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Hallo, es ist soweit, wir sind endlich bei der 8. Staffel angelangt  . Die nächsten drei Folgen, folgen dann am 11., 15. und 18. Februar, bevor es dann am 22.02.´26 mit den neuen Episoden in einem 3 Wochen-Rhytmus bis zur Folgen-Nummer 8.10 weitergeht  , denn danach gibt es einen leicht abgeänderten
Odyssee
Folge 8.01 - “Ein letzter Gruß?, Teil 2“
Milchstraße
Sol-System
Erde
Nordamerika, USA, Washington D.C.
Haus von Maryann Wallace
Mit zittrigen Fingern bewegte Maryann Wallace sehr langsam die Maus auf die eine neue Datei des mobilen Datenträgers zu, wo der Name ihres Sohnes stand. Es gab aber noch zwei weitere Dateien auf dem USB-Stick. Auf einer davon stand der Name von Colonel Everett Young und auf der anderen der von Doktor Nicholas Rush.
Doch sie wollte natürlich zunächst endlich erfahren, was ihr Sohn Eli ihr mitzuteilen habe, und klickte daher auch jene schließlich an.
Ein neues Fenster öffnete sich, der zugleich mit einem beigefügten Vermerk den Beginn des aufgezeichneten Videos ankündigte. Ihr Sohn Eli Wallace war durch ein Bild, schon bereits vor der eigentlichen Wiedergabe der Aufzeichnung zu sehen. Die Frau zögerte noch einige Sekunden, atmete noch ein letztes Mal tief durch, dann startete sie das Video dann doch, welches eindeutig an Bord der Destiny, und zwar auf dem Observationsdeck, aufgezeichnet worden war.
„Hi, Mom! Ich bin es Eli. Sieht man ja, nicht wahr!?“, sagte der junge Mann, der dabei offenbar mehr als nur gutgelaunt in die Kamera winkte.
„Hallo Eli!“, flüsterte Maryann, die ebenfalls instinktiv einmal kurz zurückwinkte, obwohl sie wusste, dass es nur ein Video war.
„So. Es ist leider sehr viel an Zeit vergangen, seitdem wir irgendwie die Möglichkeit hatten eine Nachricht oder interessante Neuigkeiten miteinander auszutauschen, weil ja die Entfernung zwischen der Erde zu uns auf der Destiny schließlich dann eines Tages zu groß geworden ist, weshalb vermutlich die Kommunikationssteine ja auch nicht mehr funktionieren. Neuerdings kam die Theorie auf, dass sie auch nicht mehr funktionieren könnten, da Hintergrundstrahlung oder etwas Vergleichbares sich auf diese Technologie auswirken könnte, deren Quelle wir uns ja immer weiter nähern… Ich habe gehört, dass Du jetzt Ministerin geworden bist und Chloes Mutter Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika geworden ist. Ganz schön abgefahren… Herzlichen Glückwunsch, Mom! Dies würde ich Dir natürlich auch sehr gerne persönlich sagen! Dich umarmen! Doch wir sind, sind schon wirklich so nah am Ziel. Ich weiß, dass Du vermutlich enttäuscht darüber bist…“
„Oh, Eli! Nein, das bin ich nicht…“, flüsterte Maryann mit seit einigen Sekunden feuchten Augen, die bereits den entscheidenden Satz erahnte.
„…, denn ich bleibe hier - auf der Destiny! Es wird noch so in etwa drei ganze Monate dauern, dann haben wir mit der Destiny hoffentlich und endlich das Ziel der langen Reise erreicht. Was dann passieren wird? Keine Ahnung! Du fragst dich bestimmt: Wieso denn dann meine Entscheidung hier auf der Destiny zu bleiben? Nun ja, es sind so viele Leute aus unserer Mannschaft verloren gegangen, werden vermisst oder sind sogar gestorben. Auch sind natürlich darunter Menschen dabei, die auch mir nahe waren. Ich will aber auch einfach endlich wissen, weshalb das alles in den letzten Jahren passiert ist! Und vielleicht, und Doktor Rush ist sich da mehr als nur sicher, finden wir am Ziel dieser Mission, im Zentrum des Universums, die lang gesuchten Antworten…“
Stumm hörte Maryann Wallace tapfer der weiteren Botschaft ihres Sohnes weiterhin zu. Der Balken am unteren Rand des Bildschirms zeigte an, dass sich diese Videonachricht mit einer Gesamtlaufzeit von etwa einer halben Stunde allmählich ihrem Ende näherte.
„… ich will, dass Du eines weißt, Mom: Ich liebe Dich! Ich danke Dir auch für all die große Geduld, die Du mit mir gehabt hast, obwohl ich so ein schwieriger Fall war, wenn man meinen Eifer auf der Suche nach einem Job betrachtet! Und eines ist auf jeden Fall gewiss, nämlich dass wir uns, egal wie die Sache hier mit der Destiny ausgehen wird, wiedersehen werden! Ich fühle es geradezu tief in mir, dass es so ist! Wir sehen uns also, Mom! Ich liebe Dich!“
Mit einem letzten kurzen Satz des Liebesbeweises endete die Botschaft, die Eli seiner Mutter hatte zukommen lassen.
Maryann Wallace hatte das letzte Bild angehalten, streckte ihre rechte Hand danach aus und streichelte gefühlvoll über den Monitor über das Gesicht ihres Sohnes, und sagte mit leiser Stimme dabei: „Oh, Eli! Ich bin ja so stolz auf dich, mein Junge!“
Kurz darauf nahm sie sich auch schon dann die Botschaft vor, die Doktor Nicholas Rush hatte hinzufügen lassen. Diese war recht kurz, denn sie dauerte nur etwas mehr als fünf Minuten. In seiner kurz gehaltenen Einführung entschuldigte sich der Wissenschaftler, dass er ihr, Maryann Wallace, das Kind genommen hatte.
Doch er war in seiner Botschaft auch sehr stolz auf Eli, denn er sagte: „… ich hätte Eli Wallace wirklich sehr gerne als einen meiner Studenten gehabt. Ein Student, den ich leider durch diese missliche Situation erst dann erhalten hatte, in die wir durch den Angriff der Luzianer Allianz geraten sind…“
Die Botschaft von Doktor Nicholas Rush an die Mutter von Eli Wallace war eine der wenigen, die der Wissenschaftler hatte aufzeichnen und überbringen lassen. Aber eine Nachricht, die Maryann Wallace allerdings beinahe lautlos zur Kenntnis genommen hatte. Überwiegend nickte sie dennoch nur anerkennend und erleichtert, wobei sie leise sowie unverständlich flüsterte: „…na ja, wurde ja auch langsam Zeit, dass Sie es anerkennen, Doktor Rush… wenigstens hat Eli eine Tätigkeit, die er mehr als nur gerne macht… schönes Lob…“
Sofort danach nahm sie sich auch noch die Botschaft von Colonel Everett Young vor, der wohl mit die meisten Videos mit Nachrichten an alle Angehörigen der Destiny-Besatzung gemacht hatte.
In seinen Worten hielt er sich sehr kurz, wobei er aber Eli Wallace im Ganzen nur loben konnte:
„… die meisten sind wirklich sehr froh darüber ihn an Bord der Destiny zu haben - ich gehöre dazu! Dies trifft sogar auf Doktor Rush zu, der es aber nur recht selten öffentlich zeigt. Ihr Sohn hat wirklich immer wieder sehr kreative Ideen, geht des Öfteren mutig voran, nimmt an Missionen teil und ist, wie schon bekannt ist, sehr intelligent! Sollten wir eines Tages endlich zur Erde zurückkehren, ist er auf jeden Fall ein Kandidat für mehrere Auszeichnungen! Gott sei mit Ihnen, Misses Maryann Wallace!“
Später stellte sich heraus, dass Sharon Walker, die Lebensgefährtin von Camile Wray, eine ähnliche Botschaft erhalten hatte. Doch fügte Sharon hinzu, dass Camile nur positive Worte über Eli mitgeteilt und gewünscht hatte, eben diese an dessen Mutter auszurichten.
Weißes Haus
Oval Office
Auch der Besuch von General Jack O‘Neill, doch dieses Mal aber natürlich in Begleitung seiner Adjutantin Major Lauren Perry, und dazu natürlich in seiner verhassten blauen Paradeuniform der United States Air Force, bei Präsidentin Patricia Armstrong war sehr kurz. Er dauerte jedoch nicht einmal eine halbe Stunde.
Für dieses vertrauliche Vier-Augen-Gespräch waren alle anderen Personen aus dem Oval Office geschickt worden. Nachdem der Leiter des Homeworld Command gegangen war, verfügte die Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika, so lange nicht gestört werden zu wollen bis sie ein Zeichen gab, dass man wieder das Oval Office betreten dürfe.
Beinahe komplett still war es im Büro der Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika gewesen, so ruhig, dass man eine kleine Stecknadel hätte zu Boden fallen hören, während Patricia Armstrong sich die Botschaften ansah, die ihr ihre Tochter Chloe als auch Colonel Young hatten zukommen lassen.
Dicke, große Tränen der Enttäuschung rannen der leidgeprüften Frau schließlich über die Wangen, weil sie gerade eben erfahren hatte, dass sich ihr einziges Kind nicht an Bord der Trinitatis befinden würde, die sich ja bekannterweise schon mittlerweile auf dem Rückweg zur Erde befand. Doch ein Lächeln von der Frau kehrte dennoch zurück, da der Kommandant der Destiny anerkennende Worte für Chloe Armstrong in einer kurzen Botschaft mitteilte.
Haus der Youngs
„Sie brauchen mir nichts weiter zu sagen, General. Ihr Kommen sagt mir nur eines, nämlich dass Everett nicht mehr wiederkommen wird!“, wusste Emily Young sofort, nachdem es an der Tür geläutet, sie diese geöffnet und Jack O‘Neill erkannt hatte.
„Ich weiß selber nicht viel“, versicherte und gestand sofort der General, „nur eines ist sicher, dass es nämlich so einiges an aufgezeichneten Botschaften an die nächsten Angehörigen und Freunde von der Besatzung auf der Destiny gibt. Der Inhalt wurde nicht gesichtet, weil ja das ganze Programm und die Geschichte mit dem Stargate schon seit vielen Jahren, seit dem Krieg gegen die Luzianer Allianz, auf der gesamten Erde bekannt ist…“
„Und?“, unterbrach Emily fragend, die ihre Arme vor der Brust verschränkt hatte. „Everett hat mir damals, seit dem ersten Kontakt mit diesen Kommunikationssteinen versprochen, eines Tages wieder nach Hause zu kommen!“
„Ich weiß. Alle hatten oder haben natürlich immer noch die Hoffnung irgendwann wieder heim auf die Erde zurückzukehren. Dieser Datenträger hier, dieser USB-Stick ist für Sie, Misses Young!“, versuchte Jack zu erklären.
Doch Emily Young blickte nur äußerst skeptisch weiterhin auf den kleinen Gegenstand, den USB-Stick, der in der Hand des Mannes lag, der vor ihm stand. Die Frau wusste, dass dem Militär immer mehr bekannt war, als es wirklich bereit war zuzugeben. Es kostete ihr eine sehr große Überwindung, den Datenträger aus der Hand des Besuchers schließlich entgegenzunehmen.
Verlegen schauten sich die beiden Erwachsenen, die sich in den letzten Jahren seit dem Verlust der Icarus-Basis immer besser kennengelernt hatten, noch einige sekundenlang wortlos an.
Jack beschloss deswegen besser sofort aufzubrechen, doch Emily sagte schließlich, für ihn vollkommen überraschend: „Wollen Sie nicht einen Moment reinkommen?“
„Nun ja, Miss Young. Ich habe schon bereits Maryann Wallace, Sharon Walker, sowie auch unserer Präsidentin, sowie nun jetzt auch Ihnen diese Botschaften allesamt persönlich überbracht. Und habe natürlich auch alle Aufgesuchten alleine gelassen, damit sie ungestört sind“, antwortete der Leiter des Homeworld Command.
„Und Sie wissen wirklich nicht, was sich auf hier drauf befindet?“
„Jipp!“
„Nun gut. Ich werde mir ansehen, was sich hier drauf befindet. Gehen Sie, wenn sie es wirklich unbedingt müssen, General. Doch ich werde mich bei Ihnen melden! Schon sehr bald!“, kündigte Emily an.
Kurz darauf verabschiedeten sich die beiden schließlich doch voneinander, und Jack O‘Neill kehrte mit einem sehr seltsamen Gefühl im Bauch zu seinem Fahrzeug zurück.
2. Destiny-Galaxie
Sol-System
Orbit der Novus-Kolonie Solon
Trinitatis
Konferenzraum
Viele Informationen gab es nicht, die die Erkundungsteams in der Besprechung mitteilen konnten. Nur einige Botschaften der Ältesten von den Siedlungen und Städten wurden durch sie, die Teamleiter, nach und nach übermittelt.
„Uns werden also immerhin einige weitere hundert Menschen zurück zur Erde begleiten“, fasste Doktor Hank McCoy schließlich die aktuelle Lage zusammen.
„Das sind trotz allem nicht gerade wenige. Die anderen wollen hier weiterhin unter dem Schutz der Truppen der Orici ausharren. Eine neue Form einer Gesellschaft gründen“, teilte Doktor Daniel Jackson mit, der nach wie vor sehr beunruhigt über diese, natürlich für die Erde, aktuelle Entwicklung war.
Milchstraße
Sol-System
Erde
Nordamerika, USA, Washington D.C.
Haus der Youngs
Langezeit hatte sie den USB-Stick beiseite gelassen, doch nun hatte die Neugier schließlich dennoch gesiegt. Emily startete den Laptop, schloss den Datenträger an, bewegte die Maus und öffnete die einzige Datei, die sich darauf befand. Auch würde sie natürlich ihre beim Abschied ausgesprochene Ankündigung, die sich in den Ohren von General Jack O‘Neill wie eine Drohung angehört haben musste, in die Tat umsetzen, sobald sie den Moment dafür gekommen sah.
„Hallo Emily! Ich weiß, es ist in der Tat sehr lange her, dass es von mir irgendwelche persönliche Informationen an Dich gegeben hat. Ich bin Dir zunächst einmal zutiefst dankbar, dass Du die Scheidung erst einmal zurückgezogen hast, trotz der Vielzahl von Fehlern, die ich in der Vergangenheit begangen hatte. Dabei meine ich natürlich mein Verhältnis zu Lieutenant Tamara Johansen, mein Verhalten bei einigen Besuchen mit Hilfe dieser verdammten Kommunikationssteine, die seit einigen Wochen oder gar auch Monaten schon nicht mehr funktionieren…“
Emily stoppte abrupt das laufende Video. Sie überlegte, sollte sie noch fortfahren oder doch lieber an dieser Stelle abbrechen. Die ganze Zeit über, hatte sie nicht nur auf die Worte ihres Mannes, sondern auch auf seine gesamte Gestik, seine Körperhaltung und Mimik geachtet.
Die Frau atmete kurz durch, dann klickte sie wieder auf das PLAY-Symbol.
„…ich weiß, dass ich Dir versprochen habe zurückzukehren, und dies werde ich auch eines Tages tun. Es wäre daher schön, wenn Du trotzdem noch weiterhin auf mich warten würdest… Aber nur, wenn Du es willst, denn…“
„Everett!“, zischte Emily Young, an dieser Stelle, weil sie zunächst natürlich von großer Enttäuschung ergriffen und frustriert war, doch dann entspannten sich sehr schnell wieder ihre Gesichtszüge, weil sie den Anführer, der in ihren Mann steckte, gut kannte. Sie atmete noch einmal kurz durch, sah sich den Rest der Botschaft von Colonel Everett Young an.
Emily stand sofort nach dem Schluss des Videos auf und schritt zum Telefon. Sie nahm es in die Hand, wählte die eingespeicherte Nummer von General O‘Neills Büro.
Cheyenne Mountain Complex
Homeworld Command
Ebene 27, O‘Neills Büro
„Homeworld Command. Büro des Kommandeurs General O‘Neill. Sie sprechen mit seiner Adjutantin, Major Perry.“
„Hier ist Emily Young, die Ehefrau von Colonel Everett Young. Ich würde gerne mit General O‘Neill sprechen.“
„Bedauere, Misses Young. Aber General O‘Neill ist immer noch nicht zurück in der Basis, ich werde…“
„Nicht nötig, Major. Ich rufe später selber noch einmal an, bis ich ihn am Apparat habe“, kündigte Emily an.
„In Ordnung, Ma‘am“, verstand Lauren sofort, die danach das Gespräch mit der Anruferin beendete und den Hörer wieder aufgelegt hatte.
Andromeda-Galaxie
Omega-System
Koloniale Erde
Südliche Hemisphäre
Ilion, Stargate-Raum/Kontrollraum
Man war natürlich sehr überrascht davon gewesen, dass sich die Besatzung der Trinitatis bei ihnen gemeldet hatte, wenn auch nur sehr kurz. Denn der Kontakt dauerte nur gerade einmal drei Minuten, dann hatte sich das Sternentor auch schon wieder geschlossen. Doch man war zum Glück ein wenig darauf vorbereitet gewesen, weil man Nachricht von der Stargate Command Base vom Mars aus der Milchstraße erhalten hatte, dass sich eben das Team um Doktor Hank McCoy auch schon gemeldet hatte. Deswegen konnte man dann selber eine Übertragung mit den neuesten Informationen durch das geöffnete Gate schicken konnte, ehe es sich wieder geschlossen hatte.
„Hier in dieser Übertragung sind natürlich so einige Nachrichten für die Angehörigen unseres Volkes enthalten, die sich an Bord der Trinitatis oder noch immer an Bord der Destiny befinden, um die Mission der Destiny bis zum Schluss zu begleiten. Wir haben den Auftrag von Colonel Young und Miss Wray erhalten, eben genau diese persönlichen Botschaften, an die entsprechenden Personen so schnell es geht, weiterzuleiten“, fasste der, von der Crew der Concordia, eingearbeitete koloniale Tortechniker den erhaltenen Inhalt der Nachricht kurz zusammen.
2. Destiny-Galaxie
Sol-System
Orbit der Novus-Kolonie Solon
Orici-Mutterschiff, Brücke
Der Prior, der das Schiff steuerte, konnte den Inhalt der eingegangenen Benachrichtigung nicht so wirklich akzeptieren und schon gar nicht glauben. Diese war ja nämlich von der Trinitatis weitergeleitet worden, nachdem man diese zunächst von Ilion empfangen hatte.
„Dies ist eine infame Lüge, um den Glauben an unsere Göttin zu erschüttern! Doch wir werden nicht wanken!“, lautete seine aufgebrachte Reaktion, nachdem er den ersten Abschnitt dieser Botschaft gelesen hatte.
„Aber hier steht, dass es sogar von unseren Gläubigen bestätigt wird, erhabener Prior“, erwiderte der oberste Kommandant der Truppen an Bord, der sich ebenfalls die Nachricht die Nachricht durchgelesen hatte.
„Es sind falsche und erzwungene Aussagen, die von all den Ungläubigen von der Erde stammen! Mit dem nur alleinigen Ziel, die einzigwahre Macht und Wahrheit im Universum, geführt, verkündet und geleitet von unserer großen Göttin, zu unterminieren oder sie gar auslöschen sollen!“, erklärte der Prior daraufhin.
Doch der ranghöchste Soldat an Bord des Orici-Mutterschiffes war noch nicht fertig, denn er fuhr fort unbeeindruckt fort: „Es wurde aber bereits eine Suche gestartet, um den Ort zu finden, wohin man unsere Göttin geschickt hat…“
„Genug jetzt! Schweigt auf der Stelle!“, ordnete der Prior wütend an. Abermals und jetzt aber bis zum Ende nun, las er dann die erhaltene Botschaft vollständig, wobei er auf einen eindeutigen Vermerk stieß, dass es wohl trotzdem wahr sein musste, denn weil es auch unter anderem Adriana es beglaubigt hatte, könne sich aber an nichts erinnern, also keine Sternenkonstellationen oder dergleichen die einen wichtigen Hinweis auf den Verbannungsort von Adria liefern können.
„Nun gut. Dann sei es also so: Wir werden uns natürlich dieser Heiligen Suche zu unserer Göttin sofort anschließen, um sie aus ihrer Verbannung zu holen! Danach wird uns unsere Göttin den Weg wieder im vollen Licht der Wahrheit zeigen!“, entschied der Prior nach einer kurzen Überlegung schließlich.
Trinitatis
Kontrollraum
Man registrierte beinahe mit Erleichterung, dass sich das Mutterschiff der Orici endlich in den Hyperraum zurückgezogen hatte. Doch was es letzten Endes für die Menschen auf dem Planeten Solon bedeuten würde, konnte niemand wissen. Auf dem Bildschirm, der die Aktivitäten in der unmittelbaren Umgebung dieser Galaxie anzeigte war schließlich zu erkennen, dass sich offenbar die gesamte hier befindliche Flotte, der gestürzten Göttin Orici Adria, in Bewegung gesetzt hatte.
Schon bereits nur wenige Stunden später, schienen sich alle Schiffe dieser Flotte an nur einem bestimmten Punkt dieser Galaxie gesammelt zu haben. Und zwar befand sich jener am äußersten Rande dieser Galaxie, des gerade noch zu überwachenden Bereiches der Tiefraumsensoren.
Man war darüber mehr als nur ein wenig irritiert, weshalb man natürlich sehr schnell Doktor Rodney McKay damit beauftragte, diese Region des Universums mit Hilfe der starken und leistungsfähigen Sensoren der Trinitatis genauer zu untersuchen.
Es dauerte zum Glück wirklich nicht allzu lange, da murmelte der Kanadier auch schon: „Das ist es! Dort muss sich ein aktives Supergate befinden!“ Laut verkündete er dann allen Anwesenden: „Wir müssen sehr schnell dorthin, denn mithilfe des Supergates könnten wir, nachdem ich ein entsprechendes Programm geschrieben habe, in kurzer Zeit wieder daheim in unserer eigenen Galaxie, der Milchstraße, sein!“
„Wird denn die Trinitatis überhaupt durch die Öffnung, also den Ereignishorizont des Supergates passen?“, fragte Doktor Hank McCoy sofort, der sicher gehen wollte, bevor er diesem Plan zustimmen konnte.
