Gestern, 21:24
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 21:34 von Jonathan J. O´Neill.)
Odyssee
Folge 6.02 - “Eine lange Reise, Teil 1”
Andromeda-Galaxie
Heimatkolonie der Zylonen
Die Zylonen arbeiteten nach wie vor mit Hochdruck daran die verlorene Spur der Flotte von der Galactica wieder aufzunehmen, denn man wollte unbedingt das Kind Hera wieder zurückhaben. Doch dies war nicht so einfach, weil sich die Zylonen momentan nach wie vor in einer Art von Bürgerkrieg befanden. Dieser Konflikt wurde zwischen den beiden verfeindeten Gruppen, der ersten bestehend aus der Einsern, Vierern und Fünfern, inklusive der Acht Boomer, und der anderen, die sich aus den Zweiern, Sechsen und Achten, ausgetragen.
„Wir müssen uns beeilen, und zwar bevor die Galactica noch weiter in den Tiefen dieser Galaxis oder des Universums verschwindet“, wusste einer der Dorals.
„Glücklicherweise haben wir eine Art von einer Duftspur“, begann einer der Simons, „denn wir haben eine spezielle Form von einer chemischen Signatur aufgefangen, die von einem ihrer Raffinerieschiffe stammen muss…“
„Dann mal los! Sprecht mich aber erst wieder an, wenn Erfolge, Resultate auf dem Tisch liegen“, verlangte ein Einser, der das Thema Galactica endlich ein für alle Mal abhaken wollte.
Entfernte Galaxie
Destiny, Stargate-Raum
Gerade eben war wieder ein weiteres Erkundungsteam von einer Mission durch das Stargate an Bord zurückgekehrt. Man hatte die ersten gewonnenen Eindrücke, die ihnen ein zur Aufklärung bestimmtes fliegendes Auge vermittelt hatte, bestätigen können.
„Gut. Ich will, dass sich so viele der übrigen Teams und auch andere Leute bereitmachen und dann schnellstmöglich durch das Tor aufbrechen, weil wir vor allem frisches Wasser und weitere frische Vorräte, wie Obst und Gemüse immer sehr gut gebrauchen können!“, verfügte Colonel Young.
Nur eine Viertelstunde später ging auch schon eine große Mannschaft, angeführt von Colonel Telford, durch das Sternentor.
„Es war eine gute Entscheidung, da wir hier immerhin noch volle drei Tage in diesem Planetensystem bleiben werden“, murmelte Doktor Rush, „und gebt mir Bescheid, wenn unsere Leute etwas wirklich Interessantes auf diesen Planeten finden sollten!“
Hyperraum
Trinitatis, Cafeteria
Doktor Hank McCoy, der die Mission zur Destiny anführte, war immer wieder aufs Neue erstaunt über die überwältigende Technologie, die Trinitatis beherbergte. Er war, obwohl er bereits zahlreiche Berichte des Stargate-Programms gelesen hatte, seitdem es publik geworden war, jedes Mal aufs Neue fasziniert von den technischen Möglichkeiten, die Trinitatis bot. Doch hatte man momentan leider keine Zeit alles zu erkunden, weil man sich in erster Linie auf die Mission zur Destiny zu konzentrieren hatte.
Es dauerte aber nicht lange, da erschien auch schon Doktor Daniel Jackson mit einem Tablett bei ihm, dem Leiter der Trinitatis-Mission, am Tisch. Der Archäologe brauchte nämlich eine kleine Pause, denn das stundenlange und konzentrierte Durchforsten der Datenbank dieser Stadt war enorm anstrengend, zumal sich auch noch Doktor Rodney McKay gleichzeitig im Kontrollraum aufhielt.
Der Kanadier seinerseits schien sich mal wieder über auch nur jeden auch noch so kleinen Fehler seiner Wissenschaftskollegen in seinem Umfeld aufzuregen, ein Umstand, den das langjährige SG-1-Teammitglied irgendwann nicht mehr ertragen konnte.
Darüber unterhielt er sich natürlich auch mit Hank, der versprach sofort sich darum schnellstmöglich zu kümmern.
Kontrollraum
Derweil hatte sich Rodney vorübergehend mal wieder ein weiteres Mal beruhigt. Er sah sich gerade wieder einmal diese ganz speziellen Daten an, die ihm zeigten wie schnell man mit diesem Raumschiff durch das Universum reiste.
„Ja, ja“, nuschelte McKay ganz leise vor sich, gerade mal so laut, dass niemand ihn verstehen konnte. Er murmelte immer noch schwer verständlich weiter vor sich hin: „Ich werde mit meinen Kalkulationen Recht haben. Alle paar Galaxien eine Pause… bei gleicher Reisegeschwindigkeit… dann wären wir in ungefähr drei Monaten am Ziel…“
Andromeda-Galaxie
Galactica-Flotte
Battlestar Galactica
Der lang erwartete Prozess wegen Verrates gegen den ehemaligen Präsidenten Doktor Gaius Baltar war erst vor wenigen Stunden beendet worden. Doch sofort nach der Urteilsverkündung war ein heftiger Tumult in dem Raum ausgebrochen, welchen die dort abgestellten Marines von Admiral William Adama glücklicherweise schnell unter Kontrolle bringen konnten. Denn der Angeklagte war zum Schrecken vieler Flottenangehöriger für Nicht Schuldig befunden worden.
„Die Nachricht vom Ergebnis des Urteils, wird sich nicht nur dank der Presse, schon sehr bald in der ganzen Flotte sehr schnell verbreitet haben“, wusste Präsidentin Laura Roslin, die Seite an Seite mit dem Kommandeur der Galactica zum CIC schritt. Jenem war klar, dass sie besonders auch hier an Bord der Galactica mit so einigen Unruhen zu rechnen hatten.
