Stargate: Battlestar Galactica - Elysium -
#4
Na, schaffen wir es noch heute, sieht momentan danach aus, nämlich mit der zweiten Hälfte von SG: BSG - Elysium - zu beginnen Shy
Viel Vergnügen beim Lesen Rolleyes 

6.  Getrennte Wege

Andromeda-Galaxie
Nyx-Flotte
Nyx-Station

Admiral Samuel O’Hara wurde in seinem Quartier unsanft aus dem Schlaf gerissen; dementsprechend schlecht gelaunt nahm er den Anruf, welcher ihn geweckt hatte, entgegen.
“Ich habe ausdrücklich angeordnet, für die nächsten acht Stunden nicht gestört werden zu wollen!”, schnauzte O’Hara unfreundlich in den Apparat.
“Bitte beruhige dich Samuel. Ich bin es, Simon. Commander Edwards will wirklich  dringend mit dir sprechen. Es gibt wohl Ärger.”
“Na gut. Ihr beide gehört zu den Wenigen, die mich stören dürfen. Also stell durch!”

Samuel O’Hara hörte sich aufmerksam an, was Jonathan Edwards ihm zu berichten hatte; besonders der Inhalt des Communicay von Admiral Baker weckte sein Interesse, und war dementsprechend unerfreut, als er im Bilde war. Admiral O’Hara bedankte sich bei Commander Edwards dafür, dass er ihn informiert hatte, dann hängte er den Hörer wieder ein, um aufzustehen und selber der Sache auf den Grund zu gehen.

Kaum hatte Admiral O’Hara das CIC der Nyx betreten, wandte er sich in einem barschen Ton mit einer Anordnung an alle Kommunikationsoffiziere: “Ich will, dass alle Kommandeure der Kampfsterne zu einer Unterredung zu mir an Bord kommen!”

Als dieser Befehl an alle rausgegangen war, verschloss er eigenhändig die Luke und wartete von diesem Moment an auf die Nachricht aller Kommandeure, besonders die von Admiral Baker. Nachdem alle ihr Kommen zugesichert hatten, entspannten sich die Züge im Gesicht von Samuel O’Hara wieder etwas.

O’Hara machte sich bereit, alle Commander, die mit einem kleinen Stab zur Nyx-Station kamen, persönlich auf seinem Hangardeck zu empfangen.

Lieutenant Vanessa Nash ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und flog ihren Vater, Commander Alexander Nash, der auch ihr Vorgesetzter war, höchstpersönlich zur Nyx. Ebenso auch Lieutenant John Edwards; und so kam es, dass sich beide dort nach längerer Zeit mal wieder trafen.

Admiral Baker traf als Letzter ein. Er warf einen finsteren Blick in die Runde, wobei man von seinem Gesicht ablesen konnte, dass er nicht gerade erfreut darüber war, weil man seinen Plan vereitelt hatte, heimlich die Flotte zu spalten, um den Kampf gegen die Zylonen fortzusetzen.

In der Zwischenzeit stahlen sich Vanessa und John heimlich vom Hangardeck, um einen Ort zu suchen, wo sie beide ungestört sein konnten.

Angeführt von Admiral O’Hara machten sich die Commander auf den Weg in die Offiziersmesse, die wie schon so oft in letzter Zeit für Besprechungen als Versammlungsort diente.
Viele der Offiziere fühlten sich schuldig. Hatten sie zwar von einer Verschwörung erfahren, es aber nicht, wie einige andere Admiral O’Hara gemeldet.

Woanders hatten in der Zwischenzeit zwei junge koloniale Offiziere das gefunden, wonach sie gesucht hatten: Ein noch leer stehendes Gästequartier, in das sich beide zurückzogen. John schloss und verriegelte dann sorgfältig die Zugangsluke. Er trat zum Bett, worauf Vanessa bereits Platz genommen hatte. Die junge Frau zog ihren Freund an sich und küsste ihn leidenschaftlich.

Admiral O’Hara und alle anderen hatten ihr Ziel erreicht. Er nickte an der Luke stehend jedem Commander und auch Admiral Baker zu, doch nur wenigen lächelte er, wie nicht nur ein Vorgesetzter, sondern auch als Freund zu, während sie die Offiziersmesse betraten.
Als auch der Letzte drin war, schloss Samuel O’Hara eigenhändig die Luke und schritt dann mit einer Akte in den Händen zu seinem Platz. “Bitte, setzen Sie sich!”, forderte er alle auf.

Nachdem alle in den bequemen Stühlen saßen, wanderte der Blick von Admiral O’Hara sofort zu Admiral Baker: “Verflucht noch mal Steven, was haben Sie sich eigentlich dabei gedacht, als Sie diese Nachricht an alle Kampfsterne der Flotte geschickt haben?”

“Ich habe nicht vor, wie ein Feigling vor dem Feind weiter wegzurennen - es ist schließlich Krieg!”, verteidigte sich Baker wütend.
“Dieser Krieg ist vorbei”, warf Commander Nash ein.
“Solange die Mercury existiert nicht - Sie Feigling”, schnauzte Steven den Commander der Kronos an.

“Mäßigen Sie ihren Ton, Admiral!”, ordnete O’Hara an, sachlich zu bleiben, und auch um Baker daran zu erinnern, wer eigentlich das Kommando über die Flotte inne hatte.
Steven Baker wollte gerade zu einem Widerspruch ansetzen, um sich zu rechtfertigen, doch Samuel O’Hara war noch nicht fertig: “Ich weiß ganz genau, wie Sie sich und zehntausende anderer Menschen in dieser Flotte fühlen. Jeder hat jemanden verloren, den er liebte, schätzte und dem er sich verbunden fühlte, genauso wie unsere Heimat. Wofür also wollen Sie kämpfen? Für atomar verseuchte Planeten, die unser Zuhause waren, und nun von den Zylonen okkupiert wurden?”

Die Worte hatten ihre Wirkung nicht verfehlt. Viele stimmten dem mit einem traurigen Kopfnicken zu, doch es waren noch manche unentschlossen oder standen immer noch auf der Seite von Admiral Baker.

“Ich habe meine Frau, meine Kinder, meine Enkel, ja meine gesamte Familie bei den Angriffen durch die Zylonen auf unsere Heimatwelten verloren. Darum wollen viele, und auch ich - nur eines: Rache“, rechtfertigte sich Steven Baker mit heiserer Stimme, “und mit etwas Glück werden wir weitere Überlebende finden und retten.”
“Wie Admiral O’Hara bereits sagte, wir alle haben schmerzliche Verluste hinnehmen und Leute zurücklassen müssen. Und unsere Pflicht liegt darin, für die ganzen Überlebenden, die bei uns sind, für eine sichere Zukunft zu sorgen”, warf Edwards ein, der bis dahin schweigend zugehört hatte.

“Ihre Familie, ihre Frau und Kinder sind ja auch noch am Leben, darum reden Sie so”, schnaubte Baker.
“Klingt so, als hätten Sie etwas gegen mich”, stellte Jonathan fest, wobei seine Stimme herausfordernd klang.
Admiral Baker schluckte und Schweiß brach auf seiner Stirn aus, bevor er entgegnete: “Nein. Habe ich nicht. Aber wir wissen nicht, ob all unsere Welten wirklich zerstört wurden und somit unbewohnbar geworden sind. Daher wollte ich alle dazu bewegen, sich mir anzuschließen, um dies zu überprüfen.”
Steven starrte dabei immer noch Jonathan an, der ihn mit einem kalten Blick fixiert hielt.
‘Ob er ahnt, dass ich die medizinischen Ergebnisse von ihm zugunsten von Cain manipulieren ließ´, dachte Baker.