Schon kurz darauf begann Rodney ein wenig zu stottern: „Tja… ich äh, man müsste…“ Während er vollkommen unverständlich für die anderen Anwesenden vor sich so hintuschelte, begann er auch schon ein wenig hektisch auf seinem Tablet herumzutippen.
Parallel dazu meinte Doktor Daniel Jackson: „Wir sollten diese Menschen hier nicht in dieser Galaxie vergessen, die wir noch aufsuchen wollen oder gar müssen!“
„Ja, ja, ja…, ist ja schon gut“, plapperte ein nervöser McKay kurz daraufhin, der sich unter Druck gesetzt sah. Aber nur schon wenige Atemzüge später, ließ er dann resignierend seinen Kopf hängen, und sagte laut: „Die Trinitatis wird, auf Grund ihrer sehr gewaltigen Ausmaße, leider nicht durch das Supergate hindurchpassen! Nur die Hector und die Paris könnten diese Reise ohne Probleme machen!“
Eine lang anhaltende und sehr seltsame Stille war die Folge, denn es bot sich natürlich eine unerwartete Chance Menschen heim in die Milchstraße oder natürlich auch in die Andromeda-Galaxie zu schicken. Darum erwog Doktor McCoy natürlich die sich bietende Möglichkeit, nur die beiden BC-304er durch das Supergate in die heimische oder eine ihr benachbarte Galaxie zu schicken.
„Es wird bestimmt sehr viele Menschen geben, die so schnell wie nur möglich nach Hause gelangen wollen“, bemerkte Daniel.
Davon angeregt wurde umgehend ein Aufruf von Hank gestartet, ob es denn überhaupt genügend Interesse bei einer möglichen Umsetzung dafür geben würde.
Cafeteria
Auf der gesamten Trinitatis hatte sich die Kunde verbreitete, das sich ein Supergate in dieser Galaxie befand, womit man natürlich sehr viel schneller zurück in die Nähe der Erde gelangen könnte.
Die Augen von Jack Dalton strahlten daher deswegen, denn er hatte natürlich ein sehr, sehr großes Interesse daran so schnell wie nur möglich, wieder nach Hause auf die gute alte Erde zu kommen.
„Warten wir doch erst einmal in Ruhe ab, ob sich dieser Plan überhaupt in die Tat umsetzen lässt! Auch wenn dieser Doktor McKay ein sehr fähiger Wissenschaftler ist“, mahnte Pete Thornton noch immer sehr zurückhaltend, der es sich aber natürlich ebenfalls sehr wünschte, auf dem schnellsten Wege wieder nach Hause auf die Erde zu gelangen.
„Ich werde mich trotzdem sofort anmelden“, erwiderte Jack Dalton daraufhin.
Nur alleine MacGyver schwieg beharrlich zu dem Thema, denn er wollte erst einmal abwarten und genoss lieber sein Früchte- und Getreidemüsli.
Unbekannte sehr weitentfernte Galaxie
Destiny
Brücke
Obwohl man noch mehrere Millionen Lichtjahre davon entfernt war, war hier einer der wenigen Orte auf der Destiny von wo man aus, schon ein leichtes Strahlen und Leuchten erkennen konnte. Doch dies wurde aber immer noch von den Sternen und anderen kosmischen Erscheinungsformen zum größten Teil noch überstrahlt wurde, weshalb Doktor Nicholas Rush eine Bitte an Colonel Everett Young richtete: „Ich würde sehr gerne, wenn wir uns das nächste Mal zwischen zwei Galaxien befinden, außerplanmäßig für eine gewisse Zeit, vielleicht einen halben Tag nur, den FTL-Flug noch einmal verlassen, damit wir dort einige wissenschaftliche Messungen und Beobachtungen machen können. Natürlich nur mit Ihrer Erlaubnis, Colonel.“
„Kann sicherlich nicht schaden. Es könnte vom großen Vorteil sein, zu erfahren was sich vor uns und in unmittelbarer kosmischer Nachbarschaft befindet. Daher haben Sie die Genehmigung dafür, Doktor Rush!“, nickte Everett Young kurz angebunden, dem das auch nur allzu recht war, nämlich zunächst einmal aus einer noch sicheren Entfernung zu erkennen, was wirklich vor ihnen lag.
Stargate-Raum
Weil seit dem Verlassen der Überlichtgeschwindigkeit wieder einmal einige Adressen angezeigt worden waren, die in Reichweite des Destiny-Stargates lagen, hatte Colonel David Telford unverzüglich einige Erkundungsteams zusammengestellt, um diese neuen Welten, wenn sie für einen Forschungsmission wirklich in Frage kamen, zu erkunden.
Man hatte aber jedoch aber schon längst eines bemerkt, dass nämlich zunehmend immer seltener solche Toradressen angezeigt wurden, die enorm wichtig für die Versorgung der Crew der Destiny, aber auch für das Raumschiff selber waren, nämlich um an frisches Wasser, Lebensmittel und auch Rohstoffe zu gelangen. Man vermutete daher schon seit beinahe einem halben Jahr, dass man sich in der Tat mittlerweile schon seit längerer Zeit, bereits im ältesten Teil des Universums befand. Und es bestand durchaus auch die Möglichkeit, dass es schon in der nächsten Galaxie sogar überhaupt gar keine Stargates geben könnte, weil die Vorhutschiffe möglicherweise noch überhaupt nicht bis in das sogenannte Zentrum des Universums vorgedrungen sein könnten, um dort ein dünnes Netz von Stargates aufzustellen.
„Ich mache es noch einmal kurz“, begann Telford, der dann allen noch einmal ihre Teams zuteilte und dann die wichtigsten Aufgaben kurz erklärte, die jedes Mitglied zu erfüllen hatte, während schon bereits die erste von fünf Adressen angewählt wurde. „…alle fünf Teams haben exakt auf die Minute insgesamt 48 Stunden Zeit! Lieutenant James, führen sie ihr Team jetzt gleich durch das Tor! Danach folgt das Team von Doktor Brody, sobald die nächste Verbindung aufgebaut worden ist! Im Anschluss geht mein Team, wenn unsere Adresse ein Wurmloch etabliert hat! Sobald dann die vierte Chevronadresse eingeloggt ist, Lieutenant Scott, folgt ihr Team! Als letztes Team geht das von Varro, wenn dann die letzte der uns angezeigten Verbindungen etabliert wurde!“
In den nächsten rund 15 Minuten, hatten sich dann alle fünf Teams auf den Weg zu ihren zuvor zugewiesenen Zielen gemacht.
2. Destiny-Galaxie
Sol-System
Novus-Kolonie Solon
Trinitatis
Konferenzraum
Wie man es natürlich schon leider bereits erwartet hatte, hatte man nicht alle Bewohner von Solon davon überzeugen können, mit an Bord der Trinitatis zu kommen. Ungefähr die Hälfte der Bewohner, dies waren doch immerhin etwa rund 2500 Menschen, hatten trotz des Angebotes von Doktor Jackson beschlossen, auf ihren Planeten zu bleiben, obwohl natürlich die berechtigte Hoffnung bestand, auf der neuen Heimatwelt aller Novaner eine gemeinsame Zukunft mit ihren so lange voneinander getrennten Brüdern und Schwestern zu verbringen.
Auch war man über die sehr geringe Resonanz des Aufrufes überrascht, denn man hatte eigentlich angenommen, dass es die Menschen nicht erwarten könnten zurück zu ihren Familien zu gelangen. Die Folge war, dass nur eine BC-304, die E.U.S. Paris, den Flug durch das Supergate heim in die Milchstraße antreten würde, sobald dann Doktor Rodney McKay mit der Programmierung des zuständigen speziellen Steuerkristalls, für das Supergate von der Orici, fertig war.
Kontrollraum
Fast ohne Pause beobachtete man die Region, wohin sich die Flotte der Orici bewegt hatte und sich das Supertor befand. Doch auf den Tiefraumsensoren war etwas sehr erstaunliches zu erkennen, nämlich dass sich offenbar keine Schiffe der Orici-Anhänger mehr in dieser Galaxie aufhielten, weshalb man die bevorstehende Reise in ungefähr zwei Tagen im Hyperraum zu dem Supergate vorbereitete.
Milchstraße
Sol-System
Erde
Auf der gesamten Erde verbreitete sich immer mehr die Kunde, dass die Mission der Trinitatis zum größten Teil schon erfolgreich absolviert worden sei. Zudem sickerte natürlich auch noch durch, dass die meisten der Angehörigen der Destiny-Besatzung Videobotschaften erhalten hatten, die von einigen Skeptikern der Mission vielerorts als ein letzter Gruß bezeichnet worden waren.
Im Homeworld Command beobachtete man dagegen etwas anderes, und zwar mit großer Sorge die Aktivitäten von den Anhängern der Orici. Viele Schiffe hatten sie ja unter ihrer Kontrolle, doch würde deren bereits begonnene Suche nach Adria lange dauern, so hoffte man.
Mars
Stargate Command Base, Stargate-Raum
Das Sternentor hatte sich unplanmäßig von außerhalb aktiviert. Das diensthabende Verteidigungsteam ging in Stellung. Die schweren Panzerschotts wurden verschlossen. Draußen auf den Korridoren warteten angespannt weitere Verteidigungseinheiten.
Es dauerte noch einige Sekunden, dann öffnete sich die Iris und die Soldatinnen und Soldaten entspannten sich. Blieben aber dennoch absolut wachsam. Sie nahmen erst ihre Waffen runter als sie Teal‘c, Bra‘tac und Myrddin erkannten, die in Begleitung von einigen anderen, wohl sehr wichtigen Personen die Rampe herunterkamen.
„Es gibt einige Neuigkeiten, die wir erläutern wollen“, erklärte der alte Jaffa-Meister, der eine kleine Verbeugung andeutete, nachdem Brigadier General Albert Reynolds in den Torraum gekommen war.
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Odyssee
Folge 8.02 - “Heredes, Teil 1”
Milchstraße
Sol-System
Mars
Stargate Command Base
Ebene 17, großer Konferenzraum
Man war doch sehr erstaunt über die neueste Botschaft gewesen, die für besonders ausgewählte Menschen auf der gesamten Erde gerade eben erst übermittelt worden war. Darum wurden auch so schnell es auch nur irgendwie menschenmöglich gewesen war, die meisten dieser Personen, die es eben auch betraf zusammengerufen und versammelt.
„Wir haben so etwas Ähnliches im Moment erfreulicherweise auch seit einiger Zeit in Planung gehabt, und arbeiten seit geraumer Zeit auch schon an der Umsetzung. Dabei haben wir auch schon bei vielen befreundeten Völkern und den bekannten Großmächten, nicht nur hier in der Milchstraße, sondern auch in anderen Galaxien geworben, unter anderem natürlich auch in der Andromeda- und der Pegasus-Galaxie“, gestand General Jack O‘Neill, der natürlich innerlich sehr bewegt und gleichfalls auch überwältigt von der unterbreiteten Absicht von Myrddin war, dass er ebenfalls schon sehr bald ein Mitglied der neuen Tafelrunde sein sollte.
„Den Vorschlag und der Plan, welche die Tau‘ri und auch Ihr, Meister Myrddin, schon bereits gefasst habt, wie es General O‘Neill bereits gerade eben erwähnte, sowie auch schon so einigen Mächten in dieser und anderen Galaxien unterbreitet hatte, ist in der Tat sehr gut“, stimmte Bra‘tac abermals dem bereits laufenden Prozess unter der Führung der Erde und von Myrrdin und Artus zu, „nämlich alle vorhandenen Großmächte aus zwei, drei Galaxien in einer neuen Großen Allianz zu vereinen. Dies geschieht natürlich nach dem großen historischen Vorbild der Antiker, der Asgard, der Furlinger und der Nox. Allerdings mit den einem großen Unterschied, dass es bei dieser neuen Allianz einige Völker, Kulturen und auch Rassen, somit auch mit unterschiedlichen Philosophien mehr sein werden. Wobei wir die Jaffa und vermutlich auch die Luzianische Allianz darauf bestehen werden, zum größten Teil ihre Eigenständigkeit und Selbstkontrolle über ihre Territorien zu behalten, ohne das ein Mitglied, wie zum Beispiel insbesondere die Tau‘ri, dabei eine allzu große übergeordnete Führungsrolle für sich alleine beanspruchen darf.“
Nach einer darauffolgenden weiteren kurzen Pause, ergriff dann schließlich Myrddin noch einmal selbst das Wort: „Dies könnte die langersehnte Lösung und der verborgende Pfad sein, damit endlich Frieden und Sicherheit in mehreren Galaxien simultan einkehren! Doch muss ich Ihnen allen leider zudem noch etwas Besorgniserregendes mitteilen, dass nämlich die besonders strenggläubigen und fanatischsten Anhänger der Orici Adria nicht ihren gefassten Plan aufgeben werden, um nach ihrer, von mir selbst, verbannten und entmachteten Göttin weiterhin zu suchen.“
Die Stimme und auch Tonlage des alten Antikers war mehr als nur sehr ernst geworden, während er den zweiten langen Satz äußerte.
„Wie dem auch sei“, räusperte sich Myrddin dann kurz, „es wird schon sehr bald eine, natürlich dem Anlass entsprechende feierliche Aufnahmezeremonie für die Personen geben, die in diese neue Tafelrunde aufgenommen werden! Es wäre daher angebracht, wenn all jene berufenen Personen an diesem Tage der besonderen Feierlichkeiten, der zudem die Vermählung von Artus mit Adriana umfasst, möglichst vollzählig versammelt sind, und natürlich auch in angemessener Gewandung dort erscheinen!“
„Wir werden, soweit dies in dieser kurzen Frist umsetzbar ist durchführen. Damit dann bei diesen Anlass möglichst alle Eingeladenen, wenn soweit möglich auch anwesend sind“, versprach Richard Woolsey, der insgeheim dabei hoffte, dass es dann in der Zwischenzeit keine erheblichen mehr Probleme gab, schon gar nicht auf Atlantis und in der kompletten Pegasus-Galaxie.
Unbekannte weit, weitentfernte Galaxie
Fremder Planet
Team von Lieutenant James
Die aktuelle verstrichene Zeit ihrer laufenden Mission auf dieser Welt belief sich nun schon auf beinahe volle 32 Stunden. Bisher hatte man überwiegend nur eine ausgedehnte Wüstenlandschaft erkunden können. Die Luft auf dieser Welt war daher also ziemlich trocken und extrem heiß.
Da sich das Einsatzteam von Second Lieutenant Vanessa James schon bereits auf dem Rückweg zum Stargate befand, wobei sie extra einen sehr weiten Bogen zurücklegten, in der Hoffnung, wenigstens auf diesen Wege eventuell doch noch, wenn auch zumindest eine kleine interessante Entdeckung dabei zu machen.
„Puh!“, schnaufte Vanessa vor Anstrengung der klimatischen Bedingungen. „Offenbar gibt es doch nur dieses, wenn auch möglicherweise eine fruchtbare Tal auf diesen Planeten, welches im geschützten Canyon liegt, wo sich auch das Tor befindet.“
Die anwesende Tok‘ra, ein Luzianer, ein Leoben und auch ein kolonialer Wissenschafter, die sich mit ihr im selben Erkundungsteam befanden, teilten nach einer kurzen Debatte schließlich diese nüchterne Theorie, weshalb sie sich entschieden hatten so schnell wie nur möglich, endlich in das kleine fruchtbare Tal zum Sternentor und somit wieder in den schützenden Schatten zu gelangen.
Fremder Planet
Team von Doktor Brody
Es war ein größeres Team, mit dem Doktor Adam Brody, auf dieser unbekannten Welt zur Erkundung unterwegs war. In den bereits vergangenen rund anderthalb Tagen, hatten die Wissenschaftler, die sich mit ihm in diesem Team befanden, immer wieder ihre Freude mit neuen Jubel zum Ausdruck gebracht, sobald sie eine weitere interessante Entdeckung oder einen bedeutenden Fund gemacht hatten. Die zu ihrem Schutz abgestellten Militärs schüttelten also mehr als nur einmal über dieses Verhalten den Kopf.
„Wirklich schade, das wir in schon bereits in spätestens knapp 12 Stunden wieder zurück auf der Destiny sein müssen“, seufzte ein kolonialer Geologe niedergeschlagen, während er mit einer Frau von der Luzianer Allianz mit größter Vorsicht eine der unzähligen kristallinen Strukturen untersuchte, die wie ein feines Geflecht den Boden weitläufig zu durchziehen schien.
Zur selben Zeit bewegte sich Doktor Brody mit einer anderen Gruppe, die von ihm angeführt wurde, auf einer weiteren Suche nach seltenen chemischen Verbindungen, die anscheinend auf diesem Planeten immer nur durch Meteoriteneinschläge entstanden, auf einen Canyon zu, der mehr Schutz vor den Elementen in Form heftiger Winde, die auf diesen Planeten vorherrschten, bot. Das war der entscheidende Grund dafür, dass sich auch ihr Basislager in einer gut geschützten geräumigen Höhle befand.
Fremder Planet
Team von Colonel Telford
Auf dieser Welt befand sich ein wahres, sehr weitläufiges Ruinenfeld, welches bereits zum größten Teil von einer Vielzahl von Pflanzenarten überwuchert worden war und sich in einem weiten Umkreis um das Sternentor, das im Zentrum der Überreste einer Stadt lag, ausdehnte. Wer und was für eine Rasse mit einer wohl sehr fortschrittlichen Kultur hier einst gelebt hatte, konnte man nur noch sehr schwer erahnen, denn es gab so gut wie gar keine Hinweise mehr darauf.
„Vieles von dieser Stadt hier ist leider im Verlaufe der letzten Jahrtausende so gut wie komplett zerstört worden, Colonel Telford, doch würden wir uns sehr gerne noch einmal kurz in den Katakomben, ganz in der Nähe von hier umsehen, wenn Sie es uns denn erlauben würden.“
Der Angesprochene sah sofort für einen Atemzug prüfend auf seine Uhr, die ihm die noch zur Verfügung stehende Zeit verriet. Viel war es aber nicht mehr.
„Sie und ihre Leute haben dafür sechs Stunden Zeit! Keine Minute länger, denn dann machen wir uns mit Eilschritten auf den Rückweg zum Stargate!“, verfügte David Telford.
Fremder Planet
Team von Lieutenant Scott
Das von First Lieutenant Matthew Scott geführte große vielköpfige Einsatzteam hatte, wie auch das von Colonel Telford geleitete, den Auftrag erhalten sich die hinterlassenen Spuren einer weiteren, hier aber vermutlich sehr technologisch fortschrittlichen, aber wohl schon untergegangenen Zivilisation anzusehen.
Da sich die Existenz dieses Planeten und des gesamten Sonnensystems, in dem sich jener befand, wohl allmählich aber sicher dem Ende zuneigte, offenbarte die Sonne, die bereits sehr bedrohlich rötlich glühte, auch die gesamte Vegetation starb allmählich ab, und das Wasser war auf dem Rückzug. Doch ein fliegendes Auge, welches man zuvor zur Aufklärung hierher entsandt, dann aber wie gewöhnlich auf Suchmodus geschaltet hatte, hatte noch bislang keinerlei Anzeichen einer möglichen Bedrohung im unmittelbaren Umkreis von einigen Kilometern und auch in der Atmosphäre dem Einsatzteam vermittelt.
Darum musste man natürlich dennoch jederzeit auf Überraschungen jeglicher Art gefasst sein, die einen trotz aller bisherigen erhaltenen Informationen auf einer fremden Welt erwarten konnten.
„So Leute, alle mal herhören! Wir haben noch etwas mehr als 12 Stunden auf diesen Planeten, bevor wir zurück auf die Destiny müssen! Ich und ein Teil des Teams werden uns in Richtung Süden umsehen noch etwas näher umsehen, während sich der Rest des Teams hier weiterhin die Inschriften ansehen und noch weitere von diesen Artefakten einsammeln wird!“, entschied Lieutenant Scott, der dann das Zeichen gab aufzubrechen.
Es war ein gut gemischtes Team, welches mittlerweile irgendwie keine allzu große Lust mehr verspürt hatte zwischen den Ruinen nach Spuren jeglicher Form zu suchen, sondern eher viel lieber noch die weitere und nahe Umgebung erkunden wollte.
Kaum waren sie über die eine höhere Hügelkette gestiegen, die sich am Fuße eines Hochplateaus befand, machten sie dabei schon eine sehr interessante Entdeckung.
„Das sieht nach Überresten einer gigantischen Fabrik oder gar einer Werft aus“, bemerkte ein Anhänger der Orici, der dann sofort drängend darauf bestand, sich diesen Fund näher anzusehen.
„Wir haben noch genügend Zeit. Also gut, einverstanden“, erklärte Matthew, der danach anordnete ein weiteres fliegendes Auge hinauf aufs Plateau zu schicken.
Die nur wenige Minuten später übermittelten Bilder, auf der kleinen Fernbedienung des fliegenden Auges, raubte allen den Atem, denn die einstigen Bewohner dieses Planeten hatten offenbar das gesamte Plateau ausgehöhlt und daraus einen riesigen Startplatz für Raumschiffe erschaffen. Dass dies in der Tat so sein musste, verrieten unter anderem einige Brandspuren, Gerätschaften, eine Vielzahl verschiedener Bauteile und Gerüste, die schon dabei waren komplett zu verfallen.
„Verdammt noch mal! Wir hätten uns doch noch viel eher auch außerhalb dieser Ruinen und Anlagen dieser Stadt umsehen müssen!“
„Für wahr! Schade, dass wir es erst jetzt, so kurz vor dem Ende der Mission auf dieser Welt entdecken mussten!“, stimmte ein Wissenschaftler der Luzianischen Allianz, einer Anhängerin der Orici Adria zu.
