Stargate: Battlestar Galactica - Elysium -
#6
Hallo und guten Abend, liebe Leserschaft.
Heute Abend gibt es den ersten Teil des Finales von SG: BSG - Elysium -.
Viel Vergnügen beim Lesen Shy 

9. Elysium, Part I

Andromeda-Galaxie
Nyx-Flotte
Colonial One

Genau sieben Tage waren vergangen seit der letzten Erklärung von Präsident Bruce Wales. Jetzt trat das politische Oberhaupt wieder vor die Presse, um ein kurzes Statement zu geben.
“… Ich kann Ihnen allen nur sagen, dass sehr viele Informationen auf den einzelnen Missionen gesammelt wurden … Nein. Ich bitte Sie alle, keine Fragen mehr zu dem Thema zu stellen… Die gesammelten Daten müssen erst einmal ausgewertet werden. In frühestens drei oder vier Tagen kann ich allen Menschen dieser Flotte das Ziel, wo wir hinreisen werden, verkünden. Ich danke allen für Ihr Kommen und Ihr Interesse“, mit diesen Worten lächelte er den Reporten noch einmal freundlich zu, dann zog er sich in sein Büro zurück.

Somit hatten die Wissenschaftler einige Tage Zeit, in Ruhe ihrer Arbeit nachzugehen.
Nach drei Tagen war man mit den Auswertungen fertig und Präsident Wales traf schließlich nach einer ausführlichen Beratung mit seinem Führungsstab seine Entscheidung.
„Das Quorum und die anderen Abgeordneten treffen in einer Stunde an Bord der Eros zu einer Sitzung zusammen. Wenn wir uns beeilen, kann ich dort allen die Entscheidung bekannt geben”, stellte Bruce nach einem kurzen Blick auf seine Armbanduhr fest. Er wies die Wissenschaftler an, alles Wichtige für eine kurze Präsentation zusammenzustellen.

Eros 1

Präsident Bruce Wales, Admiral Samuel O’Hara und die Wissenschaftler sowie weitere seiner Kabinettsmitglieder erreichten pünktlich den Sitzungssaal. In einer kurzen Ansprache teilte er allen seine Entscheidung mit. Er bat noch um eine Änderung des Ablaufs, um es auch der Presse mitzuteilen, die bereits darauf wartete, eingelassen zu werden.
Der Präsident fand Gehör bei allen Vertretern, außer bei Adriane Avon und weiteren Geminesen, die von der Entscheidung, was ihre neue Heimatwelt betraf, alles andere als begeistert waren.

Während sich einige der Abgeordneten leise unterhielten, nahmen jetzt auch die Vertreter der Presse im Sitzungssaal ihre Plätze ein. Der Präsident wartete geduldig, bis sich alle gesetzt und beruhigt hatten, dann erst begann er mit seiner Rede.

“Vor ungefähr einem Jahr mussten wir nach einem Genozidangriff durch die Hand der Zylonen unsere Heimatwelten verlassen. Unsere Flucht war begleitet von vielen Kämpfen und Prüfungen, die uns immer enger zusammengeschweißt haben. Leider hat sich die Flotte aufgespaltet, so dass wir über 10.000 weitere Angehörige unseres Volkes seit geraumer Zeit vermissen. Doch jetzt nach diesem Exodus haben wir nach mehrmonatigen Suchen einige Planeten gefunden, die wir so gut es möglich war, erforscht haben. Und nun kann ich Ihnen allen, dem Quorum und den Abgeordneten habe ich es schon mitgeteilt, sagen: Wir haben eine neue Heimat gefunden. Es sind nur ein paar Sprünge dorthin, oder einfacher ausgedrückt, noch weitere 52 Lichtjahre, die wir zurücklegen müssen. Anhand der Schriften, die man dort gefunden hat und von Vizepräsidentin Francine Baltimore entschlüsselt werden konnten, trägt dieser Planet den passenden Namen: Elysium. Ja, offenbar war diese Welt schon einmal bevölkert gewesen, aber sie weist keinerlei Zerstörungen auf. Wir werden in Kürze aufbrechen, um dort unsere Zukunft zu beginnen.”

Präsident Bruce Wales machte eine kurze Pause, bevor er weiter sprach: “Sie dürfen nun alle insgesamt 12 Fragen stellen. Die einzelnen Minister, der Admiral sowie meine Person stehen zu ihrer Verfügung und werden die Fragen, die Sie haben, so gut es geht beantworten.”

“Fangen wir mit Ihnen an!”,  Präsident Wales deutete auf eine junge Reporterin, die sich erhoben hatte und meldete.
“Herr Präsident! Warum nicht eine der anderen Optionen, sondern diese? Sie sagten vor einigen Tagen, es stünden mehrere Planeten zur Auswahl.”
“Die Frage und ihr Argument sind wohl berechtigt“, stellte der Präsident fest und sah dabei zu Admiral O’Hara.
Dieser erklärte: “Einige der anderen Welten wiesen ebenfalls Spuren von Zivilisation auf. Außerdem kam es auf einigen Planeten zu mehrfachen Sichtungen von humanoiden Kreaturen, die aber spurlos in den dortigen vorhandenen Wäldern verschwanden. Alle Versuche einer Kontaktaufnahme blieben erfolglos. Nur auf Elysium haben wir keine derartigen Begegnungen gehabt.”

