem Ort, wohin ihre Göttin vor einiger Zeit von Myrrdin verbannt worden war. Daher versuchten einige unter ihnen sich natürlich verzweifelt Notizen zu machen, um dieses für sie so kostbare Wissen dann doch irgendwie, für sich selbst oder andere Generation, festzuhalten.

Doch aber auch alle anderen Rätsel der so unterschiedlichen Mitglieder von Kulturen, Völkern und Rassen an Bord der Destiny, die bereits viele unzählige Generationen schon vor ihnen sowie auch ihre eigene beschäftigte, waren von dieser Minute an, keine mehr. Darunter war natürlich unter anderem auch die Antwort, auf die lange und quälende Frage, welche wohl so geheimnisvolle und mächtige außerirdische Spezies den Planeten Eden hatte entstehen lassen. Dieses und vieles weitere Wissen, floss ihnen einfach so zu, wie ein mächtiger Fluss stetig dem Meer zufließt. Es gab daher für keinen von ihnen an Bord der Destiny keinerlei Fragen mehr.

Sie alle an Bord der Destiny spürten genau in diesem Augenblick diese prickelnde und aber auch absolut unheimliche Nähe, und zwar von einer gewaltigen Macht, die sich dennoch durch nichts erklären ließ, trotz des Wissens, welches sie alle erhalten hatten, denn sie war einfach da, bei ihnen allen und erfüllte sie mit einer noch größeren Intensität. Doch sie fühlten dadurch aber noch etwas, nämlich auch die große, ja quasi lastende und gewaltige Verantwortung, die damit und mit all dem Wissen einherging.

Alle wussten es nun schließlich noch etwas, es war eben genau jene, diese große Macht, die diese Botschaft, einst vor unendlichen Jahrmillionen oder gar vom Anbeginn der Zeit ausgesandt, die dann vor vielen Jahrmillionen einst von den Antikern schließlich als erste Kultur entdeckt worden war und sie letztendlich hierher, an diesen Ort geführt hatte.

Dabei war alles und jeder seit geraumer Zeit komplett, und zwar jedes einzelne Mitglied der Besatzung, jeder einzelne Gegenstand sowie natürlich auch die Destiny selbst, mittlerweile in ein sehr, sehr helles weißes und strahlendes Licht gehüllt worden. Das enorme Leuchten, was alle und alles andere an Bord des Raumschiffes schließlich komplett umgab, wurde schließlich abermals noch einmal um einiges heller, und zwar so sehr grell, dass jeder an Bord der Destiny, egal wo er sich befand nun absolut gar nichts mehr um sich herum erkennen konnte.



Milchstraße
Sol-System
Erde
Homeworld Command, Kontrollraum

Nachdem der erfahrene und langjährige Befehlshaber des Stützpunktes die beiden letzten Stunden mühsam damit verbracht hatte, sich die neuesten empfangenen Daten auf allen vorhandenen Monitoren anzusehen, beschloss er schließlich, sich für eine unbestimmte Zeit in sein Büro zurückzuziehen.

Doch kaum war er mit seinem linken Fuß auf der Treppe, hielt er inne, und mit einem deutlich vernehmbaren und recht verdrießlichen Brummen, hatte General Jack O‘Neill dann auch auf der untersten ersten Stufe der Stahltreppe schließlich sofort abrupt kehrt gemacht. Denn es war für alle Anwesenden auf dem Stützpunkt deutlich vernehmbar der extrem schrille Annährungsalarm ausgelöst worden, der nun warnend in der gesamten Basis zu hören war. Denn für alle war vollkommen unerwartet ein ziemlich großes und auch fremdes Objekt direkt vor der Atmosphäre der Erde aus dem Nichts ohne jegliche Vorzeichen aufgetaucht.

„Gerade jetzt. Was ist das denn jetzt nur schon wieder für ein Alarm? Und ja: Was um alles in der Welt ist dieses Mal der Grund dafür, Lieutenant Douglas?“, fragte Jack gereizt, welcher neben einer der Überwachungsmonitore geeilt war.
„Einen kleinen Augenblick noch bitte, Sir. Gleich wissen wir es sehr genau“, murmelte  Lieutenant Douglas, der mit nervöser Miene einige Tasten seines Keyboards betätigte, während er parallel dazu auch noch mit einem anderen Stützpunkt zu telefonieren.
„Also, wenn wir ausgerechnet jetzt ganz miesen Besuch von irgendwoher aus dem All bekommen, würde mir dies so richtig den Feierabend und ebenso mein einziges freies und auch noch verlängertes Wochenende in diesem Monat versauen!“, brummte General O‘Neill missmutig, da eine Klärung auf seine wichtige Frage immer noch auf sich warten ließ.

Der Leiter des Homeworld Command musste dann doch noch eine ganze Weile auf die Antworten auf seine gestellten Fragen warten. Fest stand allerdings bislang nur wirklich eines: Es waren wohl zumindest keine Feinde der Erde und ihrer Allianz im Orbit der Erde aufgetaucht.

Als dann doch endlich die visuelle Aufklärung durch die Weltraumüberwachung in Form einer F-302er Patrouille General O‘Neill und seinem Stab dann schließlich mitgeteilt hatte, dass es sich bei diesen vor einigen Minuten gewaltigen Objekt nahe der Erdatmosphäre, anhand der bereits vorliegenden Daten, tatsächlich eindeutig um die Destiny handelte, war man natürlich komplett sprachlos.
Mit allen hatte man stets immer gerechnet, aber ganz und gar nicht mit der Ankunft dieses alten Raumschiffes der Antiker, und zwar direkt im Orbit der Erde, zudem noch in einer stabilen Umlaufbahn.

„Es ist doch tatsächlich die Destiny, Jack“, bestätigte General Samantha Carter, die sich derzeit zufälligerweise ebenfalls im Homeworld Command aufhielt.
„Auch, was Du da nicht sagst, Sam. Ich war übrigens auch schon mal einige Male da oben, auf diesen alten Kahn, der Destiny heißt. Wenn auch nur bislang über diese ollen Kommunikationssteine mit Hilfe eines Tauschpartners“, erwiderte der erfahrene Leiter des Homeworld Command daraufhin ein wenig säuerlich.
„Ich weiß“, bestätigte Carter gutgelaunt mit einem fröhlichen Grinsen, „und schon sehr bald können wir persönlich dort nach oben.“
Schnell hatte sich General O‘Neill durch den Smalltalk mit der Befehlshaberin der George Hammond allerdings auch schon wieder gefangen, denn er ordnete dann streng an: „Lieutenant Douglas, geben Sie diesen Befehl von mir an die Führung der Destiny weiter, welcher lautet: Die gesamte Besatzung der Destiny, steht von dieser Sekunde an, für eine Woche unter strikter Quarantäne! Geben Sie diesen Befehl umgehend weiter und lassen Sie sich den Empfang bestätigen, Lieutenant Douglas! Außerdem werden wir ein medizinisches Team an Bord schicken, welches nicht nur Tests durchführen wird, sondern noch einige frische Vorräte und auch noch einige bequeme Annehmlichkeiten, damit die Truppe da oben nicht unnötigerweise noch anfängt zu meutern!“
„Jawohl, Sir!“

Erdorbit
Destiny, Brücke

„Was ist denn da eben eigentlich gerade mit uns allen passiert?“, murmelte fragend erstaunlicherweise ausgerechnet niemand anderes als Doktor Nicholas Rush, der sichtbar immer noch irritiert wirkte, und genauso wie alle anderen um ihm herum, die auch aus den Fenstern der Brücke der Destiny geradeaus schauten.
Der Wissenschaftler musste auch immer noch hin wieder blinzeln, obwohl mittlerweile das extrem helle und blendende Licht verschwunden war.

Erstaunt waren er und die anderen auf der Brücke, die bei ihm waren, besonders darüber, weil sich vor ihnen vollkommen unerwartet der Anblick auf die Erde offenbarte.
Eigentlich müsste es ja ein sehr vertrauter Anblick sein, doch nach all den vielen Jahren, war er mittlerweile nur noch eine Erinnerung an die alte bekannte Heimat geworden, die beinahe schon so gut wie verblasst und teilweise bei manchen wohl auch schon wegen der vielen anderen Planeten, die man gesehen hatte allmählich vergessen war und deswegen bei vielen von ihnen daher wohl nur wie ein Traum vorkam.

Sie alle konnten sich seltsamerweise nur noch lediglich an das extrem helle weiße und stark blendende Licht erinnern, welches alles an Bord der Destiny und sie allesamt erleuchtet hatte, aber nicht an das viele andere seitdem sie sich im wirklichen Zentrum des Universums befunden hatten.
Dennoch besaßen natürlich so einige Besatzungsmitglieder an Bord so manche sehr verwirrende Aufzeichnungen von diesen Momenten, die sie in einem Tranceähnlichen Zustand dann doch irgendwie zu Papier, auf Tafeln oder gar an Wände und Türen der Destiny gemacht hatten. Aber viele von diesen hastig gemachten Schriftstücken, ergaben natürlich irgendwie überhaupt gar keinen Sinn, denn einfach viel zu kompliziert waren nämlich all die Formeln, Gleichungen und Symbole, die sich auf den meisten der gemachten Notizen befanden. So ging es auch den besten Wissenschaftlern an Bord des Antikerraumschiffes.

Destiny, Krankenstation

Die starke Lichtintensität war endlich vollständig überall nach und nach zurückgegangen. Es war somit wieder alles normal.

Wieder alles normal?

Auf den ersten Blick, natürlich eindeutig ja.

Alle staunten doch nur wenige Sekunden später schließlich dann aber sehr, denn in einer Ecke, auf einem der gut ein Dutzend Krankenbetten, saß für allen Anwesenden in diesen Raum ein komplett unbekanntes junges Mädchen. Die Kleine, die alle Anwesenden mit großen und angstvollen Augen anschaute, musste in etwa zehn maximal zwölf Jahre alt sein.

Verwundert tauschten sie daher alle miteinander Blicke aus, da sich keiner von ihnen hier wirklich erklären konnte, woher dieses Mädchen überhaupt herkam. Alle waren nach wie vor aber auch noch total irritiert, weil es innerhalb der Crew der Destiny nie wirklich Kinder gegeben hatte, abgesehen von denen der Familien der Novaner, die man ja einige Zeit lang an Bord aufgenommen hatte.

Allmählich schien First Lieutenant Tamara T.J. Johansen, die sich ebenfalls auf der Krankenstation aufhielt, dann schließlich doch etwas zu ahnen. Sie versuchte nämlich immer wieder beinahe schon fast krampfhaft zu sprechen, doch es ging irgendwie nach wie vor nicht, obwohl es ihr geradezu auf der Zunge lag, es dazu auch noch in ihrer Seele und Herzen regelrecht brannte.
Wortlos bewegte sie daher viele Sekundenlang wortlos ihre Lippen. Doch schließlich gelang es ihr dann doch, mühsam und kaum hörbar brachte sie dann nur ein Wort: „Carmen?!“, hervor.
Dieses Wort muss dann doch immerhin noch laut genug gewesen sein, weswegen das Mädchen dann zielgerichtet in ihre Richtung blickte, und zaghaft mit: „Mom?!“, antwortete.

Destiny, Brücke

„Wir haben soeben eine direkte Nachricht vom Homeworld Command erhalten, Colonel Young“, meldete Second Lieutenant Vanessa James, die sich, wie alle anderen auch an Bord allmählich wieder von diesem seltsamen mysteriösen Ereignis einigermaßen erholt hatte.
„Was denn für eine Art von Nachricht, Lieutenant James?“
„Eine freundliche Begrüßung zu Beginn und dann einige stehende Anordnungen: Destiny, Willkommen zurück Zuhause! Das Raumschiff selbst und auch die gesamte Besatzung, stehen von nun an, für eine gesamte Woche unter strikter Quarantäne! Für die Crew benötigte Vorräte, inklusive einige Annehmlichkeiten, sowie medizinisches Personal für umfangreiche Untersuchungen werden an Bord der Destiny gebracht. Durch das von Doktor Lam geführte Team werden Bestellungen entgegengenommen. Mit den besten Grüßen General Jack O‘Neill“, las Vanessa mit lauter Stimme vor.

„War ja so was von klar“, stöhnte Eli daraufhin.
„Auf die eine Woche mehr oder weniger kommt es jetzt doch auch nicht mehr an, oder?“, war auch schon alles was Doktor Nicholas Rush zu diesen Thema zu sagen hatte.
Ohne lange zu warten, meinte Colonel Telford zustimmend: „Dem ist nichts hinzuzufügen! Miss Wray und ich werden mit allen Teamleitern und Sprechern an Bord der Destiny dafür sorgen, dass sich alle für die anstehenden medizinischen Tests bereithalten. Lieutenant Scott, kommen Sie mit!“
„Jawohl, Colonel.“
„Gut, dann trommeln wir unsere Truppen hier mal nach den Teams unterteilt zusammen“, stimmte Camile dem schon geäußerten Plan von David zu.



Ori-Galaxie
Celestis, Heilige Stadt der Göttin Adria

Mit einer immer noch sehr, sehr nachdenklichen Miene gingen Vala Mal Doran, Tomin und Adriana gemeinsam durch die Räumlichkeiten des eindrucksvollen Hauptgebäudes. Weder diese drei Personen und auch die anderen Bewohner des Planeten und der übrigen Ori-Galaxie, wussten bislang etwas von der unerwarteten Heimkehr der Destiny und ihrer Besatzung zur Erde. Die drei wurden während ihrer Reise, natürlich von der Leibgarde von Adriana begleitet.

Es blieb aber natürlich dennoch nicht aus, dass sie hier von den meisten Prioren, dem Doci, der seit der letzten Rückkehr von Adria von jener eingesetzt worden war und aber auch von den vielen zahlreichen Pilgernden hin wieder äußerst misstrauisch angeschaut wurden, und dies obwohl alle ganz genau wussten, wer sie überhaupt waren.

Wie schon vor ihrer Abreise befürchtet, bettelten viele der Gläubigen Adriana, die Tochter der Orici an, ihnen doch endlich bei der bislang noch immer erfolglosen Suche nach, der natürlich aus ihrer Sicht, der einzigwahren Göttin des Universums zu helfen.

„Bitte Königin Adriana, es geht doch hier bei dieser heiligen Sache um eure eigene Mutter“, bettelte eine Orici-Gläubige beinahe schon regelrecht verzweifelt. „Ihr müsst uns doch endlich bei der Heiligen Suche nach ihr, unserer Göttin, helfen. Uns dabei anführen.“
„Ich werde euch nicht dabei helfen, da sonst ihr Sehnsucht nach Rache, sowie auch ihr unstillbarer Hunger nach absoluter Macht und Anbetung…“
„Sie ist eine Göttin, die einzigwahre und alleinige Göttin und Wahrheit im gesamten Universum“, unterbrach ein Mann aber abrupt Adriana.
Aber Adriana ließ sich nicht von ihrer Rede beirren, und fuhr daher unbeeindruckt mit ihrer Antwort fort: „…würden unweigerlich den bestehenden Frieden und die Allianz gefährden! Ihr dürft natürlich gerne glauben an was immer euch beliebt, dies wurde in den Gesetzen und Verträgen tief verankert und gilt. Auch an meine Mutter als die einzigwahre Göttin des Universums und ihrer Lehre, dürft Ihr alle weiterhin glauben. Doch vergesst dieses Gebot nicht: Niemals dürft ihr jemanden, der nicht daran glauben will bedrohen oder umbringen!“
„Aber die Orici ist doch eure Mutter.“
„Ja, genau“, rief eine weitere Gläubige.

Dann sagte ein alter Mann auch noch anklagend: „Und was ist mit Euch, der benedeiten jungfräulichen Mutter der Orici? Es geht um euer gesegnetes Kind, welches ihr von den gandenreichen Ori empfangen habt!“
„Die sogenannten gnadenreichen Ori, wurden für ihre Verbrechen gerichtet und vernichtet, wohingegen Adria, meine Tochter, für ihre zahlreichen Delikte eine viel mildere Bestrafung erhalten hatte, nämlich das ewige Exil“, sagte Vala kalt, die daraufhin von allen Seiten natürlich mit absolut bösen Blicken angesehen wurde.
Aber niemand wagte es, auch nur im kleinsten Ansatz, einen von den Dreien wirklich körperlich anzugreifen. Dafür war der Respekt, insbesondere in erster Linie vor Adriana und Tomin, aber ebenso auch Vala immer noch zu groß.

Um die mittlerweile sehr aufgeheizte Stimmung wieder deutlich zu entspannen, erklärte nun Tomin mit ruhiger Stimme: „Wir wissen lediglich nur, dass es der Orici, dort wo sie ist gut geht. Sie lebt auf einer unbekannten fernen Welt, die wirklich niemand von uns kennt, weil Myrrdin nicht nur unsere, sondern auch seine eigenen Erinnerungen an jenen Ort gelöscht hat.“
„Dieser alte elendige und verfluchte Hexenmeister der Antiker“, zischte ein greiser und geradezu fanatischer Gläubiger verächtlich, während die meisten der Pilgernden noch immer sehr leise miteinander tuschelten. Parallel dazu hatten sich Königin Adriana, Vala Mal Doran und Tomin zum Gehen gewandt, um weiteren ziemlich unbequemen Fragen und Diskussionen der Pilgernden und Prior-Novizen aus dem Weg zu gehen, die ohne Weiteres natürlich ohne Weiteres kommen würden, wenn sie noch länger bleiben würden.



Pegasus-Galaxie
Atlantis, Stargate-Raum & Kontrollraum

Es war schon sehr spät am Abend als sich das Sternentor aktiviert hatte, und dann allen, welche sich derzeit in der alten und mächtigen ehrwürdigen Antikerstadt aufhielten, die absolut überraschende Rückkehr der Destiny und ihrer letzten kompletten bekannten Besatzung im Orbit der Erde und somit in der Milchstraße mitgeteilt wurde.