Darum hatte Lieutenant Scott auch entschieden, diesen äußerst interessanten Fund umgehend der Destiny zu melden. Man wollte auch alles, so gut es ging, von nun an mit einem weiteren fliegenden Auge dokumentieren.
Fremder Planet
Team von Varro
In den letzten Stunden, hatte das Missionsteam von Varro seinen enorm wichtigen Auftrag schon so gut wie komplett erfühlt, denn für sie ging es in erster Linie nur darum die noch vorhandenen Vorräte auf der Destiny an Nahrung und Wasser wieder aufzufühlen. Und auf dieser reichen Welt, mit einer Vielzahl an Arten von Pflanzen und Tieren sowie an vielen klaren Süßwasserquellen, war dies keine allzu große Schwierigkeit. Doch man war vorsichtig dabei, denn eine auf dem ersten Blick erscheinende friedliche Welt, konnte ja auch ungeahnte Gefahren verbergen, was man schon aus schmerzhafter Erfahrung mehrmals hatte erfahren müssen.
Sie wurden dabei unter anderem auch von einem Vertreter der Nox begleitet, der sichtbar sehr gekränkt wirkte, nachdem der Anführer dieses Teams, Varro, gemeinsam mit Master Sergeant Ronald Greer mit einem frisch erlegten Tier, welches für die Menschen von Erde aussah, wie ein viel zu groß geratener Hase, und zwar in der Größe eines Hirsches, im Camp wieder auftauchten.
Destiny
Stargate-Raum <> Brücke
Die Meldung des Teams, welches sich von Lieutenant Scott immer noch auf Mission befand, man habe Spuren und Reste unbekannter Technologie gefunden, wurde mit sehr geteilter Stimmung aufgenommen, denn es war natürlich nur noch sehr wenig Zeit übrig, um genauere Forschungen auf dieser Welt betreiben zu können.
Man empfahl daher dem gesamten Team in der noch zu Verfügung stehenden Zeit diese Entdeckung so gut wie möglich zu nutzen, mit dem erklärten Ziel einer umfangreichen Dokumentation mit Hilfe aller verfügbaren fliegenden Augen.
Wäre noch sehr viel mehr Zeit übrig gewesen, hätten sich nicht nur Doktor Nicholas Rush und Eli Wallace für diesen interessanten Fund, so nahe dem Zentrum des Universums, selber persönlich näher angesehen, sondern noch viele andere, die zur Besatzung des alten Antikerraumschiffes gehörten.
Kurz nachdem die Verbindung zu dem Planeten, wo sich das Team von Scott befand, beendet worden war, wurde schon kurz darauf das Stargate der Destiny auch schon erneut von außerhalb aktiviert, weil einmal mehr das Team von Varro die vorbereiteten, weiteren dringend benötigten frischen Vorräte und Wasserbehälter für die Besatzung der Destiny sandte.
2. Destiny-Galaxie
Hyperraum
Trinitatis, Kontrollraum
Schon seit einiger Zeit arbeitete Doktor Rodney McKay besonders fieberhaft und auch unter einem gewissen Zeitdruck an einigen wichtigen Dingen gleichzeitig.
Schließlich schimpfte er zunächst noch kaum hörbar, aber dann immer lauter werdend mit den Worten: „Dieser sogenannte Wunderknabe! Er hat doch tatsächlich Recht mit seinen Berechnungen gehabt! So ein Mist!“, vor sich hin.
Von diesem einmal mehr absolut seltsamen Verhalten des Kanadiers, wurde auch Doktor Hank „Beast“ McCoy, der Leiter dieser Mission, schließlich dennoch aufmerksam.
„Was gibt es den so Schlimmes, Rodney?“, fragte der Mutant alarmiert, während er noch aus seinem Büro geeilt kam.
Erst als Hank dann direkt neben ihm stand, antwortete der Angesprochene schließlich zerknirscht: „Wir müssen unbedingt, und zwar am Besten sofort den Antrieb der Trinitatis schonen! Denn wir haben diesen auf unserer gesamten bisherigen Reise schon bereits ziemlich strapaziert! Sonst stranden wir hier noch irgendwo, im absoluten Nirgendwo!“
„Was schlagen Sie daher vor?“
„Wir sollten nicht mehr allzu oft nach einer kurzen Flugzeit den Hyperraum wieder aufs Neue verlassen, weil der Antrieb der Trinitatis offenbar in erster Linie nur für sehr schnelle Langstreckenflüge konzipiert worden ist. Deshalb sollten wir nur noch wirklich dann wieder anhalten und den Hyperraum verlassen, wenn wir eine andere Galaxie erreicht haben und ein weiteres Mal kurz bevor wir diese dann wieder verlassen werden, um den leeren Raum zur nächsten Galaxie zu überbrücken! Gleichzeitig sollten wir dann jeweils in einer nahen Sonne unsere Energiereserven erneuern!“
„Wir müssen uns aber dennoch, um die Menschen in dieser Galaxie, so weit weg von der Erde, doch noch irgendwie kümmern können“, sagte Doktor Daniel Jackson ein wenig besorgt, der auch noch hinzugekommen war.
Doktor McCoy' Büro
Der komplette Stab der Missionsleitung der Trinitatis-Besatzung, unter der Führung von Doktor Hank „Beast“ McCoy stand vor einem gewissen Dilemma, denn man hatte ja schon bereits den Menschen in dieser Galaxie Hilfe versprochen, doch wie sollte man diese jetzt noch vor allem wirksam umsetzen können, weil man ja sonst die Leistungsfähigkeit des Raumschiffes aufs Spiel setzen würde.
Es musste daher wirklich sehr schnell eine gute Lösung her. Diese kam schließlich von Angus MacGyver, der von diesem akuten Problem ebenfalls gehört hatte. Daher hatte er sich der Krisenbesprechung angeschlossen, sich unauffällig in eine Ecke gestellt und schweigend allen, die etwas zu sagen hatten oder wollten zugehört.
„Also. Ich verstehe zwar sehr wenig von dieser fortschrittlichen Technologie der Antiker, doch ich würde sagen oder viel mehr vorschlagen: Wir fliegen zunächst noch weiter, und zwar bis zur neuen Heimatwelt der Novianer. Dort beziehen wir noch einmal für die weitere Etappe die dringend benötigte Energie von der Sonne. Während die beiden Schlachtkreuzer, die Hector und die Paris, dann in der Zwischenzeit die kleineren Transportflüge übernehmen könnten, während die Trinitatis dort wartet bis alles Weitere hier geregelt wurde, was den Menschen, die sich dann dazu entschieden haben sollten, hier in dieser Galaxie zu bleiben, bereits zugesichert wurde“, schlug Angus MacGyver schließlich vor, nachdem niemand anderes im Raum etwas sagte.
„Ein wirklich guter Vorschlag“, nickte Daniel sofort anerkennend.
„Das hält uns zwar ein wenig in unserem Zeitplan auf, doch wäre dies das Beste und auch Vernünftigste! Zudem würden die strapazierten Triebwerke und damit verbundenen Systeme eine Pause bekommen“, lautete schließlich das Urteil von Hank „Beast“ McCoy.
„Wieso bin ich nicht gleich selber darauf gekommen?“, rätselte Rodney verwundert, dem dies natürlich auch einleuchtete. Doch er tat dies so leise, das ihn niemand verstehen konnte.
Unbekannte weit, weitentfernte Galaxie
Fremder Planet
Team von Colonel Telford
Einer der vielen Soldaten, ein Corporal, die zur militärischen Verstärkung auf die Destiny gekommen waren, holte sich für ein sehr unvorsichtiges Verhalten von Colonel Telford einen sehr gewaltigen Tadel ab.
„Sind Sie wohl komplett wahnsinnig geworden, Soldat! Sie müssen eindeutig mehr auf ihre Umgebung achten, Corporal! Besonders in solchen unterirdischen Komplexen, die möglicherweise mehrere Millionen von Jahren alt sein können! Wir sind hier schließlich nicht in Kansas!“
„Entschuldigung, Sir. Wird nicht mehr vorkommen, Colonel“, versprach der Soldat, der kleinlaut seinen Kopf erkennbar eingezogen hatte.
„Ist zum Glück nichts passiert, Soldat. Dieses Mal allerdings. Also merken Sie sich meine Worte, Corporal! Und jetzt machen wir uns auf dem Weg zurück zum Stargate, und zwar alle! Also, los!“, verkündete David Telford, der nebenbei prüfend auf seine Uhr gesehen hatte.
Fremder Planet
Team von Varro
Mittlerweile hatte Varros Team das Camp komplett wieder abgebaut, sich danach auch wieder nach einem viertelstündigen Fußmarsch vollzählig am Stargate versammelt.
Alle Teammitglieder waren schwer mit den letzten gesammelten Vorräten und den Ausrüstungsgegenständen beladen. Auf rund einem guten Dutzend selbstgebauten Tragegestellen aus dünnen Baumstämmen und -ästen, befanden sich Behältnisse mit den unterschiedlichsten Inhalten.
„Na los, wähle jetzt das Stargate an!“, ordnete Varro an, der schließlich der jungen Luzianerin, Io Ohal, einer Heilerin und Wissenschaftlerin seines eigenen Volkes, zu verstehen gab, endlich die Fernbedienung einzuschalten und den Wahlvorgang zu starten.
Kurz darauf, begann sich auch schon der innere Ring des Sternentores zu drehen.
Die Symbole der Adresse, die sie wieder auf die Destiny führte, rasteten der Reihe nach ein, bis sich der Ereignishorizont gebildet hatte. Das Team hatte es ein wenig eilig wieder auf das sichere Raumschiff zurückzukehren, weil es auf diesem Planeten des nachts durchaus gefährlich werden konnte, denn es gab hier natürlich nicht nur harmlose Pflanzenfresser, wie sie in den letzten Stunden hatten feststellen müssen, sondern natürlich auch die jagenden Raubtiere, die auch für das Einsatzteam eine ernsthafte Bedrohung darstellten.
Fremder Planet
Team von Lieutenant Scott
Man war schon seit ein paar Stunden sehr darauf bedacht gewesen, den gemachten Fund so gut es ging mit mehreren fliegenden Augen zu dokumentieren. Zusätzlich versuchte man auch noch einige der geradeso erreichbaren Fundstücke, nach einer mehr als nur sehr gewagten Kletterpartie doch noch zu bergen, bis dann schließlich First Lieutenant Matthew Scott sein Team zusammenrief, denn die Zeit lief allmählich und auch gnadenlos ab.
„Es muss jetzt wirklich genügen, Leute! Alle, sofort ab zurück zum Stargate, denn wir haben nur noch eine knappe Stunde! Also los!“, befahl Lieutenant Scott mit lauter Stimme, der seine gesamte Truppe zum sofortigen Aufbruch drängte, damit sie nicht unnötigerweise auf diesem Planeten letzten Endes eventuell auch noch strandeten.
Die ersten murrenden Wissenschaftler zogen sich von dem Fuße des Plateaus bereits zurück, bildeten dabei mit einigen Militärs die Nachhut. Immer wieder warfen sie dabei sehr sehnsüchtige Blicke zurück nach hinten, da sie nur allzu gerne und verständlich viel mehr Zeit gehabt hätten, um diese interessante Entdeckung noch genauer unter die Lupe nehmen zu können.
Fremder Planet
Team von Doktor Brody
Mit vielen Proben von Mineralien und Erzen in den Transportkoffern, hatte sich das komplette Team von Doktor Adam Brody am Stargate versammelt. Sie hatten bereits versucht eine Verbindung aufzubauen, doch gelang es ihnen immer noch nicht.
„Scheint momentan besetzt zu sein“, seufzte jemand, „genauso, wenn ich früher mit meiner Frau telefonieren wollte.“
„Versuchen wir es in fünf Minuten noch einmal! Immerhin haben wir noch etwas mehr als eine Stunde Zeit, um auf die Destiny zurückzukehren“, entschied Brody dabei mit den Schultern zuckend.
Fremder Planet
Team von Lieutenant James
Seit Stunden schon befand sich das Team bereits wieder in dem fruchtbaren Tal, in dem auch das Sternentor stand. Weil es hier aber auch noch von Klima auf diesem Planeten am Angenehmsten war, stellte man hier noch einige wissenschaftliche Untersuchungen in Form von Grabungen an. Dabei fand man dann schließlich doch noch die recht spärlichen Überreste einer vor langer Zeit untergegangenen Zivilisation, welche man noch schnell barg, um sie zu weiteren und genaueren Untersuchungen mit auf die Destiny zu nehmen.
„So“, murmelte Second Lieutenant Vanessa James schließlich, „alle meine Leute sind endlich da, wie ich sehe.“ Laut vernehmbar sagte sie dann: „Alle mal herhören: In einer halben Stunde wähle ich die Destiny an, packt also so langsam schon einmal alle eure Sachen zusammen!“
Destiny
Stargate-Raum
Man hatte gerade eben die letzten mitgebrachten frischen Vorräte an Nahrung und Wasser, die das Team des Luzianers Varro und Master Sergeant Ronald Greer beschafft hatte, weggebracht, als das Sternentor abermals zum bekannten sprudelnden Leben erwachte. Es war dieses Mal das Team von Doktor Adam Brody, welches nun als zweites von seiner Mission auf die Destiny zurückkehrte.
Viele Minuten darauf geschah erst einmal rein gar nichts, ehe dann schließlich Colonel David Telford mit seinem sehr großen Einsatzteam auf das alte Raumschiff der Antiker zurückkehrte, welches ebenfalls so einige zahlreiche Fundstücke mit auf die Destiny brachte.
Kaum hatte sich das Tor abgeschaltet, wurde es schon abermals von außen angewählt. Und angeführt von Second Lieutenant Vanessa James, die an der Spitze ging, kehrte nun das vierte von fünf Stargate-Teams innerhalb der von Colonel Everett Young gegebenen Frist zurück.
Immer noch war Colonel Telford im Stargate-Raum, der sich sofort erkundigte: „Welches Team fehlt noch?“
„Das von Lieutenant Scott, Sir. Dieses Team hat vor ungefähr einen halben Tag eine sehr interessante Entdeckung gemacht…“
„Dies haben wir wohl alle - mehr oder weniger. Ist aber noch lange kein Grund dafür die gesetzte Zeit zur Rückkehr auf die Destiny zu verpassen!“, unterbrach David den Mann an der einen Konsole im Torraum daraufhin barsch, während er selber auf den Countdown der Uhr sah, die allen somit verriet, dass noch immerhin knapp zehn Minuten Zeit war, bevor die Destiny wieder in den FTL-Flug springen würde.
Diese noch verbleibende Zeit zog sich spürbar in die Länge. Dann endlich als dann noch exakt vier Minuten übrig waren, wurde das Stargate von dem letzten zurückkehrenden Team von Außerhalb aktiviert. Die ersten Leute aus Scotts Team kamen noch mit einem recht lockeren Gang zurück durch den Ereignishorizont gelaufen. Aber die übrigen vom Team Scotts, kamen allerdings mit einer enormen großer Hast und Eile durch den Ereignishorizont gespurtet. Am Ende befand sich First Lieutenant Matthew Scott, der seine Leute wohl regelrecht durchs Sternentor stoßen musste. Dabei stolperten und strauchelten einige von dessen Team so heftig, dass sie beinahe zu Boden fielen.
„Das war wirklich denkbar knapp, Lieutenant! Sie mussten es wohl voll ausreizen, was?“, sagte Colonel David Telford streng tadelnd an die Adresse von First Lieutenant Matthew Scott gerichtet, weil kurz darauf auch schon die Destiny wieder in den FTL-Flug sprang, um ihre Reise, zu ihrem nächsten Ziel auf ihrer Route, fortzusetzen.
2. Destiny-Galaxie
Nova-System
Nach dem abgeschlossenen und vor allem erst einmal letzten, und wenn auch nur kurzem Flug im Hyperraum, in dieser Galaxie näherte sich die Trinitatis, mit immer den beiden BC-304ern, der Paris und der Hector, im Schlepptau, der neuen Heimatwelt der Novianer.
Eigentlich hätte die E.U.S. Paris, einer der beiden Schlachtkreuzer der Erde, schon längst den Weg durch das Supergate zurück in die Milchstraße einschlagen sollen. Doch würde die U.N.S. Hector den nun bestehenden Auftrag alle Kolonien der Novianer aufzusuchen, und die dortigen Bewohner an Bord zu nehmen, nicht alleine bewältigen können.
Schon bereits kurz nach der Ankunft und Absetzung von den ersten hundert Menschen von Nachkommen der alternativen Crew der Destiny, brachen die Hector und die Paris abermals zu unterschiedlichen Zielen in den Hyperraum auf, um noch weitere Kolonien und deren Bewohner aufzusuchen. Sie hatten dafür eine nur eine gewisse Zeitspanne eingeplant, aber auch nicht allzu lange, da ja nicht nur einige Leute aus dem eigenen Expeditionsteam dieser Mission sehr schnell zurück zur Erde wollten.
Trinitatis
Labor von McKay
Immer noch arbeitete Doktor Rodney McKay an der sehr komplizierten Programmierung des Steuerkristalls, der für eine erfolgreiche Aktivierung des Supergates und somit auch einer stabilen Verbindung desselbigen in die Milchstraße dringend benötigt wurde.
Doch er arbeitete außerdem parallel dazu noch an einer erfolgreichen Möglichkeit mit der Konvoi-Flotte der Novianer in Kontakt treten zu können, genauso wie damals als sie durch einen absoluten puren Zufall zwischen der Milchstraße und der Pegasus-Galaxie, auf ein Schlachtschiff der Aurora-Klasse, der Tria, von den Antiker gestoßen waren. Die Tria war damals in einem FTL-Flug seit ungefähr 10.000 Jahren unterwegs auf dem Weg von Atlantis zur Erde gewesen.
Schnell wurde Doktor McKay allerdings klar, dass man um Kontakt mit auch nur einem dieser Schiffe, ein Schiff der Daedalus-Klasse nötig war, welches ebenfalls mit Sublicht, also knapp unter Lichtgeschwindigkeit, zu fliegen in der Lage war. Doch dafür musste er es allerdings zunächst erst einmal auch noch schaffen, rechnerisch annähernd die Position der Evakuierungsflotte der Novianer zu ermitteln.
1 Woche später
Unbekannte weit, weitentfernte Galaxie
Hyperraum
Destiny
Die Anspannung war schon groß genug gewesen, insbesondere wegen der gemachten Entdeckungen vor rund einer Woche, und zwar jene vom Einsatzteam das von First Lieutenant Scott angeführt worden war. Denn dort, auf jenen Planeten, hatte man die eindeutigen Zeugnisse einer alten und technologisch sehr fortschrittlichen Hochkultur entdeckt, die vermutlich zu mehr als nur zu interplanetaren Reisen fähig gewesen war. Laut der Aussage von einem gemischten Team bestehend aus Archäologen, Ingenieuren und Technikern an Bord der Destiny, könnten die Funde, die man gemacht hatte, zu einer der ersten sehr hochentwickelten Kulturen gehören, die es vermutlich im gesamten Universum je gegeben hatte.
Wohin die Angehörigen oder Nachfahren dieser Kultur einst gegangen waren, konnte niemand sagen, denn es gab einfach unzählige Möglichkeiten. Sie könnten immer noch irgendwo im Universum existieren oder aber auch bereits für immer verschwunden sein, was nach einem so langen Zeitraum am Wahrscheinlichsten sei.
Zudem hatte man außerdem noch entdeckt, dass die Destiny wohl von sich aus gezielt einen bestimmten Stern ansteuerte, der allerdings schon ein wenig außerhalb der eigentlichen Galaxie lag. Der Zweck war natürlich klar, wohlmöglich noch ein allerletztes Mal, in dieser Sonne die benötigte Energie aufzunehmen, um den leeren Raum, der vor ihnen lag zu überbrücken, bevor sie die nächste, eine sehr kleine Galaxie durchqueren würden.
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Odyssee
Folge 8.03 - “Heredes, Teil 2”
Milchstraße
PX1-767
Stargate-Platz
Sehr viele der eingeladenen Leute, sowie einige Begleiter, hatten sich schon bereits nach und nach auf PX1-767 eingefunden.
Zunächst sollten an diesem Tage alle Auserwählten von Artus, Adriana und Myrddin in einer feierlichen bedeutenden Zeremonie als Ritter in die neue Tafelrunde aufgenommen werden. Diese sollte zudem noch als eine enorm wichtige Basis für die neue Allianz der wichtigsten Mächte in gleich mehreren der bekannten Galaxien mit menschlichen Leben, sowie natürlich auch unter anderem als Rat von Freunden sowie Erfahrenen für den Königlichen Hof von Camelot dienen. Dies war nicht nur eine große bedeutende Idee, sondern auch Ehre, welche erstaunlicherweise von vielen gestützt und befürwortet wurde, sogar von einigen Anhängern der Orici, obwohl ein Teil des Planes dazu vom Antiker Merlin stammte.
Schon nur wenige Tage später, nach diesen Feierlichkeiten sollte es dann für all diese Personen mit ihren Begleitern auch schon dann nach Heraclia, dem Heimatplaneten von Adriana, in die Andromeda-Galaxie gehen. Dort sollte dann endlich die schon bereits lang erwartete Vermählung zwischen Adriana und Artus stattfinden. Hierbei waren natürlich sehr viele Leute eingeladen worden, die dann nicht nur ausschließlich zur neuen Tafelrunde gehörten, sondern noch viele weitere hohe und bedeutende Persönlichkeiten von gleich mehreren Welten waren.
Camelot < > Burg, Ort der Aufnahmezeremonie
Genau zwischen der inzwischen sehr stark gewachsenen Hauptstadt auf diesem Planeten, nämlich Camelot, und der nahen benachbarten mächtigen und gleichnamigen Burg von König Artus, war ein weiteres großes Bauwerk, dabei bestehend überwiegend aus Holz, errichtet worden.