Eine weitere Frage stellte ein älterer Mann mit weißem Haar und Bart: “Was ist mit den Inschriften, die man auf Elysium entdeckt hat?”
Nun übernahm die Vizepräsidentin. “Sie stimmen zu 60 Prozent mit unserer eigenen Schrift überein. Aber wer sowohl sie als auch die Bauwerke hinterlassen hat, bleibt uns bisher noch ein Rätsel. In dieser einen Woche war es unmöglich, die Geschichte eines Planeten und der Menschen, die dort einst gelebt haben, zu erfassen, zu studieren und geschweige denn auch zu verstehen.”

Viele der kommenden Fragen waren ähnlicher Art. Unter anderem wollte man erfahren, warum man davon ausgeht, dass wirklich Menschen dort gelebt haben.
Es wurde auch Bildmaterial herumgereicht, um die Antworten, die man machte, zu untermauern.

Präsident Bruce Wales war äußerst zufrieden mit dem Ergebnis. Er demonstrierte Offenheit, indem er alle über das weitere Vorgehen informierte, was bestimmt nicht jeder Präsident tun würde. Lächelnd verließ er mit seinen Ministern nach einer anschließenden kurzen Sitzung den Saal, um sich wieder an Bord der Colonial One zu begeben.



Milchstraße
Erde, Washington D.C.

Eine schwarze Limousine fuhr vor und hielt genau vor den Stufen des Eingangsbereiches des Weißen Hauses. Einer der wartenden Sicherheitskräfte öffnete die hintere Fahrgasttüre. Es stiegen zwei Offiziere, die in blauen Uniformen der United States Air Force gekleidet waren, aus. Einer der Männer war kräftiger gebaut und hatte eine Glatze. An den Rangabzeichen war zu erkennen, dass er Major General war, der zweite Offizier war jünger, hatte aber bereits graue Haare und als Colonel erkennbar.

Ein weiterer Agent des Secret Service wollte gerade damit beginnen, den Colonel zu kontrollieren, als eine Stimme ihn davon abhielt. “Lassen Sie das, Terence! Diese Männer sind gute Freunde von mir, und außerdem wahre Helden. Also lasst sie passieren!”, ordnete Präsident Henry Hayes an und pfiff damit seine Männer zurück.
Der Präsident der Vereinigten Staaten hatte bereits an der Tür gewartet und war sofort, begleitet von einigen Bodyguards, herausgekommen.

Der Secret Service Agent nickte und trat einige Schritte zurück: “Wie Sie wünschen, Mister Präsident. Bitte meine Herren, Sie werden bereits erwartet.” Mit diesen Worten gab er den Weg völlig frei, und die beiden Offiziere stiegen, begleitet von den Sicherheitskräften, die Stufen hinauf.
“Major General George Hammond, Colonel Jack O’Neill, bitte kommen Sie herein”, bat Präsident Hayes, als beide oben waren und er sie mit Handschlag begrüßt hatte.
Hammond bedankte sich beim Präsidenten für die Einladung, während O’Neill nur ein knappes ‚Sir’ über die Lippen brachte.

Henry Hayes, George Hammond und Jack O’Neill sowie die Mitarbeiter des Secret Service betraten das Weiße Haus. Drinnen warteten bereits General Francis Maynard, der Joint Chiefs of Staff und General John P. Jumper, der Chief of Staff of the Air Force, Doktor Elizabeth Weir, sowie einige der Mitglieder des Komitees und Botschafter auf die beiden USAF-Offiziere. Alle Anwesenden hatten bereits Kenntnis vom Stargate-Programm, welches nun schon seit über sieben Jahren betrieben wurde.

Am heutigen Tage war mal wieder das gesamte Weiße Haus für die Öffentlichkeit gesperrt worden.

Holly Dignard, die Beraterin des Präsidenten, besprach sich noch einmal kurz mit Henry Hayes über den Ablauf, dann erst trat der Präsident an das Redepult. In dieser kurzen Ansprache dankte er Hammond und O’Neill, die stellvertretend für alle Offiziere, Soldaten und Mitarbeiter des Programms anwesend waren, für ihre Verdienste und außergewöhnlichen Leistungen unter besonderen Umständen, die sie nicht nur für ihr Land, sondern auch für den Planeten geleistet hatten. Danach bat er zuerst George Hammond, zu sich an das Redepult zu kommen, um ihn persönlich in den Rang des Lieutenant General zu befördern.

General Hammond trat ans Mikrofon und bedankte sich für die Unterstützung und die Beförderung, die er erhalten hatte. Dann bat er seinerseits Jack O’Neill herzukommen, der von Hammond und Hayes in den Rang des Brigadier General erhoben wurde. Die Rede von Jack fiel sehr kurz aus, der nur froh war, als die Zeremonie zu Ende war und der Präsident alle zu einem anschließenden Buffet einlud.

