[SG/Multi-Crossover] Odyssee
#21
Odyssee
Folge 3.09 Das Amulett im Sand, Teil 1

Andromeda-Galaxie
FTL-Reichweite von Neu-Caprica
Battlestar Galactica - Quartier von Saul Tigh

Man war nun seit über sieben Monaten auf der Flucht und hatte einen neuen Präsidenten wählen müssen. Admiral William Adama hatte seinen XO, Colonel Saul Tigh, aufgesucht um ein ernstes Wort mit ihm zu reden. Der Admiral war auch nicht gerade begeistert davon, dass nun ausgerechnet Doktor Gaius Baltar Präsident werden sollte, aber er fand es nicht richtig die Wahl deswegen zu manipulieren, damit Laura Roslin ihr Amt dadurch behält.

“Also, was haben Sie sich nur dabei gedacht, Colonel?”, fragte Admiral Adama, und stauchte seinen langjährigen Freund und XO, wie ein Lehrer einen seiner Schüler, zusammen der bei einem Test betrogen hatte.

“Keiner kann ernsthaft diesen schleimigen Dreckskerl zum Präsidenten haben wollen - und diesen Terroristen Tom Zarek als Vizepräsidenten… Sie wissen genauso gut wie ich, dass es in einem furchtbaren Fiasko enden wird Bill”, rechtfertigte Saul Tigh sein Handeln, der dabei mitgeholfen hatte die Präsidentschaftswahl zu manipulieren.

“Wir können uns trotzdem nicht so einfach über Recht und Ordnung hinwegsetzen”, erwiderte Adama wiederholt streng.

“Toll! Unsere Reise endet auf einem Rastplatz, der in ein paar Jahren unbewohnbar und keine ausreichenden Ernten mehr abwerfen wird sowie mit einem unstabilen Klima”, schnaubte Tigh verächtlich. Dieser Aussage musste der Admiral, obwohl es ihm sichtlich schwer fiel, leider zustimmen. Doch änderte es nichts an seiner Meinung. Er verließ das Quartier seines ersten Offiziers und machte sich auf den Weg zu Laura Roslin, um sie ebenfalls damit zu konfrontieren.

Als William Adama gegangen war, schüttelte Saul Tigh hilflos den Kopf, da er wusste das Gaius Baltar das nicht so leicht auf sich sitzen lassen würde. Der XO der Galactica hoffte dabei inständig auf die Diskretion des Admirals, mit dem ihn schon eine jahrzehntelange Freundschaft verband.



Milchstraße
Wraith-Territorium - Hauptbasis

Wie schon des Öfteren in der letzten Zeit inspizierte die Oberste der Königinnen die Sektion mit den schier scheinbar unzähligen Brutkammern. In diesen wurden wieder einmal ebenso viele neue Wraith-Drohnen und -Offiziere herangezüchtet.

Diese große Anstrengung wurde von einem erbeuteten ZPM massiv begünstigt, was den Entwicklungs- und Heranwachsungsvorgang beschleunigte.

Doch eines war dieses Mal anders, denn die Königin hatte niemand anderes als Todd, der von einer ganzen Phalanx von Kriegern bewacht wurde an diesen Rundgang teilhaben lassen.
Sie zischte und wisperte dem Wraith zu: “Wie Du siehst, wird unser Volk mit jeder weiteren Generation größer, stärker und mächtiger. Dasselbe trifft auch auf unsere Flotte zu, wie Du gleich selber sehen wirst. Und das alles verdanken wir Dir. Nämlich das die Wraith eine neue Galaxie mit vielen reichen Weidegründen in Besitz nehmen können…”

Mit diesen Worten führte die Königin auch schon Todd nach draußen auf eine Art große Veranda. Von diesen Ort aus konnte man die gesamte Ebene überblicken auf welcher einige Hives im entstehen waren.
“Sieh ruhig ganz genau hin!”, forderte sie ihren “Gast” auf. Nach einer dramatischen Pause fuhr sie fort: “Diese Basisschiffe sind, wenn sie in etwa 1-3 Jahren fertig sind, das Kernstück unserer  neuen und mächtigen Flotte. Ich sehne mich danach mit meinen Schwestern, den anderen Königinnen diese Galaxie zu beherrschen.”

Die Wraith war merklich sehr euphorisch und siegessicher. Das spürte und erkannte Todd sofort, der im Stillen dachte: ‘Sie ist eitel, arrogant und unterschätzt die Menschen immer noch. Ein Punkt, der ihr den Untergang und mich dadurch um meine persönliche Rache bringen könnte…’



Andromeda-Galaxie
Heraclia
Königreich Ecosines - Darius’ Feldlager

Mit starken Stricken gefesselt wurde Adriana vor ihren Bruder geführt. Dieser hatte sie bereits aufs Sehnlichste erwartet. Somit war der Tag gekommen, dass die beiden seid fast zwanzig Jahren wieder zusammen waren.

“Du siehst wahrhaftig der göttlichen Orici, unserer geliebten Mutter, mehr als nur ähnlich. Du ahnst bestimmt schon weshalb ich Dich habe hierher entführen lassen. Und falls doch nicht, werde ich Dir das Schicksal offenbaren: Zunächst wirst Du für nächsten Tage in diesen schönen Käfig dort gesperrt. Bis zu dem Tag der großen Zusammenkunft, den Moment der Entscheidung, wo einer von uns den Tod finden wird… Nämlich Du!”, verkündete Darius kalt, der dabei auf einen stählernen Käfig deutete.
“Wieso willst Du das tun? Du bist doch mein Bruder! Das muss doch alles nicht sein. Wir finden eine andere Lösung…”
“Leider muss es doch sein. Denn ich will ja schließlich uneingeschränkt herrschen. Und zwar alleine. Zunächst über diese Welt hier, wobei Du mir im Wege stehst, und später werde ich Rache an den Feinden der Ori und unserer Mutter üben sowie allen anderen Ungläubigen, die sich der Lehre verweigern. Ich werde Dich also in einigen Tagen schon töten.”
“Nur deswegen?”
“Ja, Schwester. Und weil ich hörte, was auch dem Prior missfiel, dass Du die, die sich dem einzigwahren Glauben verweigern und ihnen erlaubst bei ihren Irrglauben zu bleiben am Leben lässt”, erklärte Darius, “und jetzt: Sperrt Adriana in den Käfig dort, und nehmt ihr dann die Stricke wieder ab!”

Als er dann alleine war inspizierte er die Ausrüstung, nämlich die Rüstung und die Waffen, die Adriana im Moment ihrer Verschleppung bei sich getragen hatte.

Zur selben Zeit tastete seine Schwester an der Stelle, wo sich ihr Amulett befinden sollte. Aber da war nichts. Adriana war sich sofort sicher, dass es ihr bei ihrem Kampf gegen ihre Entführer vom Hals gerissen worden sein muss. Ein bislang unbekanntes Gefühl der Angst überkam sie deswegen, denn dieser magische Gegenstand hatte sie all die Jahre über beschützt und vor vielen Unangenehmen bewahrt.

Ganz anders sah es bei Darius aus, der zufrieden lächelte, und mit dem Schwert seiner Schwester, welches er in eine Decke gewickelt hatte, zu einem der Waffenschmiede begab.

Nach einer kurzen Unterhaltung fragte dann der Handwerker: “Ich soll also ein Duplikat von diesen Schwert dort herstellen?”
“So ist es!”
“So etwas ist sehr teuer, großer Darius. Aber ich werde es rechtzeitig in den nächsten fünf Tagen vollenden. Ich mache mich sogleich an die Arbeit, Herr.”
“Sehr gut! Genau dies wünsche ich nämlich. Ich werde Dich für die Leistung gut und reich belohnen, mein Freund”, versicherte ihm der Sohn der Orici, der sich zufrieden umwandte und dann heimtückisch vor sich hingrinste.


Sigma-Sektor
Electra-Flotte
Battlestar Electra - CIC

Es dauerte eine Weile ehe die Rückmeldungen über den Erhalt der Sprungkoordinaten auf dem Flaggschiff der Flotte eintrafen.
“…so das letzte zivile Passagierschiff hat den Erhalt bestätigt, Admiral.”
“Na endlich. Das wurde ja auch Zeit, nicht wahr Lieutenant? Den Sprung, der uns in den nächsten Sektor bringen wird, auf meinen Befehl ausführen! Dieser wird uns sehr weit von unserer alten Heimat wegführen…”, seufzte Diana McBride, die wie alle anderen wusste dass man sich schon lange in bekannte und unerforschte Regionen der eigenen Galaxie vorgewagt hatte.
Schließlich gab sie das angekündigte Zeichen. Und als dann endlich der FTL-Sprung der Electra erfolgen sollte, und auch noch der Schalter dafür betätigt wurde, kam es zu einem unerwarteten Kurzschluss.
In diesem Moment konnte Captain David McBride gerade noch: “Nein! Bitte nicht schon wieder!” - hervorstoßen.


Tau-Sektor
Electra-Flotte
Battlestar Iuno - CIC

Nach einigen Minuten machte sich allmählich eine gewisse Ratlosigkeit breit. Denn immer noch fehlte auf dem DRADIS die Kennung eines Schiffes.
“Ist immer noch bestätigt, Commander - nach wie vor keine Spur von der Electra!”
“Danke XO. Das gefällt mir nicht. Ich will erst einmal eine sichere Leitung zum neuen Commander der Heracles, Commander Edwards!”

Es verging nicht einmal mehr als eine Minute und Commander Amanda Carter konnte den wohl erfahrensten Offizier in dieser Flotte um seinen Rat bitten.
“Danke Jonathan.”
“Gern geschehen. Wie macht sich Ihr neuer XO?”
“Nun ja. Major Patricia James war natürlich sehr erfreut über ihre Beförderung, und tut wie wir alle ihr Bestes. Man hört und sieht sich. So, wo bist du jetzt nur hin Diana?”

“Commander. Suchen wir jetzt nach der Electra?”, fragte Patricia James, nachdem ihre Vorgesetzte die Verbindung mit dem Commander der Heracles beendet hatte.
“Das haben wir vor. Doch ist das Suchgebiet verdammt groß… Schon eine Idee, Major?”
“Ja. Im Notfall springt man zu den Nullkoordinaten zurück. Dies könnte zum Beispiel ein Raptor übernehmen. Außerdem zu allen möglichen Zielpunkten, die in der Reichweite der FTL’ der Electra liegen. Wir werden dafür beinahe alle Raptor in unserer Flotte einsetzen müssen. Dafür würde ich mich mit allen anderen Executive Officers und CAG’ kurz besprechen.”
“Dann will ich, dass Sie genau das tun! Los ab an die Arbeit!”


Heraclia-System
Battlestar Electra - CIC

“Ich will sofort - eine Meldung! Ich will in Namen aller möglichen Götter von Kobol so schnell wie nur möglich erfahren, was hier gerade passiert ist!”, schnappte Diana McBride wütend. Dabei sah sie jeden der Reihe nach im Combat Information Center an.
Doch sie blickte nur in ratlose Gesichter. Andere im Bereich der Steuerung und Navigation gingen quasi auf Tauchstation und begannen an der Technik zu arbeiten.
Nach wenigen Augenblicken blieb der Blick des Admirals an Captain McBride hängen.

Um sich noch größeren Zorn seiner Vorgesetzten und älteren Schwester zuzuziehen, gab jener sofort Auskunft: “…vor einigen Tagen hatten einige Techniker und Wissenschaftler mit mir zusammen an der Navigation und dem FTL-Antrieb gearbeitet… nach dem Systemchecks war alles funktionsfähig. Die einzige Erklärung dafür aus meiner Sicht ist, dass sich eine Steckverbindung oder etwas Vergleichbares gelockert hat…”

Trotz seiner Beichte wurde er wütend von Diana angeschaut, die auf eine Bestätigung wartete. Diese und die Bestätigung der fehlerhaften Wiederzusammensetzung folgten auch schon einige Minuten später.

“Gut. Dann wäre das ja endlich geklärt. Die Verantwortlichen werden da ein paar Aufgaben erledigen müssen - mit fällt da schon noch etwas Passendes ein!”, urteilte Colonel Lot Hebridan der XO trocken. Nach einer Pause fuhr er mit einem Brummen fort: “Aber es wird aber auch Zeit endlich zu erfahren, wo wir hier eigentlich gelandet sind!”
Die ganze Zeit über, seid ihrem Überlichtsprung, hatte er das DRADIS über seinem Kopf nicht aus den Augen gelassen.

“Admiral. Colonel. Ich habe hier die ersten Daten, die uns ein Planetensystem anzeigen, das uns vollkommen unbekannt ist”, meldete jemand bei der Navigation.
“Na gut, wir werden einige Raptor und ein ganzes Vipergeschwader losschicken, die das System erkunden sollen! Vielleicht finden wir ja etwas Brauchbares da draußen”, legte Admiral McBride fest.
Derweil ließ sich Colonel Hebridan mit Miss Shen verbinden um sie über die aktuelle Lage zu informieren, die nach einer kurzen Unterhaltung erklärte ebenfalls einen Jumper zur gemeinsamen Erkundungsmission auszusenden.

Backbordhangardeck

Das Team, welches zum Erkundungsteam für den Jumper zusammengerufen worden war, hatte sich mittlerweile vollzählig versammelt. Neugierig warteten wir auf die letzten Anweisungen von Miss Shen.
Die Leiterin der Andromeda-Expedition kam auch gleich zur Sache: “Damit es allen klar ist: Major Jennifer Hailey hat während dieser Mission da draußen das Kommando! Nach den neuesten Erkenntnissen befinden wir uns in einem Planetensystem mit 5 Planeten und drei großen Asteroidengürteln. Es gibt hier zwei Welten, die wir als bewohnbar einstufen können. Ihr Auftrag lautet sich diese etwas genauer anzusehen!”

“Ihr habt es alle gehört, dann mal alle an Bord jetzt!
“He! Hetze uns nicht, Jiao!”
“O doch, Jessica! Macht mal ein bisschen schneller, ja!”


Orbit Heraclia < = > Planet Heraclia
Jumper 1

Es war mehr als nur deutlich so einigen von uns anzumerken, dass wir Lieutenant Tessa de Vaux vermissten, die sich zu einem Flugtraining auf der Battlestar Iuno befand. Als wir gestartet waren, wurden wir nur bis kurz vor dem Eintritt die Atmosphäre eines Planeten, von einer kleinen Eskorte von Viper flankiert. Schon kurz drauf begann der Eintrittsflug.

Das wir sofort diesen Planeten nahmen lag an Major Hailey, die wie First Lieutenant Jin Lebenszeichen und die Spuren von Zivilisation dort entdeckt hatten.

Während wir mit dem Jumper über den einen Kontinent auf der nördlichen Halbkugel flogen, blinkte eine Anzeige warnend auf.
“Gut nur dass wir uns im Tarnmodus befinden”, bemerkte First Lieutenant Jin, die kurz zu Major Hailey blickte.
Jennifer hatte schnell die Daten ausgewertet, weswegen ihr der Atem stockte, sagte sie vollkommen perplex: “Diese Signaturen deuten auf eine uns sehr bekannte Technologie hin…”
“Antiker?!”
“Leider nein, Natalia. Es sind eindeutig welche die von der Technologie der Ori stammen. Ein Signal kommt von dort, in einem Gebirge. Und zwei weitere sind dort, wo sich einige Lebenszeichen und einmal unzählige davon befinden”, seufzte Hailey besorgt.

Einige Minuten lang herrschte Stille, welche dann Jiao beendete indem sie mitteilte: “Fliegen wir erst einmal zur Signaturspur, die im Gebirge liegt. Denn dort scheint es nur Botanik zu geben.”
Jennifer und auch wir anderen hatten keinerlei Einwände. Der Fall lag klar auf der Hand, sollten sich tatsächlich auf diesen Planeten noch Anhänger der Ori, einige ihrer Truppen, oder gar noch ein Prior hier befinden, waren wir so ziemlich im Nachteil.

Der Flug dauerte zum Glück nicht lange. Vorsichtshalber landete First Lieutenant Jin zwischen einigen Felsen, die sich in der Nähe der gemessenen Energiesignatur befanden. Diese Stellung wäre einige Zeit gut zu verteidigen.
Aber noch gab Major Hailey die Mission nicht frei, denn sie musste noch einige klare Befehle erteilen: “Gut. Doktor Rosenthal, Lieutenant Bernstein, Leutnant Schneider, Private Kieras, Wolfrino und ich werden uns mal etwas näher umsehen! Die anderen bleiben hier beim Jumper und sorgen für einen reibungslosen Rückzug!”

Es war nicht zu übersehen, dass diejenigen die beim Jumper zurückbleiben mussten uns enttäuscht nachschauten.
Vorsichtig näherten wir uns dem Objekt, das sich als sehr großes Shuttle offenbarte. Doch es lag verlassen und schon bereits beinahe komplett mit Pflanzenwuchs überwuchert vor uns da.
Es dauerte einige Zeit ehe wir eine der Einstiegsluken fanden. Weil diese Technologie, die der Antiker sehr ähnlich war, gelang es schließlich Doktor Rosenthal eine Zugangsluke zu öffnen.

In Zweiergruppen betraten wir mit gebotener Vorsicht das Raumschiff, und begannen  drinnen sofort mit unserer Erkundung. Während sich Hailey und Rosenthal, die beide von Bernstein unterstützt wurden sich im Cockpit beschäftigten, inspizierten Kieras, Schneider und ich das übrige Shuttle. Dabei machten wir, wie von unserer Teamleiterin angeordnet auch Videoaufnahmen.

Schließlich konnte der Zugang zur Datenbank des Schiffes gefunden werden, die auf eine mitgeführte externe Festplatte kopiert werden sollte.
“Hier Lieutenant Bernstein. Leute! Wir sind hier fertig sagt Major Hailey, und dass wir uns an der Zugangsluke treffen!”
“Hier Leutnant Schneider, haben die Nachricht erhalten und machen uns auf den Weg zum Treffpunkt. Sandra. Wolfrino. Abmarsch!”

Wie vereinbart zogen wir uns gemeinsam zu den anderen Teammitgliedern und zum Jumper zurück.

Kaum befanden wir uns wieder an Bord machten sich Jennifer und Benjamin sofort an die Auswertung der gesammelten Informationen, während Jiao sofort startete und auf eine sichere Entfernung zu gehen.

“Das war nicht anders zu erwarten: Die meisten der Datenbanksätze sind codiert. Das wird eine gewisse Zeit dauern um das Wissen daraus zu entlocken”, stellte Doktor Rosenthal fest.
Dies fand Major Hailey nicht besonders tragisch, weil man es schon zumindest geschafft hatte den Zugang zur Navigation zu finden, weshalb sie uns allen sagte: “Da Admiral McBride und wir alle anderen wissen wollen wohin es uns verschlagen hat, kommt jetzt die Auflösung: Nach den Daten hier befinden wir uns in einer kleinen Satellitengalaxie von Andromeda, die wir bei uns zuhause als Messier 110 sowie NGC 205 oder auch Andro-Alpha-Galaxie kennen…”
“So viele Bezeichnungen? Ganz schön kompliziert bei euch”, stellte daher Private Kieras amüsiert fest.

Während Rosenthal versuchte weitere Codes der Datensätze zu entschlüsseln, wurden noch nebenbei die gemachten Videoaufnahmen ausgewertet. Auf den Bildern konnte man das innere des Shuttles sehr detailliert sehen. Was aber besonders ins Auge fiel waren die 52 Stasiskammern auf einem Deck, die uns einige Rückschlüsse auf die Stärke der Besatzung des Raumschiffes gaben.

Als Hailey dazu gerade etwas äußern wollte, machte sich stattdessen Jin bemerkbar.
“Was ist denn los, Jiao?”
“Wir haben unser nächstes Ziel erreicht.”
“Wo denn? Sind wir etwa schon da?”
“Sind wir, Major. Der Flug hat eine bequeme Stunde gedauert. Ich habe mit Natalia den Punkt angesteuert in dessen Umgebung es nur wenige Lebenszeichen gibt, scheinen am Tage nur Lebensformen unter der Erdoberfläche zu existieren. Befinden uns jetzt in einer Wüstengegend. Wir werden dort auf der kleinen Anhöhe einen Felsen landen”, antwortete First Lieutenant Jin, die sich darüber erheitert zeigte, dass einige im Team anscheinend jegliches Zeitgefühl verloren hatten.

Da wir uns in einem zum größtenteils übersichtlichen Gelände befanden, erlaubte Jennifer Hailey dieses Mal allen sich vom Jumper zu entfernen.

An der Seite von Natalia Adamov, die einen Scanner der Antiker in der Hand hielt, schritt Jiao Jin zielgenau auf einen Punkt zu.

“Das hier gefällt mir nicht!”
“Was ist denn los, Lieutenant Bernstein?”
“Ganz einfach, Sergeant Hamovic. Da muss man sich nur kurz umsehen um zu erkennen, dass hier etwas nicht stimmte - der Sand ist hier zu sehr aufgewühlt, dass es allein der Wind oder ein Sturm gewesen sein könnte.”
Die israelische Soldatin war nicht alleine mit ihrem unguten Gefühl. Denn nach einer kurzen Überprüfung der näheren Umgebung stellte man fest, dass vor einiger Zeit hier ein Kampf stattgefunden haben musste.

Nach einer kurzen Begutachtung, rief Lieutenant Adamov aufgeregt: “Das hier scheint eine Art Amulett zu sein, Major Hailey! Es lag hier im Sand!”
Mit einem skeptischen Blick nahm Jennifer den von Natalia gefundenen Gegenstand in die Hände. Sie drehte und wand ihn mehrmals in ihren Händen. Das Amulett und selbst auch die Kette ausführlich zu begutachten.
Irgendwie kam ihr das bekannt vor. Doch es dauerte, ehe es in ihrem klugen Kopf klick machte, und sie schließlich mit Schrecken ausstieß: “Dieses Amulett hier… und dieser Stein haben eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem von Adria!”

Odyssee
Folge 3.10 Das Amulett im Sand, Teil 2

Andromeda-Galaxie
Heraclia
Königreich Ecosines - Wüstenregion, Oase

Kaum hatte Major Jennifer Hailey ihren Satz beendet, der einige in unserem Team hatte in eine Schockstarre fallen lassen, brachen aus ihren vielen Verstecken mehrere Dutzend Angreifer hervor. Es waren Kriegerinnen der Amazonen. Und zwar eines Stammes, der mit Veronika verwandt und somit eng verbündet mit ihr war. Diese Streitmacht hatte unabhängig von den Entscheidungen von Adriana und ihrer Fürstinnen beschlossen, die einzige Oase in der weitläufigen Wüste des Königreiches Ecosines zu sichern.

“Keine falsche Bewegung Fremde, sonst ist euch allen der Tod gewiss!”, warnte eine Kriegerin, die in vorderster Reihe stand, und wie ihre Gefährtinnen mit schussbereiten Bogen uns gegenüberstand. Schließlich fügte sie auffordernd hinzu: “Dreht euch alle langsam mit den Gesichtern zu mir um! Aber lasst eure Hände dort, wo wir sie gut sehen können!”

Da die Lage für uns zu unübersichtlich und brenzlig war, gehorchten wir den gegebenen Anweisungen umgehend.
Doch als die Amazonen bemerkten dass die meisten Mitglieder unseres Teams Frauen waren, entspannten sie sich diese ein wenig.

Mit immer noch leicht erhobenen Händen trat unsere Teamleiterin vor, und sagte: “Gut. Ich fange an: Ich bin Major Jennifer Hailey und führe diese Gruppe hier an.”
“Ich bin Terra, eine der Heerführerinnen der Amazonen. Was wollt Ihr hier? Und woher kennt Ihr die göttliche Orici Adria, die die Mutter von Adriana, die Blutsschwester von unserer Prinzessin Veronika ist?”
“Das würde ich sehr gerne erklären. Ist aber eine etwas längere Geschichte. Doch wäre es nett, wenn Eure Kriegerinnen nicht mehr auf meine Freunde zielen würden.”
“Gut. Aber unter einer Bedingung: Ihr habt alle ausnahmslos sämtliche Waffen und eure Ausrüstung abzulegen! Wenn das getan ist, werden wir beide reden. Ich gebe Euch mein Wort als Kriegerin, dass Deinen Freunden nichts geschehen wird!”
Jennifer nickte: “Gut. Es ist ein gewisses Risiko für uns, aber ich bin damit einverstanden.”

Danach gab Terra einigen ihrer Kriegerinnen ein Zeichen, welche uns die Waffen, die Rucksäcke und Einsatzwesten abnahmen.


Heimatkolonie der Zylonen

“Soll ich es noch einmal zusammenfassen? Gut! Das gesamte Geschehen seit unserem Angriff auf die Kolonien der Menschen, in einem Wort zusammengefasst - ist: Inakzeptabel!”, wetterte Cavil zum Ende einer gemeinsamen Sitzung hin heftig.

Der Grund dafür lag klar auf der Hand, nämlich dass es immer noch Menschen gab, trotz des Genozid-Angriffes auf das System in denen die Zwölf Kolonien von Kobol beheimatet gewesen waren. Das Schlimmste für den Einser sowie viele weitere Zylonen war, dass der Plan so gut vorbereitet wie möglich gewesen war, und dennoch tat er es nun als absoluten Fehlschlag ab.

Um den Wutausbruch etwas zu drücken, erklärte eine Acht: “Wir haben vor kurzem eine sehr kraftvolle Energiesignatur aufgefangen, die von einer atomaren Explosion stammt.”
“Davon habe ich Kenntnis erhalten. Und - dass die Signatur zu der Art von Strahlung passt, die nur die Menschen aus den Kolonien für ihre atomaren Waffen verwenden. Wir werden der Sache also demnächst nachgehen. Das Dumme ist nur, dass wir ein ganzes Jahr benötigen um zu diesen Koordinaten zu gelangen”, brummte Cavil daraufhin immer noch ziemlich launisch.



Milchstraße
Erde
USA - Homeworld Command

Mit einem kurzen besorgtem Seufzen nur hatte General Jack O’Neill die Aussagen der drei Mitglieder der Tok’ra zur Kenntnis genommen. Teal’c hingegen war ganz und gar wortlos geblieben und hatte nur skeptisch geschaut.
Abermals bestätigte eine Tok’ra: “…es gibt keinerlei Zweifel: Die beiden Goa’uld haben sich, wegen einer Droge, auf eine sehr lange Zeit mit ihren Wirten verbunden. Jede Art von Trennung würde für Jeanne und Jasmin den Tod bedeuten!”
“Danke. Guten Heimweg. Lieutenant, besorgen Sie ein Shuttle für unsere Gäste!”
“Jawohl, Sir”, nickte seine Adjutantin, die kurz darauf auch die Tok’ra hinausgeleitete.

Nachdem Jack und Teal’c wieder alleine in O’Neills Büro waren, brummte der General angesäuert: “Das ist doch wirklich nicht zu fassen - und besonders übel für Jeanne und Jasmin, dass uns diese Schlangen doch tatsächlich die Wahrheit gesagt haben!”
“Und was nun?”
“Eine gute Frage, Teal‘c… Die Frage werden wir an die beiden Schlangen weitergeben…”, murmelte Jack, der aufstand um sich gemeinsam mit seinem Freund zu den beiden Frauen zu begeben.

Zuerst betrat der Jaffa den Verhörraum, der dann wartete bis der General eintrat, und die Tür ins Schloss gleiten ließ.
Als dies geschehen war, fragte Bastet/Jasmin neugierig: “Nun. Auf welche Art und Weise werdet ihr uns nun töten?”
“Gar nicht!”, antwortete der ehemalige Primus von Apophis kurz angebunden.
“Richtig!”, unterstrich der General, der sich den beiden gegenübersetzte. “Würde ein Teil von mir sehr gerne tun, doch müsste ich einigen Leuten so manches erklären… doch habt ihr im Verlaufe unsres Gespräches Ba’al erwähnt. Stammt von diesem Kerl etwa diese Droge, die euch diese Fähigkeit der untrennbaren Verschmelzung verliehen hat?”

Daraufhin lächelten Nike/Jeanne und Bastet/Jasmin nur.
Diese Art der Antwort genügte Jack O’Neill bereits, und er erklärte dann: “Ja. Und noch etwas: Wir werden euch gehen lassen, und niemand außer denen, die es bereits wissen werden erfahren, wer oder was ihr seid! Denn es unterliegt nach wie vor höchster Geheimhaltungsstufe!”

Der General legte eine kurze künstlerische Pause ein, und schaute in zwei vollkommen überraschte Gesichter.

Es dauerte eine Weile bevor sich die beiden Goa’uld wieder gefangen hatten, und Nike/Jeanne ihre Vermutung: “Ihr werdet uns bestimmt im Auge behalten!” - aussprach.
“In der Tat! Eine falsche Bewegung oder Handlung - und ihr beiden findet euch hier auf diesen Stützpunkt in einer Zelle wieder!”
“Also wirklich Teal’c! Also wirklich General O’Neill! Was denken sie beide denn eigentlich von uns, denn wir sind immerhin zwei Hamburger Polizistinnen!”, erwiderte Bastet/Jasmin auf diese Ankündigung mit einem leichten und entspannten Schmunzeln.



Andromeda-Galaxie
Heraclia
Königreich Ecosines - Wüstenregion, Oase

“Ihr gebt also offen zu Feinde der Ori, ihrer Lehre und somit auch von Adriana zu sein!”, schlussfolgerte Veronika, die Amazonenprinzessin, die vor einiger Zeit eingetroffen war um selber an der Befreiung ihrer Freundin zu helfen.

Darum sah sich Major Hailey gezwungen zu reagieren und versicherte: “Nein! Wir sind keine Feinde von Adriana…”
Aber sofort unterbrach Terra sie, und erinnerte mahnend: “Und dennoch habt Ihr gegen die Ori, ihre Gläubigen und sogar auch noch die göttliche Orici gekämpft!”

Unsere Teamleiterin spürte die Gefahr in der wir alle schwebten, weswegen sie sich gezwungen sah weiterhin aus der Defensive heraus zu agieren um das Vertrauen ihrer Gesprächspartnerinnen zu gewinnen.

Es fiel Jennifer schwer sofort die richtigen Worte in dieser gefährlichen Lage zu finden, daher blieb sie weiterhin ruhig, und atmete erst einmal noch sehr tief durch, ehe sie entgegnete: “Wir taten dies nur um unsere Welt und die mit uns verbündeten Völker auf anderen Welten zu verteidigen. Ihr habt mir berichtet, dass dies auch hier geschieht. Wobei Adriana vollkommen anders ist, denn im Gegensatz zu diesen Darius, und von den Geschehnissen aus unserer Galaxie löscht sie niemanden aus, der die Lehre nicht annehmen will…”
“Solange dies wahr ist, klingen Eure Worte gut. Major Jennifer Hailey, ihr sagtet vorhin, dass ihr die Mutter der göttlichen Orici kennen würdet.”
“Das ist korrekt. Und auch das auf ihre Vermittlungen und auch von Tomin Frieden zwischen uns herrscht…”
“Das genügt! Geht jetzt zu Euren Freunden, denn wir müssen uns beraten!”, ordnete Veronika an.
Denn an der Amazonenprinzessin lag es nun zu entscheiden, was mit uns geschehen solle. Dabei gab es viele Möglichkeiten, die sich ihr anboten.



Triangulum-Galaxie
Goa’uld-Planet

Seit geraumer Zeit schon befanden sich alle verbliebenen Goa’uld, bis auf versteckte Agenten, auf der neuen Heimatwelt in einer anderen Galaxie. Es zeigte sich schnell, dass Athene, Selene und Morrigan sehr zufrieden mit den bisherigen Fortschritten waren, die den Wiederaufbau des Goa’uld-Imperiums dienten.
Ein Vorteil war natürlich, dass es auf dieser Welt eine große Anzahl von primitiven Menschen gab, die versklavt, zu Jaffa oder Wirten gemacht werden konnten, wofür Ba’al gesorgt hatte.

Doch es gab noch etwas anderes, auf was dieser Systemlord gestoßen war, und allen Indizien nach wohl immer noch auf der Spur war.

“Gerade habe ich erfahren, dass unsere Streitkräfte von Jaffa- und Klonkriegern um jeweils ein weiteres Battallion vergrößert geworden ist, seitdem wir hier angekommen sind”, verkündete Morrigan gutgelaunt.
Doch diese erhielt sofort einen kleinen Dämpfer, denn Athene stellte fest: “Das bedeutet, dass von diesen Moment an genau die Hälfte unserer Flotte noch ohne Besatzung ist. Und es noch einige Jahrzehnte dauern wird, bevor wir uns an den Tau’ri rächen können! Ich hoffe daher nur dass Nike und Bastet in ihrem Eifer nichts überstürzen werden, weil es noch dauern wird bevor wir wieder mächtig genug sind…”
“Das ist wahr! Aber eine andere Sache: Es kann nur einer der vielen Klone von Lord Ba’al gewesen sein, der das hier alles in die Wege geleitet hat. Die Frage ist nur: Wo ist er abgeblieben?”, murmelte Selene nachdenklich.

Unerwartet meldete sich eine Stimme, die in den Zelteingang getreten war zu Wort: “Vielleicht kann ich ja da weiterhelfen, den Durst der Rache ein wenig zu beschleunigen.”

Auf Grund dieses unerwarteten Besuches wandten sich die drei Goa’uld um. Nur Athene erkannte den Gast schnell, weswegen sie kurz milde lächelte, und schließlich darauf reagierte: “Hallo Bob! Schön einen so klugen Bruder hier in unserer Runde begrüßen zu können. Doch nun sage uns: Wie willst Du es beschleunigen?”

“Es wäre schön mich nicht mehr Bob zu nennen, denn mein Wirt in welchen ich wohne heißt schon so! Nun zu meiner Hilfestellung. Ich verfüge wie auch Athene über gewisse Kenntnisse von den Tau’ri und ihren Tätigkeiten. Insbesondere des Stargate-Programms. Um unsere Anzahl zu erhöhen, könnten oder sollten wir es wie die Wraith machen, wofür wir ein ZPM oder eine vergleichbare Energiequelle benötigen…”, schlug der Goa’uld vor, der im ehemaligen US-Vicepresident Robert Kinsey steckte.
Sofort hellte sich das Gesicht von Athene auf, da sie ganz genau wusste, was gemeint war, und sagte: “Sehr gut. Somit hätten wir genug Energie, womit wir innerhalb von ein bis zwei Jahren genug Goa’uld-Symbionten erschaffen hätten, und Rache an den Tau’ri nehmen und ihre Welt übernehmen könnten.”



Andromeda-Galaxie
Heraclia
Königreich Ecosines - Wüstenregion, Oase

Von den wachsamen Wachposten der Amazonen wurden die sich nahenden Kriegerinnen und Krieger der Ori schon lange bemerkt, die sich der Oase genähert hatten.
Doch wegen des Vorfalles, der Verschleppung von Adriana, die von Mitgliedern ihrer eigenen Leibgarde nicht verhindern konnten, wurden diese Neuankömmlinge kritisch und sehr genau kontrolliert. Erst nachdem dies geschehen war, wurden die Männer und Frauen in die Oase eingelassen.

In der Zwischenzeit hatte Veronika nach langer Beratung mit ihren wichtigsten Getreuen das Urteil über die Fremden gefällt. Sie erhob sich und machte sich auf den Weg zu unserer Gruppe.
“Die Prinzessin ist mit einer Eskorte unterwegs zu uns. Ich glaube es ist soweit”, ahnte First Lieutenant Jin, die nicht als einzige mir kurz zunickte. Darauf blinzelte ich kurz als Zeichen das ich verstanden hatte.

Doch da wir uns alle zusammen auf Veronika, Terra und die zahlreichen anderen Amazonen konzentrierten, bemerkten wir die Ankunft der 24 Ori-Kriegerinnen und -Krieger nicht.

Von etwa einem Dutzend ihrer besten Kriegerinnen eingerahmt, traten die Prinzessin und eine ihrer Heerführerinnen zu uns heran. Langsam erhoben wir uns.
Veronika senkte kurz den Kopf, nickte dann und verkündete: “Ihr seid ja eigentlich keine wirklichen Fremden mehr für mich und Terra, weil Major Jennifer Hailey alles über euch berichtet hat. Mein Urteil für euch lautet wie gefolgt: Ihr seid wieder frei, und…”

Doch weiter kam die Amazonenprinzessin nicht mehr, denn einer der angekommenen Ori-Krieger schrie lauthals: “Das sind Feinde des wahren Glaubens! Sie stammen von der Erde! Wir müssen sie allesamt auf der Stelle für ihre Frevel hinrichten!”

“Oh! Auch das noch”, schluckte Jennifer Hailey, die einen Schritt nach hinten tat und mir ihre linke Hand auf den Arm legte, um mich daran zu hindern die Krallen auszufahren.
“Das sind zu viele, Wolfrino!”

Doch die Kriegerinnen der Amazonen und auch die mit ihnen alliierten Truppen aus den Norden und Osten versperrten ihren eigentlichen Verbündeten den Weg zu uns.

Die Folge war eine hitzige Debatte, die Veronika von da an mit Hauptmann Cassius ausfocht. Der Anführer der Leibgarde Adrianas revidierte dann die Forderung ein wenig nach unten: “Na gut, wenn es so ist, werden eben nur die acht Krieger der Erde sterben. Und die beiden, die das Zeichen des Phoenix tragen, übergebe ich in Eure Obhut!”
“Ich habe mich mit ihrer Anführerin sehr genau unterhalten, Hauptmann Cassius. Und meine Entscheidung steht fest: Ich lasse alle frei, damit sie uns dabei helfen können Eure Herrin, meine Blutsschwester Adriana zu befreien!”
“Aber! Sie sind Feinde von uns, Prinzessin Veronika!”

Eine der Ori-Kriegerinnen, die die Adjutantin von Hauptmann Cassius war, hielt es nicht mehr länger aus und ergriff überraschenderweise für uns Partei: “Herr! Sie, die Menschen der Erde und ihre Verbündeten mögen unsere Feinde, oder wenn es in der Tat wahr ist das Frieden vereinbart wurde, gewesen sein. Aber handeln wir wirklich in Sinne unserer großen Herrin Adriana, wenn wir diese dort töten, Hauptmann Cassius?”

Mit einem festen, aber auch sehr nachdenklichen Blick sah der Mann die junge Frau an, die scheinbar die richtigen Worte gewählt hatte. Daher wandte sich der Anführer der Leibgarde von Adriana mit klaren Worten seiner Adjutantin zu: “Du weißt sicherlich, dass früher solche Worte gefährlich waren. Aber Du hast Recht! Doch muss ich euch dennoch eine Frage stellen Kriegerin der Ori, Larissa, und auch ebenso euch Prinzessin der Amazonen, Veronika: Wie können diese uns wirklich von Nutzen sein? Denn Ihr wisst was geschieht für den Fall, wenn wir zu früh dort in der Ebene von Maranta bei den Ruinen eintreffen wird unsere Herrin gerichtet werden!”

Alle, außer natürlich unserem Team, verstanden diese Warnung die Hauptmann Silon als Botschaft ausgesprochen hatte. Deswegen drehte sich dann Veronika zu uns mit den Worten: “Das ist eine berechtigte Frage, Hauptmann Cassius. Sie haben mir von einer fliegenden Maschine berichtet, die sie einen Jumper nennen und mit dem sie hier hierher gereist sind. Und zwar von einem großen Schiff aus, welches sich Electra nennt. Dieser Jumper besitzt außerdem die Fähigkeit sich zu tarnen, also man sieht ihn nicht, obwohl er sich neben einen befinden könnte.”

Der Anführer der Ori-Krieger sah uns alle ein wenig überrascht an, als er diese Worte von der Amazone vernommen hatte. Dies sah unsere Teamleiterin als Anlass einen Schritt vorzutreten.
“Was ist los, Major Jennifer Hailey?”, erkundigte sich Veronika.
“Ich habe Euch noch etwas verschwiegen…”
“Und denen sollen wir trauen!”, brummte Cassius kopfschüttelnd.
“…wir haben alle unsere Waffen wie vereinbart abgegeben… doch… Wolfrino komm doch bitte mal her. Wolfrino konnte leider dieser Bedingung nicht ganz nachkommen. Los zeig es ihnen! Aber sachte!”, forderte mich Jennifer dadurch dazu auf die Krallen auszufahren.
Mit einem leichten Seufzen kam ich wortgenau ihren gegebenen Befehlen nach, während ich dabei leise murmelte: “Wenn es denn unbedingt sein muss…”

Als ich dies tat, waren natürlich entsprechende Rufe zu vernehmen, die hoffentlich von unseren neuen Freunden und Verbündeten stammten, wie - “Bei den Ori!” - “Bei allen Göttern!” - “Große göttliche Orici Adria!”

Doch einige, die um uns herumstanden traten neugierig näher an Major Hailey und mich heran. Unter ihnen waren natürlich unter anderen Veronika, Terra, Cassius und Larissa, die sich das ganze aus der Nähe ansehen wollten. Doch was sie am meisten faszinierte war die Wundheilung nachdem ich die Krallen wieder eingezogen hatte.

“Tja. Das mit dem Hinrichten der Krieger der Erde wäre wohl fehlgeschlagen”, bemerkte Larissa, die davon immer noch sehr beeindruckt war, wie auch Veronika und viele andere.

Sofort verbreitete sich die Kunde davon in der gesamten Oase, worauf mich viele für eine Gottheit hielten und verehren wollten. Sofort unterbanden Major Hailey und auch Doktor Rosenthal aber auch ich selbst diese Versuche indem wir unverzüglich Aufklärung betrieben.
Dazu diente einmal mehr das Video, von welchem Benjamin kurze Ausschnitte zeigte.
Daraufhin urteilte Veronika: “Wie kann man nur so grausam sein!?”

Derweil händigte First Lieutenant Jin der Adjutantin Larissa das Amulett von Adriana aus, die es sofort in sehr sorgfältige Verwahrung nahm.

Es gab aber keine Einwände mehr, weshalb unsere Gruppen sich nicht gemeinsam auf den Weg machen sollten, wodurch die Amazonenprinzessin entschied: “Somit ist es beschlossen: Wir werden alle zusammen denn nun aufbrechen um Adriana zu suchen, und wenn uns all unsere Götter sowie die Ori und die göttliche Orici Adria gewogen sind, auch aus der Gewalt von Darius befreien!”

Odyssee
Folge 3.11 - Die Zusammenkunft, Teil 1

Andromeda-Galaxie
Heraclia
Königreich Ecosines - Darius’ Feldlager

Sie betete, wie gewohnt, aber seit dem Tag ihrer gewaltsamen Verschleppung noch verstärkter zu den Ori, und nicht mehr nur allein zu den Göttern ihrer Pflegefamilie.

Sie war so tief ins Gebet versunken, dass sie Hauptmann Silon, den Anführer der Krieger der Ori sowie der Leibgarde von Darius nicht bemerkte, der ihr etwas zu Essen und zu Trinken an den Käfig stellte. Oder ignorierte die junge Frau den Mann nur?

Schließlich brach Silon schließlich die andächtige Stille der Inhaftierten: “Adriana! Tochter der göttlichen Orici Adria, Ihr müsst dringend etwas Essen und auch Wasser trinken. Es ist nichts vergiftet! Seht her, ich probiere es sogar… es ist alles in Ordnung…!”

Mit einem finsteren Blick im Antlitz sah die junge Frau nach oben, der den Krieger fürs Erste zunächst einen Schritt zurückweichen ließ. Immer noch taxierte Adriana ihn, sagte jedoch nichts, stattdessen wiederholte und fügte Silon hinzu: “Ich bitte euch, ihr müsst essen, sonst habt ihr für den Zweikampf, der schon bereits morgen stattfinden wird nicht genügend oder gar keine Kraft. Und es wird niemand hierherkommen um Euch zu retten. Denn dies würde euren vorzeitigen Tod bedeuten!”

Der Anführer der Leibgarde des Darius war hin- und hergerissen, da er nicht wusste, ob er auf der richtigen Seite stand. Doch er hatte keine andere Wahl. Noch einmal warf er einen letzten besorgten Blick auf die Gefangene, bevor er sich umdrehte und schon den Vorhang des Zeltes zurückschlug um rauszugehen. Doch dann blieb er stehen, wandte sich noch einmal zu Adriana um, und versicherte seufzend: “Nun gut. Der Teller und der Krug stehen parat, Tochter der Orici. Außerdem werde ich Wachen abstellen, die dafür sorgen werden, dass Ihr ungestört seid bis zu der Stunde, wo wir in die Ebene von Maranta aufbrechen werden. Den Ort der Zusammenkunft.”
Nachdem Silon dies gesagt hatte, verschwand er aus dem Zelt, um dafür zu sorgen, dass Adriana ungestört blieb.


Im selben Moment überflogen in einem Jumper im Tarnmodus, First Lieutenant Jin, Lieutenant Adamov, Private Kieras, Sergeant Avon, die Amazonenprinzessin Veronika und Hauptmann Cassius das Feldlager von Darius. Man hatte damit vor sich einen Überblick über die Lage und Stärke des Gegners zu verschaffen sowie eventuell doch auch Adriana zu befreien, falls es eine Chance dafür geben sollte.

“Ich sehe unsere Gebieterin nirgends!”, sagte Cassius bedrückt, der wie alle mit der Ausnahme von Jiao und Natalia, Ausschau nach Adriana hielten. Als der Ori-Krieger in Richtung der Amazone schaute, fing er sich sofort einen giftigen Blick von ihr ein, weil er unfähig gewesen war diese Verschleppung zu verhindern, obwohl er von den besten Kriegerinnen und Kriegern der Leibgarde begleitet worden war.

“Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich meine Schwester Adriana in irgendeinem der Zelte befinden muss”, schlussfolgerte Veronika schließlich.
Daraufhin fragte Natalia: “Wo sind denn diese Ebene von Maranta und deren Ruinen eigentlich?”
“Der Ort wo die Zusammenkunft stattfinden soll, befindet sich in diese Richtung! Dort wo diese 5 Hügel emporragen”, antwortete die Amazone, die auf eine Region in nördlicher Richtung deutete.

“Hm”, machte Private Kieras. “Äh, Hauptmann Cassius. Spricht etwas dagegen, wenn wir dort am Ort der Zusammenkunft auf diesen Darius und seine Anhänger warten?”
Der Angesprochene drehte sich zu der Kolonialen Soldatin um, und antwortete ohne lange zu überlegen: “Nein. Es spricht nichts dagegen. Nur müssen wir leider dann solange ausharren bis die Entscheidung gefallen ist.”
“Gut. Wenn das so ist, werden wir genau das tun. Ich werde zwar einige Male hin- und herfliegen müssen. Aber wir würden auf jeden Fall als Erste am Ort des Geschehens sein”, erklärte Jiao, die mit ihrer Aussage Veronika zuvorkam, welche genau dasselbe sagen wollte.


In der gleichen Zeit suchte Darius den Waffenschmied auf, weil jener mit einer Nachricht nach ihm geschickt hatte.
Als beide wieder alleine waren, begutachtete er sorgfältig das Werk des Meisters. Der Sohn der Orici schaute sehr genau hin. Auf die Klinge und den Griff. Alles untersuchte er akribisch, denn alles musste perfekt sein.

“Oh ja. Ja. Sehr gut.”
“Ist es so wie Ihr es erwartet habt, mein Gebieter?”
“So ist es. Es ist für wahr eine detailgenaue Nachbildung des Schwertes meiner geliebten Schwester. Doch die Hauptsache ist, dass es einen Kampf standhält ohne nach ein paar wenigen Hieben zu zerbrechen!”
“Ihr werdet sehen und zufrieden sein. Ich habe mich sehr genau an eure Anweisungen gehalten, o großer Darius”, versicherte der Waffenschmied sich demütig verneigend.

“So. Dann kommt doch mal heran!”
“Ja.”

Im Glauben nun die Belohnung für seine erfüllten Dienste von seinem Herrn zu erhalten, trat der alte Waffenschmied heran. Doch anstelle von einem Beutel von Gold oder anderen Kostbarkeiten wurde er betrogen, denn Darius, der sich kurz umsah, stach ohne Vorwarnung zu, und sagte dabei als er seinem Opfer den Mund zuhielt: “Tut mir sehr leid. Aber ich kann in dieser Sache nun einmal keinerlei Zeugen gebrauchen…”
Kurz darauf schon zerrte er den Toten zu dem Kohlebecken, um jenen dort verbrennen zu lassen, damit es wie ein Unfall aussah.

Er hüllte das Schwert in ein Tuch, um im Anschluss sofort in sein Zelt zurückzukehren. Dort angekommen zog er das Echte aus der Scheide um es durch das Falsche zu ersetzen.
“Du kommst in meine Sammlung, wo ich die besten Waffen aller meiner besiegten Feinde aufbewahre. Und dann später in meinem kaiserlichen Hof bekommst du einen Ehrenplatz. Versprochen!”

Einige Stunden später befahl er einen Teil seines Heeres mit den Vorbereitungen zu beginnen, damit man zur Ebene von Maranta aufbrechen könne.
Um diesen Befehl auszuführen, benötigten seine Anhänger ein paar Stunden.

“Wir sind bereit, mein Gebieter”, meldete Hauptmann Silon schließlich.
“Dann auf zur Ebene und den Ruinen von Maranta!”, befahl Darius, als er auf seinem Pferd Platz genommen hatte.

Ebene von Maranta

Seit einen halben Tag schon harrten viele von uns in den Ruinen aus, die von Lieutenant Adamov und First Lieutenant Jin zum Zielgebiet geflogen worden waren. Doch der Hauptteil der Streitmacht machte sich zu Fuß oder zu Pferde auf den Weg. Bei ihrer letzten Runde dann, hatte der Jumper einen Umweg zu dem Feldlager von Darius gemacht.
Nachdem Jiao gelandet war, stürmte Natalia heraus und verkündete uns allen: “Sie sind auf den Weg hierher, und werden in etwa 2 Stunden hier eintreffen.”


Die ganze Zeit über ritt Darius mit gezogenem Schwert neben Adriana. Dazu bereit sofort seine eigene Schwester zu töten, für den Fall falls jemand auftauchen sollte um sie zu befreien.
Aber es erschien niemand, der einen Befreiungsversuch unternahm.
“Ah, da wären wir - die Ebene von Maranta und die Ruinen, liebste Schwester. Ist doch eine grandiose Stätte, nicht wahr?”
“Du bist ein verfluchter Heuchler - Bruder. Du kannst es wohl kaum abwarten, nicht wahr Darius?”
“So ist es. Ich kann es kaum erwarten meine rechtmäßige Stellung des Herrschers über diese gesamte Welt einzunehmen. Oh, was sehe ich denn da noch? Da sind ja bereits deine zahlreichen Anhänger, die schon auf uns warten. Und in schon nur wenigen Stunden werden sie dann alle mir allein folgen…, oder auch wie Du sterben!”
“Korrigiere mich Darius: Aber zuerst müssen wir ja gegeneinander kämpfen. Eine Angelegenheit auf die ich nur zu gerne verzichtet hätte.”
“Ah ja, stimmt. Da war ja noch etwas. Gut mich daran zu erinnern. Du könntest dich ja auch einfach niederknien, dann mache ich es kurz und schmerzlos. Ein einfacher und sauberer Streich mit meinem Schwert…”

Während sie miteinander sprachen kamen sie dem Treffpunkt näher, wo Veronika, Terra und die anderen Amazonen, sowie Hauptmann Cassius und der andere Teil der Leibgarde, die unter seinem Kommando stand sowie auch einige verbündete Völker aus dem Norden und Osten bereits warteten.

Unser Team hielt sich noch zum größten Teil im getarnten Jumper auf, so wie es mit Veronika vereinbart worden war. Somit blieben wir im Hintergrund bis wir alle weniger auffällige Kleidung bekommen würden, womit wir uns unter unseren neuen Verbündeten mischen konnten.

Schließlich zuckte Major Jennifer Hailey ungewollt zusammen, denn sie sah den Prior Eremitias, welcher endlich ebenfalls eingetroffen war.

Zunächst ließ sich der Glaubensbote der Ori noch ein wenig Zeit, dann nickte er und rief jeweils Adriana und Darius mitsamt den Führungsspitzen aller ihrer Getreuen zu sich. Denn er hatte allen die Regeln dieser Zusammenkunft mitzuteilen, die eingehalten werden mussten: “…keinen der beiden Kontrahenten ist es erlaubt zu fliehen! Erlaubt für die Zusammenkunft als Waffe ist allein das Schwert, welches Adriana und Darius jeweils aus dem Stein gezogen haben! Zum Schutze sind nur das Kettenhemd und die Rüstung erlaubt, die in den jeweiligen Grotten gefunden worden sind! Demnach sind also jede andere Waffe, der Schutzschild aber auch das Amulett mit dem Fragment aus der heiligen Stadt Celestis abzulegen, sobald ich die beiden Kinder der göttlichen Orici Adria, Adriana und Darius, dazu auffordere! Der Kampf wird in einen Kreis beginnen, der allein nur von den 48 Kriegerinnen und Kriegern der Leibgarde gebildet wird, welcher nach dem Ablauf einer Frist von 10 Minuten aufgelöst wird…”

Es folgten noch viele weitere Regeln zu beachten waren, sowie den entsprechenden Erklärungen dazu, die Eremitias allen verkündete.

Überraschenderweise nutzte die Adjutantin des Hauptmanns Cassius, Larissa diese Zeit mich noch einmal schnell aufzusuchen. Etwas schüchtern trat die Ori-Kriegerin an mich heran, denn sie hatte ein Bitte: “Wolfrino.”
“Ja. Das ist mein Rufname oder Kampfname, den man mir damals…”
“Ich weiß. Ich ersuche Dich um Hilfe - für meine Gebieterin Adriana. Mir ist bekannt, dass sich das magische Metall in Eurem Körper befindet…”
“Na, so toll ist es nun auch wieder nicht, da es das Leben von zwei sehr guten Freunden von mir bedroht, die davon langsam vergiftet werden…”
“…tut mir leid, das wusste ich nicht. Bitte verzeiht mir.”
“Ist schon in Ordnung. Um was geht es denn konkret?”
“Wie ich schon sagte, es geht um meine Herrin. Ich ersuche Dich auf sie zu achten, denn ihr Bruder und Rivale Darius ist sich seiner Sache sehr sicher. Zu sicher. Ganz so, als ob der Kampf schon zu seinem Gunsten entschieden wäre. Mein Gefühl und mein Instinkt als Kriegerin sagen mir, dass da etwas nicht stimmen kann. Daher flehe ich Euch an, bitte helft mir.”
“Und wie?”
“Es ist nun einmal so, dass ich nicht so einfach meine Waffen gegen eines der beiden Kinder der göttlichen Orici erheben darf. Dies hätte sofort meinen als auch der Tod von meiner Herrin zur Folge…”
“Ich soll also Darius töten?”, hakte ich irritiert nach.
Doch Larissa schüttelte sofort daraufhin nur ihren Kopf, und entgegnete beinahe schon in einem Befehlston, wobei sie aber ruhig und sachlich blieb: “Nein! Das darfst Du nicht tun! Sondern ihn nur aufhalten! Mehr nicht! Ich darf nur einschreiten und meine Waffen erheben, wenn es der Prior Eremitias anordnet.”

Prüfend sah mir dabei Larissa tief in die Augen, während sie mit mir sprach als ob sie sich ihrer Sache nicht ganz sicher war mir in dieser Angelegenheit vollkommen vertrauen zu können.
“Na schön. Ich helfe Adriana und Dir. Als einzige Gegenleistung will ich, dass Du meinen Freunden hilfst, nämlich denen, die hier bei mir sind - und die von diesem Metall, das wir auf der Erde Adamatium nennen schleichend vergiftet werden.”
“Gut. Ich werde tun, was in meiner Macht steht”, versicherte die junge Frau, die dann auch schon zu den anderen der Leibgarde zu eilen, da Cassius schon mehrmals laut nach ihr gerufen hatte.

Schließlich schien der große Moment der eigentlichen Zusammenkunft gekommen zu sein, denn der Prior Eremitias ließ Adriana und Darius zu sich rufen. Er erkundigte sich noch einmal ob sie die Regeln verstanden hätten, was beide ohne zu überlegen bejahten.
Danach folgte noch ein langes gemeinsames Gebet zu den Ori, welches mit einem lauten: “…Ehre sei den Ori!” - endete.
Direkt im Anschluss forderte er die beiden miteinander rivalisierenden Geschwister dazu auf ihre Amulette bei ihm abzugeben, ehe sie dann endlich ihre Rüstungen anlegen durften. Währenddessen standen sich die beiden Abteilungen der Leibgarde gegenüber.

Als Adriana und Darius fertig waren, schritt Eremitias voran und befahl den beiden sowie der Leibgarde ihm in einer Prozession zu der Stelle zu folgen, wo der Kampf beginnen sollte. Der Kreis formierte sich um Adriana, Darius und Eremitias.
Der Prior wartete noch einen Moment, ehe er den Kreis verließ und dann ausrief: “Möge denn nun das Kind der göttlichen Orici siegen, welches die Ori dazu erwählt haben alle Gläubigen auf dem Pfad der Erleuchtung zu führen! Ehre sei den Ori!”
“Ehre sei den Ori!”, riefen viele dann, bevor Eremitias den Kampf beginnen ließ, indem er seinen Stab zurück in seine Hand fliegen ließ.

Während Darius sein Schwert zog, sagte er zu Adriana: “Ich werde hier, genau hier an dieser Stelle ein prunkvolles Heiligtum errichten! Und zwar zu Ehren der Ori, unserer Mutter, der göttlichen Orici… und zu deinem Gedenken Schwester!”
Die arme Adriana, die das alles nicht wollte und auch mögliche Auswege vorgeschlagen hatte, entgegnete ihm mit ruhiger Stimme: “Du bist in meinen Augen für jemanden, der zu selten in der vordersten Reihe kämpft, zu sehr siegessicher.”
“Ach ja, meine tapfere Schwester, die immer mit ihren Truppen Seite an Seite in jede Schlacht zieht. Mach es uns doch nicht so schwer…”
“Oh nein, Bruder! Mach Dich auf etwas gefasst - und wehr Dich!”
“Ganz schön prahlerisch für Eine, die schon sehr bald tot sein wird”, lachte Darius, während dann auch Adriana ihr Schwert aus der Scheide zog und dann diese weglegte, um davon nicht beim Kampf behindert zu werden.

Kaum hatte die junge Frau ihr Schwert in den Händen, griff der junge Mann an. Dabei musste er aber auf der Hut sein, damit sein Plan nicht fehlschlug, denn sie war in der Tat um einiges mehr erfahrener als er selbst. Für Darius galt es darauf zu achten, den Kampf so zu beenden wie er es wollte, und nicht blind in eine Attacke von Adriana zu geraten, was seine Zukunftsträume zunichte machen würde.
Also versuchte er es mit einer Vielzahl von Variationen von Finten, wobei er auch stets darauf aus war sie zu verwunden. Doch nach wie vor parierte Adriana jeden dieser Angriffe ohne jegliche Mühe.

Die von Eremitias gesetzte Frist war verstrichen und der Kreis, den die Leibgarde um beide geschlossen hatte, löste sich auf. Von dem Moment an durfte der Kampf der beiden Geschwister bis zur Entscheidung überall fortgeführt werden.

Mit sorgenvoller Miene verfolgten viele Anhänger Adrianas das weitere Geschehen, wobei sich immer wieder die Ori-Kriegerin Larissa nach mir umschaute. Doch verbarg ich mich meist im Schatten oder suchte Deckung in den zahlreichen Stellen, wie uneinsehbare Spalten und Nischen welche diese Ruinen von Maranta mir boten.

Mittlerweile dauerte das Duell zwischen Adriana und Darius ungefähr eine halbe Stunde. Die einwöchige Gefangenschaft machte sich bemerkbar, denn die junge Frau wurde langsamer. Ihr Bruder bemerkte diese Situation und nutzte jene rücksichtslos aus.

Die Tochter der Orici erhielt von ihren Bruder einen schmerzhaften Streich mit dem Schwert quer über den linken Oberschenkel, der sofort böse zu bluten begann. Es war der traurige Beginn eines Martyriums. Denn mit jeder weiteren Wunde, die Adriana erlitt, wurde sie durch den einsetzenden Blutverlust zusehends schwächer und schwächer. Doch sie gab immer noch nicht auf.

Aber Darius sah die Zeit für als gekommen an, endlich die Entscheidung zu suchen, wobei seine Angriffe immer härter wurden, die allesamt nun aber nur auf das Schwert von Adriana zielten. Viele vermuteten, dass er sie zunächst schwächen und dann entwaffnen wollte, bevor er zum tödlichen Schlag ausholen würde.

Geschwächt vom Blutverlust sank Adriana in die Knie, die es aber erneut schaffte einen weiteren Schlag abzuwehren. Aber dabei hatte Darius mit aller Kraft ausgeholt und zugehauen, und scheinbar dies mit einer solchen Wucht, dass das Schwert seiner Gegnerin schließlich entzweibrach.

Erschrocken davon wisperte Larissa daher: “Das ist doch einfach nicht möglich…”

Doch anstatt sich geschlagen zu geben, hielt Adriana immer noch dagegen und wehrte sich weiterhin tapfer. Zunächst stieß sie ihren Bruder zurück, bevor sie in einen Bezirk eilte, wo wohl einst ein Tempel oder prächtiger Palast gestanden haben musste.

“Das nützt Dir nichts! Du zögerst Deinen Tod nur um einige Minuten hinaus! Es ist nur eine Frage der Zeit Adriana!”, schrie Darius wütend auf, der seiner Schwester hinterher eilte.
Derweil besah sich die Adjutantin des Cassius die abgebrochene Schwertspitze ihrer Herrin etwas genauer. Dann rannte Larissa zunächst schnell zu Eremitias, den sie um eine Anhörung bat: “Ich habe hier etwas Prior!“
“Jetzt nicht! Die Entscheidung ist nahe!“
“Aber meine Gebieterin wird betrogen! Ich bitte Euch daher, seht.“
“Später!“, wiegelte der Glaubensbote der Ori die Kriegerin der Leibgarde ab, die dann sofort so schnell sie konnte weiter zu Jennifer rannte, um sie ebenfalls um Hilfe zu bitten.

Kaum hatte Larissa dies getan, rannte sie auch schon wieder los. Den Schreien und dem Kampfgetümmel zu, wohin sie Adriana hatte rennen sehen.
Dort schlug Darius wie ein Besessener auf seine Schwester ein, die sich immer noch so es ihr möglich war vor den Angriffen mit der verbliebenen Hälfte ihres Schwertes schützte. Leider waren diese Bemühungen, sowie ihr Mut vergebens, denn immer wieder wurden weitere Bruchstücke ihres Schwertes abgehauen.

“Und nun, liebste Schwester - lebe wohl! Ich empfehle Dich den Ori, zu denen ich Dich denn nun schicken werde!” kündigte Darius an, der zum finalen Schlag ausholte.
“Los, knie nieder, Adriana!”
“Niemals, Bruder! Du musst mir dabei schon in die Augen sehen!”
“Wenn Du darauf bestehst… Das Resultat ist dasselbe!”

Adriana schaute mit ihren dunklen und sanften Augen in die hellen und kalten von Darius. Dabei suchte sie nach Positiven und Guten, aber fand darin zu ihren Schrecken nur das abgrundtiefe Böse in dessen Blicken.

Ihr Bruder holte noch ein wenig weiter aus, und schrie dabei: “Und jetzt: Stirb!”

In derselben Sekunde hatte Larissa den Ort des Geschehens erreicht, die erleichtert eine Bewegung ganz in der Nähe der beiden kämpfenden Geschwister registriert hatte. Denn wie die Ori-Kriegerin auch, hatte ich ebenfalls aufmerksam im Verborgenen den gesamten Kampf verfolgt.

Dazu bereit mein Versprechen einzulösen, sprang ich aus meiner Deckung hervor. Das Schwert von Darius prahlte ungebremst auf alle meine sechs ausgefahrenen Krallen.

Davon überrascht brüllte mich der Sohn der Orici empört an: “Du wagst es!? Dann stirbst halt Du zuerst!”
Abermals schwang er das Schwert. Und erneut hielt ich dagegen, haute sogar selber zu. Aber das Schwert blieb heil. Nur Funken waren zu sehen.
‘Es ist also aus Adamatium’, dachte ich, als es voll um uns vier herum wurde. Denn die anderen hatten ebenfalls den Ort des Geschehens erreicht.
Voller Wut und Zorn schlug der Machthungrige erneut auf mich ein. Doch die wenigen Wunden, die er mir zufügte, verheilten zu seinem Entsetzen sofort wieder. Aber auch mir wurde die Sache zu bunt, weshalb ich auch aktiver wurde.
Solange, bis eine Stimme laut: “HALT!”, befahl.
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#22
Odyssee
Folge 3.12 - Die Zusammenkunft, Teil 2

Andromeda-Galaxie
Heraclia
Königreich Ecosines - Ebene und Ruinen von Maranta

“Die göttliche Orici Adria!”, flüsterte Larissa ehrfürchtig, die ihren Kampfstab zu Boden sinken ließ und sich sofort anbetend zu Boden warf. Auch alle anderen Mitglieder der Leibgarde, der Prior Eremitias sowie alle anderen, die ebenfalls an die Ori, die Orici und somit der Lehre des Ursprungs glaubten, taten es der jungen Ori-Soldatin gleich.

“O Mutter, Ihr seid hier! Es ist wirklich war! Ihr kommt gerade zur rechten Zeit um mit…”
“Schweig - und tue nichts!”, gebot Adria ihrem Sohn, weil sie eine Bewegung bemerkt hatte. Die Orici wandte sich dann jener Person zu. Es war Larissa, die sich schnell wieder erhoben hatte, mit dem Ziel Darius wegen eines schlimmen Verrates anzuklagen. Dabei kniete sich die junge Frau sofort nieder, als sie einige Meter vor ihrem Ziel stehenblieb, da sie den Zorn von Adria fürchtete.