Dies geschah in dem Moment als die diensthabende Technikerin Amelia Banks gerade einen gewöhnlichen Systemcheck der Hauptcomputer im Kontrollraum von Atlantis durchlaufen ließ. Dabei leistete ihr der Sateder Specialist Ronon Dex seine Gesellschaft, mit welchen sie außerdem schon seit geraumer Zeit verlobt war, weswegen die beiden daher natürlich sehr viel Zeit gemeinsam verbrachten.

„Wir bekommen jetzt wohl Besuch“, stellte der Sateder fest, kaum dass das Sternentor und auch das erste Chevron blau aufgeleuchtet waren und der Alarmton ertönte, welcher eben allen in der Stadt eine außerplanmäßige Ankunft ankündigte.

Mit einer fließenden und schnellen Bewegung, stieß sich Amelia von der einen Konsole ab und rollte mit ihrem Stuhl in einem Zug zur Kontrollkonsole, die die Stargate-Systeme beinhalteten, drückte auf einen Kristall und der starke Irisschild aktivierte sich, noch ehe das vierte Chevron aufleuchtete.

Unten im Stargate-Raum gingen die bereitstehenden Abwehrteams auch schon in Stellung, die die Mündungen ihrer Waffen auf die Mitte des Sternentores richteten.

Mit einem wütenden Brodeln schlug die Eruptionswelle gegen den Schutzschild, welcher sich sehr knapp vor dem eigentlichen Ereignishorizont befand, welcher sich nun bereits schon gebildet hatte, wo sich aber rein gar nichts materialisieren konnte.

„Entwarnung! Ihr dürft euch alle wieder entspannen, Leute. Es ist lediglich die Stargate-Command Base auf dem Mars. Erhalten von dort eine Datenübertragung. Und zwar jetzt“, teilte Major Laura Cadman allen unmittelbar Anwesenden mit, nachdem sie von der Technikerin Amelia Banks die notwendigen Informationen mitgeteilt bekommen hatte.

Konferenzraum

Ganz in der Nähe des Kontrollraumes, saßen wieder einmal wie so oft in den letzten Monaten, die Vertreter und Abgesandten der wichtigsten sowie natürlich auch der mächtigsten und damit einflussreichsten Völker in der Pegasus-Galaxie zusammen an einem Tisch. Nämlich die, die es geschafft hatten den immer heftigeren Angriffen der Wraith in der jüngsten Vergangenheit irgendwie, wenn auch mit massiven Verlusten zu trotzen und ihre eigene Kultur zu erhalten.
Man hatte zwar bislang bei den bisherigen beziehungsweise während der jüngsten Sitzungen recht gute Fortschritte erzielt, was die Bildung einer Föderation unter ihnen allen anging, doch gab es natürlich aber auch noch ebenso viele strittige Themen, die es zunächst einmal nach und nach zu lösen galt.

Man befand sich gerade in diesen Augenblick schon wieder einmal in einer erneuten, wenn nicht sogar einer festgefahrenen hitzigen Debatte als leise die Tür aufglitt, und dann schließlich mit sehr leisen und zügigen Schritten Doktor Radek Zelenka eintrat, der sofort den Leiter der Atlantis-Expedition, Mister Richard Woolsey, zielsicher ansteuerte und ihm wortlos ein Memo in die Hand drückte.

Wortlos nahm Woolsey das nur knapp drei Zeilen umfassende überreichte Schreiben in seine beiden Hände, las es, nickte und reichte es dann kurz darauf stumm an den neben ihn sitzenden General John Sheppard weiter. Auch jener las es schnell durch und verstand, was der Inhalt für die gesamte Menschheit bedeutete. Dann nickten sich die beiden Männer kurz einander zu.
Der Leiter der Atlantis-Expedition ergriff dann schließlich das Wort: „Verehrte Exzellenzen, ich bitte um ihrer aller geschätzte Aufmerksamkeit und somit auch darum ihre, wenn auch so sehr wichtigen Gespräche untereinander für einen kurzen Moment zu unterbrechen und mir das Gehör zu schenken.“

Vollkommen unerwartet wurde es dann doch umgehend still im wieder geschlossenen Konferenzraum, den Doktor Zelenka wieder still und leise, genauso wie er dort auch hineingekommen war, verlassen hatte. Denn trotz der auch teilweise in festen Gruppen geführten Debatten untereinander, wegen eines strittigen aktuellen Themenpunktes, hatten einige es doch irgendwie mitbekommen, dass Mister Woolsey vom tschechischen Wissenschaftler wohl eine sehr dringende Nachricht überreicht bekommen hatte, und wohl dessen enorm wichtigen Inhalt allen Anwesenden mitteilen wollte. Daher gingen bei so manchen der Anwesenden sofort natürlich die wildesten Spekulationen durch den Kopf.

Obwohl schnell wieder Ruhe im Raum eingekehrt war, wartete Woolsey trotzdem noch einen kurzen Atemzug lang, dann erst verkündete er den versammelten Repräsentanten: „Sehr verehrte und geschätzte Exzellenzen, wir haben vor erst wenigen Minuten eine recht interessante Nachricht durch das Stargate aus unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße, erhalten: Nämlich dass vor etwa zwei Stunden, vollkommen unerwartet die Destiny, ein altes Forschungsschiff der Antiker, welches einst vor vielen, vielen Millionen von Jahren unbemannt gestartet worden war, samt der jetzigen Besatzung ebendort in der Milchstraße, im Orbit der Erde, in einer stabilen Umlaufbahn aufgetaucht ist.“

Als Richard Woolsey geendet hatte, blieb es noch lange ruhig in dem Konferenzraum, da alle waren komplett sprachlos. Der Abgesandte der einflussreichen Genii fand natürlich zuerst seine Sprache wieder, denn er erinnerte sofort die Atlanter daran, dass ihnen allen, die sich an diesen Projekt bereits schon beteiligten, ein direkter persönlicher Zugang zur Destiny zustand.

Jumper-Hangar

Entspannt vom gemeinsamen und schon bereits ausklingenden Wochenende von dem jungen Torren John Emmagan, dem Sohn von Teyla Emmagan, der Anführerin der Athosianer, für den General John Sheppard unter anderem einst auch die Patenschaft übernommen hatte, kehrten die Athosianer Halling, Kanaan und Jinto und die beiden Doktoren Alison Porter und Carson Beckett gutgelaunt vom größten Kontinent von ihren gemeinsamen Ausflug über ein leicht verlängertes Wochenende auf diesen Planeten nach Atlantis zurück.

Über Funk wurde die Gruppe bei ihrer Landung darüber informiert, dass die Destiny in die Milchstraße zur Erde zurückgekehrt sei. Dadurch seien aus eben diesem gegebenen Anlass alle anderen noch geplanten Sitzungen der Pegasus-Förderation für die nächsten Tage erst einmal abgesagt worden.



1 Woche später
Milchstraße
Sol-System
Mars, SGCB

Auf allen Ebenen war es, trotz der eigentlich großen Kapazitäten der Stargate-Command Base, mittlerweile in den vergangenen letzten vier Tagen sehr voll geworden. Denn viele Verbündete der Menschen von der Erde hatten sich schnell, teils mit Raumschiffen oder durch das Sternentor auf den Weg zu den Tau‘ri gemacht, um sich die Destiny nicht nur von außen ansehen zu können, sondern sie auch von selber zu erkunden und erforschen, sobald endlich die Freigabe dafür erteilt sein würde. Somit waren alle noch bislang freien verfügbaren Quartiere auf der Basis sehr schnell belegt gewesen.

Denn seit einigen Tagen schon, hielten sich aber auch nicht nur Menschen aus mehreren der bislang bekannten Galaxien auf dieser Basis auf, die von ihren politischen Anführern beziehungsweise Vorgesetzten für diese Aufgabe ausgewählt worden waren, sondern auch klar erkennbar andere außerirdische Rassen aus der Milchstraße, wie zum Beispiel die Serakin, mit denen damals schon Stargate-Center unter General Georg Hammond wichtige und richtungweisende Beziehungen geknüpft hatte. Doch es waren unter anderen natürlich aber auch viele Jaffa, darunter auch aus dem Lager der Hak‘tyl sowie einige weitere Vertreter von den Nox eingetroffen, die verständlicherweise natürlich ebenso neugierig auf die Destiny waren, wie die meisten Menschen auf der Erde.

Unter den nun anwesenden menschlichen Völkern, waren natürlich auch Personen aus der Pegasus-Galaxie, die eindringlich weiterhin unter der Federführung der Genii darauf bestanden hatten, ebenfalls schon sehr bald Zugang zur Destiny zu erhalten, sobald die von General Jack O‘Neill verhängte Quarantäne für das Raumschiff abgelaufen war.

Ausgeschlossen von den wissenschaftlichen Untersuchungen und möglichen weiteren Missionen mit der Destiny, war bislang lediglich nur das Koloniale Volk der Republik Aurora, auf dem gleichnamigen Planeten in der Andromeda-Galaxie, denen man wie verabredet immer noch absolut nichts von der Rückkehr der Destiny berichtet hatte. Man hatte aber zumindest vor dies in den nächsten Tagen nachzuholen, und ihnen dann nur zuzusichern, lediglich ausgewählte und geprüfte Informationen dann an sie weiterzuleiten.


Erdorbit
Destiny

Um sich die von General Jack O‘Neill verordnete Quarantäne und somit drohende quälende Langeweile an Bord des Raumschiffes in der letzten Woche einigermaßen erträglich zu gestalten, hatten die besten Wissenschaftler unter ihnen schon bereits damit begonnen die Probe der Materie, welche man vom Zentrum des Universums entnommen hatte, natürlich unter der Anleitung von Doktor Nicholas Rush, in weitere kleinere Proben aufzuteilen.
Doch schon im Anschluss, begannen sie damit aber auch schon testweise einen kleinen Teil der Materieprobe zu analysieren, soweit es mit dem an Bord der Destiny vorhandenen wissenschaftlichen Equipment so gut wie möglich war.

Andere Besatzungsmitglieder hatten sich aber von den immer wieder eintreffenden Quarantäne-Teams mit allen möglichen Dingen versorgen lassen, auf welche man so viele Jahre hatte verzichten müssen. Doch was alle am meisten freute, war, dass sie endlich wieder das Essen konnten, worauf sie ebenfalls so lange Zeit hatten verzichten müssen.

Erde

Die für alle unerwartete Rückkehr der Destiny, samt ihrer seit ein paar Jahren ziemlich bunt zusammengesetzten Besatzung, hatte sich insbesondere durch die verschiedenen Medien sehr schnell auf dem gesamten blauen Planeten verbreitet. Doch waren natürlich auch in der vergangenen Woche die anderen beteiligten Großmächte von der wichtigen Destiny-Mission aus der übrigen Milchstraße, Andromeda-Galaxie und der Ori-Galaxie sowie der Pegasus Galaxie waren darüber so zügig es ging, über die unerwartete Ankunft der Destiny und deren Besatzung, informiert worden.

Alle Rückkehrer hatten, verteilt über dem gesamten Globus, eine Unmenge von Terminen, sowohl von privater als auch verpflichtender Natur zu bewältigen, sobald sie die Freigabe aus der Quarantäne endlich bekommen hatten. Es war ihnen natürlich klar, denn man wollte natürlich all diese Helden unbedingt näher kennenlernen und auch möglichst viele ihrer erlebten Abenteuer hören.

Doch viele von ihnen wollten eigentlich natürlich nur Eines, nämlich einfach nur erst einmal eine gewisse Zeit ihre Ruhe haben oder so schnell wie nur möglich ihre Liebsten und Freunde wiedersehen, die sie immerhin seit rund 15 Jahren nicht mehr hatten sehen können. Denn die Quarantäne, die sie alle hatten einhalten müssen, hatte man ja zum Zeitpunkt seit ihrer Rückkehr auf exakt eine Kalenderwoche festgelegt.

Eli Wallace stellte gleich zu Beginn seiner Heimkehr auf der Erde, seiner Mutter natürlich mit einem großen Freudenstrahlen die Luzianerin Ginn vor. Maryann Wallace war sofort erkennbar sehr froh darüber, dass ihr Sohn nicht nur neben einer guten und wichtigen Arbeit, wohl nun auch seine große Liebe fürs Leben entdeckt hatte. Seine unerwartete große Liebe, die er eigentlich durch die Tat des Luzianers Simeon allerdings schon für immer verloren geglaubt hatte.
Natürlich ließ es sich die Mutter von Eli nicht nehmen die beiden nicht nur als Gäste im Haus aufzunehmen, sondern auch umgehend mit ihren Kochkünsten zu verwöhnen, weil die angesprochene und von Ginn bestätigte Verlobung natürlich dementsprechend gefeiert werden musste. Während des Abendessens hatten sich die drei natürlich sehr viel zu erzählen, weil ja einst der Kontakt unvermittelt abgerissen war und nur für eine kurze Weile mit der Trinitatis, die sich noch auf den Rückflug in die Milchstraße befand, wieder hergerichtet worden war.
„Und wie lange wird es noch dauern bis Doktor McCoy mit der Trinitatis wieder zurück sein wird?“, fragte Maryann interessiert.
„Laut den Berechnungen von Ginn und mir, wird es noch mindestens ein Jahr dauern, wenn die Trinitatis auf ihrer Route gut vorankommt“, antwortete Eli.

Viele Beobachter aus den wohl wichtigsten Sektoren, nämlich von Politik, Gesellschaft und Wirtschaft sahen in dieser Verbindung, bestehend aus einer Angehörigen der Luzianischen Allianz mit einem Bürger der Erde, mehr als nur eine Chance für mehr als nur einen dauerhaften Frieden zwischen zwei der wohl einflussreichsten Großmächte innerhalb der Milchstraße zu gewährleisten. Zumal sich laut des Homeworld Command noch eine weitere solche von der Destiny bestätigte Verbindung anbahnte, und zwar nämlich die zwischen First Lieutenant Tamara T.J. Johansen und dem Soldaten, und seit seiner Rückkehr zu einem wichtigen Anführer der Luzianischen Allianz aufgestiegenen, Commander Varro.

Chloe‘ Mutter, die immerhin die Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika war, wollte ihre geliebte Tochter schon fast beinahe gar nicht mehr loslassen, denn sie war mehr als nur überglücklich ihr Kind wieder, endlich in Echt, und zwar in Fleisch und Blut, wieder in ihre eigenen Arme nehmen zu können. Doch Chloe Armstrong war nicht alleine im Weißen Haus erschienen, denn sie hatte natürlich ihren Verlobten Matthew Scott mitgebracht.

Eine Emily Young hingegen, bekam erstaunlicherweise sofort Besuch vom heimgekehrten Everett Young, der ihr noch auf der Schwelle des Hauses heilig versprach, nie wieder von ihr und auch der Erde fortzugehen, mit der klaren und einleuchtenden Begründung, dass ihm die US Air Force eh noch sehr viel Urlaub schuldig sei. Zudem habe er sich für einen Posten auf einen Stützpunkt in der Nähe ihres Wohnortes beworben. Eine Bewerbung, die einen Unterstützer fand, nämlich die von niemand anderes als General Jack O‘Neill, welcher auch um die Hilfe von der Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika, des IOA und der UN für die Wunschposten nicht nur dieses, sondern auch der vielen anderen Destiny-Heimkehrer warb.

Da die Destiny mit ihrer Crew für alle sehr überraschend zurückgekehrt war, und dass auch noch vor der nach wie vor immer noch nicht heimgekehrten Trinitatis unter dem Kommando von Doktor Hank „Beast“ McCoy, war General Jack O‘Neill nichtsdestotrotz dann doch noch vorzeitig in den wohlverdienten Ruhestand gegangen.
Er traf sich natürlich wie so oft, regelmäßig zu einer Partie Schach mit dem schon im Ruhestand befindlichen General Hank Landry, welche natürlich stetig an abwechselnden Orten, zuhause bei Hank Landry oder Jack O‘Neill beziehungsweise auf dem Grundstück von General O‘Neills Ferienhütte, stattfand.



Weit entfernte Galaxie
Hyperraum
Trinitatis, Konferenzraum

Nach sehr, sehr genau und auch mehrfach überprüften Berechnungen, konnte, dies wusste dann nun endlich nicht nur Doktor Rodney Meredith McKay, wie lange denn jetzt wirklich ihre Rückreise zur Erde in die Milchstraße noch in etwa dauern würde.

„…tja, das sind nun einmal die unwiderlegbaren Fakten“, schloss der Kanadier.
„Ein ganzes Jahr brauchen wir also bestimmt noch zurück zur Erde. Vielleicht auch noch einige Monate länger, wenn uns auf der Rückreise unvorhersehbare Dinge widerfahren sollten“, murmelte Doktor Daniel Jackson, der schon beinahe verzweifelt sein Gesicht in seinen Händen verbarg und mit sich haderte, noch solange sich immer wieder mit Doktor Rodney McKay auseinandersetzen zu müssen. Daher dachte er: ,Warum nur um alles in der Welt, bin ich nicht mit der Hector nach Hause zurückgekehrt?´
Daraufhin sah sich der Leiter der Trinitatis-Mission, der blauhaarige Mutant Doktor Hank „Beast“ McCoy, mit einem prüfenden Blick in der Runde der Abteilungsleiter, die an diesen Briefing teilnahmen um. Dann sagte er schließlich abschließend: „Wir alle werden natürlich diese Zeit und die damit verbundenen Herausforderungen ohne jeglichen Zweifel meistern, denn schließlich befinden sich auf der Trinitatis als auch der E.U.S. Paris so einige der qualifiziertesten Leute, die es für eine solche Mission nur geben kann!“
„Das stimmt! Sehr gut, dass ich, äh… was“, bemerkte und stammelte Rodney eben noch gerade, der dabei den rechten Zeigefinger in die Höhe reckte, aber dann ins Stottern geriet, weil Jennifer, Hank und Daniel ihm einen mahnenden Blick zugeworfen hatten.

tbc
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#76
Guten Abend, heute folgt Teil 2. Viel Spaß beim Lesen Smile

Odyssee
Special zur 1. Fortsetzungsvariante Odyssee - Final Wars
“Intersections of Dimensions: Zurück, Teil 2“

Milchstraße
Sol-System
Erdorbit
Destiny

All die Wissenschaftler, die immerhin jahrelang auf der Destiny verbracht hatten und jeden Tag um ihr Überleben kämpfen mussten, hielten den stetigen immer weiter wachsenden Trubel um ihre Personen unten auf der Erde nur für eine sehr kurze Weile lang aus, denn sie kehrten davon ziemlich genervt auf dieses zum Stück Heimat gewordene Raumschiff wieder zurück, welches ihnen allen sehr wirksam die aufdringlich gewordenen Reporter und auch wissenschaftlichen Kollegen, zumindest bis zu einem gewissen Grad, dauerhaft vom Hals hielt.