“Ich fordere alle dazu auf, das gerade Besprochene genau zu überdenken. Wir müssen uns auf die Zukunft der Leute konzentrieren, die bei uns sind. Und wir haben bessere Chancen zu überleben, wenn wir zusammen bleiben”, fasste Admiral O’Hara zusammen und wollte damit das Briefing beenden.
“Ich brauche Personal, Schiffe und Ausrüstung für meine Mission”, stellte Admiral Baker klar und bestand somit darauf, die Besprechung weiterzuführen.

“Sie können gerne Ihr Schiff dafür verwenden. Aber jeder, der an dieser Mission nicht teilnehmen will, darf hier bleiben. Egal ob Angehöriger des Militärs oder Zivilist, das bedeutet im Klartext: keine Zwangsverpflichtungen! Wer wirklich aus tiefstem Herzen von dieser Mission überzeugt ist und es für sinnvoll erachtet, darf sich gerne Admiral Baker anschließen”, entschied Samuel O’Hara und warf dabei einen ernsten Blick in die Runde.

Die meisten, die sich bereits erhoben hatten, hatten sich widerstrebend wieder hingesetzt - nur Admiral Baker blieb stehen, um sich an jeden Commander direkt zu wenden und zu fragen, wer alles bereit wäre, ihm zu folgen.

Die Commander McBride und Nash lehnten sofort ab, dann wandte er sich an den Commander der Titania. “Tut mir leid, Admiral. Ich werde Sie diesmal nicht begleiten. Denn Admiral O’Hara und viele andere hier im Raum haben Recht, wir müssen für die Sicherheit der Zivilisten sorgen”, begründete Commander Tarsus seine Entscheidung.
Die Miene von Steven Baker verfinsterte sich ein wenig, hatte er doch fest mit der Unterstützung der Titania gerechnet. Nun wandte sich Admiral Baker werbend an die Commander, die die Kampfsterne der Valkyrie-Klasse kommandierten. Hier hatte er mehr Glück, denn etliche sicherten ihm ihre Unterstützung zu, auch zwei Commander von den Hilfsschiffen der Berzerk-Klasse teilten ihm mit, ihn mit ihren Schiffen zu begleiten.

Anschließend bat Steven Admiral O’Hara darum, ihm ein Thyliumraffinerieschiff zu überlassen, um die Versorgung mit Treibstoff zu gewährleisten, denn die weiteren Vorräte wollte er auf den anderen Schiffen seines Verbandes verteilen. Samuel überlegte kurz, doch dann stimmte er doch etwas widerstrebend zu; somit war die Entscheidung gefallen.

Admiral O’Hara übernahm wieder das Wort und forderte alle kommandierenden Offiziere dazu auf, nur Freiwillige mitzunehmen, und daher einen Aufruf in der Flotte zu starten, ob es noch weitere Leute gäbe, die sich Admiral Baker anschließen wollen.
Steven Baker nickte zufrieden, während sich Samuel O’Hara zwei Listen von den militärischen Schiffen der kolonialen Flotte notierte. Als der Admiral damit fertig war, stellte er nun jedem frei, die Nyx wieder zu verlassen.
Die meisten atmeten erleichtert auf, verabredeten aber in 36 Stunden eine weitere Besprechung.

Die Commander Diana McBride, Kimberly Park, Jonathan Edwards, Alexander Nash, Joseph Tarsus und Phil Junus sowie Colonel Simon O’Hara blieben noch in der Offiziersmesse sitzen und zeigten so deutlich ihre Solidarität zu Admiral O’Hara.

“Admiral Baker und die Mercury, das ließ sich nicht vermeiden. Des Weiteren wären da die Kampfsterne der Valkyrie-Klasse: Die Hades, die Plejadiais, die Aron, die Aerilon, die Tauron, die Canceron, die Libran, die Uranous und die Saggitaron, die ihn begleiten werden. Außerdem zwei Schiffe der Berzerk-Klasse: Die Theben und die Lunic, und dann noch ein Thyliumraffinerieschiff”, zählte Admiral O’Hara auf und seufzte.

“Also machen wir uns an die Arbeit und fragen, wer sich alles - angefangen vom einfachen Deckhelfer bis hin zum qualifizierten Piloten - an dieser Sache beteiligen will”, meinte Commander Edwards zynisch.
“Ja”, stimmte Samuel O’Hara nickend zu, “Fangen Sie sofort an!“
“Hoffentlich sind es nicht allzu viele. Und hoffentlich wird es auch keine Rangeleien mehr um die Führung der Flotte geben”, nickte Commander Nash.
“Das hoffen wir alle”, stimmte Commander McBride an und alle außer Jonathan, der ganz in Gedanken versunken war, schlossen sich diesem Ruf an.



Milchstraße
Erde, SGC Krankenstation - OP-Saal - Briefing Room

Die Anästhesieschwester reichte Doktor Janet Fraiser die Spritze, die in wenigen Augenblicken Colonel O’Neill erhalten sollte. Es war ungefähr eine halbe Stunde her, als Jack mit einer bösen Fleischwunde, die ihm ein Una zugefügt hatte, gemeinsam mit Major Carter und zwei weiteren Soldaten durch das Tor gekommen war.
Die Chefärztin des Stargate-Centers, die mit einem Sanitätsteam in den Torraum geeilt war, entschied, so schnell wie möglich zu operieren, nachdem sie in einer ersten Untersuchung erleichtert festgestellt hatte, dass keine Nerven verletzt worden waren.

Janet hatte als erstes vor, die Wunde zu reinigen, um eine mögliche Infektion auszuschließen, und sie dann zu nähen.

Zur gleichen Zeit, während Doktor Fraiser Colonel O’Neill medizinisch versorgte, hatte Lieutenant General Maurice Vitrine, der sich gerade im SGC aufhielt, um die Mission auf P3X-403 zu überwachen, Major Carter dazu aufgefordert, ihm und General Hammond zu berichten, wie es zu diesem bedauerlichen Zwischenfall kommen konnte und wie die Arbeiten auf dem Planeten vorangingen.

“…die Verhandlungen, die Daniel zusammen mit Chaka und den Unas von P3X-403 führt, dauern noch an. Und wegen der Gewalt, die zwischen uns geherrscht hat, wird es vermutlich noch schwieriger. Aber Daniel wird weiterhin sein Bestes geben”, berichtete Sam Carter den beiden Generälen.

“Davon gehen wir aus, und setzen weiter auf die Fähigkeiten von Doktor Jackson. Denn die Alternative dürfte den Unas mit Sicherheit nicht sonderlich gefallen”, teilte General Vitrine mit und erinnerte darin, dass man an dem Alternativplan festhielt, nämlich eine Zwangsumsiedlung der Unas von P3X-403 auf einen anderen Planeten.

“Bis die Frist verstrichen ist, hat Doktor Jackson Zeit, mit den Unas eine friedliche Vereinbarung zu erzielen”, beruhigte Hammond, dem Vitrine auch sofort zustimmte.
Sam wollte gerade noch etwas sagen, als Janet den Besprechungsraum betrat und General Hammond mitteilte, dass die Operation ohne Komplikationen verlaufen war, und dass Colonel O’Neill in der nächsten halben Stunde aus der Narkose aufwachen würde.



Andromeda-Galaxie
Heimatkolonie der Zylonen

In einem der Räume, in dem alle Informationen, die man von den Agenten erhalten hatte, zusammengetragen, gesammelt, gespeichert und verarbeitet wurden, fand eine kleine Versammlung statt.
“Die Galactica und die Flotte der Menschen entfernen sich immer weiter von den Kolonien. Unsere Agenten, die sich innerhalb der Flotte aufhalten, sind damit auch bald außer Reichweite unseres Wiederauferstehungszentrums, genauso wie die Flotte, die sich um die Nyx versammelt hat und sich ebenfalls auf der Flucht befindet. Darum wäre es gut, wenn die noch im Bau befindlichen Schiffe bald fertig gestellt sind, um sich der Verfolgung anzuschließen”, meinte ein Leoben.
“Sie sind in Kürze fertig und werden mit jeweils ein paar Basisschiffen als Schutz aufbrechen”, versicherte eine D’Anna.