„Ich werde Baltar bis auf Weiteres wohl hierbehalten müssen, oder er muss auf ein Schiff, welches ihn aufnehmen würde…“
„O ja. Mir fallen da spontan eine handvoll Schiffe ein“, witzelte Roslin.
Durch diesen Witz, versuchte Laura die Realität ihrer erst kürzlich wieder zurückgekehrten Krebserkrankung, zumindest für eine gewisse Zeit zu verdrängen wollen. Doch lange würde ihr momentaner stabiler Zustand leider nicht mehr anhalten. Es standen ihnen allen innerhalb der Flotte wieder einmal sehr schwierige Zeiten bevor, besonders der gerade erst entlastete und für Nicht Schuldig gesprochene Doktor Gaius Baltar würde abermals für massive Probleme sorgen, dieses Gefühl spürte die Präsidentin bereits instinktiv in ihren Knochen.
Einer Gruppe von vier zurückgekehrten Marines hatte Admiral Adama gerade eben gemeldet, dass man den stark in seiner Sicherheit gefährdeten Anwalt Romo Lampkin erfolgreich ohne Zwischenfälle, zu seinem neuen Quartier, auf ein anderes Schiff gebracht hatte. Dies war ein Teil seines Honorars dafür gewesen, das er bekommen hatte, weil er den Fall von Doktor Gaius Baltar übernommen hatte.
„Wenigstens noch einer der Wenigen, der glücklich sein wird“, brummte der Befehlshaber der Galactica mit seiner heiseren Stimme, die ihm einst seinen Kampfnamen „Husker“ eingebracht hatte. „Doktor Cottle wird sie morgen, wie vereinbart untersuchen und mit der erneuten und bewährten Behandlung beginnen, damit sie uns noch sehr, sehr lange erhalten bleiben… zumindest wenigstens solange bis wir endlich die Erde gefunden haben, oder auch zur nächsten Präsidentschaftswahl der Flotte…“
„Sehr witzig, Bill“, hustete Laura lachend.
Hyperion-Flotte
Battlestar Hyperion, Krankenstation
Im Eilschritt war Admiral Alexander Korfu nach dem Erhalt der aktuellsten Neuigkeit, vom Combat Information Center aus, losgeeilt. Völlig außer Atem kam er schließlich an seinem Ziel an.
Die behandelnde Ärztin nickte dem Admiral mit dem Worten: „Er ist ansprechbar, aber übertreiben Sie es nicht, Sir!“, zu.
„Präsident Adar.“
„Ja“, stöhnte der Angesprochene matt.
„Ich bin Admiral Alexander Korfu. Sie befinden sich auf der Krankenstation an Bord der Battlestar Hyperion. Die Ärztin, Doktor Cahill, hat Ihnen bestimmt schon ein paar wenige Informationen gegeben.“
„Hat sie. Ich weiß nur noch von einer Explosion. Doktor Cahill hat mir gesagt, dass ich wohl seitdem im Koma gelegen habe.“
„Das entspricht leider der Wahrheit. Sie lagen etwas mehr als über zwei Jahre im Koma. Außerdem befinden wir uns auch schon eben so lange auf der Flucht vor unserem Feind, der uns immer wieder im Nacken sitzt. Es war ein brutaler Angriff der Zylonen, die uns offenbar überrascht hatten. Unsere Kolonien auf den zwölf Welten sind komplett zerstört worden. Unsere Flotte besteht aktuell aus drei Kampfsternen und achtundzwanzig zivilen Schiffen mit insgesamt über 19.300 Menschen…“
„Ist nicht gerade viel, Admiral.“
„Für wahr. Wir hatten leider, wie schon vom mir erwähnt, immer wieder Begegnungen mit den Zylonen gehabt, wobei wir immer wieder erneut Verluste hinnehmen mussten.“
Während Admiral Korfu sprach, begann Präsident Adar stark am ganzen Körper zu zittern, weswegen Doktor Cahill energisch mit einem: „Das reicht jetzt erst einmal!“, einschritt.
„Passen sie gut auf unseren Präsidenten auf und informieren sie mich sofort wieder, sobald er wirklich für längere Zeit stabil ist, Doktor!“
„Jawohl, Sir.“
Galactica-Flotte
Battlestar Galactica
Seit seiner Entlassung aus der Brig und der Entgegennahme seiner wenigen verbliebenen privaten Habseligkeiten, war Doktor Gaius Baltar minutenlang mit einer Kiste, worin sich eben seine übrigen persönlichen Sachen befanden, alleine durch die Korridore des Kampfsterns geirrt, bis er auf eine Gruppe von drei Frauen getroffen war. Diese wollten ihm allerdings nichts tun, sondern brachten den Freigesprochenen, in eine rote Decke gehüllt, in ein freies Abteil. Jenes war von den dortigen Bewohnern schon vor Monaten sehr gemütlich eingerichtet worden, und würde viele Menschen auf der Erde an die Hippiebewegung der 60er Jahre erinnern.
Doch schienen diese Leute, zu denen Baltar nun gebracht worden war, ihn in einer Art von Kult zu verehren. Der ehemalige Präsident war der Verzweiflung nahe, obwohl ihn die Sechs, die ihn seit dem Fall der Kolonien erschien, abermals vehement ermahnen musste seine Rolle endlich anzunehmen. Diese Sechs hatte sich ihm einst offenbart, und zwar als ein Engel des einzigwahren Gottes, den auch die Menschen verehren und natürlich dienen sollten.