Geduldig hörte die Orici dann aber dem Vorwurf zu, und als die Ori-Soldatin mit dem Vorbringen ihrer Anklage und den klaren Beweisen fertig war, schaute die Mutter ihren Sohn mit grimmiger Miene an.
“Du Missetäter! Entwaffnet und ergreift ihn! Darius steht fortan unter Arrest!”, verfügte Adria, die dabei auf ihren Sohn deutete.
Da sich die Soldaten der Leibgarde nur zögerlich näherten, zuckte ich nur kurz mit den Schultern, ehe ich mit der Faust zuschlug, worauf Darius schwer getroffen ausgeknockt zu Boden ging. Die Orici sah es genau, unternahm allerdings nichts, sondern wandte sich ihrer schwer verwundeten Tochter zu.

Adriana hatte, wegen der jüngsten Erfahrungen und der akuten Schmerzen, Tränen in den Augen.
“Die Zusammenkunft wird bald erneut beginnen mein liebes Kind! Der Gerechtigkeit halber wird dies geschehen, und zwar ohne Mogeleien!”, teilte sie allen mit, dabei berührte sie ihre Tochter ganz leicht um durch ihre Kraft deren Wunden zu heilen.
Als sie dies getan hatte, erhob sie sich wieder und sagte erstaunt: “Es befinden sich Krieger und Menschen von der Erde unter euch! Wieso leben sie noch?”
“Das würde ich gerne auch allzu gerne erfahren, meine erhabene und göttliche Gebieterin. Hauptmann Cassius, würdet Ihr es uns allen erklären”, murmelte Hauptmann Silon, der davon total überrumpelt sich prüfend umschaute.

Die Adjutantin Larissa, die neben Adriana und mich getreten war, antwortete: “Sie sind, es mag seltsam klingen, unsere Freunde, die dabei mitgeholfen haben das Leben Eurer Tochter zu retten, sowie den heimtückischen Schwindel von Darius aufzudecken.”
Als die junge Ori-Soldatin von der Leibgarde dies aussagte, kamen gerade Major Hailey, Lieutenant Bernstein und noch einige Amazonen herbeigeeilt, weil sie endlich gerade noch im rechten Moment das echte Schwert von Adriana im Zelt von Darius aufgespürt hatten.

Besorgt schauten Adriana und ihre Soldatin drein, als Adria mit verschränkten Armen vor der Brust auf uns drei zuschritt. Etwa anderthalb Meter vor uns dreien blieb die Orici dann stehen, und fragte mich: “Warum hast Du es getan?”
“Eine Eurer Ori-Soldatinnen, nämlich Larissa hat mich um meine Hilfe ersucht. Aus gutem Grund, wie wir alle erfahren haben.”
“Ja, das weiß ich, Wolfrino. Somit wirst auch Du als einziger verschont werden! Tötet die anderen sieben Menschen von der Erde!”, verkündete Adria hasserfüllt, die dabei den Soldatinnen und Soldaten ihrer Leibgarde ein Zeichen gab.
Sofort wandte sich daher Veronika erschrocken und hilfesuchend an Adriana: “Bitte Schwester, das darf nicht sein. Egal was in der Vergangenheit vorgefallen ist, das musst Du verhindern!”

Mit einer Geste unterband die Orici die Ausführung ihres Urteils, die sich mit ihrer Tochter, der Prinzessin der Amazonen und Hauptmann Cassius absonderte.



1 Tag zuvor
Ebene der ewigen Auseinandersetzung

Sie konnte es immer deutlicher spüren. Es war ein ziemlich starker Zustrom von Energie, der sie in dieser Ebene der Existenz erreichte. Dieser durchströmte Adria immer mehr, was ihr eine enorme Macht und Kraft verlieh. Dabei war auch eine Kraft, die von einem Gebet stammte. Diese Präsenz war so stark, dass sich Adria darauf konzentrierte - und war ganz erstaunt, dass es sich dabei tatsächlich um ihre Tochter Adriana handelte.
Dann geschah das bislang noch nie dagewesene und die Verbindung mit Ganos Lal alias Morgan La Fay war gebrochen. Weil dies geschah wurden beide genau in diesem Moment aus dieser Existenzebene herauskatapultiert.


Pegasus-Galaxie
Atlantis - Kontrollraum

Für alle anwesenden und diensthabenden Personen kam es vollkommen unerwartet, als  das Stargate zum Leben erwachte.
“Was zur Hölle?!”, schimpfte Captain Laura Cadman erschrocken, die schnell den Schutzschild aktivierte. Doch da war es auch schon wieder vorbei.
“Ich lasse eine System-Analyse laufen… vielleicht kommen wir dahinter, wer uns da angewählt hatte”, erklärte Doktor Radek Zelenka, der sofort einige Tasten am Computer betätigte um das von ihm angesprochene Programm zu starten.

Dieser Vorgang dauerte nur wenige Minuten, so dass er: “Bestellen Sie Colonel Sheppard hier her!”
“Wieso? Was ist denn los?”
“Wir wurden von Proculis aus angewählt, Captain”, antwortete der Tscheche.



Milchstraße

Wohin es die beiden verschlagen hatte, konnten sie nicht sofort ermitteln. Aber eines war sofort offensichtlich: Ganos Lal alias Morgan La Fay war keine Aufgestiegene mehr, die sich ratlos umsah, und Adria hatte immer noch ihre flammende Gestalt. Etwas reduziert, aber sie war immer noch mächtig genug. Aber sie konnte die Nähe ihrer Rivalin nicht mehr spüren. In den Glauben sie ausgelöscht zu haben, begann die Orici zu erkunden, wo es sie selber hinverschlagen hatte.

Mit Erstaunen stellte sie fest, dass sie sich in der Milchstraße, und zu ihrer großen Überraschung noch dazu im Planetensystem der Erde befand.

Auf der Erde angelangt strebte sie sofort danach ihre Neugier zu stillen, und drang daher in Einrichtungen und Netzwerke, sowie in viele Bewusstseine ein. Adria war im Glauben unentdeckt zu sein. Doch dann spürte sie es: da waren ein paar gewaltige Präsenzen, die zu stark waren als es normale sterbliche Menschen hätte sein können, die ihre Gegenwart wahrgenommen hatten. Aus jenem Grund zog sie sich zurück, aber auch da sie genug Informationen hatte sammeln können.
Daher beschloss sie sich so schnell es ging zu der Welt zu reisen, wo sie ihre engsten Vertrauten entsandt hatte, und um zu erfahren was aus ihren Plänen geworden war.



Andromeda-Galaxie
Orbit von Heraclia

Als sie in dieser Galaxie angekommen war, spürte sie die Energie der vielen Menschen, die sie verehrten noch um einiges stärker. Aber da war noch etwas anderes, was sie entdeckte ein gewaltiges Schiff befand sich im Orbit des Planeten, wo sich ihre Getreuen aufhielten. Von solch einer Bauart war ihr noch keines untergekommen.
Und da ihr Potential beinahe grenzenlos war, konnte sie auch die dortigen Informationen in nur wenigen Sekunden in sich aufnehmen.
Doch wurde sie mehr als nur zornig als sie dadurch erfuhr dass sich ihre alten Erzfeinde, nämlich viele Menschen von der Erde tatsächlich hier in diesem Teil des Universums und sogar auf jenem Kriegsschiff aufhielten.

Heraclia
Ebene von Maranta

Sie tauchte gerade in dem Moment auf als die Zusammenkunft zwischen ihren beiden Kindern begann. Doch hielt sich die Orici Adria noch im Verborgenen, bis sie dann doch einschritt, weil sich zu ihrer Verwunderung ein Krieger der Erde in das Duell zu Gunsten ihrer Tochter eingemischt hatte.


Gegenwart
Andromeda-Galaxie
Heraclia
Ebene von Maranta

Nur mit viel Mühe konnte sich die Orici beherrschen, da sie aus ihrer Sicht und Erfahrung aus guten Gründen die Erde und ihrer rebellischen Bewohner hasste. Diese tiefe Form der Abneigung brachte sie auch sehr deutlich verbal zum Ausdruck.
Wegen dieser heftigen Reaktion ihrer Mutter, wandte sich Adriana erneut nun aber unter Tränen an sie, um sie zu überzeugen: “Das dürfen wir nicht tun. Bitte. Bitte Mutter. Als die Göttliche muss man doch auch gegenüber seinen Feinden barmherzig sein. Wir sollten auch die Leben der Begleiter von Jonathan Martin, den man Wolfrino nennt, verschonen. Außerdem sollten wir nicht den Pfad einschlagen, den Darius genommen hat und die Lehre des Ursprungs mit Gewalt bei den Menschen verbreiten und durchsetzen… denn… denn der wahre Glaube kommt… kommt doch nur… aus dem tiefsten Innern der Menschen. Bitte Mutter.”

Erstaunt schaute die Orici Adria ihre Tochter an, deren Rede und Wortwahl sie zutiefst beeindruckte. Aber auch der Prior Eremitias schaute überrascht drein, dem so langsam klar wurde dass er diese junge Frau falsch eingeschätzt hatte, und vollkommen sprachlos sich umschaute.
Ganz im Gegensatz zu Adria, die deswegen letztendlich entschied und allen verkündete: “Nun gut. Es soll so sein! Vorerst zumindest, denn die Zusammenkunft wird in 3 Tagen erneut beginnen! Dann wird sich alles entscheiden, mit der Voraussetzung, dass Du aus der Zusammenkunft als Siegerin hervorgehst. Wenn dem so ist, werde ich der Bitte meiner Tochter Adriana stattgeben, aber nur unter der Bedingung, dass fortan die Lehre des Ursprungs überall verbreitet werden darf, auch auf der Erde! Sowie unter der Voraussetzung, dass ich von allen Gläubigen als Göttin angebetet und verehrt werde! Doch bis dahin sind die Krieger von der Erde und auch ihre Verbündeten zunächst einmal fürs Erste unsere Gäste!”



Milchstraße
Erde
USA, New York - Westchester

Zum ersten Mal überhaupt, das war Jack O’Neill bewusst, war er in der Schule von Professor Charles Xavier zu Gast. Interessiert sah er sich um. Er verließ nur selten das Homeworld Command, das seit geraumer Zeit schon im Cheyenne Mountain Complex beheimatet war.
Im Eingangsbereich wurde er von Storm und Jean empfangen, die ihn zu Charles bringen sollten. Jack stellte fest dass er als Militär von den meisten in diesem Gebäude kritisch beäugt wurde.
“General O’Neill. Ich freue mich, dass Sie so kurzfristig kommen konnten. Bitte nehmen Sie doch Platz. Danke Storm, du darfst natürlich wieder gehen.”
“Danke für die Einladung. Gab mir die günstige Gelegenheit aus dem Berg mal wieder herauszukommen und dem Papierkram zu entfliehen”, sagte Jack, der sich in einen der Stühle, vor dem Schreibtisch im Arbeitszimmer des Professors, niederließ.

Als Storm den Raum verlassen hatte, berichteten Jean Grey und Charles Xavier von ihrer Beobachtung.
Nachdem beide dann damit fertig waren, bekam Jack O’Neill deswegen mehr als nur ein ungutes Gefühl  bei der Geschichte.
“Puh. Also… hört sich ziemlich bedrohlich an”, murmelte der General, “dann sind wohl vermutlich unsere schlimmsten Befürchtungen doch wahr geworden.”
“Es geht um eine Mission…”, begann Jack, der aber unterbrochen wurde.
“Ist schon gut, General O’Neill. Ich erinnere mich daran. Es geht um den Einsatz in der Galaxie der Ori, beziehungsweise der Alteraner, wo man es geschafft hat die Bedrohung durch die Ori erfolgreich zu beenden, indem man die Lade der Wahrheit einsetzen konnte, um damit die Macht der Orici Adria soweit zu schwächen, das eine andere Macht aus einer höheren Ebene der Existenz eingreifen konnte. Dadurch wurden diese beiden dann auf eine andere Ebene gezogen.”
“Genauso war es, Professor Xavier”, nickte O’Neill.

Kurz darauf läutete das Mobiltelefon des Leiters des Homeworld Command.
“O bitte um Verzeihung. Ich dachte, ich hätte den Störenfried auf lautlos gestellt… Mist die SGCB. Hier ist O’Neill! Was ist los, Hank?”
“Ich weiß, Du willst es nicht hören… aber wir haben schlechte Neuigkeiten Jack. Colonel Sheppard ist um einer Spur nachzugehen auf den Planeten Proculis gereist. Dort traf er sich mit dieser Chaya Sar, die man dort auch als Athar kennt. Diese Antikerin hatte dann eine böse Nachricht für ihn, nämlich das Adria wieder frei ist…”
“Dann geht also das Theater wieder von vorne los?!”
“…aber noch etwas. Mönche von Proculis haben in einem Wald eine weitere Bekannte gefunden. Raten Sie mal, Jack.”
“Keinen Schimmer.”
“Morgan La Fay. Aber sie ist keine Aufgestiegene mehr.”



3 Tage später
Andromeda-Galaxie
Heraclia
Ebene von Maranta

Wie es angekündigt worden war, geschah es dann auch: Unter der persönlichen Aufsicht von der Orici Adria wurde die Zusammenkunft der beiden Kinder von ihr erneut eröffnet.

Zu Beginn, wie auch bei der ersten Begegnung 3 Tage zuvor, war das Duell zwischen Adriana und Darius ausgeglichen.

Was aber der junge Mann nicht wusste, dass es dieses Mal seine einige Minuten ältere Schwester war, die mit ihm spielte. Doch dabei blieb sie stets auf der Hut, und es schien so als hätte Darius aus der letzten Begegnung etwas an Kampferfahrung dazugelernt.

Doch am heutigen Tage waren alle Chancen gleichermaßen verteilt, denn Adriana führte ihr eigenes und somit echtes Schwert sowie auch Darius es nicht geschafft hatte sich wieder heimlich seines Amulettes zu bemächtigen, um jenes erneut verborgen unter seiner Rüstung zu tragen.

So kam es, wie es zu vermuten war. Im Verlaufe des Kampfes blieben gegenseitige leicht gesetzte Stiche und Schnitte nicht aus, doch waren die von Adriana im Vergleich was sie Darius zufügte nur leichte Kratzer.
Langsam aber sicher übernahm die junge Frau die Kontrolle bei diesem Duell, wobei sie aber letztendlich auf ihre Erfahrung bauen konnte. Bei dem jungen Mann hingegen machten sich immer mehr große Nervosität, Angst und Wut breit einem Gegner gegenüberzustehen, welcher ihm mehr als nur klar überlegen war. Diese Kombination war für Darius nicht von Vorteil, denn er verlor immer mehr an Boden und seine Vorgehensweise offenbarte Adriana klare Schwächen.

Seine Wut und sein Zorn brachten ihn aus dem Gleichgewicht und raubten ihm den Stand. Das Gelände auf dem sie aktuell gerade miteinander fochten war steil und steinig. Bei einer weiteren Attacke sah sich Darius im Vorteil, da er oben stand. Aber er unterschätzte vollkommen seine Stosskraft. Ein tödlicher Fehler, denn Adriana wich geschmeidig aus und schlug mit voller Kraft auf die Armschienen ihres Bruders. Darius schrie erschrocken auf, und er ließ sein Schwert zu Boden fallen. Somit war der junge Mann entwaffnet und tödlich verwundbar. Es wieder aufheben konnte er nicht, weil ihm seine Schwester die Klinge ihres Schwertes an die Kehle drückte.
“Na los, Schwester!”, verlangte er.
“Nein! Ich bin nicht wie Du!”, zischte die junge Frau angewidert, die ihre angestaute Wut gut im Zaum hielt.

Keiner wusste mehr genau wie viel Zeit eigentlich vergangen war, und wie lange die beiden in dieser Position verharrten ohne das etwas geschah.

Es war Adria, die der vermeidlichen Siegerin ins Gedächtnis rief, worum es eigentlich ging: “Wie lange wartest Du noch? Töte ihn, Tochter Adriana!”
Die junge Frau drehte ihren Kopf etwas, nur so weit dass sie die Orici ein wenig sehen konnte, und erwiderte: “Ich kann es nicht tun, Mutter. Er mag ein Verbrecher sein, aber er ist immer noch mein Bruder. Ich kann ihn nicht töten. Ich kann es nicht. Mein Wunsch ist es, dass er dorthin verbannt wird von wo es keinerlei Rückkehr gibt.”

“Wenn das Dein Wunsch ist, soll es so sein! Ergreift ihn und legt ihn in schwere Ketten!”, befahl Adria, die damit einverstanden schien.

“Ich… ich werde mich an Dir rächen. Hörst du mir zu, Schwester? Eines Tages werde ich… He! Ihr verdammten Verräter!”, fluchte, schimpfte und schwor Darius, als er von einigen Kriegern der Leibgarde hart gepackt und gefesselt wurde, bevor man ihn dann fortführte.

“Hauptmann Cassius und Hauptmann Silon! Ihr untersteht nun wieder beide, sowohl meinem und auch dem Kommando meiner Tochter Adriana!”
“Jawohl, o göttliche Orici”, bestätigten die beiden Anführer der Leibgarde zusammen.

Später trat Adria an die Ori-Soldatin Larissa heran.
“Ist alles in Ordnung, Kind?”
“Göttliche Orici”, sagte die junge Frau, die sofort ehrfürchtig niederkniete.
“Erhebe dich wieder. Bitte. Ich will mit Dir reden. Du hältst nicht viel von dem Wunsch meiner Tochter Darius zu verbannen und somit sein Leben zu schonen, nicht wahr?”
“Nein, meine Göttin. Aber ich respektiere ihn.”
“Die Sache ist nur die: Ich nicht. Denn er ist eine Gefahr für den Frieden, den ich möchte sowie die Ziele meiner Pläne. Vor allem wenn er es schaffen könnte wieder vom Ort seiner Verbannung zurückzukehren. Darum will ich, dass Du, ihn, meinen Sohn Darius tötest!”
“Was?”
“Ich weiß sehr genau, dass Du ihn wegen seiner heimtückischen Tat hasst”, wusste Adria.
“Aber, wie kann ich da nur meiner Herrin noch in die Augen sehen, wenn ich es getan habe?”
“Du wirst mir und somit dem Pfad des Ursprungs woanders dienen! Also wirst Du meinen Sohn Darius töten, es ist ein Befehl Deiner Göttin! Führe ihn also aus!”

Gehorchend nickte Larissa, da sie wusste dass sie sich ihrer Göttin nicht widersetzen durfte, musste sie ihren Befehl Folgeleisten und auf ihren Schutz vertrauen.

In der folgenden Nacht war die Gelegenheit da, und die junge Ori-Soldatin schlich sich in das Zelt wo Darius gefangen gehalten wurde. Damit der Verdacht nicht auf jemanden von der Leibgarde fallen konnte, hatte sich Larissa dazu entschieden ihr Schwert für die Tat zu verwenden.
“Sohn der Orici, ich will mit euch sprechen”, flüsterte Larissa leise.
“Ihr habt alle euren Gebieter verraten”, brummte Darius, “aber ja. Worum geht es?”
Die Ori-Soldatin stand etwa einen halben Meter vor dem Käfig, dabei hielt sie ihr bereits gezogenes Schwert hinter ihren Körper verborgen, und wartete bis der Gefangene, der an Händen und Füßen mit Ketten gefesselt war, vor ihr stand.

“Also. Was ist nun? Worüber will eine Verräterin mit mir schon reden?”
“Darüber”, zischte Larissa, die mit dem Schwert kraftvoll ausholte und es Darius genau in die Brust stieß, wo sich das Herz befand, “nämlich, dass ihr von eurer Mutter, der göttlichen Orici zum Tode durch meine Hand verurteilt worden seid!”

Odyssee
Folge 3.13 Die neue Weltreligion

Andromeda-Galaxie
Heraclia
Ebene von Maranta

Der Moment war also gekommen und die Orici musste das Versprechen, welches sie ihrer Tochter gegeben hatte, einlösen. Sie musste es tun, obwohl ihr der Gedanke daran absolut missfiel, denn nur allzu gerne hätte sie den ersten großen Schritt der Rache an ihren absoluten Erzfeind neben den Antikern vollzogen. Aber sie konnte es nicht, da sie es vor Zeugen zugesichert hatte zu verhandeln.

“Gut, dass ihr gekommen seid. Ihr seid zwar meine ehemaligen Feinde, doch werden wir nun miteinander verhandeln. Aber seid gewiss, dass es Dinge gibt, die ich haben will! Bekomme ich sie nicht, gibt es keine Vereinbarung! Keine Vereinbarung und Ihr werdet die ersten Opfer sein, die es im erneuten Kreuzzug gegen Euch Ungläubige geben wird!”, erklärte und warnte Adria sogleich zu Beginn, als man die wartenden Delegationen von der Andromeda-Expedition und den Überlebenden der Zwölf Kolonien von Kobol sowie den Abgesandten der Luzianischen Allianz zu ihr geführt hatte.

Während des ersten Sondierungsgespräches lächelte die Orici kurz in die versammelte Runde, denn sie hatte die Ankunft der Electra-Flotte wahrgenommen. Die Menschen von der Erde und die Tok’ra Anise/Freya waren natürlich von der klaren Forderung von welcher alles abhing, insbesondere von der wieder aufgetauchten und erneut mächtig gewordenen Adria ziemlich geschockt. Die Delegation der Kolonien von Kobol sahen die Dinge etwas anders, da sie nicht unmittelbar von dem Konflikt bedroht waren. Auch der Vertreter der Luzianischen Allianz, Batos Nanes, wirkte entspannt, weil er somit ein Druckmittel gegen die Menschen von der Erde sowie die ebenfalls konkurriende Freie-Jaffa-Nation hatte.

Doch schließlich war sich Miss Shen sicher die Last der Entscheidung war zu groß, denn sie sagte: “Ich… ich kann es nicht alleine entscheiden! Denn die Bedeutung davon ist für die Erde zu groß und die Folgen für alle Menschen dort sind dafür nicht absehbar. Darum wäre es von Vorteil, dies den beiden wichtigsten Gremien, nämlich der UN und dem IOA vorzutragen.”
“Sie sind ja ganz blass, meine Teuerste. Aber ja doch, dann tun Sie das bitte”, wünschte Adria.
“Und wie stellen Sie sich das vor? Wir benötigen ein Stargate um dies zu ermöglichen”, erinnerte Major Hailey mit ruhiger Stimme.
“Dann ist es sehr gut für Euch, dass ich, die große und mächtige Göttin hier ist, um den Weg dorthin zu weisen. Denn ich weiß, wo das nächste Sternenportal ist”, antwortete Adria sofort.

Nach einigen weiteren Minuten vertagte man sich auf später, da auch die Vertretung von den Kolonien Kobols sich Bedenkzeit in dieser Thematik erbat. Voller Großmut gestand die Orici ihnen allen diese zu.

Mit sehr schnellen Schritten verließ Miss Shen das Zelt. Draußen angelangt erhielt auch sie die Neuigkeit, dass nach langer und mühsamer Suche die Flotte der Electra wieder zu dem Flaggschiff gefunden hatte.


Orbit von Heraclia
Battlestar Electra

Sofort kurz nach ihrer Rückkehr auf den Kolonialen Kampfstern suchte die Leiterin der Andromeda-Expedition die Unterstützung von Admiral Diana McBride. Da diese ebenfalls bei den Verhandlungen dabei gewesen war, reagierte sie ein wenig überrascht und fragte ein wenig bedrückt: “Wollen Sie uns etwa alle wieder verlassen?”
“Nein! Nicht für immer. Nur kurz, denn ich muss die Führung meiner Heimatwelt von diesem Treffen mit der Orici Adria berichten. Tue ich es nicht, werden alle außer Wolfrino und ein paar wenige weitere Mitglieder aus meinem Team getötet werden.”
“Ich verstehe ihr Dilemma, da ich dabei war. Und weil es für Sie und die anderen wichtig ist, werde ich soviel zur Unterstützung tun, wie es nur irgendwie geht. Außerdem möchte ich mir dieses Artefakt mal in natura ansehen”, erklärte Diana McBride, in der der gute Gedanke gekommen war eine weitere diplomatische Gesandtschaft zusammenzustellen, die Beziehungen zur Erde aufnehmen sollte.



Milchstraße
Mars
Stargate Command Base

Verständlicherweise herrschte auf dem gesamten Stützpunkt etwas Verunsicherung, da man niemand anderes, als die Orici Adria für einen wichtigen Gipfel erwartete.
Doch General Hank Landry wusste sich sofort zu helfen und bat Vala und Tomin sowie weitere Vertreter aus der alten Heimatgalaxie der Ori um Hilfe, natürlich auch zum Beweis, dass wirklich Frieden eingekehrt war. Alle angefragten Personen sagten sofort zu, da allen  bewusst war, was vielleicht im gesamten Universum auf dem Spiel stand.

Stargate-Raum

Direkt vor dem Sternentor wartete das Empfangskomitee auf die zu erwartenden Gäste sowie auf die Rückkehrer. Man spürte dort unten regelrecht die Blicke, die von oben aus dem Kontrollraum auf alle lasteten, wo Chief Master Sergeant Walter Harriman stets die Uhr und den Zeitplan im Blick behielt.
Schließlich war der Augenblick gekommen und aus den Lautsprechern war seine Stimme zu vernehmen, die vermeldete: “Achtung! Achtung! Alle sofort auf ihre Posten! Ankunft am Sternentor!”
Kaum war die Ansage ausgesprochen, begann sich der innere Ring des Sternentores zu drehen.
Es dauerte ein paar Minuten bis acht der neun Klammern eingerastet waren, sich das Wurmloch geöffnet und sich der blau schimmernde Ereignishorizont gebildet hatte.

Abermals verstrich etwas Zeit, die vielen wie Stunden vorkommen musste, bevor in der zuvor von Adria gewünschten Reihenfolge die Leute durch das Stargate auf dem Mars eintrafen.

Nicht nur Miss Shen, sondern auch alle anderen hofften so schnell und sauber, wie nur irgendwie möglich eine Übereinkunft zu erzielen und somit einen erneuten Konflikt mit Adria zu vermeiden und die vielen Leben der Andromeda-Expedition zu retten.

Großer Konferenzsaal

“Mutter. Tomin. Wie schön euch beide wiederzusehen”, versicherte Adria als sie den Saal in Begleitung betreten hatte. Sofort fiel einer der Vertreter, der neben Vala stand der Orici anbetend zu Füßen: “Ich habe es gewusst! Anbetung und Ehre sind Euch immer gewiss, o große Orici!”
“Steht wieder auf, mein Freund!”, gebot sie dem Mann, der die Fraktion vertrat, die nach wie vor dem Pfad des Ursprungs folgte und die die Orici Adria weiterhin als Göttin anerkannte sowie anbetete. Deren Blick fiel nicht rein zufällig auf Doktor Daniel Jackson, aber sie registrierte vollkommen zufrieden, dass sehr viele zu diesem wichtigen Gipfel erschienen waren, die entscheidenden Einfluss haben würden.

Zudem wurde Adria von Hauptmann Cassius, seiner Adjutantin Larissa und noch vier weiteren Angehörigen ihrer Leibgarde begleitet.

Als alle ihre Plätze eingenommen hatten, wurden zunächst noch einmal die aktuellen Themenpunkte vorgestellt, wobei es aber nur bei der Forderung der Orici, und auch über die Aufnahme von diplomatischen Beziehungen der Überlebenden von den Kolonien von Kobol blieb.

“…von dieser Variante Nutzen zu ziehen, haben mich meine Tochter Adriana und die
Kriegerin Larissa überzeugt. Aber auch Doktor Daniel Jackson hat einen gewissen Anteil daran, diesen Weg einzuschlagen”, erklärte Adria, die ihre Forderung und die mögliche Lösung des drohenden Konfliktes vorgetragen hatte.

“Na schön. Ich will das noch einmal kurz zusammenfassen. Äh, Sie wollen also von uns, dass wir es gestatten ihren Prioren auf der Erde herumzulaufen und hier ihre Lehre zu verbreiten? Dabei ausgestattet mit diesen außernatürlichen Fähigkeiten?”, fragte General Jack O’Neill irritiert nach.

Daraufhin lächelte kurz Adria, ehe sie antwortete: “Irgendwie muss ja schließlich der Glaube bei den Unwissenden verkündet werden.”
“Andernfalls, werden viele aus unserem Team in der Andromeda-Galaxie getötet, nicht wahr?”, hakte der russische IOA-Delegierte nach, der sich Sorgen um seine gefährdeten Landsleute machte.
Dieses Mal übernahm Larissa die Antwort und erklärte: “Nach großen Flehen und Bitten von der Tochter der Orici, der Amazonenprinzessin Veronika und auch von mir, konnten wir dieses drohende Schicksal für etwa die Hälfte dieser Leute abwenden.”
“Wie es für den Rest ausgeht, hängt allein von eurer weisen Wahl ab”, erinnerte Adria abermals.

Eine lange Pause entstand, und schließlich brach Daniel Jackson die eingetretene Stille und schlussfolgerte säuerlich: “Dann sieht es wohl leider so aus, als ob wir uns darauf einlassen müssen… Adria! Es gibt aber Länder auf dieser Welt, die es ablehnen werden überhaupt einen Prior zu gestatten den Boden ihres Landes zu betreten, und dort deine Lehre zu verbreiten.”
Als er dies sagte, schien sich die Angesprochene an seiner Aussage nicht zu stören, denn er blickte ein triumphierendes Gesicht.
Schnell ergänzte daher das langjährige SG-1-Mitglied: “Doch auch wir selber haben einige wichtige Bedingungen. Also Vertragspunkte, die als Säulen für diese Vereinbarung dienen sollen, damit unsere eigene Sicherheit sowie die unserer Freunde und Verbündeten weiterhin gewährleistet ist.”
“Selbstverständlich”, ließ die Orici vernehmen, die dabei nach wie vor gütig lächelte, “aber ich muss nach Celestis zurückkehren, um meinen immer noch treuen Gläubigen zu beweisen, dass ihre große und einzigwahre Göttin sie nie verlassen hat und immer noch da ist.”

Während sie dies verlauten ließ, schaute sie in die besorgten Gesichter, weswegen sie nur kurz beherzt auflachte und sofort alle dann doch beruhigte: “Keine Sorge. Ich werde mich daran halten, was ich zusichere. Es sei denn, meine Gläubigen oder die Priore werden verfolgt, misshandelt und ermordet! In diesen Fällen würde ich ohne zu zögern umgehend aktiv werden! Aber ich gehe davon aus, dass dies nicht nötig sein wird - denn soviel ich weiß, gibt es in vielen Ländern auf der Erde so etwas wie Religionsfreiheit, die größtenteils auch gesetzlich verankert worden ist…”

Beinahe von allen unbemerkt hatte es an der verschlossenen Tür geklopft. Diese wurde nur kurz geöffnet, damit eine wichtige Akte hereingereicht werden konnte. Nachdem dies geschehen war, wurde die Tür wieder verschlossen.

Dieses darin enthaltene Dokument wurde an Miss Shen weitergereicht, die den Inhalt schnell überflog, ehe sie darum bat sprechen zu dürfen, um es allen mitzuteilen, was darin enthalten war: “Verehrte Ladies and Gentlemen, soeben kam diese Botschaft über die neuesten Entwicklungen herein. Der erste Punkt  betrifft die Freie-Jaffa-Nation, die wie nicht anders zu erwarten skeptisch ist, was die Orici betrifft - es aber ihren Volk freistellt, ob es den Pfad des Ursprungs und Adria als Göttin folgen möchte. Und auch die Luzianische Allianz ist nach den ersten Erkenntnissen derselben Meinung. Zumindest die Fraktionen zu denen wir Kontakt haben. Und… ganz zum Schluss ist hier der erste Beschluss der Vereinten Nationen, die eine erste Abstimmung abgehalten haben…”

Die Leiterin der Andromeda-Expedition hielt inne, das Dokument zitterte nicht nur in ihren Händen, sondern auch die Frau schien zu beben. Daniel Jackson, der dies nicht als einziger bemerkte, bat im ruhigen Ton: “Aha. Los sagen sie es uns und spannen sie uns bitte nicht länger auf die Folter. Xiaoyi?”
“O ja. Ich bitte alle Anwesenden vielmals um Entschuldigung. Laut diesen Zeilen hier, hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen beschlossen den Antrag mit dem vorgelegten Entwurf der Vereinbarung anzunehmen. Aber nur die Länder, in denen das Recht auf Religionsfreiheit gilt sowie von denen welche Staatsangehörige haben, deren Leben bedroht sind, wird dies umgesetzt werden. Es werden, wie schon von Doktor Jackson angesprochen, weitreichende Garantien für alle Nationen der Erde verlangt.”

“Wenn das so ist, möchte ich vor diesen Rat der Vereinten Nationen und dem des IOA sprechen”, erklärte Adria sofort, kurz nachdem Xiaoyi das Papier auf den Tisch abgelegt hatte.
Jack sah sich kurz um, und fragte nur: “Sind Sie irre?”
“Ihr solltet froh darüber sein, dass ich euch frage, und es nicht einfach tue. Wer oder was sollte mich schon daran hindern können, dies einfach durchzuführen”, antwortete die Orici, die mehr als nur gutgelaunt über die Entwicklung der Ereignisse war. “Als Gegenleistung könnte ich Euch natürlich ab und an helfen. Natürlich nur, wenn ihr meine Gläubigen in all Eure Unternehmungen mit einbezieht und nicht intoleranterweise davon ausgrenzt.”

“Wir müssten dafür zunächst einmal einen Antrag bei den Vereinten Nationen stellen, nicht wahr?”, fragte Daniel Jackson an den anwesenden Vertreter der UN, der nur kurz nickte.
“Vielleicht wäre es auch eine Lösung das IOA einzuladen, dann könnte die Orici simultan vor beiden Institutionen sprechen”, schlug Miss Shen vor, die das schmerzhafte Thema endlich beenden wollte.



Milchstraße
Mars
Stargate Command Base - Freizeitraum 4

Seit dem Beschluss und der damit erzielten Vereinbarung, die Adria angestrebt hatte, war bereits über eine Woche vergangen. In diesem Zeitraum hatte ich nur für etwa drei Tage Zeit gehabt, Familie und Freunde auf der Erde aufzusuchen. Die große Auswahl an den Tageszeitungen hatte ich kopfschüttelnd beiseite gelegt, die nun wieder auf den Tisch ihren Platz gefunden hatten.

Es stand seit zwei Tagen immer noch auf den Titelseiten jeder Zeitung auf der Erde, egal ob sie klein oder groß war. Es drehte sich nur noch überwiegend um die neue Weltreligion, die allen seitdem als die ,,Lehre des Pfades des Ursprungs’’ bekannt geworden war. Die neuesten Zahlen waren für viele sehr erschreckend, denn viele wandten sich dieser neuen Lehre bereits zu. Wobei es natürlich viele aus Trotz und Unzufriedenheit gegenüber der etablierten Systeme und anderen Religionen taten, von welchen sie massiv enttäuscht worden waren.

Aber auch in den Medien und den sozialen Netzwerken gab es viele Diskussionen über die Orici und ihre Anhänger, was auch die Ankunft der ersten Priore auf der Erde, die von Adria beauftragt worden waren die Botschaft zu verkünden, betraf. Der Ansturm zu den ersten sogenannten Verkündigungen und Offenbarungen waren dennoch für die meisten Menschen der Erde beängstigend. Doch waren sehr viele einfach nur neugierig geworden und wollten sich in aller erster Linie nur über diese neue Weltreligion informieren.
Doch der Drang etwas Neues auszuprobieren, war dennoch für viele immer noch groß genug. So groß, dass die ersten kleinen Gemeinden in einigen wenigen Ländern auf der Erde schon nach wenigen Tagen gegründet worden waren.

Um mich zu zerstreuen und abzulenken, spielte ich schon seit etwa einer Stunde Dart mit mir selber.
“Och, so ein verfluchter Mist! Das darf doch nicht wahr sein. Drei Würfe und alle nicht dahin, wo sie eigentlich hin sollten.”
“Ach, hier bist Du! Hm, was tust Du hier?”
“Hallo, Larissa. Ich spiele ein wenig Dart - mit mir selber. Was ist denn los?”
“Meine Göttin - Adria - schickt mich, sie will mit Dir sprechen.”
“Ist ja sehr interessant. Und, um was will sie mit mir sprechen?”
“Wurde mir nicht offenbart. Ich weiß nur, dass an diesem Gespräch noch einige weitere Personen teilnehmen werden.”
“Gut. Aber konvertieren werde ich nicht, damit das schon einmal klar ist!”
“Nicht so bissig, bitte. Das verlangt ja auch niemand. Jeden das Seine. Bis zu diesem Gespräch dauert es noch eine gewisse Zeit… Darf ich es auch mal versuchen?”
“Okay. Wenn Du magst”, nickte ich, worauf ich der jungen Frau drei Dartpfeile reichte und ihr die Regeln erklärte.
“…das sind also die Regeln. Habe alles verstanden, womit einem Spiel nichts mehr im Wege steht, Wolfrino.”
“Von mir aus. Wie lange noch?”
“Ich schau mal kurz auf die Uhr dort. Moment. Etwa eine Stunde.”

“Gut. Dann fang mal an, Larissa.”
Mit einem entspannten Lächeln im Gesicht trat die Frau an die Linie heran um die Partie zu eröffnen.

Wir beiden merkten gar nicht wie schnell die Zeit verging, aber schließlich war das Spiel vorbei.

“Das gibt es doch gar nicht!”
“Tja, mein Freund. Nicht schlecht, oder?”
“Kann man wirklich so sagen. Du hast immer das getroffen, was die meisten Punkte oder vonnöten war, um letztendlich zu gewinnen. Hast wirklich ein gutes Händchen.”
“So bezeichnet man es also hier auf der Erde, wenn jemand sehr geschickt ist?”
“Ganz genau. Und der Blick auf die Uhr sagt, dass es an der Zeit ist sich auf den Weg zu machen. Also los!”
“He! Warte doch auf mich, Wolfrino!”

Odyssee
Folge 3.14 Hiob

Milchstraße
Mars
Stargate Command Base - Großer Festsaal

Es war für alle Anwesenden nicht zu übersehen, wie erfreut Adria über die immer noch anhaltende Entwicklung war, die ihr die jüngste geschlossene Vereinbarung eingebracht hatte. Die Orici schien seit diesem Moment noch etwas stärker zu strahlen, als noch vor einigen Wochen nachdem sie aus ihrer Verbannung ausgebrochen war. Dies kam natürlich von der Energie all Derjenigen von denen sie angebetet wurde, da diese Leute sie für ihre Göttin hielten.

Gerade unterhielt sie sich mit jemand, der voller Enttäuschung vor einigen Jahren aus der katholischen Kirche ausgetreten und dann schließlich vor einer Woche zu ihr und ihrer Lehre konvertiert war.
“…ja, ich werde schon in den nächsten Tagen weitere Priore zur Erde senden, die die jungen Gemeinden hier unterrichten und gegen die Angriffe von Andersgläubigen festigen sollen”, versicherte Adria dem Mann.

Aber dann schien die Stimmung der Orici zu kippen, denn sie gingen während ihres Gespräches auf Jeanne und Jasmin zu, die ebenfalls eingeladen worden waren.

In diesem Moment betraten auch Larissa und ich den Saal.
“Ist das überhaupt der richtige Ort? Sieht eher nach einer öffentlichen Veranstaltung, als nach einer entspannten Gesprächsrunde im kleinen Kreise aus”, bemerkte ich, mich dabei an die Soldatin der Leibgarde der Orici gewandt.
“Nein. Wir sind hier schon richtig”, versicherte mir diese sofort.

Selbstverständlich waren auch Jack und Teal’c anwesend und unterhielten sich, aber dabei besonders darauf achtend ihre Zielpersonen im Auge zu behalten.
“O’Neill. Weiß eigentlich mittlerweile Jonathan Martin schon, was mit seiner Frau und einer ihrer Kolleginnen, die dazu noch ihre beste Freundin ist, passiert ist?”
“Nein. Bislang noch nicht, Teal’c. Ich habe bisher noch nicht den Mut gehabt, es ihm zu sagen… Doch habe ich so langsam aber sicher das ziemlich ungute Gefühl, dass sich dies in den nächsten Minuten höchstwahrscheinlich ändern wird”, flüsterte der Leiter des Homeworld Command, der mit dem Jaffa hilflos mit ansehen musste wie das Drama seinen Lauf nahm.

“Hallo! Über meine glorreiche und gesegnete Rückkehr ist nicht jeder erfreut, das weiß ich. Und ganz besonders ihr beiden und euresgleichen wird dieser Umstand so ziemlich in die Parade fahren. Nicht wahr?”
“Wir wissen nicht, was Sie meinen”, antwortete Jasmin/Bastet, die ihren Zorn gerade noch so unterdrücken konnte, damit ihre Augen nicht drohend aufleuchteten.
Genau in diesen Augenblick, war ich dazugestoßen und fragte deswegen irritiert in die Runde: “Was soll das denn heißen? Was wird hier gespielt? Jeanne? Jasmin? Adria?”

Die Orici verschränkte lässig ihre Arme vor ihrer Brust, drehte ihr Gesicht zu mir um, und sagte kalt und direkt: “Ganz einfach, mein lieber Freund: Diese beiden Frauen sind schon seit einiger Zeit von Dämonen besessen und spielen seitdem auf diesen schönen Planeten die Unschuldslämmchen.”
Diese Antwort genügte mir schon, da sofort klar war was damit gemeint war.

Schließlich waren auch Jack und Teal’c bei uns angelangt.
“General O’Neill! Sind meine Frau Jeanne und auch meine Freundin Jasmin etwa zu Goa’uld geworden?”
“Ja. Es ist leider wahr. Tut mir leid.”
“Es tut Ihnen wohl bestimmt allen leid. Ich bin schon seit fast 2 Wochen wieder hier - und erfahre das auf diesem Wege! Und seit wann etwa sind Jeanne und Jasmin von Goa’uld okkupiert?”, fragte ich polternd.
Zu meiner Überraschung, sowie die der anderen übernahm der Symbiont in meiner Frau die Antwort und versicherte dabei: “Bitte Jonathan. Deine Gemahlin kann nichts dafür.”

Mit zusammengekniffenen Augen starrte ich die Frau, mit der ich nach wie vor noch verheiratet war, fest an und fragte: “Und. Wer bist Du? Und wer steckt in Jasmin?”
“In Deiner und ihrer Freundin wohnt Bastet und ich bin Nike.”

Da ich mich nur mühsam zusammenreißen konnte und heftig mit mir ringen musste niemanden einen schweren Schaden zuzufügen, presste ich mühsam: “Oh man. Ich muss hier sofort wieder raus…”, hervor.

Während General Jack O’Neill für die Orici und selbsternannte Göttin Adria nicht viel mehr als nur einen tadelnden Blick übrig hatte, folgte mir mit nur langsamen ruhigen Schritten Teal’c nach draußen. Kurz darauf schlossen sich aber sofort einige andere aus dem Team der Andromeda-Expedition an, welche einige freie Tage auf der Erde und dem Mars verbringen durften. Es handelte sich dabei um Lieutenant Cassandra Fraiser, Leutnant Jessica Schneider, First Lieutenant Jiao Jin und Larissa.

“Weshalb so böse, General? Einer musste es ihm ja schließlich mal sagen”, erklärte sich Adria, als niemand mehr in ihrer Nähe stand.
Derweil hatten sich Nike/Jeanne und Bastet/Jasmin in eine ruhigere Ecke zurückgezogen, wo sie ebenfalls allein und ungestört waren.
“Sicher. Ja. Er hatte ein Anrecht darauf es zu erfahren. Doch wäre eine schonende Variante besser gewesen, wenn man in Anbetracht nimmt, was Jonathan Wolfrino Martin schon alles durchgemacht hatte”, brummte Jack säuerlich.
“Hm. Als kleine Wiedergutmachung könnte ich etwas tun, nämlich wo sich in etwa die Stadt der Antiker befindet, die ihr in der Galaxie sucht. Als einzige Gegenleistung verlange ich, dass einige meiner Getreuen, wie zum Beispiel die Ori-Soldatin Larissa, eine meiner getreuen Leibwächterinnen, welche schon meiner Tochter Adriana treu zur Seite stand und Sie selber auch schon seit einiger Zeit kennen, dieses sogenannte Expeditions-Team dabei begleitet!”
“Einverstanden. Doch muss ich dies zunächst abklären und Rücksprache halten.”
“Aber sicher. Was anderes hätte ich auch nicht erwartet.”

Kaum war dieser Satz von der Orici ausgesprochen, wandte sich der General von ihr ab und ging auf den Botschafter der UN zu, der sich mit Miss Shen unterhielt.
Nun konzentrierte sich Adria auf Bastet/Jasmin und Nike/Jeanne um vorsichtig in ihre Gedanken einzudringen.

Derweil hatte ich, dachte ich zumindest mich in Stille zurückgezogen. Doch war dem nicht so, denn Teal’c war mir in einem gewissen Abstand gefolgt.
Langsam trat der Jaffa näher an mich heran, ehe er sich rechts neben mir ebenfalls auf den Boden niederließ und meinte: “Du hättest es nicht verhindern können, mein Freund. Es geschah bei einem routinemäßigen Einsatz, als sie sich im Dienst befand. Wir werden alles Mögliche tun, um nach einer guten Lösung zu suchen.”

Während der ehemalige Primus von Apophis dies zu mir sagte, traten die 4 Frauen heran. Sie wollten damit ihre Solidarität zum Ausdruck bringen, aber auch um mit mir sprechen und mich von der Gegenwart, mit welcher man mich konfrontiert hatte, abzulenken.

Cassie war die erste die sich bemerkbar machte und sagte: “Wir haben wie versprochen von Adriana, Larissa sowie auch der Orici Adria ein Metall erhalten, was nach den ersten Tests, die Jennifer und ich durchgeführt haben Logan sowie seiner Tochter Laura helfen wird. Einfach ausgedrückt, neutralisiert es den schleichenden Vergiftungsprozess durch das radioaktive Adamatium. Es ist nicht viel von diesem Metall vorhanden, aber es wird genügen.”
“Danke. Wenigstens das hätten wir geschafft.”
“Gern geschehen”, meinte Larissa daraufhin, die ihre Hand nach mir ausstreckte, diese aber wieder dann wieder schnell zurückzog.

Schließlich versuchte Jessica ein wenig abzulenken und ergriff das Wort: “Die ganze Welt. Ach, was sage ich da nur! Mehrere Galaxien sind aus den Fugen geraten…”
Doch unterbrach ich sie müde lächelnd mit den Worten: “Sag doch MacGyver Bescheid, dem fällt bestimmt was dazu ein.”
“Dies wird leider nicht gehen Jonathan Martin!”
“Wieso denn nicht Teal’c?”
“Da Angus MacGyver sowie seine beiden besten Freunde Peter Thornton und Jack Dalton mit der letzten Verstärkung vor einiger Zeit zur Destiny gereist sind”, antwortete der Jaffa nachdenklich.
“Aha. So. Wo waren wir gerade Leutnant Schneider?”
“He! Wir hatten uns doch darauf geeinigt uns gegenseitig zu Duzen! Tja, wir waren bei der neuen Weltreligion, die es nicht nur auf der Erde, sondern in mindestens drei Galaxien gibt. Was war noch? Ach ja, das Captain Sharon Satterfield in Wahrheit eine Zylonin ist und ihren Volk womöglich alles über uns verraten hat. Da kommt wohl in Zukunft noch so einiges auf uns zu.”

“Was mich beunruhigt ist, dass die beiden, Jeanne und Jasmin, Goa’uld geworden sind. Da steckt bestimmt noch mehr dahinter. Hat Professor Charles Xavier schon etwas in Erfahrung bringen können, Teal’c?”, fragte First Lieutenant Jin.
“Leider nein. Er schafft es nicht in das Bewusstsein von Bastet und Nike einzudringen. Wir könnten eigentlich nur noch Adria um Hilfe ersuchen, um zu erfahren was die Goa’uld in Wahrheit vorhaben.”
“Das ist ja alles gut und schön Leute. Aber mir wäre es lieber an einer sicheren Variante zu arbeiten um diese Schlangen aus meiner Frau und einer meiner besten Freundinnen herauszuholen!”
“Dies ist leider nicht machbar”, entgegnete der Jaffa niedergeschlagen, der dann uns erzählte und erklärte weshalb dies unmöglich war.

Als Teal’c fertig war, waren alle zunächst wie gelähmt über diese Information. Doch schließlich schnaubte ich: “Das ist ja ein verfluchter Mist! Die beiden sind jeweils mehrere Jahrzehnte mit diesen Symbionten miteinander verschmolzen! Ich komme unerwartet wieder nach Hause… und bekomme so eine Nachricht mitgeteilt!”

Durch die Emotionen konnte ich meine Bestürzung nicht mehr so richtig verbergen. Ich fühlte mich deswegen total hilflos. Hinzu kam die eingetretene Verzweiflung und die Gewissheit, dass meine Frau und eine meiner besten Freundinnen für die nächsten etwa fünfzig Jahre von Goa’uld besetzt waren, wenn man keine Lösung finden würde, traf mich tief.
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#23
Odyssee
Folge 3.15 Der Wettlauf beginnt, Teil 1

Milchstraße
Erde
USA - Xaviers Schule

Schon mit dem unangenehmen Gefühl, einer dunklen Vorahnung in der Magengegend, hatte sich Jack O’Neill, auf den Weg gemacht. Es war so dringend, dass er hatte alles stehen und liegen lassen. Nur eine seiner besten Adjutantinnen, die ihm vom Leiter der U.S. Air Force Akademie empfohlen wurde, begleitete ihn zu den Anwesen von Professor Charles Xavier. Doch dort angekommen, musste die junge Offizierin schließlich im Foyer der Universität von Xavier zurückbleiben und sämtliche Meldungen über das Diensthandy, welche für ihren Vorgesetzten bestimmt waren annehmen und notieren.

Um sich die Zeit zu vertreiben führte Jack eine angenehme Unterhaltung mit Storm, die den General durch die unterirdische Einrichtung der X-Men führte. Gerade sprachen die beiden über die jüngsten zurückliegenden Ereignisse sowie die Fortführung der immer noch laufenden Andromeda-Expedition.
“…es ist so, General O’Neill. Wolfrino war wirklich kurz hier nachdem er erfahren hatte, was in seiner Abwesenheit geschehen war. Der Arme stand ziemlich unter Schock. Aber man konnte ihn dazu ermuntern, weiterhin an der Expedition teilzunehmen.”
“Also hat er sich wieder gefangen.”
“Ja. Als er uns verließ, war er einigermaßen wieder im Gleichgewicht. So, da wären wir.”

“Guten Abend, General Jack O’Neill. Storm. Bitte tretet beide ein. Ich bitte Sie sehr um Entschuldigung.”
“Guten Abend, Professor Xavier. Ich musste mich wirklich beeilen… doch zum Glück bin ich ja General - da geht alles ein wenig schneller…”
“Ich verstehe. Doch nun zu dem Grund, weshalb ich Sie so schnell zu mir gebeten habe: Die Themen und die Inhalte der Informationen um die es gleich gehen wird sind sehr heikel, weswegen ich zunächst nur in einer kleinen Runde darüber sprechen wollte.”
“Muss ja wirklich sehr brisant sein, dass wir uns hier in so einem abgeschotteten Raum treffen”, seufzte O’Neill, der in ein massiv besorgtes Gesicht von Xavier schauen musste. Darin las er die Bestätigung seiner düsteren Vorahnung, die sofort mit einem wortlosen Nicken von Charles auch schon bewiesen wurde.



weitentfernte Galaxie
Destiny
Torraum < = > Brücke

Es war offensichtlich, dass Colonel Young so ziemlich genervt war. Doch was sollte er machen, denn er konnte es Doktor Rush kaum verbieten sich überwiegend auf der Brücke aufzuhalten. Gerade eben musste er sich mit einem starken Stirnrunzeln die neueste Funknachricht anhören.
“Stopp! Kann das nicht warten Nicolas? Denn ich hatte eigentlich vor bei der Übertragung dieses Tok’ra-Symbionten in TJ dabei zu sein, damit wir endlich ihr Leben retten können.”
“Im Grunde verstehe ich Sie ja…, aber es ist einfach wichtig. Wir haben den Hyperraum verlassen. Die Destiny tat das nie ohne Grund, Colonel.”
“Ja, und?! Ich weiß das. Nur wird nach wie vor nicht eine einzige Toradresse angezeigt”, bellte Everett gereizt in das Micro seines Funkgerätes.
“Ist mir bewusst, denn ich habe den Grund dafür: Wir befinden uns im Orbit eines Planeten…”
“Toll. Ich sage David Bescheid, dass er sich das ansehen und meinetwegen ein Team dahin schicken soll, denn wie es laut der Anzeige aussieht, bleiben wir über eine Woche lang hier. Und ich hoffe für uns alle, dass wir in den nächsten Stunden mit der Aufrüstung der Destiny fertig sind.”
“Sie vermuten, dass einige alte Bekannte auftauchen könnten.”
“Richtig. Colonel Young, Ende!”, brummte Everett genervt, der beim Verlassen des Torraumes Kontakt mit Colonel Telford aufnahm.



Milchstraße
Erde
Deutschland - Hamburg

Je mehr Zeit verging, hatten Bastet und Nike immer des Öfteren das Gefühl, dass das Homeworld Command seinen Verdacht bestätigt sah, was die beiden betraf - nämlich etwas Wichtiges nach wie vor zu verbergen.

“Sollten wir es nicht so langsam General O’Neill gestehen, Nike?”
“Du meinst also, wir sollten unseren Plan preisgeben, dass wir die Goa’uld die Erde in den nächsten Jahren unter unsere Kontrolle bringen wollen? Also ich bin nicht bereit dazu. Problematisch ist allerdings die wieder aufgetauchte Adria, die absolut gefährlich ist und nicht in den Zukunftsplänen berücksichtigt wurde. Auf diesen Gegner sollten sich die Tau’ri konzentrieren. Und mit viel Glück lösen sie dieses unangenehme Problem für uns.”
“Da ist schon etwas dran…”
“Außerdem hatte ich den Eindruck, dass es Dich auch schmerzt…”, wollte Bastet fortfahren.
Aber Nike trat abrupt auf die Bremse, und schimpfte: “Was?”
“Natürlich die Abreise des Gemahls Deiner Wirtin”, erklärte ihre Freundin unberührt, “und, schließen wir uns den Tau’ri endgültig an, verraten wir unser eigenes Volk. So wie es Egeria einst vor vielen Jahrtausenden getan hat.”
“Pah!”


USA - Xaviers Schule

In derselben Zeit hatte Jack mit großem Interesse zunächst den Worten von Charles gelauscht. Dabei ging es überwiegend und in erster Linie um Adria sowie einige ihrer Priore und ganz am Rande um die beiden Goa’uld, die sich in Jeanne und Jasmin befanden. Später gesellte sich noch Jean Grey zu ihnen, um den Bericht des Professors zu ergänzen und zu bestätigen.
Im Verlaufe des weiteren Gespräches kamen dann weitere wichtige Details zur Sprache. Schließlich beugte sich Jack O’Neill mit gefalteten Händen nach vorne, die er sich dabei an sein Kinn hielt. Er musste einmal kurz ganz genau nachdenken und die gerade eben gehörten Informationen sortieren und verarbeiten.

Mehrere Minuten waren vergangen, ehe sich der General wieder aufrichtete und es kurz zusammenfasste: “Sie haben also alle beide diese Informationen gesammelt, als sie sich in einer Art von tiefer Meditation versetzt hatten.”
“So ist es. Ja. Besonders als Adria in das Bewusstsein der beiden Goa’uld eingedrungen war.”
“Wenn das alles wahr ist, spielt womöglich nicht nur Adria mit uns ein doppeltes Spiel, Professor.”
“Das ist leider korrekt, General. Deswegen war es uns wichtig Sie zu informieren und zu warnen bevor es zu spät ist, damit Sie sich korrekt verhalten und angemessen reagieren können. Ansonsten könnte Adria einen Vorwand finden um einen Krieg gegen uns zu beginnen, den wir dann angeblich provoziert hätten.”
“Vielen Dank. Doch jetzt bitte ich Sie darum mich zu entschuldigen, denn ich sollte mich um einen alten Bekannten kümmern, beziehungsweise diesem Schlangenkopf möglichst zuvorkommen. Hm. Ich erledige es am Besten selber”, sagte Jack murmelnd, der sich erhob. Und obwohl er bei den letzten ausgesprochenen Worten leicht grinsen musste, wusste er, dass die Lage mehr als nur ernst war, aber noch viel dramatischer werden konnte.



Andromeda-Galaxie
Heimatkolonie der Zylonen

Für sämtliche Einsermodelle war es mehr als nur klar, nämlich, dass das von Captain Sharon Satterfield gesammelte und erhaltene Wissen für die Zylonen von enormer Wichtigkeit war. Das Besondere an dieser Acht war allerdings ein Pilotprojekt von einen der Einser gewesen eine unausgereifte Sharon im Babystadium durch das Universum auf eine ungewisse Reise zu schicken. Jener Cavil hatte schon überhaupt nicht mehr damit gerechnet sie je wieder zu sehen. Doch, dass diese Acht jetzt wieder bei den Zylonen war, machte sie unentbehrlich.

Beinahe täglich verbrachten mehrere Cavils viel Zeit, um das in Sharon Satterfield enthaltene Wissen zu erforschen. Aber sie waren nicht dazu bereit den anderen Zylonen alles mitzuteilen, sondern hielten den Großteil der Informationen gewissermaßen unter Verschluss.

Wieder einmal war eine Abordnung der Einsermodelle eingetroffen, um über das weitere Vorgehen zu beraten sowie die nächsten wichtigen Schritte zu planen.

“…wir wissen, dass es mehrere Flotten der Menschen gibt, nämlich unter anderen die der Galactica und der Thetis.”
“Zu ein paar haben wir leider den Kontakt verloren. Verbleib ungewiss. Aber vielleicht haben wir ja Glück und einige von ihnen sind in einer Sonne gelandet”, mutmaßte ein Cavil böse grinsend.
“Schon möglich Bruder. Wir sollten unsere Anstrengungen auch darauf konzentrieren zur Destiny zu gelangen! Denn nach allen was wir bisher in Erfahrung bringen konnten, könnte sie den Schlüssel der Existenz des Universums beherbergen.”
Alle anderen anwesenden Einser stimmten dem zu, woraufhin einer von ihnen sagte: “Wir sollten auf diese Acht sehr gut aufpassen, die wir als Captain Sharon Satterfield kennen. Sie ist unterm Strich nicht nur für uns Einser, sondern auch für alle Zylonen von sehr großem Wert. Daher schlage ich vor: Sie in Bewegung zu halten. Immer an Bord eines Basisschiffes, das von einem von uns kontrolliert wird, diese Acht aber auch hin und wieder hier in unserer Heimatkolonie oder mal auf dem Wiederauferstehungszentrum zu bringen.”
“Dem stimme ich zu.”
“Ich ebenso.”
“Wie ich merke, sind wir alle dieser Auffassung. Machen wir uns auf die Suche nach dieser Stadt Ilion, Ilios oder wie noch einmal heißen möge”, meinte ein Weiterer, der dabei irritiert mit seinen Händen gestikulierte.



weitentfernte Galaxie
Destiny
Deck mit den Stasiskammern

Man konnte die Anspannung beinahe fühlen, die bei allen Beteiligten herrschte. Da man nichts den Zufall überlassen wollte, hatte man sich dazu entschlossen den Ablauf, der First Lieutenant Tamara Johansens Leben retten sollte zu trainieren.

Neben dem versammelten medizinischen Personal, den beiden Tok’ra und Colonel Young, waren auch noch unter anderem Eli Wallace und Sergeant Greer anwesend.

Noch einmal schaute Eli auf die Gesundheitswerte, die nur eines verhießen: Sie hatten nicht mehr allzu viel Zeit. Und es müsste alles sehr schnell gehen, wenn man das Leben von TJ retten wollte.

Beim Testablauf klappte alles perfekt, weswegen die zwei Tok’ra und das medizinische Team sich zufrieden zunickten.

“Wir wären dann soweit, Eli.”
“Okay, Ronald. Dann wird es demnächst ernst. Ähm, wenn Sie ihr Einverständnis geben würden, Colonel.”
Für einen Moment zögerte Everett Young, der sich noch einmal kurz die Vitalwerte erklären ließ. Nachdem dies geschehen war, nickte er und entschied: “Gut. Sie alle haben Grünes Licht für die Übertragung dieses Tok’ra-Symbionten in First Lieutenant Tamara Johansen! Eli! Starten Sie den Vorgang!”

Luftschleuse zum Shuttle

“Na schön, Mister Dalton. Sie sind zwar laut meiner Informationen ein Pilot. Aber! First Lieutenant Matthew Scott hat nicht nur bei diesem Einsatz das Kommando, sondern auch die Verantwortung für dieses Shuttle, was bedeutet, dass Sie nur als sein Co-Pilot mit von der Partie sind!”, erklärte Telford.
“MacGyver! Pete! Sagt doch etwas dazu.”
“Nein, tut mir leid, Jack”, winkte Mac sofort ab, der keine Lust auf unsinnige Debatten hatte und sich zum gehen wandte, um gleich bei einigen technischen Problemen an Bord der Destiny zu helfen.
Schon kurz darauf trat der Colonel an Thornton heran und meinte in einem klaren aber bestimmten Flüsterton: “Mister Thornton! Sie sind bei der Mission mit dabei, daher behalten sie ihren Freund bitte genau im Blick!”
Pete musste darauf achten nicht unkontrolliert loszulachen, weswegen er es bei einem herzlichen Lächeln im Gesicht beließ.
Kurz darauf gab David Telford die Erkundungsmission frei und alle dafür gebrieften Personen nahmen im Shuttle Platz.



Andromeda-Galaxie
Orbit Neu-Caprica
Battlestar Galactica - Admiral Adama’ Quartier

Schon seit einigen Stunden arbeitete sich Admiral William Adama durch den Stapel der Personalakten. Die vielen Abgänge hatten viele Lücken in die Crews seines eigenen Kommandos sowie der Pegasus verursacht. Er tat dies aber auch um sich ein wenig abzulenken, denn obwohl er sich nicht gerne dazu äußerte, beschäftigte ihn die Explosion der Cloud 9 immer wieder aufs Neue. Er spürte die Gefahr, die von vielen, sehr vielen nur müde belächelt wurde.

Als es schließlich unvermittelt an der Luke seines Quartiers klopfte, wurde der Admiral aus seinen Gedanken gerissen und er sah auf. Mit lauter Stimme rief er: “Herein!”
“Hallo, Dad.”
“Guten Abend, Lee… Ist irgendetwas nicht in Ordnung?”
“Ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll und bitte um Entschuldigung, dass ich hier so einfach ohne Voranmeldung reinplatze… doch möchte ich mich mit Lieutenant Anastasia Dualla verheiraten.”
“Eine sehr interessante Wahl… daher Herzlichen Glückwunsch, mein Sohn!”
“Danke. Die Zeremonie dazu findet in zwei Tagen auf Neu-Caprica an einen kleinen Fluss, etwas außerhalb der Siedlung, statt.”
“Ich werde da sein.”
“Gut. Ach ja. Der Bart steht dir übrigens, Dad.”



4 Tage später
Andromeda-Galaxie
Sigma-Sektor
Heraclia-System
Electra-Flotte - Battlestar Thetis

Alle innerhalb der gesamten Flotte waren mehr als nur nervös, da man nicht ganz so genau wusste, ob man den spärlichen Informationen, die man von Adria erhalten hatte wirklich Vertrauen schenken konnte.

Im Quartier des Befehlshabers der Thetis hatten sich nur die wichtigsten Führungskräfte der gesamten Flotte versammelt, um den aktuellen Stand der Situation zu besprechen.
“…durch diese Aufrüstung mit der Schutzschildtechnologie durch Major Hailey und Lieutenant Fraiser, sind wir im Ernstfall in der Lage eine gewisse zeitlang gegen eine Flotte von Zylonen zu bestehen”, fasste Commander Aberdeen zusammen.
“Gut. Die Thetis wäre aufgerüstet, um sich auf die Suche nach dieser Stadt zu machen, die Sie mit ihrer Expedition finden wollten. Ich kann nicht die Existenz der gesamten Flotte riskieren. Wir bleiben aber in Kontakt, wie wir es besprochen haben!”, erinnerte Admiral McBride, die dann den Befehl gab diese Mission zu starten.



2 Tage später
Andromeda-Galaxie
Sigma-Sektor
Heraclia-System
Battlestar Thetis - Backbordhangardeck

Seit den beiden letzten Tagen hatte man sich mit frischen Vorräten von Heraclia versorgt. Auch das abgestellte Personal für diese Mission war nun vollzählig auf dem Kampfstern eingetroffen.
Doch bevor die Reise begann, erreichte unsere Crew noch über einen kleinen Umweg eine verschlüsselte Nachricht aus der Milchstraße, die General O’Neill losgeschickt hatte.
Als Tessa de Vaux davon hörte, stieß sie: “Das ist doch einfach nur unglaublich!”, hervor.
Kaum hatte unsere Teamgefährtin ihren Satz beendet, stieß mir Jessica Schneider ihren linken Ellenbogen in meine Seite und meinte: “Habe ich es nicht gesagt, Wolfrino?”
“Ja, hast du.”

Combat Information Center

Im selben Moment befahl Liam Aberdeen: “Steuermann, bringen Sie uns aus der Flottenformation heraus! Kurs 2-2-0!”
Wenige Sekunden später schon wandte sich Colonel Iden an Major Hailey: “Was machen ihre berechneten Koordinaten für den FTL, die uns zu unseren ersten Ziel bringen sollen?”
“Dauert noch etwas. Bin gleich soweit, Sir.”

Auf dem DRADIS konnten Commander Aberdeen und sein XO erkennen, wie sich die Battlestar Thetis in der Zwischenzeit immer weiter von der Flotte entfernt hatte. Endlich war auch Jennifer soweit, die die berechneten Koordinaten an die Navigation weitergab.

Dann war der Augenblick gekommen, und der Befehlshaber der Thetis gab den Befehl den Überlichtsprung durchzuführen.