Nach dem Essen bat Präsident Hayes die Generäle und noch einige weitere Gäste, ihm in das Oval Office zu folgen. Dort angekommen teilte er im Einvernehmen mit dem Komitee, Lieutenant General George Hammond und Brigadier General Jack O’Neill  offiziell und formell ihre neuen Aufgaben zu, und überreichte beiden Generälen jeweils eine dicke Mappe. “Bauen Sie endlich die Phoenix, Jack”, erklärte der Präsident, bevor er die Tür wieder öffnete und sie alle zusammen das Büro verließen.

O’Neill war erleichtert, diesen Akt endlich hinter sich, und einige Momente für sich zu haben. Doch war ihn leider keine Pause vergönnt. Colonel Chekov von der russischen Luftwaffe kam auf ihn zu, um ihn zu seiner Beförderung zu beglückwünschen. “Oh, hallo General. Herzlichen Glückwunsch zu ihrer Beförderung ... Was haben Sie, ist Ihnen nicht gut?”, fragte Chekov besorgt, als sich O’Neill immer wieder über die Stirn rieb.
“Danke. Nicht wirklich, denn ich war ein paar Wochen auf Eis gelegt … ist nicht gerade erholsam”, antwortete General O’Neill, während er sich auf einem Stuhl niederließ. Der Russe erinnerte sich an einige SG-1-Missionsberichte, die er gelesen hatte. “Richtig”, meinte Chekov, “für Sie war es bereits schon das dritte Mal, wenn ich mich recht erinnere. In Russland gehen jeden Winter viele Menschen auf Grund der tiefen Temperaturen zu Grunde. Ihnen muss es ähnlich ergangen sein.”

Jack nickte: “Das ist richtig. Hinzu kommt der Ausflug nach Antarktika, als wir das zweite Stargate entdeckt haben. Aber das Schlimmste war: Ich wurde aufgetaut und wir hatten es sofort mit einem riesigen Replikatorenproblem zu tun.”
“Ich habe davon Kenntnis erhalten … ein sehr ernstes Problem. Sie können mit meiner Unterstützung rechnen”, versicherte Colonel Chekov, nachdem General O’Neill die aktuelle Bedrohung angesprochen hatte.
Jetzt setzte sich Elizabeth Weir zu Jack O’Neill, um mit ihm über die Forschungen auf dem Antikeraußenposten in Antarktika zu sprechen, die derzeit Doktor Daniel Jackson leitete.



Andromeda-Galaxie
Sternsystem von Elysium, Elysium

Nach einem halben Dutzend Überlichtsprüngen erreichte die Flotte, die sich vor gut einem Jahr um die Nyx versammelt hatte, das Sonnensystem, welches die neue Heimatwelt beherbergte.
Nachdem die Kampfsterne das System genau überprüft hatten, genehmigte Präsident Bruce Wales einigen Leuten einen kurzen Aufenthalt auf Elysium, denn die Menschen brannten darauf, wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren, frische Luft zu atmen, und endlich wieder ein normales Leben führen zu dürfen.

Der Präsident hatte bereits den Standort für die neue Stadt gewählt, die man errichten wollte. Dieser lag direkt neben den Ruinen, die man für die Nachwelt erhalten und studieren wollte.

Es wurde bereits Nacht und nur einem Team - bestehend aus einem Dutzend Marines, einigen Piloten und Wissenschaftlern - war es gestattet, auf dem Planeten zu bleiben. “Schöner Mond”, bemerkte der Architekt Auckland, der als Letzter in einen wartenden Raptor stieg.
“Sind die Entwürfe fertig?”, fragte Amelia Bacon.
Robert Auckland, nickte, meinte aber, es würde einige Zeit in Anspruch nehmen, genaue Pläne zu erstellen.


Sonnensystem von Kobol
Battlestar Mercury

Auf der Suche nach Nahrung und Wasser sowie Rohstoffen stieß die Flotte von Admiral Baker auf Kobol.
Jiram, ein Priester, verglich die Luftbilder mit den Aufzeichnungen mit dem Buch, was er bei sich hatte. “Ja, es ist Kobol”, verkündete er schließlich.
Steven Baker rieb sich das Kinn und wiegte den Kopf hin und her, während er angestrengt nachdachte. Der Priester schüttelte entsetzt den Kopf; er ahnte bereits, was in dem Admiral vorging. “Sie dürfen nicht einmal daran denken. Haben sie etwa alle die Schriften und die Warnung von Zeus vergessen, je wieder nach Kobol zurückzukehren und es zu betreten?”, erinnerte Jiram alle Anwesenden mahnend.

“Wir wissen aber auch, dass die Galactica oder die Pegasus hier war. Denn wir haben Wrackteile von Vipern und Raptoren gefunden sowie von zylonischen Jägern. Sogar die Überreste eines Basisschiffes befinden sich hier im Orbit. Adama oder Cain, einer von beiden war hier”, stellte Baker klar und ignorierte die Warnung des Priesters.

“Wir benötigen dringend Wasser und Vorräte, sonst halten wir nicht mehr lange durch. Wir brauchen einen Ort, wo wir einige Zeit vor Anker gehen können. Und da die meisten Schiffe unserer Flotte beschädigt sind und eine dringende Überholung benötigen - wieso nicht”, mischte sich nun auch Miranda Addison ein.