Battlestar Galactica, CIC < > Brig
„Die Zylonin, die Baltar Caprica-Sechs nennt, will mit Ihnen sprechen, Sir“, teilte einer der eingetretenen Marines Admiral Adama mit. Als der Soldat dann auch noch auf Nachfrage seines Vorgesetzten mitteilte weshalb, verließ der Befehlshaber der Galactica schließlich mit schnellen Schritten das Combat Information Center, um sich auf den Weg in den Gefängnisbereich seines Schiffes zu machen.
Endlich hatte William Adama die dort in einer Zelle untergebrachte Zylonin erreicht.
„Sie wollten mit mir sprechen, es soll angeblich um die Sicherheit der Flotte gehen“, begann der Admiral, dem die akute Anspannung anzumerken war.
„Zunächst einmal will ich Ihnen für ihr Kommen danken, Admiral Adama“, erwiderte Caprica-Sechs. „Das stimmt, es geht um die Sicherheit ihrer Flotte. Die anderen Zylonen folgen ihrer Spur in einem sicheren Abstand, weil ihr Raffinerieschiff die Signatur einer Art von Strahlung aufweist. Wenn Sie diesen Fehler nach meinen Anweisungen beheben, können die anderen Zylonen diese Flotte nicht mehr weiter verfolgen.“
Nachdem die Gefangene gesprochen hatte, sah der Befehlshaber der Galactica jene noch einige Sekunden prüfend an, dann verließ er wieder die Zelle, ergriff den Hörer um dieser Sache einer potentiellen und bislang noch nicht wahrgenommen Gefahr auf den Grund zu gehen.
Battlestar Galactica, Steuerbordflugdeck
Nicht nur von der Galactica aus war eine große Anzahl von Raptor gestartet, sondern auch von den anderen Kampfsternen in der Flotte. Diese Raptor hatten den Einsatzbefehl erhalten die eigene Flugroute zurückzuverfolgen, um schnellstmöglich in Erfahrung zu bringen, ob Caprica-Sechs die Wahrheit gesagt hatte.
Hyperion-Flotte
Battlestar Hyperion, Krankenstation
Der Zustand des letzten Präsidenten der 12 Kolonien von Kobol hatte sich im Verlaufe der nächsten 24 Stunden erfreulicherweise endlich soweit stabilisiert, dass er schließlich die Kraft für die Wahrnehmung erster Termine auch die erforderliche Ausdauer und somit auch nötige Zeit hatte. Es gab so manches Wichtige zu besprechen, wofür Richard Adar als erfahrender Staatsmann genau der Richtige schien. Aber ihm wurde insbesondere von Doktor Cahill schonend erklärt aber auch eingeschärft, dass seine Amtszeit bereits seit etwa anderthalb Jahren abgelaufen war.
„Ich fühle mich mittlerweile gut genug für eine weitere Amtszeit, die ich ja auch angestrebt habe“, erklärte und versicherte Richard Adar feierlich in einem Gespräch mit einigen Politikern und anderen wichtigen führenden Persönlichkeiten der Hyperion-Flotte, die von Doktor Cahill und Admiral Korfu die Erlaubnis erhalten hatten, die Krankenstation für eine kleines Gipfeltreffen zu betreten.
Nach einer kurzen darauffolgenden Beratung und der anschließenden Abstimmung aller politisch aktiven und wirtschaftlichen Personen innerhalb der Flotte, war Richard Adar, wegen seiner bereits bekannten langjährigen Erfahrung von fast allen Leuten des Rates der Flotte zum neuen Interimspräsidenten der Hyperion-Flotte gewählt worden.
Battlestar Hyperion, Offiziersmesse
Derweil nutzte Admiral Alexander Korfu die momentan ruhige Phase für eine Unterredung mit den Befehlshabern sowie anderer führender Offiziere von den anderen Kampfsternen, denn er wollte die bereits bestehende und sehr aktive Suche nach einen bewohnbaren Planeten für die Überlebenden Menschen seiner Flotte ein weiteres Mal verstärken. Dafür benötigte er die meisten Raptor, um einen größeren Bereich absuchen zu können.
Zylonenflotte
Wie eine Schlange, die zielsicher der Duftspur ihrer ahnungslosen und stets nervösen Beute folgte, so folgte auch die große abgestellte Flotte der Zylonen, die aus fünf Basisschiffen und einem Auferstehungsschiff und mehreren Hilfsschiffen bestand, der Reiseroute der Flotte, die von der Galactica, der Pegasus und auch seit einiger Zeit von allen Kampfsternen der Nyx-Flotte beschützt wurde.
Für die meisten der Einser stand es eindeutig und klar fest, man wollte das Kind Hera Agathon um jeden Preis wiederhaben. Aber auch hinter allen der noch verbliebenen rebellischen Zylonen, bestehend aus sämtlichen Zweiern, Sechsen und Achten sowie Ellen Tigh plus einem der Brüder Cavil, der bei Samuel T. Anders als Seelsorger oder Priester mit in der Widerstandsgruppe auf Caprica gewesen war, war man genauso hinterher, wie auch den Letzten Fünf.
Die Fraktion um Cavil wusste aber auch, dass sich an Bord des geborgenen alten Antikerraumschiffes noch genügend Zylonen von allen Modellen befanden, die von dem aktuellen Geschehen in diesen Teil des Universums nichts wussten. Dennoch ging es den Cavils ums Prinzip, zumal der eine Cavil über ein für sie alle sehr, sehr gefährliches Insiderwissen verfügte.
Heimatkolonie der Zylonen
Auch im Zentrum des Imperiums der Zylonen dachte man über die weiteren nächsten Schritte nach. Einer der Cavils hoffte auf seine Lieblingsacht, Sharon „Boomer„ Valerii.