Zylonische Armada

Mephisto wurde an Bord seines neuen Basissterns so langsam ungeduldig und ließ seine Laune dementsprechend an den anderen Zylonen aus, in dem er sie immer wieder anschrie: “Was soll das bedeuten? Uns läuft die Zeit davon. Findet die Menschen endlich!” Seine Laune wurde daher nicht besser, als sich Natalie bei ihm per Funk meldete, um den Zylon daran zu erinnern, dass die Verfolgung der Nyx-Flotte nach drei Tagen beendet werden musste.

Mephisto kochte innerlich vor Wut. Dann sprach ihn einer der Doral’ an, der ihn schon lange etwas fragen wollte: “Wieso nennst Du dich denn eigentlich John Mephisto, Eins? Und nicht wie die anderen, John Cavil beziehungsweise Bruder Cavil?”
“Ich würde es vorziehen, wenn mich jeder nur Mephisto nennt. Mephisto, das hat so was Episches. Und was John angeht, ich hasse diesen Namen - nenn mich nie wieder so!”, antwortete der Zylon.
´Es gibt da nur eines: Ich muss diese Sechs irgendwie loswerden, um …´, dachte Mephisto, als eine Idee in ihm aufkam, die ihm sofort gefiel und er verzog hinterhältig lächelnd das Gesicht. Andere Zylonen, die in seiner Nähe standen wichen irritiert von ihm zurück.


Nyx-Flotte
Battlestar Kronos

Commander Alexander Nash hatte sich in sein Quartier zurückgezogen und saß am Schreibtisch. Nash sah von zu Zeit zu Zeit auf die Uhr, er hatte noch knapp zwei Stunden, dann musste er sich zur weiteren Besprechung an Bord der Nyx melden.
´Also noch genügend Zeit, um mich um die Personallisten zu kümmern´, dachte der Commander, ´sind ja nicht so viele Blätter.’
Alexander schaute sich dabei die Namen, Ränge und Tätigkeitsfelder derer an, die sich dazu entschieden hatten, Admiral Baker zu folgen. Er seufzte leise, dann stach ihm ein Name regelrecht ins Auge. “Nein. Oh, ihr Götter! Das gibt es doch nicht!” Sofort griff er zum Telefon: “Hier spricht der Commander. Lieutenant Lucas Nash soll sich sofort in meinem Quartier melden!” Nachdem er den Hörer wieder eingehängt hatte, sah er sich das Blatt noch einmal an. Seine Hand zitterte, bevor er sich dazu durchringen konnte, weiterzumachen, bis sein Sohn kurz anklopfte und anschließend eintrat. Der junge Offizier konnte sich bereits denken, weshalb er beim Commander und Vater erscheinen sollte.

“Ich weiß, es ist deine Entscheidung. Das ist sehr mutig. Aber als dein Vater bitte ich dich, diese Entscheidung zurückzunehmen - keiner wäre böse darüber”, bat Commander Nash, nachdem sich sein Sohn gesetzt hatte.
“Dessen bin ich mir sehr wohl bewusst. Aber ich werde es nicht tun.”

“Verflucht noch mal. Du musst deiner Mutter und auch mir nichts beweisen, Junge.
Wo wir gerade von deiner Mutter sprechen, weiß sie schon darüber Bescheid?”

“Mom wäre natürlich dagegen gewesen, deshalb habe ich sie sowie Vanessa nicht darüber in Erkenntnis gesetzt. Bitte, sag du es ihr erst, wenn sich die Flotte getrennt hat, Dad.”

Commander Nash brauchte eine Weile, bis er sich zu einer Entscheidung durchringen konnte. Alexander senkte den Kopf. Dann hob er ihn wieder und sah seinen Sohn eindringlich an: “Ich werde versuchen, es ihr möglichst schonend beizubringen.
Außerdem werde ich Admiral Baker darum bitten, gut auf dich acht zu geben, sowie euer aller Leben nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen, sonst wende ich mich an O’Hara, McBride und Edwards.”

Lucas Nash nickte zufrieden. Beide Männer erhoben sich, und wurden wieder dienstlich.
“Lieutenant! Ich hoffe, wir sehen uns irgendwann wieder, und zwar gesund. Viel Glück”, wünschte Commander Nash.
“Danke Sir, das hoffe ich auch. Ihnen auch viel Glück.”

In der Nähe der Krankenstation trafen in etwa zur selben Zeit zwei andere Familienmitglieder aufeinander. Vanessa Nash summte dabei gut gelaunt vor sich hin. “Oh, hallo Mom”, begrüßte die junge Frau ihre Mutter, mit der sie um ein Haar zusammengestoßen wäre.
“Lieutenant Tochter”, grinste jene.
Nachdem beiden Frauen ein Stück zusammen gegangen waren und Vanessa immer noch vor sich hin summte, warf Michelle Nash einen amüsierten Seitenblick auf ihre Tochter: “Okay, wie heißt er?”
“Äh, ich habe nur gute Laune, weil wir schon lange nicht mehr von den Toastern belästigt wurden - das ist alles.”
“Das ist nur die halbe Wahrheit - hab ich Recht? Komm schon, ich war auch mal jung - und war, als ich verliebt war, genauso.” Michelle lächelte Vanessa aufmunternd zu. Ertappt flüsterte die junge Frau ihrer Mutter schließlich den Namen zu. Diese strahlte vor Freude, da sie nun den Namen kannte. “Interessant. Und absolut eine gute Wahl“, und versicherte ihrer Tochter: „Keine Angst Vanessa, dieses Geheimnis bleibt unter uns.”

Nyx-Station

Bei der Besprechung in der Offiziersmesse ging die Zeit schnell vorüber. Jeder legte seine Personallisten mit den Namen vor, die sich Admiral Bakers Sache anschließen werden. Steven Baker musste allerdings zähneknirschend feststellen, dass nicht jeder, der sich an Bord der Battlestar Mercury aufhielt, bereit war, ihn zu begleiten.
Doch änderte sich nichts an der Anzahl der Kampfsterne und Hilfsschiffe, die die Mercury unter dem Kommando von Admiral Steven Baker begleiten würden. Somit gab es genügend Platz für weitere Überlebende, die man in den Kolonien und draußen im All finden würde.

Am meisten waren alle Offiziere davon überrascht, dass sich rund 2000 Zivilisten der Mission von Baker anschließen wollten.
Admiral Baker ging gerade die Listen durch, um sich einen kurzen Überblick zu verschaffen, als Admiral O’Hara das Wort an alle richtete: “Gut. Dann wäre alles vorerst geklärt. Wenn Sie alle zurück an Bord Ihrer Schiffe sind, informieren Sie bitte Ihre Besatzungen, dass der Transfer beginnen kann, so wie es der provisorische Verteilungsplan vorsieht! Ich überlasse es Admiral Baker, Änderungen nach dem Transfer vorzunehmen.”

Steven atmete auf. Somit war seine Aktion durch. Er ergänzte noch: “Danke Ihnen allen, dass Sie sich Zeit für meinen Vorschlag genommen haben. Ich will nun noch etwas hinzufügen: In “meiner” Flotte werde ich keine privaten physiologischen Beziehungen oder Liebschaften dulden, wie ich es selber oft in den  Jahren in der Kolonialen Flotte, wie auch zuletzt, beobachten konnte.”