Odyssee
Folge 3.16 Der Wettlauf beginnt, Teil 2

Andromeda-Galaxie
Heimatkolonie der Zylonen

Mit großer Verzweiflung sträubte sich Captain Sharon Satterfield gegen die festen und harten Griffe. Doch es war zwecklos, denn gegen diese beiden Zenturios hatte sie absolut nichts entgegenzusetzen, die sie an den Armen gepackt hatten.
Voller Empörung rief Sharon: “Halt! Stopp! Was soll das? Ich will wissen, was das hier alles soll und wohin bringt ihr mich?”
Einer der Cavils trat an sie heran, weil er durch den Lärm alarmiert worden war und antwortete: “Dies geschieht zu Deinem eigenen Schutz. Kurz gesagt: Wir verlegen Dich! Es ist nur zu deinem Besten sowie zum Wohle deines Volkes! Zenturios! Bringt diese störrische und für uns Zylonen so wichtige Acht auf mein Basisschiff! Aber nicht allzu grob, wenn ich euch beide darum bitten darf!”
Die Roboter hielten kurz inne, dann setzten sie ihren Weg fort.



Triangulum-Galaxie
neue Goa’uld-Heimatwelt

Obwohl erst nur wenige Monate vergangen waren, nachdem die verbesserten Anlagen zur Symbiontenzucht in Betrieb genommen wurden, zeigten sich die ersten Ergebnisse. Denn die Produktion konnte um ein vielfaches erhöht werden. Durch die verbesserte Leistung konnte ein Teil der Symbionten und die extra gezüchteten Wirte schneller heranreifen. Schnell genug, um die Armee der Kull-Krieger zu vergrößern. Mit der anderen Hälfte der Goa’uld-Symbionten wurden die neu geschaffenen Jaffa, zu denen man die Menschen gemacht hatte auf dem Planeten versklavt.

Einzig allein der Bau von den Schiffen verlief nach wie vor eher schleppend.
Deswegen waren Athene, Selene und Morrigan ein wenig verstimmt.
Doch versuchte der Goa’uld, der in Kinsey wohnte diese Angelegenheit als ein nur kleines Makel herunterzuspielen: “Wir haben bislang mehr als genug Goa’uld-Lords, Kull-Krieger und Jaffa, um alle unsere Ha’taks, Al’keshs und Tel’taks ausreichend zu bemannen…”
“Mag sein”, begann Athene seufzend, “wir haben bislang aber nur 19 Ha’tak, 50 Al’kesh, 63 Tel’tak und die dazugehörigen Gleitergeschwader. Das reicht noch nicht aus, um die Tau’ri zu bezwingen und ihnen ihre Welt zu nehmen!”

“Dann sollten wir noch einmal an unseren Plan feilen, die Tau’ri zu infiltrieren. Denn wir haben mehr als genug ausgereifte Symbionten, die begierig auf einen Wirt oder eine Wirtin warten”, bemerkte Selene, die diabolisch in die Runde lächelte.
Sofort griff Morrigan das Thema zustimmend auf: “Ich sehe es auch so. Es hat auch gut bei Nike und Bastet funktioniert. Bereiten wir doch auf diese Art und Weise die Rache an den Tau’ri sowie ihrer Welt noch weiter vor. Und mit etwas Glück, brauchen wir dann nicht allzu viel kämpfen.”
“Daran habe ich auch schon gedacht. Ein wirklicher kluger Plan. Morrigan, ich würde mich sehr freuen, wenn du es in die Wege leiten würdest”, sagte Athene, die von diesen Plan überzeugt worden war.
“Darauf freue ich mich schon sehr. Einen entscheidenden Part darin werden natürlich Nike und Bastet einnehmen. Die beiden müssten den Anfang machen, was kein Problem sein sollte, weil ihre Wirtinnen Polizistinnen sind. Es sollte mehr als nur gut funktionieren. Noch mal kurz überlegen… ja, ja. Wir zwar einige Monate dauern… Aber... das wird ein Spaß!”

“Ich kann mir sehr gut vorstellen, was Du da geplant hast”, resümierte grinsend der Goa’uld in Kinsey, welcher verschlagen in die Runde schaute.



Milchstraße
Erdorbit
U.S.S. Odyssey - Brücke

Mit einem leichten verschlafenen Gähnen hatte General Jack O’Neill die Brücke des Schiffes betreten. Er hatte ursprünglich ein anderes Raumschiff für die kurzfristig angesetzte Mission, nämlich die Homer, genommen. Doch als Jack O’Neill sich darüber mit Samantha Carter unterhalten und beratschlagt hatte, hatte diese ihm davon abgeraten. Die Befehlshaberin der U.S.S. George Hammond warf dabei dem wichtigsten taktischen Vorteil der Odyssey in die Waagschale. Jener war nichts anderes als die Tarnvorrichtung, die man Merlin verdankte, der für einen begrenzten Zeitraum Daniel Jacksons Körper kontrolliert und übernommen hatte.

Als er an das große Panoramafenster der Kommandobrücke trat, folgte ihm seine Adjutantin dorthin, die ihn zum ersten Male in den Weltraum und auf eine Mission außerhalb der Erde begleitete.
“Wow!”, bemerkte Captain Lauren Perry nur bei dem gewaltigen Ausblick, der sich ihnen beiden bot.
Die zwei konnten ganz klar das von Brigadier General Carter befehligte Raumschiff erkennen. Jack O’Neill zuckte resignierend mit den Schultern, weil er nur allzu gerne sein altes Team für diesen Einsatz um sich versammelt hätte. Aber leider war dies unmöglich gewesen, da sich unvorhergesehen verschiedene Fronten aufgetan hatten, die man allesamt im Blick behalten musste.

“Na schön. Captain Smith, bringen Sie uns auf Kurs! Raus aus dem Erdorbit und dann ab in den Hyperraum! Leutnant Müller, ich will alle weiteren verfügbaren Informationen über die Triangulum-Galaxie und von der Legende um Mu haben! Geben Sie diese an meine Adjutantin hier, Captain Perry, weiter!”, ordnete General O’Neill an, während er im Sessel des Kommandanten Platz nahm.


Erde
USA - Homeworld Command

Immer noch ein wenig frustriert sah sich Brigadier General Cameron Mitchell in dem Raum um, den er schon seit vielen Jahren kannte. Nie hatte er daran gedacht so früh schon an diesem Schreibtisch Platz zu nehmen.
Erschrocken sprang er wieder auf. Beinahe hatte er seinen ersten Termin am heutigen Tage vergessen.
Auf dem Weg zu dem Treffpunkt sah er sich auf dem Stützpunkt ein wenig um. Vieles hatte sich verändert. Einige Dinge waren aber gleich geblieben.

Cameron schüttelte traurig seinen Kopf, denn er wäre nur allzu gerne mit auf diese Mission gegangen, doch Jack hatte andere Pläne mit ihm gehabt. Um Mitchell nicht ganz ohne Hilfe zu lassen, hatte O’Neill es geschafft Doktor Jean Grey und Teal’c davon zu überzeugen dem Interimsleiter des Homeworld Command, in seiner Abwesenheit, unter die Arme zu greifen.
Aber andererseits war er dankbar über das Vertrauen, welches sein Vorgesetzter ihm entgegenbrachte.

“Also. Was soll ich hier mit euch beiden auf der Krankenstation?”, fragte Cameron ein wenig irritiert.
“Das einzige was du tun musst, ist dich hinzulegen und zu entspannen Mitchell”, antwortete und riet Teal’c, der auf eine Liege deutete, wo bereits Jean Grey wartete.
Die Mutantin lächelte den General freundlich an. Beide begrüßten sich mit einem kurzen Händedruck. Dabei nickte Jean bestätigend und versprach: “Ihr Freund hat Recht. Es tut nicht weh. General O’Neill hat den Professor und uns, darum gebeten zu helfen.”
“Na, wenn das so ist… Gut ich liege. Fangen Sie an, Doktor Grey.”



Andromeda-Galaxie
Kobol-System
Battlestar Thetis - CIC

“Sprung erfolgreich abgeschlossen, Commander!”
“DRADIS?”
“Sehr viele Trümmerteile da draußen. Aber keine weiteren Kontakte, und vor allem keine Zylonen, Sir”, meldete der Taktikoffizier nach einer Überprüfung der Anzeigen.

“Aha. Hm. Dann werden wir uns mal die Trümmerteile zuerst ansehen. Colonel Iden und Major Hailey, stellen sie zwei Raptorteams und ein Jumperteam zusammen!”, ordnete Commander Aberdeen an.

---

Wie befohlen hatten sich die Teams im Steuerbordhangardeck eingefunden, wo sie kurz von Colonel Iden informiert worden sind.


Orbit von Kobol
Jumper #1

Schon seit einiger Zeit steuerte First Lieutenant Jin den Jumper mit großer Vorsicht durch das Trümmerfeld. Dieses schien ausnahmslos aus Wrackteilen eines Basisschiffes der Zylonen zu bestehen. Neben ihr saß Lieutenant Fraiser, die immer wieder prüfend auf die neuesten Daten sah.

Als sie sich weit genug durchgearbeitet hatten, gab Cassie schließlich bekannt: “Entwarnung! Hier ist alles im wahrsten Sinne des Wortes mausetot! Ich empfange aber von allen Trümmerteilen erhöhte Strahlenwerte. Für die Zerstörung des Basisschiffes muss eine atomare Explosion verantwortlich sein.”
Durch das Funkgerät meldete sich die Stimme von Colonel Iden zu Wort, die fragte: “Ist sonst noch etwas da draußen, Lieutenant?”
“Natürlich unzählige zerstörte zylonische Jäger sowie einige Wrackteile eines kolonialen Raptors, Sir.”
Kurz darauf war dann Commander Aberdeen zu hören, der befahl: “Fliegen Sie alle näher heran! Mit etwas Glück erhalten wir einen Hinweis, was da draußen passiert ist.”
“Verstanden Sir.”

Langsam näherten sich die drei Fluggeräte ihrem Ziel. Doch niemand, obwohl sich alle so sehr bemühten, konnten wirklich etwas erkennen.

Schließlich machte die junge erfahrene Pilotin des einen Raptors folgende Meldung an die Thetis: “Hier Raptor 771! Sämtliche Schriftzüge sind größtenteils unleserlich. Die Ursache ist höchstwahrscheinlich ein Feuer einer Explosion, die diesen Raptor zerstört hat. Da wir keine weitere Besatzung an Bord unseres Raptors machen, würde ich gerne einen kleinen Spaziergang unternehmen…”
“Raptor 771. Hier ist der XO. Tun Sie das!”

Die junge Frau erhob sich von ihrem Sitz um mit den Vorbereitungen für ihren Einsatz im All zu beginnen. Dabei hielt sie ständig alle anderen über das aktuelle Geschehen auf den Laufenden: “…Druckausgleich abgeschlossen. Bin mit der Sicherheitsleine gesichert. Öffne die Luke…”

Als die Einstiegsluke offen war, stieß sich die junge Frau vorsichtig von der Tragfläche ab, um kontrolliert auf das von ihr anvisierte Ziel zuzuschweben.

Erst als sie das Wrackteil erreicht hatte und sicher in der einen Hand hielt, zog sie aus einer der Nylontaschen ihrer Dienstkoppel eine kleine Taschenlampe heraus. Extrem sorgfältig untersuchte sie nicht nur dieses Trümmerstück, sondern kurz darauf noch einige weitere Wrackteile.

Dann war es endlich soweit, und die Pilotin berichtete in klaren, wenn auch nur in kurzen und knappen Sätzen: “Thetis. Hier ist Lone Girl. Wie ich leider schon berichtet hatte, ist leider nicht viel zu erkennen. Es sind eindeutig Brandspuren, die sich auf den Großteil der meisten Wrackteile des Raptors befinden. In der Kabine befinden sich sterbliche Überreste von etwa zehn Personen. Die Luke klemmt leider und lässt sich nur etwa eine Handbreite weit öffnen. Ich könnte meine Waffe einsetzen um durch das Cockpitfenster ins Innere zu gelangen. Aber auf den Wrackteilen selbst konnte ich leider nur folgendes entziffern: “7-5. G-A-L. Und C-A.”


Battlestar Thetis - CIC

“Lone Girl. Hier ist der Commander. Setzen sie ihre Waffen nicht ein, sondern bereiten sie die Bergung der Raptorkabine vor! Dann kommen sie alle zurück zur Thetis!”

Nachdem Aberdeen den Hörer wieder eingehängt hatte, tauschte er sich sofort mit seinem XO aus. Iden fiel ein: “Ich kann bei diesen genannten Buchstaben- und Kennungsfragmenten nur an die alte Galactica und Commander Adama denken. Das wäre einfach nur unglaublich…”
“Ich weiß. Warten wir mal ab, was uns das Innere der Raptorkabine verraten wird,  Colonel.”


Zylonenterritorium
Basisschiff eines Cavils

In ihrem neuen Quartier angekommen, arbeitete Captain Sharon Satterfield sofort wieder, und zwar gezwungenermaßen erneut, an einen Plan zur Flucht.
Jedes Mal, wenn sie außerhalb ihres Quartiers unterwegs war oder sie verlegt wurde, versuchte sie sich alles so gut es ihr möglich war einzuprägen. Es war unterm Strich ein leichtes Unterfangen, denn sie stellte erstaunt fest, dass sie sich ausnahmslos in der Obhut eines Zylonenmodells der Einser befand. Und außerdem schienen sämtliche Basisschiffe der Zylonen gleich zu sein. Sie bemerkte nur wenige Unterschiede. Was Captain Sharon Satterfield eigentlich nur tun musste, war es auf den richtigen Moment und nicht allzu lange auf eine Chance zur Flucht zu warten.

Odyssee
Folge 3.17 Der Wettlauf beginnt, Teil 3

Milchstraße
Erde
Deutschland - Hamburg

Nach einer langen Irrfahrt, durch ganz Hamburg und die nähere Umgebung, hofften und vertrauten Nike und Bastet darauf ihre vermeidlichen Verfolger abgeschüttelt zu haben.

Sich dennoch nach allen Seiten umblickend, betraten die beiden die geheime Zentrale. Dort erhielten sie auf einer verschlüsselten Frequenz die lang erwartete Nachricht mit dem Auftrag, dass das von Athene auf die Erde geschmuggelte Stargate umgehend in Betrieb genommen werden sollte.
“…zu der verabredeten Zeit, von heute an in zwei Tagen, werde ich euch beiden die ersten implantationsfähigen Goa’uld-Symbionten durch das Cha’apa’ai senden”, verkündete Morrigan, “sowie ein Bataillon bestehend aus Kull- und Jaffakriegern, auch einige Goa’uld, die euch beide dabei unterstützen und den Brückenkopf auf der Erde sichern sollen.”

Kurz darauf gab Morrigan noch einige weitere Anweisungen und beantwortete kurz Fragen, dann wurde auch schon wieder die Verbindung unterbrochen, die über einige von Ba’al ausgesetzte Satelliten aufgebaut worden war.

Sofort sprach Bastet es offen aus: “Somit hat es also begonnen. Der Tag der Abrechnung wird schon sehr bald kommen, wo wir die Tau’ri dafür büssen lassen werden, was sie uns Goa’uld angetan haben.”
“Mag schon sein. Aber wir sollten auch an unsere Wirtinnen, ihre Familien und Freunde denken - die sind zum größten Teil unschuldig an die Lage der Goa’uld-Rasse…”
“Du willst also eine Art Sonderbehandlung für unsere sogenannten Angehörigen Nike? Sie also schützen und von der Rache ausklammern…”
“Das sollten wir zumindest tun, denn wie auch Du respektiere ich meine Wirtin. Und außerdem werden wir bestimmt fast immer irgendwie jemanden vom Homeworld Command in unserer Nähe haben, was unseren Auftrag erschweren…”
“Gut. Einverstanden. Du hast Recht. Und was diese Spitzel betrifft…, die können wir aus dem Verkehr ziehen lassen, wegen Stalkerei”, erklärte Bastet mit einem Augenzwinkern.



Entfernte Galaxie
Unbekannter Planet

Der Flug von der Destiny zum Orbit des namenlosen Planeten mit dem Shuttle hatte nur etwa eine Viertelstunde gedauert. Doch um so viele Daten wie nur möglich zu sammeln, überflog Matthew Scott mehrmals diese unbekannte Welt. Parallel dazu suchten er und seine Besatzung nach einem lohnenden und guten Landeplatz für ein Basislager auf der Oberfläche des Planeten.

Nur für wenige Überflüge überließ Scott seinem Co-Piloten Dalton die Steuerung, damit jener ein Gefühl für das alte Shuttle bekam.


Planetenorbit
Destiny

In derselben Zeit als das Erkundungsteam unterwegs war, wurde es für das Team aus den Medizinern und Tok’ra ernst, denn man wollte endlich First Lieutenant Tamara Johansen aus ihrer Stasiskammer holen und ihr den bereitgestellten Tok’ra-Symbionten zu implantieren.
Nervös stand Colonel Everett Young einige Meter abseits. Dann war endlich der Moment gekommen, wobei sich herausstellte wie gut es gewesen war diesen Vorgang einzuüben.

“Das sieht sehr gut aus. Wir können First Lieutenant Johansen auf die Krankenstation verlegen sobald sich ihr Zustand stabilisiert hat. Das könnte eine oder zwei Stunden dauern”, sagte die Tok’ra-Kämpferin, die mit der Hilfe eines Scanners die biometrischen Daten und Werte überprüft hatte.
“Gut. Machen wir es TJ solange angenehm wie möglich”, nickte Young, der mittlerweile an die Trage herangetreten war.

---

Währenddessen kam vollkommen unerwartet im Maschinenraum eine große Hektik auf, denn Doktor Nicolas Rush hatte von der Hauptkommandobrücke aus alles im Blick und hatte auf einer Anzeige eine Alarmmeldung entdeckt, deren Ursprung eben dort im Maschinenraum lag.



Milchstraße
U.S.S. Odyssey - Deck 8, Lagerraum Alpha-3-2-D

Diese Information hatte Jack O’Neill vollkommen überrascht, die ihn hierher geführt hatte. In Begleitung seiner Adjutantin und weiteren Soldaten seines Kommandos hatte er den Raum betreten.

“Na! Das darf doch jetzt nicht wahr sein, oder?!”, entfuhr es General O’Neill.
“Hallo, Jack.”
“Captain Perry.”
“Was gibt es General?”
“Erschießen Sie sofort diesen blinden Passagier!”
“Jack?”
Während ihre Finger der linken Hand schon den Kolben ihrer Waffe umfassten, blickte sie ihren irritiert zu Vorgesetzten und fragte deswegen verwundert: “Sir?”
“Ach, vergessen Sie es, Perry! Befehl ist aufgehoben!”

“Puh!”, machte daraufhin sofort Doktor Daniel Jackson, der sich als blinder Passagier an Bord der Odyssey geschmuggelt hatte.

“Weg von der Kiste da, mein Lieber!”, forderte Jack streng. “Will doch mal sehen was da an Fracht fehlt. Moment mal. Das ist doch der Vorrat von meinem Lieblingsschokokuchen! Wo ist der denn jetzt hin? Daniel!”
“Sorry, Leute! Denn habe ich in den letzten Tagen verzerrt, um nicht in die Kantine zu müssen… Äh. An was denkst Du gerade, Jack?”, meinte Daniel, dessen Blick besorgt wurde, als er das Mienenspiel seines Freundes bemerkte.
“Ich denke darüber nach, den Befehl wieder in Kraft zu setzen und Dich doch noch von Captain Lauren Perry erschießen zu lassen”, antwortete O’Neill knurrend wütend geworden.
Sofort wurde daraufhin Jackson laut, der es auch vehement verbal von sich gab: “He! Jetzt bleibe mal sachlich - Jack! Nach Atlantis und Troja geht es mal wieder um eine der größten Mythen der Weltgeschichte. Aktuell gerade um die Legende von Mu. Ich hatte dieses Mal einfach keine Lust mehr auf ein positives Signal von Dir zu warten. Und dann ist da auch noch Ba’al im Spiel…”

Während Daniel so heftig auf Jack einredete, hatte sich Lauren Perry zwischen die beiden Streithähne geschoben.
“Was soll ich jetzt tun, Sir?”, fragte seine Adjutantin, deren linke Hand erneut auf dem Kolben ihrer Handfeuerwaffe ruhte.
“Captain. Sie werden diesen blinden Passagier nicht erschießen, sondern ihn in eine Zelle mit sämtlichen Berichten, Büchern und so weiter verfrachten!”, brummte der General angefressen.
Wofür der Archäologe nur ein mattes: “Danke, Jack.”, übrig hatte.



Milchstraße
P7A-3329

Ohne jegliche Vorwarnung und mit mehr als nur großer Dominanz fielen die Wraith über die menschliche Bevölkerung dieses Planeten her. Dieser Angriff sollte der Auftakt einer ganzen Reihe von Ausweidungen von Menschen bewohnten Planeten sein. Dieser lag wie einige andere in einem Sektor, der fast beinahe komplett unter der Kontrolle der Wraith stand.

Viele der zahlreichen Überlebenden dieser Attacke hatten Schutz in alten Tunneln und Burgen gefunden, wo sie sich verbarrikadiert hatten.
Immer wieder drehten die Darts der Wraith über die alten Festungen ihre Kreise, und beinahe schon fast zur Warnung feuerten einige dieser Jagdmaschinen mehrere gezielte Salven auf eine der massiven Mauern ab.
Kurz darauf drehten die Geschwader ab, um in den Wolken zu verschwinden und ihre wartenden Mutterschiffe anzusteuern.



Pegasus-Galaxie
Proculis

Nach wie vor hielt sich Morgan La Fay auf Proculis auf seitdem sie dort gelandet war, weswegen Colonel John Sheppard dorthin gereist war, um sie um Hilfe wegen Adria zu ersuchen.
Die zu ihrer menschlichen Form zurückgekehrte Antikerin gab sich nach wenigen Minuten überrascht: “Ich verstehe ja um was es ihnen geht, Colonel John Sheppard. Aber wie soll ich euch bei dieser Angelegenheit nur wirksam helfen können?”
“Nun ja. Du hast doch noch deine Erinnerungen. Dein Wissen als Antikerin. Chaya darf uns nicht helfen, weil sie zu den Aufgestiegenen gehört. Wir wissen, dass du die Arbeiten von Merlin am besten gekannt hast…”
“Ich verstehe. Doch es ist sehr schwierig, wenn nicht sogar beinahe unmöglich so etwas Kompliziertes wie den Sangreal ein weiteres Mal zu erschaffen. Aber es gibt noch eine weitere Möglichkeit, die euch gegen Adria gut weiterhelfen könnte…”



Entfernte Galaxie
Destiny - Maschinenraum

Während viele der anwesenden Wissenschaftler und Techniker miteinander in heftige Debatten verstrickt waren, hatte sich MacGyver hinzugesellt.
Der ehemalige Geheimagent und später dann freie Mitarbeiter der Phoenix Foundation hörte aufmerksam zu. Gut genug, um schnell genug mitzubekommen um was es ging.

Ohne, dass jemand ihn groß Beachtung schenkte, sah er sich das Problem sehr sorgfältig an. Es war mehr als nur offensichtlich, aber Mac erkannte noch etwas, denn obwohl es sich um die Technologie der Antiker handelte, erkannte er darunter einige verblüffende Ähnlichkeiten mit der von der Erde.
Schließlich nickte er und sprach es offen aus: “Es handelt sich hier eindeutig um massiven Materialverschleiß Leute. Nichts hält ewig. Auch, wenn es die Antiker gebaut haben, denn dieses Raumschiff hier fliegt ja schon bereits seit vielen Millionen Jahren durch das All…”

“Was haben Sie da gesagt? Sie sind MacGyver richtig?”
“Ja, der bin ich. Und ich meinte, dass wir diese Bauteile irgendwie ersetzen oder erneuern müssen.”
“Soll das etwa bedeuten, dass wir hier festsitzen?”
“Nicht unbedingt…”
“Stopp, Mister MacGyver! Jetzt hören Sie mir mal gut zu: Sie kennen sich nicht mit dieser Technologie hier aus - im Gegensatz zu uns”, meckerte einer, als schließlich auch noch Doktor Nicolas Rush den Maschinenraum betrat.



Andromeda-Galaxie
Kobol

Nachdem auf Grund weiterer Funde die Annahme von Colonel Iden bestätigt worden war, dass sich Angehörige der Battlestar Galactica bei und auf Kobol aufgehalten haben mussten, hatte Commander Aberdeen einige Aufklärungsmissionen dort angeordnet.

Auch ich selbst war zusammen mit einen dieser Teams schon seit Stunden auf Kobol unterwegs, wo keiner von uns etwas fand. Denn die meisten Spuren von Zivilisation waren größtenteils von Pflanzen überwuchert worden oder waren durch die Erosion verwittert und zerfallen. Es gab nur noch sehr wenige Ruinen auf Kobol.

Es war schließlich Lieutenant Cassandra Fraiser, die auf den wohl einzigen entscheiden Hinweis stieß. Diesen hätte man ohne den Scanner der Antiker, den Cassie in den Händen hielt übersehen, weil die Energieimpulse schon ziemlich schwach waren.

“Was ist das?”, fragte Larissa neugierig.
“Das ist wohl eine Art Kammer… He! Leute helft mal bitte. Das muss hier so eine Art Tür sein”, antwortete Cassandra, die dabei besonders die Jungs in ihrer Gruppe auffordernd ansah.

Nach einer kurzen Kraftanstrengung bewegte sich der Felsen und gab den Zugang zu einer kleinen verborgenden Kammer frei. Kaum war die Öffnung groß genug, schlüpfte Cassie auch schon hinein und sagte: “Das hier muss es sein. Es ist ein gelber Kristall hier drin, der auf einen Sockel mit einem Kissen liegt. Ansonsten ist dieser kleine Raum hier drinnen leer. Ich vermute mal, dass auf dem Kristall hier Informationen gespeichert worden sein…”
“Na dann, packe ihn behutsam ein Cassandra!”, ordnete Major Jennifer Hailey deswegen an.



Entfernte Galaxie
Destiny - großer Lagerraum 1

Ohne sich von den anderen Besatzungsmitgliedern auf der Destiny beeindrucken zu lassen oder gar zu besprechen, außer mit Colonel Telford, durchstöberte MacGyver schon seit geraumer Zeit alle Lagerräume.

Zwischenzeitlich erhielt auch er Kenntnis darüber, dass sich First Lieutenant Johansen, wegen des erhaltenen Tok’ra-Symbionten auf dem Wege der Besserung befand. Doch davon nahm er nur beiläufig Notiz, denn er wollte das Problem lösen, welches das Außenteam, das mit dem Shuttle auf dem Planeten unterwegs war, die Rückkehr auf die Destiny zu ermöglichen. Auf Grund des aufgetretenen Schadens waren auch sämtliche Luftschleusen und Andockvorrichtungen außer Funktion.

Gerade eben war Angus wieder fündig geworden und verstaute etwas im kleinen Wagen, den er vor sich her schob. Dabei wurde er seit geraumer Zeit mürrisch und auch voller Misstrauen von den so genannten selbsternannten Experten in Sachen Antikertechnologie beobachtet. Viele der Ingenieure, Wissenschaftler und Techniker hatten es nicht mehr ausgehalten und waren ihm auf Schritt und Tritt gefolgt.

Maschinenraum

Das Unbehagen und der Unmut wurden gegen MacGyver noch größer, als er sich daran machte den Schaden zu beheben. Es schien sogar so schlimm zu sein, dass das gemeinsame Auftreten und die geschlossene Rückendeckung von Young, Rush, Telford und Wallace nötig war. Gemeinsam konnten sie die zahlreichen Skeptiker wirklich nur kurz beruhigen.
Schließlich hatte Colonel Young die Nase voll.
“Sergeant Greer!”
“Ja, Sir.”
“Sie sorgen dafür dass Mister MacGyver hier im Maschinenraum in Ruhe arbeiten kann!”, entschied Everett, der daraufhin sämtliche Personen, die störten des Maschinenraumes verwies. Viele protestierten daraufhin vehement gegen diesen Platzverweis. Doch es half ihnen nichts.
Kurz darauf wurden mehrere Soldaten abgestellt, die dafür zu sorgen hatten, dass sich niemand mehr unberechtigterweise Zutritt zum Maschinenraum verschaffte.



Andromeda-Galaxie
Kobol

Auf dem Weg zurück zu unseren Puddle Jumper machten wir einige traurige Funde. Wir fanden einige Gräber, die nicht älter als einige Jahre sein konnten. Deswegen erinnerte sich Private Sandra Kieras: “Zeus hatte unsere Ahnen einst davor gewarnt nach Kobol zurückzukehren und zu betreten, denn jedes Mal müssten die Menschen damit mit Blut bezahlen…”
“He! Bitte lass das ja!”, mahnte Lieutenant Cassandra Fraiser, die sich sofort nervös umschaute. Dabei war sie nicht allein, denn viele aus unserer Gruppe bekamen ein mulmiges Gefühl.

Nur als einige der wenigen schüttelte Larissa mit dem Kopf, und murmelte dabei: “Aberglaube und der Glaube an nichtigen Göttinnen und Göttern aus Metallen und Hölzern…”
Währenddessen schauten sich dennoch viele aus unserem Team um, und glaubten bei jedem Geräusch und jeder Bewegung einen potentiellen Feind zu erkennen.

Odyssee
Folge 3.18 Verluste & Gewinne, Teil 1

Andromeda-Galaxie
Kobol

Da viele Teams den Planeten Kobol an verschiedenen Stellen erforschten, blieben einige Probleme nach einiger Zeit nicht aus. Darunter war auch ein Team, welches schon seit Stunden überfällig war und nicht wie geplant auf die Thetis zurückgekehrt war.

Wir hingegen hatten, wie alle übrigen Teams unseren Einsatz wie geplant und ohne jegliche Schwierigkeiten zu Ende geführt. Nachdem wir unseren Fund, den Cassandra und Jennifer in der kleinen Höhle geborgen hatten, an Bord des Kampfsternes Thetis abgeliefert hatten, wurden einige von uns einem dringende benötigten Such- und Rettungsteam zugeteilt. Aus taktischen Gründen hatte Commander Aberdeen dafür einen Jumper angefordert und entsandt.

Südliche Halbkugel
Jumper #1

An Bord waren viele von uns sehr unruhig, denn die beiden vermissten Raptorteams hatten bislang auf keinerlei Kontaktversuche reagiert. Nur ein Rauschen war aus dem Funkgerät zu vernehmen.
Darunter waren auch einige, die böse Blicke in Richtung von Larissa und zwei weiteren Ori-Soldaten tätigten und sich leise flüsternd über die aktuelle Situation austauschten: “Ich sage es noch einmal: Deren Göttin Adria hat uns ins Verderben geschickt!”
“Wir vermissen ebenfalls eine Kriegerin”, rief Larissa, die das Gespräch dennoch mitbekommen hatte, den tuschelnden Kolonialen Marines sofort ins Gedächtnis zurück.

Davon unberührt meinte Leutnant Jessica Schneider in derselben Sekunde zu mir: “Eines habe ich bislang schon festgestellt, Wolfrino: Mit dir ist jedes Mal was los…”

“Leute! Wir nähern uns den Zielkoordinaten. Doch ehe ich zum Landeanflug runtergehe und lande, überfliege ich noch ein paar Mal diese große ziemlich trostlose, karge und felsige Insel”, verkündete First Lieutenant Jiao Jin.
“Dort! Dort sind unsere beiden Raptor. Viel ist nicht zu sehen”, fügte ihre heutige Co-Pilotin, die von der Kolonialen Flotte war, wenige Momente später hinzu, wobei sie nach links unten deutete.

Kurz darauf setzte Jin auch schon zur Landung an, da sie nichts Verdächtiges hatte entdecken können.



Milchstraße < = > Triangulum-Galaxie
U.S.S. Odyssey - Besprechungsraum

Mittlerweile hatte man einen weiteren Zwischenstopp eingelegt, weshalb man sich für die nächsten Stunden genau zwischen 2 Galaxien befand, bevor es wieder in den Hyperraum ging.
Abgesehen auf einige Wissenschaftler, dem diensthabenden Personal auf der Brücke und dem Personal was Zugang zu einem Fenster hatte, hatte niemand etwas von diesem Anblick. Unter ihnen war der größte Teil des Führungsstabes um General O’Neill, denn wie jener gefordert hatte, war es endlich soweit weil Doktor Jackson eine Präsentation vorbereitet hatte.
Außerdem hatte Daniel Glück, denn die Adjutantin von Jack hatte sich dazu bereit erklärt einen Schokokuchen nach dem Rezept ihrer Großmutter zu backen. Sofort zu Beginn der Besprechung hatte Captain Lauren Perry ihren Platz rechts neben ihren Vorgesetzten eingenommen. Auf den anderen sechs Stühlen nahmen die anderen Mitglieder seines Stabes Platz.

Aber eines war von vorneherein klar und wusste der Archäologe: Er musste sich so kurz wie nur möglich fassen, um es sich nicht für die nächsten Wochen heftig mit dem General zu verscherzen.
Obwohl er in allem gut vorbereitet war, wirkte er ziemlich nervös und begann auch so.
Denn es dauerte einige Atemzüge und Herzschläge, ehe sich Jackson gefangen hatte: “…und da Sie nun alle einige Materialien zur Anschauung vorliegen haben… beginnt der eigentliche Vortrag. Also: Von der Erde aus betrachtet hat die Triangulum-Galaxie Vollmondgröße, welche als nebliger Fleck an einem dunklen und klaren Nachthimmel durch ein gutes Fernglas zu erkennen ist. Auch diese Galaxie befindet sich genauso weit von der Erde entfernt wie die Andromeda-Galaxie, ist ebenfalls die Gestalt einer Spiralgalaxie und die drittgrößte in der Lokalen Gruppe. Doch hat sie aber nur etwa zehnmal weniger Sterne als Andromeda und ist nur ungefähr halb so groß, wie unsere eigene Heimatgalaxie. Aber dafür enthält Triangulum eine große Anzahl großer leuchtender Nebel, die darin viele große Sternenentstehungsgebiete beherbergen. Soviel zu unserem Zielort.
Kommen wir jetzt zur Legende von Mu. Da es eine sehr alte ist, nämlich eine die mehrere Jahrtausende alt ist. Einzige Zeugen davon sind die sogenannten Heiligen Schriften von Mu, die etwa 15.000 Jahre alt sein und im Besitz und Obhut hinduistischer Priester sein sollen. Darin steht zum Beispiel, dass es schon vor rund 50.000 Jahren eine fortschrittliche, äußerst pazifistische und sehr spirituelle Kultur gewesen sein muss, die aber durch eine schlimme Naturkatastrophe untergegangen sein soll. Einige Forscher vermuten die Position eines gleichnamigen Kontinents im Pazifischen Ozean. Mehr ist nicht bekannt, weil alles andere nur wilde Spekulationen und vage Theorien dazu sind. Aber es gibt starke Parallelen wie zum Beispiel Atlantis und anderen untergegangenen Inseln…”

“Äh, Daniel. War’s das jetzt oder kommt da noch was?”
“Nein. Ich habe nur einige unwichtige Details wie Namen ausgelassen, Jack.”
“Gut”, meinte O’Neill sofort darauf, “dann wären wir wohl fertig. Captain Perry.”
“Ja, Sir.”
“Archivieren Sie die Unterlagen und den Bericht von Doktor Jackson!”
“Wird umgehend erledigt, General O’Neill.”



Entfernte Galaxie
Destiny

Es war im wahrsten Sinne des Wortes die reinste Bastelarbeit, welche schon seit vielen Stunden andauerte. Einige Crewmitglieder der menschlichen Mannschaft der Destiny waren neugierig geworden, die nach einer kurzen Einweisung von MacGyver mithalfen. Aber es war auch um einiges einfacher geworden, weil alle die bislang gestört hatten von der gesamten Sektion verbannt worden waren.

“…nun ja, wie schon gesagt und zu erkennen ist - wird es bestimmt noch einige Tage in Anspruch nehmen…”
“Stopp, Mister MacGyver! Wenn Sie noch mehr Hilfe benötigen, will ich es sofort wissen.”
“Ja, ein wenig mehr Hilfe wäre vielleicht nicht das Verkehrteste. Es müssen noch etliche Bauteile erneuert, überholt oder auch neu angefertigt werden, Colonel Telford.”
“Gut. Denn wir müssen den Schaden beheben, sonst können wir das Team nicht zurück an Bord der Destiny holen. Während Sie und die anderen hier weitermachen, werde ich sofort nach geeigneten Personen suchen lassen”, erklärte David, der im Anschluss sein Headset benutzte um entsprechende Befehle zu erteilen.


Planet
Erkundungsteam

Seit ihrer Landung wurde eine große Anzahl von Proben von Pflanzen, Wasser, Erde und Gesteinen gesammelt. Als sich die Sonne senkte gab Matthew Scott das Signal für den Rückweg.

“He! Was soll denn das? Beeilen Sie sich mal etwas, Mister Dalton! Die Nacht sollten wir mal besser nicht im Freien verbringen, sondern im Shuttle… Denn es könnte wohlmöglich gefährlich in der Dunkelheit werden… Wir sind ja immerhin auf einem fremden Planeten, und dazu noch in einer fremden, weit entfernten Galaxie”, rief First Lieutenant Scott dem Nachzügler laut zu.
Abrupt blieb Jack stehen und fragte mit einem ängstlichen Blick im Gesicht: “Moment mal. Sagten Sie etwa gerade, dass es hier gefährlich werden könnte?”
“Ja. Das sagte der Lieutenant gerade”, bestätigte Peter Thornton mit lauter Stimme, der still vor sich hingrinste.
“Oh, Mann”, hustete Jack Dalton erschrocken, der sich dann wieder in Bewegung setzte und seine Schritte beschleunigte, wobei er sich andauernd immer wieder aufs Neue total verunsichert nach allen Seiten umblickte.



Andromeda-Galaxie
Kobol - Südliche Halbkugel

“Halt! Wartet noch ein paar Minuten! Keiner geht da raus! Auch Du nicht, Wolfrino! Wir checken erst einmal den Lebenszeichendetektor!”, ordnete First Lieutenant Jin streng an.

Wie sie es verfügt hatte, kam es dann auch eine Minute später, bevor sie sagte: “Okay. Laut dem Detektor ist alles da draußen sauber. Die einzigen Signale, die angezeigt werden. Die befinden sich hier, dort und da, stammen laut den Biosignaturen eindeutig von Menschen…”
“Ja. Aber wo sind die anderen 5 von unseren Leuten?”, stutzte und fragte sofort ihre heutige Co-Pilotin von der Kolonialen Flotte.
“Das zeigt dieses Gerät leider nicht an”, wusste Leutnant Schneider.

“Gut, wie dem auch sei. Gibt es Freiwillige, die sich zu einem kleinen Spaziergang melden?”, fragte Larissa uns alle nach einer kurzen Stille.
Daraufhin antwortete Ensign Helen Burrows: “Also Lieutenant Jin und ich als Piloten sowie vier andere müssen zum Schutz des Jumpers hier bleiben.

Es war schwierig mit den Rückmeldungen, dann meldete sich als Erste Larissa, danach Leutnant Schneider, die mich auch noch vorschlug, im Anschluss hob eine Sanitäterin, nämlich Leutnant Lisa Dupont von der französischen Marine ihre linke Hand. Captain Beck und Corporal Impala schlossen sich unserer Gruppe ebenfalls an.

Erst dann ließ Jin die Luke des Jumpers öffnen, damit wir endlich zu den vom Detektor aufgespürten 3 Personen gehen konnten.



Milchstraße
Erde
Deutschland - Hamburg

In dem alten Lagerhaus, welches vor vielen Jahren von Athene gekauft worden war, als sie noch versteckt im Verborgenden auf der Erde gelebt hatte, wurde das Sternentor lebendig und das schimmernde blau verbannte die Dunkelheit in der Halle im Erdgeschoss.

Kurz darauf, schon wenige Sekunden nach der Aktivierung trat aus dem Ereignishorizont zuerst eine Gruppe von Kullkrieger, gefolgt von Jaffa heraus. Erst danach folgten einige Goa’uld, gefolgt von weiteren Jaffa- und Kullkriegern aus dem Stargate, die die Basis und somit den gerade errichteten Brückenkopf sichern sollten.

Unter den Goa’uld war auch Morrigan, die sich nur kurz mit Nike und Bastet besprach und auch noch einmal den Plan erläuterte. Sie erklärte sich damit einverstanden mit Athene und Selene sowie anderen Goa’uld über den Wunsch von Nike und Bastet zu beraten, die Familien und Freunde von der Rache an den Tau’ri auszuklammern.

Nachdem dies geschehen war, kehrte Morrigan durch das Stargate zur neuen Heimatwelt der Goa’uld zurück.



Andromeda-Galaxie
Kobol - Südliche Halbkugel, Insel

Mit den Waffen im Anschlag verließ unsere sechsköpfige Gruppe den getarnten Jumper. Wir traten vorsichtig uns nach allen Seiten umschauend hinaus ins Freie.
Der Lebenszeichendetektor hatte zwar nichts weiter gezeigt, dennoch konnte es nicht schaden auf der Hut zu sein.
Langsam näherten wir uns daher unserer ersten Zielperson, die sich etwa zwanzig Meter von der Position des Jumpers entfernt befand.

Es handelte sich um eine junge Ori-Soldatin, die sich zwischen zwei Felsen gezwängt hatte. Sie kämpfte vehement mit sich selber und rang um ihre Fassung, weshalb es gut war, dass Larissa bei uns war, die ihre Kameradin zu beruhigen versuchte. Doch diese sagte erneut: “Diese Monster! Diese verfluchten Monster! Sie müssen allesamt von den verdammten Antikern geschaffen worden sein, um…”
“Stopp! Ariel, Stopp! Und zwar sofort! Beherrschen Sie sich! Sie sind eine Soldatin der Orici!”, mahnte Larissa im barschen Befehlston und gab der jungen Frau sogar noch eine harte Ohrfeige.
“Bringen wir Ariel jetzt gleich zum Jumper?”
“Nein, Leutnant Schneider. Sie ist zum Glück unverletzt. Wir schauen mal nach unseren beiden Raptor. Die liegen auf dem Weg zu unseren nächsten Kontakt”, entgegnete Captain Beck von der Kolonialen Flotte.

“Wolfrino. Was hast Du?”
“Ich fühle etwas, Larissa. Irgendetwas ist hier. Etwas Großes… der Geruch ist irgendwie vertraut aber dennoch fremd…”
“He. Da ist der erste Raptor, Sir.”
“Das sehe ich, Corporal Impala. Und laut des Scanners müsste sich unser vermisstes Teammitglied ganz in der Nähe befinden. Dort bei den Felsen und den Felsspalten, etwa zehn Meter von uns entfernt”, sagte der vorausgehende Beck schnaufend.

Uns mit Zeichen signalisierend gab der Koloniale Offizier uns zu verstehen, dass er mit Impala sich den einen Raptor näher ansehen wollte, während wir anderen weiter zu der zweiten Zielperson gehen sollten.

Dabei nahmen wir die Ori-Soldatin Ariel in unsere Mitte.

“Das ist Doktor Rodriguez, sie ist aus Spanien. Sie gehört zu unserem Expeditionsteam und ist eine unserer Archäologinnen und eine Anthropologin. Man sieht die übel aus. Komm mal her, Lisa! He! He! Isabella. Ich bin es Leutnant Jessica Schneider…”
“Leutnant Dupont. Leutnant Schneider. Wir müssen hier so schnell es geht von hier weg”, stammelte die Wissenschaftlerin gequält, die nur mit großer Mühe ihre Augen offen halten konnte.

Die von Jessica entdeckte furchtbare Fleischwunde am linken Oberschenkel von Isabella blutete stark.
Im selben Moment als Lisa und Jessica Erste-Hilfe-Maßnahmen unternahmen, stieß Captain Beck laut: “Oh heilige Mutter Artemis!”, aus.
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#24
Odyssee
Folge 3.19 Verluste & Gewinne, Teil 2

Andromeda-Galaxie
Kobol - Südliche Halbkugel

Der unerwartete alarmierte Ausruf von Captain Beck hallte über die größtenteils trostlose Insel. Wir anderen begaben uns mit der so eben geborgenen Doktor Rodriguez deswegen zu dem Kolonialen Offizier, der mit dem Marine beim Raptor auf uns wartete.
Kaum waren wir dort angelangt, verschlug es uns allen glatt die Sprache beziehungsweise den Atem. Auf Grund des Bildes was sich unserem Team bot, konnten wir seine Hektik verstehen, denn das Fluggerät sah ziemlich übel zugerichtet aus.

Doch auch der zweite Raptor, der sich mehrere Meter weit entfernt zwischen einer Formation von Felsen befand, sah auch nicht besser aus. Beide Raptor wiesen unter anderen gewaltige Kratzspuren auf.

Während der ganzen Zeit hielt sich die andere Hälfte unseres Such- und Rettungsteams, um Jiao, im nach wie vor getarnten Jumper auf. Doch mit einem Male wurde die Chinesin von einem warnenden Piepen aufgeschreckt.
Das wartende Team im Jumper wunderte sich über die unerwartete Aktivität, die viele Lebenszeichen durch den Scanner an Bord entdeckt hatte.

“Verdammt! Was ist da denn auf einmal nur los? Wo kommen die denn nur auf einmal alle her?”, schluckte die Soldatin aus der Volksrepublik China erschrocken auf.

Zur selben Sekunde nahm ich einen noch schärferen Raubtiergeruch war, als noch vor etwa einer Viertelstunde, obwohl für alle anderen weder was zu sehen oder zu hören war.

“Alle sofort in Deckung!”, rief ich laut meinen Gefährten warnend zu.
Kaum waren meine Worte verklungen, hatten sich alle kurz umgesehen - nach einen sicheren Versteck, die die Felsen uns boten.

Doch für einen von uns gab es kein Entrinnen mehr.

Mit einer unbeschreiblichen Wucht wurde Captain Beck zu Boden gerissen, ehe sich die scharfen Krallen und Zähne in seinen Körper gruben. Der Koloniale Offizier schrie sich laut, wegen der fürchterlichen Schmerzen, die Seele aus dem Leib.
Als seine Schreie verklungen waren, waren nur noch das wütende Brüllen und Knurren der Raubtiere sowie das Zerbrechen der Knochen und das Zerreißen von Muskeln und Sehnen zu hören.

“Feuer! Feuer! Haltet Euch diese Bestien vom Leib! Also feuert aus allen Rohren!”, schrie Leutnant Schneider, die kurz darauf auch schon selber den Abzug ihres Sturmgewehres betätigt hatte. Die deutsche Soldatin hatte sich spontan für das Ziel entschieden, das ihr am nächsten war. Ihre französische Kameradin Leutnant Dupont unterbrach ihre Arbeit als Sanitäterin, nachdem sie Doktor Rodriguez’ schwere Verletzungen so gut es ging versorgt hatte, um ebenfalls zur Waffe zu greifen.

Vom Jumper aus sah die andere Hälfte unseres Teams mit Schrecken dem Treiben zu und auch, dass immer noch einige weitere dieser riesigen Löwen aus einigen der umliegenden Höhlen hervorwagten. Diese großen Katzen sahen den bekannten Löwen auf der Erde sehr ähnlich, doch waren sie Erschreckenderweise etwa drei- bis viermal so groß. Was wiederum gut für uns war, denn so hatten wir uns gut zurückziehen können.

In eine der vielen schmalen und tiefen Felsspalten, in die sich Larissa hatte zurückziehen können, nahm die Ori-Soldatin eine schemenhafte Bewegung wahr. Instinktiv richtete sie ihre kleine aber stets sehr wirkungsvolle kleine Handwaffe, die sich auf der Oberseite der Armschiene am Handgelenk ihrer Rüstung befand, darauf.
Und in allerletzter Sekunde erkannte Larissa, dass es sich um einen Menschen handelte.

“Du verdammter Idiot! Ich habe meine Waffe hier auf ,,Töten’’ gestellt!”, fauchte die Ori-Soldatin daher den Kolonialen Marine Private Kola an, dem es gelungen war sich beim ersten Angriff des Löwenrudels ins selbe Versteck zu retten.



Milchstraße
Erde
USA - Homeworld Command

In dem neu eingerichteten Aufenthaltsraum hatten sich Jean Grey und Cameron Mitchell lange unterhalten. Dabei teilte die Mutantin auch leider einige beunruhigende Neuigkeiten mit: “…es muss nicht wirklich eine Gefahr darstellen.”
“Ich danke Ihnen dennoch, Miss Grey.”
“Das wissen wir. Aber es ist verblüffend gewesen, dass schon kurz darauf, sowohl der Professor und auch ich den Kontakt verloren haben - und auch zu keinen mehr, der jene Präsenz hat einen erneuten herstellen konnten. Seien Sie also sehr wachsam. Verstärken Sie die Sicherheit bei allen wichtigen Einrichtungen hier auf der Erde und auch auf dem Mars.”



Ori-Galaxie
Celestis

Jedes Mal wenn die Orici erneut die heilige Stadt Celestis aufsuchte, war für viele ihrer getreuen Gläubigen ein Tag großer Freude, was mit einem großen Fest verbunden wurde. Aber auch wurden an diesen Tagen einige besonders eifrige Anhänger zu neuen Prioren berufen. Und natürlich erkannte Adria dank ihrer Macht den Glauben vieler, und nachdem sie einige Männer und auch eine Frau in Priore verwandelt hatte, ließ sie von einem der oberen Priore laut die Namen von 12 Männern und Frauen verlesen.

“…jene 12 Gläubigen haben die überaus große Ehre in einigen Stunden von unserer und der einzigwahren Göttin in einer persönlichen Audienz empfangen zu werden”, verkündete der auch am heutigen Tage von Adria ernannte neue Doci am Schluss feierlich.



Entfernte Galaxie
Destiny - Maschinenraum

Nach dem von Colonel Telford gestarteten Aufruf an alle Bord der Destiny, hatten sich viele Personen, sowohl von der Erde, der Luzianischen Allianz und sogar einer der Tok’ra zurückgemeldet.
Ohne lange zu zögern, schickte David all diese Leute in den Maschinenraum des alten Raumschiffes der Antiker.

Wenig später schon war es deutlich zu erkennen, wie gut die Arbeit daraufhin in den letzten Stunden auf einmal voranging.

“Hallo David. Wie lange werden die Reparaturen noch in Anspruch nehmen?”
“Everett. Das von First Lieutenant Scott und Mister Peter Thornton geführte Team, das auf dem Planeten Erkundungen durchführt wird in etwa 2 Stunden wieder von dort starten. Und wie es momentan aussieht - werden bis dahin auch alle notwendigen Reparaturen abgeschlossen sein. Hoffentlich. Denn es könnte sehr knapp werden.”
“Das klingt sehr gut. Ich werde mich dann jetzt auf die Krankenstation begeben, da First Lieutenant Johansens Zustand sich stabilisiert hat nachdem sie den Tok’ra-Symbionten erhalten hatte…”
“Äh, eine kleine Anmerkung Colonels”, rief Mac den beiden zu, “nennen Sie ihn bitte nie wieder Peter! Er hasst diesen Namen. Nennen Sie ihn am besten Pete oder Thornton!”
“Danke, für ihren guten Tipp MacGyver, wir werden daran denken”, nickte Colonel Young, der sich daraufhin wieder entfernte, “und beeilen Sie sich bitte mit den Reparaturen.”



Andromeda-Galaxie
Kobol - Südliche Halbkugel, Insel

Während wir immer noch damit beschäftigt waren diese überaus großen und gefährlichen Raubtiere von uns fernzuhalten, war endlich auch mittlerweile die von Jin angeforderte Verstärkung eingetroffen.

Doch der pausenlose andauernde Lärm sowie auch der Beschuss schienen diese ohnehin schon grimmigen Löwen nur noch viel aggressiver und wilder zu machen.

Und da seit kurzem auch mit Raketen auf diese Raubkatzen gefeuert wurde, fiel es uns allen nun mit großem Schrecken auf: Sie schienen immer noch unverletzt zu sein, und das obwohl alle von ihnen mehrfach getroffen worden waren. Auf Grund dieser gemachten Beobachtungen erinnerte sich Schneider an etwas aus der Griechischen Mythologie.

“Das ist einfach nur unglaublich Leute… Die erinnern mich an diesen einen Nemeiischen Löwen, den Herkules glaube ich, in seiner ersten von zwölf Heldentaten, erwürgt hatte, weil jener ebenfalls unverwundbar gewesen ist…”
“Super! Leider ist hier niemand von uns so stark. Nicht einmal Wolfrino hätte auf lange Sicht eine Chance. Und wir haben es mit einem großen Rudel von diesen Monstern zu tun, die offenbar nur auf Menschenfleisch scharf sind”, seufzte Dupont ernüchtert, “was bedeutet, dass wir alle hier auf unbestimmte Zeit festsitzen.”

Dies teilten die beiden Soldatinnen umgehend ihren anderen Teammitgliedern mit, was schnell dazu führte, dass der Beschuss auf diese Tiere überwiegend eingestellt wurde. Nur hin und wieder gaben einige von uns vereinzelte Salven ab, um diese Löwen auf Distanz zu halten.

Im Jumper schüttelte Ensign Burrow traurig den Kopf. Schließlich sagte die junge Frau: “Unseren Leuten geht bestimmt in Kürze die Munition aus… Wir müssen sie unbedingt so schnell wie nur möglich da raus holen, sonst verlieren wir noch mehr Leute, wegen dieser Viecher! Am besten mit Rauch- oder Gasgranaten…”
“Moment, Ensign. Hier Jin! Leute, habt ihr alle Gasmasken dabei?… Prüft also schnell eure Ausrüstung, denn ich habe eine Idee!”

“Gasmasken? Was zur großen und einzigwahren Göttin Adria haben diese Menschen von der Erde und dieser Galaxis mit uns vor? Sollen wir etwa die Luft anhalten?”, schimpfte die Ori-Soldatin Ariel sofort, als man ihr den Plan mitgeteilt hatte.
“Wir haben zum Glück solche Schutzmasken dabei. Aber ich habe dennoch keine Lust mehr zu warten!”, erklärte ihre Kameradin und auch Kommandantin Larissa, die sich kurz darauf auch schon langsam vorsichtig nach vorne schob. Immer weiter tastete sich diese Ori-Soldatin in der Felsenspalte weiter zur Öffnung voran. Und als sie nur noch wenige Meter vom Zugang entfernt war, zuckte blitzartig eine gewaltige Pranke mit ausgefahrenen Krallen in ihre Richtung, welche ihren Körper nur knapp um eine Handbreite verfehlte.
“Na warte, du verdammtes Monster! Dafür werde ich Dich töten!”, bemerkte Larissa kalt, die sich trotz dieses Vorfalls kurz darauf unter größter Vorsicht noch weiter vorgewagt hatte.

“Was zur Hölle ist da nur los?”, hustete Corporal Impala, der sich mit schmerzverzerrtem Gesicht die zerschundene und blutende Brust hielt, weil er vor erst kurzem einen Angriff gerade noch so entkommen war.

Derweil war Larissa bis auf einen halben Meter an den Zugang der Felsspalte unbehelligt herangekommen. Und dann war es auf einmal da, das aufgerissene Maul eines großen Löwen. Reflexartig zuckte ihre Bewegung mit der Waffe in Richtung des Löwen, wobei sie auf gut Glück in den Rachen schoss.
Schon wenig später wich die riesige Raubkatze mit einem wütenden Brüllen zurück, welches sich in ein jämmerliches Winseln wandelte und auch zu Boden ging, begann sich vor akuter Schmerzen auf dem sandigen und staubigen Boden zu winden.



Ori-Galaxie
Celestis

Der große Moment war gekommen, und mit großer Freude waren die 12 auserwählten Gläubigen in die Halle eingetreten, wo die Audienz mit ihrer Göttin Adria stattfinden sollte. Die Orici empfing ihre Gäste ebenso freudig.
Kaum hatte sie mit jenen Frauen und Männern einige Worte gewechselt, hielt sich Adria nicht länger mit Formalitäten auf, sondern eröffnete ihnen den Grund für diese Audienz.

“…diese Mission für die ihr auserwählt und berufen seid, ist ein großer Dienst und Zeugnis für euren Glauben an eure Göttin. An mich. Ich will euch nicht verschweigen, dass einige von euch vermutlich den Märtyrertod bei ihrer friedlichen Missionierung erleiden werden. Doch werde ich mich um euch kümmern, wenn dies geschehen sollte. Daher frage ich euch: Seid ihr dazu bereit, mir auf diesem Wege zu dienen?”

Es dauerte nur wenige Atemzüge, dann antworteten alle 12 Erwählten synchron: “Ja, wir sind dazu bereit!”
“Das erfreut mich sehr. Ich werde stets mit euch sein. Und sobald ihr vielleicht euer Leben für eure Göttin gegeben habt, werdet ihr in den heiligen Garten der Ewigkeit einziehen. Das wird der Lohn für das mutige Bekenntnis eures Glaubens an mich sein. Das Ziel ist es, wegen dieser Zwischenfälle den wahren Kreuzzug gegen alle Ungläubigen im Universum wieder aufzunehmen, der am Ende zu unseren Gunsten zu entscheiden ist.”
“Alle Ehre und Rum gehören unserer Göttin! Der einzig wahren Orici Adria!”, sagten daraufhin die 12 Frauen und Männer, wobei die Verehrte zufrieden lächelte.



Entfernte Galaxie
Hyperraum - Destiny

Wie geplant waren alle entdeckten Schäden rechtzeitig behoben worden, wodurch auch das Erkundungsteam gerade noch rechtzeitig wieder an Bord genommen werden konnte.

Nachdem all dies geschehen und die Destiny kurz darauf wieder in den Hyperraum eingetreten war, traten äußerst verlegen so gut wie alle Zweifler und Nörgler an MacGyver heran. Es dauerte noch einige Sekunden bis sich einer von ihnen überwand und noch einen Schritt vortrat und bescheinigte: “Mister MacGyver. Wir haben uns alle in Ihnen geirrt und es tut uns allen sehr, sehr Leid. Sie sind für alle hier ein wahrer Gewinn an Bord der Destiny!”
“Danke. Alle hier, so wie auch ich, haben sehr gerne dabei geholfen das Problem zu lösen”, erwiderte Angus bescheiden.

Aber auch eine andere Neuigkeit machte an Bord die Runde, nämlich, dass es der Tok’ra-Symbiont geschafft hatte First Lieutenant Tamara Johansen erfolgreich von ihrer schweren ALS-Krankheit zu heilen. Deswegen erhielt sie Besuch von ihren Freunden, seitdem es die Tok’ra und auch Colonel Young gestatteten.



Triangulum-Galaxie
Goa’uld-Planet

Kurz nachdem Morrigan wieder zurückgekehrt war, überlegten Athene, Selene und sie gemeinsam, ob es nicht besser wäre eine starke Goa’uld-Königin auf die Erde zu schicken.

“Es ist ein guter Einfall, den wir nicht aus den Augen verlieren sollten. Doch wir sollten noch einige Zeit warten. Warten bis der Brückenkopf und unserer Einfluss auf der Erde gefestigt geworden sind.”
“Ich stimme dir zu Selene. Wir müssen dabei auf Nike und Bastet vertrauen, die in Kürze damit beginnen werden unseren Plan umzusetzen”, pflichtet ihr Athene bei.
Kurz darauf äußerte Morrigan: “Wir sollten erwägen Isis und Osiris sowie, oder Hathor auf die Erde zu schicken, sobald sie soweit ausgereift und stark genug sind…”



Andromeda-Galaxie
Kobol - Südliche Halbkugel, Insel

Die Aktion, die Larissa ausgeführt hatte, um einen dieser Nemeiischen Löwen zu töten barg zu große Risiken, weswegen weitere solcher Wiederholungen strikt von Jiao untersagt wurden.

“Wir müssen weiter ausharren und warten bis die Vorbereitungen abgeschlossen sind! Denn wir haben schon genug Leute an diese Monster verloren!”, mahnte Leutnant Jessica Schneider an alle anderen eingeschlossen gewandt.
“Meine Göttin, die einzigwahre Orici Adria hat mich beschützt und den Erfolg geschenkt! Ihr alle seid Zeugen!”, erinnerte Larissa motzend, die sofort versuchte sich so gegen die gegebene Anordnung zu wehren.
“Keine Widersprüche! Das gilt für Dich und auch für Wolfrino!”, erwiderte postwendend Leutnant Schneider.

Schließlich war der Moment gekommen, und wir alle erhielten die Anweisung unsere Atemschutzmasken anzulegen, damit der Rettungsplan umgesetzt werden konnte.

Zum Glück für uns alle war die Durchführung ein Erfolg. Es klappte alles, obwohl diese großen Katzen von all den vielen Rauch und den Gas massiv benommen waren, waren einige nach wie vor immer noch jene gefährliche Raubtiere. Etwa dreiviertel des Rudels wurde dabei ausgelöscht.
Der von First Lieutenant Jin gesteuerte und getarnte Jumper nahm unser Team sowie die Geretteten nacheinander an Bord auf, während andere Fluggeräte das gefährdete Gebiet absicherten.



Milchstraße
Erde
Deutschland - Berlin

Die anstehende internationale Konferenz in der deutschen Bundeshauptstadt war eine willkommene Gelegenheit, weswegen sich Nike und Bastet auf den Weg dorthin gemacht hatten. Wie alle anderen Teilnehmer auch, hatten sie sich angemeldet. Und da sie beide ihre Uniformen trugen, wurden sie nach dem Vorzeigen ihres Dienstausweises auch schon in die Sicherheitszone eingelassen. Somit würden die beiden Goa’uld, die in den zwei Polizistinnen steckten keinerlei Probleme mehr haben Zutritt in alle wichtigen Gebäude zu erhalten.

Es war ihnen als ob ihnen jemand gefolgt war. So war es auch. Doch Nike und Bastet ließen sich nichts anmerken, denn sie verstanden sich blind und bereiteten schon bereits den Hinterhalt vor.

“Halt! Nicht mit deiner Dienstwaffe, Nike! Ich werde den Spion mit meiner Zat’ni’kit’tel ausschalten, ohne ihn zu töten. Somit können wir in diesen Spitzel einen Symbionten implantieren…”
“Guter Einfall, Bastet”, erkannte die andere Goa’uld, die ihre Waffe wieder zurück ins Holster schob.

Odyssee
Folge 3.20 Im Bann der Goa‘uld, Teil 1

Milchstraße
Erde
Deutschland, Hamburg < = > Berlin

Wie sie es vor ihrer gemeinsamen Abreise nach Berlin vereinbart hatten, hielten Bastet und Nike von Zeit zu Zeit den etablierten und geheimen Brückenkopf der Goa’uld in Hamburg mit den neuesten Informationen auf den aktuellsten Stand. Denn es gab erste sehr interessante Erfolgsmeldungen, in die Triangulum-Galaxie zu senden.

“…übermittelt also diese neuesten Entwicklungen an die Systemlords Athene, Selene und Morrigan, dass es uns bereits glücklicherweise gelungen ist mehrere der Regierungen Europas, Kanadas, Russlands, Chinas, Brasiliens und Australiens, das Homeworld Command sowie den NID zu infiltrieren!”, führte Bastet gut gelaunt auf, während sie die kleine visuelle Telekommunikationskugel in ihren Händen barg.
“Sag ihnen, dass wir demnächst das IOA und die UN infiltrieren wollen, dafür aber noch dringend mehrere Symbionten benötigen! Sobald dies geschehen ist, wäre unsere Arbeit so gut wie getan”, ergänzte Nike lächelnd.



Andromeda-Galaxie
Orbit von Kobol
Battlestar Thetis - Steuerbordhangardeck

Äußerst widerwillig nahmen die gerade mal sechs an Bord befindlichen Orici-Anhänger an der Gedenkzeremonie, für die auf Kobol ums Leben gekommenen Crewmitglieder, teil.
Obwohl jede drei der Parteien, die aus den Kolonien, den Mitgliedern der Andromeda-Expedition und eben den Gläubigen und Soldaten der Orici bestand, Verluste zu beklagen hatten. Denn bei der Mission auf Kobol auf der Insel der Nemeiischen Löwen, wie Leutnant Schneider sie genannt hatte, waren ein Soldat der Orici, 3 Überlebende aus den Kolonien und 2 Mitglieder des Teams von der Erde zu Tode gekommen. Darüber hinaus konnten 3 Überlebende zum Teil schwer verletzt geborgen werden.

Schockierend war, dass man es nicht riskieren konnte die sterblichen Überreste zu suchen und ebenfalls zu bergen, weil es einfach auf dieser Insel zu gefährlich war.
Falls es überhaupt noch etwas für eine Bestattung gab.

Besonders betroffen zeigte sich Major Jennifer Hailey, weil Sergeant Carl Grogan unter den Toten war, den sie schon seit dem Jahr kannte, seit dieser damals kurz nach ihr, für das damals noch strenggeheime Stargate-Programm ausgewählt worden war. Denn, dass die Orici-Soldatin Ariel noch am Leben war, verdankte diese ausgerechnet Carl, was Larissa auch zu würdigen wusste.


Zylonen-Territorium
Basisschiff eines Cavil

Immer wieder arbeitete sich der Einser, der auch dieses Basisschiff befehligte durch eine weitere Datei von dem Wissen, welches man heimlich aus dem Bewusstsein von Captain Sharon Satterfield gestohlen und auf separate Speicher heruntergeladen hatte.

Jener Cavil, der derzeit die Acht Captain Sharon Satterfield bei sich auf seinem Basisschiff beherbergte, war einmal mehr sehr tief in seiner Analyse der gestohlenen Informationen vertieft. Bei der aktuellen Datei, die er gerade geöffnete hatte, zeigte er noch mehr Interesse, weil es sich um einige unerwartete Informationen handelte.

“…hm, faszinierend… Replikatoren, Asuraner, unterschiedliche Formen und Arten von Androiden und noch weitere künstliche Intelligenzen… Sehr interessant…”, murmelte Cavil, der natürlich noch mehr dazu erfahren wollte.