Um die Destiny herum befand sich seit geraumer Zeit auch eine immer noch stetig anwachsende Flotte von Raumschiffen unterschiedlichster Bauart, nämlich von den Kolonialen Menschen und den Zylonen aus der Andromeda-Galaxie, den Jaffa, der Luzianischen Allianz, den Nox, deren Kulturen sich seit je her in der Milchstraße befinden, auch vom letzten Stamm der Asgard aus der Pegasus-Galaxie, die ja zu ihrem Glück in der Milchstraße durch den Abschluss eines Vertrages Asyl gefunden hatten, und den Anhängern der Orici, die seit vielen Jahren in mehreren Galaxien noch immer zahlreiche Unterstützer haben. Sie alle hatten nämlich laut dem von ihnen allen geschlossenen Vertrag, die Zusicherung sich dort an Bord aufzuhalten, zu forschen und auch zu arbeiten.

Man beschloss im Nachtrag einer großen Konferenz, gemeinsam die Destiny sehr genau bis ins kleinste Detail hinein mit der Hilfe von Cassiopeia, der K.I. des alten Raumschiffes der Antiker zu analysieren, und wenn es möglich und dann auch machbar war, für weitere kleinere Forschungsmissionen in der unmittelbaren Nachbarschaft der Milchstraße wieder instand zu setzen.

Von den ersten Jaffa, die neu an Bord waren, gehörten natürlich Bra‘tac, Teal‘c, Ishtar und deren engsten Verwandten beziehungsweise Vertrauten. Sie alle sahen sich an Bord sehr genau um, auch stellten sie komplexe Fragen unter anderem zur Funktionsweise der Destiny. Doch anhand der Blicke von den Jaffa war zu erkennen, dass sie vom gesamten Design des alten Schiffes sehr erstaunt waren, weil es ja immerhin einst von den Antikern entwickelt und erbaut worden war.

Natürlich hatte sich General Samantha Carter eben genau dieser speziellen Gruppe, bestehend aus ihren Freunden und Teamgefährten schon sehr schnell angeschlossen, sobald sie ihre vertrauten Stimmen vernommen hatte. Am Interessantesten fand sie natürlich den Raum mit dem Kontrollstuhl sowie die Brücke. Aber sie fand dies alles ziemlich rustikal, weil Sam ja natürlich ganz was anderes und weitaus moderneres von den Antikern gewohnt war, was nämlich sowohl die Technik als auch die Architektur dieses Volkes betraf.

Aber auch der aus der Andromeda-Galaxie angereiste Doktor Gaius Baltar, hielt sich gerade eben mit einer größeren Delegation bestehend aus kolonialen und zylonischen Wissenschaftlern an Bord des alten Antikerraumschiffes auf, denn er hatte sehr schnell erkannt, dass er sich am besten in der Nähe von den Vertretern der alten und erfahrenen Besatzung der Destiny aufzuhalten hatte. Doch er starrte dabei immer wieder neugierig in Richtung von Samantha Carter, was natürlich Caprica-Sechs, die Gaius Baltar ebenfalls begleitete, nicht besonders zu gefallen schien.

„Gaius, hör sofort auf diese Frau dort drüben anzustarren! Es ist General Samantha Carter. Die ist, so klug und schön sie ist, bestimmt schon mit jemand sehr Wichtiges zusammen, der Dir sehr viel Ärger bereiten könnte! Und außerdem sind wir beide seit einem Monat verlobt!“, flüsterte Caprica leise warnend und erinnernd.
Doch dabei handelte es sich wohl leider mal wieder um eine gewisse Schwäche, des sonst so genialen kolonialen Wissenschaftlers, nämlich dass er gewissermaßen von schönen blonden Frauen wie an Magnet angezogen wurde.

Zum Glück für alle, hatte sich die K.I. der Destiny, Cassiopeia, dazu entschieden sich nicht nur den Mitgliedern ihrer Besatzung hin und wieder zu zeigen, sondern auch den anwesenden Ingenieuren und Arbeitern an Bord bei den immer noch sehr dringenden Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten die notwendigen Tipps zu geben.

Einige Kriegerinnen und Krieger der Orici, die gerade eben etwas sehr gelangweilt durch die Korridore der Destiny spazierten, hielten mit einem Male inne, denn in einer Ritze dicht über dem Fußboden steckte ein Stück Papier auf dem sich das Symbol der Orici befand. Langsam ließen sich einige von ihnen in die Hocke sinken, um den Zettel genauer zu inspizieren und dann schließlich auch aufzuheben. Während sie dies taten, bemerkte sie noch einige weitere Notizen, die sich in unmittelbarer Nähe befanden.

Gemeinsam stellten sie alle miteinander fest, dass die Notizen darauf in ihrer ganz speziellen und religiösen Sprache geschrieben worden waren. Doch schon bereits der Inhalt des ersten Zettels überraschte sie am meisten, weswegen sie dann auch penibel die anderen Notizen auflasen, um sie dann ebenfalls sehr sorgfältig zu studieren.

Die drei Männer und zwei Frauen, waren nämlich in den Bereich der Destiny angelangt, wo sich einige ihrer Brüder und Schwestern aufgehalten hatten als sich das Raumschiff samt seiner Besatzung im Zentrum des Universums befunden hatte.

„Das ist eine sehr wichtige Entdeckung, die wir umgehend nach Celestis in die Heilige Stadt zum Doci bringen müssen“, flüsterte eine der beiden Kriegerinnen, die sich sichernd umschaute, ob man sie beobachtete. Doch sie waren ungestört und alleine. Ihrer Aussage wurde natürlich sofort zugestimmt. Auch wussten sie alle fünf, dass sie diesen enorm sehr wichtigen Fund vor all den vielen Ungläubigen, die sich gerade um sie herum an Bord der Destiny aufhielten, unbedingt geheim zu halten hatten.


Edora-System
Edora

Nicht nur General Jack O‘Neill, der sich mittlerweile seit einigen Tagen endlich im sehr wohlverdienten Ruhestand befand, war auf diesen Planeten gereist, denn er hatte einige andere wohlverdiente Personen ebenfalls zu einem Off-World-Angelausflug auf einen anderen, eben genau diesen Planeten eingeladen. Hier auf Edora hatte er sich mit am längsten am Stück fernab der Erde aufgehalten. Unter diesen anderen wohlverdienten Personen, befanden sich seit so ungefähr einer Woche auch die Familien von MacGyver und Thornton. Es war ein gut geplantes und kluges Manöver, um einen gewissen Jack Dalton für längere Zeit mit Sicherheit nicht mehr zu begegnen.

Gemeinsam waren sie nun gemeinsam dabei beschäftigt, sich mit dafür verschiedenen Aufgaben betraut, um ihr Abendessen zu kümmern. Während Laira, welche sie alle voller Freude bei sich in ihren Haus aufgenommen hatte, den beiden anderen Frauen, Mei Jan und Connie Thornton beibrachte originelle edoranische Brote zu backen und Salate zuzubereiten.

Als das erste Brot und der erste Salat fertig waren, sagte Laira einladend zu Mei Jan und Connie: „Hier kostet mal hiervon.“
Nach nur etwa einer halben Minute fingen die beiden anderen Frauen auch schon an zu schwärmen.
„Oh, ist das ein gutes Brot. Ich brauche unbedingt das Rezept, meine liebe Laira“, schwärmte Connie Thornton.
„O ja, ich auch“, stimmte Mei Jan zu, „aber natürlich auch von den köstlichen Salaten.“

„Wirklich sicher, dass Dalton uns hier auf diesen Planeten nicht doch irgendwann eines Tages findet?“, fragte Pete an seinen Sitznachbarn gerichtet, der sich vollkommen entspannt in seinem Stuhl rekelte.
„Der kommt hier nicht hier her, denn ich habe höchstpersönlich dafür gesorgt!“, erklärte Jack, der dann kurz darauf, schon beinahe simultan mit Mac die Angel auswarf.
„He, das war ein wirklich sehr guter Wurf!“, lobte Angus sofort.
„Danke. Ach ja, MacGyver, wir beide sehen uns irgendwie ähnlich, wurdest Du unter anderem mal auf das Gen getestet?“
„Dieses Antikergen?“
„Jip.“
„Dieser medizinische Test, durchgeführt vor der Trinitatis-Mission war bei mir und auch bei Pete und Jack Dalton negativ. Warum?“
„Ach. Mir kam da eben nur ein ganz kleiner Verdacht auf…“, murmelte O‘Neill grübelnd.
„He, bei mir hat gerade einer angebissen!“, rief Thornton erkennbar fröhlich, der somit die anderen beiden Männer sofort aus ihren Gedanken riss.

Zur selben Zeit beschäftigten sich Michael Thornton und Sam MacGyver-Malloy damit, den Grill mit Grillkohle und Grillholz, welches natürlich von Buchen oder Obstbäumen stammte, vorzubereiten oder aber auch die bereits gefangenen Fische auszunehmen und mit einer vorbereiteten Panade aus Kräutern und Gewürzen zu panieren.
Während die beiden noch recht jungen Männer dies taten, unterhielten sie sich natürlich auch über ihre Väter, aber auch über die Phoenix Foundation für die sie beide gemeinsam arbeiteten.
„Ich glaube unsere beiden alten Herren proben schon für den Ruhestand“, meinte Sam, der grinsend Richtung ihrer Väter und General O‘Neill schaute.
Michael folgte der Kopfbewegung, nickte zustimmend und sagte dann: „Ich glaube da hast Du einen Treffer. Mein Dad ist schon seit Jahren im Ruhestand, und Deiner wird, glaube ich es auch bald sein. Obwohl ich es mir bei ihm, nur sehr schwer vorstellen kann… Aber verdient haben sie sich es beide, nach all den vielen Abenteuern.“



Andromeda-Galaxie
Omega-Sektor
Koloniale Erde
Hauptstadt Ilion

Die Errichtung der übrigen sehr wichtigen Einrichtungen im Umfeld Ilions, waren in den letzten Monaten weiterhin mehr als nur gut vorangegangen, weshalb man die nähere Umgebung der Hauptstadt der Kolonialen auf ihrer neuen Heimatwelt überhaupt nicht mehr wiedererkennen konnte.

Die knapp zwei Dutzend Angehörigen ihres Volkes, die sich dazu entschlossen hatten die Mission der Destiny bis zum Ende mitzumachen, waren natürlich wie Helden empfangen worden. Für diese Leute war es allerdings ein großer Schlag als sie erfuhren, was sich seit ihrer Abwesenheit an schlimmen Dingen bei all den Überlebenden der Kolonien von Kobol so ereignet hatte.

Derweil hatte Laura Roslin eigentlich vorgehabt ihren wohlverdienten Ruhestand an der Seite von Admiral William Adama auf dem Land in einer Hütte zu verbringen, doch wurde sie von Präsidentin Francine Baltimore inständig darum gebeten, ein wichtiger Bestandteil ihres Regierungskabinetts zu sein.

Im selben Moment war allerdings Captain Kara „Starbuck“ Thrace auf mysteriöserweise irgendwie von Bord der Galactica verschwunden. Darauf konnte sich verständlicherweise niemand einen eindeutigen Reim machen. Jeder, der danach gefragt wurde, hatte keine Ahnung, bis sich schließlich Commander Lee „Apollo“ Adama eben genau an den Bericht erinnerte, wie die in der gesamten Flotte sehr bekannte gewordene Pilotin einst wieder aufgetaucht war, nachdem man sie ja für eine gewisse Zeit für tot gehalten hatte.
Für Lee war es dennoch sehr seltsam, denn nicht nur er, sondern auch einige andere von der Crew der Galactica hatten sich noch kurz vor dem Verschwinden Kara‘ mit ihr sogar noch sehr ausführlich über die weitere zukünftigen Pläne unterhalten hatten.

So einige dutzende von Kilometern außerhalb von Ilion, hatten sich schon sehr schnell nicht nur die Agathons in einer gewissen Abgeschiedenheit niedergelassen, sondern auch Caprica-Sechs und Doktor Gaius Baltar, die dort in unmittelbarer Nachbarschaft jeweils ihre kleinen Farmen gegründet hatten. Dabei lagen die Wohnhäuser der beiden Familien natürlich auf zwei direkten benachbarten Grundstücken.


Planet Aurora
Koloniale Republik Aurora

Natürlich mit der etwas geplanten Verzögerung der intergalaktischen Allianz, erreichte die Nachricht der unerwarteten Rückkehr der Destiny und ihrer Besatzung zur Erde in der Milchstraße, schließlich auch Präsident Richard Adar und sein Kabinett, und damit auch die gesamte Bevölkerung auf Aurora.

Auch auf diesen Planeten auf dem sich die Koloniale Republik Aurora befand, gingen die aktuellen Arbeiten an der gesamten Infrastruktur und in den Siedlungen, dank der Hilfe der anderen, nämlich besonders durch die Erde aus der Milchstraße und ihren Brüdern und Schwestern des anderen Kolonialen Volkes immer besser voran. Doch fehlte es immer noch an den wichtigem Nutzvieh, wie Hühner, Rinder und Schafen, und auch den weiterhin akut dringend benötigten Saatgut für die bereits bestellten Agrarflächen zur Versorgung der Bevölkerung. Denn der Frühling auf dem Teil des Planeten auf dem sie sich angesiedelt hatten, und somit die Zeit für die Aussaat, ging allmählich dem Ende entgegen.
Große Erleichterung machte sich dann aber letztendlich am Abend breit, als endlich die schon lange erwarteten Saatgüter und einige Nutztiere eintrafen.



3 Tage später
Milchstraße
Erde
USA, New York, Westchester
Campus Xavier, Hauptgebäude

Der langersehnte Traum von Professor Charles Francis Xavier schien nach all den vielen Jahren des harten Ringens mit der menschlichen Gesellschaft endlich Realität geworden zu sein, denn seine einstige Schule, die bislang nur für Kinder und Jugendliche mit besonderen Begabungen ins Leben gerufen worden war, hatte mit der gestrigen großen Feier den Status einer anerkannten öffentlichen Universität erlangt: Mutanten und Menschen gingen hier seit diesem Tag nicht nur gemeinsam ihrer Arbeit nach, sondern sie lernten auch schon seit einigen Wochen Seite an Seite zusammen.

Ein großes dunkelblaues Auto, einem noblen Mercedes, laut seinem Kennzeichen aus Virginia, fuhr mit gemächlichem Schritttempo bis zum Eingang des Hauptgebäudes vor, hielt dort schließlich sanft stoppend an. Kurz darauf stieg auch schon der Fahrer, ein Mann mittleren Alters mit gepflegter Frisur und Bartschnitt aus, der einen schwarzen Anzug trug, umrundete mit schnellen Schritten das Fahrzeug, um seinem Fahrgast die Tür zu öffnen und offenzuhalten.

Eine Frau in einem schönen dunkelblauen Kostüm und weißer Bluse, welches um den Kragen mit einem gelben Halstuch locker gebunden worden war, mit einer Aktentasche in den Händen, entstieg in eleganter Art dem noblen Wagen. Nachdem sie sich kurz umgesehen hatte, wechselte sie noch kurz einige Worte mit dem Fahrer. Danach erklomm sie auch schon die Stufen, betrat dann das Gebäude und ging sogleich zielsicher zu einen der wichtigen Büros.

Büro von Professor Xavier

„Doktor Moira MacTaggert!“, sagte der Mann in einem Rollstuhl am Schreibtisch sitzend, der sich lächelnd umwendete als die Tür sich öffnete.
„Hallo, Charles.“
„Komm nur rein und setz Dich. Ich muss nicht erst in Deinen Gedanken lesen, um zu erkennen, dass es unter anderen einen sehr wichtigen Grund gibt, weswegen Du mich am heutigen Tage aufsuchst, Moira.“
„Leider. Wie Du sicherlich weißt, arbeite ich ab und wann immer noch für die CIA, dabei sind mir einige Informationen herangetragen worden, die die Anhänger der Orici Adria betreffen.“
„Und weswegen kommst Du denn damit zu mir? Moira, für solche Angelegenheiten ist das Homeworld Command zuständig.“
„Ich weiß. Doch der neue Leiter dieser Organisation ist zwar ein langjähriges und sicher auch erfahrendes Mitglied des Stargate-Programms“, erwiderte MacTaggert, „doch wollte ich zunächst mit Dir darüber sprechen, bevor ich dann den Nachfolger von General Jack O‘Neill und somit das Homeworld Command damit aufsuche.“
„Ich verstehe. Ich oder Jean sollen mit der Hilfe von Cerebro dieser Sache zunächst auf eine etwas diskretere Form auf den Grund gehen.“
„So ist es“, bestätigte Moira mit einem Nicken die Annahme von Charles, während der mächtige Telepath schon bereits die ersten Seiten der erhaltenen Dokumente sichtete, um sich einen ersten Eindruck von der Lage zu machen.