Jiram war schockiert und schluckte: “Das kann unmöglich wahr sein! Die Götter werden uns bestrafen … das ist, das ist purer Selbstmord!”
“Dann nennen Sie uns eine andere Option, wo wir hin können!”, forderte Colonel Hopkins den Priester dazu auf, eine Alternative zu nennen.
“Was ist mit der Signatur, die gemessen wurde? Es könnte eine Spur sein, die uns zu weiteren Überlebenden führt”, antwortete Jiram hastig.
“Wir benötigen ungefähr sieben Monate, bis wir dort sind”, entgegnete Alan Devon.
Captain Lucas Nash fasste zusammen: Die Chance ist gering. Das könnte uns zu der Galactica, zur Pegasus oder aber auch direkt ins Kreuzfeuer der Zylonen führen.”

Der Priester schwieg nun, er kannte keinen Planeten, der in Reichweite lag; nur die Legende, die sich um die Erde rankte, zu der der 13. Stamm von Kobol vor Jahrtausenden aufgebrochen war - lange bevor die anderen 12 Stämme Kobol ebenfalls verließen.

“Wir bleiben hier!“ entschied Baker, und auch die zivilen Vertreter waren damit einverstanden. „XO, stellen Sie Erkundungsteams zusammen!”
Jiram zog seine Gebetskette hervor und begann die Götter von Kobol um Vergebung für diese Tat zu bitten.



3 Monate später
Andromeda-Galaxie
Elysium

Die Flüchtlinge hatten ihre neue Heimatwelt in Besitz genommen, und den größten Teil ihrer Umgebung, den sie besiedelten, wo die Stadt errichtet, sowie Ackerbau betrieben wurde, erforscht.
Die meisten Gebäude wurden aus Holz gebaut, nur ein paar bestanden aus Stein, aber der größte Teil der Unterkünfte der Stadtbewohner wohnte in Zelten. Die medizinische Versorgung wurde immer noch an Bord der Kampfsterne, die sich in der Umlaufbahn befanden, durchgeführt.

An Bord der Battlestar Kronos lag Doktor Michelle Nash im Bett auf ihrer eigenen Krankenstation - sie stand kurz vor der Entbindung. Erst wenige Tage zuvor hatten Vanessa Nash und John Edwards geheiratet, die Zeremonie und auch die anschließende Feier fanden an einem der Flüsse statt.

“Habt ihr nicht alle etwas anderes zu tun?”, fragte Michelle ihre Familie, die sich auf der Krankenstation versammelt hatte.
“Schon. Aber wir haben gerade Pause beziehungsweise wir schwänzen die Arbeit”, antwortete Jonathan grinsend.
“Das sage ich dem Admiral”, murmelte Doktor Nash.
Commander Edwards lachte: “Von mir aus, ich freue mich schon auf den Ruhestand.”

“Ohhhh“, stöhnte die Ärztin „Ich glaube, es ist soweit.”
Tamara Edwards bemerkte den Blick des diensthabenden Arztes und sagte zu ihrer Freundin: “Wir sind dann draußen, falls du uns brauchst.”
Während alle bereits die Krankenstation verließen, blieb Commander Alexander Nash noch zurück und blieb am Krankenbett stehen.
“Raus mit Ihnen, Sir. Ich schaffe das schon … ist ja schließlich nicht das erste Mal”, versuchte Michelle ihren Mann dazu zu bewegen, auch zu gehen.

“Na schön. Ich warte so lange vor der Luke, mein Schatz”, sagte Alexander, gab seiner Frau noch einen Kuss auf die schweißnasse Stirn und drückte ihr die linke Hand, so wir er es vor der Geburt der anderen beiden Kinder ebenfalls gemacht hatte, dann ging auch er hinaus.



Milchstraße
Erde, SGC

Die Prometheus war schwer beschädigt und General Hammond kehrte gemeinsam mit vielen der Besatzungsmitglieder durch das Stargate auf die Erde zurück.
“Was ist denn nun los, seid ihr nicht mit einem Raumschiff unterwegs gewesen?”, fragte General O’Neill etwas verwundert, als die Leute im Stargate-Center durch das Tor traten.

In der anschließenden Besprechung berichteten Hammond und Doktor Jackson von dem Zwischenfall, der sich ereignet hatte, sowie von Vala Mal Doran, die die Prometheus gekapert hatte. “Das wird ja immer besser”, murmelte Jack kopfschüttelnd.

“Ja. Ich fürchte, die Reparaturen werden Monate dauern. Doch bis dahin ist die Daedalus sowieso beinahe fertig”, fasste George Hammond abschließend zusammen und deutete damit an, dass man ein anderes Raumschiff in die Pegasus schicken würde, wohin bereits ein Expeditionsteam - angeführt von Doktor Elizabeth Weir -durch das Stargate nach Atlantis gereist war.

Somit blieb die Andromedamission noch offen. Worüber sich Jack O’Neill sehr freute, konnte er also noch darauf hoffen, selber die Reise in die Andromeda anzutreten.