“Wie meinen Sie das, Admiral Baker?”, fragte Commander Diana McBride, worauf deren Blick zu Nash und Edwards wanderte.
“Ich spreche von einer Beziehung von zwei sehr jungen Offizieren, die Sie beide wohl sehr gut kennen. Eine Beziehung, die auf meinem Schiff unter der höchsten, der mir bekannten Strafe steht, die das Gesetz der kolonialen Flotte dafür im Ernstfall vorsieht …”, antwortete Steven Baker mit kalter Stimme.

Alexander Nash und Jonathan Edwards, die beide nebeneinander saßen, tauschten fragende Blicke untereinander aus. “Will er etwa damit andeuten, dass …”, begann Nash, dem allmählich ein Licht aufging, sprach aber nicht weiter.
Edwards runzelte sie Stirn. „Alles klar.” Laut und fest ertönte dann seine Stimme, als er sich an Baker wandte: “Admiral! Bedrohen Sie nie wieder jemanden aus meiner Familie! Ist das klar?“ Zornig funkelte er ihn an. „Wobei mir außerdem gerade einfällt, dass Sie mir noch einen Kampf im Ring schulden.”

“Ein andermal vielleicht, Commander. Und ich wollte gewiss niemanden bedrohen“, versuchte sich Admiral Baker zu entschuldigen, und um die Wogen zu glätten, weil fast alle Besprechungsteilnehmer ihn mit einem missbilligen Blick wegen seiner Aussage beäugt hatten. „Ich wollte lediglich auf die Regeln hinweisen.”
Jonathan erhob sich. „Dann ist ja alles geklärt. Ich glaube, wir sind hier fertig.“

Früh am Morgen des nächsten Tages war es dann soweit. Die Flotte stand  kurz davor, sich zu trennen. Admiral Baker hatte sich so viele Personallisten angesehen, wie es seine Zeit zugelassen hatte und war dabei natürlich über einige Namen gestolpert, von denen er ziemlich überrascht war, dass diese sich ihm anschließen wollten. Steven hatte die starke Vermutung, dass einige ihn beobachten sollten.

´Sollen sie doch´, dachte der Admiral und runzelte die Stirn, als er sah, dass auch Lieutenant Lucas Nash unter ihnen war, der die Ausbildung mit sämtlichen Auszeichnungen abgeschlossen hatte, die die koloniale Flotte zu vergeben hatte.
´Den Jungen werde ich höchstpersönlich unter meine Fittiche nehmen.´

Steven Baker nahm den Hörer von der DRADIS-Konsole, um den Anruf von Samuel O’Hara entgegen zu nehmen.

“… viel Glück, Admiral“, wünschte O’Hara am Ende des kurzen Gespräches. „Ich hoffe, wir sehen uns irgendwann wieder”,
“Ihnen wünsche ich das auch”, erwiderte Baker.

Die Unterhaltung war beendet. Die zwölf Schiffe, die sich der Mercury unter dem Befehl von Admiral Baker stehend angeschlossen hatten, sprangen nun mit dem darauf befindlichen 11.582 Seelen an Bord weg.

Doktor Michelle Nash war sehr bestürzt darüber, als sie von ihrem Mann über den Verbleib ihres einzigen Sohnes aufgeklärt wurde.

7.  Wahlen, oder - Sie sind unter uns!

16 Tage nach dem Fall der Kolonien
Andromeda-Galaxie
Battlestar Mercury

Baker hatte sich sämtliche Personallisten der Neuzugänge angesehen und beschloss, zunächst einmal mit Lieutenant Lucas Nash zu sprechen, bevor er alle kommandierenden Offiziere für persönliche Gespräche vorlud.
Steven Baker hatte noch mehr Interesse an dem jungen Offizier gewonnen, nachdem er dessen Akte gelesen hatte. Aber der Admiral wollte natürlich auch wissen, weshalb sich der junge Mann seiner Mission angeschlossen, und dafür seine Familie und Freunde verlassen hatte. Admiral Baker vermutete bisher noch, dass O’Hara ihn so  irgendwie überwachen wollte.

Es klopfte, doch anstatt des jungen Lieutenants, den er zu sich beordert hatte, betrat Doktor McQuarie sein Quartier.
“Was gibt es, Doc?”
“Ich wollte Sie vorsichtshalber darauf hinweisen Steven, dass durch die Rückkehr von Jonathan Edwards in den aktiven Dienst, der Schwindel auffliegen wird.”
Der Admiral seufzte: “ Ich weiß, aber wir sind bereits rund 1000 Lichtjahre von der Flotte der Nyx entfernt. Ich hoffe, dass es von daher keine Probleme geben wird. Ach, wo Du schon da bist: Was ist mit der Probe?”
“Negativ. Edwards ist eindeutig ein Mensch. Und ich hoffe, dass er uns verzeihen wird, falls wir ihm mal wieder begegnen sollten.”
Baker wollte gerade etwas entgegnen, als es an der Luke klopfte.
“Herein!”, rief der Admiral laut, während er McQuarie einen mahnenden Blick zuwarf.
“Sie wollten mich sprechen, Sir.” Lieutenant Nash trat ein und salutierte.
“Ja. Setzen Sie sich, Lieutenant”, bat der Admiral, “und Sie Doc - dürfen gehen.”

Im CIC der Mercury ließ sich Colonel Hopkins die komplette Anwesenheit der Flotte bestätigen und nickte zufrieden: “ Noch ein gutes Dutzend Sprünge bis wir wieder die Kolonien erreichen.”

“Mehrfacher DRADIS-Kontakt! Im Asteroidengürtel dieses Sonnensystems, direkt vor uns”, warnte der Taktikoffizier.
“Zylonen?“, fragte der XO der Mercury und setzte gleich hinzu: „War eigentlich zu erwarten …”
“Nein, Sir. Ich empfange eine Freund-Feind-Kennung, es sind Zivilisten”, antwortete der Kommunikationsoffizier.
“Die CAP losschicken, sie sollen sie abfangen!”, ordnete Hopkins an.

Die Unterhaltung zwischen Baker und Nash war kurz, aber aufschlussreich, und der Admiral erfuhr, dass der Lieutenant aus freien Stücken bei ihm war.
Lucas Nash wollte gerade aufstehen, als sich Admiral Baker räusperte und dann ebenfalls aufstand: “Da wäre noch etwas, Lieutenant.”
Steven Baker blickte dem jungen Mann lächelnd ins Gesicht: “Ich ernenne Sie zum Geschwaderführer des gelben Geschwaders, und befördere Sie zum Captain - Herzlichen Glückwunsch, Captain Lucas Nash!”
Nash blickte völlig überrascht drein und bedankte sich, während Baker ihm gratulierte. Da klingelte plötzlich das Telefon. “Die Pflicht ruft, Sie dürfen abtreten, Captain.” Baker griff zum Hörer.

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Es hatte nicht lange gedauert, bis man die sieben zivilen Schiffe eingeholt hatte. Die Zivilisten reagierten zurückhaltend auf die Gegenwart des eigenen Militärs, wobei wüste Beschimpfungen und Beleidigungen nicht ausblieben.
Admiral Baker hatte die Soldaten wieder zurückbeordert, die sein XO losgeschickt hatte. Steven wollte erfahren, warum sich die Leute so feindselig verhielten und ließ sich daher verbinden, um mit den Anführern zu sprechen - leider teilweise erfolglos. Als er nach zig Telefonaten endlich Erfolg hatte, bat er darum, zu einem Gespräch an Bord kommen zu dürfen, da er erfahren wollte, was passiert war.
Man willigte schließlich ein, doch die Überlebenden stellten Bedingungen.
“Ein Raptor und vier Personen - unbewaffnet!”, verlangte die Frau per Lautsprecher.
“Einverstanden”, bestätigte der Admiral.
“Dann sehen wir uns in der nächsten halben Stunde auf der Nereide, Admiral Baker.”