Nächster Tag
Milchstraße
Sol-System
Mars
Stargate-Command Base, Flugfeld

Nach einer schnellen, aber trotzdem sehr sorgfältig abgeschlossenen Überprüfung, Bewertung und auch Unterredung mit allen leitenden Personen wurde dann entschieden, nämlich alle, die sich an Bord der Destiny befunden hatten, egal ob Militärangehöriger, Wissenschaftler oder einfacher Mitarbeiter, endlich jeden entsprechend seiner erbrachten  Leistungen zu befördern und damit auch für ihre Dienste zu belohnen.

Zu diesen kurzfristig, aber dennoch gut vorbereiteten angesetzten feierlichen Akt, hatte sogar General Jack O‘Neill ausnahmsweise seinen Ruhestandsurlaub, den er bislang auf Edora verbracht hatte für einige Tage unterbrochen, der in Begleitung seiner langjährigen Adjutantin, vor wenigen Stunden erst ebenfalls durch das Stargate angereist war. Aber auch noch viele weitere, teils auch sehr hochrangige Gäste, natürlich unter anderem aus der Pegasus-Galaxie und auch der nahen Andromeda-Galaxie, waren wenn es auch sehr kurzfristig war eingeladen worden und hatten sich bereits ebenfalls auf ihren vorbereiteten Plätzen eingefunden. Zudem war es allen natürlich auch gestattet worden jeweils zwei Begleitpersonen mitzubringen.

So kam es, dass die meisten Angehörigen der Militärs, die über die vielen Jahre hinweg auf der Destiny gedient hatten, teils auch um zwei Dienstränge höher befördert wurden als es eigentlich üblich war. Somit durften sich unter anderem Telford und Young von nun an jeweils Major General, die First Lieutenants Johansen und Scott sich ab jetzt Major, Second Lieutenant James von jetzt an Captain nennen.
Die Wissenschaftler wurden allesamt mit Professuren und den damit verbundenen Lehrstühlen ihrer bisherigen Universitäten belohnt, wo sie vor ihren Einsatz auf der Destiny gewirkt hatten. Dem Studiumsabbrecher und unerwarteten Schüler, von dem nun an neuen Professor Doktor Nicholas Rush, Eli Wallace wurde in den Fächern Mathematik und Physik der Doktorgrad verliehen.


Außerhalb des Sol-Systems der Erde
Oortsche Wolke
Weltraumstation Langford

Die erst vor sehr kurzer Zeit endlich fertig gebaute, natürlich begünstigt durch die bereits beendeten beziehungsweise beilegten Konflikte mit den so vielen verschiedenen Gegnern innerhalb der eigenen Galaxis und in anderen Galaxien, Langford-Raumstation, mit ihren zahlreichen verschiedenen, sehr gut mit der besten Technologie ausgestatteten Labors für die vielfältigen naturwissenschaftlichen bisher bekannten und auch noch unbekannten Felder. Aber es gab natürlich auch die benötigten Unterkünfte für die Stammbesatzung und Gäste, einigen Bars und Fitnessstudios, Läden, Hangars für Geschwader für die Jumper, Raptor, Viper und F-302er. Zudem beherbergte sie schon jetzt mehrere hunderte von Mitarbeitern von den meisten Nationen des Planeten Erde und ihren Verbündeten.

Diese Weltraumstation war mehr als nur gewaltig. Denn diese riesige Weltraumstation, die nach den Langfords benannt worden war, war ein sehr enorm wichtiger wissenschaftlicher und natürlich auch militärischer Vorposten der Menschheit mitten im Nirgendwo, daher war sie natürlich auch selbstverständlich dementsprechend groß. Für jemanden, der sich ihr näherte, sah diese Station in etwa aus wie eine Halbkugel, die an ihrer Unterseite aber jedoch eine leichte Wölbung aufwies. Diese Einrichtung hatte einen Durchmesser von etwa 700 Metern und war an der höchsten Stelle etwas mehr als 200 Meter hoch, die darauf befindlichen Antennen- und Radaranlagen nicht mitgerechnet. Bei dem gesamten Design, hatte man versucht sich irgendwie an dem gewaltigen Stadtraumschiff Atlantis oder anderen ihrer Einrichtungen in dieser enormen Größenordnung, an den Antikern, zu orientieren.

An der gesamten Entwicklung, Fertigung und Installation der zahlreichen Instrumente und Geräte der Langford-Raumstation waren sehr viele Nationen der Erde, und natürlich auch einige der Großmächte aus ein paar Galaxien und somit auch Firmen und Einrichtungen, darunter war unter anderem natürlich auch das größte Unternehmen Asiens, Yashida Industries, und auch die Phoenix Foundation aus den USA beteiligt gewesen.

Durch das kürzliche Ausscheiden von Angus MacGyver aus der Organisation allerdings, und dann auch der späteren Ablehnung seines Sohnes, Sean Angus MacGyver-Malloy, die Leitung der Phoenix Foundation als leitender Direktor zu übernehmen, übernahm dann doch letztendlich der Sohn von Pete Thornton, Michael Thornton, deren Vorsitz und trat somit, wenn auch etwas verspätet in die Fußstapfen seines Vaters. Zumal befanden sich ja all diese Personen immer noch auf einer Art Weltenreise. Darum war von den beiden Familien auch nur Michael Thornton als Vertreter der Phoenix Foundation, bei der heutigen großen offiziellen Einweihung der Langford-Raumstation, anwesend.

Natürlich befand sich hier auch ein sehr großes Observatorium, mit dem man nicht nur das Universum zu erkunden gedachte, sondern ebenso auch den näheren Umkreis zur Erde überwachen wollte. Denn es gab immer noch viele und unbekannte Bedrohungen, die nicht nur Asteroiden waren, nämlich auch so manche noch bislang unbekannte feindliche Spezies, die schon längst, ohne dass man es vermutlich überhaupt wusste, auf die Erde aufmerksam geworden sein könnten.


Sol-System
Erde
Antarctica, Forschungseinrichtung
ABC-Speziallabore, Subebene 33

Um die Forschungsarbeiten auf der Stargate Command Base auf dem Mars ein wenig zu entlasten, hatte man auf dem südlichsten Kontinent der Erde eine weitere große Anlage errichtet, und zwar einige hundert Meter von McMurdo entfernt, also in der Nähe des Antikeraußenpostens.
Man hatte sich für Antarctica entschieden, weil dieser Erdteil ein politisches Neutralgebiet und auch durch seine klimatischen Bedingungen am besten dafür geeignet gewesen war.

Viele führende Wissenschaftler der ganzen Erde und ihrer Verbündeten, hatten sich in den letzten Tagen in der Forschungseinrichtung eingefunden. Hier hatte natürlich Professor Nicholas Rush die Leitung der Untersuchungen der noch immer unbekannten Materie, die von der Struktur vom Zentrum des Universums stammte, zu übernehmen. Dafür war nicht nur gesamte Subebene 33, sondern auch die bis einschließlich Subebene 30 abgeriegelt worden.

Man erhoffte sich insbesondere durch eine Spektralanalyse, mehr über die elementare Zusammensetzung zu erfahren. Die bisherigen Laborergebnisse, die man erhalten hatte schienen lückenhaft und noch recht dürftig zu sein. Doch noch viele andere Experimente sollten noch mit der Probe durchgeführt werden. Es musste stets sorgfältig und sparsam mit der Menge der entnommen Materieprobe umgegangen werden, weil man davon nur soviel zur Verfügung hatte, was vom Volumen von gut zwei Litern, in eine Art von spezieller Thermoskanne der Antiker für Proben gepasst hatte.

Durch die technologisch fortschrittlichsten Instrumente und Geräte, die zur Verfügung standen, überraschten die Resultate der Spektralanalyse die meisten Leute. Allerdings nicht Rush sowie eine kleine Gruppe weiterer Wissenschaftler, obwohl auch die meisten unter ihnen sehr fasziniert waren von dem was sie dort zu sehen bekamen. Jedoch konnten die gemachten Untersuchungen der Probe die Geheimnisse nicht vollends entlocken. Das was bereits wissenschaftlich gesichert schien, war dass diese Materie unter keinen Umständen ihren Aggregatszustand zu verändern schien, also somit auch resistent gegen Säuren, Hitze und Kälte war.

„Vielleicht sind wir noch nicht so weit dies zu erfahren, sondern müssen noch weitere Erfahrungen sammeln“, hatte Professor Rush am Ende der meisten Testreihen seinen Kollegen mitgeteilt, sowie auch in seinem Bericht für das IOA, die UN und auch das Homeworld Command notiert.



Pegasus-Galaxie
Atlantis
Stargate-Raum

Weil dies ein wirklich sehr bedeutender Moment in der Geschichte aller menschlichen Kulturen in der gesamten Pegasus-Galaxie war, hatte man auch diesen ganz besonderen Ort, nämlich die einstige Hauptstadt der Ahnen beziehungsweise der Vorväter gewählt, wie hier die Antiker von den Menschen in dieser Galaxie zum Teil auch genannt wurden.

Der Vertrag war zwar noch nicht ganz vollständig bis ins kleinste Detail ausgearbeitet worden, doch man hatte in den bisherigen Verhandlungen in den vergangenen Monaten ein gewisses Ergebnis erreicht, welches dem angestrebten Ziel schon recht nahe kam. Die meisten der menschlichen Völker der ganzen Pegasus-Galaxie, die schon seit langer Zeit miteinander Handel trieben oder schon gar von der Atlantis-Expedition bereits besucht worden waren, hatten sich also endlich unter der Führung der Athosianer und natürlich auch der Genii, die eine große Führungsrolle in diesen Abkommen für sich beanspruchten, weitestgehend zusammengeschlossen.

Alle Sitzungen waren natürlich auch aufs Äußerste kompliziert und dementsprechend voller vieler hitziger Diskussionen gewesen. Darum hatten sich sehr viele auf Atlantis die Hilfe von Doktor Daniel Jackson gewünscht, der jedoch mit der Trinitatis unterwegs war, oder aber auch als erfahrene Vermittlerin die leider viel schon zu früh verstorbene Doktor Elizabeth Weir, wären hierbei natürlich eine große Hilfe und Stütze gewesen. So lag es letztendlich alleine überwiegend an dem ausgezeichneten und schon längst bewiesenen Verhandlungsgeschick von Richard Woolsey, die Interessen der Erde in dieser Runde zu vertreten.

Kontroll-Raum

Der erst vor Kurzem wieder zurück von einer wichtigen Mission nach Atlantis gekehrte General Steven Caldwell, hielt sich für viele Stunden noch im Hintergrund auf. Dies lag natürlich auch daran, dass er seinen Olivefarbenen Overall, den er stets bei seinen Missionen trug.
Gerade eben konnte er aber mit seinen eigenen Augen sehen, wie an einem langen und extra dafür im Stargate-Raum aufgebauten Tisch die Abgesandten von etwa zwei Dutzend menschlicher Kulturen ihre Unterschriften unter die historischen Urkunden setzten.
Die ganze Zeit über stand er im Schatten einer Säule, so dass niemand von unten General Caldwell sehen konnte.

Geduldig musste der Befehlshaber der Pegasus-Flotte daher noch knapp weitere zwei Stunden warten, dann erst waren die größten Zeremonien und Feierlichkeiten vorüber. Jetzt gab es, direkt im Anschluss daran nur noch eine Art von organisierter Party, wo dann auch schon bereits die Beziehungen vertieft und weitere Gespräche über Handel und Austausch, unter anderen natürlich von Technologien, bereits weiter verhandelt wurden.

Schließlich fand Steven Caldwell endlich einen passenden Moment, in dem er sich ungestört mit dem gesamten Führungsteam von Atlantis unterhalten konnte, denn er hatte wichtige Informationen, die er unbedingt weitergeben musste.

„Wir haben bislang alle Galaxien im Blick, die auf der bisherigen Route der verbliebenen Wraith-Königin gelegen haben“, erläuterte Caldwell, der auf einer Karte auf einige Punkte deutete, die markiert worden waren. Alle lagen in einem gewissen Korridor, den man von einem erbeuteten Datenträger herausgefunden hatte.
„Die letzte Wraith-Königin wird bestimmt den Kurs geändert haben, weil wir erfolgreich das eine Schiff haben kapern und es auch eine ganze Weile hatten“, seufzte Sheppard.
Dem stimmten Teyla, Ronon und auch Woolsey zu.

Nach einer schweigenden Pause danach, meldete sich Doktor Radek Zelenka zu Wort: „Die Hyperraumtechnologie der Wraith hat sich leider in den letzten Jahren verbessert, wie wir bereits leidvoll erfahren haben. Doch sind ihre intergalaktischen Antriebe immer noch nicht so leistungsfähig, wie zum Beispiel, die der Daedalus.“
„Außer sie verfügen dann doch noch über mehrere ZPM‘ oder andere Energiequellen, die dem dafür benötigten Leistungspotenzial nahekommen…“, murmelte auch schon der Leiter der Atlantis-Expedition besorgt.

„Ich benötige für eine umfangreiche Überprüfung und Überwachung jeder Galaxie, die als Rückzugsmöglichkeit für die Wraith auch nur im Ansatz in Frage kommt, jeweils eine kleine Flotte von mindestens zwei bis drei Schiffen! Ich kann von Niemanden verlangen sich alleine, mit nur einem einzigen Schlachtschiff, solch einem Risiko oder gar dem sicheren und einen furchtbaren Tod auszusetzen“, stellte sofort General Steven Caldwell klar.
„Sie haben also immer noch nicht aufgegeben, General Caldwell. Das gefällt mir“, lobte der Sateder Ronon Dex, der nur allzu gerne dabei wäre, wenn man die letzte Wraith-Königin und ihren Stamm endlich zu einen letzten Kampf stellen würde.

Woolsey musste kurz überlegen, dann sagte er: „Ich werde beim IOA und auch bei dem Homeworld Command, sobald die Feierlichkeiten hier auf Atlantis beendet sind, einen entsprechenden Antrag stellen und angemessen definieren, General Caldwell. Immerhin ist es in uns allen anderen bekannten Galaxien mittlerweile ruhig und friedlich genug, weswegen wir mehrere Schiffe oder gar durchaus sogar ganz Flottenverbände bekommen könnten.“



1. Destiny-Galaxie
Eden
Zylonische Basis, Kontrollraum

Mithilfe der mehr als 100 Zenturios, die sich immer noch als schlagkräftige Einheit bei den Zylonen in Menschenform befanden, waren die neue Kolonie und weitere sehr wichtige Gebäude sowie Einrichtungen sehr gut gewachsen und auch vor kurzem erst gefertigt geworden.

Der anführende Cavil, ein Einsermodell, ging gerade in der Zentrale, dem Kontrollraum, ganz in seinen Gedanken versunken, spazieren als man ihm meldete, dass es eine Art von Muster gab, welches sich mit rasanten Tempo auf sie zu bewegte.

„Was ist denn das jetzt? Wo kommt das auf einmal her?“, wollte Cavil wissen.
„Es scheint genau von dort zu kommen, wohin wir selber wollten, nämlich den Ursprung der rätselhaften Hintergrundstrahlung. Also dorthin, was das Ziel der Destiny gewesen war. Sie scheint sich von dort aus, über das gesamte Universum mit Lichtgeschwindigkeit auszubreiten“, antwortete der Leoben, der sich aufmerksam die Daten ansah.
Auch alle anderen Zylonenmodelle, darunter auch die Duplikate der Letzten Fünf, kamen in den Kontrollraum geeilt, denn laut dieser Daten, die man soeben empfing, bewegte sich diese Energiewelle gerade eben genau auf ihren neuen Heimatplaneten zu.



Galaxie Sculptor
Orbit des Zylonenplaneten
Zylonische Werft

Mit sehr viel Fleiß war es auch den hier überlebenden Maschinenwesen, die ursprünglich in der Milchstraße alle die von Menschen bewohnten Planeten hatten angreifen wollen, gelungen eine kleine Raumschiffswerft im Orbit ihres neuen Heimatplaneten zu errichten. Man erhoffte sich natürlich mit den ersten Baumaterialien, die aus den abgebauten Rohstoffen schon bereits gefertigt worden waren, eines Tages ein noch größeres Raumschiff bauen zu können. Dieses sollte dann natürlich das erste einer neuen schlagkräftigen Flotte werden.

Mehrere kleine Patrouillen von Raidern zogen pausenlos ihre Bahnen durch das gesamte Planetensystem, in dem ihre neue Heimat lag. Sobald sich aber etwas Verdächtiges tat, wurden sämtliche Arbeiten umgehend eingestellt, weil man natürlich unbedingt verhindern musste, entdeckt zu werden, egal von wem auch immer.

Bei all diesen überlebenden rund 500 Zylonen, sei es den menschlichen, den Zenturios, den Jägern und auch den schweren Jägern, ging es nur darum sich eines Tages an alle Menschen furchtbar und mit aller Gewalt zu rächen. Doch war dieser Tag natürlich noch sehr weit entfernt, dies war dem Anführer, einen Cavil, klar. Aber sie waren ja schließlich Maschinen, die sich dafür auch alle Zeit der Welt nehmen konnten. Aber musste man in erster Linie natürlich aber auch dafür sorgen, nicht von den Menschen, oder gar einer anderen fortschrittlichen Lebensform, bei ihren Arbeiten entdeckt zu werden. Denn noch waren sie in ihrer aktuellen Situation so ziemlich verwundbar und somit auch sehr schnell komplett auslöschbar.

Alarmierend schlugen nicht nur bei den ausgesandten Raidern und schweren Jägern der Zylonen sämtliche Sensoren an, sondern auch die auf der Weltraumwerft im Orbit und auf dem Stützpunkt des Planeten. Es waren rätselhaft empfangene Signale, dieser seltsame Impuls, den die Geräte empfingen, aber einfach nicht sofort einzuordnen war.