“Wie geht es voran, Jack?”, wollte Hammond erfahren.
“Der Bau der Daedalus geht wie bereits von Ihnen erwähnt, gut voran. Nur bei der Phoenix dauert es wohl länger, was eigentlich von Vornherein zu erwarten war”, antwortete O’Neill.
“Ich habe vorhin kurz mit dem Präsidenten telefoniert. Er will Ihnen das Kommando der Phoenix übertragen und auch die Leitung der Andromedaexpedition”, teilte General Hammond mit.
General O’Neill verzog das Gesicht: “Wird aber noch einige Jahre dauern, George.”
Daniel hatte bisher schweigend zugehört und ließ nun verlauten, dass er wieder bei SG-1 einsteigen und auch mit seinen Forschungen fortfahren würde.


Andromeda-Galaxie
Elysium
Battlestar Kronos

Als eine der Krankenschwestern vor die Luke trat ging Commander Nash als Erster wieder auf die Krankenstation, gefolgt von den anderen. “Junge oder Mädchen?”, fragte er mit unsicherer Stimme, als er an das Bett seiner Frau herantrat, während einige Krankenschwestern geschäftig umherwuselten.

“Beides”, strahlte die glückliche Mutter, als die Krankenschwestern mit den Babys zu ihr kamen und diese ihr in die Arme legten. Völlig sprachlos stand Nash vor seiner Frau und wusste gar nicht, wo er zuerst hinschauen sollte.
Tamara gratulierte fröhlich: “Herzlichen Glückwunsch, Michelle.”
“Na, dann viel Spaß beim Wählen der Namen”, grinste Jonathan.

“Ist ja wundervoll, Zwillinge", so richtig realisiert hatte es Alexander immer noch nicht. "Zum Glück sind es Junge und Mädchen, sonst hätten wir tatsächlich ein Namensproblem. Aber so standen die Namen schon vorher fest”, klärte Alexander dann alle auf. Nach einer kurzen Pause ergänzte er: “Dabei mussten wir uns ja auch mit unserer ebenfalls schwangeren Tochter sowie unserem Schwiegersohn absprechen, damit nicht gleich zwei angerannt kommen, wenn gerufen wird.” Während er sprach deutete er auf den Bauch, der sich bei Vanessa deutlich abzeichnete, die schließlich bohrend fragte: “Und?!”

Michelle Nash lächelte und sah zu ihrem Mann, der kurz nickte, dann verkündete sie mit großer Freude die Namen der Neugeborenen.


Kobol-System

Ein Aufklärer der Zylonen hatte eine kleine Armada - bestehend aus mehreren Basisschiffen - nach Kobol geführt, nachdem er die Flotte der Mercury entdeckt hatte, die sich dort aufhielt.

“Das habe ich befürchtet”, stöhnte Jiram, der sich an Bord der Mercury gerade im CIC aufhielt, und griff nach seiner Gebetskette, um die Götter von Kobol wieder einmal um Vergebung zu bitten. Doch die eingetroffene Flotte der Zylonen eröffnete noch nicht das Feuer auf die Schiffe der Kolonien. Nein, sie forderten die Menschen in einem freundlichen, doch bestimmenden Ton dazu auf, sich bedingungslos zu ergeben und Enterungstrupps an Bord der Schiffe zu lassen, die das Kommando übernehmen sollten.

Admiral Baker brummte: “Das hätten die wohl gern. Verfluchte Toaster.”
“Sehe ich genauso. Erst zerstören sie ohne Vorwarnung unser Zuhause und nun versuchen sie, uns mit einer neuen Masche zu ködern, indem sie einen auf freundlich machen”, stimmte Colonel Hopkins zu, der skeptisch auf das DRADIS schaute.
“Was machen wir nun?”, fragte Miranda Addison, die in das CIC geeilt war.
“Wir evakuieren Kobol! Ziehen uns erst einmal zurück!”, erklärte Steven Baker.

An Bord eines der Basisschiffe grinste Mephisto vor sich hin, denn eigentlich war er unterwegs, um den anderen Zylonen zu folgen und für Nachschub zu sorgen. Dabei hielt er immer wieder mit Patrouillen, die er schickte, Ausschau nach versprengten Überlebenden der Angriffe. Er hatte zwar vor, nach Kobol zu reisen, um es sich einmal genauer anzusehen, doch dass er dabei auf eine Flotte, und dazu noch auf die Mercury traf, überraschte ihn doch sehr.

“Die haben sich also getrennt”, murmelte er. “Wo ist dann die Nyx und der dazugehörige Rest? - Irgendwelche Aktivitäten?”, fragte Mephisto in die Runde.
“Von weiteren Schiffen der Menschen keinerlei Spuren. Aber es verlassen mehrere Shuttles die Oberfläche des Planeten”, antwortete eine Drei.
“Sieht so aus, als ob wir nicht sonderlich willkommen sind”, stellte ein Vierer fest.
“Das wundert mich überhaupt nicht”, bemerkte eine Sechs.
“Dir und allen anderen ist aber schon klar, dass wir uns verteidigen müssen”, stellte ein anderer Einser fest. Und so stimmte die Mehrzahl dafür, alle Jäger zu starten, um die Shuttles der Kolonien abzufangen und die Piloten aufzufordern, in den Landebuchten der Basisschiffe zu landen.