Die anderen Zylonen, die Vierer und Fünfer hatten konkretere Ziele, nämlich den Planeten, von dem die Acht Sharon Satterfield stammte, anzugreifen und die dortigen Menschen auszulöschen.
„Na schön. Wir werden auch in Kürze eine Flotte, ach was sage ich, wir werden eine Armada dorthin entsenden, zu diesem Planeten von der die Acht Sharon Satterfield stammt, obwohl mir nicht ganz wohl bei der Sache ist. Denn wir sind mit der menschlichen Plage in diesem Teil des Universums noch nicht einmal ganz fertig, und dennoch suchen wir uns schon bereits den nächsten Schauplatz, wobei und wofür wir unsere Streitmacht abermals aufteilen müssen und werden. Ich hoffe aber mal ganz stark, dass sich das Wiederauferstehungszentrum mittlerweile an einem neuen Standort befindet.“
„Schon seitdem wir in dieser Sitzung sind, Bruder.“
„Sehr gut. Zumindest mal etwas Positives.“
Milchstraße
Sol-System
Erde
Homeworld Command, O‘Neills Büro
Die Papiere und Akten stapelten sich mal wieder nicht nur auf einem ganz bestimmten Schreibtisch, sondern ebenso auch auf einigen Schränken, was dazu führte, dass General Jack O‘Neill immer mehr an den eigenen Ruhestand dachte.
´…ich war ja schon einmal im Ruhestand, dann auch einmal alt genug gewesen, um mein eigener Großvater zu sein…´, grübelte der Leiter der Einrichtung so in Gedanken ganz still vor sich hin.
Urplötzlich zuckte Jack dann schließlich zusammen, denn er war so in Gedanken versunken gewesen, dass er beinahe Captain Lauren Perry nicht bemerkt hatte, die ihn erneut einige weitere wichtige Unterlagen in sein Büro hereingebracht hatte.
Die verlässliche Adjutantin und Soldatin war darauf nur sehr kurz draußen gewesen, da stürmte sie auch schon wieder zum Büro des Generals herein.
„Oh mein Gott, Captain! Was soll das denn? Wegen Ihnen kriege ich noch eines Tages einen Herzinfarkt!“, japste Jack O‘Neill vollkommen erschrocken, wobei sein Tonfall einen leichten tadelnden Tonfall hatte.
Schnell kam Lauren Perry auch schon zur Sache, denn es gab erfreulicherweise sehr gute Nachrichten.
„Dann bin ich mal schnell auf der Krankenstation! Der Papierkram kann da mal warten!“, bemerkte der General, der von seinem Stuhl aufsprang und an seiner Adjutantin vorbei stürmte.
Homeworld Command, Krankenstation
Nach dem Verlassen des Fahrstuhles ging weiter. Weiter zu dem Ziel. Dabei auf Schritt und Tritt von seiner verlässlichen Adjutantin gefolgt, betrat der General den Bereich der Intensivpatienten auf der Krankenstation.
Vor dem einen Patienten, der wenigen Patienten hier im Raum, hatten sich viele Mutanten versammelt, denn hier lag schon seit langer Zeit Professor Charles Xavier.
„Wie geht es Ihnen?“
„Besser. Ich hatte nämlich eine sehr gute Führerin“, antwortete der Professor, der dabei Doktor Jean Grey mit einem gütigen Lächeln im Gesicht anschaute.
Die rothaarige Frau lächelte leicht verlegen zurück, und sagte dabei: „Ich hatte eben einen sehr guten Lehrer.“
Odyssee
Folge 6.03 - “Eine lange Reise, Teil 2”
Entfernte Galaxie
Hyperraum
Destiny, Brücke
Wie so oft, wenn nichts Besonderes auf einer fremden Welt entdeckt worden war, die erkundet wurde oder sich die Destiny, wie soeben im Hyperraum befand, saß Doktor Rush an einer Konsole, während es sich Colonel Young auf dem Stuhl des Kommandanten bequem gemacht hatte und dabei den Wissenschaftler nicht aus den Augen ließ. Denn Everett würde trotz allen weiterhin jede auch nur so kleine Arbeit von Nicholas von Eli bis ins kleinste Detail überprüfen lassen.
Alle an Bord wussten, dass sie sich immer weiter dem Ziel unaufhaltsam näherten, weil das Signal im Hintergrund, weswegen die Destiny einst vor Millionen von Jahren gebaut und losgeschickt worden war, von zeit zu zeit stärker und klarer zu werden schien. Dies war ein Grund, warum Eli erneut damit beauftragt worden war zu berechnen, wie lange ihre Reise denn noch dauern würde.
Destiny, Hydro-Kuppel/Garten
Die Kuppel bestand schon seit einiger Zeit schon nicht mehr nur aus einer kristallinen und metallenen Struktur, sondern auch aus einem installierten Schutzschild. Zurzeit hielten sich gerade MacGyver, Pete und Jack darin auf, weil sie am heutigen Tage an der Reihe waren die Pflanzen zu pflegen und zu wässern. Eine Arbeit, die nur einen nicht zusagte, nämlich Dalton, der sich mal wieder zurück auf die gute alte Erde und seinen immer noch nicht erfühlten Träumen wünschte.
Bei der Gartenarbeit blühte Pete geradezu jedes Mal aufs Neue auf. Somit war er auch abgelenkt, doch nur solange bis Jack mal wieder bemerkte, dass sie drei und auch alle anderen an Bord der Destiny nie wieder heimkehren könnten.
„Also gut, das reicht jetzt!“, schaltete sich Mac schimpfend ein, „Wir werden sicher und ganz bestimmt einen Weg finden, wieder nach Hause auf die Erde zu gelangen!“
„Deine Worte in Gottes Ohren!“, seufzte Jack matt.