Während er nach weiteren Informationen suchte, war wieder einmal der Moment da.

“Los! Komm mit Sharon Satterfield!”, befahl eine andere Acht sofort, nachdem sie das streng gesicherte Quartier des Gastes betreten hatte.
“Ist ja schon gut. Und bitte keine Fesseln mehr! Ich komme so mit euch mit.”
“Gut. Wird ja auch so langsam Zeit, dass du vernünftig wirst, Schwester. Die erneute Verlegung dient nur deinem Schutz!”



Pegasus-Galaxie
Atlantis

Es dauerte nicht lange, denn kaum hatte John Sheppard seinen Bericht beendet, da reagierte auch schon Richard Woolsey: “Also wirklich Colonel Sheppard die Hilfe der Antikerin Morgan La Fay hatte ich mir irgendwie hilfreicher vorgestellt. Besonders nachdem sie wieder die menschliche Form angenommen hat und somit auch eigentlich keinerlei Strafen mehr zu befürchten hat, weil sie nun eine von uns ist. Außerdem haben wir ein weiteres Problem, denn ich habe außerdem vor wenigen Stunden erfahren, dass Doktor Jackson scheinbar spurlos verschwunden ist. Daher will ich, dass sich ihr Team so schnell wie nur möglich an die Arbeit macht und den jüngsten gegebenen Hinweisen von Morgan La Fay auf den Grund geht!”
“Das hatte ich vor.”
“Sehr gut. Na dann los!”



Milchstraße
Erde
Kanada, Ottawa

Schon vor ihrer Abreise durch das Sternentor und ihrer Ankunft in der Stargate Command Base auf dem Mars hatten sich die 12 Orici-Gläubigen auf eine klare gemeinsame Vorgehensweise geeinigt. Außerdem teilten sie sich schon vor ihren anschließenden Transfer zur Erde ihre Missionierungsgebiete untereinander auf, um mit ihrer Mission zu der sie von Adria beauftragt worden waren, ohne Zeitverzögerungen beginnen zu können.

Da es auf der Erde sehr viele souveräne Staaten gab, würde ihre Aufgabe sehr schwierig sein, dass wussten diese 12 Frauen und Männer aus den bisherigen Berichten von Adria  und auch von Prioren. Doch nicht unmöglich, denn durch die vielen unterschiedlichen Medien auf der Erde können sie sehr effizient großes Interesse bei vielen enttäuschten und auch immer noch unentschlossenen Erdbewohnern wecken, sich endgültig ihrer Religion anzuschließen. Zudem gab es in allen Nationen, zu denen sie unterwegs gewesen waren Gesetze, die die Religionsfreiheit garantierten.

So ging auch die junge Frau vor, die sich in der Hauptstadt Kanadas ihren Auftrag der Missionierung widmete.
“Bitte folgen auch Sie unserer Lehre und nehmen Sie den Glauben freimütig an. Es ist der an die einzigwahre Kraft und Göttin im Universum. Nehmen Sie doch wenigstens ein heiliges Buch mit. Bitte”, sprach Lyda freundlich zu einer kleinen Gruppe von Passanten.
Was die junge Orici-Gläubige aber auch zu spüren bekam, waren die wütenden Blicke, die man ihr zuwarf während sie für ihre Religion warb.
Es war ihr erster Tag, wo sie sich wie die anderen elf Gläubigen an einen neutralen Ort stellten, um ihren Auftrag der Missionierung zu erfüllen. Dies sollte in der ersten Phase 7 Tage andauern, bevor man sich dann provokativ an die heiligen Versammlungsstätten Andersgläubiger postieren würde.


Deutschland
Berlin - Deutscher Bundestag

Niemand von all den Bundestagsabgeordneten, Bediensteten, vom sonstigen Personal sowie Besuchern und Touristen hatten eine Ahnung von dem, was sich auf der wenige Tage zurückliegenden internationalen Sicherheitskonferenz ereignet hatte.
Außerdem wusste bislang auch niemand, dass einige wenige Kabinettsmitglieder von Goa’uld okkupiert worden sind. Diese 3 verhielten sich ruhig, denn sie durften auf keinen Fall auffallen, um die Übernahme der Erde durch ihr Volk nicht zu gefährden. Deswegen lauschten sie aufmerksam jedem Thema, so wie auch schon seit einigen Minuten einer Gastrede der Bundespräsidentin.


USA
Cheyenne Mountain Komplex - Homeworld Command

Auf dem ersten Blick war es nichts Ungewohntes für den von General O’Neill eingesetzten stellvertretenden Leiter dieser Behörde. Doch konnte Brigadier General Cameron Mitchell nicht einmal im Ansatz erahnen, dass er von einem Goa’uld, der in diesen NID-Agenten steckte, den aktuellen Bericht entgegennahm.
“Also verhalten sich Nike und Bastet wie ganz normale Bürger”, murmelte Cameron als er beinahe das Dokument komplett gelesen hatte.
“Sieht ganz so aus. Doch werde ich die beiden weiter wachsam im Blick behalten”, versprach der Agent mit Menschenstimme. “Ach ja, wann wird General O’Neill zurück erwartet, Sir?”
“Sobald seine Mission in der Triangulum-Galaxie erfolgreich beendet ist.”
“Gut. Hoffen wir, dass es nicht mehr allzu lange dauert”, sagte der Mann noch, ehe er das Büro verließ, denn er musste die dortige Goa’uld-Führung um Athene vor dieser Mission der Menschen umgehend warnen.



Andromeda-Galaxie
Zylonen-Territorium
Basisschiff - Hangar, Raptor < = > Weltall, Raptor

Zu ihrer Zufriedenheit stellte Captain Sharon Satterfield erleichtert fest, dass sich die Verhältnisse soweit entwickelt zu haben schienen, wie sie es sich erhofft hatte. Denn nur die eine Sharon, die sie abgeholt hatte, würde mit ihr in dem Raptor losfliegen und zu ihrem neuen geheimen Standort reisen.
Somit sah die unfreiwillige Zylonin ihre Chance zu fliehen. Und zu ihrem Glück hatte sie sich die Bedienung der Raptor nach langer Beobachtung genaustens eingeprägt.

Geduldig wartete sie bis sich ihr Raptor weit genug vom Basisschiff der Zylonen entfernt hatte sowie die ersten Sprungkoordinaten in den FTL-Computer eingegeben worden sind. Dann ging alles sehr schnell, denn kaum war der Raptor gesprungen, schlug Satterfield blitzschnell zu, um die andere Acht zu überrumpeln. Mit einer schnellen Bewegung entwendete sie die Waffe der Pilotin und knockte diese aus.



Triangulum-Galaxie
Goa’uld-Planet

In der mächtigen Festung herrschte große Anspannung, denn Ba’al war endlich nach langer Abwesenheit zurückgekehrt. Schon kurz nach seiner Ankunft kam er mit den anderen Systemlords zu einer Konferenz zusammen.
Bereits im Verlaufe der Gesprächsrunde zeigte er sich äußerst zufrieden mit der aktuellen Entwicklung, sowohl in der Triangulum-Galaxie, wie auch auf der Erde.

Während er sich dann mit Athene, Morrigan und Selene beratschlagte, hatte Ba’al bereits eine Entscheidung getroffen, doch traf in genau diesen Augenblick unerwartet ein Bote mit einer wichtigen Nachricht ein.

Als der Überbringer seine Informationen übermittelt hatte, jagte dies allen Goa’uld einen ziemlichen Schrecken ein, weil sich die gesamte Situation dadurch so abrupt komplett zu ändern drohte.
“O’Neill!”, schnaubte daraufhin nur Ba’al verächtlich.
Keiner der anderen Goa’uld traute sich etwas zu sagen. Aber zum Glück hatte sich der neue oberste Systemlord Ba’al schnell von dem Schrecken erholt, denn ihm war sofort bewusst: “Das wird nichts daran ändern, dass die Erde schon sehr bald, in naher Zukunft, uns gehören wird. Doch müssen wir uns, um das altbekannte Problem mit dem Namen O’Neill kümmern. Also muss er so schnell es nur geht gestoppt werden…”
Während er noch sprach, meldete sich Morrigan mit der Bemerkung: “Dann töten wir ihn!”, zu Wort.
“Nein! Ich vermute mal, dass Lord Ba’al es am liebsten selber erledigen will oder General O’Neill miterleben soll, wie die Erde und die Tau’ri endlich zu unserer Beute werden und wir wieder dort die Macht übernehmen, bevor er und seine Freunde vom SG-1 dann hingerichtet werden!”, erwiderte Athene sofort, woraufhin der oberste Systemlord nur zustimmend böse lächelte.

Nach einer kurzen Pause stimmte Ba’al der Annahme von Athene dann auch verbal zu, verlangte dann schnell zu erfahren wie die Reiseroute der Odyssey aussah sowie deren Zwischenhalte. Weswegen der Bote sofort loseilte, um diese Informationen zu besorgen.


Hyperraum
U.S.S. Odyssey - Brücke

Schon seit mehreren Stunden saß Jack O’Neill vollkommen entspannt in seinem Sessel, während er sich ein Stück Kucken sowie den Kaffee schmecken ließ, während er dabei aus dem großen Panoramafenster schaute.

Alle an Bord des Erdschiffes inklusive des Generals wussten, dass man auf dem Weg zu einen der wenigen Orte in dieser Galaxie war, wo man sich die ersten klaren Hinweise auf Mu erhoffte. Einen Eisplaneten hatte man so gut wie Ergebnislos, mit nur einen eher unbedeutenden Pfund, bereits vor Stunden wieder verlassen.

“General! Wir erreichen in etwa 4 Minuten unser Ziel: das Sonnensystem von P4M-770.”
“Danke, für die Erinnerung. Das Erkundungsteam soll sich in 10 Minuten mit mir, denn ich komme dieses Mal auch mit, im Steuerbordhangar einfinden! Major, tarnen sie die Odyssey, sobald wir den Hyperraum verlassen haben! Äh, Captain Perry, sie werden mich auf dieser Mission nach da unten begleiten!”, ordnete Jack an.
“Verstanden, Sir.”
“Jawohl, General O’Neill. Ich komme sehr gerne mit.”



5 Stunden später
Triangulum-Galaxie
P4M-770

Mittlerweile waren schon mehrere Stunden vergangen, wo sich das von Jack O’Neill angeführte Erkundungsteam auf dem Planeten befand und sich vorwärts kämpfte. Jeder konnte es dem General ansehen, wie sehr er Gefallen daran hatte diesen Außeneinsatz anzuführen. Aber auch den anderen knapp 2 Dutzend Frauen und Männern tat es sichtlich gut, mal wieder frische Luft zu atmen und festen Boden unter den Füßen zu spüren.

“…also laut dieser alten und ziemlich stark verwitterten Metallplatte, die wir entdeckt haben, müsste der Zugang zu der Grotte, in der sich ein weiterer Hinweis zu Mu befinden soll in diesem Canyon hier befinden”, erklärte Daniel Jackson, der dieses Mal in die südliche Richtung gedeutet hatte.
“Na schön”, seufzte Jack O’Neill, “dann gehen wir beide mal voraus! Passt hier aber auf wo hier hintretet Leute, denn der Untergrund ist hier noch feuchter und glatter! Captain Perry, Sie folgen uns beiden!”

Der Hinweis des Generals war nicht unbegründet, denn durch die hohe Luftfeuchtigkeit und auch die mehreren täglichen mehrstündigen Niederschläge auf diesen Planeten machten jedes Terrain gefährlich.
Der Pfad, den das Erkundungsteam nutzte, war von Moosen bewachsen, die den immer schmaler werdenden und zum großen Teil recht abschüssigen Verlauf des Weges extrem rutschig machten.

Die meisten von ihnen und besonders diejenigen, die mit schweren Rucksäcken ausgestattet waren, versuchten jede sich bietende Möglichkeit wie in etwa hervorstehende Wurzeln und Felsen zu nutzen, die sich ihnen boten um sich daran festzuhalten. Auch sahen die meisten hin und wieder sorgenvoll zur Seite, hinab in die Tiefe, wo sich ein Fluss durch den Canyon wand. Zudem versuchte auch jeder dorthin zu treten, wo schon der Vorangegangene seine Füße gesetzt hatte.

Viele Abschnitte innerhalb des Canyons und etwa eine halbe Stunde später ging es gut. Doch dann geschah es, trotz größter Vorsicht schließlich doch: Die Adjutantin des Generals verlor mit ihren Füßen unerwartet den Halt, weil der aufgeweichte Untergrund schließlich nachgab. Lauren stieß im Fallen nur noch einen schimpfenden Satz aus, während ein erschrockener General Jack O’Neill schrie: “Captain Perry!”, und sich dabei zu Boden fallen ließ, wobei er versuchte die junge Frau noch irgendwie aufzufangen.
Doch griff er ins Leere und seine Adjutantin stürzte in den Fluss. Diese begann im Wasser sofort gegen die Strömung und gegen das Gewicht ihrer Ausrüstung zu kämpfen, welche drohte sie hinab in die Tiefe zu ziehen.

Einige Minuten später schaffte sie es dann endlich unter großer Anstrengung gegen die Strömung anzukämpfen, auch gelang es ihr sich an einen der herausragenden Felsen festzuklammern. Mühsam holte Captain Lauren Perry daher seit langen das erste Mal wieder Luft und hustete sich das verschluckte Wasser aus dem Körper. Ihre Lungen brannten, weil sie sehr lange unter Wasser gefangen gewesen war.

Sie schaffte es noch kurz ihre Gefährten auf sich aufmerksam zu machen, doch ehe sie ihnen etwas zurufen konnte, zerrte etwas sehr kräftig an ihren Beinen. Entsetzt schrie die Soldatin noch auf, bevor sie unter die Wasseroberfläche gezogen wurde, unter den hilflosen Blicken von General O‘Neill, Doktor Jackson und den anderen.
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#25
Hallo, da sind wir wieder, und da schon wieder ein Freitag ist, beginnen wir auch heute mit der 4. Staffel des Re-Starts dieser FF-Serie  Rolleyes  Diese Staffel wird von Freitag bis Montag mit jeweils 5 Folgen gepostet.
Gründe dafür sind: 
1. die damalige lange Pause, die ich mit dem Schreiben eingelegt hatte, und 
2. auch eine Idee, die mir kam, ich dann aufgegriffen und dann auch umgesetzt hatte.
Die 5.Staffel folgt dann schon ab Freitag, den 26.12.2025, versuchsweise in einem anderen Modus, und ob dieser dann beibehalten werden kann, liegt daran wie es Anfang Januar weitergeht für mich (Lehrgang ja oder nein).

Odyssee
Folge 4.01 Im Bann der Goa´uld, Teil 2

Triangulum-Galaxie
P4M-770

Das geräuschvolle Prasseln der unzähligen Regentropfen übertönte das leise Schmatzen des Bodens, als Captain Lauren Perry einen weiteren Schritt weiter nach vorne machte. Doch dann gab der aufgeweichte Erdboden unter ihren Stiefeln nach.
Beinahe hilflos mussten alle mit ansehen, wie die Adjutantin des Generals den Halt verlor und zunächst den Steilhang in die Tiefe rutschte und dann ins Wasser des Flusses fiel. Einzig und allein General Jack O’Neill versuchte noch irgendwie zu reagieren, indem er auf den entsetzten erschrockenen Schrei der Soldatin reagierte, sich schnell er konnte umwandte und im noch auf dem Boden fallen nach ihr zu greifen versuchte.

Vom schmalen Pfad des Canyons aus mussten alle mit ansehen, wie verzweifelt die Soldatin gegen das nasse Element kämpfen musste.
Erfreulicherweise schien dann nach einigen Minuten die Angelegenheit mit der Aussicht auf einen guten Ausgang geklärt zu sein, denn Captain Lauren Perry hatte es mit aller Kraft geschafft sich an einen der wenigen, aus dem Wasser ragenden schlanken Felsen festzuklammern.
Wodurch man sich schon darauf vorbereitet hatte, die Soldatin mithilfe einer Rettungs-leine zu bergen. Diese warf man ihr schon wenige Minuten später zu. Doch ehe Lauren danach mit einer Hand greifen konnte, spürte sie, wie irgendetwas nun heftig an ihren Beinen zu zerren begann. So vehement, dass sie den Halt verlor und abermals unter Wasser geriet.

Deswegen schimpfte General O’Neill: “Verdammt! Sie ist schon wieder außer Sichtweite!”
“So panisch wie Captain Perry geschrien hat, bevor sie verschwand - muss da etwas im Wasser sein”, bemerkte Doktor Jackson besorgt.

Da das gesamte Team sofort wusste, dass die Strömung des Flusses Captain Perry fortgetragen hatte, versuchten sie sich zu beeilen. Mühsam und wachsam tasteten alle sich auf dem schmalen und gefährlichen Pfad vorwärts, wobei sie parallel sorgsam den Fluss und seine Ufer absuchten.



Andromeda-Galaxie
Galactica-Flotte
Battlestar Pegasus - CIC

Nach dem schnellen Aufbruch weg von Neu-Caprica, waren viele FTL-Sprünge vergangen, bis sich Admiral William Adama sicher genug war ausreichend Distanz zwischen seiner Flotte und den Zylonen aufgebaut zu haben. Das wusste auch Commander Lee Adama, in dessen Kopf die Gedanken schwirrten und er sich die Frage stellte, ob es nicht vielleicht doch besser gewesen wäre, um Neu-Caprica  gegen die Zylonen zu kämpfen.

“Commander. Der Admiral ist in der Leitung und will mit Ihnen sprechen”, teilte Lieutenant Hoshi mit, der somit seinen Befehlshaber wieder zurück in die Realität holte.



Triangulum-Galaxie
P4M-770

“Sir. Dort drüben. Dort zwischen den Büschen, die etwa 20 Meter vor uns sind”, rief ein Sergeant aufgeregt, der den halb im Wasser liegenden Körper der Vermissten endlich ausgemacht hatte.
“Gott sei Dank”, seufzte Daniel erleichtert.
Aber auch alle anderen waren froh, dass sich Captain Lauren Perry auf ihrer Uferseite des Flusses befand, was ihre Bergung leichter machen würde.

Ohne auf die Anweisung zu warten, begaben sich die Ärztin und ihr Sanitätsteam sofort an die Spitze der Expeditionsgruppe. Dicht gefolgt von General O’Neill und Doktor Jackson.

“Zum Glück liegt sie nicht mit dem Gesicht nach unten, beziehungsweise im Wasser”, hörte man die Ärztin sagen. Schon kurz darauf versuchte sie ihre Patientin direkt anzusprechen: “Captain Perry! Captain Lauren Perry, können Sie mich hören?… Sie ist bewusstlos. Haben wir einen Puls?… Okay, Beatmung beginnen, damit wir das Wasser aus den Lungen von ihr bekommen!”

Es dauerte nicht lange, da krümmte sich die Soldatin auch schon, hustete das Wasser heraus und japste nach Luft.

“So. Wie sieht es aus, Doktor?”
“Ihre rechte Hand ist bald wieder auf dem Posten, General.”
“Gut.”
“Captain Perry muss sich mit letzter Kraft ans Ufer gekämpft haben, Jack.”
“Ich weiß, Daniel. Wir können alle eine Pause vertragen. Leute, wir lagern hier und ruhen uns aus, bis sich Captain Perry erholt hat und die gute Frau Doktor grünes Licht gibt!”, erklärte daraufhin General O’Neill.



Milchstraße
Erde
Deutschland - Hamburg

Dadurch, dass es Nike und Bastet erfolgreich geschafft hatten in den vom Homeworld Command auf den auf sie angesetzten Agenten, der sie überwachen sollte einen Goa’uld-Symbionten zu implantieren, konnten sich die beiden fortan unbehelligt auf der Erde bewegen.
Somit konnten die zwei ohne Sorge verfolgt zu werden, den geheimen Brückenkopf aufsuchen, um sich mit weiteren Symbionten zur Implantation auszurüsten. Doch erwartete sie dort eine Überraschung, denn sie wurden bereits erwartet.

“Hallo, liebe Schwestern. Ich bin es, Isis.”
“Sei uns willkommen. Was gibt es für Neuigkeiten?”
“Danke. Ba’al schickt mich hierher, mit dem Auftrag euch beide abzulösen, Nike!”
“Wieso das denn?”, fragte Bastet irritiert.
“Es ist wahr ihr Lieben. Wir alle, das ganze Volk der Goa’uld ist euch dankbar für den mutigen Dienst, den ihr vollbracht habt. Besonders Lord Ba’al, dessen großen Dank ich euch überbringen soll. Ich soll an eure Stelle treten, damit ihr der Tätigkeit eurer Wirtinnen in Ruhe nachgehen könnt. Wir werden es euch wissen lassen, sobald wir die Tau’ri für ihre Taten bestrafen werden. Ferner soll ich euch die Nachricht übermitteln, dass Lord Ba’al damit einverstanden ist eurer Bitte nachzukommen, die Familien und Freunde von den Wirtinnen von euch zwei von der Rache zu verschonen.”



Triangulum-Galaxie
Goa’uld-Planet

Sofort nach der ersten Rückmeldung mit einem direkten Statusbericht von Isis, gab Ba’al die Anweisung, mit der Schrittweisen Übernahme der Erde durch Infiltration fortzufahren.
Aber dennoch fragte einer der unterrangigen Goa’uld: “Ich will ja nicht ungeduldig erscheinen, doch wie lange müssen wir noch warten, um die Welt der Tau’ri endgültig zu besetzen, Lord Ba’al?”
“Es wird natürlich noch einige Zeit dauern bis alle wichtigen Positionen von unseren Agenten infiltriert worden sind. Also müssen wir uns noch ein wenig in Geduld üben, liebe Freunde, und auch Du”, antwortete der oberste Systemlord mit einem selbstbewussten Lächeln.


P4M-770

“Alles wieder in Ordnung, Captain Perry?”
“Ja, Doc. Mir ist noch etwas flau im Magen und habe noch immer etwas Kopfschmerzen, aber ansonsten bin ich wieder einsatzbereit…”
“Ist verständlich, denn sie befanden sich mehrmals minutenlang unter Wasser. Doch ich erlaube Ihnen die Rückkehr in den aktiven Dienst!”, erklärte die Ärztin schmunzelnd.

Kurz darauf wurde von einem kleinen Erkundungsteam der Eingang der Höhle, die man suchte hinter einen der zahlreichen Wasserfälle entdeckt.

Diese gute Nachricht erreichte das übrige Team. Und General O’Neill sowie Doktor Jackson hatten schnell das Personal ausgewählt, welches sie ins Innere der gesuchten Höhle begleiten sollte.


Goa’uld-Planet

Währenddessen gingen, trotz der klaren Antwort von Ba’al in der Ratssitzung die Debatten über das aktuelle Vorgehen munter weiter, weil es sehr viele Lagen gab, die es galt im Blick zu behalten.
“Wir haben es leider versäumt, die Destiny zu infiltrieren. Aber auch die Geschehnisse in der Andromeda-Galaxie sollten wir nicht vernachlässigen”, bemerkte Selene, “doch könnten wir stattdessen auf Atlantis unsere Konzentration richten.”
“Ja. Da ist schon etwas dran”, nickte Ba’al, “dennoch halte ich es für wichtiger unseren konzentrierten Blick auf die Welt der Tau’ri zu halten. Erst danach können wir uns um andere Ziele kümmern.”
“Lord Ba’al. Eine wichtige Nachricht von unserem Einsatzteam: Sie waren mit ihrer Mission erfolgreich und befinden sich bereits auf dem Rückweg.”
“Sehr gut, Morrigan.”



Andromeda-Galaxie
Battlestar Thetis - Aufenthaltsraum

Wir hatten uns gerade von dem Schock mit dem großen Rudel der außerordentlich gefährlichen Nemeiischen Löwen einigermaßen erholt, als uns ein Zufallsfund in die Hände gefallen war. Etwas irritiert wand einer nach den anderen das alte Artefakt in den Händen. Es waren Lieutenant Cassandra Fraiser und Larissa, denen auffiel, dass der Fund in der kleinen Höhlenkammer und ein weiterer Fund auf dem Mond in einen der nahegelegenen Sternensysteme zusammengehörten.

“Soll das etwa eine Art Schnippseljagd werden, die wir machen müssen, um dieses Ilios zu finden?!”, stutzte Leutnant Jessica Schneider.
Ihre Schwester nickte zustimmend, worauf First Lieutenant Jiao Jin meinte: “Und das hier ist die Karte mit den Aufgaben, die wir wohl abarbeiten müssen, um dorthin zu kommen.”

“Oh man. Kennt jemand die Aufgaben die Herakles allesamt machen musste?”, fragte ich seufzend in die Runde.
“Werden wohl andere beziehungsweise ähnliche Prüfungen sein, die wir anscheinend bestehen müssen”, antwortete Private Sandra Kieras.



Milchstraße
Erde
Großbritannien, England - London

Voller Tatendrang machte sich einer der 12 Auserwählten daran, pünktlich die nächste Phase, gemäß den Auftrag von der Orici Adria einzuläuten. Dabei postierte er sich direkt vor einer Kirche, wo er sofort damit begann, wie gewohnt seine Botschaft allen anderen zu verkünden. Aber er war zum ersten Mal intensiver in seiner Wortwahl, um für neue Anhänger seiner Religion zu werben.

Nach einiger Zeit kam es dann, wie es kommen musste, nämlich zu den ersten verbalen bösen Anfeindungen. Besorgte Passanten riefen die Polizei zu Hilfe, die die Lage zunächst dadurch befrieden konnte, indem sie den Mann aufforderte sich von der Kirche zu entfernen.

Später am Abend trat er mit einigen der anderen 11 Auserwählten in Kontakt, um sich über die jüngsten gemachten Erfahrungen und Erlebnisse auszutauschen.



Triangulum-Galaxie
P4M-770

Das von General Jack O’Neill und Doktor Daniel Jackson angeführte zehnköpfige Erkundungsteam, war sehr tief ins Innere der Höhle vorgedrungen, wobei sich das innere Bild sehr merklich änderte als sie sich einer großen Grotte näherten.

“Das ist… eine sehr interessante Architektur, die wir hier vor uns haben. Ich denke, wir sind hier wirklich auf der richtigen Spur”, bemerkte Daniel äußerst zufrieden, der sich kurz darauf schon der großen quadratischen Kammer widmete, in die der Weg sie geführt hatte. Der Archäologe war ganz in seinem Element, denn er begann sofort alles nach weiteren Hinweisen, wie Piktogramme und Inschriften abzusuchen.

Davon gab es in dieser Kammer sehr viele, weswegen viele es Doktor Jackson gleichtaten und ihre Kameras zur Hilfe nahmen.
Dabei wurden sie allesamt von einem grinsenden Jack O’Neill beobachtet, der amüsiert die Szene beobachtete. Auch der General begann sich ein wenig in der Kammer umzusehen, als er dies tat durchschritt er zunächst ein kaum sichtbares Mosaikmuster am Boden, welches sich genau im Zentrum der Kammer befand.
Die Reaktion folgte von einer Sekunde zur anderen, denn es leuchtete in der Kammer sehr hell auf. Schon kurz darauf wurden weitere bislang noch verborgene Mosaike an den Wänden, der Decke und auf dem Boden sichtbar.

Die Menschen reagierten erschrocken auf Grund dieser Effekte, indem einige von ihnen einige Schritte rückwärts getätigt hatten.

Es dauerte aber einige Minuten bevor alle realisierten, dass sie sich in einem Hologramm befanden, welches den ganzen Raum auszufüllen schien. Dieses zeigte die Karte der Triangulum-Galaxie.

“Na dann, Daniel. Leg los!”, verlangte Jack, der sich dabei fast komplett im Kreis drehte, während er mit dem ausgestreckten linken Arm auf das Spektakel um sich deutete.



Milchstraße
Erde

Dadurch, dass das Netzwerk der Goa’uld zur Infiltration auf der Erde gut geplant gewesen war, ging die Übernahme vieler weiterer wichtiger Organisationen zügig voran. Doch auch viele Regierungen wurden weiterhin auf demselben Wege mit aller höchster Vorsicht unterwandert.

Nicht viele konnten diese Veränderungen wahrnehmen. Zu denen, die das aber konnten gehörten Professor Charles Xavier, Jean Grey sowie die etwa drei Dutzend Priore der Orici, die eine stetig anwachsende Veränderung und Präsenz auf dem Planeten zu spüren schienen.

Vor allem Xavier bemerkte dies, wegen der Nutzung von Cerebro, da er so mit einigen wichtigen Personen, zu denen er in Kontakt zu pflegen und treten pflegte, keinerlei Erfolg mehr hatte. Und das obwohl diese Personen noch lebten und auf dem ersten Blick vollkommen normal wirkten.



Triangulum-Galaxie
P4M-770

Es war einmal mehr Doktor Daniel Jackson, dem die entscheidende Entdeckung dann schließlich gelang. Er tat es, wie so oft sehr emotional, so sehr, dass viele seiner Teammitglieder doch ein wenig zusammenzuckten. Denn der Archäologe hatte im Hologramm eine Linie bemerkt, die er neugierig verfolgt hatte, die sich von Punkt zu Punkt bewegt hatte, bevor sie schließlich an einem still verharrte.

“Also. Was gibt es für eine bahnbrechende Entdeckung, mein Lieber?”, hakte General Jack O’Neill ein weiteres Mal nach, weil er immer noch auf eine Antwort warten musste.

“Ja, natürlich. Also gut, es scheint sich bei dieser ganzen Kammer hier, um eine besonders fortschrittliche Form von Archivierung zu handeln. Wissen. Geschichtliche Abläufe. Und zwar seid dem Zeitpunkt an dem diese Galaxie besiedelt wurde. Wir sollten alle diese Punkte ansteuern, die auf dieser Karte hier angezeigt sind. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass wir Mu, genau hier finden werden, Jack”, antwortete Daniel, der sich sonderbar kurz gefasst hatte.

“Ist irgendetwas nicht in Ordnung, Sir?”
“So ist es leider, Major. Wir dürfen diesen Fund hier nicht in Feindeshand fallen lassen, daher sichern wir soviel wir können. Parallel dazu fangen wir an Sprengsätze zu legen, die wir in sicherer Entfernung zünden werden, sobald wir wieder in den Jumpern sitzen!”, ordnete General O’Neill an, dem bewusst war, dass den Wissenschaftlern dieser Beschluss von ihm nicht gefallen würde.
“Jawohl Sir.”
“Dann werden wir uns mal beeilen”, seufzte Doktor Jackson, obwohl er die Entscheidung nachvollziehen konnte.

Während alle ihrer Arbeit nachgingen, nahm niemand von Captain Lauren Perry Notiz, die ebenfalls mithalf, aber etwas tief im Stillen in ihr dachte: ‘Oh, wenn ihr armseligen und schwachen Kreaturen wüsstet, wie einfältig ihr seid. Und wie enttäuscht darüber, dass die Auslöschung dieses Ortes umsonst gewesen sein wird.’

Odyssee
Folge 4.02 Im Bann der Goa´uld, Teil 3

Andromeda-Galaxie
Galactica-Flotte
Battlestar Galactica - CIC

Kaum war ein warnendes Piepen ertönt, da rief Captain Carl C. “Helo” Agathon laut warnend: “Alarm! DRADIS-Kontakt! Ein einzelner Kontakt! Der Größe nach könnte es ein Aufklärer der Zylonen sein!”
Sofort hatte Admiral William “Husker” Adama seinen Blick nach oben auf den DRADIS-Monitor gerichtet, wobei er nur wenige Sekunden lang überlegte und dann anordnete:
“Die CAP soll ihn unverzüglich abfangen und neutralisieren! Die gesamte Flotte soll sich auf Sprung zu den Notfallkoordinaten vorbereiten und startet die Uhr!”
“Die Pegasus wird zurückbleiben um unseren möglichen Rückzug zu decken”, meldete Helo, der aktuelle XO der Galactica.

Einige Minuten vergingen, ehe sich die erlösende Stimme des amtierenden CAG des Kampfsterns Galactica aus dem Lautsprecher mit dem Statusbericht meldete: “Galactica, hier ist Kat. Es handelt sich nur um einen einzelnen Raptor.”



30 Minuten später
Andromeda-Galaxie
Galactica-Flotte
Battlestar Galactica - Steuerbordhangardeck < = > Brig

Vom Hangardeck aus ging es, nach dem an Bord kommen für Captain Sharon Satterfield direkt in eine Zelle. Dies geschah aber nur, weil es Admiral Adama sehr viel Mühe gekostet hatte, sich den nicht nur für ihn verworrenen Bericht anzuhören, die sie zu erzählen hatte.
Ihre mögliche Exekutierung war heikel für die gesamte Flotte, deswegen ließ der Oberbefehlshaber der Galactica und der Flotte der Flüchtlinge der Kolonien von Kobol zunächst den Raptor nach versteckten Peilsendern zu überprüfen. Wortlos sah er die Gefangene durch die Gitterstäbe an und dachte über den ersten kurzen Eindruck sowie deren gesagten Worte nach.



Pegasus-Galaxie
Atlantis

Dadurch, dass Doktor Daniel Jackson, wegen seiner nicht in vornhinein bekannt gemachten Teilnahme an der Mission auf der Suche nach Mu in die Triangulum-Galaxie nicht verfügbar war, gestaltete sich die von Richard Woolsey gestellte Aufgabe mehr als nur schwierig.
Zum anderen waren alle von der Nachricht beunruhigt worden, dass sich einzelne Priore auf den Weg in die Pegasus gemacht hatten, um die dortige menschliche Bevölkerung ebenfalls zu missionieren.
Ein Grund damit allein schon genug für Mister Woolsey alle Bewohner in Atlantis über ihre Religionszugehörigkeit befragen zu lassen, da er mehr als nur feindliche Agenten in den eigenen Reihen nicht ausschließen konnte. Viele könnten sich aber auch aus eigener Überzeugung der Lehre zur Orici Adria angeschlossen haben, ohne zerstörerische Absichten gegenüber der Erde und ihren Verbündeten zu haben.



Triangulum-Galaxie
Goa’uld-Planet

Voller Argwohn inspizierte der oberste Systemlord Ba’al nicht nur mit seinen gesamtem Führungsstab, sondern auch loyalsten Anhängern unter den Goa’uld die ersten einsatzfähigen Verbände der geplanten großen Armada und den dazugehörigen Truppen.

Einige Stunden später erst waren sie damit fertig, und er zeigte sich sehr zufrieden über den aktuellen Status der Streitkräfte der Goa’uld.

Darüber äußerte Ba’al sich in der anschließenden Sitzung, in einem großen Saal des Hauptpalastes, mit den meisten der übrigen Systemlords überwiegend positiv.
Während die Goa’uld noch tagten und über die anstehenden Pläne mit der Erde in der nahen Zukunft sprachen, traf eine wichtige Nachricht durch einen Boten ein.

Sie alle lauschten aufmerksam den neuen Informationen. Als der Überbringer dann geendet hatte, verkündete der oberste Systemlord gutgelaunt: “Liebe verehrte Freunde. Ihr habt alle die neuesten Informationen gehört, die mehr als nur sehr erfreulich für uns sind. Das liegt natürlich an alle unseren Brüdern und Schwestern, die als mutige Agenten vom Volk der Goa’uld auf der Welt der Tau’ri, die bislang die meisten der wichtigsten Regierungen und Organisationen erfolgreich unterwandert haben. Dabei werden schon die ersten Vorbereitungen für unsere bevorstehende vollkommene Machtübernahme in aller Stille vorbereitet. Diese könnte nach einer vorsichtigen Einschätzung von Lord Isis schon in etwa 2 bis 3 Monaten erfolgen.”
“Sehr gut. Das ist wirklich sehr gut. Ich freue mich schon darauf, Rache an den Tau’ri nehmen zu können”, erklärte Athene.
Dieser Aussage stimmte schließlich ohne lange Überlegungen auch Selene zu: “Darauf warten wir alle schon bereits voller Geduld. Doch sollten wir die Zeit bis dahin nutzen, um unsere schon bereits bestehenden Streitkräfte noch weiter zu vergrößern.”



Milchstraße
Erde
USA - New York City

Wie jeden Tag ging die Orici-Anhängerin, die dem Pfad des Ursprungs folgte und den Glauben an ihr dort noch weiter tragen sollte, zur Andacht um dort zu beten und sich vom dortigen eingesetzten Prior der Gemeinde segnen zu lassen.

“Die mächtige Orici, unsere einzigwahre Göttin, möge schützend stets an deiner Seite stehen, meine liebe Tochter. Außerdem möge sie dich stärken, damit du nicht wankst und somit furchtlos unter all den Ungläubigen den wahren Pfad zur Erleuchtung gehst und zeigst”, sprach der Prior, während er ihr seine linke Hand segnend auf den Kopf legte.

“Ich danke euch, o verehrter Prior. Nun fühle ich mich ausreichend gewappnet, um furchtlos in dieser Welt all den noch Ungläubigen zu begegnen, den wahren Glauben zu verkünden und zum Licht der Orici Adria zu bekehren…”



Triangulum-Galaxie
Goa’uld-Planet

Zum Glück, so empfand es zumindest Ba’al, befand jener sich schon seit einigen Minuten in den privaten Gemächern des großen Palastes, wo niemand sonst Zutritt hatte. Denn kaum hatte der oberste Systemlord der Goa’uld den Arbeitsbereich betreten, kam vollkommen unerwartet eine Kontaktaufnahme mit seiner neuesten Agentin zustande.

“Schön. Wie sieht es bei Dir aus, meine Liebe?”
“Es wurde unter anderem eine Karte gefunden, auf welcher 7 Planeten markiert worden sind. General O’Neill hat angeordnet all diese Welten aufzusuchen, in der Hoffnung weitere wichtige Informationen über Mu zu erlangen…”
“Aha. Wenn es möglich ist, würde ich gerne jetzt eine Abbildung dieser Karte sehen!”

“Ja. Einen Moment. Hier ist sie, denn es ist mir gelungen heimlich einige Aufnahmen davon zu machen.”
“Vielen Dank. Viel von den beschriebenen Details sind leider nicht zu erkennen, darum versuche uns diese Informationen, in einem günstigen Moment in einer anderen Form zukommen zu lassen. Außerdem will ich, dass Du all diese Missionen zu diesen Planeten begleitest, um weitere Informationen zu sammeln! Und sollte die Odyssey dann endlich Mu erreicht haben, ist es eine weitere Aufgabe von Dir das Tau’ri-Schiff kampfunfähig zu machen, damit wir es übernehmen können sowie General O’Neill und Doktor Jackson auszuschalten! Dabei ist es mir vollkommen egal, ob Du die beiden tötest oder nicht, denn wozu gibt es Sarkophage.”
“Ja, Lord Ba’al. Ich werde alle Deine Befehle befolgen.”
“Aber ich muss dennoch fragen, wird es eventuell irgendwelche Probleme geben?”
“Nein. Denn meine Wirtin ist die persönliche Adjutantin von General O’Neill.”
“Sehr gut, das wird sehr vieles erleichtern”, erkannte Ba’al sofort mit einem süffisanten Lächeln, ehe er die Verbindung beendete.



Andromeda-Galaxie
Heraclia
Königreich Capripolia

Schon seit geraumer Zeit war überall auf dem Kontinent, auf dem die Völker von Adriana und Veronika ihre Heimat hatten, wieder Frieden eingekehrt, den die beiden mühsam begründet hatten.
Doch war der Frieden schon seit einiger Zeit stark bedroht, denn die junge geschaffene Allianz, wurde schon seit einigen Wochen von einem entfernten Großreich von einem anderen Kontinent militärisch provoziert und herausgefordert, weil es sich bedroht fühlte.

“Das ist doch vollkommen absurd”, fand Adriana, nachdem der Botschafter des Kaisers, dieses mächtigen Reiches, ihr seine Botschaft übermittelt hatte.
“Ich gehe davon aus, dass ich meinem hohen und göttlichen Gebieter Eure Kapitulation mitteilen darf.”
Es war schließlich Veronika, die von der herabwürdigenden Art und Weise des Gastes genug hatte: “Ich muss Euch warnen, Botschafter, denn Adriana ist die Tochter der mächtigen Göttin Adria, der Orici, die ein sehr mächtiges Wesen ist. Ich habe die Ehre gehabt, ihr persönlich begegnen und eine Probe ihrer Macht erleben zu dürfen. Deshalb solltet Ihr nichts unternehmen, was in einen Krieg mündet, den Euer Herrscher nicht gewinnen kann…”
Entrüstet unterbrach der hohe Gast die Amazone: “Wie könnt Ihr es wagen mich einfach, ohne zu fragen anzusprechen und zu belehren Prinzessin Veronika? Ihr scheint wohl zu vergessen, dass ihr mit einem König redet!”
“Nein, habe ich nicht! Und Ihr seid es, der sich nicht benehmen kann. Wache! Bringt unseren hohen Gast, König Teotican, den erlauchten Botschafter des fernen Kaisers zu seinem Schiff!”
“Wie Ihr wünscht, Herrin. Bitte folgen Sie uns jetzt zum Hafen, Herr.”



Ori-Galaxie
Celestis

Da es für Adria eigentlich nicht unerwartet geschah, war klar, aber dennoch freute sie sich sehr darüber, dass es ihre Tochter wirklich tat - nämlich zu ihr betete. Aber wichtiger für die Orici ist natürlich, dass Adriana um ihre göttliche Hilfe ersuchte.

Als der spirituelle Kontakt beendet worden war, manifestierte sie sich in dem Raum, wo sich auch gerade der von ihr eingesetzte neue Doci aufhielt. Ohne Umschweife erteilte sie dem obersten Prior einen klaren Auftrag, der keinerlei Aufschub duldete.



Triangulum-Galaxie
Hyperraum
U.S.S. Odyssey - Perry’ Quartier

Nach vielen vergeblichen Versuchen, aber mit starker und ungebrochener Willensstärke gelang es Captain Lauren Perry schließlich doch, in ihrem Unterbewusstsein in Kontakt mit dem Goa’uld in ihr zu treten. Es gelang ihr, obwohl sie von dem Symbionten in den Hintergrund gedrängt worden war.

“Du bist wirklich sehr stark - für einen weiblichen Menschen”, gab die Goa’uld sofort zu, die die Gestalt ihrer Wirtin angenommen hatte und somit ganz gut ihre Zwillingsschwester hätte sein können.
“Ja, sieht wohl so aus. Nennt man wohl auch Training, welches ich einer sehr guten militärischen Ausbildung und Spezialtrainings verdanke. Außerdem kann ich eine ziemliche Nervensäge sein. In Kontakt mit Dir zu treten hat einen sehr wichtigen Grund, denn durch das Eindringen in meinen Körper und mein Bewusstsein hast Du auch somit den Großteil meiner Erfahrung und meines Wissens übernommen…”
“So ist es, Captain. Es ist noch sehr viel in Dir verborgen. Noch. Aber nicht mehr lange. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis ich Dich vollends unter Kontrolle und Dein ganzes Wissen erlangt habe.”
“Ich weiß. Aber auch ich weiß etwas, nämlich zum Beispiel Deinen Namen: Egeria. Er ist mir nicht unbekannt.”
“Hm.”

Direkt und ohne einen weiteren Informationsaustausch drängte die Goa’uld ihre Wirtin wieder zurück, die sich zu ihrer Verwunderung nicht dagegen sträubte. Neugierig geworden durchforschte Egeria nach weiteren Erkenntnissen das Bewusstsein ihrer Wirtin.

Es dauerte nicht lange, weil sich Lauren Perry nicht dagegen zur Wehr setzte. Die Goa’uld in ihr war erstaunt über das Wissen ihrer Wirtin, aber auch mit dem verblüffenden Ähnlichkeiten mit der anderen Egeria und ihrer eigenen Persönlichkeit, auf welche sie gestoßen war.



Milchstraße
Erde

Vom Brückenkopf aus, der sich immer noch in Hamburg befand, verbreitete sich die Information mit den Anweisungen von Ba’al mit Hilfe sämtlicher Kommunikationsmedien über den gesamten Erdball. Es dauerte daher nicht lange bis alle Goa’uld-Agenten davon Kenntnis hatten, nämlich die Übernahme der Heimatwelt der Tau’ri durch ihren Gebieter Ba’al vorzubereiten.

Odyssee
Folge 4.03 Der Anfang vom Ende, Teil 1

Milchstraße
P4Z-114

Der kommende Angriff kam aus dem heiteren Himmel. Für keinen der Bewohner dieses Planeten gab es eine Vorwarnung. Nur lediglich ein leises Summen erfühlte die Luft, welches sich dann in ein bedrohliches Brummen gesteigert hatte.

Doch da keiner der Bewohner dieses Planeten wusste, was da vor sich ging, war die Neugier groß und daher waren viele hinaus ins Freie gegangen um nachzusehen.

Wäre es ein vermeidlicher Zorn der Orici gegenüber einem Ungläubigen auf dieser Welt gewesen, dann wären alle von einem Prior gewarnt und auf die Verfehlung hingewiesen worden. Was natürlich mit einer sofortigen Aufforderung zur Umkehr verbunden gewesen wäre. Doch hielt sich der Prior zudem, der die Gemeinde auf diesen Planeten betreute, die Angreifer mit seinen Kräften ein wenig in Schach. Er hatte eigentlich den Auftrag erhalten alle willigen wehrfähigen Frauen und Männer für den bevorstehenden Kreuzzug gegen das Böse, die der Lehre des Ursprungs feindlich gegenüberstanden zu rekrutieren.

Lange schützte sich der Prior durch seinen persönlichen Schutzschild nur selbst. Nur nach den Flehen und Bitten der Gläubigen, griff er dann schließlich aktiver in das Geschehen gegen die Wraith ein.


Orbit P4Z-114
Flaggschiff der obersten Wraith-Königin

Zu aller erst hatte die Übermutter es noch mit einem sehr zufriedenen Fauchen zur Kenntnis genommen, als man ihr gemeldet hatte, wie gut das Ausdünnen dieser Welt voranging.

Aber dann geschah etwas Seltsames ihr gesamtes Schiff wurde von einem hellen gelben Licht umhüllt, bevor es in das Innere eindrang und damit begann jeden Wraith zu töten.
Immer wieder aufs Neue, begannen hinzu geeilte alarmierte Wraith-Offiziere und Drohnen auf diese Erscheinung zu feuern, mit dem Ergebnis nur wenige Sekunden später von einer hervorzüngelnden Flammenzunge in eine Fackel auf Beinen verwandelt zu werden.
Und da die Wraith über große Regenerationsfähigkeiten verfügten, dauerte es lange bis sie tot waren.

Adria genoss ihre Aktivitäten, denn ihr Eingreifen war unter anderem ein Test. Aber die Orici brauchte keinerlei Einschreiten der Antiker in diesen Teil der Galaxie zu befürchten, weil ihre Macht sehr groß geworden war. Was auch noch ins Gewicht fiel, war dass sie gegen die Wraith vorging.

Derweil wurde das Chaos an Bord immer größer und unübersichtlicher, weswegen niemand der abgestellten Wächter nicht mehr so richtig auf Todd zu achten schien. Der Wraith spürte die Unsicherheit seiner noch drei Aufpasser, die im Vergleich zu ihm selber noch sehr jung waren. Darum nutzte er die günstige Gelegenheit. Mit überraschender Leichtigkeit schaffte er es seine Bewacher zu überwältigen und alle bis auf einen mit einem Stunner zu betäuben, um sich an jenen sofort zu nähren.

In derselben Sekunde kannte die oberste Königin, die das unbekannte Phänomen auf ihren Schiff verfolgte nur eines: Nämlich so schnell es für sie nur möglich war an Bord ihres persönlichen Kreuzers zu gelangen und zu fliehen, denn ihre gesamte Flotte hatte sich deswegen bereits zum größten Teil in den Hyperraum zurückgezogen.
Mit sehr schnellen Schritten eilte die Königin, die die Wraith in der Milchstraße geführte hatte durch die Korridore und Gänge. Sie hatte es beinahe zu dem Flugdeck geschafft. Als sie dann an einer Nische vorbeieilte, verspürte sie vollkommen unerwartet einen heftigen Schmerz in ihren Oberkörper. Etwas irritiert sah sie daher an ihren Körper herab und sah dann den Grund dafür: Es war das spitze Ende eines Wraith-Stunners, welches in der Höhe ihrer Brust herausragte.

Eine Weile blieb sie regungslos und irritiert an Ort und Stelle stehen, bevor die Königin mit einem wütenden Fauchen herumwirbelte und mit zornigem Blick ihren Angreifer anfunkelte. Es war Todd, der nun vor ihr stand.
“Du! Du Verräter!”, stieß die Wraith zischend hervor.
“Ich bin es, der zuerst verraten wurde - und zwar von Euch, Übermutter!”, gab jener zurück, dann schlug er ein weiteres Mal, dieses Mal mit einem Schwert zu und tötete die oberste Königin, indem er ihr den Kopf abschlug. Danach eilte Todd unverzüglich zu dem persönlichen Kreuzer, der von ihm getöteten Übermutter, den er kaperte. Doch kaum war er an Bord gelangt und hatte er sofort die Systeme gestartet. Er wartete nicht lange, da öffnete er auch schon ein Hyperraumfenster, wodurch das Flaggschiff der Wraith-Flotte vernichtet wurde.

Doch bevor dies geschah, war es Adria gelungen die meisten ihrer Anhänger von Bord des Hives zu retten und zurück auf den Planeten zu transportieren.



weit entfernte Galaxie
Destiny

Fast vollkommene Dunkelheit herrschte in dieser abgelegenen Sektion des alten Schiffes der Antiker. Hierher hatte sich Chloe Armstrong nach ihrer Herausholung aus der Stasis zurückgezogen. Denn, weil sie sich einst durch ihre Mutation stark verändert hatte, die aber von den Aliens geheilt worden war, waren verständlicherweise seelische Spuren zurückgeblieben.

Vorsichtig hatte sich die Sanitäterin First Lieutenant Tamara Johansen, kurz nachdem sie endlich die Krankenstation verlassen durfte, da sie keine weitere Zeit vergeuden und ihrer Freundin helfen wollte, auf die Suche nach ihr gegangen. Ein kurzer prüfender Blick von ihr zeigte, Chloe hatte sich nicht wieder verändert, sondern wirkte nur nachdenklich.

“Bitte, lass dir helfen von uns helfen. Bitte. Und komm wieder zu den anderen zurück.”
Die Tochter des verstorbenen Senator Armstrong schaute Johansen skeptisch lange Zeit an, bevor sie schließlich zögerlich den Ärmel hochzog, damit man ihr TJ etwas Blut abnehmen konnte, um es zu untersuchen.

In derselben Zeit half Angus MacGyver in einen der Labore die Erze und Mineralien zu untersuchen, die man auf der letzten Mission gesammelt hatte. Interessiert und neugierig halfen sogar Thornton und Dalton dabei mit.



Milchstraße
Erde
USA - Washington D.C., Weißes Haus

Die Debatte in dem großen Saal, war lang und genauso schwierig. Schließlich jedoch erklärte Professor Charles Xavier mit bedrückter Stimme: “Na schön, ich werde sie nicht dazu zwingen auf mich zu hören, obwohl ich es durchaus könnte.”
Schon während der Mutant noch sprach konnte er in viele verständnislos schauende Gesichter schauen.
“Das ist doch nur eine Vermutung von Ihnen”, erwiderte der kanadische IOA-Abgeordnete.
“Na gut. Lass es gut sein, Charles, wenn diese Leute hier die berechtigten Warnungen in den Wind schlagen wollen, sollen sie es doch. Sie werden schon irgendwann zu der schmerzhaften Erkenntnis kommen. Also gehen wir wieder”, brummte Erik Lehnsherr, der erstaunlicherweise bis jetzt die ganze Zeit über geschwiegen hatte.



Triangulum-Galaxie
Goa’uld-Planet

Mit mehr als nur einem selbstzufriedenen Lächeln hatte nicht nur Lord Ba’al allein den aktuellen Bericht aus der Milchstraße zur Kenntnis genommen. Denn für alle Goa’uld lagen viele Optionen auf der Hand, doch für den obersten Systemlord stand die Entscheidung aber bereits fest.

“Es wird so ablaufen: Während der Hauptteil unserer Armada die Erde und somit die Tau’ri angreifen und klar unterwerfen werden, werde ich mich der Odyssey und so auch um O’Neill kümmern, sobald sie ihr Ziel erreicht hat!”, gab Ba’al bekannt.
Als er gesprochen hatte, erklärte Athene sofort im Anschluss: “Und ich werde den Angriff auf die Welt der Tau’ri vom All aus durchführen und leiten, um ihre Raumschiffflotte und Luftabwehr zu schwächen. Lord Morrigan wird dann simultan Truppen durch das Stargate entsenden wird. Dadurch greifen wir unsere Feinde von mehreren Seiten gleichzeitig an, um sie zu zermürben.”
“So ist es. Das ist der Plan”, nickte der oberste Systemlord.
Daraufhin ergänzte Lord Selene: “Also, alle Schiffe bis auf das Flaggschiff von unseren Gebieter Ba’al und seiner Geleitflotte werden schon in 3 Tagen aufbrechen, was für uns anderen hier bedeutet 4 Wochen Zeit zu haben, bis der entscheidende Angriff endlich beginnen wird.”



Andromeda-Galaxie
Electra-Flotte
Battlestar Electra - CIC

Mit nach wie vor einem hochkonzentrierten Blick schaute Admiral Diana McBride nach oben auf den DRADIS-Monitor über ihren Kopf. Der Grund dafür war ihr Taktikoffizier, der ihr einige nicht identifizierbare Energiesignaturen gemeldet hatte, was die Befehlshaberin der Electra äußerst misstrauisch gemacht hatte. Deswegen hatte sie sofort die CAP zu den Koordinaten geschickt, um so schnell wie nur möglich die Lage zu klären.

Es dauerte lange quälende Minuten, bevor sich eine Raptorpilotin meldete: “Electra! Es ist ein sehr großes ringförmiges Objekt, welches sich aus mehreren gleichförmigen und identisch großen Teilen zusammensetzt. Ich übermittle jetzt einige Aufnahmen, Admiral.”


Battlestar Thetis - Bereitschaftsraum 1

In einem anderen Sektor der Galaxie ging man ganz anderen Dingen nach. Es ging nicht um die Vorbereitung oder Nachbereitung eines Einsatzes. Dafür war es die falsche Örtlichkeit.
Nein. Es ging in der Crew um Abwechslung. Denn an einen der Tische saßen schon seit geraumer Zeit 5 Spielerinnen bei einem Kartenspiel beisammen. Aber auch um sie herum herrschte reges Treiben, unter den etwa 3 Dutzend Zuschauern, die untereinander pausenlos immer wieder neue Wetten abschlossen, während sie den Spielerinnen aufmerksam zusahen.

Es dauerte einige Runden, dann stieg als Erste, Leutnant Sarah Schneider aus, kurz darauf auch der CAG der Thetis, Major Sara Slight. Beide Soldatinnen schüttelten ihre Köpfe als sie ihre Karten weggelegt hatten, denn die Einsätze auf den Tisch und die Erhöhungen wurden den beiden schließlich zu hoch, und ihre Karten waren zu schlecht zum weitermachen.

Etwa eine Viertelstunde darauf hatte dann auch Private Sandra Kieras genug: “Puh! Ne! Also… Ich bin auch raus, Leute!”
Somit waren nur noch Major Jennifer Hailey und Major Valeria Rubicon übrig. Doch, bevor es in diesem Duell so richtig spannend werden konnte, betraten Lieutenant Cassandra Fraiser und Commander Liam Aberdeen den Aufenthaltsraum, denn es gab einige neue wichtige Erkenntnisse.


Battlestar Electra - CIC

Es war für alle dann doch ein wenig überraschend, nachdem Miss Shen das Gebilde als ein Supergate identifiziert hatte. Auf Grund dieser Entdeckung hatte Diana McBride angeordnet, dass sich die gesamte Flotte, die unter ihren Schutz stand, bis auf die Electra und die CAP, in ein anderes Sonnensystem zu schicken.
Keinen Moment zu früh, denn das Supergate erwachte zum Leben, was für die Piloten der CAP ein beeindruckendes Schauspiel war. Schon bereits kurz darauf, als sich ein stabiles Wurmlochgebildet hatte, wurde der Ereignishorizont von 7 Ori-Mutterschiffen passiert.

Für etwa 10 Minuten verharrten die Kriegsschiffe in ihrer Position, dann sprangen die Neuankömmlinge in den Hyperraum.

Odyssee
Folge 4.04 Der Anfang vom Ende, Teil 2

Milchstraße
Erde
Australien - Perth

Wie es die Orici Adria schon prophezeit hatte, so kam es dann auch schließlich für ihre zwölf auserwählten Anhänger, die sie als Missionare auf die Erde entsandt hatte.
Die Situation wurde für diese zunehmend immer bedrohlicher.
Der Apostel Adrias in Australien weigerte sich immer noch verbal den Platz vor der Kirche wieder zu verlassen, weswegen ein großes Aufgebot der Polizei in schwerer Ausrüstung von einer gerufenen Streife zur Unterstützung angefordert worden war, mit dem Ziel dadurch Schlimmeres zu verhindern. Denn eine große aufgebrachte Menschenmenge hatte sich bereits in der Nähe versammelt.

Trotz dieser Bemühungen der Polizei sowie anderer Personen vor Ort, wurde die gesamte Atmosphäre in diesen Stadtteil immer aggressiver. Schließlich sahen die Einsatzkräfte keine andere Möglichkeit mehr, denn sie entschieden den Boten der Orici in eines der Fahrzeuge zu holen und wegzubringen, weil sei eine wütende Menge versammelt hatte.

Diese Maßnahme der Polizei von Perth hatte zum Glück letztendlich den erwünschten Erfolg. Zumindest für einige Stunden, denn die Gläubigen, die dem Pfad des Ursprungs folgten und die Orici Adria natürlich als ihre rechtmäßige Göttin verehrten, organisierten in kürzester Zeit eine große Demonstration, in der sie für ihre Rechte noch in der folgenden Nacht auf die Straße gingen.


USA - San Francisco

Die junge predigende Frau folgte, wenn auch etwas widerstrebend den Anweisungen der beiden Officers. Von Zeit zu Zeit hielt sie immer wieder an, drehte sich dann zu den umherstehenden Leuten um und stieß Proteste und auch Warnungen aus: “… von wegen Meinungs- und Religionsfreiheit! Das ist doch alles eine Lüge! Nur der Glaube an die Orici Adria und die Lehre vom Pfad des Ursprungs kann das Volk der Erde und alle anderen Völker von Menschen im gesamten Universum einen! Wenn dies nicht gelingt, werdet ihr alle verloren sein! Achtet auf meine Worte…”


Südafrika - Kapstadt

Auch im südlichsten Staat auf dem afrikanischen Kontinent, wobei Südafrika aber auch das einzige Land war, wo auch die einzige große Gemeinde entstehen konnte. Dorthin war ebenfalls ein Orici-Apostel gereist.

Viele Bewohner aber auch Touristen kamen an ihm vorbei. Pausenlos sprach er zu der Menge und erzählte voller Hingabe von der Lehre des Ursprungs.
Doch schließlich hatte einer der Passanten genug von seinen Worten, denn er fühlte sich massiv gekränkt von dem, was er über den Glauben von anderen Menschen bisher gesagt hatte.
Mit wütendem Blick sah er sich um, bis er eine Flasche in der Nähe eines Abfallbehälters entdeckte, die er mit einem grimmigen Blick an sich nahm.
Langsam schritt er auf den Boten der Orici zu, dann beschleunigte auf den letzten drei Metern seine Schritte und schlug dann mit voller Wucht jenen die Flasche auf den Kopf.

Lautes entsetztes Schreien in der versammelten Menge war erst der Anfang der massiven Ausschreitungen in der Stadt, die auf diese Aktion in den nächsten Stunden folgen sollten.


Mexiko - Mexiko-City

Doch auch in Zentralamerika kam es zu starken Tumulten. In der Hauptstadt Mexikos wurde im selben Moment der Apostel der Orici, nicht nur allein von einer großen Menge Christen, sondern auch von vielen Anhängern der indigenen Religionsgruppen sehr stark bedrängt.

Die Ansammlung der Menschenmenge machte es den herbeigerufenen Polizisten schlicht unmöglich einzuschreiten. Somit konnten sie es nicht mehr verhindern, dass die ersten Personen damit begonnen hatten auf den Boten der Orici einzuprügeln. Es dauerte nicht lange und der Mann ging schwer verletzt zu Boden. Doch die aufgebrachten Leute ließen nicht von den Hilflosen ab, auch als er sich nicht mehr rührte, traten und schlugen sie weiterhin auf ihn ein.

Da sie aus ihrer Sicht immer noch nicht genug gegen die aus ihrer Sicht Ungläubigen getan hatten, bewegten sie sich zu dem erst vor kurzem errichteten und eingeweihten Tempel der Orici. Dort hatten sich zum Glück bereits mehrere hunderte Polizisten versammelt sowie der Bürgermeister und sogar der Präsident, um die aufgebrachten Bürger zu beruhigen und ins Gewissen zu reden.



Andromeda-Galaxie
Battlestar Thetis - CIC

“Commander, sollen wir über diese neuen Erkenntnisse Admiral McBride informieren?”, fragte der XO, dem immer noch sehr unwohl auf Grund der dürftigen Informationen war, die Lieutenant Fraiser aus der Kombination von dem Kristall und den anderen Artefakt gewonnen hatte.
“Hm. Erst sehen wir uns kurz um, bevor wir den Admiral kontaktieren und eventuell unsere gesamte Flotte nachholen. Denn ich will kein unnötiges Risiko eingehen”, antwortete Liam Aberdeen, der Befehlshaber der Thetis. Nachdem er dies getan hatte, gab er den Befehl die korrigierten Sprungkoordinaten in den FTL-Computer einzugeben und nicht direkt zu den Originalkoordinaten zu springen.


Orbit von Heraclia

Nach einem kurzen Flug im Hyperraum hatte die Flotte der Orici die Heimatwelt ihrer Tochter Adriana erreicht. Der Befehlshaber der Flotte gab erst den Befehl einige Aufklärer zu starten, die die Lage erkunden sowie nach Adriana selbst und dem Prior Eremitias suchen sollten.

Heraclia
Äquator - Westlicher Ozean

So wie es der Kaiser, der hohe Gebieter des ausgesandten Botschafters, der bekannterweise selber ein König war, waren wie sie es miteinander verabredet hatten, mitten auf dem Ozean aufeinander getroffen.

Als das einzelne Schiff des Abgesandten auf die gewaltige Armada seines Herrschers traf, gab es sofort eine Audienz in der wichtige Dinge besprochen wurden. Außerdem berichtete der Botschafter von seinem Treffen mit Adriana, Veronika und ihren vielen Verbündeten: “…wie dem auch sei, Ihr hattet Recht behalten, mein göttlicher Kaiser, nämlich das alle Berichte, die wir gehört hatten wahr sind.”
“Sicher. Eure Aussage bestätigt es nur, dass wir davon ausgehen müssen in akuter Gefahr zu sein, von dieser großen Allianz nicht nur angegriffen, sondern gar vernichtet zu werden.”
“So ist es. Alle Reiche auf diesen Kontinent sind seit einiger Zeit schon miteinander verbündet und bedrohen in der Tat Eure eigenen Pläne sowie das Überleben unserer eigenen großartigen Kultur…”
“Genug! Da ich dies vorhergesehen habe, verkünde und verspreche ich dies: Diesen Kontinent so schnell es geht zu unterwerfen und zu versklaven sowie persönlich diese Adriana und ihre engsten Vertrauten auf der höchsten Pyramide unseres Heiligtums unseren mächtigen Hauptgott der Sonne und des Krieges zu opfern! Admiral!”
“Ja, mein göttlicher Gebieter.”
“Verbreitet den Befehl in der gesamten Armada: Wir setzen unseren Weg weiterhin fort! Den Kurs beibehalten, bis wir Land in Sicht kommt! Es folgen dann weitere Befehle, um die Invasion zu vollziehen!”
“Jawohl, mein göttlicher Herrscher. Und möge es so geschehen, wie Ihr es gesagt habt.”



Pegasus-Galaxie
M9E-7731

“Das hier ist einer der unwirtlichsten und kargsten Welten, die ich eh gesehen habe”, stellte Teyla Emmagan bedrückt fest, während sie sich umsah.
Keiner der anderen Mitglieder ihres Teams konnte dieser Aussage widersprechen. Das Team von Colonel Sheppard vertraute dabei auf die Informationen, die von Morgan La Fay stammten, und fanden beinahe fast alles genauso vor, wie jene es beschrieben hatte.

Lange folgten alle Doktor Rodney McKay, der mit einem Scanner in beiden Händen vor sich hinplappernd vorausging.
Aber es waren sowohl die Athosianerin und der Sateder Ronon Dex, die schließlich den einen wichtigen Fund machten, weil sie sich prüfender umgesehen hatten.



Milchstraße
Erde

Wie viele der weltweiten Zeugen es bereits befürchtet hatten, verbreiteten sich die schlimmen interreligiösen Auseinandersetzungen über alle bekannten Medien, in einem besorgniserregenden rasanten Tempo, über die ganze Welt.


Deutschland - Hamburg, Brückenkopf der Goa’uld

“Sehr schön. Wir werden nichts gegen diese Unruhen unternehmen. Besser könnte es gar nicht laufen. Die Tau’ri werden damit beschäftigt sein ihre internen Probleme zu beheben, wodurch wir das entstandene Chaos nutzen werden, um die Herrschaft über die Erde zu übernehmen. Und das mit einem sehr geringen Aufwand”, bemerkte Isis, die auf vielen Bildschirmen, die aktuellsten Nachrichten auf der gesamten Erde aufmerksam verfolgte.


USA - New York City

Viele Kamerateams waren live vor Ort, wie es die dortige Gemeinde von Adrias Gläubigen gewünscht hatte. Niemand konnte auch nur erahnen, was sich gleich direkt vor den Augen aller Welt durch diese Sondersendung ereignen würde.