Nereide

Miranda Addison, die die Vorsitzende war, sowie Alan Devon und Benjamin Aberdeen berichteten Admiral Baker und Captain Nash, was sich vor gut einer Woche ereignet hatte, als man auf die Pegasus getroffen war.

“Dies erklärt einiges”, seufzte Steven ernüchtert.
“Wir sind noch nicht fertig mit unserem Bericht. Außerdem sind wir seitdem ohne FTL’, und ein leichtes Ziel für die Zylonen. Wir haben bisher dadurch 8 Schiffe verloren … doch zum Glück hatten wir nur wenige Opfer zu beklagen, da wir dabei waren, fünf dieser Schiffe aufzugeben”, fuhr Devon fort. Aberdeen ergänzte, dass die wenigen Vorräte langsam zu Ende gingen, und die überlebenden 2157 Menschen auf engstem Raum untergebracht waren. Addison berichtete zum Schluss von dem Massaker, welches die Soldaten der Battlestar Pegasus an Bord der Scylla begangen hatten.
Der Admiral verzog das Gesicht und Captain Nash stöhnte: “Oh, ihr Götter.”

Es dauerte eine Weile, ehe Steven den Mut und die Kraft aufbringen konnte, um sein Angebot zu unterbreiten.
“Sie wollen uns alle mitnehmen?”, fragte Aberdeen überrascht.
“Ja, das wollen wir”, bestätigte Baker. “Wir haben noch ausreichend Platz, um mehrere tausend Menschen unterzubringen.”
“Und was ist mit unseren Schiffen?”, wollte Devon erfahren.
“Wählen sie zwei, drei aus, die am Besten in Schuss sind. Doch den Rest werden wir zurücklassen müssen”, erklärte Nash.

Die drei Zivilisten beratschlagten sich kurz, bevor Miranda die Entscheidung verkündete: “Wir werden ihr Angebot annehmen und sofort den Status unserer Schiffe überprüfen.”
“Gut. Captain Nash, besorgen Sie einige Ersatz-FTL’ aus unseren Lager!”, ordnete der Admiral an, bevor sich am Ende alle erhoben.


Nyx-Flotte

Bei der anderen Flotte fanden indes die Vorbereitungen für die Wahlen des Quorums statt, bevor man anschließend einige Monate darauf den Präsidenten und auch den Vizepräsidenten wählen würde.

Die Frau von Commander Nash hatte es immer noch nicht überwunden, dass ihr einziger Sohn sich von der Familie getrennt hatte. Die Beziehung ihrer Tochter mit dem ältesten Sohn von Commander Edwards tröstete sie allerdings.
Die Suche nach weiteren Zylonen, die sich noch in der Flotte versteckt hielten, lief weiter. Dabei war Admiral O’Hara erleichtert, dass niemand aus seinem engeren Umfeld als Zylon enttarnt wurde, genauso wie Ratsherr Bruce Wales, der sich zur Wiederwahl für Picon stellte.

Auf der Battlestar Kronos empfingen Alexander, Michelle und Vanessa Nash Jonathan, Tamara und John Edwards, um sich auszusprechen und das weitere Vorgehen zu planen. Unabhängig davon hatte Admiral O’Hara bereits erklärt, nichts gegen eine Beziehung der beiden jungen Offiziere zu haben.


Armada von Mephisto

Natalie Faust erschien auf dem Basisschiff von Mephisto. Der Zylon wusste auch schon, weshalb diese Sechs ihn, eine Eins, wieder belästigte.
“Die Zeit ist um. Die zwei Wochen sind vorbei, wir haben ohne Erfolg diese Flotte verfolgt und zu unserem Leidwesen sogar noch einige Schiffe verloren. Also lass diese Menschen in Ruhe, so wie Du es versprochen hast.”
“Ist ja schon gut. Ich habe Dich ja verstanden”, brummte Mephisto verärgert, dann fuhr er fort: “Ich werde in die Kolonien zurückkehren. Und Du wirst beim Aufspüren der Galactica helfen!”
Natalie war einverstanden und verließ das Basisschiff von Mephisto, um auf ihr eigenes zurückzukehren, mit dem Wissen, dass die Kinder in Sicherheit sein würden. Doch sie konnte nicht erahnen, dass die Eins sich nicht an das Versprechen halten würde.

Als die Sechs endlich weg war, winkte Mephisto einem anderen Zylonenmodell, einer Vier zu, zu ihm zu kommen: “Hör mal her. Wir ziehen uns erst einmal zurück, wie ich es Natalie versprochen habe - doch ich lasse weiter nach diesen Maden suchen, denn ich will dieses Kapitel endlich abschließen.”
Wir Vieren sind derselben Meinung. Und ich werde versuchen herauszufinden, wer noch dieser Meinung ist.”
“Genau das wollte ich hören”, grinste Mephisto.
“Also, was machen wir, wenn wir ...”
“…sie gefunden haben, bringen wir es zu Ende. Was dachtest Du denn”, beendete der Anführer kalt den Satz, den Simon begonnen hatte.


Cyrannus Sternsystem
Battlestar Pegasus

“Die Nyx ist nicht dort, wo ihre Position sein sollte, Sir”, bestätigte Colonel Jack Fisk.
“Keine Trümmer auf dem DRADIS oder im näheren Umfeld unserer Heimatwelten, die auf das Verbleiben der Station und der Crew hinweisen”, überlegte Admiral Cain, die die Suche so langsam leid war.
“Es gibt nur wenige Möglichkeiten: Entweder sie sind geflohen und die Zylonen haben die Station übernommen oder sie wurde doch irgendwo zerstört”, vermutete Kendra Shaw, worauf Helena Cain ihr zustimmte.
“Also, was machen wir Admiral?”, fragte Fisk.
“Wir zahlen es den Zylonen weiter heim und führen unsere geplante Guerillataktik weiterhin aus!”


Nyx-Flotte
Battlestar Kronos

Michelle Nash hatte nun endlich zugegeben, von der Beziehung ihrer Tochter etwas gewusst, beziehungsweise zumindest etwas geahnt zu haben.

“Dann wäre das wohl geklärt”, stellte Alexander Nash fest.
“Und wie geht es nun weiter?”, fragte Lieutenant John Edwards vorsichtig.
Sein Vater grinste und sagte: “Wie wäre es mit – Heiraten?”
“Aber - geht so was überhaupt …?”, zweifelte Lieutenant Vanessa Nash.
“Keine Ausflüchte.” Ihre Mutter drohte lächelnd mit dem Zeigefinger.
“Natürlich geht das”, beruhigte Major Tamara Edwards. “Sieh uns beide an. Und Admiral O‘Hara hat ebenfalls sein Einverständnis gegeben.” Um ihre Worte zu unterstreichen griff sie nach der linken Hand ihres Mannes, der neben ihr saß.
“Dann haben wir beide wohl was zu besprechen. Los komm John”, strahlte Vanessa, stand auf, und verließ mit ihrem Freund das Quartier ihrer Eltern.

“Komisch, ich fühle mich auf einmal irgendwie alt”, murmelte Jonathan, nachdem die beiden draußen waren. Tamara konnte es nicht lassen und fing an etwas zu sticheln: “Das Gefühl wird noch stärker werden, wenn der erste Enkel da ist.”
“Danke”, hustete Commander Edwards, dann fingen alle vier an, herzhaft zu lachen.
“Ich würde meinen, darauf trinken wir einen”, meinte Michelle immer noch lachend.
Alexander stand auf und ging zur Bar: “Ja, das sollten wir. Ich geb’ einen aus.”