„Was in Gottes Namen, ist denn jetzt schon wieder los?“, schimpfte Cavil fragend als er mit eiligen Schritten in den Kontrollraum geeilt kam. Dort angekommen schaute er sich auch sogleich prüfend um. Blickte aber nur in ratlose Gesichter von Zylonen, die hektisch damit beschäftigt waren dem Rätsel der Daten auf dem Grund zu gehen.

„Es ist eine Art von unbekannter Energiewelle, die sich offenbar über das gesamte Universum ausbreitet“, sagte einer der Zylonen schließlich.
„Sofort alles, wichtige und auch überflüssige Systeme, die Schaden nehmen könnten abschalten!“, befahl Cavil aufgrund dieser Aussage eines Simons, woraufhin einer der Aaron Dorals sofort der Anordnung nachkam.



Unbekannte Galaxie
Unbekannter Planet
Dorfplatz

Viele Menschen, die ohne große Vorbehalte wirklich zu ihr standen, hatte Adria nicht gerade um sich herum. Zumindest blieb der Umgang, wenn man sich einander begegnete dennoch stets von einer freundlichen Natur geprägt. Doch blieben alle Personen, die sie einst nackt und vor Angst zitternd in der Wildnis gefunden hatten, nach wie vor ihre engsten Vertrauten. Bei einer dieser Familien wohnte, lebte und arbeitete sie sogar seit diesem Tage.

So sehr Adria, die Orici von den Ori, es auch versuchte sich zu erinnern, wer sie in Wirklichkeit war und woher sie überhaupt kam, geschweige denn sie gar in dieser Wildnis gelandet war, es gelang ihr einfach nicht.

Kurz nach ihrer Ankunft, man hatte ihr eine Eingewöhnungsphase zugestanden, musste sie natürlich auch schon sehr hart für ihren eignen Lebensunterhalt arbeiten. Dass dies alle, selbst die größeren Kinder, auf den Höfen und Siedlungen taten, konnte sie beinahe täglich miterleben und beobachten.

Erst in den letzten vergangenen vier Wochen waren die meisten der Ernten auf den Feldern, Garten und Plantagen, von Getreide, Obst und Gemüse eingebracht worden. Was zuviel von all diesen Erträgen für die jeweiligen Familien war, die Bauern und Landbesitzer waren, wurde so wie auch heute auf dem Markt gebracht, um dort verkauft oder gegen andere benötigte Waren eingetauscht zu werden.

Da wohl laut Aussage der Ältesten ein wohl ziemlich harter Winter bevorstand, waren natürlich unter anderen in erster Linie Lebensmittel, Wolle und Holz sehr begehrte Waren.

Dass die zu betätigenden Geschäfte auf Grund eines guten Netzwerkes gut und schnell abgewickelt werden konnten, lag insbesondere daran, dass sich die Handelspartner alle recht gut und schon meistens seit den Jahren aus ihrer Kindheit kannten. So kam es, dass schon bereits am frühen Nachmittag die meisten Händler und Käufer ihre Waren erhalten oder abgeben hatten.

tbc
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#77
Hallo! Heute gibt es den nächsten Teil.
Viel Vergnügen beim Lesen Angel

Odyssee

Special zur 1. Fortsetzungsvariante Odyssee - Final Wars
"Intersections of Dimensions: Zurück, Teil 3"

Ori-Galaxie
Celestis-System
Celestis, Heilige Stadt

Seit dem unerwarteten Erscheinen der gerade einmal handvoll Kriegerinnen und Krieger, die ihre auf der Destiny gefundenen wertvollen Schriften mitgebracht und zunächst erst einmal einem der vorstehenden Priore ausgehändigt hatten, studierte jener die Schriften erst einmal sehr genau. Es dauerte nicht lange, dann ging er damit dann auch schon mit eiligen Schritten zu dem Doci, um diese entdeckten Notizen weiter zu geben.

Nachdem die gemachten und gefundenen Notizen auf der Destiny, welche von einer gewissen Offenbarung aus dem Zentrum des Universums stammten, endlich zunächst einmal auch von dem Doci und seinen Prioren in der Heiligen Stätte sehr genau begutachtet, studiert und ausgewertet worden waren, hellte sich die sonst so ernste Miene des obersten aller Priore für einen kurzen Augenblick nur auf, dann gab er sein Urteil kund, und seit diesen Moment an, herrschte eine große Anspannung in den Mauern von Celestis. Denn man hatte diese frohe Botschaft so schnell es möglich gewesen war an alle Pilger, wie man sie nannte, kontaktiert.
Die gefundene Botschaft wurde sehr schnell an alle Gläubigen weitergetragen: Man hatte vermutlich endlich den Ort gefunden, an den der alte Hexenmeister der Antiker, Myrrdin, wie die Anhänger Adrias ihn verächtlich nannten, ihre einzigwahre Göttin verbannt hatte.

Im Orbit des Planeten hatte sich schon bereits nach nur wenigen Stunden eine gewaltige Flotte von Raumschiffen versammelt, die eigentlich jetzt schon bereit war, zu dem Ort zu reisen, wohin der Doci sie alle schon sehr bald aussenden würde.



Milchstraße
Außerhalb des Sol-Systems der Erde
Oortsche Wolke
Weltraumstation Langford, Kontrollraum

„Ma‘am. Commander McNeill, ich habe hier seit einigen Minuten etwas sehr, sehr Interessantes auf den Monitoren der Tiefraumsensoren. Es könnte sich hierbei eventuell nur um einen Meteoritenstrom oder, im schlimmsten Falle, um eine gewaltige Flotte von Raumschiffen handeln, die sich derzeit eindeutig auf einen Kurs direkt auf unsere galaktische Position befinden.“
„Behalten Sie diese Signale weiterhin aufmerksam im Blick, Lieutenant Robinson! Und sie, Lieutenant Commander Brown, berechnen mir sofort den genauen Kurs davon! Sollte in den nächsten 24 Stunden der Kurs gleichbleiben, richten wir unser Teleskop auf diese Koordinaten aus.“

Nur wenige Minuten später meldete sich jemand anderes, mit einer anderen interessanten Entdeckung zu Wort.
„Commander McNeill. Hier tut sich ebenfalls etwas.“
„Was gibt es denn bei Ihnen, Lieutenant Lindbergh?“
„Ich bitte Sie darum, es sich selber anzusehen, Ma‘am.“
Widerwillig aber neugierig geworden, trat Maria McNeill an den Arbeitsplatz von Lindbergh heran, um sich den Grund für die Aufregung von diesen anzusehen.

Die oberste Befehlshaberin der Weltraumstation Langford, konnte kaum glauben was sie da auf dem Monitoren zu sehen bekam: Denn ein erkennbares strahlendes Muster würde in einem rasenden Tempo zunächst auf den äußeren Rand der Milchstraße zu treffen, und dann nur wenige Sekunden darauf auch die Erde.

„Großer Gott! Was ist das nur? Wo liegt der Ursprung davon, Lieutenant?“
„Moment, Ma‘am. Jetzt habe ich es. Der Ursprung scheint vom Zentrum des Universums zu stammen“, konnte Lindbergh noch sagen, dann wurde die Langford-Weltraumstation auch schon von diesem strahlenden Muster erreicht.

Die Warnung für die Erde, die man aussenden würde, würde auf jeden Fall zu spät eintreffen, dies wusste die Befehlshaberin dieser Raumstation.

Der Impuls, welcher die Station traf, verursachte zum Glück keinerlei Schäden, wie man nach einer schnellen Überprüfung durch die Schadenskontrolle sehr erleichtert feststellen konnte.

Sol-System
Erde
Europa
Deutschland, Hamburg

Auch in Hamburg wurde für alle Bewohner dieser Stadt vollkommen unerwartet ein akustischer Alarm ausgelöst. Dadurch wurde unsere gesamte Familie mitten in der Nacht unsanft aus dem Schlaf gerissen. Wir Erwachsenen kannten diesen ungenehmen Ton nur zu gut, denn der nur eines verhieß, dass wieder einmal wohl etwas sehr Unangenehmes auf unseren Planeten zukam.

Jeanne schaltete das Licht ihrer Nachttischlampe ein, und sprang dabei gleichzeitig mit einer schnellen Bewegung aus dem Bett, rannte zu ihrem Kleiderschrank, worin sich ihre Uniform befand. Mit behänder Schnelligkeit kleidete sie sich an, doch als sie so vor dem Spiegel stand, gingen plötzlich nicht nur die Lichter in unserem Haus, sondern in ganz Hamburg aus. Hastig eilten wir zum Fenster unseres Schlafzimmers, von dort aus konnten wir, wenn auch nur für wenige Sekunden ein beeindruckendes Schauspiel am dunklen Nachthimmel beobachten. Ein waberndes blaues Muster fegte über uns hinweg. Dann war es auch schon wieder dunkel. Aber es blieb dann auch richtig dunkel, denn die Stadt blieb komplett duster, weil die Lichter noch nicht wieder angegangen waren.

„Mist! Die Straßenbeleuchtung ist noch immer nicht wieder an“, entfuhr es Jeanne, die natürlich wusste was die Stunde geschlagen hatte, nämlich dass sie umgehend zu ihrer Dienststelle musste.

Unten im großen Flur wartete schon bereits eine dienstbereite Jasmin in voller Uniform, die schon kurz darauf ihre beiden Kinder in meine Obhut gab. Somit musste ich auf insgesamt vier Kinder aufpassen. ,Welch eine Freude‘, dachte ich seufzend als mich Jasmin und Jeanne noch einmal kurz umarmten, um sich dann nur wenige Minuten später mit ihren Fahrrädern auf den Weg zu machen.



Unbekannte Galaxie
Unbekanntes Sonnensystem
Unbekannter Mond
Wraith-Basis, Konferenzsaal

Es gab nun nicht gerade sehr viele solcher Orte in dieser ziemlich kleinen Galaxie, für die man sich als endgültigen Rückzugsort, letztendlich dann doch hatte festlegen müssen.
Die Wraith-Königin fauchte verärgert immer wieder aufs Neue, da ihre eigentliche Option eines eindeutig besseren Territoriums durch ihre ärgsten Feinde, die Atlanter, einmal mehr zunichte gemacht worden war.

Um einer sofortigen und kompletten Vernichtung ihrer noch verbliebenen Flotte durch ihre Feinde doch noch zu verhindern, hatte sie diese kurzerhand aufgeteilt. Die Aufteilung war auf einige der weniger einigermaßen bewohnbaren Himmelskörper erfolgt, die sich aber zumindest in naher Reichweite befanden.
Außerdem mussten ihre Untergebenen dafür sorgen, dass sich die Menschen, die sie entführt hatten, rasch zu einer hohen Zahl vermehrten, weil ja alle Wraith ausreichende Nahrung benötigten. Dies war eine schwierige Aufgabe, die sie ihren Offizieren, die unter ihrer Herrschaft nämlich Wissenschaftler waren, zu lösen hatten.

Erst vor wenigen Augenblicken hatte sie sich an einem dieser Offiziere genährt, weil sie extrem zornig auf dessen faulen Ausflüchte geworden war. Der mumifizierte Anblick des Wraith-Offiziers, dessen Lebenskraft vollständig von der Königin genommen worden war, ließ die anderen vier männlichen Wraith eines sofort wissen, sie mussten sich ranhalten, wenn sie nicht das unrühmliche Schicksal ihres Kameraden teilen wollten.
Nach einer kurzen Verneigung eilten sie sodann auch schon aus dem Raum, um ihre wichtige Arbeit, an welcher immerhin ihr Leben hing, wieder aufzunehmen.

„Schafft den hier nach draußen!“, befahl die Wraith zwei Drohnen, die den Befehl sofort ausführten.
Kurz darauf verließ die Königin ebenfalls den Saal, um schon sehr bald in ihr eigenes sicheres Refugium zurückzukehren. Dort würde sie weiterhin ihre Pläne der Vergeltung schmieden, erst gegen die Menschen der Pegasus-Galaxie und dann in der Milchstraße. Wobei die Erde dann am Ende ihr neuer Hauptsitz werden sollte. So stellte sie es sich in ihren Gedanken zumindest vor.



Milchstraße
Hyperraum
Prinzessin Lianas Schiff, Brücke

Die Mannschaft von Liana war immer noch auf der Suche nach einem Standort für eine sichere Basis, von der aus sie ihre Operationen starten konnte. Doch noch etwas erwog die Vampirprinzessin, nämlich direkt zur Erde zu fliegen, um die Menschen vor dem kleinen, schon bereits gestarteten Raumschiff der Vampire und dem Angriffsplan Arteriais‘ zu warnen. Aber dafür war es aus ihrer Sicht noch viel zu früh, denn ihre Crew und sie selbst benötigten für den Fall der Fälle, einen Ort wohin sie sich im Ernstfall zurückziehen konnten. Daher waren alle ihre bisherigen Missionen, seitdem sie die Milchstraße erreicht hatten, reine Aufklärung gewesen.
Einige Orte für eine feste und damit dauerhafte Basis lagen bereits zu einer Auswahl vor, dennoch favorisierte Liana einen bewohnbaren Planeten oder gar Mond, von wo aus sie ihre alte Heimatgalaxie beziehungsweise die Erde, im Ernstfall, sehr gut erreichen konnte.

„Hoheit.“
„Ja, Commander.“
„In wenigen Augenblicken schon, haben wir den äußeren Rand dieses Systems erreicht. Soll ich schon die Teams in den Hangar berufen?“
„Sehr gut. Ja, tut dies! Und wie bei den bisherigen werde ich ein Team selber anführen.“
„Es ist sehr riskant, Prinzessin Liana. Wir dürfen Euch nicht verlieren, denn Ihr seid die große Hoffnung für unser Volk, sowie Eurer Mutter“, erinnerte der Commander.
„Das ist unsere gesamte Mission, Commander.“
„Dies ist leider wahr.“



Große Magellansche Wolke
Nazi-Planet unter Vampir- und Goa‘uld-Besatzung
Hauptstadt
Neuer Palast, Hauptquartier der Besatzer

Schon seit mehreren Monaten wurde die fast alle Nazis, sowohl von den Jaffa der Goa‘uld Aset sowie auch von den Kriegerinnen und Kriegern der Vampire von Arteriais, wo es nur möglich erschien unterdrückt und dabei auch noch zusätzlich zu schwerer Arbeit gepresst, und im letzten Fall auch als Nahrungsquelle genutzt. Aber es gab auch unter den Nazis, die von den Besatzern in Posten gehoben wurden, um eine bessere Kontrolle über jene zu haben.

Als die beiden vollkommen unterschiedlichen Verbündeten die Goa‘uld-Königin Aset und die Vampirin Arteriais gerade in einer gemeinsamen sehr wichtigen Unterredung nur unter vier Augen waren, klopfte es an der schweren Doppeltür.
Die Blicke dieser beiden verfinsterten sich sofort, denn wieder einmal mehr wurden sie in ihren wichtigen Planungen für die nahe Zukunft gestört.

Ein Jaffakrieger und eine Vampirkriegerin, traten einen Atemzug später ein.

„Was gibt es denn dieses Mal?“, fragte Arteriais äußerst grimmig.
Daraufhin antwortete die Kriegerin, die zum engeren Kreis der Leibwache von Arteriais gehörte: „Unsere junge Schwester Kriemhild Krein möchte mit Euch reden, meine Herrin, sowie auch mit Euch Goa‘uld Aset.“

Die beiden Betreffenden sahen sich kurz schweigend an, bevor sie einander einwilligend zunickten.

„Schicke Sie rein!“, befahl Arteriais.
Auf ein aufforderndes Zeichen des Jaffa hin, trat schließlich, nur wenige Sekunden später, eine junge Frau in einer schwarzen SS-Uniform in den Saal.

Nachdem die Doppeltür wieder verschlossen worden war, fragte Arteriais: „Was gibt es denn, mein Kind?“
„Ich möchte Euch beide untertänigste darum bitten, meine Freundin, die Führerin Barbara Hitler, wieder aus ihrer Haft beziehungsweise aus ihren Hausarrest zu entlassen. Außerdem wünsche ich, dass mein Volk nicht mehr versklavt wird.“

Schon einige Atemzüge waren verstrichen, denn es herrschte nach der vorgetragenen Bitte eine unangenehme, wortlose Stille zwischen den drei Frauen.

Diese unbequem werdende Ruhe wurde schließlich von Aset mit den Worten: „Wieso sollten wir es denn erlauben? Ihr Nazis habt es nun einmal aufgrund euer Taten nicht anders verdient!“, beendet.
„Barbara ist aber meine beste Freundin…“
„…und auch Geliebte. Ich weiß“, unterbrach Arteriais gereizt kurz.
Ohne sich von der Unterbrechung beirren zu lassen, fuhr Kriemhild Krein fort: „…ja, ist sie. Doch Barbara kann uns auch helfen, wenn sie dann wieder frei und durch Euer Gnaden wieder als Führerin eingesetzt wird. Quasi als eingesetzte Statthalterin über mein ganzes Volk, durch Euch.“
„Hm. Wir sollen also unsere kleine und legitime Besatzung hier beenden. Aber mir gefällt es hier durchaus.“
„Ja, Göttin Aset. Denn immerhin, werden wir, dies solltet Ihr nicht vergessen, seit unserer Deportation hierher, von der Erde beobachtet und überwacht. Es wäre doch nun wirklich zu unser aller Nachteil, wenn sie Euren Racheplänen gegenüber den Menschen der Erde, die wir sehr gerne auch freiwillig unterstützen würden, nicht auf die Spur kommen.“

Einige Zeitlang warteten die beiden mächtigen Frauen noch, doch als dann nichts mehr von Kriemhild Krein weiter kam, entschied dann Aset: „Na gut, wir haben Euer Anliegen ja angehört und zu Kenntnis genommen. Doch jetzt verlasst uns, denn wir, Arteriais und ich, müssen uns jetzt ausführlich darüber beraten!“
„Darf ich dennoch zu Barbara?“
„Ja, mein Kind“, antwortete Arteriais nun auf einmal wieder sanft, da sie wusste, dass von Kriemhild, weil sie von Liana gebissen worden war eine gewisse Bedrohung ausging, aber auch durch Gesetz unantastbar war, während sich Aset hingegen zur Antwort immerhin auf ein nickendes Lächeln beschränkte.