Dieses imposante große Bauwerk sah beinahe so aus, wie eine Art Stadion oder eine Anlage, welche früher die alten Griechen und Römer erbaut hatten. Alles sah dabei wirklich so aus wie ein ovales Stadion, welches aber an einer der beiden kürzesten Stellen eine Öffnung mit einem steinernen Bogen auf Säulen mit eingeschnitzten Fresken aufwies.
Auf der gegenüberliegenden Seite befand sich die aufgestellte Tribüne für Artus, Adriana, Merlin und weitere sehr enge Vertraute. Diese Tribüne war natürlich auf Grund ihrer Funktion sehr prunkvoll ausgestaltet und besonders hervorgehoben worden. In der Mitte dieser Tribüne, auf einem leicht erhöhten Podium standen zwei königliche Throne. In deren Hintergrund befanden sich sehr viele Fahnen und Flaggen, und zwar von allen Ländereien und Gebieten, darunter auch auf anderen Planeten, die unter der Herrschaft von Artus und Adriana standen.
An den beiden langen Seiten waren die Tribünen für das einfache Volk gefertigt worden, während sich in der Mitte auf dem Platz die Sitzgelegenheiten für alle geladenen Gäste befanden.
Noch immer waren so einige der vielen Arbeiterinnen und Arbeiter emsig damit beschäftigt die gesamte Anlage mit den letzten Blumen, grünen Kränzen, bunten Fahnen und auch Bändern zu schmücken.
Stargate-Platz
Immer noch trafen die viele der geladenen Gäste sowie natürlich auch weitere Kandidaten für die neue Tafelrunde von Camelot, von den vielen unterschiedlichen Welten durch das Sternentor ein. Diese wurden dann zunächst in kleineren Gruppen gesammelt, um dann anschließend von Herolden oder Rittern samt ihren Knappen, zu dem eigentlichen Ort der Zeremonie, geleitet zu werden.
In einer größeren Gruppe traten schließlich auch wir, unter anderem meine Frau, Jeanne Nicole Schneider und ihre beste Freundin und auch Kollegin, Jasmin Nadine Ataya, in denen jeweils natürlich immer noch die beiden Goa‘uld-Symbionten Nike und Bastet wohnten, samt mir und unseren Gepäck, bestehend aus vier Reisetaschen, aus dem Ereignishorizont des Sternentores heraus und betraten damit den Boden von PX1-767.
„Willkommen! Ihr kommt gewiss von der Erde? …Gut. Dann mögen, die vier Maiden und die fünf Herren, bitte zu mir treten. Mein Name ist Sir Gwain. Mein Knappe hier, Iwain, wird euer Gepäck erst einmal zu den Karren dort bringen... So denn, bitte, folgt mir nun zum Ort der Zeremonie. Hier entlang, bitte“, erklärte uns ein älterer würdevoller Ritter mit schon ergrautem Haupt- und Barthaar, der uns somit dazu aufforderte, ihm und seinem Knappen, der den Karren mit unseren Gepäck darauf lenkte, zu folgen.
Camelot < > Burg, Ort der Aufnahmezeremonie
Der Weg zu dem Ort, wo wir uns alle miteinander hinbegeben mussten, und auch immer noch hingeführt wurden, war sehr lang. Denn das Stargate befand sich nun einmal nicht in unmittelbarer Nähe zur Hauptstadt. Aber wir wurden dafür mehr als nur entschädigt, weil der Weg, der uns zum Ort der Zeremonie führte, uns eine malerische und wunderschöne Landschaft erleben ließ.
Während wir schon seit in etwa eine knappe Viertelstunde unterwegs waren, brach ich schließlich das Schweigen, und fragte brummend: „Ich frage mich, was wir hier eigentlich sollen?“
„Hast du dies etwa schon wieder vergessen, Jonathan?“, lachte Jasmin sehr beherzt auf. „Na gut, ich sage es noch einmal, nur ganz allein für Dich: Unter anderem sollen wir drei doch in diese neue Tafelrunde von Camelot aufgenommen werden.“
„Stimmt!“, pflichtete Jeanne ihrer besten Freundin und Kollegin sofort bei „Deswegen tragen wir zwei ja auch schon seit unserm Aufbruch auf der Stargate-Command Base auf dem Mars unsere gute und schicke Ausgehuniform. Schade, dass ich dich nicht dazu…“
„Stopp!“, brummte ich gleich gereizt, wobei ich meine arme Ehefrau unterbrach. „Ich ziehe Anzüge nun einmal nicht an! Ich würde mich in solchen Sachen nie wohlfühlen, das weißt Du doch! Wenn Ihr darauf aus seit, dann hättet Ihr nämlich gleich eine ausgeputzte, aufgetakelte Schaufensterpuppe mitnehmen können!“
Um die aufgekommene, leicht aufgeheizte Lage wieder zu beruhigen, sagte Jasmin sehr schnell als wir endlich unseren Bestimmungsort erreicht hatten: „Suchen wir mal doch erst einmal unsere übrige Truppe von Bekannten und Freunden. Ich habe irgendwo dort drüben, glaube ich Professor Xavier sowie General O‘Neill gesehen…“
Sagittarius-Galaxie
Planet MK7-X22
Nördliche Hemisphäre
Hauptkontinent, Hauptstadt
Seit dem Tag als man unter anderem die Nazis vom Planeten Thule und andere Gruppen von der Erde, die man als eine Gefahr für den friedlichen Zusammenhalt und somit auch als Unruhestifter erkannt hatte, auf diesen Planeten gebracht worden waren, waren sie überwiegend unter anderem damit beschäftigt gewesen, Unterkünfte für Menschen und Nutzvieh zu errichten, sowie Agrarflächen anzulegen.
Ihre neue Hauptstadt, welche auch die einzige Stadt von ihnen auf dieser Welt war, bestand momentan aus einer zentralen Burg, die zum Teil aus steinernen oder Gebäuden aus nur Holz bestand. Um diese Festung herum, befanden sich zwei kleinere Kasernen, meist bestehend aus einfachen Zelten aus Stoffen, Häuten oder Fellen, und nur das Haus der Kommandanten waren aus Holz und Stein errichtet worden. Die eigentlichen Gebäude der übrigen Stadt, setzten sich bislang nur aus einigen hundert Blockhütten und eben auch nur aus Zelten zusammen.
Viel von ihrer höheren Technologie hatte man ihnen nicht gelassen, dass wusste Barbara Hitler, die neue Führerin aller Nazis, und dies obwohl sie selbst, ihre gesamte Einheit und alle ihre Anhänger, ihrer Meinung und Überzeugung nach, entscheidend dazu beitragen hatten den Angriff ihres Bruders auf die Erde zu stoppen.
Die Nationalsozialistin war sehr darüber verärgert gewesen, wie ihr treues Gefolge sowie sie selbst behandelt worden waren, denn sie hatte gehofft mit zumindest ihren Anhängern nach Thule zurückkehren zu dürfen. Doch diese Bitte war ihr strikt von der Erde und ihren Verbündeten erweigert worden.
Damit allerdings noch lange nicht genug, denn zahlreiche der vielen und auch radikalen Neonazis von der Erde hatten versucht, auch mit Gewalt, fortan auf sie einzuwirken, seitdem sie sich alle gemeinsam auf diesen Planeten befanden. Infolgedessen gab es viele Übergriffe in sehr kurzen Abständen sogar auf sie selbst, unter anderem gab es auch Attentatsversuche.
Dies alles hatte schließlich zu einer heftigen von ihr veranlassten Polizeiaktion ihrer nach wie vor treuesten Soldatinnen und Soldaten geführt, was alles schon sehr viel eher mit einer grausamen Säuberungsaktion gemeinsam hatte, denn es hatte dabei nicht nur viele hunderte von Festnahmen, sondern natürlich aber auch sofortige Exekutionen durch Erschießungskommandos der SS und SA gegeben. Mit dieser Brutalität, war es der Anführerin der Nazis letztendlich gelungen ihre Macht zu festigen und den Widerstand ihrer Gegner zu beenden.
In einer Phalanx, bestehend aus immerhin schwerbewaffneten und voll ausgerüsteten 12 SS-Soldatinnen und -Soldaten zu ihrem Schutz, bewegte sich gerade Barbara Hitler mit ihrer Adjutantin und auch besten Freundin Kriemhild Krein durch die Straßen ihrer Stadt.
Sie waren momentan auf dem Rückweg vom neuen Hafen, wo sie vor wenigen Stunden erst ein großes Segelschiff, das erste einer ganzen geplanten Flotte, eingeweiht hatte.
Burg
Hauptgebäude
Barbaras Räumlichkeiten
Es war schon bereits dunkel geworden als sie wieder ihre ganz privaten Räumlichkeiten betreten hatte. Bislang gab es nicht sehr viele Gebäude, die auch den Luxus wie Strom hatten. Auch auf der Burg gab es nicht überall diese komfortable Ausstattung, die sie zur Verfügung hatte.
Mit grimmiger Miene zog Barbara Hitler ihren Dolch, während sie auf eine Wand mit ein paar Bildern von der Erde und einigen ihrer wichtigsten ihren letzten bekannten Vertretern zuschritt.
„Eines Tages werden vor allem diese Erdenbewohner hier, mir das büßen, und zwar alle!“, zischte sie hasserfüllt, und dabei mit der Spitze dieser Waffe, jede einzelne dieser Fotographien anstieß.
„Und wie? Wir haben doch überhaupt gar keine Raumschiffe mehr. Ein ganz besonders gefährliches Problem für unsere Streitkräfte sind diese Mutanten, die überwiegend von diesem Professor Xavier angeführt werden. Außerdem kreist über unseren Köpfen, im Orbit unseres Planeten immer ein mächtiges Schlachtschiff der Erde, welches uns seit unserer Deportation hierher pausenlos überwacht…“, erwiderte Kriemhild Krein, die den Hass ihrer Führerin und besten Freundin nur allzu leicht nachempfinden konnte. Auch in ihr selbst brodelten sehr heftiger Zorn und Wut, und somit natürlich auch der Wunsch nach gnadenloser Vergeltung gegenüber der Erde und all ihren Bewohnern.
Planetenorbit
E.U.S. Thetys, Brücke
Mit größter Sorgfalt mussten die Männer und Frauen an Bord des Erdschlachtschiffes ihren Dienst nicht gerade versehen, denn von der Bevölkerung des Planeten, den sie lediglich zu überwachen hatten, ging keinerlei Gefahr aus.
Es war der Crew der Thetys nur in wenigen Regionen dieser Welt gestattet worden mal zu landen, um frische Luft zu atmen, aber durften sie auf Befehl des IOA, der UN und auch von General O‘Neill auf gar keinen Fall in irgendeinen Kontakt mit den Bewohnern dieses Planeten zu treten.
Obwohl das Raumschiff der Menschen natürlich mit den fortschrittlichsten Technologien ausgerüstet worden war, bemerkten dessen Sensoren nicht die beiden Objekte, die sich stetig immer weiter aus unterschiedlichen Richtungen und in unterschiedlichen Abständen der Atmosphäre des Planeten annäherten. Der Grund dafür war einfach und letztendlich auch naheliegend, denn sie beide befanden sich in einem ausgeklügelten sehr extrem technologisch fortschrittlichen Tarnmodus.
2. Destiny-Galaxie
Nova-System
Planetenorbit
In beinahe schon regelmäßigen Abständen, kehrten sowohl die U.N.S. Hector als auch die E.U.S. Paris in den Orbit des neuen Heimatplaneten der Novianer zurück, um ihre Passagiere, die sie von einer der rund drei Dutzend Tenara-Kolonie aufgenommen hatten, eben dort wieder abzusetzen. Nur um dann wenige Stunden später bereits, nach der Aufnahme von frischen Vorräten, wieder zu einer der nächsten Kolonien der Tenarer aufzubrechen.
Trinitatis
McCoy‘ Büro
Damit ihm niemand aus der Sicht, natürlich nur allein aus der von Doktor McKay etwas durcheinanderbrachte, hatte er sich nur mit seinem Tablet ausgerüstet schließlich beim Leiter der Trinitatis-Mission eingefunden. Denn der Moment war endlich gekommen, an dem Rodney seine Resultate Hank präsentieren wollte.
Wie immer war der Kanadier dabei von sehr großer Leidenschaft erfüllt, wenn er dann endlich seine Arbeit anderen Leuten präsentieren konnte.
Am Ende hakte „Beast“ noch einmal nach, um absolut sicher zu gehen: „Sie kriegen das also hin, Doktor McKay?“
„Selbstverständlich! Sowohl für das eine Problem, als natürlich auch für das andere! Nur benötigen wir natürlich zu dieser Kontaktaufnahme mit der Raumschiffflotte der Novianer, unbedingt ein Schiff der Daedalus-Klasse, wie ich es bereits schon, während meiner Präsentation erwähnt hatte!“
„Gut. Sobald dies möglich ist, werde ich mich bei Ihnen melden, denn beide Schiffe sind vor einigen Stunden zu einer weiteren Mission aufgebrochen“, erklärte Doktor McCoy.
Sagittarius-Galaxie
MA9-P300, Heimatwelt der Vampire
Umbrais
Sie hatte es eigentlich schon seit sehr langer Zeit wissen müssen, denn Arteriais war nirgendwo zu finden, weder auf dem Planeten, der gezwungenermaßen zu ihrer neuen Heimatwelt geworden war, noch auf einen der Schiffe ihrer Flotte, die nach wie vor stetig im Wachsen war.
„Wo kann Sie nur sein? Sucht also weiter, und geht jeder auch nur allzu kleinen Fährte nach!“, schimpfte daher Königin Liliana, die nämlich bereits das Schlimmste ahnte, dass sich ihre mittlerweile größte Rivalin mit einer beträchtlichen Anzahl ihrer Getreuen aus dem Staub gemacht hatte, um ihre eigene Macht und eigenen Einfluss noch weiter zu sichern und zu festigen.
Mit leicht eingezogenen Köpfen, nach einer Verbeugung, zogen sich die treuesten ihrer Kriegerinnen und Kriegern, die von ihrer Tochter Liana angeführt wurden, zurück.
„Warte, mein Kind! Ich muss vertraulich mit Dir reden!“, rief die Königin der Vampire.
„Mutter“, sagte die junge Frau, die noch einmal kurz leise einige Worte mit ihren Leuten sprach, dann sofort kehrtmachte, die Tür schloss und dann vor ihre Mutter und Gebieterin trat.
„Ich fürchte so langsam insbesondere um Dein Leben. Arteriais führt irgendetwas im Schilde… ich spüre es. Daher werde ich Dich irgendwohin schicken müssen, meine Tochter! Du wirst nämlich eines Tages die Königin unseres Volkes sein. Doch nur, wenn Du überlebst, Liana.“
„Glaubt Ihr etwa, dass Arteriais mich ermorden lassen will?“
„Ich schließe es mittlerweile leider nicht mehr aus. Doch alleine wirst Du nicht aufbrechen, denn es werden Dich natürlich sehr viele unserer treuesten und besten Kriegerinnen und Krieger begleiten, ebenso auch Wissenschaftler, Techniker und Helfer! Offiziell werdet ihr alle euch lediglich auf einer geheimen Mission befinden, damit das Lager von Arteriais sowie sie selbst keinen Verdacht schöpft!“
„In Ordnung, Mutter“, nickte Liana, der die Tränen in die Augen stiegen, denn sie sah es natürlich eher in ihrer Pflicht samt ihrer Kriegerinnen und Kriegern sowie weiteren treuen Anhängern an der Seite ihrer Mutter zu bleiben.
„Gut. Es ist alles so gut wie vorbereitet. Auf diesen Kristall hier wirst Du alle nötigen Informationen finden! Und nun geh, Liana!“
„Mutter“, seufzte die junge Vampirin, die nicht anders konnte als Liliana zum Abschied noch einmal zu umarmen. Danach brach sie sofort auf.
Unbekannte weit, weitentfernte Galaxie
Hyperraum
Destiny, Brücke
„Colonel Young, wir verlassen in schon wenigen Minuten den FTL-Flug!“, verkündete Second Lieutenant James, die die Anzeigen bei ihrem Terminal aufmerksam im Blick behielt.
„Wie bitte? So früh schon?!“, stutzte Everett Young vollkommen überrascht, der auf dem Platz des Schiffskommandanten saß. „Rush! Weshalb verlassen wir den FTL-Flug denn schon jetzt? Wir haben doch nicht etwa wieder irgendwelche und unerwartete Probleme hier an Bord?“
„Wie es aussieht, will die Destiny wohl massiv Energie einsparen und dabei auch die Triebwerke schonen, weshalb sie wohl den übrigen Weg zu diesen Stern dort vor uns driften wird“, lautete die Antwort von Nicholas, der nur wenige Meter von Everett entfernt an einem anderen Terminal arbeitete und dabei sehr nachdenklich wirkte.
Milchstraße
PX1-767
Camelot <> Burg, Ort der Aufnahmezeremonie
Allmählich füllten sich auch die letzten noch freien Plätze, auch dort wo all die normalen Untertanen sich versammeln konnten, um der bevorstehenden Aufnahmezeremonie beizuwohnen.
Ein Herold, in würdevoller Haltung und feierlichen Gewand, trat schließlich hervor während viele Trompeten und Posaunen ertönten. Zunächst einmal kündigte er König Artus und seine Verlobte Adriana an, die als Letzte gemeinsam mit Myrddin erschienen und dann gleichfalls ihre Plätze einnahmen. Nachdem dies geschehen war, verkündete der Herold dann nochmals mit lauter Stimme, in wenigen Sätzen, weshalb sie sich denn heute alle an diesem Tage hier versammelt hätten.
Es verstrichen daraufhin einige Sekunden, die die schon bereits bestehende Spannung ein weiteres Mal erhöhen sollte. Dann erst, begrüßte zunächst Artus alle Anwesenden mit lauter Stimme alle geladenen Gäste und seine Untertanen. Danach taten es ihm Adriana und Myrddin gleich. Im Anschluss, trat nach langen Applaus und so manchen Hurra-Rufen erst wieder dann Ruhe ein, nachdem der Herold ein strenge Geste getan hatte, nämlich drei sehr kräftige Schläge auf einen Gong zu tätigen. Wenige Augenblicke später schon, trat erneute Stille ein, welche schließlich erst durch das erneute Erklingen von Trompeten beendet wurde.
Der große Moment war schließlich gekommen, denn der alte Antiker Myrddin trat vor Artus und Adriana hin, verneigte sich kurz ganz leicht vor den beiden, dabei sprach er sehr leise einige Worte zu ihnen. Aus einer bereitstehenden und reichlich, fein verzierten goldenen Truhe, die auf einem silbernen Podest stand, holte Merlin dann eine Weißleuchtende Schriftrolle heraus. Anschließend überreichte er diese dem König, und stellte sich danach neben diesen.
„Volk von Camelot! Sehr geehrte Exzellenzen und werte Gäste! Es folgen nun von dieser hier verzeichneten Liste die Namen derjenigen, welche am heutigen Tage in die neue Tafelrunde der Edlen und als Ritter berufen worden sind! An der Auswahl der Namen nahmen teil, mein Mentor und Freund Merlin, meine Verlobte Adriana und auch natürlich ich selbst. Zunächst werde ich persönlich die Namen aller mit lauter und verständlicher Stimme verlesen. Im Anschluss wird dann der Sprecher meines Hofstaates der Reihe nach, die Namen einzeln abermals laut vortragen, worauf die oder der Genannte damit aufgefordert worden ist, vorzutreten und zu uns auf dieses Podium zu kommen! Vor uns dreien angelangt, wird sie oder er sich kurz niederknien, während ich ihn leicht mit meinem geheiligten Schwert „Excalibur“ die Schultern berühren werde, zum Zeichen dafür, das sie oder er von nun an offiziell in die Tafelrunde aufgenommen worden ist! Nachdem dies vollzogen ist, werden Merlin, Adriana und ich kurz mit dem neuen Mitglied der Tafelrunde sprechen! Danach folgt der oder die Nächste, bis alle aufgenommen sind! Nun denn, verkünde ich die Namen aller Frauen und Männer, die auf diesem Dokument verzeichnet sind…“, hörten wir alle König Artus sagen.
Artus verlas also von dem Moment all die Namen, die auf der Schriftrolle aufgezeichnet worden waren. Darunter waren sehr viele bekannte Namen, aber auch der Name meiner Frau sowie ihrer besten Freundin und Kollegin, obwohl die Goa‘uld-Symbionten nach wie vor in ihnen beiden wohnten. Doch es wurden noch andere bekannte aber auch noch vollkommen unbekannte Namen verkündet, wie von einigen wenigen Tok‘ra, wichtigen Anführern der Jaffa, aber auch erstaunlicherweise Vala Mal Doran und ihr Ehemann Tomin, sowie der meinige. Insgesamt musste es wohl um die 40 Personen sein, die auf der Liste aufgeführt waren.
„Wieso ausgerechnet ich?“, seufzte ich leise.
„Wahrscheinlich deswegen, weil Du vor einiger Zeit Adriana mal das Leben gerettet hast!“, hörte ich sogleich die Stimme von Professor Charles Xavier, der auch in die Tafelrunde aufgenommen werden sollte und sich ganz in meiner Nähe befand, leise in meinem Kopf antworten.
Derweil hatte der König die Verkündigung der aufgeführten Namen auf dem Dokument beendet, denn er erklärte: „Sehr gerne würden wir noch mehr Persönlichkeiten, auf Grund ihrer Fähigkeiten und ihres Mutes in der heutigen Zeremonie in den Kreis der Tafelrunde aufnehmen, doch sind einige durch Krankheit verhindert oder befinden sich derzeit noch an Bord der Trinitatis oder gar der Destiny! Ich hoffe aber, dass wir einige von diesen mutigen Frauen und Männern, diese Ehre eines Tages zu Teil werden lassen können!“
Nachdem Artus geendet hatte, hatte er die Schriftrolle an den Sprecher seines Hofstaates weitergereicht.