Mercury-Flotte
Battlestar Mercury

“Die Transfers von den Zivilisten sowie die Installationen der FTL’ an Bord der Nereide, der Ophelia und der Mimas sind so gut wie abgeschlossen”, berichtete Captain Nash, der die Arbeiten überwachte, dem Admiral.
“Sehr gut. Und wie ich gehört habe, sind bereits rund 2000 Menschen auf unsere Schiffe transferiert worden. Colonel Hopkins, sorgen Sie für mehr Deckung der zivilen Schiffe, auf denen sich noch unsere Leute aufhalten!”
“Sehr wohl, Admiral.”

Die Kampfsterne hatten sich gerade neu formiert, als eine Patrouille - bestehend aus zehn zylonischen Raidern und drei schweren Jägern - auftauchte.

“Verdammt”, entfuhr es Colonel Hopkins, doch er reagierte sofort und gab der CAP den Befehl die Feinde zu eliminieren. Dann informierte er Admiral Baker, der erst vor kurzem das CIC verlassen hatte, über die neue Situation.

“Verflucht! Uns sind ein paar entwischt, Mercury”, vernahm man im CIC die Stimme des CAG über Lautsprecher.
Baker brummte vor sich hin und befahl dann: “Bereit machen zum Gefecht! XO, jede Wette, dass wir bald Besuch bekommen.” Dieser stimmte der Vermutung zu und der Admiral wandte sich an Captain Nash: “Captain! Treiben Sie die Leute an!”


Nyx-Flotte

Auf der Nyx erreichte Admiral O’Hara die Nachricht, dass alle Kandidaten, die sich zur Wahl stellten, Menschen waren, und dass noch rund 10.000 Proben überprüft werden mussten.

“Gut. Informieren Sie Mister Wales, er hat grünes Licht, um mit den Wahlvorbereitungen in die Endphase zu gehen!”, wies Samuel O’Hara an.
“Werde ich wieder ruhig schlafen können, wenn das alles vorbei ist”, gähnte sein Bruder müde.


Mercury-Flotte

Im Combat Information Center der Mercury erwartete man die Ankunft der Zylonen, und es dauerte wirklich nicht lange, als der Taktikoffizier mehrfachen Kontakt meldete: “Der Feind ist da, Sir.”
Dass die drei zivilen Schiffe, die Nereide, die Ophelia, sowie die Mimas erst in rund 20 Minuten ihre FTL-Antriebe starten konnten, wurmte Admiral Baker, so sehr, dass er schon zuvor angeordnet hatte, nur Notbesatzungen auf den Schiffen zu lassen, und alles Weitere vorsichtshalber zu bergen.

Die aufgetauchte Armada der Zylonen, war mit Mephisto unterwegs, der vorerst auf den Weg zurück in die Kolonien war, und nun so rein zufällig auf die Flotte der Mercury traf. Die Zylonen wussten nur, dass sich in diesem Asteroidengürtel mehrere koloniale Schiffe aufhielten.

“Oh, was für ein Glück”, frohlockte er, als er selber vor Ort war; dann gab er auch schon den Befehl zum Angriff.

Der Kampf, der sich nun abspielte, wurde verbissen von beiden Seiten geführt, doch nur die Zylonen hatten keine Probleme damit, zu sterben, warteten doch in sicherer Entfernung fünf Wiederauferstehungsschiffe auf die im Kampf Gefallenen.

Lange Zeit boten die zahlreichen Felsbrocken Deckung, und zuerst gelang es den Zylonen auch, die verlassenen zivilen kolonialen Schiffe zu zerstören, die nur zum Schein verteidigt worden waren, so dass einige Geschwader der Mercury den zylonischen Jägern in die Flanken fallen konnten. Doch die Maschinenwesen verfügten dank ihrer 18 Basisschiffe über größere Ressourcen, und drängten die Menschen immer weiter in das Asteroidenfeld zurück.

Es wurde so langsam eng für Admiral Baker, da nun auch die Basisschiffe in den Kampf eingriffen und anfingen, Nuklearraketen auf die Asteroiden abzufeuern.
Steven wurde schließlich klar, dass er mit nur einem großen Kampfstern auf Dauer nicht bestehen konnte, aber auch, wenn er mehrere zur Verfügung hätte - die Überzahl der Zylonen war einfach zu groß.

“Wir müssen so langsam hier weg. Wie ist der Status?”, brüllte Baker über den Lärm hinweg fragend seinen XO an.
“Das Thyliumschiff, die Hilfsschiffe der Berzerk-Klasse: die Theben und die Lunic, sowie ein Drittel der Valkyrie-Kampfsterne sind schon gesprungen, da sie sonst Bekanntschaft mit Asteroiden gemacht hätten. Die Mimas hat weiterhin Probleme, doch die beiden anderen zivilen Schiffe haben mitgeteilt, dass sie in den nächsten zwei Minuten ebenfalls ihre FTL’ starten können ...”
Admiral Baker schaute seinen ersten Offizier an, verzog das Gesicht und ordnete an, sofort die Mimas zu evakuieren.
“Zu spät”, meldete Hopkins, “die Mimas existiert nicht mehr. Doch die Nereide und die Ophelia sind noch rechtzeitig weggekommen.”
“Alle Viper sollen sofort umkehren und landen! Wir verschwinden von hier!”,  donnerte Admiral Steven Bakers Stimme durch den Raum.

Kurz darauf war die Flotte von Baker wieder zusammen.
“Alarmstufe 1 beenden, es gilt ab jetzt Stufe 2 für die gesamte Flotte! Hier sind die Meldungen: Schadensberichte und Verluste”, teilte Colonel Hopkins mit, und reichte dem Admiral einige Papiere weiter, die er soeben erhalten hatte.
“Schäden reparieren, und macht den Ärzten Feuer unterm Allerwertesten, ich will endlich wissen, ob es noch weitere Toaster in dieser Flotte hier gibt!”, brummte Steven böse.


Nyx-Flotte

Einige Wochen später waren die Vorbereitungen für die angesetzten Wahlen endlich abgeschlossen und jeder Wahlberechtigte konnte in den nächsten zwei Tagen einem Quorumsmitglied entsprechend seiner Kolonie seine Stimme geben. Parallel dazu wurden auch Abgeordnete gewählt, die ihre Schiffe, auch auf den Kampfsternen auf denen sie wohnten, in der Regierung vertreten sollten.

Vanessa Nash und John Edwards steckten außerdem noch in ihren Planungen für ihre Hochzeit, und berieten sich, wie sie ihren Dienst in der Kolonialen Flotte weiterführen konnten.

Derweil zog sich scheinbar die Schlinge um die noch unbekannten und versteckten Zylonen immer enger.
Admiral Samuel O’Hara gab in einer Erklärung vor der Presse bekannt, dass er -sobald die neue Regierung mit einem Präsidenten an der Spitze gewählt sein würde - das verhängte Kriegsrecht aufheben würde.

Auf dem Kampfstern Kronos steuerte Commander Edwards die Krankenstation an. “Komm rein, Jonathan”, bat Doktor Michelle Nash.
Die Ärztin führte bei ihm eine medizinische Routineuntersuchung durch, um die weitere Diensttauglichkeit zu prüfen.

Einige Stunden später, mit den Laborresultaten in der Hand, schüttelte Michelle den Kopf: “Du bist bei bester Gesundheit. Es ist alles in Ordnung.”
“Wie bitte? Ich bin doch vor Jahren wegen gesundheitlicher Probleme gegangen.”
“Sieh selbst, Jonathan”, meinte Doktor Nash, “alles altersgemäß. Und da Du kein Zylon bist, bleibt nur eine Möglichkeit übrig …” Da die Ärztin nicht den Satz vollendete, tat es der Commander: “…dass jemand die Ergebnisse vor Jahren manipuliert hat … Aber wer?”
“Keine Ahnung. Vielleicht McQuarie. Baker. Cain.”
“Na, die können was erleben”, grollte Edwards, dem nun alles klar wurde.
“Wie dem auch sei. Du bist auch wieder flugberechtigt, und darfst auch wieder ins Cockpit - aber erst nach einem ausführlichen Training”, meinte Michelle zum Abschied lächelnd.