Beide warteten geduldig und als sie wieder alleine waren, begannen sie zu beraten, ob sie der Bitte stattgeben sollten und welche Möglichkeiten sich eventuell daraus für sie beide ergaben.



Kleine Magellansche Wolke
Umbrais-System
Vampir-Flotte
Umbrais

Wieder einmal sehr beschäftigt, eilte Liliana durch das gesamte Antikerstadtraumschiff, dabei immer begleitet von ihrer loyalen Leibgarde. Diese enorme Sicherheitsmaßnahme war notwendig geworden, weil die Königin der Vampire spürte, dass die ausgesandten Spione von Arteriais sich überall, so auch hier aufhielten.

Liliana wusste zum Glück welchen Personen aus ihrem Stab, sie ohne jeden Zweifel vertrauen konnte. In einer der immer noch geheimen Kammern, hatte die an Macht und Einfluss weiterhin verlorene Königin, eine Ratssitzung einberufen. In dieser Runde sollte beraten werden, wie man am Besten gegen Arteriais und ihre Anhängerschaft vorgehen konnte, ohne dass es zu einem großen Blutvergießen in ihrem eigenen Volk kam.



Unbekannte Galaxie
Unbekanntes Sonnensystem
Unbekannter Mond
Wraith-Labor

Interessiert schaute sich die rothaarige Wraith in der immer noch wachsenden Anlage um, denn einer ihrer Offiziere hatte ihr nämlich einen interessanten Vorschlag zu unterbreiten. Doch bevor er überhaupt auf dem Punkt kam, begann er zunächst mit einer ausführlichen Einleitung. Die Wraith-Königin verdreht ihre Augen daraufhin und befahl schließlich: „Sei still! Oder komm endlich zum Thema, ich bekomme nämlich große Lust mich an Etwas zu nähren!“

Der Wraith-Wissenschaftler schluckte, dann nickte er stumm, ehe er schließlich mit seiner Idee herausrückte: „Wir könnten die Menschen sowie ihre Gene so manipulieren, dass ihr Genpool nicht nur größer wird und sie schneller heranreifen.“
„Aha. Und?“
„Ich benötige dafür mindestens eine der mächtigen Energiequellen der Lantianer, damit ich arbeiten kann.“
„Wir haben insgesamt nur noch sieben davon, meine Königin“, erinnerte ihr ranghöchster Offizier, der sie stets als Adjutant beinahe überall hin begleitete.

Es herrschte eine ungenehme Stille in dieser Anlage, dann sagte die Wraith: „Ihr werdet einen dieser sehr wertvollen Kristalle von mir bekommen. Aber sagt mir zuerst, wie schnell würde dies gehen?“
„Es wird natürlich einige Zeit dauern… vielleicht… vielleicht eine komplette Umrundung des Planeten um seine Sonne, den dieser Mond hier umkreist.“

Abermals dachte die Königin scharf nach, es musste schnell etwas geschehen, dies wusste sie, daher willigte dann abermals ein, schärfte aber dem Wissenschaftler ein: „Wenn es nicht funktioniert, werde ich mich nähren, und zwar an Euch! Also streng Dich an!“
Mit einem warnenden Zischen verließ die Wraith-Königin dann mit ihrer Begleitung das Labor wieder.



Kleine Magellansche Wolke
Umbrais-System
Vampir-Flotte
Umbrais

Nach nur schon wenigen Minuten lag die Lage auf Hand, in der sich Liliana und ihr Volk leider befanden. Es war zudem eine sehr gefährliche, da mittlerweile feststand, dass sich Arteriais mit den meisten ihrer Gefolgsleute mit einem unbekannten Ziel abgesetzt hatte. Was aber nach wie vor große Sorge bereitete, war die Stimmung in der Stadt, denn diese war mittlerweile gar in drei Fraktionen aufgeteilt.
Nur wenige standen wirklich noch fest zu ihrer Königin, und zwar so wenige, dass es quasi beinahe fast unmöglich sein könnte, Umbrais wirksam gegen die Widersacherin Arteriais  zu verteidigen, geschweige denn zu halten.

„Ich will genau wissen, wie viele es jeweils sind, und vor allem wer noch fest zu uns steht! Notfalls müssen wir leider dann auch unsere Hauptstadt aufgeben, nachdem wir einige Sicherungen installiert haben, damit wir uns mit etwas beruhigten Gewissen dann noch rechtzeitig zurückziehen können. Arteriais scheint zum Glück zurzeit noch, mit etwas anderen sehr Wichtigen beschäftigt zu sein. Aber für wie lange noch? Daher müssen wir umgehend aktiv werden!“
„Wie Ihr wünscht, Eure Majestät.“



Milchstraße
Sol-System
Erdorbit
Destiny

Die Instandsetzungs- und Überholungsarbeiten, die bislang erfreulicherweise allesamt gut vorangegangen waren, neigten sich allmählich endlich dem Ende entgegen. Doch lag es natürlich ganz besonders an der Hilfe der K.I. der Destiny, Cassiopeia, und aber auch den vielen Angehörigen der ursprünglichen Mannschaft des Raumschiffes, das alles so gut mit den Arbeiten geklappt hat.
Parallel dazu wurde fleißig geforscht, um einige der Geräte und Apparaturen der Destiny nachbauen zu können.

Aber man war auch schon fleißig dabei, eine neue Besatzung der Destiny für eine weitere geplante Mission zusammenzustellen. Diese Crew sollte, wie auch die letzte gut gemischt sein, und wenn möglich, sollte sie sich auch aus vielen Mitgliedern der ersten Besatzung zusammensetzen.



Große Magellansche Wolke
Nazi-Planet unter Vampir- und Goa‘uld-Besatzung
Hauptstadt
Haus Barbara Hitlers

Mit einer gutgelaunten ausgerufenen Naziparole und gleichzeitigen Hitlergruß begrüßte Kriemhild Krein ihre beste Freundin als sie das kleine Haus betrat. Diese erhob sich daraufhin sofort von ihrem Stuhl am Schreibtisch, zeigte ebenfalls den Hitlergruß, und sagte dazu: „Hallo Kriemhild. Bitte, setz dich doch.“

Doch die, von der Goa‘uld Aset und der Vampirin Arteriais, abgesetzte Führerin der Nazis schaute dennoch versichert ihre Besucherin an, denn sie wusste ja, dass Kriemhild seit so einigen Monaten schon ein Vampir war.

„Habe doch keine Angst vor mir, ich bin es doch nur“, wisperte die Besucherin, die eine große Verunsicherung bei ihrer Freundin und Geliebten spürte, während sie langsam näher auf sie zu kam.
„Was willst Du denn jetzt von mir, nach all der Zeit? Das letzte Mal, warst Du vor fast vier Wochen bei mir…“, fragte die gestürzte Anführerin der Nationalsozialisten zögernd.
„Ja. Ich habe Dich auch sehr, sehr vermisst. Ich habe gerade um deine Freilassung und auch um Deine Wiedereinsetzung als Führerin, bei Aset und Arteriais, gebeten.“
„Wie bitte?“
„Ja. Und so wie es sehe, sind die beiden dieser Bitte von mir nicht wirklich abgeneigt“, kicherte Kriemhild immer noch gut gelaunt, die nun direkt vor Barbara stand.
„Ist das etwa ein Geschenk?“
„Fragen über Fragen, die nach und nach beantwortet werden, meine Liebe. Aber ich habe noch etwas für Dich. Nämlich etwas viel Wertvolleres“, flüsterte die Besucherin so leise, dass sich unter Hausarrest stehende junge Frau vorbeugen musste, um ihre Worte besser verstehen zu können. Ganz so als ob Kriemhild stets befürchtete, irgendwer würde ihre Unterhaltung belauschen.

„Was? Was tust Du denn?“, wollte Barbara wissen, denn unvermittelt hielt ihre Freundin sie eisern fest.
„Lass mich sofort los, Kriemhild!“
„Ich mache Dir jetzt aber dieses wertvolle Geschenk, Barbara, nämlich ewige Jugend! Ich mache Dich mir gleich, uns zwar zu einem Vampir“, entgegnete Kriemhild, die auch schon kurz darauf langsam, geradezu sanft ihre spitzen und scharfen Vampirzähne in den Hals ihrer Freundin zu drücken. Ebenso vorsichtig und behutsam, trank sie dann auch noch ein wenig Blut von Barbara, die entsetzt aufstöhnte, denn die Bisswunde begann sofort heftig zu schmerzen. Doch es dauerte nicht lange, weil Kriemhild schon wieder von ihr ab- und sie auch losließ. Stattdessen griff sie zu ihren Dolch, und sagte: „Jetzt müssen wir nur noch zu echten Blutsschwestern werden, Barbara, und das bedeutet, du musst jetzt noch von mir etwas Blut trinken. Da dir noch die Zähne fehlen, werde ich mich schneiden, damit du trinken kannst.“
„Das ist doch nicht wirklich Dein Ernst?“
„Schau nicht so entsetzt und erschrocken. Überlege doch einmal, weil Du und ich beinahe unbesiegbar und unsterblich sind sowie Du dann nämlich auch mehrere Jahrhunderte, wenn nicht sogar Jahrtausende hindurch herrschen könntest. Also trink jetzt, bevor dieser Schnitt hier wieder verheilt ist!“

Zögernd kam Barbara der Aufforderung schließlich nach und trank ein wenig Blut von Kriemhild, denn die Aussicht dieses Ziel zu schaffen, war mehr als nur ein zu verlockender Reiz.



Andromeda-Galaxie
Omega-Sektor
Koloniale Erde
Hauptstadt Ilion

Das rätselhafte Astronomische Ereignis war wie ein Windhauch auch in dieser Galaxie vorübergezogen. Zum Glück hatte man dies jedoch noch rechtzeitig bemerkt und daher sämtliche elektronischen Anlagen abgeschaltet, welche dann nach einer Wartezeit wieder nach und nach hochgefahren wurden.

Weil man sich natürlich auch um die andere Koloniale Zivilisation sorgte, beschloss das Kabinett von Präsidentin Baltimore, in Absprache mit Admiral Adama, Kontakt mit der Regierung Auroras aufzunehmen.


Milchstraße
Sol-System
Erde

Allmählich liefen alle elektronischen Anlagen allmählich auf dem gesamten Globus wieder an. Dies lag natürlich in erster Linie daran, weil so manche Nationen, Unternehmen und Energieversorger diese Warnungen zu spät erhalten oder aber auch vollkommen ignoriert hatten.

Nordamerika
USA, Colorado, Cheyenne Mountain
Homeworld Command, Konferenzraum

Die Nachricht, dass sich offenbar beinahe die gesamte Flotte der Orici-Anhänger, die es natürlich immer noch gab, in deren Heimatgalaxie zu versammeln begann, hatte für große Unruhe bei vielen gesorgt. Dies lag natürlich auch an die Warnung, die der Prior Eremitias auf Camelot einst ausgesprochen hatte, und zum anderen lagen auch noch viele weitere Indizien vor, die noch für viel mehr Ärger sorgen könnten.

„Ist das wahr?“
„Ich fürchte, ja, General. Nachdem was man bisher so erfahren hat, sollen angeblich eine handvoll Soldaten der Orici, die ebenfalls an Bord der Destiny gewesen sind, durch eine gewisse Anzahl von aufgefundenen Schriftstücken erfahren haben wollen, wohin der Antiker Myrrdin die Orici Adria verbannt haben soll.“
„Das musste ja eines Tages passieren. Doch das Gedächtnis der Orici Adria soll doch komplett und für immer gelöscht worden sein. Außerdem soll unser Freund Merlin ihr auch noch sämtliche Kräfte, die sie so gefährlich gemacht haben, entzogen haben“, erwiderte der neue Leiter des Homeworld Command, der aber auch wohl wusste, dass die vielen Anhänger Adrias wohl früher oder später einen Weg finden würden, dieses Problem zu beheben. Ihm schauderte bei diesen Gedanken, denn sollte dies eines Tages in der Tat soweit sein, würde sich Adria an der Erde und ihren Verbündeten, kurz gesagt, sich wohl bei jedem sehr grausam rächen wollen, die nicht auf ihrer Seite standen.



Entfernte Galaxie
Planetarischer Nebel
Trinitatis, Kontrollraum

Vollkommen perplex, betrachtete Doktor Rodney Meredith McKay immer noch den Monitor.
´Konnte es wirklich doch am Ende wahr sein. Nein, denn dies war schlichtweg einfach komplett unmöglich, weil wir nämlich einfach noch viel zu weit weg sind, und auch die Konstellation, die Ansammlung der Galaxien stimmt überhaupt nicht´, dachte der kanadische Wissenschaftler, während er die empfangenen Daten, die er gerade eben erst auswertet hatte, abermals mit skeptischer Miene betrachtete. „Einen genaueren Blick auf diese Galaxie, wäre dennoch einen Besuch wert“, murmelte er leise.

Doch sie mussten oder besser gesagt, er musste sich dringend beeilen, weswegen er sich schnell von seinem Platz erhob, um sich auf dem Weg ins Büro von Doktor Hank „Beast“ McCoy zu machen. Zum Glück lag dieses ja, genau in der unmittelbaren Nachbarschaft zu dem Kontrollraum.

Trinitatis, Büro von Doktor McCoy

Der extrem intelligente Mutant, der diese Mission leitete, war natürlich selber ein genialer Wissenschaftler und Ingenieur. Er arbeitete sich gerade eben durch die neuesten Berichte von allen Stargate-Missionen, die komplett in der letzten Galaxie durchgeführt wurden.

Hank seufzte leise als er Rodney bemerkte, der zielsicher auf sein Büro zugeeilt kam.

Um ein wenig besser ungestört zu sein, schloss der Kanadier sofort die Glastür nachdem er eingetreten war.

„Hank, ich habe vor wenigen Sekunden eine äußerst interessante Entdeckung gemacht. Es ist nichts Schlimmes - aber die Zeit drängt“, begann Rodney aufgeregt.
„Was für eine interessante Entdeckung ist es denn dieses Mal?“, fragte McCoy skeptisch.
„Ich wusste, dass Sie natürlich klare Beweise von mir möchten, wenn ich so etwas sage, daher habe ich mein Tablet mit den Daten mitgebracht, damit Sie es sich selber ansehen können“, antwortete McKay, der sein Gerät dem Leiter der Trinitatis-Mission in die Hand gab.
„Rodney, bitte, beantworten Sie doch einfach meine Frage.“
„Na schön. Es ist eine Galaxie, die der Erde, zu gleichen scheint. Abgesehen davon das die kosmische Nachbarschaft nicht dazu passt. Ich beantrage hiermit, den aktuellen Kurs der Trinitatis zu korrigieren, um uns diese Galaxis näher anzusehen, besonders die Position, wo auch unsere Erde liegt.“
„Ich sehe mir erst einmal Ihre Daten an, Rodney!“, entschied Beast.
„Nur zu. Ich habe alles schon vorbereitet“, erklärte der Kanadier leicht gekränkt, der ja eigentlich auf eine sofortige Zusage gehofft hatte.



Milchstraße
Planetensystem
Prinzessin Lianas Schiff, Konferenzraum

Eine Entscheidung bezüglich eines Standortes für eine feste und somit auch sichere Operationsbasis rückte näher, denn man hatte mittlerweile genügend Kandidaten dafür erkundet. Mit ihrem Stab sah sich Prinzessin Liana insgesamt sieben Planeten und Monde an, die nun in eine engere Auswahl gerückt waren.

Der Standort für die Operationsbasis musste natürlich mehrere wichtige Kriterien erfüllen. Gerade wurde einer von den drei Monden genauer unter die Lupe genommen. Aber nicht schon einmal nach einer Viertelstunde schied diese Option aus, weshalb man sich einen Planeten vornahm, welcher sich im selben Sonnensystem befunden hatte. Doch auch dieser hatte schon bereits nach fünf Minuten bei Liana ausgedient.
„Was ist denn mit diesen Mond hier, den wir im letzten System entdeckt hatten, Prinzessin Liana?“, fragte jemand der Versammelten sofort im Anschluss.

Nach einer sehr äußerst genauen Analyse dieses Mondes, kam dieser mit einer guten Beurteilung nach einer guten Stunde in die nächste Runde, und somit auch in eine noch engere Auswahl.



Entfernte Galaxie
Planetarischer Nebel
Trinitatis, Büro von Doktor McCoy

Geduldig hatte Doktor McKay auf dem Balkon, der sich vor dem Büro von Doktor McCoy befand, beinahe zwei Stunden ausgeharrt. In der Zwischenzeit hatte er Besuch von seiner Ehefrau, Doktor Jennifer Keller, bekommen. Die Ärztin hatte sich Sorgen gemacht, weil Rodney nicht zum verabredeten Essen in der Kantine erschienen war. Daher hatte sie ihn gesucht und ihm ein Lunchpaket mitgebracht. Dieses wurde von dem Kanadier sogleich sehr dankbar aufgezerrt. Dabei hatte Rodney natürlich Jennifer erzählt, weswegen er sich hier seit knapp zwei Stunden ununterbrochen aufhielt.

Doch jedes Warten hat bekannterweise auch irgendwann einmal ein Ende. Die Glastür zum Büro des Leiters der Trinitatis-Mission glitt auf. Mit langsamen Schritten kam Hank McCoy auf Jennifer Keller und Rodney McKay zu. Doch bevor aber der Mutant seine Entscheidung offenbarte, begrüßte er zuallererst die Ärztin.

„Rodney, wir werden uns das ansehen, denn sie haben mich neugierig gemacht. Ich habe schon dem Kontrollraum die passenden Anweisungen gegeben. Und in etwa drei Tagen sollten wir diese Galaxie erreicht haben“, teilte Hank den beiden mit.