Dieses Vorgehen der Zylonen wertete man an Bord der Kampfsterne als eine weitere Kriegshandlung. “Habe ich es mir doch gedacht. Von wegen friedliche Absichten. Dreckspack. Alle Abwehrgeschütze auf die feindlichen Jäger richten! Feuer frei! Und alle Vipergeschwader startklar machen und starten, sobald die Schutzzone errichtet ist!”, befahl Admiral Baker voller Grimm und Hass in seiner Stimme.

Jetzt brach ein wahres Inferno im Orbit über Kobol los, das einige an die Kämpfe erinnerte, die schon über ein Jahr zurücklagen. Beide Seiten hatten auf den ersten Blick gute Chancen, diese Schlacht um Kobol zu gewinnen.

Die Zylonen hatten bereits nach ihrer Ankunft sofort sämtliche Raketen auf die Schiffe der Kolonien gerichtet und feuerten diese nun ab. Viele dieser Raketen detonierten aber in der, von den Abwehrgeschützen errichteten Schutzzone, welche bereits eine große Anzahl der zylonischen Jäger zerstört hatten.

Admiral Baker schäumte vor Wut, denn die immer noch andauernde Anwesenheit der zivilen Schiffe machte es ihm unmöglich, in die Offensive zu gehen. Er sah sich gezwungen, den Kapitänen dieser Schiffe Dampf zu machen; auch ordnete er den Rückzug zu den Notfallkoordinaten für die beiden Schiffe der Berzerk-Klasse sowie für zwei Kampfsterne an, die die zivile Flotte begleiten sollten.

Die Rückmeldung erreichte ihn gerade, als die Ariel von den Raketen eines zylonischen Jägers zerstört wurde.
“Die sollen endlich ihre Ärsche hier wegschaffen!”, brüllte Colonel Hopkins wütend. Das gleiche Schicksal ereilte nun auch die Bianca.

“Mercury! Das waren Atomraketen!”, schrie einer der Viperpiloten über Funk.
“Verfluchte Toaster!” schimpfte der XO der Mercury laut, konnte aber noch auf dem DRADIS erkennen, wie die zivilen und die vier militärischen Schiffe wie angeordnet wegsprangen.
Dann wurde die Mercury von mehreren Treffern erschüttert. Die Glastüren gingen zu Bruch und zerbarsten, Konsolen stürzten um, und alle, die sich im CIC befanden, stürzten zu Boden.

“Meldung!”, schrie Admiral Baker über den Lärm hinweg, während er sich wieder aufrappelte. Zu seiner Zufriedenheit erhielt er die Rückmeldung, dass die verbliebene zivile Flotte noch rechtzeitig entkommen war, ebenso der militärische Begleitschutz.

Jetzt sah der Admiral nach seinem XO, der immer noch auf dem Bauch liegend vor dem Taktiktisch auf dem Boden lag, und sich einfach nicht rührte. Stattdessen breitete sich eine rote Pfütze unter ihm aus.
“Oh nein!”, stöhnte Steven Baker, ging zu Hopkins hinüber und drehte diesen böse Flüche ausstoßend vorsichtig auf den Rücken. Der Admiral kannte nun den Grund, weshalb sich sein XO nicht mehr erhoben hatte - eine Glasscherbe hatte sich in dessen Hals gebohrt und dem Colonel dabei die Halsschlagader durchtrennt. Baker löste langsam seinen Blick von dem leblosen Körper seines langjährigen ersten Offiziers und trat dann von der immer größer werdenden Blutlache zurück.

“Admiral!”, schrie der Taktikoffizier. “Unsere Piloten werden da draußen abgeschlachtet. Drei weitere Basisschiffe haben Kobol umrundet, somit sind es jetzt zehn Basisschiffe.”
“Alle Geschwader langsam zurückziehen! Die Piloten haben 15 Minuten, zurück in die Ställe zu kommen, dann verschwinden wir von hier! FTL’s auf Stand-by!”, brüllte Admiral Baker frustriert.

Die Zeit schien still zu stehen; die Zylonen ließen ihre Waffen noch einmal eine kurze Salve abfeuern, dann schwiegen sie. Auch die zylonischen Jäger drehten ab und formierten sich neu.

“Was zur Hölle tun die da?”, fragte einer der Piloten.
“Kann uns doch egal sein; zurück zu unseren Schiffen … Verflucht! Ich habe fast keine Munition mehr”, bemerkte Captain Nash ärgerlich, dann steuerte er eine Landebucht der Mercury an.
Zur selben Zeit meldeten sich die Zylonen via Funkverkehr bei Steven Baker und wiederholten ihre Forderung ein letztes Mal. Doch der Admiral nahm zuerst keine Notiz davon, er wartete, bis man ihm mitteilte, dass alle Viper gelandet sind.

“Also gut”, hustete Admiral Baker nach einer Weile und erbat sich etwas Zeit, dann ließ er die Verbindung zu den Zylonen trennen.
“Ich will, dass sämtliche Hauptgeschütze auf das nächste Basisschiff gerichtet werden! Die Blechmonster haben auch Schäden erlitten”, teilte er den  kommandierenden Offizieren der anderen Kampfsterne seine Absichten mit.