Auf der Nyx-Station trafen bereits die ersten Wahlurnen der kleineren Schiffe ein, die in der Offiziersmesse abgegeben wurden, wo sie geöffnet, und die Stimmen zugeordnet und gezählt wurden.
Die Presse und einige zivile Freiwillige überwachten die Auszählung, die von Zivilisten und Angehörigen des Militärs durchgeführt wurde.
“Wie viele sind es denn noch”, stöhnte jemand, als weitere Kisten hereingetragen wurden.
“Bestimmt noch ein paar Dutzend”, grinste ein anderer.

Einige Tage später konnte das endgültige Wahlergebnis auf einer Pressekonferenz mitgeteilt werden. Danach verbreiteten die Medienvertreter die Ergebnisse auf den anderen Schiffen durch ausgehändigte Unterlagen, der Wahlkommission auf allen Schiffen der Flotte.
An Bord der Battlestar Heracles klopfte es während des Unterrichts an der Luke. Major O’Brien kam herein, um einem der Lehrer, Oliver Wilder, mitzuteilen, dass er als ziviler Vertreter der Heracles ins Parlament der Regierung gewählt worden war.

Noch am selben Tag trafen alle Mitglieder des Quorums und die anderen Abgeordneten an Bord der Eros 1, dem Luxuskreuzer, zu einer ersten Sitzung zusammen. Ziel war es, Kandidaten für die Wahl des Präsidenten aufzustellen.

Nach langen Gesprächen wurden insgesamt fünf Kandidaten nominiert: Bruce Wales von der Kolonie Picon, Amelia Bacon von der Kolonie Scorpia, Robert Auckland von der Kolonie Caprica, Francine Baltimore von der Kolonie Leonis und Adriane Avon von der Kolonie Gemenon, nachdem sie sich dazu bereit erklärt hatten, sich zur Wahl zu stellen. Jeder der fünf nutzte die Gelegenheit, eine erste kurze Wahlkampfrede zu halten.
“Die Wahl für die Präsidentschaft findet in drei Monaten statt”, verkündete Francine Baltimore und schloss mit diesen Worten die erste Sitzung.



Milchstraße
Erde, USA, auf einem USAF - Stützpunkt

Zeitgleich wurde in einer benachbarten Galaxie ebenfalls Wahlkampf betrieben, wo bereits im Voraus feststand, dass es einen neuen US-Präsidenten geben würde. Colonel Jack O’Neill legte die Zeitung beiseite, als Major Cameron Mitchell das Büro betrat, welches man ihm zur Verfügung gestellt hatte.
Nach einer herzlichen Begrüßung und einem lockeren Gespräch wurde Mitchell von O’Neill vor die Wahl gestellt, nämlich entweder weiter seiner bisherigen Tätigkeit nachzugehen oder zu dem streng geheimen Projekt zu wechseln, wofür ihn der hoch dekorierte Colonel rekrutieren wollte.

“Keine Angst, Mitchell. In diesem Programm geht es um ihre Leidenschaft - das Fliegen”, versicherte Jack, der nicht locker ließ. Er legte eine Pause ein, um Cameron ein bisschen Zeit zu geben, sich zu entscheiden, dann fragte er: “Also, was sagen Sie, Major Mitchell?” Dabei spielte er mit einer Top-Secret-Akte in seinen Händen herum, die er nur im Falle eines “Ja” seinem Gegenüber aushändigen würde.

“Und Sie verraten mir nichts weiter, bis ich “Ja” gesagt habe - richtig, Sir?”
“Jip”, antwortete Colonel O’Neill grinsend und dachte zufrieden: ‘Er hat also angebissen.’
“Ist gut, Colonel - ich bin dabei.”
“Sehr gut, Major. Willkommen beim Stargate-Programm! Hier sind Ihre neuen Befehle!”, nickte Jack O’Neill und schob die Akte zu Cameron Mitchell rüber.
Als der Major die Akte öffnete, gab der Colonel dem Neuling eine kurze Einweisung und klärte ihn dann ausführlich über das Programm auf.



Andromeda-Galaxie
Mercury-Flotte

Die Flotte, die sich um die Battlestar Mercury versammelt hatte, war in den vergangen Tagen um drei weitere Schiffe vergrößert geworden. Grund dafür war, dass man auf weitere, versprengte kleine Konvois mit zivilen Schiffen gestoßen war. Admiral Baker blieb seiner Linie treu und integrierte nur die Schiffe in seine Flotte, die technisch einwandfrei funktionierten.

Die Flotte hatte nun das Cyrannus System beinahe erreicht, somit traf man immer wieder auf Patrouillen von zylonischen Jägern aber zum Glück ganz selten auf ein Basisschiff. Doch nicht nur dies machte Steven Baker zu schaffen, sondern auch die Nachricht, was die Pegasus-Crew getan hatte, die sich unter den Zivilisten wie ein Lauffeuer verbreitet hatte.
Die Führung der Zivilisten drängte den Admiral schließlich, das weitere Vorgehen mit den Senatoren abzusprechen. Er willigte ein, bestand aber darauf, dass sich bei den militärischen Handlungen keiner einmischen solle.
“Wie konnte ich mir nur Zivilisten aufhalsen!”, schimpfte Admiral Baker, als er wieder im CIC der Mercury war. Colonel Hopkins blätterte in einem Bericht und tat so, als habe er nichts gehört und grinste heimlich in sich hinein.



Drei Monate später
Andromeda-Galaxie
Nyx-Flotte

Bereits viele tausend Lichtjahre von ihrer alten Heimat entfernt war der Tag gekommen, an dem ein neuer Präsident gewählt werden sollte. Wie schon auch bei der letzten Wahl, agierte die Nyx-Station als Dreh- und Angelpunkt des Geschehens.

Lange Zeit lagen die fünf Kandidaten auf die Präsidentschaft in einem Kopf-an-Kopf-Rennen dicht beieinander, bis sich drei von den anderen absetzen konnten, und auch noch am Ende die gleiche Stimmenanzahl hatten.

“Es wird wohl eine Stichwahl geben müssen”, verkündete ein Vertreter der Presse, der die Wahl moderierte, nachdem man ihm das Ergebnis mitgeteilt hatte.

Auch an Bord der Battlestar Kronos war Doktor Michelle Nash inzwischen mit den Betaproben fertig. Obwohl bereits die Ergebnisse nach und nach bei ihr eingegangen waren, wie auch auf der Nyx - stockte ihr dennoch der Atem, es befanden sich noch einige Zylonen in der Flotte. Aber die Wahrheit war viel schockierender, als sie mit den Betaanalysen fertig war. Michelle informierte sofort Commander Nash, der sich umgehend mit Admiral O’Hara in Verbindung setzte.
“Jemand aus dem medizinischen Bereich hat absichtlich die Ergebnisse verfälscht, denn es hätte schon lange bemerkt werden müssen, dass es mehrere Zylonen innerhalb unserer Flotte gibt ”, teilte Doktor Nash die schockierenden Nachrichten mit.


Cyrannus-Sternsystem
Mercury-Flotte

Bei der anderen Flotte hatte man mittlerweile die Gefahr erkannt, in der man lange geschwebt hatte. “Sie sind unter uns!” teilte Admiral Baker seinem XO mit.
Dieser wusste ganz genau, was nun zu tun war. Er informierte mit einem Codewort mehrere Soldatenteams, die in Bereitschaft standen, um gegen die zylonischen Agenten vorzugehen.
Bei der folgenden Operation waren auch einige zivile Opfer zu beklagen, wofür sich Baker bei den Senatoren entschuldigte, nachdem man wieder eine Schlacht mit mehreren Basisschiffen überstanden hatte und auch wiederholt fliehen musste.