Eine der 12 auserwählten Glaubensverkünder der Orici, die ganz normale Menschen, aber besonders eifrige Anhänger waren, setzte sich wieder einmal mehr mit ihren gut überlegten gewählten Worten hervorragend gegen die verbalen Angriffe ihrer Gegner zur Wehr. Die Konter der jungen Frau, die ohne jegliche Furcht zu sein schien, saßen gut. Schürten aber nur noch mehr Hass.

Die große versammelte Menschenmenge um sie herum war bunt gemischt, die sich mittlerweile aus allen verschiedenen Bürgerschichten und Religionszugehörigkeiten zusammensetzte.
Mit Mühe hatten es einige Polizisten geschafft zu der jungen Frau vorzudringen. Doch auch jemand anderes hatte sich nach vorne zu der Orici-Anhängerin geschoben. Allerdings gefielen dem Mann die Worte und die Botschaft nicht, die seine Ohren zu hören bekamen, weswegen er die letzten drei Meter laut schreiend losstürmte, um auf die junge Frau aus kurzer Entfernung ein paar Schüsse aus einem kleinen Revolver abzufeuern.

Einer der nebenstehenden Polizisten erschoss schnell den Attentäter und rief über Funk einen Rettungswagen, während zwei seiner Kolleginnen sofort Erste Hilfe leisteten und alles versuchten, um der schwer verletzten jungen Frau zu helfen.
“Halten Sie bitte durch! Bitte nicht sterben! Halten Sie durch! Hilfe ist unterwegs!”, seufzte die eine Polizistin bedrückt, während sie ihre Hände auf die Wunden presste, um die Blutungen zu stoppen, während ihre Kollegin einen Verband anlegte.


Schweiz - Genf, Sitz der UN

Mit bangen Entsetzen stieß der UN-Generalsekretär: “Oh nein! Großer Gott, nein!”, hervor, der mit seinem Stab und auch einigen Delegierten des IOA die Sondersendung aus New York City live mitverfolgt hatte.

Odyssee
Folge 4.05 - Rivalen für die Ewigkeit, Teil 1

Triangulum-Galaxie
Hyperraum
U.S.S. Odyssey

Auf dem gesamten Schlachtschiff der Erde herrschte allgemeine Ruhe und Entspannung. Viele der Crewmitglieder an Bord befanden sich in ihren Quartieren, den Mannschafts- beziehungsweise Aufenthaltsräumen, um zu schlafen oder sich anderweitig in ihrer Freizeit zu beschäftigen. Deswegen versah natürlich nur sehr wenig Personal der Odyssey seinen aktiven Dienst. In den Korridoren und anderen Räumen waren aus diesem Grund auch nur ein paar Leute unterwegs.

Captain Perry’ Quartier

Weil sich ihr Quartier direkt neben den ihres Vorgesetzten befand, hätte sie keinerlei  Probleme ihren nächsten Auftrag zu erfüllen. Doch zunächst tat sie das, was sie mit Ba’al vereinbart hatte, nämlich den aktuellsten und letzten Bericht an den obersten Goa’uld-Systemlord zu senden. Aber es fiel Egeria nicht sonderlich leicht, denn seitdem sie mit Lauren Perry verschmolzen war, war sie natürlich auch von starken Emotionen überflutet worden. Um dennoch keinerlei Verdacht zu erregen tat sie es, nachdem sie sich zuvor einen guten Plan überlegt hatte und aktivierte den abhörsicheren Goa’uld-Kommunikator.

General O’Neills Quartier

Wie es Egeria vermutet hatte, hatte sie keinerlei Schwierigkeiten das Quartier von Jack zu betreten, obwohl sie ihre volle Kampfmontur trug.
Sie fand den Befehlshaber der Odyssey auf dem Bett liegend, der tief und fest schlafend vor sich hinschnarchte. Auf dem kleinen Nachttisch neben dem Bett standen ein Teller mit Kuchen und eine halbleer getrunkene Kaffeetasse.
Mit großem Erstaunen stellte Egeria fest, dass obwohl es einen Luftzug gegeben hatte, als sie eingetreten war, O’Neill nach wie vor tief und fest schlummerte. Einige lange Minuten stand sie still und ruhig neben dem Bett, den General beobachtend.

‘Dies wäre ein günstiger Moment Ihr Leben zu beenden, General O’Neill. Aber nicht mit einer Projektilwaffe’, dachte Egeria, die nun das Kampfmesser aus der Scheide zog und abermals kurz überlegte. Doch anstatt auszuholen und dann das Leben von Jack gewaltsam zu beenden, ließ sie die Waffe mit einem lauten Poltern auf den Fußboden fallen.

Wie erhofft, wurde General O’Neill von diesem Geräusch jäh aus dem Schlaf gerissen.
“Was zur…? Captain Perry?! Was ist los? Was tun Sie denn hier drin? Sind wir etwa schon am Ziel?”, fragte Jack schläfrig benommen.



Milchstraße
Erde
Deutschland - Hamburg

Da es ihnen nicht anders möglich war, trafen sich Nike und Bastet in dem Haus von Jasmin Nadine Ataya, der Wirtin von Bastet. In der jüngsten Zeit waren in den beiden Goa’uld akute Zweifel über das eigene Handeln aufgekommen, ob sie nicht vielleicht doch momentan auf der falschen Seite standen. Denn nach wie vor, waren der Einfluss und die Stärke der beiden Wirte für die beiden enorm groß und auch prägend.

“Was sollte Ba’al daran hindern, nicht doch noch das uns gegebene Versprechen zu brechen? Alles was infolge der Invasion der Erde geschieht, könnte er als einen unglücklichen Unfall bezeichnen”, erklärte Nike nüchtern, die den starken Willen ihrer Wirtin einmal mehr spürte.
Bastet stimmte ihr nach kurzer Überlegung zu, da sie unter den gleichen Einfluss stand: “Das ist leider wahr. Obwohl es uns eigentlich in Prinzip egal sein sollte. Denn wir sind Goa’uld. Uns ist das Schicksal von Menschen nicht naheliegend…”
“Das tut es aber irgendwie nicht.”
“Stimmt. Wir müssen innerhalb der nächsten Tage handeln. Doch uns offen gegen Lord Ba’al stellen, dürfen wir nicht, weil er uns umgehend eliminieren würde.”



Triangulum-Galaxie
Hyperraum
U.S.S. Odyssey - Brig

Verständlicherweise war er vollkommen irritiert gewesen, doch hatte sich General Jack O’Neill schnell wieder von der Situation in seinem Quartier erholt. Damit war aber auch der Moment gekommen, wo der Befehlshaber der Odyssey froh darüber war, dass Daniel sich an Bord befand.
Am liebsten hätte Jack die Goa’uld sofort auf den schnellsten Wege an die dünne Luft gesetzt, sprich aus der nächsten Luftschleuse geworfen. Aber daher, dass sie sein Leben verschont und einen Teil von Ba’als Plänen bereits verraten hatte, darunter den geplanten Hinterhalt, hielt O’Neill von diesen Schritt ab.

Mit grübelnder Miene, aber mit gelassener Ruhe verfolgte der General über einen Monitor, wie sich Doktor Jackson mit Egeria unterhielt.

“…zudem bin ich dazu bereit, meine Wirtin zu verlassen - und, wenn es sein muss, auch dabei zu sterben, Doktor Daniel Jackson.”
“Ich bin der festen Überzeugung, dass dies nicht nötig sein wird. Wir haben einige gute Möglichkeiten Symbionten auch ohne einen willigen Wirt am Leben zu erhalten. Und auf Grund ihrer Ehrlichkeit, dürfte ihr Leben nicht mehr in Gefahr sein…”

“Versprich dieser Schlange nicht zuviel, Daniel”, brummte Jack leise vor sich hin.

“Ich weiß, dass ihr alle das Leben meiner Wirtin sehr schätzt. Besonders der General.”
“Jedes Leben ist wertvoll, Egeria.”
“Dieses hat mir unter anderen, Captain Lauren Perry, ebenfalls mitgeteilt. Auch weiß ich schon so einiges von der anderen Egeria.”
“Hm. Hat Ihnen General O’Neill schon mehr dazu erzählt? Falls nicht, helfe ich da gerne weiter”, bot Daniel an.
“Das würde ich sehr gern, Doktor Jackson.”



Andromeda-Galaxie
Battlestar Galactica - Untersuchungszelle

Seit geraumer Zeit, in Prinzip seit ihrer Ankunft auf dem Kampfstern, bekam Captain Sharon Satterfield, wie auch Sharon Boomer Valerii einst, regelmäßigen Besuch von Admiral William Adama.
Das frühere Mitglied der Andromeda-Expedition, das die schlimme Erfahrung machen musste in Wahrheit ein Zylon zu sein, stand rund um die Uhr unter ständiger strenger Bewachung durch mindestens 4 Marines.

Seit einer knappen Stunde bereits saß Admiral Adama ihr in der Zelle gegenüber. So gut es ging versuchte Sharon Satterfield dem Befehlshaber über die Erde, von der sie stammte und ihre Position im Universum zu informieren.

Draußen im Überwachungsraum hatte sich Commander Lee Adama von der Battlestar Pegasus eingefunden, der versuchte so viele dieser Treffen mitzuverfolgen.

Als William Adama die Untersuchungszelle verlassen hatte, trat Lee Adama an ihn heran und fragte: “Und. Was hat Ihnen das Ding da drin erzählt, Admiral?”
“Sie hat es sehr gut beschrieben, wie auch die anderen Informationen, die sie uns bereits verraten hat.”
“Die Erde. Unsere vielleicht, die wir versuchen zu finden. Oder gar eine andere. Sowie ihre Geschichte von einer fremden Galaxie. Ein Sternentor. Mindestens eine oder zwei weitere Flotten von Flüchtlingen, die den Angriff auf die Kolonien ebenfalls überlebt haben sollen. Sie glauben ihr diese Geschichten doch nicht etwa, Admiral?”
“Ebenfalls tue ich es nicht blind, falls das ihre Befürchtungen sind, Commander. Und ich will verdammt sein, wenn wir nicht einigen dieser Berichte von dieser Acht nachgehen. Finden wir ihr Team aus der anderen Galaxie, die sie Milchstraße nennt, hat unser Volk viel bessere Überlebenschancen. Doch das muss noch warten, denn erst müssen wir unsere Leute von Neu-Caprica befreien. Was schon nicht einfach sein wird.”


Heraclia
Königreich Capripolia

Schon seit dem Beginn der Lagebesprechung hörten alle, die miteinander verbündeten Anführer der Allianz den Kundschaftern der Orici aufmerksam zu. Diese hatten ihren ausführlichen Bericht und ihre Worte in erster Linie an Adriana gerichtet. Aber auch der Prior Eremitias und die Prinzessin der Amazonen, Veronika, wurden ganz besonders in die anschließenden Beratungen miteinbezogen.

Als die meisten Fakten auf dem Tisch lagen, fragte schließlich einer der abgesandten Hauptleute von Adrias Flotte: “Tochter der Orici. Ihr braucht es nur noch zu befehlen,und unsere Flotte löscht die unseres Feindes aus.”
“Hm”, machte Adriana, die daraufhin ihre Arme vor der Brust verschränkte und noch einmal konzentriert nachdachte. Die junge Frau wusste, dass sie schnell und entschieden handeln musste, denn auf einigen der vorlagerten Inseln konnte man von den höchsten Leuchttürmen aus die sich ständig näherkommende Flotte am Horizont schon gut erkennen.

“Nun denn. Ihr habt es ja selber gehört, also wie lauten Eure Befehle, Gebieterin?”, fragte Hauptmann Cassius, der einen vielsagenden Blick von Veronika bemerkt hatte. Denn die Amazone hatte ein entschlossenes Glitzern in den Augen ihrer Blutsschwester entdeckt.

“Also schön”, begann Adriana einige Minuten später, “wir werden gegen diesen Feind auf eine andere Weise kämpfen. Die Flotte, die mir meine Mutter zur Unterstützung gesandt hatte, werden ich aufteilen nachdem Bodentruppen abgesetzt worden sind! Dann werden fünf der sieben Schiffe zum Heimatkontinent und den übrigen Herrschaftsgebiet der sich nahenden Invasoren reisen und diese angreifen! Dort dann angelangt soll jeglicher Widerstand ohne Gnade niedergeschlagen und der Feind ausgelöscht werden! Außerdem sollen all ihre Städte, Siedlungen, Häfen, Felder und ganz besonders ihre verfluchten Heiligtümer, wo sie all ihren nutzlosen seelenlosen Götzen huldigen, zerstört werden!”
“Jawohl, Tochter der göttlichen und einzigwahren Göttin Adria. Wir werden all diese, Eure Befehle sehr genau befolgen und ausführen”, erklärte einer der Hauptleute, der sich dabei kurz vorbeugte, bevor er sich umdrehte um zu seinen Shuttle aufzubrechen.
Zitieren
#26
Odyssee
Folge 4.06 - Rivalen für die Ewigkeit, Teil 2

Milchstraße
Erde
Schweiz - Genf, UN - Hauptgebäude

Durch die zurückliegenden jüngsten schlimmen Ereignisse, hatten die Vereinten Nationen zu einer Dringlichkeitssitzung auch andere Institutionen eingeladen. Diese wurde zudem live im Fernsehen übertragen.

Gleich zu Beginn der Versammlung, nachdem er in einer kurzen Begrüßung einen Appell an alle Menschen auf der Erde gerichtet hatte, zog der Generalsekretär der UN eine traurige Bilanz: “…insgesamt gibt es unschuldige tausende Tote und ebenso auch unschuldige zehntausende Verletzte. Sowie zerstörte Kulturgüter… Ich rufe Sie alle daher zur geschlossenen Einheit auf! Stellen Sie sich zudem, insbesondere gegen den Hass der geistigen Brandstifter, die uns nur ins Chaos und Verderben stürzen wollen…”

Was niemand im Versammlungssaal wusste, war dass sich auch einige Goa’uld-Agenten unter ihnen befanden. Und diese waren natürlich einer ganz anderen Meinung und hatten vollkommen andere Ziele.



Andromeda-Galaxie
Rho-Sektor
Mercury-Flotte
Battlestar Titania

Immer wieder abbremsend und seine Schritte wieder beschleunigend eilte der Ensign vom Backbordhangardeck aus durch die Korridore in Richtung Combat Information Center.

“Schnell! Aus den Weg! Platz da, lasst mich durch!”, rief er beinahe pausenlos immer wieder keuchend.

Als der Mann dann endlich vor den Türen des CIC stand, ließen ihn die pflichtbewussten Marines dennoch nicht passieren. Erst nachdem er sich ausgewiesen hatte, traten sie beiseite.

Doch dann gab es den Nächsten, der sich ihm in den Weg stellte. Es war der XO der Titania: “Halt, Ensign Cooper! Was wollen Sie hier im CIC?”
“Es geht um unseren Gefangenen in der Brig. Er hat etwas sehr Beunruhigendes gesagt…”
Daraufhin wurde Admiral Tarsus auf das Gespräch zwischen seinem ersten Offizier und Cooper aufmerksam und fragte: “Also, fahren sie fort Ensign! Ich will das gerne hören, was der Toaster gesagt hat!”
“Jawohl, Sir. Der Zylon behauptet, dass Admiral Steven Baker in Wahrheit eine verfluchte Attrappe ist. Ein Klon, den die Zylonen gegen das Original ausgetauscht haben, Sir.”
“Hm. Nicht auszudenken… aber diese Aussage von dem Zylon in der Brig erklärt mir so manches… Der Ehrgeiz von Baker, der mich um das Kommando über die Flotte hier gebracht hat… Mister Smith!”
“Sir.”
“Ich will, dass Sie die gesamte Flotte außer die Mercury kontaktieren, die wir mit sofortiger Wirkung unter Quarantäne stellen!”
“Jawohl, Admiral.”



Triangulum-Galaxie
Hyperraum
U.S.S. Odyssey - Brücke

Da die Zeit sehr knapp war, hatte Jack O’Neill nicht sehr viel Zeit sich einen guten Plan zurechtzulegen. Daher zogen Daniel Jackson und er die schon getätigten Überlegungen von Egeria hinzu.

Einige Zeit später fragte der General: “Sind sie soweit, Doktor Holland?”
“Ja, bin ich. Das Messer von Captain Lauren Perry/Egeria habe ich soweit vorbereitet und präpariert, damit es auf das Flaggschiff von Ba’al gebeamt werden kann, falls der Goa’uld darauf bestehen sollte, um es nach DNS-Spuren testen zu lassen. Und hier ist es, in einer sterilen Tüte.”
“Dann nehme ich es am Besten an mich, damit ich es parat habe”, sagte Egeria, die kurz darauf die Waffe, worauf die Blut- und Gewebespuren einige medizinischer Proben von O’Neill und Jackson hafteten. Dies sollte in Ba’al den klaren Eindruck erwecken, dass seine Agentin die beiden Erzfeinde des Goa'uld-Lords in der Tat erstochen hätte.

“Na schön, sieht für mich zumindest sehr echt aus. Ja, sehr gut. Also: Alle Mann auf ihre Plätze! Na schön, Leute: Wir spielen dann unsere Rollen schön überzeugend, nämlich Gefangene, Verletzte und Leichen! Captain Perry! Egeria!”
“Danke, General O’Neill. Danke, Doktor Jackson, dass sie mir beide offenbart und gezeigt haben, wer ich wirklich bin und wer ich sein kann.”
Kurz darauf meldete der Steuermann der Odyssey: “Sir. Wir verlassen in etwa 5 Minuten den Hyperraum und erreichen das System von P8G-M770.”


Sol-System P8G-M770

Gut verborgen und die meisten Systeme deaktiviert, verharrte die kleine Flotte, bestehend aus einem mächtigen Flaggschiff und drei Ha’tak von Lord Ba’al in dem großen und breiten Asteroidengürtel, welcher den Zielplaneten umgab. Dieser war durch die Kollision mehrerer Zwergplaneten entstanden. Der Goa’uld wartete geduldig auf das Eintreffen der Odyssey.

Der oberste Systemlord der Goa’uld hatte seiner Agentin sehr genau beschrieben, wo er das Schiff der Tau’ri haben wollte.



Andromeda-Galaxie
Heraclia
Königreich Capripolia - Capripolis

Bereit zum Kampf warteten alle in ihren zugewiesenen Stellungen. Von dort aus konnten sie alle schon seit einiger Zeit, die sich nach wie vor nahende Armada der Invasoren gut erkennen.
Doch es war Veronika, die als Erste das Flaggschiff erkannte: “Dort ist es, Adriana! Da in der Mitte. Es ist mit eines der größten in der Flotte unserer Feinde, und ist von einem guten Dutzend gepanzerten Galeeren als Schutzwall umgeben.”
“Ja. Du hast Recht. Jetzt sehe ich es ebenfalls. Bei der Fahrt, die die machen werden sie mit ihren ersten Schiffen in etwa einer halben Stunde unseren vordersten Stellungen erreicht haben, dann werden sie damit beginnen einen Brückenkopf zu errichten. Also gut, sobald sie dies getan haben und sich sicher fühlen, werde ich mit dem Großteil meiner Leibgarde und einigen weiteren guten Kriegern uns auf dem Weg zum Flaggschiff des Feindes machen!”
“Dies wird ein schwerer Kampf werden, Schwester!”
“Ich weiß, Veronika. Du musst in der Zwischenzeit unsere Verteidigung anführen, wie wir es besprochen haben. Doch riskiere bitte nicht zuviel!”
“Keine Sorge. Das habe ich nicht vor, Adriana.”



Triangulum-Galaxie
Sol-System P8G-M770
Ba’als Flaggschiff, Pel’tak < = > U.S.S. Odyssey, Brücke

Überaus konzentriert wartete Ba’al, der auf jedes akustische und visuelle Signal achtete, auf das Erscheinen der Odyssey.

Die Zeit war gekommen und schließlich hatte sich ein Hyperraumfenster geöffnet, welches das Erdschiff an den zuvor vereinbarten Koordinaten wie geplant verließ.

“Mein Gebieter, es ist Egeria. Sie will mit Euch sprechen.”
“Sehr gut. Öffne einen Kanal zu den Schiff der Tau’ri, Jaffa!”
“Gewiss, mein Lord Ba’al. Die Verbindung besteht jetzt.”

“Ausgezeichnet.”
“Seid gegrüßt, Lord Ba’al. Wie ihr sehen könnt, gehört die Odyssey jetzt ganz uns. Ich habe den Großteil der Besatzung festgesetzt. Es gibt aber natürlich auch einige Tote, darunter, es ließ sich nicht ganz vermeiden, befinden sich General Jack O’Neill und Doktor Daniel Jackson…”
“Gibt es Beweise dafür, Egeria.”
“Natürlich. Dieses Messer hier, welches zur Standardausrüstung meiner Wirtin gehört”, antwortete jene, die die Waffe ins Bild hielt, “und ich zu Euch für eine Analyse aufs Schiff beamen könnte.”
“Gut. Tut es, damit ich es schnell analysieren kann!”

Es verging etwas Zeit bis das Ergebnis vorlag, und Ba’al zufrieden vor sich hingrinste und erklärte: “Das hast Du gut gemacht. Wir kommen gleich zu Dir an Bord, senke also die Schilde!”

Doch stattdessen wurden plötzlich ohne jegliche Vorwarnung mehrere Explosionen an Bord sowie der drei Ha’tak gemeldet.
“Mein Gebieter, unsere Hyperraumantriebe der ganzen Flotte wurden schwer beschädigt oder zerstört! Aber die Systeme zeigen keinerlei Angreifer!”
“Was?”, platzte es aus dem ziemlich perplexen obersten Systemlord der Goa’uld heraus.

Fast im selben Augenblick tauchte Jack O’Neill mit einem fröhlichen: “Überraschung! Hallo Ba‘al!”, im Bild des Hologrammschirmes auf.

Odyssee
Folge 4.07 - Rivalen für die Ewigkeit, Teil 3

Triangulum-Galaxie
Sol-System P8G-M770
U.S.S. Odyssey, Brücke < = > Ba’als Flaggschiff, Pel’tak

Eine gefühlte Ewigkeit lang, starrten sich die beiden Widersacher über ihre jeweiligen Monitore an. Nur einer von ihnen hatte selbstverständlich gute Laune, wobei der andere versuchte sich seinen Frust nicht anmerken zu lassen.

“He. Hallo Ba’al! Wie geht es denn so? Also, um es vorweg zu nehmen: Der Crew der Odyssey und mir geht es natürlich sehr gut. Und nun zu dir Ba‘al, ergibst du dich, oder muss ich deinen allerwertesten Obersten-Systemlord-der-Goa’uld-Hintern hinaus in die unendlichen Weiten des Universums befördern?”
Mit grimmiger Miene verzog der Goa’uld dann schließlich ganz leicht sein Gesicht: “Du wagst es mich zu verhöhnen, O’Neill? Du weißt doch, dass es keinen Sinn macht. Wir treffen uns wieder.”
“Warum nicht? Denn ich kann es mir leisten, weil Du und Deine Streitmacht sitzen hier auf den Trockenen… aber heute ist unser letztes Treffen, denn ich werde dich ein und für alle mal erledigen…”
“Es reicht! Vergiss es! Meine Stärke ist größer, als ihr an Bord der Odyssey vermutet, auch wenn momentan die Hyperraumantriebe defekt sind. Du solltest mir besser die Odyssey übergeben! Vielleicht verschone ich ja dann die meisten aus Deiner Besatzung.”
“Und mich?”

Kurz darauf erloschen die Bildschirme, womit die verbale Auseinandersetzung von Ba’al als Erster beendet worden war.

“Hm, offenbar ist die Verbindung unterbrochen”, seufzte Jack, denn ihm war klar, dass sich nun die Auseinandersetzung mit den Schiffswaffen anschließen würde.
Da die Goa’uld-Schiffe in der Überzahl waren, begannen sie das Schiff der Erde einzukreisen, weil sie noch immer über Sublicht verfügten.

“Kümmern wir uns zuerst um die 3 Ha’tak von Ba’al!”, wies Jack O’Neill an.
“Aha. Du willst also Ba’al bis zum Schluss zappeln lassen.”
“Du hast es erfasst, Daniel.”
“Das ist ziemlich riskant, Jack. Ba’al könnte die Zeit nutzen und sich mit einer Streitmacht auf den Planeten begeben, wodurch er Mu einnehmen könnte und uns somit zuvor kommen könnte.”
“Einwand zur Kenntnis genommen. Aber es ist eher unwahrscheinlich, denn ich habe 3 unserer 6 Jumper im Tarnmodus zu den Zielkoordinaten auf diesen Planeten geschickt, nachdem sie sich um die Hyperraumantriebe von der kleinen Flotte unseres lieben Ba‘al gekümmert hatten. Mit genug Personal an Bord, um den Schlangenkopf dort drüben die Suppe, mehr als nur ausreichend zu versalzen…”
“Das darf doch nicht wahr sein!”
“Was denn?”
“Ohne mir Bescheid zu geben!”
“Tut mir leid, aber Du wurdest hier gebraucht.”
“Ja, toll - in einer Rolle als Leiche. Ich will da runter, Jack!”
“Natürlich. Sobald wir das Ba’al-Problem da draußen beseitigt haben, Daniel.”



Andromeda-Galaxie
Heraclia
Königreich Capripolia - Capripolis

Die vielen errichteten hölzernen Barrikaden und auch Strohballen brannten schon bereits seit einer knappen Viertelstunde lichterloh, die auf den Befehl von Veronika entzündet worden waren.
Der beißende Rauch erfüllte beinahe bereits den gesamten Strand und zog durch den vom Prior Eremitias verursachten Wind hinaus ins Hafenbecken. Aus diesem Grund waren die Invasoren gezwungen sich langsam voranzutasten. Doch gab diese Wolke Adriana und ihrer auserwählten kleinen aber schlagkräftigen Streitmacht die notwendige Deckung, um zum Flaggschiff zu gelangen.

Schon seit einigen Minuten schaute Veronika hinaus in Richtung Hafenbecken, denn sie wartete auf das vereinbarte Zeichen von Adriana. Sobald es zu sehen bekommen würde, würde die Prinzessin der Amazonen ihren Schützen befehlen einen tödlichen Pfeilhagel auf die Feinde herabregnen zu lassen.


Rho-Sektor
Battlestar Mercury - CIC

Mit einer versteinerten Miene sah sich Admiral Baker um. Doch niemand wagte es, bislang irgendetwas zu sagen. Nicht einmal sein XO, Colonel Hopkins.

Stattdessen meldete sich Admiral Tarsus über Funk: “Admiral Steven Baker, ich fordere Sie hiermit auf, sofort das Kommando über die Mercury und die Flotte abzugeben! Denn sie sind kein Mensch, sondern ein Zylon, der als programmierter Klon den richtigen Admiral…”
“Haben Sie noch alle Tassen im Schrank? Ich werde nicht abtreten, Joseph. Ein Zylon, ich?! Wenn ich das wäre, wären Sie schon seit langer Zeit nicht mehr unter den Lebenden, genauso wie diese gesamte Flotte!”, bellte Steven aufgebracht wütend in den Hörer, und somit dem Befehlshaber der Titania ins rechte Ohr.


Heraclia
Königreich Capripolia - Capripolis

“Da ist es, das Signal! Endlich! Adriana und ihr Einsatztrupp sind aus der Gefahrenzone! Alle Schützen die Bogen spannen! Und schießt! Schießt, bis ihr keine Pfeile mehr habt! Habt ihr keine mehr, dann tretet ihr einige Stellungen nach hinten und holt Nachschub!”, befahl Veronika mit lauter Stimme.
Während die Amazonenprinzessin noch sprach, war schon bereits das Schwirren von tausenden Pfeilen in der Luft zu vernehmen.

Nicht einmal eine Minute später gingen sie auf die Invasoren nieder, die in großer Anzahl entsetzt aufschrien, als sie von den Pfeilen getroffen wurden. Die Angreifer allerdings, die schon zu weit auf den Strand vorgedrungen waren, wurden von den Fußtruppen bereits erwartet. Darunter befanden sich auch hunderte von den Soldaten der Orici.

In der Zwischenzeit war es kein allzu großes Wunder, dass sich die Mannschaft um Adriana ohne Verluste in die Nähe des Flaggschiffes des Feindes herangekämpft hatte. Dieses Schiff, worauf sich der Herrscher des nun mittlerweile rivalisierenden Kontinents befand, hatte eine besondere Form sowie die Mannschaftskapazität von 6 gewöhnlichen Galeeren.

“Wir sollten die Schützen des Feindes als erstes eliminieren, bevor wir das Schiff entern, Tochter der Orici”, riet einer der Soldaten der Leibgarde seiner Herrin, nachdem er einen kurzen Blick riskiert hatte.
Adriana war damit einverstanden, empfahl aber keine lange Schießerei, um die Mission nicht zu gefährden.
Schon wenige Atemzüge später begann der Angriff auf das Flaggschiff der Armada der Invasoren, von wo aus der Kaiser seinen Feldzug koordinierte. Doch an der Brüstung, der erhöhten Kommandokanzel stehend, fuhr er erschrocken zusammen.
“Was im Namen der größten Götter meiner Ahnen?”, stammelte der Kaiser, als er ansehen musste, wie von allen Seiten sein Schiff angegriffen wurde. Er war aufs Tiefste erschrocken und von dieser Situation überfordert, da es vollkommen unerwartet geschah, weswegen er sich schnell voller Angst unter Deck begab.
Die Soldaten seiner Mannschaft hingegen versuchten sich, so gut es ging mit ihren Waffen zu verteidigen. Doch waren diese Waffen meist nur aus Gehölzen und Gesteinen, weswegen sie zum größten Teil an den Rüstungen der Soldaten von Adrianas Leibgarde abprahlten.



Triangulum-Galaxie
Orbit von P8G-M770

Im Verlaufe des Kampfes hatten es die Waffen der Odyssey geschafft, alle drei Ha’tak von Ba’als Flotte zu vernichten, womit nur noch das viel größere Flaggschiff des obersten Systemlords als einziger Gegner übrig war.

U.S.S. Odyssey - Brücke

Wie es nicht nur Jack O’Neill bereits vorausgeahnt hatte, kam kein weiteres Signal von Ba’al - abgesehen von den Beschuss.

“Na gut. Er will sich also nicht ergeben”, seufzte der General, “dann geht es wohl nicht anders… Waffenoffizier! Energiewaffen laden, Ziel erfassen und zerstören!”
“Jawohl, Sir.”
“Ja. Ja. Soll mir recht sein”, murmelte Jack vor sich, der mittlerweile in seinem Kommandosessel Platz genommen hatte, von wo aus er mit ansehen konnte, wie das Flaggschiff von Ba’al von den Plasmawaffen zerlegt wurde.
Ein blauer Lichtstrahl nach den anderen traf das Schiff des Goa’uld, welches schließlich in einer grellen heftigen Explosion unterging.



Andromeda-Galaxie
Heraclia
Königreich Capripolia - Capripolis

Es tobte ein harter Kampf an Bord des Flaggschiffes vom Kaiser. Durch ihr Amulett war Adriana gut geschützt, was die junge Frau nutzte um sich besonders aktiv am Kampf zu beteiligen. Die Tochter der Orici war hoch motiviert, denn ihr war zu Ohren gekommen, was der feindliche Herrscher mit ihr und ihren engsten Vertrauten geplant hatte. Momentan befand sie sich auf der Suche nach dem Kaiser und tötete jeden feindlichen Krieger, der sich ihr in den Weg stellte.

Unvermittelt trat ihr schließlich einer der Unterkönige mit Schwert und Schild bewaffnet entgegen. Es war der Botschafter, der vor kurzem noch ihr Gast gewesen war. Der Kampf, der sich anschloss war kurz und äußerst brutal, denn ohne Gnade machte Adriana den Unterkönig nieder.
Nachdem sie ihren Gegner getötet hatte, meldete einer der Soldaten ihrer Leibgarde ihr: “Herrin. Wir haben sämtliche Ungläubige hier an Bord getötet, wie Ihr es befohlen habt. Alle bis auf den Herrscher und Befehlshaber der feindlichen Truppen.”
“Gut. Führt mich sofort zu ihm!”


Rho-System

Der Schusswechsel zwischen den beiden Kampfsternen begann ohne jede Vorwarnung, der von der Titania unter dem Kommando von Admiral Tarsus ausging.
Voller Panik sprangen sofort alle anderen Schiffe in der Flotte zu den Notfallkoordinaten. Darunter waren auch die anderen Kampfsterne, um den zivilen Schiffen den notwendigen Schutz zu gewähren.

Es hatte nicht lange gedauert, und die Mercury und die Titania lagen sich mittlerweile Längsseits gegenüber. Als dies geschehen war, entsandten beide Kampfsterne sämtliche Geschwader an Raptor und Viper in den Kampf. Eine heftige Auseinandersetzung wurde dadurch noch erbitterter geführt, wobei Admiral Joseph Tarsus am wenigsten Rücksicht auf irgendwelche Verluste nahm.

Nach etwa einer halben Stunde gewannen die Truppen von Admiral Steven Baker immer mehr die Oberhand, weil sie über mehr Viper und Raptor verfügten sowie an den großen Übereifer seines Rivalen. Durch dieses Kräftemessen hatte Tarsus gehofft, sich profilieren zu können.
Doch seine Vorgehensweise erwies sich als vollkommen falsch, genauso wie auf damals bei verschiedenen Übungen, während der gemeinsamen Zeit auf der Akademie der Kolonialen Flotte. Was dazu führte, dass viele seiner Piloten und Soldaten den Dienst und Gefolgschaft schließlich nach und nach verweigerten.


Heraclia
Königreich Capripolia - Capripolis

Mit brutaler Gewalt wurde der gefangengenommene Kaiser vor Adriana gezerrt, die ihn erst einmal nur wortlos finster anschaute. Der Gefangene hoffte auf einen Zweikampf mit seiner Feindin, um so, falls es denn sein musste wenigstens einigermaßen ehrenvoll zu sterben können.

Es dauerte sehr lange, bevor schließlich die Tochter der Orici das Schweigen beendete: “Ich habe erfahren, was Ihr geplant hattet. Nämlich die engsten Freunde von mir und mich den nichtigen Götzen zu opfern, vor denen sich Du und Dein Volk sich niederwerfen und diese anbeten. Und das, obwohl wir keinerlei feindliche Absichten gegen Euer Reich gehegt hatten. Doch dies hat sich durch diesen Krieg geändert, also wisset dies: Ich habe einen Gegenangriff durch einen Teil der Flotte meiner Mutter befohlen, der momentan dieses verfluchte Götzendienervolk auslöschen wird…”
“Dann kämpfe mit mir!”
“Nein! Ihr werdet bei lebendigem Leibe brennen, wie Eure gesamte Armada, die Ihr hierher geführt habt! Bindet den Gefangenen am Hauptmast fest!”
“Jawohl, Herrin.”

So, wie es Adriana befohlen hatte, wurde es auch ausgeführt. Der Kaiser wurde an den Hauptmast gefesselt, das Flaggschiff wieder verlassen und dann mit Brandpfeilen beschossen, um Feuer zu legen. Ebenso verfuhr man mit der übrigen feindlichen Armada, die wenige Minuten später vollständig in Brand stand.


Rho-Sektor
Battlestar Titania - CIC

“Sir. Lange halten unsere verbliebenen Piloten da draußen nicht mehr durch…”
“Wollen Sie mir etwa damit verschlüsselt mitteilen, dass ich aufgeben soll? Vergessen Sie es! Kommt gar nicht in Frage!”
“Admiral. Dutzende Crewmitglieder haben bereits den Dienst quittiert, sich zurückgezogen oder sich auf der Mercury ergeben…”
“Warum sagen Sie nicht die Wahrheit? Das ist Meuterei. Die Marines und die Sicherheit sollen dementsprechend mit den Deserteuren verfahren!”
“Das ist falsch, Admiral. Joseph, lassen Sie das.”
“Sie sind nur mein XO, Commander Aaron Williams! Also halten Sie gefälligst den Mund, und führen Sie meine stehenden Befehle aus!”
“Nein! Damit ist jetzt Schluss! Als amtierender XO dieses Kampfsterns entziehe ich Ihnen hiermit offiziell das Kommando über die Titania und übernehme selber die Befehlsgewalt, um diesen Irrsinn zu beenden!”
“Sie wagen es? Marines der Wache, stellen Sie den XO unter Arrest und führen ihn in die Brig!”

Verwundert schaute sich Admiral Tarsus um. Nichts geschah und die Soldaten blieben regungslos stehen, womit sein eben ausgesprochener Befehl wirkungslos verpuffte. Es war somit mehr als nur offensichtlich, dass niemand mehr den Wunsch hatte sich keine Sekunde länger an dieser Tragödie zu beteiligen.
Ein Kopfnicken des XO genügte und die Marines ergriffen den Admiral.

“Mister Capri, Sie sind von diesem Moment an mein XO! Geben Sie unseren verbliebenen Raptor- und Viperpiloten die Order sofort zur Titania umzukehren und zu landen sowie unseren Geschützbatterien das Feuer einzustellen! Lieutenant Vishnua, Sie kontaktieren die Mercury, dass der Wahnsinn beendet ist und Admiral Tarsus ab sofort unter Arrest steht!”, ordnete der neue Befehlshaber der Titania an.


Eine knappe halbe Stunde später war die von Admiral Baker geführte Flotte wieder vereint. Kurz darauf trieb der Befehlshaber der Mercury sämtliche Wissenschaftler und Ärzte an, um an der Möglichkeit zu arbeiten, um alle Mitglieder der Flotte zu überprüfen zu beschleunigen.

Battlestar Titania - Offiziersmesse

Alle Schiffskapitäne der Flotte hatten sich versammelt, um Bilanz zu ziehen, was als Grundlage zur Anklage von Admiral Tarsus dienen sollte.

“…tja, das ist erst der Anfang Joseph. Sieht sehr toll aus, was ihre Showeinlage uns gekostet hat, nämlich 43 zerstörte Viper, 9 zerstörte Raptor. Dabei konnten wir lediglich 27 Viperpiloten und 3 Raptorcrews retten. Auf den beiden Kampfsternen der Titania und der Mercury kamen von den Besatzungen insgesamt 119 Leute ums Leben sowie noch 87 Zivilisten. Hinzu kommen noch ungefähr 305 Verletzte. Außerdem hat die Mercury irreparable Schäden erlitten”, zählte Steven Baker mit Zorn in der Stimme auf, der kurz darauf den Befehl gab Joseph Tarsus auf sein eigenes Kommando zu überführen und in die Brig zu stecken.



Triangulum-Galaxie
Goa’uld-Planet

Es war zwar nur ein kleiner Stützpunkt, doch Ba’al war immer noch froh darüber, dass ihm die Flucht in aller letzter Sekunde gelungen war, denn die war ihm an Bord eines Al’kesh in dem Augenblick geglückt, als sein Flaggschiff explodiert war.

“Und!? Wo ist die gesuchte Stadt der Antiker, Lord Ba’al?”, fragte Hathor etwas böse.
Jener drehte sich zu der Goa’uld frustriert um und antwortete dann: “Wir sind von Egeria verraten worden - mal wieder. Doch vertraue mir, dafür werden die Tau’ri teuer bezahlen!”

Odyssee
Folge 4.08 - 5 vor 12

Triangulum-Galaxie
P8G-M770

Unmittelbar nach der Vernichtung des Flaggschiffs von Ba’al sowie seiner kleinen Flotte, die ihn begleitet hatte, waren die übrigen 3 Jumper von der Odyssey aus ebenfalls zum Planeten geflogen.
Schon beim Überflug von P8G-M770 konnte man die gesuchte Stadt Mu gut erkennen. Dabei war zu sehen, dass sich die Form und Ausführung deutlich von der Antiker-Stadt Atlantis abwich, abgesehen von der Größe, welche in etwa identisch war. Zudem schien Mu mehrere Flächen aufzuweisen, die man bepflanzen konnte.

“Da sind die anderen. Siehst Du das, Daniel? Da wären wir. Zufrieden?”
“Ja. Ich sehe es, Jack. Aber vielleicht sollten wir am Besten zuerst den zentralen Bereich, den Turm in der Mitte aufsuchen. Dort müsste sich, wie bei Atlantis der Kontrollraum befinden.”
“Bin derselben Meinung. Alles in die Jumper, wir fliegen zum zentralen Turm, und haltet die Naquadah-Mark-5-Generatoren bereit!”, erklärte dann General O’Neill, der sich kurz darauf wieder auf den Pilotensitz seines Jumpers gesetzt hatte.



Milchstraße
Mars
Stargate Command Base - Besprechungsraum

Schon auf ihren Weg von ihrer Heimat der Erde sowie ihren Herkunftsland Deutschland und der Stadt Hamburg aus, waren die beiden Frauen und die Symbionten in ihnen sehr nervös. Eine Unruhe, die seit ihrer Ankunft auf dem Stützpunkt nicht nur anhielt, sondern auch noch anzuwachsen schien.
Viel Zeit verstrich in welcher Jeanne/Nike und Jasmin/Bastet noch auf General Landry zu warten hatten, der sich immer noch in seinem Büro aufhielt.

Doch endlich trat er mit den Worten: “Oh hallo, guten Abend. Frau Schneider. Frau Ataya. Beziehungsweise Nike und Bastet. Es tut mir außerordentlich leid, dass sie beide so lange warten mussten, doch musste ich noch einen wichtigen Bericht für das IOA und die UN beenden. Also, was gibt es denn so Dringendes?“, in den kleinen Besprechungsraum herein.

Gut nur, dass Hank bereits Platz genommen hatte, weil das, was er dann zu hören bekam, mehr als nur heftig war. Es waren nicht viele Informationen, aber sie waren detailliert genug.

Obwohl sie kooperierten, half es Nike/Jeanne und Bastet/Jasmin zunächst nichts, da General Landry befahl die beiden umgehend in eine Zelle zu sperren. Wobei sich dem diensthabenden Befehlshaber der Basis eine wichtige Frage stellte, nämlich wem er noch trauen konnte und der noch nicht von einem Goa’uld okkupiert worden war.
Dafür benötigte er Hilfe.
Daher beschloss General Hank Landry sich an die Mutanten, um Professor Charles Xavier zu wenden, die ihn da am ehesten unterstützen konnten, weil er die Angaben der beiden zunächst überprüfen wollte.


Erde

Seit dem Ende der Sondersitzung der UN, die live in allen Medien übertragen worden war, verloren die Goa’uld keine Zeit.
Zu allererst hatten sie den Standort des Brückenkopfes verlegt, dann die ersten Anschläge und Angriffe auf kulturelle und religiöse Zentren durchgeführt. Mit diesen vielen  Gewaltakten säten sie weitere Spannungen unter den unterschiedlichen Religionen, weil sie dazu gefälschte Bekennerschreiben über sämtliche Medien und in der Presse verbreiteten.

Es dauerte deswegen nicht allzu lange, und schnell brachen zahlreiche Unruhen in einigen der größten und wichtigsten Nationen der Erde aus.



Andromeda-Galaxie
Battlestar Thetis

Der von Commander Aberdeen befehligte Kampfstern war als Aufklärer weit in noch bislang unbekanntes Gebiet vorgedrungen. So kam es, dass sich die Thetis nach dem letzten FTL-Sprung in einem nahezu leeren Raum befand.
Sofort wurden umgehend die gemessenen Daten ausgewertet.

Es dauerte einige Stunden, dann endlich kam Major Hailey zu den Schluss: “Laut den Ergebnissen sind wir hier eindeutig richtig. Laut den Berechungen von Lieutenant Fraiser und mir, benötigen wir noch 3 Überlichtsprünge bis wir unser Ziel erreicht haben. Aber laut den Aufzeichnungen werden wir Ilion nicht auf einen Planeten vorfinden, sondern…”
“Nun rücken Sie schon damit raus, Major!”
“Nun. Es tut mir sehr leid, Sir. Die Übersetzung war nicht wirklich eindeutig, daher wird es wohl erst für uns klar sein, wenn wir am Ziel sind.”



Pegasus-Galaxie
M7G-993

Schon mehrfach war es in den letzten Wochen vorgekommen, dass die Wraith auch Welten angriffen, wo die menschlichen Bevölkerungen Adria als ihre Göttin verehrten.

Aber es gab einen entscheidenden Unterschied, denn im Gegensatz zu den Antikern, die von sehr vielen Menschen viele Jahrtausende lang verehrt worden waren, handelte Adria zugunsten ihrer vielen bedrängten Gläubigen. Und obwohl die Orici dies tat, folgten ihr immer noch nicht alle Menschen in der Pegasus-Galaxie, wie auch in der Milchstraße trotz des Kampfes ihrer Truppen gegen die Wraith. Weswegen sie beschloss, eine Unheilige Allianz mit den noch verbliebenen Wraith-Stämmen einzugehen.



Milchstraße
P12-SM334

Kurz nach ihrer geschlossenen Union mit dem Wraith in der Pegasus-Galaxie, war die Orici auf einen Planeten in der Milchstraße eingetroffen. Sie traf auf diesen Planeten die neue Übermutter, die sich nach einem harten Kampf gegen die anderen Königinnen ihre hochrangige Position schließlich erkämpft hatte.

Die oberste Wraith-Königin in der Milchstraße schaute Adria lange Zeit an, ging dann aber auf ihr Angebot einer Allianz ein. Denn der weiblichen Wraith war schnell bewusst geworden, dass ihre Rasse und somit auch ihr selbst die schnelle Vernichtung drohte, wenn sie ablehnen würde.

Als sich die beiden getrennt hatten und Adria auf eines der Ori-Schiffe eingekehrt war, erfuhr sie von einem der Priore von den Ereignissen auf der Erde. Dies war natürlich möglich, weil die Priore mittels ihrer Stäbe noch enger verbunden waren als früher, so waren sie stets über jegliche aktuellen Entwicklungen innerhalb einer Galaxie auf den neuesten Stand.

Doch eine sofortige Antwort der Orici blieb aus, weil sie diese Entwicklung bereits im Voraus geahnt hatte. Daher beschloss Adria noch zu warten, denn sie wollte ihre bereits bestehende Armee für den finalen Kreuzzug noch verstärken.



Triangulum-Galaxie
Goa’uld-Planet

In der Zwischenzeit war Ba’al auf den neuen Heimatplaneten der Goa’uld zurückgekehrt. Und während seiner Rückkehr dorthin hatte er sämtliche Truppen zusammengezogen, denn er wusste aus der jüngsten Erfahrung, dass General Jack O’Neill nicht unterschätzt werden durfte.

An Bord seines neuen Flaggschiffes sah der oberste Systemlord der Goa’uld auf den seit ungefähr einen Monat laufenden Countdown.

Schließlich erklärte Ba’al, der schließlich sehr verstohlen vor sich hingrinste: “Es ist gewissermaßen 5 vor 12, wie die Tau’ri es nennen würden. Jaffa! Bereitmachen für die Aktivierung des Cha’apa’ai!”

Odyssee
Folge 4.09 - Taktischer Rückzug, Teil 1

Milchstraße
Erde

Die von den Goa’uld aufs Neue entfachte Zwietracht unter den verschiedenen Religionen der Menschen, wurde seit Tagen bereits schon immer schlimmer. Es kostete sämtlichen spirituellen und geistigen Führern auf der Welt sehr viel Mühe und Kraft, sich dafür einzusetzen den Frieden untereinander zu bewahren. Doch radikale und fanatische Gruppen unter ihnen machten diese Bemühungen nur leider allzu oft wieder zunichte.
Auch die Armeen auf der Erde waren von diesen innerlichen Zerwürfnissen betroffen. Aber einige Staaten sowie auch Truppenteile blieben davon unbeeindruckt.

Doch die wichtigen Informationen, die man von Bastet/Jasmin und Nike/Jeanne erhalten hatte, waren für die Erde eine gute Warnung gewesen, um dann mit Hilfe von Professor Xavier und Doktor Grey, die durch ihre telepathische Gabe dabei halfen Goa’uld-Agenten und -Sympathisanten herauszusieben. Wobei nicht wenige von ihnen enttarnt wurden. Zudem kam die Warnung gerade noch rechtzeitig, um eine Verteidigungsflotte für die Erde unter dem Befehl von Brigadier General Samantha Carter aufzustellen und
zusammenzuziehen.

Es war dann die Crew der U.S.S George Hammond gewesen, die als erste die sich nahende feindliche Armada auf ihren Tiefraumsensoren entdeckt hatte.


Marsorbit
U.S.S. George Hammond - Brücke

“Hallo Cameron, hier ist Sam. Sie müssen es leider dem IOA und allen anderen mitteilen, dass es uns einfach unmöglich sein wird, die Erde und dem Mars gleichermaßen zu verteidigen.”
“Habe ich leider schon befürchtet, denn wir haben momentan nur die 12 Schiffe in diesem Sonnensystem zur Verfügung. Weil unsere übrigen Streitkräfte über diese Galaxie sowie auch die Pegasus aufgeteilt sind. Außerdem befindet sich die Odyssey, unter dem Befehl von General O’Neill in der Triangulum…”
“Was wissen wir über den Standort des Brückenkopfes der Goa’uld auf der Erde?”
“Das war leider eine Niete, weil wir als unsere Truppen dort eintrafen nur viele leere Hallen vorfanden. Er wurde also verlegt”, gestand Mitchell seufzend.
“Dann haben wir also ein doppeltes Problem, nämlich der uns bevorstehende Angriff aus dem All und den durch das Tor auf der Erde von einem unbekannten Standort aus.”
“Das stimmt. Und da die Goa’uld ein Stargate mit einem DHD haben, ist es das primäre in diesem Sonnensystem. Ist doch so Sam, oder?”
Ein sofortiges wortloses Nicken von Carter bestätigte diese Annahme von Mitchell.



Triangulum-Galaxie
Goa’uld-Planet

Bereits schon seit Tagen standen viele Bataillone von Kull- und Jaffa-Kriegern bereit. Bereit dazu, um endlich durch das Sternentor zu marschieren und auf die Erde zu gelangen.
Obwohl alles gut vorbereitet worden war, ließ sich der oberste Systemlord Ba’al damit noch Zeit weitere Truppen auf die Heimatwelt der Tau’ri zu entsenden.



Milchstraße
Erde an einem unbekannten Ort

Sich einen neuen Ort für den Brückenkopf in einem stillgelegten Bergwerk einzurichten, war für die Goa’uld ein guter Schachzug gewesen, den Isis angeordnet hatte. Denn anhand der großen Anzahl der bereits eingetroffenen Truppen, die sich in den vielen Tunneln, Gängen und Kammern versammelt hatten und auf den Befehl zum Angriff warteten, wäre zu groß für den alten Standort in Hamburg gewesen.
“Athene hat wohl für wahr an alles gedacht”, fand daher Isis zufrieden, die einer weiteren kleinen Einheit den Befehl gab auszurücken.

Daher war es nicht verwunderlich, dass sich in vielen Regionen der Erde die Lage immer weiter erneut verschärfte. Diese entluden sich in vielen größeren Städten in sehr große Unruhen, die sich mancherorts allmählich zu schlimmen bürgerkriegsähnliche Zustände entwickelten.


Erdorbit

In der selben Zeit hatten sich 7 Schlachtschiffe der Menschen der Erde in einer festen Gefechtsformation vor der Erde positioniert, wobei die 5 anderen zum Mars entsandt wurden, um die dortige Bevölkerung und die Stargate Command Base zu schützen.

Die U.S.S. George Hammond, die unter dem Kommando von Brigadier General Samantha stand, befand sich als Flaggschiff in der Mitte jener Formation, die die Ankunft des alten Feindes erwartete. Links wurde sie flankiert von der Ming, der Chukov sowie der Io, und rechts von der Justicia, der Alexandria und der Challenger. Sie sollten den Kampf mit den Goa’uld aufnehmen.

Schließlich war der Moment gekommen und etwa 100 Kilometer vor der Flotte der Erde öffneten sich mehrere Hyperraumfenster. Die zusammengezogenen Flottenverbände von Ba’als Armada waren eingetroffen, die sofort eine geschlossene Schlachtformation einnahmen.

Jeder Mensch, der sich an Bord der Erdschlachtschiffe auf einer der Kommandobrücken befand, konnte sofort erkennen, dass sie alle vor einer schweren Aufgabe standen, denn der Angreifer befand sich in einer deutlichen Überzahl.


Mars
Stargate Command Base - Kommandozentrale

Selbstverständlicherweise wollte Hank Landry alles so gut mitverfolgen wie es geht, weswegen er aufmerksam, wie auch seine Kollegen, die anderen vier kommandierenden Generals dieser Basis auf die Bildschirme schaute. Denn sie alle hatten sich wegen der aktuellen Bedrohung zum Dienst eingefunden.

Doch was ihnen das Radarbild zeigte, gefiel eindeutig niemanden.

“Generals. Eine Flotte, angeführt von einem großen Flaggschiff, bestehend aus 5 Ha’tak und einem Dutzend Al’kesh sowie annähernd 200 Todesgleitern hat gegen unsere Verteidigungsflotte im Marsorbit Stellung bezogen. Und sie verharrt dort schon seit ihrer Ankunft in einer Warteposition”, meldete Chief Master Sergeant Harriman.
“Schöner Schlamassel. Somit fällt unser guter Verteidigungsplan ins Wasser”, schimpfte General Landry erregt, der mit den anderen Generals darüber gesprochen und beraten hatte die Angreifer eventuell in die Zange nehmen zu können.

Doch hatte man es eigentlich berücksichtigen müssen, dass die Goa’uld ihre Armada aufteilen würden. Doch hatte wohl niemand damit gerechnet, dass man es insgesamt mit über einen Dutzend Ha’tak und rund vier Dutzend Al’kesh zu tun bekommen würde. Dabei waren die anderen Schiffe und die Geschwader von Todesgleitern noch nicht inbegriffen.


Erdorbit
U.S.S. George Hammond - Brücke

Dank des Sinneswandels von Nike und Bastet war Sam Carter schnell klar geworden, wie viel Glück sie alle gehabt hatten. Denn wäre dies nicht geschehen, dann hätten sie so gut wie keine Optionen gehabt. Aber sie wusste, auch das ihre Chancen nach wie vor nicht rosig waren, weil keiner mit großer Sicherheit sagen konnte, wie lange ihre Flotte wirklich  der großen Armada der Goa’uld standhalten konnte.

Schon seit vielen Minuten standen sie alle unter Dauerbeschuss, seitdem der Feind in Waffenreichweite gekommen war. Daher musste Carter immer wieder Korrekturen vornehmen lassen.

Mit großem Schrecken musste die Befehlshaberin der Flotte der Menschen und der George Hammond feststellen, dass alle Schiffe ihrer Flotte von mehreren Angreifern umzingelt worden waren. Umstellt von einer Flotte von Ha’tak und Al’kesh sowie ganzen Geschwadern von Todesgleitern, war es einfach unmöglich die eigenen Abfangjäger starten zu lassen. Deshalb verblieben alle Geschwader der F-302er nach wie vor in den Hangars.


Erde
USA - New York, Westchester

In der Schule von Professor Charles Xavier war ebenfalls der Krieg angekommen, schneller als vermutet angekommen. Doch nicht von den normalen Menschen, wie es Erik “Magneto” Lehnsherr einst befürchtet hatte, sondern wieder einmal mehr von einer sehr bösen außerirdischen Macht.
Da die älteren Mutanten und X-Men alle mit der Verteidigung des Anwesens und Hauses beschäftigt waren, mussten die ältesten der Schüler die Evakuierung organisieren.
Als den einzigen sicheren Zufluchtsort sollte ihnen allen ausgerechnet eine militärische Sicherheitseinrichtung dienen, nämlich das Homeworld Command im Cheyenne Mountain Complex in Colorado, welches seit dem harten Krieg gegen die Luzianische Allianz vor mehreren Jahren zu einer noch größeren Festung ausgebaut worden war.

Odyssee
Folge 4.10 - Taktischer Rückzug, Teil 2

Milchstraße
Erde

Weltweit wurden in derselben Zeit eine Vielzahl der wichtigsten politischen Gebäude von Truppen der Goa’uld angegriffen. Viele davon wurden von durch die Hilfe der Kullkrieger in kürzester Zeit überrannt und eingenommen, wobei die meisten Sicherheitskräfte ums Leben kamen. Nur wenige überlebten diese Attacken und gerieten teils mit schweren Verletzungen in Gefangenschaft.

Die Streitkräfte der Erde hatten immer noch erhebliche Schwierigkeiten mit den vielen noch versteckten Agenten und Sympathisanten der Goa’uld in den eigenen Reihen. Jene zu bekämpfen und zu enttarnen, war seit dem Ausbruch der Kampfhandlungen, so gut wie unmöglich geworden.
Man entdeckte sie daher leider nur, wenn sie versuchten ihre Wirte zu wechseln, die einen höheren Rang innehielten und die wichtigen Befehle von oben erhielten und weitergaben. Doch dies war selten, aber dennoch oft genug, damit die Streitkräfte von vielen Ländern der Erde noch einigermaßen handlungsfähig blieben.

Noch immer scheute man sich davor das Symbiontengift einzusetzen, weil es auch viele Tok’ra gab, die sich auf der Erde aufhielten oder gar niedergelassen hatten.


Erdorbit

Die heftige Schlacht im Orbit der Erde tobte schon bereits seit ungefähr 2 Stunden. Doch zeigten sich die ersten Folgen des langen Kampfes, denn immer öfters traten technische Probleme auf den Schiffen der Erde auf. Dies rührte von den vielen Treffern auf den Schutzschilden her, die seit dem Beginn der Kampfhandlungen immens belastet wurden. Und obwohl dies der Fall war, war es der Flotte von General Carter gelungen den Angreifern so manche Verluste zuzufügen.


Erde
USA - Homeworld Command, Kommandozentrale

Mit sorgenvollen Mienen hatte man schon vor wenigen Minuten die Evakuierung des Pentagons auf den Bildschirmen mitverfolgen müssen. Doch, als sich vor wenigen Sekunden dann auch noch eine sehr bedrückte Brigadier General Samantha Carter, die das Kommando über die Erdflotte innehatte, durch eine Live-Schaltung zu Wort meldete, war allen sofort klar das die Lage aussichtslos geworden war.

“…nun ja, es gibt nichts zu beschönigen, Generals. Alle unsere Schiffe haben seit einigen Minuten akute technische Probleme.”
“Wie lange können sie dem Feind noch Widerstand leisten, General Carter?”
“Ist leider sehr schwer zu sagen, wann unsere Schilde endgültig kollabieren werden… Doch eines ist sicher: Wir müssen uns früher oder später zum Mars zurückziehen. Wobei wir dies am besten als Flotte - und nicht einzeln tun.”
“Gut. Doch bevor Sie sich und die Flotte zurückziehen können, haben wir noch einen Auftrag: Nämlich so viele Leute und Vorräte aus einigen der bedrohten Gebiete zu bergen wie nur möglich! Ist dies geschehen, ziehen Sie sich zusammen mit der ganzen Flotte umgehend zum Mars zurück! So lauten die Befehle, die vom Mars persönlich von General Landry gekommen sind”, gab Brigadier General Cameron Mitchell bekannt.
“Was ist mit unserer Verstärkung?”
“Tut uns leid, Sam. Doch wie Sie wissen, ist unsere übrige Flotte über die gesamte Galaxie verstreut. Und von der Freien Jaffa Nation gibt es leider nur eine kleine Flotte, die Bra’tac mit großer Mühe zusammenstellen konnte.”

Kaum hatte Mitchell den Satz beendet, erreichte ihm die Meldung das Professor Xavier, Magneto und die übrigen Mutanten den Cheyenne Mountain Complex endlich erreicht hatten.

Nebenbei gab es noch weitere wichtige Informationen über einige Regionen auf der Erde, wo erfolgreich Widerstand geleistet wurde. Es stellte sich dann heraus, dass daran überwiegend Priore von der Orici Adria beteiligt waren, die durch ihre übermenschlichen Kräfte starke Schutzschilde erschaffen konnten. Sehr viele Menschen fanden deswegen Schutz vor den Angreifern.



Andromeda-Galaxie
Battlestar Thetis

Eine große Anspannung herrschte schon seit einiger Zeit auf dem gesamten Kampfstern. Und zwar eine so gewaltige, das man jene mit den Händen hätte greifen können. Die Ursache dafür war eine große Streitmacht der Zylonen, die aus 5 Basisschiffen bestand. Durch eine Aufklärungsmission hatte man die Feinde glücklicherweise noch rechtzeitig entdecken können.
Seit der Ausrufung der höchsten Alarmstufe eilten immer noch Besatzungsmitglieder durch die Korridore und Gänge der Thetis, um ihre Plätze zur Verteidigung gegen oder den Angriff auf die Zylonen einzunehmen.

Battlestar Thetis - CIC

Der Commander war nicht der einzige, dem bewusst war, dass der klare Vorteil eigentlich auf der Seite seines Schiffes lag. Zum einen hatte man einige Puddle Jumper zur Verfügung, die bereits im Tarnmodus ausgerückt waren und zweitens die von Hailey und Fraiser installierten Schutzschilde, die von den 2 Naquadah-Generatoren mit der notwendigen Energie versorgt wurden, um die Thetis noch mehr Schutz zu verleihen.

“Also gut”, begann Liam Aberdeen, “um unser Ziel zu erreichen, müssen wir gegen diese Flotte kämpfen! Doch zu allererst müssen dafür die Jumper die FTL’ der 5 Basisschiffe ausschalten! Wenn das erledigt ist, könnten wir ein paar Raptor zu unserer Flotte schicken, um dann einige Kampfsterne von Admiral McBride zur Unterstützung erbitten. Mit oder ohne Verstärkung müssen wir dann die gesamte feindliche Streitmacht schnell erledigen! Miss Shen, ich hoffe, dass Sie keine Einwände haben.”
“Nein. Habe ich nicht. Es ist ein guter Plan. Aber ich bin dafür, dass sich Major Hailey und Lieutenant Fraiser um die Schutzschilde und die Naquadah-Generatoren an Bord dieses Schiffes kümmern.”
“Das machen wir”, bestätigte Jennifer umgehend.

Kurz darauf erörterte Commander Aberdeen seinem gesamten Führungsstab noch einmal schnell den zu ausführenden Schlachtplan, bevor er dann endlich den Befehl zum Angriff gab.



Pegasus-Galaxie
Atlantis

Nahezu im fliegenden Wechsel, wurde die Datenbank der Antiker und auch der Hologramm-Raum vom Team Sheppards nach weiteren Hinweisen durchforstet.

Schließlich stieß McKay auf eine Spur.

“Das ist nicht gut. Nicht besonders gut…”
“Was denn Rodney?”
“Tja, Sheppard. Wir können nach wie vor nicht die Stargate Command Base auf dem Mars kontaktieren. Und das, obwohl wir letztendlich auf die Erde müssen. Bevor Sie und die anderen mich fragen, weil ausgerechnet dort ein wichtiger Hinweis hinterlegt worden ist, der uns helfen wird unsere Mission erfolgreich zu beenden.”



Milchstraße
Erde

Immer noch wurden viele Regionen auf dem blauen Planeten hart umkämpft. Doch viele andere standen bereits unter der Kontrolle der Goa’uld und ihrer Truppen. Eine große Anzahl davon war von Truppentransportern abgesetzt, die von den Ha’taks aus gestartet  worden waren.
Besonders hilfreich waren dabei wieder einmal mehr die tausenden von Kull-Kriegern, die für die Streitkräfte der Menschen nahezu kaum zu überwindbare Gegner waren. Der Feind war in so großer Anzahl eingefallen, dass die Waffen mit denen man diese gefährlichen Drohnen neutralisieren und töten konnte von zu geringer Stückzahl vorhanden waren. Daher zogen sich die verbliebenen Streitkräfte der Erde in die Widerstandshochburgen zurück, um die Kräfte zu bündeln sowie den feindlichen Streitkräften wirkungsvoller entgegentreten zu können.

USA - Homeworld Command

Seit dem Beginn der Konfrontation mit dem ältesten Erzfeind der Erde gingen unzählige Informationen ein. Doch seit ungefähr einer halben Stunde wurden sie immer weniger. Es gab kaum noch Nachrichten, denen man trauen konnte.

“Brigadier General Mitchell. Professor Charles Xavier würde gerne mit Ihnen sprechen, denn ihm ist es gelungen, trotz der Störsignale der Goa´uld Kontakt mit der Basis auf dem Mars aufzunehmen. Und unsere gesamte Flotte hat sich wie besprochen geschlossen zum Mars zurückgezogen”, berichtete ein Lieutenant, der in die Kommandozentrale geeilt war.


Mars
Stargate Command Base

“War das etwa schon alles, Walter?”
“Ja, General Landry.”
“Na schön. Gut, dann übermitteln sie eine Botschaft an unsere gesamten Streitkräfte, die sich außerhalb unseres Sonnensystems befinden, Sergeant! Auch über den Subraum, damit auch Atlantis unter der Führung von Mister Woolsey in der Pegasus, Miss Shen und ihr Expeditionsteam in der Andromeda und die Crew von General O’Neill an Bord der Odyssey in der Triangulum Kenntnis von den Vorgängen hier erhält!”
“Jawohl, Sir. Doch es wird eine Weile dauern, bis diese Informationen bei unseren Streitkräften in den anderen Galaxien angekommen sind”, erklärte der Techniker, während sich der General mit seinen Kollegen die große Weltkarte ansah.
Die Landmasse der Erde war schon fast zu 70 Prozent mit roter Farbe markiert worden, was bedeutete, dass diese Regionen schon von den Goa’uld eingenommen wurden. Somit gab es leider kaum noch einen nennenswerten Widerstand gegen die Invasoren. Aber es gab auch Regionen, die violett schraffiert waren, um anzuzeigen, dass die Lage dort noch hart umkämpft war. Und nur einige kleine Flecken auf der Erde waren noch unmarkiert, aber mit Ziffern versehen, die einen Verweis beinhalteten, der zu weiteren Informationen führte. Diese Flecken waren ausgerechnet, durch die Priore der Orici Adria und der Hilfe der Mutanten, die einzigen verbliebenen, sicheren Hochburgen des Kampfes gegen die Goa’uld.