Captain Lucas Nash, der kurz zuvor sicher gelandet war, betrat gerade das CIC, als er noch die Worte des Admirals hörte. Verzweifelt versuchte er ihn zum Rückzug zu bewegen. “… bitte, tun Sie das nicht, Sir. Verschwinden wir, so lange wir es noch können”, flehte Nash den Admiral an, seinen Plan zu vergessen.

“Was? Vergessen Sie es Captain! Die Toaster bekommen ihre Antwort. Nur nicht die, die sie erwarten!”, schnauzte er den jungen Offizier an, dabei deutete er auf seinen toten XO. Dadurch war Lucas abgelenkt und sah deshalb den Schwinger des Admirals nicht kommen, welcher ihn in den Magen traf und ihm die Luft raubte. Getroffen sackte er zusammen, schon traf ihn der nächste Schlag an der Schläfe, der ihn besinnungslos zu Boden beförderte.
“ICH befehle hier, und kein Halbstarker, der keinerlei verfluchte Ahnung hat!”, brüllte Admiral Baker den bewusstlosen Nash an.
“Schafft ihn mir aus den Augen, und steckt ihn in die Brig!”, befahl er einigen Marines, die kurz darauf Lucas Nash aus dem CIC trugen. “Ziel erfassen … Feuer!”, befahl Admiral Baker grimmig. ´Da habt ihr meine Antwort, ihr verfluchten Toaster´, dachte er.
Dass sich diese Entscheidung als tödlich für weitere von Hunderten Menschen erweisen sollte, sowie weitere schwere Verluste einbringen würde, wusste er zu diesem Zeitpunkt noch nicht, denn zu Beginn schien sein Plan aufzugehen. Schnell wurde das erste Basisschiff der Zylonen zerstört. Während sich die Kampfsterne nun dem zweiten Basisschiff der Zylonen zuwandten, griffen wieder die zylonischen Jäger in das Kampfgeschehen ein, die die ganze Zeit abgewartet hatten.

Admiral Steven Baker zuckte erschrocken zusammen, als die Kennungen der Hades und der Plejadiais auf dem DRADIS-Monitor verschwanden - die Zylonischen Jäger hatten soeben mit Hilfe eines Nuklearangriffs zwei Kampfsterne erledigt.
“Wie konnte ich nur die zylonischen Jäger vergessen”, murmelte Baker und musste mit ansehen, wie sich die Jäger der Zylonen bereits der Saggitaron näherten, und auch über diesen Kampfstern herfielen - wenige Minuten später explodierte ebenfalls dieser Battlestar.

Jeder Commander an Bord der verbliebenen Kampfsterne bemerkte die aussichtslose Lage. Die Schlachtschiffe der Menschen verschwanden, um sich in Sicherheit zu bringen, mit Hilfe der FTL, die auf Stand-by geschaltet waren. Es war nur ein schwacher Trost für die kolonialen Streitkräfte, dass man zwei Basisschiffe zerstört sowie zwei weitere stark beschädigt und zahlreiche Jäger vernichtet hatte.

Nach dem Überlichtsprung war die Flotte wieder beisammen und unternahm mehrere Sprünge hintereinander, um möglichst viel Raum zwischen sich und den Zylonen aufzubauen. “Oh ihr Götter! Was habe ich getan”, keuchte der Admiral vor Schmerz auf, als ihm das Ausmaß dieser Niederlage immer deutlicher vor Augen geführt wurde.


Elysium

Die Stadt war in den vergangen Monaten immer weiter angewachsen. Man hatte sich dafür entschieden, wie es Colonel Simon O’Hara vorgeschlagen hatte, die neue Stadt Elysium-City zu nennen.

Die Nyx-Station hatte man schon längst wieder in die einzelnen Module zerlegt, um sie für die Fertigung, Wartung und Förderung zu nutzen, wie man es in Friedenszeiten vorgesehen hatte. Die Thyliumraffinerie befand sich auf einem der Monde, die um einen Nachbarplaneten kreisten, um Treibstoff zu fördern. Die Werft befand sich auf der Rückseite des Mondes von Elysium und das Munitionsdepot in einem der anderen Planetensysteme, das man als Evakuierungsort auserkoren hatte. Den Rest der Station war man dabei, in einen Kampfstern umzurüsten.

Admiral Samuel O’Hara war gerade im Regierungsgebäude und unterhielt sich mit Präsident Bruce Wales, als es an der Tür klopfte. “Herein”, bat der Präsident. Die Tür schwang auf und Commander Alexander Nash trat ein.

Nash nickte beiden Männern zu: “Herr Präsident. Admiral O‘Hara. Ich habe ein ernstes Anliegen und würde gerne mit Ihnen beiden darüber sprechen.”

“Bitte setzen Sie sich doch. Um was geht es dabei, Commander?”, fragte Präsident Wales neugierig. Auch das Interesse von Samuel O’Hara war geweckt.

“Ich mache mir Sorgen. Sie haben beide Kenntnis davon, was Admiral Baker Commander Edwards angetan hat …”, begann Nash und hielt inne.
“Ja, und weiter!”, forderte Admiral O’Hara den Commander dazu auf, fortzufahren.