Pegasus-Galaxie
Atlantis-System

Einige hunderte Kilometer vor dem Planeten, auf dem sich Atlantis befand, verließen nach und nach mehrere Schlachtschiffe der Erde den Hyperraum. Da aber der genaue Standort der Stadt der Antiker, obwohl die Wraith so gut wie ausgemerzt waren, immer noch eine Geheiminformation war, begaben sie sich alle zu ihren Sammelpunkt, nämlich einen der drei Monde, die den aktuellen Atlantisplaneten umkreisten.

U.S.S. Daedalus, Brücke

Mit extrem großer Zufriedenheit registrierte General Steven Caldwell, der Kommandant der Daedalus, die Ankunft der 21 Schlachtschiffe der unterschiedlichsten Bauklassen, die zur Unterstützung der Suche nach der letzten Wraith-Königin von der Erde ausgesandt worden waren.
Ein fragender Blick von ihm genügte, und einer seiner Offiziere bestätigte ihm, dass die Live-Konferenz jederzeit begonnen werden konnte.



Milchstraße
Planetensystem
Prinzessin Lianas Schiff, Konferenzraum

Die endgültige Entscheidung der Wahl für die Operationsbasis rückte schließlich näher, denn zur finalen Auswahl standen ein Mond und zwei Planeten, auf denen die Errichtung einer solchen Anlage in frage kamen.

„Ich werde dies so machen, dass wir eine Hauptoperationsbasis und dann aber auch zwei Ausweichstandorte haben werden!“, erklärte Prinzessin Liana.
„Die ist eine ausgezeichnete Idee, eure Hoheit“, sagte der Captain ihres Schiffes voller Anerkennung, „doch müsstet ihr uns jetzt euren Willen kundtun, damit die Offiziere eure Befehle an unsere Truppen und übrigen Leute weitergeben können.“
„Ja. Hier auf diesen kleinen und unscheinbaren Planeten werden wir unsere Hauptbasis errichten. Dort wird dann auch die Hälfte unserer Leute stationiert werden. Der Mond, in dem letzten Planetensystem den dort wir entdeckt und erkundet haben, wird dann unser Beta-Standort sein. Und dieser große Planet hier, wird unserer Omega-Standort sein, also gewissermaßen unserer letzter Zufluchtsort, wo sich nur einige dutzend unserer Leute befinden werden. Ich benötige nun noch eine exakte Aufstellung unserer Mannschaft, um das Personal bestmöglich zu verteilen!“
„Werdet Ihr bekommen, Prinzessin.“
„Gibt es sonst noch etwas?“
„Ja, wir werden weiterhin Erkundungs- und Aufklärungsmissionen durchführen! Außerdem müssen wir in nächster irgendwie an einige weitere gute und technologisch fortschrittliche Raumschiffe herankommen. Zumindest an deren Konstruktionspläne. Leider haben nur die Menschen von der Erde solche…“
„Wir werden uns bemühen, Prinzessin Liana“, versicherte einer ihrer Offiziere.
„Ihr müsst uns nur sagen, ob wir auch mit Gewalt dabei vorgehen sollen…“
„Nein. Nichts dergleichen. Wir wollen nämlich keinerlei Aufsehen bei unseren Aktionen erregen und den Erdenbewohnern auch nicht schaden, weil sie unsere Verbündeten bleiben und sein sollen!“, verfügte die Vampirprinzessin, die dann noch einmal erklärte, dass man den Menschen hier ganz im Geheimen helfen wollte. Zumindest fürs Erste.



Pegasus-Galaxie
Atlantis-System
U.S.S. Daedalus, Briefing-Room

Für die so wichtige Besprechung, hatte sich General Steven Caldwell von der Brücke mit ein paar seiner Offiziere aus seinem Stab in diesen schon längst vorbereiteten Raum seines Schiffes zurückgezogen.

Für die vor wenigen Minuten begonnen Konferenz waren auch alle anderen Befehlshaber der Pegasus-Flotte zugeschaltet worden. Somit nahmen insgesamt 41 Teilnehmer daran teil, weil natürlich auch Atlantis zugeschaltet worden ist.



Andromeda-Galaxie
Omega-Sektor
Koloniale Erde
Hauptstadt Ilion

Erleichtert nahm Präsidentin Francine Baltimore die ihr mitgeteilte Information auf, dass es auf Aurora und der dortigen Bevölkerung keine schwerwiegenden Probleme aufgrund des jüngsten kosmischen Ereignisses gegeben hatte.



Große Magellansche Wolke
Nazi-Planet unter Vampir- und Goa‘uld-Besatzung
Hauptstadt
Neuer Palast, Hauptquartier der Besatzer

Die mittlerweile auch gerade erst vor kurzem zu einem Vampir gewordene Barbara Hitler, wurde gerade eben von ihrer Freundin und Geleibten Kriemhild Krein vor Arteriais und Aset geführt. Denn die beiden mächtigen Besatzerinnen hatten schließlich ihre eine Entscheidung getroffen.
Sofort spürte natürlich aber Arteriais die Veränderung von Barbara, sobald sie durch die Tür getreten war und lächelte.

„So. Hat also Kriemhild schon dies getan, was ich selber vorgehabt hatte, und natürlich  auch sehr großes Vergnügen daran gehabt hätte. Sei es drum. Keine Angst, Kriemhild. Und da Du jetzt auch gewissermaßen seit jenem Moment, wie auch Kriemhild schon, jetzt auch zu meinen Volk gehörst, Barbara, erhältst Du neben Deinen Waffen hier, natürlich auch Deine residierenden Räumlichkeiten von uns beiden zurück.“
„So ist es“, bestätigte Aset, die dann einigen Jaffa dazu aufforderte Barbara ihre Waffen wiederzugeben.
„Wie Kriemhild Euch bestimmt schon ausführlich berichtet hat, hatte sie an uns einige Bitten gerichtet“, fuhr Aset fort, „nämlich Euch und diesem Volk hier, wieder die Freiheit wiederzugeben. Ihr seid nun wieder frei, Barbara. Ihr selbst und Kriemhild werdet hier als unsere Statthalter eingesetzt, und werdet uns für alles, was hier geschieht von nun an Rechenschaft schuldig sein. Die Besatzung auf dieser Welt hier, von Arteriais und mir selbst, endet dann ganz offiziell in genau drei Tagen. In dieser Zeit bis dahin, werdet Ihr weitere Anweisungen von uns erhalten.“
„So ist es“, bestätigte Arteriais, „denn da ihr beiden jetzt zu meinem Volk gehört, besteht kein Grund mehr für uns, weiterhin hier zu bleiben, womit wir uns anderen sehr wichtigen Angelegenheiten zuwenden können.“

„Den finalen Rachefeldzug gegen die Erde vorbereiten“, vermutete Barbara Hitler sofort.
„Richtig“, nickte Arteriais, „unter anderem auch das. Und Ihr werdet dies ebenfalls tun. Aber macht nicht jeden aus eurem Volk zu einem Vampir, sondern nur den Leuten, denen ihr wirklich vertrauen könnt. Dafür werde ich euch Mittel zur Verfügung stellen, damit es keine unbeabsichtigten Verwandlungen gibt.“
„Was ist denn mit dem mächtigen Schlachtschiff der Erde, welches sich im Orbit unseres Planeten befindet?“, fragte Kriemhild Krein besorgt.
„Dieses ist verschwunden.“
„Was sagtet ihr da gerade, Arteriais?“
„Es ist nicht mehr da. Offenbar haben die Menschen von der Erde beschlossen es von hier abzuziehen, was Eurem Volk die Möglichkeit gibt, unter unserer Anleitung wieder Raumschiffe und andere, auch fortschrittliche, kriegswichtige Geräte zu bauen. Vielleicht kommt es wieder, dieses Schlachtschiff der Erdenmenschen. Vielleicht auch nicht.“



3 Tage später
Entfernte Galaxie/Milchstraßen-Zwilling
Sol-System
Trinitatis, Kontrollraum

Ganz genauso wie berechnet, erreichte die Trinitatis-Mission nach etwa drei Tagen ihr Ziel. Zunächst hatte man aber noch einen kleinen Zwischenstopp eingelegt, um die erste These ein wenig genauer zu untersuchen, welche mit großem Erstaunen schon einmal bestätigt werden konnte. Die Galaxie, in der man sich jetzt mittlerweile gerade befand, war in der Tat ein Zwilling der Milchstraße.

Erneut hatte man wieder einmal den Hyperraum verlassen, und fand sich nun am Rande eines Sonnensystems wieder, welches einem extrem vertraut vorkam.

Auf einigen der Monitore im Kontrollraum konnte man sehen, dass sie soeben an einem Planeten vorbei flogen, der mit dem Jupiter, den man von daheim kannte, identisch war. Zeitgleich konnte man erkennen, dass das gesamte Planetensystem mit dem der Erde in der heimatlichen Milchstraße übereinstimmte.

„Das ist ja so etwas von unheimlich“, flüsterte Doktor Jennifer Keller, die das Glück hatte, sich in diesem Moment ebenfalls im Kontrollraum aufhalten zu dürfen.
„Ja“, bestätigte Doktor Hank „Beast“ McCoy, „es ist absolut mysteriös. Aber anhand der Größe des Universums muss man ja auf die verrücktesten Dinge, die es wohl gibt, dann auch am Ende gefasst sein. Obwohl aber natürlich die Wahrscheinlichkeit für ein solch kosmisches Ereignis dennoch absolut gegen null tendiert!“



Große Magellansche Wolke
Nazi-Planet
Hauptstadt
Großer Paradeplatz

Auf dem Podium war es auch mittlerweile sehr voll geworden, wie auch auf dem großen Paradeplatz selbst, der sich genau neben dem Palast befand und bis auf den letzten Platz gefüllt war.

Es war nun offiziell geworden, dass die Besatzung durch die Goa‘uld und die Vampire beendet worden sei. Dadurch war auch wohl ein unlösbares und extrem sehr gefährliches Bündnis geschaffen worden. Aber dies war allen Nazis absolut egal, denn sie waren ab diesen Tag ja keine Unterdrückten mehr, sondern frei.

„Verehrteste Aset, ich werde mich jetzt wieder der persönlichen Aufgabe zuwenden, die komplette Kontrolle über mein eigenes Volk zu erlangen. Meine Agenten haben zwar schon viele wichtige Vorbereitungen laut meiner Anweisungen getätigt, doch um den Rest muss ich mich nun einmal höchstpersönlich kümmern.“
„Ist gut, Arteriais. Ich kann diese Gedanken und Gefühle von Euch natürlich nur allzu gut nachvollziehen. Zeitgleich werde ich mich daran kümmern, unsere Flotte und Truppen noch weiter zu vergrößern, wie auch Ihr es tun werdet, damit die Tau‘ri dieses Mal von unseren Streitkräften nicht besiegt werden können.“
Die zwei flüsterten sich leise unter einander zu, weil sie nämlich ihren neuen Verbündeten, den Nazis unter der Führung von Barbara Hitler, weiterhin in Wahrheit nicht vertrauten.

Da Arteriais und Aset extrem vorsichtig waren, hatten sie dennoch absolut unabhängig von einander eigene Agenten abgestellt, um auf diese Weise die Nazis besser im Auge behalten zu können.



Milchstraßen-Zwilling
Sol-System
Trinitatis, Kontrollraum

Man hatte mit einem sehr langsamen Flugtempo in den vergangenen Stunden den Asteroidengürtel passiert, welcher auch im Sonnensystem der Erde in der Milchstraße existierte. Einen Planeten, der dem Mars wie ein Ei den anderen glich, konnten sie nur aus einer etwas größeren Entfernung beziehungsweise auf einigen Monitoren sehen. Doch er war dennoch nahe genug, dass man ganz schemenhaft die beiden kleinen Monde gerade noch so erkennen konnte.

In rund einer Viertelstunde würde man dann den Mond dieser Erde erreichen, der derzeit schon als kleiner heller Punkt, wenn auch noch relativ schwach, in der Ferne zu erkennen war.

Seit dem die Trinitatis, ihren hier angepeilten Ziel immer näher kam, desto nervöser wirkte vor allem Doktor Rodney McKay, da er ein gewaltiges Trümmerfeld im Orbit des Planeten, den sie ansteuerten, entdeckt hatte.
Schon sehr bald würden sie alle mehr erfahren, ob es sich bei diesen Planeten um eine zweite Erde handelte, und was es eigentlich für Trümmer waren, die diesen wie eine Wolke umgaben. Diese Fragen würden nach und nach beantwortet werden, so hoffte man. Doch es war nicht auszuschließen, dass es hier einen gewaltigen Konflikt gegeben haben musste.

Plantenorbit
Trinitatis, Kontrollraum

„Das ist die Erde! Aber nicht unsere!“, erklärte Doktor Hank „Beast“ McCoy, schnell die Daten analysierend schließlich allen Anwesenden, womit er Doktor Rodney McKay die Show stahl.
Somit sah sich der Kanadier gezwungen, sofort selber etwas beizutragen, denn er sagte: „Die  hier vorkommenden Trümmerfelder sind wirklich gewaltig. Wir können unmöglich mit der Trinitatis weiter vordringen, und selbst die Paris wird trotz ihrer Schutzschilde auch Schwierigkeiten haben. Einige dieser Wrackteile direkt vor uns sind sehr groß, aber sie passen zu keinem Schiff, das uns bekannt ist. Es muss eine vollkommen fremde Rasse sein.“
„Gibt es hier Spuren, zumindest kleine von Schiffstypen, die uns bekannt sind?“, fragte Doktor Daniel Jackson.
„Bislang noch nicht“, antwortete Rodney.
„Nun ja, dies hier ist doch ein vollkommen anderer Teil des Universums, eine komplett unbekannte Region, daher könnte es doch absolut möglich sein, das diese Wrackteile hier vor uns zu dem Bewohnern des Planeten dort vor uns gehören. Ich will damit sagen, dass sich die Bewohner dieser Erde hier, vollkommen anders entwickelt haben könnten. Es ist also sogar möglich, dass nicht Menschen dort unten wohnen“, warf Doktor Jennifer Keller ein, der man aufmerksam nicht nur zuhörte, sondern auch ausreden ließ.
„Sie könnten Recht haben, Jennifer“, erkannte Hank.

„Die ersten Daten dieser anderen Erde, dort vor uns, sind endlich da. Es ist wirklich ein absolutes Chaos. Vieles kommt einen aber auch bekannt vor…, aber hier, schaut euch mal das hier an! Laut den Scans hier, scheinen wir zwei Planeten vor uns zu haben“, sagte Cassandra Fraiser, die absolut erstaunt die Daten betrachtete, ebenso Major Jennifer Hailey, die direkt hinter ihr stand.
„Zeigen Sie her, Lieutenant!“, verlangte Doktor McKay natürlich ungläubig, aber ebenso auch genauso neugierig. Es stimmte aber, weswegen er bat: „Hank, ich bitte darum diesen Planeten gründlich zu erforschen. Am besten wäre, wenn wir mehrere Teams schicken würden.“
Daraufhin musste Doktor McCoy erst einmal darüber gründlich nachdenken, denn es war ein sehr großes Risiko, darum antwortete er mit ruhiger Stimme und diplomatisch: „Wir brauchen erst einmal noch einige weitere gesicherte Daten von diesem Planeten, bevor ich auch nur eines unserer Teams dort runter schicken werde! Nicht überall hin, sondern in Regionen, die wir als sicher markieren können!“
„Na schön“, seufzte der Kanadier, der sich umgehend an die Arbeit machte, um seinem Ziel näher zu kommen.



Unbekannte Region des Universums
Unbekannte Galaxie
Orici-Flotte

Nach der Erschaffung eines weiteren Supergates, war es natürlich ein leichtes Spiel gewesen einen Großteil der eigenen Flotte hierher, in diese noch bislang unbekannte Galaxie, zu verlegen.

Kurz nach ihrer Ankunft begann sie sich auch schon in kleinere Verbände aufzuteilen, denn man kannte nicht die genauen Koordinaten der Welt, auf die Merlin die Orici Adria verbannt hatte. Man hatte nur vage Zeichnungen oder Beschreibungen des Planeten und seiner kosmischen Umgebung. Jedes System auf das die Hinweise zutrafen, würde schon sehr bald aufgesucht und Adria Orici hoffentlich, aus Sicht ihrer Anhänger, gefunden worden sein.



Milchstraße
Sol-System
Erdorbit
Destiny, Interface-Raum

Da Jack Dalton seit seiner Rückkehr zur Erde, weder MacGyver noch Pete Thornton, beziehungsweise ihre Familien hatte ausfindig machen können, damit seine beiden Freunde ihm beim Schreiben seines Buches halfen, hatte er Entschluss gefasst.

Für alle ehemaligen Crewmitglieder bestand ja, zum Glück, die Berechtigung an Bord der Destiny zu gelangen.
Weil Dalton aber jedoch der Zugang zur Brücke verwehrt worden war, fand er dennoch schnell die Gelegenheit in einem der Interface-Räume an die Informationen zu kommen, die er für die Umsetzung seines Buches so dringend benötigte. Natürlich nahm Jack auch dabei jede Form und Art Hilfe in Anspruch, die sich im bot, nämlich weitere ehemalige der ehemaligen Mitglieder der Destiny-Crew, die gerade ebenfalls an Bord anwesend waren oder gar Cassiopeia, die K.I. des alten Antikerraumschiffes.

Doch selbst der armen Cassiopeia, , obwohl sie nur ein Hologramm war, wurde es dann schließlich doch irgendwann selbst zu viel, weil eben Jack Dalton sie ständig um Hilfe bat, weswegen die K.I. der Destiny äußerst schnell ein Programm dafür entwickelte, da sie noch viele andere wichtigere Aufgaben hatte, bei denen sie ständig gestört wurde.
Dieses von Cassiopeia entwickelte sprachgesteuerte Programm, reagierte auf die Stimme von Jack, dem es damit gestattet war, wenn auch begrenzt auf das Logbuch der Destiny sowie die Missionsberichte zuzugreifen.