Triangulum-Galaxie
U.S.S. Odyssey - Taktikraum

General O’Neill, den man aus einen dringenden Anlass zurück an Bord gerufen hatte, um die aktuellen dramatischen Entwicklungen in der Milchstraße besser vermitteln zu können, hörte sich nur einmal die übermittelte Nachricht an.

Er schwieg einige Minuten.

“Dieser verdammte, verfluchte, widerliche,…, hinterhältige, aufgeblasene Schlangenkopf!”, wetterte Jack O’Neill schließlich erbost, was seine große Besorgnis in den Hintergrund verschwinden ließ.
Anders sah es bei Doktor Daniel Jackson aus, der wie alle anderen in dem Raum sich besorgt die Details ansah. Aber schließlich fasste der Archäologe die momentane Lage zusammen: “Somit ist der Mars also zu unserem Zufluchtsort geworden. Und überall auf der Erde gibt es noch ungefähr drei bis vier Dutzend Regionen, meist große Städte, die noch gegen die Goa’uld behauptet werden können. Was, ich habe Mühe es zu sagen, zu etwa 90 Prozent an den Prioren liegt, die sich auf der Erde befinden…”
“Ja, wie auch immer. Wir müssen zurück zur Erde und zwar schnell”, wusste Jack O’Neill.
“Doch zunächst müssen wir Mu bergen, bevor dieser Schlangenkopf Ba’al noch einmal auf die blöde Idee kommt, seine dreckigen Pfoten danach auszustrecken”, fügte der General nach einer kurzen Atempause mit entschlossener Tonlage hinzu.
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#27
Anmerkung:

Nach damaliger Rücksprache mit den zuständigen Moderatoren im FF-Bereich des alten SGP-Forums, hatte ich angekündigt, dass es um ein schwieriges Thema in Bezug der FF-Serie "Odyssey" ab den zweiten Teil/11. Folge der 4. Staffel gehen wird. Ich hatte dies damals angekündigt, damit es nicht zu irgendwelchen Problemen oder gar Missverständnissen kommt.

Worum soll es also ab jetzt unter anderem gehen?
Die Kurzserie bzw. der Film SGO, hatte man mich auf eine Idee gebracht, nämlich auch hier Nazis auftreten zu lassen, weil diese sich ein Stück fortschrittlicher Technologie, nämlich eine Antikerraumschiffstadt namens Shangri-La/Shamballa, angeeignet hatten und damit am Ende des 2. Weltkrieges ins All geflohen sind.
Doch kommt man ihnen zum Glück auf die Schliche und kann ihre Spur aufnehmen, mit dem Ergebnis, dass die Nazis Shangri-La wieder verlieren sowie eine ordentliche Tracht Prügel beziehen.

Um die Leser zu beruhigen: Die Nazis tauchen nicht in allen zukünftigen Folgen auf. Ich versuche ihre Gegenwart so gering, wie nur möglich zu halten. Doch gilt es zumal aber auch einige dieser Charaktere ein wenig mehr oder weniger vorzustellen.

Es geht mir nicht darum die Ideologie und die Verbrechen dieser Zeit sowie den Krieg zu verherrlichen, sondern eher auf die Gefahr des Rechts- oder im Allgemeinen von jegliche Art und Form des Populismus hinzuweisen! Ganz besonders, wenn man die akutelle politische Entwicklung unter anderem auch in unserem eigenen Land, allmählich auch mit wachsender Sorge verfolgt.


Odyssee
Folge 4.11 “Razor, Teil 1 - Dynasty of Evil”

23. August 1937
Milchstraße
Erde
Europa, Deutsches Reich, Berlin
Reichskanzlei

Geduldig wartete, Doktor Wilhelm Brücke, ein SS-Sturmbannführer darauf, dass ihn sein Reichskanzler und Führer Adolf Hitler endlich einlassen würde. Auf dem kleinen Tisch neben ihm lag ein Stapel sorgfältig sortierter Akten, und auf dem Stuhl neben ihm hatte er außerdem noch seine Aktentasche mit weiteren wichtigen Unterlagen abgelegt.
Brücke hatte seit jüngsten Jahren unzählige Artefakte sowie Beweise in Form von Schriften, Fotos und anderen Fundstücken zusammengetragen.

Er war gerade in Gedanken versunken, da war der Moment gekommen und er wurde nach einer weiteren kurzen und letzten Sicherheitsüberprüfung in den Saal gelassen.
Die anschließende Unterredung dauerte nicht lange, denn Brücke hatte Hitler von seinem Vorhaben schnell überzeugen können, nämlich einige Expeditionen zu genehmigen, die zum Vorteil für die Nazis werden sollten.



10. Juni 1938
Milchstraße
Erde
Afrika, irgendwo in Ägypten

“Sturmbannführer Doktor Brücke am Apparat. Ich möchte unseren Reichskanzler und Führer sprechen… Ja, ich warte.”
“Hier Reichskanzler und Führer Hitler. Sprechen Sie, Brücke!”
“Ich habe einen eindeutigen Hinweis. Die Vorbereitungen laufen noch, aber ich bin mir sicher, dass es keinerlei Schwierigkeiten mit Professor Paul Langford, seiner Fräulein Tochter sowie seinen Mitarbeitern geben wird.”
“Sehr gut.”
“Jawohl. Ich melde mich.”
“Das will ich hoffen!”

Kurz darauf, war das Telefonat der beiden beendet. Wilhelm Brücke wandte sich seinen kleinen Trupp von Soldaten und seiner Kollegin zu, die ihm bei diesem Einsatz helfen und den Erfolg sichern sollten.



5 Wochen später
Milchstraße
Erde
Europa, Deutsches Reich
Obersalzberg

“Mein Führer.”
“Ich höre!”
“Sturmbannführer Doktor Brücke ist nach wie vor unauffindbar. Von allen Mitgliedern seines Einsatztrupps fehlt ebenfalls jegliche Spur.”
“Das ist inakzeptabel!”, schimpfte der oberste Anführer der Nazis.
Adolf Hitler atmete noch einmal tief durch, dann fragte er: “Und, was gibt es sonst noch für Neuigkeiten von den anderen Expeditionen?”

USA, Boston

Die Sicherheit hatte absoluten Vorrang für Professor Paul Langford, denn die Begegnung und das Interesse der Nationalsozialisten, in Gestalt von Doktor Brücke an seiner Entdeckung von Gizeh behagten ihn nicht. Seine Tochter Catherine und er selbst konnten sich nur noch an die Begegnung mit den Nazis im Lagerhaus in Ägypten erinnern. Doch alles andere war weg, gelöscht auf Abydos von Aset, die ihren Verrat hatte teuer bezahlen müssen.

Seine Erleichterung war groß gewesen als die Achilles, ein Frachtschiff, endlich mit der geheimnisvollen Fracht in Sichtweite des Hafens gekommen war. Sofort fiel den beiden Langfords das Loch in der Steuerbordseite des Schiffes auf. Exakt dort, wo sich das Artefakt befand.

Der Kapitän berichtete sofort von dem Vorfall mit unbekannten Besuchern, die versucht hätten sein Schiff und seine Besatzung zu entern, aber daran gescheitert seien.
Cameron Mitchell hatte sich voll im Griff, obwohl ihm bewusst war, wer die Langfords waren. Doch er durfte nichts sagen und auch nichts erfragen, denn er durfte den Lauf der Geschichte nicht beeinflussen. Er hatte seine Mission erfüllt, nämlich Ba’al daran zu hindern die Reise des Stargates in die USA, die Forschung daran und die Entstehung des Stargate-Centers zu verhindern und somit, dass die gesamte Milchstraße in die Hände der Goa‘uld geraten konnte.



31. Oktober 1943
Milchstraße
Erde
Asien, Himalaya

Der Weg, den das Expeditionsteam genommen hatte, war schon seit Stunden ohne einen ortskundigen Führer oder einen guten Ausrüstung nicht mehr wiederzufinden. Frisch gefallener Schnee hatte jegliche Markierungen und Spuren verschwinden lassen. Für alle Teilnehmer an diesem gewagten Unternehmen lief die Zeit davon einen geschützten Unterschlupf zu finden.
Der Schneefall wurde immer dichter und dichter als die vierzig Personen endlich eine Höhle erreicht hatten.

“Nicht! Nicht! Dieser Ort hier ist heilig! Heilig seit vielen Jahrtausenden. Bitte! Bitte, nicht weitergehen!”, forderte der tibetische Führer eindringlich. Doch vier der dreißig Nazis schoben ihn und die anderen Treiber einfach mit Waffengewalt grob zur Seite, denn eine Offizierin der SS, die sich eine schnelle Beförderung erhoffte, hatte einen merkwürdigen Lichtschimmer wahrgenommen, was sie natürlich dem Leiter dieser Expedition sofort gemeldet hatte.



11. Juni 1944
Milchstraße
Erde
Europa, Frankreich, Normandie

Mit einem bösen Grinsen ließ Victor Creed seinen Gegner von der deutschen Wehrmacht los, der ihn mit aufgerissenen Augen anstarrte, ehe er endgültig zusammenbrach. Erst danach hatte er seine mit den langen Krallen bewehrten Finger aus dem Brustkorb seines Gegenübers gerissen.
“Und diese Schwächlinge bezeichnen sich also als Herrenrasse, die die Welt beherrschen möchte, Jimmy. Sind hier noch irgendwo welche von denen versteckt?”
“Nein. Alles ruhig. Ich denke, dies da war erst einmal der Letzte von diesen Spinnern”, lautete die Antwort seines Bruders, der sich eine neue Zigarre angezündet und auf einem abgesprengten Betonbrocken niedergelassen hatte.
“Was meinst Du, kommen wir bis nach Berlin?”
“Wir kommen dahin, wohin uns unsere Vorgesetzten schicken werden. Also mach dieses Mal nichts Unüberlegtes, Victor. Denn dieser Colonel hat uns schon seit einiger Zeit auf dem Kicker”, mahnte James Howlett, dessen Blick schon Richtung Strand gewandert war.

Dort unten am Strand kamen immer mehr Material und Truppen an, denn der benötigte Brückenkopf der Alliierten war nach tagelangen Kämpfen unter hohen Verlusten gefestigt worden.

Über den Köpfen aller Soldaten patrouillierten pausenlos Jagdmaschinen. Eine davon wurde von Cameron Mitchell geflogen, der das Geschwader anführte.

“He! Ihr zwei dort oben am Geschützbunker, packt gefälligst hier unten am Strand mit an! Wir sind hier nicht im Urlaub! Wenn ihr beiden so weitermacht, werde ich euch bald voneinander trennen!”, rief ein Colonel der US-Marines aufgebracht.
“Ich glaube, wir zwei sind gemeint”, brummte Victor verdrießlich.



27. April 1945
Milchstraße
Erde
Europa, Deutsches Reich, Berlin
Führerbunker unterhalb der Reichskanzlei, Quartier von Hitler

“Sorgen Sie persönlich dafür!”, verlangte Adolf Hitler, dessen Hände stark zitterten, von einem seiner letzten loyalen Soldaten eindringlich.
“Sie selber und ihr Stab könnten immer noch von hier fliehen, mein Führer. Die Kolonie würde ihre Führung brauchen.”
“Nein. Die Gefahr ist zu groß, dass ich den Roten in die Hände fallen könnte - daher steht mein Entschluss fest! Haben Sie das verstanden?”
“Jawohl, mein Führer.”
“Dann führen Sie meine Befehle und Ausweisungen ganz genauso aus, also gehen Sie jetzt endlich! Los!”



09. Juni 1945
Milchstraße
Erde
Antarktis

Noch einmal sah sich der Kommandant des abgebauten Stützpunktes in der eisigen Grotte um, bevor auch er den Schritt wagen würde. Es sah wieder alles in etwa so aus, wie man es vor etwa sieben Jahren vorgefunden hatte.
“Wir können aufbrechen, Herr Oberst-Gruppenführer. Die gesamte Flotte ist bereits zum Mars gestartet, angeführt von Shamballa, welches exakt vor fünf Stunden im Himalaya losgeflogen ist und im Orbit der Erde gewartet hatte. Der Wille und der Traum unseres Führers werden also weiterleben.”
“O ja. Zunächst in unseren beiden vorerst getrennten Kolonien. Eine ist die Flotte und die andere gedeiht bereits auf einen fernen Planeten, der von der Raumschiffflotte in einigen Monaten erreicht werden wird. Bis wir dann stark genug geworden sind und uns eines Tages an unseren Feinden rächen werden, denn wir werden hierher zurückkehren. Doch dafür müssen wir uns gut vorbereiten. Also gehen wir!”

Ungefähr eine Minute später erlosch das blaue Schimmern in der eisigen Höhle, und die Dunkelheit der Polarnacht am Südpol kehrte wieder zurück.



02. August 1953
Milchstraße
Erdabgewandte Seite vom Mond

“Es wird hier so langsam heikel für uns”, stellte der Kommandeur fest, “denn sie befördern immer mehr Satelliten in den Orbit der Erde. Und wenn es wahr ist, was unsere kleine Abhörstation aufgefangen hat, haben nicht nur diese Roten, sondern auch die Kapitalisten der USA vor, in den nächsten Jahren, wirklich hier auf dem Mond zu gelangen.”
“Sie werden wohl anordnen, dass wir uns strategisch zurückziehen werden und diese Basis hier ohne Spuren abbauen sollen.”
“Korrekt. Desto eher, umso besser. Erst ziehen wir uns auf unseren kleinen Stützpunkt auf dem Mars zurück, von wo aus wir dann aber sofort aufbrechen werden, wenn wir dort alles demontiert haben, um uns mit der anderen Kolonie wieder zu vereinen.”



04. Juni 1960
Grenzregion Milchstraße / Große Magellansche Wolke

Wieder einmal war der Standort der Basis verlagert worden, weil sich die Bedingungen rapide verschlechtert hatten. Dies bedeutete aber auch, dass die gesamte Kolonie umgesiedelt werden musste. Man hatte beschlossen zu warten, bis auch schließlich endlich auch die letzten Nachrückenden vom Mars angekommen waren.
Doch es sollte das einzige und auch letzte Mal sein, dass es dazu kommen sollte, denn der neu entdeckte Planet war der Erde sehr ähnlich. Das einzige was dieser Welt fehlte war das altertümliche Portal, ein Sternentor. Noch.
Denn man hatte sich entschieden einfach eines von einer anderen Welt mitzunehmen, mit dem Ziel es sehr genau zu erforschen, da man es für finstere Ziele nutzen wollte.

Während der Ausführung eines Manövers kam es zu einem Unfall, bei welchen der amtierende Führer der Nazis ums Leben kam, was die Folge hatte, dass Karl Magnus Hitler der neue Führer wurde. Einige hohe Offiziere hatten sofort die Vermutung, dass es ein geplanter Anschlag von ihm gewesen war, um endlich selber an die Macht zu kommen. Doch keiner wagte es, etwas gegen ihn zu unternehmen.

Shamballa

Auf der Kommandobrücke eines Stadtraumschiffes der Antiker vergewisserte sich der neue Führer der Nazis, dass sich die komplette Flotte versammelt hatte. Diese bestand aus einigen Al’kesh, die man für geleistete Dienste von einem Goa’uld-Lord erhalten hatte und einigen selbst entwickelten Raumschiffe, die nicht Überlichtfähig waren. Die Beziehung zu dieser Goa’uld-Dynastie war in Gefahr geraten, weil jene von einem kriegerischen Goa’uld angegriffen worden ist. Dieser war nicht geringeres als Heru’ur, der einmal mehr auf Eroberung ausgewesen war.

Shamballa hatte etwa ein Drittel der Größe von Atlantis, wurde aber auch von drei ZPM’ als Energiequelle versorgt, die sich bereits in Tibet in einem heiligen Schrein befunden hatten. Die dort ansässigen Mönche, die Wache gehalten hatten, hatte man gefoltert bis sie alles erzählt hatten, was die Nazi-Wissenschaftler wissen wollten.

“Wir sind bereit zum Abflug. Alle Maschinen befinden sich auf ihrer zugewiesenen Position”, hatte einer der Offiziere auf der Brücke gemeldet.
Kurz darauf kam auch schon der Befehl des amtierenden Führers die zugewiesenen Koordinaten anzusteuern.



Neun Tage später
Grenzregion Milchstraße / Große Magellansche Wolke
Shamballa
Zielplanet

Die Reise war vorüber und alle Raumschiffe waren auf einer großen Insel in einem See gelandet, der sich auf einem nördlichen Kontinent in der gemäßigten Klimazone des neuen Heimatplaneten befand. Dass diese gesamte Welt, wie auch die letzte, bereits von mehreren Menschen besiedelt war, störte die Nazis nicht, denn sie hatten somit billige Arbeitskräfte.

Shamballa lag seit der Landung auf den neuen Planeten schwimmend mitten im See. Dort hatten die Nationalsozialisten und auch deren Anführer ihr Hauptquartier.

Immer wieder sah Karl Magnus Hitler, der Sohn aus der Beziehung von Adolf Hitler und Eva Braun, auf die Pläne, die ihm einer der Berater seines Offiziersstabes auf dem Schreibtisch gelegt hatte.

Die Zeit drängte, denn die Bevölkerung war groß geworden und musste sicher untergebracht werden. Natürlich in einer großen Stadt. Zum Glück lagen dafür die Pläne vor, die schon einige Jahrzehnte alt waren. Und würde auch Shamballa mit der Zeit zu klein werden, sobald die Bevölkerung schnell weiter ansteigen würde.

“Es handelt sich um eine ideale Stelle für unsere Hauptstadt, mein Führer. Der Untergrund ist fest genug, um die gewaltigen Bauwerke zu tragen und das nahegelegene Gebirge eignet sich für eine weitläufige unterirdische Bunkeranlage. Hier sind auch die aktuellsten Zahlen unserer Bevölkerung, mein Führer.”
“Ah, ja. Ich habe einen passenden Namen für unseren neuen Planeten: Thule!“
“Ein guter Name, mein Führer.“
“Ja. Da haben wir es ja, … Hm. Es müssten mehr sein. Holen Sie mir daher einen der Doktoren für Rassenkunde, der muss sich darum kümmern, damit unsere Bevölkerung etwas schneller wächst! Und ganz wichtig, bei den bevorstehenden Annexionen auf dieser Welt prüfen, ob sich unser und auch der edlen japanischen Rasse naheliegende Kinder finden! Diese sind ihren biologischen Eltern zu trennen, damit sie im Sinne unserer Ideologie erzogen werden können! Dabei ist darauf auch zu achten, dass diese Kinder nicht älter als 2 Jahre sind!”
“Was soll mit den Eltern und den anderen geschehen, mein Führer?”
“Die kommen allesamt in die Arbeitslager und wer Widerstand leistet wird liquidiert! Richten sie meinen Freund General Ito aus, dass ich ihn zum Abendessen erwarte! Jetzt dürfen Sie wegtreten!”, wies Hitler an, der seinen Berater noch kurz hinterher sah. Als dieser sein Büro verlassen hatte, war er zum Fenster gegangen und hatte lange herausgeschaut. Schon bald, das wusste er, würde hier, rings um die legendäre Stadt Shamballa, die auch unter den Namen Shangri-La bekannt war, die langersehnte Hauptstadt des Nazi-Imperiums, Germania, entstehen.

Er selbst kannte nur die Berichte, alte Video- und Bilderaufnahmen, die die Entdeckung dieses Ortes durch eine Expedition in den verschneiten und vereisten Bergen des Himalayas dokumentiert hatten. Sie war lange Zeit ein Refugium von einigen Personen gewesen, welches umgeben von Schnee und Eis war und unter einer dichten Wolkendecke dem Blicken von der Luft aus verborgen war. Jetzt diente sie ihm und seinen Anhängern als Kommando-Basis. Ihn ärgerte es, dass es seine Wissenschaftler bislang noch nicht geschafft hatten mehr zu entschlüsseln, darunter weshalb nicht jeder dazu in der Lage war die Gerätschaften oder Maschinen zu bedienen. Dies schloss auch ein die Stadt durchs Weltall reisen zu lassen, die Schutz- und Waffensysteme zu kontrollieren.

‘Und irgendwann eines Tages werden wir zur Erde zurückkehren’, dachte er lächelnd, während sich eine Tür öffnete und seine Ehefrau, die mit einen süßem Lächeln im Gesicht mit ihren kleinem Baby, ihren Sohn Arminius, auf dem Arm auf ihn zukam. Langsam ging er, ebenfalls mit einem Lächeln auf die beiden zu.

Eine neue Dynastie, deren Fortbestand somit fürs erste gesichert war, würde schon sehr bald entstehen. Diese sollte nach dem Willen der Nazis nicht nur über diesen Planeten und die Erde herrschen, nein, über viele Welten würde diese Dynastie regieren. Eine Dynastie, die aber in den Augen aller Menschen, die für die Freiheit und das Gute kämpften, als eine Dynastie des Bösen bekannt werden würde.

Odyssee
Folge 4.12 “Razor, Teil 2 - Life Paths”

Weihnachten 1969
Milchstraße
Erde, Nordamerika
USA, Colorado Springs

Lange musste George Hammond wieder einmal über die Begegnung mit den vier fremden nachdenken. Fremde Personen, die er nicht nur eines Tages kennenlernen, sondern sogar anführen würde.
Er hatte sich alle vier Namen jener Besucher notiert, die er sorgfältig in einer Schublade seines Schreibtisches verwahrte. Besonders das Schuldenkonto von Jack O’Neill musste er genau führen, denn das Geld wollte dieser ihm ja zurückzahlen. Darunter war auch ein Name, den er irgendwoher kannte und dessen Gedanke an jenen ihn nicht mehr losließ.
“Samantha Carter. So heißt doch auch die kleine Tochter meines Freundes Jacob”, murmelte er leise und erkannte schließlich zu seiner Verblüffung, dass jene Ähnlichkeiten mit dessen Frau hatte.



23. Mai 1973
Milchstraße
Erde, Nordamerika
USA, Minnesota

Zufriedener konnte der junge Mann nicht sein, denn MacGyver hatte es tatsächlich geschafft den kniffligen Hinderniswettbewerb zu gewinnen. Doch er wusste aber auch, dass das Physikstudium bald zu Ende sein würde, genauso wie der Griechischkurs.
Julian Ryman klopfte ihm anerkennend auf die Schultern: “Schade. Wirklich schade, dass Sie andere Pläne haben. Aber ich wünsche Ihnen alles erdenkliche Gute! Und noch etwas, wäre schön wenn wir in Kontakt bleiben könnten. Ich schätze sie wirklich sehr, MacGyver.”



19. Dezember 1980
Andromeda-Galaxie
Cyrannus-System, Caprica

Wieder ein Zivilist zu sein störte den jungen William “Husker” Adama noch nicht, denn für ihn war es wichtiger, dass der Krieg zu Ende war. Es war zwar nur ein Waffenstillstand mit den Zylonen, die sich gegen ihre Herren aufgelehnt hatten vereinbart worden, doch die Menschen in allen Kolonien hatten sprichwörtlich die Hölle erlebt und waren froh über das Ende der Kampfhandlungen.
Für Adama war aber eines klar, er wollte weiterhin fliegen und zwar im Weltraum. Er mochte einfach den Anblick in diese Unendlichkeit, die fernen Sterne, Gasnebel und Galaxien zu sehen. Das einzige was ihm nicht gefiel, dass die Admiralität auf Picon seine Aussage über die von ihm gemachten Entdeckungen nicht ernst zu nehmen schien.

Doch für ihn war es seit seiner Ausmusterung eh wichtiger, schnell eine Arbeit zu finden.



07. Februar 1997
Milchstraße
Chulak

Wieder einmal war Teal’c mit seinem Gebieter und Gott Apophis von einem Fischzug, der den Raub von Sklaven von fremden und anderen Planeten beinhaltete, heimgekehrt. Darunter war auch eine bislang unbekannte Welt, die sie überfallen hatte. Dabei war etwas passiert, was schier unmöglich war. Er war zusammen mit seinem Gott Apophis sowie seinen Kameraden auf so heftigen Widerstand gestoßen, dass zwei Jaffa-Krieger in einem heftigen kurzen Feuergefecht getötet und einige verwundet worden waren.

Er beschloss davon seinem Lehrmeister, Vorgänger als Primus des Apophis und einst großen Jaffa-Krieger Bra’tac zu berichten.

“Hm. Offenbar gibt es dort draußen Völker, die den Goa’uld Widerstand leisten könnten. Und ihr habt eine Frau von ihnen entführt?”
“Ja. Sie gehörte zu ihren Truppen.”
“Interessant. Was allerdings nicht ungewöhnlich ist, dass Frauen an der Seite von Männern in die Schlacht ziehen um die Truppenstärke und Schlagkraft zu erhöhen. Auch scheint dieser unbekannte Ort eine Festung zu sein. Vielleicht kehren wir dahin zurück, um ihn zu erobern”, murmelte Bra’tac.
“Am Ende, wir hatten das Cha’apa’ai wieder aktiviert, erschien offenbar auch noch ihr Anführer. Er gab den Befehl sofort das Feuer einzustellen, danach sah er sofort unseren Herrn Apophis ganz konzentriert an”, gab Teal’c letztendlich zudem noch preis.



etwa 2 Wochen später
Milchstraße
Erde, Nordamerika
USA, SGC

Für Major General George Hammond war es ein bewegender Anblick als er Colonel Jack O’Neill, Captain Samantha Carter, Doktor Daniel Jackson und auch den Jaffa Teal’c auf der Rampe vor dem Stargate stehen sah. Der Befehlshaber der Basis wusste, dass er sich nichts anmerken lassen durfte, da er ja alle bereits kannte. Er musste warten bis zu dem Tag, wo es zu diesen Ereignis kommen würde. Dies war ihm bewusst, damit er nicht den Ablauf der Geschichte änderte, dann würde er sie alle einweihen und über dieses Erlebnis aus seiner Vergangenheit aufklären. Eher allerdings nicht. Er schmunzelte leicht, als SG-1 zur ersten gemeinsamen Mission das Sternentor durchschritt.



10.10.2005
Milchstraße
Erde, Nordamerika
USA, Maryland, Annapolis

Es war ein sonniger Herbsttag an dem Cassandra Fraiser ihren Dienst an der Akademie der US Navy antrat. Obwohl sie einige Vorlesungen an der US Air Force Akademie in Colorado Springs besucht hatte, hatte sie sich zum Erstaunen aller ihrer Freunde, die ihr viel mehr die Familie geworden waren überrascht, da sie sich für den Eintritt in die Navy entschieden hatte.
Sie konnte von ihrem Platz aus ganz gut Lieutenant Colonel Samantha Carter, Doktor Daniel Jackson, Teal’c, Lieutenant General George Hammond mit seinen beiden Enkelinnen sowie Major General Jack O’Neill sehen.

Nachdem die Zeremonie zu Ende war, trat sie in den Kreis ,,ihrer’’ Familie.
“Ich hoffe ihr verzeiht mir meine Entscheidung zur Navy zu gehen.”
“Ist schon in Ordnung, Cassie”, nickte Sam, “es ist immerhin dein Leben und deine Entscheidung das beste daraus zu machen.”
“Korrekt. Doktor Fraiser wäre sehr stolz auf dich sowie dein ganzes Volk.”
Daniel konnte dies nur bestätigen, der dem Jaffa zustimmte und sich dafür aussprach ihr alles zu ermöglichen, wenn sie damit einverstanden war.
“Ich weiß nicht was mehr strahlt, das Weiß der Uniform oder die junge Frau hier vor uns”, stellte Hammond, der Leiter des Homeworld Command fest, der seinerseits Jackson beipflichtete sich dafür einzusetzen.
Dann beschlossen alle Jack zu folgen, der eine kleine Party für Cassandra, zusammen mit Sam vorbereitet hatte.



04.10.2006
Milchstraße
Ori-Flotte
Adria’ Flaggschiff

Die Orici genoss die Ruhe, die sie mit Daniel Jackson hatte. Sie hatte einen Plan gefasst, nämlich etwas zu begründen, was ihr zum Vorteil gereichen sollte. Doch Adria war auch bewusst, dass sie vorsichtig sein musste, weswegen sie nur wenige sehr loyale Anhänger eingeweiht hatte.
Arglos hatte Daniel, der ohne, dass es die Orici wusste von Merlins Geist bewohnt war, hatte seinen Becher ausgeleert und kurz darauf in einen tiefen Schlaf gesunken. Aber man hatte etwas hinzugefügt, nämlich eine Droge. So gab sich Daniel Adria willenlos hin. Es dauerte einige Stunden und Adria war zufrieden, denn sie spürte in sich mit voller Freude, dass es geglückt war. Sie hatte zumindest ein Kind empfangen, so hoffte sie.
Ob dies wirklich der Fall würde sich erst in einigen Tagen zeigen. Sanft küsste sie ihren wertvollen schlafenden Gast noch einmal kurz auf die linke Wange, dann verschwand sie in ihr eigenes Quartier.



einige Wochen später
Sternbild Andromeda
Ori-Raumschiff

Einige Lichtjahre vor dem eigentlichen Ziel ihrer langen Reise, verließ auf Befehl des Priors Eremitias das Raumschiff der Ori den Hyperraum.
Aus dem Cockpitfenster konnte man das erkennen, was die Menschen auf der Erde als Messier 110 oder als NGC beziehungsweise auch unter der Bezeichnung Andro-Alpha-Galaxie bekannt war.
“Wir werden nun ein wenig in der Zeit zurückreisen, dann sind die Bedingungen bei unserer Ankunft auf dem Zielplaneten noch günstiger”, erklärte Eremitias, dessen Stab kurz darauf schon aufleuchtete.

Es dauerte einige Minuten an. Als es geschehen war, nämlich das komplette Schiff von einem hellen Licht umschlossen gewesen war, prüfte Hauptmann Silon die Instrumente.
Wieder vergingen mehrere Minuten bis er verkündete: “Wir haben uns etwa 5 Jahre in der Zeit in die Vergangenheit bewegt.”
“Gut. Nun können wir unseren Flug im Hyperraum fortsetzen!”, entschied der Prior.



12.12.2009
Milchstraße
Mars, Atlantis

Monatelang hatte sich die verschollene und von der Atlantis-Expedition wiederentdeckte Stadt der Antiker auf dem Mars befunden, nachdem man mit Mühe einige ZPM’ hatte auftreiben können. Das war auch dringend notwendig, denn nach der Schlacht um die Erde gegen das verbesserte Basisschiff der Wraith hatte man Atlantis notgedrungen in der Bucht von San Francisco gelandet. Dadurch tauchte wieder ein altbekanntes Dilemma auf. Nämlich um das dauerhafte Problem mit der Energieversorgung von Atlantis zu lösen, hatten sich McKay und weitere Spezialisten zusammengesetzt um einen Weg zu finden entleerte ZPM’ eventuell doch wieder aufzuladen. Es war eines der vielen Projekte an welchen der Kanadier arbeitete, denn parallel dazu arbeitete er daran, selber eine Flotte von Puddle Jumpern zu entwickeln.

Zeitgleich wurde das Projekt gestartet, den Mars zu terraformieren, und ihn dadurch endlich vor allem für die Menschheit bewohnbar zu machen.


Erde, Nordamerika
USA, Cheyenne Mountain, SGC

Zufrieden war General O’Neill darüber, dass es dank dem Geschick von SG-1 und der Crew von Brigadier General Carter gelungen war den Kontrollstuhl von Praclarush Taonas einigermaßen unversehrt, trotz der dort herrschenden Bedingungen, zu bergen. Auch einige Trümmerteile des Kontrollstuhles, der durch die Wraith auf der teils zerstörten Area51-Basis, konnten bei der Reparatur von Nutzen sein.

Somit war die Erde endlich wieder ein wenig besser gegen gefährliche Angriffe aus dem All gewappnet.

Jack schaute auf einen der vielen Zettel auf seinem Schreibtisch, welcher ihm verriet das Atlantis in genau einem Tag zurück in die Pegasus-Galaxie aufbrechen würde. Und wie er Richard Woolsey kannte, würde dieser Termin pünktlich eingehalten werden.



30.09.2010
Milchstraße
Erde, Nordamerika
USA, Maryland, Annapolis

Die Jahre des Lernens, Studierens und Trainierens waren für Cassandra Fraiser vorüber, die sich mit den anderen Absolventen auf dem großen Platz zur großen Feier versammelt hatte.

“Ensign Cassandra Fraiser, Herzlichen Glückwunsch”, sagte Sam, die dann Cassie auch schon liebevoll umarmte. Auch die anderen Freunde, die sie seit Jahren kannte seitdem sie damals auf die Erde gekommen war, vermittelten der jungen Offizierin ihre Wünsche.
“Und, wo ist die erste Dienststelle, Cassie?”, erkundigte sich Jack.
“Ich werde erst einmal meinen Dienst auf der U.S.S. Carl Vinson antreten”, lautete die Antwort von Ensign Fraiser, “doch werde ich nebenbei noch ein Fernstudium betreiben, denn es gibt noch einige Gebiete, die mich sehr interessieren.”



02. Oktober 2010
Milchstraße
Erde, Europa
Deutschland, Hamburg

Nicht nur die beiden Freundinnen strahlten, sondern auch alle anderen frischgebackenen Polizeimeister und Polizeimeisterinnen. Aber die beiden jungen Polizeimeisterinnen Jeanne Nicole Schneider und Jasmin Nadine Ataya, die beide nebeneinander standen, schienen um die Wette zu strahlen. Alle hatten nämlich endlich vor wenigen Minuten gemeinsam ihre Schlaufen an den Schultern tauschen dürfen, nachdem sie ihre Urkunden erhalten hatten.

Lächelnd tippte Jeanne dabei auf ihre linke Schulter ihres dunkelblauen Uniformhemdes, wo jetzt zwei blaue Sterne eingestickt waren, wobei sie in der versammelten anwesenden Menge von Gästen direkt in meine Richtung schaute. Wir waren seit etwa dreieinhalb Jahren befreundet. Kennengelernt hatten wir drei uns damals im Süden von Berlin, als wir gleichzeitig eine Ausstellung von Luft- und Raumfahrttechnik besucht hatten.

Die Beziehung zu Jeanne war über die wenigen Jahre immer intensiver geworden, was sich zunächst in einer schönen Fernbeziehung gesteigert hatte. Auch die Gespräche um eine gemeinsame Zukunft in Hamburg beziehungsweise in der unmittelbaren Umgebung wurden schon seit Tagen immer häufiger. Obwohl sich dies als sehr herausfordernd für mich sein würde, denn ich musste mir eine neue Arbeit in einer anderen Region des Landes suchen und zeitgleich mit Jeanne nach einer gemeinsamen Wohnung, wollte ich diese Kraftanstrengung angehen.
Ich seufzte leise als die Feierlichkeiten dem Ende zugingen, während ich langsam auf Jeanne und Jasmin zuging.

Endlich konnte ich den beiden persönlich zu ihrer Ernennung und Übernahme in den aktiven Polizeivollzugsdienst gratulieren. Zunächst folgte allerdings zuerst eine kurze Umarmung für Jasmin, was dazu führte das Jeanne geschauspielert: “Was denn jetzt los?”, von sich gab.
Erst danach folgte eine lange mit meiner wirklichen Freundin, die mich nicht mehr loslassen wollte. Doch hatte sie keine Wahl, weil sich ihre Klasse auf Weisung ihres Vorgesetzten und Klassenlehrers noch einmal für ein abschließendes Foto aufstellen sollte.



05. Juni 2012
Große Magellansche Wolke
Thule, Nazi-Territorium
Hauptstadt Germania

Die errichtete Hauptstadt, war in den letzten Jahrzehnten, seit ihrer Gründung in den sechziger Jahren so gut wie fertig gebaut worden. Die Bevölkerungszahl war durch die Gewissenlosigkeit der Nazis, wie etwa durch zahlreiche Entführungen und Wegnahmen von Kindern bis zum zweiten Lebensjahr von anderen Völkern des Planeten, stark erhöht worden. Allein in der Hauptstadt lebten mittlerweile fast 90.000 Menschen.

Stolz schritt eine junge Frau, Barbara Hitler, in Formation mit ihren Jahrgang in ihrer schwarzen Uniform auf den großen Paradeplatz, denn endlich hatte sie es geschafft und war eine Offizierin der SS geworden.

Doch für einige der, von den Nazis, unterdrückten Menschen, war es wie jedes Jahr ein unschönes Schauspiel, welches sie miterleben mussten, denn einer der Gefangenen hauchte seinem Zellengenossen kaum vernehmbar: “Diese schwarzen Horden, die Armeen der Finsternis sind mal wieder aufmarschiert…”, zu.
Der andere Mann nickte, der lange mit seinem Volk, welches gegen die Besatzung und Gewaltherrschaft der Nazis gekämpft hatte, und brummte: “Für wahr. Aber ich habe Hoffnung, denn das Orakel meines Dorfes hat von Licht am Horizont und dem Ende dieser Verbrecher gesprochen…”

Der Führer der Nazis hielt eine lange Rede und forderte von allen Neuvereidigten absoluten sowie ewigen Gehorsam und Treue von jenen für sich ein, bevor er mit lauter Stimme eine Naziparole rief, wobei er den rechten Arm zum Nazigruß nach oben riss.
Sofort antworteten die neuen SS-Offiziere und -Soldaten sowie alle anderen Anwesenden gleichzeitig laut im Chor ebenfalls mit einer Naziparole, wobei auch sie allesamt, wie ihnen von ihren fanatischen Ausbildern seit der jüngsten Kindheit eingetrichtert worden war, ebenfalls ihre rechten Arme zum Hitler-Gruß nach oben rissen.

Wohlwollend schaute der Führer in die anwesende Menge, denn er brauchte nicht nur fähige Offiziere, sondern auch Soldaten, die ihm dabei helfen sollten in den nächsten Jahren die benachbarten und nächstgelegenen Kontinente komplett zu erobern und zu kontrollieren.



09. Januar 2015
Entfernte Galaxie
Destiny

Wie er es einprogrammiert hatte, war Eli Wallace einen Tag vor allen anderen aus dem Tiefschlaf geweckt worden und aus der Stasiskammer gestiegen, und zwar nachdem die Destiny in einem Stern ihre Energiereserven hatte endlich aufladen konnte. Dabei sah es lange nicht gut für den Studienabbrecher aus, da es ihm erst einen halben Tag vor dem Ablauf der Frist gelungen war, die letzte Kapsel in Gang zu setzen.

Er ließ nach und nach die Destiny bei einer in der Umgebung der Stasiskammersektion stehenden Konsole aus ihrem Schlummer erwachen. Sein nächster Gang führte auf die Brücke des alten Antikerschiffes.



03. Oktober 2016
Milchstraße
Erde, Europa, 
Deutschland, Hamburg

Der alte Holger staunte nicht schlecht, als Jeanne, Jasmin und ich zusammen im frühen Morgengrauen in das Polizeikommissariat gekommen waren.
“Da soll mich doch der Klabautermann holen! Willkommen daheim, Jonathan… geht in den Aufenthaltsraum, ich komme gleich nach. Jan, kannst du mal meinen Platz übernehmen?”

“Das ist ja alles gut und schön die Verantwortlichen einsperren zu wollen”, murmelte ich, “doch war ich ein wenig schneller…”
“Wie meinst du das, Schatz?”
“Ich erinnere mich an nur ganz viel Blut, fruchtbare Schreie und nie enden wollenden Schmerz. Aber auch an Schüsse und Explosionen. Schatten, die versuchen vor mir zu fliehen…”
“Oh man. Kann mal jemand nachschauen, ob bei Interpol was vorliegt?”
“Mach’ ich sofort, Jeanne”, antwortete Jasmin, die sich sofort an den Dienstrechner setzte und begann auf der Tastatur zu tippen.

Nach einigen Minuten erklärte sie dann aber: “Negativ. Nichts drin. Damit war es eindeutig illegal, was da gemacht wurde.”
“Gut. Sonst hätte jemand von euch Jonathan verhaften müssen”, seufzte meine Ehefrau erleichtert auf, “denn ich hätte das nicht gemacht. Bin ja schwanger, falls ihr es vergessen habt.”
“Aber ihm hinterher rennen…”
“Ist ja gut Jassi, ja. Das war das normale Jagdfieber auf den Flüchtigen”, wiegelte Jeanne postwendend ab.

“Dann mal ab nach Hause”, gähnte Holger, der auf die Uhr sah und erkannte, dass die Ablösung bereits da war und er und seine Schicht somit schon seit etwa zwei Stunden Dienstschluss hatten.



04. Dezember 2016
Milchstraße
Erde, Europa
Deutschland, Hamburg

Es war ein schöner Tag gewesen, denn es hatte mal seit langen Jahren mal wieder ein wenig geschneit. Jeanne war seit einigen Wochen schon vom Dienst befreit gewesen, da sie hochschwanger war. Ich hatte immer wieder fruchtbare Albträume, weswegen ich Hilfe von Professor Xavier und Jean Grey sowie Logan gesucht hatte.

Jetzt stand etwas anderes bevor, nämlich eine Geburt. Doch, dass es am Ende zwei waren, war eine totale Überraschung, weil Jeanne nichts verlauten hatte lassen, sondern immer nur gesagt hatte: “Alles in Ordnung hier drin!”
Auch meine angebotene Anwesenheit bei der Geburt hatte sie verweigert, die einzige Person, die sie dabei sein ließ, war neben dem medizinischen Personal ihre beste Freundin Jasmin. Weswegen ich die Gelegenheit nutzte und schnell einen Blumenladen aufgesucht hatte.

Als ich wieder die Entbindungsstation betreten hatte, erwartete mich eine strahlende Mutter von Zwillingen. Wie vom Donner gerührt stand ich wohl einige Minuten da.
Jasmin gab mir schließlich einen sanften Ellbogenstoß in die Seite und flüsterte: “Alle wohl auf, sagt die Frau Doktor.”
“Hallo… ich glaube ich muss noch mal… und…”, stammelte ich verlegen.
“Nein. Das ist wirklich sehr lieb von dir, Liebling. Das Blumengesteck sieht wirklich toll aus”, beruhigte Jeanne mich lächelnd.

“Das ist ja eine Überraschung. Zwillinge.”
“Ja. Weißt du noch, ich darf die Namen auswählen der ersten Geburt auswählen?”
“Nein. Ich leide unter Amnesie”, versuchte ich zu erklären.
Doch eine grinsende Jasmin grätschte dazwischen: “Äh. Jeanne sagt die Wahrheit, ich habe eine Aufzeichnung von der Vereinbarung.”
“Puh. Also, wenn haben wir denn hier?”
“Das ist unsere Tochter: Michelle, und das hier ist unser Sohn: Niklas.”
“Damit kann ich leben. Das sind sehr schöne Namen. Wirklich.”
“So. Ganz vorsichtig halten ja!”, mahnte die Mutter mich, die mir zuerst Niklas anvertraute. Aber nur kurz, bevor sie mir ihn dann wieder durch Jasmin abnehmen ließ und Michelle behutsam in die Arme legte.

“So. Ich bleibe zur Beobachtung etwa eine Woche noch hier. Ist nämlich wirklich toll Privatpatientin und aus dem öffentlichen Dienst zu sein. Jassi, was tippst du da rum?”
“Ö, wie soll ich es sagen, musste den Kollegen mitteilen was los ist…”
“Du hast doch nicht etwa…?”
“Ich gestehe… ja, ich habe vom freudigen Ereignis Kunde getan.”
“Wird wohl noch mächtig Besuch kommen, aber erst morgen hoffentlich.”
“Ja, darum habe ich in der Nachricht gebeten. Nur unser Chef Holger und Jan unser Dienstgruppenleiter werden heute noch bei dir hier vorbeikommen, wenn sie es schaffen sollten.”



05. Dezember 2016
Milchstraße
Erde, Europa
Deutschland, Hamburg

Seit dem Beginn der Besuchszeit des Krankenhauses herrschte ein Kommen und Gehen in diversen Zimmern,  auch in dem von Jeanne Nicole Schneider, die zuallererst Besuch von ihrem Chef des Polizeikommissariats in Begleitung von Holger und Jan bekam, die ihr einen dicken Blumenstrauß und ein Buch überreicht hatten.
“Ich hoffe, dass die beiden zu uns zur Hamburger Polizei kommen”, sagte Holger, der die Zwillinge in Augenschein nahm und bemerkte: “die haben jeweils von euch beiden etwas.”
Ihr Chef stimmte dem zu: “Oh ja. Das Gesicht von Michelle ist ganz das von ihrer Mutter. Anders als bei Niklas, dort scheint es gemischt zu sein. Leider haben die beiden keine große Lust uns anzusehen…”
“Ach ja, soll ich die beiden beim HSV als Mitglieder anmelden?”
“Tue das besser nicht, Jan. Denn Jonathan hat keine Lust sie eines Tages ins Stadion zu begleiten.”
“Spielt er nicht noch?”
“Nein. Ist zu gefährlich, meinte er. Was ich auch verstehen kann bei seinen Kräften und Fähigkeiten”, erklärte Jeanne.

Odyssee
Folge 4.13 “Razor, Teil 3 - Ambushes”

29. Juni 2017
Milchstraße
Erde, Nordamerika, USA
SGC, Besprechungsraum

“Es ist leider wahr, Sir. Laut unseren Verbündeten zieht die Luzianische Allianz offenbar ihre gesamten Streitkräfte zusammen.”
“Das hört sich gar nicht gut an, Mitchell. Entweder sind die Jaffa das Ziel oder wir. Wobei ich eher vermute, dass wir als Ziel ausgesucht worden sind. Denn unser Konflikt mit der Luzianischen Allianz ist nach wie vor da. Walter! Ich brauche sofort eine sichere Leitung zu General O’Neill im Homeworld Command - und zwar schnell!”

Schon eine knappe Stunde darauf waren der Leiter des Homeworld Command, die wichtigsten Mitglieder des Komitees des IOA und auch der Vereinten Nationen, dank der Beamtechnologie im Cheyenne Mountain erschienen.

Die Besorgnis im Gesicht von Hank Landry hatte Jack O’Neill sofort verraten, dass es keine bloße vage Vermutung wahr. Auch die gesammelten Beweise verhießen nichts Gutes. Auch die anschließende Debatte ging immer mehr in Richtung höchste Alarmstufe.

“Also gut, wir müssen Vorkehrungen treffen! Alle anwesenden Teams auf dem Mars, der sich in der abschließenden Phase der Umwandlung zu einem bewohnbaren Planeten befindet, müssen sich in die Schutzbunker zurückziehen! Wir versetzen unsere gesamten Streitkräfte in erhöhte Alarmbereitschaft und parallel dazu wird sich das IOA weiterhin um Diplomatie bemühen! Sollten die Kontaktaufnahmen zur Allianz scheitern, ist es ein klares Signal!”, seufzte General O’Neill, der dem Vorschlag des anwesenden Vertreters des IOA zustimmte.
“Ich werde das Team der Diplomaten des Komitees sofort zu den bekannten Koordinaten schicken, wo wir die Luzianische Allianz mit Sicherheit schnell kontaktieren können”, entschied der anwesende IOA-Vertreter.



04. Juli 2017
Milchstraße
Erde, Nordamerika, USA
SGC, Torraum

“Immer noch keine Antwort vom Diplomaten-Team des IOA, General Landry”, verkündete Walter müde.
“Das muss nichts heißen. Die Verhandlungen oder Gespräche könnten immer noch laufen…”, erwiderte Hank, als gerade Großalarm ausgelöst wurde.
“Da haben wir wohl die Antwort der Allianz! Alles auf DEFCON 1!”, rief der General.

Auf einem Monitor konnte man es bereits schemenhaft erkennen: Mit vielen getarnten Al’kesh und Tel’tak griffen die Luzianer in der ersten Welle an, darunter waren das UN-Gebäude und auch mehrere Regierungssitze. Während die Tiefraumüberwachung eine Flotte von Mutterschiffen erfasst hatte, die sich ebenfalls im Anflug auf den blauen Planeten befand.


Europa, Deutschland
Hamburg

Jeanne hatte es nach einen Vierteljahr im Mutterschaftsurlaub nicht mehr ausgehalten, weswegen sie in den Dienst der Hamburger Schutzpolizei zurückgekehrt war. Die Zwillinge wurden daher überwiegend von ihren Eltern betreut, welche von ihr sofort nach dem verkürzten Dienst aufgesucht und übernommen wurden.

Dieses Mal war sie mit einem neuen Kollegen auf Streife, weil Jasmin sich im Urlaub befand. Ihr Einsatz hatte sie in den Hafen geführt. Beide wollten gerade wieder in den Streifenwagen steigen, da hatte es aus heiterem Himmel eine gewaltige Explosion gegeben, der weitere kleinere folgten. Der gesamte Hamburger Hafen schien lichterloh zu brennen. Überall waren verzweifelte Schreie von unzähligen Verletzten, aber auch Sterbenden zu hören.


Nordamerika, USA
San Francisco

Endlich war die Zeit gekommen und Pete und MacGyver hatten sich die Zeit genommen die gesamte Westküste der Vereinigten Staaten zu befahren.
Sie hatten sich gerade der Golden Gate Bridge genähert als es in deren Mitte eine Explosion gab.
“Nicht schon wieder”, stöhnte Thornton gequält auf, “wieso passiert so etwas immer, wenn wir gemeinsam etwas vorhaben, um auszuspannen. Jack Dalton erfolgreich abgewimmelt, und nun das. Das ist doch die reinste Sabotage!”
“Schauen wir mal nach, ob wir irgendwie helfen können.”


Europa, Deutschland
Hamburg

Da sie von einen Terrorakt ausgehen mussten, hatten sich die Polizeiobermeisterin Jeanne Nicole Schneider und ihr Kollege Polizeikommissar Felix Friedrich schnell gewappnet, indem sie sich ihre Schutzwesten und Helme angelegt sowie die MP’  gegriffen hatten.
Sie bemerkten nicht, dass sie von feindlichen Personen beobachtet wurden.
“Die beiden da unten dürfen uns nicht stören. Nimm sofort acht weitere Soldaten mit Dir, und töte sie beide!”
“Jawohl, Kommandant Nara.”

Der alte Holger hatte mich angerufen und mir geraten, mich so schnell wie nur möglich zum Hafen zu begeben.
Zum langen Suchen hatte ich keine Lust, weshalb ich meine Ehefrau einfach über das Mobiltelefon kontaktierte. Als sie die Nachricht erhielt, befand sie sich gerade in einer schlimmen Schießerei. Daher rief sie mich auch voller Stress sofort zurück.
“…folge einfach den Schüssen, Jonathan. Bitte beeile dich!”

“Ah! Mist, mich hat es erwischt!”
“Nein! Felix!”, war das Letzte, was ich hörte bevor die Verbindung abbrach.
‘Verdammt’, dachte ich im Rennen.

“Felix!”
“Tut mir leid, Jeanne… ich… ich bekomme keine richtige Luft mehr. Meine Brust…”
“Nein! Nein! Hier Peter 15-4, brauchen hier im südlichen Hafen schnell einen RTW und Verstärkung! Kollege verletzt! Ich wiederhole: Kollege verletzt! Ich selber stehe unter schweren Beschuss!”

Die Soldaten der Luzianischen Allianz hatten ihr Netz um die beiden Polizisten immer enger gezogen. Es dauerte nicht mehr lange und Jeanne und Felix waren komplett von den Angreifern eingekesselt worden.

“Worauf wartest du noch Vadar? Erschieß endlich diesen Soldaten dort! Du bist in der besseren Position. Ich gebe dir Deckung.”
“Ich bin kein Soldat!”, schrie Jeanne aufgebracht, “Ich bin eine Polizistin! Seht ihr das nicht?”
“Das ist ja eine Frau. Egal. Es ist Zeit zu sterben, für dich! Gib auf und wir gewähren Dir einen schnellen und schmerzlosen Tod!”

Schüsse waren keine mehr zu hören gewesen. Doch dafür hatte ich kurz die Stimme von Jeanne laut und deutlich hören können. Ich stoppte immer wieder, wobei meine Sinne, die stark verbessert worden waren konzentriert arbeiteten. Schließlich entdeckte ich Jeanne, die komplett eingekreist war. Auch ihren Kollegen machte ich aus, den sie hinter einen Abrisscontainer gezerrt hatte. Meine eigene Position war etwas günstiger, denn ich stand erhöht. Gerade hatte Jeanne ihre Waffe überprüft. Es war das letzte Magazin, welches sie eingeführt hatte. Und aufgeben, daran hatte sie kein Interesse.

“Ihr wollt mich wirklich umbringen? Ich habe zwei kleine Kinder, die nicht einmal ein Jahr alt sind.”
“Wir haben schon lange Krieg mit euch Tau’ri! Und diesen Krieg bringen wir heute für wahr auf eure Heimatwelt! Also, interessiert es uns auch nicht, dass du kleine Kinder hast! Ja, wir werden dich töten!”, antworte Vadar mit lauter Stimme.

Fieberhaft überlegte ich, ob ich etwas sagen oder einfach angreifen sollte. Ein Angriff ohne jegliche Ansage schien mir letztendlich die beste Option zu sein, womit ich das Moment der Überraschung eindeutig auf meiner Seite hätte.

“Worauf wartest du noch Vadar, erschieße sie, oder soll ich es tun? Vadar?”, erkundigte sich ein Luzianer irritiert, weil er sich wunderte, dass sein Kamerad nur steif dastand.
Dann sackte der große riesenhafte Soldat der Allianz zusammen.
“Wer seid Ihr denn?”
“Der Kerl, an dem ihr erst vorbeimüsst, wenn ihr diesen beiden hier wirklich noch weiter  schaden wollt”, brummte ich wütend.
“Kannst du haben! Feuer frei! Erschießt diesen Mann! Erschießen!”, schrie Hamar, der Sub-Kommandant von Nara war, entschlossen.

Dadurch waren die Soldaten von der Luzianischen Allianz abgelenkt, weswegen sie nicht mitbekamen, dass Verstärkung, die Jeanne angefordert hatte, endlich eingetroffen war.

“Was zur Hölle?”, stutzten die feindlichen Kräfte.
Doch es half ihnen nichts, denn ich ließ meiner Wut freien Lauf, auch die herbeigeeilte Anti-Terroreinheit der Hamburger Polizei griff mit voller Härte durch. Es hatte nicht lange gedauert und Jeanne hatte sich von der Szenerie abgewendet. Sie hatte Angst vor mir, wegen meiner Brutalität bekommen, die ich offen gegen einige Soldaten der Luzianischen Allianz gezeigt hatte.
“Die Überlebenden sofort festnehmen!”, ordnete der Vorgesetzte der Spezialeinheit an.

Mit einem Fernglas, welches einer futuristischen Brille glich, hatte Kommandant Nara alles beobachten können. Seine Miene verfinsterte sich zusehends.
“Macht die Bombe fertig! Sofort!”, verlangte er von den übrigen Mitgliedern seines Kommandos.

“Wo ist unser Al’kesh?”
“Keine Ahnung, Kommandant Nara.”
“Wann geht die Bombe hoch?”
“In 15 Minuten.”

“Polizei Hamburg! Keine Bewegung, oder wir schießen!”
“Mist! Aber ihr kommt zu spät, denn schon bald werdet nicht nur ihr tot sein!”, lachte Kommandant Nara, der sich damit abgefunden hatte bald zu sterben, aber mit der Genugtuung, dass auch mehr als nur Hamburg durch die Naquadahbombe vernichtet werden würde.


Erdorbit
U.S.S. George Hammond - Kommandobrücke

“Eine weitere Energiesignatur, die sich expotentiell immer weiter auflädt. Dieses Mal in Deutschland. In Hamburg.”
“Danke für die Nachricht, Lieutenant Mitchell. Leutnant Peters, sie beamen das Ding dort unten weg! Und schicken sie es genau vor die angreifende Flotte der Luzianischen Allianz, wie auch die anderen Bomben! Zeigen wir somit der Allianz, dass wir auf solche Präsente keinen Wert legen”, erklärte Brigadier General Samantha Carter mit ruhiger Stimme.


Erde, Europa, Deutschland
Hamburger Hafen

Ein helles Licht umschloss die Bombe und ließ sie verschwinden.
“Ich hasse euch Tau’ri! Und was ist das da bloß für ein verfluchter Typ, der tot sein müsste!”, schrie Kommandant Nara wutentbrannt auf, als er von einer sichtlich sehr mitgenommenen aber dennoch auch grinsenden Jeanne die Handfesseln angelegt bekam.


Nordamerika, USA
San Francisco

Mit vollkommener Ruhe, was Pete sehr erstaunte, hatte MacGyver die Falle aufgestellt. Kurz darauf war auch schon eine Kampftruppe der Luzianischen Allianz hineingeraten. Doch zu ihrem Erstaunen wurden sie nicht liquidiert, sondern zunächst von den beiden befragt und dann von Soldaten der Nationalgarde gefangengenommen, um sie im Gewahrsam weiter zu verhören.


Erdorbit

Mit Mühe und großen Einsatz gelang es der Flotte von den Menschen der Erde die Angreifer zurückzudrängen. Diesen war es aber gelungen mehrere Truppentransporter die Landung zu ermöglichen. Auch das Aufspüren der getarnten Al’kesh und Tel’tak, welche sich noch auf der Erde befanden, würde sich mehr als nur schwierig gestalten.

Das Kampfgeschehen zwischen den beiden sich bekämpfenden Flotten verlagerte sich immer mehr Richtung Mond.

In ihrem getarnten Jet, der seit einigen Jahren auch schon für Weltraumflüge geeignet war, näherten sich einige von den X-Men um Jean Grey einer nach wie vor getarnten großen Flotte aus Al’kesh und einigen Tel’tak, welche auf den richtigen Moment warteten loszuschlagen. Diese verborgende Flotte sollte zum Teil den Menschen in den Rücken fallen und weitere Truppen auf die Erde bringen.

“Auf den Instrumenten ist nichts zu sehen”, seufzte Storm, der nichts anderes übrigblieb als Jean zu vertrauen.
“Doch. Sie sind hier genau vor uns. Ich kann sie ganz deutlich spüren. Noch ein wenig näher ran. Okay, jetzt nicht mehr weiterfliegen!”
“Okay. Halte Position. Wie viele sind es wirklich?”, erkundigte sich Storm.
“Einen Moment”, flüsterte Jean, die ihre Augen schloss, sich abermals eine Zielperson ausgesucht hatte, um sich durch deren Augen und Geist einen besseren Überblick verschaffen suchte. Kurz darauf nahm Jean telepathisch mit General Samantha Carter Kontakt auf, um sie und die anderen zu warnen.



Große Magellansche Wolke
Thule, nördliche Hemisphäre
Östlicher Teil des Kontinents

Die Vorbereitungen für eine weitere gewaltsame Annexion waren schon seit Stunden abgeschlossen. Würde es ihnen gelingen dieses Gebiet zu erobern, hätten es die Nazis endlich geschafft: Ein ganzer Kontinent würde schon sehr bald vollkommen ihnen gehören. Für diesen Feldzug hatte man sämtliche Truppen zusammengezogen. Die Nazis hatten unzählige Hinterhalte gelegt, denn sie hatten nicht vor sich an den Vereinbarungen zu halten. Die Verhandlungen waren nämlich nur eine Ablenkung und Irrführung gewesen, weil die Nazis andere Pläne hatten, denn alles sollte brutal und schnell zu Ende sein.

Voller Sorge schaute Sturmscharführer Barbara Hitler in die Richtung, in der sich in etwa ihre Freundin Rottenführer Kriemhild Krein befinden musste. Die vergangene gemeinsame letzte Nacht, voller Gefühle, könnte durchaus die Letzte gewesen sein.

“Die Gesandtschaft des Feindes ist in Sicht! Alle Truppen bereithalten, und alle Waffen sofort feuerbereit machen!”, befahl Brigadeführer Karl Kaulitz über Funk allen Nazi-Soldaten der SA und SS.
Barbara hielt schon lange ihre MP40 ganz fest in den Händen. Sie hatte, wie alle anderen auch nur eine festgelegte Anzahl von Magazinen bekommen. Sie hatte vor, so schnell es ihr und ihrer Einheit überhaupt nut möglich war, nach vorne zu stoßen, mit dem Ziel ihrer Freundin Unterstützung zu bringen. Dies entsprach zwar nicht ihrem Befehl, aber sie wollte Kriemhild nicht im Stich lassen.

Als sich die erwartete Gesandtschaft der Unterhändler mit ihrer Eskorte dort befand, wo die Nazis sie haben wollte, erfolgte der gemeine Überfall aus dem Hinterhalt. Doch obwohl die Überraschten technologisch weit unterlegen waren, wehrten sie sich tapfer gegen die Angriffe. Mit Panzern wurde ihnen der Weg zurück zu den eigenen Truppen versperrt, die sofort von den Kampffliegern der Nazis von der Luft aus angegriffen wurden.

“Tötet alle! Es werden keine Gefangenen gemacht!”, hatte Karl Kaulitz abermals sehr betonend über Lautsprecher angeordnet.
Eine Gruppe der eingeschlossenen Verteidiger hatte es allerdings geschafft den Spies umzudrehen, womit die kleine Kampfgruppe um Kriemhild Krein eingekesselt worden war.

Im letzten Moment erschien Barbara, die einen Angreifer mit mehreren Schüssen aus ihrer Waffe niedergestreckt hatte. Diese Tat rettete vermutlich in letzter Sekunde ihrer geliebten Freundin Kriemhild und den anderen sieben teils schwer verwundeten eingeschlossenen Nazi-Soldaten das Leben.

Von einer sicheren Anhöhe aus hatte Obersturmbannführer Barbarossa Hitler, der ältere Bruder von Barbara die Szenerie sehr genau beobachten können.
‘Sehr gut, Schwester. Sehr gut. Nur weiter so. Mit etwas Glück stirbst du irgendwann durch eine solche Tat, wodurch ich einen Rivalen weniger hätte, um der nächste Führer aller Nationalsozialisten zu werden’, dachte er im Stillen.

Aber die Sache ging gut für seine jüngere Schwester und deren beste Freundin aus. Wenige Minuten später hatten sie sich aus der Einkesselung erfolgreich befreit. Mittlerweile war auch, wie von den Nazis geplant, die gesamte Gesandtschaft und deren Eskorte kaltblütig ermordet worden, obwohl sich viele bereits ergeben hatten. Auch die übrigen Truppen des Landes, welches annektiert wurde, hatte man ohne Mitgefühl und Erbarmen ausgelöscht. Jeder, der sich noch bewegte, wurde einfach erschossen oder mit Bajonetten erstochen. An diesem widerwärtigen und barbarischen Massaker beteiligten sich alle, auch Barbara und Kriemhild nur allzu bereitwillig.



Milchstraße
Sol-System zwischen Erde und Mond
X-Men Stealth-Jet < > U.S.S. George Hammond

Dank der Hilfe von Jean Grey konnte die verborgene Flotte der dreißig Al’kesh und zehn Tel’tak einigermaßen lokalisiert werden. Scheinbar blind hatte Sam Carter den Abschuss mehrer Dutzend Raketen befohlen, genauso wie unten auf der Erde, von wo aus man ebenfalls welche gestartet hatte.

Vom Cockpit des Jets aus konnten Storm und Jean das gewaltige Inferno erkennen, welches von den Treffern herrührte. Man hatte allerdings sowohl auf der George Hammond, als auch auf der Erde die Raketen so programmiert, dass sie nach einer bestimmten zurückgelegten Distanz detonierten, damit sie nicht zu Gefahr für die eigenen Schiffe wurden.

“Die U.S.S. George Hammond ruft den X-Jet!”, begann Carter.
“Hier ist Storm.”
“Haben wir die Gefahr für die Erde abwenden können?”
“Einige haben sich retten können und andere sind schwer beschädigt”, hatte Jean kurz darauf zu berichten.
“Wir werden diese Personen bergen und festsetzen. Könnt ihr uns dabei den Rücken freihalten?”
“Das machen wir”, lautete kurz darauf die Bestätigung von Storm.



5 Tage später
Milchstraße
Erde, Nordamerika, USA
SGC - großer Konferenzraum

Nach langen und schweren Kämpfen mit hohen Verlusten auf beiden Seiten hatte man es geschafft, was auch an die herbeigeholte Hilfe von Teal’c gelegen hatte, die angreifende Luzianische Allianz aus dem Sonnensystem der Erde zurückzudrängen und wieder an den Verhandlungstisch zu bringen.

Die aktuellen sieben obersten führenden Anführer der Luzianischen Allianz hatten sich dazu bereit erklärt über einen Waffenstillstand zu verhandeln. Diese Einlenkung lag auch an Bra’tac und Teal’c, die beide der Führung der Freien Jaffa Nation klargemacht hatten, dass sie selber auch von der Luzianer Allianz angegriffen werden könnten. Durch diese Vermittlung der Jaffa konnten die Luzianer gar nicht anders, sie mussten die Kämpfe einstellen.

Wieder einmal stellte sich heraus dass Daniel Jackson großes Verhandlungsgeschick besaß. Doch er wurde dabei von Richard Woolsey und ein paar Diplomaten von den Vereinten Nationen unterstützt. Auch Ishtar, Teal’c und Bra’tac nahmen an diesen wichtigen Verhandlungen teil.
“…diese Galaxie ist groß genug. Wir hier an diesen Tisch, repräsentieren die drei größten Kräfte, die eher zusammenhalten sollten, als sich gegenseitig zu bekämpfen…”, verkündete Daniel.
Doch ein Luzianer unterbrach: “Ihr habt diese Wraith hierhergebracht, weil ihr nach Atlantis gesucht und auch gefunden habt. Es hat lange gedauert, alle Wraith aufzuspüren und zu eliminieren. Ihr habt uns die Destiny verwehrt. Ihr Tau’ri seid in mehreren Galaxien aktiv. Man könnte meinen ihr strebt die Kontrolle über das Universum an, um ein großes Imperium zu errichten.”
“Es mag für vermutlich so den Anschein erwecken. Es entspricht aber nun wirklich nicht der Wahrheit. Wir sind Forscher und Entdecker”, hatte Woolsey sofort erwidert, um diese These sofort zu widerlegen.