„Es reicht jetzt, Dalton! Noch ein Wort und ich buddle dich hier irgendwo ein!“, drohte Pete jetzt ebenfalls akut genervt, dem das Thema aber ebenfalls ab und wann beschäftigte.
Entfernte Galaxie
Trinitatis, Stargate-Raum
Die Trinitatis hatte soeben plangemäß den Hyperraum verlassen. Somit war Zeit für eine weitere Mission. Aber nicht durch das Stargate, sondern mit Hilfe eines Puddle Jumpers ins nahegelegene Sonnensystem. Dabei stand schon eines fest, Hank McCoy würde es sich nicht nehmen lassen an dieser Mission persönlich teilzunehmen. Erst vor wenigen Stunden hatte er ein sehr ernstes Wort mit Rodney McKay geredet, nämlich die anderen Wissenschaftler nicht mehr weiter wegen Fehlern abzukanzeln, da man nur daraus lernen könne. Dies war für den Physiker eine der unangenehmsten Erfahrungen seines Lebens und seiner Karriere gewesen, denn von Hank McCoy, genannt Beast, ging wegen seines blauen zotteligen Aussehens eine ganz besondere Ausstrahlung aus. Um wirklich sicher zu gehen, hatte der Leiter der Expedition beschlossen den Kanadier mitzunehmen.
„Wieso denn ausgerechnet mich?“
„Weil natürlich jemand den Jumper bedienen und fliegen muss, und das sind dieses Mal, Sie!“, verfügte McCoy, der dabei auf McKay deutete.
Andromeda-Galaxie
Raptor-Geschwader der Galactica-Flotte
Die zu diesem Zeitpunkt, noch zehn von den dreißig ausgesandten Aufklärungsraptor wagten sich mit dem nächsten FTL-Sprung noch ein großes Stück weiter, auf der bisherigen zurückgelegten Route der Galactica-Flotte, zurück. Es war ein sehr riskanter Einsatz für alle Frauen und Männer, die an diesem Einsatz teilnahmen. Dabei wurde die Gefahr stetig größer, denn durch jeden erneuten Sprung könnte man tatsächlich durchaus wieder auf die Zylonen zu treffen. Zudem wurde das Geschwader mit jeden Punkt, der eine FTL-Koordinate markierte, erneut um zwei weitere Raptor kleiner, weil an jedem dieser Sprungkoordinaten ein Paar, also zwei Raptorbesatzungen den Befehl hatten, zur weiteren Aufklärung zurückzubleiben. Doch bislang waren sie noch auf keine Zylonen getroffen, die der Flotte der Galactica eventuell folgen könnten, wie es Caprica-Sechs verraten hatte.
Gerade eben hatte das verbliebene Geschwader der Raptor von der Galactica-Flotte wieder einen FTL-Sprung, mittlerweile den siebten erfolgreich abgeschlossen.
Sie befanden sich nun in einem Asteroidenfeld. Wie üblich wollten sie untereinander auslosen, wer als Aufklärer vor Ort verbleiben sollte.
Doch dazu kam es nicht, denn ein Alarmsignal und mehrere Kontakte auf dem DRADIS, ließen nicht nur Racetrack und Skulls zusammenzucken. Die beiden Raptorbesatzungen der Kolonialen hatten Glück, weil sie kurz nach ihrer Ankunft im Asteroidenfeld ihre Energie soweit reduziert hatten, so dass sie von den Zylonen nicht bemerkt wurden.
„Ich habe so etwas doch geahnt. Verflucht!“, zischte Racetrack, die aufmerksam, wie alle anderen Menschen auch, beobachtete um wie viele Schiffe der Zylonen es sich hier handelte.
Milchstraße
Sol-System
Erde
Homeworld Command, O‘Neills Büro
Die neuesten Gutachten, die man vor einiger Zeit in Auftrag gegeben hatte, lagen endlich vor. Die Ergebnisse waren ernüchternd, weil viele der BC-304er wohl in der nächsten Zeit aus dem Dienst genommen werden müssten. Der Grund dafür war natürlich das viele fehlende Geld, welches für die Ausgaben der dringenden aktuellen Reparaturen benötigt werden würde, vom IOA aber, lieber gleich in den Bau der neuen Schiffe investiert werden würde.
Mit einem müden Blick sah sich General O‘Neill die Liste der Schiffe an, die kurz davor standen, wohl in naher Zukunft endgültig stillgelegt zu werden.
‚Das wird Sam und auch Steven aber nicht besonders gefallen, wenn ich mir hier die Infos so anschaue‘, wusste Jack, weil unter anderem auch die George Hammond und die Daedalus auf der Liste der möglichen Streichungen standen. Es waren aber beides sehr verdiente Schiffe innerhalb Flotte, die an den vielen zahlreichen, gefährlichen Einsätzen und Schlachten, und damit im Kampf gegen zum größten Teil übermächtige Feinde teilgenommen hatten.
„Vermutlich hat Carter es schon geahnt, als sie die Concordia bekommen hatte“, murmelte er dann vor sich an, wobei er dennoch mitbekam, wie die Tür seines Büros aufging. Es war seine verlässliche Adjutantin Captain Lauren Perry, die ihn wie so oft an einen wichtigen Termin erinnerte.