Abermals ertönten mit hellen und durchdringenden Klang die Trompeten für einige Sekunden, nachdem wir alle dazu aufgefordert waren uns zu erheben.
Als dann wieder Stille eingekehrt war, ergriff sofort der Sprecher von Artus‘ Hofstaat das Wort, und begann: „Professor Charles Francis Xavier… Lady Valencia von Camelot… Teyla Emmagan von Athos… Specialist Ronon Dex von Sateda… Doktor Carolyn Lam… Doktor Carson Beckett… Brigadier General John Sheppard… Teal’c von Chulak… Major General Steven Caldwell… Brigadier General Cameron Mitchell… Lieutenant General Hank Landry… Polizeihauptmeisterin Jeanne Nicole Schneider/Nike… Ororo „Storm” Munroe… Lieutenant General Jack O’Neill… Erik „Magneto“ Lehnsherr… Major General Samantha Carter… Doktor Jean „Phoenix” Grey…
Polizeihauptmeisterin Jasmin Nadine Ataya/Bastet… Admiral William „Husker” Adama… Anise/Freya von den Tok´ra… Colonel Saul Tigh… Captain Karl C. „Helo” Agathon… Chief Galen Tyrol… Lieutenant Sharon „Athena” Agathon… Miss Shen Xiaoyi… Commander Lee „Apollo” Adama… Laura Roslin… Tory Foster… Caprica Sechs…
Ellen Tigh… Veronika, die Prinzessin der Amazonen… Bra’tac von Chulak… Alexander, der Pflegevater Adrianas… Eve, die Pflegemutter Adrianas… Kommandantin Larissa… Hauptmann Cassius… Ishtar von Hak’tyl… Vala Mal Doran… Ganos Lal/Morgan La Fay… Commander Doran von der Luzianischen Allianz… First Lieutenant Jin Jiao… Doktor der Informatik Benjamin David Rosenthal… James Logan „Wolverine“ Howlett… Major und Doktor der Physik Jennifer Hailey… Lieutenant und Doktor der Medizin, Physik, Geologie, Chemie Cassandra Fraiser… Sean Angus „Sam” MacGyver-Malloy… Mei Jan MacGyver-Malloy… Kommandant Tomin… Jill Ludien von der Luzianer Allianz… Tara Okolele von Kauii… Jonathan „Wolfrino“ Martin… Private Sandra Kieras von Leonis…”
Alle aufgerufenen Personen, die auf der Schriftrolle verzeichnet und schon zuvor verlesen worden waren, traten wie zuvor von Artus aufgefordert nun jetzt einzeln der Reihe nach, nach vorne, um dann von König Artus zum Ritter geschlagen und somit in die Tafelrunde aufgenommen zu werden, zu der er natürlich auch selber, sowie seine Verlobte Adriana und ebenso auch Merlin sowie ein Dutzend Ritter bereits angehörten. Wie zuvor schon vom König erklärt, sprachen seine zukünftige Gemahlin und sein Mentor, kurz mit allen Rittern der neuen Tafelrunde für einige Minuten. Danach übereichten meist abwechselnd Adriana und Myrddin jedem noch eine Urkunde. Das heißt, dass Adriana den männlichen und Myrrdin dem weiblichen Kandidaten diese Dokumente jeweils überreichten.
Mit einem lächelnden Gesicht hatte Private Sandra Kieras soeben ihren Platz wieder eingenommen, da erschien für uns alle vollkommen unerwartet der Prior Eremitias, mit einer leicht bewaffneten Eskorte von Soldatinnen und Soldaten der Orici Adria, der eine klare Botschaft, die sich eindeutig für alle Anwesenden wie eine Drohung anhörte, verkündete.
Er sah sich noch einen Moment kurz um, dann sprach er schließlich mit sehr lauter Stimme: „Alle, die Ihr weiterhin immer noch im Dunkeln geht, werdet vom Lichte und im Feuer der einzigwahren Göttin, Adria Orici, Läuterung finden, bevor Ihr dann endlich zur wahren und alleinigen Erkenntnis im Universum gelangen werdet! Wir werden den Ort des Exils und der Verbannung finden, mit oder ohne eure Hilfe!“, wobei er überwiegend dabei auf Merlin, Adriana und Artus deutete, „Die Frevler werden natürlich, ebenso wie auch die Einsichtigen und wahren Frommen den wohlverdienten Lohn für ihre Taten und ihr Tun erhalten! Trefft also schon sehr bald eure Wahl: Die Suche und Erlösung im Licht oder die strafende Verdammung im ewigen Feuer der Orici Adria, sobald sie, die einzigwahre und allwissende Göttin des Universums, ihren ihr allein zustehenden, rechtmäßigen Platz wiedererlangt hat!“
Nachdem er dann seine Rede geendete hatte, hatte sich der Prior Eremitias abermals noch mehrere Minuten lang demonstrativ bei den Leuten umgesehen. Da er auch wusste, was hier mit großer Feierlichkeit begangen wurde, fügte er schließlich mit wiederholter drohender Stimme hinzu: „Diese hier versammelten edlen Ritterinnen und Ritter dieser sogenannten Tafelrunde, die am heutigen Tage hier einberufen wurde, wird sich schon sehr bald beweisen müssen!“
Danach wandte sich Eremitias auch schon samt seinen Begleitern endgültig um, um wieder auf ihre wartenden Schiffe im Orbit dieses Planeten zurückzukehren.
Die Stimmung auf dem Fest der Aufnahmezeremonie war nun mehr als nur etwas getrübt worden, denn man musste diese unheilvolle Ankündigung mehr als nur ernst nehmen. Doch es stand noch, nach ein paar abschließenden Ansprachen, ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung, nämlich die baldige Abreise nach Heraclia, weil dort die Hochzeit von Adriana und Artus begangen werden sollte.
Sagittarius-Galaxie
Planet MK7-X22
Nördliche Hemisphäre
Hauptkontinent, Hauptstadt
Burg, Hauptgebäude
Barbaras Räumlichkeiten
„Ich gehe jetzt zu Bett“, erklärte Kriemhild, die sich gähnend, ihren Mund mit der linken Hand zuhielt.
„Schlaf gut! Ich ziehe mich auch in mein Bett zurück, bis morgen!“, erwiderte Barbara, die eines ihrer beiden Schlafzimmer ansteuerte.
Nachdem Barbara Hitler die Tür verschlossen hatte, spürte sie sofort eine ungewohnte, geradezu eisige Kälte und einen unheimlichen frostigen Hauch in ihrem Schlafgemach. Obwohl nach wie vor das Feuer im Kamin prasselte. Nur spendete es erstaunlicherweise nicht die gewohnte behagliche Wärme.
Die Soldatin in ihr spürte es nun, während sie langsam zu ihrem Bett schritt, irgendetwas stimmte hier ganz und gar nicht. Ihre rechte Hand tastete daher nach dem Pistolenholster an ihrem Gürtel, zeitgleich griff sie mit der anderen nach dem Griff ihres Dolches, damit das Gefühl der Sicherheit dadurch irgendwie wiederkommen sollte.
Es kam aber nicht.
Stattdessen kam etwas ganz anderes, denn einer der vielen Schatten zu ihrer Linken in ihrem Schlafgemach schien mit einem Male lebendig zu werden. Doch dies alles ging für die Führerin aller Nazis einfach komplett zu schnell, darum wurde sie mit unbegreiflicher Macht auch schon von hinten gepackt und mit brutaler Gewalt bäuchlings auf ihr Bett gedrückt. Dabei wurden ihre beiden Unterarme unsanft zwischen dem Bett und ihren eigenen Oberkörper eingeklemmt.
Dennoch versuchte Barbara sich vehement zappelnd und strampelnd, irgendwie aus ihrer misslichen Lage zu befreien, und zumindest eine ihrer Waffen zu ziehen. Doch es gelang ihr nicht, weil der starke Druck und die Kraft mit welchem sie gegen das Bett gepresst wurde, schlichtweg einfach zu groß waren. Schließlich gab sie es ganz auf, da die Gefahr, dass sie sich beim Versuch ihre Pistole oder ihren Dolch zu ziehen und dann einzusetzen, vermutlich selber damit schwer, wenn nicht sogar tödlich verletzen würde.
„Mhmm! Das sind ein süßer Widerstandskraft und ein enormer Kampfeswillen, denn ich hier spüre. Köstlich. Das Blut, welches von Deinem wild schlagenden Herzen durch die Adern dieses Körpers rauscht… Nur allzu gerne würde ich mich gleich daran laben!“, hörte die Führerin der Nazis eine weibliche Stimme dicht hinter sich nach Begierde säuseln.
Woraufhin Barbara Hitler entsetzt: „Was? Was meint Ihr damit?“, fragte.
„Ich meinte es genauso, wie ich es eben geäußert habe“, antwortete die unheimliche Besucherin, die nun ganz nah am Kopf ihres Opfers gekommen war, so dass Barbara zumindest die Fangzähne sehen konnte, als sie mühsam ihren Kopf zur Quelle der unbekannten Stimme gedreht hatte.
Die Nationalsozialistin erschauderte, denn sie kannte natürlich die Geschichten von einer Welt und den dortigen Bewohnern, welche ihr Volk einst rein zufällig aufgesucht und überfallen hatte, und sagte daher vollkommen erschrocken: „Nein, bitte, bitte tötet mich nicht! Bitte! So wartet doch... Moment… Wurdet Ihr etwa von der Erde geschickt, um mich zu ermorden?“
„Von der Erde? Nein. Wieso? Jetzt bin ich doch ein wenig neugierig geworden, obwohl es natürlich einen sehr, sehr viel interessanteren und vor allem aber natürlich auch einen viel süßeren Weg gibt, um die Wahrheit von Euch zu erfahren. Doch sagt mir zuerst, warum sollte ich Euch denn nicht töten? Denn immerhin hat Euer Volk den unsrigen einst großen Schaden zugefügt, und dies muss gesühnt werden. Aber nun gut… Sprecht!“
„Weil durch meinen Tod, hier das Chaos ausbrechen würde.“
„Ist das alles? Ist mir doch egal!“, lachte die Besucherin amüsiert auf. „Aber weiter, erzählt mir von der Erde, warum sie so sehr an Eurem Tod vielleicht so interessiert wäre, sonst sauge ich Euch nämlich gleich aus!“
„Gut. Wenn Ihr mir im Gegenzug dann vielleicht auch eine Frage beantworten würdet.“
„Kommt ganz darauf an… Meinetwegen, stellt nun Eure Frage!“
„Was meint ihr mit einem interessanteren und süßeren Weg? Wollt ihr etwa mithilfe oder durch mein arisches Blut an die Wahrheit gelangen?“
„Ja, ja. Diese komische rassistische Überheblichkeit von Dir und Deinem Volk, und ja, wenn ich auch nur das kleinste Gefühl habe, dass Du mich anlügst, wird dieser Schritt wohl wahrscheinlich unvermeidlich sein“, lachte die mittlerweile schon sehr mächtig gewordene Vampirin, die natürlich niemand geringeres als Arteriais persönlich war.
„Na dann. Lasst mich doch bitte endlich los.“
„Warum?“
„Wie Ihr gesehen und bemerkt habt, trage ich doch einen Dolch bei mir, mit dem ich mich schneiden werde, damit Ihr von meinem Blut trinken könnt, und somit ohne große Mühe an die Wahrheit gelangt. Auch, wenn es natürlich für mich so einige Schmerzen bedeutet, da ich auf Euren Biss in meinen Hals verzichten möchte.“
Zunächst so ziemlich irritiert blickte die langlebige Besucherin drein, doch dann nickte sie, sagte aber einschärfend: „Also gut, so tue, was Du mir angeboten hast! Aber wage keine Mätzchen, sonst ist es nämlich aus mit Dir!“
Nun endlich konnte sich Barbara Hitler wieder frei bewegen. Langsam zog sie ihren Dolch, dessen Klinge sie dann über ihre linke Handfläche zog. Während sich die Führerin der Nazis wie angekündigt schnitt, fragte sie dann laut, um sich von den Schmerzen, die sich so eben zufügte abzulenken: „Was ich allerdings nicht verstehe ist, weshalb Kriemhild nicht hier hereingekommen ist, denn wir beiden waren ja schließlich laut genug…“
„Oh, um die wurde sich gekümmert“, erklärte Arteriais mit einem zuckersüßen Lächeln, wobei sie aber die Nationalsozialistin keinen Momentlang aus den Augen ließ.
Erschrocken zuckte Barbara mit den Worten: „Ihr habt doch nicht etwa bereits meine beste Freundin ermordet!?“, zusammen.
„Aber nicht doch. Die Kleine ist schließlich eine von uns.“
„Diese Verwandlung in einen Vampir wurde doch aufgehalten…“
„Nein! Wir kommen nämlich schon seit einigen Zeiten hierher. Um dieses kleine Problem der Verwandlung, haben sich meine Begleiter bereits sehr gut gekümmert. Sie wurde durch die Behandlung von der Prinzessin unserer Königin nur vorübergehend durch die Kräuter gestoppt, deren ätherischen Öle Kriemhild ihr gesamtes übriges Leben nehmen müsste. Sie wird schon sehr bald wieder, vollkommen eine von uns sein“, erwiderte die Vampirin lächelnd.
Damit keine bösen Missverständnisse aufkamen, legte Barbara ihren Dolch und auch ihre Pistole mit sehr langsamen Bewegungen auf einer Kommode ab. Danach ging sie sofort mit sehr langsamen Schritten auf die wartende Arteriais zu, die schon total begierig auf den besonderen und auch eindeutig aus ihrer Sicht viel zu seltenen Moment, frisches und warmes Menschenblut zu trinken, wartete.
Doch irgendwie schien sich eine große Unruhe immer mehr dem Quartier von Barbara Hitler zu näheren. Mehrere laute Stimmen, die panisch einander etwas zuriefen wurden stetig deutlicher. Hinzukamen stampfende und trampelnde Schritte, aber auch nicht näher zu erfassende Geräusche auf den umliegenden Korridoren.
Dann plötzlich musste sich das Geschehen in direkter Nähe abspielen, denn: „Halt! Stopp! Sofort stehenbleiben im Namen unserer Führerin!“, schrien voller Panik mehrere Stimmen von Soldatinnen und Soldaten der SS sowie auch der Leibgarde von Barbara Hitler so sehr laut, dass sie nämlich immer noch deutlich genug durch die nach wie vor massive und geschlossene Doppeltür hindurch drangen.
„Was ist denn jetzt schon wieder los?“, zischte Arteriais, die mit Wonne gerade eben etwas vom Blut von Barbara Hitler gekostet hatte. Doch diese extreme akustische Störung verärgerte die Vampirin bis aufs Äußerste, weswegen sie auch die Führerin der Nazis nicht nur böse anfunkelte, sondern auch am Hals packte.
„Was hat dieser Lärm zu bedeuten? Rede!“
„Ich weiß es nicht“, beteuerte Barbara, „Das müsst Ihr mir glauben.“
„Muss ich das etwa?“, fragte Arteriais, die auf einmal sehr große Lust hatte noch mehr von ihrem Opfer zu nehmen, obwohl sie die Wahrheit natürlich bereits kannte, und auch ein Plan in ihr immer mehr reifte. Doch zunächst griff sie abermals noch kräftiger zu, drückte den Kopf ihres Opfers weiter in dessen Nacken, und dann beugte sich Arteriais vor um Barbara in den Hals zu beißen.
Und gerade als sich die Vampirin schon einen sehr kräftigen Nachschlag vom Blut der Anführerin aller Nazis gönnen wollte, flog mit einem extrem heftigen Knall die verriegelte Doppeltür auf. Wobei das Holz der Tür nur so auseinandersplitterte. Kurz darauf stürmten metallischgraue Wesen mit Falkenköpfen und dann noch ein weiteres mit derselben Rüstung, nur in einer goldenen Variante, in den Raum die alle feuerbereite Strahlenlanzen und Zats in den Händen hielten.
Der Helm von der Person mit der goldfarbenen Rüstung verschwand wie von Geisterhand und das Gesicht einer orientalischen Frau kam zum Vorschein.
Während Arteriais sehr zornig über diese erneute und heftige Störung ihr Gesicht verzog, röchelte Barbara mühsam, die sich noch weiterhin im extrem harten Griff der Vampirin befand: „Aset!“
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Odyssee
Folge 8.04 - “Heredes, Teil 3”
Sagittarius-Galaxie
Heimatwelt der Vampire, Orbit von MA9-P300
Nike, Kriegsschiff der Aurora-Klasse
Wie von der Königin der Vampire, Liliana, es angeordnet worden war, hatten sich alle für diese Mission rekrutierten Vampire unter dem Kommando ihrer Tochter, der Prinzessin versammelt.
Es waren, wie natürlich von ihrer Mutter zuvor versichert, wirklich nur welche von ihren treuesten Anhängern aus sämtlichen Strukturebenen ihres Volkes. Und ihre Anzahl wäre auch schon so groß genug, um es auch offen mit Arteriais und ihrer Anhängerschaft aufnehmen zu können. Doch um wirklich eine gesicherte Zukunft haben zu können, benötigte man natürlich auch gute und verlässliche Verbündete, aber auch zumindest wichtige Ressourcen, sowie einen sicheren Stützpunkt und weitere Basen. Und diese zu erschließen, und dann zu sichern war der große Auftrag für Prinzessin Liana.
Auf der Brücke sah sie sich aufmerksam noch einmal ein letztes Mal um, denn dies war der erste Einsatz dieser Form und Größenordnung, den sie für ihr Volk zu erfüllen hatte.
Alle hatten mittlerweile ihre zugewiesenen Plätze an Bord der Nike eingenommen. Nun endlich gab auch Liana die ersten Zielkoordinaten über eine kleine Konsole am Stuhl des Kommandanten, auf welchen sie Platz genommen hatte, ein. Schon kurz darauf öffnete sich ein Hyperraumfenster, in welchen sie schon sehr bald eintauchen würden.
Planet MK7-X22
Nördliche Hemisphäre
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Barbaras Räumlichkeiten
Sofort nach ihren Eindringen in das Quartier von Barbara Hitler, richteten alle Jaffa, die sich bei ihrer Göttin und Goa‘uld-Königin Aset befanden, ihre feuerbereiten Stabwaffen und Zats auf Arteriais. Die Vampirin wusste zunächst nicht so genau was hier gerade wirklich vor sich ging, denn mit solchen ungewöhnlichen Gästen oder eher mächtigen Störenfrieden hatte sie nun überhaupt nicht gerechnet.
Doch schließlich ließ sie dennoch ihr Opfer los und Barbara Hitler ging daraufhin erschöpft, sowie aber zumindest auch ohne jeglichen weiteren Blutverlust unsanft zu Boden.
Aber dann erinnerte sich Arteriais schließlich an die Berichte von der Delegation ihres Volkes, das auf der Erde gewesen war, weswegen sie dann im zischenden Ton bemerkte: „Ah, eine Goa‘uld. Eine selbsternannte Göttin.“
Es klang wie blanker Hohn. Ohne aber jedoch irgendwie auf diese Schmähung verbal einzugehen, ließ Aset nur ihre Augen kurz golden aufglühen, während sie auf die Vampirin und die am Boden liegende Führerin der Nazis zuschritt.
„Endlich habe ich Euch nach einer langen und gefährlichen Suche in dieser kleinen und bislang unbedeutenden Galaxie und auf diesen abgelegenen Planeten aufgespürt! Wer hat hier, bei Euch sogenannten Ariern, der selbsternannten Herrscherrasse das Sagen? Ihr und Eurer Führer habt mir nämlich einst vor beinahe hundert Jahren, sowie auch vor nicht allzu langer Zeit unzählige Sklaven und vieles weitere mehr versprochen, doch wir mussten in Schande vor den Tau‘ri fliehen, weil ihr die Tau‘ri eindeutig unterschätzt habt. Wo ist er also, Euer Führer Barbarossa Hitler?“, fragte die Goa‘uld zischend, während Barbara Hitler sich heftig zitternd, langsam wieder aufrappelte.
„Mein Bruder ist tot. Die Bewohner der Erde haben seinen Angriff abgewehrt. Später dann die Überlebenden, darunter auch meine Untergebenen und mich ins Exil auf diese ferne Welt deportiert, obwohl ich der Erde geholfen habe, um mein Volk damit zu retten. Ich bin die neue Führerin der Nationalsozialisten, Babara Hitler!“, lautete die Antwort einer jungen Frau, die klar erkennbar um eine möglichst würdevolle Haltung bemüht war.
„Also bist Du eine Mörderin und Verräterin!“, stellte Aset kühl fest, die sich schon innerlich darauf vorbereitete die Frau, die sich gerade erst vor ihr mühsam wieder aufgerappelt hatte, zu töten.
„Nein! Nein, so war es nicht gewesen“, widersprach Barbara sofort mit angstvollen Blick hastig, „denn mein Bruder Barbarossa hat mit einen Dolch von mir, zunächst unseren eigentlichen Führer, welcher auch unserer Großvater gewesen ist, sowie dann auch noch unseren leiblichen Vater, den legitimen Nachfolger des Führers kaltblütig ermordet. Danach wollte er auch noch mich mit derselben Waffe umbringen. Ich hatte jedoch Glück und floh dann noch in derselben Nacht mit einer Einheit von meinen loyalen Soldatinnen und Soldaten. Weil es ihm aber misslang mich zu ergreifen, schob er dann mir diese beiden Morde und den Verrat zu, um sich an die Macht über unser Volk zu putschen...“
Bevor die Goa‘uld etwas dazu erwidern konnte, sagte die Vampirin mit einem fast schon bedauernden Seufzen: „Sie sagt leider die Wahrheit. Und der Weg dahin war sehr süß, obwohl er auch nicht so zuckersüß für mich gewesen ist, wie ich es zunächst geplant hatte.“
„Es waren auch Frauen und Männer bei den Menschen der Erde, die wie Ihr es seid.“
„Goa‘uld?“
„So ist es.“
„Wer?“
„Nike, Bastet, Yu und Kali. Ich erinnere mich nur an diese vier Namen, aber es waren noch einige mehr“, keuchte Barbara Hitler, die noch immer angstvoll und schwitzend all die Eindringlinge anstarrte.