Commander Nash atmete kurz durch, ehe er fortfuhr: “Aus den Akten geht hervor, dass er zu emotionalen Handlungen neigt. Und ich fürchte, dass alle, die bei ihm sind, in großer Gefahr schweben – schon aus diesem Grund will ich mich auf die Suche nach ihm machen und dazu noch meinen Sohn Lucas nach Hause holen, Sirs!”

“Das ist es also”, brummte Samuel O’Hara und erinnerte sich an eine der Besprechungen an Bord der Nyx.
“Sie sind vor einiger Zeit Vater geworden, Commander. Und werden, so viel ich weiß, sogar bald Großvater”, gab der Präsident zu Bedenken und wies mit seinen Worten das Anliegen zurück.

Doch Alexander Nash ließ nicht locker und unternahm einen weiteren Versuch.
“Herr Präsident. Admiral O’Hara. Ich bin mit Sicherheit in der Lage, Baker zu finden. Ich vermute sogar, wo ich ihn finden könnte. Und eins weiß ich: Colonel Hopkins wird ihn zur Vernunft bringen, wenn er zu oft Prügel von den Zylonen bezieht; auch mein Sohn ist dazu durchaus in der Lage.”

Samuel O’Hara schüttelte gutmütig den Kopf, und erklärte: “Wäre immerhin möglich, Alex. Doch die Chancen sind gering, die Flotte von ihm anzutreffen. Du weißt, ich bin dabei, die Streitkräfte wieder in Battlestar Groups aufzuteilen. Und somit kannst du schon mal nicht diese Mission übernehmen, falls der Präsident und auch ich diese genehmigen sollten.”
Bruce Wales stimmte dem zu: “Wir werden darüber noch einmal ausführlich beraten.”
Dies gab Commander Nash zumindest ein klein wenig neue Hoffnung.

Es dauerte einige Tage, dann entschied man, einen Kampfstern der Valkyrie-Klasse für diesen Auftrag zu entsenden. Und in einer anschließenden Versammlung, an der alle kolonialen Offiziere teilnahmen, die im Rang eines Admirals, Commanders und Colonels waren, stimmten dafür, dass Commander Jonathan Richard Edwards dieser Herausforderung am Besten gewachsen war, da er sich nicht von Admiral Baker beeindrucken ließ.

Edwards erbat sich etwas Bedenkzeit. Seine Frau war nicht gerade davon begeistert, andererseits hatte sie so die Möglichkeit, sich um die Kinder zu kümmern. Damit stand seine Entscheidung fest, den Auftrag anzunehmen.

Am nächsten Tag wussten auch der Präsident und die Admiralität, die aus Admiral Samuel O’Hara, Admiral Diana McBride und Admiral Alexander Nash bestand, und auch seine restliche Familie darüber Bescheid.

Nun war es an ihm, sich einen der Kampfsterne der Valkyrie-Klasse auszuwählen, er entschied sich, die Leonis zu nehmen und die Mission genau vorzubereiten.

Einige Tage später, auf dem Flugfeld des militärischen Teils des Raumhafens, trat Admiral O’Hara an Commander Edwards heran: “Commander, Sie kennen ihre Befehle: Zu den letzten gemeinsamen Koordinaten fliegen und dort einige Zeit ausharren! Passen Sie gut auf ihre Crew und natürlich auf sich selbst auf.” Während O’Hara das sagte, überreichte er Edwards noch einen dicken Umschlag. In einem Moment der Unachtsamkeit sprang ein Junge über die Absperrung.
“Dad! Bitte geh nicht!”, rief Ryan, der sich seit geraumer Zeit mit seinem Vater ausgesöhnt hatte.

“Solltest Du denn nicht um diese Zeit in der Schule sein”, bemerkte Jonathan Edwards und sah seinen Sohn, der nun vor ihm stand, streng an.
“Eigentlich schon”, gestand der Junge, und ließ seinen Rucksack von den Schultern gleiten. Er hatte unglaubliche Angst, dass er seinen Dad nie wiedersehen würde.

“Verwahr das für mich und pass gut auf deine Mom sowie auf Tabita und Lucas auf, so lange ich weg bin!”, ordnete Edwards an und überreichte seinem Sohn ein Etui, in dem sich ein Taschenmesser befand.
Zum Abschied drückte Jonathan Ryan noch einmal liebevoll an sich, dann stieg er in den Raptor.

Auf einer höheren Ebene der Existenz wurde das Geschehen, wie schon all die Jahrtausende zuvor, genau beobachtet. Einige Aufgestiegenen waren es so langsam leid, immer nur tatenlos zuzuschauen, was sich unter ihnen abspielte.
“Also mir reicht es so langsam. Wir sind keine Götter, aber diese Menschen hier in der Andromeda sind unsere Nachkommen. Wir müssen etwas tun”, stellte einer genervt fest.
“Pass bloß auf und verletz nicht die Regeln, denn das Eis ist dünn”, erinnerte einer der ältesten Aufgestiegenen seinen Schüler.
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RE: Stargate: Battlestar Galactica - Elysium - - von Jonathan J. O´Neill - 04.10.2026, 19:39

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