„In etwa einer Viertelstunde werden Sie, Sir und ich abgeholt. Es geht um die anstehende Besichtigung der Weltraumwerft im ehemaligen Abydos-System, wo einige der neuen Kampfsterne gebaut werden sollen, General. Auch Miss Mariko Yashida wird uns, an Bord der U.S.S. Abydos, ebenfalls dorthin begleiten.“
„Danke, Captain. Ich bereite mich sofort darauf vor.“
Nachdem die Tür wieder verschlossen war, dachte Jack O‘Neill sofort an all die vielen Missionen, die ihn und SG-1 einst nach Abydos geführt hatten. Darunter war auch der Abschied von Skaara, der wie alle anderen Abydonier auch sowie der gesamte Planet, von Anubis und seiner damaligen Superwaffe vernichtet worden war. Und jetzt befand sich dort eine sehr wichtige Werft von der Erde, weil dort die neuesten Schiffe gebaut wurden. Unter anderem auch gebaut nach den Plänen der Kolonialen, also die Viper und Raptor und natürlich auch die verschiedenen Klassen von den Kampfsternen, die das Expeditionsteam von Miss Shen aus der Andromeda-Galaxie, von den Überlebenden des Holocausts der 12 Kolonien von Kobol geschenkt bekommen hatten.
Doch es gab auch noch etwas Neues vom IOA, dem es endlich erfolgreich gelungen war, mit den überlebenden Asgard aus der Pegasus-Galaxie ein sehr nützliches Abkommen auszuhandeln. Es war zwar ein weiter Weg dahin gewesen, sowohl für die Außerirdischen als auch für die Menschen wieder zueinander zu finden. Grund des Erfolges war auch die Anwesenheit von Morgan Le Fay und Myrddin. Die Asgard gaben sofort nach ihrer Ankunft als Zeichen des Vertrauens den Schlüssel des Attero-Gerätes zurück, wobei sie auch erklärten, was sie eigentlich damit vorgehabt hatten.
Zusätzlich wurde beschlossen eine verdeckte Aufklärungsmission zu starten, deren Inhalt es war die Vampire zu beobachten, weil durch jene nach Ansicht der Politiker, des IOA und der UN, vermutlich aktuell die größte Gefahr nicht nur für die Menschen von der Erde, ausging. Für diesen äußerst heiklen Einsatz wurde bestimmt, dass sich drei BC-304er, die die von Myrddin installierte Tarntechnologie besaßen, für diese Mission stetig abwechseln sollten.
Doch noch etwas Wichtiges landete auf dem Schreibtisch von General Jack O‘Neill, nämlich dass es der letzten Wraith-Königin allen Anschein nach gelungen war, mit einer kleinen Flotte zu entkommen und sich somit in unbekannte Regionen der Pegasus-Galaxie zurückzuziehen. Ein Problem, um welches sich General Steven Caldwell zu kümmern bereit erklärt hatte. Doch er benötigte dafür die Hälfte des Flottenverbandes, welcher in der Pegasus-Galaxie stationiert worden war. Aber es gab an diesen Tage auch gute Nachrichten aus jener Galaxie, denn alle vom Stamme Todds, die sich mit dem Medikament hatten behandeln lassen, waren nun nicht mehr auf Menschen als ihre Nahrungsquelle angewiesen. Das Atlantis-Team hatte sich deswegen als eine Art von Gegenleistung dazu bereiterklärt, bei der Versorgung und dem Aufbau einer Agrarkultur zu helfen.
Andromeda-Galaxie
Galactica-Flotte
Battlestar Galactica, Adamas Quartier
Derweil gab es gute Nachrichten an Bord des Flaggschiffes, die endlich auch William Adama erreichen sollten.
„Das Raffinerieschiff wurde vor wenigen Stunden von den Ingenieuren vollkommen durchgecheckt, die Probleme mit der messbaren Strahlung beziehungsweise der verfolgbaren Energiesignatur werden erst dann behoben, sobald uns die Zylonen nicht mehr auf unseren Kurs folgen sollten, so wie Sie es angeordnet hatten. Es befindet sich seither auf dem Kurs, den wir zuvor ausgearbeitet haben. Wir erwarten es in spätestens fünf Tagen bei den vereinbarten Koordinaten“, teilte Lieutenant Felix Gaeta dem Admiral mit.
Aber William Adama hatte noch eine andere weitere wichtige Angelegenheit auf dem Plan. Doch dazu musste er sich zunächst mit Lieutenant Sharon „Athena“ Agathon beratschlagen.
Battlestar Galactica, Steuerbordhangardeck
Kurz nachdem Gaeta sein Quartier endlich verlassen hatte, begab sich Adama auf das Steuerbordhangardeck. Wie erhofft, traf der Admiral hier auf die Raptorpilotin, die gerade die Systeme ihres Raptors checkte.
„Athena. Ich muss Ihnen eine sehr wichtige Frage stellen… unter vier Augen!“
„Oh. In Ordnung. Am besten gehen wir dafür in das Büro von Chief Tyrol“, schlug die Acht vor.
Das anschließende Gespräch zwischen den beiden hatte nur ein wichtiges Thema: Eine der wichtigsten Anlagen der Zylonen, nämlich das Wiederauferstehungszentrum zu finden. Dieses galt es, auf Empfehlung der Rebellen unter den Zylonen zu zerstören, damit die andere Fraktion der Zylonen keinen Vorteil mehr hätte, und zwar eine Form der Unsterblichkeit, die für jene somit für immer verloren war.
„Sie wollen es zerstören, Admiral?“
„Ja. Zudem holen wir die Drei, die wir als D‘Anna Biers kennen aus dieser Box, da sie angeblich die Gesichter der letzten menschlichen Zylonenmodelle kennen soll. Aber nicht nur dies, denn diese Sechs, die Baltar Caprica-Sechs nennt, hat es mir geraten, ebenso die anderen rebellischen Zylonen, die sich unserer Flotte angeschlossen und meinem Befehl unterstellt hatten“, antwortete William Adama auf die Frage von Sharon Agathon.