Milchstraßen-Zwilling
Sol-System
Erdzwilling
Trinitatis / Puddle Jumper #1 & #2

Es waren nur knapp drei weitere Stunden vergangen, dann lagen genug Informationen vor, die für eine geplante erste Erkundungsmission noch benötigt worden waren.
Um zum Einen nicht all zu schnell den Überblick zu verlieren, hatte Doktor Hank „Beast“ McCoy schließlich nur zwei Puddle Jumpern den Aufbruch gestattet. Einer von ihnen sollte auf der Oberfläche dieser Welt landen, und zwar genau dort wo ungefähr auf dieser Erde des Nordamerikanischen Kontinents das Zentrum der Vereinigten Staaten von Amerika lag, und der zweite Jumper, ebenfalls sich im ständigen Tarnmodus befindend, den Planeten nur überfliegen aber nicht landen, mit dem Reserveplan dem anderen Team notfalls Unterstützung zu geben.

Nur allzu gerne, hätten Major Jennifer Hailey, Lieutenant Cassandra Fraiser und natürlich auch Doktor Jennifer Keller einem der beiden gestarteten Jumper-Teams angehört, doch Doktor Hank McCoy hatte dies abgelehnt, weil er auch an Bord der Trinitatis gute Leute benötige. Anschließend erklärte der ihnen jedoch, dass sie sich nichts desto trotz aber für alle Eventualitäten bereithalten sollten.

Puddle Jumper #1 & #2

Nachdem die beiden Fluggeräte zunächst gemeinsam noch ungetarnt die Atmosphäre des Planeten durchquert hatten, um die dringend benötigt Energie für die Schilde nutzen zu können, trennten sie sich schließlich voneinander.

Der Puddle Jumper #2, der nur die Oberfläche von der Luft aus erforschen und Informationen sammeln sollte, hatte insgesamt 14 Passagiere an Bord, darunter waren Angehörige verschiedener Zivilisationen aus mehreren Galaxien, nämlich Captain Sharon Satterfield (US Air Force, Zylonin), Sara (Soldatin der Luzianischen Allianz), Doktor der Geologie Francis LeLoire (Kolonien), Doktor der Biologie und Chemie Nancy Tombuto (Kolonien), Captain/Doktor der Medizin Ashley Cahill (Koloniale Flotte), Lieutenant Lisa Dupont (RF/Marine, Sanitäterin), Ayrissa (Orici-Kriegerin), Luca (Orici-Krieger), Dy‘na (Hak‘tyl/FJN), A‘nac (FJN), Ensign Ann Stuart (GB/Royal Navy), Lieutenant Gordon Iden (Koloniale Flotte), Lieutenant Tessa de Vaux (US-Navy) und Lieutenant Ji-Yun Park (Südkorea, Air Force-Pilotin).

Puddle Jumper #1

„Dies ist wirklich eine sehr seltsame. seltsame Welt! Sind Sie sicher, dass das hier vor uns wirklich ein Zwilling der Erde sein soll, Doktor McKay?“, fragte Captain Miles Greenburg seinen heutigen Co-Piloten, denn Rodney saß, wie so oft eben auf diesen Platz.
Der kanadische Wissenschaftler sah natürlich mit eigenen Augen sofort was mit dieser Aussage gemeint war.

Aber auch die beiden anderen, Doktor Daniel Jackson und Private Sandra Kieras von den Kolonialen Marines, die hinter den beiden saßen, staunten über diesen ungewohnten Anblick, welcher sich ihnen vier da eben gerade bot.
Im hinteren Teil des Fluggerätes, saßen mit den Doktoren Magdalena Czestochowa (Polen, Archäologie), Cristof Winovli (Ukraine, Geologie und Biologie) und Danilo Perez (Argentinien, Medizin), sowie den Soldatinnen und Soldaten: Lieutenant Esther Bernstein (Israel, Air Force), Sergeant Bruce Lewis (US-Marines), Korporal Sabine Wagner (BRD, Luftwaffe/Sanitäterin), Lieutenant Jill Luden (Luzianische Allianz), Ensign Ann Michaels (Koloniale Flotte), Monja (Orici-Kriegerin) und Junas (Orici-Krieger), noch zehn weitere Teammitglieder im hinteren Bereich des Puddle Jumpers, die nicht allzu viel von den Dingen, die es draußen zu sehen gab, mitbekamen.

Gerade überflog man ein Gebiet, das stark bewaldet von sehr hohen und mächtigen Nadelbäumen bedeckt war. Zuvor vor weinigen Minuten erst, hatte man allerdings eine Landschaft unter sich gehabt, die einen sehr stark an irgendeine Phantasiewelt von einem solchen Film erinnert hatte. Jetzt sah alles hingegen wieder eher vertraut aus, was alle an Bord des Jumpers auch an die Erde daheim erinnerte.

„Ist das ein irgendein Camp dort vor uns?“
„Sieht zumindest danach aus. Fliegen Sie doch mal da rüber, Captain!“, ordnete Doktor McKay an.

Es war sogar ein ziemlich großes Camp, was sich unter ihnen befand. Doch war es aber natürlich kein gewöhnliches Basislager, obwohl die Anordnung der Gebäude auf diesem Gelände zunächst darauf schließen ließ, denn man erkannte darin mehrere Gestalten, die sich in einer Art Pferch befanden, und somit eindeutig von den uniformierten Personen abhoben.

„Was ist das nur für ein grauenvoller Ort? Das muss irgendeine Art von Gefängnis sein“, bemerkte Doktor Daniel Jackson, der hinter Doktor McKay saß.
Daraufhin sagte Captain Greenburg: „Ich werde erst mal noch einige Meilen weiterfliegen, nämlich dorthin wo wir auch hinwollen. Zu dieser großen Siedlung, die schon eher eine Stadt ist, und die wir schon vom Orbit aus, ganz leicht erkennen konnten.“
„Fliegen wir aber erst auch dort einmal darüber einige Male hinweg, damit wir erst einmal einen kleinen Überblick davon gewinnen. Danach landen wir, wie beim heutigen Briefing besprochen, ein paar Meilen etwas außerhalb“, seufzte Rodney.

Einige Minuten später kamen sie in das Zielgebiet ihrer Mission.
„Ist das da vorn der Bogen von St. Louis?“
„Ja. Er ist es! Ich komme aus, na ja, ich wurde nur dort geboren bis meine Eltern mit mir und meinen Geschwistern nach Seattle gezogen sind als ich fünf Jahre alt war“, sagte Sergeant Lewis.
„Der Rest dieser kleinen Stadt sieht aber nicht wie St. Louis aus. Dort ist noch eine große weitere Anlage, wie die, die wir schon überflogen haben. Sieht aber eindeutig militärisch aus“, bemerkte Captain Greenburg.

Puddle Jumper #2

Das Einsatzteam überflog gerade die Antarktis. Doch dort sah es alles andere als arktisch dort unten auf der Oberfläche aus, denn der Kontinent auf dem sich der geografische und magnetische Südpol befand, war hier auf dieser Erde größtenteils eisfrei. Nur in einigen Gebirgsregionen befanden sich mächtige Gletscher, die sich durch die Berge wanden.

Die Nachricht erreichte sie schließlich, dass das andere Team schon sehr bald landen würde, weshalb man sich umgehend auf dem Weg zu jenem machte

Puddle Jumper #1

Etwa eine Stunde später, nachdem man einige Runden über der Stadt gekreist und sich einen ungefähren Überblick verschafft hatte, landete das Missionsteam, wie in der Einsatzbesprechung von Doktor McCoy angewiesen, etwa zwei Meilen von ihr entfernt.

„So da wären wir dann. Ensign Michaels, Sergeant Lewis, Junas und Doktor Perez, sie vier, bleiben hier beim Jumper, und sorgen falls es nötig sein sollte für unser aller reibungslosen Rückzug!“, ordnete Captain Greenburg an.

Das übrige Team entfernte sich kurz darauf immer weiter vom Puddle Jumper, während es sich dabei dieser ziemlich rätselhaften Stadt immer näher kam.


Obwohl sie bei ihren ganzen bisherigen durch einen Fußmarsch zurückgelegten Weg vorsichtig waren, stießen sie schließlich auf ein ziemlich ungenehmes Hindernis.

„Was ist das denn nur für ein widerliches Ding?“, japste Doktor Rodney McKay, der ein wenig ängstlich geworden, sofort ein großes Stück weiter nach hinten wich.

Nachdem die Kreatur komplett aus dem Unterholz gekommen, und somit für alle anderen des Teams vollständig sichtbar geworden war, wisperte Doktor Daniel Jackson: „Das Vieh dort, sieht für mich nach einer riesigen Chimäre aus Wolf und Spinne aus.“
„Vorsicht! Es greift wohl an!“, schrie Captain Miles Greenburg mit lauter Stimme, um alle anderen Mitglieder seines Teams zu warnen.
„Dort sind ja noch welche! Es muss ein ganzes Rudel sein!“, japste McKay erschrocken, der wie alle feststellen musste, dass sie alle von acht solchen Tieren umzingelt waren.
„Okay. Ich habe keine Lust, von einem solchen widerwärtigen Vieh zerfetzt und gefressen zu werden! Feuer frei!“, entschied Greenburg.


Einige hunderte Meter nur, von diesen Geschehen entfernt, fuhr zur gleichen Zeit ein recht kleiner Konvoi, bestehend aus drei stark gepanzerten Fahrzeugen, einem Jeep und zwei Lastwagen, entlang.

„Halt!“, befahl die Frau, die das Kommando hatte und auf dem Beifahrersitz saß, die linke behandschuhte Hand hebend, dem Fahrer des Jeeps. Sofort stoppte der Mann und auch die anderen Fahrzeuge hielten.

„Was ist los, Captain?“
„Wenn mich nicht alles täuscht, waren das gerade eben Schüsse. Da schon wieder. Das war eine ganze Salve.“
„Jetzt höre ich es auch, Ma‘am. Was machen wir denn nun?“
„Ganz einfach wir werden dieser Angelegenheit auf dem Grund gehen! Also fahren Sie langsam weiter, Corporal!“, wies die Frau mit grimmiger Miene an, deren rechte Hand bereits nach ihrer Pistole im Holster tastete.
Einer der beiden weiteren Soldaten hinter ihnen, ihnen machte noch schnell umgehend eine entsprechende Funkmeldung an die anderen beiden Fahrzeuge, die ihnen folgten.


„Ist jemand verletzt?“, fragte Daniel Jackson, der sich prüfend umsah.
„Weiß nicht. Meine Hände zittern so stark und mein Rücken tut so furchtbar weh, weil mich Lieutenant Bernstein zu den Boden gestoßen hat“, antwortete ein klagender Rodney McKay stöhnend.
„Das geschah nur, damit wir uns ihr Gejammer noch weiter anhören können“, antwortete postwendend Esther Bernstein
„Sehr charmant von Ihnen. Haben wir denn zumindest alle von diesen Viechern auch wirklich erwischt?“, erwiderte und fragte Rodney McKay dann.
„Noch nicht ganz“, erwiderte Lieutenant Jill Ludien, auf eine der Chimären langsam mit angelegter Waffe zugehend. Kurz darauf krachte ein weiterer Schuss, der auch diesem letzten Tier, was schwer verletzt war, endgültig den Rest gab.

Kurz darauf setzten sie ihren Weg fort. Schließlich gingen sie auf einen Hügel zu, der von niedrigen Büschen, Sträuchern sowie vereinzelten Bäumen unterschiedlicher Größe bewachsen war, die zwischen mehreren Felsbrocken wuchsen.

Ohne dass sie es alle wussten, waren das gesamte Team schon von anderen entdeckt worden. Und man wartete geduldig in einem Versteck auf sie alle.
Als denn das Team um Jackson und McKay die Kuppe des Hügels hinter sich gelassen hatte, rief befehlend eine Frauenstimme: „Keine Bewegung oder wir schießen! Identifiziert euch sofort! Halt, was habe ich gesagt!“
Kurz darauf krachte auch schon ein Schuss, und die Soldatin der Orici, Monja, schrie vor Schmerz und Wut auf, bevor sie sich die Wunde an ihrer linken Schulter zudrückend, wimmernd zu Boden ging. Zeitgleich traten dann auch rund zwei Dutzend weiterer Personen in blaufarbenen Uniformen aus ihren Deckungen, bestehend aus Büschen, Bäumen und Felsen hervor.

Aus dem Lauf einer Pistole, die eine Frau, in einer blauen Uniform, in ihren Händen hielt, stieg noch eine kleine zarte und dünne Schießpulverwolke auf.

„So. War es denn jetzt deutlich genug für jeden von euch? Wer seid ihr? Wo wollt ihr hin?“, fragte die junge Frau mit barscher Befehlsstimme.
„Wir sind Forscher von einer anderen Welt“, antwortete Daniel.
„Der war wirklich sehr gut, Mister. Ihr seid Menschen, so wie ich und mein Kommando. Auf anderen Planeten gibt es keine Menschen, wie uns. Nehmt ihnen sämtliche Waffen und Ausrüstungsgegenstände sofort ab, damit es nicht zu weiteren Verletzten kommt! Und legt ihnen noch Handfesseln an!“
„Jawohl, Captain.“
„Und auch die Funkgeräte abnehmen!“
„Gewiss, Ma‘am.“

„Also sind wir jetzt Gefangene“, stellte Daniel mit einem Seufzer fest, während ihm die Handfesseln mit einem metallischen Klicken angelegt wurden.
„Genau. Im Namen der Republik Erde, erkläre ich sie alle zu unseren Gefangenen!“, bestätigte die junge Frau, die offensichtlich die Befehlsgewalt hatte.
„Ich bin Doktor Daniel Jackson. Wir sind…“
„Später! Wenn ich Sie und ihre Leute verhöre, werden wir uns noch viel, viel besser kennenlernen. Ach ja, ich bin Captain Jessica „Berlin“ Rainier. Fesselt und schafft diese Leute dann auf die Ladeflächen der Lastwagen!“
„Wird sofort erledigt, Captain Rainier. Fahren wir weiter nach Defiance?“
„Ja, Lieutenant.“

Als dies alles geschah, überflog gerade der zweite Puddle Jumper im Tarnmodus diesen Hügel. Doch man konnte zunächst nichts tun, daher nahm man so schnell es nur möglich war Kontakt mit der Trinitatis und auch dem anderen Jumper auf.

Per Funk ordnete der Leiter der Trinitatis-Mission an, dass Jumper 1 umgehend zur Trinitatis zurückkehren und Jumper 2 die Lage auf dem Planeten weiter beobachten, aber nicht eingreifen sollte. Während sich Jumper 1 auf den Rückflug machte, ließ Doktor Hank McCoy schon die ersten Teams, bestehend aus Militärs und medizinischen Personal, unter dem Kommando von Major Jennifer Hailey zusammenstellen.



Unbekannte Region des Universums
Unbekannte Galaxie
Orbit von Adrias Verbannungsplanet

Eine nur kleine Flotte bestehend aus drei Schiffen, war gerade eben aus dem Hyperraum auftaucht im Orbit eines unbekannten Planeten aufgetaucht.

Nach einer kurzen Überprüfung der vorliegenden Hinweise, entschied der schließlich der Kommandoführende Prior jener Flotte, diese Welt auf jeden Fall genauer zu erkunden. Der Grund dafür war einfach, denn die Sensoren der Raumschiffe zeigten an, dass sich auf diesem Planeten auch weit verbreitetes menschliches Leben befand.

Adrias Verbannungsplanet
Dorf

Neugierig aber verständlicherweise auch etwas beunruhigt, musterten viele Dorfbewohner die unbekannten Neuankömmlinge, die ihnen unbekannte Rüstungen und Waffen bei sich trugen.
Schnell war ihnen dann aber klar geworden, dass diese zwölf augenscheinlich nur sehr leicht bewaffneten Frauen und Männer in ihrem Dorf nach jemand ganz Bestimmtes zu suchen schienen.

Der alte grauhaarige und bärtige Dorfvorsteher trat schließlich zögernd hervor, um diese Frage zu stellen.
Daraufhin antwortet der Anführer der Orici-Krieger, während er ihm ein Bildnis von Adria zeigte: „Ja, wir suchen nach jemanden, nämlich nach dieser Frau hier! Kennt Ihr sie?“
„Was hat diese Frau getan?“
„Nichts“, antwortete eine Kriegerin, „sie wurde hinterhältig entführt, verschleppt, und zwar nur allein mit der bösartigen Absicht, um unseren friedlichen, aber wehrhaftem Volk, auf die Schlimmste Art und Weise zu schaden.“
„Ich frage Euch noch einmal, alter Mann: Kennt ihr diese Frau? Und wenn ja, wo hält sie sich auf? Antwortet uns!“
„Ja, ich kenne sie. Sie kommt einmal alle zwei Wochen hier her, um mit der Familie des Alfred, bei welchen sie seit ihrer Ankunft lebt, die geernteten Erträge der Felder und Gärten in diesen oder anderen nahen benachbarten Dörfer oder Stadt, zu verkaufen oder zu tauschen.“
„Und wo genau befindet sich dieses Landgut des Alfred?“

Landgut des Alfred

Als Adria die Gruppe der zwölf bewaffneten Frauen und Männer erblickte, erschrak sie heftig, denn Personen mit Waffen, und dazu auch noch in einer größeren Schar, waren meist alles andere als friedfertig. Diese Erfahrung hatte sie vor einiger Zeit erst leider machen dürfen, denn es waren Plünderer gewesen. Aber dieses Mal schienen diese Menschen freundlich zu sein. Mehr noch, weil diese Leute schienen sie zu kennen, doch sie wusste nicht wovon und von wem sie überhaupt sprachen.

tbc
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