“Ihr müsst diesen Konflikt beenden!”, hatte Bra’tac gefordert, nachdem eine quälende Pause entstanden war.
“Wir haben hohe Verluste und Schäden erlitten…”
“Mister Woolsey. Auch wir haben ebenso unter euren Attacken gelitten.”
“So kommen wir nicht weiter”, hatte Daniel deswegen mit einem tiefen Seufzer feststellen müssen.
“Wie wäre es, wenn wir eine Pause einlegen. In dieser könnten man sich in kleineren Runden zu Gesprächen zusammenfinden, in denen man vielleicht Lösungen finden könnte”, war der Vorschlag den Bra’tac im Anschluss gemacht hatte.

Spät am Abend konnte der Waffenstillstandsvertrag unterzeichnet werden. Dessen Inhalt sah die Freilassung beziehungsweise Übergabe aller Gefangenen der beiden feindlichen Parteien in den nächsten sieben Tagen vor. Auch verzichteten beide Seiten auf die Leistung von Entschädigungen um die Lage zu entspannen, zudem wurde zusätzlich vereinbart Gebiete und Regionen des Anderen nicht zu betreten. Zusätzlich wurde auch noch vereinbart sich in festgelegten Abständen zu diplomatischen Gipfeln zu treffen, mit dem Ziel einen dauerhaften Frieden auszuhandeln.
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#28
Odyssee
Folge 4.14 “Razor, Teil 4 - Surprise Moment”

Gegenwart
Andromeda-Galaxie
Battlestar Thetis

Die Vorbereitungen für den Schlag gegen die Flotte von 5 Basisschiffen der Zylonen liefen auf Hochtouren. Da es ihm ratsam vorkam rechtzeitig Unterstützung von Admiral McBride zu bekommen, hatte Commander Aberdeen eine Raptorcrew losgeschickt, die Kontakt mit seiner Vorgesetzten aufnehmen sollte. Doch war die Distanz weit, weswegen er seine gesamte Crew und die Verbündeten auf einen kurzen und heftigen Kampf einstimmte.


Einige Lichtjahre von der Thetis entfernt, außerhalb der Reichweite des DRADIS der Zylonen, hatte die kleine Flotte der Puddle-Jumper, die von McKay bei der Entwicklung unter anderen mit Hyperraumtechnik ausgestattet worden war, ihr Ziel erreicht.
Um das Risiko von zu schweren Verlusten zu vermeiden, waren die gerade mal drei Jumper mit nur jeweils zwei Personen, also einen Piloten und einem Copiloten besetzt worden, die sich allesamt freiwillig für diesen gefährlichen Einsatz gemeldet hatten.

In Jumper #1 befanden sich First Lieutenant Jiao Jin und Lieutenant Jeremy Wilders, in Jumper #2 Captain Hector Kithrice und Kadett Ann Michaels sowie in Jumper #3 Lieutenant Natalia Adamov und Lieutenant Tessa de Vaux. Und da dieser Einsatz sehr riskant war, hatten auch alle Piloten von der Erde sich einen Raumanzug von den Piloten der Kolonialen Flotte angezogen. Somit wären im Falle eines Falles eines schweren Unfalles die Überlebenschancen sehr hoch.

Alle Jumper-Teams meldeten sich bei Jumper #1, als sie ihre Position für den Angriff eingenommen hatten.


Zylonenflotte
Flaggschiff - Kommandobrücke

Eine erste, dann kurz darauf noch einige weitere Erschütterungen ließen das Basisschiff erzittern.
“Was in Namen Gottes war das?”, fragte einer der Cavils irritiert.
Kurz darauf erschienen auf ihren DRADIS die Kennungen zweier Kolonialer Kampfsterne. Nämlich die der Thetis und der Electra. Denn Admiral Diana McBride hatte nach dem Empfang der Nachricht von Commander Liam Aberdeen entschieden, das stärkste Schiff der Flotte zur Verstärkung zu nehmen, was bedeutete, dass die anderen Kampfsterne zum Schutze der Zivilflotte zurückgeblieben waren.

“Was ist mit den FTL-Antrieben in unserer Flotte? Etwa alle ausgeschaltet? Auf unserer gesamten Flotte? Wie haben die Menschen das nur geschafft?”, fragte sich einer der Leobens.
“Eine Reparatur dauert viel zu lange”, wusste eine der Sechsen sofort, weshalb klar war, dass vermutlich die meisten von ihnen wohl demnächst in einen neuen Körper wieder aufwachen würden.
Einer der Dorals fand: “Versuchen wir es dennoch.  Aber wir müssen die Menschen bekämpfen. Unsere Basisschiffe verfügen immer noch über Sublichtantrieb. Töten wir so viele von ihnen, wie wir können.”
“Diese Einstellung gefällt mir”, lobte einer der Cavils sofort.


Im Weltall fand unterdessen bereits die erwartete, erbitterte Weltraumschlacht statt, in der sowohl die Menschen aber auch die Zylonen alles in den Kampf schickten was verfügbar war. Die Thetis, der Battlestar der Valkyrie-Klasse, wurde mit Basisschiffen und deren Raider-Geschwadern angegriffen, womit die drei anderen begonnen hatten die Electra einzukreisen.

Die Zylonen mussten mit Erstaunen feststellen, dass aller Beschuss auf die Thetis ohne jegliche Wirkung war. Die von Major Jennifer Hailey und Lieutenant Cassandra Fraiser installierten und kalibrierten Schutzschilde, die mit den Naquadahgeneratoren mit Energie versorgt wurden, verhinderten wie erwartet die Schäden.

Jumper #1

“Verfügen die Zylonen nicht über eine Energiequelle, die wir mit einer Drohne angreifen können, um eventuell eine Kettenreaktion in Gang zu setzen?”, fragte First Lieutenant Jin ihren Copiloten von der Kolonialen Flotte.
Da er keine sofortige Antwort wusste, musste Lieutenant Wilders einige Minuten gut nachdenken, bevor er schließlich antwortete: “Ja. Aber dies ist kaum durchführbar. Es mit diesen Drohnen durchaus zu schaffen.”
“General O’Neill hat es mit einem Mutterschiff der Goa’uld auch geschafft. Also, ich warte auf Ihre Einweisung, Lieutenant!”

Kurz darauf wurde der Kampf immer heftiger geführt. Und zwar von beiden Seiten, denn die Menschen mussten jegliche Flucht eines jeden einzelnen Zylonenjägers verhindern, welcher durchaus schnell weitere Unterstützung für den Feind bringen könnte.

In dieser Situation explodierte das erste Basisschiff der Zylonen, was wie geplant schließlich von einer Drohne an der Energieversorgung getroffen wurde, und eine Kettenreaktion ausgelöst hatte.

Battlestar Electra, CIC

“Ein Basisschiff weniger. Gute Arbeit. Bleiben noch vier”, stellte Diana McBride fest, die es nun nur noch mit zwei zu tun hatte.
“Das wird leichter werden. Oh. Jetzt hat die Thetis ebenfalls ein Basisschiff vernichtet.
Steuermann, richten sie die Electra so aus, dass wir ein Basisschiff genau vor unseren Bug-Kanonen haben!”, ordnete Admiral McBride an, die trotz allen weiterhin konzentriert auf den DRADIS-Monitor schaute.


Die Viper- und Raptorgeschwader der beiden Kampfsterne machten weiterhin Jagd auf die Zylonenjäger, und diese auf sie.
Bei wem die Munition und der Treibstoff zuneige ging, musste sich zur Electra durch die feindlichen Jäger kämpfen. Dies war nötig, da die Thetis sonst ihre Schilde für deren Aufnahme hätte senken müssen.

Es dauerte nicht mehr lange und die Basisschiffe der Zylonen waren manövrierunfähig geworden. Deshalb zogen sich sämtliche nur verbliebenen Jäger zu jenen zurück, dazu bereit jeglichen Beschuss abzufangen.

Flaggschiff der Zylonen, Kommandobrücke

“Wo in Gottes Namen haben die Menschen eine solche fortschrittliche Technologie her?”, rätselte eine Sechs.
“Vielleicht von diesen Menschen, die mit der Acht Sharon Satterfield hierher in diese, unsere Galaxie gekommen sind”, fiel einer Acht ein.
“Mich würde eher interessieren, wann endlich unsere FTL-Antriebe wieder funktionieren”, brummte einer der Dorals.


Kurz darauf wurde auch ihr Basisschiff in einer atomaren Explosion in Stücke gerissen.
Der Kampf war für die Menschen gewonnen. Für diesen Augenblick zumindest.



Triangulum-Galaxie
Orbit von P8G-M770
U.S.S. Odyssey, Brücke

Da man jederzeit mit einer Ankunft einer Flotte der Goa’uld rechnen musste, herrschte nicht nur auf dem Schiff von General O’Neill Hochbetrieb. Ein beachtliches Kontingent, nämlich ungefähr die Hälfte seines Kommandos hatte er bereits auf Mu stationiert. Aber er stand vor einem Problem, denn wer sollte dort und auch hier auf der Odyssey das Kommando übernehmen, während man diesen Fund vor Ba’al in Sicherheit brachte.

“Sir. Wir haben die Zahlen der Drohnen, die sich im Lager von Mu befinden. Es sind 200. Doch das Wichtigste ist, das ZPM ist einsatzbereit.”
“Danke, Captain.”

“Ich könnte ja die Odyssey kommandieren, Jack.”
“Wie bitte?”, hakte jener nach, der die linke Augenbraue hochzog. “Du. Du willst also dieses Schiff hier befehligen, Daniel?”
“Ja. Ich kann das. Ich habe auch schon mal ein Ha’tak und ein Tel’tak kommandiert. Und auch dieses hier, wenn du dich erinnerst?”
“Ich erinnere mich daran. Doch war es glaube ich, dein Kumpel Merlin, der in dir gesteckt hat”, seufzte Jack. Doch dann fiel ihm ein: “Du verzichtest also darauf, die Datenbank von Mu zu durchstöbern.”
“Das kann ich doch auch noch später tun, oder? Moment mal, was hast du vor, Jack?”
“Diese kleine Flotte hier, zieht in den Kampf. Es ist also gut möglich, dass dort etwas kaputt gehen könnte, Daniel.”
“Du, willst mir nur nicht die Odyssey anvertrauen.”
“Gut möglich. Und da ich der Einzige bin, der Mu durch den Kontrollstuhl steuern, sprich fliegen kann, ist mein Platz dort. Und da ich dich mitnehme, damit du mir später keine Vorwürfe machen kannst, wird hier Lieutenant Colonel Clark Petersen das Kommando übernehmen. Lieutenant Colonel Petersen, kommen sie her zu mir, denn ich muss Sie kurz einweisen.”
“Ja, General O’Neill.”

“Was hast Du vor?”
“Ganz einfach, Daniel, Ba’al muss in dieser hübschen kleinen Galaxie irgendwo seine Basis haben, und die wollen wir aufspüren, damit wir ihn nicht nur ärgern, sondern vor allem schwächen können”, antwortete General O’Neill.
“Ich verstehe, Sir”, nickte Petersen, “Wir werden also den Stützpunkt zerstören, bevor wir zur Erde zurückkehren.”
“Richtig, Colonel. Daniel und Captain Perry, ihr kommt beide mit mir mit! Mu ist startbereit, wurde gerade gemeldet.”
“Du willst ja nur so ein Stadtschiff der Antiker fliegen, weil man dich nicht Atlantis zurück in die Pegasus hat steuern lassen, Jack”, konterte endlich einmal Daniel.
“Hast mich ja erwischt. Los aber jetzt, ab in den Hangar!”



Andromeda-Galaxie
21 Lichtjahre von Neu-Caprica entfernt
Battlestar Galactica, CIC

Gerade eben erst hatte Admiral Adama seine sehr bewegende Ansprache an seine eigene Mannschaft beendet, nachdem er seinen Sohn im Hangar verabschiedet hatte und ins Combat Information Center zurückgekehrt war. Noch immer sah auch er sich im CIC um, schaute in die Gesichter vieler, die wie er darauf vertrauten die Siedler von Neu-Caprica erfolgreich zu retten.

Ein letztes Mal atmete William “Husker” Adama kurz durch, dann ordnete er an: “Bereit machen zum Sprung und zur Ausführung des Schlachtplanes!”
“Alle Viperröhren sind besetzt, die Raptor sind voll ausgerüstet und ebenfalls startbereit”, meldete der aktuelle XO Captain Karl “Helo” Agathon.



eine halbe Stunde später
Andromeda-Galaxie
System von Neu-Caprica
Neu-Caprica, Neu-Caprica-City
Colonial One

Die Zylonen wurden immer mehr hektisch, denn das plötzliche auftauchen der Streitmacht der Galactica sowie des teilweisen Aufstandes der zivilen Bevölkerung brach unerwartet über sie herein.
Voller Wut versuchten sie so schnell wie möglich, militärische Unterstützung von anderen Zylonen zu bekommen. Diese traf dann auch endlich ein.
 
“Jetzt müssen wir abwarten und darauf vertrauen, dass die Galactica und Adama endlich vernichtet werden”, hatte Bruder Cavil soeben geäußert.

Gaius Baltar, der amtierende Präsident schaute voller Sorge drein, er war zwiegespalten wie so oft in den letzten Jahren.

Orbit von Neu-Caprica

Die Galactica war von vier Basisschiffen der Zylonen eingekreist worden, die ohne Pause ihren Beschuss auf den alten Kampfstern fortsetzten. Zeitgleich waren die Viper- und Raptorpiloten im Kampf gefordert, die sowohl im Luftraum über Neu-Caprica-City agierten um den flüchtenden Menschen zu helfen, und zum anderen die Jägergeschwader der Zylonen von der Galactica fernzuhalten.

Battlestar Pegasus, CIC

Zufrieden nahm Commander Lee “Apollo” Adama von seiner Ehefrau, die auch als sein XO agierte die Nachricht auf, dass sie sich in der Nähe der Galactica befanden. Er wusste sofort, dass er gegen einen stehenden Befehl verstieß, doch ihm war klar ohne seine Hilfe würden alle an Bord der Galactica sterben, die sich nicht mit einem Evakuierungsraptor retten könnten.
Und was für ihn total seltsam war, er hatte nach kurzer Abwägung schließlich beschlossen der Zylonin Sharon Satterfield zu vertrauen.

“Na schön. Die Zylonen scheinen uns in der Tat nicht wahrzunehmen. Doch es wird sich ändern, sobald wir dann mit den Buggeschützen unser Feuer auf das nächstliegende Basisschiff eröffnen”, erkannte Apollo zufrieden, aber auch vorausschauend.
Alle verfügbaren Vipergeschwader bis auf zwei hatte er bei der zivilen Flotte als Schutz zurückgelassen. Sein Plan war die Viper erst die Startfreigabe zu erteilen, wenn er den Beschuss auf das nächstliegende Basisschiff beendet hatte.

Anastasia “Dee” Dualla behielt das gestörte DRADIS aufmerksam im Blick. Schließlich nickte sie. Dies war das Zeichen, dass sie nah genug dran waren, worauf Lee zum Hörer griff und anordnete: “Bereitmachen! Feuer frei! Ich komme Dad.”

Kurz darauf schlugen die ersten Geschosse auf und im ersten Basisschiff der Zylonen ein.

Basisschiff, Kommandobrücke

Auf dem getroffenen Schiff der Zylonen, herrschte bei dem selbigen sofort eine große Verunsicherung.
“Woher kommt der Beschuss?”, schimpfte ein Vierermodell verärgert.
“Das ist die Pegasus! Doch, wie konnte sie sich so dicht an uns annähern?”, sagte daraufhin ein Zweiermodell, als eine weitere Reihe von Erschütterungen ihr Schiff erzittern ließ.

Battlestar Galactica, CIC

“Die Pegasus, Admiral!”
“Was? Ist das wahr, Helo? Verdammt noch mal, Lee! Danke, Lee. Bringt endlich den FTL zum Laufen! Wir halten sonst nicht mehr lange durch”, wusste William Adama, der nur nebenbei zur Kenntnis nahm, dass die gesamte zivile Flotte, die sich am Boden von
Neu-Caprica befunden hatte, endlich erfolgreich geflüchtet war. Nur sein Schiff und die unerwartete aufgetauchte Pegasus befanden sich noch hier. Und schwebten in höchster Gefahr.

Battlestar Pegasus, CIC

Einige Viper und Raptor von der Galactica hatten die Erlaubnis erhalten zu landen. Doch viele wollten sofort nach einer Aufmunitionierung und neuen Treibstoff zurück in den Kampf.
“Na gut”, entschied Lee, “aber nur zehn Minuten, dann sollten alle wieder an Bord sein!”
“Ja, Commander. Diese Zeit sollte genügen, damit die Galactica von hier wegspringen kann”, bestätigte Lieutenant Hoshi.
“Steuermann bringen sie uns genau über die Galactica! Wenn das erreicht ist richten sie die Pegasus so aus, dass wir das nächste Basisschiff unter Beschuss nehmen können!”

Der Abstand zwischen den beiden kolonialen Kampfsternen war groß genug, dass sie sich nicht selber mit ihren Geschütztürmen ins Gehege kamen. Für die Zylonenjäger war es nun sehr schwer geworden die Galactica zu attackieren. Die Raider und schweren Jäger der Zylonen, die es geschafft hatten dennoch in die geschützte Zone einzudringen wurden sofort von einigen Viper verfolgt und erfolgreich zerstört.

Battlestar Galactica, CIC

Mit großer Erleichterung vernahm nicht nur Admiral Adama die Information, dass der FTL-Antrieb der Galactica repariert worden sei.
“Kommt alle sofort zurück in den Stall! Alle Geschwader zurück zur Galactica! Kat, Hot Dog, bringt die Viper und Raptor zurück nach Hause!”, befahl Helo.

Basisschiff, Kommandobrücke

Verärgert hatten die Zylonen den Verlust eines ihrer Basisschiffe bereits hinnehmen müssen. Doch sie verloren noch ein Weiteres, und dies obwohl sie die feindlichen Schiffe eingekreist hatten.

“Die Vipergeschwader und die Raptor der Galactica und der Pegasus ziehen sich offenbar zu ihren Stützpunkten zurück”, fiel einer Acht auf.
“Weiter angreifen! Wir müssen es schaffen, Schaden anzurichten!”, schimpfte einer der Dorals hasserfüllt, da er wie die Einser die Menschen nicht mochte.

Battlestar Pegasus, CIC

“Wir haben beträchtliche Schäden hinnehmen müssen. Evakuieren wir, Commander?”
“Nein, Lieutenant Hoshi. Wir warten bis die Galactica ihre Viper und Raptor an Bord hat und gesprungen ist”, antwortete Commander Adama.
Kaum hatte er dies gesagt, meldete Dee: “Die Zeit ist um. Auch unsere Flieger sind an Bord.”
“Die Galactica? Komm schon Dad”, flüsterte Lee, als die Pegasus von einer weiteren Reihe von Treffern so schwer erschüttert wurden, dass die Glastüren, die zum CIC führten zersprangen.
“Den Zylonen hat es offenbar nicht gefallen, dass wir ihnen heute stark in den Hintern getreten haben…”, murmelte er gerade als die Galactica verschwand.
“Springen! Jetzt!”, befahl er deswegen hastig.


Zielplanet der Thetis-Mission
Battlestar Thetis

Auf dem gesamten Schiff herrschte rege Aufbruchsstimmung. Die Gefahr durch die Streitmacht der Zylonen war beseitigt worden. Kurz nach dem Sieg war allerdings die Battlestar Electra mit Admiral McBride wieder zur Flotte zurückgekehrt. Auf einer Notiz hatte Diana allerdings die Koordinaten hinterlassen, damit Commander Aberdeen in etwa wusste wo sich die Flotte befinden würde.
Viel Zeit würde man für die Expedition nicht haben, dies war allen an Bord wohl bewusst.


Zylonisches Wiederauferstehungsschiff

Etwa dreißig Lichtjahre von der Thetis entfernt waren die Körper knapp geworden, denn es waren zahlreiche Zylonen, in der Schlacht gegen die Electra und die Thetis gestorben, welche sich in einer Warteschlange befanden und es dadurch zu Probleme beim herunterladen in einen neuen Körper gab.



Große Magellansche Wolke
Thule, Großgermanien
Hauptstadt Germania

In der Regierungskanzlei betrachtete man voller Zufriedenheit die Karte des Planeten. Der größte Kontinent auf der nördlichen Hemisphäre dieser Welt befand sich nun schon seit rund drei Jahren komplett unter der Kontrolle der Nazis. Die anderen Kontinente hingegen hatten erstaunlicherweise bislang keinerlei große Hindernisse dargestellt. Was bedeutete, dass dieser gesamte Planet schon sehr bald komplett unter ihrer Kontrolle stehen würde. Doch die Nazis wussten nicht, dass sich die Bewohner des Planeten auf eine sehr alte Prophezeiung stützten. Dies war der Grund, weswegen sich viele Menschen, aus vielen Stämmen, die der Terrorherrschaft nach wie vor entgegentreten wollten, sich taktisch in den Untergrund sowie in entlegene Gebiete zurückgezogen hatten.
Dies war seit Jahren schon Grund genug für den Führer erste Pläne zu entwerfen, die schon erste Ansätze für die baldige Eroberung und Unterwerfung der Erde beinhalteten. Ein klarer Fall von Größenwahn.



Andromeda-Galaxie
Galactica-Flotte
Battlestar Galactica
Admiral Adama’ Quartier

Erst nachdem er dem Commander der Pegasus gesprochen hatte und erfahren hatte, dass dieser Kampfstern nur knapp entkommen war, ließ er Laura Roslin zu sich herein.

“Ich habe wieder Gerüchte gehört”, begann der Admiral, nachdem er Roslin und sich selbst einen Drink vorbereitet und dann in einem der bequemen Ledersessel Platz genommen hatte.
Laura hörte aufmerksam zu und nickte wortlos.
“Die Leute sind sehr misstrauisch. Besonders, wenn es mit den Zylonen zu tun hat”, brummte William Adama.
“Ja. Nicht auszudenken, was passieren wird, falls es bekannt wird…”
“Das letzte Mal war schlimm genug, als es darum ging Athena zu retten.”
“Ich erinnere mich, Bill. Das war furchtbar.“

Anschließend hatten sich die beide verständlicherweise einander sehr viel zu berichten.

Odyssee
Folge 4.15 - “Rückkehr der Götter, Teil 1“

Milchstraße
Sol-System
Erdorbit

Der harte Kampf um die Erde hatte begonnen. Seit dem Eintreffen der Flotte von Ba’al im Sonnensystem auch im All.

Diese Armada bestand nach der Aufklärung und den Sensorendaten insgesamt aus vier großen monströsen Flaggschiffen, 21 Ha’tak, 50 Al’kesh, 50 Truppentransportern,
57 Tel’tak und den dazugehörigen Todesgleitergeschwadern. Davon wandten sich aber einige sofort dem Mars zu, um den dortigen Flottenverband der Menschen zu binden. Allerdings ohne ihn anzugreifen.

Die Goa’uld nutzten ihre zahlenmäßige Überlegenheit aus. Jedes einzelne Schlachtschiff der Erde war von einer gemischten Flotte von Ha’tak, Al’kesh und den meisten gestarteten  Todesgleitergeschwadern umzingelt worden. Somit war es einfach unmöglich die eigenen Abfangjäger starten zu lassen. Deshalb verblieben alle Geschwader der F-302er nach wie vor in den Hangars. Doch zum Glück gab es auf der gesamten Erde eine ausreichende Anzahl von Stützpunkten. Von dort aus wurden große Geschwader von F-302ern, aber auch von altbewährten Kampfjets gestartet.

Die Schlacht im Orbit der Erde wurde immer heftiger. Es zeigten sich die ersten Folgen des langen Kampfes, denn immer öfters traten technische Probleme auf den Schiffen der Erde auf. Dies rührte von den vielen Treffern auf den Schutzschilden her, die seit dem Beginn der Kampfhandlungen immens belastet und somit immer schwächer wurden. Obwohl dies der Fall war, war es der Flotte von General Carter gelungen den Angreifern so manche Verluste zuzufügen.


Erde

Während auf der gesamten Erde immer mehr Truppen der Goa’uld durch gelandete Truppentransporter und das dominante Sternentor des Goa’uld-Brückenkopfes eintrafen, lehnte es das IOA und die UN nach wie vor ab das Symbiontengift einzusetzen, wie von einigen Regierungen gefordert wurde. Denn es auch gab auf dem Planeten auch viele Tok’ra, die sich hier schon seit einigen Jahren aufhielten oder gar niedergelassen hatten.

Nordamerika
USA, New York, Westchester

Auch der Schule von Professor Charles Xavier näherte sich ebenfalls der fürchterliche Krieg. Und zwar leider um einiges schneller als zuvor vermutet. Doch nicht von den normalen Menschen, wie es Erik “Magneto” Lehnsherr einst befürchtet hatte, sondern erneut von einer sehr bösen außerirdischen Macht.

Ganz in der Nähe des Anwesens waren zwei Truppentransporter gelandet. Etwa drei Dutzend Todesgleiter zogen ihre Kreise über dem weitläufigen Gelände das zur Schule von Professor Xavier gehörte.
Mitten in diesen Geschehen waren Logan und seine Tochter Laura zurückgekehrt. Das führte dazu, dass die beiden sofort eingespannt wurden um die Schüler zu beschützen.

Die zwei waren nicht die Einzigen, denn alle anderen der älteren Mutanten und die übrigen X-Men waren ebenfalls alle mit der Verteidigung der Erde, des Anwesens und Hauses beschäftigt, weshalb überwiegend die ältesten der Schüler die Evakuierung selber organisieren und auch zum Teil selber durchführen mussten.

Colorado
Homeworld Command, Ebene 28, Kommandozentrale

Als einziger sicherer Zufluchtsort sollte den jüngsten Mutanten ausgerechnet eine
militärische Sicherheitseinrichtung dienen, nämlich das Homeworld Command im Cheyenne Mountain Complex in Colorado, welches seit dem harten Krieg gegen die Luzianische Allianz vor einigen Jahren in kluger Voraussicht von General Jack O’Neill zu einer noch besseren Festung ausgebaut worden war.

Dort hatte man mit sorgenvollen Mienen schon seit Minuten die Evakuierung des Pentagons auf den Bildschirmen mitverfolgen müssen. Doch als sich vor wenigen Sekunden dann auch noch eine sehr bedrückte Brigadier General Samantha Carter, die das Kommando über die Erdflotte innehatte, durch eine Live-Schaltung zu Wort meldete, die sie zudem noch mit der SGCB auf dem Mars verband, war allen sofort klar, dass die Lage aussichtslos geworden war.

“…nun ja, es gibt nichts zu beschönigen, Generals. Alle unsere Schiffe haben seit einigen Minuten akute technische Probleme.”
“Wie lange können sie dem Feind noch Widerstand leisten, General Carter?”
“Ist leider sehr schwer zu sagen, wann unsere Schilde endgültig kollabieren werden. Doch eines ist sicher: Wir müssen uns früher oder später zum Mars zurückziehen. Wobei wir dies am besten als Flotte und nicht einzeln tun sollten, da wir sonst Gefahr laufen einige Schiffe unserer Flotte zu verlieren.”
“Gut. Doch bevor Sie sich und die gesamte Flotte zum Mars zurückziehen können, haben wir noch einige wichtige Aufträge: Sie müssen so viele Leute und Vorräte aus einigen der bedrohten Gebiete zu bergen wie nur möglich, bevor sie von den Goa‘uld und ihren Truppen überrannt werden! Ist dies geschehen, ziehen Sie sich zusammen mit der ganzen Flotte umgehend zum Mars zurück! So lauten die Befehle, die vom Mars persönlich von General Landry gekommen sind”, gab Brigadier General Cameron Mitchell bekannt, der die Leitung des Homeworld Command auf Befehl von General O‘Neill  übernommen hatte.

“Was ist mit unserer Verstärkung?”
“Tut uns leid, Sam. Doch wie Sie wissen, ist unsere übrige Flotte über die gesamte Galaxie verstreut. Von der Freien Jaffa Nation gibt es leider nur eine kleine Flotte von 4 Ha‘tak, den dazugehörigen Todesgleitergeschwadern und Truppen von etwa 500 Jaffa, 8 Al’kesh sowie einigen Frachtschiffen, die Bra’tac nur mit großer Mühe zusammenstellen konnte. Der Rat der Jaffa meinte, sie könnten keine weiteren Kräfte entbehren, um sich selber vor den Goa’uld zu verteidigen. Diese Flotte der Jaffa wird uns zunächst dabei helfen müssen den Mars zu halten.”

Kaum hatte Mitchell den Satz beendet, erreichte ihm die Meldung das Professor Xavier, Magneto und die übrigen Mutanten den Cheyenne Mountain Complex endlich erreicht hatten.

Nebenbei gab es noch weitere wichtige Informationen über einige Regionen auf der Erde, wo nach wie vor erfolgreich Widerstand gegen die Invasoren geleistet wurde. Es stellte sich dann heraus, dass daran überwiegend die Priore von der Orici Adria beteiligt waren, die durch ihre übermenschlichen Kräfte starke Schutzschilde erschaffen konnten. Sehr viele Menschen fanden deswegen Schutz vor den Angreifern.


Immer noch wurden viele Regionen auf dem blauen Planeten hart umkämpft. Doch viele andere standen bereits unter der Kontrolle der Goa’uld und ihrer Truppen. Eine große Anzahl davon war von Truppentransportern abgesetzt, die von den Ha’taks aus gestartet  worden waren.
Besonders hilfreich waren dabei wieder einmal mehr die mehreren tausenden von Kull-Kriegern, die für die Streitkräfte der Menschen nahezu kaum zu überwindbare Gegner waren.
Der Feind war in so großer Anzahl eingefallen, dass die Waffen mit denen man diese gefährlichen Drohnen neutralisieren und töten konnte, überall nur von zu geringer Stückzahl vorhanden waren. Daher zogen sich die verbliebenen Streitkräfte der Erde in die Widerstandshochburgen zurück, um die Kräfte zu bündeln sowie den feindlichen Streitkräften wirkungsvoller entgegentreten zu können.


Europa
Deutschland, Hamburg, Polizeikommissariat 15

Lange hatten Jasmin Nadine Ataya/Bastet und Jeanne Nicole Schneider/Nike zu Ba’al und den anderen Goa’uld gehalten. Um aber mit einen Teil ihren Familien in Sicherheit zu bringen, mussten die beiden entweder den Agenten, welchen sie selber einen Symbionten implantiert hatten entweder töten oder ihn gar mitnehmen. Sie hatten sich nach kurzer Absprache für die erste Option entschieden und es mit einer Zat vollzogen, damit es keine Spuren gab.

Für die Flucht oder einen Rückzug hatten sie alles glücklicherweise sehr gut vorbereitet. Denn die eigenen Kinder und Eltern der beiden Polizistinnen befanden sich schon seit einer Stunde auf der Wache. Genau zu dem Zeitpunkt als die aktiven militärischen Auseinandersetzungen auch die Stadt an der Elbe erreicht hatten.

“Wohin geht es denn, Mami?”, fragte die kleine Michelle, während sie die Treppe hinauf aufs Dach rannten.
“Entweder zu einem Stützpunkt in den USA oder auf den Mars”, lautete die Antwort von Jeanne.
Jasmin schaute sich kurz um, die ihre kleine Tochter Lana tröstend in den Armen hielt.
Ihr Sohn Benjamin, der schon 12 Jahre alt war, fragte: “Kannst du so ein Schiff denn fliegen? Es ist doch von Außerirdischen.”
“Das ist kompliziert. Mama. Papa. Kommt schon an Bord!”

Eilig begaben sich alle an Bord. Es war eng auf dem Frachtschiff. Doch der Platz genügte dennoch für die insgesamt 36 Personen.

“Jeanne und ich können es bedienen, weil in uns außerirdische Wesen stecken. Sie heißen Nike und Bastet…”
“Sind das etwa solche Goa’uld? Diese Feinde, die uns gerade angreifen?”, fragte Joachim Schneider die beiden Polizistinnen.
“Ja. Aber sie sind auf unserer Seite, Papa”, antwortete Jeanne, die aber in die blassen Gesichter einiger Leute, wie die ihrer Eltern schauen musste.
“Gut festhalten, denn wir starten jetzt!”, empfahl kurz darauf Jasmin.
Es dauerte nicht lange, da hob das Frachtschiff auch schon ab. Man setzte im getarnten Modus zunächst Kurs Richtung USA, um zum Homeworld Command zu gelangen.

Schon kurz nachdem sie gestartet waren, war der Luftraum von Hamburg voller Gleiter, Al’kesh, F-302er und Kampfflugzeugen, welche sich einen erbitterten Kampf um die Vorherrschaft lieferten. Aber auch in Hamburg selbst, wie auch in den meisten anderen großen Städten in Deutschland sowie den Rest der Welt wurde hart gekämpft.


Nordamerika
USA, Colorado
Homeworld Command, Ebene 28, Kommandozentrale

Seit dem Beginn der Konfrontation mit dem ältesten Erzfeind der Erde gingen unzählige Informationen ein. Doch seit ungefähr einer halben Stunde wurden sie immer weniger. Es gab kaum noch Nachrichten, denen man trauen konnte, da es auch Fehlmeldungen gab, die sogar teilweise von den Goa‘uld kamen.

“Brigadier General Mitchell. Professor Charles Xavier würde gerne mit Ihnen sprechen, denn ihm ist es gelungen, trotz der Störsignale der Goa´uld Kontakt mit der Basis auf dem Mars aufzunehmen. Und unsere gesamte Flotte hat sich wie besprochen geschlossen zum Mars zurückgezogen”, berichtete Lieutenant Douglas, der in die Kommandozentrale geeilt war.
“Gut. Ich benötige eine Aufstellung unserer Ressourcen. Also unserer Truppen hier sowie der Waffen und Vorräte!”, ordnete Mitchell an, der sich im Anschluss sofort auf den Weg über die Treppe in den Konferenzraum machte.


Mars
Stargate Command Base

Über Funk meldete sich Samantha Carter von Bord der U.S.S. George Hammond mit den Worten: “Stargate Command Base. Hier ist General Carter, wir sind dabei uns, wie bereits angekündigt zum Mars zurückzuziehen. Wir haben es geschafft etwa ein Dutzend Ha’tak, einige Al’kesh und mehrere Geschwader von Todesgleitern zu zerstören. Unsere Tiefraumsensoren habe eine weitere Flotte im Subraum ausgemacht. Diese wird in Kürze im Erdorbit eintreffen. Es ist vermutlich Ba’al höchstpersönlich. Carter. Ende.”

“Zumindest haben wir bislang keine der 304er verloren, mal von den fünfzig F-302ern abgesehen, Walter.”
“Ja, General. Doch laut den Meldungen der anderen Kommandeure ist ein Drittel der Flotte, es betrifft die Ming, die Io, die Challenger und die Katharina sind durch die Schlacht im Erdorbit ziemlich mitgenommen und müssen dringend überholt werden.”
“Na schön. Gut, dann übermitteln sie eine Botschaft an unsere gesamten Streitkräfte, die sich außerhalb unseres Sonnensystems befinden, Sergeant! Auch über den Subraum, damit auch Atlantis unter der Führung von Mister Woolsey in der Pegasus, Miss Shen und ihr Expeditionsteam in der Andromeda und die Crew von General O’Neill an Bord der Odyssey in der Triangulum Kenntnis von den Vorgängen hier erhält! Auch sollen alle anderen unserer Schiffe, außer in der Pegasus hierherkommen damit wir uns zum Gegenschlag aufstellen können!”
“Jawohl Sir. Doch es wird eine Weile dauern, bis diese Informationen bei unseren Streitkräften in den anderen Galaxien angekommen sind”, erklärte der Techniker, während sich der General mit seinen vier anderen anwesenden Kollegen die große Weltkarte ansah.

Die Landmasse der Erde war bereits mit über 70 Prozent mit roter Farbe markiert worden, was bedeutete, dass diese Regionen schon von den Goa’uld kontrolliert wurden. Es gab leider kaum noch nennenswerten Widerstand auf der Erde gegen die Invasoren. Doch die Regionen, die violett schraffiert waren, zeigten ihnen an, dass die Lage dort noch hart umkämpft war. Und nur einige kleine Flecken auf der Erde waren noch unmarkiert, aber mit Ziffern versehen, die einen Verweis beinhalteten, der zu weiteren Informationen führte. Diese Flecken waren ausgerechnet, durch die Priore der Orici Adria und der Hilfe der Mutanten, die einzigen verbliebenen sicheren Hochburgen des Kampfes gegen die Goa’uld.


Erdorbit
Goa’uld-Flotte
Flaggschiff von Ba’al, Pel’tak

Endlich war auch Ba’al persönlich an Bord eines der großen Mutterschiffe in Begleitung einer weiteren Flotte in Gestalt einiger Ha´tak und Al‘kesh mittlerweile eingetroffen. Er ließ sich kurz von einigen der anderen Lords in einigen kurzen Berichten darlegen wie der aktuelle Stand der Dinge war.
Er schien zufrieden, doch es gab nach wie vor sehr heftigen Widerstand in einigen Gebieten. Und dies missfiel ihm sehr. 

“…aber im Großen und Ganzen befindet sich die Welt der Tau’ri in unseren Händen”, fasste Ba’al kurz zusammen.
“So ist es Gebieter”, bestätigte Isis.
Aber Ra erwiderte: “Doch hat sich die Flotte der Tau’ri zu dem vierten Planeten dieses Systems zurückgezogen. Wir sollten sie vollständig vertreiben, oder noch besser komplett vernichten.”
“Das mag sein”, erklärte Apophis, “doch sollten wir unsere Position zunächst auf Tau’ri festigen. Denn dort gibt es sehr viele starke Widerstandsburgen von ihnen, die unter anderen auch von diesen Prioren der Orici Adria gestützt werden.”
Dem Standpunkt stimmten alle Goa’uld zu, weswegen Ba’al erklärte: “Dann werde ich mich jetzt an das Volk der Tau’ri wenden!”


Erde

Obwohl der Planet der Tau’ri noch nicht komplett unterworfen war, konnte man ganz klar die Stimme von Ba’al vernehmen: “Ich bin der oberste Systemlord Ba’al! Eure Welt gehört denn nun einmal mehr uns den Goa’uld! Wir sind die einzig wahren Götter, die zu euch zurückgekehrt sind! Von den heutigen Tag an, werdet ihr, das Volk der Tau’ri wieder uns dienen! Die, die ihr noch gegen unsere Truppen kämpft, legt also endlich eure Waffen nieder und unterwerft euch! Unterwerft euch dem Willen und der Gnade eurer wahren Götter!”
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#29
Odyssee
Folge 4.16 - “Rückkehr der Götter, Teil 2“

Milchstraße
Mars
Stargate Command Base

Über einen großen Bildschirm, der mit dem Kommandoraum der Basis und der Kommandozentrale des Homeworld Command verbunden war, konnte man einigermaßen die aktuellen Geschehnisse im Erdorbit und auf der Erde mitverfolgen.

An dem großen ovalen Tisch, der beinahe zwanzig Meter lang und drei Meter breit war, befanden sich weitere Monitore, aber auch dienstliche Laptops. Hier saßen die fünf Befehlshaber der Stargate Command Base und wichtige Vertreter des Stabes, IOA’, UN sowie der NATO und einige Regierungschefs, die es geschafft hatten hierher gebracht zu werden. Dahinter hatten an kleineren Tischen weitere Personen Platz genommen, die ebenfalls Mediengeräte aus ihren Taschen gezogen hatten.

Der Anblick, welcher sich allen Anwesenden bot, war beängstigend. Auf immer wieder gestörten Bildern war zu sehen, wie die feindlichen Truppen aus Jaffa und Kull-Kriegern durch die Straßen vieler Städte patrouillierten. In der Luft kreisten Todesgleiter und Al’kesh.

“Sehr geehrte Exzellenzen. Meine Damen und Herren. So eben sind alle übrigen verfügbaren Schiffe unserer Flotte eingetroffen. Daraufhin hat sich die Goa’uld-Flotte, welche sich im Orbit des Mars befand in den Orbit der Erde zurückgezogen”, verkündete General Hank Landry allen kurz. Danach eröffnete auch schon der Vorsitzende des IOA gemeinsam mit dem UN-Generalsekretär offiziell die Sitzung.


Erde
Nordamerika, USA, Washington D.C.
Weißes Haus, Oval Office

Mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht, hatte Ba’al dieses sonst so schwer bewachte Gebäude betreten.
“Sehr bequem dieser Stuhl”, befand er, als er sich an den Schreibtisch gesetzt hatte.
“Bringt die Techniker der Tau’ri herein! Nicht so grob, Jaffa! Diese Leute werden gute Dienste leisten. Da bin ich mir sicher. Es wird allmählich Zeit für eine große bedeutende Ansprache, Rede an das Volk der Menschen dieser Welt zu richten”, erklärte er, während bereits einige weitere der wichtigsten Goa’uld-Lords, wie Ra, Apophis, Hathor, Isis, Osiris, Yu, Heru’ur und Cronus zu ihn hereinkamen und ihn flankierten.

Die kurz darauf anschließende Übertragung wurde live über alle Medien auf der ganzen Erde ausgestrahlt.

Colorado
Homeworld Command, Ebene 28, Kommandozentrale

Gerade als einer der Offiziere von Brigadier General Cameron Mitchell die aktuelle Bestandsliste der Basis vorlegen wollte, winkte jener ab. Die Rede von Ba’al war in diesen Moment wichtiger.

“Menschen von Tau’ri, ich Ba’al der oberste Goa’uld-Systemlord und meine Brüder und Schwestern, haben eure Welt erneut in Besitz genommen. Wir, eure wahren Götter waren sehr lange fort, damit ihr euch entwickeln konntet. Und ihr habt euch entwickelt. Sehr gut sogar. Dies konnte ich, als ich schon einmal bei euch zu Gast war, mit großer Freude selber feststellen. Aber ich musste mich zurückziehen, weil es eine feindliche Gruppe gab, die uns Goa’uld hasst. Dabei haben wir eure großartige Kultur begründet. Den Grundstein gelegt, damit ihr euch so entwickeln konntet. In dieser langen Zeit unserer Abwesenheit gab es sehr viele Persönlichkeiten, die euch fehlgeleitet haben. Es geschah sogar kurz vor unserer Rückkehr in Form der Verkünder der Religion der Orici. Hört auf diese falsche Göttin anzubeten und zu ehren, sonst wird sie diese wunderbare Welt vernichten! Kehrt also um zu euren wahren Göttern! Zu uns! Also stellt jegliche Kampfhandlungen gegen unsere Truppen ein, die hier sind um den Frieden zu sichern und euch vor den echten Feinden, unserer vorbildlichen Gesellschaft, zu schützen! Wir Goa’uld werden uns in der nächsten Zeit absprechen. Einen schönen Tag noch Menschen von Tau’ri”, verkündete Ba’al, der kurz danach noch eine Warnung an das Homeworld Command sowie das Stargate-Center aussprach, die Goa’uld und ihn nicht erneut herauszufordern.

“Schalten Sie das ab, Sergeant!”
“Ja, General Mitchell.”

“Wir werden wohl mit einem Angriff rechnen müssen”, ahnte Magneto.
Er war nicht allein mit dieser Vermutung, denn auch die meisten der X-Men und auch selbst Professor Xavier waren derselben Auffassung.

Einige Minuten lang studierte Cameron das Dokument, dann sagte er: “Wir können etwa drei Monate, vielleicht auch fünf hier durchhalten. Aber dann…”
Er seufzte leise, bevor er befahl: “Sperren sie Nike und Bastet getrennt in Arrestzellen, Corporal!”
“Uns einsperren? Wieso?”
“Ganz einfach: Ihr hättet uns informieren können, dann wäre es nicht dazu gekommen. Wir hätten dadurch Ba’als Truppen mit Sicherheit dann abwehren können. Ihr habt ihn unterstützt und dafür werdet ihr zur Rechenschaft gezogen, sobald wir ihn vertrieben haben.”
“Nein. Sie liegen falsch, General Mitchell. Bitte”, flehte Jeanne, die genauso wie ihre Freundin sofort von mehreren Soldaten ergriffen wurde.

Doch es half nichts, beiden wurden Hand- und Fußfesseln angelegt und anschließend zur Sicherheit mit einer Soldateneskorte auf Ebene 16 gebracht und in zwei voneinander getrennte Arrestzellen eingesperrt.

Washington D.C.
Weißes Haus, Oval Office

Ra war wütend, weil er nicht die Position innehatte, die seiner Meinung nach eigentlich ihm zustand. Denn er war es gewesen, der einst die Erde und die menschliche Rasse als potentielle Wirte vor vielen Jahrtausenden entdeckt hatte.
Dies schien Ba’al zu spüren, weswegen er sehr daran bedacht war alle Goa’uld zu beschäftigen, damit sie nicht wieder in territoriale Kämpfe um Macht das eigene Volk schwächten. Der oberste Systemlord musste diesen wichtigen Standpunkt in einer Versammlung allen anderen Goa’uld mitteilen.
Und zwar schon bald.
Doch zuerst musste sich auf einen passenden Ort für diese Konferenz geeinigt werden.

Kapitol

Da erst einmal nichts weiter wichtig war, trafen sich die Goa’uld im Kapitol der Vereinigten Staaten von Amerika für diese bedeutende und wegweisende Besprechung.

“Meine verehrten Freunde”, begann Ba’al, “die Erde ist in verschiedene Nationen aufgeteilt. Jeder von uns könnte sich eines oder auch mehrere aussuchen, um es zu regieren. Auch dürfen wir uns nicht gegenseitig bekämpfen, sonst schwächen wir uns selber. Ein Umstand, auf den unsere Feinde nur warten…”
“Wir sollen also alle zusammenarbeiten”, bemerkte Apophis sofort.
“So ist es.”

“Ba’al. Wir müssen aber auch diese Religion von Adria auslöschen! Es gibt immer noch zahlreiche Regionen, die unseren Truppen trotzen”, warf Hathor ein.
“Wir sollten den benachbarten Planeten angreifen und somit den wichtigsten und wohl einzigen Rückzugsort der Tau’ri in diesen System beseitigen”, schlug danach Heru’ur vor.
Das schien Athene zu gefallen, weswegen sie zustimmte: “Ja. Damit könnten wir den Widerstand auf der Erde brechen. Wenn das geschehen ist könnten wir die Luzianische Allianz angreifen, die bereits infiltriert und ausgespäht wird, bevor wir uns dann um die abtrünnigen Jaffa kümmern.”

“Gut. Gut. Schreibt eure Wünsche, die die Herrschaftsgebiete, also die Länder auf der Erde betreffen auf, damit wir wissen wer von uns wo seinen Sitz haben wird”, erklärte schließlich Ba’al, dem es gefiel, wie seine Brüder und Schwestern sich sofort neue Ziele setzten.



Andromeda-Galaxie
Galactica-Flotte
Battlestar Galactica, Brig

Durch die Scheibe hindurch, beobachteten Roslin und Adama Satterfield, die enttäuscht darüber war, dass man ihr immer noch nicht traute. Und das obwohl mit ihrer Hilfe der Ausgang des Einsatzes über Neu-Caprica vermutlich besser ausgegangen ist.

Schließlich brach Laura Roslin, die wieder Präsidentin der Flotte geworden ist, das lange Schweigen: “Bill. Sollte es noch weitere Flotten mit Überlebenden geben, müssen wir sie unbedingt finden, denn dies könnte die Zukunft unseres Volkes verbessern.”
Einige Minuten mussten verstreichen, ehe der Admiral seinen Blick von der Zylonin löste und sich zur Präsidentin der Kolonien umdrehte und er erwiderte: “Sie schenken ihr also Glauben.”
“Nicht unbedingt. Aus einer Luftschleuse können wir sie immer noch werfen. Wie steht es um die Pegasus und die Galactica?”
“Die Pegasus ist nur knapp von Neu-Caprica entkommen, genauso wie die Galactica. Ingenieure, Techniker und Mechaniker tun was ihnen möglich ist, da viele Reparaturen gemacht werden müssen… Sie schreibt schon wieder etwas in das Buch.”
“Und was?”
“Ich habe sie dazu aufgefordert alles zu notieren, was vom strategischen und taktischen Vorteil sein könnte, um die Flotte zu finden mit der sie unterwegs war. Wir bräuchten ein Schiff oder gar eine ganze Flotte von Raptor, welche wir losschicken könnten, um die Thetis zu finden.”



Milchstraße
Sol-System
Mars
Stargate Command Base, Kommandozentrale

Alle Schiffe der Erde, die verfügbar waren, hatten sich mit der kleinen Flotte, die von Bra’tac kommandiert wurde zusammengeschlossen. Schnell war allen klar geworden, dass sie unterlegen waren und dies obwohl die Schiffe der Menschen von allen die fortschrittlichste Technologie besaßen.

Man erwog sogar die Flottenstärke in der Pegasus zu reduzieren, mit dem Ziel in der Milchstraße dadurch an Kraft zu gewinnen. Der Makel war, dass die Verbindung mit Atlantis derzeit nicht möglich war.

“…wir müssten uns da wohl Hilfe von Adria und ihren Truppen holen. Ja. Ich weiß, wie sich das anhört. Ausgerechnet ich schlage so etwas vor”, sagte General Hank Landry frustriert.
“Die Orici. Sie wird doch kein Finger rühren, solange ihre Gläubigen nicht Opfer in dieser Auseinandersetzung sind”, wusste General Wu, worauf ihm die meisten zustimmten.
Kurz darauf meldete sich Carter, die wie alle Schiffskommandanten ebenfalls bei dieser Besprechung per Video teilnahmen, zu Wort: “Vielleicht haben wir aber auch Glück und sie hilft uns auch so, denn einer der Ba’al-Klone hat sie einst gefangengenommen und als Wirt benutzt. Die Entfernung durch zu Hilfe geholte Tok’ra schlug damals fehl. Denn Symbionten sondern ein Gift ab, welches den Wirt tötet. Auch Adria, die ja auch zum Teil menschlich war. Das wird sie nicht vergessen haben.”
“Nur müsste Adria erst einmal von den Vorgängen hier auf der Erde wissen”, warf sofort General Nantes ein.

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen hatte bislang die Diskussion größtenteils wortlos mitverfolgt, dann sprach er: “Vergessen wir nicht die Priore. So, wie ich es mal verstanden habe, bilden sie eine Art Netzwerk mit welchen auch Adria verbunden ist. Vielleicht weiß sie es ja auch schon. Fest steht dennoch eines, wir benötigen unbedingt noch mehr Unterstützung, und zwar so schnell wie nur möglich!”


Erde
Nordamerika, USA, Washington D.C.
Kapitol

Viele der Goa’uld waren verstimmt darüber, dass Ba’al die Vereinigten Staaten von Amerika als Domäne ohne Widerspruch für sich allein beanspruchte.
Zum Glück war die Erde groß genug. Doch waren sehr viele Länder, besonders in Afrika und in Teilen Asiens auf dem ersten Blick sehr unattraktiv, obwohl sie sehr viele Rohstoffe besaßen.

Neben den USA waren Ägypten, der Nahe Osten und Südeuropa, die Regionen auf der Erde, die die meisten Goa’uld gerne als Domäne haben wollten.
Unter anderen stand für Lord Yu eines nur fest, er wollte die jetzige Volksrepublik China als Gebiet, und Amaterasu hatte sich Japan ausgewählt.

Bei Ländern, wo es mehrere Interessenten beziehungsweise Bewerber gab, versuchten die Goa’uld untereinander zu verhandeln und vermitteln. Ein sehr heikles Unterfangen, wie man sich nur allzu gut vorstellen konnte.

“Was machen wir mit den Regierenden dieser Länder dieses Planeten, sollen wir sie exekutieren?”, fragte schließlich Hathor.
Langezeit herrschte Stille, bevor Ba’al vorschlug: “Wir sollten sie eher am Leben lassen, denn somit können wir eher als gerechte Götter bei den Tau’ri Sympathien gewinnen, als wenn wir Blutbäder anrichten, was unweigerlich zu Widerstand führen wird.”
Danach folgte sogleich eine Abstimmung, wie die Goa’uld verfahren sollten, mit dem Ergebnis die staatlichen Regierungen auf der Erde nicht auszulöschen.
Alle Goa’uld aber wollten über alle Ressourcen der Gebiete über die sie auf der Erde verfügten selber voll ausnutzen.


Überall auf der Erde landeten innerhalb der Hauptstädte in den nächsten Stunden Schiffe der Goa’uld, die damit deren zweites Herrschaftszeitalter vollends begründeten. Es gab Menschen, die ihre neuen Gebieter freiwillig begrüßten, aber auch welche, die dazu von Jaffa und dienenden Goa’uld gezwungen wurden.



Triangulum-Galaxie
P8G-M770
Mu, Kontrollturm < = > Kontrollstuhl

Konzentriert saß General O’Neill auf seinen Platz. Mit geschlossenen Augen hatte er dennoch alles genau vor sich. Zusätzlich war er mit einem Headset mit der Mannschaft im Kontrollturm verbunden, welche wiederum im ständigen Kontakt mit der Odyssey stand.

“Alles klar, Jack. Wir wären dann soweit”, erklärte Doktor Jackson über Funk, der sich fest vorgenommen hatte für die Zeit des Fluges die Datenbank von Mu zu erforschen.

“Okay. Alle festhalten, ich starte die Triebwerke! Jetzt!”, teilte Jack mit.
Kurz darauf erzitterte Mu leicht. Alles vibrierte leicht als die Triebwerke hochfuhren. Schon wenige Minuten später hob das Raumschiff der Antiker von der Wasseroberfläche ab und stieg empor Richtung Weltall.

“Denken Sie aber bitte daran, die Schutzschilde noch zu aktivieren.”
“Mach ich gleich, Daniel. Will nur Energie sparen”, erklärte O’Neill.

Schnell erkannte man im Kontrollturm, dass ein Ziel innerhalb dieser Galaxie angesteuert wurde.
“Was haben Sie vor, General?”, fragte einer der Lieutenants, nachdem Jack O’Neill im Kontrollturm erschienen war.
“Was wohl. Ich will Ba’al noch einmal kräftig in seinen schleimigen Schlangenhintern treten. Und Egeria, also Captain Perry hat Jackson und mir erfreulicherweise mitgeteilt wo die Basis von ihm in dieser Galaxie hier liegt.”

Odyssee
Folge 4.17 - “Résistance, Teil 1”

Pegasus-Galaxie
Atlantis, Kontrollturm

Schließlich war sich Richard Woolsey auch bewusst geworden, was es bedeutete, dass man es bislang nicht geschafft hatte die Erde anzuwählen.
“Die scheinen entweder Probleme mit dem Tor zu haben, oder aber die Erde wird angegriffen”, fasste der Leiter der Atlantisexpedition zusammen.

Wenige Minuten später dann erklärte Captain Laura Cadman: “Mister Woolsey. Colonel Sheppard. Ich habe gerade eine Subraumbotschaft von der Stargate Command Base auf dem Mars erhalten. Die Goa’uld hätten die Erde angegriffen und zudem vermutlich ein Stargate mit DHD auf der Erde stationiert. Anordnung von General Landry: Wir sollen daher keine weiteren Anwählversuche unternehmen…”
“Na großartig! Und was jetzt?”, seufzte Doktor McKay gequält.
“Rodney hat leider Recht, Mister Woolsey. Durch das DHD haben die Goa’uld das primäre Tor in unseren Heimatsystem.”
“Danke, Radek.”
“Es nützt aber alles nichts, denn wir müssen auf die Erde um die Spur, die wir von Morgan La Fay haben dort aufzunehmen”, erwiderte John Sheppard, der bereits überlegte, wie man diese Mission am Besten in Angriff nehmen konnte.

“Wir benötigen ein Schiff, wenn wir das Sternentor nicht nutzen können”, wusste Teyla Emmagan.
Ronon brummte: “Wir könnten ja zum Beispiel die Apollo nehmen.”
“Wird nicht reichen. Denn was ist, wenn wir auf eine ganze Goa’uld-Flotte treffen…”
“Keine Panik, Rodney!”
“Das sagen sie so einfach, John. Wir haben es immerhin mit den Goa’uld zu tun!”

“Sie haben Recht Teyla. Aber auch Doktor McKay. Daher werden sie mit zwei unserer 304er zur Erde fliegen, und zwar mit der Apollo und der Korolev II!”, entschied Mister Woolsey nach kurzer Überlegung. “Captain Cadman, ich will die beiden Kommandanten dieser zwei Schiffe so schnell es geht in meinem Büro sprechen!”, fügte Richard wenige Sekunden später noch hinzu.



Milchstraße
Sol-System, Erde
Europa, Frankreich, Paris

Es war ein glücklicher Umstand, der dazu geführt hatte, dass die Stadt an der Seine so gut hatte verteidigt werden können. Doch um den Schutz besser zu gewährleisten, wurde veranlasst den Schutzbereich so zu verkleinern, dass er die Versorgung mit dem Wichtigsten zum Leben gewährleisten sollte.

Immer wieder prahlten die Versuche der Goa’uld an dem Schutzschild des Priors ab. Dieser las dabei leise aus dem Buch seiner Göttin, und nebenbei suchte er den Kontakt zu den anderen Prioren auf der Erde. Ziel war es, auf einer telepathischen Ebene die Orici, auf die aktuelle Entwicklung auf diesen Planeten aufmerksam zu machen.
Aber auch in vielen anderen Regionen in Frankreich leisteten die Menschen gegen ihre Besatzer aus dem Verborgenen so gut es ging Widerstand. Viele der noch lebenden älteren Franzosen erinnerten sich dabei an die Résistance gegen die Nazis, zur Zeit des Zweiten Weltkrieges.

“Francois. Hier sind die Handgranaten und der Plastiksprengstoff, die du noch gebraucht hast.”
“Merci. Antoine. Morgen schon bereits, könnten wir mit einigen wenigen gezielten Angriffen den Goa’uld in kurzer Zeit einige heftige Schläge versetzen.”
Nachdem der Satz beendet worden war, setzten sich die beiden zu weiteren Mitstreitern, um die benötigten Sprengsätze zu bauen.


Asien, China
Militärbasis nahe Shanghai

Sirenen heulten abermals auf, denn mehrere Todesgleitergeschwader näherten sich erneut, dieses Mal jedoch mit der Unterstützung von Al’kesh und Bodentruppen dem Stützpunkt.
Grund dafür war Lord Yu, der sich vorgenommen hatte alle noch vorhandenen Regionen, in denen bislang noch Widerstand geleistet wurde und die zu seinem Herrschaftsgebiet gehörten, nach und nach zu unterwerfen.

In der Kommandozentrale erkannte man mit großer Besorgnis, dass auch unter den Bodentruppen einige dutzend Kull-Krieger waren, die der oberste Systemlord Ba’al Lord Yu überlassen hatte.

“Alle unsere Soldatinnen und Soldaten sollen sich sofort in den nächsten 15 Minuten zur Roten-Linie zurückziehen! Danach verkleinern wir die Größe des Schutzschildes, um Energie zu sparen, Lieutenant Ming! So haben wir die Möglichkeit die angreifenden feindlichen Truppen gezielter unter Feuer zu nehmen, insbesondere diese Kull-Krieger!”
“Jawohl, General.”

Israel
Jerusalem

Eine wohl der geschichtsträchtigsten Städte der Erde, war wohl am besten geschützt.
Es war ein guter und verbesserter Schutzschild, der hier zum Einsatz kam und nicht nur die Stadt selbst, sondern auch das nahegelegene Umland gegen die Angriffsversuche des Goa’uld Moloc verteidigte.

Aber auch die übrige Bevölkerung Palästinas und Israels kämpfte zum Teil Seite an Seite, vereint gegen den außerirdischen Feind, der ihnen das Land streitig zu machen drohte.

Ansonsten konnten die Streitkräfte Israels größtenteils dabei nur auf die Unterstützung noch vorhandener Flottenverbände der US-Navy zählen, die ebenfalls durch verbesserte Schutzschilde gegen die Angriffe abgeschirmt waren.

Lord Moloc verfügte nur über ein Ha’tak, den dazugehörigen Todesgleitergeschwader, ein paar Al’kesh, einige Tel’taks, einige hundert Jaffa und eine handvoll Kull-Krieger.

Ha’tak Molocs
Pel’tak

Die Gelassenheit im Gesichtsausdruck des Goa’uld ließ immer mehr nach. Als sein Primus erschien und ihn mitteilte, dass eine Einheit seiner Jaffa, etwa drei dutzend Krieger in einen Hinterhalt geraten und vollständig aufgerieben worden sei.

Moloc wurde sehr zornig darüber, weshalb er anordnete die Angriffe auf Jerusalem und die nähere Umgebung vorerst abzubrechen und Gebiete zu sichern, die bereits unter seiner Kontrolle standen. Später folterte er deswegen eigenhändig seinen Primus, um jenen für sein klägliches Versagen zu bestrafen.



Pegasus-Galaxie
Atlantis, Besprechungsraum

“Colonel Ellis. Colonel Sarakov. Sie beide werden morgen, um 6 Hundert, mit dem Team von Colonel Sheppard zur Erde aufbrechen! Zum einen, um dessen Team und zum anderen Teil die Stargate Command Base im Kampf gegen die Goa’uld zu unterstützen!”, verkündete Mister Woolsey den Kommandanten der Apollo und der Korolev II.
Die Bitte von Morgan La Fay/Ganos Lal das AR-1-Team zur Erde begleiten zu dürfen, lehnte Richard nach kurzer Überlegung, mit dem Verweis des zu hohen Risikos dankend ab. Stattdessen bat der Leiter der Atlantisexpedition die Antikerin darum, alles was für die Mission wichtig sein könnte zu notieren und Sheppard auszuhändigen.



Große Magellansche Wolke
Thule, südliche Hemisphäre
Kontinent Sanara

Eine große Bevölkerungsgruppe von verschiedenen Völkern hatte sich wieder einmal mehr versammelt. Sie hatten erschütternde Informationen zusammengetragen, die sie dazu veranlasste weiterhin die selbsternannte Herrscherrasse mit gezielten Angriffen zu erschüttern.

“In ihre Hauptstadt können wir nach wie vor nicht hineingelangen. Unsere einzigen Möglichkeiten sind dieselben wie bisher, nämlich einige ihrer Siedlungen, Kleinstädte und diese furchtbaren Lager, in denen viele unserer Brüder und Schwestern gezwungen werden unter unmenschlichen Bedingungen zu arbeiten, anzugreifen.”
“Du hast leider damit Recht, Tara.”
“Wir könnten versuchen in diesen Lagern Aufstände zu entfachen, denn dort sind wir in der Überzahl”, fügte ein anderer Mann hinzu.
Tara nickte kurz, dann ergänzte sie: “Ja. Sobald unsere Leute dort jeweils frei sind und sich mit den Waffen ihrer Peiniger ausgerüstet haben, können sie deren Siedlungen sowie Kleinstädte angreifen. Wir werden also den Partisanenkrieg gegen sie fortführen. Wir müssen unsere Waffenarsenale auffüllen und dann hart zuschlagen.”



Andromeda-Galaxie
Galactica-Flotte
Colonial One

Nach wenigen Minuten schon, war der kleine Raum vor dem Büro von Laura Roslin mit den Vertretern der Presse gut gefüllt. Die Präsidentin und auch der Admiral sahen sich dazu gezwungen mit den Gerüchten innerhalb der Flotte aufzuräumen, und somit für eine aufrechte Ordnung unter den Überlebenden zu sorgen.

Mit der Einleitung: “Meine Damen und Herren, bitte nehmen sie alle Platz, wenn soweit verfügbar! Admiral Adama, Vizepräsident Zarek, einige Vertreter des Zwölferrates und auch ich selber hörten von einigen Themen, besser ausgedrückt von Gerüchten, die in unserer Flotte seit der erfolgreichen Evakuierung und Flucht von Neu-Caprica kursieren. Wir beide werden heute dazu Stellung beziehen. Doch wir ersuchen sie alle mit den Fragen zu warten, bis Admiral Adama und ich mit unseren Ausführungen fertig sind!”, eröffnete Laura Roslin die angekündigte Pressekonferenz.

In den darauffolgenden etwa 50 Minuten bezogen Admiral Adama und Präsidentin Roslin Stellung zu den aktuellen Gerüchten.
“…die Galactica ist weiterhin betriebsbereit, obwohl an ihr immer noch gearbeitet wird, um die Beschädigungen zu beseitigen, die im Laufe der vielen Kampfhandlungen gegen die Zylonen in den letzten Jahren aufgetreten sind. Im Bezug auf den Zustand der Pegasus erwarte ich den Bericht von Commander Lee Adama in den nächsten Stunden”, führte William Adama unter anderen auf. Den Bezug auf die Zylonin Sharon Satterfield ließ er mit Absicht aus, denn dies würde auch Laura Roslin im Anschluss nach seiner Erklärung ebenfalls, wie abgesprochen tun.
Danach gab die Präsidentin unter anderen bekannt: “…es sind Leute innerhalb der Flotte verschwunden, die von einem Tribunal verfolgt, angeklagt, für schuldig befunden und bestraft worden sind, weil sie in Kollaboration mit den Zylonen auf Neu-Caprica gehandelt haben sollen. Hiermit erlasse ich eine allgemeine Amnestie für alle, da es sehr schwer für viele war, unter den Repressalien des Feindes zu leben, weswegen sie diesen Schritt gewagt haben, in dem guten Glauben etwas Gutes zu tun. Das wäre denn nun alles.”

Wie zu erwarten gewesen war, wirkte der Vizepräsident Tom Zarek alles andere als zufrieden mit der Erklärung der beiden Personen, die an der Spitze dieser Flotte standen.
Doch wie von ihm erhofft, hatte die Presse diesen einen Punkt nicht vergessen, weswegen sofort quasi alle ihre Hände als Zeichen erhoben, weil sei diese eine wichtige Frage auch noch geklärt haben wollten.