„Sehr interessant. Mit den Vieren habe ich mich eigentlich immer gut verstanden,… besonders mit Bastet und Nike… Aber was mache ich jetzt mit Euch und den anderen sogenannten Ariern?“
„Überlasse sie doch einfach allesamt mir, meine Teure“, bot Arteriais natürlich nicht ganz vollkommen uneigennützig an.
„Kommt gar nicht in Frage, denn ich will für diese Geschichte, die in der Schlacht von Tau‘ri geschehen ist, entschädigt werden“, widersprach Aset, die nicht nur die Führerin böse anfunkelte, sondern auch die Vampirin.
„Genauso wie auch ich, und mein Volk. Außerdem war ich zuerst hier“, konterte dann Arteriais grinsend.
Wütend darüber ließ die Goa‘uld abermals warnend ihre Augen aufglühen, bevor sie dann abermals und mit aller Härte in ihrer Stimme entgegnete: „Meine Rechte sind trotzdem um viele Jahre älter!“
Daraufhin sagte die Vampirin, geradezu feindselig: „Ach ja?!“
Bevor Aset erneut was erwidern konnte, mischte sich Barbara Hitler ein, die schließlich nämlich meinte: „Wir haben doch alle drei denselben Feind: Und zwar die Erde und ihre Bewohner! Weshalb tun wir uns nicht zusammen und bilden eine Allianz?“
„Das ist doch jetzt wohl ein Scherz?“, hakte die Vampirin irritiert nach, während schon die Goa‘uld, darüber wohl ernsthaft nachdenkend, leicht zustimmend nickte.
„Ich tue mich höchstens mit Ihr dort zusammen! Du bist nämlich nichts weiter als eine Sklavin! Genauso wie Dein gesamtes Volk unsere Sklaven sein werdet!“, fauchte Arteriais schließlich ziemlich grimmig. Dabei deutete sie auf Aset, die dann aber schließlich auch noch sehr ernsthaft über den eben ausgesprochenen und viel besseren Vorschlag der Vampirin nachzudenken schien.
Die Augen von Barbara Hitler weiteten sich voller Panik noch weiter, denn sie wusste, ihr Volk und sie selbst, würden von nun an selber unterdrückt und ausgebeutet werden.
Unbekannte weit, weitentfernte Galaxie
Destiny, Brücke
Wie schon bereits allen durch die Daten bekannt und Doktor Rush bestätigt geworden war, fiel die Destiny sehr viel früher aus dem FTL-Flug und driftete dann auf den Stern zu, welcher sich direkt vor ihnen befand. Somit wurde allen an Bord dieses von den Antikern einst gebauten alten Raumschiffes wieder einmal mehr bewusst, wie alt die Destiny in Wahrheit schon bereits war. Doch funktionierte sie immer noch, wenn aber auch nur dank der unzähligen getätigten Verbesserungen nach wie vor so gut, dass sie ihr Ziel wohl trotz aller Probleme dennoch erreichen würden.
Aber was war dann?
Viele waren sich sicher, dass Doktor Nicholas Rush die Antwort darauf vermutlich schon bereits seit einiger Zeit sehr genau kannte. Es war aber wie all zu oft, eigentlich seit der Minute an seitdem sie sich auf der Destiny befanden so. Wenn man dann diesen Mann darauf ansprach, hüllte sich jener nur in Schweigen und lächelte dabei nur milde den Fragesteller an.
Momentan überprüfte Eli Wallace mal wieder die letzten Berechnungen, wobei ihm Chloe Armstrong tatkräftig half. Die beiden waren extrem neugierig, wie viele ihrer Gefährten es ebenso waren, nämlich das sie alle ihr Ziel, nach ihrer jahrelangen Reise endlich doch noch erreichen würden.
Als die beiden einmal kurz aufsahen, befanden sie sich noch wenige hunderte Kilometer vor der Sonne, in welche sie schon sehr bald eindringen würden, um ein weiteres Mal ihre Energiereserven für die weitere Reise aufzuladen.
2. Destiny-Galaxie
Irgendwo zwischen dem Novus-System & Nova-System
E.U.S. Paris, Brücke
Zur selben Zeit war an Bord des Schlachtschiffes der Erde, wohl Doktor Rodney McKay von allen anderen Besatzungsmitgliedern wohl am aufgeregtesten, denn der Kanadier schaute immer noch mit einem sehr starren und konzentrierten Blick auf die aktuelle Geschwindigkeit und Position der Paris sowie auch den Koordinaten, die er für die Evakuierungsflotte der Novianer errechnet hatte.
Es vergingen noch einige weitere Sekunden, dann sagte McKay schließlich: „Es ist jetzt soweit: Die Geschwindigkeit ab jetzt ganz langsam und kontinuierlich verringern, und zwar so, dass sie dann genau konstant, ganz knapp unter der Lichtgeschwindigkeit bleibt!“
Der Steuermann des Erdschiffes, Major Maryse West, schaute nur einmal kurz, zu ihrem ihr zunickenden ukrainischen Kommandanten, Oberst Nazar Petruk. Der Osteuropäer war nicht gerade davon begeistert gewesen auf diese Mission mit Doktor Rodney McKay zu gehen, weil er im Verlaufe der bisherigen immer wieder von seinen Eigenheiten und Launen viel mehr mitbekommen hatte als ihm letztendlich lieb gewesen war. Zum anderen wurden ja parallel dazu schon die ersten Vorbereitungen getroffen, die die U.N.S. Hector durch das Supergate der Orici-Anhänger zurück in die Milchstraße bringen sollte.
Sofort machte sich natürlich die veränderte Geschwindigkeit bemerkbar, denn man flog nun fast ebenso schnell, wie auch die Destiny seit Jahrmillionen durch das Universum reiste. Doch dafür hatte man nicht wirklich viel Zeit, weil die Triebwerke der Erdschiffe nun einmal für eine solche, ja geringe Fluggeschwindigkeit ursprünglich eigentlich nicht wirklich entwickelt worden waren, obwohl McKay vorsichtshalber einige Modifikationen an den Antrieben im Vorfeld vorgenommen hatte, um somit das bestehende Risiko so gut es ging zu verringern.
Nach einiger Zeit verringerte man auf Anweisung von Doktor McKay abermals das Tempo, und siehe da, es war dann offenbar endlich soweit. Es auch nur zunächst nur sehr schemenhaft etwas zu erkennen: Vor ihnen zeichneten sich mehrere verwischte Linien ab. Man hatte die Evakuierungsflotte der Novianer endlich gefunden.
„Okay. Senden Sie jetzt die Botschaft, die wir vorbereitet haben!“, verkündete Rodney, der seine Aufregung kaum noch zügeln konnte, weil ihm natürlich auch mal wieder etwas vollkommen Außergewöhnliches gelungen war, wenn auch nicht auf Anhieb.
Es dauerte einige Sekunden, dann meldete Leutnant Darja Onopko, eine Ukrainierin: „Sämtliche Schiffe der Novianer-Flotte müssten nun jetzt mittlerweile unsere Botschaft erhalten haben.“
„Warten wir nun ab, was geschieht!“, entschied der Kommandant der Paris.
Novianer-Flotte
Flaggschiff, Kommandobrücke
„Es ist bestätigt, Sir. Alle Schiffe unserer Flotte haben dieses Signal einer Botschaft von einem Schiff der Erde, namens Paris, erhalten. Was wollen wir jetzt wegen dieser Sache unternehmen, Admiral?“
„Gibt es ein vorläufiges Votum des Rates, Colonel?“
„Bislang noch nicht, Sir.“
„Kümmern Sie sich darum, und zwar schnell! Lieutenant Wray!“
„Sir.“
„Sie werden der Paris, lediglich die eine Botschaft übermitteln, nämlich dass wir deren Botschaft erhalten haben!“
„Verstanden, Admiral.“
E.U.S. Paris, Brücke
„Wir haben soeben eine Antwort erhalten!“, verkündete Leutnant Onopko.
„Und?“
„Die Botschaft kommt wohl direkt vom Flaggschiff der Novianer-Flotte, der Lisa Park, darin steht lediglich, dass sie unsere Botschaft erhalten haben, Kommandant.“
„Doktor McKay, wie lange können wir noch diese Geschwindigkeit aufrechterhalten, ohne dass die Paris Schäden an ihrem Antrieb davonträgt?“
„Vielleicht noch einige Minuten! Höchstens allerdings nur noch eine halbe Stunde!“, lautete die Antwort des Kanadiers.
„Gut. Leutnant Onopko, senden Sie eine weitere Botschaft an die Flotte der Novianer, dass wir diese Geschwindigkeit nicht mehr lange beibehalten können, da sonst unsere Triebwerke in nicht absehbarer Zeit irreparabel beschädigt werden könnten!“
„Sehr wohl, Kommandant“, erklärte Darja, die umgehend den Befehl ausführte.
Novianer-Flotte
Flaggschiff Lisa Park, Kommandobrücke
„Dann sind wir uns also einig geworden, Ladies and Gentlemen?“
„Jawohl, Sir.“ - „Solch eine unerwartete Chance, bekommen wir wohl niemals wieder.“ -
„So ist es, Admiral.“ - so in etwa lauteten klaren und eindeutigen Reaktionen nach einer kurzen aber intensiven Besprechung, die zuvor, wenn sie auch nur für wenige Minuten angedauert hatte als gerade die zweite Botschaft des Schlachtschiffes der Erde ihre gesamte Flotte erreicht hatte.
„Dann nehme ich in Kürze selber direkten Funkkontakt mit dem Kommandanten der E.U.S. Paris auf“, erklärte der Oberbefehlshaber der gesamten Flotte der Novianer, damit alle zum selben Zeitpunkt stoppen konnten, was den Kontakt und Austausch mit dem Erdschiff, welches sich auf die lange und beschwerliche Suche nach ihnen gemacht hatte, sehr erleichtern würde.
E.U.S. Paris, Brücke
„Oberst Petruk.“
„Was gibt es, Leutnant Onopko?“
„Das Flaggschiff der Novianer-Flotte, die Lisa Park, ruft uns jetzt, Herr Kommandant. Außerdem melden sie, dass sie, also die gesamte Flotte der Novianer in wenigen Minuten ihre Geschwindigkeit verlassen und stoppen werden.“
„Sehr gut. Geben Sie mir dann den Admiral der Novianer-Flotte auf den Hauptbildschirm!“
Wenige Minuten nach diesem Gespräch, stoppten alle Schiffe, die Paris und die Flotte der Novianer, verließen die hohe Geschwindigkeit, die immerhin sehr knapp unter der von der Lichtgeschwindigkeit lag.
Danach und nur einige Atemzüge später war schließlich das Gesicht eines Mannes zu sehen, welcher Anfang bis Mitte 60 Jahre alt sein musste. Doch nicht nur jener war zu sehen, sondern auch einige Details von der Kommandobrücke selbst sowie einige der weiteren Besatzungsmitglieder.
Novianer-Flotte
Flaggschiff Lisa, Kommandobrücke
Mit einer sehr aufmerksamen Miene musterte Admiral Stephen Scott zunächst ein paar Sekunden lag seinen Gegenüber, dann stellte er sich selbst sowie auch seinen Ersten Offizier, Colonel Carmen James, vor. Daraufhin Oberst Petruk aus selbstverständlicher Höflichkeit dann genau dasselbe tat.
Die Atmosphäre war, wie schon bei den anderen Vertretern der Kolonien der Novianer, die man nicht nur besucht sowie auch unterstützt hatte, von freundschaftlicher Natur geprägt. Diese Kultur schien in der Tat, wie man feststellte sehr viel von der Philosophie der Antiker übernommen zu haben.
„Und dies führte Sie zu uns, Kommandant Petruk? Die Mission der Destiny?“, fragte der Befehlshaber über die gesamte Evakuierungsflotte der Novianer verblüfft, nachdem der Kommandeur der E.U.S. Paris einen kurzen Bericht ihrer bisherigen Mission mitgeteilt hatte.
„So ist es. Es ist sehr kompliziert dies zu beschreiben, aber es ist, wie ich es schon versucht hatte zu erklären: Die Destiny hatte durch die Reise und der Aktivierung des Stargates innerhalb einer Sonne, wohl eine Zeitreise gemacht, denn man fand darauf den Doktor Nicholas Rush, welchen ihre Vorfahren gekannt hatten und auf ihrer Destiny damals zurückblieb. Der Fund dieser, also ihrer Destiny, war für die Besatzung unserer Destiny ein absoluter Glücksfall, wobei laut uns vorliegenden Berichten, sämtliche der noch darauf befindlichen Vorräte, Ausrüstung und weitere technische Elemente geborgen werden konnten.“
„Erstaunlich“, bemerkte der Erste Offizier, Colonel Carmen James, von der Lisa Park.
„Wir waren vor einiger Zeit dort, bei der Destiny.“
„Also mit der Trinitatis sowie der Hector.“
„Das ist korrekt, Admiral.“
„Wobei die Anhänger der Orici offenbar uns wohl nicht wirklich feindselig gesinnt sind, könnte dies ein unerwartetes Problem für unser gesamtes Volk werden“, erkannte Admiral Stephen Scott aber dennoch sehr nachdenklich. „Dennoch sind wir Ihnen sowie den anderen Expeditionsmitgliedern des Einsatzes von Doktor Hank McCoy zutiefst dankbar, weil sie wohl alle unsere einstigen Kolonien aufgesucht hatten, wobei sie zahlreiche Angehörige unseres Volkes bereits zu unserer neuen Heimatwelt gebracht haben“, erklärte die zivile Anführerin der Novianer-Flotte, die sich bislang etwas im Hintergrund gehalten und zum größten Teil geschwiegen hatte.
E.U.S. Paris
Wie vor einer halben Stunde vereinbart, befanden sich nun jeweils Delegationen der Paris und dem Flaggschiff der Novianer-Flotte, der Lisa Park, und somit als diplomatischer Austausch auf den unterschiedlichen Raumschiffen.
Einige Novianer kannten natürlich die Schiffe der Daedalus-Klasse von den überlieferten Beschreibungen und bildhaften Darstellungen ihrer Ahnen, die sich einst einmal an Bord, zum Beispiel der U.S.S. George Hammond befunden hatten. Trotzdem waren sie erstaunt, weil sie sich jetzt vollkommen unerwartet an Bord eines Schlachtschiffes der Daedalus-Klasse befanden.
Auf der Brücke während des Rundganges angekommen, bat man natürlich darum Kontakt auch mit der Trinitatis aufzunehmen, weil man sich natürlich darüber erkundigen wollte, wie es denn um die ersten Dörfer und Siedlungen auf ihrer neuen Heimatwelt, Sileo, was aus dem Lateinischen stammt und übersetzt: Neustart bedeutet, bestellt war.
Novianer-Flotte
Flaggschiff Lisa Park
Es war natürlich kein besonders großer Zufall, dass sich Doktor Rodney McKay in der Delegation von der E.U.S. Paris befand, die zum Austausch von Wissen und Technologie auf die Lisa Park entsandt worden war. Es war eine in der Tat bunt Zusammengewürfelte Gruppe von 18 Personen, die somit auch alle Nationen des Planeten Erde vertrat, die momentan auf dem Erdschiff Paris vertreten waren.
Mit großen Augen und erstaunten Ohren, nahm nicht nur Doktor McKay die Unmengen von Informationen in sich auf. Er und die anderen Delegierten waren eine interessante Mischung aus Wissenschaftlern, Technikern, ein paar Medizinern sowie einer handvoll Militärs, die in erster Linie auf die Disziplin ihrer eigenen Leute, aber auch trotz aller zuvor ausgetauschten Höflichkeiten auf deren Sicherheit achten sollten.
Die Technologie der Novianer-Flotte war natürlich genau ebenso wie auf Novus, dem derzeitigen technischen Stand von der Erde, auf dem ersten Blick sehr ähnlich. Aber in anderen Bereichen, wie in Medizin, Physik, Chemie als auch Architektur schienen die Novianer der Erde um Lichtjahre voraus zu sein. Dennoch konnte man auch, nach einer kurzen Sicherheitsüberprüfung der mitgebrachten Computer, erfreulicherweise einen Datentransfer beziehungsweise -austausch durchführen.
E.U.S. Paris, Konferenzraum < > Trinitatis, Kontrollraum
Nach einer kurzen Unterredung unter vier Augen zwischen Oberst Nazar Petruk, dem Kommandanten des Schiffes der Erde, und Doktor Hank „Beast“ McCoy, dem Leiter der Trinitatis-Mission, wurden schließlich dann auch die Abgesandten der Novianer-Flotte in den Raum gebeten. Von hier aus, war es zudem auch möglich, über die Brücke der Paris einen dauerhaften Kontakt zur Flotte der Novianer herzustellen.
Infolge der Gespräche, wurde dann eine weitere Konferenzschaltung mit dem Flaggschiff von der Novianer-Flotte hergestellt, wodurch die beiden einzelnen Besprechungen nun jetzt zu einer großen wurden.
Man überlegte, mithilfe der Asgardtechnologie an Bord der Paris, eine ausreichende Anzahl von Hyperantriebsmodulen zu planen und dann auch zu produzieren, um diese dann auf allen Schiffen der Novianer zu installieren. Alle anderen zuvor angesprochenen und sorgfältig geprüften Optionen, würden durch die enorme Belastung möglicherweise, für sehr große Schäden bei der Trinitatis und den beiden BC-304ern verursachen.
Um die bevorstehende Zeit dieser bereits genehmigten Aktion zu halbieren, wurde von Doktor McCoy auch noch die U.N.S. Hector zu den Koordinaten der Novianer-Flotte und der Paris entsandt, um den Plan mit der Technologie der Asgard zu unterstützen.
Somit wurden dann schließlich in den darauffolgenden drei Tagen Hyperantriebsmodule in genügender Menge produziert und auch verbaut, nachdem jedes einzelne Modul sehr sorgfältig auf seine Funktion getestet worden war.
Andromeda-Galaxie
Messier 110 alias NGC 205 alias Andro-Alpha-Galaxie
Heraclia
Königreich Capripolia / Hauptstadt Capripolis / Ort der Vermählung
Durch das Stargate, welches sich seit seiner Installation durch die Kolonialen und ihren Verbündeten von der Erde in einem palastähnlichen Gebäude befand, kamen nach und nach immer noch so manche Gruppen von Personen an, die zu der kurz bevorstehenden Vermählung von Adriana und Artus eingeladen worden waren.
Darunter befand sich auch das gesamte Erkundungsteam der Andromeda-Expedition, welches damals auf Heraclia gelandet worden war. Alle, darunter auch ich, hatten die großzügige Erlaubnis erhalten, maximal drei Personen je Teammitglied mitzubringen.
Wie schon bei der Aufnahmezeremonie auf PX1-767, mussten wir alle ein großes Stück zu Fuß, zu Pferd oder mit einer Kutsche zurücklegen, um zum bereits vorbereiteten Ort der Vermählung zu gelangen.
Da Adriana und Artus natürlich in der ersten Gruppe gewesen waren, hatten sie den Ort der Vermählung schon lange vor allen anderen erreicht, wonach sie sich auch sofort vor den meisten anderen Personen komplett zurückgezogen.
Man befand sich ganz in der Nähe des Landes, welches der Pflegefamilie der Tochter der Orici und von Daniel Jackson gehörte. Vielen der engsten Vertrauten war bereits klar, wohin in etwa sich das Brautpaar begeben hatte, und wer alles womöglich bei ihm war.
Die Stelle, die für die Vermählung vorgesehen war, war bereits mit grünen Blättern und weißen Blüten der unterschiedlichsten Arten und Formen, stellenweise auch mit Gold, Silber und edlen Steinen geschmückt worden. An dem frischen Geruch aller Blumen konnte jeder sofort erkennen, dass sie erst vor kurzer Zeit geschnitten worden sein mussten. Auf diesem Planeten herrschte gerade zu diesem Zeitpunkt der Frühling, denn überall grünte und blühte es, selbst in den sonst kargsten Gegenden, die sich in der Nähe befanden.
Es dämmerte bereits als auch die letzten Gäste der bevorstehenden Vermählung endlich eingetroffen waren und ihre Quartiere in den aufgestellten Zelten bezogen hatten.
Früh am nächsten Morgen, dem Tag der Vermählung von Adriana und Artus, waren Jeanne und ihre beste Freundin Jasmin welche der ersten, die schon aufgestanden waren. Da sie auch Frauen waren, wollten sie sich natürlich etwas mehr Zeit nehmen. Viele Bedienstete des Hofes von Artus sowie Freunde von der Familie Adrianas, halfen bei den letzten Vorbereitungen aber auch der Versorgung aller anwesenden Gäste und Besucher.
„Es ist sind noch knapp anderthalb Stunden, Jeanne. So langsam solltest du vielleicht mal deinen Jonathan aufwecken.“
„Ja. Mache ich gleich, Jasmin. Bin mit meiner Frisur beinahe fertig. So! Dann werde ich mal meinen Schatz aufwecken gehen…“
„Dann sei aber heute ganz besonders vorsichtig, denn er heißt ja nicht umsonst Wolfrino“, lachte Jasmin mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht.
Ein ganz besonders angenehmer und verlockender Duft näherte sich mir immer weiter, während ich mich noch in einem sehr leichten und angenehmen dösenden Dämmerschlaf befand. Dieses liebliche Aroma von Lotus kannte ich mittlerweile nur zu gut, es war der Duft des neuen Lieblingsparfums von Jeanne, die sich nun meinem Nachtlager näherte.
Verschmitzt lächelnd beugte sie sich behutsam vor, dann flüsterte sie leise und mit liebevoller Stimme: „Los aufstehen, du Schlafmütze! Es sind nur noch etwa anderthalb Stunden bis zur Vermählung. Also raus aus dem Bett, Jonathan!“
„Ist es meine Frau, die da mit mir redet oder die Polizeihauptmeisterin oder gar Nike?“, murmelte ich, während ich langsam die Augen öffnete und dann erkannte, dass sie und auch Jasmin schon bereits beinahe fertig angezogen und frisiert waren.