„Es wird ein sehr riskanter Feldzug werden, der aber wichtig, aber auch unausweichlich ist, wenn wir und die rebellischen Zylonen um deren Anführerin, der Sechs Natalie für einen gewissen Ausgleich sorgen wollen.“
„Damit die Fraktion um Bruder Cavil so ist, wie wir, sterblich.“
„So ist es, Lieutenant. Daher will ich, dass Sie, Starbuck sowie Natalie an einem guten Angriffsplan arbeiten!“
Battlestar Galactica, CIC
Mit einem nachdenklichen Gesicht hatte Admiral William Adama wieder die Brücke seines Schiffes betreten. Es war der Moment gekommen, einen weiteren Sprung in einen neuen Sektor auszuführen.
Die gesamte Flotte meldete nach dem ausgeführten Überlichtsprung dem Flaggschiff ihre Anwesenheit. Kein Schiff war verloren gegangen.
Doch dann, sie waren erst seit etwa seit einer Viertelstunde vor Ort, als das Alarmsignal ertönte, eine Warnung, dass sich ein neues fremdes Objekt auf dem DRADIS befand. Sofort hob Admiral Adama den Kopf, ergriff den Hörer und befahl der Battlestar Pegasus und zwei anderen Kampfsternen sowie dem zivilen Teil der Flotte den sofortigen Sprung zu den Notfallkoordinaten. Er selber wollte zunächst mit dem Flaggschiff der Flotte, der Galactica sowie der Battlestar Trojan zurückbleiben.
„Das Objekt ist ein wenig zu klein, um ein Basisschiff der Zylonen zu sein“, meldete Lieutenant Gaeta.
„Was ist das denn jetzt nur schon wieder los?“, rätselte Adama, dem der kürzliche Kontakt mit den drei Zylonenjägern und dem Wiederauftauchen von Lieutenant Bulldog immer noch beschäftigte.
Dann meldete Lieutenant Moore: „Sir, wir werden von diesen fremden Schiff auf unseren Frequenzen angefunkt.“
„Na schön. Sie sollen sich über den Prioritätskanal identifizieren! Fordern sie, sie über diesen Kanal heraus, Mister Moore!“
Der Kommunikationsoffizier sammelte sich kurz, dann setzte er den Befehl mit den Worten: „Hier ist die Battlestar Galactica! Identifizieren Sie sich umgehend, oder wir werden Sie abschießen!“
Die Worte, die nun jetzt aus den Lautsprechern im Combat Information Center zu hören waren, waren für alle, die sie hörten eine große Überraschung. Vielleicht die größte ihres Lebens. Eine Begebenheit, mit der man niemals gerechnet hatte. Darum nahm Admiral Adama den Hörer noch fester in die Hand, dann sprach er: „Bitte. Wiederholen Sie das noch einmal, denn ich will sicher sein, dass dies kein verfluchter Traum ist!“
Kurz darauf antwortete auch schon die Stimme der Frau, die das fremde Schiff kommandierte: „In Ordnung. Ich tue Ihnen den Gefallen, Admiral, und wiederhole: Hier ist General Samantha Carter vom Erdschiff U.N.S. Concordia.“
„Also von der Erde.“
„Vielleicht nicht von der Erde, die Ihnen aus den Überlieferungen, der Seherin und Prophetin Pythia bekannt ist. Denn die Erde, von der ich stamme, liegt in einer anderen Galaxie…“
„Dann ist es also doch noch am Ende wahr, was uns diese Zylonin, eine Acht, die wir als Captain Sharon Satterfield kennengelernt haben, erzählt hat.“
„Sagten Sie gerade, dass sich Captain Sharon Satterfield bei Ihnen an Bord befindet?“
„So ist es.“
„Vorsichtig, Bill!“, mahnte Colonel Tigh sofort zu mehr Wachsamkeit, der die Unterhaltung der beiden Befehlshaber somit für einige Sekunden unterbrach.
Der Befehlshabende Offizier der Galactica nickte, dann fuhr er fort: „Ich würde sie gerne persönlich kennenlernen, und hiermit zu einer Unterredung an Bord meines Schiffes einladen, General Carter.“
U.N.S. Concordia, Brücke
„Das lässt sich einrichten, es gibt da mit Sicherheit eine Menge zu erzählen. Ich könnte mich in den nächsten Minuten an Bord ihres Schiffes beamen lassen, Admiral.“
„Beamen?“, hörte man die fragende, heisere Stimme des Mannes, der ziemlich irritiert klang, aus dem Lautsprecher.
„Das ist eine Form von Technologie, die ich Ihnen erläutern könnte.“
„Ja. Was auch immer dieses Beamen ist…, kommen Sie besser an Bord eines Schiffes auf die Galactica“, erklärte Admiral Adama, worauf General Carter schließlich einwilligte.
Entfernte Galaxie
Trinitatis, Konferenzraum
Ein sichtlich sehr zufriedener Doktor Hank „Beast“ McCoy trat als Letzter in den Raum. Der Leiter dieser Mission hatte vor wenigen Stunden seinen ersten Außeneinsatz auf einem fremden Planeten hinter sich gebracht. Es war dabei nichts Aufregendes passiert, doch der Mutant, der über viele Jahre ein aktives Mitglied der X-Men gewesen war, hatte dabei einige sehr interessante Entdeckungen machen können.
Während des Besuches auf diesem fremden Planeten hatte man einige beeindruckende Pflanzen gefunden, die denen auf der Erde sehr ähnlich waren.
„Wir haben bisher 14 Galaxien durchquert und ebenso viele Planeten aufsuchen können. Unser nächster Halt wird schon in genau acht Stunden sein, daher schlage ich vor, dass sie sich alle etwas Ruhe gönnen! Auch Sie, Doktor McKay!“, erklärte McCoy am Ende der Besprechung.