Nyx-Flotte

Von Admiral O’Hara war ebenfalls entschiedenes Handeln gefragt und er ging genauso vor, wie auch Admiral Baker. Es dauerte zum Glück nicht lange, bis man alle zylonische Agenten, außer zwei, ausgeschaltet hatte. Leider gab es auch in dieser Flotte Opfer zu beklagen, die während den Einsätzen des Militärs ums Leben kamen.

An Bord eines Schiffes der Berzerk-Klasse, der Lyxis, hatte sich ein Vierer im Munitionslager verbarrikadiert.
An Bord der Heracles spielte sich eine Geiselnahme ab. Eine Sharon hielt mit Waffengewalt mehrere Kinder fest. Diesmal hatte es allerdings die Sportmannschaft von Ryan erwischt und dem Jungen selber wurde die Waffe an den Kopf gehalten. “Keinen Schritt weiter, sonst töte ich ihn!”, drohte die Zylonin den eintreffenden Marines, die sofort Stellung bezogen.

Auf der Lyxis versuchte Commander Andrews mit dem Zylon, den er seit einigen Jahren kannte, zu verhandeln: “… Sie haben doch Leuten geholfen - über Jahre hinweg, Steve. Und nun wollen Sie uns töten? Wieso?”
“Es muss so sein. Ihr müsst ausgelöscht werden …”

Der junge Edwards befand sich noch immer in der Gewalt der Zylonin, die wieder negativ reagierte: “Nein! Wenn ich ihn und auch euch alle gehen lasse - kommt eure Rasse irgendwann wieder zurück, um sich an meinem Volk zu rächen.”

“Weshalb habt ihr uns überhaupt angegriffen? Oder besser: Dann hättet ihr uns eben nicht angreifen sollen, nicht wahr? … Auf Gewalt, folgt Gewalt … das muss aufhören, also hilf uns, diesen Kreislauf zu beenden. Du hast die Wahl, Sharon”, stellte Jonathan Edwards klar, der die Verhandlung führte, auch - um in der Nähe seines Sohnes zu sein.

Die Zylonin war erstaunt, dass der Mann sie mit ihrem Namen ansprach.
Sie überlegte und sagte dann entschlossen: “Nein. Ihr würdet mich auf der Stelle töten. Aber wir, zumindest ihr werdet alle sterben. Der Countdown läuft bereits ...” 

“Es gibt scharfe Bomben in der Flotte?”, flüsterte Major Tamara Edwards entsetzt, die die Botschaft der Zylonin sofort verstand und umgehend Commander McBride informierte, die auch alle anderen in Kenntnis setzte.

Jonathan unternahm einen weiteren Versuch: “Keiner von uns wird Ihnen etwas antun, wenn Sie uns helfen - ich gebe Ihnen mein Wort, Sharon …“, Er schaute sie eindringlich an, „helfen Sie uns bitte, diese Bomben zu finden und zu entschärfen.”

“Oh Nein! Ihr Menschen lügt doch nur, um Vorteile zu erzielen, und sobald ich euch nicht mehr von Nutzen wäre, würdet Ihr mich umbringen”, entgegnete Sharon.

“Ich verspreche Ihnen, dass dem nicht so ist  Helfen Sie uns, diesen Kreislauf zu beenden”, versprach Commander Edwards feierlich beim Leben seiner Familie.
“Gut”, stimmte Sharon schließlich zu, “dann gibt es etwas, das Sie wissen sollten.” Sie ließ Ryan los, der sofort aus dem Raum flüchtete.

Commander McBride kam gerade hinzu, als Sharon von der Wiederauferstehung erzählte, und dass wahrscheinlich kurz nach der Detonation der letzten gelegten Bombe die Armada der Zylonen erscheinen würde, um den “Rest” zu erledigen.
“Sehr interessant”, brummte Diana McBride besorgt.
“Doch zunächst einmal helfe ich euch, die Bomben zu entschärfen.”

“Also gut, Sharon. Das Wort von Commander Edwards gilt, auch ich werde dafür sorgen“, bemerkte Commander McBride, die das Versprechen noch einmal unterstrich. „Und da gibt es vielleicht noch etwas, wobei Du uns behilflich sein könntest …”

Alle versteckten sechs Sprengsätze wurden gefunden und entschärft, bis auf den siebten im Munitionslager auf der Lyxis, wo sich der Zylon Steve verschanzt hatte.

Commander Andrews hatte vorsichtshalber sein Schiff evakuieren und alles bergen lassen. Sharon schaffte es nach einiger Überredungskunst, die Vier zu überzeugen, ebenfalls die Seiten zu wechseln. Der Zylon ergab sich, schüttelte aber bedauernd mit dem Kopf: “Die Zeit reicht nicht mehr, um die Bombe rechtzeitig zu entschärfen - ich habe sie so konstruiert.”

“Toll. Nicht mal ein kleines Hintertürchen?”, fragte Edwards, der vorsichtig den Sprengsatz untersuchte, der in einem Schacht platziert worden war.
“Nein”, antwortete Steve.
“Tja, er hat leider Recht”, bestätigte Sharon und Jonathan nickte zustimmend.
“Es ist nur noch eine knappe halbe Stunde Zeit”, warnte Steve.
“Gut. Dann schaffen wir soviel wir können in der verbliebenen Zeit weg!”, ordnete Andrews an und gab seinen Leuten ein Zeichen, sich an die Arbeit zu machen.

Das letzte Schiff der Kolonialen Flotte hatte sich gerade mit einem FTL-Sprung in Sicherheit gebracht, als die Lyxis letztendlich doch explodierte. Und erst jetzt tauchten wie von Sharon vermutet mehrere Basisschiffe der Zylonen auf, um nachzusehen und die übrigen Schiffe zu erledigen.

“Das kann doch nicht wahr sein”, keuchte ein Cavil fluchend, der Mephisto vertrat, um die Menschen heimlich weiter zu verfolgen. Er bekam bestätigt, dass es nur die Trümmer der Lyxis, also nur eines einzigen Schiffes waren, die sich vor ihnen befanden. “Somit haben wir wohl die Spur der Flüchtigen vorerst verloren”, schimpfte der Einser. “Sendet umgehend Patrouillen von Jägern aus!”



Vier Wochen später
Andromeda-Galaxie
Nyx-Flotte

Die Stichwahl zwischen Francine Baltimore, Bruce Wales und Robert Auckland um das Amt des Präsidenten der Kolonien war beendet. Bruce Wales war zum neuen Präsidenten und Francine Baltimore zur Vizepräsidentin gewählt worden.

Admiral Samuel O’Hara hob wie versprochen das verhängte Kriegsrecht auf und übertrug unter Beifall die Regierungsgewalt an die neue Regierung.
“… wir werden nun verstärkt nach einer neuen Heimat für unser Volk suchen”, versprach der neue Präsident während seiner Antrittsrede.

Die militärische und die politische Führung hielten sich unter Auflagen an das Versprechen, welches Edwards den beiden Zylonen zugesichert hatte.

“Es fehlen trotz unser Ergebnisse und Tests immer noch fünf Zylonenmodelle”, gab Jonathan zu Bedenken.

“Die Gesichter der letzten Fünf kennt niemand”, gestand Sharon, die von Commander Edwards an Bord der Heracles in einer Zelle besucht wurde.
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RE: Stargate: Battlestar Galactica - Elysium - - von Jonathan J. O´Neill - 30.09.2026, 23:53

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