„Äh, alle drei. Und wir haben auch noch nicht gefrühstückt, sondern warten nur noch auf dich!“, antwortete Jeanne grinsend.
„Nett von euch Ladies. Dann werde ich mich mal ebenfalls erheben und frisch machen…“
Etwa eine Viertelstunde später saßen wir an einem kleinen Tisch beisammen, stärkten uns mit Brot, Käse und Obst für die nächsten Stunden. Zum großen Verdruss so einiger gab es hier natürlich gar keinen Kaffee sowie auch keinen Kakao, dafür jedoch Milch und verschiedene sehr aromatische Teesorten.
Einige Bedienstete von Artus‘ Hofstaat erinnerten alle geladenen Gäste, dass es denn nun an allmählich an der Zeit wäre, so langsam aber sicher in den nächsten Minuten die schon bereits zugewiesenen Plätze einzunehmen.
Alle geladenen Gäste hatten sich endlich, bis natürlich auf die Brautleute, sowie den Pflegeeltern von Adriana und auch Myrddin, versammelt. Die letztgenannten Personen zogen schließlich in einer feierlichen Prozession durch den freien, breiten Gang unter den Klang von Musikinstrumenten ein, die man aus dem Mittelalter sowie der griechischen und römischen Antike kannte.
Beide, Adriana und auch Artus, waren ganz in weiß gekleidet. Die beiden folgten Merlin, der einen silbergrauen Mantel und einen hölzernen Stab in gleicher Farbe in der rechten Hand trug. Die Braut wurde dabei natürlich an der Hand von ihrem Pflegevater Alexander den ganzen Weg über, bis ganz nach vorne begleitet. Eve ging hinter den beiden, die übrige Familie befand sich schon in der ersten Reihe, genauso wie auch die eingeladenen ranghöchsten Ehrengäste.
Vor eine Art Altar auf einem steinerneren Podest brannte ein Feuer in einer Schale. Alles war von massiven dunklen Basalt- und Granitsäulen in einem Halbkreis eingerahmt, die mit Efeu umwickelt und mit weißen Blumen unterschiedlicher Sorten geschmückt worden waren. Dort blieb die von Myrddin angeführte kleine Prozession schließlich stehen.
In einem Halbkreis bezogen sie alle auf dem Podest Aufstellung, wobei sich der Antiker, der nun alle Versammelten von dort aus sehen konnte, in der Mitte befand.
Erst wenige Minuten später verstummte die Musik. Danach war es für einige Atemzüge ganz still. Eine Ruhe, die erst und nur von Merlin gebrochen wurde, der zunächst im Namen der beiden zu Vermählenden alle begrüßte. Danach richtete er seine Worte, dem Anlass entsprechend, direkt an die zwei jungen Brautleute.
Für manche sah es wohl wie eine ganz brisante Mutprobe aus, denn beide, Adriana und Artus, hielten sich über dem Feuer die Hände, welches in der Schale loderte, während Merlin Worte des Segens, der Wünsche und auch Beschwörungen sprach. Im Anschluss ertönten für einige Sekunden dann wieder die Hörner und Trompeten. Dem schloss sich dann der entscheidende und auch allen nur allzu bekannte Dialog an, den der alte Antiker begann: „Nun frage ich euch beide, König Artus von Camelot und Adriana von Heraclia, wollt ihr heute und jetzt vor dem Angesicht eurer Ahnen, sowie der hier versammelten Gäste, den geheiligten Bund der Ehe eingehen, in der Ihr euch einander lieben, stützen, beistehen in Zeiten des Glücks, der Bedrängnis oder der Not? Dann antwortet mir jetzt!“
„Ja, ich will, Meister Merlin!“, erklärte Artus mit fester Stimme und einem feierlichen Lächeln.
Kurz darauf schloss sich Adriana mit den Worten: „Ja, auch ich will es, Meister Myrddin!“, an.
In der ganzen Zeit hatte Jeanne sanft meine Hand ergriffen. Fragend blickte ich ihr in die Augen. Sie verstand sofort, und antwortete sehr leise wispernd, damit ich es nur hören konnte: „Wir sollten ebenfalls unsere Ehe erneuern, Jonathan!“
Mir gefiel dieser Gedanke, darum nickte ich leicht.
Zur selben Zeit verkündete Merlin: „König Artus. Königin Adriana. Nachdem Ihr beiden nun denn dem geheiligten Bund der Ehe, vor dieser Versammlung unter Gesetz und Eid zugestimmt habt, erkläre ich Euch, Adriana und Artus, hiermit als vermählt! Seid und bleibt glücklich, gerecht und stark in allen Belangen zum Wohle Eures Volkes!“
Abermals ertönten nun dann die Blasinstrumente für eine gewisse zuvor festgelegte Zeit. Als die Trompeten und Hörner wieder verstummt waren, sang sofort im Anschluss ein Chor, was nach alten Latein oder Griechisch klang, während das frisch vermählte Paar den zentralen Weg entlang ging. Den beiden frisch Vermählten gingen dieses Mal mehrere Dutzende von Kindern voraus, welche eifrig bunte Blumen auf den Boden des Weges streuten. Auch Merlin ging, natürlich dicht gefolgt, gemeinsam von der kompletten Pflegefamilie Adrianas, direkt hinter den zwei frisch Vermählten.
Die anschließende Feier, mit der Übergabe von unzähligen Geschenken, und einem großen Festmahl wurde anschließend in aller Pracht bis in die späte Nacht gefeiert.
Unter einem weiteren kräftigen Applaus und letzten aufgeregten Jubelrufen sowie den erneuten vielen guten Glückwünschen wurde das junge Königspaar in seine wohl auch sehr kurze Hochzeitsnacht verabschiedet.
2. Destiny-Galaxie
Nova-System
Dank, der sehr tatkräftigen Hilfe von der Crew der Trinitatis-Mission, erreichte die Flotte der Novianer, die ihre Heimat Novus einst hatten verlassen müssen, die vor vielen Jahren auserkorene neue Heimatwelt. Hier, im Orbit, konnten die vor einigen Jahrzehnten evakuierten Novianer auch noch einen Blick auf die gewaltige Trinitatis erhaschen, die dort die ganze Zeit über ausgeharrt hatte, während die Hector und die Paris bei der Produktion und dem Einbau der Hyperraummodule geholfen hatten.
Zum Abschluss gab es noch ein gemeinsames großes Treffen von den wichtigsten Anführern und Verantwortlichen. Dieses endete in einem Staatsbankett, in dem die Novianer noch ein letztes Mal ihre Dankbarkeit für die erhaltene Hilfe zum Ausdruck brachten.
Einige von ihnen, man konnte dies auch nachvollziehen, wollten mit der Trinitatis oder eben auch mit der Hector zurück zur Erde, der Heimatwelt ihrer Ahnen reisen. Dieser Bitte von immerhin 371 Novianern wurde schließlich nachgegeben. Diese Personen mussten dann aber in relativ kurzer Zeit auf die kleine Flotte der Trinitatis-Mission verteilt werden.
Milchstraße
Sol-System
Erde
Nordamerika, USA, Colorado
Homeworld Command, Ebene 26
Die Zufriedenheit von General Jack O‘Neill, dem amtierenden Leiter dieser Behörde, wich jenem abrupt aus dem Gesicht als es an der Tür an seinem Quartier auf dieser Basis vehement klopfte.
Mürrisch vor sich hinbrummend tastete seine linke Hand nach dem Schalter der kleinen Lampe auf dem Nachttisch, der neben seinem Bett stand. Es klopfte immer noch. Mit zusammengekniffenen Augen musterte Jack die Uhrzeit, die ihm seine Armbanduhr anzeigte. Sonntag, 6:00.
„General O‘Neill, Sir. Sind Sie noch wach?“, fragte eine vertraute Stimme, die er als die von Lauren Perry, seiner Adjutantin identifizierte.
„Ja. Jetzt! Was gibt es denn nun schon wieder?“, war von einer leicht gedämpften, krächzenden Stimme durch die geschlossene Tür zu hören.
„Die Stargate Command Base meldet, dass die ersten Abgesandten in wenigen Stunden durch das Stargate auf dem Mars eintreffen werden, Sir.“
Schlagartig war nun Jack O‘Neill richtig wach, und dachte: ,Wenn ich diese Soldatin nicht an meiner Seite hätte, dann sehe ich wohl so ziemlich alt aus.‘ Mit lauter Stimme rief er dann: „In einer Viertelstunde etwa bin ich da!“
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So. Heute ist es soweit, denn es gibt die Premiere, der ersten Folge der 8.Staffel, die auch noch nicht im alten Forum gepostet worden ist.
Wünsche daher viel Spaß beim Lesen
Odyssee
Folge 8.05 - “Epiphania - A Principio ad Finem, Teil 1“
50 Millionen Jahren B.C.
Milchstraße
Antikerreich
Dakara
Es war gerade eben erst so richtig dunkel auf der von der Sonne abgewandten Seite von Dakara geworden. Dafür herrschte hier aber dennoch, nach wie vor ein sehr reges und beschäftigtes Treiben, auch im Bereich des Sternentores.
Dieser Zweig des Volkes der Alteraner, der auch hier ansässig war, nannte sich, seit der jüngsten Abspaltung und auch Flucht aus ihrer eigentlichen Heimatgalaxie vor den Ori und deren sehr fanatischen, religiösen Anhängern, schon kurz nach ihrer Ankunft in ihrer neuen Heimat und in der Milchstraße, die Antiker, um sich ganz klar von den anderen und ihrer Ideologie abzugrenzen.
Auf vielen Planeten, auf denen das Leben möglich und sicher war, waren durch die Antiker in den vergangenen Jahrtausenden nach und nach kolonisiert worden. Eine Welt in der Milchstraße stand unter ihrer besonderen Beobachtung, eine Welt, die sie Terra nannten, nämlich die Erde. Ihre ersten Nachforschungen auf diesen Planeten hatten ergeben, dass sich die dortige Tier- und Pflanzenwelt es erstaunlicherweise erfolgreich geschafft hatte, sich von einer schlimmen kosmischen Katastrophe zu erholen, die erst wenige Millionen von Jahren zurücklag. Dies war unter anderem eine der wenigen Welten, auf denen es ohne ihre Hilfe schon bereits Leben gab, denn auf anderen hatten die Antiker mit einer Vorrichtung, die sich auf Dakara befand ein wenig nachgeholfen, um dem Leben eine bessere Chance zu geben.
Von diesem Planeten Terra war eine kleine Delegation aufgebrochen, die soeben durch das Sternentor angekommen war. Dieses ringförmige Artefakt befand sich auf einem riesigen Platz, dem ein gewaltiger Tempel, in Gestalt eines sitzenden beziehungsweise thronenden bärtigen Mannes den meisten Raum einnahm.
Die kleine Delegation dieser Antikern, von der Welt Terra, bestehend aus drei Männern und vier Frauen, wovon nur zwei Personen reine Wissenschaftler waren, denn die anderen fünf Personen waren als eine abgestellte Schutzeskorte mit dabei, gingen mit sehr eiligen Schritten an dem gewaltigen Monument vorbei. Denn direkt dahinter lag ein großes Gebäude, welches unter anderen den Hohen Rat der Antiker in dieser Galaxie beherbergte, der das neu gegründete Antikerreich verwaltete und regierte. Zudem befanden sich hier auch die Leitung der Wissenschaftlichen Universität und die Bibliothek.
„Hoffentlich kommen wir nicht zu spät”, murmelte der hohe Wissenschaftler, der seine dicke Tasche mit seinen Händen vor der Brust hielt, um so ein wenig schneller Laufen zu können.
Seine Kollegin beruhigte ihn sofort: „Unser Besuch ist rechtzeitig angekündigt worden, daher würde ich mir keine großen Sorgen deswegen machen. Auch wenn es für die meisten Mitglieder des Rates, unter anderem von der Leitung der Universität und der Bibliothek, sehr kurzfristig gewesen sein mag.“
„Hoffentlich, denn es ist ja hier schon bereits dunkel…“
Hastig und mit einem kurzen Gruß betraten sie das große Gebäude, als sie an der Wache vorbeikamen. Ab hier blieben die fünf Begleiterinnen und Begleiter der Schutzeskorte im nahegelegenen Wachraum zurück. Dadurch dass die beiden Wissenschaftler von der Kolonie auf Terra den Weg zu ihrem Ziel kannten, hatten sie keine Mühe dorthin zu kommen, in einen großen Sitzungssaal, dessen große Doppeltür aus einem edlen Holz offenstand.
Die beiden Neuankömmlinge stellten zufrieden fest, dass alle Mitglieder des Hohen Rates sowie die Leiter der Universität und der Bibliothek schon bereits anwesend waren. Keiner fehlte, somit waren sie die letzten, die den Sitzungssaal betraten. Kurz darauf schloss sich die große Doppeltür automatisch, damit man von niemand gestört wurde.
Da alle sich bereits kannten, konnte man auf eine Vorstellungsrunde verzichten.
„Wir haben, vor einiger Zeit durch unser neues Astroobservatorium auf Terra, welches zugleich das Modernste im gesamten Antikerreich und vermutlich auch Universum ist, etwas mehr als nur Außergewöhnliches und somit auch sehr Interessantes entdeckt! Eine sehr große Entdeckung, der wir auf dem Grund gehen sollten!”, eröffnete einer der hohen Wissenschaftler dem Rat der Antiker, den er ja extra dafür aufgesucht hatte.
Um seine Zuhörer schnell für sein Vorhaben zu gewinnen, startete der Mann sogleich eine sehr aufwendige Präsentation, in welche er auch einige sehr aufwendige Hologramme mit einbezog.
Seine Kollegin fuhr schließlich fort: „Es handelt sich dabei um eine Art Signal, welches erstaunlicherweise schon sehr lange existiert, also seit vielen Jahren schon ausgesendet wird…“
Schließlich gab es eine Unterbrechung von einer Frau, die ebenfalls dem Hohen Rat angehörte, denn sie fragte interessiert: „Und was wollen Sie tun?“
„Wir wollen eine Expedition dorthin anregen.“
„Dies ist vollkommen unmöglich, denn wir haben keine Mittel um eine solche Entfernung in kürzester Zeit zu bewältigen. Wir haben eine fortschrittliche Technologie, doch ist sie noch nicht soweit, um eine solche Mission zum Erfolg zu führen“, gab ein anderes Ratsmitglied zu Bedenken.
„Dies wissen wir natürlich“, gab der Gast von Terra zu, „doch unsere Technologie wird sich stetig weiterentwickeln. Diese Reise, diese Mission zum Ursprung dieses Signals wird eine intergalaktische sein. Wir sind zu intergalaktischen Reisen fähig…“
„Das sind wir. Doch wer jetzt starten würde, würde nie lebend ans Ziel gelangen. Selbst in Stasiskammern, die derzeit immer noch nicht vollkommen ausgereift sind, würden nicht den erforderlichen Bedürfnissen unserer Physiologie genügen. Aber wer weiß,…“, murmelte die Leiterin der Universität.
„Wir würden dafür natürlich die Hilfe und Unterstützung aller benötigen, die führend auf ihrem Gebiet sind“, wusste der Leiter der Bibliothek.
Diese Bemerkung fand sofort Zuspruch. Einige andere Teilnehmer dieser Sitzung fügten dann noch hinzu, da man ja schon bereits programmierte Raumschiffe, sogenannte Vorhutschiffe in fast jede Richtung ins Universum mit dem Auftrag entsandt hatte, auf allen bewohnbaren Welten in den erreichten Galaxien Sternentore abzusetzen, die zwar primitiv und eine astronomische geringe Reichweite haben, aber dennoch eine wichtige Grundlage für mögliche weitere Entdeckungsmissionen der Antiker waren.
Es wurde daraufhin stundenlang beraten, debattiert und natürlich auch gestritten. Doch am Ende, die Sonne kündigte am Horizont bereits den Beginn eines neuen Tages an, wurde die vorgetragene Bitte der beiden Gäste von Terra, schließlich nach einer kleinen abschließenden Abstimmung genehmigt, mit der Vorgabe in einer Frist einen Plan zu entwerfen, wie die Mission zum Erfolg geführt werden könne.
1 Jahr später
Milchstraße
Antikerreich
Dakara
Pünktlich, noch vor der gesetzten Frist, wurde dem Hohen Rat der Antiker der Plan zur Umsetzung der Mission vorgelegt, die den Ursprung des Signals aus den Tiefen des Universums entschlüsseln sollte.
Das erklärte Ziel dieser Mission war es, ein Raumschiff zu bauen, dieses für einen bestimmten und bereits festgelegten Kurs zu programmieren und natürlich auch für die noch zu bereitstellende Besatzung auszurüsten, welches dann einer kleinen Flotte von Vorhutschiffen in kürzester Zeit schnell nachzuschicken war, welche schon bereits in diese Richtung unterwegs war. In die Richtung, in den Teil des Universums woher das geheimnisvolle Signal kam.
Im Sitzungssaal wurde allen Teilnehmern abermals wieder aufs Neue klar, dass zunächst einmal unzählige von Generationen kommen und gehen würden, bevor man endlich eine gut ausgebildete und ausgerüstete Besatzung zu dem Schiff entsenden könnte.
„Dadurch, dass Ihr die Vorgabe eingehalten habt, dürft Ihr beiden und auch Euer Team die Leitung für diese Mission übernehmen, den Namen für das Raumschiff auswählen, und, natürlich auch den Rat immer wieder über den aktuellen Stand und Fortschritte dazu ausführlich berichten!“, verfügte der Sprecher des Hohen Rates der Antiker.
Die beiden Wissenschaftler, die abermals vor dem Hohen Rat der Antiker gestanden und die Nachricht mit großer Zufriedenheit aufgenommen hatten, antworteten daraufhin synchron: „Das Schiff soll den Namen: Fatum, tragen!“
„Dies ist in der Tat ein durchaus wirklich passender Name, der dem Ziel der Mission für dieses Schiffes entspricht“, erklärte ein Ratsmitglied, in dessen Stimme eine Form von Anerkennung lag.
10 Jahre später
Milchstraße
Antikerreich
Orbit von Terra (Erde)
In einer großen Werft fanden schon seit schon einer halben Dekade die Bauarbeiten für die Fatum statt. Es wurde dabei sorgfältig, unter der Aufsicht und Leitung der beiden Entdecker jenes geheimnisvollen Signals, an dem riesigen Raumschiff gearbeitet. Man hatte es so gestaltet, dass es den bereits entsandten Vorhutschiffen vom Design her ähnlich war, aber auch an jenen für einen möglichen Datenaustausch andocken konnte.
Während des Baus hatte man dieses Raumschiff zum größten Teil das beste Material verwendet, wie zum Beispiel mit den neusten entwickelten Metalllegierungen, sowie mit der neuesten Technologie der Antiker ausgerüstet, die aktuell zur Verfügung stand. Ein ganzer Stab von anderen Technikern musste ein ausgeklügeltes Programm entwickeln, welches es nur ausschließlich den Antikern erlauben sollte, über das Sternentor an Bord des Schiffes zu gelangen. Denn anders war dies nicht möglich, weil man es mit einem Netz Schutzschilden und anderen Verteidigungsanlagen, die automatisch funktionierten, ausgestattet hatte.
In Bronzefarben leuchtete das riesige Raumschiff in der Sonne, die sich im Zentrum dieses Planetensystem befand. In nur wenigen Tagen würden alle Vorbereitungen und Tests abgeschlossen sein, damit die Fatum endlich zu ihrer sorgfältig vorbereiteten Reise aufbrechen könne.
Einige Tage später
Milchstraße
Antikerreich
Sol-System von Terra (Erde)
Der große Tag war gekommen. Die Fatum löste sich nun endgültig von der orbitalen Werft, steuerte dann kurz darauf, wie man es schon bereits im Voraus eingeplant hatte, auf die Sonne zu, denn man hatte die bisherigen Energiereserven an Bord des Raumschiffes während der Testläufe beinahe so gut wie komplett aufgebraucht. Die Kraft aller Sonnen hingegen, würden dieses Raumschiff für den Rest seiner Existenz mit Energie versorgen, in denen es sich wieder mit Sonnenenergie aufs Neue versorgen würde.
Das über viele Jahre neugebaute und vor kurzer Zeit vollendete große Raumschiff der Antiker, drang mit einer sehr langsamen Fluggeschwindigkeit immer weiter in die Sonne ein.
Aus der Ferne wurde es dabei von seinen Erbauern, während dieses Vorgangs mit sehr großer Aufmerksamkeit beobachtet und verfolgt.
Mittlerweile war das Raumschiff komplett in dem zentralen Gestirn des Sonnensystems verschwunden. Lud dabei vollständig seine Energiereserven auf, während es durch den Stern hindurchflog.
Auf der anderen Seite verließ das Raumschiff der Antiker die Sonne nach einer guten Stunde wieder.
Es vergingen ungefähr zwei weitere Stunden ehe die Fatum ihren Überlichtantrieb zum ersten Male richtig in Betrieb nahm, wodurch sie nicht mehr visuell zu sehen war, sondern nur noch für zumindest aber einige Tage auf speziellen Monitoren, und danach über andere Instrumente noch für einige Jahrhunderte, weiterhin zu verfolgen war.
Terra (Erde)
Antartica
„Die Anwahlsequenz des Sternentores auf diese Art zu verschlüsseln, ist ein wirklich sehr guter Einfall von Euch gewesen, meine Verehrteste.“
„Sicher, ist sicher. Nur wird man in sehr vielen Jahren eine sehr große und auch effektive Energiequelle benötigen, um eine stabile und sichere Verbindung aufbauen zu können“, murmelte der Mann nachdenklich, dem damit wieder klar wurde, dass selbst ihre aktuell leistungsfähigsten Energiequellen nicht einmal annährend genügen würden, um eine stabile Wurmlochverbindung zu gewährleisten. Darum wurde es genau aus diesen Grund, für alle nachfolgenden Generationen der Antiker, zu erklärten Aufgaben, genau solche Quellen zu finden, und parallel dazu effektivere und leistungsfähigere Antriebe für die Raumschiffe zu entwickeln.