“Wieso verschweigen sie es uns allen?”, fragte einer der Journalisten vollkommen empört, “Nämlich, dass es an Bord der Galactica eine mysteriöse Zylonengefangene geben soll.”

“Es befindet sich in der Tat eine weitere Acht an Bord der Galactica”, bestätigte Admiral Adama sofort, der an das Pult getreten war. “Wir haben oder wollten uns noch nicht zu diesen Thema äußern, weil wir immer noch die getätigten Aussagen dieser Sharon sehr genau prüfen. Sobald wir genauere Ergebnisse gehabt hätten, hätten wir die Flotte informiert. Denn ich bin kein Freund davon, mit halbgaren Argumenten um die Ecke zu kommen.”
Kurz darauf meldete sich eine Kollegin zu Wort: “Es wird aber erzählt, dass eine Suche geplant ist, die nach einer weiteren Flüchtlingsflotte suchen soll. Was sagen sie beide dazu?”
“Es ist eine solche Mission geplant, die der Aufklärung dienen soll”, antwortete der Admiral, welcher der Präsidentin kurz zunickte, als Signal die Pressekonferenz umgehend zu beenden.



Große Magellansche Wolke
Thule, nördliche Hemisphäre
Kontinent Lanassa, Großgermanien
Hauptstadt Germania

Der Führer, Karl Magnus Hitler, hatte erneut einen Tobsuchtsanfall bekommen, denn nach wie vor wurden seine abgestellten Truppen in allen Kontinenten des Planeten von Terroristen, wie er diese Menschen verachtend bezeichnete, angegriffen und getötet.

“Wieder eines der Konzentrationslager und anschließend eine kleine Ortschaft! Ich will, dass diese Verbrecher endlich gefunden, gefoltert und dann getötet werden!”
“Dies ist sehr schwierig, mein Führer.”
“Mag sein, Oberst-Gruppenführer Wilhelm Bauer. Hat jemand von den anderen hier Anwesenden eine nützliche Idee?”
“Wir könnten mit Sicherheit die Wachposten verstärken oder unsere Truppen aus den betroffenen Regionen zurückziehen…”
“Ich bin mir sicher, dass unser Führer eine aggressivere Idee erwartet hatte, Oberst-Gruppenführer Alfred Reinhardt”, sagte General Suma Ito.
Dann meldete sich Obergruppenführer Friedrich Baum mit dem Vorschlag zu Wort, in die Dörfer der besetzten Völker zu gehen und Strafhinrichtungen und Folterungen an den Bewohnern durchzuführen.
“Das ist gut. Sehr gut. Von wie vielen dieser Dörfer genau sprechen wir da?”
Auf diese Frage antwortete Obergruppenführer Brunhilde Burg: “Von insgesamt 47 Dörfern mit einer Bevölkerung von je etwa 70 bis 300 Personen, mein Führer.”
“Alle Obergruppenführer dürfen zunächst wegtreten! Doch alle anderen verbleiben gemeinsam mit General Suma Ito und mir hier im Raum!”, entschied der Führer der Nazis schließlich.



Milchstraße
Sol-System
Mars
Stargate Command Base

Die Kommunikation mit dem Homeworld Command auf der Erde gestaltete sich immer schwieriger. Daher ging man davon aus, dass Ba’al und die anderen Goa’uld vermutlich Störsender oder ähnliche Technologien nutzten, um die Koordinierung der Menschen zu stören.

“Immer noch nichts von Atlantis und der Odyssey?”
“Nein, bislang noch nicht General Landry. Sie halten vermutlich absichtlich Funkstille, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Goa’uld unsere Kommunikation abhören könnten”, antwortete Chief Master Sergeant Harriman.
“Da werden Sie wohl Recht haben. Dann müssen wir wohl warten.”


Erde
Nordamerika, USA
Homeworld Command, Konferenzraum

Irritiert sah sich Cameron Mitchell um, dann fiel es ihm auf: “Hat irgendjemand von ihnen Teal’c gesehen?”
“Nein, General Mitchell.”
“Dann finden Sie mal so schnell wie nur möglich heraus, wo Teal’c abgeblieben ist, Lieutenant!”


Südamerika, Französisch Guyana

Die Jaffa waren ja vieles gewohnt, so könnte man annehmen. Doch dieser Dschungel war ihnen wohl selbst unheimlich. Der Trupp durchkämmte die Vegetation so gut es möglich war nach Hinweisen. Hinweisen, die darauf Aufschluss geben sollten, was mit den 20 Jaffa passiert war, die hier verschwunden waren. Dieser Suchtrupp bestehend aus zwölf Jaffa hatte zur Unterstützung drei Kull-Krieger dabei.
Sie wateten schon seit einigen Minuten durch das morastige Wasser. Blätter, Farne und Äste hingen tief hinab. Kurz darauf, nachdem der Letzte von ihnen dieses Labyrinth betreten hatte, waren Schüsse und Schreie zu hören. Der Lärm dauerte etwa eine knappe Viertelstunde, ehe wieder nach einer gewissen Pause wieder nur noch das Rufen der Tiere des Urwaldes zu hören war.
Im Unterholz bewegten sich Aufrechtgehende Schatten, deren Gesichter bemalt waren, in den Händen automatische Waffen und gute Tarnanzüge als Bekleidung trugen. Alle diese Soldaten gehörten der französischen Fremdenlegion an, die diese Gegend in und auswendig kannten.


Nordamerika, USA
Homeworld Command, Kommandoraum

Gerade als in Cameron Mitchell wieder einmal so einige Erinnerungen hochkamen, erhielt er die Mitteilung, dass Teal’c den Stützpunkt mit unbekannten Ziel verlassen hatte.

“Er muss doch irgendetwas darüber gesagt haben, was er vorhat?”, fragte General Mitchell daher einen der Zeugen, die gesehen hatten, wie der Jaffa das Homeworld Command verließ.
“Leider nein, Sir. Er meinte nur, dass er etwas Wichtiges erledigen müsse.”

Colorado Springs, Peterson Air Force Base

´Warum bin nicht bei den Cops geblieben´, dachte die Frau, die gerade einmal Mitte dreißig war. Ihre Einheit und sie selber hatten es geschafft, sich von der Air Force Academy bis hierher, unter schmerzlichen Verlusten durchzukämpfen. In ihrer Not hatte sie eine Nummer gewählt, an die sie sich zum Glück wieder erinnert hatte.

Die Späher der Jaffa schienen überall zu sein. Doch sie mussten alle in der sicheren Deckung bleiben und darauf vertrauen, dass die zugesicherte Hilfe unterwegs war.

Die Soldatin und ihre 15 Kameradinnen und Kameraden hatten sich so gut es ging in einen der Bunker verschanzt. Doch auf einmal hörte einige von ihnen das Plätschern von Wasser.

“He. Wo kommt denn das Wasser her?”, stutzte ein Kadett der Academy verwundert.
Darauf aufmerksam geworden, fragte die Frau, die die Hilfe angefordert hatte leise: “Bist du das, Teal’c? Wo bist Du?”

Kurz darauf schien sich die Struktur der Wand zu verändern. Eine Öffnung entstand, denn der Jaffa hatte sich einige der Tok’ra-Tunnelkristalle mitgenommen und aus der Ferne beobachtet, was die bedrängte und gemischte Einheit getan hatte und wohin sie gegangen war.

“Teal’c! Na endlich!”
“Ich grüße dich, Ally. Wir können gehen soweit ihr dazu bereit seid.”
“Ja. Aber zunächst wollen wir noch eine kleine Überraschung für die Goa’uld vorbereiten.”
“Ich verstehe. Doch sollten wir uns damit beeilen!”

Keine Sekunde zu früh waren sie alle in den Tok’ra-Tunnel verschwunden, der sich wie von Geisterhand ebenfalls wieder verschlossen hatte. Etwa eine handvoll Kull-Krieger drangen zuerst in den Bunker ein und nach ihnen noch eine Menge Jaffa, die damit begannen den gesamten Komplex zu durchsuchen. Zu spät bemerkten sie allerdings den Sprengsatz, der schließlich detonierte und einen Großteil der Anlage zerstörte.

Odyssee
Folge 4.18 - “Résistance, Teil 2”

Milchstraße
Sol-System
Erde, Australien
Perth

Ohne jegliche Vorwarnung explodierte der Sprengsatz, den die Widerstandsbewegung gelegt hatte. Die Detonation war so gewaltig, dass das Al’kesh in viele Trümmer zerrissen wurde, welche ebenfalls weitere Verluste in den Reihen der Jaffa verursachten.


Nordamerika, USA
Washington D.C., Weißes Haus

Die Reihe der eingegangenen Berichte, die von Anschlägen gegen die Goa’uld und ihre Gefolgschaft, auf dem Schreibtisch von Ba’al wurden immer zahlreicher.

Der Oberste Systemlord wurde deswegen sehr zornig, doch waren ihm in gewisser Art und Weise die Hände gebunden. Dies lag an seiner Ansprache an die Menschen von Tau’ri, welche weltweit übertragen worden war. Um nicht unglaubwürdig zu werden, musste er sich dringend etwas einfallen lassen.

“…hm, ein weiterer Appell an die Menschen reicht nicht aus, damit die Angriffe auf uns beendet werden. Wir werden daher auf Mittel zurückgreifen müssen, die unsere Feinde hart und vernichtend treffen”, sprach Ba’al in kleinem Kreis zu einigen anderen Lords der Goa’uld.

Homeworld Command, Büro des Kommandeurs

Sofort nach seiner Rückkehr, hatte General Cameron Mitchell den sehr erschöpften Teal’c zu einen Vier-Augen-Gespräch gebeten. Einerseits bewunderte der General natürlich den ehemaligen Primus, doch andererseits hatte er von dem eigentlichen Leiter dieses Kommandos im Cheyenne Mountain die Verantwortung übertragen bekommen.
“…es ging um die Leistung von Hilfe, ja. Doch wäre es besser gewesen, mich darüber zu informieren, denn wie ich von Doktor Warner gehört habe, bist du immerhin verletzt worden, Teal’c.”
“In der Tat, Cameron Mitchell. Doch musste ich schnell handeln, weil schnelle Hilfe für das Team von Lieutenant Ally Martin erforderlich war. Und…”
“Und?”
“… und zu viele Leute hätten wohlmöglich diese Mission gefährdet.”
“Na gut, Teal’c. Ich will nicht wirklich darauf herumreiten… die Hauptsache ist, dass Du wieder hier bist. Und dazu noch mit Unterstützung, Ausrüstung und bestimmt jeder Menge interessanter Informationen. Lieutenant Roberts!”
“Sir.”
“Also, ich benötige schnellstmöglich die Personalakten aller 16 Neuankömmlinge, die Teal’c hierhergebracht hat!”
“In Ordnung, General.”

Los Angeles, Phoenix Foundation

Es hatte lange gedauert, aber Sean Angus “Sam” Malloy-MacGyver hatte es mit der Hilfe seines Teams endlich und vor allem noch rechtzeitig geschafft, nämlich den Prototyp eines Schutzschildes noch rechtzeitig in Betrieb zu nehmen. Es handelte sich dabei um ein Projekt, an dem sein Vater in seiner Freizeit gearbeitet hatte, und zwar nachdem die Luzianische Allianz vor Jahren die Erde angegriffen hatte.

“Na schön. Wie weit reicht unser Schutzschild?”
“Er hat einen geschützten Radius von drei Meilen rings um die Phoenix Foundation geschaffen. Die Energiewerte sind konstant. Doch wir müssen abwarten, wie es aussieht, wenn das Energiefeld, welches uns umgibt, belastet wird”, antwortete Doktor Mei Jan, die einstige Studentin aus China, welche mit Sam außerdem seit Jahren schon liiert war.
Nach einer kurzen Pause fügte sie hinzu: “Sollte es erforderlich sein, könnten wir das Feld auch verkleinern, um Energie zu sparen.”



Große Magellansche Wolke
Thule, südliche Hemisphäre
Kontinent Sanara

Wie von dem Führer der Nazis gewünscht, begannen ohne jegliche Rücksicht und mit größter Brutalität die geplanten Strafaktionen. Ein Dorf hatte man komplett, darunter auch Hilflose, wie Kinder und alte Personen, grausam ausgelöscht. Denn einer der älteren Dorfbewohner hatte eine Waffe in Form eines Gewehres bei sich getragen, was der Mann zu verbergen versucht hatte.
Einige Soldaten der Nazis hatten schließlich, versteckt in einer Grube unter Strohballen, dank eingesetzter Spürhunde ein kleines Waffenlager gefunden.

Der Rauch, der von den brennenden Häusern, Hütten und Scheunen verursacht wurde, war deutlich einige Kilometer weit zu erkennen.
Tara erschrak, denn sie hatte dieses Dorf zuletzt noch von den Truppenbewegungen der Nazis erst noch vor wenigen Tagen eindringlich gewarnt. Vara, ihre Schwester und letzte noch lebende Verwandte empfahl ihr so schnell, wie nur möglich viele Kämpferinnen und Kämpfer zu einer Armee zu vereinen, denn sie wollte so schnell wie nur möglich die Toten rächen.



Pegasus-Galaxie
Hyperraum
U.S.S. Apollo, Gäste-Quartier Delta-7

Das Team von Sheppard hatte sich kurz nach dem Eintreffen an Bord in ein Quartier zurückgezogen. Denn es ging darum in den nächsten Tagen die aufgeschriebenen Informationen, die Morgan La Fay alias Ganos Lal verfasst hatte, zu übersetzen und zu verstehen.
Eine große und hilfreiche Stütze dabei war Teyla gewesen, die sich die Mühe gemacht hatte ihre Schrift- und Sprachkenntnisse der Antiker zu verbessern.



Große Magellansche Wolke
Thule, nördliche Hemisphäre
Kontinent Lanassa, Großgermanien
Hauptstadt Germania

Bislang war der Führer mit der neuesten Entwicklung sehr zufrieden, denn auf der gesamten nördlichen Hemisphäre des Planeten war die Lage den vorgelegten Berichten zufolge wieder ruhiger. Doch auf den großen Kontinent Sanara, der sich auf der südlichen Hemisphäre befand, war es das genaue Gegenteil.
Aber seine Stimmung war positiv, denn er war froh, dass seine gesamte Familie bei dem Empfang und der Verabschiedung des Gastes anwesend gewesen ist.
 
‘Dies wird eine sehr nützliche Allianz sein’, dachte der Führer der Nazis selbstzufrieden, während er aus dem Fenster seines Büros schaute.



Milchstraße
Territorium der Luzianischen Allianz
Flaggschiff von Kefflin

So wie er es gewohnt war, hielt es Kefflin immer noch bei. Somit kannte so gut wie niemand sein Aussehen. Denn er war schon seit Jahren noch vorsichtiger geworden, besonders als er vom Mord, durch den immer noch aktiven Kopfgeldjäger Odai Ventrell an seinen langjährigen Freund Netan gehört hatte.
Eben dieser Mann hatte sich im Verlaufe der verbliebenen Jahre ein beträchtliches Territorium der Allianz einverleibt, was dazu geführt hatte, dass es mit ihm schon seit Jahren mehrere Anwärter auf die Gesamtführung der Luzianer gab.

Kefflin hatte sich die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, denn viele boten ihm nach wie vor ein Bündnis an. Bislang hatte er dies stets abgelehnt, weil er als Zweiter im Hintergrund bleiben konnte.
“…du willst mir also nicht helfen, Kefflin?”
“Du hast es genau erfasst, Odai.”
“Liegt es daran, dass ich einst deinen alten Freund Netan getötet habe?”
“Du stellst Fragen, deren Antwort du bereits kennst. Die Unterhaltung ist beendet!”
“Eine Sache noch.”
“Welche?”
“Die Tau’ri sind von den Goa’uld angegriffen worden...”
“Geschieht denen Recht. Ich mische mich da nicht ein.”
“…mag sein, doch wir werden es mit den Goa’uld früher oder später erneut zu tun haben, sobald sie die Tau‘ri vollends unterworfen haben. Sie werden bestimmt Spione bei uns einschleusen.”
“Du machst dir nur unnötig Sorgen, denn ich bin davon überzeugt, dass die Goa’uld in eine Falle der Orici Adria getappt sind, die die ganze Erde unterwerfen will. Jetzt hat sie den Vorwand, der ihr für einen Einmarsch gefehlt hat.”
“Achte dennoch auf Goa’uld-Spione in den eigenen Reihen”, riet Odai zum Ende, als Kefflin noch ein kurzes Nicken erkennen ließ, bevor die Verbindung beendet worden war.


Commander Dorans Territorium

Zahlreiche Verbündete hatte Doran zwar nicht, doch dafür hatte der Vertrag mit den Menschen von Tau’ri und den Ori sowie der Expedition in der Andromeda-Galaxie seinen Einfluss innerhalb der Allianz erhöht. Aber dennoch lehnten es viele ab den bedrohten Tau’ri, die sich aktuell mal wieder im Krieg mit den Goa’uld befanden, zu helfen. Darunter war auch sein Bruder Daminus, der keine Lust hatte der Erde gegen Lord Ba’al beizustehen.


Daminus Planet

Der Führer der Luzianischen Allianz nahm die Nachricht von der Niederlage der Tau’ri, die wohl ihren gesamten Planeten an die Goa’uld hatten abgeben müssen mit einem sehr zufrieden Grinsen im Gesicht auf.

“Warum sollte ich denen denn helfen? Die Tau’ri haben ihre Welt verloren!”, lachte er.

Er verließ die Audienzhalle seiner Residenz und ging in seine privaten Gemächer, da er seit dem Essen immer müder wurde. Daminus war so müde, dass er die dunkle Gestalt, die sich in den Vorhängen seines Schlafgemachs verbarg nicht wahrnahm.



Andromeda-Galaxie
Galactica-Flotte
Battlestar Galactica

Immer noch hielt sich Tom Zarek an Bord des alten Kampfsternes auf, denn er hatte selber vor mit Sharon Satterfield zu sprechen. Äußerst widerwillig hatte William Adama dem Anliegen zugestimmt.

Wie der Admiral es bereits erwartet hatte, versuchte der Vizepräsident nach einem sanften Beginn die Zylonin schon, nach nicht mal zwei Minuten Gesprächszeit, aus der Reserve zu locken. Aber diese Acht blieb ruhig und betonte stattdessen, dass es enorm wichtig war ihre Freunde zu finden, mit dem Ziel diese und somit ihre gefühlte Heimatwelt und -galaxie vor den Absichten der Zylonen zu warnen. Zarek wurde immer dreister, was dazu führte, dass sogar Sharon Agathon einschritt und den Vizepräsidenten wegbringen ließ.

Tom Zarek protestierte anschließend mit den Worten: “Haben in dieser Flotte, und dann auch noch ebenfalls ausgerechnet auf diesen Schiff, jetzt die Zylonen das Sagen?”, lautstark gegen den verhängten Platzverweis bei William Adama. Doch der Admiral hielt Rücksprache mit seinen Marines und Athena, wonach er den Vizepräsidenten dazu aufforderte sein Schiff unverzüglich zu verlassen, denn er war nicht länger erwünscht.



Triangulum-Galaxie
U.S.S. Odyssey < = > Mu

Beide Raumschiffe hatten den Hyperraum, einige Planetensysteme von der Heimatwelt der Goa’uld entfernt, verlassen. Dabei hielten sie sich, um nicht entdeckt zu werden, im Schatten eines riesigen Gasgiganten auf.

Anhand der Sensoren versuchte man, aus der Ferne, das neue Heimatsystem der Goa’uld zu erkunden. Das Ziel war es eine gute Ausgangsposition zu finden, die den Angriff auf die Basis von Ba’al und den anderen Systemlords erleichtern sollte. Aber schnell war klar geworden, dass man entschieden und ohne langes zögern handeln musste.

Jack O’Neill sah sich sehr genau die Karte an. Dieselbe hatte auch Clark Petersen auf der Odyssey vor Augen.

“Sehen Sie da ein Eingangstürchen für uns, Colonel?”
“Da es in diesen gesamten Planetensystem verteilt Goa’uld-Schiffe gibt, müssten wir uns in dessen Herz vorwagen. Also in die Corono-Spähre der Sonne eindringen. Oder wir gehen einige hunderte Kilometer vor den äußersten Planeten vor Anker. Danach schicken wir, egal für welche Variante sie entscheiden werden General, alle verfügbaren Jumper los, die den Angriff der Odyssey und Mu vorbereiten.”
“Ja. Das müsste entschieden werden. Vermutlich gibt es bei den drei Gasplaneten im System einige Ha’tak”, erklärte Egeria/Captain Lauren Perry, “womit eigentlich nur noch die beiden schon erwähnten Möglichkeiten von Lieutenant Colonel Clark Petersen in Betracht kommen.”
“Ja. Aber zuerst benötigen wir einen klaren Schlachtplan, da wir ziemlich unterbesetzt sind”, seufzte General Jack O’Neill, der im Anschluss umgehend das gesamte Planetensystem abscannen ließ.



Milchstraße
Sol-System
Erde

Beinahe überall auf der Erde brachen ohne Vorwarnung gefährliche Krankheiten bei den Menschen aus.

Ba’al und die anderen Goa’uld hatten dafür sofort die Widerstandsgruppen verantwortlich gemacht, die alle Gläubigen auf diese Weise vernichten wollten. In einer Ansprache, die weltweit gesendet wurde, versprachen die Goa’uld ihre Wissenschaftler an einer Lösung zur Rettung der Menschen suchen zu lassen. Gaben aber auch zu, dass es vermutlich einige Zeit dauern würde.

Nordamerika, USA
Washington D.C., Weißes Haus

Der oberste Systemlord hatte sich mittlerweile schon richtig in seinem neuen Zuhause eingelebt. Aber eine Sache fiel ihm schließlich auch auf.
“Was ist mit Nike und Bastet? Wo sind die beiden?”, fragte er Morrigan und Athene, die nur zur Antwort nur ratlos mit den Schultern zucken konnten.
“Entweder wurden sie ermordet, gefangengenommen oder haben das Volk der Goa’uld verraten. Es gibt also nicht viele Möglichkeiten. Findet jemanden, der etwas in dieser Angelegenheit herausfinden kann!”
“Jawohl, Lord Ba’al”, lautete die Antwort den beiden.

Homeworld Command
Arrestzelle A-17

Es war Teal’c, der in Begleitung von sechs Soldaten Nike/Jeanne für eine Vernehmung abholte.

“Wie geht es meiner Familie und meinen Freunden?”, fragte die Wirtin der Goa’uld.
“Ich versichere Dir, dass sie alle innerhalb dieser Basis komfortabel untergebracht worden sind und mit Respekt behandelt werden”, antwortete der Jaffa, der sehr aufmerksam aufpasste, während der Frau von einem Soldaten Handfesseln angelegt wurden.

In einem weiteren Raum wartete bereits Lieutenant Ally Martin, die wegen ihrer früheren Tätigkeit als Polizistin von Mitchell für die Verhöre der beiden unter Arrest stehenden Goa’uld ausgewählt worden war.

“Ich weiß nicht, was das alles soll. Warum werden Jasmin und ich so von euch behandelt? Wir haben niemanden etwas getan”, erklärte Jeanne nachdem sie auch noch an den Tisch gekettet worden war.
“Ach ja. Sie sollen sehr wichtige Informationen, über welche sie ohne jeglichen Zweifel Kenntnisse hatten nicht an das Homeworld Command oder das SGCB weitergeleitet haben. Informationen, die der Menschheit geholfen hätten diese Invasion und momentane Lage abzuwenden”, entgegnete Ally unbeeindruckt.
“Also deswegen das alles hier? Jasmin und ich haben unsere Kinder und Eltern sowie noch einige Kolleginnen und Kollegen aus Hamburg gerettet, die wir in einem gekaperten Frachtschiff hierher geflogen haben.”
“Das ist uns allen bekannt. Ihr tut so, als ob wir uns davon ablenken lassen.”
“Was? Diese Unterstellung ist absurd. Vollkommen absurd. Hätten Bastet und ich uns offen gegen Ba’al und die anderen Goa’uld gestellt, wären wir umgehend eliminiert und die Familien unserer Wirtinnen ausgelöscht worden”, entgegnete Nike, die ihre Wirtin verdrängte und zum ersten Male in dieser Vernehmung sprach.

“Das war es zunächst. Bringe sie wieder in ihre Zelle zurück und bringt Bastet/Jasmin Nadine Ataya zur Vernehmung hierher, Teal’c!”, wies Ally an.



Ori-Galaxie
Celestis, Heilige Stadt der Göttin

Nach einer längeren Abwesenheit hielt sich Adria, die unerwartet sehr schnell auf einen anderen Planeten in einer Satellitengalaxie der Milchstraße weitere Gläubige auf einem gesamten Planeten dazu gewinnen konnte, wieder einmal im allergrößten Heiligtum ihres Volkes auf. Gerade ließ sie die Energie der Gläubigen, die sie verehrten und anbeteten in sich strömen. Da öffnete sich das große Portal, welches in diesen Saal führte und der Doci trat bei ihr ein.

Die Orici spürte sofort, dass etwas nicht zu stimmen schien, denn der oberste aller ihrer Priore sah bedrückt aus.

“Sprich, Doci!”, verlangte sie, nachdem sie sich vor ihm manifestiert hatte.
“Ich überbringe schlechte Nachrichten, meine Göttin. Ein falscher Gott mit dem Namen Ba’al ist mit vielen anderen, die so sind wie er auf der Erde eingefallen und droht unsere dortigen Gläubigen sowie auch alle anderen, die sich ihm widersetzen zu vernichten…”
‘Als ob mich das kümmern würde, wenn er alle die nicht an mich glauben vernichten würde’, dachte Adria.
“…die Menschen mussten ihre Flotte zurückziehen, und sind dabei sich neu zu formieren. Außerdem breiten sich dort momentan viele unerklärliche Krankheiten unter der dortigen Bevölkerung aus…”
“Das genügt, Doci! Sende Priore aus, die zum Heiligen Kreuzzug gegen die falschen Götter aufrufen sollen! Jede Familie, jedes Dorf und jede Stadt sollen eine angemessene Anzahl von Kriegerinnen und Kriegern abstellen! Ich selber werde meine Tochter Adriana in der fernen Galaxie aufsuchen, die den Heiligen Kreuzzug dann, gegen Ba’al und seiner ruchlosen Gefolgschaft, an meiner Stelle anführen soll.”
“Jawohl. Alle Anbetung und Ehre sei Dir, o große alleinige und wahre Göttin des ganzen Universums”, sagte der oberste der Priore, während er sich verneigte und dann den Saal wieder verließ.

Als Adria wieder alleine war, stieß sie hasserfüllt und verächtlich hervor: “Ba’al! Ba’al! Mit dir habe ich noch eine Rechnung offen. Ich habe nicht vergessen, was du mir einst vor Jahren angetan und den Plan der Heiligen Ori somit beinahe zunichte gemacht hast. Ich kann es kaum erwarten, dir dein Tun zu vergelten, da meine Rache an dir und deiner Gefolgschaft groß sein wird.”

Kurz darauf begab sie sich zu einem Landeplatz. Dort gab es eine kleine Flotte von fünf Ori-Mutterschiffen, die ihr immer zur schnellen Verfügung standen. Die Kunde des bevorstehenden Kreuzzuges hatte sich bereits unter allen Mannschaften und Kriegerinnen und Kriegern verbreitet.

Kurz darauf erhoben sich auch schon die fünf Raumschiffe und flogen ins Weltall. Ihr erstes Ziel war ein aktives Supergate, welches sie sogleich in die Andromeda-Galaxie führen würde.
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#30
Odyssee
Folge 4.19 - “Résistance, Teil 3”     

Milchstraße
Sol-System, Erde, Nordamerika
USA, Homeworld Command

Die Vernehmungen der beiden Goa’uld Bastet und Nike beziehungsweise ihrer zwei Wirtinnen waren beendet und ausgewertet worden. Beide hatten in etwa dasselbe erzählt. Bastet schien bei den zwei Gesprächen sogar noch ein wenig offener zu sein, denn diese Goa’uld, war der festen Überzeugung einige Verbündete unter den Systemlords zu finden, welche unter anderen mit ihr befreundet waren.

Parallel dazu hatte man in etwa all die Regionen mittlerweile etwas genauer lokalisieren können, wo es die meisten und erfolgreichsten Widerstandsorte gegen Ba’al und die Systemlords auf der Erde gab. Außerdem war unerwartete Verstärkung auf der Basis in Form von zwölf Ori-Kriegern eingetroffen, die sich, wie einige weitere von ihnen schon seit einiger Zeit auf dem Planeten aufhielten. Somit stand fest, dass alle Städte, in denen sich Priore aufhielten den meisten Schutz gab. Alle diese Stellen wurden auf einer Weltkarte markiert. Hinzu kam kurz darauf die ungefähre Truppenstärke auf der Basis.

Bei einer Region stutzte General Mitchell: “Was ist denn das? Los Angeles hat nur so ein kleines Energiefeld?”
“Ja, Sir. Es wurde in der Phoenix Foundation kreiert. General O’Neill bat darum, dort nach einigen guten Verbesserungen zu forschen. Mister Angus MacGyver hat sich, wie Doktor Mei Jan ebenfalls daran beteiligt.”
“Aha. Also wird es kein militärischer Aktivposten, sondern eher ein humanitärer sein.”
“Davon müssen wir ausgehen, General Mitchell.”

Schließlich meldete sich einer der Ori-Soldaten zu Wort: “Wir könnten einige unserer Krieger dorthin entsenden, um diese Festung vor den falschen Göttern zu sichern. Denn nach meinen letzten Informationen befinden sich im Umkreis dieser Stadt etwa 30 unserer Kriegerinnen und Krieger. Diese könnten die Jaffa und ihre Verbündeten von dieser Phoenix Foundation fernhalten.”
“Könnte einer ihrer Leute das Feld eventuell sogar verstärken und verbessern?”
“Das könnte gut möglich sein, General Mitchell.”



Hyperraum
Zwischen Pegasus-Galaxie und Milchstraße
U.S.S. Apollo, Gäste-Quartier Delta-7

“Das ist ja im Himalaya, wenn das stimmt. Was könnte da sein?”
“Das wüsste wahrscheinlich nur Doktor Jackson, Rodney.”
“Sind sie da sicher, Sheppard?”
“Ja. Denn sonst hätten Sie es uns allen gesagt”, bestätigte Teyla sofort.

Der Kanadier verzog daraufhin schmollend ein wenig sein Gesicht, während er nebenbei nervös auf seinem Tablet herumtippte. Er suchte dabei nach hinterlegten Informationen über die Mythen, die in dieser Region ihren Ursprung hatten. Doch er fand nichts, denn es fanden sich auf der Festplatte nur Informationen über andere wissenschaftliche Felder, jedoch nichts über Geschichte und Archäologie.

Dann war es letztendlich Teyla, die die entscheidenden Wörter fand und übersetzte: “Hier steht etwas von zwei Orten: Einen mit dem Namen Shangri-La und der andere heißt Emrys.”
“Shangri-La soll ein Mythos sein. Ein Refugium, so ähnlich wie Kheb oder der Ort, wo ich festgesessen habe, um den Aufstieg entgegen zu gehen”, murmelte John, der deswegen erstaunte Blicke von Rodney erntete.
“Woher wollen Sie das wissen?”
“Habe es mal gelesen, als es über mögliche Orte ging, die ebenfalls von den Antikern oder ihren Verbündeten gegründet beziehungsweise erschaffen worden sein könnten, McKay.”
“Pah!”, machte Rodney nur.

“Colonel Sheppard. Hier spricht Colonel Ellis, wir haben soeben die Milchstraße erreicht, und werden in den nächsten vier Tagen die Erde erreicht haben. Doch werden wir, wie besprochen einen Zwischenstopp einlegen, um erst einmal die Lage aus der Ferne mit Hilfe der Sensoren zu erkunden.”
“Danke für die Neuigkeiten, Colonel.”



Triangulum-Galaxie
Hyperraum
U.S.S. Odyssey & Mu

Beide Raumschiffe waren gemeinsam zurück in den Hyperraum gesprungen. Dieses Mal jedoch, befand sich das Erdschiff im Schlepptau des Antikerschiffes. Denn es war Doktor Daniel Jackson gewesen, der etwas Nützliches entdeckt hatte: Mu besaß ebenso wie Atlantis eine Tarnvorrichtung. Der Haken an der Sache war, wie auch bei Atlantis, keine Schutzschilde bei Tarnung.

“Zumindest kommen wir dadurch dicht genug an die neue Heimatwelt der Goa’uld heran”, hatte General Jack O’Neill mit den Schultern zuckend nur gemeint.



Pegasus-Galaxie
Atlantis, Woolsey’ Büro

Beunruhigende Neuigkeiten machten auch vor Atlantis nicht halt, denn offenbar blieben vermehrt menschliche Planeten vor den schweren Angriffen der Wraith verschont, wenn sie die Orici Adria als ihre Göttin verehrten und anbeteten.

“In der Milchstraße soll es so etwas auch schon gegeben haben. Dies ging aus einem Bericht hervor, denn wir erhielten, kurz bevor der Kontakt zur Erde gebrochen wurde”, war Richard Woolsey eingefallen, nachdem er dem Bauern eines Planeten angehört hatte, mit dem man seit geraumer Zeit Handel trieb.



Andromeda-Galaxie
Heraclia
Königreich Capripolia

Von der Oberfläche des Heimatplaneten von Adriana konnte man das immer wieder beeindruckende Schauspiel beobachten, denn ein Ori-Mutterschiff setzte zur Landung an.
Die Kunde davon erreichte schließlich Veronika, die die hohen Gäste empfing.

“Wo ist meine Tochter, Prinzessin der Amazonen?”
“Sie befindet sich mal alleine auf der Jagd in den nahen Wäldern. Ich kann sie suchen gehen, denn ich weiß, wo sie sich wohl am ehesten aufhält, o große Göttin Adria Orici.”
“Dies ist nicht nötig, wenn sie bald zurückkommt”, lehnte Adria zunächst einmal ab, weil sie hoffte, dass ihre Tochter schon sehr bald zurückkehren würde.

Damit die Zeit schneller verging, ließ sich die Orici vom Prior Eremitias berichten, wie es mit der Verbreitung des wahren Glaubens auf diesen Planeten stand.
“An sich sehr gut. Doch eure Tochter ist sehr zurückhaltend und stellt es den Menschen frei sich zu euch, der einzigwahren Göttin im Universum zu bekehren.”
“Ist es so?”
“Ja. Ich habe versucht sie zu ermutigen auch Strafen zu verhängen, doch sie lehnt es ab, weil sie auf Freiwilligkeit setzt.”
“Hat Adriana Erfolg damit?”
“Meistens ja. Als sie damals entschieden hat das große Kaiserreich im Süden dieser Welt zu zerstören, haben sehr viele andere Völker Angst bekommen und sich euch schon nach kurzer Zeit zugewandt.”
“Sind es viele, die sich der wahren Lehre verweigern?”
“Nein. Aber viele halten nebenbei an ihren alten Göttern, Sitten und Ritualen fest…”
“Solange ich auch verehrt und angebetet werde, ist es mir noch gleich.”
“Warum seid Ihr hierhergekommen?”
“Ich habe Adriana dazu auserkoren den Heiligen Kreuzzug gegen einen alten Feind von mir anzuführen, welcher zurückgekehrt ist.”
“Gegen die ungläubigen Menschen von der Erde?”
“Nein. Sie soll die Erde befreien, damit die meisten der noch nicht erleuchteten Menschen sich mir zuwenden.”
“Ich verstehe, meine Gebieterin. Ah. Seht, dort kommt eure Tochter angeritten.”

“Mutter!”
“Mein Kind. Bitte komme zu mir, denn ich muss Dir etwas sehr Wichtiges mitteilen!”



Milchstraße
Sol-System
Zwischen Mars und Erde

Es geschah dies, was man sowohl in der Stargate Command Base auf dem Mars, als auch im Homeworld Command auf der Erde bereits befürchtet hatte, denn die Flotte von Ba’al und den Goa’uld ließ von den Rebellen auf der Erde ab und wandte sich dem Mars sowie der zusammengezogenen Flotte der Menschen und der Jaffa zu.

Ba’al hatte beschlossen die Kampfstärke der Flotte seines Gegners zu testen, während die von den Goa’uld freigesetzten Krankheiten auf dem Planeten in den Regionen den Menschen weiterhin stark zusetzten, in denen es Widerstand gegen ihre Herrschaft gab.


Marsorbit
U.S.S. George Hammond, Brücke

Es war sofort im Gesicht von Brigadier General Samantha Carter zu lesen, dass es ihr gar nicht behagte, was sie und alle anderen dort zu sehen bekamen. Eine geschlossene Formation von drei großen Flaggschiffen, 20 Ha’tak, 40 Al’kesh und mehreren hunderten von Todesgleitern kam auf sie zu.

“Sofortige Gefechtsbereitschaft für die gesamte Flotte sowie den Stützpunkt auf dem Mars!”, ordnete Sam an, nachdem die feindlichen Schiffe in Waffenreichweite gekommen waren.

Mars
SGCB, Kommandozentrale

Die Sorgenfalten standen allen Anwesenden ins Gesicht geschrieben, weil einige Schiffe ihrer Flotte eigentlich nach wie vor noch in Wartung, in Reparatur waren, wegen der letzten Kampfhandlungen gegen die Goa’uld. General Landry und seine Kollegen hätten lieber auf die Dienste der vier beschädigten Schlachtschiffe verzichtet, doch es ging nicht anders.

Alle vermuteten, dass es der Plan der Goa’uld war, die gemeinsame Flotte der Menschen und der Jaffa zu schwächen, und somit zum Rückzug zu zwingen.

Marsorbit

Immer noch hielten die im Anflug befindlichen Goa’uld-Schiffe ihre geschlossene sichelförmige Schlachtformation bei, denn sie hatten noch einige Kräfte in der Reserve, im Gegensatz zu ihren Gegnern.

Allerdings waren es die Schlachtschiffe der Erde, die das Feuer eröffnet hatten. Die Flotte der Jaffa, die unter dem Kommando von Master Bra’tac stand, wartete noch einige Minuten ab.

Die Ha’tak der Jaffa eröffneten gemeinsam das Feuer auf ein feindliches Ha’tak, während ihre Al’kesh und Gleiter damit beschäftigt waren die feindlichen Gleiter zu bekämpfen.

Schnell war aber auch zu erkennen gewesen, wie groß die Probleme für einige 304er waren, da sie eigentlich weiterhin dringend repariert werden müssten. Aber noch etwas fiel auf, nämlich dass die Ha’tak-Kampfschiffe sämtlicher Klassen der Goa’uld über klar verbesserte Schutzschilde verfügten, weswegen die Jaffa unter Bra’tac ein einziges unter Dauerbeschuss nehmen mussten.

Schließlich explodierte das chinesische Schiff Ming, kurz nachdem es noch ein Al’kesh der Goa’uld zerstört und ein Ha’tak nahezu kampfunfähig geschossen hatte.

U.S.S. George Hammond, Brücke

Sofort erkundigte sich Sam nach den Verbleib der Besatzung der Ming. Aber nur kurz, denn die Schlacht war noch nicht beendet. Denn gemeinsam mit der Challenger und der Thetys griffen sie nach wie vor eines der großen Flaggschiffe an.
Einer ihrer Offiziere auf der Brücke gab General Carter dann eine kleine Notiz in die Hand, auf welcher stand, dass mehr als die Hälfte der Besatzung der Ming sich mittels der Beamtechnologie hatte retten können.



Andromeda-Galaxie
Galactica-Flotte
Colonial One, Zareks Quartier

Auf der Suche nach Verbündeten war Vizepräsident Tom Zarek vielfach fündig geworden. Im Innersten seiner selbst verurteilte er sich hart dafür als Präsident vor einiger Zeit Laura Roslin als seine Stellvertreterin vorgeschlagen zu haben, damit jene wieder Präsidentin wird, nur um anschließend selber wieder in die zweite Reihe zu rücken. Aber er hatte ein nicht nur unerhebliches Problem, denn der Admiral und sein Sohn und ihre Leute waren gefeierte Helden, weswegen er sich nicht offen gegen seine Gegner stellen konnte.

‘Zumindest kann ich auf diejenigen setzen, die von den Zylonen auf Neu-Caprica drangsaliert wurden’, dachte er im Stillen, da er wusste, dass es davon mehrere tausend gab.



Milchstraße
Sol-System
Erde

Die furchtbaren Krankheiten, die Ba’al auf den ganzen Planeten freigesetzt hatte, griffen auf immer mehr Menschen über. Dadurch erhoffte er sich, die Widerstandregionen in die Knie zu zwingen. Doch diese hatten sich größtenteils abgeschottet. Und falls doch etwas durchdrang, konnte man auch auf die Hilfe der Priore setzen, denen sehr viel daran lag, die eigenen Gläubigen zu schützen.

Nordamerika, USA
Homeworld Command

Obwohl sein Bauchgefühl dagegen sprach, hatte sich General Mitchell letztendlich dazu durchgerungen das Angebot von Bastet anzunehmen, die ihre Freundin und Verbündete Kali aufsuchen wollte. Das Ziel war es auch Lord Yu, der den Menschen eigentlich nicht überwiegend feindlich gesinnt war, zum Widerstand gegen Ba’al und die aggressiveren Vertretern der Goa’uld zu bewegen. Ein heikles Unterfangen, weil es auch nach hinten losgehen könnte.
Doch Teal’c hatte Nike und Bastet zugestimmt, dass man den herrschenden Frieden zwischen den Systemlords mit gewissen Argumenten schnell schwächen musste.

“Es ist wirklich war. Die meisten der Jaffa tragen ihre Helme stets im geschlossenen Zustand aber wieso?”, murmelte Cameron Mitchell.

Es war Teal’c, dem es schließlich auffiel: “Hier auf diesen Bildern tragen einige Jaffa keine Helme, da sie von Explosionen heruntergerissen worden sind. Sie sehen fast alle gleich aus… Das… Die sehen so ähnlich aus, wie die Menschen, die O’Neill und ich einst in diesen großen Kammern gesehen haben. Diese Welt hieß Euronda.”
“Dann hat Ba’al also diese Welt durch unsere Missionsberichte entdeckt und sie geplündert…”
“In der Tat, Mitchell.”



Andromeda-Galaxie
Heraclia
Königreich Capripolia

Nach kurzer Zeit verstand die junge Frau schon, was ihre Mutter von ihr erwartete, nämlich die Armee im Kampf eines Kreuzzuges gegen einen alten Feind anzuführen.

“Soll ich alle von diesen Goa’uld töten, auch die Frau und Freundin von diesen Wolfrino, von denen du erzählt hattest, Mutter?”, fragte sie schließlich.
“Das wird hoffentlich nicht nötig sein. Ansonsten darfst du natürlich alle Goa’uld töten, wenn es nicht anders geht, aber Ba’al will ich persönlich vernichten, nachdem er noch mit ansehen musste, wie sein Imperium untergegangen ist!”
“In Ordnung, Mutter.”
“Gut. Und nun rüste dich, mein liebes Kind! Wir wollen morgen vor Sonnenuntergang aufbrechen!”

Mit der gütigen Erlaubnis der Orici traf sich ihre Tochter Adriana noch einmal mit ihrer Pflegefamilie und Freunden. Kurz darauf übertrug sie die Verantwortung an ihre beste Freundin, die Amazonenprinzessin Veronika.

“Ich werde dich nicht enttäuschen, meine Schwester. Komm du ja nur, eines Tages  gesund und wohlbehalten zu uns zurück. Es sei denn die göttliche Orici, deine Mutter, hat noch andere Aufgaben für dich”, sagte die Veronika, die Adriana noch einmal kurz zum Abschied umarmte.

Sämtliche ihrer getreuen Anhänger standen Spalier, als die Tochter der Orici auf das Raumschiff zuschritt, wo ihre Mutter bereits auf sie wartete.



Milchstraße
Sol-System
Marsorbit
U.S.S. George Hammond, Brücke

Vollkommen überraschend brachen die Goa’uld den Kampf ab, denn sie hatten bemerkt, dass ihre beiden Flotten in etwa gleichstark waren.
“Das wäre zunächst einmal überstanden. Die wollen wohl keine weiteren Verluste riskieren”, seufzte General Carter, die aber auch selber Schiffe und Leute verloren hatte.
Schließlich meldete sich Master Bra’tac bei ihr, der zwei seiner Ha’tak und Al’kesh verloren hatte. Sein eigenes Ha’tak und das andere seien während der Schlacht zum Glück nur leicht beschädigt worden.

Mars
SGCB, Kommandozenrale

Die Generäle und ihre Offiziersstäbe zogen schnell Bilanz. Und diese war ernüchternd, denn man hatte mehr Schiffe verloren als der Gegner. Zudem waren erneut einige weitere BC-304er unterschiedlich stark beschädigt worden.

“Wir haben die Panthalassa, die Ming und Justicia sowie zwei Ha’tak und Al’kesh verloren und ein Großteil unserer Flotte ist mit der Alexandria, der Io, Challenger, der Chukov, der Katharina und der Olympos sowie zwei Ha’taks ziemlich angeschlagen. Einen weiteren solchen Angriff werden wir nur mit Mühe überstehen”, fasste General Landry zusammen.

Sofort erwogen einige seiner Kollegen alle aufgezählten reparaturbedürftigen 304er in ein benachbartes System zu verlegen, damit man sie in Ruhe reparieren könnte.
Nach einer kurzen Beratung entschied man dann aber entgegen, da man dadurch noch  um einiges angreifbarer wäre, als zum jetzigen Zeitpunkt.


12 Stunden zuvor
Triangulum-Galaxie
Mu & U.S.S. Odyssey

Man hatte das neue Heimatplanetensystem und somit den Hauptstützpunkt der Goa’uld erreicht. Das Stadtraumschiff war getarnt. Auf den Bildschirmen der Zweier-Flotte, war eine deutliche Übermacht der Goa’uld zu erkennen.

Kurz darauf war eine wahre Flotte von Puddle Jumper gestartet worden. Diese hatte unter General O’Neill persönlich den klaren Auftrag nicht nur die Vorhut zu bilden, sondern die erste Angriffswelle vorzunehmen.

Jumper 1

Jeder Jumper war mit zwölf Drohnen bestückt, was zumindest soweit reichen sollte, um genügend Chaos und Verwirrung unter den Goa’uld-Streitkräften zu verursachen.
“Hier spricht General O’Neill: An alle Jumper, nachdem ich die erste Drohne abgefeuert habe, gibt es kein zurück mehr! Das bedeutet, dass wir den Kampf solange fortsetzen werden bis die Goa’uld geflüchtet sind! Passt auf euch auf da draußen! Jumper 1, Ende!”

Wenige Minuten später begann der Kampf gegen die Übermacht der Goa’uld-Flotte, die zuallererst von den getarnten Puddle Jumpern angegriffen wurde, deren primäre Ziele lebenswichtige Systeme und die Hyperraumantriebe waren.


Wie alle erwartet hatten, hatten die Goa’uld viele Gleiter gestartet, weil die Treffer durch die Drohnen unter anderem die Waffensysteme teilweise außer Funktion gesetzt hatten.
Somit wurde es für die Jumper heikel, denn die Todesgleiter feuerten blind, um so Treffer zu landen. Um nicht getroffen zu werden, schalteten alle Jumper auf die Schutzschilde um und wurden dadurch sichtbar.

U.S.S. Odyssey, Brücke

Auf diesen günstigen Moment hatte man schon lange gewartet. Denn die Todesgleiter der Goa’uld-Flotte waren somit abgelenkt, weil sie Jagd auf die Jumper machten. Weswegen der stellvertretende Kommandant, Lieutenant Colonel Clark Petersen, des Erdschiffes sofort anordnete mit den Plasmawaffen und den anderen verfügbaren Waffen mehrere Ziele, in erster Linie die normalen Ha’taks zu erfassen und zu beschießen.


Goa’uld-Flotte
Großes Flaggschiff

Systemlord Kali war davon, was mit ihnen geschah total überrumpelt worden, wie auch alle anderen Goa’uld-Lords. Ihr blieb keine andere Wahl, als den Befehl zu erlassen das Stargate auf dem Planeten anzuwählen und die übrigen Bodentruppen zur Erde zu entsenden, während die Flotte den Kampf gegen die Angreifer aufnehmen würde.

“Wenn es nicht anders geht, werden wir uns zurückziehen müssen”, schimpfte die Goa’uld übelgelaunt. Ihr passte die Vorstellung nicht, diesen Vorfall, der gerade hier geschah, ihren Gebieter Ba’al erklären zu müssen.
Sie überlegte kurz, erst trug sie einigen Jaffa auf durch das Sternentor auf die Erde zu gehen, sofort Ba’al über die Vorgänge hier zu berichten, erst dann entschied sie sich für einen taktischen Rückzug.
“Gebieterin?”
“Wir haben keine andere Wahl! Die meisten ihrer Schiffe sind wieder getarnt, und wir können uns nur ihrer wirklich entledigen, wenn wir uns in den Hyperraum zurückziehen! Tun wir dies nicht, verlieren wir den Größteil unsrer Flotte in dieser Galaxie”, erklärte Kali frustriert, die inständig darauf hoffte, dass Ba’al Verständnis für ihre getroffene Entscheidung haben würde.

Kurz darauf verließ sie ungesehen das Pel’tak.


Odyssee
Folge 4.20 - “Heimat, Teil 1“ 

Milchstraße
Sol-System
Erde, Nordamerika, USA
Washington D.C., Pentagon

Es war an derzeit nichts Ungewöhnliches mehr, wenn Truppen von der neuen Heimatwelt der Goa’uld durch das Stargate auf die Erde kamen. Doch schien, die aktuelle und sehr starke und vermehrte Hektik der Neuankömmlinge nichts Gutes zu bedeuten. Sofort hatte sich deswegen Ba’al gemeldet, der daraufhin den Angriff auf den Mars und die dorthin zurückgezogene befindliche Flotte der Tau’ri abbrechen ließ.

Weißes Haus, Oval Office

Verlegen schaute Kali auf den Boden, da sie ihren Gebieter, welcher sie seit ihrer Ankunft finster anschaute, Rede und Antwort hatte stehen müssen.

“O’Neill! Schon wieder O’Neill! Daran hätte ich denken müssen!”, schimpfte Ba’al voller Wut, der sich selber Vorwürfe machte, weil er den Stützpunkt auf der neuen Heimatwelt nicht besser gesichert hatte. Ohne ein weiteres Wort deutete er an, dass sich Kali sofort zu entfernen hatte.

Die Goa’uld verschwand so schnell es ihr möglich war aus dem Gebäude.

‘Ich hätte besser bei meiner alten Freundin und Verbündeten Bastet bleiben sollen’, dachte sie niedergeschlagen, da diese militärische jüngste Schlappe gegen die Tau’ri ganz tief in ihr schmerzte.



Triangulum-Galaxie
Goa’uld Heimatwelt

Da sich das Sternentor auf einer freien Fläche befand, war es für die Crew von General O’Neill ein Leichtes gewesen es zu finden. Die Idee einfach eine Atombombe oder einen anderen, wenn auch nur konventionellen Sprengsatz durch das Tor zu werfen, wurde von Doktor Jackson kritisiert und deswegen verworfen.

“Also, was machen wir, um Ba’al die Nutzung des Tores auf der Erde zu vermiesen?”, fragte Jack in die Runde.
“Wir könnten dieses Stargate auf diesen Planeten hier einfach mit uns nehmen”, schlug Lauren/Egeria vor.
“Gute Idee, das machen wir. Aber was ist mit dem Tor auf der anderen Seite?”
“Ich tue es, Jack.”
“Daniel. Sie bleiben hier! Oder haben sie etwa keine Lust mehr auf die Datenbank von Mu? Nein, ich schicke einen Trupp guter Soldaten durch, der Vorkehrungen treffen wird, um das Tor unbrauchbar zu machen! Doch zuvor müssten sie das Sternentor noch einmal anwählen können, damit sie sich auf sicheren Boden zurückziehen können!”



Andromeda-Galaxie
Orbit des Zielplaneten
Battlestar Thetis, CIC

Überall an Bord des kolonialen Kampfsternes herrschte ziemlich große Ratlosigkeit, denn man hatte Ilion bislang nicht aufspüren können.

Miss Shen schüttelte leicht resignierend mit den Kopf: “Wir haben den gesamten Planeten abgesucht… nach Mustern, Energiesignaturen… Dann ist es also wohl leider doch wahr, unser lang gesuchtes Ziel scheint sich für wahr, wirklich nicht auf dem Planeten zu befinden…”
“Dann werden wir wohl das gesamte System absuchen müssen!”, entschied Commander Aberdeen daraufhin.



Große Magellansche Wolke
Thule, nördliche Hemisphäre
Kontinent Lanassa, Großgermanien

Es hatte viel Vorbereitung und leider auch einige Leben gekostet, doch die stetig gewachsene Rebellengruppe, die sich mit anderen Gruppen zusammengeschlossen hatte, war endlich nahe am Ziel. Für eine ausreichende Bewaffnung und Material sowie Verpflegung war schon lange gesorgt.

“Wir benötigen einen sicheren Unterschlupf, Tara.”
“Vielleicht weiß ich da etwas, was sehr nützlich sein könnte”, meldete sich ein älterer Mann, “denn, als es immer früher vor vielen Jahrhunderten noch Unstimmigkeiten zwischen den Stämmen gab, wurden unzählige Tunnel mit geräumigen Kammern untertage angelegt. Ein Tunnel befindet sich sogar in einem Berg, von wo aus man die Hauptstadt unserer Widersacher, dieser Verbrechern, sehr gut sehen kann. Es geht hier entlang, also folgt mir!”



Milchstraße
Sol-System
Erde, Nordamerika, USA
Washington D.C., Pentagon

Ein Trupp von sechs Marines hatte es geschafft, den Raum mit den Sternentor nach dem Einsatz eines Gases einzunehmen. Die Zeit war knapp und der Plan an sich einfach, nämlich eine oder mehrere Sprengladungen mit einem Zeitzünder am Tor und dem DHD anzubringen, nebenbei eine Adresse einer befreundeten Welt anzuwählen und wieder zu verschwinden.

“Das hier ist doch tatsächlich das Pentagon”, stellte der Kommandeur fest, während er eine Ladung C4 an einen der Chevrons platzierte, “na ja. Gut, der Countdown läuft! Wir haben exakt noch eine ganze Minute bis zum Feuerwerk! Wo geht es hin, Lieutenant?”
“Cimmeria, Sir.”
“Gut. Verteidigungslinie bilden, denn wir müssen die Jaffa… ach du Schande… ein paar von diesen Drohnen sind auch dabei… Feuer frei!… Und jetzt langsam abrücken! Unsere Zeit läuft ab! Noch 10 Sekunden!”

Weißes Haus, Oval Office

Die Erschütterung der Sprengung war weithin zu spüren. So auch von Ba’al, der sich sofort erkundigte was geschehen sei, obwohl er einen wichtigen Informanten bei sich empfangen hatte.

“Das Cha’apa’ai ist verloren?… O’Neill. Das kann nur er gewesen sein. Du nervst mich immer mehr, O‘Neill!”, grollte der oberste Systemlord der Goa’uld ungehallten vor sich hin.
Doch dafür hatte er leider zusätzlich noch erfahren müssen, dass sich Bastet und Nike in aller Stille abgesetzt hatten. Dazu kam noch, dass er keinen Druck auf die beiden ausüben konnte, weil sie ihre engsten Familienangehörigen ebenfalls hatten verschwinden lassen.
“Danke für ihre Dienste, Mister Murdoc. Finden Sie die beiden und ihren Anhang!”
“Soll ich sie töten?”
“Nein. Erst einmal zu mir bringen!”


Derweil hatte Kali eine Nachricht von Bastet erhalten. Die Goa’uld war sich unsicher, ob sie den vorgeschlagenen Treffpunkt bestätigen sollte.

“Okay. Ich beeile mich, Bastet.”
Kali wusste leider nur allzu gut, dass sie Verbündete bitter nötig hatte, denn Ba’al und die anderen Goa’uld würden sie sicherlich irgendwann zur Rechenschaft ziehen, sobald die Erde komplett unterworfen war.



Große Magellansche Wolke
Thule, nördliche Hemisphäre
Kontinent Lanassa, Großgermanien

“Sehr schöner Ausblick auf das Machtzentrum dieser Verbrecher”, erkannte Tara, die Germania gut erkennen konnte, welches aber noch einige Kilometer von ihnen entfernt war.
“Wir haben die ersten Vorräte und Materialien bereits eingelagert.”
“Gut.”
“Und da ist noch etwas, Tara.”
“Was denn?”
“Es nähern sich einige ihrer Soldaten. Sollen wir angreifen und ihnen ein Ende bereiten? Denn unsere Aussichten auf einen Erfolg sind gut.”
“Lass mich mal kurz überlegen, Iwan. Hm. Hätte nichts dagegen diese Leute mal wieder bluten zu sehen. Aber wir könnten einige ihrer Uniformen sehr gut gebrauchen, um uns in ein paar ihrer Stützpunkte einzuschleichen, wo wir sie dann sehr gut treffen könnten. Und das geht schlecht, wenn wir sie alle durchlöchern… waschen geht. Aber diese Sachen flicken… das fällt auf. Leider.”

Noch einige Kilometer vom Versteck der Rebellen entfernt, näherte sich eine kleine Fahrzeugkolonne dem Wald. Es handelte sich um eine Einheit der SS, zu der Barbara Hitler und auch ihre beste Freundin Kriemhild Krein gehörten.

“Alle absitzen! Und dann Rottenweise angetreten!”, befahl sofort Sturmbannführer Gernot Herzog im barschen Befehlston, kurz nachdem er aus dem Wagen gestiegen war.

Grimmig schaute er auf seine Uhr, während sich seine Einheit sortierte.

“Das geht schneller Soldatinnen und Soldaten der SS!”, schnauzte er wütend. Und weil es ihm zu langsam gewesen war, ließ er die Übung noch einige Male wiederholen.


Aus einer sicheren Entfernung wurden die Nazis aufmerksam von einigen Spähern der Rebellen aufmerksam beobachtet.

“Sieh dir es genau an! Die sind komplett ausgestattet.”
“Ich sehe es auch, Tabor.”
“Hanon. Wir müssen es so schnell wie möglich berichten. Damit Tara einen Angriffsplan vorbereiten kann… Oh, hallo Tara.”

“Hallo Freunde. Sehr schön. Die liefern uns, was wir so dringend brauchen.”
“Gibst du uns das Signal zum Angriff.”
“Nein!”
“Was?! Warum nicht? Töten wir sie doch einfach alle.”
“Ich brauche ihre Uniformen! Möglichst ohne Beschädigungen! Und das geht nur, wenn wir sie am Leben lassen! Vorerst!”
“Schlau, Tara.”
“Es sind also nicht mehr als vierzig feindliche Soldaten. Ich habe sie schon gezählt. Doch bevor wir sie uns greifen, müssen sie von ihren Fahrzeugen weg, sonst haben sie zu viele Deckungsmöglichkeiten und der Gefechtslärm könnte dann durchaus weitere von ihnen hierherlocken! Los, wir ziehen uns erst einmal zurück! Ich muss all unseren Freunden erklären, was ich möchte.”


Derweil nickte Sturmbannführer Herzog zufrieden: “Es geht doch, meine Damen und Herren. Es geht doch. Immer so und wir haben Zeit für andere Dinge.“
Als Nächstes wandte er sich an die fünf Fahrer: “Ihr fahrt wieder zurück zur Kaserne!”
“Sollen wir Sie und ihre Leute irgendwann abholen, Herr Sturmbannführer?“
“Nein! Wir werden laufen!”

Nicht nur Barbara und Kriemhild schwitzten nach den zwölf Wiederholungen zum Üben des Antretens. An sich war es nichts Schlimmes, doch waren alle komplett mit ihren Stahlhelmen, Waffen und Ausrüstung seit ihrer Abfahrt von der Kaserne ausgestattet.

Voller Absicht wurden sie alle noch mehrere Minuten in der prallen Sonne von ihren Kommandeur stehen gelassen, der sich unter einen Baum gestellt hatte.

“Und jetzt: Links um! Marsch!”, befahl er schließlich, nachdem er sich wieder zu ihnen gesellt hatte.



Milchstraße
Sol-System
Erde, Nordamerika, USA
Washingston D.C. < > Colorado Springs

Es war nicht schwer gewesen sich ein Ticket zu besorgen und nach Colorado Springs zu fliegen. Während des Fluges wurde Kali aufmerksam von den anderen Fluggästen beäugt, doch die Goa’uld bekam davon nicht viel mit, denn sie schaute neugierig aus den Fenster.
Aus der Luft konnte sie die zahlreiche Zerstörung von den Kämpfen, einige Zonen mit Schutzschilden, wo es den erfolgreichen Widerstand gegen die Goa’uld gab, und auch unberührte Regionen sehen.

Cheyenne Mountain

Vorsichtig hatte sich Bastet vorangetastet, nachdem sie den sicheren Bereich verlassen. Zuvor hatte sie sich allerdings sehr genau umgeschaut. Sie war unterwegs zu dem Treffpunkt, den sie mit Kali vereinbart hatte. Was sie nicht wusste, war dass General Mitchell Teal’c und weitere Leute losgeschickt hatte, die ihr den Rücken freihalten sollten, falls es Probleme geben sollte.

Schließlich war Bastet nur noch etwa hundert Meter von der Stelle entfernt. Sie hielt sich gut verborgen im Gebüsch auf. Sie war froh darüber, dass sie eine Zat dabei hatte. Diese Waffe gab ihr ein gewisses Sicherheitsgefühl, denn wer sagte ihr denn nicht, dass gleich Jaffa anstelle von Kali kommen würden, die sie dann zu Ba’al bringen würden.

‘Nein!’, Bastet verscheuchte diesen Gedanken sofort wieder, denn auf Kali und Nike hatte sie das größte Vertrauen und sich immer verlassen können.

Ein leises Rascheln und auch das Knacken von Zweigen waren deutlich zu hören. Irgendjemand war unterwegs. Vorsichtig schaute Bastet sich um. Dann erkannte sie Kali, die sich behutsam nach allen Seiten sogar noch einmal zurückschaute.

“Hallo, Kali. Ich bin hier.”
“Bastet. Wo ist Nike? Und wo sind deine Jaffa?”
“Ich habe derzeit keine Jaffa. Und Nike ist nicht hier. Sie ist in Sicherheit, im Homeworld Command.”
“Was? Ihr… ihr habt also tatsächlich die Goa’uld verraten!”, stammelte Kali erschrocken.
“Nein. Wir haben uns an die Seite der Menschen gestellt, deren Wirte wir sind.”
“Dann habt ihr euch von euren Wirtinnen beeinflussen lassen?”
“Ein wenig inspirieren lassen. So würden wir es bezeichnen. Also Nike und ich.”
“Schließt du dich uns an? Dir wird nichts geschehen, Kali.”

Die Goa’uld zögerte mehrere Minuten, denn sie fühlte sich nicht wirklich sicher, weil sie sich als entbehrlich empfand. Doch dann nickte sie: “Gut. Aber du musst dafür einstehen, dass ich nicht getötet werde.”
“Natürlich.”



Andromeda-Galaxie
System des Missionszieles
Battlestar Thetis, Backbordhangardeck

Um etwas mehr Ruhe zu haben, hatten sich daher Major Jennifer Hailey und Lieutenant Cassandra Fraiser in einen der Puddle Jumper an Bord zurückgezogen.

“Wo kann dieses Ilion nur abgeblieben sein…?”
“Vielleicht existiert es im schlimmsten Fall schon gar nicht mehr, Cassie.”
“Daran will ich gar nicht denken. Moment mal. Wir sollten die Mysterien und Legenden um Ilion, welches bei uns auf der Erde auch als Troja bekannt ist, mal genau unter die Lupe nehmen.”
“Guter Vorschlag, Lieutenant. Nur, wen aus unserem Team können wir da nur zu diesen Thema fragen? Unsere Verbündeten von den Kolonien von Kobol und auch die Soldaten der Orici werden uns da nicht weiterhelfen können. Funke mal alle von unseren Team an, damit sie alle hierherkommen! Denn mehrere Köpfe wissen mehr als nur ein Einzelner.”



weitentfernte Galaxie
Destiny, Brücke

“Die Sensoren haben mehrere Signale ausgemacht”, teilte Doktor Rush über Funk Colonel Young mit.

Nur wenige Minuten später war es voll auf der Brücke geworden. Sofort fragte Everett: “Nicholas, haben wir schon ein Muster?”
“Augenblick… Es sind diese Drohnen.”
“Nicht schon wieder”, stöhnte Eli, dem diese Begegnungen so langsam missfielen, genauso wie die mit den anderen Aliens, die einst Nicholas und Chloe in ihrer Gewalt gehabt hatten.

“MacGyver.”
“Ja.”
“Haben Sie es geschafft die Energieversorgung mit den Schutzschildgeneratoren zu installieren?”
“Wird sich zeigen. Doch ich empfehle einen sofortigen Systemcheck durchzuführen, solange wir noch Zeit dafür haben.”
“Lieutenant Scott was ist mit den zusätzlichen Waffensystemen?”, fragte nun Colonel Telford, der eine positive Antwort von dem jungen Offizier erhielt.

Es dauerte einige Minuten, dann war der von MacGyver erbetene Systemcheck beendet. Auch hier waren alle Anzeigen auf grün.

Doch Colonel Young war nicht erpicht auf eine Auseinandersetzung mit diesen Drohnen, daher fragte er: “Wann können wir in den Hyperraum zurückkehren?”
“In etwa einer halben Stunde”, lautete die Antwort von Varo, dem Luzianer, “wir werden also leider nicht Drumherum kommen, Colonel.”
“Dann sollten wir uns umgehend für dieses Gefecht bereit machen! Warnen sie die gesamte Besatzung Rush! Alle Schilde auf Maximum und die Waffen bereitmachen!”

“Bei der momentanen Geschwindigkeit der Drohnen und der Destiny werden sie in spätestens fünf Minuten in Waffenreichweite sein”, teilte Eli mit, während David die gesamte Besatzung des Schiffes vorwarnte.
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