Andromeda-Galaxie
Galactica-Flotte
Battlestar Galactica, Steuerbordflug und -hangardeck
Kurz bevor sich der Puddle Jumper mit General Samantha Carter an Bord auf den Abflug zur Galactica machte, hatten sie alle sehen können, wie die übrige Flotte zurück zur Galactica gesprungen war, weil keine Gefahr drohte.
Mittlerweile befand sich der Puddle Jumper im Landeanflug.
„Puddle Jumper 1 von der Concordia, hier Captain Aaron Kelly von der Galactica, setzen sie ihren Landeanflug auf das Steuerbordflugdeck fort und landen sie dann auf Landezone drei! Wir freuen uns Sie an Bord begrüßen zu dürfen und zu haben!“
„Verstanden, Galactica“, erklärte der Pilot des Puddle Jumpers, der das Fluggerät in die Steuerbordgondel und auf die zugewiesene Fläche zusteuerte.
Auf dem Steuerbordhangardeck hatten sich bereits nicht nur Präsidentin Roslin, Admiral Adama, Commander Adama und weitere hochrangige Vertreter der Galactica-Flotte eingefunden, sondern auch noch viele weitere Menschen, die die Ankunft von General Samantha Carter unbedingt miterleben wollten.
Schließlich war der große Moment gekommen, der Puddle Jumper wurde nicht, so wie die Viper und Raptor mit technischen Gerät in den Hangar gezogen, sondern glitt von selbst durch die Luft, knapp über den Boden, hinein bis zu der Stelle, die einer Deckhelfer dem Piloten zuwies.
Die beiden Triebwerke des Puddle Jumpers wurden abgeschaltet und eingefahren, erst dann öffnete sich dessen Heckluke.
„Achtung, Stillgestanden!“, befahl Colonel Saul Tigh, der XO der Galactica, mit lauter Stimme allen Anwesenden, damit jene sofort Haltung auf dem Hangardeck annahmen.
Abrupt endete auch schon das vielstimmige Getuschel unter den Frauen und Männern auf dem gesamten Hangardeck.
Zuerst traten einige von der Crew der Concordia aus dem Puddle Jumper, kurz darauf verließ diesen auch General Samantha Carter, die sich lächelnd umblickte und zielsicher auf Admiral William Adama und Präsidentin Laura Roslin zuging.
Ohne etwas zu sagen, salutierte der Commander der Galactica vor der Besucherin, die es ebenfalls tat.
„General Samantha Carter, willkommen an Bord der Battlestar Galactica. Darf ich Ihnen zunächst die Präsidentin der 12 Kolonien von Kobol, Laura Roslin, vorstellen.“
„Ja. Sehr erfreut Sie alle kennenzulernen, Admiral Adama. Präsidentin Roslin. Danke, für diesen überaus freundlichen Empfang. Wäre nicht nötig gewesen. Denn von allen, was ich bereits über ihr Volk schon gehört habe, sind Sie alle wirkliche Helden, die bislang Unvorstellbares zu meistern hatten.“
„Nicht so bescheiden, General Carter“, entgegnete Präsidentin Roslin, „außerdem haben alle in der Flotte von ihrer Ankunft hier bei uns gehört, und sind einfach nur sehr neugierig. Wir sind sehr froh, dass sie uns gefunden haben.“
„In der Offiziersmesse können wir uns in einer etwas ruhigeren Atmosphäre sicherlich viel besser und auch ungestörter unterhalten“, erklärte Admiral Adama mit ruhiger Stimme, wobei er eine einladende Geste machte und damit andeutete ihm zu folgen.
Eine kleine Pause war entstanden, die Colonel Saul Tigh zu beenden wusste, indem er: „Okay, Leute das war‘s jetzt! Jetzt geht ihr alle wieder zurück an eure Arbeit!“, sagte.
Pegasus-Galaxie
Atlantis, Konferenzraum
Die Behandlung der Wraith, die unter Todd eine eigene Gesellschaft gegründet hatten, war zum Glück ein großer Erfolg gewesen. Aber die eine berechtigte Frage kam in jeden auf, was war mit der vermutlich letzten verbliebenen Wraith-Königin und ihrem Gefolge, von mehr als tausend Wraith zu tun. Denn jene hatten allesamt eine Behandlung und somit Umwandlung kategorisch abgelehnt, und dabei klare Bedingungen gestellt.
„Wir sollten diese Wraith-Königin sowie ihre gesamte Brut aufspüren und alle töten! Scheiß auf diese Vereinbarung, die da von ihnen und ihren Vorgesetzten getroffen wurde!“, war alles was Ronon Dex, zu diesen Thema, zu sagen hatte.
Mister Woolsey seufzte daraufhin ein wenig. Danach wanderte sein Blick zu General Caldwell, der anmerkte: „Dies könnte einen weiteren Krieg bedeuten, und zwar mit einen ungewissen Ausgang. Doch steht eines bereits fest: Die Menschen in dieser Galaxie, die auf dem Gebiet dieser Wraith leben, sind unmittelbar ernsthaft bedroht. Ich rate aber dringend dazu, dass wir zunächst einmal alle unsere Reparaturen bei den Schiffen in unserer eigenen Flotte abschließen, bevor wir eine weitere militärische Mission gegen die letzten „bösen“ Wraith starten!“
„General Caldwell hat recht“, stimmte Sheppard zu, „wir müssen uns da wirklich sehr sicher sein, dass wir sie dann alle möglichst auf einmal erwischen. Wir müssen aus den Fehlern der Antiker lernen. Nicht, dass es mit dem Wraith von Neuem beginnt.“