Vor 20 Millionen Jahren
Milchstraße
Antikerreich
Seit einigen Millionen von Jahren schon, machte den sehr fortschrittlichem Volk der Antiker, eine sehr schwere und vor allem aber tödliche Seuche zu schaffen, die sich kaum merkbar, dann aber im Verlaufe der nächsten Jahrtausende immer schneller über das gesamte Antikerreich auszubreiten begann.
Vor etwa 5 Millionen Jahren
Milchstraße
Antikerreich
Schon seit geraumer Zeit hatten sich panisch vor der tödlichen Gefahr jener Krankheit, immer wieder vereinzelte kleine Flotten von den Antikern auf dem Weg in unterschiedliche Galaxien gemacht, die sich in der unmittelbaren Nachbarschaft zur Milchstraße befanden. Aber es gab natürlich auch Gruppen dieses Volkes, die eine viel, viel weitere Reise für eine neue Heimat und einen Neuanfang antraten, zum Beispiel in die Andromeda-Galaxie.
Allerdings hatten die meisten Raumschiffe von der Flotte der Antiker zu diesem Zeitpunkt von der Leistung her nur einen begrenzten FTL-Antrieb, weswegen der Flug zu weit entfernten Zielen Jahrhunderte, wenn nicht sogar noch um einiges länger dauern würden. Ausnahmen waren nur einige, sehr wenige gigantische Raumschiffe, die mehr als nur wie eine moderne Stadt wirkten.
Vor rund 3 Millionen Jahren
Milchstraße
Antikerreich
Dakara
Zahllose Versuche waren seit dem Ausbruch der Seuche unternommen worden, jene zu besiegen oder zumindest ein wirksames Medikament zu entwickeln, doch ohne jeglichen Erfolg. Aus diesem Grund, war die Destiny und ihre Mission allmählich immer mehr in Vergessenheit geraten. Beinahe schon so sehr, bis einige Antiker in der Bibliothek auf Hinweise darauf stießen, die sie zu erhalten gedachten. Geschützt durch philosophische Rätsel und natürlich auch sehr gut verborgen in einigen fortschrittlichen Datenbanken.
Etwas war den Hohen Rat der Antiker schließlich klar geworden, um das übrige Volk der Antiker vor dem sicheren Aussterben zu erretten, musste man die Milchstraße verlassen und in der Pegasus-Galaxie eine neue Heimat finden.
Zudem gedachte man mit Hilfe einer Vorrichtung auf Dakara, die sich gegenüber des Sternentores, welches sich auf einem riesigen Platz, wo ein gewaltiger Tempel in Gestalt eines sitzenden beziehungsweise thronenden bärtigen Mannes stand, und den meisten Raum dort einnahm, im Fundament und der Spitze dieses Monumentes verbarg. Im Fuß, im Fundament befand sich der Kontrollraum und die Steuerung für die wohl mächtigste Vorrichtung im gesamten Universum, nämlich ein beeindruckendes Gerät, womit man das Leben nicht nur auf einer einzelnen Welt in dieser Galaxie erschaffen, sondern natürlich auch wieder vernichten konnte. Damit nicht jeder Zugang dazu erhielt, war dieser Raum besonders geschützt und dadurch auch besonders gegen unbefugten Zugriff gesichert worden. Aber dieses Mal war es komplizierter, denn man hatte den Entschluss gefasst, auf jeder Welt, die von dieser Seuche betroffen war gleichzeitig anzuwählen, um das todbringende Virus für immer auszumerzen. Denn der eigentlich Plan dahinter war: Man wollte in der von dieser Seuche befallenen Milchstraße, dem Leben einen neuen Start ermöglichen. So hofften die Verantwortlichen eventuell eines Tages wieder in diese Galaxie, welche man bald verlassen würde, erneut besiedeln zu können. Nur eine kleine Gruppe von Antikern befand sich im Kontrollraum, der sie vor der Wirkung des Effektes der Vorrichtung schützte. Dort drin würden sie solange ausharren bis sie alle von Atlantis abgeholt werden würden.
Terra
Antarctica
Antiker-Außenposten
Die noch sehr junge Antikerin Ayiana war sichtlich sehr betrübt, denn sie musste hier an diesem Ort vollkommen allein zurückbleiben, weil medizinische Untersuchungen offenbart hatten, dass das tödliche Virus bereits in ihr war. Obwohl sie scheinbar immun dagegen war, gingen die anderen ihres Volkes keinerlei Risiko ein. Somit wurde der jungen Frau die wichtige Aufgabe übertragen den Rest ihres natürlichen Lebens auf Terra zu bleiben, und zwar als Hüterin dieser Welt und des Außenpostens.
Sie schaute mit Tränen in den Augen schließlich hinüber zu Atlantis, welches soeben startete, um zunächst erst nach Dakara und danach sofort im Anschluss weiter, in die weit entfernte Pegasus-Galaxie aufzubrechen.
Das große fliegende Stadtraumschiff verschwand schließlich in den Wolken, entzog sich somit ihren Blicken vollends.
Zehn Jahre später
Milchstraße
Sol-System
[i]Terra
[/i]
[i]Antarctica[/i]
[i]Antiker-Außenposten[/i]
Die Antikerin Ayiana verließ, wie so oft in den letzten Jahren den schützenden Bereich des Außenpostens, um einen ihrer Rundgänge zu machen. Dabei geriet sie aber, an diesem Tage vollkommen unerwartet, in einen sehr heftigen und äußerst eisigen Schneesturm. Dadurch orientierungslos geworden und nach dem herabrutschen in eine Spalte aus Schnee und Eis in der unmittelbaren Nähe des Sternentores, ergab sich die junge Antikerin meditierend ihrem offenbar traurigen und unabwendbaren Schicksal.
Vor 12.000 Jahren
Andromeda-Galaxie
Eine der letzten großen Flüchtlingsflotten, bestehend aus 13 Schiffen, die die Pegasus-Galaxie auf der Flucht vor den Wraith und dem vor kurzer Zeit entbrannten grausamen Krieg gegen jene tödliche Rasse verlassen hatte, erreichte schließlich mit schon ziemlich knapp gewordenen Energiereserven endlich eine neue Heimat.
Die Namen jener 13 Raumschiffe dieser Flotte der Antiker lauteten: Aquarius, Piscibus, Aries, Taurus, Geminae, Cancer, Leo, Virgine, Libra, Scorpio, Sagittarius, Capricornus und Ophiuchus.
Es war ein großer und äußerst fruchtbarer Planet, mit grünen Wiesen und Wäldern sowie reichlich Wasser, welches in Ozeanen, großen Seen und Flüssen gebunden war, der vor ihnen lag. Formationen weißer Wolken wurden durch Winde über den gesamten Globus getrieben.
7990 v. Chr.
Milchstraße
Sol-System
Terra (Erde)
Asien, Himalaya
Von der Flucht vor den Wraith waren schon viele Jahre vergangen, und somit auch von der Rückkehr von den Antikern in die Milchstraße, und somit auf die Erde.
Einige Wissenschaftler unter ihnen, fanden unter der Führung von Moros und Ganos Lal doch noch einen Weg eventuell eines Tages doch noch zur Destiny gelangen zu können, nämlich Trinitatis, eine noch viel mächtigere Stadt als Atlantis, die aber dafür aus drei einzelnen Teilstädten bestand, nämlich Emrys, Mu und Shangri-La, die aber auch über die ganze Milchstraße verteilt wurden.
Aber noch etwas hatten die Antiker auf ihrer Durchwanderung der sich vollkommen veränderten Erde bemerkt, es waren einige wenige Menschen unter den anderen, die auf dem ersten Blick unnatürliche Fähigkeiten zu haben schienen. Vereinzelte, die von diesem Phänomen betroffen waren, sonderten sich sogar von ihren jeweiligen Gemeinschaften aus Furcht und Sorge unter anderem ab. Andere hingegen versuchten sich an die Spitze ihrer Siedlungen und Städte zu bringen, da sie sich für etwas Besseres als die anderen Menschen hielten.
Behutsame, heimliche Scans von einigen auf die Erde zurückgekehrten Antikern, die dieses rätselhafte Phänomen im Verborgenen erforschten und untersuchten, erkannten dass sich die DNS durch spontane Mutationen verändert hatte, die zu einer Vielzahl von erstaunlichen Fähigkeiten führten.
1110 v. Chr.
Andromeda-Galaxie
Höhere Ebene der Existenz
Ein schon vor einigen Jahrtausenden aufgestiegener Antiker, war soeben aus einem Planetensystem, in welches sich einige Stämme ihrer Nachfahren zuletzt fest angesiedelt hatten, zurückgekehrt.
„Hippokrates, wo warst du?“
„Ich war im System, welches wo unsere Nachkommen einen Planeten Kobol nennen, um dort zu sehen, wie es unseren Nachfahren in den letzten Generationen so ergangen ist.“
„Und, was hast Du herausgefunden?“
„Eine Gruppe hat ihre normale menschliche, physische Form schon vor einiger Zeit aufgegeben, und hat aus Furcht vor den anderen Stämmen, Kobol mit einer kleinen Flotte von Schiffen auf der Suche nach einer neuen Heimat verlassen.“
„Dies hättest Du auch auf andere Art und Weise erfahren können“, erwiderte eine andere Antikerin, was beinahe schon nach einem leichten Tadel klang. „Du hast noch etwas anderes getan, wir haben es beobachtet!“
„Ja. Denn die Herren von Kobol, die dort schon seit vielen Generationen, wie Götter verehrt werden und große Macht auf sich vereint haben, unterbinden viele der grausamen Geschehnisse nicht. Sie verhalten sich schon beinahe wie die Ori. Diese Gruppe darf auf keinen Fall aufsteigen. Ich habe auf dieser Welt das unsagbare Leid gesehen, welches von Tag zu Tag noch immer größer wird. Auch die anderen 12 Stämme wollen daher ihre Heimat unbedingt verlassen. Deswegen habe ich etwas geholfen, indem ich jemanden im Traum eine Idee zum Bau von einer neuen Typs von Raumschiffen gegeben habe“, gab Hippokrates zu, was glücklicherweise für ihn selbst dazu führte, dass er einer harten Strafe durch die anderen Aufgestiegenen entging, weil er gegen eine der wichtigsten Regeln verstoßen hatte.
Aber andere der Aufgestiegenen erschienen dennoch, die dann Hippokrates abermals zurechtwiesen und dazu verurteilten, Kobol und alle 13 Stämme dieses Volkes ihrer Nachfahren nicht mehr weiter zu behelligen, da er sonst doch noch die Konsequenzen für sein Handeln tragen müsse. Aber es gab natürlich auch noch so einige andere von den Aufgestiegenen, die ihn sofort unter ihren Schutz nahmen, weil sie diese besondere Bedrohung ebenfalls erkannt hatten und auch sehr ernst nahmen, die von einigen der sogenannten „Herren von Kobol“ ausging.
Mai 2005
Milchstraße
Sol-System
Erde (Terra)
Stargate-Center, Besprechungsraum
Es war wieder einmal ein sehr enorm wichtiges Briefing angesetzt worden, an dem nur die wichtigsten Leute des Stargate-Programms teilnahmen, und zudem sogar einer ganz besonders hohen Geheimhaltungsstufe unterlag.
„Also, was ist denn jetzt nun mit diesem 9. Chevron?“, fragte Lieutenant General George Hammond, dabei Doktor Daniel Jackson prüfend anschauend.
„Nun ja, Sir. Wir wissen, seit dem wir dann auch die Toradresse von Atlantis entdeckt und auch angewählt haben, dass eine 8-Chevron-Adresse einen Sternentorreisenden in eine andere Galaxie befördern kann. Daher bin ich mir ziemlich sicher, dass eine 9-Chevron-Adresse einen Sternentorreisenden eine noch viel, viel größere Entfernung zurücklegen lässt, als zu den Galaxien, in die uns das Stargate bisher schon gebracht hat…“
„Sie meinen die Galaxie der Asgard und die Pegasus, zum Beispiel.“
„Korrekt“, bestätigte der Archäologe.
Kurz darauf fuhr Lieutenant Colonel Samantha Carter dann fort: „Das Problem allerdings ist die Unmenge an Energie, die für eine stabile, lang anhaltende Wurmlochverbindung notwendig ist. Noch einmal zur Erinnerung: Um die Galaxie der Asgard in unserer Realität als auch in einem Paralleluniversum anwählen zu können, hat es ein spezielles Gerät gebraucht, welches General O‘Neill auf Grundlage des Wissens der Antiker gebaut hatte. Jetzt ist uns bekannt, dass es auch mit einen sehr starken Naquadah-Generator oder eben im Idealfall mit einem der ZPM‘ noch viel besser funktioniert. Oder man benötigt eben eine andere enorm leistungsstarke Energiequelle, was uns die Ori eindrucksvoll demonstriert haben.“
„Na dann“, schaltete sich nun auch Jack O‘Neill ein, der bislang nur schweigend zugehört hatte, „würde ich sagen, macht Euch an die Arbeit!“
„Ja, Sir“, nickte Sam mit einem zuversichtlichen Lächeln im Gesicht, wobei ihre blauen Augen einen ganz besonderen Glanz ausstrahlten.
Juli 2007
Milchstraße
P4X-351
Icarus-Basis und -Planet
Nach einer sorgfältigen Analyse, hatte man eine Suche nach einer speziellen Art von Planeten gestartet, und dann nach etwa zwei Jahren, war man endlich fündig geworden. Denn man fand diesen einen geeigneten und wichtigen Planeten für das geplante Vorhaben, welcher sich 21 Lichtjahre von der Erde entfernt befand. Denn der Kern dieser Welt, der zu einem ungewöhnlich hohem Anteil aus Naquadria bestand.
Umgehend nahm man diesen Planeten für die Erde in Besitz, errichtete auch sehr schnell darauf eine militärische Basis und modifizierte dann auch noch das Stargate so, dass sich niemand mehr einwählen konnte, also von nun an nur ausgehende Wurmlöcher allein noch möglich waren.
Für die wissenschaftliche Leitung, mit sehr mühevoller Überzeugungsarbeit, hatte man schließlich Doktor Nicholas Rush verpflichten können.
Im Verlaufe der darauffolgenden Zeit, fand Nicholas Rush durch sein gewachsenes Interesse an den Antikern und ihrer Technologie, nach und nach immer wieder so manche Hinweise auf eine wohl längst vergessene Mission der Antiker, wofür anscheinend diese eine 9-Chevron-Adresse der Schlüssel dazu war. Nicholas tauchte dabei immer tiefer in ein Rätsel ein, welches er zu lösen gedachte.
Oktober 2009
Milchstraße
Sol-System
P4X-351
Icarus-Basis und -Planet
‚Jetzt oder nie‘, dachte sich Doktor Nicholas Rush just genau in diesem Moment und im Anbetracht der aktuellen sowie sehr brenzligen äußerst lebensbedrohlichen Lage, während er am Anwahlcomputer arbeitete. Da er wusste, dass es schwer und vermutlich auch unmöglich werden würde erneut einen geeigneten Planeten zu finden, sah er den Erfolg des Projektes in Gefahr, daher gab Nicholas mit schnellen tippenden Bewegungen auf der Tastatur die entschlüsselte 9-Chevron-Adresse ein, worauf sich der innere Ring des Stargates zu drehen begann.
Herbst 2010
2. Destiny-Galaxie
Ursini-Raumschiff
Die heftige und kurze Prügelei zwischen den beiden Männern, bei der der Militär klar im Vorteil gewesen ist, war endlich wieder vorbei. Noch geradeso hatte sich Colonel Everett Young bremsen können, denn der panische Ausdruck im Gesicht von Doktor Nicholas Rush hatte ihn im letzten Moment gestoppt. Dennoch kroch der Wissenschaftler von ihm weg.
Schließlich begannen Sie sich, einmal mehr zu unterhalten, denn Nick sah die Zeit gekommen, es sich noch mehr mit Everett zu verscherzen…
Rush: Vor ziemlich langer Zeit haben die Antiker eine Entdeckung gemacht. Sie haben Hinweise auf eine Struktur gefunden, die sich hinter der Hintergrundstrahlung verbirgt und sie haben geglaubt, dass diese Struktur in früherer Zeit sehr komplex gewesen ist, eine Kollerenz aufwies. Deshalb konnte sie nicht natürlich entstanden sein.
Young: Wie ist das überhaupt möglich?
Rush: Es ist nicht möglich, jedenfalls nicht nach unserem derzeitigen Verständnis der Physik und wir können diese Struktur mit unserer Technologie auch nicht erkennen.
Young: Okay, also wie wollen wir das jetzt nennen? Eine Art Code? Oder eine Botschaft?
Rush: Vielleicht am ehesten eine Botschaft. Oder ein Hinweis auf Intelligenz vom Anbeginn der Zeit.
Young: Und wer ist der Absender?
Rush: Die Antwort auf genau diese Frage haben sie, die Antiker, gesucht, als sie die Destiny losgeschickt haben. Das ist ihre Mission. Es geht hier um ein Geheimnis, das tief in der Realität seine Wurzeln hat. Ein Puzzle, dessen Teile über die ganze Länge und Breite des Universums verstreut sind…
Gegenwart
weitentfernte Galaxie
FTL-Flug
Destiny, Quartier Colonel Young
Auf einer kurzen Liste mit handschriftlichen Ergänzungen, sah sich Colonel Everett Young noch einmal kurz die aktuelle Besatzung der Destiny an:
Aktuelle Crewliste der Destiny:
Erde/Menschen: 210x (weiblich: 110, männlich: 100)
+ Mutanten der Erde: 7x (weiblich: 4, männlich: 3)
Novianer: 86x (weiblich: 52, männlich: 34)
Tok’ra: 5x (männlich: 3, weiblich: 2)
Nox: 2x (männlich: 1, weiblich: 1)
Pegasus-Asgard: 1x
Menschen/Pegasus: 58x (männlich: 34, weiblich: 24)
Luzianer Allianz: 68x (männlich: 33, weiblich: 35)
Jaffa: 12x (männlich: 8, weiblich: 4)
Koloniale
(Kobol, inkl. Zylonen): 18x (männlich: 8, weiblich: 10)
Anhänger Adrias: 10x (männlich: 3, weiblich: 7)
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Crew gesamt: 477 (männlich: 227, weiblich: 249, undefiniert: 1 (Asgard))
Derzeitige Besatzung der Destiny: 477 Individuen, die sich mehreren Großmächten aus mindestens fünf Galaxien (nämlich Milchstraße, Pegasus-Galaxie, Andromeda-Galaxie, Ori-/Alteran-Galaxie, 2. Destiny-Galaxie) zusammensetzt.
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Mit einem leichten Seufzen erhob sich der Kommandant der Destiny schließlich von seinem Arbeitstisch, um sich dann zunächst auf den Weg in die Kantine und danach zur Brücke zu machen.
Bei ihren letzten Stopp allerdings, in der Galaxie, die sie soeben gerade erst hinter sich gelassen hatten, war die Besatzung der Destiny auf ein Vorhutschiff, das zweite während ihrer langen Reise gestoßen, welches nach den Ergebnissen einer Aufklärungsmission aber schon seit mehreren Jahrtausenden keine Energie mehr zur Verfügung hatte, und seitdem nur noch durch das Universum gedriftet war. Dadurch war letztendlich auch erklärt, weshalb man fast gar keine Stargate-Adressen mehr in jener Galaxie angezeigt bekommen hatte, wenn man die FTL-Geschwindigkeit wieder verlassen hatte. Nur mit Mühe war man schließlich auf drei Planeten gestoßen, auf denen zumindest primitives Leben möglich, sowie auch brauchbares Wasser zu finden gewesen war.
Während ihrer weiteren Reise waren sie auf einen weiteren Hinweis gestoßen, dass zumindest ein Teil des Volkes der Außerirdischen, auf deren Heimatwelt sie bereits gestoßen waren, welches wohl nicht nur zu interstellaren, sondern wohl auch zu weiten intergalaktischen Flügen fähig sind. Doch es blieb nur bei diesen einen und letzten vagen Hinweis dieser außerirdischen Zivilisation, denn auf weitere Spuren jenes Volkes war man seitdem nicht mehr gestoßen.
Gerade eben hatte war die Destiny wieder auf Sublichtgeschwindigkeit gegangen, denn man war dem Ziel jetzt beinahe greifbar nahe. Die letzte Galaxie, die sie alle vor dem Ziel der langen Mission getrennt hatte, war durchquert worden. Die letzte Reiseetappe mit dem FTL-Antrieb hatte nur wenige Tage gedauert.
Jeder an Bord des sehr alten Antiker-Forschungsschiffes, welches seit vielen Millionen Jahren bereits unterwegs gewesen ist, befand sich in Sichtweite des Zielgebietes, hatte versucht sich einen guten Platz zu ergattern. Denn es gab überhaupt niemanden an Bord der Destiny, der diesen Moment verpassen wollte. Es gab natürlich auch Ausnahmen, nämlich betraf es diejenigen, die soeben eine wichtige Aufgabe inne hatten und ihren Posten nicht verlassen konnten. Doch Eli Wallace hatte für diesen Fall vorgesorgt, mithilfe von vielen Kameras und Monitoren sorgte er für eine Live-Übertragung. Jedoch hatten Colonel Young, Camile Wray und Doktor Rush allen Betroffenen wiederholt eingeschärft ihre Aufgaben nicht zu vernachlässigen.
Dies wurde von allen an Bord auch genaustens befolgt, weil niemand wusste, wie es denn mit ihnen und der alten Destiny wirklich weitergehen würde. Da könnte jede auch nur so kleine Nachlässigkeit schlimme Folgen für die gesamte Besatzung als auch für die Destiny haben.
tbc
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